Baten Kaitos - Wings of Darkness and the sacred power of the Islands

  • Nekula betrachtete die Gruppe der Albireos skeptisch. Als Einheimischer waren ihm die Eigenarten dieser Wesen durchaus bekannt, weshalb er erst einmal einen Sicherheitsabstand einhielt.
    Als Tarja jedoch die giftige Wirkung der Albireowinde zu spüren bekam, fiel ihm auf das eine Warnung an die anderen durchaus angebracht wäre, jedoch kam ihm hierbei der Fischer Gibari zuvor.
    Dies war dem Weißhaarigen jedoch ganz Recht, denn so konnte er sich auf Tarja konzentrieren, die gerade die Schwerkraft völlig neu für sich entdeckte. Ganz so einfach sollte es jedoch nicht werden, denn ein weiterer Albireo hatte seine Aufmerksamkeit auf den etwas abseits fliegenden Offizier gerichtet und nur durch eine extrem schnelle Reaktion schaffte er es dem Angriff auszuweichen und seinen Gegner zu fixieren. „Dreckiges kleines Mistvieh…“, zischte Nekula dem unförmigen Vogel verächtlich an, während er seinen Dreizack an sich nahm. Er war sich ziemlich sicher dass der Albireo keinesfalls darauf warten würde dass der Weißhaarige seine Eisgeschosse einsetzt und eine Vergiftung wollte er in dieser Situation keinesfalls riskieren. Er hatte keine Zeit zu verlieren und ging direkt in die Offensive, doch blieb der Albireo dabei gleichmäßig auf Abstand.
    Offenbar war dieses Ding cleverer als es aussah und Nekula befürchtete, dass dieser Kampf länger dauern würde als es Tarja bekommen würde.


    Der Albireo pendelte hypnotisch hin und her und attackierte Nekula schließlich mit einem Windstoß, dem dieser in gleicher Weise antwortete. Dem Vogelwesen war wurde dieses Spiel nicht langweilig und er wiederholte diesen Vorgang um seinen Gegner auf Abstand zu halten.
    Nekula parierte die Windstöße genervt und er wollte nun versuchen den Vogel mit einer Attacke seines Dreizacks vom Himmel zu holen, als dieser überraschend sein Angriffsmuster änderte und wie ein Gummiball nach vorne schoss. Der Offizier kam nicht rechtzeitig hinterher und kassierte einen Volltreffer am Kopf, der ihn völlig aus der Bahn warf. Von einem stechenden Schmerz im Bereich der Schläfe benommen, verlor der Riese kontinuierlich an Höhe und drohte ebenfalls abzustürzen. Während seines Sturzflugs fand er jedoch seinen Gleichgewichtssinn wieder und es gelang ihm wieder sich in der Luft zu halten. Sein Blick wanderte wieder nach oben und fixierte den Albireo, der ihm gefolgt war und erneut einen Windstoß gegen den Weißhaarigen einsetzte. „Der Trick wird auch nicht alt oder?“, entgegnete Nekula nur, mehr zu sich selbst als mit dem Wesen redend und setzte seine ganze Kraft in einen Windstoß, welcher den feindlichen Angriff neutralisierte und darüber hinaus auch den Albireo aus der Bahn warf, worauf dieser sich um seine eigene Achse drehte.
    Als sich das Wesen seinerseits wieder fing und seinen Gegner mit den Augen suchte, wurde es leider bitter enttäuscht denn Nekula hatte die Zeit genutzt, seine Angriffsposition zu verbessern und befand sich nun hinter der Bestie und erhob seinen Dreizack zum Angriff. Bevor das geflügelte Ding sich umdrehen konnte, bohrten sich die Zinken der Waffe in seinen Körper, während Nekula sie umklammert hielt und wie ein Raubtier über der Beute aussah. Er hielt den zappelnden Albireo dabei mit dem Dreizack fest im Griff und beugte seinen Kopf herab und biss dem lebenden Wesen ein Stück rohes Fleisch aus dem Hals, woraufhin es einen erbärmlichen Quieklaut von sich gab, bevor er die Waffe aus dem Körper zog und den Vogel mit einem Fußtritt in Richtung des Boden schickte, der auch sein letztes Reiseziel darstellen sollte.


    Nekula spuckte das Stück Fleisch aus und sah dem hilflos hinab trudelnden Wesen hinterher, wobei er sich an Tarja erinnerte. Sofort wirbelte er herum und suchte den Himmel nach ihr ab, allerdings war er dabei nicht besonders optimistisch. Überraschenderweise erfreute sie sich jedoch weiterhin bester Gesundheit, da eine andere, bisher unbekannte Frau den Rettungspart übernommen hatte.
    „Hmmm, da sind wir wohl jemandem zu Dankbarkeit verpflichtet“, murmelte er lächelnd, ehe er sich wieder zu den anderen umwandte.