Zeitalter des Sonnenuntergangs - Spieltopic

  • Direkt nachdem er den Fremden davor gewarnt hatte, seiner Gefährtin etwas anzutun, senkte diese ihren Kopf auf Dolchzahn herab und pustete ihm in sein Fell. Während sie daraufhin kurz so verharrte, rührte auch Dolchzahn sich nicht. Erst als sie in daraufhin leicht in die Seite stupste lies er sich davon beinahe um- und zwei Schritte zur Seite werfen, die er daraufhin mit gesenktem Kopf wieder zurück schritt, bevor er wieder an seiner Seite stehend, dem lauschte, was sie zu dem Zweibeiner sagte. Als sie dabei meinte, er sei um ihre Sicherheit besorgt, starrte er dem Fremden kurzzeitig direkt in die Augen, bevor sein Blick wieder auf den Händen ruhte.
    Wie könnte ich nicht darauf achten.


    Emnori schnurrte leise, als ihr Gefährte wieder an ihre Seite trat. „Ich war noch nie in der Hauptstadt und weiß daher nicht genau, wovon du redest, aber ich glaube, ich weiß, worauf du hinaus willst: Die Kehrseite einer scheinbar perfekten Scheinwelt.“, antwortete sie dem Zweibeiner nachdenklich und schüttelte den Kopf, „Auch hatte ich noch nie etwas mit dem Sonnenkaiser zu tun, er ist für mich schlicht und einfach ein Zweibeiner, wie jeder andere auch, der nicht zu meiner Gruppe gehört.“ Bei diesen Worten reckte sie unbewusst die Brust und blickte sich kurz zu den andere um.
    Ich habe selbst auch erst vor kurzer Zeit angefangen, diese Welt zu erkunden. Zuvor war ich ein Sklave der Platiner, so wie alle meiner Art.


    Von Zweibeinern.“, fügte Dolchzahn gleichermaßen vorsichtig, wie auch leicht drohend hinzu, bevor er sich wieder an das Bein der Raubkatze drückte. „Keiner von denen wird dir je wieder etwas derartiges antun, dafür sorge ich!“, meinte er entschlossen, bevor er mit seinen stechenden Blick wieder auf die Augen des Fremden richtete. „Auch du solltest deshalb vorsichtig sein! Mit Zweibeinern hat man nichts als Ärger, gerade mit dem Verfluchten, der uns teilweise jagen lässt, weil wir keine Steuern zahlen können.


    Wieder schnurrend senkte Emnori den Kopf und strich Dolchzahn mit der rauen Zunge über den Kopf. Erst danach blickte sie wieder die Wache an. „Wir beide haben wenig gute Erfahrung mit zweibeinigen Wesen gemacht.“, erklärte sie leise, fügte dann aber mit verhaltener Neugierde hinzu, „Du bist ein Metallwesen, oder? Dein Geruch erinnert mich sehr stark an jene, immerhin hatten wir bis vor kurzen immer zwei dieses Wesen Elements bei uns.


    OT: Kurz, aber trotzdem gemeinsam entstanden.

  • Bei der Erzählung der Raubkatze beschlich Cole ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Gefangen von Platinern, und nun unterhielt sie sich mit einem Mercury, der sie streng genommen ebenfalls gefangen hielt… Sein schlechtes Gewissen war völlig irrational, das war ihm bewusst. Seine Rasse war schon lange kein Teil der Platiner mehr. Er selbst hatte sogar noch nie einen gesehen, nur in den Geschichten von ihnen gehört. Er selbst war Teil einer der jüngsten Generationen, wie konnte er also Schuld tragen? Und trotzdem… Waren Artgenossen dieses großen Wesens vor ihm damals mit im Vulkan eingeschlossen worden? Mit Sicherheit, dachte sich Cole. Welch besseren Zweck konnte ein Platiner einem solch starken Geschöpf zugedenken, als Minenkarren zu ziehen? Und es war ja nicht so, dass sich die Einstellung der Mercury gegenüber der der Platiner großartig gewandelt hätte. Nein, das behielt er lieber für sich.


    Er lächelte verhalten; ein Stück weit musste er sich dazu zwingen. „Genau, eine perfekte Scheinwelt, das meine ich. Entschuldige, wo ich herkomme, sind Vergleiche mit Edelmetallen recht beliebt…“ Dann nickte er, und in seinen Augen glomm Respekt vor der Nase des Raubtieres auf. „Das bin ich, ja. Ehrlich gesagt ist mir noch kein anderes begegnet, seit ich durch dieses Land streife. Was allerdings auch noch nicht allzu lange ist.“
    Anschließend wandte sich der Mercury an den wölfischen Gefährten seiner Gesprächspartnerin. „In dem Fall profitieren wir Zweibeiner von dem Umstand, dass wir keine solch guten Nasen haben wie ihr. Solange ich also nicht mit einem Sack Gold am Gürtel herumstolziere, muss ich mir darum keine Sorgen machen.“ Dann allerdings umso mehr, und zuhause ganz besonders.
    „Aber wenn ihr solches Misstrauen gegen alles hegt, was auf zwei Beinen läuft,“
    dachte Cole laut, nun wieder an beide gewandt, „wie kommt es dann dazu, dass ihr in einer solchen Gruppe steckt? Immerhin seid ihr ja nicht alle Vierbeiner hier. Wenn ihr die Frage erlaubt, heißt das.“ Fügte er etwas scheuer hinzu.
    Er sah kurz auf den Boden und versuchte die Zeit zu überschlagen, die ihm noch blieb. Ein paar Minuten würden die Biester noch ohne ihr verwesendes Fleisch auskommen. Also beschloss er, es sich ein wenig gemütlicher zu machen. Er streifte die schwere Tasche ab und ließ sich auf den Boden sinken. Nun musste er zwar zu den beiden Raubtieren aufsehen, aber das war ihm gleich.
    Der Gang war düster, nur beleuchtet von zwei Fackeln, also wagte er es sogar, die Kapuze zurückzuschlagen. Der Feuerschein stach einige Sekunden schmerzhaft in seine blassen Augen, dann hatten sich seine Pupillen so weit zusammengezogen, dass er das Licht zumindest heftig blinzelnd ertragen konnte. Seine getönten Gläser hatte er in der Wachstube liegen lassen, wie er schmerzlich feststellte. Mit fragenden Blick sah er nun zu den Wesen auf der anderen Seite des Gitters auf.

  • Verhältnismäßig ruhig hörte Dolchzahn den Antworten des Fremden zu, jetzt wo dieser zumindest all seine Körperteile auf seiner Seite des Gitter behielt. Sein Blick folgte jedoch nichts desto trotz jeder seiner Bewegungen, als er seine Tasche ablegte und neben ihr niederließ. Nun auf Augenhöhe mit dem Fremden, musterte er ihn neuerlich und sehr genau, bevor er sich dafür entschied, seine letzte Frage zu beantworten, als er fragend angeschaut wurde. "Manchmal gibt es Dinge, bei denen man ohne Zweibeiner nicht weiterkommt. Wenn es das Ziel wert ist, muss man dann einen Kompromiss eingehen.", meinte er, noch immer mit Feindschaft in der Stimme. "Und im Vergleich zu euch gehen sie sogar fast als normale Mitstreiter mit uns um."
    Langsam aber sicher wurde die Art und Weise, wie die Wache mit ihnen, immer unheimlicher für Dolchzahn. Bisher waren alle Wachen, an die er geraten war, den meisten Vierbeinern äußerst grob gegenüber gewesen und hatten sie wie einfache Tiere behandelt oder wie die drei während seines Aufenthalts im Gefängnis einer anderen Stadt sogar ihre scheinbare Überlegenheit demonstriert und ihren Spaß daran gehabt, ihn zu quälen. Und diese hier beleidigte sie nicht mal, geschweige denn, dass sie eine Peitsche oder dergleichen dabei hätte? Setzte sich jetzt sogar vor ihnen hin? Das konnte doch nur bedeuten, dass sie etwas im Schilde führte und das machte Dolchzahn wieder nervöser. Ich glaub es wäre besser wieder ein wenig Distanz zu wahren.
    So stupste er Emnori einmal mit der Nase an und wies mit einem Zucken des Kopfes auf den hinteren, von Gitter entfernten Teil der Zelle und hoffe, dass sie damit einverstanden war. Das ist einfach zu seltsam.


    OT: Leider etwas kurz, aber mehr ging gerade nicht.

  • Roccosarius Schimmerflügel hatte ein ausgezeichnetes Gehör. Das lag zum Teil daran, dass er als Windwesen mit dem Schall allgemein recht gut klar kam, aber auch daran, dass er auf jegliche Art von Schwingungen in der Luft besonders konzentriert war. Als Dolchzahn seine doch recht kurz angebundene Erklärung geäußert hatte, trat der Gipfelmensch zu den beiden Vierbeinern und dem Wärter.
    "Wenn ich mich mal dazu gesellen dürfte, mein Name ist Roccosarius und ich bin einer der besagten Zweibeiner. Freut mich dich kennen zu lernen..."
    Als sich eine weitere Stimme in das Gespräch zwischen ihm und den beiden Tierwesen einmischte, wandte Cole dem Neuankömmling den Blick zu. Sein erster Gedanke galt den gefalteten Schwingen auf dem Rücken des noch recht jung zu scheinenden Mannes. Als dieser seinen Namen nannte, fiel dem Metallwesen auf, dass sich bisher noch keiner der Gesprächspartner vorgestellt hatte, auch er selbst nicht. Nun, da er jetzt einen der ihren mit Namen ansprechen konnte, wäre es nur gerecht, sich selbst ebenfalls vorzustellen. „Cole.“ Sprach er einsilbig und musterte das Gesicht des Neuankömmlings. Die Mühe, aufzustehen, machte er sich nicht.
    Rocco lächelte gewohnt freundlich und stellte nacheinander sowohl Emnori und Dolchzahn mit kurzen Handbewegungen vor. "Ich hoffe ich bin nicht zu aufdringlich" fuhr er dann fort "aber ich nehme an, dass du ein Mercury bist. Es verwundert mich sehr einen Angehörigen deiner Rasse hier zu treffen. Warum bist du nicht bei deiner Familie und förderst stattdessen die Vernichtung von Wesen, die du nicht kennst?" Der Tonfall des Mannes mit der Silberrüstung war einzig und allein verwundert und interessiert, nicht kritisch oder gar negativ.
    Die Überraschung stand dem Angesprochenen deutlich ins Gesicht geschrieben. „Du bist der erste Bewohner der Oberwelt, der mich als solcher erkannt hat. Dürft‘ ich wissen, woher dir die Mercury ein Begriff sind?“ Es beunruhigte ihn, dass sein vermeintlich bester Schutz, die Unbekanntheit seiner Rasse, ihm im Angesicht dieses einen Mannes entglitt. „Meine Familie hatte ein wenig…Rost angesetzt.“ Meinte er knapp, in typisch metallischer Ausdrucksweise. Cole ahnte, worauf dieses Gespräch hinauslaufen würde…dieser Mann strahlte die Aura eines Anführers aus. Aber er war viel zu interessiert, um Misstrauen zu empfinden.
    Nach wie vor bleib das Gesicht von Rocco freundlich und aufgeschlossen. "Um dir zu erklären, woher ich deine Rasse kenne, müsste ich etwas weiter ausholen. Wenn dich das nicht stört, habe ich eine interessante Geschichte auf Lager. Vorausgesetzt du bist kein liebevoller Anhänger des hochverehrten Sonnenkaisers."
    „Wenn dein Gehör auch nur halb so gut trainiert ist wie deine Redegewandtheit nehme ich an, du kennst die Antwort bereits.“ Antwortete der Wächter dem Gefangenen. Er wandte den Blick und sah den schwarzen, undurchlässigen Käfig an. Er konnte das Summen des Stahls hören, als die Wesen unruhig wurden. Ein dünner Gesang, der sich in nicht allzu langer Zeit zu einem Choral von sich verbiegendem Metall steigern könnte. Aber noch blieb ihm… „Zu gerne höre ich mir deine Geschichte an. Wenn du sie in fünf Minuten erzählen kannst, denn die Arbeit ruft…“ Echtes Bedauern lag in seiner Stimme.
    Der Gipfelmensch lächelte fast schon mitleidig, doch dann begann er zu erzählen: "Wir gehören zu einer Gruppierung oder Organisation, die nicht ganz einverstanden ist mit Goscior. Er hat uns den Frieden leider nicht gebracht, sondern aufgezwungen. Und nicht jeder König, den er unterworfen hat, ist gern untertan. Der Kaiser mag ein intelligenter und mächtiger Mann sein, doch wir wollen beweisen, dass auch kleine Wesen laut nach ihrem Recht schreien können." Er machte eine kurze Pause. "Ich beispielsweise habe durch seine Maßnahmen meine gesamte Familie verloren. Meine Schwester wollte nicht sein Konkubine sein und so ließ er sie entführen. Mein Bruder eilte zu ihrer Rettung und wurde erschlagen. Mein Vater wollte sie für Geld auslösen und ihm wurde alles Hab und Gut genommen, ohne, dass wir meine kleine Schwester je wieder gesehen hätten. Meine Mutter starb wegen des Grams über ihren Verlust." Ein trauriger Schatten huschte über das Gesicht des Gipfelmensch. "Ich habe also allen Grund gegen den Kaiser eine gewisse Abneigung zu empfinden. Doch allein könnte ich nichts tun." Er lächelte wieder. "Aber ich habe es geschafft in der Untergrundorganisation Sternenhimmel Verbündete zu finden. Wesen aller Rassen und Elemente schließen sich dort freiwillig zusammen, weil sie einen Weg finden wollen, das Volk über sein Recht entscheiden zu lassen. Meine Rüstung ist ein Symbol für den kleinen aber stetigen Erfolg dieser Bemühungen." Er machte wieder eine Pause, als warte er darauf, dass Cole nachfragen würde.
    Die Abneigung des Gefangenen gegenüber dem Kaiser, von dem Cole jetzt schon so viel gehört hatte, war ihm natürlich begreiflich, nach dieser Familiengeschichte, aber was erhoffte sich Roccosarius damit? Mitleid? Der Mercury beschloss, einfach zu fragen. „Erfolg? In meiner Heimat würdest du für diese Rüstung umschmeichelt und betört werden, aber einen Erfolg sehe ich ihr nicht an. Keine Schrammen, keine anderen Kampfspuren.“ Coles Kampfausbildung meldete sich zu Wort, als er unwillkürlich an kriegerische Erfolge denken musste.
    Ein leises Lachen entwich den Lippen des Anführers. "Und genau deswegen ist sie so etwas Besonderes. Mit der Hilfe einiger anderer Wesen habe ich etwas geschafft, was ich früher nicht für nötig gehalten hätte. Das Silber, das für diese Rüstung verwendet wurde, entspricht in seinem Wert exakt dem Besitz meines Vaters. Wir haben es dem Kaiser höchstpersönlich wieder abgejagt." Ein Strahlen voller Wärme trat in Roccos Augen, als er weiter sprach. "Dass diese Rüstung jedoch nicht einfach nur aus Silber geschmiedet wurde, solltest du spüren können. Sie ist mit einer ganz speziellen Schicksalsmagie belegt, die Magie, die auch der Kaiser nutzt, um genau zu sein, mit dem Schicksal meiner verloren geglaubten Schwester. Solange es ihr gut geht, wird dieses Metall nicht biegen, nicht brechen, nicht verkratzen und weiter strahlen. Wie wir das geschafft haben, kann ich dir nicht auf die Schnelle erklären. Nur zwei Dinge: Dieses Meisterstück hat ein Artgenosse von dir vollbracht, der immer noch der Organisation angehört und" noch eine letzte bedeutungsvolle Pause "Wie würde es dir gefallen, dein eigenes Schicksal in den Händen halten zu können?"
    Cole zog die Mundwinkel nach oben, während er sich erhob. „Ich dachte es mir. Der naive Wächter, ein Freifahrtschein aus dem Gefängnis.“ Sein Grinsen war echt; er war ehrlich amüsiert. „Dummerweise halte ich mein Schicksal bereits selbst in der Hand. Ich bin hier, um zu lernen, weißt du? Nicht, dass ich gern hier wäre… Es ist sowieso eine eintönige Arbeit. Vielleicht vergesse ich ja einmal, den Schlüssel abzuziehen. Aber sei dir im Klaren darüber, dass ich das nicht umsonst tun werde…“ Sein Blick streifte die Rüstung. Natürlich hatte er den Zauber gespürt, vom ersten Moment an, da er den Geflügelten bemerkt hatte. Die
    gleiche Magie durchfloss die Adern des Mercury, perlend wie das Quecksilber, in dem sie ruhte, und Cole wollte zu gerne einmal mit dem Schmied dieser Panzerung zusammentreffen. Doch das allein würde ihn nicht dazu bewegen, eine solch große Gruppe Gefangener freizulassen.
    Er sah Roccosarius noch einmal in die Augen, streifte sich die Handschuhe über und fütterte die Wachbiester. Mit der halben Ration Fleisch. „In einer halben Stunde bringe ich euch das Essen.“ Er wandte den Blick ab, zog die Kapuze in die Stirn, um die Augen nicht mehr zusammenkneifen zu müssen, und ging den Gang hinunter.
    Der Gipfelmensch lächelte zufrieden und blickte dem Metallwesen hinterher. Wie ich es gehofft hatte. Er ist weder naiv noch völlig von Gier zerfressen. Als Söldner sollte er ein guter Kämpfer sein und als Mercury ein harter Gschäftsmann. Mal sehen, was ich ihm alles bieten muss.


    OT: Zusammen entstanden =) Roccos Aussagen können auch anderen Grund zu Vermutungen geben^^

  • Eine halbe Stunde später hallten Coles Schritte erneut durch den Gang. Das Essen hatte er sich gespart, er ging nicht davon aus, dass sein Handel mit diesem Roccosarius scheitern würde. Er hatte sich alles genau überlegt; Die Zauberer würden beschäftigt sein, es waren nicht annähernd genug, um die ganze Festung unter Kontrolle zu halten, wenn tatsächlich alles aus dem Ruder zu laufen drohte. Und was er als Preis fordern würde, wusste er auch.
    Das Summen in dem kleinen schwarzen Stahlkasten an der Zelle der Gruppe war weithin hörbar. Alle anderen Wachwesen waren ruhig; sie hatten ihre Rationen bekommen. Der Mercury hatte noch ein wenig Fleisch für die hungernden Biester in seiner Tasche; ganz besonders präpariertes Fleisch. Er wusste nicht, was es mit ihnen anstellen würde, aber das würden sie dann sehen.
    Er trat in das Sichtfeld der Zelle und suchte den Blick des vermeintlichen Anführers. „Bereit für einen Ausflug?“
    „Wie ich sehe hast du dich entschieden, uns zu helfen.“, bemerkte der Gipfelmensch erfreut, „Aber ich gehe davon aus, dass du es nicht umsonst tun wirst. Was ist also deine Bedingung?“
    „Nichts Materielles.“ Antwortete der Mercury. „Wenn wir hier draußen und sicher sind,“ er machte eine Pause, um sich umzusehen, „will ich sehen, wie viel dir dein Ziel wert ist. Ich will einen Kampf, nichts weiter. Ich möchte erfahren, wie jemand kämpft, der sich mit ganzem Herzen einer Sache verschrieben hat.“
    Ein erfreutes Glitzern trat in die Augen des Anführers. „Das ist eine Bitte, der ich gerne nachkomme.“, antwortete er, „Gibt es etwas, worauf wir achten müssen oder hast du dir etwas bestimmtes überlegt, um uns hier herauszuholen?“ Er stockte kurz. „Achja, eh ich es vergesse, bei unserer Einlieferung hatten wir noch ein Zwillingspärchen meiner Artgenossen bei uns. Die beiden würden wir auch gern wieder mit in die Freiheit nehmen. Könntest du auch dafür sorgen?“
    Cole nickte. „Haltet euch vom Gitter fern. Ich weiß nicht, was gleich mit den Wächtern passieren wird, aber allzu gesund dürfte es nicht sein. Sobald sie ruhig sind und überall bei den anderen Zellen Chaos herrscht, dürfte es euch keine Probleme mehr bereiten, die Gitter zu sprengen. Im Hof stehen einige Soldaten, die ihr überwältigen müsst. Ich werde dort zu euch stoßen.“ Damit griff er in die lederne Tasche, holte ein Stück Fleisch heraus und warf es in den Kasten. Er hatte es mit reichlich Quecksilber versehen…Entweder die Biester starben oder überluden sich so mit Magie, dass sie von alleine platzten. Schnell wich er zurück, nickte Rocco noch einmal zu und ging dann den Gang entlang, von Kasten zu Kasten, in die den Inhalt der Phiolen aus seinen Innentaschen hineinschüttete – jeweils etwas weniger Quecksilber. Sie sollten Lärm machen, nicht so schnell sterben… Als er bei den beiden Wesen, die ganz offensichtlich vom selben Volk wie Roccosarius waren, angelangt war, nutzte er zwei Phiolen und gab den beiden mit einer Kopfbewegung zu verstehen, dass sie sich vom Gitter fernhalten sollten.
    Kurze Zeit, nachdem Cole verschwunden war, begann es in dem schwarzen Kästchen zu rumoren und eigenartige Laute, wie eine Mischung aus Würgen und Knurren drangen daraus hervor. Auch begannen sich an dem Kasten Beulen abzubilden, als würde sich darin irgendetwas vor Schmerzen winden. Auch in den andere Kästen der anderen von Cole bearbeiteten Kästen wurde Unruhe laut. Nur wenige Augenblicke später fingen die Biester an zu kreischen und zu schreien, was den Gefangen in den Ohren schmerzte. Aber aus den Kästen direkt an der Zelle der Gruppe drangen schnell nur noch gedämpfte Knalle. Es dauerte nicht lange, bis die Magier aufkreuzten, um sich um die magischen Wächter zu kümmern. Ob der Mercury dies beabsichtigt hatte, oder nicht, war für die Söldnergruppe von Sternenhimmel schwer zu sagen. Interessant war aber, dass die Magier sich ziemlich wütend um die anderen Zellen kümmerten, der nun wieder ruhigen der Gruppe aber keine große Beachtung schenkten. Schnell hatten die Männer für Ruhe gesorgt und verzogen sich wieder.
    „Wir sollten keine Zeit mehr verlieren.“, meinte Rocco leise an seine Leute gewandt, kaum dass die Magier um die nächste Ecke verschwunden waren. Die andern stimmten ihrem Anführer zu, keiner konnte wissen, ob die Magier nicht doch merken würden, dass bei ihrer Zelle die kleinen Biester offensichtlich geplatzt waren. Emnori, die dem Gitter am nächsten saß, warf sich mit der Schulter dagegen und knirschend gab das Metall unter ihr nach. „Denkt daran leise vorzugehen.“, erinnerte Rocco alle, „Die Magier wissen hoffentlich nichts von unserem Ausbruch. Wenn ihr eine Wache seht, erledigt sie schnell und haltet auf jeden Fall die Augen nach unseren Sternschnuppen offen. Sie sind nicht mehr bei uns und müssen demnach in einer anderen Zelle stecken. Wollen wir hoffen, dass unser Helfer sich um die auch gekümmert hat."
    Das waren genug. Sein Vorrat an Quecksilber war merklich geschrumpft, und er hoffte, dass er bei nächster Gelegenheit wieder an welches kam. Außerdem hatte er gehört, dass die Magier bereits den Gang entlang gingen und die laut gewordenen Kästen kontrollierten. Sie würden wissen, wer es gewesen war. Er musste sich beeilen.
    Er nahm einen Umweg in die Wachstube, um niemandem zu begegnen, nahm seine wenigen Habseligkeiten und machte sich auf den Weg nach draußen. Mit ein wenig Glück hatten die Wachen im Hof noch nichts davon mitbekommen, was hier oben von Statten ging, und würden ihn unbehelligt durchlassen. Wenn nicht…dann konnte er nur hoffen, dass Rocco und seine Gefährten schnell genug waren, um ihm die Haut zu retten. Ein letzter, prüfender Blick in den Gang, dann huschte der Mercury Richtung Wendeltreppe, um das Gebäude zu verlassen. Keine Sekunde zu früh, denn hinter sich hörte er bereits hastige Schritte und das hastige Aufstoßen der Tür zum Quartier der Wachen.


    OT Na dann los Leute^^. Einmal Ausbruch bitte^^ Aber macht nicht zu viel Krach. Und sucht bitte auch nach den beiden Sternschnuppen, ich bin sicher, wie ihr die findet wird Karasu wieder übernehmen^^.
    Gerne dürft ihr auch gegen vereinzelte Wachen und Magier kämpfen, denkt aber drann, dass wir still fliehen wollen und dass die anderen Zellen mit intakten Monsterchen bestückt sind, also nciht versuchen die andern Zellen kaputt zu machen^^. ~Sheewa

  • Mju starrte gedankenverloren ein Loch in die Steinwand. Sie hatte aufgrund ihrer langsam abklingenden Schmerzen aufgegeben zu schlafen. Wie sollten sie da am besten herauskommen? Auf keinen Fall hatte sie vor in diesem Drecksloch zu sterben. Sie hatte anfangs nicht registriert, dass Nori und das Wolfswesen mit jemadnen außerhalb der Gitterstäbe sprachen. Erst als siedann Bewegungen wahrnam, wurde ihr klar dass sie Kontakt nach draußen hatten. Mju konzentrierte sich und aufgrund ihrer scharfen Augen erkannte sie eine fremde Gestalt, dessen Kopf von einer schwarzen Kapuze bedeckt war. Erfreut klopfte ihr Herz schneller. Das war ein gutes Zeichen. Sie kämpfte mit sich. Sollte sie aufstehen und sich zu den beiden gesellen? Wer weiß ob sie da erwünscht war. Noch gehörte sie zu den Neuen und die zwei Tierwesen kannte sie noch nicht gut genug. Wer weiß wie diese reagierten. Sie könnte aber auch mit dem Gespräch lauschen, aber das war nicht sehr höflich. Dann erhob sich auch Rocco und begab sich zu Nori. Er unterhielt sich nun auch mit demjenigen der vor dem Gitter stand.


    Anschließend ging die fremde Gestalt davon. Doch sie konnte noch erkennen, dass dieser noch was in den schwarzen Kasten geworfen hatte. Kurz darauf rumorte es in dem Kasten und Schreie ertönten darus. Beulen bildeten sich an den Kastenwänden. Mit ängstlichem Blick beobachtete die Greifin die Situtation. Dann ertönten leiser Knallgeräusche. Rocco wandte sich ein wenig später an die anderen im Kerkerraum. Er sagte leise:" Wir sollten keine Zeit mehr verlieren." Emnori warf sich mit ihrer Schulter dagegen und knirschend gab das Gitter nach. „Denkt daran leise vorzugehen.“, erinnerte Rocco alle, „Die Magier wissen hoffentlich nichts von unserem Ausbruch. Wenn ihr eine Wache seht, erledigt sie schnell und haltet auf jeden Fall die Augen nach unseren Sternschnuppen offen. Sie sind nicht mehr bei uns und müssen demnach in einer anderen Zelle stecken. Wollen wir hoffen, dass unser Helfer sich um die auch gekümmert hat."


    Mju nickte und erhob sich leise. Zwar hatte sie für Schleichangriffe eine denbar schlechte Fellfarbe, aber sie konnte leise sein. Die Greifin schlich sprang mit einem Satz über das am Boden liegende Gitter. Sie wollte die Eisenstäbe ungern mit ihren Pfoten berühren. Sie mussten so schnell und leise wie möglich die beiden anderen Windwesen finden. Mju dachte nach. Panik brachte nichts. Hmm. Bestimmt hat dieser Kapuzenträger auch den beiden Bescheid gesagt, also müsste sie rein theoretisch nur seinem Geruch folgen. Aber wenn sie sich irrte, dann könnte dies mit einem tödlichen Ausgang enden. Zur Sicherheit, beschwor sie die Windmagie, die die stehende Luft zu sanften Luftströmungen umformte. Sie schickte sie los auf die Suche nach den beiden anderen. Dann begann sie loszutappen. Sie versuchte dabei die anderen Gefangenen zu ignorieren, obwohl sie ihr leid taten. Leider konnte man nicht jeden helfen und sie war sich sicher, dass ein paar Gestalten zu Recht in dem Gefängnis saßen. Die Greifin schlich sich weiter ins innere des Gefängnis vor. Sie hoffte dabei, dass sie nicht kämpfen musste, denn in ihrer gegenwärtign Lage, wollte sie den Heilungsprozess nicht unterbrechen.


    OT: So ist zwar nicht viel, aber immerhin ein Anfang. Wer will kann sich ihr anschließen

    "Rayquaza verfügt über die Fähigkeit das Wetter zu kontrollieren. Gewissenlose Menschen wollen diese Fähigkeit an sich reißen. Helft mit das zu verhindern: Hoenn - Die Herrschaft des Himmels"


    "Kalos die Region der Schönheit und Anmut. Doch der drohende dunkle Schatten einer Verschwörung lässt das Licht verblassen und es ist zugleich der Beginn eines neuen Abenteuers: Kalos - das Wunder des Lebens"

  • Weil der flugunfähige Vogelmensch recht intensiv mit dem Beten beschäftigt war, bekam er erst recht spät mit, dass seine Kameraden inzwischen einen Verbündeten außerhalb der Zelle gefunden hatten: Erst als in den Kästen der Wächterwesen ungewöhnliche Geräusche entstanden, brach er sein Gebet ab, weil ihn einfach zu sehr interessierte, was diese hervorrufen konnte. Auch die Magier des Gefängnisses schienen diese Geräusche für verdächtig zu halten, aber weil die namenlosen Wesen in der Nähe der Zelle, in der die Gruppe saß, recht schnell wieder ruhig wurden, kümmerten sie sich um die anderen Zellen.
    Sobald die Magier außer Sichtweite waren, gab Roccosarius den Befehl zum Ausbruch - was Jan einigermaßen überraschte, denn schließlich hatte er von den vorbereitenden Planungen nichts mit bekommen. Erstaunlicherweise passierte gar nichts, als Emnori sich gegen das Gitter warf - außer dass dieses nachgab und für die Mitglieder des Sternenhimmels so ein Weg in die Freiheit entstand. Roccosarius ermahnte die Gruppe noch, bei dem Ausbruch leise vorzugehen, um nicht die Aufmerksamkeit der Gefängniswächter auf sich zu lenken.


    Nachdem Jan die Überraschung über diese Wendung überwunden hatte, verließ er die Gefängniszelle. Draußen blieb er erst einmal stehen. „Keine Ahnung, wieso wir hier so einfach heraus gekommen sind“, überlegte er sich. Weil er keine Lust hatte, doch noch ein Opfer der namenlosen Wächterwesen zu werden, beschloss er, sich von den anderen Zellen soweit fern zu halten wie es für ihn möglich war und statt dessen den Weg in die Freiheit anzutreten. Leider hatte er keine Ahnung, welche Richtung er dafür einschlagen musste, aber wie er schnell bemerkte, schien Mju zu wissen, wo es lang gehen musste. „Ich denke, es ist besser, wenn wir uns gemeinsam verlaufen als wenn ich alleine umher irre“, dachte er sich, und so begann er, ihr einfach zu folgen. Für den Fall, dass sie unterwegs einer Wache oder einem Magier begegnen sollten, zog er vorsichtshalber sein Schwert und bereitete sich auch darauf vor, dieses je nach Bedarf auch mit einer Wasserschicht zu umgeben.

  • Madaria kam erst zu sich, als Emnori sich mit vollem Körpereinsatz gegen das Gitter warf. Sie blinzelte etwas verwirrt.
    „Denkt daran leise vorzugehen. Die Magier wissen hoffentlich nichts von unserem Ausbruch. Wenn ihr eine Wache seht, erledigt sie schnell und haltet auf jeden Fall die Augen nach unseren Sternschnuppen offen. Sie sind nicht mehr bei uns und müssen demnach in einer anderen Zelle stecken. Wollen wir hoffen, dass unser Helfer sich um die auch gekümmert hat."
    " Was denn für ein Ausbruch?",fragte Madaria leise, wischte ich einige Strähnen des moosgrünen Haares aus dem Gesicht. Man schenkte ihr keine Beachtung, was wohl nicht verwunderlich war, wenn man wusste, wo die Gruppe sich gerade befand. Natürlich wusste die Malfurie es nicht, sie hatte bis zu diesem Augenblick einen wundervollen, erholsamen und schmerzfreien Traum gehabt. Aber jetzt holte sie die kalte Realität ein. Und wenn man nicht wusste, was man machen sollte, war es das Beste, einfach den Anderen zu folgen. Gedacht, getan, mit einigem Abstand folgte sie Jan, der wiederrum Mju folgte, die zumindest zu wissen schine, wo es lang ging. Etwas schwankend bog sie um die Ecke, schüttelte etwas den Kopf und war wacher denn je. Sie war diese Dunkelheit nicht gewöhnt, aber nach einer Weile besann sie sich darauf, sich eher auf ihre Fähigkeiten zu verlassen als auf ihre Augen. Also beschwor sie ein paar Luftsströme, die wie Kreise um sie herum flossen. Glcklicherweise hatte ih nicht nur ihr Körper, sondern auch ihre Magiereserven ausreichend erholt zu haben.
    Irgendwann hatte sie Jan schließlich eingeholt.
    " Jetzt warte doch mal!", fauchte sie und packte ihn an der Schulter. " Was ist hier eigentlich los?"


    OT: Tut mir Leid, dass es so wenig ist. Ich wusste einfach nicht, was ich sonst noch schreiben konnte, und ein angefangenes Gespräch bietet ja noch Ausbaupotential.

  • Einige Zeit passierte nun nichts mehr, nachdem sie sich von der Wache entfernt und diese letztendlich nach einem Gespräch mit Rocco gegangen war. Erst später, als die Wache wiederkam, erneut mit Rocco sprach und dann etwas in die Kästchen, aus denen nun nicht zu überhörender Lärm drang, getan hatte, achtete Dolchzahn ganz genau auf alles, was passierte, wie nun auch Lärm vom Gang her drang und nach kurzer Zeit wieder abebbte.


    Auf einen Aufruf ihres Anführers zertrümmerte seine Gefährtin daraufhin das Gitter, das sie bis dahin gefangen gehalten hatte. Neben ihr trat Dolchzahn ohne einen Ton auf den Gang, blickte sich einmal um, bevor er wartete, in welche der beiden möglichen Richtungen die Raubkatze laufen würde, während er nicht sonderlich auf die anderen der Gruppe achtete.


    Etwas mulmig hatte sich Emnori schon dabei gefühlt, das Gitter der Zelle zu öffnen, doch die Biester waren wohl wirklich vernichtet, denn nichts griff die große Raubkatze an oder hinderte sie daran. Vorsichtig stieg sie über das nun am Boden liegende Gitter und gab acht, nicht daran hängen zu bleiben. Dolchzahn blieb dicht an ihrer Seite, was irgendwie inzwischen schon fast Gewohnheit war. Wenn er irgendwann nicht da sein würde, würde sie sich wohl suchend umsehen. Aus Instinkt wählte sie den Gang, welchen die Magier zuvor nicht genommen hatten, um von diesen wegzukommen.


    Vorsichtig, sich immer umschauend, lief Dolchzahn daraufhin neben Emnori her, schaute mal links mal rechts in die anderen Zellen. Mitleid empfand er jedoch nicht für die eingesperrten Wesen, fast ausschließlich waren es Zweibeiner. ‘Klar, bei uns machen sie sich ja nicht mal die Mühe einer Hinrichtung, wir werden einfach auf offener Straße erschlagen.’
    So folgte er seiner Gefährtin einige Gänge entlang, an den Kurven immer kurz vor sie laufend und erst witternd, bevor er vorsichtig um die Ecke schaute, bevor er, sobald auch sie um diese war, wieder neben ihr lief.
    Schnell kamen sie dabei auch an einem kleinen Zimmer ohne Zellentür vorbei, augenscheinlich einer Wachstube. Ohne lange zu zögern legte Dolchzahn sich an die Wand, in der die Tür lag, und schlicht näher an ebendiese heran. Direkt am Türrahmen angekommen linste er dann um die Ecke und entdeckte drei Wachen, die momentan rein mit ihrem Kartenspiel beschäftigt waren. Gerade wollte Dolchzahn an der Öffnung vorbei huschen, als einer der drei meinte „Wird wohl wieder Zeit.“ und sich von seinem Hocker erhob und auf den Ausgang zu trat. Schnell und rein instinktiv wägte Dolchzahn ihre Möglichkeiten ab: Da gäbe es zum einen Flucht, sich zu verstecken, doch in einem Zellengang würde das schwer werden, blieb also nur der Kampf. Ein Kampf, bei dem er einen Vorteil haben würde, wie ihn klar wurde.
    In einer flüssigen Bewegung zog er sich einen Schritt von der Öffnung zurück und zog seinen Dolch, während er mit einer waagerechten Rute und gebleckten Zähnen kurz zu seiner Gefährtin und daraufhin sofort wieder zurück zu dem Ausgang blickte, durch den keine zwei Sekunden später die Wache trat. Mit einem flinken Stich des Dolches in das Knie des Fremden zum niedersinken und gleichzeitig aufschreien, bevor er den Dolch wieder hervorzog, sich halb auf die Hinterbeine erhob und gleichzeitig nach dem Hals des Mannes, der noch immer nicht ganz wusste, wie ihm geschah und dessen Hände zu seinem Knie zuckten, während er ihm mit dem Dolch in den Bauch stach.


    Da sie viel auffälliger wie ihr Gefährte war, hatte sich Emnori kurz zurückgezogen, als Dolchzahn sich an die Wachen, welche sich gerade auf den Weg machen wollten, heranpirschte. Blitzschnell hatte der Wolf die erste Wache ausgeschaltet, bevor dieser überhaupt wusste, wie ihm geschah. Die Große Raubkatze staunte über sein Geschick. So hatte sie ihn bisher nie kämpfen sehen.
    Doch nun waren die anderen beiden Wachen gewarnt und hatten auch schon die Waffen gezückt. Mit dem Schwert ging der erste Mann auf Dolchzahn los, der schnell einige Schritte zurückwich. Nori, die sich hinter der nächsten Ecke geduckt hatte, richtete sich zu ihrer vollen Größe auf und platzierte sich mit einem Satz mit gebleckten Zähnen hinter ihrem Gefährten. Das tiefe Knurren, welches aus ihrer Kehle drang, klang wie drohendes Donnergrollen und ach ihre ausgefahrenen Krallen sprachen eine eigene Sprache. Überrascht zuckte der Schwertmann zusammen und wandte seine Aufmerksamkeit auf die in seinen Augen größere Bedrohung. Schützend hob er seine Waffe, um jederzeit einen Prankenhieb von oben blocken zu können und vergaß für diesen Moment den vergleichsweisen kleinen Wolf direkt vor ihm, während sein Kamerad zwei Schritte zurückwich und dabei fast über den leblosen Körper der dritten Wache gestolpert wäre.


    Nachdem er zuvor hatte zurückweichen müssen, da er zwei bewaffneten Gegnern im direkten Kampf unterlegen gewesen wäre, war Dolchzahn fast schon froh drüber, als nun beide auf seine Gefährtin fixiert waren und scheinbar gehörig Angst hatten. Nur fast deshalb, da er trotzdem noch immer die zwar nicht allzu große, aber dennoch bestehende Gefahr sah, in der sie sich befand. Gleichzeitig stellte er jedoch fest, dass sich etwas seit dem Kampf mit dem Raubkeiler verändert hatte. Während ihn die Geschehnisse der Zwischenzeit gebrochen hatten, wirkte die Zaeckran deutlich bewusster dabei, wie sie sich gegen die Wachen stellte.
    Die Gunst des Momentes, in dem ihn erneut Scham für seine Schwäche überkam, nutzte Dolchzahn, um sich in ähnlicher Manier wie bereits bei der ersten Wache nun auf jene zu stürzten, die sich mit dem Schwert zu schützen versuchte. Mit einem schnellen Sprung, getrieben von seinen endlich wieder komplett verheilten Beinen, katapultierte er sich auf den Feind zu und schnappe augenblicklich nach dessen Bauch, den er sofort zwischen die Zähne bekam, woraufhin er erneut kräftig zubiss und den Kopf zu den Seiten warf. Scheinbar hatte die Wache nicht viel Kampferfahrung, denn statt dem einzig sinnvollem, einen Streich mit dem Schwert, ließ sie dieses Fallen und ließ sich von ihm zu Boden ziehen, während sie versuchte Dolchzahn zu fassen zu bekommen. Dieser nutze den Moment, in dem sein Feind auf Augenhöhe war, und einen Schmerzensschrei ausstieß, um auch nun wieder knapp mit dem Dolch auszuholen und nach der Brust des Mannes zu stechen. Als diesen daraufhin die Kräfte verließen, war er über ihm und beendete sein Leben wie auch das der letzten Wache mit einem Biss in die Kehle.
    Er wollte die Feinde so schnell wie möglich aus der Bahn haben und hatte deswegen die Unaufmerksamkeit dies genutzt, um ihn möglichst schnell zu erledigen, doch mittlerweile begann er bereits zu hoffen, dass seine Kampfweise, die bereits dazu geführt hatte, dass die Hälfte seines weißen Bauchfells rot war, Emnori nicht zu sehr erschrecken würde, während er die letzte Wache anknurrte und wartete, was geschah.


    Wie sie es gehofft hatte, lenkte ihr Auftauchen die Männer ab, sodass Dolchzahn einen weiteren erledigen konnte. Emnori hätte sich wohl wieder sehr schwer damit getan, ein Leben zu beenden. Dass ihr Gefährte ihr dies abnahm war eine große Hilfe, auch wenn sie sich wünschte, es hätte eine Möglichkeit gegeben, die Wachen am Leben zu lassen. Nun wandte sie sich, noch immer drohend grollend, an den letzten Mann und stellte die Nackenhaare auf, während ihr Schweif mit dem stachelartigen Fortsatz am Ende unruhig hin und her schwang. Dieser blickte fassungslos auf seine toten Kumpane und wieder zu den beiden gefährlichen Tieren. Er schien nicht daran glauben, gegen sie beide gewinnen zu können. Offenbar entschied er sich zur Flucht, doch als er sich umdrehte und fliehen wollte, blieb er mit dem Fuß an der ersten Leiche hängen und er stürzte hart zu Boden.


    Während Dolchzahn dann kurz da stand, bemerkte er, dass auch, wenn Emnori nicht mehr vollkommend zurückhaltend war, sie scheinbar doch noch immer nicht wirklich kämpfen wollte. Doch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, stieg die Angst der letzten stehenden Wache soweit, dass sie sie zum einen zur Flucht zwang und zum anderen zusammen mit den beiden bereits toten Wachen, fast schon einen Rausch bei Dolchzahn auslösten. Er tötete normalerweise selten außerhalb der Jagd, doch war es jetzt richtig zu töten, da er seine Gefährtin verteidigte.
    So war es auch nicht verwunderlich, dass er sofort seinen Dolch fallen ließ und wie ein Pfeil auf den letzten Mann zuschoss, als dieser stolperte. Er konnte seinen Sturz jedoch noch abfangen und schien mehr reflexartig, als geplant, sofort kniend mit dem Schwert in Dolchzahns Richtung zu schlagen. Ohne seinen Dolch hatte dieser jedoch nicht einmal seine so oder so schlechte Möglichkeit zu parieren, sodass ihm nicht weiter blieb, als diesem und weiteren Schlägen auszuweichen.
    Schnell gab es jedoch eine Möglichkeit, in der Dolchzahn vorspringen und den Waffenarm des Fremden zermalmen konnte, woraufhin er jedoch noch einige Tritte und Schläge wegstecken musste, bevor er auch diese letzte Kehle erreicht hatte und sich weitere Stellen seines Fells rot färbten.
    Leicht taumelnd und mit vorsichtig gesenktem Kopf machte er daraufhin ein paar Schritte wieder auf seine Gefährtin zu und wartete, wie sie reagieren würde.


    Erleichtert seufzte die große Raubkatze auf, als der letzte Gegner endlich zu Boden ging. Doch auch, wenn die Männer Feinde gewesen waren, würde sie später um deren Leben trauern. Sie hatte richtig Angst um ihren Gefährten gehabt, aber nicht getraut in den Zweikampf einzugreifen, aus Furcht dabei Dolchzahn zu verletzen. Dieser trat nun vorsichtig auf sie zu und ebenso sorgsam näherte die Zaeckran ihren Kopf seinem Bauch, stupste diesen leicht an und schnüffelte prüfend. Ein tiefer Seufzer entwich ihr, als ihre Nase ihr bestätigte, dass das viele Blut an Bauch und Kehle des Wolfswesens von den Gegnern stammte. Glücklich rieb sie ihren Kopf an seinem und deutete dann mit einem Rucken des Kopfes den Gang entlang. Sie mussten verschwinden, bevor noch mehr Zweibeiner auftauen konnten. Am liebsten hätte sie Dolchzahn sofort das Blut aus dem Fell gewaschen, aber das würde ebenfalls warten müssen.


    Ebenso, wie auch Emnori erleichtert schien, war Dolchzahn seinerseits erleichtert, als sie ihm weder schockiert, noch sonst wie abweisend gegenübertrat, sondern ihn stattdessen anstupste und überprüfte, ob er verletzt war.


    Nachdem sie ihren Kopf dann einmal an seinem gerieben hatte, mussten sie dann jedoch dringend weiter. Dolchzahn störte zwar, wie sein Fell zusammenklebte und er wusste, dass es bedeutend schwerer werden würde es wieder sauber zu bekommen, wäre es erst einmal verkrustet, doch auch in Anbetracht der noch immer drohenden Gefahr, war ihm die Flucht vorerst wichtiger. Außerdem dachte er, würde es mit den Brandlöchern und teilweise kürzeren Stellen so oder so nicht allzu prächtig aussehen, selbst, wenn es sauber war.


    Durch die Begegnung mit den Wachen jetzt endgültig von der Gefährlichkeit dieser Gemäuer überzeugt lief er nun vor seiner Gefährtin her durch die Gänge, in denen sie jedoch keinen weiteren Zweibeinern begegneten, die nicht in mehr oder weniger große Zellen eingesperrt waren. ‘Die wissen jetzt wenigstens halbwegs, wie wir behandelt werden.’
    Als dann langsam ein Durchgang in Sicht kam, durch den Licht schien, wurde Dolchzahn langsamer und achtete noch genauer als zuvor darauf, dass Emnori weit genug hinter ihm war, da er auf keinen Fall riskieren wollte, dass möglicherweise hinter dem Ausgang lauernde Feinde sie beide erwischten.
    Anstatt jetzt jedoch einfach loszulaufen, tat er etwas, bei dem er sich seltsam fühlte: Er blieb stehen und schaute seine Gefährtin mit schief gelegtem Kopf an. Dies war etwas, was er bisher in seinem Leben nie gemacht hatte.


    Mit einem Nicken bestätigte Emnori ihren Gefährten. Dann hob sie den Kopf und lauschte, ob irgendwelche Feinde in der Nähe waren. Erst nachdem ihr nicht in unmittelbarer Nähe auffiel, schlich sie auf leisen Pfoten weiter. Sie verharrte noch kurz, bevor sie den Ausgang durchschritt, um ihre Augen an das Licht zu gewöhnen.


    Nach einer kurzen Bestätigung setzte das kleine Wolfswesen seinen Weg ins Licht fort. Schnell hatten sich seine Augen an die Lichtverhältnisse gewöhnt und bestätigten, was ihm seine Nase gesagte hatte: Der Hof, auf dem er sich jetzt befand, war sowohl zwei- als auch vierbeinerleer, doch stattdessen fielen schwere Wassertropfen vom wolkenverhangenen Himmel. Im ersten Moment, als er sich weiter umsah, ein altes Schafott und einen improvisierten Galgen unter allem, was auf dem Kiesplatz herumlag ausmachte, achte er nicht weiter darauf, doch als sich die Umgebung als zwar unschön, aber halbwegs sicher herausstellte, wurde er langsamer und genoss, wie sein Fell langsam schwerer wurde und nach unten zu hängen begann. Zwar wurde das Blut davon noch nicht aus dem Fell gewaschen, doch immerhin konnte es nun vorerst nicht eintrocknen.


    Im Gegensatz zu ihrem kleinen Gefährten, behagte der großen Raubkatze der Regen gar nicht. Wie alle ihrer Rasse konnte sie es nicht ausstehen, wenn ihr dicker, roter Pelz nass wurde. So tapste sie mit angelegten Ohren und gesenktem Kopf Dolchzahn hinterher. Hoffentlich kamen bald die anderen der Gruppe, damit sie gemeinsam von hier verschwinden konnten. Vorerst jedoch blickte sich die Zaeckran nach einem Unterstand oder ähnlichem um. Zurück in die Gefängnisburg wollte sie aber auch nicht mehr.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
    The endless Night of Dreams

  • In der Zelle war es kalt. Kalt und feucht. Jeder in der Gruppe ging irgendeiner Beschäftigung nach oder hatte sich, wie die Ne'Rico an eine Wand gesetzt und versuchte, sich etwas auszuruhen. Lys hatte sich seit ihrer Ankunft nicht von der stelle bewegt. Sie saß immer noch an der Wand und versuchte, die Schmerzen ihrer Wunden zu unterdrücken um wenigstens etwas ruhe zu finden. An den meisten stellen war das Blut mittlerweile geronnen und hatte eine feste Kruste gebildet. Trotzdem schmerzte ihre Schulter immer noch deutlich stärker als der Arm, was vermutlich von der Verunreinigung durch das Schwert kam.
    Vor ihrem Geistigen Auge sah sie diesen Moment immer wieder an sich vorbeiziehen und es ließ sie jedes mal aus ihrem unruhigen Halbschlaf aufschrecken.
    So saß das Metallwesen teilweise gefühlte Ewigkeiten einfach nur da und beobachtete mit halb geschlossenen Augen das Treiben in der Zelle, bis sie wieder im Halbschlaf versunken war.
    So bekam sie insgesammt nur wenig vom geschehen in der Zelle mit, registrierte aber wohl, das die Zaeckran und der Lupaner die am Zellengitter standen und sich scheinbar mit jemandem unterhielten.
    Auch das sich später noch der Gipfelmensch dazu gesellte, bekam sie weitgehend mit, versank aber schon bereits wieder in einen unruhigen Halbschlaf.


    Er hatte lang genug vor sich hin gestarrt und sein Leben bedauert. Zumindest beschloss er das in dem Moment, in dem er aufstand und endlich wieder bewusst am Geschehen in der Zelle teilnahm. Er hatte zwar mitbekommen, was sich abgespielt hatte, aber durch die Begegnung mit Remus war er zu gedankenverloren gewesen um in irgendeiner Form zu reagieren. Nun aber, als der Ausbruch in greifbare Nähe rückte, schlich sich sein abfälliges Grinsen wieder auf sein Gesicht. Seinem ehemaligen besten Freund nun doch ein Schnippchen zu schlagen kam ihm gerade recht. Er hatte sich also erhoben und blickte nun in den Raum. Dabei fielen ihm seine abgeschnittenen Haare ungewohnt ins Gesicht und er schnaubte wütend. "Mistkerl, so sehe ich einfach nur bescheiden aus. Ich muss sie kürzer kriegen. Schnell, sonst stören sie mich." Seine Gedanken wanderten zu Lys, dem Metallmädchen. Sie konnte filigrane Verzierungen machen und mit einer Klinge umgehen. Vielleicht konnte sie ihm auch einen anständigen Haarschnit verpassen? Doch als er sie ansprechen wollte, merkte er, dass es ihr überhaupt nicht gut zu gehen schien. "Immer Ärger mit den Frauen..." er wandte sich um und rief durch den Raum: "Hey, Diana! Lys braucht dringend Hilfe! Komm doch mal bitte schnell." Er wusste, dass die Dyrade nicht gut auf ihn zu sprechen war, doch er blickte sie so neutral an, wie er nur konnte. Immerhin ging es nicht um ihn.


    OT: In Zusammenarbeit mit Kasaru entstanden.
    OT²: Espeon : Du wirst zwar nicht von mir angesprochen, aber ich hoffe, du kannst trotzdem was draus machen...

  • Der letzte Pfeil der feindlichen Dyrade hatte Sams Schläfe gestreift. Es hatte sich angefühlt als hätte sie einen Zusammenstoß mit einer Kirchturmglocke gehabt. Alles in ihrem Schädel hatte begonnen zu klingeln. Noch bevor sie die Stelle an der Schläfe hatte betasten können, war sie weggetreten gewesen, ob dies an dem Pfeil oder seinem Gift gelegen hatte, vermochte Sam nicht unterscheiden zu können. Man hatte die gesamte Gruppe in ein Gefängnis depotiert. Selbst in der Zelle trat sie noch zeitweise immer wieder weg und sah vor ihren Augen Bilder der Vergangenheit.


    Doch plötzlich hörte sie ein lautes Rumoren außerhalb ihrer Zelle, welches sie wieder einmal in die Realität eintreten ließ. So wirklich konnte sie die Lage jetzt nicht mit dem, an das sie sich erinnern konnte übereinbringen. Aber Roccos Worte ließ sie sich nicht zwei Mal sagen:„Die Magier wissen hoffentlich nichts von unserem Ausbruch. Wenn ihr eine Wache seht, erledigt sie schnell und haltet auf jeden Fall die Augen nach unseren Sternschnuppen offen. Sie sind nicht mehr bei uns und müssen demnach in einer anderen Zelle stecken. Wollen wir hoffen, dass unser Helfer sich um die auch gekümmert hat."


    Sam erhob sich zu schnell und wäre beinahe wieder vornüber zurück auf den Boden gestürzt. Doch mit ein paar taumelden Bewegungen erlangte sie das Gleichgewicht zurück. Sie sah wie Miju, Jan und Madeira ihre Zelle verließen. Die Tairis schlängelte sich nun ebenfalls durch das Gitter und folgte den Dreien.
    Madaria hatte Jan eingeholt: " Jetzt warte doch mal!" " Was ist hier eigentlich los?" Und Sam holte wiederum die Beiden ein. "Darf auch ich an der Erklärung teilhaben?", harkte sich Samantha in die Fragerunde ein.


    OT: Sry, das es so kurz geworden ist.

  • Diana bekam am Rande mit, dass Emnori und Dolchzahn mit einem Wärter sprachen. Ihr Interesse war eigentlich sofort geweckt, aber sie fühlte sich nicht wirklich im Stande, aufzustehen und sich dazuzugesellen, weshalb sie sich auf reine Beobachtung beschränkte. So wie es aussah, liefen da irgendwelche Verhandlungen... Das war sehr gut. Dann gab es vielleicht doch noch eine Chance, hier rauszukommen.
    Plötzlich rief Vic etwas quer durch den Raum. Beinahe hätte sie ihn einfach ignoriert, aber dann sickerte die Botschaft doch in ihr Bewusstsein hinein, und sie kam auf die Beine. "Mach mal Platz", meinte sie nicht gerade höflich zum Rucuome, bevor sie sich vor die kleine NeRico hinkniete und in ganz anderem Tonfall, viel ruhiger und sanfter, weitersprach: "Lass mich mal sehen." Es sah nicht gut aus, Lys hatte von dem Kampf mit dem Gipfelmenschen einiges von dessen Schwert abbekommen. Ihre rechte Schulter war durchbohrt worden und der Oberarm war ebenfalls angeschnitten. Immerhin bluteten die Wunden nicht sehr stark, aber sie mussten der NeRico höllische Schmerzen verursachen.
    Diana schloss die Augen, atmete ein paar Mal möglichst ruhig ein und aus und versuchte, die Quelle ihrer Heilkraft zu lokalisieren. Ihre Kopfschmerzen verhinderten immer wieder, dass sie sich konzentrieren konnte und immer wenn sie das Gefühl hatte, jetzt heilen zu können und die hellgrüne Energie sogar sichtbar in ihren Handflächen erschien, verpuffte sie sofort wieder. Sie fühlte sich mit der Situation maßlos überfordert. "Ich kann das nicht", murmelte sie halblaut vor sich hin. Die NeRico hatte es vermutlich gar nicht gehört, sie war schon wieder in ihren Halbschlaf abgedriftet, aber der Rucuome hatte gute Ohren.


    Vic erkannte schnell, dass er zuviel von der Dyrade erwartet hatte. Sie hatte ihre Gabe gerade erst entdeckt und nun sollte sie einfach mit den Fingern schnippen und alles würde sich zum Guten wenden. Das war naiv. Er räusperte sich kurz und sagte leise: "Ich weiß, dass du wahrscheinlich nicht gut auf mich zu sprechen bist, aber erschrecke dich nicht bei dem, was ich jetzt tue." Er stellte sich hinter die nervöse Dyrade und legte ihr die Hände auf die Schultern. Er hatte sonst keinen Körperkontakt zu ihr, doch er war ihr nahe genug, dass sie seine erhöhte Körperwärme spüren konnte. Er senkte seinen Kopf und flüsterte dem Waldwesen dann leise folgende Worte ins Ohr: "Ich weiß nicht, wie du dich fühlst, ich kenne deine Fähigkeiten nicht. Aber ich stand schon oft vor einer Herausforderung und habe sie nicht meistern können, weil ich an mir gezweifelt habe. Fehlschläge gehören zum Leben, vielleicht funktioniert deine Magie jetzt eben nicht, ein bisschen Glück gehört immer dazu. Aber dann hast du dir auch nichts vorzuwerfen." Er machte zwei Schritte um Diana herum und lächelte sie an, während er ihr direkt in die Augen blickte und sagte: "Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende. Versuchs nochmal."


    "Ich weiß, dass du wahrscheinlich nicht gut auf mich zu sprechen bist, aber erschrecke dich nicht bei dem, was ich jetzt tue." Diana öffnete nervös die Augen. Was hast du vor?
    Sie konnte nicht umhin, den Kopf mit zu drehen, als der Rucuome hinter sie trat. Unwillkürlich spannte sie sich an. Im nächsten Moment spürte sie seine warmen Hände auf ihren Schultern. Die Dyrade hielt völlig still. Doch ihre verkrampften Muskeln entspannten sich langsam, während sie Vic zuhörte. Dann ließ er sie plötzlich los und trat wieder um sie herum. Ein ehrliches Lächeln trat in seine Züge. "Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende", meinte er zu ihr. "Versuchs nochmal."
    Diana blinzelte einmal, weil sie immer noch so überrascht war, und wandte ihre Aufmerksamkeit wieder der verkrampft atmenden Lys zu. Sie streckte die Hand aus. Keine Entspannungsübungen mehr, keine krampfhafte Konzentration. Tu es einfach. Grüne Fünkchen sammelten sich in ihrer Handfläche. Parallel dazu entfaltete sich ein plötzliches Glücksgefühl in ihr und verstärkte wiederum die Heilenergie. Die Dyrade lächelte. Wie von selbst floss die Energie in die Verletzungen der Ne'Rico und heilte sie, bis nur noch gerötete Hautstellen von ihnen zurückblieben. Diana ließ den Magiefluss versiegen und holte tief Luft. Ihre Hand zitterte leicht und sie blieb noch sitzen, da sie ihren Beinen nicht zutraute, ihr Gewicht tragen zu können. Während das Metallelementmädchen bereits vorsichtig aus eigener Kraft aufstand, musste Diana sich noch einen Moment länger sammeln.
    In diesem Moment streckte Vic ihr seine Hand entgegen. "Darf ich dir hochhelfen, großartige Heilerin?"
    Diana verdrehte ob des Titels leicht die Augen, aber ihr Grinsen zeigte, dass sie es nicht ernst meinte. Sie ließ sich von Vic auf die Beine ziehen. "Danke", sagte sie automatisch. Dann senken sich ihre Wimpern etwas über ihre Augen, als sie hinzufügte: "Auch für vorhin."


    Vic grinste schief und kratzte sich etwas nervös im Nacken unter den nun ungewohnt kurzen Haaren: "Normalerweise würde ich das jetzt mit einem Handkuss quittieren, aber ich denke dafür bist du nicht gut genug auf mich zu sprechen." Er machte eine tiefe Verbeugung, gab Lys einen Handkuss "War mir eine Ehre dir zu helfen, vielleicht kannst du ja bei Gelegenheit mal meine Haare richten..." und schritt dann schlendernd auf die aufgebrochene Zellentür zu.


    Diana quittierte die Aussage des Rucuome mit einem Lachen. Ein wenig lachte sie aber auch darüber, dass er sich trotz der Situation noch Sorgen um das Aussehen seiner Haare machte. Inzwischen hatte die Zaeckran einen Teil der Gitterwand umgeknickt und der Weg nach draußen war frei. Endlich. Diana wandte sich ebenfalls Lys zu: "Hauen wir schnell ab, bevor noch was dazwischen kommt." Damit traten die beiden Frauen ebenfalls auf den Gang hinaus.


    OT: In Zusammenarbeit mit Karasu =)

  • Grinsend genoss Koru die Klagelaute der Wachbestien, als sie platzten. Armer Kasier. Heutzutage gibt es einfach kein zuverlässiges Personal mehr dachte er amüsiert. Er hatte die konversationzwischen der Wache und seinen drei Kameraden überhört und sich gefragt, ob diese festung wirklich so einfach zu entkommen war, wie durch einen Wachmann, der sich überreden ließ, sie gehen zu lassen. Doch der Mecury tat es tatsächlich und schien den Wächter ihres Gefängnisses mit igrendetwas zu vergiften, wobei die Viecher an den restlichen Zellen offenbar schnell wieder von ein paar auftauchenden Magiern kuriert wurden. Auch sie waren nicht gerade die besten Angestellten, da sie sich nicht mal misstrauisch wurden, als die Kästen neben der Zelle der Gruppe stilll blieben und einfach verschwanden. Der Blutdämon richtete sich nahm seine griffbereit liegende Sense und trat durch den freundlicherweise von Emnori vorbereiteten Ausgang aus ihrem Gefängnis. Die zahlos weiteren Zellen waren gefüllt mit Gestalten, die sie entweder aus leeren uninteressierten oder hoffnungsvollen Augen ansahen, doch das Donnerwesen ignorierte beide. Bedauernswerte Kreaturen, die aufgegeben haben für sich selbst zu denken oder zu kämpfen, sind unserer Hilfe nicht wert.


    Der Grauhaarige nahm wilkürlich einen der beiden Wege, schließlich kannte er sich nicht aus und auch neimand anders aus der Gruppe schien eine Ahnung zu haben, weshalb beide Richtungen dasselbe versprachen. Zumindest die Kampfgeräusche zeigten wenigstens, dass es belebt zuging. Die Klinge von Kuro Zanshi scharrte über den steinerden Boden und versprühte dabei zahlreiche Funken. Das Kreischen welches ihm dabei folgte, war ihm zuerst gar nicht bewusst, da er nur darauf brannt nach seiner knappen Niederlage wieder ein paar Körper zu demolieren. Erst als ein Schmerz seine Brust durchzog, zuckte der Rotäugige kurz zusammen und hing seine Sense dann wieder auf seinen Rücken. Ich muss mich noch zurücknehmen...dachte er enttäuscht und folgte weiter den Weg. Nach der nächsten Biegung wurde eine offene Tür sichtbar, die wohl in eine Wachstube führte, deren Insassen allerdings blutig auf dem Boden lagen. Die Todesursachen waren klar ersichtliche Bisswunden, wahrscheinlich Dolchzahns Werk da Emnori sie einfach in Zwei gebissen hätte. Während er noch die Leichen betrachtete, wurde er auf Schritte aufmerksam, die aus einer Abzweigung weiter hinuter am Gang stammten. Sie wanre wohl von dem Kampflärm angelockt worden, auch wenn die eigentlichen Verursacher genug Zeit gehabt hatten schon zu verschwinden. Verdammt ging es dem Blutdämon durch den Kopf und er fing an zu sprinten. Doch gerade als er am Seitengang vorbeikam, musste er zur Seite springen, als ein dicker Hammer den Boden zertrümmerte, wo er gerade gestanden hatte. Zwei Männer erwchienen aus dem Gang, ein bulkiger mit dem Hammer bewaffnet und der andere mit zwei Klingen an den Handgelenken. Koru konnte glücklicherweise in den Gang flüchten und so weiter den Gang hinunter rennen. Seine nun Gegner setzten ihm sofort hinterher und blieben ihm gäferlich dicht auf der Pelle. Das Donnerwesen wusste, dass er ihnen nicht entkommen konnte, doch mit seinem Körper, der sich noch von dem Kampf, den Verletzungen und der Regeneration erholen musste, wollte er keinen Kampf riskieren. Deshalb blieb ihm erstmal nicht als die fluchenden Flucht. Leider konnte er keinen deutlichen Abstand zu den Wächtern gewinnen und auch das Laufen stresste seinen Körper.


    Doch irgendwer weiter oben schien ihm wohl gesonnen, da er nach einigen Abzweigungen und Biegungen durch eine offene Tür unter dem regnenden Himmel landete, anstatt einer unglücklichen Sackgasse. Ein paar Meter vor sich erkannte der Blutdämon Emnori und Dolchzahn, doch achtete er nicht lange auf sie, sondern kam auf dem glitschigen Boden zum stehen und wandte sich um. Sofort erkannte er seinen Vorteil und ein Grinsen schlich sich auf sein Gesicht. Als die beiden Gegner aus dem Gang hinter ihm gestürmt kamen, hatte er einen Arm verwandelt und ließ Blitze um ihn knistern. Er legte seine Hand auf den Boden und sofort wurde der Strom durch eine Pfütze vor dem Ausgang zu den beiden Wachen geleitet. Das Metall an ihren Körpern half nicht wirklich, sodass es zuerst ein kurzes Feuerwerk gab, bevor beide laut platschend auf dem Boden landeten. Seufzend richtete sich Koru wieder auf und blickte genießerisch zum Gewitter über ihren Köpfen auf.

  • Während Jan dem Vogelgreif folgte, wurde er von Madaria eingeholt, die ihn auch gleich ansprach: „Jetzt warte doch mal! Was ist hier eigentlich los?
    Auch Samanta war ihnen gefolgt und schien sich über die aktuelle Situation im Unklaren zu sein.


    Wie ihr ja selbst wisst, haben wir den Kampf gegen die Soldaten verloren und sind nun hier in Thrackdoogh. Wie ihr sicher wisst, soll es hier noch nie einen erfolgreichen Ausbruchsversuch gegeben haben, aber genau das versuchen wir gerade zu ändern. Wenn ich unseren Anführer vorhin richtig mitbekommen habe, sollen wir auch die Augen nach unseren Sternschnuppen offen halten.“ Das war zwar nur eine kurze Erklärung, aber abgesehen davon, dass er selbst nicht komplett über die aktuelle Situation Bescheid wusste, wollte er hier auch nicht unnötig viel herum reden, um nicht noch feindliche Wachen auf die kleine Ausbrechergruppe aufmerksam zu machen.
    Nach einer kurzen Pause fügte er noch hinzu: „Ach ja, falls ihr es noch nicht wisst: Haltet euch lieber von den Gitterstäben der Gefängniszellen fern.“ Darauf, was passieren konnte, wenn sie diesem Ratschlag nicht folgten, ging er nicht ein.

  • Während Mju weiter langsam die Gänge entlangschlich, hörte sie wie Jan Madaria und Samantha erklärte, wie die augenblickliche Situation war. Seine Erklärung spiegelte die Wahrheit wider. Die Greifin war froh, dass sie nicht alleine in den Fluren von Gefängnis herumirrte. Alle ihre Sinne waren auf das Höchste gespannt. Auf keinen Fall wollte sie von Wachen überrascht werden. Sie blieb hinter jeder Ecke stehen und schaute sich um. Jedesmal war sie erleichtert, wenn der Weg vor ihr frei war.
    Die Gänge führten immer tiefer ins Gefängnis, was sie nicht gerade optimistisch stimmte. Es gab immer wenige Kerker, wie sie registrierte. Innen lagen Wesen, die scheinbar tot waren. Dass sie noch lebten, erkannte die Greifin nur, dass sich ihre Oberkörper kaum wahrnehmbare hoben und senkten. Sie rief sich in ihr Gedächtnis, dass die Insassen trotz allem schuldig waren und völlig zu recht in darin lagen.


    Mju sendete immer mal wieder magische Luftwirbel hinaus, damit diese die beiden Sternschnuppen aufspüren sollten. Bis jetzt hatte sie noch kein Erfolg darin gehabt, doch dann kamen sie wieder zu ihr zurück. Misstrauisch überprüfte sie diese. Ihre Augen wurden groß, als sie darin den Geruch der gesuchten erschnupperte. Beide waren ganz in Nähe. Ihr Herz klopfte aufgeregt. Sie wandte ihren Kopf zu den anderen hin und flüsterte:" Die beiden sind ganz in der Nähe. Ein magischer Luftwirbel hat sie aufgespürt."


    Anschließend ging sie weiter, bemüht weiter vorsichtig weiter zu gehen. Es wäre geradezu hirnrissig, jetzt überstürzt zu handeln. Ihre gespitzten Ohren nahmen nun des öfteren aufgeschreckte Schritte von Wachen wahr. Mju betete, dass keiner ihnen von ihnen ihre Umgebung nähere Aufmerksamkeit schenkte. Die Mondgöttin erhörte ihr Gebet und niemand nahm sie wahr.Immer weiter gings. Dann nahm ihre Nase die feinen Geruchsspuren der gesuchten wahr. Die Kerker an ihrer Seite waren verschwunden. Jetzt zweigten nur ein paar Holztüre von dem Gang ab. Hell leuchtende Fackeln steckten in regelmäßigen Abständen an den Wänden. Mit jedem Schritt wurden die Duftspuren stärker. Sie überlegte, dass sie eigentlich wie dumme Schafe in eine Falle liefen. Aber sie verdrängte die Gedanken. Noch schlimmer konnte es kaum noch werden. Wider Erwarten geschah nichts. Sie überlegte weiter, dass keiner sie an diesem Ort vermuten würde und deshalb hatten sie keine Sicherheitsmaßnahmen installiert. Um sicher zu gehen dass, sich die beiden Sternschnuppen auch tatsächlich hinter der betreffenden Tür befinden, legte sie ein Ohr an die Tür und lauschte. Tatsächlich sie waren dort. Nun mussten sie nur noch Rocco benachrichtigen. Aber wie? Vielleicht Telephatie? Hmm.


    Dann flüsterte sie leise:" Falls jemand von euch Telephatie oder sonstige Fähigkeiten beherrscht, kann derjenige Roccosarius herholen?" Gespannt wartete sie auf eine Antwort.

    "Rayquaza verfügt über die Fähigkeit das Wetter zu kontrollieren. Gewissenlose Menschen wollen diese Fähigkeit an sich reißen. Helft mit das zu verhindern: Hoenn - Die Herrschaft des Himmels"


    "Kalos die Region der Schönheit und Anmut. Doch der drohende dunkle Schatten einer Verschwörung lässt das Licht verblassen und es ist zugleich der Beginn eines neuen Abenteuers: Kalos - das Wunder des Lebens"

    Einmal editiert, zuletzt von Destiny Moon ()

  • Aries hatte keine Ahnung, wie lange er ohnmächtig gewesen war. Das Letzte, woran er sich erinnern konnte, war das kalte Gefühl, welches seinen Körper durchdrang, nachdem er mit beiden Händen die Schlagringe des Werogs berührt hatte. „Seine Schlagringe waren aus Silber. Wie konnte mir so etwas entgehen?“ Anstatt sich wie jedes normale Wesen darüber zu freuen, dass er mit einem blauen Auge davon gekommen war, haderte der Lotus mit der Niederlage. „Wozu all das Training, wenn ich schlussendlich wegen so einer Kleinigkeit versage. Erbärmlich.“ Zähneknirschend und grübelnd sass er auf dem Zellenboden und kümmerte sich wenig darum, dass die ganze Gruppe womöglich bald hingerichtet wurde. Was ihn ein bisschen störte, war die hohe Konzentration an unterschiedlicher Magie, die sich durch die vielen Insassen ergab, aber wirklich abzulenken vermochte dies ebenfalls nicht. „Ich muss unbedingt besser werden, auf so eine Art will ich nie wieder verlieren!“ Die Möglichkeit, dass er eventuell nie wieder trainieren würde, kam ihm gar nicht in den Sinn.


    Glücklicherweise wurde seine Untätigkeit nicht bestraft, denn wie sich herausstellte, war eine der Wachen nach einem Gespräch mit Roccosarius dazu bereit, das „Sicherheitssystem“ ihres Gefängnisses zu sabotieren. Der Mercury gab den Wächterwesen ein Futter, das die Kreaturen schon nach kurzer Zeit unschädlich machte. Aries‘ Kameraden zögerten daraufhin nicht, sich ihren Weg durch die Gitterstäbe zu bahnen und in unterschiedlichen Richtungen nach einem Ausweg aus der Burg zu suchen. Der Blauhaarige war einer der Letzten, die die Zelle verliessen.


    Zuerst waren seine Schritte langsam und träge, ganz ungewohnt, als ob ihm die Lust am Laufen vergangen wäre. Nach einigen Metern blieb er stehen und starrte an die Decke. „Es ist schon sehr lang‘ her, dass ich so vernichtend geschlagen wurde. Ich hab‘ in der Zwischenzeit ganz vergessen, wie sich das anfühlt.“ Einige Momente verharrte der Lotus in dieser Position, ohne jegliche Regung zu zeigen. Dann, auf einmal, ballten sich seine Fäuste und sein Blick verfinsterte sich. „Verdammt Aries, reiss‘ dich zusammen! Es ist nur ein Rückschlag. Du lebst noch und du kannst weitermachen, darauf kommt‘s an!“ Als ob er sich selbst anfeuern wollte, nickte er kurz und lief dann, diesmal weitaus schneller, den Gang entlang, um seine Gruppenmitglieder einzuholen.


    Zu seinem Unbehagen schien der Weg nicht aus dem Gefängnis heraus, sondern immer weiter in das Gemäuer hinein zu führen. Mehrere Male hörte er Wachen ganz in der Nähe umherlaufen und er musste höllisch aufpassen, sich nicht zu verraten. Schleichen und vorsichtig sein war normalerweise nicht die Vorgehensweise des Feuerwesens.
    Nach einer Weile des Umherirrens gelangte er in einen Bereich, wo sich keine Zellen mit halbtoten Insassen mehr befanden, sondern Holztüren an beiden Wänden, die von Fackeln flankiert wurden. Ein erleichtertes Aufatmen konnte sich der Blauhaarige nicht verkneifen, als er Mju, Jan, Samantha und Madaria etwas weiter vorne erblickte. „Hab‘ schon gedacht, ich hätt‘ mich total verlaufen“, flüsterte er. Als er näher trat konnte er Mju hören, die erspürt hatte, dass sich die Sternschnuppen im Raum neben ihnen befanden. Ausserdem wollte sie wissen, ob einer der Anwesenden die Telepathie beherrschte. „Da muss ich passen“, meinte Aries kurz angebunden. „Ist es überhaupt nötig, Roccosarius Bescheid zu geben? Immerhin sind wir zu fünft, im schlimmsten Fall sollten wir mit ein paar Wachen klarkommen.“

  • Nachdem Jan seinen Kameraden mit einigen wenigen Wörtern die Situation erklärt hatte, lief die kleine Ausbrechergruppe weiter, bis Mju ihnen zu verstehen gab, dass „die beiden“ ganz in der Nähe sein müssten. Obwohl er vorhin erwähnt hatte, dass die Kameraden neben dem Ausbruchsversuch auch die Augen nach einer den Sternschnuppen offen halten sollten, war ihm nicht sofort klar, wen die Greifin damit meinen könnte. Es dauerte einige Zeit bis ihm klar geworden war, dass sie nicht - wie von ihm zunächst vermutet - den Weg in die Freiheit eingeschlagen, sondern statt dessen die Sternschnuppen gesucht hatte. Inzwischen hatte Mju noch die Frage gestellt, ob einer der Kameraden per Telepathie Roccosarius herbei rufen könnte, und Aries war bei der Gruppe aufgetaucht und hatte geantwortet, dass er seinerseits keine Telepathie beherrschte. „Ist es überhaupt nötig, Roccosarius Bescheid zu geben? Immerhin sind wir zu fünft, im schlimmsten Fall sollten wir mit ein paar Wachen klarkommen.
    Es kann trotzdem nicht schaden, wenn wir unseren Anführer auf dem Laufenden halten“, wandte der Niugnip darauf ein. „Wie eigentlich alle Niugnips verfüge ich über telepathische Fähigkeiten, aber damit die Botschaft auch ankommt, muss auch Roccosarius telepathische Fähigkeiten haben.
    Genau wie er es seinen Kameraden gegenüber versprochen hatte, sendete er nun eine telepathische Nachricht an den Anführer der Gruppe von Sternenhimmel-Rekruten: Mju ist sich ziemlich sicher, dass wir - also sie selbst, Madaria, Sam, Aries und ich - deine beiden Artgenossen gefunden haben. Wir sind hier in einem Teil des Gemäuers ohne große Kerker, aber dafür mit einfachen Holztüren. Wir werden nun den Raum betreten, in dem wir die Sternschnuppen vermuten, aber wir dachten, dass wir dich vielleicht von der aktuellen Entwicklung in Kenntnis setzen sollten. Was er seinen Kameraden gegenüber nicht erwähnte, war, dass er sich fast sicher war, dass Roccosarius von der telepathisch versandten Nachricht nichts mitbekommen hatte, denn seines Wissens nach zählten die Gipfelmenschen nicht zu den Telepathen.
    Nachdem das also erledigt war, wandte er sich wieder an seine Kameraden: „So, können wir dann?“ Dabei deutete er auf die Holztür. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass jedes Mitglied der kleinen Gruppe bereit war, ergriff er den Türgriff und öffnete die Tür. Ungünstigerweise hatten die Wachen vergessen, die Scharniere zu ölen, so dass die Holztür dabei sehr laut knarrte. Aber dafür wurde schnell klar, dass sie den richtigen Raum gefunden hatten, denn in der Mitte des ansonsten leeren Raumes lagen die beiden Gipfelmenschen auf dem Fußboden und schienen zu schlafen.

  • Ihre Ohren stellten sich auf, als sie ferne Schritte vernahmen, die sich ihrer Richtung rasch näherten. Sie schnupperte und roch den bekannten Duft des Lotus. Sie fragte sich ob das Aries war oder ob zu den Wachen auch ein Lotus war. Sie starrte gebannt in die Richtung. Ihre Muskeln spannten sich an, das Fell sträubte sich. Wer würde bald in die Ecke einbiegen? All ihre Anspannung verflog als sich der Lotus tatsächlich als Aries entpuppte. Dieser sah ziemlich angeschlagen aus. Wie es der weißen Greifin erschien, haderte er immer noch des verlorenen Kampfes. Sie freute sich dennoch ihn zu sehen. „Da muss ich passen“, meinte Aries kurz angebunden. „Ist es überhaupt nötig, Roccosarius Bescheid zu geben? Immerhin sind wir zu fünft, im schlimmsten Fall sollten wir mit ein paar Wachen klarkommen.“ Seine Worte waren schon wahr, aber sie wollte nichts risikoreiches machen. Zu ihrer Erleichterung wandte der Niugnip ein, dass es trotz allem nicht schaden könnte ihren Anführer zu informieren.


    Dann wandte er sich der Holztür zu. Mju machte sich bereit, was auch immer sie hinter der Tür erwartete. Jan öffete laut die Tür. Diese schwang laut knarrend auf. Alle zuckten deswegen zusammen. Der Grund lag an nicht geölten Scharnieren. Nach dem sich die Gruppe von dem Schock erholt hatten, erkannten sie dass sie sich in dem richtigen Raum befanden. Die beiden Gipfelmenschen lagen auf dem Boden und schienen zu schlafen. Mju betrachtete die beiden und unterzog den ansonsten kahlen Raum einer kurzen Betrachtung. Da gab es nichts besonderes. Sie trat dann vorsichtig zu den zwei gesuchten und betrachtete sie die zwei aufmerksam. Rein augenscheinlich waren sie unverletzt. Mju überlegte. Konnten die beiden laufen? Gingen sie freiwillig mit ihnen mit? Oder mussten sie die zwei erstmal betäuben und dann mitschleppen? Wie auch immer die zwei mussten mit. Egal wie. Außerdem mussten sie sich beeilen, denn das knarren der Tür war den anwesenden Wachen garantiert nicht entgangen.


    Sie fragte rasch die anderen:" Wir müssen uns beeilen. Also wie nehmen wir sie mit?"

    "Rayquaza verfügt über die Fähigkeit das Wetter zu kontrollieren. Gewissenlose Menschen wollen diese Fähigkeit an sich reißen. Helft mit das zu verhindern: Hoenn - Die Herrschaft des Himmels"


    "Kalos die Region der Schönheit und Anmut. Doch der drohende dunkle Schatten einer Verschwörung lässt das Licht verblassen und es ist zugleich der Beginn eines neuen Abenteuers: Kalos - das Wunder des Lebens"

  • Die beiden Sternschnuppen, die sich als Gipfelmenschen entpuppt hatten, waren unverletzt, doch nach wie vor rührten sie sich nicht. Sie schienen sich in einer Art Trance zu befinden, die man jedoch erst bemerkte, wenn man ihnen näher kam. Während Miu noch überlegte wie und ob man die beiden Windwesen mitnehmen sollte, trat Rocco zu den Anwesenden und beschloss einfach, dass jeder, der sich dazu in der Lage fühlte, beim Tragen der beiden mithelfen sollte.
    Dann galt es zum Ausgang zu gelangen. Tatsächlich fanden sich alle auf dem völlig verkommenen Innenhof des Turmes wieder. Schnell wurden Informationen ausgetauscht und tatsächlich fand Palres schließlich den Ausgang bzw. eine Tür, die ins Freie führte. Es war eine offenbar unbewachte Hintertür. Jedoch konnte sie von Emnori nicht passiert werden, der Türbogen war viel zu niedrig und zu eng für die Raubkatze.
    Gerade als Rocco überlegte, wie er die Zaeckran am besten nach draußen brachte, rannte eine Gruppe Magier in den Innenhof. Nun erst fiel das leichte, magische Flimmern auf, dass über der Hintertür lag. Es gab also eine stille Alarmanlage. Trotzdem konnte man noch durch besagten Ausgang entwischen.
    Das war eben nicht allen möglich. Aries und Vic positionierten sich sogleich den Angreifern gegenüber. Es entsprach einfach nicht ihren Charaktern abzuhauen, wenn sie kämpfen konnten. Cole jedoch blickte kritisch. Sogleich erkundigte sich Roccosarius nach der Stärke ihrer Gegner: "Entschuldige die unangenehme Situation. Ich wollte dich eigentlich nicht mit deinen alten Arbeitgebern konfrontieren. Könntest du uns trotzdem etwa sagen, wie stark sie sind?" Die Antwort der Mercury war nicht gerade motivierend. "Zahlenmäßig sind sie uns zwar unterlegen, doch ihre Magie ist schwer einzuschätzen. Grundsätzlich sind alle 7 Magier sehr mächtig, eventuell aber eingerostet." erklärte er, die Metallmetapher bedienend. "Wir dagegen sind angeschlagen, großartig." murmelte Rocco.
    "Nun gut, ich werde diesmal niemanden zur Loyalität zwingen. Geschweige denn zum Kampf. Entweder ihr flieht durch die Tür, solange ihr noch könnt - und nehmt dann bitte die Sternschnuppen mit - oder bleibt hier und kämpft."
    Er warf Emnori ein Lächeln zu. "Auf deine Anwesenheit im Kampf kann ich wohl sowieso zählen." sagte er und spielte damit auf die Tatsache an, dass es für die Raubkatze keinen Ausweg gab.


    OT: Ihr habt die Wahl. Sollten niemand mit den Sternschnuppen vor dem Kampf fliehen, solltet ihr sie zumindest in Deckung hinter euch bringen/ legen.
    Die Magier vertreten je ein Element und kämpfen zusammen. Euren Charas ist das Gleiche geraten. Ihr dürft den Kampf jederzeit beginnen und die Magier selbst steuern =)

  • Kurz, nachdem Koru zu ihnen auf den Hof gekommen war, trudelten auch die anderen mit Rocco und den beiden, scheinbar noch immer bewusstlosen Sternschnuppen ein. Der Faun fand auch recht schnell einen Ausgang, allerdings einen von der Sorte, die nicht für übergroße Raubkatzen gemacht war. Doch der Zaeckran blieb keine Zeit, um einem anderen Ausgang zu suchen, da schon sieben Magier auf den Hof stürmten. Von Cole erfuhr ihr Anführer, dass die Magier sehr mächtig sein sollten und ihnen somit ein harter Kampf bevorstand, woraufhin der Gipfelmensch es seinen Kameraden freistellte, ob sie fliehen oder bleiben würden. Emnori hatte sich schon neben ihm aufgebaut, mit der Absicht, den anderen einen Vorsprung zu verschaffen. Die Feuerwesen hatten anscheinend auch vor zu bleiben. Schon wandte sich Rocco lächelnd an die sanftmütige Raubkatze und stellte fest, dass er auf ihre Hilfe sicher zählen konnte. Die große Katze ließ einen prüfenden Blick über die Wände des Innenhofes gleiten und kam zu dem Schluss, dass sie, sollten sie es schaffen, die Magier lange genug abzulenken, versuchen würde, über diesen Weg zu entkommen. Irgendwie mussten ja schließlich alle der Gruppe diesen Ort verlassen und nach ihrer Gefangennahme durch die Waldwesen, ging Nori nicht davon aus, dass die anderen sie hier zurücklassen würden.
    Sie verabscheute zwar Gewalt und es widerte sie an, innerhalb so kurzer Zeit diese so oft anwenden zu müssen, aber sie wusste selbst, dass sie ohne Kampf nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Freunde in Gefahr brachte. Also kauerte sie sich sprungbereit auf die Vorderpfoten und ließ ein warnendes, in der Lautstärke stark gedämpftes Grollen erklingen.


    Die Zeit, bis auch die anderen sich auf dem Hof eingefunden hatten, genoss Dolchzahn soweit in der aktuellen Situation möglich in vollen Zügen. Selbst an diesem unheilvollen Ort wusch der Regen einen Teil seiner Sorgen hinfort und auch Emnoris Anwesenheit beruhigte ihn ein wenig weiter.
    Doch kurz nach dem Auftauchen der anderen verging dies alles wieder, als neben dem Rest der Gruppe auch einige, nach Aussage des Wärters gefährliche Magier den Hof betraten und der einzige Ausgang für seine Gefährtin zu klein war. Die Wahl, vor die ihr Anführer sie dann stellte, war deshalb auch für Dolchzahn keine. Er würde eher sein Leben geben, anstatt auch nur einen Meter von Emnoris Seite zu weichen. So stellte er sich nun auch vor sie, als sie sich kampfbereit machte. Denn auch wenn es ihn freute, dass sie mittlerweile bereit schien, sich notfalls auch gewaltsam zu verteidigen, war ihm alles andere als wohl bei dem Gedanken, dass sie in dem Kampf der bevorstand verletzt werden könnte. Er würde sein möglichstes tun, die zu verhindern und knurrte die Magier mit steifen Beinen und zurückglegten Ohren an. Einen Erstschlag würde er nicht wagen, damit würde er nichts erreichen, sondern nur höchstwahrscheinlich kampfunfähig enden und wie sollte er dann noch auf Emnori aufpassen? So sehr es ihm missfiel musste er an dieser Stelle einmal abwarten, was passieren würde.


    Die Magier schienen die Meinung des Gipfelmenschens über die freiwillige Beteiligung an diesem Kampf gar nicht zu teilen. Im Gegenteil, sie setzten sofort an, um zu verhindern, dass auch nur ein einziger der Flüchtigen entkommen konnte. Einer von ihnen ließ große Felsbrocken aus dem Boden wachsen, während ein anderer diese mithilfe von starken Luftstößen auf die Söldner von Sternenhimmel abschoss, wodurch diese eine geradezu irrsinnige Geschwindigkeit erhielten.
    Vor allem die massige Raubkatze sah für sich keine Chance, diesem Angriff auszuweichen, so warf sie sich mit einem Satz zur Seite und schlug mit aller Kraft mit einer Pfote nach einem der kleineren Geschosse, welches ‚nur‘ etwa so groß, wie ihr eigener Kopf war. Durch die Wucht des Schlages wurde ihre Pfote beinahe sofort taub, aber sie schaffte es, den Brocken zurückzuschleudern. Dieser flog in Richtung eines anderen Magiers, der dies scheinbar nicht bemerkte, bis plötzlich eine Wand aus festen Ranken den Flug des Felsens stoppten.


    Beinahe wie selbst getroffen zuckte Dolchzahn zusammen, als die Zaekran nach dem riesigen Felsen schlug, der ihn ohne weiteres zermalmt hätte, wäre er auf ihm gelandet. Dadurch, dass er jedoch gerade auf allen vier Pfoten verhältnismäßig klein war, kamen ihm die Steine kaum auch nur in bedrohliche Nähe, sodass er nicht einmal ausweiche musste, sondern konnte sich ganz darauf konzentrieren, geschockt darüber zu sein, sich nicht einfach zwischen die Steine und die Raubkatze stellen zu können. So sinnfrei es auch sein mochte, langsam wuchs in dem kleinen Wolfswesen immer weiter die Bereitschaft für einen blinden Frontalangriff, sollte sich nicht bald eine andere Chance bieten. Momentan konnte er sonst nichts weiter tun, als nervös winselnd den Kopf zu senken um ein noch kleineres Ziel zu bieten.


    Da der erste Angriff missglückt war, wollten die beiden Zauberer nun "schwerere Geschütze" auffahren. Und das konnte man tatsächlich wörtlich nehmen, denn der Felsbrocken, denn der Erdmagier nun erzeugte, war größer als Emnori. Außerdem feuerte sein Kamerad bereits fleißig Windklingen auf Dolchzahn um ihn - als weniger gefährlich wargenommenen Gegner - schnell aus dem Weg zu räumen.


    Die große Raubkatze fauchte, als der Erdmagier diesen riesigen Stein nach ihr warf. Jeder Muskel ihres Körpers spannte sich, ehe sie in die Luft schnellte. Mit einer Geschmeidigkeit, wie sie Raubkatzen von Natur aus haben, glitt sie über den Brocken, ohne ihn auch nur zu streifen. Kaum setzte sie federnd wieder auf dem Boden auf, wich sie blitzschnell zur Seite aus, um einen eventuellen Angriff zu entgehen und stürmte auf den Windmagier zu, der ihren Gefährten unter Beschuss genommen hatte. Eines ihrer Ohren blieb jedoch wachsam auf den Steinewerfer gerichtet, sowie weiterhin jeder ihrer Muskeln angespannt, um sie binnen Sekundenbruchteilen jederzeit zur Seite schnellen lassen zu können.


    Den nun folgenden Windangriffen wich Dolchzahn mit mehr reflexartigen Manövern aus, als dass es sich um wirklich miteinander im Zusammenhang stehende Bewegungen handelte. Dazu waren seine Gedanken zu sehr bei Emnori und dem Felsen, den er auf sie zu fliegen sah. Erleichtert blickte Dolchzahn dann jedoch zu ihr, als sie nach einem Sprung über den riesigen Brocken sicher und unverletzt wieder auf dem Boden landete.
    Dem Angriff, den sie nun begann schloss er sich nur allzu bereitwillig an und bemühte sich, sie so schnell wie möglich einzuholen, wobei er jedoch auch ihre Feinde nicht aus den Augen lies. Im vollem Lauf, der ihn zu einem leichten Ziel machte, gelang es ihm dann, sie einzuholen, bevor sie die Magier erreicht hatte und verlagerte seine Laufposition vor sie, um mögliche Angriffe abwehren oder notfalls abfangen zu können.


    Der Erdkontrolleur hatte den Brocken im Flug gebremst, damit der nicht am Ende die Mauer beschädigte, und schleuderte ihn nun mehr oder weniger von hinten auf die Zaeckran und ihren pelzigen Freund. Der Windmagier entfachte im Gegenzug eine Art monströse Böe, die alle, die in ihre Reichweite kamen, zurück drängte oder umwarf.


    Emnoris aufmerksame Sinne bemerkten den nahenden Felsen in ihrem Rücken rechtzeitig. Blitzschnell riss sie den Kopf zur Seite, öffnete ihr riesiges Maul und packte Dolchzahn in vollem Lauf im Genick, ehe sie sich erneut abdrückte und aller Kraft ihrer starken Hinterbeine in die Höhe sprang. Ihr war in dem Moment, als sie den nahenden Angriff bemerkt hatte, klar gewesen, dass der Lupaner es alleine nicht schaffen konnte. Mitten im Sprung wurde sie aber von der Böe des Windmagiers erwischt und wie zuvor im Kampf mit dem Greifen durch die Luft gewirbelt, während ihr der heftige Stoß alle Luft aus den Lugen trieb. Diesmal widerstand sie der Versuchung, ihre verletzten Flughäute zu entfalten, um sich in der Luft zu stabilisieren. Dennoch landete sie, für Katzen typisch auf den Pfoten und setzte Dolchzahn nach Luft ringend wieder auf dem Boden ab. „Allein kommen wir nicht durch.“, murmelte sie ihm leise zu und hob hilfesuchend den Blick zu ihren Kameraden.


    Sobald ein neuerlicher Windangriff, dieses Mal eine starke Windböe das Wolfswesen traf, wurde es sofort langsamer und stemmte instinktiv die Pfoten in den Boden, wobei er auch den Kopf senke, um dem Wind weniger Angriffsfläche zu bieten. Lange brauchte er sich jedoch nicht gegen den Wind behaupten, da er sehr schnell im Nacken gepackt und in die Luft gezogen wurde.
    Nach einigen unruhigen und umherschwankenden Momenten in der Luft landeten sie daraufhin wieder und als Emnori ihn wieder absetze und ihm leise ihre Analyse der aktuellen Lage zumurmelte nickte er zustimmend, auch wenn ihm äußerst unwohl dabei war, dies einzugestehen. Alleine hätte er es nie getan, doch an der Seite seiner Gefährtin, erschien es ihm plötzlich logisch und so hielt er sich an ihrer Seite.


    OT: Einmal entstanden in Zusammenarbeit mit Sheewa und Reaktionen der Magier von Karasu.