Sternenfedern

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    Quote


    ~
    Hell am Horizont erstrahlt ein Glanz
    sanft wiegend wie in einem Tanz
    sie langsam sinkt zu Boden
    in des stilles Nachtes Wogen.


    Langsam sie ergreife
    die Finger sich um sie schlingen
    mein Gedanke zu ihr schweife
    Wörter auf das Papier nun bringe.


    ~

    In meinen Händen ruhend, die Sternenfeder.
    ~


    Vorwort
    Es freut mich, dass du in meinem Topic vorbeischaust. Eine ganze Weile nun war es leider inaktiv, weil es mir immer etwas schwer fällt, mein Werke online zu stellen, weil sie schließlich auch ein Teil von mir sind. Da mich aber eine liebe Person (<3) wieder dazu ermuntert hat, etwas von mir zu zeigen, möchte ich nochmal einen Neustart wagen. Da mir aber auch die "alten" Werke sehr am Herzen liegen, möchte ich das bisher Gepostete auch bestehen lassen, anstatt ein vollkommen neues Thema zu erstellen.
    Wenn du dir für meine Gedichte etwas Zeit nehmen magst, würde ich mich sehr darüber freuen. Teilweise sind sie eventuell etwas düster oder traurig, aber ich freue mich immer wieder sehr darüber, Gedanken von anderen zu meinen Werken zu lesen. Also nur keine Scheu.


    Copyright
    All die Gedichte, sowie das, was ich ansonsten noch online stellen werde, kommen von mir, wodurch auch die Rechte bei mir liegen. Sollte euch eines meiner Werke gefallen, dann könnt ihr mich gerne Fragen, ob ihr es verwenden dürft, jedoch bitte ich euch, stehts meinen Namen unter ihnen zu bewahren, denn sie sind schließlich ein Teil von mir. Wenn mir die Idee von etwas Speziellem entsprungen ist, dann werde ich es selbstverständlich bei dem Gedicht vermerken.


    Hinweis
    Kaum eines meiner Werke wird sich mit lustigen oder freudigen Theman beschäftigen, weil ich sie meist lieber schreibe, wenn ich nachdenklich oder etwas melancholisch gestimmt bin. Das kann insofern vielleicht dem ein oder anderen missfallen, wenn es in die makabere Richtung geht und wenn Du das nicht gerne liest, sollst du hiermit gewarnt sein.


    Danke an...

    ~ Black Butterfly, die nicht nur immer treu mein Topic unterstützt hat, sondern die mich auch wieder neu motiviert hat, weiterhin Gedichte zu veröffentlichen.
    ~ Fatum, der mich (ohne das es ihm bewusst ist, lol) dazu angespornt hat, ein eigenes Topic zu erstellen. Zudem hat er mir beim Finden eines neuen Namens füt mein Topic geholfen.
    ~ alle, die sich meine Gedichte durchlesen und sich ein wenig Zeit für sie nehmen.



    Benachrichtigungen
    Sollten euch meine Werke gefallen, kann ich euch auch gerne Bescheid geben, wenn ein neues vorhanden sein sollte. Ob ihr es lieber per Postnachricht oder Gästebucheintrag haben wollt, liegt ganz bei euch.
    ~ Black Butterfly (GB) ~


    Partner-Topic
    Schmetterlingsflügel von Black Butterfly
    Dies ist meine kleine Butterfliege, die mir sehr am Herzen liegt und demnach würde ich mich auch freuen, wenn du vielleicht mal bei ihrem Topic vorbeischaust. Auch sie schreibt eigene Werke wie Gedichte, Kurzgeschichten oder Ähnliches, die auf alle Fälle sehr lesenswert sind.




    ~ Liebe Grüße, Noxa ~

  • Vorwort
    Mein erstes Gedicht möchte ich der Nacht persönlich widmen, denn ihre Schönheit begeistert mich immer wieder. Doch „Nacht“ selbst muss nicht immer gleich die dunkle Zeit der 24 Stunden eines Tages sein. Nein, ich verbinde vieles mit der Nacht sowie auch der Dunkelheit. Die Nacht trägt nun überwiegend die Farbe schwarz und diese wiederum kann auch für das Ende, also den Tod stehen. Was ihr also damit verbindet, liegt euch frei zu entscheiden und ich bin gespannt, wie euch mein erstes Gedicht, hier in meinem Topic, gefallen wird.




    Denn wenn die Nacht den Tag verbirgt,
    ist Dunkelheit, was die Welten ziert.
    Finsternis verschlingt die Zeit,
    bringt die Angst, bringt das Leid.


    Und wage sich man sacht heraus,
    diene sich das Leben aus.
    Rote Farbe bringt die Nacht,
    seht bald hat es die Zeit vollbracht.


    Kostbar, wertlos, stumm wie still,
    zerreißt sie das, was sie nicht will.
    Verschleiert sanft ihr Angesicht,
    verschlingt all das gleißende Tageslicht.


    Die Nacht sie kommt, die Nacht sie geht,
    sie leben nimmt, sie heute steht.
    Der Feind ist einzig nur die Zeit,
    denn sie erhebt des Tages Kleid.


    Und wenn sie dann zu Neige geht,
    der Tod über die Auen weht,
    sie zeigt ein letztes Mal den Schein,
    bringt dann die ganzen Seelen heim.



    LG ~

  • Vorwort
    Ebenfalls möchte ich auch noch mein Gedicht hier herein stellen, was ich für den letzten Wettbewerb dieses Jahres geschrieben habe, der
    SuaW - Weihnachtsgedichte Wettbewerb. Ich muss sagen, zuerst war ich ja etwas skeptisch, da ich Weihnachten nicht sehr mag, aber als ich eine Freistunde hatte und im Stillen an diese Wettbewerb gedacht habe, haben sich die Verse wie von allein auf dem Blatt niedergeschrieben. Es hat eine sehr düstere und verschlossene Handlung, daher bin ich gespannt, was ihr dazu sagen werdet. Es hat im Übrigen in der Platzierung den dritten Platz gemacht. Ich würde mich über eure Meinungen diesbezüglich sehr freuen, selbst wenn Weihnachten schon vorüber sein sollte.




    Schwarze Weihnacht

    Versucht den Stift zu spitzen,
    möchte das Blatt erwecken.
    Langsam das Weiß zu füllen,
    mit kargen dunklen Flecken.


    Stille friert das Blut,
    über des Blattes Schneide.
    Mit kaum des Herzens Mut,
    zieht Schwärze in die Weite.


    Die Miene kommt zum Erliegen,
    wie weit wird es noch gehen?
    Wird einst die Kälte siegen,
    ist ein Horizont nicht zu sehen.


    Mit einem leisen Zittern,
    fährt weiter er traurig fort.
    Als würd er des Todes wittern,
    Tag der Liebe, Hass und Mord.


    Draußen scheinen Lichter,
    wohlig in das Schwarz.
    Glühwein noch und nichter,
    trocknet ein wie Harz.


    Eisig zieht es an den Muskeln,
    reißend er die Stifte holt.
    Möchte doch der Winter wandeln,
    doch ihm des Feuers Gunste droht.


    So hört des Glanzes Zerstörung,
    wie Kugeln still vergehen.
    Eine nicht spürbare Regung,
    seht unter Tannennadeln ihr entgehen.


    Wenn es einmal ward,
    die Zeit mit den Geschenken.
    Dann trifft es Leute hart,
    wenn Menschen ins Schwarze lenken.


    Sein Leben auch bald schwindet,
    so vieles schon verlorn.
    Wie vieles hier doch endet,
    des Dunkels Nase vorn.


    Rot ziehen sich Kristalle,
    über des Werkes Tisch,
    getappt in eine Falle,
    zappelt nun wie ein Fisch.


    Sag mir, was ist Weihnacht,
    wenn du bist allein?
    Was ist‘s mit all der Pracht,
    wenn heilig verliert den Schein?


    Er legt die Hände nieder,
    Leben ward des Albes Traum.
    Reglos sind seine Glieder,
    das Blatt ziert ein schwarzer Weihnachtsbaum.








    LG~

  • Noxa<<3 Da du immer so fleißig bist und ich glaube schon in fast jedem topic hier im bb etwas hinterlassen ,ob es eine geschichte ist,ein fanclub oder deine eigene zeichnungen und jetzt die kurzgeschichten&Gedichte. Und ich freue mich die erste zu seien ,die dir einen Kommi hinterlässt ,dass ist mir eine große Ehre^^. Fang ich doch mal ,bevor ich weiter quatsche ^^''.


    Startpost
    Schön gestaltener Startpost. Das Bild finde ich passend zum Titel. Auch die Rubriken schön aufgeteilt und die Frabe geffält mir wirklich sehr.Schon das erste Gedciht ,vor dem Bild ,hat mich begeistert ,denn ich würde sofort begeistert ,von dem Inhalt und faszinierte mich. Doch ich würde dir ratenn ,es unter deinem Titelbild reinzustellen ,weil es einfach besser wirkt. Auf jden Fall feheln mir die passenden Worte für deinen ordentlichen Startpost ,der wirklich alles enthält und ich kann auch nicht wirklich etwas kritisiren ,bis auf den Teil mit Gedciht ,wo du es hineditierst >_<.


    Die Nacht~



    Zitat

    Denn wenn die Nacht den Tag verbirgt,
    ist Dunkelheit, was die Welten ziert.
    Finsternis verschlingt die Zeit,
    bringt die Angst, bringt das Leid.


    Also ich muss schon sagen ,dass man es sehr flüssig lesen kann und sehr schön klingt. Du hast wirklich eine schöne Art alles zu beschreiben und die Reime finde ich auch serh schön ,wenn ich auch bei dem Wort "ziert" ,etwas verwirrt war/bin ,denn ich denke nicht sehr das es einen Sinn ergibt "Die Weltern ziert". Verstehe mich nicht falsch ,ich mag sehr wohl deine Gedichte ,doch du solltest nicht nur ans Reimen denken ,sondern auch ob jedes Wort auch einen tieferen Sinn hat ;3.




    Zitat

    Und wage sich man sacht heraus,
    diene sich das Leben aus.
    Rote Farbe bringt die Nacht,
    seht bald hat es die Zeit vollbracht.


    Wieder klingt es wunderschön und mann es ebenfalls flüssig lesen, doch diesmal war ich wirklích etwas verwirrt. Ich weiß sehr wohl was das alles zu bedeuten hat und um was es geht ,doch auch diesmal denke ich nciht ,wenn man sich in die dunkle nacht herauswagt ,dass man tot ist .So habe ich es jetzt mal aufgefasst und das mit der roten Farbe habe ich überhaupt nicht kapiert ,meinst du vielleicht Blut?


    Mehr werde ich jetzt nicht zitieren ,sondern einfach etwas allgemeines Schreiben.Du beschreibst die Nacht als den gefährlichen Tod und hat etwas mystisches und unheimliches ,wenn man die Zeilen liest. Worauf du aber achten solltes ,ist besonders der Sinn eines Gedichtes ,denn es erzählt eine kleine Geschichte und auch manchmal sind die reimenden Worte nicht ganz "bei der Sache". Aiuch auf die abwechslund solltest du mehr achten ,nicht immer diese Paareime oder die Kreuzreime ,sondern versuch auch mal überhaupt keine Reime ,denn sowas kommt schließlich auch mal vor. Aber deine Ballade enthält eigentlich wirklich alle Punkte ,die eine Ballade enthalten soll ,besonders Drama kann man bei dir finden.


    Schwarze Weihnacht~
    Also zurecht hat es den dritte Platz gemacht (=. Denn es ist wirklich etwas tragisches und dramatisches ,aber dennoch muss ich lächelnd ,wenn ich die einzelnen Zeilen und weiteres lese. Liegt warscheinlich daran ,dass ich sehe und lesen ,wie viel Mühe du dir gegeben hast.Diesmal war es Inhaltlich viel besser als das erste und dir fallen immer perfekte Reime ein ,die dir so spielerisch einfallen. Auch wenn die Zeilen wirklich kanpp gehalten sind ,sind sie dennoch sehr schön und schon für's anschauen ,hat man wirklich lust es zu lesen.
    Doch auch ich muss dir Kritik geben. Du hast schon wieder etwas schwierige Wörte auftauchen lassen ,die man auf anhieb nicht wirklich kapiert. Auch bei ein paar Stellen ist es etwas merkwürdig und ich bleibe ahnungslos zurückgelassen. Bevor du eine Handlung notierst ,solltest du auch auf den Sinn der Sache sehen und darauf an. Mir gefallen übrigens ,die erwählten Bilder von dir und auch das du die Quellen notiert hast ist auch gut^^.


    Schlussätze
    Gott ich möchte eine Benachrichtigung! Ich bin wirklich ein Fan von dir geworden ,auch wenn ich dir Kritik gebe , mag ich deine Balladen und finde si wirklich herzzereißend. Du beschreibst alles mysteriös ,einfach herrlich!
    Am besten du machst es mir per Gb ,weil mein Postfach immer so voll wird >_<''. Hoffe mein Kommi hat dir etwas weitergeholfen und war nciht zu kurz.


    Lg Venus~ :love:


  • Vorwort
    Und so stelle ich auch nochmal ein neues Gedicht online, selbst wenn ich von diesem nicht so sehr überzeugt bin. Es ist mir einfach zu oberflächig und man weiß direkt, worum es geht. Aber das liegt vermutlich daran, dass es sich wie von allein geschrieben hat. Ich war am Malen und auf einmal überkam mich ein seltsames Gefühl, da auch ein trauriges Lied im Radio lief (weiß nicht mehr, welches es war). Dann habe ich ein Blatt und einen Bleistift gezückt und et voila, das Gedicht entstand. Es soll davon handeln, dass jemand mit dem Leben absagen wird und nicht möchte, dass seine Freundin es ihm nicht verzeihen wird. Somit könnte man es als Abschiedsbrief auffassen.



    So siehe, es ist mein Abschied



    Glaub' mir, ich werde dich immer lieben
    ich werde dich niemals vergessen
    doch längst haben mich schon ihre Mäuler zerfressen
    bald - schon bald wird er mich kriegen.



    Ja, ich weiß er wird kommen
    meine Zeit ist nun vorbei
    ob ich deswegen traurig sei?
    ich weiß nicht, ich fühle mich gar beklommen.



    Wenn die Welt dir niemals wohlgesonnen
    dann ist jeder Tag ein einziges Leid
    ehe sich erhebet das finst’re Kleid
    langsam werde ich schon ganz benommen.



    Du fragst dich, wieso es hier das Ende nimmt?
    ich sage, ich kann es dir nicht erklären
    es würde mir nur die letzten Minuten erschweren
    bis mir schließlich das Licht verglimmt.



    „Liebe hält bis zu Ewigkeit“
    ich weiß, so sollte es immer heißen
    doch mein Leben wird sich nimmer weißen
    glaub mir, jetzt ist die Zeit.



    Dir ist bewusst, du wirst mich nie wiedersehen
    Finsternis kennt keine Geduld
    doch ist es keineswegs deine Schuld
    bitte, du musst mich jetzt verstehen.



    Du sollst mich bitte deswegen nicht hassen
    jeder wird das Schwarz einmal bergen
    nur noch wenige Minuten – dann werde ich sterben
    verzeih mir, denn ich werde dich bald verlassen.





    LG~

  • So, obwohl ich noch nie ein Gedicht kommentiert habe, werde ich mich jetzt mal daran versuchen :3 Ich weiß nicht, in wie weit man Gedichte kritisieren kann/sollte, weil man in Gedichten ja nichts grundsätzlich falsch machen kann und Gedichte ja eigentlich etwas ziemlich persönliches sind.
    Daher fasse das nicht als Kritik, sondern vielmehr als Meinung auf - und als Interpretation, wobei du die ja (leider?) schon in einem kleinen Teil vorweggenommen hast.


    So, bevor ich das Gedicht jetzt Strophe für Strophe durchgehe, erstmal etwas allgemeines: Das Thema ist natürlich schon öfter angesprochen worden und auch ein nicht ganz einfaches Thema. Ich finde, du hast es ziemlich gut hinbekommen, die Gefühle der Person rüberzubringen, und du benutzt teilweise sehr, sehr schöne Reime. Was ich mir gewünscht hätte, wäre nur ein mehr oder weniger festes Metrum, um die Reime auch wirklich zur Geltung zu bringen. So liest sich das Gedicht manchmal etwas holprig - was nichts daran ändert, dass es ansonsten sehr schön geschrieben ist.


    Zitat

    So siehe, es ist mein Abschied


    Wunderschöne Überschrift! Das musste ich grade einfach sagen.


    Zitat

    Glaub mir, ich werde dich immer lieben
    ich werde dich niemals vergessen
    doch längst haben mich schon ihre Mäuler zerfressen
    bald - schon bald wird er mich kriegen.


    Interpretierend würde ich sagen, das Lyrische Ich hält es in seinem Leben nicht mehr aus - andere Menschen machen es fertig, vor allem durch ihre Worte (zerfressene Mäuler). "Er", nehme ich an, ist der Tod, der das Lyrische Ich dann praktisch zu sich nimmt. Dennoch möchte es, dass seine Freundin weiß, dass es nicht ihre Schuld war.
    Rechtschreibung: Ein ' hinter das "Glaub" wäre super :3


    Zitat

    Ja, ich weiß er wird kommen
    meine Zeit ist nun vorbei
    ob ich deswegen traurig sei?
    ich weiß nicht, ich fühle mich gar beklommen.


    Das Lyrische Ich ist sich jetzt vollkommen sicher, dass der Tod es holen wird. Es empfindet aber nichts dabei, weiß nicht, wie es sich fühlen soll. Ich persönlich hätte gedacht, es freut sich auf den Tod, der ja schließlich die Erlösung verspricht - andererseits ist da ja immer noch die Freundin, über deren Verlust es ja wohl eher traurig ist. Daher - gar nichts mit einer Tendenz zum Negativen. Ganz fantastisch der vorbei-sei-Reim, und vor allem die dritte Zeile, diese Frage, ist absolut genial!


    Zitat

    Wenn die Welt dir niemals wohlgesonnen
    dann ist jeder Tag ein einziges Leid
    ehe sich erhebet das finst’re Kleid
    langsam werde ich schon ganz benommen.


    Bezug zu den Mäulern - eine Bestätigung, dass das Lyrische Ich kein lebenswertes Leben führt (Ausnahme: Freundin). Das "finstere Kleid" hätte ich wieder als den Tod gedeutet - eigentlich habe ich auf eine Weiterführung dieses Gedankens gewartet, aber leider hast du diese schöne Metapher dann schon wieder zur Seite gelegt. Benommenheit - die Negative Spur verschwindet, der Zustand des Lyrischen Ichs wird trüber, verschwommener.


    Zitat

    Du fragst dich, wieso es hier das Ende nimmt?
    ich sage, ich kann es dir nicht erklären
    es würde mir nur die letzten Minuten erschweren
    bis mir schließlich das Licht verglimmt.


    Das Lyrische Ich will sein Verhalten nicht erklären, vielleicht aus Angst, dadurch seinen einmal gefassten Entschluss, sich das Leben zu nehmen, zu zerrütteln und dann nichts mehr zu haben, an dem es sich festhalten kann. Besonders stark finde ich hier die zweite Zeile - mit einer Betonung auf dem 'kann' wirkt sie sehr eindringlich.


    Zitat

    „Liebe hält bis zu Ewigkeit“
    ich weiß, so sollte es immer heißen
    doch mein Leben wird sich nimmer weißen
    glaub mir, jetzt ist die Zeit.


    Völlige Hoffnungslosigkeit des Lyrischen Ichs, es sieht keinen Ausweg mehr aus seiner Situation, bereut aber, nicht stark genug zu sein, um den im ersten Vers genannten Sinnspruch zu erfüllen. Die dritte Zeile irritiert mich etwas, "weißen" im Sinne von "weiß werden", also sich wieder zum Guten wenden, ist doch ein ziemlich seltsamer Ausdruck - ich weiß nicht, gibt es ihn wirklich?


    Zitat

    Dir ist bewusst, du wirst mich nie wiedersehen
    Finsternis kennt keine Geduld
    doch ist es keineswegs deine Schuld
    bitte, du musst mich jetzt verstehen.


    Ich könnte mir vorstellen, dass die Freundin (spätestens) bei diesen Zeilen zu weinen anfängt. Das Lyrische Ich möchte noch einmal betonen, dass die Freundin keinerlei Schuld trägt, aber die Finsternis - der Tod? das schlechte/böse Leben? - wartet nicht, dass sich etwas zum Besseren ändert.


    Zitat

    Du sollst mich bitte deswegen nicht hassen
    jeder wird das Schwarz einmal bergen
    nur noch wenige Minuten – dann werde ich sterben
    verzeih mir, denn ich werde dich bald verlassen.


    Eine Steigerung (mehr oder weniger... nicht ganz, aber sowas in der Richtung.) - sie soll es verstehen und ihn deswegen nicht hassen (wobei ich nicht denke, dass sie das tun wird.) Das Schwarz bergen heißt wohl sterben - könnte also sein, dass die Finsternis aus der vorigen Strophe wirklich der Tod war. Das letzte 'bald' irritiert mich etwas - wenn die Freundin das liest, ist er ja wohl schon tot.


    Hmm. Insgesamt ein sehr schweres Gedicht, schwer im Sinne von... naja, nicht das schwer, was ein 'einfach' als Gegenteil hast. Einige Fragen bleiben offen - warum genau will das Lyrische Ich sich umbringen? Es muss etwas sein, dass schwerer wiegt als seine Freundin, und die scheint er ja wirklich aus tiefstem Herzen zu lieben. Also muss es wirklich etwas verdammt schlimmes sein, dass nicht einmal seine Freundin 'ausgleichen' kann. Dennoch möchte ich ihm in den Hintern treten und sagen, dass Selbstmord garantiert nicht der richtige Weg ist - daher hoffe ich einfach, dass die Freundin es durch irgendeinen Zufall geschafft hat, das Lyrische Ich an seinem Vorhaben zu hindern.
    Was mich auch sehr interessieren würde: Welches Lied hast du gehört, dass dich zu so einem Gedicht inspiriert hat? o-o Schade, dass du es nicht mehr weißt.


    Nun, ich weiß nicht, in wie weit dir das geholfen hat - aber es sollte ja auch keine Kritik sein, sondern eher eine Meinung und Interpretation. Daher hoffe ich einfach, dass du Freude am Lesen hattest :)

  • So, wird Zeit, mein Versprechen einzulösen... Ich schreib erstmal nur was zu einem Werk, da meine Zeit dafür nicht gerade wohlwollend ist und Du dreimal so lange warten dürftest, wenn ich direkt alle machte, also von daher, heute nur eins und später dann weiter mit den anderen, möglicherweise.



    Bezüglich Die Nacht


    Zitat

    Die Nacht verbirgt den Tag...

    Oh, ist ja erstmal der Titel des Themas, aber in Vers 1 ist er mir direkt wieder begegnet. ;D Hm, ich mag so "Satztitel" nicht wirklich, muss ich dazu allerdings sagen. Zumindest ist er nicht random, sondern direkt ein Zitat der Sammlung. Das lässt mich vermuten, dass Du damit eine besondere Bedeutung verbindest, auf die ich vielleicht später nochmal zurückkomme...


    Lol, das ist jetzt ziemlich random der Gedanke, aber irgendwie erinnert mich das Gedicht zu weiten Teilen (wenn auch nicht komplett, ist aber vielleicht auch besser so) an die Story vom neuen Golden Sun. ;D (Hm, noch mehr random: Ich seh gerade auf der Wikipedia, weil ich sonst keine Sorgen hab jk, dass alle drei Spiele der Serie von der USK milder bewertet wurden als von der PEGI. Schön und gut, aber sie sollen lieber die ach so bösen "Killerspiele" mal in Ruhe lassen... *hust*)


    Zitat

    Denn wenn die Nacht den Tag verbirgt, / 4
    ist Dunkelheit, was die Welten ziert. / 4
    Finsternis verschlingt die Zeit, / 4
    bringt die Angst, bringt das Leid. / 4

    Hm, ich hab hohe Ansprüche an Dich lal, also fang ich direkt mal drakonisch an: Das böse Versmaß. Fett markierte Silben seien im Zitat mal die betonten.
    Vers 1 ist perfekt, müssen wir nicht weiter drüber reden, genau wie auch Vers 3 (mag zwar für die wirklich radikalen Formheinis Jambus vs. Trochäus sein, aber ich stör mich daran nicht, weil's mich am wenigsten interessiert, wie ein Vers anfängt). Aus der Reihe tanzt dann Vers 2, da hat sich eine Silbe zu viel eingeschlichen. Warum nicht beispielsweise sowas wie "die Dunkelheit die Welten ziert"? Da wär der "Fehler" dann logischerweise nicht mehr. In Anführungszeichen letztendlich, weil ich beim ersten Lesen noch gar nicht gemerkt hab (viel mir erst in anderen Strophen auf, dazu dann später mehr), dass da was aus der Reihe tanzt, von daher würd ich's als 'ne Kleinigkeit einstufen - ich nenn sie nur trotzdem. ;)
    Vers 4 ist lustig. Mathematisch betrachtet sieht er auch fehlerbehaftet aus, aber wir haben da eine Zäsur, die wir als "unbetonte Silbe" durchgehen lassen können. Von daher perfekt; auch würd's den schönen Parallelismus versauen, wenn man hier versuchte, was zu ändern.



    Zitat

    Und wage sich man sacht heraus,
    diene sich das Leben aus.
    Rote Farbe bringt die Nacht,
    seht bald hat es die Zeit vollbracht.

    Rote Farbe? Irgendwie hab ich jetzt so eine heruntergekommene Großstadtszenerie im Kopf, wo man, wenn man nachts rausgeht, besser nicht das Licht der weiten Straßen verlassen sollte, weil sonst Blutvergießen und mit sacht angehen is da nix mehr, wenn die Penner einen haben, lal.
    Kann aber letztendlich auch einfach die Morgenröte sein, hm...



    Zitat

    Kostbar, wertlos, stumm wie still,
    zerreißt sie das, was sie nicht will.
    Verschleiert sanft ihr Angesicht,
    verschlingt all das gleißende Tageslicht.

    Jo, die Strophe hier war's, die mich aufs Versmaß stutzig gemacht hat, Vers 4 konkret. Wenn Du das tatsächlich gewollt hast, dass der mal wirklich anders als das komplette Gedicht aussieht, von mir aus, da die künstlerische Integrität eh das Letzte ist, was man anzweifeln sollte, aber mir persönlich gefiele mir ein normaler jambischer Vers hier so viel besser. :( Beispielsweise einfach "verschlingt sie all das gleißend Tageslicht". Das hat jetzt zwar die fünfte Hebung (die andern Verse haben ja nach wie vor die vier), aber hat auch irgendwie seinen Reiz, inhaltlich zentrale Verse mithilfe von ungewöhnlichen Längen zu akzentuieren, gerade wenn sie so am Strophenende stehen. ;) (Lol, der Verschlinger erinnert mich dazu witzigerweise an mich selbst, ich hab mal ein ähnliches Bild benutzt und das direkt aus seiner Strophe komplett rausgerissen. Ist jetzt wahrscheinlich Zufall, huh.)


    Gut, Interpretation. Hachja, jetzt bin ich tatsächlich immer noch in Berlin-Neukölln oder so unterwegs... "Zerreißt sie das, was sie nicht will" - da draußen macht irgendwie eine harte Schurkenbraut Ärger (die ostländische Königin der Nacht? lol) und sieht ihren Opfer dabei vielleicht nichtmal wirklich ins Gesicht bzw. zeigt ihrs nicht (Schleier...Islamisten? .-.). Erinnert mich auch so an die Mythen um die Cour des Miracles, über die man wohl auch sagt, dass man(n) sie nur lebend verlässt, wenn man eine dort lebende Frau heiratet. ;D So nach dem Schema "Gib mir Deine Tasche mit Inhalt, die wird bei mir ein gutes Zuhause finden, aber Dir reißen wir die Gliedmaßen ab und die Gedärme heraus und dann kommste bei Mama auf den Teller, mein Süßer".
    Wo steiger ich mich da bloß wieder rein... Ich glaub irgendwie nicht, dass Du mir echt so eine Geschichte erzählen wolltest, lal.



    Zitat

    Die Nacht sie kommt, die Nacht sie geht,
    sie leben nimmt, sie heute steht.
    Der Feind ist einzig nur die Zeit,
    denn sie erhebt des Tages Kleid.

    Leben groß. Ansonsten kurz zum Versmaß: Erste Strophe ausschließlich mit 4er-Jambus, guck an. Und ich dachte Du wechselst gerne die Anfänge. ;D
    Hm, wem ist die Zeit denn der Feind, wenn wir's auf meine bisherigen Ideen beziehen? Würd ja sagen dem Terrorprinzesschen, weil die mit ihren Schandtaten eben zur Dämmerung schon Gefahr läuft, einen unverzeihlichen Fehler zu machen - sie könnte gesehen werden.
    Bin noch am Rätseln mit dem Tageskleid... Du meinst, über die Welt ist quasi ein Kleid gestülpt, so ähnlich wie das bei anderen Autoren gern gebrauchte "Tuch der Nacht", nur hier komplett gegensätzlich dazu benannt?



    Zitat

    Und wenn sie dann zu Neige geht,
    der Tod über die Auen weht,
    sie zeigt ein letztes Mal den Schein,
    bringt dann die ganzen Seelen heim.

    Auen? Mist, ich bin nicht in Berlin-Neukölln, sondern im Auenland. Ok, wenn der gute Gollum dahin fände, wer weiß... ;D   ;D   ;D
    Tjo, Seelen heimbringen, klingt euphemistisch... Wenn ich's trotzdem mal auf meine idiotische Interpretation beziehe, werden sämtliche Beweise vertuscht und nie wird irgendwer was erfahren. Mit dem Sonnenaufgang ist alles weg, was zur falschen Zeit am falschen Ort war. Gute Nacht. *hust*



    Hm, wenn ich's mal mit einer weniger brisanten Interpretation versuche: Ich hab mal gehört, Leute sterben tendenziell zumeist im Winter, der dazu die längsten, dunkelsten und kältesten Nächte hat... Hm gut, Winter haste hier jetzt nirgendwo, aber das konstruier ich mir hier nur gerade, weil ich absolut nicht weiß, ob der (natürliche) Tod eigentlich eher bei Tageslicht oder wirklich des Nachts eintritt. In letzterem Fall würd's halt passen, was sonst.


    Ach huh, jetzt hab ich Deine eigenen Erklärungen zum krönenden Abschluss des Kommentarschreibens auch mal gelesen... Ergibt damit perfekten Sinn, jo. Wenn ich wollte, könnte ich das Werk mit den Informationen jetzt nochmal durchgehen, aber ne, die Energie lass ich mir jetzt einfach mal für andere Werke Deiner Feder, und den Spaß an dieser Stelle potenziellen neuen Kommentatoren. ;D Hoffe, Du hattest mit meinem pathologischen Exkurs trotzdem Spaß, lal.





    Dann mal noch sonstige Sachen, die nicht mehr so direkt in den Kommentar reinzählen...



    Zitat

    steht’s

    Stets. Und in der Signatur haste nochmal einen ähnlich peinlichen Fehler. Um Dir mal noch Freude an dessen Suche zu lassen, soll's nur ein Tipp sein: Manchmal stehen einem derartige Dinger bis zum Hals. :P


    Zitat

    Danke an...
    ~ Fatum, der mich dazu angespornt hat, ein eigenes Topic zu erstellen.

    Oh, hab ich das? Ich weiß nur, dass ich gesagt hab, dass ich Zeug von Dir lesen will. ;D


    Btw, warum erstellst Du Dir als FAler Deine Grafiken eigentlich nicht selbst? ;D Ich könnte mir vorstellen, dass das echt nützlich wäre, wenn man seine Ideen einfach mal selbst grafisch darstellt und das dann vielleicht sogar wieder in Wechselwirkung mit dem Text geht, wer weiß. Davon ab kann ich mich nicht erinnern, dass wir sowas hier jemals hatten (gut, ich bin erst seit 'nem knappen Jahr hier aktiv, keine Ahnung was davor so los war lol).


    Zitat von Knight_Venus

    wenn ich auch bei dem Wort "ziert" ,etwas verwirrt war/bin ,denn ich denke nicht sehr das es einen Sinn ergibt "Die Weltern ziert". Verstehe mich nicht falsch ,ich mag sehr wohl deine Gedichte ,doch du solltest nicht nur ans Reimen denken ,sondern auch ob jedes Wort auch einen tieferen Sinn hat ;3.

    Gegenfrage: Hast Du Dir auch nur zwei Minuten ernsthaft mal selbst darüber Gedanken gemacht, was sie damit sagen will? ;) Man kann's sich mit den Kommentaren auch sehr leicht machen...


    Zitat von Noxa

    Was deine Reime betrifft, muss ich dir leider widersprechen, denn in einem Gesicht selbst würde ich eher nicht das Reimschema über einen Haufen werfen. Und generell schreibe ich lieber Gedichte mit Reimen, da ich es ohne nicht so gut hinbekomme ^^“ Außerdem würde man es dann vielleicht kein Stück mehr verstehen O_o

    Jo, Reime haben ist in Ordnung und wild durcheinander, so wie's Venus haben will, muss man's jetzt auch nicht wirklich machen, das stimmt. ;) (Genau bei der Nacht würd ich gerade nicht Reim und Struktur aufgeben, soviel schonmal dazu. Da die von so einem unaufhaltbaren natürlichen Lauf erzählt, hat die keinen "Lumpenvers" verdient. ;D)
    Unabhängig davon trau ich Dir aber zu, dass Du auch was Schickes mit nur unreinen bis keinen Reimen hinkriegen könntest. Vielleicht hast Du ja eines TagesNachts mal eine zündende Idee dafür...



    Und schließlich zum Abschluss: Würd mich freuen, wenn Du irgendwann auch mal bei meiner Sammlung vorbeischaust und vielleicht sogar auch kommentierst. Das müsst mit dem Teufel oder Vergleichbarem zugehen, wenn ich da nix im Angebot haben sollte, das Dir irgendwie zusagt. Ich halt uns für stilistisch verwandt (und ich das eigentlich noch am wenigsten - mindestens drei Leute haben mir beim WB die Schwarze Weihnacht unterschieben wollen, wohingegen ich meine Zweifel hab, ob mir jemals so eine Geschichte in den Sinn gekommen wär...Aber unabhängig davon liebe ich sie). ;D



    Man liest sich. Spätestens bei meinem nächsten Kommentar hier.

  • [tabmenu][tab=Huhu]
    Da bin ich nochmal nach einiger Zeit. Dank Fatum hat mein Topic nun auch einen neuen Namen, der nicht mehr so 0815-like ist. Den Startpost werde ich dem demnächst auch noch anpassen. Entschuldigt ihr beiden, dass ich erst jetzt auf eure Kommentare eingehe, aber ich habe mich trotzdem sehr darüber gefreut. Vielen Dank dafür <3  


    [tab=Chi]
    Du hast noch nie ein Gedicht kommentiert? Dafür ist dein Kommentar aber sehr gut, würde ich mal sagen. Was das Metrum angeht, da hast du wohl recht. Passiert mir gerne mal, dass es hier und da etwas holprig klingt und ich hoffe auch, dass sich das mit der Zeit legen wird. Es freut mich aber, dass es dir dennoch gefällt. Yay, dir gefällt dir Überschrift. Weißt du auch, wo ich da kurz dran denken musste? An „Farewell… my friend“, was wir mal zusammen gemalt haben ;)


    Deine Interpretation trifft es wohl auch schon so ziemlich, würde ich es mal sagen. Oder zumindest hört sie sich auch sehr sinnvoll an, denn ich denken seine eigenen Ideen behält man dann doch lieber erst mal für sich, oder nicht? Was noch die letzte Zeile angeht, über deren Inhalt du dich gewundert hast: Klar, wenn die Frau den Brief liest, ist er schon Tod, aber gemeint ist eher der Zeitpunkt, wo er denn wenn man einen Brief schreibt, berichtet man ja auch oft über sein „jetziges“ Empfinden als über das, was man haben wird, oder? Naja, ist wohl Ansichtssache, aber andernfalls wäre es bestimmt auch sinnvoll gewesen.


    Zu deinem letzten Punkt lässt sich wohl noch sagen, dass Lyrischen Ich eigentlich nicht mehr geholfen wurde. Aber ich weiß nicht, ob ich es dir verklickern soll, daher sage ich es dir höchstens mal, wenn wir separat schreiben, um hier nicht irgendjemanden die Interpretationsfreude zu rauben xD


    Vielen Dank, Chi <3  
    Eine Freude war es mir auf jeden Fall ^_^



    [tab=Fatum]
    Da ich ja weiß, wie sehr du die Zitate-Version magst, werde ich diese auch gleich mal anwenden, damit du nicht suchen musst, worauf ich mich beziehe :P


    Zitat

    Lol, das ist jetzt ziemlich random der Gedanke, aber irgendwie erinnert mich das Gedicht zu weiten Teilen (wenn auch nicht komplett, ist aber vielleicht auch besser so) an die Story vom neuen Golden Sun. ;D

    Oha... Golden Sun? Da hätte ich ja so schnell keinen Bezug zu gefunden ^^ Aber mag sein, ich weiß es nicht.



    Zitat

    Hm, ich hab hohe Ansprüche an Dich lal, also fang ich direkt mal drakonisch an: Das böse Versmaß. Fett markierte Silben seien im Zitat mal die betonten.



    Da wusste ich nicht so recht, was ich zitieren sollte. Aber wieso hohe Ansprüche? :O
    Aber auch bei den weiteren Zeilen hast du recht, das Metrum ist nicht so prickelnd an manchen Stellen. Zwar habe ich es bei meinem Neuen Gedicht noch nicht wirklich umsetzen können, werde aber jetzt versuchen, besser drauf zu achten.



    Deine Interpretation kann ich wohl wenige zitieren, aber ich ich fand es sehr amüsant, sie zu lesen. Vor allem den Satz mit der Schurkenbraut und dem Auenland. So gesehen könnte das sogar rumkommen, wobei es jetzt nicht gemeint war. Aber die Idee allein gefällt mir sehr gut, außerdem ist sie auch nicht so gewöhnlich, würde ich mal spontan sagen. Auf deine Tipps und Ratschläge kann ich wohl weniger gut drauf eingehen, aber vielen Dannk, sei an der Stelle schon mal gesagt. Werde auch versuchen, sie zu berücksichtigen.



    Sonstiges




    Zitat

    Stets. Und in der Signatur haste nochmal einen ähnlich peinlichen Fehler.


    Habs echt nicht mehr gefunden, das "stets" :O (werde es aber nachher nochmal suchen gehen)



    Zitat

    Oh, hab ich das? Ich weiß nur, dass ich gesagt hab, dass ich Zeug von Dir lesen will. ;D  


    Indirekt hast du das, ohne es überhaupt zu wissen ;) Zumindest so der letzte Tritt in den Hintern, um voranzukommen.



    Zitat

    Btw, warum erstellst Du Dir als FAler Deine Grafiken eigentlich nicht selbst? ;D Ich könnte mir vorstellen, dass das echt nützlich wäre, wenn man seine Ideen einfach mal selbst grafisch darstellt und das dann vielleicht sogar wieder in Wechselwirkung mit dem Text geht, wer weiß.


    Nützlich sowohl sinnvoll wäre es auf jeden Fall, aber wie schon gesagt: muss ja nicht heißen, dass ich gut malen kann, nur weil ich FA-ler bin :P Habs übrigens mal versucht gehabt, bin aber gescheitert. Daher bin ich wohl weiterhin so dreist und nehme andererleuts Grafiken.



    Zitat

    Unabhängig davon trau ich Dir aber zu, dass Du auch was Schickes mit nur unreinen bis keinen Reimen hinkriegen könntest. Vielleicht hast Du ja eines TagesNachts mal eine zündende Idee dafür...


    Wird sich zeigen, aber bislang eher ungewiss, da die zündende Idee sich momentan sehr zurüchält. ;)



    Zitat

    Und schließlich zum Abschluss: Würd mich freuen, wenn Du irgendwann auch mal bei meiner Sammlung vorbeischaust und vielleicht sogar auch kommentierst. Das müsst mit dem Teufel oder Vergleichbarem zugehen, wenn ich da nix im Angebot haben sollte, das Dir irgendwie zusagt. Ich halt uns für stilistisch verwandt



    Haha! Habe ich ja sogar getan. Ob es dich gefreut hat, ist natürlich die Frage ;) Aber es gibt durchaus Gedichte, die gerne mal von mir kommentiert werden können (auch weiterhin), selbst wenn ich dir keine Ratschläge bezüglich des Schreibens von Gedichten geben kann. Da zählt wohl vor allem die Erfahrung. ;)



    Sou... nochmal Danke für deinen langen, ausführlichen und hilfreichen Kommentar =) Ist hier immer gern gesehen.
    Herz, lol -> ♥


    [/tabmenu]

    Vorwort
    Nach einer kleinen Weile kommt auch nochmal etwas Neues angetrudelt. Es handelt sich dieses Mal um ein recht brutales Gedicht, daher nehme ich keinerlei Haftung für irgendwelche bleibende Schäden, falls die entstehen können sollten. Entstanden ist das Gedicht, wieder mal, in der Schule, wo ich halt auch die meiste Zeit meines Tages verbringen darf (*hust*). Es handelt sich wieder um etwas "Verborgenes", was in diesem Werk steckt, da auch einige Emotionen mit eingeflossen sind, wie man vielleicht auch lesen kann. Würde mich über Kommentare sowie Kritik sehr freuen.








    Wie die Klinge an deiner Kehle


    Es holt dich, es nimmt dir Raum,
    während du da liegst in deinem Fiebertraum.
    Dein Atem nur noch ein Keuchen ist,
    Erlösung ist das, was schon lang‘ vermisst.


    Es will dich, es wird dir lauern,
    ist es passiert, wirst du’s bedauern.
    Es sich freudig die Klingen leckt,
    die schon lange mit Blut befleckt.


    Es kommt jetzt, du hörst den Laut,
    wie es dir langsam die Kräfte raubt.
    In Nächten gehen die Lichter aus,
    sieh‘, es reißt dir bald das Herz heraus.


    Es ist nahe, du hörst den Atem,
    renne weg, das würde ich dir raten.
    Doch du bist schwach, bist allein,
    bald wird dein Keuchen zu Ende sein.


    Es umschlingt dich, es faucht dir in dein Ohr,
    du wirst es erleben, wie nie zuvor.
    Eine Reise durch diese Welt,
    die dich bis zum Ende hin quält.


    Es drückt deine Kehle zu,
    noch findest du aber keine Ruh.
    Wie durchdrungen mit heißem Stahl,
    musst durchleben diese Qual.


    Es raubt dich, nimmt dich langsam fort,
    siehe, wie du liegst nun dort.
    Du willst schreien, die Stimme versagt,
    hast dich zu weit hinausgewagt.


    Es beißt zu, du spürst den Begehr,
    doch du weißt, längst nützt keine Wehr.
    Jetzt es schmerzt dein ganzer Leib,
    und es weiß, es ist soweit.


    Es löst den Griff, es war mit dir,
    und man sieht deutlich, es war hier.
    Die Glieder regungslos und schlapp,
    hängen von deínem Bett herab.




    LG~


  • Guten Abend Noxa,


    da ich deine Werke sehr gerne lese, dachte ich, es wird an der Zeit auch mal eines zu kommentieren.
    Ich werde mich deinem neusten Gedicht „Wie die Klinge an der Kehle“ widmen. Da beim Lesen sehr stark eigene Erinnerungen und Gefühle mit ins Spiel kamen, wird mein Kommentar wohl eine persönliche Interpretation aufweisen. Also nicht wundern, wenn etwas "an den Haaren herbeigezogen“ erscheint.



    Wie die Klinge an deiner Kehle
    Dem Titel möchte ich mich am Ende widmen, weil dieser in meinen Augen eine „Schlüsselaussage“ darstellt.
    Am Reimschema ist nichts auszusetzen. Du verwendest durchgehend Paarreime ohne, dass sie gezwungen klingen. Zudem wird der Lesefluss auch nicht durch irgendwelche Ausreißer gestört. Was mir besonders gefällt, ist der Bezug zum Leser. Da man direkt angesprochen wird, versetzt man sich auch automatisch in die beschriebene Situation, wodurch diese nur noch intensiver wird. Bei einem so stark emotionalem und körperlichen* Gedicht, ist das natürlich sehr gut gewählt.


    * Mit körperlich meine ich, dass es sehr viel mit dem Körper bzw. mit dem Wahrnehmungsvermögen zu tun hat. Ich komme darauf ebenfalls noch genauer zurück, wenn ich deine Wortwahl behandle.



    Es holt dich, es nimmt dir Raum,
    während du da liegst in deinem Fiebertraum.
    Dein Atem nur noch ein Keuchen ist,
    Erlösung ist das, was schon lang‘ vermisst.


    Ein sehr schöner Einstieg mit „es holt dich“; weckt natürlich sofort das Interesse des Lesers (wir sind alle so neugierig).
    Die ersten zwei Verse beschreiben eine sehr unangenehme Situation. Etwas bderohliches nähert sich, engt dich ein, während man hilflos daliegt. Liegen ist ein sehr schönes Wort und ich sehe darin oft eine „ausgelieferte“ Situation. Zudem kommt noch, dass man im „Fiebertraum“ liegt, was gleich auf zwei Weisen Schwäche aufzeigt. Erstens hat man Fieber, ist also geschwächt, und zweitens liegt man auch noch „im Traum“, ist also nicht bei vollem Bewusstsein. Fieber verbinde ich auch noch mit Hitze, die natürlich unerträglicher wird, je weniger „Raum“ an hat.
    Diese Situation führt auch schon zu den nächsten zwei Versen. Dass das lyrische Du in der, aus Vers 1 und 2 beschriebenen, Situation kaum noch atmen kann, ist nicht verwunderlich. Was uns zum Abschluss führt, dem Wunsch nach Erlösung von dieser Enge und Hitze.


    „Es“ kann vieles sein. Verantwortung, Emotionen, unerfüllte Wünsche... Es gibt wirklich eine Menge Dinge im Leben, die uns erdrücken, uns wie unter Fieberwahn leben lassen und man wünscht sich nichts mehr, als dass diese Last doch verschwinden möge.



    Es will dich, es wird dir lauern,
    ist es passiert, wirst du’s bedauern.
    Es sich freudig die Klingen leckt,
    die schon lange mit Blut befleckt.


    „Es wird dir lauern“- lauern hat immer etwas von „man fühlt sich zwar sicher, aber die Gefahr ist da und es ist ungewiss wann sie zuschlägt“. Und so einfach wird man auch etwas, das lauert nicht los. Im zweiten Vers wird es dann richtig interessant. Ich denke, wenn man etwas „bedauern“ kann, dann hatte man vorher oft die Möglichkeit sich selber für verschiedene Möglichkeiten zu entscheiden. Vielleicht hat das Lyrische Du auch noch die Möglichkeit der lauernden Gefahr zu entkommen, tut dies aber nicht. Die letzten beiden Verse betonen noch mal die Gefahr des Lauernden bzw. der letzte Vers impliziert, dass schon einmal etwas schlimmes passiert ist, denn die Klinge ist bereits befleckt.
    Hier ist es interessant sich zu fragen, warum die Klinge mit Blut befleckt ist und wessen Schuld das denn ist. Vielleicht hat „Es“ schon andere Opfer Heim gesucht, aber vielleicht ist es das Lyrische Du, dessen Hände befleckt sind. Kann ja auch die eigene Klinge sein, die einem gefährlich wird...



    Es kommt jetzt, du hörst den Laut,
    wie es dir langsam die Kräfte raubt.
    In Nächten gehen die Lichter aus,
    sieh‘, es reißt dir bald das Herz heraus.


    Und jetzt macht es sich bemerkbar. Aber man hört es bloß, was meiner Meinung nach das ganze noch bedrohlicher macht. Man hat zwar Angst, aber kann sich nicht richtig schützen, weil man nicht sieht woher es kommt. Ungewissheit kann sehr kräftezerrend sein...
    „Die Lichter gehen aus“ ist wirklich eine schöne Wahl. Dadurch, dass Licht da war und jetzt plötzlichv erschwindet, ist das Lyrische Du nur noch irritierter. Sollte man hier Licht mit dem beliebten Synonym für Hoffnung gleich setzen, dann kann man auch davon ausgehen, dass dem Lyrischen Du auch noch die letzte Hoffnung genommen wird, oft das,was uns selbst am Ende noch etwas Kraft gibt. Die Voraussicht im letzten Vers ist noch einmal eine Bestätigung, dass die Hoffnung weg ist.



    Es ist nahe, du hörst den Atem,
    renne weg, das würde ich dir raten.
    Doch du bist schwach, bist allein,
    bald wird dein Keuchen zu Ende sein.


    Jetzt ist der Laut zum Atem geworden, was sehr gut die gefährliche Nähe von „Es“ ausdrückt. Mir gefällt hier vor allem die Wortwahl „Atem- Keuchen“, spiegelt sehr schön die Stärke von „es“ und die Schwäche vom Lyrischen Du wider. Auch der warnende Eisnchub im zweiten Vers ist gut gelungen. Das Lyrische Ich wirkte bis dato eher wie ein Beobachter, der nur berichtet. Das dieser jetzt selbst einen subjektiven Rat erteilen würde, unterstreicht noch einmal die gefährliche Situation.



    Es umschlingt dich, es faucht dir in dein Ohr,
    du wirst es erleben, wie nie zuvor.
    Eine Reise durch diese Welt,
    die dich bis zum Ende hin quält.


    Jetzt ist „Es“ so nah gerückt, wie es nur möglich ist. Dieser körperliche Kontakt, lässt die Angst nur noch stärker wirken. Die letzten beide Verse finde ich sehr interessant. Mir ist da ganz spontan dieses „dein leben läuft vor dir wie ein Film ab“ in den Sinn gekommen. Als würde „Es“ das Lyrische Du nocheinmal durch alles Erlebte (also durch die Welt vom Lyrischen Du) führen und die ganzen Erinnerungen scheinen nicht sonderlich schön zu sein.



    Es drückt deine Kehle zu,
    noch findest du aber keine Ruh.
    Wie durchdrungen mit heißem Stahl,
    musst durchleben diese Qual.


    Das ganze wird jetzt zu einer richtigen Folter. Mehr kann ich wohl zu dieser Strophe nicht sagen. Ein gut gelungenes Bild dieses „durchdrungen mit heißem Stahl“. Die Schmerzen, die das Lyrische Du empfindet, bringst du wirklich sehr gut rüber.



    Es raubt dich, nimmt dich langsam fort,
    siehe, wie du liegst nun dort.
    Du willst schreien, die Stimme versagt,
    hast dich zu weit hinausgewagt.


    Hier tritt wieder diese Hilflosigkeit zu Tage. Man liegt da, kann sich nicht wehren, nicht einmal ein lebenszeichen von sich geben. Der letzte Vers lässt glauben, dass wohl das Lyrische Du selbst Schuld an der Situation ist. Das würde auch zu meiner Interpretation aus Strophe zwei passen, wo vorrausgesagt wird, dass das Lyrische Du es „bedauern“ wird. Diese hilflose, gefährliche Situation ist wohl wirklich durch eine selbstständige Entscheidung entstanden.



    Es beißt zu, du spürst den Begehr,
    doch du weißt, längst nützt keine Wehr.
    Jetzt es schmerzt dein ganzer Leib,
    und es weiß, es ist soweit.


    Wieder eine Strophe, die Scherzen als auch die Hoffnungslosigkeit ausdrückt. Zudem scheint sich auch das Ende zu nähern, wie der letzte Vers andeutet.



    Es löst den Griff, es war mit dir,
    und man sieht deutlich, es war hier.
    Die Glieder regungslos und schlapp,
    hängen von deínem Bett herab.


    Und das Ende ist da. Was mir am besten an dieser Strophe gefällt, ist dass man feststellen muss, dass sich alles an einem vertrauten Ort abgespielt hat. Also eigentlich dort, wo man sich sicher und geborgen fühlen sollte. Vor allem das Bett ist ein Zufluchtsort, wo man sich „verkriechen“ kann und wo man träumt.



    Und jetzt zu deiner Wortwahl, weil mir diese außerordentlich gut gefällt.
    Wie ich vorher schon erwähnt habe, passt deine Wortwahl super um dem Leser die Emotionen näher zu bringen, um ihn mitleiden zu lassen. Formulierungen wie „leckt“, „faucht ins Ohr“, „umschlingt dich“, „drückt“ und „durchdrungen“, lassen das ganze realistischer erscheinen. Es sind keine abstrakten Gefühle und Metaphern mehr, sondern man „fühlt“ beim Lesen. Was mich auch zum Titel führt.
    „Wie die Klinge an deiner Kehle“- ein Vergleich, den man auch sofort mit Enge, Kraftlosigkeit und Hilflosigkeit assoziiert. Interessanterweise ist es aber trotzdem „nur“ ein Vergleich, während das Gedicht dann tatsächlich von Handlungen erzählt. Da ich persönlich das Gedicht von Anfang an als eine emotional schwierigen Situation interpretiert habe, ist für mich das ganze Gedicht eine Metapher, eine Definition des Vergleichs im Titel.


    Ich muss sage, deine Gedichte lesen sich wirklich spannend. Trotz düsterer Themen hast du einen sehr „bunten“ Wortschatz, verfällst nicht typischen Schlüsselwörtern.
    Was bleibt hier noch zu sagen, außer, ich würde gerne ab jetzt benachrichtig werden, beim Erscheinen neuer Werke.



    .: Cassandra :.


  • Vorwort
    Entschuldigt, das ich so lange keine Gedichte mehr online gestellt habe, aber ich hatte einfach das Gefühl, dass sie zu eintönig erscheinen und auch nicht wirklich gut waren. Jetzt kam mir die Tage aber schon immer die Idee von einem Gedicht, was mir schon immer durch die Gedanken zog und so habe ich es nun endlich mal aufgeschrieben. Viel dazu sagen kann ich nicht, da es sich einfach so gefügt hat, aber es hat auch eine tiefe Bedeutung, die bestimmt auch nicht schwer zu finden ist. Ansonsten stelle ich so zweifelhafte Gedichte nicht on, da ich aber so lange nichts mehr von mir hören gelassen habe nun endlich doch mal. ^_^  






    Splitterflügel

    Zersplittert liegt es da
    das, was mal ein Ganzes war
    zerstört von dir allein
    wieso kannst du also fröhlich sein?


    Ein Falter getragen im Wind
    sich windet so leicht und geschwind
    Freiheit, die du nicht hast
    dir aber bald zum Eigen machst.


    Denn Gewalt dein Nachbar
    der Hass dein Freund
    der Falter so greifbar
    sein Leben versäumt.


    Mit kalten Zügen
    lässt du es dort
    und soll ich denn lügen?
    denn es war Mord.


    Die Flügel zersplittert, liegt es so still
    wird nimmer getragen, so wie es will
    ein Schauer durchläuft - den, der dich sieht
    wie sich dein Lächeln durch die Welt hier siebt.


    Deine Flügel gestorben
    so traurig und allein.




    LG~


  • Yuii :D Nun sind wir also im Profi-Bereich :> Danke an alle Beteiligen und besonders Fatum ^_^


    Vorwort
    Heute lasse ich auch nochmal etwas von mir hören, selbst wenn mein letztes Gedicht ohne Kommentar blieb. Verzeiht in dieser Hinsicht bitte den Doppelpost. Momentan schreibe ich sehr viele Gedichte. Ich suchte die Tage vergebens in meinem Block nach einem freien Blatt, da alles einfach beschrieben war. Leider traue ich mich längst nicht alles hier hereinzustellen, aber ein Werk hat mich dann doch irgendwie überzeugt. Die Idee kam mir, da wir einfach Tag ein und Tag aus fast alles gleich machen. Zwar kleine Veränderungen, aber die Eintönigkeit (gibt es das Wort? oô) thront definitiv und dagegen können wir auch nichts tun. *sfz*







    Lebe im Fischglas


    Schwimme im Fischglas
    und spüre den Dreck
    der deine glänzend Schuppen befleck‘.


    Spüre das Wasser
    es deine Kiemen ertränkt
    zu viele Chancen hast du verschenkt.


    Höre die Welt
    so weit weg von dir
    du bist schon ewig alleine hier.


    Sieh‘ einen Riss
    wie er sich weitet
    bald dir ein klägliches Ende bereitet.


    Lebe im Fischglas
    selbst wenn deine Glieder wund
    denn egal was du tust, es geht rund und rund.





    LG~

  • So, es wird Zeit. Kommentier jetzt doch nur eins, aber ich denke, ich werd mich schon bald wieder melden für noch mehr. Mir war schon beim ersten Lesen des "Aquariums" danach, das direkt zu kommentieren, aber kannst es Dir denken, mir fehlte in dem Moment die Zeit und dann ging es wieder tagelang unter. :( Na was soll's, los geht's.





    Zitat

    Lebe im Fischglas

    Ah genau, das Fischglas. Wie oben schon angedeutet, ist es ja eigentlich besser unter jener (irgendwie gestelzten? ich weiß es nicht) lateinischen Bezeichnung bekannt. Gefällt mir aber besonders gut, wie Du den Fakt hier ignoriert hast und stattdessen dieses sehr einfach aussehende Wort "Fischglas" benutzt. Klingt jetzt verrückt, aber: Ich guck komisch, weil ich dieses Wort gar nicht kannte. Ich hätt aber erst recht komisch geguckt, weil es mit dem Aquarium bei der überhaupt sehr einfachen Sprache in diesem Gedicht schon ziemlich merkwürdig ausgesehen hätte.
    Unabhängig davon lässt sich, wie ich finde, diese sehr einfache Wortwahl aber auch wunderbar mit einem nicht gerade spannenden Alltag assoziieren... Wirklich gut gewählt. :)


    Zitat

    Schwimme im Fischglas
    und spüre den Dreck
    der deine glänzend Schuppen befleck‘.

    Hm, was mir soweit erstmal dazu einfällt, ist, dass es doch wahrscheinlich keinen "Dreck" geben würde, wenn das Glas regelmäßig gereinigt würde, oder? Na, gehen wir einfach mal weiter.


    Zitat

    Spüre das Wasser
    es deine Kiemen ertränkt
    zu viele Chancen hast du verschenkt.

    Das ist jetzt ja mal äußerst interessant. Wenn wir der Biologie glauben, bekommen ja Lungen Unterwasser Probleme, aber Kiemen funktionieren dagegen nur genau da, statt "ertränkt" zu werden - ein Oxymoron?
    "Spüre das Wasser"... Bin in Wirklichkeit aber ein totaler "Antibiologe", also nicht wirklich 'ne Ahnung von so Zeug. Darum frag ich mich jetzt: "Spüren" Fische eigentlich das Wasser, oder ist es für sie in etwa so wie die Luft für uns? So gesehen spüren wir die Luft (abseits der Atmung) nur in Form von Wind, aber starker Wind vermag sogar die Atmung zu behindern. Wenn ich das auf den Fisch übertrage, hm, könnte jetzt totaler Schwachsinn sein, aber wie fühlt der sich denn, wenn er gegen das Wasser (Wellen, Strom, ...) anzukämpfen hat? Macht ihm das auch zu schaffen? Das würd's jedenfalls zu einem Paradoxon reduzieren, aber wie gesagt, ich hab keine Ahnung. *hust*
    Dann die Chancen... Ich lass die für den Moment mal so stehen, vielleicht komm ich später nochmal darauf zurück.


    Zitat

    Höre die Welt
    so weit weg von dir
    du bist schon ewig alleine hier.

    Und wenn ich Unterwasser bin, höre ich alles, was außerhalb des Wassers geschieht, nur dumpf maximal. Passt natürlich wieder perfekt damit zusammen, dass der Fisch eben einfach in "seiner kleinen Welt" da lebt und draußen halt passieren soll was will, solang er nicht betroffen ist. So vermischt sich der Aspekt des eintönigen Alltags also auch noch mit einer gewissen Gleichgültigkeit zum Jenseits des Tellerrands...


    Zitat

    Sieh‘ einen Riss
    wie er sich weitet
    bald dir ein klägliches Ende bereitet.

    (Oh, 's Noxa kann "siehe" ohne E schreiben, Respekt! </troll>) Unter dem Riss versteh ich, dass das Glas einen Sprung hat, der das Wasser nicht mehr halten kann. Die Realität holt den Fischglasbewohner ein: Er wird nun zwangsweise mit der "Außenwelt" konfrontiert und muss entweder lernen, damit umzugehen, oder daran zugrunde gehen. Letzteres ist dann wohl die wahrscheinlichere Alternative...


    Fühl mich jetzt auch ein bisschen an die Chancen von oben erinnert, wenn auch vielleicht weit hergeholt: Wenn wir einfach mal sagen, dass der Bewohner in Wirklichkeit eben ein Mensch ist, dann müsste er sich, wenn er scheitert, schon die Fragen, warum er gewisse Chancen hat verstreichen lassen, gefallen lassen. Unsere Kultur und Gesellschaft sind von Freiheit geprägt, aber Freiheit bedeutet auch Verantwortung, sein Leben in die eigene Hand zu nehmen - hat der nicht (rechtzeitig) gemacht.
    Stutzig ob dieser Interpretation werd ich dann aber eben trotzdem genau bei der Wahl des Fisches im Aquarium. An Freiheit denk ich da jetzt überhaupt nicht, weil der Fisch ja bekanntlich ohne Wasser nicht leben kann (es sei denn er ist ein Karpador ;D   ;D ;D)! Folglich gibt es für ihn auch schlichtweg überhaupt keinen Weg, da irgendwie was "an seinem Leben zu ändern" - im Prinzip sogar noch "härtere" Umstände als ein Leben in einer Diktatur, bei dem es theoretisch immer die Chance auf den Sturz derselben gibt. Gott, zu viel Politik... *hust* Muh egal, weiter erstmal.


    Zitat

    Lebe im Fischglas
    selbst wenn deine Glieder wund
    denn egal was du tust, es geht rund und rund.

    Hm, wo ist denn der Riss jetzt hin, warum ist der nicht mehr da? Doch nicht das Glas hin?
    Von daher, wenn ich diese etwas ausufernden (lol was für eine passende Wortwahl ;)) Ideen von vorher mal kurz über Bo...aus dem Glas schmeiße (;)), komm ich jetzt wieder auf eine etwas andere Idee: Egal in welcher Gesellschaftsordnung wir überhaupt leben; es ist uns irgendwie stets ein nahezu verbindliches Grundgerüst für den Lebensablauf vorgegeben, das wir unabhängig von unseren Gefühlen dazu einfach einhalten müssen - denn sonst werden wir uns wahrscheinlich erst recht schlecht fühlen, also "Glieder noch wunder als sonst", sozusagen. Rund und rund...der Kreis des Lebens. ;)


    Hm ja, aber ich glaub auch, es sollte etwa in die Richtung gehen. Die durchgehende imperativische Wortwahl suggeriert auch noch, dass es eine höhere Macht - konkret den Sprecher - gibt, die den Fisch genau dazu auffordert, in diesem beschränkten Teil zu leben. Klingt irgendwie höhnisch, aber haut doch hin, oder?
    In dem Fall ist die Frage, warum im Fischglas und nicht im freien Wasser... Vielleicht: Wie gesagt, Freiheit heißt Verantwortung. In dem Bach da oder so muss er erstmal überhaupt klarkommen und das kann man von dem typischen Goldfisch nicht erwarten. Da, wo sie "geboren werden und aufwachsen", haben sie dann auch ihr Leben zu verbringen, bzw. in damit vergleichbaren Umständen. So ist der Lauf der Natur und es lässt sich auch auf Menschen zu einem nicht unwesentlichen Teil übertragen. Das prominenteste Beispiel dafür gibt uns einmal die Politik, lol, und zwar ist es bekannt, dass viele der Leute, die in der DDR aufgewachsen sind, heute im einen, freiheitlichen Deutschland wie verloren sind; merk ich durchaus auch an meiner eigenen Familie... Manche meiner verwandten Fische waren offensichtlich in keiner Form auf das Meer vorbereitet und würden gerne wieder zurück in das Glas, wtf. So in etwa. ;D Gott nein, fängt der schon wieder mit Politik an...



    Gut, wollen ja heute noch fertig werden, also hör ich mal auf mit der Herumspinnerei. ;D Bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich auch dieses Gedicht wunderschön finde und es mich natürlich in der Ansicht bestätigt, dass Du zu Recht hierher verschoben wurdest. ♥ Erwähnenswert aber auch noch, wie es irgendwie auch einen neuen Grad der Vielseitigkeit in diese Sammlung bringt, weil es einfach so anders ist als das, was man sonst von Dir kennt. ;) Keine Sorge, sowas forder ich natürlich nicht von meinen Autoren (genau wie ich es auch nicht kritisieren würde) - wollte es nur mal erwähnt haben. Ok, sinnfreies Gelaber. ;D


    Na dann, liest man sich wahrscheinlich bald wieder, und in diesem Sinne...

    Zitat


    LG~

    ...knick Dir diesen harten Failgruß, Du Langweiler. ;)   ;D


  • Vorwort
    Ich wollte es eigentlich schon seit knapp einer Woche online gestellt haben, aber immer kommt irgendetwas dazwischen, habe ich das Gefühl. Aber endlich nehme ich mir mal die Zeit dafür. Die Symbolik/die Metaphern in diesem Gedicht passen nicht so ganz zur Jahreszeit, muss ich gestehen, aber dennoch wollte ich das Gedicht nicht einfach verschimmeln und wollte lieber nochmal von mir hören lassen. Entstanden ist es rein zufällig, im Laufe der Zeit, würde ich einfach mal so sagen. Wie immer schön verpackt für euch und verriegelt, sodass ihr es entschlüsseln könnt. Würde mich über die ein oder andere Interpretation sehr freuen (natürlich sind auch andere Arten von Kommentaren gerne gesehen<3). =)




    D
    u warst einmal


    Ein blutrotes Blatt im Wind
    säuselt so leicht und geschwind
    hat längst die Heimat verlassen
    versucht nun neuen Halt zu fassen.


    Doch wie soll es dies erreichen
    wenn langsam schon die Ränder bleichen?
    Vergänglichkeit so schnell doch naht
    und auch bei uns endet einmal der Pfad…


    „Quirlig, quirlig mach dich auf
    dir der Wind das Herzlein raubt
    er sich nimmt deinen Lauf
    dein lachhaftes Märchen einfach geklaut.“


    Der Weg war längst schon weit
    der Traum wie Wunsch gescheit
    dennoch stoppt nicht der Zeiger
    der ewig Leben verweiger‘.


    Und so sinkt es langsam herab
    in Windes Stille das blutrote Blatt
    verwelkt und wertlos einstes Leben
    wird es nun nie wieder geben.


    „Traurig, traurig ist dein Enden
    gesucht und nicht gefunden
    nur gedreht sinnlose Runden
    wie konntest du dich so verschwenden?“


    So er dachte es sich wichtig
    doch das Leben war letztendlich nichtig
    Ein ewiger Traum von den Fernen
    winzig und allein nun in den Sternen.


    „Und ehe du es weißt, bist du vergangen
    fällst zu Boden, deiner Seele beraubt
    mit Verlaub, ist Schicksals Töten erlaubt?“


  • Vorwort
    Jaja, ich weiß schon. 'Sie postet schon wieder (doppelt)?' Aber wie bereits erwähnt, habe ich momentan eine kleine Schaffensphase und da mich mein letztes Werk nicht mehr ganz so stark überzeugt (*hust*), möchte ich gerne nochmal etwas Neues von mir zeigen. Über Meinungen aller Art würde ich mich nach wie vor sehr freuen, daher nur keine Scheu. Dennoch möchte ich erwähnt haben, dass das Gedicht auch makabere Inhalte zeigen "kann", daher sollt ihr als Leser hiermit gewarnt sein. Entstanden ist das Gedicht ziemlich plötzlich, muss ich gestehen. Ich war irgendwie am Tagträumen und als mich ein trauriges Gefühl übermannte, entstand dieses Herzstück (Jap, ich nenne es so. Vielleicht weiß ja jemand, was es damit auf sich haben könnte). Es ist denke nicht ganz so leicht zu verstehen oder könnte es mir zumindest vorstellen, obwohl das als Autorin selbst ja etwas schwer festzulegen ist. Die erste Strophe, möchte ich noch anmerken, ist ähnlich eines Vorwortes, damit sich niemand darüber wundert, wieso es wie ein Schnipsel darumhängt. Bin gespannt, ob sich jemand hier äußern wird. ^_^




    Mein stiller Pfad


    Hast du auch manchmal das Gefühl – dann, wenn die Einsamkeit dich übermannt -
    Dein Weg hier endet nach zu kurzem Pfade, als hätte dich alles mit einem Schlag überrannt.
    Und du kannst nicht mehr, fühlst dich immer mehr ausgelaugt und leer
    In einer unendlichen Schlacht habe ich gekämpft, doch nun verlor mein Einmann-Heer.
    Freut euch, ihr seht mich nie mehr.


    :::::::::::::::::::::::::::::::::::


    Wie es dazu kam, fragte ich mich in stiller Zeit, als ich war einsam, als ich war allein
    doch egal wie viele Fragen, meinen Kopf auch schlugen, die Antwort war nimmer mein
    denn das, was mich beschäftigt, ist eurer Kinder Brut, bewohnend diesen Erdball mit reichlich Übermut
    ob es sie störte, wie ihr Handeln ward? Lächerlich Gedanke, das weiß ich zu gut
    und doch in dieser Minute, wo Sekunden nur noch schreien, möchte ich gerne wissen
    diesen einen Grund, den es muss gegeben, damals, als ihr mich habt zerrissen.


    ~


    Dies‘ Biest von Blutdurst befallen, war schon lange dabei, mich zu verschlingen
    diese kalte Schneide durch mich zu rammen, allein dafür besaß es die Klingen
    und wenn ich euch erzählte, von diesem einen Ungetüm, welches ich fühlte
    hörtet ihr nur weg, warft es in den Abfall; grober Schmutz, der sich in mir wühlte
    war allein die Nahrung für dieses Wesen, das ich nicht mal kannte zu jener Zeit
    es aber bewuchs bereits all meine Glieder, als ich meinen Weg noch hielt weit
    und ehe ich es merkte, war es vorüber, hatte schon all meine Wünsche versät
    in diesen Garten voll Sehnsucht, den ich niemals fand; ja wahrlich, es war zu spät.


    Dennoch ließ sich nicht unterscheiden, der Begriff von Ende und Ziel
    nur wusste ich, egal wie ich es auch versuchte, diese Welt war mir zu viel
    dieser Schmerz, der sich durch mich fraß, ja Tag für Tag, hielt ich für egal
    doch sagte mir niemand, das genau diese Vergessenheit war meine Qual
    aber wer auch sollte reden, denn vergesst nicht, ich war stets allein
    ewig gestrandet ohne Schiff, auf dieser Insel aus purpurner Pein
    und wenn ich blickte in diesen azurblauen Himmel, gewesen mein Friede
    war auch dieser durchdrungen von eurem Lachen, welch trübes Trauerliede.
    ~
    Man sollte vermutlich denken, erst nach dem Tode kommt die Trauer
    daher verwunderlich, wieso das Leben meine Tränen leckt, welch ein Schauer
    begierig sucht nach diesem Salz der Erde, was in einem Jeden von uns steckt
    vergaß ich nur zu erwähnen, dass mein Weiß schon längst war befleckt
    ein weißes Kleid des Toten, zu letzten Stunde gebettet, welch ein Glück
    ich schon lange gehörte dem an, doch lag ich im Kerker, ich hilfloses Stück
    dort höhlte man mich aus, während meine Lippen waren eisern versiegelt
    nicht ein Schrei war zu hören, als Risse sprengten; mein Herz war also entriegelt.


    Wenn der Weg erst einmal deutlich, dann stürmt auf diesem rege Bewegung
    bis diese kehrt in massige Panik, ganz natürlich, nur wieso entglitt mir nicht diese Regung?
    leblos lag ich da, von diesem Biest geöffnet für all eure schändlichen Spielereien,
    wie ihr sie lieblich nanntet, wusstet jedoch nicht, das was ihr zerstörtet, waren all meine Innereien
    ‚Zuerst stoppen wir den Rhythmus dieses schwachen Körpers, legen ihn lahm‘,
    ja dies waren eure Gedanken - zu früh und zu spät - mehr war es nicht, als arm
    für stille Momente vergaß ich diese Sorgen, wollte nicht fühlen, ertränkte es in fehlender Zeit
    doch die Realität kehrt zurück und als dies traf ein, war ich nicht mehr als ein einzig‘ Leid


    Genau jetzt war der Zeitpunkt für ein letztes Wort
    wie schade, dass ihr es nicht wolltet hören
    doch wollt‘ ich euch nicht weiter stören
    auch wenn ich es war, die hat gelitten
    denn ihr habt mir das Herz herausgeschnitten
    selbst wenn ihr ward vergnügt, es war Mord.


    ~


    Würde ich mich erinnern, an diese damaligen Jahre, als Leben so frisch verschwand
    bin ich nicht etwa traurig, doch ist es naiv, dass ich es damals noch nicht verstand
    denn all dies Geschehen, all das was passierte, mein Herz zerstört von dieser Gier
    dieses Biest raubte meine Seele, meinen Verstand, bis ich endlich begriff, das ward ihr.




    Für all diejenigen, die verstehen, wie wertvoll das Leben eines Jeden ist,
    dieses zu schätzen wissen und mit offenen Augen durch die Welt gehen. ~<3

  • Da ich versprochen hatte mal einen Kommentar zu schreiben, möchte ich das nun auch tun.
    Das Interpretieren und so war schon in der Schule nicht meine Sache. Aber was mir gefällt, kann ich durchaus sagen.
    Gut, es gibt in der Einleitung die Warnung vor eher traurigen Gedichten. Ich habe ganz spontan mal "Du warst einmal" zu Beginn gewählt, weil ich dachte, dass es gut zu meiner Stimmung passen könnte. Es hat mich nicht enttäuscht.
    Ja es ist wirklich traurig, aber schön traurig. Ich kann das auch nicht so richtig in Worte fassen, aber besonders die letzten drei Zeilen...
    Ich habe mich das vor einer Weile auch einmal gefragt (will jetzt hier aber nicht unbedingt sagen, warum), ob das "erlaubt" sein sollte, dass das Schicksal einfach bestimmt. Ja, du bist vergangen, ehe du es weißt... Da steckt jedenfalls eine Menge Wahrheit drin (wenn man das so sagt).
    Gut, dass du damit nicht auf die "richtige" Jahreszeit gewartet hast.
    Das war es dann auch schon, aber nur für's erste, ich denke zu "Mein stiller Pfad" werde ich auch noch etwas schreiben (Ich fühle mich jedenfalls angesprochen, da ich das Leben jeden Tag mehr zu schätzen weiß...)

  • Hallo Noxa, nun nach langer Zeit schreibe ich dir einen Kommentar, der eigentlich schon lange hätte da sein sollen, jedoch ich ihn ausversehen gelöscht habe und alles wieder von vorne schreiben musste. Aber für dich gebe ich mir gerne die Mühe, denn deine Werke sind einfach wunderbar und das du so wenige Kommentare erhälst ist schade. Was ist ein Autor denn ohne Kritik? Ich nehme mir jedoch nur eins deiner Werke, die anderen werde ich mir aber auf jeden Fall noch vornehmen wenn ich die Zeit finde. Aber bevor ich mich wieder verplappere fange ich lieber mal an.^^


    Splitterflügel
    Ach du weißt gar nicht wie schön ich dieses Gedicht von dir finde. Es ist auch zurzeit mein Lieblingswerk von dir. Besonders die Überschrift hat es mir getan. Wenn ich das Wort "Flügel" lese, denke ich sofort an Freheit. Jedenfalls sind Flügel ein Symbol der Freiheit, aber ich glaube schon du weißt was ich damit meine. Das Wort "Splitter" ist hier noch eine schöne Ergänzung, Einwortitel haben ja etwas mysteriöses an sich und deshalb liebe ich sie so sehr. Besonders die Verbindung zweier Wörter sind dir gelungen.



    Zersplittert liegt es da
    das, was mal ein Ganzes war
    zerstört von dir allein
    wieso kannst du also fröhlich sein?

    Die erste Strophe handelt von der Zukunft, damit meine ich das diese Person dieses "Verbrechen" schon begangen hat. Und nun erzählt das Gedicht dann Stück für Stück was passiert ist. Das finde ich sehr schlau, denn es erinnert mich ein bisschen an einen Prolog. Manche Autoren schreiben ja schon von der Zukunft, also was passieren wird bzw. was passiert ist. Und später erfährt man wann es sich gehandelt hat. Das Wort zersplittert kann man wirklich als vieles auffassen. Mein kleines Kopfkino hat hierbei gedacht das es um ein zersplittertes Stück von einem Spiegel handelt. Mehr kann man wohl dazu nicht sagen. Ein gelungener Anfang.

    Ein Falter getragen im Wind
    sich windet so leicht und geschwind
    Freiheit, die du nicht hast
    dir aber bald zum Eigen machst.


    Hierbei gefällt mir wirklich wie du beschreibst wie Spaß der Falter doch haben musste, zu fliegen. Auch mit so wenigen Worten kannst du wunderbar die Leidenschaft zu seinen Flügeln darstellen bzw. beschreiben. Dann kam noch die Stelle wo jemand mit eingreift und den Spaß des Falters ein Ende bereitet. Die Freheit nimmt bzw. die Flügel sich nimmt um sich daran zu erfeuen . Für mich sind Flügel ja ein Symbol der Freiheit, die dem Falter genommen wurden. Was mir auch gefallen hat ist dieses "Eigen". Du hast so eine schöne Wortwahl, besonders dich ausdrücken kannst du herrvoragend und mir ist diese Stelle aufgefallen und ich musste sie einfach hinzuschreiben.

    Denn Gewalt dein Nachbar
    der Hass dein Freund
    der Falter so greifbar
    sein Leben versäumt.


    Also diese Strophe hat mir bisher wirklich am meisten gefallen. Ich liebe so etwas...ich nenne es mal zusammenhängesdes. Diese Strophe beschreibt die "Person" näher, deren Gefühle und was sie zu dieser Tat verleitet hat. Das zeigt mir auch das diese Person den Falter gefangen hat, weil sie sozusagen Wut hatte und seine Wut an jemanden auslassen wollte. Da hat sich der arme Falter als gutes Mittel dazu ergeben und dabei hatte er noch sicherlich ein paar Jährchen zu leben gehabt die er veräsumte.

    Mit kalten Zügen
    lässt du es dort
    und soll ich denn lügen?
    denn es war Mord.

    Hier fällt mir auch auf das noch eine "zweite" Person mitmischt. Wie in der erste Strophe. Sie unterstellt der Person, die wie gesagt das Verbrechen begangen hat, es wäre Mord. Dieses "kalte Zügen" zeigt auch das die Person den Falter ohne Mitleid oder Reue liegen gelassen hat, nachdem es ihm die Flügel gerausgerissen hat. Ohne eine jedliche Emotion. Ich denke das du uns es damit sagen willst. Auch dieses "und soll ich den lügen?" damit könnte auch gemeint sein, das diese Person es als harmloses Spaß angesehen hat und ja es war doch nur ein wertloses Insekt, ein kleines Lebewesen, welches sicherlich nach ein paar Tagen gestorben wäre.


    Die Flügel zersplittert, liegt es so still
    wird nimmer getragen, so wie es will
    ein Schauer durchläuft - den, der dich sieht
    wie sich dein Lächeln durch die Welt hier siebt.

    Jetzt kann der Falter nicht mehr fliegen, da seine Flügel ein einziger Splitter sind. Die zweite Strophe muss ich sagen klingt ein bisschen unpassend, obwohl ich mir ausmalen kann das die Person ein Schauder durchläuft als die zweite Person sieht wie sich der "Mörder" noch darüber freut. Er hält es wahrscheinlich für einen Sieg. Einen kostbaren Sieg, der wahrscheinlich sein aller erster ist. Auch hier wieder beschreibst du die Emotionen der Person, die es begangen hat gut.


    Deine Flügel gestorben
    so traurig und allein.

    Die letzte kleine Strophe passt auch herrvoragend dazu muss ich sagen. Auch wenn diese sich nicht reimen,, wirkt es zu dem Gesamtbild deines Gedichtes passend und diesmal beschreibst du kurz und bündig die Emotionen des Falters. An dieser Stelle gebe muss ich sagen, dass du vielleicht ein bisschen mehr den Falter hervorheben könntest. Wie er sich in der Situation gefühlt hat. Angst? Trauer um seine Flügel? Auch wenn du die Liebe zu seiner "Freheit" (Flügel) gut beschrieben hast, hättest du mehr auf die Gefühle gegenüber der Person beschreiben können. Beispielweise, das der Falter für die Person die im das angetan hat, Hass empfindet.


    Sonstiges
    Das Gedicht war - wie ich ja schon oft geschrieben habe, wunderschön. Man konnte sich ein genaues Bild machen von der Geschichte die du uns erzählst. Auch wenn ich leider nicht genau weiß welchen tieferen Sinn es haben mag, es seiden du willst uns damit sagen das wir unsere Wut nicht an jemanden auslassen sollen oder die Schönheit der Welt waren, indem wir so etwas nicht tun. Auch fällt mir gearde ein das du auch damit meinen könnest, jeder hat seine Freiheit und man solle sie niemanden wegnehmen. Bin mal gespannt was du dazu sagst. Insegsamt lässt es sich fliessend lesen. Deine Reime sind wunderschön so wie deine Wortwahl. Also du gehörst auf jeden Fall im Profi- Bereich!<3


    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen (obwohl ich ja kaum Kritik gegeben habe). Es ist Schade wenn ein solch gutes Topic einfach unberührt von Kommis bleibt. Ich werde auch öfters versuchen dir einen zu schreiben nur mir fiel es besonders schwer dir etwas Verbesserungwürdiges zu schreiben, weil du einfach sehr gut bist und ich mich mit Gedichten nicht so gu auskenne. Naja wie dem auch sei~
    Lg^_^



  • Vorwort
    Nach einer Weile kommt also doch nochmal etwas von meiner Seite aus. Hatte einige Zeit etwas den Faden zum Gedichteschreiben verloren und mich mehr an Storys versucht. Aber endlich kam auch nochmal etwas in dieser Richtung zu Stande, was ich mich auch traue, zu zeigen. Groß etwas sagen möchte ich zu dem Gedicht aber nicht. Möchte nur erwähnen, dass es auch brutale Aspekte beinhalten kann, von daher nicht lesen, wenn es nicht gefällt. Ich wette aber, jeder kennt das Gefühl, dass sich ein Messer durch den Rücken bohrt, wenn Dinge passieren, die das Vertrauen auf eine harte Probe stellen. Oder nicht?




    Tot leben wir


    Ich schätze, es ist zurück, benetzt all ihre Glieder
    Klar ist, dass sie ihr Leben bisher träumte
    Ihr Körper war tot, sie es nur zu merken versäumte
    Wie ich sehe, kehrte ihre eigene Dunkelheit wieder


    ~


    Sie kleines Kind auf dieser einsamen Erde
    Warf sich allein in diese tosende Herde
    Für Frieden kämpfte sie allein mit Worten
    Wollte all ihnen öffnen die Pforten
    Sie in eine Welt voll Gemeinschaft führen
    Freundschaft als den Sinn des Lebens küren


    Als sie dann feiern wollte den errungenen Sieg
    Singen, jubeln, denn vorbei war doch der Krieg
    Wandte sie sich ab, um einzuschenken den Wein
    Holte der stechende Schmerz sie plötzlich ein
    Auf ihren Gesichtern spielte sich Entzücken
    Denn man warf ihr die Messer in den Rücken


    Seltsam, dass solch Tat die Menschheit amüsiert
    Denn ständig werden Hinterhalte fabriziert
    Und auch wenn sie dachte, dass ihr Körper lebt
    Hatte sie nur nach Vergangenheit gestrebt
    Blutbefleckt ist nun ihr traurig Leid
    Letztendlich verloren im Spiral der Zeit


    ~


    Jetzt frage ich euch, die ihr es hört
    Tut es gut, Seelen zu foltern bis zum Tod?
    Ist denn Befriedigung eure einzige Not?
    Seid ihr froh, wenn ihr zerstört?


  • Hallo Noxa :*. Ich habe mir nun vorgenommen mehr auf deine Gedichte einzugehen, da du nicht so viele Kommentare erhältst, und ich fühle mich in gewisser Weise schuldig. Ich habe viel zu wenig kommentiert! Und es ist schade bei solch einem Talent wie du eines bist. Aber genau das ist eben das Problem: Du bist so gut, dass mir kaum mehr Kritik einfällt, die ich dir schreiben kann. Ehrlich. Aber trotzdem will man Kritik haben. Es ist eben schade, wenn man Gedicht für Gedicht postest und keines erhält. Da denkt man das sich keiner interessiert. Aber ich glaube sogar das viele Menschen deine Gedichte lesen, sie vielleicht aus dem oben genannten Grund keine Kritik schreiben.<3 Wie dem auch sei mein bescheidener Kommentar!

    Tot leben wir

    Der Titel sagt so viele aus. Kann aber so wenig bedeuten. Ich habe so eine Vorstellung, dass du uns damit sagen willst. Und zwar, das manche (wie du in deinem Vorwort schon erwähnt hast) Verraten werden, von jemanden den man sein Vertrauen geschenkt hat. Ich denke das jeder mal so ein Gefühl gehabt hat. Jedenfalls gehöre ich dazu. Wir leben durch dieses Gefühl alle in gewisser Weise tot. Auch das der Satz sich eigentlich in der Regel ja widerspricht, ist interessant. Auch dieses „wir“, damit meinst du sicherlich das, wie ja schon gesagt, viele dieses Gefühl haben bzw. hatten.

    Ich schätze, es ist zurück, benetzt all ihre Glieder
    Klar ist, dass sie ihr Leben bisher träumte
    Ihr Körper war tot, sie es nur zu merken versäumte
    Wie ich sehe, kehrte ihre eigene Dunkelheit wieder


    Hier gefiel mir besonders deine Stelle mit dem „bisher träumte“. Ich weiß nicht, aber ich träume mein Leben meist, anstatt den Traum wirklich zu Leben. Aber das tun sicherlich die meisten, manchmal geht das eben auch nicht anders, oder?^^ Mit „benetzt alle ihre Glieder“ meinst du sicherlich das sich dieses tote Gefühl breit macht und sie es noch nicht einmal merkt bzw. denke ich das sie es nicht wahrhaben will, weil die Wahrheit so schmerzhaft ist.

    Sie kleines Kind auf dieser einsamen Erde
    Warf sich allein in diese tosende Herde
    Für Frieden kämpfte sie allein mit Worten
    Wollte all ihnen öffnen die Pforten
    Sie in eine Welt voll Gemeinschaft führen
    Freundschaft als den Sinn des Lebens küren


    Die Absichten des Mädchens waren klar, sie wollte das die Freundschaft, die Liebe wieder war. Doch sie hat sich in das Geschehene mit eingemischt, versucht alle wieder bei Besinnung zu bringen, doch vergebens waren ihre Bemühungen. ← Ist mir iwie eingefallen als ich diese Zeile las, weißt du das du mich damit echt inspirierst? Wenn ich eins deiner Gedichte lese, da spüre ich das Verlangen selber ein Gedicht zu schreiben. Aber okay kommen wir jetzt zur Zeile. Ich finde du hast den Mittelteil, als was vorgefallen ist wirklich schön beschrieben. Ich denke hierbei das du mit „öffnen alle die Pforte“ meintest, sie wollte ihnen die Tür zu den Gefühlen, eben zu der Freundschaft usw. öffnen. Ihnen praktisch zeigen, wie schön es doch sein kann, wenn man sich vertraut und das gehört eben zu der Freundschaft.

    Als sie dann feiern wollte den errungenen Sieg
    Singen, jubeln, denn vorbei war doch der Krieg
    Wandte sie sich ab, um einzuschenken den Wein
    Holte der stechende Schmerz sie plötzlich ein
    Auf ihren Gesichtern spielte sich Entzücken
    Denn man warf ihr die Messer in den Rücken


    Und nun schreibst du, sie hat es geschafft, sie hat die Freundschaft, das Vertrauen und die Liebe zurückgebracht. Doch die anderen haben sie wohl dabei angelogen, jedenfalls kommt mir die Erkenntnis, das dieser Krieg, denn du beschreibst, alles nur eine Lüge, eine Fassade war, um sie zu verletzen. Jedenfalls denke ich das. Das eben alles dazu diente sie zu verletzten ihr zuerst das Gefühl zu geben etwas erreicht zu haben und letztlich fallen gelassen, ihr dieses Gefühl anfangs vermitteln wollten, damit sie sie damit verletzten. Ich glaube selbst das Menschen in dem Augenblick verletzlich sind, wenn sie sich über etwas freuen. Jedenfalls meine ich dass, aus eigener Erfahrung, auch wenn diese Momente wo man sich beflügelt fühlt, meistens von kurzer Dauer sind, und zwar genau deswegen weil sie von jemanden meist schnell beendet werden....

    Seltsam das solch Tat die Menschheit amüsiert
    Denn ständig werden Hinterhalte fabriziert
    Und auch wenn sie dachte, dass ihr Körper lebt
    Hatte sie nur nach Vergangenheit gestrebt
    Blutbefleckt ist nun ihr traurig Leid
    Letztendlich verloren im Spiral der Zeit


    Ich denke das du mit „nach der Vergangenheit gestrebt“ damit meinst, dass sie wollte das alles wie früher ist, das die Menschen nicht kaltherzig jemanden hintergehen. Die Welt wie sie früher war – mit den Menschen wie sie früher waren. Obwohl ich hierzu stark bezweifle das die Menschen in einer anderen Zeit besser waren, bzw. das die Menschheit sicherlich eine Zeit hinter sich hat, die noch schlimmer war, wo man niemanden trauen konnte. Auch mit dem „Spiral der Zeit“ denke ich das du damit meinst, sie habe sich selbst verloren dabei. Jedenfalls nehme ich das mal an. Aber ich muss sagen das es sich wunderschön zum Wort Leid anpasst. Die Wörter haben irgendwie etwas gemeinsames.^^ Hier gefällt mir dieser Vergleich mit dem Spiral der Zeit, die Vermutung was du damit meinen könntest, steht ja weiter oben. Besonders Spiral, aber leider merke ich nicht was du damit Meinen könntest? Mein geistiges Auge sieht eine Uhr, als ich dieses Wort las.


    Jetzt frage ich euch, dir ihr es hört
    Tut es gut, Seelen zu foltern bis zum Tod?
    Ist denn Befriedigung eure einzige Not?
    Seid ihr froh, wenn ihr zerstört?


    Diese Zeile gehört nicht wirklich zum Inhalt der Geschichte, viel mehr sind es Fragen, nach der du die Antworten suchst, aber leider nicht findest. Du verstehst nicht wieso das ganze Leid, der Verrat und die Schlacht. Mit „Seelen foltern bis zum Tod“, meinst du sicherlich Mobbing, und das halten manche nicht aus und nehmen sich das Leben. „Ist den Befriedigung eure einzige Not“, und damit meinst du wohl, wieso sich so viele damit einen Spaß machen und später keine Reue zeigen.


    Insgesamt beinhaltete dieses Gedicht ein Thema, welches mich selbst sehr beschäftige. Du erwähnst viele Dinge hier, erzählst eine Geschichte die mich persönlich sehr berührt hat. Hier ist mir besonders die letzte Zeile hängen geblieben, da du keine weitere geschrieben hast, die die Antworten beinhaltete. Aber wer kann schon antworten? Diese Antworten müssen sich diese suchen, die Zerstören, wie du geschrieben hast. Bei einer Stelle war die Person so nah dran es zu schaffen, doch sie merkte das alles nur eine Illusion war....
    Es macht mir Spaß deine Gedichte zu lesen, auch wenn sie meist sehr traurig sind, ist es doch interessant zu lesen, wie du die Dinge siehst. Du siehst sie anders, nicht wie du selber geschrieben hast, rosarot, sondern du beachtest auch die Schattenseiten des Dasein, der Menschheit. Jedenfalls war das schon mein Kommentar und wieder einmal kaum Kritik abgeben.


    Lg

  • Vorwort
    Huhu, alle zusammen. Es ist eine ganze Weile her, dass dieses Topic hier mal aktiv war. Irgendwie hatte ich den Mut ins Gedichteschreiben gänzlich verloren, habe es dennoch aber nicht aufgegeben, nur wollte nicht unbedingt welche meiner Werke zeigen. Noch immer ist mir nicht allzu wohl dabei, aber da mich die liebe Black Butterfly (♥) nochmal dazu inspiriert hat, mein Topic aufzufrischen, möchte ich dies hiermit auch tun. Das neue Gedicht ist ganz frisch in der letzten Nacht entstanden und behandelt wieder ein eher schwieriges Thema, was ich aber nicht gleich verraten will, sonst wäre das ja langweilig. Aber vermutlich spricht es all diejenigen an, die tief im Herzen schon mal von einer Person enttäuscht wurden. Widmen tue ich es Black Butterfly, weil sie mir so unglaublich viel geholfen hat die letzte Zeit und eben nicht diese Art von Person ist ^-^.
    Würde mich über den ein oder anderen Kommentar sehr freuen.




    Palast aus Glas



    » Rubin, Smaragd und Saphir
    Ja alles Edle schenk' ich dir
    Ich baue dir die Welt, einen Palast
    Dies nur, weil du es verdienet hast


    Mein Blick trifft stetig auf deinen Rücken
    Begeistert war ich in vollen Stücken
    Groß, mächtig und stark; ja so viel mehr als ich
    Ich so weit unten, siehst du mich nicht?
    Nein, eigentlich musst du nicht hinab schauen
    Doch würde ich mich gerne in deine Arme trauen
    In ihnen mich bergen wie hinter Mauern
    Doch darf ich nur zu deinen Füßen kauern?


    » Wasser, Kälte und Eis
    Meine Wangen jedoch glühen heiß
    Von dem einen festen Schlag, den du mir gabst
    Meine einz’ge Frage: Ob du mich noch magst?


    Endlich wachse ich, komme dir näher
    Bleib nicht ewig nur des Unters Späher
    Doch je näher ich komme, desto mehr bist du fern
    Wieso tust du das? Hast du mich nicht mehr gern?
    In deinem Ebenbild dir gleich und doch nichts wert
    Wieso? Wieso hast du es mir so erschwert?
    Alles was ich wollte, war die Berührung deiner Hand
    Doch einzig was ich bekam, den Stoß gegen die Wand


    » Blitz, Gewitter und Sturm
    Bäumen sich in mir auf wie ein Turm
    Meine Wut gilt einzig und allein nur dir
    Wegen dir wohne ich in diesem Kerker hier


    Alles was wir tun, wir schreien uns an
    Das ist es, was ich nun am besten kann
    Gelernt von des großen Meisters Schmied
    Zerstörung war schon immer dein eigen' Gebiet
    Meinen Palast hast du gänzlich eingerissen
    Nach langer Zeit kann ich dies nun wissen
    Den Frieden hast du einfach ertränkt
    Mein Herz bereits an den Galgen gehängt


    » Vergessenheit, Einsamkeit und Stille
    Dir nicht mehr zu begegnen mein letzter Wille
    All diese Scherben kannst du nicht mehr kleben
    Dafür wirst du nicht lange genug leben

    Die leere Straße ist mit dunklem Dreck befüllt
    Ich nun stehts unter dieser Schwärze gehüllt
    Meine Freiheit trägt also fesselnde Ketten
    Würde ich sie einst gerne wieder retten
    Doch ich kann nicht erneuern, was du hast zertrümmert
    Hättest du dich nur einmal, nur einmal gekümmert
    Die Scherben schneiden mir noch ins Fleisch
    Aber dein Angesicht, dies ist bereits bleich


    » Krankheit, Tod, Ewigkeit
    Nicht aber etwa Vergessenheit
    Meine Erinnerungen sind niemals zerflossen
    Doch die Tore bleiben nun für immer verschlossen


    ~


  • Noxa ♥
    Du ahnst ja nicht wie sehr ich mich gefreut habe, dass du dein wunderbares Topic wieder eröffnet hast. Wobei ich ehrlich gesagt eher den Verdacht hatte, dir mit meinem Geschleime auf die Nerven zu gehen, statt dich zu motivieren. XD Aber wie dem auch sei, mich freut es wieder das du Ansporn gefunden hast und es tut mir Leid, das mein Kommi erst jetzt kommt. Irgendwie wird meine Liste nicht gerade kleiner. >.<


    Palast aus Glas
    Im Zusammenhang mit dem Inhalt, kann man darauf schließen, das du mit dem Palast das „Herz“ des lyrischen Ichs meinst, und mit dem Glas, darauf hinweisen willst, wie zerbrechlich doch jenes ist und bereits mit einer Enttäuschung in tausend Teile zersplittern kann. Besonders mag ich hier die Symbolik sehr, mit du gerne spielst, die du zwar teilweise auch verschlüsselt darstellst, dennoch aber, durchaus verständlich rüber bringst und vor allem auf dem Punkt. In dieser Hinsicht spiegelt es auch sehr gut, die Handlung wider. Auch das man zu Beginn nicht unbedingt weiß, was damit gemeint ist und erst somit erläutert wird, wenn man das ganze Gedicht gelesen hat.


    » Rubin, Smaragd und Saphir
    Ja alles Edle schenk' ich dir
    Ich baue dir die Welt, einen Palast
    Dies nur, weil du es verdienet hast


    Mein Blick trifft stetig auf deinen Rücken
    Begeistert war ich in vollen Stücken
    Groß, mächtig und stark; ja so viel mehr als ich
    Ich so weit unten, siehst du mich nicht?
    Nein, eigentlich musst du nicht hinab schauen
    Doch würde ich mich gerne in deine Arme trauen
    In ihnen mich bergen wie hinter Mauern
    Doch darf ich nur zu deinen Füßen kauern?


    Ich mag deine Idee im Bezug auf die Struktur deines Gedichtes, das du zu Beginn mehr auf die Metaphern eingehst und auch sehr viel mit den Symbolen arbeitest (in diesem Fall wäre es hier deine genannten Edelsteine), wo ich finde das es dir sehr gut gelungen ist, das sie ein schönes und zugleich passendes Bild abgeben und miteinander harmonieren.
    Hier wird zu Beginn vom lyrischen Ichs erwähnt das die Person, die sie anscheinend liebt, großes verdient hat, wenn man aber die andere Strophe liest, lässt sich hier besonders viele Merkmale einer einseitigen Liebe entdeckten. Zwar kann man sagen, dass das lyrische Ich die andere Person liebt aber ihr deutlich bewusst ist, das diese sie nicht unbedingt respektiert – wenn man das so sagen kann. Einerseits empfindet sie große Bewunderung für ihren Gegenüber, wiederum aber ist die Person nicht von ihren Gefühlen geblendet, sondern merkt, das der andere Mensch, sie nicht unbedingt würdigt, zumindest nicht auf der selben Augenhöhe sich beide Personen befinden. Hier erweckte es auch den Eindruck, dass das lyrische Ich zwar bewusst ist, das ihre Gefühle nicht unbedingt erwidert werden, aber diese anscheinend auch Schwierigkeiten hat, sich von dieser zu entfernen.


    » Wasser, Kälte und Eis
    Meine Wangen jedoch glühen heiß
    Von dem einen festen Schlag, den du mir gabst
    Meine einz’ge Frage: Ob du mich noch magst?


    Endlich wachse ich, komme dir näher
    Bleib nicht ewig nur des Unters Späher
    Doch je näher ich komme, desto mehr bist du fern
    Wieso tust du das? Hast du mich nicht mehr gern?
    In deinem Ebenbild dir gleich und doch nichts wert
    Wieso? Wieso hast du es mir so erschwert?
    Alles was ich wollte, war die Berührung deiner Hand
    Doch einzig was ich bekam, den Stoß gegen die Wand


    Der beginn mit der Kälte und dem Eis, spiegelt in meinen Augen die Situation wieder, in der hier nicht nur von einem unerwiderten Gefühl erzählt, sondern mehr auch mit Gewalt in Verbindung gebracht wird(die eben in diesen Strophen besonders präsent sind). Hier wird auch mehr oder weniger durch die Zeile „Hast du mich nicht mehr gern?“, darauf - zumindest – vermutet, das die andere Person, das lyrische Ich einst geliebt hat oder gern hatte – wie du es in deiner Wortwahl beschrieben hast. Sehr darauf eingegangen wird aber nicht, lediglich nur diese eine Frage gestellt, aber auch nicht im Bezug auf die Vergangenheit wird hier Stellung genommen, sondern mehr die darauffolgenden negativen Erlebnisse berichtet.
    Anscheinend hat sich das lyrische Ich auch mehr entwickelt, was aber der anderen Person völlig gleich zu sein schien und dieser sogar auch physisch zugesetzt hat. Hingegen die andere aber davon eher traurig war und nicht wütend, was mich ehrlich gesagt einerseits verwundert hat, auf der anderen Seite dann doch vielleicht nachvollziehbar, aufgrund dessen das hier auch tiefere Gefühle spielen und in dieser Hinsicht, versucht eine Erklärung für die Taten ihre Liebe zu suchen.


    » Blitz, Gewitter und Sturm
    Bäumen sich in mir auf wie ein Turm
    Meine Wut gilt einzig und allein nur dir
    Wegen dir wohne ich in diesem Kerker hier


    Alles was wir tun, wir schreien uns an
    Das ist es, was ich nun am besten kann
    Gelernt von des großen Meisters Schmied
    Zerstörung war schon immer dein eigen' Gebiet
    Meinen Palast hast du gänzlich eingerissen
    Nach langer Zeit kann ich dies nun wissen
    Den Frieden hast du einfach ertränkt
    Mein Herz bereits an den Galgen gehängt


    Diese Strophen gaben für mich den Ausschlag, was der Titel bedeuten könnte, besonders das du auch die Situation in der lyrische Ich sich befindet, selbst als „Kerker“ bezeichnet wird, was in mir das Bild aufflammt, in welcher sich die Person in einem solchen dunklen und kalten Raum befindet, ohne jegliche Hoffnung. Besonders durch die Zeile „Mein Palast hast du gänzlich eingerissen“, hat mich zu der Vermutung geleitet, das du damit das Herz der Person meinst, mit welchem ihr Gegenüber alles andere als sorgsam umgegangen ist.
    Allgemein lässt sich hier eine große Hoffnungslosigkeit ausmachen, nicht wie in den vergangenen Zeilen, das man immer noch gespürt hat, dass das lyrische Ich auf eine Besserung hofft, sondern hier gezielt zur Rede kommt, das sie nach langer Zeit gemerkt hat, was das wahre Gesicht ihrer Liebe ist. Zudem das die meiste Schuld aus der Sicht des lyrisch Ich, die andere Person trägt und schlussendlich für all de Streit gesorgt hat, der sich dann ereignet hat. Ebenfalls für das Brechen des Herzens der lyrischen Ichs.


    » Vergessenheit, Einsamkeit und Stille
    Dir nicht mehr zu begegnen mein letzter Wille
    All diese Scherben kannst du nicht mehr kleben
    Dafür wirst du nicht lange genug leben


    Die leere Straße ist mit dunklem Dreck befüllt
    Ich nun stehts unter dieser Schwärze gehüllt
    Meine Freiheit trägt also fesselnde Ketten
    Würde ich sie einst gerne wieder retten
    Doch ich kann nicht erneuern, was du hast zertrümmert
    Hättest du dich nur einmal, nur einmal gekümmert
    Die Scherben schneiden mir noch ins Fleisch
    Aber dein Angesicht, dies ist bereits bleich


    Ein Herz lässt sich nur schwer wieder reparieren, wenn es erst einmal gebrochen worden ist, es ist ein langer Prozess, lang genug, dass es wahrscheinlich in diesem Zeitraum wieder einmal gebrochen wird, die restlichen Scherben noch einmal gespalten. Besonders darauf beharrt das lyrische Ich hier sehr, dieses Erlebnis lässt sie nicht mehr los und ständig wird es ihr immer in Erinnerung bleiben, ständig unter dieser „Schwärze“ der Erinnerung „gehüllt“. Zumindest ist es meine Interpretation, das eben jene Sachen die passiert sind, schlecht zu verarbeiten sind.
    Eine gewisse Verzweiflung was für mich selber auszumachen, als die Person erwähnt hat, wenn sich ihre Liebe auch nur einmal um diese gesorgt hätte, einen Anflug von Interesse, wäre es nicht dazu gekommen, jedoch die andere keine Anstalten gemacht hat und es nun dazu gekommen ist.
    Hier wird aber auch auf die Freiheit Bezug genommen, was ebenfalls eben schönen Kontrast zu der Enttäuschung gibt, ich aber in diesem Zusammenhang, darauf schließe, das sie wenig Freiheit, wieder diese Gefühle zu empfinden, ohne die Angst zu verspüren, das es den gleichen Weg nehmen wird. Zumindest würde ich es als solches betrachten, wobei ich zugeben muss das es mir hier schwer gefallen ist, etwas aus dieser Strophe herauszuholen.


    » Krankheit, Tod, Ewigkeit
    Nicht aber etwa Vergessenheit
    Meine Erinnerungen sind niemals zerflossen
    Doch die Tore bleiben nun für immer verschlossen


    Der Abschluss besiegelt auch somit das Ende, die Tore zu dem Herzen des lyrischen Ichs bleiben aufgrund dieser Erfahrung, verschlossen, ohne wirklich Sicht auf Besserung, eher sogar mehr die Hoffnungslosigkeit aus dessen Ereignissen, noch mehr hervorhebt und diese Erinnerung im Gedächtnis bleiben wird. Selbst scheint es auch hier gemeint zu sein, dass selbst der Tod an diesem nichts ändern kann und eben diese Erinnerung.
    Allgemein mag ich auch dieses Werk von dir (wie alles, was aus deiner Feder stammt♥), es hat diesen leicht Mittelalterlichen Touch, was wohl vor allem an deinen Beschreibungen von einem Palast, den Edelsteinen und dann noch einem Kerker, lag. Deine Sprache war ebenfalls an einigen deiner Stellen auch so gehalten, zumindest hatte es für mich einen leicht altertümlichen Eindruck, der mir sehr gefallen hat. Ich finde es besonders beachtlich, wie du noch die Reime mit einbindest, ohne das diese gezwungen klingen, sondern genau passend mit den anderen Strophen und eigentlich keines so wirklich aus der Reihe tanzt. Grundlegend finde ich es auch interessant, wie du eine Thematik widerspiegeln kannst, auffällig ist aber hier, das man wenig von der Gegenseite erfährt, mehr von dem lyrischen ich (was ja eigentlich klar ist, da du es aus dessen Sicht gehalten hast). Auch es im Großen und Ganzen allgemein gehalten hast, so das man sich auch besser in die Lage hineinversetzten konnte und in deine kleine Geschichte allgemein, wenn ich mich dann doch eher als Beobachter dessen ansah, statt in das Geschehen mit eingeflochtenen zu sein, oder gar eins mit dem lyrischen ich wurde.



    ~Liebe Grüße