Death Rose - nichts hält ewig

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    Wenn das eigene Leben das einzige ist, was man dem Liebsten geben kann, wie kann man es ihm dann verweigern? Wenn es jemand ist, den man wirklich liebt? by biss zum Ende der Nacht Buchumschlag



    Hauptcharas:


    http://i50.tinypic.com/2lwrwcw.jpg Maike





    http://i428.photobucket.com/albums/qq7/mayhiku17/shuu/77.jpgDrew


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    http://is1.myvideo.de/de/movie15/3d/thumbs/5421830_3.jpg Lucia



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    Ash


    Nebencharas:


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    http://i48.tinypic.com/f07mg6.jpg Saturn



    http://i44.tinypic.com/nx46iq.jpg Mars




    PN-Benachrichtigung:



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    78 Mal editiert, zuletzt von Bonni ()

  • (Maike)


    Nicht nur ich weinte. Auch alle um mich herum hatten traurige Gesichter aufgesetzt. Selbst der Himmel drückte seine tiefste Trauer aus, indem er es regnen ließ. Das Wasser hatte meine Haare und Kleidung durchnässt und der Boden war schlammig. Trotzdem kniete ich immer noch vor seinem Grab. Die warmen Tränen liefen mir die Wange hinab. Ein Wasserschleier überdeckte mein Gesicht. Meine nassen Haare hingen mir im Gesicht, doch das war mir egal. Ich wollte zuerst gar nicht kommen, denn ich wusste es würde mich fertig machen. Er war nur wegen mir gestorben. Auch wenn meine Familie es mir ausreden wollte, war ich der festen Überzeugung, dass es so war. Der Himmel leuchtete kurz in einem grellen Licht auf. Nun fing es an zu Gewittern. Das Grollen schallte in meinen Ohren so laut, wie mein Geschluchze. So als wolle der Himmel seinen Schmerz ausdrücken. Doch mit meinem Schmerz konnte er es nicht aufnehmen. Es fühlte sich so an, als hätte man mir tausende von Dolchen in mein Herz gebohrt und es wurden immer mehr. Ich zitterte am ganzen Körper, nicht wegen der Kälte, sondern wegen dem Schmerz. Ich rang nach Luft, aber der Atem blieb mir weg. Es war so, als würde man mir den Boden unter den Füßen weg ziehen. Genauso wie an diesem Tag. Als ich auf seinen grauen Grabstein sah, kam mir die Erinnerung zurück. Sie war für immer in meinem Kopf eingebrannt. Diesen Tag würde ich nie vergessen. Der Tag, an dem mein Leben keinen Sinn mehr hatte.


    Flashback


    Plötzlich hörten wir eine Explosion und der Boden unter meinen Füßen begann zu wackeln. Von der Decke flogen kleinere Steine ab. Es folgten viele weitere kleine Explosionen. „Das sind die Vorbotschafter. Wir müssen schnell hier heraus“, schrie mir Drew zu. Er nahm mich an der Hand und wir rannten los. Mein Herz raste und die Tränen liefen. „Hab keine Angst Maike. Ich werde nicht zulassen, dass dir etwas passiert. Das Verspreche ich dir“, flüsterte mir Drew zu. Weinend nickte ich und drückte seine Hand nun noch fester. Erneut liefen wir in eine Sackgasse. Einige Wege waren versperrt durch große Steine oder Balken, die hinunter gefallen waren. Immer mehr wurden wir eingekesselt und immer weniger wurde meine Hoffnung hier Lebend raus zu kommen. Das einzige was mir Kraft gab, war das ich nicht allein war. Der wunderbarste Mensch in meinem Leben war bei mir. Dann blieb ich plötzlich stehen. „Drew da“, brüllte ich durch den Lärm der Explosionen hindurch. Am Ende dieses Ganges lag ein Fenster. Keiner von uns beiden wusste, wie weit es vom Boden entfernt war, aber es war unsere einzige Chance. Außerdem wurde die Zeit knapp. Erneut bebte die Erde und nur ein paar Meter weiter von uns entfernt fing es an zu Brennen. Das Feuer breitete sich schnell aus und der Rauch kam in unsere Richtung. Drew zog sich sein Hemd über die Nase, damit er nicht zuviel von diesem Rauch einatmete. Er befahl mir, das gleiche zu tun. Wir nickten und es war beschlossen. Wir mussten zu diesem Fenster. Das war unsere letzte Chance, denn viele andere Möglichkeiten gab es gar nicht mehr. Mein Herz schaltete noch einen Gang höher und ich konnte es in meinen Ohren schlagen Hören. Die Angst durchströmte meinen gesamten Körper, doch mein Gehirn befahl: Weiter Maike. Bei jeder weiteren Explosion zuckte ich zusammen und hätte mir am liebsten die Ohren zu gehalten, doch ich durfte nicht zögern. Nur noch ein paar Meter trennten uns von diesem Fenster. Ich schöpfte wieder Hoffnung. Vielleicht würde alles wieder gut werden. Doch das Schicksal hatte etwas anderes vor. Genau über uns war eine weitere große Explosion und ein riesiger Stein flog genau auf mich zu. Ich war zu Eis erstarrt und konnte mich nicht mehr bewegen. Drew fing an zu schreien, doch ich hörte nur den immer lauter werdenden Herzschlag in meinen Ohren. Dieses Geräusch übertönte alles andere. Ich war mir sicher, dass ich nun sterben würde. Ich hielt die Luft an und schloss die Augen. Da spürte ich, wie mich etwas hart zur Seite schupste. Ich verlor den Halt und öffnete die Augen. Der Grünhaarige Junge stand nun genau an meiner Stelle. „DREW“, kreische ich, bevor ich aus dem geschlossenen Fenster flog. Ich spürte lauter Stiche auf meiner Haut und einen stechenden Schmerz auf meiner linken Packe. „Leb wohl Maike“, flüsterte mir der Koordinator und schloss die Augen. Ich fiel schreiend in die Tiefe und spürte schließlich das kalte Nass an meinem Körper. Ich war ins Meer gefallen. Ich sah wie über der Oberfläche das Gesamte Gebäude in die Luft flog. Das Licht war so hell und das Geräusch so laut, dass ich es selbst noch hier mit bekam. Unter diesem ganzen Wasser, bemerkte man nicht, dass ich weinte. Schnell schwamm ich an die Oberfläche. „DREW“, brüllte ich zum in Flammen stehenden Haus hinauf. „DREW. NEIN“, weinte ich. „Nein. Bitte. Bitte nicht“, flüsterte ich. Meine Tränen versperrten mir die Sicht. Ich fühlte mich leer. So leer. Mein Leben hatte nun seinen Sinn verloren. Er hatte sich für mich geopfert. Er hätte sich retten können, doch er half mir. Ich empfand nur noch Schmerz. Jeder Teil meines Körpers brannte. Es war so, als hätte man mir die Kehle zugeschnürt, denn ich bekam keine Luft mehr. Ich rang danach, doch es ging nicht. Ich fing an zu Hyperventilieren. Ich hörte, wie jemand meinen Namen rief, doch ich konnte nicht antworten. Ich konnte gar nichts. Ich wollte alles vergessen. Wollte die Zeit zurück drehen. Und dann verlor ich vor Erschöpfung das Bewusstsein.


    Flashback Ende


    So war es gewesen. Die Erinnerung brannte in mir und ich zitterte immer noch. Ich musste mich mit meinen Händen am Boden abstützen. Ich fühlte den Kalten Schlamm auf meiner Haut. „Wieso“, flüsterte ich unter Tränen. „Wieso hast du mich verlassen“

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  • So hab mich mir mal deine 2 vorherigen Fs im Schnelldurchlauf durchgelesen und denke mal das ich jetzt mal diese hier zum kommentieren anfange also ;D


    Ich denke den Startpost wirst du noch bearbeiten den der zieht sich ganz schön in die länge das Vorwort, Idee, Inhalt,Widmung und Danksagung kannst du in bennante Spoilers packen oder in ein Tabmenü obwohl ersteres find ich schöner. Die Rose sieht sehr schön und passend für den Namen aus. Den Song selbst kenn ich ebenfalls. Den Flashback find ich besser als den Prolog vermutlich wegen der Trivia(Hintergrundinformation) :D . Bei dem Prolog hab ich jetzt nicht gewusst. War das die Beerdigung von Drew oder war sie alleine beim Grabstein :?:



    Zitat

    Der Tag, an dem mein Leben keinen Sinn mehr hatte


    Super Satz. Da kam mir, aber auch der Satz in den Kopf so würde ich es schreiben. Der Tag, an dem der Sinn meines Lebens aufhörte zu existieren.


    Schlusspunkt. Die Story scheint interessant zu werden ich werde sie voraussichtlich verfolgen (weiß man ja am Anfang nie) da ich selbst gerne solche Stories lese wo Shipping mit Grusel, Action etc. kombiniert wird. Du scheinst ja eine Menge Kommis zu bekommen, die bei meinen scheinen immer nur gelöscht zu werden :patsch:


    Mfg Blaze

  • Hey,
    nun schreibe ich auch noch etwas. Da ich den Prolog schon gelesen habe, habe ich dir ja geschrieben wie ich ihn fand.
    Naja, auch wenn ich ihn schon kannte, mir kamen doch die Tränen. Ich finde du hast ihn sehr gut geschrieben traurig und noch trauriger.
    Aber doch ist man auf das erste Kapitel gespannt. Deine Überschrift finde ich sehr passend.
    Aber wie von ThunderBlaze gesagt ist den Vorwort doch etwas zu lang. Vielleicht kannst du es ja etwas kürzen oder so.
    Die Idee mit dem Video fand ich auch toll. Während ich das gelesen habe, habe ich das Video abgespielt.
    Das passt perfekt zusammen. Das Bild passt auch super.


    Lg. Folipurba

  • Ich melde mich auch mal zu Wort.
    Ich bin von deiner Story positiv überrascht. die Idee gefällt besonders gut, denn du hast recht.
    Überall geht es immer in einer Stoyr mit einem Happy End aus. Nichtrd as ich das nicht mögen würde, aber mit der Zeit
    wird es halt langweilig. Dein prolog gefällt mir ebenfalls sehr gut.
    Ich fand das echt süß wie Drew Maike gerettet hat. Das war echt mutig von Drew gewesen.
    Er opferte sogar sein Leben, nur damit Maike noch weiter leben kann. Ich mag deine Stoyr sehr gerne.
    Ich würde gerne eine Pn-Benachrichtigung beantragen, wennd as okay ist^^
    Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.
    Lg
    maike x drew fan

  • Zufällig habe ich deine FS entdeckt und jetzt kommt meine kleine aber feine Meinung.
    Ich muss zugeben das ich kein großer 'Shipping Fan' bin aber die Idee von einer Unhappy Story finde ich sehr interessant und irgendwie faszinierend.

    Zum Startpost
    :
    Ich finde den hast du schön gestaltet, er ist nicht zu kurz oder zu lang aber ich bin der Meinung das bei den Chrakteren 1 Bild schon reicht und nicht eins vorm Spoiler und einmal im Spoiler aber vielleicht hast du ja gedacht 'doppelt hält besser', who knows. Sonst ist alles in Ordnung vor allem gefällt mir die Widmung, mal was anderes auch wenn die besagte Person ziemlich gemein war und ich finde die Person hat völlig unrecht.
    Prolog:
    Den Prolog fand ich sehr emotional und du hast Maike's Gefühle über den Verlust von Drew gut beschrieben, Kompliment :rolleyes:.


    Das war schon, wie gesagt es wird halt nicht so lang.
    Freue mich schon auf das erste Kapitel und ich wünsche dir viel f.u.n. beim weiter schreiben ^_^
    LG
    Tsubaki-kun

  • Okay, ich hab endlich mit Freuden festgestellt, dass du deine neue Fs angefangen hast, warum hast du mir nicht Bescheid gesagt (nicht böse gemeint..^^)
    Erstmal zum Startpost:
    Ich fand es ein bisschen sehr verwirrend, wie du zwei Personen (unter anderem Maike) beschrieben hast: nett und gleichzeitig böse. Meinst du damit, wie sie vor und nach Drews Tot war? Das hast du Violet noch einmal wiederholt, nicht das es mich großartig stört, aber ich wollte es nur mal erwähnt haben. Sonst gefällt mir dein Startpost sehr gut, und gern geschehen, dafür sind Freunde doch da, um einander zu helfen...Freut mich, das du den Titel schließlich wirklich genommen hast...^^
    Ich fand die Personenbeschreiben auch supi, sie erinnern mich ein bisschen an meine Fs, hast du wirklich gut gemacht, ich weiß jetzt schon, das ich bei deiner Fs wieder ein paar (oder viele) Tränen vergiessen werde (im positiven Sinne^^) Die wird klasse, ganz sicher..^^
    Jetzt zum Prolog:
    Ich kenne ihn ja schon, und er ist wirklich unübertroffen, ich find ihn wirklich traurig (auch im positiven Sinne), ich hätte nicht gedacht, dass du ihn doch so realistisch rüberbringst, aber kein Wunder, ich weiß mittlerweile, dass dir das Schreiben liegt. Ich kenne zwar schon die Grundrisse der Story, bin aber trotzdem tierisch gespannt, wie es weitergeht. Großes Lob schon Mal meinerseits...^^
    Und ich hätte natürlich gerne eine Pn, wenn du ein neues Kapi reinstellst.


    GlG--->xXxBlitzaxXx

  • Kapitel 1: Rosen der Vergangenheit
    Ein Sonnenstrahl schien durch das schmale Fenster meines Zimmers. Zwei Jahre war es nun her, dass mein Drew diese Welt verlassen hatte. Nichts war mir von ihm geblieben, außer der Erinnerung. Die Erinnerung an seine Smaragdgrünen Augen, seine Naturgrünen Haare, seine Blutroten Lippen und seine liebe Art. Auch noch heute schmerzte es, an ihn zu denken. Ich merkte schon gar nicht mehr, wie mir die salzigen Tränen in die Augen stiegen. Während ich weinend in meinem Holzbett lag hörte ich von unten Stimmen. Es waren vertraute Stimmen, die ich nicht erwartet hatte. Sie waren tatsächlich gekommen .Ich zwang mich mein warmes Bett zu verlassen und lief einen Schritt zum Buchenholzschrank direkt neben meinem Bett und der Tür. Es war ein kleiner Raum, der den Namen „mein Zimmer“ trug. Direkt neben der rosa Eichenholztür stand auf der linken Seite mein Schrank. Meiner Freundin Lucia hätte er nie gelangt, denn er war höchstens eine Armlänge breit und ging vom Boden und stieß an der Decke an. Ich persönlich hatte den Braunton ausgesucht. Ein ganz helle Farbe, die ziemlich an weiß erinnerte. Direkt neben meinem Schränkchen, wie Lucia in nannte, war mein Bett. Genau wie die Tür war es Schweinchenrosa. Früher, als ich noch „lebte“ wäre ich bei dieser Farbe ausgerastet, doch heute war es mir egal. ‚Für was sollte ich mich überhaupt noch Aufregen? Wieso sollte ich Leben, wenn ich es nicht mit ihm teilen konnte? Ich hatte das Gefühl der Schmerz in meinem Herzen wurde jeden Tag größer. Zwar war mein Kämmerchen nicht groß, doch ich war allein. Wozu brauchte ich auch ein großes Zimmer? Das fröhliche zwitschern eines Taubsis riss mich aus meinen Gedanken. Ich drehte mich zum Fenster um. Auf den weißen Läden saß der Vogel und lächelte. Es war nicht das erste Mal, dass er mich besuchte. Dieses Taubsi verstand mich irgendwie. Seit der Beerdigung kam es jeden Tag zu mir und sang ein Lied. Es war der einzige, denn ich noch nicht vergrault hatte. Selbst Lucia wollte nach einem halben Jahr nichts mehr mit mir zu tun haben. Sie hatte alles versucht um mich auf andere Gedanken zu bringen, doch ich war wie ein Zombie. Seitdem Lucia aufgehört hatte mich zum „Leben“ zu zwingen tat ich es auch nicht mehr. Mein letzter Wettbewerb liegt schon so lange zurück, dass ich ihn vergessen habe. Ich reise nicht mehr und trainiere nicht mehr. Für wen denn auch? Max hat mein altes Zimmer bekommen und ich habe dafür dieses erhalten. Jeder Tag verläuft gleich: Ich zwinge mich aufzustehen und zu Frühstücken. Dann schlurfe ich durch den Laubwald zum Friedhof. Ich setze mich an sein Grab und weine bis die Sonne untergeht. Dann schleppe ich mich lustlos nach Hause um dort zu Abend zu Essen. Und dann gehe ich in mein hellblaues Zimmer und schlafe unter Tränen ein. Ich hatte bis vor einem Monat nicht vor etwas daran zu Ändern, doch das Schicksal wollte es anders. Inzwischen hatte ich mir mein blaues Outfit angezogen. Das Rote und das Orange erinnerten mich an Drew. Bei seinem Namen zitterte ich am ganzen Körper. Ich hasste dieses Gefühl. Ich bekam dann immer schwer Luft und war mir sicher, jemand würde mir Dolche ins Herz rammen. Ich versuchte mich zu beruhigen und griff unter mein Bett um den Rucksack heraus zu holen, welchen ich gestern gepackt hatte. Dann zog ich meinen Gürtel an und befestigte ein paar Pokebälle: Lohgock, Papinella, Schillok, Bisaflor und Glaziola. Ich stand bereits an der Türschwelle und wollte die schwarze Eisenklinke drücken, als mir etwas Wichtiges einfiel. Ich machte einen Satz zurück und griff unter meine weiches Kopfkissen aus Schwalbinifedern. Ich spürte einen kleinen kalten Gegenstand an meinen Fingerspitzen. Ich hatte gefunden was ich gesucht hatte. Ich drückte das goldene Ding an meine Brust und erneut lief mir eine warme Träne die rechte Wange hinab. Es war 2 Jahre her, seit ich es das letzte Mal getragen hatte.
    Flashback


    Ich biss mir auf die Unterlippe und mein Herz raste wie wild. Ich konnte nicht. Ich konnte einfach nicht. Eine leichte röte machte sich in meinem Gesicht bemerkbar und ich fing an schneller zu Atmen. Damit kassierte ich einen verwirrten Blick des grünhaarigen Koordinators. Ich war schon lange heimlich in ihn verliebt, doch ich konnte es ihm nicht sagen. Schon wieder nicht. Ich stotterte leise etwas vor mich hin, bevor ich durch ein lautes Kreischen übertönt wurde. „Da ist Drew“, kreischte ein Haufen von ca. 10 Mädchen. Ich wurde bei Seite geschupst und landete auf dem kalten harten Steinboden. Als ich aufstand rieb ich mir den Po, den dort war ich aufgekommen. Ich ärgerte mich über mich selbst, dass ich schon wieder nicht genügend Mut hatte, es ihm zu gestehen. „Ich bin gleich wieder für euch da Mädels“, hörte ich Drew sagen. Ich schlurfte zurück ins Pokemoncenter und unterdrückte ein paar Tränen. Plötzlich spürte ich wie mich jemand sanft am Arm festhielt. „Maike? Willst du mit mir das Feuerwerk heute Abend ansehen?“, fragte Drew. Mein Herz machte einen Looping und ich wurde tomatenrot. Hatte er mich das gerade wirklich gefragt? Er meinte doch bestimmt eine andere Maike. „Wieso den?“, wollte ich von ihm wissen. Dabei versuchte ich ruhig zu bleiben, denn es war schwer meine Freude zu verbergen. Am liebsten hätte ich ihn ja umarmt, aber das ging leider nicht. Er lächelte mich an und entfernte dann mit seiner linken Hand ein paar Haare aus dem Gesicht. „Ich will doch keinen Jungen zwingen dich zu fragen. Das würde der Junge nicht überleben. Bei deinem Anblick“, antwortete er frech. Meine Augen wurde schmal und ich ballte meine Hände zu Fäusten. „Du Idiot“, brüllte ich und schlug nach ihm. Doch er wich die ganze Zeit geschickt nach Hinten aus. Dann wurde er am Arm gepackt und von den Mädchen davongezogen. „Um 8 am Pokemoncenter“, brüllte er im Mädchenmeer unterging. Drew konnte einem fast Leid tun, aber nur fast. Ich musste kichern und lief glücklich davon. Konnte ich sagen, ich hatte ein Date mit Drew? In Hoenn war mir Ash immer dazwischen gekommen, doch hier in Jotho da wollte ich es ihm sagen. Ich fasste einen Entschluss: Heute Abend würde ich ihm sagen, was ich für ihn fühlte.Ich konnte durchdrehen. Kein einziges Kleid schien zu passen. Meine Haare hatte ich mir zu Zöpfchen gebunden. Also ich fand es süß, aber die Frage war ja, wie Drew es sah. Panisch sah ich auf die Uhr. Ich kaute auf meiner Unterlippe herum und sank auf die Knie. Wich würde nicht mehr rechtzeitig fertig werden. Dann spürte ich etwas Sanftes und weiches unter meinen Fußsohlen. Ich zog ein blaues Baumwolloutfit hervor. Es wurde kurz begutachtet und dann angezogen. Ich kam 5 Minuten zu spät, obwohl ich die Treppe herunter gehechtet und beim hinausgehen fast mit Schwester Joy zusammen gestoßen war. Keuchend kam ich bei Drew an. Ich versuchte zu lächeln. „Bist du doch noch gekommen? Und was hast du mit deinen Haaren gemacht“, meckerte der Junge. Dieses Mal war er nicht vorbereitet und ich gab ihm eine Kopfnuss. Ich streckte ihm frech die Zunge heraus und hüpfte kichernd weg. „Hey du Heinsi! Warte auf mich“, rief er mir nach.Der restliche Abend war einfach nur fantastisch. Das Feuerwerk ging mehrere Stunden. Es fing um halb neun an und endete um kurz nach Mitternacht. Die letzte Rakete flog genau neben uns nach oben. Ich erschrak und griff reflexartig nach Drews Hand. Als ich bemerkte, was ich da tat wurden wir beide rot. Am liebsten wäre ich im Erdboden versunken. Ich drehte meinen Kopf zur Seite, da ich ihm jetzt nicht in die Augen sehen wollte. Es war eine Sternenklare Nacht. Der Himmel strahlte und der Mond schien uns anzuleuchten. Oder zumindest war es in meiner Fantasie so. Dann flog eine Sternschnuppe vorbei. „Jetzt darfst du dir was wünschen“, flüsterte Drew. Das ließ ich mir nicht zwei Mal sagen. Ich drückte meine Augenlider ganz fest zusammen und konzentrierte mich auf meinen Wunsch. Dann sagte keiner was. Das Schweigen war mir total unangenehm. „Und?“, hackte Drew nach. „Was hast du dir gewünscht?“, „Darf ich nicht sagen“, erklärte ich und wurde rot. Gott sei dank, merkte er das aber nicht. „Ja, du hast Recht“, murmelte er. Wir sahen in die große weiße Scheibe und mir wurde klar: jetzt oder nie. „Ich…ich kann’s dir aber zeigen“, murmelte ich verlegen. „Ich zuerst OK? Ich zeige dir jetzt was ich mir gewünscht habe“, flüsterte er mir zu. „Natürlich nur wenn du willst“, versicherte er mir. Klar, dass ich nickte. Ich musste lächeln, als ich erneut in seine lieben Augen sah. Sanft entfernte er mir eine Strähne aus dem Gesicht. Mein ganzer Körper war angespannt und mein Atem ging schneller. Ich wurde total nervös und hibbelig, denn er näherte sich mir. Konnte er hören, wie mein Herz raste? Bestimmt, das konnte man einfach nicht überhören. Nur wenige Zentimeter trennten unsere Gesichter. Schließlich spürte ich seinen Atem auf meiner Haut. Sollten wir uns das gleiche gewünscht haben? Nein, so viel Glück konnte ich nicht haben. Es war bestimmt nur ein Traum und ich würde jede Sekunde aufwachen. Mein Körper fing an zu kribbeln und ich wurde unaufhaltsam rot im Gesicht, als er mir sanft die rechte Wange streichelte. Ich war mir 100%ig sicher, dass ich träumte. Es war zu schön, als das es war sein konnte. Er konnte jedes Mädchen haben, wieso sollte er mich nehmen? Was hatte ich schon so besonderes. Unsere Nasen berührten sich und er zog mich zu sich. Er nahm mich in den Arm und ich legte meinen Kopf auf seine Brust. Ich spürte, wie sein Brustkorb auf und ab ging. „Mein Wunsch hat sich gerade erfüllt“, flüsterte er mir ins Ohr. „Meiner noch nicht ganz“, meinte ich leise. Dann beugte ich mich zu ihm hoch. So eine Chance würde ich nie wieder bekommen. „Drew ich liebe dich“, gestand ich, bevor ich meinen Lippen eine andere Beschäftigung gab. Nur kurz küsste ich ihn. Zu gern hätte ich den Moment nie enden lassen, doch ich wollte ihn auf gar keinen Fall zu etwas zwingen. Die Tränen kamen in mir hoch und erneut legte ich meinen Kopf auf seiner Brust ab. Das war der schönste Moment in meinem Leben. Zwar hatte ich das schon einige Male davor gesagt, doch da hatte ich mich geirrt. Weinend sah ich ihn an. Kurz lachte er auf und ich sah ihn nur verwirrt an. Ich hatte große Angst vor seiner Reaktion. Was war, wenn ich ihn jetzt nie wieder sehen durfte? Nein, daran durfte ich gar nicht denken. „War ich etwa so schlecht, dass du weinen musst“, kicherte er und entfernte sich erneut ein paar Haare aus dem Gesicht. Diese Bewegung war so was wie sein Markenzeichen. „Du bist ein Idiot“, schrie ich. Ich wollte ihm eine Klatschen, aber schon ergriff er meinen Arm. „Du machst echt alles falsch“, lächelte er. „Es war viel zu kurz. Ich zeig dir mal, wie man das richtig macht“. Und dann küsste er mich. Ich war mir sicher, dass Feuerwerk hatte erneut angefangen. Die Angst und die Nervosität waren schnell vergessen. Die Schmetterlinge in meinem Bauch waren gerade vor Glück explodiert. Er löste sich von mir, als er merkte, dass ich Luft holen musste. Erneut liefen mir Freudentränen die Wangen hinab. „Stimmt“, weinte ich. „So macht man das“.


    Flashback Ende


    Ich weiß noch genau, wie er mir danach die Kette schenkte. Es ist ein kleines goldenes Herz, das man öffnen Kann. 3 Worte sind darin eingraviert: I love you. Ich befestigte den Schmuck an meinem Hals. Nach seinem Tod wollte ich es nie wieder tragen, doch hier lassen konnte ich es auch nicht. Schließlich war ich bereit. Noch ein letztes Mal sah ich in mein Zimmerchen. Ich versuchte den stechenden Schmerz, der mir bei der Erinnerung an ihn gekommen war zu ignorieren. Ich wollte nicht, dass meine Familie mich so in Erinnerung behielt. Ich wusste nämlich nicht, wie lange ich weg sein würde. Als ich die knarrende Holztreppe hinunter ging lief mir ein strahlendes Mädchen entgegen. Vor lauter Freude warf sie mich fast um. „Es ist so schön, dass du wieder reisen willst“, lächelte die Blauhaarige. „Sinnoh ist toll, glaube mir“, strahlte meine Freundin. Nach allem, wie ich mich verhalten hatte, schien sie mir vergeben zu haben. Am Fuß der Treppe stand ein Schwarzhaariger Junge. Er sah mich komisch an. „Ich warte draußen“, kommentierte der Trainer und verließ das Haus. Nur sein Pikachu schien sich zu freuen, mich zu sehen. „Er braucht noch Zeit. Das wird schon“, erklärte Lucia. Ich sah Ash lange nach. Ich wusste, dass ich ihn sehr verletzt hatte. So schnell würde er mir nicht vergeben. „Hast du alles was du brauchst?“, fragte meine Mutter. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie da war. Ich nickte und dann kam sie auf mich zu und umarmte mich. „Pass auf dich auf“, flüsterte sie mir ins Ohr. „Du musst die Rosen gießen. Du weißt doch, welche ich meine“, bat ich meine Mum. Ich wechselte das Thema, denn ich wollte mir den Abschiedsschmerz ersparen. „Das mache ich“, versprach sie mit Tränen in den Augen. „3 Mal am Tag“, ermahnte ich sie. „Maike wir müssen, sonst verpassen wir noch das Schiff“, drängte Lucia. „Bye“, verabschiedete ich mich. Noch kurz drückte ich meinen Vater und meine Mutter. Dann ging ich zu Max und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Bäh wie eklig“, jammerte er. „Ja, ich hab dich auch lieb Max“, zwinkerte ich ihm zu. Dann öffnete ich die Holztür mit gemischten Gefühlen.

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  • Juhuu das erste Kapitel ist da ^__^
    Das einzige was ich grad sagen kann ist : WooW
    Du hast Maike's 'Alltag' nach Drew's Tod gut beschrieben und das Zimmer kann man sich auch gut vorstellen aber da hat mich was verwirrt und zwar diese Stelle:

    Zitat

    Ich persönlich hatte den Braunton ausgesucht. Ein ganz helle Farbe, die ziemlich an weiß erinnerte.


    Ich dachte der Schrank sei braun, wie kann die Farbe denn weiß wirken ? Das musst mir mal erklären.


    Zum Flashback : So sind Maike und Drew also zusammen gekommen, irgendwie logisch das sie sich bei einem Feuerwerk ihre Liebe gestehen und das er ihr ne Kette schenkt.
    Ich fands toll das du noch ein Bild hingefügt hast, so konnte man sich noch besser Maikes Outfit vorstellen :)  
    Übrigens meine das ist meine Lieblinsstelle von dem Flashback : Dieses Mal war er nicht vorbereitet und ich gab ihm eine Kopfnuss.
    Eine wirklich lustige Stelle und jetzt hab ich immer noch Bauchschmerzen xD


    So zum Rest des Kapitels muss ich auch noch was sagen, was ich mich frage ist wenn Maike zu Lucia so lange keinen Kontakt mehr hatte warum steht sie denn plötzlich vor der Tür ?
    Ash Reaktion kann ich gut nachhvoll ziehen und irgendwie habe ich das Gefühl das Ash noch mit Lucia zusammen kommt, für ein Palletshipping Fan eine Katastrophe aber vielleicht wird meine Vermutung doch keine Wirklichkeit :rolleyes:
    Also ich freue mich schon auf das nächste Kapitel und das wars jetzt eigentlich von mir.
    Hoffe du konntest damit was anfangen ^__^
    LG Tsubaki-kun


    P.S. Könntest du mich auch in die PN-Benachrichtigung´s Liste eintragen ?
    Danke ;D

  • Sou.
    Hurra, neues Kappi da!
    Ich fand es sehr schön. Du hast wieder alles toll beschrieben.Besonders schön fand ich den Flaschback.
    Wie du die Gefühle von Maike geschrieben hast finde ich auch echt toll. Wie kriegst du das immer so toll hin?
    Den Alltag von Maike hast du wunderschön beschrieben. Und sie benimmt sich echt wie ein Zombie...
    Aber mich stört es ein bisschen, wie Lucia einfach darein platzt. Sie hatten ja lange Zeit kein Kontakt und auf einmal ist mit Maike und Lucia wieder alles okay?
    Vielleicht kannst du das noch ein bisschen besser beschrieben und dann bin ich auch zufrieden.^^


    Ach ja, sag mir doch auch bescheid wenn ein neues Kapitel on ist per GB oder PN(ist egal)


    Lg. Folipurba

  • Hi,


    ich hätte nicht gedacht, bereits so viele Kommis zu bekommen. Ich danke euch dafür. Lieb das ihr meine FS verfolgt.


    zu Tsubaki-kun: Es ist ein sehr sehr helles braun. Ich war vor kurzem für 6 Wochen in Kroatien und das Zimmer von Maike, dass ist meins. Ich habe mein Zimmer beschrieben. Und der Schrank dort ist zwar braun, aber es ist ein sehr sehr heller Braunton. Lucia steht vor der Tür, da Maike sie angerufen hat. Sie hat gefragt, ob Lucia sie nach Sinnoh begleiten will. Und Ash ist da, na ja. Lucia hat ihn überredet. Ich könnte dir jetzt verraten, was ich mit klein Luci und Ash mache, aber es ist doch besser wenn du es nicht weißt. Ich hab nämlich was ganz bestimmtes mit den zwei geplant. Ich kann dir nur sagen, dass ich eigentlich Pokeshipperin bin, aber bei Lucia ist es mir persönlich egal, mit wem die zam kommt, außer Drew, der ist Tabu. Und klar bekommst du ne PN.


    xXxBlitzaxXx: Bei Maike und Violet steht nett und böse dran, weil sie vorher liebe Mädchen waren. Als sie dann beide dem Team Galaktik beigetreten sind, haben sie sich verändert, da Jupiter es so wollte. Aber im inneren sind beide immer nett. Aber nur wenn Jupiter nicht dabei ist, sonst...


    maike x drew fan: In jeder Story die ich bis jetzt gelesen habe könnte man schreiben und sie lebten glücklich bis an ihr lebensende. Ich mag es ja auch, wenn alles gut ausgeht, aber wenn es dann wirklich immer und immer wieder ist, dann wird es leicht langweilig. Auch die Shippings gehen immer und zwar immer in erfüllung. Klar bekommst du auch ne PN.


    Folipurba: In meiner FS ist Lucia, am Anfang zumindest, total lieb und nett. Und Maike ist ihre Freundin. Darum verzeiht sie ihr, denn sie versteht ihre Situation. Und außerdem hat Maike Lucia gebeten zu kommen. Ash ist da, weil Lucia da ist. :) Auch du bekommst ne Benachrichtigung.



    rest: Wie gesagt, danke für eure lieben Kommentare. Sollte ich viele Rechtschreibfehler machen, tut es mir Leid. Rechtschreibung ist nämlich nicht so mein Ding. Sonst dürft ihr so hart zu mir sein, wie ihr wollt. Also bis zum nächsten Kapitel.


    LG Bonni

    [align=center][font='Georgia, serif'][size=12]Never doubt that I love you, cause I'm with you till the end of the line RaichuPorenta Caesurio

  • Hehe, mich wirst du wohl so schnell nicht mehr los :rolleyes:
    Alsoo. Dass du jetzt eine eher traurige FS schreibst, finde ich irgendwie bemerkenswert. Das stößt nicht überall auf positive Kritik.
    Auf jeden Fall gefällt mir das, was ich jetzt eben gelesen habe, richtig gut. Was soll man auch anderes erwarten? (*schleimschleim* :D)
    Wenn's dir nichts ausmacht, hätte ich auch gern eine PN-Benachrichtigung =)
    Aber mal mehr zur Story:

    Zitat

    Es war ein kleiner Raum, der den Namen „mein Zimmer“ trug.


    Das ist meine Lieblingsstelle. Meiner Meinung nach drückt dieser Satz die Leere in Maike nach dem Tod Drews am Besten aus.
    Natürlich gibt es noch mehrere andere Stellen, an denen man ihre Trauer sehr zu Spüren bekommt, doch das hier ist so das, was ich mir im Großen und Ganzen darunter vorstelle. Wenn man einen geliebten Menschen verliert, meine ich.


    Klar, auch die beste Autorin hat ihre kleinen Fehler, das bleibt auch hier nicht aus:

    Zitat

    Ich spürte lauter Stiche auf meiner Haut und einen stechenden Schmerz auf meiner linken Packe.


    Statt dem "P" gehört hier ein "B" hin, aber eigentlich interessiert mich das doch nicht wirklich ;)
    Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Kapitel, ob jetzt bei dieser FS oder bei "Two Guys - One Girl!" :D


    Ich freue mich jedenfalls, dass du noch eine Fanstory schreibst, bei der man ein ganz anderes Gefühl beim Lesen hat, als bei den "typischen" (nicht, dass deine andere FS typisch ist, du weißt hoffentlich, was ich meine ;P Hinterher ist alles Friede, Freude, Eierkuchen & so :P) Geschichten.
    Bis zum nächsten Kapitel also!
    Liebe Grüße,
    Shigeru :music:

  • Okay, erstmal danke für die PN, hier komm jetzt ich!!!^^
    Ich habe nur zwei Rechtschreibfehler gefunden, aber ich denke, die sind nicht nennenswert...
    Ich finde kein Wort, das dieses Kapi beschreiben kann...es passt weder Fabelhaft noch perfekt noch hinreissend...natürlich, das ist alles zusammen, und erneut kann ich dich für deinen Schreibstil nur loben. Ich glaub du weißt gar nicht, wie gut du bist, nein, du schreibst einfach unbeschreiblich, ja, ich denke, das passt.
    Erst war ich zu Tränen gerührt, wo Maike die Schmerzen beschrieben hat, die sie nach Drews Tot fühlt. Mal ehrlich, ich frage mich, wie du die Gefühle nur so toll beschreiben kannst, und ja, das sage ich immer, aber damit musst du dich abfinden, ich werde es auch in Zukunft schreiben, weil du dein Handwerk einfach perfekt beherrscht!!^^
    Es war so schön mit dem Feuerwerk, ich konnte mich richtig in Maike hineinversetzen, und ich muss mich gerade entscheiden, was du besser beschreiben kannst: Schöne oder traurige Momente, aber ich entscheide mich generell dafür, das du das immer gut machst!!^^
    Ich bin ja mal gespannt, wie die Reise von Maike weitergeht, was zwischen ihr und Ash laufen wird, und was aus Lucia wird. Ich freue mich schon tierisch auf dein nächstes Kapi. Mach nur weiter so!!!^^
    glG--->xXxBlitzaxXx

  • Du erzählst mir was von einer "Idee" und zwei Tage später kommt deine FS raus. xD


    Startpost
    Gefällt mir auf den ersten Blick sehr gut. Du hast alles weitesgehend in Schwarz gehalten, was irgendwie eine düstere Stimmung ausdrückt. Was ja auch passt^^ Diese Rose am Anfang unterstreicht das nochmal, auch wenn sie mir ein bisschen Angst macht. Der Punk "Idee" war ein wenig überflüssig, aber...who cares? Besser zu viel als zu wenig.
    Das mit der Widmung ist...irgendwie fies. Ich kann dir nur sagen, dass besagte Person nicht recht hat- du hast sehr wohl Fantasie und einen tollen Schreibstil. Namen nennen finde ich trotzdem generell nicht so gut, wenn es um so etwas geht. Aber lass uns das Thema abhaken.
    Die Charakterbeschreibungen waren eintönig, zum Glück kennt man schon alle Charaktere. Die Beschreibungen zum Charakter der einzelnen Personen waren einfach langweilig, du machst es zu einfach. Ich konnte bei jeder Person, abgesehen von Jupiter, das gleiche Schema wiederfinden- sie sind nett, freundlich und ein eigenes Adjektiv. Kurz, sie unterscheiden sich nicht voneinander. Und das ist das Wichtige, woran man sie erkennen sollte.
    Was mir noch aufgefallen ist, ist, dass du dir selbst widersprichst. Als Beispiel nehme ich Violet. Sie ist nett, böse, freundlich und gemein, und das alles gleichzeitig. Ist sie nun ein symphatisches Mädchen oder ein ekelhafter Fiesling? Aus deinen Beschreibungen werde ich nicht schlau.


    Prolog
    Siehe PN xD


    Kapitel 1
    Bitte! Bitte, bitte- benutz-keine-Bilder! Die stören, nicht mehr und nicht weniger. Du schreibst doch eine Geschichte und kein Comic! Es gehören weder Smileys noch Bilder noch Videos noch irgendetwas anderes als Text da rein. Das musste mal gesagt sein.
    Ich hab leider ziemlich viele Rechtschreibfehler gefunden...:(


    Achja, das muss ich nochmal zitieren:

    Zitat

    „Und?“, hackte Drew nach.

    LOL xD ;D Drew hackte bei Maike nach, der war gut^^
    Dein Schreibstil war nicht so gut wie sonst. Du hast sehr oft "dann" benutzt, was langweilig klingt, und die vielen Fehler waren auch irgendwie störend. Aber trotzdem war es gut. Du kannst gar nicht schlecht schreiben xD Es wirkte nur etwas hingeklatscht, also beim Nächsten ein ganz winzigen bisschen mehr Mühe, okay? :)
    Die Storyline war nicht schlecht. Nach zwei Jahren hätte ich zwar von einem normalen Menschen erwartet, dass er wenigstens zur Schule geht oder auch nur ein wenig Zeit nicht mit Weinen verbringt, aber was solls... xD Ein klein wenig übertrieben wars schon, aber egal.
    Joa, das wurde schonmal erwähnt, glaub ich, aber ich sags trotzdem nochmal. Maike hat sich zwei Jahre[!!! Schweigeminute] wie ein Zombie benommen und sich null um sie gekümmert, und wenn sie jetzt die Treppe runterkommt, läuft sie ihr fröhlich entgegen und die beiden sind wieder ABFFLs? Mir hätte es mehr gepasst, wenn sie sich ähnlich wie Ash benommen hätte.


    Also --> Fazit: Ich denke, du musst erstmal wieder reinkommen ins Schreiben. Das wird schon noch. Ach ja, eine PN-Benachrichtigung wär toll^^


    LG Rocketgirl!

  • Das erste Kapitel ist dir echt sehr gut gelungen.
    Aber was anderes habe ich auch nicht erwartet ;)
    Die Gefühle, bzw. die Umgebung kannst du alles wunderbar beschreiben. Dein Flashback fand ich besonders toll.
    Da konnte man nähmlich erfahren wie sie zusammengekommen sind und das fand ich echt süß*__*
    Also in mir hast du jetzt einen Fan deiner Geschichte erweckt (kling i-wie komisch xD)
    Was ich aber noch fragen wollte, wann geht es denn mit Two Guys One Girl weiter?
    Ich freue mich sehr auf dein neues Kapi und achja, danke für die Pn ;)
    lg
    maike x drew fan♥

  • Kapitel 2: Auf nach Sinnoh


    Wir hatten richtig Glück, dass es seit kurzem auch in Blütenburg einen Hafen gab. Der Anblick der vielen Schiffe war atemberaubend, doch ich schenkte ihnen nicht viele Blicke. Ich musste die ganze Zeit zu Ash schauen. Dieses etwas in seinen Augen, mit dem er mich ansah, machte mich noch trauriger. Obwohl, dass schon fast nicht mehr möglich war. Die Schmerzgrenze war schon lange überschritten und den Stress mit Ash wollte ich mir eigentlich ersparen. Ich musste auf dem Schiff mit ihm reden. Aber würde er mir überhaupt zuhören? Während mich diese Fragen quälten, merkte ich nicht, wie wir bereits auf das große weiße Kreuzfahrtschiff gelaufen waren. Der Name war mir entfallen, aber ich hatte auch nie versucht ihn mir zu merken. Die Seeluft stieg mir in die Nase und ich hörte die Wingull über unseren Köpfen schreien. Einige Leute liefen an uns vorbei. Lachende Kinder, Trainer, Koordinatoren, Pokemon, Seeleute doch keinem schenkte ich einen Blick. Ich merkte zwar, wie mir einige von ihnen einen guten Tag wünschten, doch ich gab keine Antwort. „Guten Tag“, spottete ich. In meinem leben gab es keine „guten“ Tage mehr. Jeder war schlimmer als der andere. Die dunkelbraunen Holzdielen gaben ab und zu ein paar knarrende Laute von sich. Lucia strahlte übers ganze Gesicht. Sie konnte glücklich sein. Ich konnte sie darum beneiden. Ich wünschte ich könnte so glücklich sein. Ich wünschte er wäre jetzt bei mir. Ich fasste mir an den Hals, dort, wo sich mein Kettchen befand. Ich drückte es ganz fest. Man hätte meinen können, ich würde denken, er würde zurückkommen, wenn ich nur fest genug drücken würde. Der Schmerz durchfuhr erneut meinen Körper. Es kostete mich sehr viel Kraft, nicht los zu weinen. Doch diese Kraft hatte ich einfach nicht mehr, woher den auch. Die Person, die mir Kraft gegeben hatte, hatte mich für immer verlassen. „Maike?“, fragte mich die Blauhaarige. Sie schien bemerkt zu haben, dass mich etwas quälte. „Hey. Komm es wird schon wieder“, versuchte sie mich zu beruhigen. Ich wollte ihr am liebsten antworten, doch ich konnte nicht, da mich der Kloß in meinem Hals daran hinderte. „Hier nimm ein Taschentuch“, meinte Lucia. Ich pustete ganz fest hinein. Viel besser ging es mir danach auch nicht, aber ich wusste, dass der Schmerz nie verschwinden würde. Ein lautes Hupen lies mich aufhorchen. Dann schien sich das Schiff langsam in Bewegung zu setzen. „Juhu wir fahren“, strahlte die Koordinatorin. Ich spürte eine sanfte Meeresbrise im Gesicht. Um das Schiff herum lag weißer Schaum. Der Anblick erinnerte mich an Schnee, es war so als würden wir durch Schnee fahren. Wobei Schnee auch meine Stimmung beschrieb. Er war kalt. Und so fühlte ich mich. Innerlich kalt. Wärme gab es nicht mehr. Die kalte Trauer hatte die warme Freude vertrieben. Mit leerem Blick sah ich auf das weite Meer hinaus. Am Horizont lagen Schatten von fernen Inseln. „Maike. Du hast versprochen nicht so Zombiehaft zu sein“, riss mich Lucia aus meinen Gedanken. Ich hatte gar nicht gemerkt, wie alles Leben aus meinen Augen gewichen war. Das funkeln war gewichen und man sah mir meinen Schmerz an. „Du hast gesagt, wenn ich mitkomme, dann benimmst du dich nicht so sehr wie ein Zombie. Du hast es versprochen“, meinte sie. „Ja ich weiß. Ich bin dir auch dankbar, dass du da bist. Und es tut mir Leid, wie ich drauf bin und war“, seufzte ich. „Schon OK. Unsere Freundschaft ist mir wichtig und ich will dir helfen“, erklärte Lucia. Ich versuchte ein Lächeln über mein Gesicht zu zaubern, für Lucia. Ich glaube ich hielt es drei Sekunden, bevor es sich wieder im nichts auflöste. „Sag mal, dass zwischen dir und Ash“, fing ich an. „Was ist daraus geworden“, erkundigte ich mich. Ich wollte nicht mehr über mich sprechen, da ich mir sicher war, wieder im Meer der Trauer zu versinken. „Also nun ja…ähm…also…ich hab’s ihm noch nicht gesagt“, gestand sie und wurde rot. Dann drehte sie sich um. Auf der anderen Seite des Schiffes stand Ash. Seine pechschwarzen Haare wehten im Wind. Ich musste zugeben, er sah gut aus, aber es hatte nie gelangt, dass ich mich hätte in ihn verlieben können. Aus Angst, Ash könnte sich zu ihr umdrehen, wandte die Blauhaarige ihren Blick wieder an mich. „Wann hattest du den vor, es ihm zu sagen“, seufzte ich. „Nun ja…ich wollte auf die richtige Gelegenheit warten. Und….und….und er liebt doch sowieso dich“, jammerte meine Freundin. „Quatsch. Das tut er nicht mehr. Er hasst mich. Ich würde mich auch hassen, wenn ich er wäre“, gab ich ihr als Antwort. „Ich muss mit ihm reden. Auch auf die Gefahr hin, dass er mir nicht zuhört. Ich will ihn als Freund zurück“, gestand ich dem Mädchen neben mir. Etwas kitzelte meine linke Wange und ich fasste mit meinen Fingerspitzen mein Gesicht an. Mein Zeigefinger war nass und es wurde mir klar, dass ich erneut zu weinen begonnen hatte. Ich wischte mir die Tränen ab und lief auf Ash zu. Ich stellte mich neben ihn hin. Klar schenkte er mir keinen Blick. Weder er noch ich sagten auch nur ein Wort. Mit gesenktem Blick betrachtete ich die Wasseroberfläche. Kleinere Wellen ließen das Schiff schaukeln. So in Gedanken versunken, verlor ich mein Zeitgefühl, aber ich weiß, dass es mir ewig vorkam, bis einer von uns das Schweigen brach. „Was willst du?“, hörte ich Ash sagen. Ich erkannte sofort den Zorn, der in seinen Worten parkte. „Es tut mir Leid. Ich...ich wollte dich nicht verletzen“, entschuldigte ich mich. „Das glaube ich dir aber nicht“, erhielt ich als Antwort. Autsch. Noch ein Messer mehr wurde durch mein Herz gerammt. Und der Schlag hatte genau getroffen. „Ich kann und werde dir nicht verzeihen. Maike ich habe dich geliebt und du…du….“, rief er. Er schien sich zu quälen. Nur ungern erinnerte er sich an den Vorfall. Genauso wie ich.


    Flashback


    Weinend saß ich in meinem Garten. Die dunklen Wolken gaben mir klar zu erkennen, dass ich ins Haus gehen sollte. Doch ich wollte nicht. Ich wünschte ein Blitz würde mich treffen. Er sollte mir auch das Leben aushauchen. Ich wollte nicht alleine sein. Ein lautes donnern läutete den Startschuss des Gewitters ein. Etwas Kaltes und feuchtes hatte meine Hand berührt. Langsam folgten dem einen immer mehr. Meine Haare lagen nass auf meinem Gesicht. Der Stein auf dem ich saß, war eine spur dunkler und grauer geworden. „Maike“, flüsterte eine Stimme. Sie kam mir so vertraut vor. Langsam hob ich meinen Blick. Die leere in meinem Gesicht war beängstigend. Ich wirkte so, als wäre ich auch schon tot, wobei ich wünschte, es wäre der Fall. „Ash“, hörte ich mich sagen. Ich wirkte abwesend, so als wäre ich nur Zuschauer zwischen dem Gespräch mit mir und Ash. „Nimm meine Jacke. Dir ist doch bestimmt kalt“, bat er und reichte mir etwas, was noch nicht komplett durchnässt schien. Ich konnte nur den Kopf schütteln. „Nein danke. Ich sehe so aus, wie ich mich fühle“, kam es aus meinem Mund. „Maike. Bitte du darfst dich nicht so verhalten. Bitte. Er hätte es bestimmt nicht so gewollt“, redete er auf mich ein. Seine Stimme schien Kilometer weit weg. Ich nahm sie fast gar nicht war. Ein erneutes donnern und ein Aufleuchten des Himmels warnten uns davor, noch lange hier zu verweilen. „Ash, du hast doch keine Ahnung. Hau einfach ab“, rief ich laut. „Nein. Dass werde ich nicht. Ich werde für dich da sein. Ich will die Leere füllen, die Drew hinterlassen hat“, erklärte er und ergriff meine Hand. Was sagte er da für Müll. Niemand konnte ihn ersetzen. Eine unerklärliche Wut stieg in mir hoch. Der Zorn durchströmte meinen ganzen Körper. Meine Hand, die in seiner lag, wurde zu einer Fast. Ich riss mich aus seinem griff und brüllte ihn an. „Wie kannst du es wagen. Wie kannst du es wagen so etwas zu reden“. „Maike. Ich weiß, es ist schwer für dich, aber ich liebe dich. Und ich will und werde für dich da sein. Ich ertrage es nicht, dich leiden zu sehen“, gestand mir der Schwarzhaarige Trainer. „Du liebst mich? Ha“, spottete ich. „Ich dich aber nicht. Was hast du den schon Ash. Du bist ein Arsch, der versucht sich an eine leidende ran zu machen. Du bist ein Bedauernswerter Vollidiot. Und außerdem bist du viel zu hässlich für mich. Hau ab und geh jemand anderem mit deinem Liebesgesülze auf den Keks. Ich kann sehr gut darauf verzichten“, machte ich ihn zur Schnecke. Mit schmerzverzerrtem Gesicht stand er ein paar Meter neben mir. „Maike. So denkst du doch nicht wirklich. Das bist nicht du. Das weiß ich“, sagte er den Tränen nahe. „Du willst immer noch nicht gehen? Ich sagte HAU AB“, brüllte ich. Dann schnappte ich mir irgendwas, das sich in meiner Greifweite befand. Meine Hände umschlungen den hölzernen Etwas. Dann holte ich aus und schlug mit dem Stock in der Gegend herum. So lange, bis ich das Ziel meines Angriffs traf. Ich hatte den Jungen in den Bauch getroffen. Vor Schmerzen war er in die Knie gegangen. „Du hast das wirklich erst gemeint“, weinte er inzwischen. „Ach nein. Klein Ashi hat’s auch verstanden. Natürlich und jetzt verschwinde“, brüllte ich ihn an. „Leb wohl Maike“, flüsterte er und lief davon.


    Flashback Ende


    „Ich wollte das nicht. Ich war total fertig und hab irgendwelchen Unsinn geredet. Ich bin der Arsch. Nicht du. Bitte. Glaube mir. Ich wünschte ich könnte es rückgängig machen“, redete ich drauf los. „Ach ja? Damit du noch fester zuschlagen kannst? Nein danke. Ich bin danach zu Lucia. Sie hat sich um mich und um dich gekümmert. Sie ist ein unglaublicher Mensch und du hast sie einfach nur ausgenutzt. Du solltest dich Schwämmen“, rief er. Das wusste ich. Ich machte mir Vorwürfe. Ich hatte in meinem Leben schon so viel falsch gemacht. Es heißt ja Fehler sind menschlich, doch solche die ich gemacht habe, sind unverzeihlich. „Ich…ich….“, stammelte ich und dann sank ich weinend auf die Knie. Ich konnte die Tränen nicht mehr bändigen. Ein Sturm von Wasser entfleuchte meinen Augen. „Ich habe den Menschen die mich lieben schon immer wehgetan. Genau wie bei Drew. Wenn ich nicht wäre, dann würde er noch leben. Ich wünschte…ich wünschte ich wäre statt seiner tot“, kreischte ich. Es war mir so egal, ob mich alle ansahen. Und es war mir so egal, was sie von mir dachten. „Nein, dass ist nicht war. Du bist nicht schuld an Drews Tod Maike. Und im inneren deines Herzens weißt du das. Wir wissen doch beide, wer sein wahrer Mörder ist. Du gibst dir nur die Schuld, weil du hoffst so besser mit dem Schmerz klar zu kommen. Doch es wird Zeit, dass du lernst los zu lassen. Wenn du ihn wirklich liebst. Dann lässt du ihn gehen“, erklärte Ash. „Man kann sich nicht an Schmerz gewöhnen Maike. Man kann nur lernen, damit zu Leben“. In seinen Worten hallte Wahrheit. Ich sah vom Boden auf und erblickte seine Schokoladenbraunen Augen. „Zeit heilt Wunden. Und irgendwann wird sie auch meine Heilen. Doch im Moment bin ich noch nicht bereit dir zu vergeben“, meinte er. Dann setzte er ein lächeln auf. Ich liebte dieses Lächeln. Es strahlte diese Wärme aus, die ich verloren hatte. „Aber ich bin bereit wieder dein Freund zu sein“.

    [align=center][font='Georgia, serif'][size=12]Never doubt that I love you, cause I'm with you till the end of the line RaichuPorenta Caesurio

  • OMG!! Ich liebe dieses Kapitel. Es ist so gefühlvoll, voller Emotionen, ich hätte wirklich weinen können, man konnte sich genau vorstellen, wie es Maike ergeht, als sie dort auf dem Schiff zusammenbricht.
    Also, so fies hätte ich Maike wirklich nie eingeschätzt, Ash als einen A*rsch und so zu bschimpfen, schließlich wollte er doch nur für sie da sein, und sie schlägt ihn dann auch noch zusammen...muss echt ein verdammt harter >>Schlag<< für Ash gewesen sein. Ich beneide dich richtig, auf solch eine harte und plötzliche Idee/Wendung wäre ich nie in meinem Leben gekommen...Großes Lob.
    Du kannst die Gefühle einfach toll beschreiben. Sag, was du willst, du kannst es einfach unnachahmlich und das wird sich (hoffentlich) auch nicht so schnell ändern!! Ich denk, du bist dazu gebohren, Geschichten zu schreiben, verfasse das ganze wenn es fertig ist doch mal als Buch...xD
    Ich bin ja mal gespannt, wie es zwischen den dreien weitergeht, ob Lucia Ash schließlich doch noch ihre Liebe gesteht, und wie Ash dann zu Maike steht. So viele Fragen, doch nur du kannst sie beantworten, ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Kapi. Mach weiter soo!!^^
    LG

  • Kapitel 3: Eine unerwartete Neuigkeit


    Das Meer war überzogen von einem sachten Orangeton. Die Strahlen der aufgehenden Sonne ließen das Wasser glitzern, so als würde ein Lichtpfad vom Schiff zur Sonne führen. Die gelbe Scheibe ließ den Himmel in den verschiedensten Farben erstrahlen. Oben über mir, und der Sonne am weitesten entfernt, war der Himmel lila, dann bildete sich so eine Art Kreis des nichts oder des alles. Es war ein weißer Kreis. Weiß an sich ist die beste von allen Farben, denn sie ist alle Farben. Weiß ist alles und gleichzeitig nichts. Das hatte mir Drew damals gesagt. Um diese Farbe herstellen zu können muss man alle Farben zusammentun. Um den weißen Kreis herum leuchtete der Horizont in gelb und orange um dann ganz nah bei der runden Scheibe in wunderschönen rot zu erstrahlen. Wenige Meter vor unserem Schiff spiegelte sich das Antlitz der Sonne im Meer wieder. Gebannt sah ich auf die Oberfläche. Wenn ich dem Lichtpfad zur Sonne nur folgen könnte. Er würde mich ganz sicher zu meinem Drew bringen. Langsam spürte ich die Wärme der Sonne auf meiner Haut. Äußerlich wurde mir langsam wärmer, während im inneren immer noch Winter war. Die kühle Meeresluft wehte durch meine Braune Mähne und ließ sie im Wind tanzen. Die ersten Pokemon schienen ebenfalls den Morgen genießen zu wollen. Da hörte ich plötzlich, wie sich mir leise Schritte näherten. Doch es war mir egal, wer da kam. Vielleicht wollte die Person ja gar nicht zu mir. Wieso sollte ich mich dann umdrehen. Ein Mädchen stellte sich neben mich und betrachtete wie die Farben der Aufgehenden Sonne langsam im nichts verschwanden. „Nichts hält ewig“, murmelte ich. Dieser Satz traf nicht nur auf den Sonnenaufgang zu. Ich wartete darauf, ob die Person etwas sagen würde. Doch es blieb ruhig. Abgesehen von den Rufen der Wingul und dem Rauschen des Meeres war es ein leiser Morgen. „Hast du gut geschlafen?“, hörte ich die Person sagen. Ich wusste, wer mich da besuchen gekommen war. „Guten Morgen Lucia. Du hast die Frage doch jetzt nicht wirklich ernst gemeint, oder?“, murmelte ich. Eigentlich war ich ja noch total müde, aber ich konnte einfach nicht mehr weiter schlafen. Meine Träume hatten mich gequält. Und in jedem kam „er“ vor. „Wieso den nicht? Ich hab gut geschlafen. Wieso bist du den schon wach?“, erkundigte sich die Blauhaarige. Ich sah ihr tief in die Augen, doch sie verstand nicht, wieso die Frage mir nicht gefiel. War sie wirklich so doof oder tat sie bloß so? „Ich habe schon seit 2 Jahren keine gute Nacht mehr gehabt. Ich dachte dass wüsstest du Lucia“, seufzte ich. „Oh. Ja. Du bist wohl hier, weil du nicht schlafen konntest was?“, schlussfolgerte sie. Ganz langsam nickte ich. „Ich auch, aber aus einem anderen Grund als du. Ash hat so schlimm geschnarcht, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe“, lächelte sie. Ich glaube Lucia hoffte irgendwie, dass ich auch lachen würde. Doch ich tat weder das, noch huschte auch nur ein Hauch von einem Lächeln über mein Gesicht. Kurz darauf verstummte auch sie. „Hier draußen kann man gut über Wettbewerbsstrategien nachdenken. Schon in einer Woche findet einer in Blizzach statt. Ich hab mich angemeldet…“, erklärte sie. Das schweigen was sie nun auf den Tag legte, gefiel mir nicht. „Nun ja…und ich hab mir die Freiheit genommen dich auch anzumelden“, fügte sie schnell hinzu. „Was?!?“, brüllte ich. „Psst! Nicht so laut. Die Leute schlafen doch noch“, ermahnte sie mich. „Wie kannst du mich bei einem Wettbewerb anmelden. Und dann auch noch ohne mein Wissen. Ich habe seit Jahren keine Wettbewerbe mehr gemacht. Bist du jetzt total übergeschnappt“, maulte ich sie an und versuchte dabei nicht zu laut zu werden. „Sei mir doch bitte nicht sauer. Es ist doch nur zu deinem eigenen Besten…“, versuchte sie mich zu beruhigen. „Was soll da bitte für mich toll sein? Sag mir das! Ich mache mich doch zum Affen“, brüllte ich. „Maike. Leise jetzt. Und außerdem hättest du doch sowieso bald an einem Wettbewerb teilgenommen“, meinte sie flüsternd. Ich war total wütend. Wie konnte sie mich einfach da anmelden. Vor allem, da ich doch sowieso keine Zeit für Wettbewerbe hatte. Ich musste viel wichtigere Dinge erledigen. Aber das konnte ich meiner Freundin nicht erzählen. Meine Hände waren zu Fäusten geballt. Wütend schnaufte ich durch meine Nase ein und aus. Es war schon länger her, dass ich das Gefühl der Wut verspürt hatte. Sonst war ich immer nur total depri. Das war wohl der einzige Vorteil an der Geschichte. Vielleicht sollte ich ihr ja auch danken. Ich sollte den Wettbewerb als so ne Art Training sehen. Das Band einfach ignorieren und mit den Pokemon trainieren. Immerhin würde mir eine kleine Auffrischung nicht schaden. Und wenn ich dann noch das Band gewinnen würde, dass wäre dann ja noch viel besser. Langsam verschwand das lodernde Feuer in mir wieder. Ich wollte die Koordinatorin nicht noch mehr fertig machen. Die letzten zwei Jahre waren definitiv genug. Da entdecke ich etwas am Horizont und es kam immer näher. Oder kamen wir näher? „Da ist Sinnoh“, strahlte Lucia. Tatsächlich schienen wir unser Ziel bald erreicht zu haben. „Ich gehe Ash wecken“, rief sie und schon war sie hinter der nächsten Ecke verschwunden. Und ich war schon wieder allein. Aber ich hatte mich daran gewöhnt. Manchen Menschen war es einfach nicht gestattet glücklich zu sein. Weil es Glück gab musste es auch die Trauer geben. Und damit die Liebe existieren konnte wurde auch der Hass gemacht. Genauso wie Mut und Angst. Es war das gleiche mit Licht und Schatten. Es gab keinen Raum, wo es nur Licht gab. Es musste auch Schatten geben. Das eine konnte ohne das andere nicht sein, doch wieso, wieso musste ausgerechnet ich dieser Schatten sein. Wieso konnte ich nicht auch im Licht stehen wie früher. Wieso wurde ich in die Dunkelheit geschupst. Hatte nicht jeder das Recht geliebt zu werden? Oder hatte ich mein Glück schon verbraucht? Ich war wie eine leere Zahnpastatube. Solange sie voll war, strahlte jemand. Wenn man regelmäßig ein kleines bisschen davon nahm, hatte man für längere Zeit etwas. Doch ich schien alles auf einmal ausgedrückt zu haben. Meine Tube war einfach zu klein? Manche Leute kaufen sich einfach eine neue Tube, wenn die alte leer ist, doch meine. Meine gibt es nicht mehr. Sie ist ausverkauft. Ich hatte die letzte ihrer Art, denn sie wird auch nicht mehr produziert. Ich war total in Gedanken versunken. Immer tiefer ging vom Zimmer mit Licht davon. Ich suchte das Licht. Ich suchte es vergeblich, denn es lag auf der anderen Seite. Ich suchte den Jungen, der mein Lichtlein hielt. Doch dieser Junge der hatte das Licht ausgemacht. Er war gegangen und würde nie wieder zurückkommen. Ich hatte nicht gemerkt, wie ich bereits am Weinen war. Einige davon tropften bereits meine Nase hinab. Ein dunkler Fleck erschien an der Stelle am Boden, wo meine salzige Träne aufgekommen war. Ich dachte schon wieder an ihn. Lucia hatte schon Recht. Ich machte mich nur selber kaputt. Aber wie sollte ich ohne ihn Leben? Das war nicht möglich. Sie wusste doch gar nichts. Sie wusste nicht wie es war den Menschen zu verlieren, den man mehr liebte, als sein eigenes Leben. Den Menschen zu verlieren, für den man über den Tod hinausgehen würde. Und den Menschen, der das gleiche für den anderen tun würde. Ich konnte mir nicht helfen, aber ich hasste sie dafür. Ich hasste sie dafür, dass sie Glück hatte. Das sie lieben durfte. Sie hatte Ash. Ich wusste zwar nicht, wie er für sie empfand, aber sie hatte ihn. Er war da – bei ihr. Sie konnte ihn sehen, ihn fühlen, seine Stimme hören. Wie sehr wünschte ich mir, dass gleiche könnte ich von mir und Drew sagen. Was nützte mir die Erinnerung. Ich wollte ihn. Er müsste sich noch nicht mal an mich erinnern. Ich wollte nur, dass er lebte. Er konnte eine andere haben, eine andere küssen, einer anderen über ihre Wange streicheln. Ihr sagen, wie sehr er sie doch liebte. Das wäre mir so egal, wenn es ihm nur gut ginge. So oft hatte ich mir überlegt, ob er nicht vielleicht doch überlebt hatte. In einer fernen Region nach mir suchte. Ein neues Leben hatte. Doch nach einiger Zeit war diese Hoffnung verschwunden. Wieso ich diese Hoffnung hatte? Wir hatten nie eine richtige Leiche gefunden. Nur seinen Staub. Ich dachte so ungern an die Explosion. Nur die Erinnerung daran trieb mir die Dolche in meinem Herzen nur noch tiefer hinein. Sie saßen schon so fest, niemand konnte sie mehr entfernen. Niemand…außer „er“. Sein Lachen würde meine Wunden heilen und seine Augen würden die Dolche entfernen. Ich wollte ihn noch einmal sehen. Nur noch einmal. Noch einmal seinen Atem auf meiner Haut spüren, noch einmal in seine Smaragdgrünen Augen sehen. Und vor allem wollte ich ihn küssen. Er sollte kommen und mich holen. Ich wollte doch auch sterben. Wieso hatte er mich zurück gelassen? Was sollte ich in einer Welt, in der es keinen Drew gab? Es gab nur ihn in meinem Leben. Kein anderer Typ konnte seinen Platz in meinem Herzen einnehmen. Niemals. Auch wenn Ash es sich so sehr gewünscht hatte, konnte Drew keiner ersetzten. „Maike. Komm hol deine Sachen“, brüllte eine bekannte Stimme. Woher kannte ich diese Stimme? Sie kam mir so bekannt vor. „Komm jetzt. Wir legen gleich in Blizzach an“, hörte ich die Stimme sagen. Sie wurde lauter und etwas Wut lag darin. Hatte ich sie gereizt? Langsam drehte ich meinen Oberkörper um. Mein leerer Blick suchte nach der Person, die mich gerufen hatte. Es war Ash! Langsam kehrte die Farbe in meine Augen zurück. Ich war so in Gedanken vertieft gewesen, dass ich alles andere vergessen hatte. „Tut mir Leid“, rief ich und rannte in mein Zimmer. Während ich so durch die leeren Flure lief, da alle anderen schon an Deck waren, versuchte ich nicht an ihn zu denken. Fast flog ich über den Boden hinweg. Schließlich erreichte ich mein Zimmer, nahm meinen Koffer und lief zurück. Ich hatte gar nicht ausgepackt. Wieso sollte ich mir so eine Arbeit machen? Da fiel mir ein, gekämmt war ich auch nicht. Lucia würde bestimmt wieder meckern. Das erste was ich sah, als ich erneut das Deck betrat, war weiß. In meinem Fall war weiß nichts. Die absolute leere.

    [align=center][font='Georgia, serif'][size=12]Never doubt that I love you, cause I'm with you till the end of the line RaichuPorenta Caesurio

  • Kannst du dir denn denken, was ich zu deinem Kapi sagen kann? Nichts. Das Weiß, wie du es beschreibst. Denn ich sage ja immer alles. Es ist fantastisch, unwerfend, ich musste weinen, es war so traurig. Ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie Maike sich an der Rehling (schreibt man das so?) fühlt, wenn man den Sonnenaufgang anstarrt und an...seinen Geliebten denkt. Ich musste das auch mal durch machen. Das ist hart. Deshalb konnte ich mich richtig gut in Maike hineinversetzen. Nur einmal ist mir ein Rechtschreibfehler aufgefallen, aber ihn jetzt zu nennen, wäre lächerlich. Etwas mit tzt statt tz, mehr nicht...;)
    Ich beginne mich immer wieder zu fragen, wie du es schaffst, so gefühlvoll zu schreiben. Wie du auf solch schön und traurige (okay, kein guter Zusammenhang...xD) Situationen kommst, finde ich einfach immer nur beeindruckend. Mach nur weiter so...!!!
    :thumbup:
    LG

  • 4. Kapitel: Ein Traum wird war


    Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich mich auf den Wettbewerb freute, doch irgendwie war es so. Die ganze Woche hatte ich mit Trainieren verbracht, hatte Kombinationen getestet und auch Lucia bei ihren Vorbereitungen beobachtet. Auch wenn sie so fröhlich tat, konnte ich ihr ansehen, dass sie im inneren doch nervös war. Sie wollte mit Plinfa und Haspiror auftreten, während ich mich mit Papinella und Schillok versuchte. Im Gegensatz zu mir, strahlten meine Pokemon übers ganze Gesicht. Sie konnten es kaum erwarten, bis der Tag des Wettbewerbs kam. Aber ich musste zugeben, ich auch nicht. Schon so lange war es her, dass ich ein Band gewonnen hatte. Nein, nein, ich wollte ausnahmsweise nicht daran denken. Einfach nur den Tag genießen. Mein Leben leben. Das hatte ich Lucia versprochen. Doch es war schwer, es war schwer nicht an seine smaragdgrünen Augen zu denken. Den Blick, wie er mich immer angesehen hatte. Und ich tat es schon wieder. Wieso quälte ich mich so? Wieso konnte ich nicht einen Tag ohne ihn sein? Nein, es ging einfach nicht. Wenn ich daran dachte, wie weh es tat, ohne ihn zu sein. Nur einen Tag nicht nur an ihn zu denken. Das war ein vergeudeter Tag. Ja. Ein Tag ohne Drew, war nicht lebenswert. Darum hing ich so an ihm, oder? Ich wusste es nicht. Tief in Gedanken versunken sah ich auf den mit Schnee bedeckten Boden. Aus meinem Mund kam weißer Rauch. Das war nun mal so, wenn es sehr kalt war. Doch heute war etwas anders. Normalerweise versank ich in tiefe Trauer, wenn ich nur an seine naturgrünen Haare dachte. Sein zuckersüßes lächeln und seine Hand, wenn er meine Wange streichelte. Doch heute, heute lächelte ich. Ich dachte nur an ihn. Ignorierte alles andere und konzentrierte mich nur auf ihn. Ich stellte mir vor, er stand genau neben mir. Mit aller Kraft durchströmte dieser Gedanke meinen Körper. In meiner Fantasie war er noch da. In meiner inneren Welt war er an meiner Seite. Ich stellte mir vor, wie er meine Wange streichelte. Das Bild erschien vor meinem inneren Auge. „Feuer“, brüllte eine Mädchenstimme. Kurz darauf zuckte ich zusammen. Etwas Kaltes lag mir auf dem Kopf. Ich zitterte am ganzen Körper, obwohl ich Schall, Jacke und Handschuhe trug. „Volltreffer“, jubelte ein Junge. „Das bekommt ihr zwei zurück“, lachte ich. Ich konnte es gar nicht glauben. War das wirklich ich? Lachte ich gerade wirklich? Das war doch bestimmt eine Illusion. Das stellte ich mir doch bestimmt auch in meiner Fantasie vor. Nein, es passierte wirklich. Für einen kurzen Moment vergaß ich ihn. Die Zeit wurde zurück gespült und ich war wieder 10 Jahre alt. Ich war wieder glücklich. Hatte nichts was mich bedrückte. Gewann Wettbewerbe und reiste lachend mit meinen Freunden durch die Gegend. Wie sehr sehnte ich mich nach dieser Zeit. Doch dann war ich zurück in der harten Wirklichkeit. Diese sah dann doch etwas anders aus. Während Ash und Lucia sich lachend mit Schneebällen abwarfen stand ich unter einem kahlen verschneiten Baum und sah ihnen mit traurigem Blick zu. Auch Eifersucht lag in diesem Blick. Manche Menschen hatten mehr Glück als ich. Das fand ich wirklich unfair. Ich hatte es auch verdient. Dieses Glück. Mir war auf einmal so kalt, was aber nicht am Wetter lag. Die Kälte war zu mir zurückgekehrt. Ich wollte nicht länger bleiben, also ging ich zurück zum Pokemoncenter um dort auf den Einbruch der Nacht zu warten. Morgen war der Wettbewerb und ich musste fit sein. Kaum hatte ich mich in das weiche Bett fallen lassen, hatte ich in das Traumreich gewechselt. Das Bett war aber auch wirklich so bequem. Wann Ash und Lucia zu mir kamen, oder ob sie überhaupt noch kamen, konnte ich dann nicht mehr sagen.


    „Maike. Wach auf“, schrie eine bekannte Stimme. „Der Wettbewerb. Maike. Du kommst noch zu spät“, mahnte die Jungenstimme. Ich wollte aber nicht aufstehen. Ich wollte weiter schlafen. Das Bett war doch so bequem. Ein paar Minuten konnte ich bestimmt noch liegen bleiben. „Steh sofort auf“, brüllte der Typ. „OK. Du hast es so gewollt. Pikachu! Donnerblitz“, befahl der Trainer. Bei diesen Worten riss ich sofort die Augen auf. „Ich bin schon wach. Ich bin schon wach“, sagte ich schnell. „Hehe. Pikachu ist gar nicht da“, kicherte Ash. „Idiot“, meinte ich beleidigt. Dann sah ich auf die Uhr. „Wieso hat du mich nicht schon früher geweckt“, kreischte ich panisch. Ich hatte verschlafen. Lucia war nicht mehr da. Sie war bereits losgegangen. „Ich hab versucht dich zu wecken, aber du wolltest nicht aufstehen“, erklärte Ash. Panisch rannte ich durchs Zimmer und zog mich an, kämmte mich und machte mir meine Haare gleichzeitig. Gut das Frauen Multitasking Talente waren. Nach 5 Minuten war ich einigermaßen hergerichtet. „Ich hab dich schon lange nicht mehr in deinem roten Outfit gesehen. Ich hatte schon fast vergessen, wie gut du darin aussahst“, schmeichelte mir Ash. Unwillkürlich musste ich erröten. Ich vermisste es, dass mir ein Junge ein Kompliment gab. „OK. Lass uns losgehen“, beschloss ich und wir rannten den Flur entlang und hüpften die Treppen hinab. Ich hörte gar nicht, was Schwester Joy zu mir rief und im Moment war es auch egal. Ich musste rechtzeitig in de Wettbewerbshalle ankommen. Wir rannten nicht, wir flogen die Straße hinab. Keuchend und schnaufend kamen wir in der Halle an. Auf einem Monitor konnte ich sehen, dass Lucia gerade an der Reihe war. „Und hier kommt Lucia aus Zweiblattdorf“, sagte die Moderatorin. „OK. Los du bist dran Plinfa“, rief das Mädchen. Dann warf sie ihren Ball, der mit einem schönen Sticker beklebt war. Als ihr Pinguin den Ball verließ kamen viele Durchsichtige Blasen zum Vorschein. Glücklich lächelte ihr Wasserpokemon und quiekte fröhlich. „Blubbstrahl“, befahl Lucia. Ihr blaues Pokemon sprang in die Luft und fing an sich zu drehen. Dabei verließen blaue Blasen seinen Schnabel. Die Blasen platzten, als sie sich selber trafen, so regnete es über das ganze Publikum in einem wunderschönen blau. Das Glitzern zog mich in seinen Bann. Darum liebte ich Wettbewerb so. Ein leichtes lächeln huschte mir übers Gesicht. Gerade als Lucia die nächste Attacke befahl flüsterte mir Ash etwas ins Ohr. Also wandte ich mich zu ihm um. „Viel Glück Maike. Ich hoffe irgendwie… na ja…also….ich“, stotterte er. „Komm. Sag schon“, forderte ich lächelnd. Ich konnte mir nicht erklären, woher meine gute Laune plötzlich kam. Er sah mir tief in die Augen. Diese schöne Schokoladenbräune zog mich in ihren Bann. Ich ignorierte den Monitor total und merkte gar nicht, dass bereits ein anderer Koordinator an der Reihe war. Dann spürte ich, wie Ash sanft meine Hand nahm. Immer noch, blickte ich in diese schönen Augen. Wir mussten beide lächeln. Und dann. Dann beugte er sich zu mir vor und küsste mich. Zuerst genoss ich es. Ich genoss es, dass nach so langer Zeit jemand wieder so etwas für mich empfand. Ich hatte es vermisst. Also ließ ich es zu. Er schlang seine Arme um meine Taille und ich um seinen Hals. Einige Zeit blieben wir so. Ich war mir sicher, ich lächelte inzwischen über mein ganzes Gesicht. Ich war so glücklich. Das Glück schien zu mir zurückgekehrt zu sein. Seit so langer Zeit spürte ich wieder die Schmetterlinge in meinem Bauch. Sie führten einen Freudentanz auf. Doch dann, auch wenn es nur eine Sekunde war, dachte ich an ihn. Ich dachte an seien smaragdgrünen Augen und an sein lächeln. Wie sehr ich es liebte und vermisste. Dieser eine Moment hatte gereicht. Ich drückte mich von Ash weg. „Ich…ich kann nicht. Es tut mir Leid“, flüsterte ich und lief weg. Ich ließ ihn einfach so stehen. Wieso verletzte ich immer die Menschen, die mir etwas bedeuteten? Wieso hatte ich es schon wieder getan. Zuerst hatte ich ihn geküsst und jetzt ließ ich ihn einfach stehen. Wieso hatte ich mich dazu verführen lassen? Wieso konnte ich nicht widerstehen? Ich wusste doch, dass zwischen mir und Ash nichts laufen konnte. Ich liebte nur Drew. Wieso hatte ich dann den Schwarzhaarigen geküsst? Hatte ich es wirklich so vermisst geliebt zu werden? Eine Frauenstimme riss mich aus meinen Überlegungen. „Und jetzt bitte ich um einen Applaus für Maike aus Blütenburg“, rief die Stimme. Obwohl ich nervös war, musste ich mein bestes geben. Immerhin wollte ich ja das Band gewinnen. Dann fiel das Licht des Scheinwerfers auf mich. Mein Herz schlug einen Gang schneller. Alle Augen waren auf mich gerichtet. „Los Papinella! Lass sie uns bezaubern“, rief ich. Dann warf ich den Pokeball meines Schmetterlings. Ich besaß keine Sticker, aber die waren auch nicht wichtig. Die Flügel meines Pokemons kamen klasse zur Geltung. „Silberhauch“, befahl ich. Weiße Wellen schossen aus den zarten Flügeln meines Käfers. „Schnell Fadenschuss“, setzte ich nach. Eine weiße klebrige Masse schoss aus dem langen Mund meines Papinella. Durch Silberhauch wurde der Faden in kleine Stücke verkleinert. Dann sah es so aus, als würde es schneien. Weiße Masse flog über die ganze Halle. En schöner Anblick. Papinella und ich verbeugten uns und kehrten in den Warteraum zurück. „Das sah toll aus Maike“, lobte Lucia. „Deine Vorführung war aber auch gut“, gab ich zurück. „Danke. Aber bei dir ist das anders. Du hast es immer noch drauf“, lächelte sie. „Ich geh zu Ash. Ich will ihn fragen, wie er mich gefunden hat“, sagte sie und wurde dabei leicht rot im Gesicht. Ich wollte ihr nicht vom Vorfall mit Ash erzählen. Wegen so was wollte ich nicht unsere Freundschaft riskieren. Also setzte ich mich auf eine der Bänke und sah zu, wie viele weitere Koordinatoren ihre Attacken präsentierten. Irgendwie war ich nervös. Was war wenn es mich bereits raus gehauen hatte? Wenn ich das Band nicht gewinnen konnte? Ich dachte genauso wie damals. Dass ließ mich kurz lächeln, doch es hielt nicht lange, denn ich musste wieder an ihn denken. Und daran, dass ich ihn nie wieder sehen würde. Plötzlich spürte ich wie mich etwas in der Nähe meines Ohrs kitzelte. Erschrocken erstarrte ich zu Eis. „Du warst gar nicht mal so übel. Aber mit mir, kannst du es nicht aufnehmen“, flüsterte eine Männerstimme. Ich wusste nicht woher ich diese Stimme kannte. Sie kam mir so vertraut vor, so lieb und sanft. Fast so, als würde ein Engel zu mir sprechen. „Es ist schon lange her“, kicherte der Junge. Woher kannte ich diese Stimme? Ich dachte und dachte, doch es wollte mir nicht einfallen. „Sag nicht, du kannst dich nicht mehr an mich erinnern? Ich schon. Ich habe so sehr gehofft, dich hier wieder zu sehen. So lange habe ich dich gesucht. Und endlich. Endlich habe ich dich wieder gefunden“, wisperte der Typ. Plötzlich wurde es mir klar. Ich wusste, wer da zu mir sprach. Sofort stiegen die Tränen in mir hoch. Ich wusste nicht, was ich empfinden sollte. So viele Emotionen reizten mich auf einmal. Doch die Tränen gewannen die Oberhand. Ich drehte mich um und sprang dem Jungen an den Hals. Ich war mir sicher, nein, ich wusste es. Ich wusste, dass er es war. Es konnte nur er sein, doch es war so unreal? So oft hatte ich mir Hoffnungen gemacht und jetzt….jetzt war er da. Ich presste meine Lippen auf die seinen. So sehr hatte ich ihn vermisst. Alles andere war mir so egal. Ob noch andere uns zusahen, dass war mir so egal. Ob ich weiter kam, dass interessierte mich nicht. Nur er hatte meine volle Aufmerksamkeit. Ich wollte so vieles sagen, wusste aber nicht wo ich anfangen sollte. Schließlich lag ich auf ihm drauf. Vorsichtig, dass ich nicht hinunter fiel, setzte er sich auf. Immer noch saß ich auf seinem Schoss. Mein Kopf lag auf seiner Schulter die von meinen Tränen total durchnässt war. Sanft streichelte der Koordinator meine Wange. „Ich liebe dich Drew“, brachte ich heraus. Nur die Tatsache, dass er da war langte mir. „Ich dich auch“, antwortete er mir leise. Schluchzend lag ich in seinen Armen. Ich wollte ihn nie wieder los lassen. „Du hast mir so gefällt. Ich habe jeden Tag an dich gedacht. Ich war mir sicher, du wärst tot“, heulte ich. Das letzte Wort flüsterte ich fast. Ganz sanft streichelte er mir über mein braunes Haar. „Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe. Irgendwie konnte ich fliehen. Ich war schwer verletzt und lag lange im Krankenhaus. Doch als ich raus kam, war mir klar, dass ich dich suchen und finden wollte. Ich habe gesucht und gesucht, doch nirgends eine Spur von dir. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben die jemals wieder zu sehen. Doch jetzt. Jetzt bist du bei mir“, erklärte er. „Ich wollte nicht mehr leben ohne dich Drew“, gestand ich. „An so was darfst du gar nicht denken. Selbst wenn ich nicht mehr da bin, musst du weiter Leben. Für uns beide weiter Leben. Hörst du Maike. Bitte versprich mir, dass du stark sein wirst“, wollte Drew von mir hören. Die Formulierung die er benutze, gefiel mir gar nicht. „Was meinst du damit?“, wollte ich wissen. Da brüllte plötzlich jemand meinen Namen. Immer lauter rief die Stimme. „Es tut mir so Leid Maike“, flüsterte Drew. Dann stand er auf und ging langsam in Richtung Ausgang. „Nein. Nein. Bitte. Ich will dich nicht noch einmal verlieren“, kreischte ich. Die Stimme die mich rief wurde lauter. Immer lauter schrie jemand meinen Namen. „Ich will doch auch nicht gehen, aber du hörst doch. Ich muss. Ich kann nicht mehr bleiben. Sie rufen dich doch Maike. Vergiss nicht, was du versprochen hast. Ich liebe dich. Mehr als alles andere“, wiederholter er immer wieder. Langsam ging er rückwärts auf die Tür zu. Ich wollte zu ihm, doch ich konnte mich nicht bewegen. „NEIN“; kreische ich. Dann liefen die Tränen und ich schrie und zitterte. Ich hatte das Gefühl, man zog mir den Boden unter den Füßen weg. Wieso musste er gehen? Ich hatte ihn doch gerade erst wieder gefunden? „Bitte. Bitte verlass mich nicht. Bitte geh nicht“, flehte ich weinend. Noch ein letztes Mal sah ich ihm in die wundervollen Augen. Dann drehte er sich um und war fort. Die leere war zurückgekehrt, kaum hatte den Raum verlassen. Der Schmerz war noch schlimmer geworden. Die Stiche fester. Mein Herz. Mein Herz tat so weh. Ich bekam kaum Luft, so fest musste ich weinen. Das mir nicht mal die Tränen ausgingen, war ein Wunder? Dann spürte ich, wie mir total schwindelig wurde. Ich verlor das Gleichgewicht und stieß mit meinem Kopf auf dem kalten Steinboden auf. Die Jungenstimme von vorhin brüllte in meinem Kopf herum, bevor ich mein Bewusstsein verlor.


    „Maike! Maike“, brüllte Ash. „Hey. Wach auf.“ Langsam öffnete ich meine Augen und sah in das Gesicht von Ash. Ich spürte immer noch mein weiches Bett unter mir. „Hey. Wieso hast du so geschrieen? Hast du schlecht geträumt?“, erkundigte sich der Trainer aus Alabastia. „Ein Traum“, wiederholte ich. „Ist alles OK“, wollte nun auch Lucia wissen. In weniger als einer Sekunde überkam mich die lodernde Flamme der Wut. „Wieso? Wieso habt ihr mich geweckt? Er war bei mir. Nur wegen euch ist er gegangen. Wieso?“, kreischte ich wütend. Meine Stimme bebte vor Wut und meine Hände zitterten. „Du hast geschrieen. Wir wollten nur wissen, ob es dir gut geht“, versuchte sich Lucia rauszureden. „Es ging mir gut, aber dank euch nicht mehr. Ich hasse dich und vor allem dich. Nur wegen dir ist er weg. Hörst du!“, brüllte ich den Schwarzhaarigen an. Wütend schlug ich in der Gegend herum. Dann stampfte ich weinend und wütend aus dem Zimmer, bevor Ash und ich ein Deja vue erlebten.

    [align=center][font='Georgia, serif'][size=12]Never doubt that I love you, cause I'm with you till the end of the line RaichuPorenta Caesurio

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