Katzen hassen Wasser? >Kap36<

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    Katzen hassen Wasser? (Î Î)S
    Dies ist die Geschichte über uralte Mächte, dunkle Geheimnisse und verborgene Intrigen.
    Aber auch über ewige Partnerschaft, Freundschaften, die allen Vorurteilen trotzen, und einer Liebe, die so tief ist, dass sie sogar den Tod überwindet.
    Im wahrsten Sinne des Wortes.



    Startpost befindet sich in After-Forumsupdate-Aufhübschung
    Die BBCodes werden nicht mehr so angezeigt, wie ich das gern hätte...



    http://www.bilder-hochladen.net/files/74ha-pu.png Vorwort
    Herzlich Willkommen zu meiner mittlerweile sechsten Pokémon-Fanstory! (wenn man die KGs nich mitzählt x3) Die Idee für diese Story ist sehr alt, doch die ungefähre Storyline hab ich erst dann komplett durchgeplant und in den Zustand versetzt, in dem sie jetzt ist, als ich schon lange mit dem Schreiben von KhW? angefangen habe. Davor hatte sie nicht ganz so viel Tiefgang... aber ehrlich gesagt weiß ich jetzt auch gar nicht mehr, wie der Handlungsverlauf vorher war xP Ich bin also jetzt schon sehr geübt im Schreiben, und KhW? ist mittlerweile schon drei Jahre jung, aber es gibt immer noch Ding an ihr und an mir, die verbesserungswürdig sind. Daher würde ich mich über Lob, noch mehr über Kritk freuen, damit ich weiß, wo ich mich noch verbessern soll <3
    Es wird Gewalt und Blut geben, jedoch wird bei jedem Kapitel einzeln darauf hingewiesen. Zartbesaitete Seelen haben hier daher nichts verloren ^^


    Zum Titel: Warum dieser jetzt unbedingt "Katzen hassen Wasser?" lautet, werdet ihr im Laufe der Story schon noch herausfinden ^^ Schon mal vorab: Er ist sowohl eine Anspielung als auch eine Parodie auf die ganze Geschichte, und so möchte ich auch die Titel der Kapitel gestalten, dass sie die Handlungen im nachfolgenden Kapitel parodieren. Natürlich wird das wohl nicht immer gehen... aber ich werde es versuchen ^.~


    Widmungen: Zuerst gab es ja keine Widmungen, aber das will ich jetzt ändern...
    Zu allererst natürlich Black Cat für ihr Engagement und ihre stete Treue, bis sie ihre BB-Besuche verringert hat. Ihre aufmunternden Worte haben mir stets geholfen, wenn ich in einem motivativen Loch hängen geblieben bin.
    Sanura, auch wenn sie ebenso nicht mehr unter den Usern des BBs weilt. Sie war lange Zeit meine gute Freundin hier und manchmal eine kleine Muse.
    Len, ebenfalls ein Ex-BBler, der meinen Schreibstil selbst unter Tausend Kurzgeschichten noch erkennen würde, und praktisch bei meinen Anfängen als FanFiction-Autorin dabei war.
    Meiner Kistengeistin Lumina, die immer wieder verspricht, Kommentare zu hinterlassen, es meistens nicht einhält und mich dadurch eigentlich nur unterbewusst anstachelt, schnell weitere Kapitel zu schreiben, damit sie doch endlich mal ihren Senf dazu gibt!
    Und dem griechischen Getreideschrot Kleio, die dank mir zur Moderatorin wurde (was du auch sagst, ich glaube fest daran!) als Dank dafür, dass sie trotz fortgeschrittener Story noch eingestiegen ist.



    http://www.bilder-hochladen.net/files/74ha-pu.png Wichtige Inhalte
    Spoilerwarnung! Es könnte den Lesespaß verderben, die folgenden zwei Spoiler zu öffnen und zu lesen, sie sind nicht notwendig und enthalten nur kurze Charabeschreibungen der beiden Hauptpersonen. Die Spoiler "Nebencharaktere" und "Glossar" dienen einem besseren Verständnis bezüglich der Namen und Begriffe, die in meiner Story vorkommen. Dass man die Karte kennt, setze ich voraus - allerdings ist eine genaue Kenntnis dieser nicht zwingend erforderlich, um der Handlung folgen zu können.
    Sollte es sonst irgendwelche Unklarheiten geben: >PN< ^^

    Hauptpersonen:




    http://www.bilder-hochladen.net/files/74ha-pu.png Sonstiges


    Viel Spaß beim Lesen ^^

  • Und hier also die beiden Prologe ^^



    ArceusProlog 1: Wahre Legenden


    Aus der Chronik der Großen Bibliothek zu Namine:


    Es war das 47. Jahr des 23. Königs, als sich der Himmel schwarz färbte.
    Heerscharen von Kriegern mit ihren Partnern fanden sich zusammen und stürmten die Königsburg. Sie drohten, das königliche Heer zu übermannen und die Festung einzureißen. Schlachten, Brände entfachten, Jahrhunderte lang zurückgehaltene Wut schlug mit einem gewaltigen Hammerschlag auf das Königsgeschlecht herab.
    Es schien alles verloren für den König, als er sein letztes Gebet, sein letztes Flehen, seine letzte Hoffnung in Arceus legte und um Rettung bat.
    Und siehe da, der Gott erhörte seinen Schützling und schickte einen Engel mit flatterndem, silberweißem Haar, in reines Gewand gehüllt, zur Erde herab, der die Gemüter der gegnerischen Krieger von ihren schlechten Gedanken reinigte und Frieden stiftete. Aus Dankbarkeit boten sowohl der König als auch seine ehemaligen Widersacher dem Engel die Königskrone an, doch bescheiden wie er war, lehnte er ab und antwortete nur, dass sie weiterhin an Arceus und seine Gutmütigkeit glauben sollten. Dann breitete er die Schwingen aus Licht aus und erhob sich zurück in den Himmel und wachte fortan über den König und sein Volk.



    BojelinProlog 2: An den Ufern des Lynor


    Es war ein überaus sonniger Tag, den sich das Land um den Lynor für heute ausgesucht hatte. Nicht nur, dass die Fischsaison bald vorüber war, heute war auch noch Feiertag; vor über zwei Jahrhunderten war zum zweiten Mal in der Geschichte des Reiches Frieden gestiftet worden, vielleicht nicht, wie das erste Mal, zwischen allen Sieben Völkern, sondern nur zwischen den Naminern und den übrigen sechs, aber es war dennoch ein sehr wichtiger Tag für alle Generationen: Die Alten wurden heute besonders geehrt nach einer schon lange existierenden Tradition, dass sie an besonderen Tagen die wichtigsten Menschen sind, wenn es sonst immer die Arbeit war, weil sie über mehr Weisheit und Lebenserfahrung als die jüngeren Leute verfügten. Diese konnten sich endlich mal zurücklehnen, denn es riefen weder die Netze noch die Reisfelder, um die sie sich sonst immer zu kümmern hatten. Für einen Tag wurde alles reguläre Tun niedergelegt. Für die Kinder war es einer der allerwichtigsten Tage im ganzen Jahreszyklus, denn wenn sie sonst vom Spielen eher abgehalten wurden und ihren Eltern helfen oder auf die eigenen jüngeren Geschwister oder die eines anderen achten mussten, waren sie nun von nahezu allen Pflichten befreit – natürlich konnten sie die Kleinsten nicht unbeaufsichtigt lassen, so wechselten sie sich immer ab – und tobten und spielten an den seichten Ufern des Lynor, mit ihren Erstpartnern, wenn sie welche hatten, oder mit denen von anderen.
    Und das ging dem jungen Lynoer, der in einiger Entfernung an einen Baum gelehnt stand, gehörig gegen den Strich. Nicht, dass er Angst hatte, sein Erstpartner könnte sich einen anderen Herren suchen – dafür war er ohnehin viel zu loyal –, er mochte es einfach nicht, wenn die kleinen Quälgeister auf Bojelin herumsprangen und sonstige Sachen mit ihm taten, als sei er nur ein Spielzeug. Aber er musste es nun mal ertragen, denn dem Wasserwiesel machte das Spiel mit den Kindern viel Spaß, und das hatte er zu respektieren, denn schließlich war Bojelin nicht sein Eigentum und konnte selbst über sich entscheiden.
    Er hörte Schritte hinter sich, und dann, am Geräusch von raschelndem Stoff, wie sich jemand auf die andere Seite des Stammes lehnte. Endlich war er da.
    „Der Wind zieht heute von Westen rüber“, sagte eine raue Männerstimme hinter ihm.
    Er war es also. „Ich hatte gestern Nachmittag ein Remoraid in meinem Netz“, erwiderte der junge Mann beiläufig und beobachtete weiterhin seinen Erstpartner – er durfte sich nicht umdrehen.
    Der Fremde kam gleich zur Sache: „Hast du die Nachricht unleserlich gemacht?“
    „Ich habe noch nie von jemandem gehört, der aus feuchtem Staub lesen kann.“ Belustigt dachte er an den Zettel zurück, den er sorgfältig zerrissen, mit Zunderpulver vermengt, angezündet und das daraus resultierende Endprodukt zerkrümelt in den Fluss geschüttet hatte. „Bist du derjenige, der das Taubsi geschickt hat?“
    Eine Weile blieb es still hinter ihm. Ein größeres Kind versuchte, Bojelin unter Wasser zu drücken, aber der Luftschlauch, den er um seinen ganzen Körper hatte, verhinderte dies. Dann erbarmte er sich doch und ließ die Luft entweichen, um im nächsten Moment alles von unter Wasser zu betrachten.
    „Nein, das bin ich nicht“, antwortete die andere Seite des Baumes. „Aber ich bin in seinem Namen hier.“
    „Woher weiß ich, dass ich dir vertrauen kann?“ Er machte sich keine Mühe, seine Skepsis zu verbergen.
    „Das musst du. Sonst liegst du bei deinem nächsten Wimpernaufschlag mit durchtrennter Kehle neben diesem Baum, und niemand hat etwas davon mitbekommen.“
    Der junge Lynoer schluckte schwer; das klang sehr kampferproben. Aber er tat sich unbeeindruckt und fragte: „Was soll ich machen?“
    „Siehst du das kleine Boot, das dort am Ufer vertäut ist?“
    Er sah es; ein kleines Fischerboot, von den Lynoern „Nussschale“ genannt, unter anderem auch deswegen, weil es aus leichtem Nussholz gebaut wurde, in das ein Rudermann und ein Fischer passten, der die Netze auswarf, schwappte im Umkreis von hundert Schritt ganz allein im seichten Wasser. „Ich sehe es“, bestätigte er.
    „Gut, pass auf.“ Wieder raschelte Kleidung; anscheinend suchte sich der Fremde eine bessere Position. „Wenn ich es dir sage, wirst du ganz unauffällig in dieses Boot steigen, vorne in den Bug, mit dem Rücken nach hinten.“
    „Ich weiß ja nicht, wie das bei dir aussieht“, erwiderte er. „Aber mein Rücken ist für gewöhnlich hinter mir.“ Er grinste belustigt, musste dann aber an durchschnittene Kehlen denken und wurde schlagartig ernst.
    Der Fremde ging nicht darauf ein. „Wo ist dein Erstpartner?“
    Die Kinder hatten sich mittlerweile um Bojelin geschart und ließen sich von seiner Aquaknarre bespritzen. „Das Bojelin dort im Wasser, das mit den Knirpsen spielt.“
    „Es darf uns im Wasser folgen, aber es ist dir untersagt, mit ihm zu reden, bis ich dir die Erlaubnis erteile, verstanden? Suicune sei dir gnädig, wenn du noch einen Partner hast! Und jetzt geh!“
    Damit drückte sich der junge Lynoer gelassen vom Stamm ab und sah hinauf in die Baumkrone. Schimmernde, grüne Lichtreflexe mischten sich mit dem Dunkelblau seiner Augen und brachten diese zum leuchten. War es vor Freude? Vor Erwartung, Angst? Wohin der Fremde ihn wohl bringen würde? Er fragte sich, ob es wohl besser gewesen wäre, nicht zu erscheinen. Vorsichtig wog er die Möglichkeiten ab, die ihm noch blieben, kam aber zu dem Schluss, dass er keine hatte; er würde wohl oder übel mitreisen müssen. Langsam schlenderte er zum Ufer hin – das Boot lag nicht an einem Steg vertäut – und stieg in den vorderen Teil. Kurz darauf wankte die Nussschale leicht, als der Fremde sich hinter ihn setzte. Bojelin ließ von den Kindern ab, die enttäuscht seufzten, und kam gleich zu ihnen geschwommen.
    „Was ist los, Mizu?“, fragte er, als er neben dem Bug schwamm.
    Doch Mizu legte nur einen Finger an die Lippen und schüttelte den Kopf.
    Bojelin schien zu verstehen und folgte ihnen schweigend; flussaufwärts.


    Kommis sind natürlich immer erwünscht :whistling: aber auch Kritik kann ich gut aushalten. Ich möchte nämlich, dass diese Story hier meine beste wird ^^

  • Deine sechste Fanstory schon? Wow, da schreibt aber jemand gerne.


    Der Kommentar wird jetzt erstmal relativ kurz, aber da ich weiter mitlesen will, werden die nächsten länger. Ich bitte das zu entschuldigen, aber ich bin gerade nicht in Schreiblaune (kennst du ja sicher... oder doch nicht?) ^^


    Die Einleitung fand ich schonmal sehr sympathisch, und danke dass du mir die Fs widmest ;P (Weiß ja wie es gemeint war). Katzen hassen Wasser? Ja tun sie, ich jedenfalls (haha). Interessanter Titel, recht gute Charabeschreibungen nur leider so standard Japanische Namen x3 Aber macht ja nichts. Katzen hassen Wasser... Klingt, als ob es ein Shipping zwischen Neko und Mizu wäre, ehrlich gesagt. Oder ein Anti-Shipping. Deine Rassenbeschreibung (komisches Wort) ist toll geworden und sehr informativ. Ich lese weiter mit. Pn Benachrichtigung brauche ich nicht, bin als Fsmod sowieso dauernd hier. Die Kapitel bewerte ich dann das nächste Mal, brauchst aber keine Angst haben, sie gefallen mir ^^ Deine Leserin, Kitty

  • So, noch jemand, der die Story liest/und selbstverständlich auch weiter mitverfolgen wird :) .
    Den Startpost finde ich sehr ansprechend gestaltet und man sieht, dass du dir schon sehr viele Gedanken gemacht hast. Die Beschreibungen der Charaktere gefallen mir sehr gut, die Informationen sind nicht zu knapp gehalten, dennoch wird auch nicht zu viel verraten :) . Mir gefällt außerdem, wie viel Mühe du dir bei den Beschreibungen der einzelnen "Rassen" gegeben hast.
    Schon die ersten beiden Kapitel finde ich sehr mitreißend ^_^, was wohl auch zum Teil daran liegt, dass du am Ende einiges offen lässt. Da schwirren einem doch gleich ein paar Fragen mehr im Kopf herum x3. Zum Inhalt kann ich eigentlich nicht viel sagen ... öhm, Mizu kommt mir sympatisch vor [Aussehen gefällt mir gut xD^^] =D. Na ja, Rechtschreib- und Grammatikfehler habe ich keine gefunden.^^
    Den Titel finde ich ebenfalls super, ist mal was anderes :thumbsup: . Joa, insgesamt bisher alles top, ich hoffe du schreibst bald weiter und PN-Benachrichtigung, bitte =). Kritik habe ich nicht zu vergeben ;) .


    ~Luciafan

  • So, auf Kittys anraten habe ich mich dann auch einmal hierher verirrt. Ich muss gestehen, der Titel spricht mich nicht so an und ich hätte wohl eine der besten FS verpasst, wenn Kitty nicht gewesen wäre (also, bedanke dich bei ihr ;) ).
    Ich bin auch ein großer Fantasy-Fan und habe an deinem Schreibstil diesen sofort erkannt. Ich finde es sehr interessant, wie viele Gedanken du dir schon im Vorneherein gemacht hast, wegen den sieben Völkern und wie die Welt aufgebaut ist und so. Auch die Namen sind sehr kreativ und auch die Idee mit den Schutzgeistern gefällt mir.
    Was mich dann umgehauen hat, ist deine Art das Verhältnis zwischen Pokemon und Menschen zu beschreiben. Man denkt richtig, die Pokemon seien normale Tiere und haben auch ein solches Verhältnis zu Menschen. Erinnert mich ein wenig an Trudi Canavan, die denkt sich die Tiere in ihrer Welt immer selbst aus.


    Rechtschreibfehler habe ich keine gefunden und das ist bei mir wirklich selten. Aber bei deiner 6ten FS darf man wohl nichts anderes erwarten ;) Ich persönlich werde die FS mit großem Interesse verfolgen und mich über eine PN-Benachrichtigung freuen ;)


    Liebe Grüße
    Asaki

  • Es ist schon toll, wenn man immer wieder mal über eine vielversprechende Story stolpert, obwohl man sie gar nicht erwartet hat... Der Titel war aber auch zu anziehend, um nicht angeklickt zu werden.^^ Nun, ich mach mich mal daran, zu kommentieren.


    Rechtschreibfehler habe ich wahrscheinlich keine gefunden, sollte es anders gewesen sein, habe ich sie vergessen und sie waren nicht sonderlich schlimm. Beim Stil kann man nur sagen, dass er schön von Fantasy angehaucht ist, so dass er mir unweigerlich gefällt.


    Mit dem Inhalt fangen wir ganz vorne an: Die Steckbriefe der zwei Hauptpersonen habe ich nur sehr flüchtig überflogen. Ich konnte mich noch nie mit ihnen anfreunden, darum lerne ich die Charas wohl erst später richtig kennen. Die Rassen und Länder finde ich schon sehr viel spannender. Bei den Rassen sind zwar nur die Chimären wirklich neu, aber die Beschreibung der Lebensweisen der verschiedenen Menschenvölker ist sehr gut gelungen. Es gibt Armut und Reichtum, offizielle Macht und inoffizielle; mit anderen Worten: Ein grosses Konfliktpotenzial und das nicht nur bei den Rebellen. Jetzt komme ich aber langsam zum Prolog zurück. Wenn ich mich nicht allzu sehr täusche, ist die Chronik, von der wir ein Stück gelesen haben, die Rechtfertigung der Herrschaft durch die Naminen. Interessant, dass du das jetzt schon bringst, wahrscheinlich hat es mit den Rebellen zu tun. Der zweite Prolog ist auch spannend. Ich nehme mal an, dass der Junge mit seinem Bojelin zu den Rebellen mitgenommen wird... Wahrscheinlich wollte er es auch so, denn wer braucht schon Anhänger, die nicht aus Überzeugung dabei sind? Offenbar bemüht sich die Schwarze Rose wirklich, nicht aufgespürt zu werden und ist ziemlich gefährlich. Sie ist ja offenbar ein über alle Völker verteiltes Netzwerk, der Junge scheint sein Gegenüber schliesslich erkannt zu haben. Es muss also jemand aus dem Dorf sein... Hast du nicht geschrieben, sie würden als Unwürdige angesehen? Dann leben sie wahrscheinlich heimlich unter den anderen. Einen grossen Pluspunkt hat die Story bei mir übrigens auch noch, weil Pokémon Partner sind und nicht willenlose Sklaven. Dann kommt noch die Ironie des Jungen dazu und ich bin zufrieden.^^


    Ich bin dann wohl für's Erste fertig, werde die Geschichte aber sicher noch weiterverfolgen.^^


    Drago

  • Super Story Pika ^-^
    wollte schon früher eine deiner stories lesen, kam aba i-wie nich zu O.o tut mir leid ^^'
    Und bevor ich 'richtig' anfange, PN-benachrichtigung bitte ^-^


    Na ja jetzt les ich halt die hier ^-^
    Ich finds recht interesant und nur weil das deine 6. is heißt es nicht, das de 'krank' bist oda so xD
    Die Sory hat Kitty (glaub ich xD) im FS FC empfolen und dann hab ich im eevee fc zufällig den link in deiner sig gefunden und klick hab ich schon los gelesen xD
    Joah, Mizu hm der 'eigentliche' hauptchara xD neko is wohl noch nich aufgetaucht xD schade eig. hm mizu is en tolla chara schön hm kA wie mans beschreiben soll
    tja oh mist
    sorry echt
    ich muss aba aufhören zu schreiben ich editiere noch

  • [tabmenu][tab=einige @s]Boah, schon so viele Leser <3 Ich fühl mich richtig geschmeichelt ^^"
    Ersma traditionell die @s:
    Kitty: Jap, ich schreib wirklich LIEBEND gerne ^^ Es macht mir einfach Spaß, weil ich auch schon als ich kleiner war Pokéstorys erfunden habe und für die natürlich niemals Leser hatte, dann ist das hier so ne richtige Erleichterung <D Schreibunlaune kenn ich auch. Sogar gut genug o0 Die Namen müssen japsisch sein, weil sie alle iwo eine Bedeutung haben müssen, die ich versteckt einbauen möchte. Bei den Hauptcharas isses ja klar ;) Aber bei vielen anderen wird die Bedeutung sich erst ein bissl verstecken :D Aaah, und natürlich Danke, Thanks, Merci, Grazie, Arigato, dass du meine Story so großflächig weiterempfohlen hast. Lieb von dir und schmeichelhaft :blush:
    Luciafan (und sonderzeichen xD): Danke für das Lob ^^ Das Aussehen... klaa, als ich mir Mizu ausgedacht habe, MUSSTE ich einfach an Ikuto denken. Die beiden ähneln sich auch ziemlich arg :smalleyes:
    Asaki: Ok, hab mich ja bedankt, aber ich tus an dieser stelle nochmal: Danke, Kitty ^^ (so heißt übrigens meine Katze <3) Wow, schon zwei Mods, die nicht Anca sind und meine Story lesen oo (@Anca: falls du das hier gerade liest, verstehe mich nicht falsch, weil du hast meine FFs schon gelesen, bevor du Mod wurdest, deshalb xD) Ich finds recht lustig, was einige über den Titel sagen, dass er interessant ist und ansprechend, aber du bist voll negativ darauf eingestellt. Aber nein, ich freu mich, dass das auch geäußert wird, ich will nämlich alle harte Kritik, die ich kriegen kann :cursing:
    Drago: Das mit der Chronik stimmt nicht ganz ^^ Es gab zwei Kriege: Der erste fand zwischen allen sieben Völkern statt und wurde schließlich von den Naminern beendet, weswegen sie das Königsvolk wurden. Im zweiten Krieg fühlten sich die anderen sechs unrecht behandelt und fielen deshalb über den König her, und wie der geschlichtet wurde, lesen wir dann ja in der Chronik. Wobei, wie das eben so ist mit "historischer Genauigkeit", stimmt die Chronik nicht ganz, das kann ich hier offen und ehrlich sagen, aber inwieweit genau, erfahrt ihr später iwann ^^ Mizu kennt den Typen nicht, er hat ihn nur erkannt. Das mit dem Wind und dem Remoraid im Netz waren sowas wie Codewörter, damit der eine weiß, mit dem ers da zu tun hat und dasses der richtige ist ^^
    Larka: Stimmt, ich bin nicht krank, ich bin besessen :ugly:


    So, entschuldigt mich bitte, aber gegen Ende dieses Kapitels hat mein Entusiasmus der Müdigkeit platzmachen müssen, daher verschlechtert sich die Qualität mit jedem Absatz :dos: Ich hoffe, ihr findet es trotzdem gut. Vielleicht ändere ich es auch nochmal ^^
    So, und nun viel Spaß!


    [tab=Enthusiastische Minusbeschleunigung]GewaldroKapitel 1: Donnergrollen


    Stille. Nur ein Windchen wehte. Blätter tanzten ihre magischen Reigen um die Szenerie, die Bäume unterhielten sich säuselnd über das Geschehen. Eine junge Frau und ein junger Mann standen sich entschlossen gegenüber. Zwischen ihnen ihre beiden Pokémon, ein Vibrava und ein Gewaldro, beide die Augen auf ihren Gegner geheftet, in banger Erwartung, wer wohl den ersten Schlag ausführe. Die Dschungelechse, mit hocherhobenem Kopf, stolzem Ausdruck, gepaart mit Überheblichkeit, zu dem Drachen hinabblickend; die Drachentermite, von ihrer Natur aus dazu gezwungen, den Kopf nicht höher zu heben als es ihr Rücken erlaubte, teils ängstlich, teils hoffend zu dem grünen Pflanzenpokémon emporblinzelnd, von der Sonne geblendet.
    Stille. Die Ruhe vor dem Sturm. Der jetzt hereinbrach.
    Ohne ein Wort seines Meisters sprang Gewaldro auf Vibrava zu. Die Blätter an seinen Handgelenken glühten grünlich auf und wuchsen zu vielfacher Größe heran, noch bevor er landete und dem Bodendrachen mit einem kräftigen Schlag seiner mächtigen Laubklingen einen verhängnisvollen ersten Schlag versetzte. Gleich darauf zog er sich rasch wieder zurück, um einen Treffer seines Gegners zu verhindern.
    Die junge Frau knirschte mit den Zähnen. Sie hatte damit gerechnet, aber die Geschwindigkeit der Echse falsch eingeschätzt. „Vibrava, Feuerodem!“, sagte sie hastig, als Gewaldro wieder zum Angriff ansetzte. Die gelb-violetten Flammen, die dem Maul des Wüstenpokémon entflohen, schlossen ihn ganz ein und stoppten ihn für kurze Zeit. Doch kaum war die Attacke verloschen, sprintete er auch schon weiter. „Sandsturm!“ Noch im letzten Moment gelang es Vibrava, mit heftigem Flügelschlagen Sand aufzuwirbeln und Gewaldro so die Sicht zu nehmen. Doch obwohl sie aus der Steppe stammte und damit an solche Wetterverhältnisse gewöhnt war, vermochten es ihre Augen dennoch nicht, durch das dichte Gestöber zu blicken.
    Der junge Mann blieb – anders als seine Gegnerin – völlig gelassen und murmelte nur: „Rasierblatt.“ Dutzende messerscharfe Blätter schossen aus der Sandwolke hervor, jedoch war viel wichtiger, was innerhalb dieser geschah: Auch wenn die Dschungelechse Vibrava nicht sehen konnte, war es ihm durch eine solch flächendeckende Attacke durchaus möglich, den Drachen zu treffen.
    Ein Windhauch lichtete den Sand.
    Und auf dem Kampffeld, zwischen seinen eben abgeschossenen Blättern, stand nur Gewaldro, ungläubig auf das Loch vor ihm im Boden starrend. Vibrava hatte sich durch Schaufler vor der Pflanzenattacke in Sicherheit gebracht.
    Nun war es Gewaldros Herr, der mit den Zähnen knirschte und seinem Partner schließlich Solarstrahl befahl. Die kugelförmigen Samenhülsen auf seinem Rücken leuchteten weiß und speicherten das starke Sonnenlicht.
    Die Herrin des Wüstendrachens wusste, dass, sollte diese Attacke treffen, der Kampf vorüber war. Gewiss, Vibrava konnte einfach unter Tage bleiben und somit auch diesem Angriff entgehen, aber Gewaldro war sehr stark und konnte die gespeicherte Energie wenn nötig lange festhalten, ohne sich dadurch selbst zu besiegen, und je länger das Bodenpokémon unter der Erde blieb, umso heftiger würde der Solarstrahl für sie ausfallen. Schließlich grub sie sich tatsächlich aus, aber langsam und mit wachsamem Blick auf ihren bewegungslosen Gegner. Sie musste etwas unternehmen, bevor Gewaldro zu Ende geladen hatte. „Furienschlag“, war schließlich der Beschluss ihrer Herrin, und mit einer Schnelligkeit, die man einem Pokémon, das die meiste Zeit an den Erdboden gefesselt war, niemals zugetraut hätte, flitzte Vibrava auf den Pflanzengecko zu und verpasste ihm einige Hiebe.
    In dem Moment war der Solarstrahl vorbereitet und musste nur noch abgefeuert werden.
    Schnell zog sich das Wüstenpokémon zurück, aber die Attacke seines Gegners kam gleich hinterher. Vibrava wusste, dass sie ihr nicht mehr entgehen konnte, und konterte daher mit Feuerodem. Sonnenlicht und Flammen trafen aufeinander und erzeugten blendende Helligkeit und gleißende Hitze, Pflanze und Drache vermischten sich zu Feuer und stießen eine brennende Welle Wärmeenergie aus.
    Das Licht erlosch, und in diesem Moment wurde klar, wer gewonnen hatte: Vibrava. Mehr schlecht als recht stand sie noch auf dem Kampffeld, schwarz gesprenkelt von Ruß und Staub, zitternd vor der Anstrengung, mit der sie die Pflanzenattacke von sich abgehalten hatte. Ihrem Gegner war es schlechter ergangen. Als sich ihre beiden Angriffe vereint hatten, war es von dem sehr effektiven Feuer weit zurückgeschlagen und besiegt worden, wohingegen der Wüstendrache mit beiden seinen Typen gegen es hatte standhalten können.
    Die beiden Herren kamen aufeinander zu und gaben sich, der Tradition gemäß, die Hand. „Schade, dass es so schnell vorbei war“, meinte der junge Mann und lächelte schief.
    Sein Gegenüber bemühte sich, seine Hand wieder loszulassen. „Ja, schade…“, sagte sie nur, wobei ihr das ganz und gar nicht ernst war.
    Kinosei grinste noch breiter. „Vielleicht sollten wir mal statt unserer Waffen einmal die Gabeln kreuzen, findest du nicht?“ Er zwinkerte.
    Fast schon hätte Neko ihn gefragt, ob er einen nervösen Tick habe, denn es war nicht das erste Mal, dass er dies zu ihr tat, aber er hätte nur dämlich gelacht und es wieder getan, deshalb schüttelte sie nur den Kopf und wollte sich umwenden. Tat er nur so naiv oder war er das tatsächlich? Die Gabeln vor dem Mahl zu kreuzen, war bei den Dyrias ein uraltes Ritual, mit dem die beiden sich gegenüber sitzenden ihre Verbundenheit kundtaten. Aber im Grunde genommen hatte Kinosei sie nur zum Essen eingeladen, vielleicht in der Hoffnung eines romantischen, was aber angesichts der Zahl der Rebellen hier eine sehr geringe Hoffnung darstellte. Der Gemeinschaftsraum war ständig gefüllt, und besonders zu den Essenszeiten konnte man wenig von Romantik und überhaupt Privatsphäre sprechen. Wenn sie tatsächlich irgendwohin essen gehen wollten, wo sie weniger von anderen gestört waren, müssten sie schon ins Dorf in eine Gaststätte gehen, die meist aber auch nicht besser bestellt als der Gemeinschaftsraum der Rebellen und zudem schweineteuer waren. Außerdem wäre es nicht besonders gesund für ihren Hals, sich im Dorf blicken zu lassen, denn sollte man sie dort als Mitglieder der Schwarzen Rose erkennen, so wäre dieser um das Haupt entledigt.
    Fast zärtlich sanft hielt er sie fest und schnalzte verführerisch: „Solltest du es dir aber anders überlegen weißt du ja, wo du mich finden kannst.“ Wieder zuckte ein Lid über seine waldgrünen Augen.
    „Ich werde es mir merken.“ Damit schob Neko seine Hand weg und ging zu Vibrava rüber. Sie lächelte schwach und fuhr damit fort, ihre ledrige Haut vom Ruß zu säubern. Verstohlen blickte ihre Herrin zu Kinosei zurück. Dieser schaute sie verträumt an. Wahrscheinlich hing er den üblichen Fantastereien nach, denen manchen männlichen Personen ihren Alters für gewöhnlich im Kopf herumschwirrten. Er glaubt, dass er mich an der Angel hat. Aber diesen Fisch bekommt er nicht. Er sollte sich lieber um seinen Partner kümmern und ihn ins Heilerhaus bringen, damit seine Brandwunden desinfiziert und behandelt wurden, anstatt irgendwelchen nicht existierenden Zukünften nachzuträumen. Neko jedenfalls besah sich Vibrava und fragte sich, ob sie wohl zu den Heilern gebracht werden müsste.
    „Mir geht es gut“, meinte die Drachentermite und schüttelte sich. „Ich brauch nur ein bisschen Schlaf.“ Wenn Vibrava das behauptete, so musste ihre Herrin ihr das glauben, denn schließlich gab es für Pokémon, die in der freien Natur lebten, keine gerade mal so zufällig vorbeikommende Heiler, die jedes ihrer kleinen Wehwehchen mit heilungsfördender Salbe einrieben und dick mit Mullbinden verbanden. Und dennoch überlebten sie.
    Fast völlig unbeschwert trottete Vibrava also neben Neko her, als die beiden den Übungsplatz verließen, um den nächsten kampfwilligen Rebellen Platz zu machen. Diesmal traten zwei jüngere Keraner, wahrscheinlich Freunde für einen Übungskampf, gegeneinander an. Dem einen war ein Flamara zum Erstpartner, den anderen begleitete ein Igelavar. Es versprach ein spannender Kampf zu werden und Neko hätte liebend gerne zugesehen, aber erstens war es unhöflich, ungefragt sich zum Publikum zu erwählen, das die Kämpfenden wahrscheinlich nicht wollten, und zweitens wurde das Kampfverhalten vieler Pokémon dadurch sehr beeinträchtigt, weil sie oft nervös wurden. Deshalb ließen Neko und ihre Erstpartnerin das ganze Übungsgelände hinter sich und machten sich auf dem Weg zum Bau. Den Namen hatte das mittlerweile viel größere Gebäude vor langer Zeit erhalten, als es, grob aus ein paar zum teil morschen Brettern gezimmert, erbaut worden war, um einer kleinen Gruppe Rebellen, die sich dort angesiedelt hatten, als Unterschlupf zu dienen. Inzwischen war es stark gewachsen, weil aus dem ehemals provisorischen Hüttchen ein fester Lageplatz geworden war, als die Gruppe sich dazu entschlossen hatte, hier zu verweilen, und seit dem immer mehr Mitglieder gezählt hatte. Der Bau bestand aus dem Gemeinschaftsraum, den man durch das Haupttor betreten konnte. Davon gingen jeweils zwei Treppen ab ins höhere Stockwerk, wo noch zwei weitere große Säle lagen; die Schlafsäle der weiblichen und männlichen Mitglieder der Rebellengruppe. Im Erdgeschoss befanden sich neben dem Gemeinschaftsraum auch noch die Baderäume, die Küche und das Sprechzimmer des Anführers, das in einer erst unlängst hinzugefügten Anbaute Platz fand. Ein kleiner Garten, in dem die Heiler Kräuter anpflanzten, trennte und verband gleichzeitig den Bau mit dem Heilerhaus, in dem Kranke und Verletzte einen Unterschlupf fanden, bis sie wieder genesen waren. Unterhalb des Hauptgebäudes befand sich auch noch ein großer Vorratsraum, wo die wichtigsten Nahrungsmittel gelagert waren. Nördlich lag ein kleiner See, der gewöhnlich von den Pokémon als Ruheort genutzt wurde und an dem auch ihre Herren an den freien Tagen sich von den Strapazen der restlichen Woche erholen konnten.
    Beim Anblick des blauen, im Sonnenschein glitzernden Sees kam Neko ein Gedanke, und sie fragte Vibrava: „Weißt du eigentlich, wo Traunfugil ist?“ Das Wüstenpokémon schüttelte nur den Kopf. Sie hatten das Hauptgebäude erreicht und die junge Eloa legte gerade eine Hand auf die Klinke des Tores, als sie von einem wie wild geworden heulenden grünem Bündel Nebel angegriffen wurde. Das Ding kreischte erfreut und spielte mit den kurzen Ärmchen in ihrem Gesicht, streichelte sie dabei aber auch liebevoll. „Hey, nun mal langsam, Traunfugil!“ Neko nahm die Hand wieder runter und schob den kleinen Geist von sich weg. Nach wie vor heulte er vergnügt und streckte und reckte sich nach seiner Herrin. Plötzlich ließ der Druck gegen ihre Hand nach und Traunfugil klebte ihr wieder im Gesicht. Sie seufzte, aber mehr aus Freude als aus Ärgernis, und ließ ihren zweiten Partner gewähren.
    Endlich schien er genug zu haben und ließ von ihr ab. Sie verwuschelte sein langes Haar, was ihm erneut ein vergnügtes Quieken entlockte. Das kannte sie besonders gut von ihm, denn seit sich die beiden kennen gelernt hatten, lief das eigentlich ständig so, wenn der Geist sie sah. Und seit er gelernt hatte durch Wände und sogar durch die hindurch zu gehen, war sie praktisch nirgendwo vor ihm sicher, aber genau genommen wollte sie das auch nicht, schließlich hatte sie ihn auch sehr gern.
    Da Traunfugil merkte, dass es ihr jetzt reichte, wandte er sich Vibrava zu und wiederholte den Vorgang nun bei seiner Mitpartnerin. Sie musste lachen und schaffte es, ihn abzuwimmeln, um kurz zu Neko hinaufzusehen. Die Bitte in ihrem Blick sagte mehr als alle Worte, und ihre Herrin nickte schließlich, worauf ihre beiden Pokémon voll Vorfreude von ihr abließen und zum See gingen. Lächelnd sah sie ihnen hinterher; Traunfugil umschwirrte die Drachendame wie ein lästiges Insekt und regte sie damit an, es weiter mit dem Fliegen zu versuchen, was sie in letzter Zeit eher weniger getan hatte. Zaghaft ließ sie die Flügel vibrieren, um die Schallwellen, die sie dadurch zu erzeugen pflegten, nicht hervorzurufen, und drückte sich vom Boden ab. Leider wurde daraus nur ein etwas weiterer Sprung und weniger fliegen, aber Neko wusste, dass ihre Erstpartnerin es weiter und weiter probieren und sich von Rückschlägen nicht aufhalten lassen würde.
    Lächelnd drehte sich Neko zum Tor um und öffnete es. Sofort schlug ihr eine Welle lautes Gemurmel entgegen. Der Gemeinschaftssaal war regelrecht infiziert von herumquasselnden Rebellen, hauptsächlich in ihrem Alter oder jüngere, die in kleinen Gruppen diese und jene Unterhaltungen führten, die aus dem Gesamtgefüge allerdings nicht herauszuhören waren. Ab und an lachte irgendjemand auf, und in solchen Momenten wurde Neko von einer seltsamen Herzensschwere ergriffen.
    Alle Rebellen hier, ob alt oder jung, hatten gute Freunde bei der Schwarzen Rose, mit denen sie sich zusammensetzen, reden und lachen konnten. Sie hatte das nicht. Während die Eltern der meisten Mitglieder bereits Rebellen gewesen waren, bevor sie geboren wurden, kannten sich viele schon von Kindesbeinen an und schleusten nur selten neue Freunde in ihre engen Kreise ein. Und die wenigen, die dazu kamen – „Neulinge“ nannte man sie, und das blieb auch noch so, wenn sie Veteranen waren – so wie sie selbst, wollten auch nichts mit ihr zu tun haben, wegen der anderen Sache, die ihr so unangenehm war, wenn sie ihr misstrauisch und unsicher nachsahen…
    Auch dieses Mal spürte sie die Blicke der anderen im Nacken, reagierte aber nicht darauf, sondern hielt zielstrebig auf die linke Treppe zu, die hinauf zum Frauenschlafsaal führte. Sie war jedoch so gebaut, dass man den „eigenen“ Schlafsaal von beiden Treppen aus erreichen konnte, weil sie oben mit einer Brücke, die über dem Gemeinschaftsraum verlief, verbunden waren. Auch auf dieser Brücke ließen sich gelegentlich Kinder nieder, weil man von hier die älteren unter sich perfekt bespitzeln oder hin und wieder eine Wasserbombe werfen konnte. Heute jedoch saßen sich nur vier Jungen gegenüber, die zwischen sich einige Spielkarten ausgelegt hatten.
    Einer von ihnen, ein Lynoer, knallte gerade eine Karte vor sich auf einen kleinen Haufen und rief erfreut, während er provokativ auf seinen Freund deutete: „Jetzt ist dein Schwarzes Magiermädchen dahin! Du hast verloren!“ Der Angesprochene wollte eine seiner Karten ziehen, um es dem anderen heimzuzahlen, als er Neko erblickte und innehielt. Seine großen, goldgelben Augen, wie sie jeder Tiro besaß, starrten sie typisch unsicher, fast ängstlich an. Als die anderen seinem Blick folgten, wandten sie ihren eigenen hastig wieder ab und taten so, als sei nichts geschehen. Nur der kleine Hügelländer sah ihr noch nach, bis sie seufzend im Frauenschlafsaal verschwunden war.
    Kraftlos lehnte sich Neko an die eben geschlossene Tür. Was genau war es eigentlich, dass sie von den anderen so sehr unterschied, das vielen Kindern manchmal sogar Angst einjagte? Sie hatte keine großartigen Besonderheiten wie manch andere ihres Schlages, lediglich ihre…
    „Jaja, ich habe ihn auch gesehen!“
    Erschrocken hob Neko den Kopf.
    Der Schlafsaal war ausgelegt mit einigen Matten mit jeweils einem Kissen und einem dünnen Bettlaken, das als Decke diente. Die Matten lagen alle in Reih und Glied, wenn manche auch näher, andere weiter beisammen, je nachdem, wie gut sich die Frauen und Mädchen verstanden. Die von Schwestern oder Mutter und Tochter lagen oft sehr eng beieinander, sodass sich die kleinere von beiden des Nachts auch mal an die größere kuscheln konnte. Bis auf Neko war niemand im Raum – nur eine kleine Gruppe tuschelnder Mädchen, alle jünger als sie, vielleicht vierzehn oder fünfzehn, naiv wie kleine Kinder und dennoch mit der festen Überzeugung, bereits erwachsen zu sein. Sie schienen sie nicht bemerkt zu haben – oder wollten sie nicht bemerken – als Neko zu ihrer Matte ging, die, abseits aller anderen, in einer Ecke lag. Sie wusste, dass sie sich eigentlich glücklich schätzen konnte, so viel Platz zu haben, denn der Schlafsaal der Männer und Jungen war zwar genauso groß wie dieser hier, jedoch gab es viel mehr männliche Mitglieder als weibliche, deshalb war es mit dem Platz bei ihnen nicht sonderlich gut bestellt, aber dennoch fühlte sie sich ab und zu etwas einsam.
    Während sie so tat, als suche sie irgendetwas im Kruscht ihres Beutels, hörte sie aufmerksam mit nach hinten gedrehten Ohren – irgendetwas Positives hatten sie ja doch – den Mädchen zu:
    „Er ist so mysteriös, richtig geheimnisvoll. Ich find das irgendwie… romantisch!“, sagte gerade die, die auch vorher gesprochen hatte. Vorsichtig wandte Neko den Blick hin. Es war wahrscheinlich die Eloa gewesen, die da mit dem Rücken zu ihr saß. Über wen sie wohl gerade sprachen?
    „Aber ihr könnt es vergessen, egal was ihr macht.“ Das war eine Lynoerin, die in gespielter Kränkung die Arme vor der Brust verschränkte. „Er gehört nämlich mir! Ich habe gehört, er ist Lyoer.“
    Ein anderes Mädchen prustete drauf los. Sie hatte zwar sehr dunkles Haar, dessen Farbe braun glich, jedoch waren ihre Eltern Naminer und Keraner gewesen, was ihr eine Mischung eingebracht hatte. „Lynoer? Hast du ihn dir denn schon angekuckt? Er ist Naminer, ganz sicher!“
    Diesmal sprach tatsächlich eine Gotela: „Na und wenn schon. Er ist Neuling, das dürft ihr nicht vergessen.“
    Bei dem Wort „Neuling“ wurde Neko schlagartig hellhörig, und dennoch achtete sie nicht mehr auf die Worte der Mädchen. Es war also ein Lynoer oder Naminer hier, der genau wie sie Neuling war! Wenn sie Glück hatte, hatte er mit noch niemandem gesprochen und anderweitig Freundschaften geschlossen, sodass sie jetzt vielleicht jemanden fand, der ähnlich wie sie gesinnt war. Mit einem leisen, vorfreudigem Miauen sprang sie auf, hielt aber dann inne. Da war ja noch was anderes… Zuerst überlegte sie, ob sie das wirklich tun sollte, schließlich baute eine Freundschaft oder wenigstens Kameradschaft auf Ehrlichkeit auf, dann entschloss sie sich aber, weiterhin in ihrer Tasche zu wühlen und zog ihre Mütze heraus, die sie sich gleich über den Kopf stülpte.
    Die Tiro-Naminerin fuhr fort: „Ich sage euch eins: Es ist mir egal ob er Neuling ist, aber ich werde ihn zuerst ansprechen und dann wird er…“ Aber sie wurde von einem heftigen Donnergrollen unterbrochen.[/tabmenu]
    PN-Benachrichtigung ist im Ofen, dürfte gleich fertig sein xD

  • So, wie versprochen kommt der Kommentar heute.


    Zuerst einmal zu den Fehlern, die vorgekommen sind:

    Zitat

    Die Blätter an seinen Handgelenken glühten grünlich auf und wuchsen zu vielfacher Größe heran, noch bevor er landete und dem Bodendrachen mit einem kräftigen Schlag seiner mächtigen Laubklingen einen verhängnisvollen ersten Schlag versetzte.

    Eine kleine Wortwiederholung. Das liest sich nicht gerade schön, ich würde das erste "Schlag" durch ein "Hieb" ersetzen.

    Zitat

    ...,zitternd vor der Anstrengung,...

    Also entweder kickst du das "der" raus, was sich für mich am besten anhören würde, oder du schreibst "von der".

    Zitat

    Aber im Grunde genommen hatte Kinosei sie nur zum Essen eingeladen, vielleicht in der Hoffnung eines romantischen, was aber angesichts der Zahl der Rebellen hier eine sehr geringe Hoffnung darstellte.

    Nach "romantischen" fehlt definitiv noch ein Wort, vielleicht "Abends"?

    Zitat

    Außerdem wäre es nicht besonders gesund für ihren Hals, sich im Dorf blicken zu lassen, denn sollte man sie dort als Mitglieder der Schwarzen Rose erkennen, so wäre dieser um das Haupt entledigt.

    Diese Formulierung muss ich mir unbedingt merken.^^

    Zitat

    Wahrscheinlich hing er den üblichen Fantastereien nach, denen manchen männlichen Personen ihren Alters für gewöhnlich im Kopf herumschwirrten.

    "Denen" passt nicht wirklich, denn diese männlichen Personen schwirren nicht den Fantastereien im Kopf herum, zumal diese meist keinen haben.^^ Ich denke du verstehst, worauf ich hinauswill, du musst es mit einem "die" ersetzen.

    Zitat

    Neko jedenfalls besah sich Vibrava und fragte sich, ob sie wohl zu den Heilern gebracht werden müsste.

    Ich weiss nicht so recht, ob das ein richtiger Fehler ist, aber ohne das "t" hört es sich um einiges besser an.^^

    Zitat

    Es versprach ein spannender Kampf zu werden und Neko hätte liebend gerne zugesehen, aber erstens war es unhöflich, ungefragt sich zum Publikum zu erwählen, das die Kämpfenden wahrscheinlich nicht wollten, und zweitens wurde das Kampfverhalten vieler Pokémon dadurch sehr beeinträchtigt, weil sie oft nervös wurden.

    Tja, was hat Drago an diesem Satz denn schon wieder auszusetzen? Nun, es ist kein Fehler im eigentlichen Sinne, nur eine Unschönheit, die mir zweimal aufgefallen ist, die zweite Stelle zitiere ich allerdings nicht mehr. Es liest sich einfach besser, wenn du das "sich" nach vorne, also direkt vor "ungefragt", verschiebst. Aber lustigerweise fällt mir jetzt erst der zweite Fehler auf... Entweder du schreibst dort "..., da das die Kämpfer...", oder "...,was die Kämpfer...".^^

    Zitat

    ...,und seit dem immer mehr Mitglieder gezählt hatte.

    Wenn ich mich nicht wieder einmal grandios täusche, schreibt man das zusammen.^^

    Zitat

    Sie hatten das Hauptgebäude erreicht und die junge Eloa legte gerade eine Hand auf die Klinke des Tores, als sie von einem wie wild geworden heulenden, grünem Bündel Nebel angegriffen wurde.


    Beim "n" bitte ein "m" einsetzen und ein Komma zwischen "heulendem" und "grünem" setzen.
    Soviel zu den Verbesserungen.^^ Ich habe noch den einen oder anderen Tippfehler ausgelassen, aber das sollte der Grossteil sein. Die meisten musst ich allerdings schon ziemlich suchen, denn beim ersten Mal lesen sind sie mir nicht aufgefallen... Von den Be- und Umschreibungen her gefiel es mir wirklich gut. Und der teilweise eher altertümliche Stil passte ganz gut in die Szenerien, besonders am Anfang.


    Zum Inhalt: Der Kampf anfangs war spannend und das Ende ziemlich unerwartet. Ich musste mich zuerst einmal damit anfreunden, dass eine Feuerodem-Attacke den mächtigen Solarstrahl einigermassen aufhält, so dass Gewaldro aufgrund der Hitze umgehauen wird... Trotzdem hat es etwas realistisches, da Vibrava gut gegen Hitze gefeit ist. Kinosei hat sich allerdings schon meine Abneigung verdient, weil er so aufdringlich ist, auch wenn er 'nen tollen Partner hat... Die Stelle mit Traunfugil war allerdings wieder ziemlich erfrischend, der kleine Geist mit seinem unbeschwerten Wesen gefällt mir, auch wenn er wahrscheinlich nicht der grösste Kämpfer ist, so wie er sich aufführt.^^ Mizu wird jetzt wohl Besuch bekommen, nimmt mich schon Wunder, wie das ausgeht... Ich denke nicht, dass Neko es grossartig gewöhnt ist, andere Leute kennenzulernen...


    Nun, ich bin dann am Ende des Kommentars, denn mir will nichts mehr einfallen.


    Drago

  • Heyy, bin zwar etwas später, aber ja wie es aussieht dennoch rechtzeitig :D. Schön, dass du schon das erste Kapitel online gebracht ist. Und dieses ist dir auch meiner Meinung nach sehr gut gelungen; du hast schöne Be- und Umschreibungen verwendet, die vor allem auch für die Spannung während des Kampfes gesorgt haben =).
    Anfangs hatte ich auch vermutet, dass Gewaldro gewinnen würde. Weniger aufgrund der Attacken, sondern eher wegen seiner Haltung im Vergleich zu der seines Gegners: "Die Dschungelechse, mit hocherhobenem Kopf, stolzem Ausdruck, gepaart mit Überheblichkeit, zu dem Drachen hinabblickend; die Drachentermite, von ihrer Natur aus dazu gezwungen, den Kopf nicht höher zu heben als es ihr Rücken erlaubte, teils ängstlich, teils hoffend zu dem grünen Pflanzenpokémon emporblinzelnd, von der Sonne geblendet." Na ja, aber häufig trügt der erste Eindruck ja und ich bin auch ehrlich gesagt froh, dass das diesmal der Fall war.^^ Der Kerl, gegen den Neko gekämpft hat, ist mir aus irgendeinem Grund unsympathisch ...
    Na ja, jedenfalls ein mitreißender Kampf, der nicht zu lang und nicht zu kurz war. Auch die Attacken hast du so beschrieben, dass man sich das bildlich vorstellen konnte; super :thumbup: .
    Die Atmosphäre in dem Bau hast du auch gut rübergebracht und auch den Aufbau dieses Gebäudes schön beschrieben. Ich finde es ein bisschen schade, dass Neko die einzige ist, die dort niemanden hat ... aber vielleicht ändert sich das ja bald ;) .
    Rechtschreibung &Grammatik waren soweit in Ordnung, abgesehen von den paar [Tipp]Fehlern, die mein Vorposter ja schon aufgezählt hat. Ich habe sonst auch nur noch diesen einen hier gefunden und der ist auch nicht gerade weltbewegend^^:

    „Er gehört nämlich mir! Ich habe gehört, er ist Lyoer.“

    Da fehlt glaube ich noch ein N ;P. Ehrlich gesagt habe ich aber nicht wirklich daraufgeachtet, ob bei einem Wort jetzt mal ein Buchstabe falsch ist, dein Schreibstil macht einem das auch nicht so schwer =). Ach ja, und die Länge das Kapitels war meiner Meinung nach genau richtig.^^ Schreib bitte bald weiter; btw. danke für die PN-Benachrichtigung =D.


    ~Luciafan

  • hab das kappi jez auch durch ^-^
    is echt toll geworden
    ich fand das mit schwarzen magiermädchen voll witzig xDDD


    hm okay fehler fehler ... hat ja schon jemand andres gesucht und so, aba um ehrlich zu sein hab ich auch nicht wirklich drauf geachtet ^^'
    zum 'inhalt':
    neko is voll toll xD und vorallem ihre partner x3 den kampf zwischen flamara und igelavar hätte ich auch gern gesehen bzw gelesen xD sind immerhin zwei meiner favo feuer pokés xD
    Du hast echt gut beschrieben und ich war wie gefesselt und musste weiter und weiterlesen (obwohl ich im mom eig. was andres machen muss >.> )
    Auch ich dachte das Gewaldro gewinnen würde, obohl ich wollte das Vibrava gewinnt, hat es ja auch x3
    Neko, die aussenseiterin ... die tut mir i-wie voll leid ._. das kenn ich ich hab im meinen leben schon einige male die schule gewechselt und war auch dauernd 'aussenseiterin' das gefühl will man nicht haben >.<
    und diese andren mädls da im schlafsaal sind so blöde xD i-wie kommen die bei mir so total eingebildet rüber xDDD


    ach wie auch immer alles war total super schreib schnell weiter ^-^

  • [tabmenu][tab=Blabla] Drago: Schönes Kommi x3 Die Fehler sind mir iwie nich aufgefallen... auch nachm Korrekturlesen o0 Is halt das Problem mit Word. Zwar erkennt es falsch geschriebene Wörter, jedoch richtig geschrieben Wörter an der falschen Stelle selten... Da fehlt der gesunde Menschenverstand, den ich scheinbar auch nich sehr habe :brainsnake: xP
    Ui, und ihr beiden anderen natürlich auch danke für die Kommis <3 Finds nur ein bissl schade, dass die anderen Leser sich unsichtbar stellen... nja, macht nix, ich bin grad so froh, dass mir dieses Kap so gut gelungen ist (meiner Meinung nach), dass das nich so schlimm is xP


    [tab=Stillestille]TraunfugilKapitel 2: Stille Wasser sind tief


    Die Mädchen fuhren erschrocken zusammen, zwei von ihnen stießen sich gegenseitig die Köpfe.
    Die junge Gotela rieb sich den Kopf, während sie sich im Schlafsaal umsah. „Sagt mal…“, murmelte sie. „War gerade nicht diese – wie heißt sie? – Nako hier? Ihr wisst schon, die Chimäre.“
    Auch ihre Freundinnen drehten jetzt ihre Köpfe in alle Richtungen (tolle Formulierung xD) und zuckten dann die Schultern. Nekos Volksverwandte fragte mit für die anderen vielsagendem Unterton: „War überhaupt jemand hier?“
    Die blauhaarige Lynoerin bekam weite Augen, dann zuckten diese zwischen den Mädchen hin und her. „Ich hab das ungute Gefühl…“ Ihre Stimme wurde mit jedem Wort leiser. Dann hob sie den Kopf und sagte laut: „Die will sich den Neuen schnappen!“
    Zuerst herrschte entsetztes Schweigen unter den Freundinnen, und jede von ihnen wollte aufstehen, um die Mauzi-Chimäre daran zu hindern das zu tun, was sie schon den ganzen Morgen planten. Doch dann verwandelte sich das stumme Entsetzen in lautlose Belustigung, eine grinste, die andere schmunzelte. Schließlich stand das Mädchen mit der gemischten Haarfarbe auf und verkündete: „Warum sollte er sich mit einer Chimäre einlassen wollen, wenn er das schönste Mädchen weit und breit bekommen kann!“ Es war keine Frage an die anderen drei, sondern eine – mehr oder weniger – ernste Feststellung.
    „Oh ja, Kotaku“, erwiderte die Lynoerin und verdrehte dabei die ihren. „dem Glanz deiner Augen hat ja noch kein Mann widerstanden!“
    Kotaku merkte nicht, wie ihre Freundinnen schadenfreudig kicherten, sondern fing selbst zu lachen an – ein überhebliches, siegessicheres Lachen. (Saya-samaaa! x3)


    Neko war die ersten Stufen schon runtergerast, noch bevor der Knall der von ihr zugeschlagenen Tür im Gemeinschaftsraum widerhallte. Fast fliegend nahm sie die letzten vier in einem Sprung und hatte in wenigen Sekunden – wobei sie auf ihrem Weg einen Naminer umrempelte und fast über eine kleine Dyrierin gestolpert wäre – den Haupteingang erreicht und die Hand aufgeregt zitternd auf die Türklinke gelegt. Dann erst spürte sie die Blicke der anderen im Nacken und wandte sich langsam um.
    Die anwesenden Rebellenmitglieder sahen sie erstaunt an, manche hatten schon die Köpfe zusammengesteckt und tuschelten, andere schienen ihr keine Aufmerksamkeit zu schenken. Sie wusste nicht genau, was sie in diesem Moment lieber gehabt hätte – angestarrt oder absolut ignoriert zu werden – aber schließlich rang sie sich zu einem dämlichen Grinsen durch, halb beschämt, halb um Entschuldigung heischend, und drehte sich abrupt um, wobei das falsche Lächeln noch im selben Augenblick in eine selbstmahnende Mine überging, sie den einen Torflügel schließlich öffnete und nach draußen trat.
    Als das schwere Holz hinter ihr zuschlug und wie immer noch ein paar Mal nachwackelte, blieb sie einige Sekunden stehen und starrte auf ihre Füße oder den Boden vor ihr. Verdammt, war das wieder peinlich gewesen! Was hatte sie sich eigentlich dabei gedacht? Gar nichts, das ist es ja gerade, dachte sie, und ein bitteres Lächeln stahl sich über ihre Lippen. Nichts hatte sie sich gedacht, denn der Gedanke an jemanden, der genau wie sie neu unter den Rebellen war, hatte alle anderen ausgemerzt.
    Die Schamesröte und das unangenehme Verkrampfen ihres Magens setzten jetzt erst ein. Immerhin, dann sind die anderen wenigstens der Ansicht, ich könnte ihre Blicke kalt ertragen, redete sie sich gut zu und hob wieder den Kopf.
    Eine sanfte Brise strich ihr über das Gesicht und kühlte es langsam wieder runter. Die Sonne strahlte wie ein einsames Juwel und tauchte die Umgebung in goldenes Licht und angenehme Wärme, während Wolkenfetzen, die wie verloren gegangene Spielzeugschiffe am Himmel trieben, den einen oder anderen Schatten über das Grün der Wiesen und kleinen Wälder gleiten ließen. Ein kleiner Schwarm Vogelpokémon, zu weit weg, um ihre Art zu bestimmen, erhob sich aus einer Baumgruppe, stieß gen Himmel und ließ sich im Sturzflug fallen, um im letzten Moment wieder an Höhe zu gewinnen und sich wieder hinaufzuschrauben, bis sie winzige Pünktchen auf dem strahlenden Blau wurden und schließlich verschwanden. Es war ein wunderschöner Sommertag.
    Neko atmete tief die frische Luft ein und hielt sie einen Moment in ihrer Lunge gefangen, um sie dann langsam wieder freizulassen. Eine Haarsträhne hatte sich verselbstständigt und tanzte nun vor ihrem Gesicht im Luftstrom auf und ab, bevor sie sie mit einer beiläufigen Geste hinter ihr nicht vorhandenes menschliches Ohr strich. Sogleich fiel die Strähne wieder zurück, jedoch nicht mehr direkt in ihr Gesicht, und sie ärgerte sich im Stillen. Obwohl das Zurückstreichen noch nie etwas gebracht hatte, hatte sie diese Geste aber von ihren Mitmenschen in ihrem Umfeld gelernt, hauptsächlich Mädchen, und hatte sie sich unabsichtlich angeeignet. Vielleicht aber hing es doch mit dem Menschenblut zusammen, das in ihren Adern floss und das der Chimären in ihr bei weitem übertraf.
    Seufzend stopfte sie die wilde Strähne unter die Mütze und wandte sich nach links. Schnellen, aber nicht eiligen Schrittes schlugen ihre Füße den Weg zum Fluss fast wie von selbst ein, und der braunweiße Kies, der die schmalen Pfade bedeckte, knirschte unter ihren schlichten Schuhsohlen. Sie war fest entschlossen, diesen Naminer oder Lynoer, oder aus welchem Volk auch immer er stammen mochte, als erste anzusprechen. Vielleicht würde sich eine Art Freundschaft zwischen ihnen aufbauen, vielleicht auch nicht… aber sie wollte es wenigstens versucht haben, dieser Entschluss stand fest!
    Plötzlich hörte sie, leicht gedämpft durch den Stoff der Mütze, ein aufgeregtes Heulen, Kreischen fast, und im nächsten Moment fühlte sich ihr Bauch an, als zöge ihr jemand ein grobes Tuch vom Rücken durch ihn hindurch bis nach vorne. Das flammende, grüne, mit rosa Spitzen gekrönte Haar griffelte sich durch ihre Kleidung wie kleine Fingerchen, bevor Traunfugil ganz aus ihr austrat, eine Schleife flog und schließlich in ihrem Gesicht landete, wo er das übliche Spielchen spielte.
    Neko unterdrückte das Gefühl, sich übergeben zu müssen, so unangenehm war es gewesen, und streichelte den kleinen Geist, woraufhin dieser sich in ihre Hand kuschelte und an ihren Arm festklammerte, sodass sie nun wieder weiter sehen konnte als unmittelbar vor ihren Augen. Sie hörte das leise Knirschen nicht, das die Füße Vibravas hervorriefen, als die Drachentermite neben ihre Herrin trat, jedoch sah sie sie aus den Augenwinkeln. Ihre Erstpartnerin hatte den Blick gehoben – zumindest so weit, wie es ihr ihre Anatomie erlaubte.
    „Wohin gehst du?“, fragte das Drachenpokémon und betrachtete ihren Mitpartner, der sich nun von Nekos Arm baumeln ließ und vergnügt quiekte. Die Perlen seiner Kette schimmerten wie rotes Glas, was sie immer taten, wenn er glücklich war, jedoch nur von anderen Pokémon gesehen werden konnte und dem Auge der Menschen verborgen blieb – wobei Vibrava durch die Membran, die die Augen ihrer Spezies vor den Sandstürmen der Wüste abschirmte, die Farbe der Kugeln eher als bräunlich wahrnahm.
    Die Eloa versuchte, den kleinen Geist abzuwimmeln, indem sie ihn durchschüttelte, jedoch schien ihm das nur noch mehr Vergnügen zu bereiten. Während sie versuchte, ihn mit der anderen Hand wegzuschieben, meinte sie beiläufig: „Zum Fluss.“
    „Einfach so?“ Vibrava senkte wieder den Blick, weil ihr Nacken zu schmerzen anfing.
    Endlich ließ Traunfugil von Neko ab. „Nein.“ Sie stockte. Einen Augenblick hatte sie es in Erwägung gezogen, ihren Partnern zu verheimlichen, was sie tatsächlich vorhatte, aber das wäre ein Bruch an der Treue gewesen, die sie sich gegenseitig wortlos geschworen hatten. Außerdem würden die beiden – Traunfugil sogar noch weniger, weil er die menschliche Sprache nicht beherrschte – niemals auch nur eines ihrer Geheimnisse preisgeben, solange sie im Partnerbündnis waren, unter keinen Bestechungen, keiner Folter und keiner Versprechung dieser Welt, es sei denn, sie würde es ihnen ausdrücklich erlauben. „Nein“, wiederholte sie unnötigerweise. Da sie keine Worte fand, es zu beschreiben, fügte sie nur hinzu: „Ihr werdet es noch sehen.“
    Damit setzte sie ihren Weg zum Fluss fort, ihre beiden Partner im Schlepptau.
    Und hätte Traunfugil nicht irgendeine schiefe Melodie gesummt, Neko keine Mütze über ihren Ohren getragen und Vibrava überhaupt ein schlechteres Gehör als andere Pokémon gehabt, hätten sie das Rascheln in einem nahen Busch gehört.


    „So, und was genau hast du jetzt vor?“, fragte Tareru, die Lynoerin, an Kotaku gewandt.
    Ihre Freundin spähte zwischen den Blättern des Busches hindurch und beobachtete Neko, wie diese sich mit ihren Partnern unterhielt – oder zumindest mit Vibrava, denn Traunfugil beteiligte sich nicht sehr an dem Gespräch. Von hier aus war zwar von ihren Worten nichts zu verstehen – zumal das Geistpokémon sie auch noch mit seinem nervtötenden Gekicher übertönte (Wie kann die das nur ertragen?!, fragte sich Kotaku im Stillen) – aber das war auch nicht notwendig; wichtiger war, dass sie Neko folgten und sie und den Neuen beobachteten, wie sie mit ihm klarkam und was er äußerlich von seinen Gefühlen zu ihr zeigte. Dann konnte sie ihre Chancen erahnen, die sie bei ihm hatte.
    „Nichts besonderes“, antwortete sie schließlich auf die Frage ihrer Freundin. Die anderen drei sahen zuerst sie, dann sich gegenseitig skeptisch an, bevor Kotaku aufstand und der Chimäre hinterher schlich, als diese sich wieder in Bewegung setzte.


    Der Kiesweg führte sie zu einer kleinen Gruppe junger Bäume, deren Blätter licht wie hunderte Smaragde in der prallen Sonne leuchteten. Neko und ihre Partner tauchten in das grünliche Licht ein und folgten dem Pfad, der nun eine leichte Kurve beschrieb, an den Bäumen vorbei.
    Und da war er.
    Gedämpft drang das sanfte Rauschen des Flusses an Nekos Ohren, das leise Schlagen der Wellen an den Bug eines kleinen Holzbootes. Ganz vorsichtig, als wolle er die Idylle dieses Ortes nicht allzu sehr stören, strich der Wind durch die Baumkronen und brachte die Blätter zum rascheln, das am Ufer wachsende Schilfgras zum flüstern. Der Pfad verlor sich auf der kleinen Wiese immer weiter ins niedrige Moos, was allem einen Hauch von Ewigkeit verlieh. Unweit des Ufers, scheinbar im Herzen der Wiese, stand ein einsamer Ahorn. Ein Bojelin hatte sich neben seinem Stamm zusammengerollt und schien zu schlafen. Grüne Lichtpunkte besprenkelten sein kastanienfarbenes Fell. Und neben ihm, die Schulter an die Rinde gelehnt, den Blick zum Fluss, in ihre Richtung den Rücken, die Arme vor der Brust verschränkt, stand ein junger Mann, tatsächlich ein Naminer. Er schien sie noch nicht bemerkt zu haben.
    Plötzlich war Neko gar nicht mehr so eifrig, ihn anzusprechen. Eine mysteriöse Aura hing in der Luft, um den ganzen Platz. Und sie schien von dem Neuen auszugehen. Die Chimäre erwog bereits, sich schnell umzudrehen und das Weite zu suchen, noch bevor der geheimnisvolle Fremde sie entdeckte, da schoss mit einem Mal etwas an ihr vorbei – es war Traunfugil, der, ein ohrenbetäubendes Heulen von sich gebend, auf die Wiese hinausflog, den Baum in einem weiten Kreis umrundete und schließlich wieder zu ihr schwebte.
    Was dem Naminer natürlich nicht entgangen war.
    Er zuckte zusammen, als das Kreischen losbrach, und drehte sich verwirrt um, als der Geist näher kam, und verfolgte ihm mit sehr überraschtem Blick, der aber sofort wieder erstarb, als er Neko in der Flugbahn des Geistpokémon entdeckte.
    Eine ganz kurze, unendlich lange Zeit sahen sich die beiden an.
    Dann endlich fand Neko ihre Zunge irgendwo in ihrem Mund wieder: „Sei… seid gegrüßt“, murmelte sie, und ihre Augen zuckten zu Bojelin rüber. Es hatte sich nicht gerührt, auch nicht bei dem Radau, den ihr zweiter Partner veranstaltet hatte.
    Mit einem Ruck kam der Fremde mit großen Schritten auf sie zu, sodass sie erschrocken zurückwich. Vibrava ließ ihre Flügel bedrohlich surren. Der Naminer blieb aber einen Schritt vor ihr stehen. Sein Blick war kalt und durchdringend, sie glaubte sogar Wut darin zu erkennen. „Hat Rido dich geschickt?!“, fuhr er sie an.
    Neko, die noch ganz perplex wegen der seltsamen Reaktion ihres Gegenübers war, wusste zuerst nicht, was sie erwidern sollte. Schließlich meinte sie halblaut: „Nein, tut mir leid. Wieso?“
    Noch bevor sie gefragt hatte, schon nach ihrem ersten Wort, hatte er sich wutschnaubend wieder abgewandt und ging zum Baum zurück. „Na so viel dazu!“ Er schritt ein paar Runden auf und ab, dann blieb er schließlich stehen und atmete tief durch. Ohne sich zu Neko umzudrehen, sagte er langsam: „Entschuldige. Aber ich warte hier schon seit der Morgendämmerung.“
    Leicht zögerlich kam nun auch die Eloa aus dem kleinen Wäldchen heraus und trat auf ihn zu. Irrte sie sich da oder schimmerte sein Haar bläulich im Sonnenschein? Er sah sie nicht an, sondern lehnte sich gegen den Baum und ließ sich herunter in die Hocke. Als er die Lider aufschlug, sah Neko es nun ganz genau: ein Lichtreflex hatte sich in ein Auge verirrt und entlockte ihm seine wahre Farbe. Die Iris war dunkelblau.
    „Ich… ich, ähm…“ Neko war sich nicht sicher, was sie sagen sollte – eigentlich hatte sie sich überhaupt nichts zurecht gelegt, was sie hätte sagen können – und probierte es einfach auf traditionelle Art: „Ich heiße Neko.“ Ein wenig taute sie auf und deutete auf Vibrava, die neben ihr hergelaufen war. „Und das ist meine Erstpartnerin. Traunfugil hast du ja bereits kennen gelernt.“ Sie wunderte sich selbst ein bisschen, wie flüssig ihr die Worte über die Lippen kamen, obwohl sie so nervös war.
    Einen Augenblick betrachtete sie der Fremde, und sie fühlte sich, als könne er mit diesen dunklen Saphiren bis tief in ihre Seele blicken. Schließlich wandte er das Gesicht ab und stellte auch sich vor: „Ich heiße Mizu. Bojelin ist mein Erstpartner.“ Fast liebevoll legte er eine Hand auf dessen Rücken, und das Wasserwiesel hob wenig interessiert den Kopf. „Tag“, murmelte er und drehte sich um, bevor er sich wieder zusammenrollte.
    Stille kehrte ein. Nur ein Zirpurze trällerte irgendwo jenseits des Flusses ein Liedchen. So habe ich mir das nicht vorgestellt… dachte Neko skeptisch und kam Mizu erneut entgegen, weil sie das Schweigen nicht ertragen konnte: „Du bist also neu hier?“ Als er nichts erwiderte, konnte sie sich eine weitere Frage nicht verkneifen: „Bist du eigentlich Naminer oder Lynoer? Oder… beides?“
    Endlich sah er zu ihr auf, und erneut schien es, als suche er in ihr den Grund für ihr Fragen. „Ich bin Lynoer“, sagte er schließlich stumpf. „Mit Leib und Seele. Meine Eltern auch. Schon seit Generationen.“
    Zuerst verstand die Chimäre nicht, wozu die drei letzten Sätze dienen sollten, vermutete aber, dass er sicherstellen wollte, dass sie ihn nicht für einen Bastard – wie man solche Mischlinge in der Steppe nannte – hielt, denn die Eloer waren in allen Ländern dafür bekannt, solche Mischlinge zu verabscheuen. Sie jedoch nicht. Sie war mit dem Spott der anderen Kinder groß geworden, weil sie eine Chimäre war, und wusste genau, wie es sich anfühlte und wünschte dies niemandem.
    „Jetzt bin ich tagelang in einem viel zu engen Boot gesessen“, sagte Mizu unvermittelt. „Kaum Proviant und Rast erst recht nicht, warte jetzt hier schon seit der Tag begonnen hat, und niemand kommt, um mich zu eurem Anführer zu bringen.“ Seine Kiefermuskeln arbeiteten, als dächte er über etwas nach. „Dieser elende Dieb…“
    Neko wollte gerade fragen, was er meinte, hielt aber dann inne. Sie erinnerte sich, dass ihr Anführer Rido vor einigen Tagen einen Mann losgeschickt hatte, ins Land des Lynor zu fahren. Was genau der Gesandte dort hatte machen sollen, wusste niemand genau, denn es waren so viele Gerüchte kursiert, dass keiner mehr die Wahrheit hatte erkennen können. Anscheinend war er geschickt worden, um Mizu dort abzuholen und in einem Boot hier her zu bringen, höchstwahrscheinlich in jenem, das hier am Ufer notdürftig vertäut war. Neko kannte diesen Mann, zwar nicht beim Namen, weil er ein echtes Mysterium daraus machte, aber er war dafür bekannt, nicht wirklich ehrlich zu sein. Wahrscheinlich hatte der Mizu unter dem Versprechen, jemandem zu beauftragen, ihn hier abzuholen, eine Münze herausgelockt, um ihn dann zu „vergessen“.
    „Ich hab Hunger…“ Fast hätte Neko das Flüstern des Lynoers nicht gehört, so sehr wurde es durch ihre Mütze gedämpft. Sie konnte ihm es nicht verübeln, denn wenn er schon seit morgens hier herumlungerte, war sein Magen wahrscheinlich so leer wie es Wasser in der Todeswüste gab.
    Sie hob den Blick und blinzelte angestrengt gegen die Sonne an. „Es müsste jetzt gleich Mittag geben“, informierte sie. „Wenn keiner kommt, dich zu Rido zu führen, werde ich das machen. Und davor kannst du was essen.“ Als sie wieder zu ihm sah, musste sie feststellen, dass er sie wieder beobachtete.
    Plötzlich huschte ein Lächeln, nur ganz klein und leise, über sein Gesicht, aber es war so warm wie das Sonnenlicht auf ihrer Haut, über sie ein leichtes Kribbeln huschte. „Das wäre gar nicht mal so schlecht.“ Er rappelte sich auf, und auch Bojelin streckte sich jetzt, gähnte herzhaft und putzte sich beiläufig Moos vom Fell.
    Als Neko Mizus erwartungsvollem Blick begegnete, wandte sie sich mit einem „Hier lang“ wieder dem Kiesweg zu und führte die beiden vom Fluss weg. Vier Augenpaare, ein besonders entsetztes, starrten ihnen nach.


    „Sieh den Menschen immer ganz genau in die Augen! Jeder Mensch hat seinen eigenen Glanz, schau mal, deiner und meiner ähneln sich ein wenig. Das kommt davon, dass wir Mutter und Tochter sind. Unser Glanz ist verwandt. Aber nicht nur das: Der Glanz der Augen kann so viel über eine Person aussagen, du musst die Zeichen nur zu deuten wissen, vergiss das nicht! Im Ringen um den richtigen Zukünftigen kann dir dieses Wissen viel weiterhelfen. So habe ich deinen Vater kennen gelernt.“
    So hatten sich immer die Lektionen ihrer Mutter angehört, wenn sie gemeinsam vor dem Spiegel saßen und zusammen geschwatzt hatten. Irgendwie waren diese Gespräche immer zu diesem Thema abgedriftet, mal früher, mal später, ohne dass sie hätte sagen können, wie.
    In diesem Augenblick kamen all ihre Erinnerungen an diese Momente aus der Versenkung der Vergessenheit hervor. Kotaku konnte nicht anders, als entsetzt in die Augen des Neulings zu starren. Dieser Glanz war kein normaler Glanz.
    Es war der ihre.
    Es schien, als sehe sie in einen Spiegel, der alles veränderte, nur das Auge so ließ wie es war – von der Farbe abgesehen. Er ähnelte ihr nicht im Geringsten – außer vielleicht, dass er ebenfalls ein Mensch war – jedoch war sein Glanz ihrem so nahe wie kein anderer, den sie bis jetzt gesehen hatte, und sie hatte viele gesehen. Sogar der ihrer Mutter glich ihrem neben seinem so sehr wie ein Diamant einer Blüte. Sein Glanz war wie ein Zirkon.
    „Kotaku, alles in Ordnung?“, fragte eine ihrer Freundinnen vorsichtig. Weil es wie durch Watte zu ihr dringen schien, konnte sie nicht sagen, welche es gewesen war. Der Fremde und sein Partner waren Neko Richtung Bau gefolgt und um die Biegung des Fußwegs außer Sicht geraten.
    „Ja, alles gut“, hörte sie sich lügen. Aber nein, es war gar nichts gut. Mit diesem Neuen konnte sie nie zusammen kommen.
    Er war mit ihr verwandt.[/tabmenu]
    §1 Für Rechtschreibfehler haftet meine Tastatur und Word.
    §2 Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
    §3 :P


    Edit: Tut mir leid, Asaki, aber so kann ich dir keine PNBenachrichtigung schicken x3

  • *Mal vorbei geschaut hab*


    Hallo Pika!, erfrischend, von dir zu lesen. Deine Texte wirken sehr vorbereitet, ich würde dich sofort in den Profibereich verschieben. Mir hat die Beschreibung deiner Völker sehr gut gefallen, etwas stört mich allerdings schon...


    Die Musik, die du deinem Kapitel beigegeben hast, beinhaltet Text, weißt du, wie störend das beim Lesen ist? Ich hätte dir geraten sowas hinzufügen... aber doch kein Lied mit Gesang:



    Das würde den Lesefluss nicht stören, sorgt aber trotzdem für eine gewisse Atmosphäre, natürlich bräuchtest du schon was passenderes, aber nicht das, was du da gemacht hast.


    Stilvoll ist deine FS schon, mir gefällt es, wie du die Emotionen und Umschreibungen rüberbringst. Deine Kapis haben auch ordentlich viel Länge und die Szenen sind sehr spannend undschön umschrieben, aber ich mag es nicht, wenn dauernd mit diesen Rassennamen umhergeworfen wird, dann muss ich immer nachgucken gehen.... ich hasse es, wenn man ständig versucht seine Story mit japanischen Namen zu verschönern x(, schon allein weil ich kein japanisch kann und mich das tierisch aufregt xD


    Ich möchte jetzt nicht von dir PNs bekommen, weil ich ohnehin ab und zu vorbeischaue und erfahrungsgemäß bei manchen Storys, bei denen ich PNs bekomme, das Interesse verliere.


    Also schreib bitte so schön weiter^^, dann gebe ich dir weiter Kommis und Kritik


    LG Zero

  • [tabmenu][tab=redet zu viel]Danke für die Kommis x3
    @ZeroDigdri: Du musst die Musik nich hören, Alter xD Die kann man danach oder davo lesen (lieber danach, sonst nimmt man sich vielleicht was vorweg :wacko: ) aber ich nehm die Musik, die ich möchte :P Danke, dass du mich nochmal an die Namen erinnerst, da wollte ich doch immer eine Übersetzung hinterlassen o0 *aufkopfhau* Mach ich dann am Ende von diesem Kapi hier ^^ Was die Völker betrifft wirst du dich dran gewöhnen müssen, da kommt noch mehr auf dich zu xD


    Ein Kapi ohne große Handlung, aber es muss sein :yeah:


    [tab=ohnegroßehandlung]KnospiKapitel 3: Dreiecksbeziehungen


    Auf dem Weg zurück zum Bau begegneten sie vielen Rebellen, die auf dem weitläufigen Gelände ihren eher hobbymäßigen Beschäftigungen nachgingen. Dies wurde ihnen größtenteils auch gewährt, ließen sie ihre Pflichten als Mitglieder der Schwarzen Rose nicht außer Acht und richteten ihre Konzentration eher auf diese, wenn sie nach ihnen riefen. Wenn Neko, ihre Partner und ihre beiden Begleiter an den tüchtigen Nichtstuern vorbeikamen, hoben die meisten von ihnen – wenn sie nicht ganz so vertieft waren in ihre Tätigkeiten, und das war nur ein junges Pärchen, das im Schatten und Sichtschutz eines Busches Mundflüssigkeiten austauschte – hoben den Blick und starrten ihnen hinterher, oder steckten die Köpfe zusammen, tuschelten oder taten so, als sei nichts.
    Das werde ich für die meisten unter ihnen auch sein…, dachte Neko mürrisch und knirschte mit den Zähnen. Ein nicht sehr freundlicher Fluch der Eloi, der niemals über ihre Lippen gekommen wäre, blitzte durch ihre Gedanken, aber sie verdrängte ihn. Ich muss über all dem stehen, redete sie sich den Grundsatz ihrer Mutter zu. Aber es wäre doch etwas erleichternder, wenn sie sich ihren eigenen Geschäften eher widmen würden als mir.
    Verstohlen schielte sie hinter sich zu Mizu, der jeden abschätzigen Blick trotzig erwiderte. Er dachte wahrscheinlich, dass sie ihm galten, und Neko verspürte nicht gerade den Drang, ihn von der Wahrheit zu überzeugen. Dann müsste sie es ihm sagen, und…
    „So, da sind wir!“, verkündete sie, um ihren Grübeleien selbst ein Ende zu bereiten, als sie vor dem Haupteingang zum Bau standen. Sie drehte sich zu ihren Partnern um und sah sie vielsagend an. Vibrava und Traunfugil verstanden sofort und nickten, wenn auch Traunfugil mit einiger Verzögerung und wahrscheinlich auch nur deswegen, weil es seine Mitpartnerin tat, als von der Tatsache aus, er verstehe es tatsächlich. Neko wandte sich an Mizu und deutete Richtung Norden. „Etwas weiter liegt ein See. Bojelin kann mit Vibrava und Traunfugil hingehen, wenn du willst. Pokémon sind im Bau nämlich nicht erwünscht.“ Als sie Mizus missmutigen Gesichtsausdruck erkannte – was schwer war, denn seine Mimik ließ einiges zu wünschen übrig – fügte sie hastig hinzu: „Aber nur, weil für die menschlichen Mitglieder fast kein Platz ist!“
    Ob er nun damit einverstanden war oder nicht ließ sich der junge Lynoer nicht anmerken. Bojelin sah erwartungsvoll zu seinem Herrn. „Gehe, wenn du willst“, erteilte dieser schließlich Erlaubnis, worauf Traunfugil einen seiner erfreuten Heuler ausstieß und Bojelin prompt in Richtung See zerrte. Vibrava sah entschuldigend zu den beiden Menschen auf, und hätte sie bewegliche Schultern gehabt, hätte sie sie wohl gezuckt, drehte sich um und folgte dem Wasserwiesel und dem freudig kreischenden Bündel aus Nebel und dunstigem Feuer.
    Neko kicherte leise und wandte sich wieder Mizu zu. Dieser sah den drei Pokémon noch nach, bis sie hinter einer kleinen Baumgruppe außer Sicht gerieten. „Keine Sorge“, sagte sie freundlich. „Traunfugil wird ihn schon nicht auffressen.“ Sie war selbst erstaunt über diese lässige Aussage und suchte schnell etwas, womit sie sich ablenken konnte. Dieses etwas fand sie schließlich in den beiden Flügeltüren und trat darauf zu. Ohne zurückzusehen, murmelte sie einladend: „Lass uns reingehen“, und öffnete die Tür.
    Augenblicklich explodierte die Atmosphäre von der ruhigen, frischen Sommerluft in einen Kessel aus brodelndem Stimmengewirr, Rufen von wegen ich brauche mal eine Zwiebel aus der Küche und starkem Essensgeruch, der aus ebendieser in die Eingangshalle wehte. Neko und Mizu betraten den großen Raum, und das Krachen der Tür, als sie hinter ihnen zufiel, hörte sich lächerlich leise an im Vergleich zu dem Lärmpegel an, der hier herrschte. Die Glocke hingegen, die gleich darauf ertönte und das fertig gerichtete Mittagessen ankündigte, übertönte alles und jeden, und ließ alles und jeden noch im selben Moment verstummen. Augenblicklich kehrte Ordnung in das Gewimmel der Rebellen ein, und bald saßen sie da wie aufgereihte Tomatenpflanzen.
    Mizu hatte dem allen eine Weile zugesehen und hin und wieder einen nicht zu deutenden Seufzer ausgestoßen.
    „Ich weiß, was du denkst“, meinte Neko tröstend und lehnte sich gegen die Wand, neben der sie gezwungenermaßen stehen mussten, um von den eintretenden Rebellen nicht gerammt zu werden. „Ich war auch nicht begeistert, als ich das gesehen habe. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran.“
    Auch wenn der Raum fast wirkte, er könne alle Rebellen beim Mittagsmahl nicht beherbergen, so war seine Kapazität doch erstaunlich hoch, und irgendwie fand sich immer ein Platz in den endlosen Bank- und Tischreihen, die hier fein säuberlich aufgestellt und am Boden festgenagelt waren, damit man sie nicht aus ihrer Ordnung verrücken konnte. Neko führte Mizu zu ihrem Stammplatz, einem „einsamen“ Fleckchen irgendwo am Ende des Saales, das nur selten gefüllt wurde, was aber schlicht und ergreifend daran lag, dass die der Tür und den Treppen am nächsten liegenden Bänken zuerst besetzt wurden und sich die Hungrigen von dort aus ausbreiteten wie ein wuchernder Pilz. An ihrem ersten Tag hatte Neko geglaubt, es läge an ihr – sie hatte sich eher willkürlich an diesen entlegenen Platz gesetzt – aber nach einigen Tagen Beobachtung hatte sie den wahren Grund herausgefunden.
    Sie verspürte ein leichtes Unbehagen, Mizu jetzt schon so weit von den anderen wegzudrängen, ihn aus der Gruppe zu ziehen in ihre eigene kleine Welt, in die ihr Blut sie zwang, aber sie hatte keine Ahnung, was sie sonst tun sollte. Indem sie ihn vom Ufer des Flusses eher unfreiwillig abgeholt hatte, hatte sie sich mehr oder weniger damit beauftragt, ihn in das Leben bei der Schwarzen Rose einzuweihen, und das ging nun mal nur mit den ihr verfügbaren Mitteln. Irgendwann musste sie ihm ihr kleines Geheimnis, das keines war, beichten, sie konnte schließlich nicht die ganze Zeit mit Mütze rumrennen, und wenn er dann nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte, was sie vollkommen verstehen aber ganz und gar nicht nachvollziehen konnte, dann hatte sie ihm wenigstens geholfen und ihm eine Starthilfe gegeben, sich hier zurecht zu finden. Damit hätte er ihr etwas voraus – für sie war niemand Partei eingegangen und hatte sie eingewiesen, und der Gedanke, ihm diese Person zu sein, erfüllte sie mit einer Art von Stolz und einem anderen Gefühl, das sie nicht recht deuten konnte.
    Anscheinend hatte Mizu nichts dagegen, sich hier zu platzieren, und setzte sich ihr gegenüber an den entlegenen Tisch. Er und Neko schwiegen eine Weile, nicht sicher, was sie sich gegenseitig sagen sollten. Schließlich fasste sich die Eloa zaghaft ein Herz: „Beim Mittagessen läuft es so ab, dass sich zuerst alle setzen und dann jede Tischreihe nacheinander ihr Essen von der Durchreiche abholt.“ Damit deutete sie gegenüber dem Eingang ans andere Ende des Saals, von wo durch ein Fenster aus der Küche Geschirrklimpern zu hören war. „Und wie es dann weitergeht, dürftest du selbst wissen“, versuchte sie halbherzig lächelnd einen Witz zu reißen, der offensichtlich nicht zog, denn Mizu ließ sich nicht anmerken, ob er ihn zum Lachen fand oder nicht. Woran das wohl liegt?, fragte sich Neko sarkastisch und biss sich auf die Zunge.
    Die Rebellen, die an der Küche am nächsten Stehende Tischreihe saßen, erhoben sich und gingen auf die Durchreiche zu, auf deren Fensterbrett bereits einige Teller mit dampfender Suppe warteten. Es war ein einziges Durcheinander, das die wenigen Kinder in der kleinen Gruppe veranstalteten, weil sie zuerst ihre Mahlzeit abholen wollten, daher ließ man sie nach vorn, eher widerwillig und auch nur, um, ohne sich sämtliche Knochen zu brechen, ebenfalls essen konnte. Als die Reihe an Neko, Mizu und ihren wenigen Tischnachbarn, die verstreut auf den Bänken saßen, schien Mizu das Prinzip bereits begriffen zu haben und mühte sich nicht damit ab, die Kleinen zurückzuhalten, wie es einige andere taten, jedoch mit wenig Erfolg.
    Die junge Rebellin an der Durchreiche, eine Keranerin, schob gerade die frisch gefüllten Teller auf das Brett. Als Mizu einen von diesen ergriff, trafen sich einen Moment lang ihre Blicke. Der Lynoer ließ sich wie immer nichts anmerken, aber das sommersprossige Gesicht des Mädchens färbte sich scharlachrot, sodass man zwischen ihrer Frisur und ihrer Haut nicht mehr recht zu unterscheiden wusste. Sie ließ den Tellerrand los und drehte beschämt den Kopf weg. Neko, die daneben stand, beobachtete die Szene mit scheinbar wenig Interesse. In ihrem Innern regte sich aber irgendetwas, und auch sie wurde rot – jedoch nicht so extrem und eher vor Wut. Als sich Mizu zu ihr umwandte und sie wortlos aufforderte, zu ihrem Platz zurückzukehren, drängte sie das Gefühl beiseite und folgte ihm.
    Erst als sie wieder Stellung bezogen hatten, fiel ihr auf, dass sie keine Löffel mitgenommen hatten. „Ich hole uns schnell Löffel“, erklärte sie halblaut und stand wieder auf. Mit der nächsten hungrigen Gruppe Rebellen kämpfte sie sich einen Weg zurück an die Durchreiche, an der mittlerweile nicht mehr die Keranerin stand. Aus der Schale mit Löffeln, die brav bereitstand, griff sie sich zwei davon und kehrte zu Mizu zurück.
    Doch dieser war nicht mehr allein.
    Eine Lynoerin, eine Gotela und eine Eloa saßen jeweils neben ihm und eine gegenüber. Ihre eigenen Suppenteller hatten sie mitgenommen, während Nekos einen Meter weiter geschoben worden war. Sie erkannte in ihnen drei der vier Mädchen, die mit ihr zusammen im Schlafsaal gewesen waren und von denen sie von Mizu erfahren hatte. Doch die vierte - Kotaku, so viel sie wusste – war nicht bei ihnen, und das kam war höchst seltsam, denn Neko hatte die vier noch nie getrennt gesehen. Die Lynoerin, die rechts von Mizu saß, unterhielt sich gerade ausgelassen mit ihm, beziehungsweise eher mit sich selbst, denn ihr sichtlich genervter Volksverwandter sagte keinen Ton. Die anderen beiden starrten ihn verführerisch an, doch er erwiderte ihre Blicke nicht.
    Neko überlegte einen Moment, ob sie ihm zur Rettung eilen sollte. Doch noch in dem Moment, als sie den ersten Schritt tat, hielt sie inne. Nein, das grenzte ja schon fast an Egoismus! Wie konnte sie annehmen, dass er ganz für sie sein könnte? Niemals. Die Rebellen waren eine Gemeinschaft, auch wenn sie sich ihr gegenüber nicht wirklich so verhielten. Aber sie stören ihn doch…, versuchte sie sich Mut zu machen, aber das war nur eine Ausrede. Vielleicht sah sie nicht richtig hin, und es machte ihm nichts aus, von Kotakus Freundinnen umgarnt zu werden – was ihre Art von Freizeitbeschäftigung war – und sie wollte ihm nur „helfen“, um nicht wieder allein dastehen zu müssen.
    Plötzlich meldete das Knurren ihres Magens, dass er auch noch da und ihre Suppe außer Reichweite war. Sie musste ihm recht geben; wenn sie schon nicht sagen konnte, sie käme wegen Mizu, hatte sie dennoch ein Recht darauf, wie die anderen etwas zu sich zu nehmen, und ihre Portion stand nun mal da wo sie stand. Und außerdem brauchte Mizu noch einen Löffel. Ein tiefes Durchatmen lockerte ihre steifen Beine, doch als sie losgehen wollte, wurde sie von einem Tiro gerammt, der auf dem Weg zur Küche war.
    „Pass doch auf, wo du hintrittst, Chimäre!“, giftete er sie an und stieß sie erneut zur Seite. Neko konnte sich gerade so auf den Beinen halten und fing trotzig seinen Blick auf – der Mut, den sie eigentlich für ihre Konfrontation mit Mizus Bewunderinnen gesammelt hatte, konzentrierte sich nun auf diese Begegnung. Doch plötzlich verpaffte er, als sie das Stück Stoff zu ihren Füßen sah – ihre Mütze war runtergefallen. Erschrocken warf sie den Kopf in Mizus Richtung, aber dieser hatte sich noch nicht umgedreht; vielleicht war ihm der Radau auch nicht aufgefallen, was nicht sehr verwunderlich war, weil bereits die nächste Gruppe das Schauspiel übertönte. Mit vor Wut und bitterer Scham hochrotem Gesicht hob Neko die Mütze auf und stülpte sie sich über den Kopf, das höhnische Gekicher um sie herum so weit wie nur möglich ignorierend.
    Schließlich erreichte sie Mizu und die drei Mädchen und setzte sich so unauffällig auffällig, dass es schon fast peinlich war, zu ihrem Teller. Mizu fing ihren Blick auf, als sie ihm den Löffel hinschob. „Danke“, murmelte er und griff sich das Besteck, bevor er, unbeeindruckt der Lynoerin, die so nah an ihm saß, dass sie fast in ihn reinkroch, seine Suppe zu essen begann.
    Offensichtlich hatte Tareru gerade einen Wortschwall gehabt und wollte den Fluss nicht verebben lassen, und plapperte daher: „Das Essen hier schmeckt scheußlich, oder?“ Dabei suchte sie die Bestätigung ihrer beiden ihr gegenüber sitzenden Freundinnen, die heftig nickten. „Die Suppe heute ist da noch das Beste. Aber mit dem Fisch vom Lynor kann es ohnehin kein Essen aufnehmen, was meinst du? Klar, sicher, jeder Lynoer findet das. Was ist denn dein Lieblingsfisch? Also ich mag Barschwa ja am liebsten, mein Vater hat die besten Plätze zum Fischen gekannt, bei uns gab es praktisch zu jeder Tageszeit ein Festmahl. Ich finde…“
    „Halt den Mund“, befahl Mizu beiläufig zwischen zwei Löffeln. Zu Nekos grenzenlosem Erstaunen und ebensolcher Befriedigung tat es Tareru mit entsetztem Gesicht. Der junge Lynoer sah sie und ihre Freundinnen nacheinander an. Zur Eloa sagte er: „Es wundert mich sehr, dass du dich überhaupt an einem Tisch mit mir zu sitzen wagst, wenn du solche wie mich von deinem Volksblut her nicht leiden kannst.“ Er warf einen nur ganz kurzen Blick zu Neko rüber, und die Chimäre glaubte darin Entschuldigung lesen zu können. „Und die Gotela sind, so weit ich das weiß, nicht gerade grün mit den Lynor, weil wir angeblich das Schmelzwasser eures Gottes zu unseren Wohl missbrauchen.“ Zuletzt drehte er sich zu Tareru, die nun ein paar Zentimeter von ihm weggerutscht war. „Und was Lynoer angeht: Ich hasse sie.“ Er sprach das so gelassen aus, als sei es etwas völlig normales, sein eigenes Volk zu verabscheuen. Aber seine drei Worte hatten ihren Effekt: Das blauhaarige Mädchen ließ nicht erkennen, was sie fühlte, aber daran, wie abrupt sie aufstand und wegrannte, sah man, dass es sie schwer getroffen hatte.
    Ihre Freundinnen schauten ihr nach, bis sie die Treppen hoch im Frauenschlafsaal verschwunden war. Das Knallen der Schiebetür hallte unheilvoll im Eingangsraum wieder, aber niemand der Statisten kümmerte sich darum; nur die Hauptdarsteller der eben gespielten Szene hatten es registriert. Die Eloa und die Gotela sahen sich kurz an, verstanden die Gedanken der anderen aber sofort: Es saß zwar ein ofenfrischer Zukünftiger vor ihnen, aber trotzdem gab es etwas, das sie jedem Mann vorziehen würden, und das war ihre Freundschaft. Sie murmelten eine halblaute Entschuldigung und dass Mizu sich die Suppe schmecken lassen sollte, erhoben sich und folgten ihrer Freundin.
    Neko wusste zunächst nicht, was sie tun sollte, schob dann aber so leise wie möglich ihren Teller an ihren eigentlichen Platz rüber. Mizu hatte wieder zu essen begonnen, ihr hingegen war der Appetit gründlich vergangen; auch wenn sie sein Verhalten verstand, konnte sie es dennoch nicht billigen. So unsympathisch wie er gewesen war, konnte ihr Tareru nur leidtun…
    „Warum hasst du sie?“, fragte Neko vorsichtig und versuchte, Mizu in die Augen zu schauen.
    Doch dieser wich ihrem Blick aus. „Ich will nicht darüber sprechen…“, war seine knappe Antwort, doch in seiner Stimme schwang tiefe Trauer mit, vermischt mit einer Art Wut oder Enttäuschung.
    Mit- und Schuldgefühle schlugen über Neko zusammen, ersteres, weil ihr Gegenüber anscheinend über irgendetwas trauerte, und letzteres, weil sie das Gefühl hatte, etwas Falsches gefragt zu haben. Um die Stimmung wieder ein bisschen zu lockern – und auch, weil es sie interessierte, musste sie sich eingestehen – griff sie Tarerus unbeantwortete Frage auf: „Was ist jetzt eigentlich dein Lieblingsfisch?“
    „Schmerbe.“ Mizu schien noch nicht ganz aus seinen düsteren Gedanken wieder aufgetaucht zu sein, denn über seinem Gesicht lag nach wie vor ein seltsamer Schatten. Doch in seinen Augen brannte Feuer. Was dies zu bedeuten hatte, sollte Neko erst viel später erfahren.
    Sie erinnerte sich an die vielen Berichte aus anderen Ländern, jedoch selten aus erster Hand, und sie selbst hatte außer den Steppen und die eine oder andere Stadt in Namine nichts von einem anderen der Sieben Länder zu Gesicht bekommen. „Ich war noch nie am Lynor; wie ist es dort?“, erkundigte sie sich daher.
    Nun wurde Mizus Ausdruck verträumt, als schwelge er in besseren Erinnerungen. Auch seine Stimme schien aus ferner Vergangenheit zu kommen, als er die Landschaft des Flusses beschrieb: „Weite Reisfelder, die weiß wie Schnee glänzen, wenn die Sonne auf sie scheint; das klare Wasser, durch das man noch den so tiefen Grund erkennen kann; die vielen Schwärme von Fischpokémon, die unter der Wasseroberfläche spielen; dampfende Sümpfe, in denen die Hitze des Tages noch am Abend zu spüren ist; geheimnisvolle Mangrovenwälder, deren Wurzeln sich wie Städte und Dörfer durch die seichten Stellen ausbreiten; die mit Morgentau besprühten Luftwurzeln von Misteln, die wie Vorhänge zwischen den Kronen hängen und das Sonnenlicht auffangen…“
    Während Neko zuhörte, schloss sie die Augen und versuchte, sich alles ganz genau vorzustellen, was ihr irgendwie misslang. Vielleicht war es der Klang seiner Stimme, vielleicht seine bloße Anwesenheit, die ihre sonst überragende Vorstellungskraft blockierte. Als er endete, öffnete sie die Augen wieder und sah ihn an. Sie hätte gerne noch mehr gehört, nicht unbedingt von seiner Zeit am Lynor, sondern einfach nur, um ihm zuzuhören. Sie freute sich innerlich, das Richtige angesprochen zu haben, denn offensichtlich hatte sie die Tür zu seinem Herzen gefunden, zu dem, was ihm wirklich wichtig war.
    Dann fiel ihr auf, dass er nur die Natur beschrieben und die Zivilisation völlig außer Acht gelassen hatte. Waren die Dörfer des Lynor nicht besonders idyllisch? „Wo hast du gewohnt? Im Delta oder am Hauptarm?“ Neko wusste, dass das Land außer diesen beiden Gebieten noch in viele kleinere Unterteilt wurde, aber ihre Kenntnisse reichten dafür nicht aus. „Und deine Eltern; sind sie Bauern oder Fischer?“
    Bumm. Die Tür fiel wieder ins Schloss, der Schlüssel drehte sich störrisch um.
    Mizu wurde wieder sichtbar traurig, und zwar in dieselbe Richtung, als sie ihn gefragt hatte, warum er Lynoer hasse. Er ließ sich Zeit mit seiner Antwort, so als suche er nach der richtigen Formulierung oder brachte es nicht über sich, die Wahrheit zu sagen. „Am Hauptarm“, kam es schließlich rasch. „Meine Eltern waren Fischer.“
    Waren? Was meint er damit? Sind sie etwa… tot? Neko beschloss, es nun auf sich beruhen zu lassen, denn auch wenn sie einmal die richtige Tür erwischt hatte, hatte sie jetzt offensichtlich mehrere verbotene aufgestoßen – oder eine besonders große. Sie drehte den Kopf weg und versuchte, irgendwie ein anderes Gesprächsthema zu finden, denn hier zu sitzen und nichts zu sagen zu haben bedrückte sie. Doch sie kannte Mizu einfach zu wenig, um zu wissen, was ihn freute und was tabu für ihn war, darüber zu reden. Aber noch bevor sie ihre Grübeleien zu einem sinnvollen Ende geführt hatte, war das Mittagessen beendet, und die Rebellen gingen wieder ihren Tätigkeiten nach.
    Auch sie und Mizu erhoben sich jetzt, und mit einer Handgeste forderte sie ihn auf, ihr zu folgen. Sie führte ihn durch die Menge der Menschen zu den Treppen und die zwanzig Stufen hinauf zum Männerschlafsaal. Mit rein durfte sie nicht – was ja auch verständlich war – aber sie gab ihm die Anweisung, sich eine der Matten, die immer parat in einem großen Schrank hingen, zu nehmen, und sich einen freien Fleck Boden zu suchen, wo er dann die kommenden Nächte verbringen sollte. Da er kein Gepäck bei sich hatte – er war schließlich in Eile und völliger Ahnungslosigkeit aufgebrochen – würde er nicht wie die anderen auch eine Tasche mit Habseligkeiten neben seiner Matte liegen haben, die unmissverständlich klar machte, wer hier schlief. Aber irgendwie würde sich das schon regeln.
    Neko wartete, angelehnt gegen das Geländer der Brücke, vor der Schiebetür. Unsicher sah sie zum Frauenschlafsaal rüber, aus dem sie Tareru oder eine ihrer Freundinnen nicht hatte rauskommen sehen. Aber wieso interessierte sie das überhaupt? Vielleicht hatte sie es ja verdient, so wie sie Neko behandelten, und dennoch fand sich die Chimäre mit dieser Entscheidung nicht ab.
    Das zischende Geräusch Holz auf Holz zog ihre Aufmerksamkeit auf sich, als die Tür geöffnet wurde und Mizu zu ihr trat. „Und, was gefunden?“, fragte sie, um Gelassenheit bemüht.
    „Es wird reichen.“ Eine seltsame Antwort, mit der sie nichts anfangen konnte. Aber er ging nicht weiter darauf ein sondern fragte selbst: „Was ist eigentlich mit eurem Anführer? Ich muss nach wie vor zu ihm.“
    Sie nickte bloß und führte ihn wieder in die Eingangshalle runter, in der mittlerweile nur noch wenige Rebellen saßen. Hauptsächlich die erfahreneren, älteren Mitglieder hatten sich noch nicht erhoben, sondern saßen, über Landkarten und andere Papiere gebeugt, an den Tischen in kleinen Gruppen zusammen. Als sich einer von einer dieser Gruppen löste, und Neko erkannte, um wen es sich handelte, seufzte sie genervt und schritt rascher voran, um den Bau so schnell wie möglich zu verlassen, bevor er sie und Mizu eingeholt hatte.
    Doch zu spät – Kinosei stellte sich ihr bereits in den Weg und legte eines seiner - mehr oder weniger – verführerischen Lächeln auf. Mit zuckersüßen Stimme fragte er: „Wohin denn so eilig, Neko, meine Schöne?“
    „Nenn mich nicht so!“, giftete sie gereizt zurück. „Meine Schöne“ ging eindeutig zu weit!
    Er erwiderte darauf nichts, ignorierte Mizu, der sich neben Neko gestellt hatte, und schnalzte weiter: „Warum trägst du denn diese Mütze? Ich finde, sie steht dir gar nicht.“
    Was auch immer ihn das anging, wusste Neko nicht, aber trockene Wut fing in ihr zu brodeln an. Aber die schluckte sie noch einen Moment runter und entgegnete so übertrieben freundlich, dass Kinosei doch erkennen musste, auch mit seinem Spatzenhirn, dass sie von ihm nichts hielt: „Und ich finde, die steht mir ganz gut!“
    Entweder war es ihm egal, wie sie mit ihm sprach, oder er war tatsächlich so dumm, wie er aussah, denn er führte seine Hand zu ihrem Kopf, um ihr die Mütze abzunehmen, und sagte: „Nimm sie doch…“
    Neko wich bereits zurück, um die Entblößung ihrer Ohren vor Mizu zu verhindern, doch dieser hatte den Arm des Dyriers gepackt und ihn somit an seinem Vorhaben gehindert. „Hast du nicht verstanden?“, keifte er den anderen an. „Was du findest, ist egal. Lass sie in Ruhe und verzieh dich, klar?“ Sein Unterton war eine einzige Drohung, und seine Körperhaltung machte unmissverständlich klar, dass diese keine leere war.
    Kinosei riss sich los. „Was hast du dich da einzumischen?“, war sein Kommentar, doch mit liebevoll glänzenden Augen sah er wieder zu Neko runter. „Wir sollten wirklich mal die Gabeln kreuzen.“ Mit einem letzten, blitzenden Blick, den er Mizu zuwarf, ging er an ihnen vorbei, rammte den Lynoer noch unsanft und ging dann zu seiner Gruppe zurück.
    „Und das war…?“, erkundigte sich Mizu.
    „Kinosei“, stellte Neko den Dyrier vor.
    Er verzog das Gesicht. „Was für ein Schwachkopf.“
    Die Chimäre grinste in sich hinein. „Das kannst du laut sagen!“ Damit wandte sie sich der Tür zu und öffnete sie. „Komm, es wird Zeit, dass wir dich Rido bekannt machen.“
    [tab=Namen]
    Rido: Anführer
    Kinosei: Fantasie
    Kotaku: Glanz
    Tareru: Tropfen
    Warum die so heißen, dürfte offensichtlich sein. Ansonsten einfach nachfragen ^^[/tabmenu]

  • Ich sollte wirklich aufhören, Kittys Kommi immer weiter zu verschieben...
    Liebe Pika! du bist eine wirklich talentierte Autorin, und du schreibst wohl wirklich recht gern^^. Deine Kapitel sind schön lang, die Absätze stören nicht den Lesefluss sondern helfen eher [ich markiere immer den Text, den ich schon gelesen habe]. Die Namenswahl finde ich toll, ich mag irgendwie japanische Namen^^ Hast du bei dem von Kinosei an Neko und ihre "Beziehung" gedacht?
    Deine Charas sind sehr realistisch und lebendig gestaltet und handeln auch plausibel. Außerdemherrscht in ihren Köpfen scheinbar kein so großes Chaos wie in dem meiner drei^^. Ihre Eigenschaften hebst du sehr schön hervor und ich kann mich richtig in sie hineinversetzten [also in die Charas, nicht in die Eigenschaften]
    Die Umgebung und so ziemlich alles andere Be- und Umschreibst du sehr schön, auch ein wenig Humor fließt manchmal mit ein. Die Dialoge sind gut ausgereift und die Reaktionen passend.
    Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Die Völkerbeschreibungen sind mir persönlich ein wenig zu lang. Ich habe sie zwar durchgelesen, aber es brauchte sehr viel Zeit. Wollte ich jetzt nur mal so anmerken.
    Zum Kapitel an sich kann man ja nicht viel sagen [Übergangskapitel, oder wie nennt man das?] aber es ist wieder in einem sehr schönen Stil gehalten und die Wortwahl gefällt mir sehr. Die Metaphern mit den aufgereiten Tomaten und dem wuchernden Pilz finde ich einfach nur genial. Als ich das gelesen habe, musste ich es mir einfach bildlich vorstellen^^
    Traunfugil finde ich einfach nur süß, vor allem wie du seine Kreischerei beschreibst :love: so eins hätte ich auch gerne.
    RS und Grammatikfehler habe ich jetzt keine gefunden [so lange wie du schon schreibst...] oder aber ich habe sie vergessen -.-
    Mit lieben Grüßen, ganz viel :cat: und einer Bitte um eine PN-Benachichtigung verabschiedet sich Chii xD

  • [tabmenu][tab=Spläsh!]Hehee :blush: Danke für die Kommis und das Lop ^^
    CHII (jaj, hab vorgestern Chobits fertig gekriegt, ich find Chii so süüüüüß ^^): Hää, Beziehung? Wie genau meinst du das? Also, ich glaube schon, es zu verstehen, aber ich bin mir nicht sicher =/ PN-Benachrichtigung is klaaa ^^


    Dieses Kap is jetz iwie kürzer als die anderen, obwohl ich doch so viel schreiben wollte :wacko: Aber egal, hätte ich noch weitergeschrieben - und das hatte ich am Anfang vor - dann wärs ein Doppel-Kapi gewesen, und dann wärs zu lang geworden xD


    [tab=lösön]MauziKapitel 4: Geliebtes Kätzchen


    Das kleine an den Bau angelehnte Zimmer, dessen Wände aus verschiedenen Hölzern der Umgebung gebaut und daher in buntbraunen Streifen gehalten waren, gelb, graublau und dunkelgrün getupft von Flechten, Pilzen und Moos, sodass es ein possierliches, fast natürliches Kunstwerk war, lag bereits im Schatten der langsam sinkenden Nachmittagssonne, und das Hauptgebäude und die Wiesen um es herum wurden in goldenes Glutlicht getaucht. Die Holztür hatte als einzige einen Messingknauf, der bereits fahl angelaufen von den vielen Händen, die nach ihm gegriffen hatten, war. Nun legte sich auch Nekos Hand darauf, und das seltsam vertraute Gefühl, sich zu verschmutzen, überkam sie. In der Steppe waren Erzvorkommen selten und damit auch das daraus gewonnene Metall ungewöhnlich, und da Sauberkeit zu den auch im Winter heißen Tagen für die Gesundheit unabdingbar war, fühlte sie sich fast instinktiv unwohl, wenn sie Metall wie diesen Knauf berührte.
    Sie schüttelte das Unbehagen ab und klopfte, bevor sie sofort die Tür öffnete. Nur die wenigsten Rebellen klopften bei Rido an; Höflichkeit war bei so einer engen Gemeinschaft nun mal nicht vonnöten, aber das empfand sie anders. Um wenigstens nicht völlig aus dem Rahmen zu fallen, wartete sie nie auf Antwort, sondern stieß die Tür augenblicklich auf.
    „Komm herein“, tönte es dennoch von innen. Neko ließ die Tür nur halb geöffnet, sodass man von innen die beiden Außenstehenden nicht sehen konnte, und wandte sich an Mizu, der jedoch an ihr vorbei in die kleine Stube zu starren versuchte. Schließlich trat sie ein und ließ die Tür hinter ihrem Begleiter ins Schloss fallen.
    Die milde Hitze des Tages hatte sich in dem engen Raum aufgestaut, und die Luft war mehr als verbraucht; fast musste man sie in Würfel schneiden und raustragen, um überhaupt noch frische hereinholen zu können. Das einzige Fenster war nur ein kleines Rechteck in der Holzwand, eine mickrige Fensterscheibe, da die Anbaute als Büro des Gruppenanführers wichtig gewesen war, als man sie erbaut hatte, und man zwar viel Holz, jedoch wenig Glas zur Verfügung gehabt hatte. In der Zwischenzeit hätte natürlich oft ein größeres eingesetzt werden können, aber niemand hatte sich bis jetzt darum gekümmert. Das düstere Zwielicht, jetzt in der Schattenseite noch viel drückender, gab, je mehr sich Neko an die Dunkelheit gewöhnte, das Innere des Raumes frei. Gegenüber der Tür stand ein schiefes, eingefallenes Bücherregal, aber die Bücher, die es eigentlich in Reih und Glied zieren sollten, stapelten und türmten sich kreuz und quer und ließen kaum Platz zum gehen übrig. In der Mitte befand sich ein alter Schreibtisch, auf dem vergilbte, zerknüllte und wieder aufgefaltete, alte und neue Papiere die Vorherrschaft eingenommen hatten. Irgendwo dazwischen sah man ein schwarzes, leicht ergrautes Haupt, das den Blick von dem Schriftstück hob, das es eben noch begutachtet hatte. In Ridos Hand zitterte eine ausgefranste, erbleichte Feder, die nicht erkennen ließ, von welchem Pokémon es stammte, und unter einem schwarzen Tintenfässchen färbte eine schon vor einiger Zeit ausgelaufene Tintenpfütze das dunkle Kiefernholz des Tisches.
    Rido lehnte sich zurück und legte eine Hand auf seinen fülligen Bauch und ließ das Doppelkinn auf seine Brust fallen, während er sie aus dem aufgedunsenen Gesicht aus klugen, scharfsinnigen Augen begutachtete. „Neko, von den Eloi, nicht wahr? Schön, dich auch mal wieder zu sehen.“ Er ließ sie Feder auf den Tisch fallen, und Tintenflecken bespritzten den Brief, in dem er gelesen hatte. Sein Blick wanderte zu Mizu rüber, und er sagte: „Wie ich sehe, hast du einen neuen Freund, wie?“
    Neko biss sich auf die Lippe, als sie spürte, wie sie rot zu werden drohte. Sie schluckte ihren Ärger runter – woher nahm er das Reckt, mit ihr zu reden, als seien sie schon lange befreundet? – und entgegnete schließlich: „Er ist der Lynoer, den sein Gesandter bringen sollte.“
    „Lynoer?“ Er beugte sich vor und kniff die Augen zusammen. „Komm mal näher, Junge.“
    Mizu trat hinter Neko vor. Aus seinem Gesichtsausdruck glaubte sie zu entnehmen, dass er etwas mehr von einem Anführer einer der wichtigsten Tochtergruppe der Rebellen erwartet hatte als dieser etwas zu sehr beleibte Mann in mittleren Jahren. Das hatte sie auch, und trotz seiner schroffen Ausdrucksweise hatte Rido sich bald als sehr intelligenter und fairer Leiter dieser Gruppe herausgestellt, und auch wenn sie ihn nicht unbedingt mochte, akzeptierte und respektierte sie ihn.
    „Bist du wirklich ein Lynoer?“, riss sie Ridos kratzige Stimme aus ihren Gedanken. Mizu erwiderte nichts, sondern starrte ihn nur unbeeindruckt an – es war klar, dass es ihm nicht gefiel, dass auch eine Respektsperson wie der Naminer ihn als einen Flussländer nicht sofort anerkannte, andererseits war es eine Bemerkung, die er gewöhnt war. „Nun“, fuhr Rido deshalb fort. „Du wirst es ja wissen.“ Er schien etwas zu suchen, und schließlich schob er einen Stapel Papiere zur Seite, der daraufhin stürzte und sich ein Schwall Blätter auf dem Boden ergoss. Der Anführer schien unbeeindruckt angesichts seines Chaos, und griff nach einem Karteikasten, den er in Wust freigelegt hatte. Mit der Feder, die er zuerst in das Fässchen tauchte, kratzte er auf eine frische Karte eine Nummer und sah dann auf. „Name?“
    „Mizu“, antwortete der junge Lynoer so trocken, dass es für jemanden, der sein ganzes Leben am größten Fluss der Sieben Länder verbracht hatte, schon fast unmöglich schien.
    „Soso“, war Ridos zwielichtiger Kommentar, als wolle er Mizu parodieren und seine Sprechweise seinem Lebensraum anpassen, und schrieb den Namen seines neuen Mitgliedes nieder, sein Geschlecht sowie seine Nationalität. Mit einer plumpen Bewegung ließ er die Karte in die Kartei fallen; Ordnung schien ihm zuwider zu sein, denn eigentlich hätte er sie in alphabethischer Reihenfolge einordnen müssen.
    Er lehnte sich wieder zurück und kratzte sich unterm Kinn, und das knirschende Geräusch von Bartstoppeln war zu hören. „Nun, Mizu, wie viele Partner hast du denn?“
    „Einen.“
    „Hm…“ Rido bückte sich und hob etwas neben seinem Schreibtischstuhl auf; ein Ringbuch. Eine Weile blätterte er darin, strich mit dem Finger über Seiten, auf denen mit schwarzer Tinte kurze und lange Wörter geschrieben standen, einige durch-, andere unterstrichen. Schließlich schlug er das Heft wieder zu und ließ es wieder in die Tiefen seines chaotischen Büros verschwinden. „Es sind noch Pokémon ohne Menschenpartner, die unter unserem Schutz stehen. Unsere kleine Eloa wird doch bestimmt so freundlich sein, dir den Garten zu zeigen. Ausnahmsweise dürft ihr zum See. Mizu kommt dann wieder, damit ich seine Partner eintragen kann. Habt Spaß.“ Er machte eine wegwischende Bewegung, als sei ihm das alles so ziemlich egal, und beugte sich wieder über sein Schriftstück, auf dem die Tintenflecke mittlerweile getrocknet waren.
    Neko grummelte etwas sogar ihr unverständliches, weil eigentlich Rido als Anführer es sein müsste, der Mizu zum Garten hätte bringen sollen. Wahrscheinlich kam es ihm gerade gelegen, dass sie dabei war, sodass er weiterhin in seinem engen Raum hocken und so gut wie nichts tun konnte.
    Als die Tür hinter ihnen zufiel, seufzte Mizu, aber weniger aus Resignation denn aus Erleichterung, wieder frische Luft atmen zu können. „Was meint er eigentlich damit?“, fragte er schließlich, als ihre Lungen wieder einigermaßen rein waren. Schnell fügte er hinzu: „Wieso Pokémon ohne Menschenpartner?“
    Während sie nördliche Richtung einschlugen und damit den Weg gingen, den auch ihre Partner zuvor genommen hatten, erklärte Neko ihm: „Wenn du her zu den Rebellen kommst, müssen du und dein Partner schon eine gewisse Ebene erreicht haben, sowohl in eurer Beziehung als auch in Stärke und Kampferfahrung. Diese Gruppe hier ist eine recht hohe, nur wirklich gute Paare werden hierher eingeladen; Vibrava und ich sind schon einige Zeit in der Gruppe nahe unseres Heimatdorfes gewesen, und der Anführer dort hat mich vorgeschlagen, aufgenommen zu werden. Aber um hier gewissermaßen bestehen zu können, brauchst du auch einen zweiten Partner, der deinem Erstpartner Unterstützung geben kann.“
    „Dann wäre es doch sinnvoller, gleich Leute aufzunehmen, die schon zwei Partner haben“, warf Mizu ein.
    Neko schüttelte den Kopf, wobei ihre Mütze leicht verrutschte. Unauffällig zupfte sie sie wieder in ihre Ursprungsposition zurück und fuhr dann fort: „Wenn dein Erstpartner schon sehr stark ist und auch du dich bewährt hast, wäre das Verschwendung von Talent, weil man recht viel Glück braucht, einen zweiten Partner zu finden, und niemand kann sich so einen herbeiwünschen. Falls du jetzt keinen finden solltest, würde man dich auch nicht zurückschicken und in den niedrigeren Gruppen arbeiten lassen, höchstens, um ein höheres Amt auszuführen. Aber eigentlich…“ Sie kam nicht weiter, denn plötzlich drückte sich etwas auf ihren Mund, auf ihre Augen, auf ihr ganzes Gesicht, sodass sie kaum atmen konnte, und ein schrilles Kreischen brachte ihre Trommelfelle beinahe zum Platzen. Mit knapper Atemnot drückte sie Traunfugil von sich weg, der gleich darauf fast wieder an ihr geklebt hätte, hätte er nicht den kleinen Funken Vernunft gehabt und seine Menschenpartnerin umbringen wollen. So schwirrte er nur Jubelschreie ausstoßend um sie herum. Vibrava und Bojelin, dessen Fell vor Nässe glänzte, folgten ihm.
    „Tut mir leid“, sagte Vibrava. „Wir haben die Käfigtür offen gelassen.“ Es sollte sarkastisch klingen, aber für die Mimik von Menschen gewohnte Augen konnten den entsprechenden Gesichtsausdruck im Gesicht der Drachentermite nicht erkennen.
    Neko rieb sich die Nase, die Traunfugil plattgedrückt hatte, und beugte sich zu ihrer Erstpartnerin runter, um zu flüstern: „Könntet ihr bitte noch irgendetwas machen? Mizu muss einen zweiten Partner suchen.“ Die Wüstendrachin schien zu verstehen, also ließ sie sich schnell etwas einfallen, was sie Bojelin noch zeigen könnten, und führte das Wasserwiesel schließlich von den beiden Menschen weg, umheult von dem kleinen Nebelgeist.
    „Wo hast du Traunfugil damals gefunden?“, wollte Mizu wissen, als sie sich wieder in Bewegung versetzt hatten.
    Ein kleines Lächeln huschte über Nekos Gesicht, weil sie sich gerne daran zurückerinnerte. Also erzählte sie: „Ich war auch auf der Suche nach einem zweiten Partner, und da es hier im Garten viele Pokémon hat, bin ich auch vielen begegnet, aber bei keinem konnte ich eine Verbindung spüren. Gerade fing ich an, mich mit einem Mauzi gut zu verstehen – es liegt nun mal in unserer Natur…“ Sie stockte, als sie erkannte, dass sie fast ihr Geheimnis verraten hätte, aber mit dem Gedanken, dass sie es ihm früher oder später sagen musste, biss sie sich auf die Lippe und ließ den Satz unvollendet, und war froh, dass Mizu nicht weiter darauf einging. „Ich glaubte, meinen zweiten Partner gefunden zu haben, als Traunfugil angeschossen kam. Er spielte mit dem Wind, der in den Blättern eines Baumes raschelte. Ich habe ihn mir noch nicht einmal richtig angesehen, ihn nicht berührt… und trotzdem wusste ich, dass er mein Partner war, und er ebenso, denn er vergaß augenblicklich das Spiel und folgte mir.“ Plötzlich fiel ihr auf, dass sie Mizus Fragte mit dieser Geschichte nicht beantwortet hatte. Hastig fügte sie hinzu: „Es war irgendwo hier in diesem Garten, aber ich bin mir nicht mehr sicher, wo genau.“
    Schließlich waren sie angekommen. Hinter einem Wald aus Bäumen und Sträuchern, hohen Gräsern und mannshohen Blumen lag die blaue, glitzernde Masse des Sees, in dessen wallenden Fluten sich das Sonnenlicht so unberührt und natürlich wie in einem ungeschliffenen Diamanten spiegelte. Das eine oder andere Pokémon durchschnitt die Wasseroberfläche, die Luft brummte und summte, und im dichten Pflanzenwerk raschelte es auf verschiedene Weise. Auf der Brücke, die über den See gebogen war, stand eine kleine Gruppe Menschen, aber sie waren nicht weiter zu erkennen, zumal der See in diese Richtung viel zu grell war.
    Neko und ihr Begleiter schlugen einen Weg um den See herum ein. „Also“, begann die junge Eloa ihre Erklärung. „du wirst hier das eine oder andere Pokémon treffen, und vielleicht ist ja dein Partner unter ihnen. Mir hat man gesagt, dass ich einfach meinem Herzen folgen soll – wie auch immer das geht.“ Sie versuchte zu lachen, aber irgendwie gelang es ihr nicht. Der stille See, die Abgeschiedenheit im Garten… zum ersten Mal war sie wirklich mit Mizu alleine, und das drückte sie irgendwie. Auf ihrem weiteren Marsch sagte sie kein Wort, sondern beobachtete Mizu, wie er mit den Pokémon umging, in der Hoffnung, mehr über ihn zu erfahren. Bei dieser Hoffnung blieb es auch nicht…
    Sie begegneten verschiedensten Pokémon – Hornliu, Flemmli, Rettan, Evoli, Schwalbini, Fukano, Nincada, Riolu, Nasgnet, Lampi – aber keines davon schien Mizu wirklich anzusprechen. Schließlich sprang ein Eneco über ihren Weg, das der junge Lynoer aber nicht zu beachten versuchte.
    Neko, die mit Katzenpokémon aber vor allem mit Mauzi gut vertraut war, bückte sich zu dem kleinen Pokémon und streichelte es. „Willst du es nicht versuchen?“, fragte sie und lächelte, als das Eneco begann, seinen Schwanz zu jagen.
    „Nein.“ Die Antwort war knapp und trocken, und Mizu wandte sich nicht um, als er sie gab. Er verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich mag Katzenohren nicht.“
    Diese vier Worte trafen Neko wie ein Blitz. Er mochte Katzenohren nicht? Und was ist mit meinen?, fragte sie sich voller Wehmut, sie nahm das rosa Kätzchen hoch, als ihm schwindelig wurde, und kraulte es. „Warum das?“, konnte sie schließlich mit einem Kloß im Hals fragen.
    Mizu drehte sich ruckartig um, sodass das Eneco in ihren Armen einen Schreck bekam, von ihr runtersprang und das Weite suchte. Plötzlich war alles ganz still. Der Lynoer fixierte sie eine Weile, dann krempelte er den rechten Ärmel seines Hemdes hoch und entblößte eine Narbe, die sich über seinen gesamten Oberarm erstreckte. „Als ich noch klein war“, begann er. „sehr klein, kaum drei Jahre, bin ich von einem Shnurgarst angegriffen worden. Der Dorfheiler konnte mir zwar helfen, aber er meinte zu meinen Eltern, dass sie von Glück sprechen konnten, dass ich überlebt hatte. Das Biest hat mich fast völlig zerfetzt, und ich konnte meinen Arm zwei Jahre nicht richtig bewegen; er war gerade noch rechtzeitig verheilt, als ich in das Alter kam, schreiben zu lernen, sonst hätte ich es wohl nie gelernt.“ Er ließ den Ärmel wieder fallen, aber Nekos entsetzter Blick haftete noch auf dem zerknüllten Stoff. „Ich habe kaum Erinnerungen an diesen Tag, überhaupt aus meiner frühen Kindheit, und mittlerweile weiß ich, dass mich heute kein Shnurgarst mehr angreifen wird, aber die Angst vor dem Biest von damals hat sich in mir eingebrannt. Ich hasse alles, was Katzenohren hat.“
    Eine unsagbare Leere breitete sich in ihr aus. Plötzlich, und doch so unerträglich langsam wurde ihr bewusst, dass sie niemals Freunde werden konnten, geschweige denn mehr als das. Sie konnte sich vorstellen, wie Tareru sich gefühlt hatte, als Mizu ihr gesagt hatte, dass er Lynoer hasse. Er hasste alles mit Katzenohren; sie hatte Katzenohren. Er hasste sie.
    Die Wahrheit tröpfelte wie flüssiges Eisen in ihren Geist, genauso heiß und verbrennend, und schließlich hob sie, ohne genau zu wissen, was sie tat, als wären die Götter herabgestiegen und hätten sich in ihrem Körper eingenistet, die Hand und legte sie auf ihren Kopf. „Wenn das so ist“, murmelte sie atemlos, als säße ihr Traunfugil wieder auf der Nase. Ihre Finger krümmten sich und griffen in den rauen Stoff, aber sie fühlte ihn kaum. Mit einem Ruck riss sie sich die Mütze vom Kopf.
    Unter seinem nun seinerseits entsetzten Blick fühlte sie sich nackt und entblößt, obwohl sie auch nicht anders bekleidet war als sonst; nur die Mütze fehlte, die ihre Ohren bis jetzt vor ihm verborgen hatten.
    „Mizu“, flüsterte sie schließlich, und sie wusste nicht, was sie mit diesem Geständnis bezwecken wollte, schließlich war es offensichtlich. „Es tut mir leid… Ich bin eine Mauzi-Chimäre.“[/tabmenu]
    *zuschlechtgeschlafenzumkorrekturlesen* :gutenmorgen:
    Bitte um Kommis :cat:


    Edit: Achja, wer die eine oder andere Anspielung auf andere Storys hier im BB gefunden hat, der bekommt nen Keks :cookie:

  • Sorry das ich erst jetzt wieder was schreibe ^^' kam irgendwie noe dazu die kappis zu lesen und dann en kommi zu schreiben, na ja. Hab ich jetzt aber getan und bin richtig erstaunt.
    Wow, ich kann nur zu stimmen, das solche Storys süchtig machen xD
    Deine Art zu schreiben, zu beschreiben, und was weiß ich, ist einfach toll.
    Ich mag Mizu x3 Der ist richtig toll. xD Okay, jetzt gibt es da das Problem mit seiner Abneigung für Katzen aber na ja xD Seine kühle Art <3 Das ist richtig toll
    Neko ist auch toll ^^ Die arme Außenseiterin die nur einen Freund wollte und dann das ;-; Wie sie sich fühlen muss, kann man sich eigentlich gut vorstellen.
    Kinosei ... joah der denkt anscheinend der würde der obertolle Typ sein der sich i-wie voll an Neko ran macht. Was komisch ist ich dachte das niemand Neko wirklich mögen würde [die pokés und mizu hoffentlich auch ausgeschlossen xD]
    Na ja zum Inhalt. Ist ja ne Menge passiert in den drei Kappis so das ich die einzelnen Kappis nich mehr auseinander halten kann. Na ja doch geht schon irgendwie xD
    aber diese vier, bzw drei mädels boah, Mizu hat die so mies gedist [meine sprache wieda xD] das hat die eine echt verdient. Ja ich bin Schadensfroh was dagegen? xD


    Okay, dann lass ich dir noch liebe grüße da
    Larki ^^

  • Also Mizu wird mir auch immer symphatischer.^^ Ich denke er hat eine sehr interessante Hintergrundgeschichte (so geheimnisvoll wie er immer tut), obwohl du bisher zugegeben nicht wirklich viel von seiner Vergangenheit preisgegeben hast x3. Das mit seiner Abneigung gegenüber Katzenohren ist natürlich ein wenig problematisch, aber sowas musste ja kommen ó.Ò. Irgendwie gibt es ja auch nicht soo viele Dinge, die er mag, oder?^^ Diese Tareru tut mit allerdings trotzdem wenig leid, sie hats schließlich provoziert. Dann muss sie sich auch nicht wundern, wenn mal einer ihrer Versuche nach hinten losgeht, finde ich. Die Frage ist jetzt allerdings, weshalb Mizu Lynoer hasst, wo er doch selbst einer ist 8| . Gut fande ich aber, als er diesen Baggerkönig Kinosei in die Flucht geschlagen hat :3.
    Dass du in diesem Kapitel Mizus Reaktion auf Nekos Ohren noch nicht weiter beschreibst, ist sehr positiv, da das die Spannung erhöht. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf Kapitel 5 =D.


    Den Titel "Geliebtes Kätzen" finde ich passend, auch wenn er im Bezug auf den Inhalt ja wohl eher sarkastisch gemeint ist.^^ Du sagstest ja schon im Startpost, dass der Name einiger Kapitel die nachfolgenden Handlungen parodieren soll, und das ist meiner Meinung nach diesmal gut gelungen =).


    Dein Schreibstil gefällt mir insgesamt immer besser. Was du gut machst, weißt du wahrscheinlich selbst, das zähle ich jetzt nicht alles auch noch auf ó.Ò.^^ Eine Sache ist mir allerdings aufgefallen, die beim Lesen ein bisschen störend ist (für mich zumindest). Und zwar schreibst du immer relativ lange Sätze, manche sind sogar so verschachtelt, dass ich sie ein paar mal durchlesen musste, um auch den ganzen Inhalt mitzubekommen. Zum Beispiel dieser:

    Zitat

    Wenn Neko, ihre Partner und ihre beiden Begleiter an den tüchtigen Nichtstuern vorbeikamen, hoben die meisten von ihnen – wenn sie nicht ganz so vertieft waren in ihre Tätigkeiten, und das war nur ein junges Pärchen, das im Schatten und Sichtschutz eines Busches Mundflüssigkeiten austauschte – hoben den Blick und starrten ihnen hinterher, oder steckten die Köpfe zusammen, tuschelten oder taten so, als sei nichts.

    Ich fände es nicht schlecht, wenn du ab und zu etwas kürzere Sätze schreiben und nicht zu viel Inhalt in einen Satz packen würdest. In meinem Beispielsatz (siehe Zitat) hast du übrigens zweimal "hoben" geschrieben, das würde ich evtl. noch mal korregieren. Ansonsten gefallen mir die Kapitel alle sehr gut - Be - und Umschreibungen waren eigentlich immer vorhanden, Grammatik &Rechtschreibfehler so gut wie nie ;).

  • [tabmenu][tab=Schnickschnack]@Sasu: Jop, er hat wirklich eine sehr interessante Vergangenheit, aber sie steht in direktem Zusammenhang mit seiner Zukunft ;) *nixgesagthat*


    Dieses Kapi is iwie nich so der Renner (täusche ich mich oder werden die immer kürzer?!) Aber ich teils dann halt in Part 1 und Part 2...
    Also hier schommal Part 1 x3


    [tab=Read me]EnecoKapitel 5: Momente


    Eine Weile standen sie einfach so da und starrten sich an, und es kam Neko wie eine Ewigkeit vor – eine Ewigkeit, die sie so schnell wie möglich überwinden oder gar rückgängig machen wollte, doch beides schien nicht möglich zu sein. Schließlich wich sie Mizus Blick aus, der den seinen nur einen Augenblick danach nachdenklich in den Wald schweifen ließ.
    „Du hättest es mir sagen sollen“, meinte er endlich, und es traf Neko wie ein Fausthieb. Auch wenn es kein Vorwurf war, oder sich zumindest nicht so angehört hatte, fühlte sie sich seltsam ertappt. Doch schon schwand dieses Gefühl unter einem hoffnungsvollen Gedanken: Er hatte zwar sollen gesagt, aber vielleicht können gemeint. Ihre Blicke kreuzten sich wieder, und diesmal lag etwas Warmes in den Augen des Lynoers. „Mir ist gerade etwas klar geworden.“ Scheinbar unwillkürlich berührte er seinen rechten Oberarm, zuckte dann jedoch kaum merklich vor der eigenen Bewegung zurück, als durchlebe er erneut die Schmerzen von damals. „Das hier ist lange her“, fuhr er schließlich fort, und wieder irrten seine dunkelblauen Augen in den lichten Wald. „Bisher habe ich immer geglaubt, alle Katzenwesen seien gegen mich. Ich weiß, wie unvernünftig, nein, kindisch das ist, aber die Angst hat sich nun mal eingebrannt und in kopflosen Hass umgewandelt. Das tut mir leid, weil du mir – entgegen meines gemischten Blutes, das in deinem Volk doch eigentlich verhasst ist – gezeigt hast, was ich bisher nicht wissen wollte.“ Mizu richtete den Blick wieder ihr zu, und jetzt schien er fast in sie hinein zu sehen, so durchsichtig fühlte sie sich unter seinen Augen. Als sie die ihren leicht eingeschüchtert niederschlug, fuhr er fort: „Wesen mit Katzenohren sind durchaus nett und liebenswürdig.“
    Zuerst wunderte sich Neko, wie redselig sich der sonst doch eher einsilbige Lynoer plötzlich zeigte, dann aber schwenkten ihre Gedanken zu seiner Wortwahl über: liebenswürdig. Sofort wurde sie hellhörig und wachsam, denn ähnliches hatte Kinosei schon oft zu ihr gesagt, und sie war zuerst ein wenig enttäuscht, dass Mizu entgegen ihrer ersten Einschätzung auch aus diesem Holz geschnitzt war. Und dennoch; irgendetwas, das sie sich nicht beschreiben konnte, hatte der junge Flussländer an sich, das ihn doch so völlig von dem Dyrier abhob wie das Meer vom Land. Sie wusste nicht, was sie darauf antworten sollte, spürte aber Freude in sich aufsteigen, dass ihre Freundschaft – wenn sie denn schon bestand – nun doch nicht in Gefahr geraten war.
    Offenbar hatte Mizu doch noch nicht ganz all seine Vorurteile gegenüber Katzen aus dem Weg geräumt, denn er zuckte zusammen, als das Eneco mit einem spitzen, freudigen Aufschrei aus einem Busch sprang und um ihn zu tanzen begann. Schließlich blieb es stehen und zerrte an seinem Hosenbein in die Richtung, aus der es gekommen war. Der junge Lynoer warf Neko, die aus ihren grüblerischen Gedanken von dem Kätzchen gerissen worden war, einen fragenden Blick zu. „Ich glaube, es will dir etwas zeigen“, vermutete sie, worauf das kleine Pokémon von ihm abließ und wieder im Unterholz entschwand.
    Mit einem kurzen Nicken entschied Mizu, ihm zu folgen, und Neko tat es ihm gleich. Das Eneco führte sie unweit der Stelle, wo sie es zuerst getroffen hatten, auf eine kleine Lichtung mit einem mausgrauen Felsen, auf dem ein Pokémon lag. Als sie näher traten, erkannte Neko darunter ein Tanhel, das, was sie an der grauen Iris, die sonst rot war, erkannte, einen verspäteten Mittagsschlaf hielt und seinen dunkelblauen Panzer im verblassenden Tageslicht sonnte. Irgendetwas lag in der Luft, nichts wirklich Wahrnehmbares, aber es war so spürbar anwesend, dass die junge Eloa ehrfurchtsvoll stehen blieb.
    Mizu hingegen schien es nicht bemerkt zu haben, sondern ging die wenigen Schritte, die ihn von dem blauen Psychopokémon trennten, weiter und legte eine Hand auf das Tanhel. Noch bevor sich ihre Haut berührte, wurde die Iris schlagartig rot, als sei mit einem Mal alles Blut in sie zurückgekehrt, und die Linse drehte sich neugierig dem Lynoer entgegen. Das seltsame Gefühl wurde unbeschreiblich stärker, und Neko trat noch etwas weiter zurück, um nicht davon übermannt zu werden. Das runde Glasauge des Pokémon blitzte auf, und es erhob sich in die Schwebe, um mit Mizu auf Augenhöhe zu sein.
    Der Moment dauerte nicht lang, und als sich der Lynoer umdrehte, um zu seiner Begleiterin zurückzugehen, verschwand das lähmende Gefühl, das Neko ergriffen hatte. Wie selbstverständlich folgte Tanhel dem jungen Mann, und ihr ging endlich auf, von welch magischem Schauspiel sie gerade Zeugin geworden war: Tanhel war jetzt Mizus Partner. Bis auf die ihren, die sie natürlich anders empfunden hatte als das Ereignis jetzt, hatte sie noch nie beobachten können, wie sich das untrennbare Band zwischen Mensch und Pokémon wob, das sie ein Leben lang aneinander band. Mizu sagte nichts, sondern sah nur schweigend auf seinen zweiten Partner. Sie wusste genau, was er jetzt fühlte, nämlich eine seltsame Unruhe, die immer aufbrandete, wenn man weitere Partner nach dem ersten fand, und wollte nicht weiter darauf eingehen. Auch sie hatte zuerst ein schlechtes Gewissen gegenüber Vibrava gehabt, als sie Traunfugil kennen gelernt hatte; es war nichts bewusstes, sondern einfach ein seelisches Unwohlsein, das sich aber bald legen würde. Das erstgewesene Band musste sich einfach erst daran gewöhnen, dass nun auch ein zweites existierte.
    „Soll ich dir jetzt den See zeigen?“, bot sie an, als sei nichts geschehen.
    Das Eneco war verschwunden.


    Ein lauer Abendwind kam auf, als sie den obersten Punkt der Brücke erreichten, die sich über die schimmernde Oberfläche des Sees spannte. Mizu hatte sich mittlerweile von seinem „Schrecken“ erholt und beobachtete, wie zwei Felino über die leicht kräuselnden Wellen flitzten und sich gegenseitig zu fangen versuchten. Auch Tanhel nahm seine von nun an eingeschränkte Freiheit wie selbstverständlich hin und betrachtete die beiden Menschen eingehend, wobei seine Linse immer wieder sirrend die Einstellung veränderte.
    „Ist ein merkwürdiges Gefühl“, meinte er, und es waren seine ersten Worte, die er seit dem Ereignis auf der kleinen Lichtung sagte. Tanhel, das gerade Nekos Ohren eingehend studiert hatte, ließ von ihr ab und summte nun neugierig vor Mizus Mund her, weil es ihn noch nicht hatte sprechen hören.
    Neko nickte, drehte sich um und lehnte sich mit dem Rücken an die Brüstung. Sie hob den Blick zum Himmel, wo ein zu früh erwachtes Noctuh gemächlich seine Kreise zog. Die ersten Sterne blinzelten verschlafen in das rot glühende Sonnenlicht.„Ein merkwürdig schönes“, erwiderte sie. Sie schloss die Augen und genoss den friedlichen Abend.
    „Ja, das ist es.“ Auch wenn sie ihn nicht ansah, konnte sie das Lächeln in Mizus Stimme hören. Dann jedoch verflog das, und sie hörte ihn sagen: „Was ist denn das?“
    „Was denn?“, fragte sie gespielt interessiert; in Wirklichkeit war sie nicht gerade begeistert davon, dass irgendetwas den schönen Moment, den sie gerade empfunden hatte, zerstörte.
    „Da ist etwas…“ Mizu strich mit skeptischem Gesichtsausdruck mit den Fingern über das Glasauge seines neuen Partners. Den Bruchteil eines Augenblicks hielt er inne, dann stolperte er so plötzlich vor Tanhel zurück und stieß einen überraschten Ruf aus, dass Neko erschrak. Nur eine geschockte Sekunde der Unaufmerksamkeit, und ihr Gewicht ragte bedrohlich über das nur hüfthohe Geländer hinaus.
    Sie würde fallen. In den See.
    Aber noch bevor es auch nur ihr selbst aufging, war Mizu schon heran und hatte ihren Oberkörper mit dem Arm umgriffen und sie aufgefangen.
    Plötzlich ging die Sonne unter. Und nicht nur das feurige Gestirn, auch die Sterne, der Himmel, alles löste sich auf einmal in Luft auf, war nicht mehr wichtig. Neko nahm das alles nicht mehr wahr, und hätte sie es getan, so hätte sie sich über die Situation gewundert. Sie fühlte Mizus Arm in ihrem Rücken, seinen Körper so nah an dem ihren, und sah ihm direkt ins Gesicht, in seine dunkelblauen, tiefgründigen Augen. Es lag kein Lächeln auf seinen Lippen, aber sie spürte, dass er dasselbe fühlte wie sie; aber sie konnte es sich selbst nicht beschreiben.
    Wann sind wir einem anderen Menschen näher als dann, wenn wir genauso empfinden wie er?
    Etwas begann, an ihrem weit entfernten Bewusstsein zu kitzeln. Zuerst wehrte sich Neko dagegen, wollte den Moment so lange wie möglich festhalten. Doch es gelang ihr nicht. Das unangenehme Kribbeln steigerte sich zu einem stechenden Schmerz, der die Farben und Formen der Umgebung wieder erscheinen ließ und ihre Gefühle zunichte machte. Gequält presste sie die Lippen aufeinander, aber das leidende Miauen ließ sich nicht unterdrücken, als sich ihr chimärisches Blut einen Weg durch ihren Geist suchte.
    Augenblicklich flackerte Sorge in Mizus Gesicht auf, aber er änderte seine Position nicht. „Was ist? Ist alles in Ordnung?“, fragte er, rührte sich aber immer noch nicht, als wolle er ebenso nicht, dass der Moment zerstört wurde.
    Doch das war bereits zu spät. Etwas genervt Neko presste hervor: „Du drückst mi… gegen die Brüst…“ Weiter kam sie nicht, als ihr erneut ein kätzisch wirkender Laut aus der Kehle drang. Sie holte tief Luft und wiederholte: „Du drückst mich gegen die Brüstung!“ Mit einem erleichterten Seufzer richtete sie sich wieder auf, als Mizu endlich zurücktrat und ihr auf sicheren Brückenboden verhalf. Der knochige Schmerz in ihrem Steißbein ließ nur langsam nach, und irgendwie hatte sie das ungute Gefühl, dass ein blauer Fleck an der Stelle zurückbleiben würde.
    „Alles in Ordnung?“ Mizu stand neben ihr und legte eine Hand auf ihre Schulter.
    „Ja, es geht schon wieder.“ Sie keuchte, aber mit ihrem Becken hatte dies nichts zu tun. Die eigenartig angenehme Nähe des Lynoers eben und die Schwindel erregende Entfernung zur Wasseroberfläche hatten ihr einen gehörigen Schock eingejagt. Um sich und auch Mizu davon abzulenken, richtete sie eine Frage an ihn: „Wie hast du das gemacht?“
    Zuerst schien auch er sich fangen zu müssen (by the way, er hat bei Nekos erstem Satz das gleiche verstanden wie ihr vermutlich xP), dann tat er jedoch unwissend und fragte zurück: „Was denn?“
    „Woher hast du gewusst, dass ich fallen würde? Du warst schon vorher da und hast mich aufgefangen.“ Nun ging er Neko wirklich auf den Geist, aber sie schaffte es nicht, ihre Worte barsch klingen zu lassen – dafür wirkte ihr gemeinsamer Moment noch zu sehr nach.
    Er zuckte nur mit den Schultern. Dann grinste er jedoch. „Männliche Intuition!“ Damit wandte er sich ein wenig zu schnell ab und sah zum Abendhimmel, den nur noch ein glutroter Streifen zierte, während sich ihm gegenüber bereits das samtige Dunkel der Nacht ausbreitete. „Mir ist kalt“, log Mizu – die Wärme des Tages lag noch spürbar in der Luft. Er wartete nicht, bis sie etwas erwiderte, sondern machte sich auf den Weg zum Bau, Tanhel im Schlepptau.
    Neko blickte ihm skeptisch hinterher, bis er den Fuß der Brücke erreicht hatte, dann schüttelte sie den Kopf, um das Nachdenken über das eben Geschehene auf die Nacht auf ihrer Matte zu verschieben – sie würde heute gewiss keinen Schlaf finden – und holte schnell auf.
    Ein Schwalboss zog in einigen Metern Entfernung eine Schleife. Seine scharfen Adleraugen beobachteten die kleine Gruppe noch etwas länger, dann erhob es sich flügelschlagend und flog in die Nacht hinaus.


    *sichtrotzdemüberkommisfreuenwürd* ^.^[/tabmenu]

  • ~ Pika!! Ich hab dich total vergessen, bis du mir die PN für dieses Kapitel geschickt hast! Ach jeh... *schäm*


    Dies Kapitel ist immer noch sehr lang, also keine Sorge^^ Und gut ist es auch, cha. Hm, aber dazu komme ich ja gleich.
    Ah, endlich weiß ich, wie es nach dieser spannungssteigernden Stelle weitergeht, und ich bin positiv überrascht. Mizu x Neco - Shipperin bin ich ja sowieso, von daher hast du das toll gemacht. Ist auch, wie eigentlich immer, schön beschrieben, diese Szene. Necos Gefühle kommen so schön rüber [ich schwafel andauernd von Gefühlsbeschreibungen, dabei kann ich die doch selber nicht -.-], vor allem ihre Schüchternheit.
    Hm, Mizu bekommt ein Tanhel? Die mag ich nicht, irgendwie. Ich hätte jetzt gedacht, er bekommt ein Fukano oder Flamara oder so x3 Liegt wohl an seinem Namen, und das Feuer genau das Gegenteil ist. Naja, aber irgendwie - rote Augen passen zu ihm, also ist es schon in Ordnung. Was wohl Bamelin dazu sagen wird? Spannung baut sich auf. Die Verbindung funktioniert also so, interessant. Es ist ja auch irgendwie logisch, dass man sich danach etwas unwohl fühlt, schließlich wurde ein kräftiges Band hergestellt.
    Die Brückenszene *_* Wah, war das romantisch! Haah... *dahinschmelz* solche Szenen liegen dir wirklich! Was mich beschäftigt: Woher wusste Mizu, dass sie fällt? Darüber denk´ ich schon die ganze Zeit nach... Vielleicht hat er es irgendwie insziniert, um Neco zu erobern und zu beeindrucken *Verschwörungstheorie*? Das wäre natürlich toll, hach. Hm, ihr Satz war aber auch etwas doppeldeutig für den armen Mimi, wobei sie ja nichts dafür kann, wenn ihr Chimärenblut sie dauernd dazu veranlasst, ihre Sätze zu unterbrechen [hat das jetzt irgendjemand verstanden?]
    Dieses Schwallboss am Ende... hm, ich habe da eine Theorie^^ Aber die wird ohnehin nicht zutreffen, von daher lass ich das Spekulieren mal sein und warte lieber gespannt auf Teil zwei.
    Deine Charas sind mir immer symphatischer. Du beschreibst sie lebendig und auch so realistisch, wie es eben geht. Cha, Mimi mag ich lieber als Koko, aber das sei mal dahingestellt. Ich hab sie beide lieb x3
    Stilistisch gesehen, waren einige Formulierungen darin, die mir etwas mißfielen, aber das könnte natürlich Geschmackssache sein. Außerdem haben sie mich auch nicht wirklich gestört, von daher werde ich sie dir jetzt nicht unter die Nase reiben. Deine Schachtelsätze finde ich total super, mach bloß weiter so *.*


    Hach, jetzt bin ich fertig mit diesem merkwürdigen Kommentar [verzeih mir], und habe so lange gebraucht o.O Na, das war es aber wert, diese schöne Story zu kommentieren.
    ~ LG, Chii