Märchengift - "Es war einmal..."

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    Gefunden auf Wikipedia


    ~„Egal welchen Irrweg du auch beschreitest, am Ende ist es nur ein weiterer Pfad zu deiner Niederlage“~


    Klappentext:
    Eine Zeit des Umbruchs ist gekommen. Noch herrscht in Aquea der Absolutismus in Form der grausamen Königin Morgana, doch an allen Ecken und Enden bricht das Großreich auseinander. Rebellion, Aufstände, Putschversuche und Übergriffe stehen an der Tagesordnung.
    Von all dem merkt man in Schwarzstadt jedoch nur wenig. Dort lebt das junge Mädchen Marie, welches nach langer Zeit wieder auf ihren Kindheitsfreund Damian trifft und gemeinsam mit ihm und ihrer Schwester Laila die Stadt erkundet, in welcher ein seltsamer Vorfall nach dem anderen zu beobachten ist. Hinzu kommt, dass Damian sein Gedächtnis verloren hat und nun nach Hinweisen auf seine verschollene Vergangenheit sucht. Dabei gerät die Gruppe an den mysteriösen Narren Piero, der die Drei in ein zauberhaftes Märchen direkt vor ihrer Haustür verstrickt und sie dort mehr als nur einmal auf die Probe stellt. Aber nicht nur er sondern auch der geheimnisvolle Lord Lucifer scheint großes Interesse in die Bewegungen des Trios zu hegen und legt ein Netz aus Intrigen, Lügen und Fallen aus, um sie zu sich zu locken.
    Auf ihrer magischen Reise lernen sie eine ganz neue Seite Schwarzstadts kennen und verstehen, dass die Realität nicht unbedingt das sein muss, was sie zu sein scheint. Doch nicht nur zutrauliche Werwölfe und tollpatschige Elfen treffen sie auf ihrem Pfad, sondern auch düstere Gefahren und neidische Rivalen, die ihnen den Weg zum Happy End so steinig wie möglich machen wollen.


    Vorwort:
    Hallo und Herzlich Willkommen bei meiner Fanstory „Märchengift“. Dies ist der erste Arc der Story mit dem Titel „Es war einmal...“. Ich arbeite an dieser Geschichte bereits seit einem Jahr. Das ist die zweite Version, da mir die erste Version „Zwölf“ nicht mehr gefällt. Ich hoffe, dass den Zwölf-Lesern auch die Überarbeitung viel Spaß und Freude bereiten wird, genauso wünsche ich mir natürlich auch, dass neue Leser an „Märchengift“ Gefallen finden werden. Also, viel Spaß mit dem ersten Arc von „Märchengift“.
    Zum Disclaimer: Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum, das ohne meine Erlaubnis nicht weiter verbreitet werden darf. Die Künstler der Bilder werde ich unter den jeweiligen Bildern angeben. Sollte dort nichts stehen, habe ich die Bilder auf photobucket.com entdeckt.


    Genre:
    Fantasy, Mystery, Comedy, Romantik


    Benachrichtigungen:
    Moana
    Aiyandra
    Amatsu
    Kleio


    Kapitelübersicht:


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    [tab= Prolog-Kapitel X]

    Prolog
    Kapitel I - Einführung
    Kapitel II - Unterbrechung
    Kapitel III - Zusammenspiel
    Kapitel IV - Unschuld
    Kapitel V - Festlichkeiten
    Kapitel VI - Scheinglanz
    Kapitel VII - Glanzschein
    Kapitel VIII - Goldschimmer
    Kapitel IX - Erinnerungsverlust / Verlustserinnerungen
    Kapitel X - Schatzjagd


    [tab=Kapitel XI-XX]

    Kapitel XI -Todeshallen
    Kapitel XII - Hades
    Kapitel XIII - Cerberus
    Kapitel XIV - Melodie
    Kapitel XV - Tartaros
    Kapitel XVI - Leichenlichter
    Kapitel XVII - Lichtertanz
    Kapitel XVIII - Fauxpas
    Kapitel XIX -Styx
    Kapitel XX - Ketten/Peitschen


    [tab=Kapitel XXI-Epilog]

    Kapitel XXI - Vorspiel
    Kapitel XXII - Feuerfrost
    Kapitel XXIII - Quecksilber
    Kapitel XXIV - Lack/Leder
    Kapitel XXV - Schneeflamme
    Kapitel XXVI - Lichterloh
    Kapitel XXVII - Flammenring
    Kapitel XXVIII - Höllenfeuer
    Kapitel XXIX - Sonnentänzerin
    Kapitel XXX-1 - Purgatorium I: Abgrund
    Kapitel XXX-2 - Purgatorium II: Requiem
    Kapitel XXX-3 - Purgatorium III: Strafe
    Epilog


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    His smile lights the way
    Again

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    [tab=Informationspost]


    Dies ist der Informationspost, in dem alles über die Charaktere, Organisationen, etc. notiert wird. Ebenso werde ich hier eine Story-Zusammenfassung on stellen, die ich alle zehn Kapitel aktualisieren werde. Die Steckbriefe der Charakter, etc. werde ich alle fünf Kapitel aktualisieren. Achtung: Große Spoilergefahr! Dies dient nicht als Einstimmung auf die Story sondern als reine Übersicht für Leser, die sofort beim neuen Kapitel einsteigen wollen bzw. Leser, die gewisse Personen der Story bereits vergessen haben!


    [tab=Hauptfiguren]


    [subtab=Protagonisten]


    Namensbedeutung: Der Mächtige, der Bezwinger

    Alter: 15 Jahre alt

    Geburtsdatum: 7. Juli (Krebs)
    Magie/Waffe: Feuermagie, Mönchsstab

    Aussehen: Dunkelbraune, mittellange Haare, dunkle Augen, aus denen man leicht Damians Emotionen ablesen kann, sehr blass, bekommt schnell einen Sonnenbrand, 1, 80 m groß, sieht älter aus als er ist, attraktiv, stets mit einem einnehmenden Lächeln auf den Lippen, sportliche Statur

    Charakter: Eitel, charmant, selbstverliebt, frech, freundlich, selbstsicher, dramatisiert gern alles, fröhlich, launisch, flatterhaft, gerät nie aus der Fassung, liebt es im Mittelpunkt zu stehen, kein Schamgefühl, angeberisch, ehrgeizig, wissbegierig, neugierig, ausdauernd, intelligent, gerissen, unaufmerksam, optimistisch, ein guter Taktiker, analytisch, liebt es zu Kämpfen, spielerisch, hochmutig, hält sich nicht an die Regeln


    Ein Junge, der von dem Feuermagier Aden aufgenommen wurde, als er zehn Jahre alt war und seitdem mit ihm als seinem Meister reist. Er hat sein Gedächtnis verloren und sucht nach seiner vergessenen Vergangenheit. Zur Zeit seines früheren Aufenthalts in Schwarzstadt hat er sich mit Marie und ihrer Schwester Laila befreundet. Während er mit Kleo eine semi-romantische Beziehung führt, steht er Elias und Adrian eher herablassend gegenüber. Auch Piero kann er nicht leiden.


    Namensbedeutung: Verbitterung, die Geliebte; Cassis (lat.): Helm

    Alter: 15 Jahre alt

    Geburtsdatum: 23. Juni (Krebs)
    Magie/Waffe: Östliche Kampftechniken, Schwert

    Aussehen: Ellbogenlanges, feuerrotes Haar, leuchtendblaue Augen, sehr blass, 1, 68 m groß, zierlich, schlank, zeigt nach außen hin selten Gefühle, wirkt noch sehr kindlich und noch nicht sonderlich weiblich

    Charakter: Kühl, zurückhaltend, pessimistisch, abweisend, offenbart nicht gern ihre Gefühle, zynisch, gerecht, schlagfertig, bietet anderen immer Paroli, vornehm, arrogant, höflich, belehrt andere gerne, verschlossen, überspielt ihre innere Unsicherheit mit einer kühlen Fassade, reizbar, beschützt und sorgt sich sehr um ihre Schwester


    Marie hilft zusammen mit ihrer Schwester Laila in der Gaststätte ihrer Großmutter. Über ihre Familie weiß sie nichts, da sie als Waisenkind von der alten Dame aufgenommen wurde. Auch ist Laila nicht ihre richtige Schwester, sondern ihre Stiefschwester. Sie kennt Damian von früher, als er ohne Gedächtnis von Aden zu ihrer Gaststätte gebracht wurde. Leute wie Kleo, Adrian und Elias kann sie nicht ausstehen. Anders als Damian jedoch hegt sie eine gewisse Sympathie für Piero.



    Name: Laila Bleueclaire
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    Namensbedeutung: Die Nacht; bleu clair (franz.): Hellblau
    Alter: 16 Jahre alt
    Geburtsdatum: 5. März (Fische)
    Magie/Waffe: Östliche Kampftechniken, Schutz- und Stärkungsmagie
    Aussehen: Kurze, strohblonde, gewellte Haare, smaragdgrüne, neugierig-naive Augen, hellhäutig, klein, zierlich, Stupsnase, schlank, kindliches, rundes Gesicht, wirkt vom Körperbau her genauso kindlich wie Marie, 1,62 m groß
    Charakter: Kindlich, naiv, verspielt, albern, träumerisch, neugierig, blauäugig, schnell zu beeindrucken, unerfahren, sanft, nachsichtig, freundlich, fröhlich, zickig, leicht abzulenken, manipulierbar, redselig, anhänglich, schlicht, gesellig, harmoniebedürftig, aufopfernd, idealistisch, besitzt eine versteckte, ernste Seite, kämpft für ihre Interessen


    Laila Bleueclaire ist die Stiefschwester von Marie Cassis. Sie wurde von ihrer Großmutter Felicitas aufgenommen, nachdem ihre Eltern bei einem Raubüberfall ums Leben kamen. Obwohl Marie nur adoptiert ist, sieht Laila sie wie eine richtige Schwester an. Sie hat ein großes Interesse in Okkultes und Mysteriöses und besitzt ein großes Talent im Gesang.


    [subtab=Antagonisten]


    Name: Kleopatra von Starnoss
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    Namensbedeutung: Der Stolz des Vaters
    Alter: 17 Jahre alt
    Geburtsdatum: 2. Dezember (Schütze)
    Magie/Waffe: Wassermagie, Peitsche
    Aussehen: Langes, goldblondes Wellenhaar, perfekt weiße Zähne, himmelblaue Augen, kirschrote Lippen, sehr weibliche Figur, circa 1,77 m groß, hellhäutig, lange Beine, grazile Hände, perfekt gepflegte Finger, lange Wimpern
    Charakter: Einnehmend, höchst unintelligent, narzisstisch, egoistisch, launisch, sprunghaft, naiv, selbstsüchtig, betörend, sympathisch, zickig, arrogant, leidenschaftlich, emotional, exzentrisch, oberflächlich, extrovertiert, geltungsbedürftig, grausam, kaltherzig gegenüber Konkurrentinnen, wird schnell eifersüchtig, hitzköpfig


    Lady Kleopatra von Starnoss, auch genannt Kleo, ist die Schwester von Elias von Starnoss und die Cousine von Adrian und Alice von Goldhall. Sie gehört zu einer adligen Familie, die jedoch stark verschuldet ist und kaum Einfluss mehr hat. Elias und Adrian kann sie nicht ausstehen und benutzt sie gern als Wutventile, ebenso Alice, während sie zu Damian eine Art semi-romantische Beziehung hat. Insgeheim sorgt sie sich doch um ihren Bruder und offenbarte, als er in Gefahr war, großes, magisches Potenzial.


    Name: Adrian von Goldhall
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    Namensbedeutung: Der aus dem Meer Kommende
    Alter: 15 Jahre alt
    Geburtsdatum: 24. Juli (Löwe)
    Magie/Waffe: Lichtmagie
    Aussehen: Mittellanges, hellbraunes Wellenhaar, welches sich zu einer merkwürdigen Tolle formt, olivgrüne Augen, blasses Gesicht, Stupsnase, circa 1,58 m groß, schlank, schmächtig, grazile Finger, weiche Gesichtszüge
    Charakter: Arrogant, eingebildet, verzogen, narzisstisch, wählerisch, egoistisch, unintelligent, manipulierbar, exzentrisch, anhänglich, geltungsbedürftig, jähzornig, selbsteingenommen, ein schlechter Verlierer, gradlinig, unkompliziert, aufbrausend, feige, kein Verantwortungsbewusstsein, gehässig, vergesslich


    Adrian von Goldhall ist der Bruder von Alice von Goldhall und der Cousin von Kleopatra und Elias von Starnoss. Seine Familie ist adlig, aber stark verschuldet und hat kaum Einfluss, was er mit Hilfe seiner Verwandten zu beheben versucht. Damian kann er nicht ausstehen und auch mit Kleo streitet er sich gerne, ebenso mit Elias. Seine Schwester scheint ihm relativ egal zu sein. Besitzt medizinische Kenntnisse.


    Name: Elias von Starnoss
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    Namensbedeutung: Der Bruder
    Alter: 15 Jahre alt
    Geburtsdatum: 20. Juni (Zwillinge)
    Magie/Waffe: Lichtmagie, Schwert
    Aussehen: Mittellanges, silbernes Haar, geheimnisvolle, grüne Augen, diamantreine Haut, feine, grazile Gesichtszüge, circa 1,53 m groß, feminines Aussehen, schmächtig, blass, feine Stupsnase, grazile Finger und Hände, sehr niedlich
    Charakter: Fürsorglich, freundlich, höflich, zuvorkommend, aufbrausend, konkurrenzsüchtig, ehrgeizig, starker Beschützerinstinkt, misstrauisch, übervorsichtig, anspruchsvoll, aufmerksamkeitssüchtig, dogmatisch, hitzköpfig, rachsüchtig, charmant, geringes Selbstwertgefühl, schüchtern, intelligent, starrköpfig, leicht reizbar, ausdauernd


    Elias von Starnoss ist der Bruder von Kleopatra von Starnoss und der Cousin von Adrian und Alice von Goldhall. Seine Familie ist adlig, aber hoch verschuldet und besitzt kaum noch Einfluss. Er sorgt sich rührend um seine kranke Cousine und auch gegenüber seinen anderen Verwandten ist er überfürsorglich, was jene ihm jedoch mit Beleidigungen danken. Zu Damian verbindet ihn tiefe Abneigung.


    [tab=Nebenfiguren]


    [subtab=Verbündete]


    Name: Aden
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    Namensbedeutung: Aden (lat.): Das Feuer
    Alter: Unbekannt
    Geburtsdatum: 21. Juni (Zwillinge)
    Magie/Waffe: Feuermagie
    Aussehen: Graues, starkes, zurückgekämmtes Haar in mittlerer Länge, dunkle Falkenaugen, hohe Wangenknochen, eine markante Adlernase, ein sonnengebräuntes Gesicht, viele Falten auf der Stirn und um die Augen, trägt eine Halbmondbrille, circa 1, 80 m groß, hager, kunstvoll gestutzter Bart
    Charakter: Geheimnisvoll, verschlossen, unerbittlich, zynisch, harsch, schroff, intelligent, mysteriös, streng, sagt alles grade heraus, melancholisch, ehrlich, besitzt ein großes Verantwortungsgefühl, hat ein starkes Schuldbewusstsein, versteckt seine wahren Gefühle, besorgt, in besonderer Weise fürsorglich


    Aden ist ein Feuermagier, über den nicht viel bekannt ist. Er nimmt Damian auf, nachdem er ihn bewusstlos in den Straßen Schwarzstadts liegen sah und unterrichtet ihn fünf Jahre lang in der Magie und dem Kampf. Er ist ein alter Freund von Maries Großmutter und scheint eine Verbindung zu Lucifer von Glaciens zu haben.


    [subtab=Feinde]


    Name: Piero Rojin
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    (c)sorskc@deviantart.com
    Namensbedeutung: Piero (jap.): Clown; Rojin (jap.): Greis
    Alter: Unbekannt
    Geburtsdatum: Unbekannt
    Magie/Waffe: Feuermagie
    Aussehen: Rabenschwarzes, längeres Haar, orangerote, fesselnde Augen, stets extrem blass geschminkt, schlank, groß, lange Beine und Arme, recht hübsch, feingliedrige Finger und Hände, um die Augen herum Schwarz geschminkt, trägt stets ein feuerrotes Narrenkostüm, 1, 78 m groß
    Charakter: Verträumt, merkwürdig, verschroben, geheimnisvoll, fröhlich, orientierungslos, unterhaltsam, rastlos, neugierig, verspielt, vergesslich, kühl, distanziert, höflich, undurchsichtig, pazifistisch, optimistisch, geht Streit aus dem Weg, auf den ersten Blick freundlich und sympathisch


    Piero Rojin ist Agent eines gewissen Superbias, der sich als wandernder Narr ausgibt. Er trifft auf Damian zuerst beim Fest der Kirschblüte in Schwarzstadt. Offenbar weiß er etwas über dessen Vergangenheit und gibt ihm sogar Hinweise darüber. Seiner Assistentin Salome gegenüber ist er offener, jedoch weißt er ihre Liebe ab. Er scheint ein Meister der Feuermagie zu sein und reicht sogar an Adens Fertigkeiten heran.


    Namensbedeutung: Die Friedliche, die Weise

    Alter: Unbekannt

    Geburtsdatum: Unbekannt

    Magie/Waffe: Feuermagie, Sichelklinge

    Aussehen: Langes, grau-weißes Wellenhaar, eindringliche, feurige, goldene Augen, schlank, gebräunt, exotisch, weiblicher, ästhetischer Körper, glattes, nichtssagendes Puppengesicht, lange Arme, circa 1,85 m groß

    Charakter: Still, ruhig, kühl, zurückhaltend, dogmatisch, tut alles was ihr Meister ihr befiehlt, loyal, große Verehrung für Piero, träumerisch, abwesend, intelligent, geheimnisvoll, schweigsam, passiv, unsicher, fürsorglich, leidenschaftlich, versteckt ihre wahren Gefühle, eifersüchtig


    Salome ist Bauchtänzerin und die Assistentin Pieros. Gemeinsam mit ihm führt sie die Aufträge Superbias aus. Sie folgt ihrem Meister bedingungslos, ihre Zuneigung wird aber von ihm abgewiesen. Sie hält Damian für nichts Besonderes.



    Name: Lucifer von Glaciens
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    (c)kaoru-chan@deviantart.com
    Namensbedeutung: Der Lichtträger, der Lichtbringer; Glaciens (lat.): Eis
    Alter: Unbekannt
    Geburtsdatum: Unbekannt
    Magie/Waffe: Unbekannt
    Aussehen: Blasse, reine Haut, blutrotes, unordentliches Haar, welches das rechte Auge vollständig verdeckt, blutrotes, großes Auge, blutrote Katzenohren, ein blutroter Katzenschwanz, circa 1, 40 m groß, zierlich, langfingrig, schlank, sehr niedlich
    Charakter: Kindlich, verspielt, naiv, immer fröhlich, launisch, doppelgesichtig, mysteriös, geheimnisvoll, grausam, ungeduldig, vergesslich, undurchschaubar, manipulativ, undurchsichtig, affektiert


    Ein Katzenjunge, der der Rasse der Warlocks entstammt. Er ist ein einflussreicher Lord, der aber ein Faible für Kuscheltiere und Spielzeug entwickelt hat. Es gibt nur wenige Leute, die ihn sehen dürfen, darunter seine Dienerin Lita.


    Name: Lita
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    Namensbedeutung: Die Schmerzhafte
    Alter: Unbekannt
    Geburtsdatum: Unbekannt
    Magie/Waffe: Unbekannt
    Aussehen: Dunkelblondes, schulterlanges Wellenhaar, violette, nichtssagende Augen, blasse Porzellanhaut, zierlich, schlank, puppenhaftes Gesicht, feingliedrige Finger und Hände, 1,54 m groß
    Charakter: Emotionslos, dogmatisch, unterkühlt, abweisend, humorlos, reserviert, still, ignoriert Leute, die in ihren Augen unwichtig sind, schweigsam, verschlossen, wirkt stets desinteressiert und gelangweilt, intelligent, pragmatisch, logisch denkend, pflichtbewusst, tut alles, was ihr Meister ihr befiehlt, brutal, grausam, kaltherzig


    Lita ist die Dienerin von Lord Lucifer von Glaciens. Weder über sie noch über ihre Familie ist irgendetwas bekannt. Sie erledigt die Aufträge ihres Meisters stets gewissenhaft.


    Name: Alice von Goldhall
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    Namensbedeutung: Von edlem Wesen

    Alter: 13 Jahre alt

    Geburtsdatum: 19. November (Skorpion)

    Magie/Waffe: Heilmagie

    Aussehen: Goldblondes, gewelltes Haar, das bis unterhalb der Schulterblätter reicht, große, himmelblaue Augen, schlank, grazil, elfenhaft, sehr blass, junges Gesicht, Stupsnase, circa 1,47 m groß, feingliedrige Hände und Finger, strahlendes Lächeln, reine Haut

    Charakter: Schüchtern, zurückhaltend, still, lässt sich alles gefallen, dogmatisch, ängstlich, abhängig von ihrem Bruder, unselbstständig, gutmütig, freundlich, höflich, natürlich, fürsorglich, glaubt an das Gute im Menschen, weint sehr selten, träumerisch, naiv, optimistisch, einfühlsam, mitfühlend, verletzlich


    Alice von Goldhall ist die Schwester von Adrian von Goldhall und die Cousine von Kleopatra und Elias von Starnoss. Ihre Familie ist adlig, aber stark verschuldet und hat kaum Einfluss in der Regierung. Sie leidet an einer sehr schweren Krankheit.


    Namensbedeutung: Gott ist gütig; Arachnid (eng.): Spinnentier

    Alter: Unbekannt

    Geburtsdatum: Unbekannt

    Magie/Waffe: Unbekannt

    Aussehen: Türkisfarbenes, unordentliches, in alle Richtungen abstehendes Haar, gelbe Raubtieraugen, ungesund-blass wirkende, unreine Haut, schmallippig, schlank, circa 1,80 m groß, lange Spinnenfinger, spitze, gelbliche Zähne

    Charakter: Sadistisch, gierig, neugierig, unersättlich, unsympathisch, schadenfroh, sich am Leid anderer erfreuend, besitzt einen sehr schwarzen Humor, extrovertiert, ölig, unhöflich, taktlos, hartherzig, grausam


    Sir Evan Arachnid ist ein hochangesehener Doktor, welche von Königin Morgana in den Ritterstand erhoben worden ist. Zurzeit behandelt er die kranke Alice von Goldhall.


    [tab=Was bisher geschah]


    [subtab=I-X]


    Nach einer langen, weiten Reise kommt der fünfzehnjährige Magieschüler Damian zurück nach Schwarzstadt, dem Ort, an dem er vor fünf Jahren von seinem Meister Aden ohne Gedächtnis aufgefunden worden war. Während der Junge in der Stadt herumwandert, um ein wenig im Nostalgiegefühl zu baden, macht er die Bekanntschaft von den Adligen Kleopatra von Starnoss, ihrem Bruder Elias und ihrem Cousin Adrian von Goldhall, die er bei selbiger Gelegenheit vor einem Raubüberfall durch einen Ninja schützt. Während Kleo von ihm äußerst angetan ist, was auf Gegenseitigkeit beruht, sind ihre männlichen Begleiter ganz und gar nicht von der Anwesenheit des jungen Magiers erfreut und lassen ihn dies auch deutlich spüren.
    Wenig später, nachdem Kleos Gruppe von dannen gezogen ist, trifft Damian auf seine alte Kindheitsfreundin Marie, welche ihm auch sofort das Leben rettet, indem sie den auf Rache sinnenden Ninja in die Flucht schlägt. Auch sie hat ihr Gedächtnis verloren und wurde von einer alten Freundin Adens, welche eine Gaststätte leitet, adoptiert, weshalb sie und Damian eine gewisse Empathie verbindet. Gemeinsam mit ihr macht sich der junge Wanderer nun auf zur Gaststätte, um sich auszuruhen.
    Unterdessen berichtet der Ninja seinem Herrn, dem Erzherzog Lord Lucifer von Glaciens, das Damian und Aden in Schwarzstadt angekommen sind. Lucifer, der offenbar eine Vergangenheit mit dem Feuermagier hat, scheint großes Interesse in dessen Schüler zu hegen und befiehlt deshalb weiterhin ihre Bewegungen zu verfolgen.
    Wenig später beginnt in Schwarzstadt das Kirschblütenfest, welches die Narrenzeit, die sogenannte „fünfte“ Jahreszeit, einleitet und den Frühling verabschiedet. Damian, Marie und deren Stiefschwester Laila beschließen ebenfalls zum Festumzug zu gehen und sich die Attraktionen anzuschauen. Dort treffen sie auf den Narren Piero und dessen Assistentin Salome, welche ihnen die Zukunft voraussagen möchten. Die Drei willigen ein und lassen sich die Karten legen. Doch während der Session kommt es zu einer Eskalation: Nachdem der Narr Marie ein verlustreiches Leben vorausgesagt hat und Damian erkennen ließ, dass er etwas über dessen verlorene Vergangenheit wisse, entgleitet dem Zauberschüler sein Temperament und er versucht Piero dazu zu zwingen, ihm Antworten auf seine Fragen zu geben. Jener verweist jedoch nur auf einen Schatz, der in Katakomben unter dem Nordfriedhof versteckt ist und verschwindet, einen aufgebrachten Damian und eine verwirrte Marie zurücklassend.
    Unterdessen erfahren Kleo, Adrian und Elias, dass sie komplett bankrott sind und somit nicht das Geld für die Behandlung von Adrians kranker Schwester Alice aufbringen können. Während sie überlegen, wie sie nun ihren verschwenderischen Lebensstil weiter finanzieren können, hören sie zufälligerweise das Gespräch von Damian und Piero mit und beschließen, ebenfalls den Schatz zu suchen. So verstecken sie sich auf dem Nordfriedhof und folgen Damian, Marie und Laila durch einen geheimen Zugang in die Katakomben, um den Schatz vor ihnen in die Finger zu kriegen.


    [subtab=XI-XX]


    Nachdem Damian, Marie und Laila eine versteckte Treppe in den Katakomben gefunden haben, betreten sie ein gewaltiges Monument, welches offenbar Jahrtausende alt ist und an dem früher grausame Riten zelebriert wurden. Während Marie über den Sonnenkult und seinen festen Griff um Aquea sinniert, aktiviert ihr Magierfreund einen geheimen Mechanismus, der das Trio in eine andere Ebene des Höhlensystems führt. Dort müssen sie sich dem dreiköpfigen Cerberus stellen, den sie nur mit Müh und Not und dank Lailas wunderschöner Singstimme besiegen können.
    Unterdessen haben auch Kleo, Adrian und Elias äußerst unfreiwillig einen Weg in den unterirdischen Tunnelkomplex gefunden und suchen verzweifelt nach dem Schatz. Schließlich treffen sie an einem dunklen See auf einen halbverwesten Fährmann, der drei Goldmünzen für eine Überfahrt verlangt. Da sie kein Geld haben und auch Kleos Verführungstaktik fehlschlägt, kapern die drei Adligen das Boot und setzen allein über. Das rächt sich aber gewaltig, da sie nun die Kreaturen des Sees erzürnt haben, welche jetzt Jagd auf sie machen. Bei der darauffolgenden Verfolgung sinkt ihr Transportmittel und Elias wird beinahe von den widerwärtigen Wesen gefressen, dock Kleo schafft es ihn und die gesamte Gruppe durch einen plötzlichen Magieausbruch zu retten.
    Im innersten Teil des Tempels, dem „Heiligtum der Dunkelheit, Tartaros“ treffen die beiden rivalisierenden Parteien wieder aufeinander und sollen sich der Prüfung des Schatzes unterziehen. Die Gruppen müssen in einer allumfassenden Illusion gegeneinander kämpfen, um sich des Schatzes würdig zu erweisen. Während Marie und Elias mit ihrer Aufgabe zaudern, beginnen sofort die Kämpfe „Laila gegen Kleopatra“ und „Damian gegen Adrian“.
    Beim rein magiebasierten Kampf der beiden jungen Männer behält zuerst Damian von Natur aus die Oberhand, da er besser mit Materie vertraut ist. Sogar die Fähigkeit der Levitation beherrscht der Zauberschüler wodurch er fliegend leicht den garstigen Verfolgungsattacken seines Gegners entkommen kann. Die Lage spitzt sich zu, als Adrian seine ultimative Technik, den Spruch „Feenlicht: Armee“ benutzt und Damian von der Flucht abhält. Doch während der arrogante Adlige schon seinen Sieg feiert, schafft es der Magier das Blatt ein weiteres Mal zu wenden und den Angriff auf seinen Herrn zurückzuleiten, wodurch dieser außer Gefecht gesetzt wird.
    Unterdessen ist der Kampf zwischen den beiden Blondinen im vollen Gange. Am Anfang ist Kleopatra ihrer Gegnerin haushoch überlegen und schafft es sie mit einfachen Wasserzaubern und ihrer schmerzhaften Peitsche zurückzuhalten. Doch nach einigen zusprechenden Worten ihrer Schwester, entfesselt Laila ihre versteckten Kräfte und schafft es auf einmal den Kampf mit Leichtigkeit und einem kühlen Kopf zu dominieren. Kurz vor ihrer Niederlage bewerkstelligt es Kleopatra jedoch die Lage wieder herumzureißen und ihre Kontrahentin mit ihren Wasserketten bewegungsunfähig zu machen. Nachdem sie realisiert, dass Laila eine Schutzschicht um sich herum aufgebaut hat, nutzt die Adlige kaltherzig ihren brutalsten Spruch „Nixes Wut“ und gleicht damit das Versagen ihres Cousins aus.
    Was beide Gruppen jedoch nicht wissen, ist das der gesamte Kampf nichts weiter als eine Prüfung von Piero ist, um Damian zu testen. Während eines Gesprächs mit seiner Assistentin Salome, die ebenso wie er unter den Befehlen des geheimnisvollen Superbias handelt, offenbart er, dass er drei Aufgaben für den jungen Magier vorbereitet hat, um zu gucken, ob er „den Aufwand wert ist“.


    [subtab=XXI-XXIX]


    Nachdem die beiden Kämpfe ihrer Mitstreiter ausgetragen worden sind, müssen sich nun Elias und Marie miteinander messen, zieren sich jedoch aus unterschiedlichen Gründen heraus den ersten Schritt zu wagen. Als es Damian schließlich zu bunt wird, beschließt er die Prüfung etwas aufzumischen und nutzt seine Kontrolle über die Illusion, um die Kampfpartner zu tauschen. Nun muss er gegen Elias und Marie gegen Kleopatra antreten.
    Dem Adligen kommt dieser Paarwechsel genau recht, da er den jungen Magier nicht ausstehen kann und schon lange gegen ihn antreten wollte. Jener wiederum sieht in seinem Gegner keine große Herausforderung und spielt dementsprechend lange herum. Doch das erweist sich als fatal als Elias unerwartet seine ultimative Defensivtechnik „Feenlicht: Turm“ nutzt und Damian damit auf den Boden der Realität zurückholt. Es folgt ein Niederschlag nach dem anderen, doch nach mehreren Versuchen, schafft es Adens Schüler die Schwäche in Elias‘ Schutzwall zu entdecken. So fusioniert er seine eigene Magie mit dem Feenlicht, welches er davor hatte aufnehmen können und zerfetzt die Verteidigung seines Gegners, jedoch nicht ohne ihn vorher zur Weißglut zu treiben.
    Der Vulkan, in dem die Konfrontation stattgefunden hat, bricht unerwartet aus, sodass die beiden Kontrahenten nach draußen fliehen müssen, um den alles zerstörenden Lavamassen zu entkommen. Doch trotz allem denkt keiner der beiden daran aufzugeben und so schleudern sie sich immer stärkere und stärkere Attacken entgegen. Als es schließlich zum letzten, großen Aufeinandertreffen kommt, entzieht ihnen die Illusion die Magie und die beiden jungen Männer müssen Schwert und Geschick nutzen, um den Sieg zu erringen. Obwohl Elias der überlegene Schwertkämpfer ist, gelingt es Damian ihn auszutricksen und so kann er schlussendlich den zweiten Sieg davon tragen.
    Unterdessen beginnen Kleopatra und Marie ihre Auseinandersetzung einer antiken Arena und legen einen Kampf ohne Beschränkungen fest. Zuerst läuft die Konfrontation ausgewogen ab und trotz Maries ständiger Annäherungsversuche, schafft es die Blondine sie mit ihrer Peitsche wieder zurück zu drängen. Doch als Kleo ihre endlich anfängt ihre Wassermagie zu nutzen, sieht die Rothaarige sich gezwungen, die geheimen östlichen Techniken, die ihre Großmutter sie gelehrt hat, zu offenbaren. Mit Hilfe der Yin- und Yang-Techniken schafft sie es die bösartige Viscountess ihrer Peitsche zu entledigen. Als Rache nimmt jene von dem schlammigen Boden Gebrauch und überrascht Marie mit ihren Wasserketten. Zwar erreicht sie es der Falle zu entkommen, allerdings nur zu Kosten ihres Schwertes.
    Bevor das Gemetzel jedoch weitergehen kann, werden die beiden Gegnerinnen durch Salomé aufgehalten, welche sich auf Pieros Anordnung in die Prüfung eingeschleust hat. Sie verlangt, dass Kleo und Marie sich ergeben sollen, ansonsten würde Elias, welchen sie zu ihrer Geisel gemacht hat, die Konsequenzen dafür tragen. Doch die beiden willensstarken Frauen weigern sich und ein Kampf zwischen ihnen und der Bauchtänzerin entbrennt aus dem Salomé am Ende jedoch siegreich hervorgeht. Doch bevor sie den finalen Angriff starten kann, entdeckt Marie plötzlich vollkommen unerwartet eine neugefundene Kraft in sich und steht wieder auf, um erneut ihren Mann zu stehen.
    Unterdessen wird Damian von Piero konfrontiert, der Laila und Adrian gefangen hält und nur freigeben möchte, wenn es der junge Feuermagier schafft, ihn in einem Kampf zu bezwingen. Damian, der sich schon lange mit dem Narren hatte messen wollen, nimmt die Herausforderung an, obwohl er damit auch das Leben seiner Freundin aufs Spiel setzt. Doch trotz aller Siegessicherheit ist Piero dem jungen Mann haushoch überlegen und kontert auch seine stärksten Angriffe mit spielerischer Leichtigkeit. Als der junge Mann schließlich mit einem von Pieros Attacken in Berührung kommt, löst er eine gigantische Explosionskette aus, die ihn fast den Sieg kostet. Wird er es schaffen den geheimnisvollen Narren zu bezwingen?


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  • Prolog


    Leise und sanft fiel der Schnee hinab in die grauen, schmutzigen Pflasterstraßen von Schwarzstadt. Glitzernd wie Millionen von funkelnden, kleinen Kristallen ließ das reine Weiß sich vom kühlen Nordwind treiben, wurde dabei aber von den vielen hohen Fassaden der dicht beieinanderstehenden Häuser aufgehalten. An ihren kalten, trüben Wänden zersprangen die winterlichen Kunstwerke und waren ihrer individuellen Pracht beraubt, deckten die Stadt jedoch in ein winterliches Kleid aus Eis und Schnee. Auch die schwach leuchtenden Straßenlaternen, die wie Bäume aus Metall aus dem Boden ragten, konnten die Schönheit der hellen Tänzer des Himmels nicht ignorieren und schienen immer schwächer zu glimmen, während der frühe Winterabend die schwarze Stadt in Dunkelheit tauchte.
    Doch trotz der schon nahenden Schatten der Nacht herrschte immer noch geschäftiges Treiben auf den vielen Straßen und Kreuzungen. Menschen eilten durch das Schneegestöber von einer Ecke zur anderen, ausstaffiert mit flatternden Schals und gleichförmigen, kratzigen Filzmänteln, die Hüte tief ins Gesicht gezogen, um zu vermeiden, dass der raue Dezemberwind sie forttrug. Ab und an konnte man das Klingeln einer Eingangsglocke vernehmen, wenn sich einer der Passanten dazu entschlossen hatte, in eines der zahlreichen Geschäfte zu gehen, um der schneidenden Kälte zu entkommen. Doch die meisten Bürger liefen stur geradeaus, schnellen Schrittes und allein darauf fokussiert, ihr Ziel zu erreichen.
    Unter den zahlreichen, rennenden Fußgängern befand sich aber auch einer, der aus der grauen Masse ewiggleicher Mantel- und Hutträger herausstach. Er trug einen fleckigen und zum Teil auch geflickten Kapuzenumhang, von dem man nicht mehr sagen konnte, ob das Braun die ursprüngliche Farbe des Kleidungsstücks oder einfach nur verkrusteter Schmutz war. Sein Gesicht zeugte von seinem gehobenen Alter: Um die schwarzen Falkenugen herum waren genauso viele Falten, wie auf der Stirn. Dazu war er braungebrannt, wie ein Bauer, der im Sommer lange und hart gearbeitet hatte. Trotzdem wirkte er nicht ungepflegt, denn sein Haar war ordentlich zurückgekämmt und sein Bart kunstvoll und sorgsam zurechtgestutzt. Auf seiner Adlernase hatte eine teuer aussehende Halbmondbrille ihren Platz gefunden, welche ihm das Gesicht eines Denkers verlieh, und über jene hinweg er interessiert das Geschehe betrachten konnte. Auch die Schuhe, die der Alte trug, zeugten von einem gewissen Wohlhaben, ebenso die Kleidung, die ab und an unter dem unglaublich dreckigen Mantel zum Vorschein kam.
    Der Name dieses merkwürdigen Mannes war Aden und er wurde Feuermagier genannt, da er auf Festen und Feiern auftrat und dort mit dem gefährlichen Element spielte, als wäre es ein Kätzchen. Zurzeit war er auf dem Weg zu einer alten Freundin von ihm, die eine Gaststätte betrieb, wo er Unterschlupf und Schutz vor der Kälte des Winters finden konnte. Er erahnte noch nicht, was ihm an diesem Tag wiederfahren würde.


    Torkelnd stolperte der Junge über die Steine der Straße. Sein Atem ging schwer, er keuchte regelrecht und hielt sich die stechende Brust. Auch seine Beine schmerzten, als wären sie aus Beton gegossen worden. Alles, was er sah, war verschwommen, ein Gemisch aus Schwarz und Weiß, Licht und Schatten und doch durfte er nicht aufhören. Fliehen. Er musste fliehen.
    Wieder versuchte er, an Geschwindigkeit aufzunehmen, um dem namenlosen Schrecken zu entkommen, welcher hinter ihm lag. Sein Geist war überschwemmt von einer Flut aus Angst und Verzweiflung. Er wollte nicht sterben, nicht jetzt. Überall war Blut, Blut, das ihn umgab und einschloss, ein Meer aus Rot, welches ihn erstickte und unfähig machte, an etwas Anderes zu denken. Diese intensive Farbe ließ ihn erblinden und der Geruch, dieser metallische, klebrige, von Tod und Zerstörung erzählende Geruch, erdrückte ihn. Seine Sinne waren benebelt. Nur wenige Gedanken konnte er noch fassen. Angst. Angst vor dem Tod. Er musste weiter fliehen, denn dieses schreckliche Rot verfolgte ihn.
    Ein Schmerz durchzuckte sein Bein, doch er achtete nicht darauf. Das Blut war immer noch da, es fiel vom Himmel, gefroren und in einem falschen weißen Kleid. Der Schnee war heimtückisch, kein blasser, reiner Kristall, sondern der Edelstein eines Mörders, ein mit Blut gefüllter Rubin. Blut. Blut auf jedem Ding. Wo er auch hinsah war das Zeichen des Todes. Es tarnte sich zwar in den Farben der sündenlosen Orchidee, doch auch diese Unschuld war von dem schrecklichen Rot befleckt, ja, sie war schon fast versunken in dieser alles verschluckenden, roten Finsternis.
    Was sollte er nur tun? Was konnte er tun? Warum war überall Blut? Er war verloren in all diesem Rot…


    Aden erstarrte, als er den Jungen auf sich zu schwanken sah. Ein Schock durchfuhr ihn. Die Augen voller Schrecken, glasig und leer, das junge Gesicht so blass, als sei er selbst eine Leiche, taumelte der Junge zittrig über die Steine, fast als wäre er die Nächte zuvor nur gerannt. Obwohl er alles sah, erkannte er nichts. Inmitten all dieser grauen Menschen wirkte er wie ein verstörtes und verlorenes Tier.
    Der Feuermagier eilte zu ihm, um ihm zu helfen, doch bevor er ihn erreicht hatte, fiel der Junge auf die Straße, reglos und noch immer mit starr aufgerissenen Augen, fast als sei er tot. Die grauen Menschen gingen unberührt weiter und auch der Schnee fiel unbarmherzig herab, fast als wäre nichts gewesen.
    ________________________________________
    Charaktersteckbriefe folgen nach dem 1. Kapitel

  • Hallo erstmal ^^


    Da ich "Zwölf" ja auch schon kommentiert habe und da dies die Überarbeitung ist, werde ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen und hier auch kommentieren ^^


    Wie ich dir schon gesagt habe, finde ich den neuen Titel - Poisoned Apple - besser, als den alten, wahrscheinlich in erster Linie deswegen, weil ich noch keine Ahnung habe, warum du die Story ausgerechnet "Vergifteter Apfel" nennst. Auch der neue Arc-Titel ist meiner Meinung ansprechender, als der alte, der ja erst nachträglich hinzugefügt wurde, was man ihm meiner Meinung nach angesehen hat.
    Was mir - im Gegensatz zu Zwölf - allerdings noch aufgefallen ist, ist, dass du Marie im Klappentext erwähnt hast... Ich nehme mal an, dass sie in Zukunft eine etwas größere Rolle spielen wird, als noch in Zwölf =o Oder sie ist mir früher einfach nicht so aufgefallen... >_<


    Zum Prolog, der sich ja um einiges vom alten unterscheidet... =o Du hast die Stadt also am Leben gelassen? Oder täuscht das nur, und Damian ist aus seinem Heimatdorf irgendwie in die Stadt gelangt? Auch wenn der Kerninhalt der gleiche geblieben ist, gerade wegen Zwölf bin ich im Moment irgendwie ein wenig verwirrt wegen des neuen Prologs, aber vor allem gespannt darauf, was du noch so alles verändert hast.


    Um es einmal zu erwähnen: Rechtschreib- oder Grammatikfehler habe ich weder im Startpost, noch im Prolog gefunden, falls ich irgendetwas herausstechendes übersehen haben sollte, tut mir das leid... Ach ja, über eine Benachrichtigung wäre ich nach wie vor sehr dankbar =D


    lG, Nommy

  • So, ich muss einfach mal wieder kommentieren. Da sind Ferien, aber irgendwie habe ich gerade jetzt wo ich sie haben sollte kaum die Ruhe dazu, doch egal. ^^" Also, einfach mal der Reihe nach:


    Startpost: Joah, genau das, was man sich unter einem ordentlichen Startpost vorstellt: (Fast) alles drin, ein paar Farben und gleichzeitig schön aber auch einfach strukturiert. Nur eine Sache muss noch hin und das wäre eine Copyright-/Quellen-Angabe bei dem Bild am Anfang. Du willst ja auch nicht, dass man deine FS einfach kopiert und wiederveröffentlich ohne dich zu nennen, nicht? Und damit hängt dann auch das zusammen, was ich auch noch hinezufügen würde: Ein eigenes Copyright, einfach der Vollständigkeit halber. ^^


    Stil/Inhalt:
    Dein Stil gefällt mir, weil er (glaube ich) meinem eigenen recht nahe kommt. ^^" Na ja, auf jeden Fall ist das seit langem die erste FS seit langem, bei der ich den Autor nicht um mehr Details beten muss und das ist doch schon mal was wert. Bei dir habe ich viel mehr Angst, dass es mal zu viele Detail werden könnten und du dich dann zu sehr in der Beschreibung der Welt verlierst. Zum Beispiel war es meiner Meinung nach mit den Schneeflocken ganz am Anfang hart an der Grenze und wären nicht zwischendrin die Laternen gekommen, ... Erst als ich dann im Verlauf des Prologs gesehen habe, dass du dich noch öfters auf den Schnee beziehst habe ich wirklich zu mir "Okay, passt." gesagt. Insgesamt erzeugst du eine schön traumartige Atmosphäre, in der man versinken kann und ja, da kann ich kaum noch was zu sagen, da irgendwie alles passt. Na gut, hättest du keinen guten Stil wäre "Zwölf" wohl kaum im Profibereich gewesen. Trotzdem gibt's ein paar spezifische Sachen, die ich, nun ja, verbesserungswürdig finde:

    Ach ja: Pass bitte auf deine Satzlängen und Verschachtelungen auf, es wird stellenweise recht extrem. Ich habe damit zwar auch so meine Probleme, aber trotzdem warne ich dich mal. ^^" Und mag zwar sein, dass es Teil deines Stiles ist, aber rücke bitte nicht noch weiter von den (Haupt-)Charakteren weg, die Zeit in der du einfach nur erzählst und die, in der du von den Charas erzählst hält sich gerade noch die Waage.


    Grammatik/Sonstiges:
    Gut, von grammatikalischer Seite her gibt's auch nicht viel mehr zu sagen, aber an der einen oder anderen Stelle machst du bei der Kommata noch Fehler. Bedrohliches sehe ich aber nicht. Ja, dann liste ich einfach mal die


    Okay, das war jetzt nicht der längste Kommi, aber bei dir gibt's ja auch nicht viel zu sagen. ^^" Hoffe mal, ich konnte trotzdem ein wenig helfen und dass es dich nicht stört, sollte ich nach kommenden Kapiteln wieder hier sinnloses Zeug schreiben. Warte, ich übersetzte das noch mal: "Eine PN/GB-Benachrichtigung bitte." Wenn dann nämlich mehr als der Prolog da ist, kann ich auch versprechen, dass ich noch wesentlich mehr zum Stil sagen kann/werde.
    Und steinigt mich bitte nicht für dieses Geschreibsel.


    Ein einsamer Wolf

  • Huhu Snobby oder wie auch immer du jetzt heißt. ^^


    Beim Startpost ist alles, der Klappentext ist sehr schön formuliert und macht Lust auf mehr. Auch das Bild ist wirklich passend und fügt sich gut ein... vom Sinn her, aber farblich und stilistisch leider nicht so. Ich würd dir raten eine Schrift zu nehmen, die einem Fantasyroman von dieser Qualität schon eher gerecht wird, als irgendein Arial oder Verdana. Außerdem sieht so ...quadratisch, praktisch, eckig aus XD Das Braun sticht sich mit dem Schwarz-Weiß-Bild. Also, irgendetwas passt da nicht. Entweder du nimmst ein braun-weißes Schachfeld oder die Schrift bekommt eine andere Farbe. Aber wie gesagt, irgendwas passt da nicht zusammen ^^" Die Farbe... in dem Kontext sticht sie ein wenig. Und eine Überschrift hat auch noch niemanden geschadet.


    Egal, ich geh am Besten zum Prolog über. ^^ Da hab ich sowieso nichts mehr zum Meckern.
    Ich liebe jeden einzelnen Satz, den du auf deine Tastatur bringst. Du bist ein genialer Autor und hoffentlich bist du dir dem bewusst. Die Beschreibungen sind Stellenweise ein wenig - lang will nicht sagen -, ausführlich, aber bei dir macht mir das nichts aus.
    Besonders hat mir die Flucht gefallen. Du bringst Tempo und Drama, authentisches Drama nämlich!, in die Szene hinein. Die Meisten packen das mit dem Tempo nicht, du schon.
    Du wirfst einen in die Geschichte hinein und erklärst trotzdem. Deine Leser kennen die Charaktere nicht, sofern sie Zwölf nicht gelesen haben, und fühlen trotzdem von Anfang an mit ihnen mit.
    Und von deinen Formulierungen könnten sich die angeblich "besten" Romanautoren etwas abgucken.^^


    Chari. <3




  • Einführung


    Es war Frühling als die beiden Wanderer Schwarzstadt erreichten. Viele bunte Blumen blühten außerhalb der Häuser in den herrlichsten Farben und überdeckten mit ihren Gerüchen den Gestank der Stadt. Bienen summten, Schmetterlinge flatterten umher und kleine Tiere streiften durch das Gras, auf der Jagd nach Insekten. Die Vögel flogen majestätisch über allem und sangen ihre schönen und melodischen Lieder, während die Sonne in einer angenehmen Wärme vom azurblauen Himmelszelt herab schien. Eine frische Brise wehte und ließ die Grashalme zu ihrem sanften und angenehmen Takt tanzen. Es war der perfekte Frühlingstag.
    Der Schnellere der beiden Landstreicher, ein junger, großgewachsener Mann von ungefähr fünfzehn Jahren mit mittellangem, dunkelbraunem Haar und ebenso braunen, intelligent wirkenden Augen, rannte voraus und warf seinen verschlissenen, alten Kapuzenmantel zurück. Darunter kamen ein schwarzes, fremdländisches Hemd mit weißem Überwurf und eine dunkelgrüne, weite Stoffhose zum Vorschein. Mit einem einnehmenden Lächeln auf den Lippen wandte er sich an seinen Begleiter. Es war der alte Mann mit den schwarzen Falkenaugen und dem sonnengebräunten Gesicht, Aden, der Feuermagier. Jener hielt einen langen, goldenen Metallstab mit einem Ring am Oberen Ende, einen sogenannten Mönchsstab, in der Hand und schien sichtlich weniger aufgeregt als sein Lehrling zu sein, was man seiner mürrischen Miene entnehmen konnte.
    „Meister!“, rief der Junge vom Stadttor aus und winkte fröhlich mit seinem Arm dem Zauberer zu. „Ich gehe schon mal voraus! Wir treffen uns dann an der Gaststätte, nicht wahr?“
    Der Alte seufzte und hob ebenfalls seine Stimme, wobei der Unmut in ihr nicht zu überhören war. Er hatte sich nicht von der Vorfreude seines Schülers anstecken lassen. „Nun gut…“, meinte er nachsichtig, warf er dem jungen Mann jedoch einen strengen Blick zu: „Aber vergiss es ja nicht! Und pass gefälligst auf, dass du dich nicht wieder verläufst! Schließlich, warst du seit fünf Jahren nicht mehr hier!“
    „Nein, nein!“, lachte der Junge und wandte sich wieder dem Stadttor zu. „Sie wissen doch, ich habe den Orientierungssinn eines Elfen!“
    Aden knirschte entnervt mit den Zähnen: „Und den Dickschädel eines Steinbullen!“
    Sein Lehrling setzte ein amüsiertes Grinsen auf und wollte schon weiter gehen, um den zynischen Kommentaren seines Meisters zu entkommen, doch jener hatte noch etwas zu sagen. „Hier!“, befahl er laut und warf dem Braunhaarigen seinen Stab zu. Jener fing ihn geschickt auf und warf seinem Lehrer einen fragenden Blick aus den braunen Augen zu. „Für den Fall der Fälle!“, erklärte dieser nun und seine Stimme war wie gewohnt sehr schroff. „Ich will nicht so einen Aufruhr wie in Port Veen, als du es für nötig hieltest deine Magie zu benutzen, um einem ungehobelten Wachmann Manieren beizubringen. Verwende demnächst den hier und pass auf, dass du nicht zu viel Aufmerksamkeit erregst! Wir sind hier schließlich nicht nur aus Jux und Tollerei!“
    Doch der Junge hörte nicht zu, da er zu sehr damit beschäftigt war, den Stab unter seinem Mantel zu verstecken, was sich als ziemlich schwieriges Unterfangen darstellte. Schließlich entdeckte er jedoch einen versteckten Knopf am Rand des Zylinders und sofort nachdem er diesen gedrückt hatte, was ein leises Zischen und Rattern verursachte, fuhr der goldene Stock in sich zusammen, wurde handlicher und kleiner bis er schließlich die Größe einer Sichel erreicht hatte. Der junge Magier verstaute ihn sicher an seinem Gürtel. Dann wandte er sich wieder seinem Meister zu und antwortete lachend: „Ich werde schon aufpassen!“
    Bevor Aden ihm noch eine Warnung mit auf den Weg geben konnte, war der Junge auch schon winkend davongerannt. Der Feuermeister seufzte und massierte sich die Schläfen. „Genau wie seine Mutter…“


    Auf dem großen Marktplatz war reges Treiben die Regel. Es war kurz vor Ende der Arbeitswoche und jeder versuchte noch schnell etwas Gutes zu erhaschen, bevor die Läden und Stände über die Feiertage geschlossen wären. Bald war nämlich das Fest der Kirschblüte, eine rauschende, über drei Tage andauernde Feier, bei der jeder nach Lust und Laune dem Alkohol und Völlerei zusagen konnte. Eigentlich war diese Festivität ein rituelles Ereignis, bei der Mutter Natur gehuldigt werden sollte, doch kaum jemand wusste mehr um seine Wurzeln und den meisten ohnehin egal, solange sie sich nur den Verstand wegsaufen konnten.
    Die Vorbereitungen waren bereits in vollem Gang: Vor den Fenstern hingen Wimpel und Fahnen in den Farben des Frühlings, es wurden Girlanden auf gehangen und viele bunte Papierlichter waren auf den Tischen der Marktfrauen zu sehen, zwar noch ausgeschaltet, aber zum Abend hin würden sie die Stadt mit ihrem warmen, freundlichen Licht erfüllen und in eine feierliche Stimmung versetzen. Alles war in heller Aufregung und drängte zum letzen Einkauf auf den Platz.
    Unter den ganzen Leuten befand sich auch ein Mädchen, die mit ihrem feuerroten, ellbogenlangen Haar aus der Masse von schwarzen und braunen Haarschöpfen hervorstach. Sie war von ungefähr fünfzehn Jahren, aber zierlich und eher klein für ihr Alter. Ihre Haut war blass, was bei ihrer Haarfarbe weniger verwunderlich war und ihre großen, leuchtendblauen Augen strahlten eine gewisse Unabhängigkeit aus, eine Entschlossenheit die vielen Frauen jener Zeit fehlte. Die Kleidung des Mädchens war schlicht, aber trotzdem würdevoll und sie bewegte sich energisch durch die Menschenmassen.
    Ihr Name war Marie Cassis und sie fühlte sie sich ganz und gar nicht wohl in ihrer Haut. Der Grund dafür waren die vielen Menschen die schubsend und rempelnd zwischen den Ständen umher eilten und sie dabei mehr oder weniger ständig zur Seite stießen, um eine bessere Sicht auf die Waren zu haben. Das Gefühl, sie wäre immer und überall eingeengt und eingezwängt zwischen diesen erdrückenden Menschenmassen, tat ihr überhaupt nicht gut. Es war ihr ein Graus in ihrer Freiheit eingeschränkt zu sein und Angst zu haben, dass ihr ein anderer so nah kommen könnte, dass er vielleicht sogar ihre Gedanken hätte hören können. Das war natürlich vollkommener Humbug, aber trotzdem war es ihr äußerst unangenehm. Doch sie hatte nicht die Möglichkeit diesen Marktbesuch noch weiter aufzuschieben. Schließlich konnte sie schlecht ihre alte Großmutter hier hinschicken, um alles Nötige für die neu eintreffenden Gäste zu besorgen. Die arme Frau würde sich vermutlich die morschen Knochen brechen, bei all dem rücksichtslosem Gedrängel und Geschubse auf diesem Platz und schlussendlich mussten die Gäste ihrer Anverwandten auch etwas in den Magen bekommen. Maries Großmutter gehörte nämlich eine kleine Gaststätte ganz in der Nähe des Marktplatzes und sie hatte ihrer Enkelin aufgetragen, frische Lebensmittel zu besorgen, da an jenem Tag besondere Kunden ankommen würden, offenbar gute Bekannte. Marie, die Einkäufe mied wie wilde Tiere, war nicht erpicht darauf gewesen und hatte es immer wieder verschoben, nur um dann zähneknirschend festzustellen, dass sie genau am geschäftigsten Tag des Jahres gehen musste. Das war der Fluch der Kaufgänge für sie und entgegen aller gängigen Klischees wusste sie, dass sie niemals Gefallen an dieser Aktivität finden würde. Das war auch der Grund warum eigentlich die Schwester des Rotschopfes, Laila, dafür zuständig war, die Einkäufe zu erledigen, doch da sich jene bei einem unglücklichen Sturz von der Treppe den Knöchel verstaucht hatte, hatte Marie wohl oder übel die unliebsame Aufgabe übernehmen müssen.
    Während sie sich umsah, um nach dem Stand für heimisches Gemüse Ausschau zu halten, bemerkte sie einen Menschenauflauf um einen Schmuckhändler. Es wurde geraunt und gemurmelt, während man begierig auf etwas blickte, das Maries Sicht verborgen war. Neugierig trat sie näher, um die Sache in Augenschein zu nehmen.
    Nachdem sie sich ein bisschen mit dem Ellbogen den Weg hatte freikämpfen müssen, erblickte sie den Grund der Versammlung. Eine junge Frau hatte sich hinunter gebeugt, um ein Diadem genauer in Augenschein zu nehmen, eine Frau von so atemberaubender Schönheit, dass allen umstehenden Männern vor Erstaunen der Atem wegblieb. Ein blonder, im Licht der Sonne wie flüssiges Gold glänzender, Lockenwasserfall umspülte das makellose, herzförmige Gesicht der jugendlichen Dame. Die Haut war heller als Elfenbein und die kirschroten, vollen Lippen formten einen sinnlichen Kussmund, während ihre himmelblauen Augen, umrandet von einem perfekt dosierten und farblich fehlerlos eingesetzten Lidschatten, weniger auf das Schmuckstück in ihrer feingliedrigen, weißen Hand mit den meisterhaft manikürten und gepflegten Fingernägeln, lagen, als auf dem anwesenden Mannesvolk. Hier und da klimperte sie einem der attraktiveren Anwesenden mit ihren langen Wimpern zu, woraufhin die Getroffenen in eine Art Ektase des Glücks versetzt wurden, während die Dame kicherte und dabei ihre strahlendweißen, formvollendeten Zähne entblößte. Auch das Kostüm der Frau war alles andere als unauffällig: Ein rotes, extrem kurzes Kleid aus Fuchsfell, welches einen Blick auf ihre makellosen, perfekt geformten Beine zuließ. Dazu war es so freizügig geschnitten, dass es eigentlich schon als sittenwidrig hätte gelten müssen, doch dieser Dame verlieh es einfach nur eine ganz eigene Eleganz. Die kleinen, feinen Füße der Schönheitskönigin waren in blutrote Lackschuhe gebetet, wobei man sich bei jenen fragen musste, wie hoch Absätze eigentlich sein konnten. Marie fand es einfach widerwärtig. Diese Frau war ihr auf Anhieb unsympathisch.
    Als sich jene wieder aufrichtete, hatte man guten Einblick in ihr äußerst gewagtes Dekolleté, allerdings wirkte auch dies nur noch bezaubernder an dieser ohnehin schon atemberaubenden Grazie. Sie setzte sich das silberne Diadem mit dem eingefassten Kristall auf den wunderschönen Kopf und wandte sich dann lächelnd an ihren Begleiter. Es war ein junger Mann, der ungefähr in Maries Alter war, vielleicht ein paar Monate jünger. Er war nicht besonders groß für seine fünfzehn Jahre, allerdings auch nicht sonderlich klein. Seine Haut war blass wie die der Dame im Fuchspelz, er besaß aber, unähnlich ihr, hellbraunes, glattes Haar, welches sich zu einer merkwürdigen Tolle formierte, und olivgrüne Augen, die entzückt ihr Bild in einem goldenen Spiegel, welcher in seiner langfingrigen Hand lag, betrachteten. Auch ihm waren lange Wimpern, wie seiner Begleiterin, zu Eigen, allerdings war seine Stupsnase nicht ganz so fein wie die ihre.
    „Oh, Adrian!“, trällerte die blonde Dame und zog damit dessen Aufmerksamkeit auf sich. „Und? Wie findest du das? Sieht es nicht umwerfend an mir aus?“
    Der Gefragte reagierte zuerst gar nicht, da er wieder damit beschäftigt war, seinen Abglanz in der goldenen Scheibe zu betrachten. Offenbar hatte er etwas an seinen Haaren auszusetzen, denn er schien ständig das Bedürfnis zu haben, daran herumzuhantieren. Augenscheinlich war die Tolle nicht ganz so stark und auffällig, wie der Junge sie wollte. Dann, als er die Dame nicht mehr ignorieren konnte, blickte er kurz abfällig auf die Blondine und meinte unüberhörbar laut: „Mir würde es besser stehen…“ Er besaß eine näselnde, in den Ohren schrecklich klingende und dazu sehr unmelodische Stimme. Es wirkte als hätte er sich die Nase verstopft und er hatte einen sehr arroganten Tonfall inne, der seine Stimme alles andere als sympathisch klingen ließ. Demnach war es keine Verwunderung, dass die Schönheitskönigin ungehalten und mit einer gewissen Wut in den Worten antwortete: „Was hast du gesagt, du Nichtsnutz von einem Cousin?!“
    „Ach, Kleo!“, rief Adrian nun entnervt aus, ohne die Augen vom Spiegel zu lassen. Offensichtlich hatten beide solche Konversationen schon öfters geführt. „Kauf es doch einfach, wenn du es nicht lassen kannst! Kauf am besten den ganzen Stand, Hauptsache, du redest mir nicht weiter die Ohren zu, ich komm doch eh nie zu Wort!“
    „Was soll das denn heißen?! Du bist doch derjenige, der die ganze Zeit rumpalavert!“, keifte die Blondine aufgebracht und warf bedrohlich ihr Haar zurück, während sie dem jungen Narzissten einen ihrer extrem giftigen Blicke zuwarf. Jener erwiderte den Augenkontakt nicht, sondern wandte sich demonstrativ ab, da er offenbar weiter mit seinen Haaren beschäftigt war und jene für wichtiger hielt, als seine wunderhübsche Cousine und ihr Diadem-Problem.
    „Also, Adrian, wie kannst du nur!“, meldete sich eine zweite, aufgebrachte Jungenstimme zu Wort. Sie gehörte einem jungen Mann, der sogar noch kleiner als Adrian war und überdies noch femininer aussah, sodass Marie sich wunderte, ihn überhaupt als Vertreter des anderen Geschlechts erkannt zu haben, es an Schönheit jedoch ohne viel Anstrengung mit Kleo aufnehmen konnte. Seine Haut war diamantrein und genauso blass wie Elfenbein, die silbernen, feinen Haare, die wie ein sanfter Schleier vergleichbar mit dem Nebel der Morgenröte vor seinen Augen hingen, glänzten so ungetrübt wie flüssiges Platin in der hellen Frühlingssonne. Die Augen mit den langen, anmutigen Wimpern besaßen die Farbe des Meeres: Ein faszinierendes Gemisch aus Blau und Grün, wie der mysteriöse Grund der geheimnisvollen See, ein Ozean der Emotionen und erfüllt von so viel Freundlichkeit, dass jedes Mädchen vor Schwärmerei dahin geschmolzen wäre. Nun gut, fast jedes Mädchen. Marie fand ihn lächerlich. Der zierliche, fast schon feenhafte Körper des Jungen wurde von einem Wams und teuren Hosen aus meeresblauer Seide bedeckt und sein linkes Ohr von drei silbernen Ohrringen verziert, die hell in der Sonne glitzerten.
    Doch bevor der wunderschöne, junge Mann etwas Weiteres sagen konnte, wurde er auch schon von Kleo unterbrochen, die ihn offenkundig nicht sonderlich gut leiden konnte. Die Abneigung in ihrem Blick sprach Bände. „Dich hat niemand nach deiner Meinung gefragt, Elias!“, meinte sie schroff und wandte sich ab, als sei der junge Silberling es nicht wert, weiter betrachtet zu werden. Jener setzte nun ein äußerst gekränktes Gesicht auf, hütete sich jedoch davor, noch einmal den Unmut der Schönheitskönigin zu wecken. Seine Augen wirkten seltsam wässrig und das rothaarige Mädchen erwartete schon fast, das er in Tränen ausbrechen würde. „Was für eine Memme!“, murmelte sie, doch offenbar war sie die Einzige, die so dachte, denn kaum hatte er einmal geschnieft, schon waren ungefähr zehn der zickigsten Mädchen, die die junge Cassis-Tochter kannte, zu ihm gestürmt, um dem attraktiven Jungen ein Taschentuch und ihren Trost anzubieten. Beides nahm er dankend an und schenkte seinen Bewunderern ein freundliches Lächeln, sowie jeder eine violette Rose, die er aus seinen Ärmeln hervorzauberte. Ein Kreisch- und Ohnmachtskonzert war die Folge.
    Marie machte auf dem Absatz kehrt und ging die Augen verdrehend davon. Wie konnte man sich nur so sehr für einen billigen Charmeur aus einem Adelshaus begeistern? Solche Leute waren doch alle gleich, jeder einzelne dieser sogenannten Fürsten. Sie alle bildeten sich so viel auf ihre Titel und ihren Stand ein, doch im Endeffekt hatten auch sie nichts zu sagen und waren einzig und allein darin begabt ihr nicht vorhandenes Geld aus dem Fenster zu werfen. Denn seit dem Putsch vor über zehn Jahren, regierte nur noch eine einzige Person: Königin Morgana und diese avancierte schon seit langem den Titel: „Finsterste Gestalt der Geschichte Aqueas, die den Absolutismus erst richtig definiert hatte“ an. Jedem war klar, dass sie ihre Macht nie mit jemandem teilen würde. Deshalb konnte das rothaarige Mädchen beim besten Willen nicht verstehen, wie man trotzdem noch so tun konnte, als hätte man alle Fäden in der Hand und wäre Mitregent über das Königreich.
    „Nun gut…“, meinte sie zu sich selbst und dachte abfällig an Kleo und ihre Kumpanen. „Bei den dreien ist wohl sowieso jegliches Realitätsgefühl verloren!“
    Ein plötzlicher Aufschrei ließ Marie herum wirbeln. Das hatte sich verdächtig stark nach einer Frau angehört, einer ganz bestimmten Frau und es schien als wäre sie in Schwierigkeiten. Das rothaarige Mädchen dachte zuerst amüsiert an einen abgebrochenen Fingernagel oder einen Fleck auf dem Fuchsfellkleid, doch dann aller Häme zum Trotz schaltete sich ihr Gewissen ein und ermahnte sie, dass es auch ein ernsthaftes Problem sein könnte. Widerwillig wirbelte sie herum und begann zum Schmuckstand zurückzukehren, um nachzusehen, was die Schönheitskönigin denn nun hatte. Sie hatte das ungute Gefühl, dass es doch mehr als eine Lappalie sein könnte.
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    Charaktersteckbriefe on

  • Klasse erster^^


    Ich hab die erste version von zwölf gelesen und fand die richtig gut, also musste ich fasst die neuversion lesen. Bisher finde ich die Geschichte sehr gut. Ich muss sagen das Marie mir bisher am sympatischten erscheit. Ich hätte in der gleichen situation warscheinlich das selbe gedacht wie sie. Damian und Aden finde ich bisher eigentlich auch sehr nett, auch wenn man noch nicht so richtig fiel erfährt. Mir hat auch gefallen das Kleo und Adrian wieder mit dabei sind. Und ich muss sagen die Beschreibung "unintellegent" trifft Adrian ziemlich gut :D . Auch der Rest war sehr gut gelungen und ich hoffe das das nächste Kapitel auch bald kommt


    P.S. könnte ich eine Benachritigung bekommen, wenn es fertig ist.

    "We starve, look at one another, short of breath. Walking proudly in our Winter coats. Wearing smells from labortories, facing a dieing nation of moving paper fantasy, listening for the new told lies with supreme vision of lonely tunes"
    Hair, Let the sunshine in

    Einmal editiert, zuletzt von Plinfan ()

  • Da ich vermutlich die nächsten Tage nicht die Zeit haben werde, hier zu kommentieren, mache ich das jetzt.


    Um es einmal vorweg zu nehmen: Rechtschreib- oder Grammatikfehler habe ich keine gefunden, irgendwo war glaube ich ein Tippfehler, aber ich weiß nicht mehr genau, wo.. >_< Und deine Be- und Umschreibungen sind sowieso immer gut =o


    Zum Inhalt... Maries Nachname ist also Cassis? Soweit ich mich richtig erinnere, war Cassis der Nachname von Draconis' Vater in einer "Nebenstory"... Und eine Marie kam dort auch vor... Irgendwie verdächtig =o Oder hat das inzwischen gar nichts mehr miteinander zu tun? =O Allerdings nehme ich sehr stark an, dass Aden und Damian zu ihrer Gaststätte unterwegs sind, zumindest hoffe ich das irgendwie. (Ach ja: Hat es irgendeine besondere Bedeutung, dass Marie und Damian beide Krebs vom Sternzeichen her sind? ^^)
    Außerdem ist es schön, dass Adrian, Kleopatra und Elias wieder eine Rolle in der Geschichte spielen, wobei, wenn dem nicht so wäre, hätte ich dich vermutlich gesteinigt =O Ich frage mich allerdings, ob der Schrei von Kleo wirklich noch eine tiefere Bedeutung hat, als einen abgebrochenen Fingernagel oder ähnliches... Vielleicht schreit sie ja aufgrund von Damians Anblick... =o Oder es ist wirklich irgendetwas ernsteres, wobei ich mir irgendwie nicht wirklich vorstellen kann, dass dem so ist. Vielleicht habe ich aber auch Unrecht...


    Insgesamt ist das Kapitel meiner Meinung nach eine gut gelungene Vorstellung der Charaktere, die (hoffentlich =o) noch öfter in der Story vorkommen werden.


    lG, Nommy

  • Huhu Snobby ^^


    Die Umgebungsbeschreibung am Anfang mag zwar sehr idyllisch und gut beschrieben sein, aber ich glaube nicht so recht, dass Blumenduft den Gestank einer ganzen Stadt überdecken kann. Man muss ja daran denken, dass es zu diesen Zeiten bestialisch gestunken hat.
    Deine Beschreibungen sind wie immer einfach nur gelungen, wirken am Anfang allerdings etwas überladen. Aber ich kenn das, daher sollt ich ganz still sein. Ich verwend auch oft mehr Adjektive, als es mir gut tun würde.
    Den Orientierungssinn eines Elfen und den Dickschädel eines Steinbullen... das klingt echt lustig. :D
    Ich mag wie du Marie beschreibst, vor allem den Schimmer der Unabhängigkeit in ihren Augen, denen den meisten anderen Frauen fehlte. Und Kleopatra finde ich echt witzig (die Barbie...), allerdings stört es mich schon etwas, dass du außerhalb einer wörtlichen Rede "Kleo" schreibst. Das klingt etwas umgangssprachlich, da es ein Spitzname ist. Beim Spitznamen nennen sich eigentlich Bekannte, also Charaktere in der Geschichte. Aber Autor ist mit Kleopatra nicht befreundet, etc... Weshalb nennt er sie also beim Spitznamen?
    Den Dialog fand ich sehr erfrischend und ich mochte wie du den Markt beschrieben hast.
    Mir gefällt auch wie du die Charaktere allesamt in die Geschichte einfließen lässt.
    Am Ende hast du natürlich einen tollen Cliffhänger eingebracht, der einen sogar schmunzeln ließ, aber nichtsdestotrotz spannend ist.


    Chari <3




  • Unterbrechung


    Als Marie zum Ort des Geschehens zurückkehrte, hatten sich noch mehr Leute um den Laden versammelt, was das beklemmende Gefühl in ihrer Brust um ein Vielfaches verstärkte. Aber sie stoppte nicht, sondern bahnte sich resolut ihren Weg durch die Menge, was sich als äußerst einfach erwies, da die Menschen starr vor Schreck die Szenerie betrachteten. Angst und Entsetzen sprangen förmlich aus ihren Gesichtern und was sie sahen, schien ihre heile, rosarote Pferdewelt ins Wanken zu Bringen. Den jungen Rotschopf überraschte der Anblick wenig, nachdem sie sich in die erste Reihe der Schaulustigen gedrängt hatte.
    Einer der berüchtigten Raubninja, die aus dem fernen, östlichen Kaiserreich nach Aquea pilgerten, um zu randalieren und ein gesetzloses Leben zu führen, stand dort und hielt einen langen Dolch an die Kehle Kleos gedrückt, welche den Eindruck machte, als würde sie vor Schreck auf der Stelle das Zeitliche segnen und zu Staub zerfallen. Das Gesicht ihres Geiselnehmers war unter einer schwarzen Maske verborgen, einzig seine blassen, grünen Augen konnte man erkennen. Als sein Blick den von Marie kreuzte, erschauerte sie. Dies waren nicht die Augen eines Diebes. Dieser kalte, grausame und skrupellose Blick gehörte einem Mörder, was wiederum bedeute, dass das Leben der blonden Schönheitskönigin in unmittelbarer Gefahr schwebte.
    Als sich das rothaarige Mädchen weiter umsah, um die gesamte Lage zu erfassen, erkannte sie, dass Adrian und Elias sich zitternd hinter dem vollkommen verängstigten Schmuckverkäufer versteckten und gegenseitig versuchten, den anderen vorzuschicken.
    „Los, Elias“, meinte der braunhaarige Junge nun mit bebender Stimme und schubste den Silberling nach vorne, während er selbst noch weiter nach hinten rutschte. „Du bist schließlich ihr Bruder, tu doch was!“
    „Du bist aber größer als ich!“, quiekte besagter Bruder und zog seinen Cousin mit sich.
    „Na und? Das sagt doch gar nichts aus!“
    „Könntet ihr beide euch mal entscheiden?!“, schrie Kleo nun mit einer hysterischen Mischung aus Angst und Wut in der Stimme, während sie bedächtig die silberne Klinge des Dolchs im himmelblauen Blick behielt.
    Dem Dieb wurde dieses Hin- und Her offenbar zu bunt, denn nun riss er seine Gefangene an der goldenen Haarpracht noch weiter zu sich, woraufhin jene neuerlich ein markerschütterndes Kreischen vernehmen ließ, und donnerte in einem mehr als aggressiven Tonfall: „Ruhe jetzt!“ Sofort verstummten die Zankenden, einzig die junge Frau schien sich nicht beruhigt zu haben, denn nun fing sie an Zeter und Mordio zu brüllen. Offenbar nahm sie ihre zerstörte Frisur als mittelgroße Katastrophe wahr und ihre Sinne sagten ihr, dass sie den Verantwortlichen auf der Stelle eliminieren musste. „Sie dummer Wurm!“, krakeelte die Blondine in einer Tonhöhe, als ob sie mit Fledermäusen kommunizieren wollte und tat etwas, das Marie ihr gar nicht zugetraut hätte: Sie trat ihrem Geiselnehmer mit voller Wucht zwischen die Beine. Mehrere umstehende Männer setzen ein Gesicht auf, als wären sie selbst getroffen, während die Frauen anerkennend nickten. Marie hatte noch niemanden gekannt, dem etwas Ähnliches wiederfahren war, aber aus dem ohrenbetäubend lauten, von Schmerz fast überlaufenden Schrei schloss sie, dass es offenbar nicht grade die angenehmste Situation war.
    Doch Kleo war noch lange nicht mit ihrer Bestrafung fertig. Als nächstes stieß sie dem Vermummten mit so viel Gewalt den spitzen Absatz ihres Stöckelschuhs in den Fuß, dass dem ersten qualerfüllten Gebrüll ein zweites folgte. Mit einem wütenden Kreischen schlug sie ihm daraufhin das Messer aus der Hand und den Ellbogen in den Bauch und schaffte es sich von dem vor Pein paralysierten Ninja loszureißen. Marie konnte nicht umhin beeindruckt zu sein. Dafür dass die Schönheitskönigin so aussah, als wäre sie der Puppenkiste ihrer Schwester entsprungen, konnte sie sich sehr gut selbst verteidigen.
    Aber nun schien die Furie in Kleo mit ihr durchzugehen, denn kaum hatte sie sich ein paar Schritte von dem Räuber entfernt, schon befand sich dieser unter permanentem Beschuss. Munition war alles was in der Reichweite von Blondies Klauen lag, das hieß: Silberbesteck wie Messer, Gabeln und Löffel, Halsketten, Ringe und Diamanten. All dies prasselte auf den Dieb ein, der nun schützend und fluchend die Arme vor das Gesicht hielt, damit die Geschosse ihn nicht ins Gesicht trafen und sich offensichtlich wünschte, diese wütende Kampfmaschine nicht zu seiner Geisel gemacht zu haben. Doch nun war es zu spät und seine Verwünschungen gingen unter den zahllosen, äußerst harschen Beleidigungen der schönen Furie unter.
    „Sie Schwein! Wie können sie es wagen, Abschaum, Gossengesindel, Sie Ratte!“
    „Kleo!“, meldete sich Adrian nun halb verängstigt halb genervt zu Wort. Seine Stimme klang seltsam zittrig, während er sich hinter dem Verkäufer hervortraute und beschwichtigend die Arme hob, wobei er noch kurz einen bewundernden Blick in den Goldspiegel in seiner Hand warf. „Kleo, bitte beruhige dich doch… Schließlich muss ich die ganzen Sachen später bezahlen!“
    Marie stand Adrian gegenüber, weshalb sie Kleos Gesichtsausdruck nicht sehen konnte, da jene den Kopf von ihr wegdrehte, doch nachdem der Fixierte auf den Boden stolperte und sich vollkommen verstört wieder hinter Elias versteckte, war der Rotschopf sich gar nicht mehr so sicher, ob sie überhaupt wissen wollte, mit welchem Blick die Schönheitskönigin geantwortet hatte.
    Ein lauter Knall ließ jeden verstummen. Die Rothaarige wirbelte sofort wieder zum Ninja herum. Wie hatte sie nur vergessen können, dass er auch noch da war? Nun rächte sich diese Unachtsamkeit, denn der Vermummte hatte einen Bündelrevolver in der Hand, den er zitternd auf Kleo gerichtet hielt. Er hatte sie zwar noch nicht getroffen, aber wenn er auf diese kurze Distanz nicht genau zwischen die himmelblauen Augen treffen sollte, dann war er vermutlich der unfähigste Ninja, den die Welt je gesehen hatte. Seine Augen waren von Zorn erfüllt, was für Marie mehr als verständlich war. Wer wäre nicht wütend, wenn man ihn treten, schlagen und mit harten Edelsteinen bewerfen würde. Seine Hände zitterten und hatten offenbar Probleme damit, die Waffe gut gerichtet zu halten, was den Rotschopf jedoch nicht weiter verwunderte. Sie hatte sich einige Zeit mit den neumodischen Feuerwaffen beschäftigt und wusste, dass der Bündelrevolver zwar die beste und schnellste Version der Welt war, aber eine sehr ungünstige Schwerpunktlage besaß. Allgemein wunderte es sie wie so ein einfacher, ordinärer Dieb an diese teure Elitewaffe kam. Eigentlich besaß nur die spezielle Leibgarde der Königin solche Feuerkraft, dem normalen Volk blieben meist nur Schwert und Magie.
    Doch bevor Marie weiter darüber nachdenken konnte, begann der Ninja wieder zu sprechen. Diesmal war seine raue, katzenhafte Stimme leise, aber nicht weniger bedrohlich, als wenn er gebrüllt hätte. „Ein weiterer Mucks…“, zischte er und spannte unheilvoll den Finger auf dem Abzug, „…und dieses Flittchen hier ist nicht mehr!“
    „Flittchen! Was…“, begann Elias zornentbrannt, doch ein weiterer, trommelfellzerfetzender Schuss des Ninja, der offenbar ganz knapp den Kopf des Schönlings verfehlt hatte, genügte, um den feenhaften Jungen sich abermals panisch hinter Adrian verstecken zu lassen. Jener wiederum kauerte feige hinter dem Händler, welcher völlig schutzlos dastand und mit der Situation offenbar völlig überfordert war. Der Bandit nahm nun ihn ins Visier und bellte laut: „Hey! Pack sofort alles Geld und alle Waren, die du hast in einen Beutel und zwar ein bisschen plötzlich!“
    Sofort begann der verängstigte Mann zittrig und vollkommen kopflos alles, was er besaß in einen schmutzigen Leinensack zu füllen, den der Ninja ihm zugeworfen hatte, während jener immer noch seine Waffe auf Kleo gerichtet sorgfältig alles beäugte, was er erbeutet hatte. Die Blondine indes hielt ein silbernes Essenstablett, mit dem sie zuvor offenbar vorgehabt hatte, auf den Zerstörer ihrer Frisur einzuprügeln, diese Idee allerdings verworfen hatte, wie ein Schutzschild vor ihren Oberkörper, während sie starr vor Schreck, das Metallrohr, das auf sie gerichtet war, fixierte.
    Marie hatte lange genug zugesehen, nun war es für sie an der Zeit zu handeln. Sie tat dies allerdings nicht, um Kleo oder ihre beiden Flaschen von Verwandten zu retten, sondern nur, weil sie Leute, die sich ihr Geld nicht ehrlich verdienten und sich sogar zur Geiselnahme herabließen, auf den Tod nicht ausstehen konnte. Ihre Großmutter hatte ihr schließlich nicht umsonst für genau so einen Fall die östlichen Kampfkunstarten beigebracht. Es wäre zwar schwierig, den Geschossen des Ninjas auszuweichen, aber wenn sie hinten zuschlagen würde, hätte sie vielleicht eine Chance, auch wieder heil aus der Sache rauszukommen.
    Doch bevor sie mehr tun konnte, als sich kurz mental darauf vorzubereiten, dem hinterhältigen Überfall ein Ende zu bereiten, trat bereits jemand anderes vor: Ein junger Mann in einem fremdländischen Kostüm, der allerdings genauso wie das rothaarige Mädchen Aqueaner zu sein schien. Sein Haar war mittellang und von dunkelbrauner Farbe, genauso wie seine intelligenten Augen, die vor Tatendrang nur so überzuschäumen schienen. Er war hochgewachsen, sehr viel größer als Adrian oder Elias und strahlte sehr viel mehr Selbstsicherheit als die beiden aus, was sich allerdings nicht als sonderlich schwierig entpuppte. Jedoch, so fand Marie, besaß seine Ausstrahlung auch eine gewisse Eitelkeit, wie er sich da heldenhaft positionierte und es augenscheinlich so genoss im Rampenlicht zu stehen. Er trug ihrer Meinung nach schon jetzt zu dick auf, dieser Fremde. Sein Gesicht sagte ihr nichts, aber dennoch hatte sie das Gefühl, dass sie ihn kannte. Es war wie eine verwaschene Erinnerung, die einem langsam ins Bewusstsein zurückdrang. Vielleicht ja einer der früheren Kunden ihrer Großmutter…?
    Doch sie hatte keine Zeit, in ihrem Gedächtnis nach jemandem zu stöbern, der auf seine Beschreibung passte, da der Ninja sofort auf sein Auftreten reagierte. „Hey!“, schrie er und seine Augen traten leicht hervor, während er mit dem Revolver in seiner Hand herum wedelte und dabei auf die verängstigte Kleo deutete. „Geh sofort zurück zu den Anderen!“
    Der Junge setzte ein selbstsicheres Grinsen auf. „So ein eitler Pfau…“, war Maries zynischer Kommentar dazu. Offenbar war er sich seiner Sache ziemlich sicher, da er es sogar wagte sich dem Gauner, trotz dessen, in Maries Augen, sehr ernst zu nehmenden Drohgebärden, immer weiter zu nähern. Für den Rotschopf ergaben sich aus diesem Verhalten drei Schlüsse über die Persönlichkeit des Jungen. Entweder er war lebensmüde, ein vollkommen verblendeter, selbstverliebter Schnösel oder ein Magier. Vermutlich trafen alle drei Möglichkeiten zu.
    „Nana!“, meinte der junge Mann nun belustigt und besah sich die zitternde, schwere Faustfeuerwaffe in der Hand des Ninja, die immer noch auf die Blondine gerichtet war. „Das ist aber nicht grade die feine, elfische Art eine so bezaubernde, junge Dame einfach mit so einem Ding zu bedrohen. Die guten Manieren hast du wohl zu Hause gelassen…“
    „Ruhe!“, brüllte der Vermummte nun und deutete mit seinem Revolver nun auf den braunhaarigen Jungen. Jener ließ sich dadurch wenig beeindrucken und trat noch näher. Ein Fehler. Die Augen des Banditen weiteten sich und er drückte ab. Marie wollte nach vorne hechten, doch es war bereits zu spät. Der Schuss hallte laut von den hohen Mauern und Fassaden der Häuser wieder, während die ganze Welt vor Entsetzen zu schweigen schien.
    ______________________________________
    Mit nur 2000 Wörtern ist es leider ein wenig kurz

  • juhu wieder erster 8)


    So ich nutze die gelegenheit gleich mal aus und schreib einen kommentar. Am anfang war ich wenig erstaund das ein Dieb Kleo und die anderen ausrauben will. Bei dem auftritt von dennen musste es ja fast in so etwas enden. Was mich kurz überascht hatte war die Tatsache das der Dieb eine pistole hatte aber dann ist mir wieder eingefallen das die handlung ja im Zeitalter des Absolutismus statfindet und das zu dieser Zeit es ja bereits Pistolen gab. Das sich Damian sich für die einsetzt hätte ich eigentlich nicht gedacht und ich hoffe das er die Pistolenkugel irgentwie abweren kann. Aber ich bin mir ziemlich sicher das er das kann sonst hätte er sich woll kaum so einer gefahr ausgesetzt. Der Rest des kapitels fand ich auch sehr gut.

    "We starve, look at one another, short of breath. Walking proudly in our Winter coats. Wearing smells from labortories, facing a dieing nation of moving paper fantasy, listening for the new told lies with supreme vision of lonely tunes"
    Hair, Let the sunshine in

  • Ja, hallo halt ^^


    Auch wenn das Kapitel mit 2000 Wörtern nicht unbedingt dein längstes ist, schlecht ist es deswegen keinesfalls. Meiner Meinung nach ist eher das Gegenteil der Fall, ich persönlich finde, dass das Kapitel stellenweise recht amüsant ist, Kleos Selbstverteidigung oder Maries zynische Gedanken am Schluss sind da nur Beispiele. Aber auch sonst ist das Kapitel gewohnt gut, Rechtschreib- oder Grammatikfehler habe ich keine gefunden, nur diese eine kleine Kleinigkeit, die ich dir ja schon gemeldet habe. ^^


    Zum Inhalt... Kleo, Adrian und Elias sind ja nicht gerade die hellsten... Das waren sie zwar noch nie, aber in diesem Kapitel zeigt sich das wieder besonders gut, besonders bei den beiden männlichen, die ja trotz des Mörders noch ganz eigene Sorgen haben... Kleo hat mir in diesem Kapitel mit ihrem ersten Selbstverteidigungsakt aber recht gut gefallen, ich frage mich bloß, warum der Ninja nicht schon früher gehandelt hat, oder warum er nicht gleich zur Pistole gegriffen hat, was meiner Meinung nach etwas schlauer gewesen wäre.
    Ich nehme jetzt einmal ganz stark an, das dieser Retter in der Not Damian ist. =o Im Vergleich zum Anfang von Zwölf scheint er ja hier bereits einige magische Kräfte zu besitzen, sonst würde er sich sicherlich nicht einfach anschießen lassen.. Obwohl, wer weiß... ^^ Naja, ich bin jedenfalls ziemlich sicher, dass Damian diesen Raubninja besiegt, umbringt oder zumindest so verschreckt, dass der das Weite sucht. Vielleicht hilft Marie ihm ja auch ein wenig...


    Insgesamt ein relativ kurzes Kapitel, ich bin aber trotzdem schon auf das nächste gespannt.


    lG, Nommy

  • So, jetzt komme auch ich mal wieder vorbeigeschneit, während der Schnee vor dem Fenster schwindet. Ich werde die Kapitel nacheinander lesen und dem ersten erst das erste kommentieren und dann mit dem Lesen das zweiten beginnen, bei so viel Text wird das sonst nichts. Ach ja und es wird wahrscheinlich ein bisschen weniger werden, da ich denke, dass ich das meiste schon letztes Mal gesagt habe, aber mal sehen.


    Kapitel 1:
    Okay, allzu viel passieren tut ja wieder nicht in Kapitel eins, obwohl es doch in etwa genauso lang ist wie meine eigenen Kapitel. Ich bin zwar auch detailverliebt, doch liegt mein Hauptaugenmerk noch immer auf der Handlung und in erster Linie den Charakteren. Den während ich beim Prolog noch gesagt habe, dass du dich in den Details verlieren könntest, so muss ich jetzt sagen, dass du es jetzt aus meiner Sicht heraus hast. Besonders die Stelle mit den drei Adeligen wirkte schon leicht schleppend auf mich und hat gegen Ende fast schon Überwindung gekostet. Denn wie schon gesagt, man kann sich alles richtig schön vorstellen und das weiß ich auch durchaus wertzuschätzen, aber wenn man die Geschichte mal mit einem Film vergleicht, so sind es keine 30 Bilder pro Sekunde mehr, sondern nur noch 10. Diese sind dann zwar gestochen scharf, aber nun ja, zu wenig. Zwar ist das wirklich Geschamackssache, aber ähnlich einer anderen FS erinnert mich auch deine mehr an ein Gedicht. Von letzteren habe ich zwar keine Ahnung, aber irgendwie kommt es mir so vor. Also "Lange Rede, kurzer Sinn", was ich dir damit nahe legen möchte ist, eventuell dem nächst ein wenig weniger ausschweifend zu werden, da es meiner Meinung nach zu viel ist und wenn es in sich auch einen schönen Lesefluss hat, doch den Handlungsstrom ausbremst.
    Ebenfalls solltest du noch ein wenig auf die Satzlänge, beziehungsweise die Verschachtelungen achten. Dieses Problem kenne ich zwar auch von mir selbst, jedoch musste ich selbst schon oft genug feststellen, dass Sechzig-Wort-Sätze nicht so schön sind und in einer Deutscharbeit Abzüge mit sich bringen. Ich habe bei deinen Sätzen jetzt zwar nicht gezählt, aber es waren ein paar dabei, wo zwischen Wörter, die zueinander im Bezug standen, Keile von drei Nebensätzen geschlagen werden. Das ist nicht nur ein Manko in Sachen Stil, sondern bereitet teilweise doch leichte Leseschwierigkeiten, die sich nur durch Mehrfachlesen beheben lassen, was wiederum den Lesefluss zerreißt.
    Du schaffst es zwar wirklich sehr schön, nette Beschreibungen zu zaubern (an Hohlbein reicht es zwar noch nicht heran, aber der spielt wirklich imo allerhöchste Liga), manchmal hat mir deine Wortwahl allerdings auch nicht ganz so gut gefallen, da sie schlicht und ergreifend unpassend war. Zum Beispiel gleich am Anfang, die Länge eines Stabes mit der Größe einer Sichel zu vergleichen ist, nun ja, gewöhnungsbedürftig. Nimm doch ein kleines Fernrohr oder einen Unterarm, halt was, was die gleiche Form hat. Von dieser Art gab es dann im Kapitel noch die ein oder andere Entsprechung.


    Kapitel 2:
    Okay, was ich eben noch bezüglich den Beschreibungen gesagt habe stimmt hier nicht mehr. In diesem Kapitel passt das Verhältnis "Details - Handlung" sehr viel besser, um nicht zu sagen, in diesem Kapitel würde ich nichts daran ändern. Aber da hast du mich ziemlich aus der Reserve gelockt, mit deinem Bündelrevolver. Normalerweise bin ich nämlich für mein Alter doch recht versiert, wenn es um Feuerwaffen geht und könnte die bei fast jeder Waffe seit dem ersten Weltkrieg sagen, wie viel Schuss im Standardmagazin sind, welche Visiermöglichkeiten es gibt (im allgemeinen erst von Bedeutung ab Mitte bis Ende des zweiten Weltkriegs) und was der Einsatzbereich ist, aber was ein Trommelrevolver ist, da hatte ich wirklich keine Ahnung.
    Wie dem auch sei, was ich an diesem Kapitel ebenfalls positiv fand, war die Tatsache, das auch die Satzlänge durchgehend gestimmt hat. Das, was meiner Meinung nach noch nicht perfekt ist, scheint also von Kapitel zu Kapitel in seiner Intensität zu schwanken. Vielleicht solltest du noch einmal darauf achten und versuchen, ein Mittelmaß zu finden. Meiner Meinung nach wäre dieser beste Zustand dieses zweite Kapitel, doch letztendlich musst du entscheiden, wann du es als perfekt empfindest, die anderen
    Ansonsten gibt's kaum was zu sagen, was noch nicht gesagt wäre, weshalb ich mal Schluss mache.
    Ach ja, die Fehler zähle ich jetzt nicht auf, da es ausnahmslos Kommata war, bei der ich mir nicht ganz sicher war, wie denn nun die richtige Form ist.


    Okay, das war jetzt, wie vorhergesagt nicht sonderlich viel und ohne Bezug auf deine Grammatik, aber na ja, da gibt es ja auch nicht allzu viel zu sagen. Auf Grund genau dieser Tatsache werde ich demnächst wahrscheinlich nur noch jedes zweite oder dritte Kapitel kommentieren, aber wehe du sagst mir nicht weiterhin Bescheid. *Zähnefletsch*


    Ein einsamer Wolf

  • Huhu ^^


    Ich find das Kapitel spannend wie auch witzig. So lustig es auch war, manches fand ich aufgrund der bedrohlichen Lage nicht so angebracht. Zum Beispiel, dass Kleo von einem Messer bedroht wird und sie nur an ihre Frisur denkt. Das ist witzig, das passt zu Kleo. Aber ich glaube nicht, dass es bei solchen Situationen das Verhalten stark varriert. Sprich, es ist ein Instinkt, dass man entweder vor Schreck erstarrt oder sich in Angesicht des Todes, wenn man nicht jeden Tag mit ihm zu tun hat, wehrt. Das hängt dann sicherlich vom Charakter ab. Aber sich nur wegen der Frisur zur Wehr setzen, naja...
    Allerdings hat mir Kleos Tritt zwischen die Beine gefallen.
    Ich frage mich allerdings wie Glaziola, weshalb die Schusswaffen nicht früher zum Einsatz kamen und glaube ebenfalls, dass es Damian sein wird. Allerdings wird er sicher nicht sterben. Ohne Hauptcharakter keine Story, so einfach ist das - vor allem am Anfang lol

  • Ich werde später die @s hinzufügen, im Moment hab ich nicht die Zeit dafür^^


    Zusammenspiel


    Ein lautes Klirren war zu hören, als der Revolver auf dem steinernen Boden aufschlug. Der Ninja hielt sich die verbrannte Hand, in welcher zuvor noch die tödliche Waffe gelegen hatte, während ein von Schmerz und Zorn entstellter Ausdruck in seine Augen trat. Der Junge, auf den er eben noch geschossen hatte, stand nach wie vor vollkommen unversehrt da, ein überlegenes Lächeln auf den Lippen und einen langen, goldenen Kampfstab in der Hand. Neben seinen Zori, wie die fremdländischen Sandalen genannt wurden, ruhte eine Patrone.
    Marie, die das ganze Szenario beobachtet hatte, rieb sich sprachlos die Augen. Sie konnte nicht auf der Stelle fassen, was sie gesehen hatte. Alles war viel zu schnell gegangen. Dieser junge Mann war eindeutig etwas Besonderes. Er hatte es geschafft, den zerstörerischen Schuss in einer Weise, die das rothaarige Mädchen nicht kannte abzuwehren und den Ninja zu entwaffnen. Das Einzige, was sie hatte wahrnehmen können, war eine Art goldenes Wirbeln und ein strahlendheller Blitz gewesen, der sie für mehrere Sekunden hatte erblinden lassen.
    „Schade, schade“, meinte der Braunhaarige nun und schnippte sich mit einer eleganten Bewegung das Haar aus dem Gesicht, während er seinen Gegner weiterhin im Auge behielt, „…eigentlich hatte ich nicht vorgehabt meine Magie zu benutzen und schon gar nicht für so einen erbärmlichen Dieb. Aber…“, fuhr er fort und zwinkerte Kleopatra, die inzwischen hinter den Tresen geeilt war, um ihren Bruder als lebendiges Schutzschild zu missbrauchen, zu und schenkte ihr ein charmantes Lächeln, welches sie mit einem lustvollen Augenaufschlag quittierte, „…für eine solch wunderschöne Dame würde ich selbst Berge zum Bewegen bringen“
    Marie verdrehte entnervt die Augen. Das Bild in ihrem Kopf verfestigte sich immer mehr und mit jeder Aktion kam er ihr eitler vor. Dagegen war Adrians narzisstische Ader ja schon fast blass. Ein Blick auf jenen verriet ihr, dass er inzwischen wieder nichts anderes als seine Haare im Kopf hatte, da er abermals mit den Augen an seinem Spiegel zu kleben schien. Um sich das nicht weiter antun zu müssen, schwangen ihre Augen rasch wieder zu dem Vermummten.
    „Du miese, kleine Ratte!“, schrie dieser nun mit vor Zorn zitternder Stimme und wollte zu seiner Waffe hechten, doch diese Aktionen wurde sofort von seinem überlegenen Gegner vereitelt. Mit einem lauten, metallischen Geräusch stieß der Junge sich auch schon mithilfe seines Stabes vom Boden ab und vollführte einen eleganten Sprung auf den Ninja zu. Marie schien es fast, als würde er durch die Luft gleiten und auch er schien sich dieses Effekts bewusst zu sein, was man an seinem leicht selbsteingenommenen Grinsen erkennen konnte. „Angeber“
    Schließlich landete er auf dem Rücken des Vermummten, der sofort unter der Last zusammenbrach bevor er auch nur die Möglichkeit hatte, nach seiner Schusswaffe zu greifen. Noch bevor er irgendwie anders als mit einem Ächzen reagieren konnte, war es ohnehin bereits zu spät für ihn. Mit einem kurzen, schnellen Schlag seines goldenen Stabes auf den Hinterkopf des Banditen, setzte der Junge dessen Treiben ein jähes Ende und entschied den Kampf somit für sich. Dann warf er einen kurzen Blick auf die gefährliche Waffe seines Gegners und ließ ein weiteres Seufzen hören, während er sich abermals das Haar aus der Stirn schnippte. Ein überlegendes Lächeln auf den Lippen bewegte er sich langsam auf den Revolver zu, der vollkommen regungslos auf dem Steinboden lag. Marie erkannte einen abgeneigten Blick in seinen braunen Augen.
    „Diese Dinger…“, meinte er und das rothaarige Mädchen konnte deutlich den Unmut in seiner Stimme heraushören, auch wenn er versuchte, ihn zu verbergen. Er schien tatsächlich eine starke Abneigung gegen Handfeuerwaffen zu haben. Marie, die einen extrem ausgeprägten Fetisch für alles Technische und Neumodische hatte, konnte überhaupt nicht verstehen warum. Ob sie nicht vielleicht die Waffe mit sich nehmen sollte? Sie hatte schon immer vorgehabt, an einem solchen Objekt herum zuschrauben, um dessen volle Funktionsweise zu begreifen. Ein Traum würde für sie in Erfüllung gehen.
    Doch noch während sie mit dem Gedanken spielte, wurde sie schon aus ihrer Fantasiewelt gerissen, als ein lautes Krachen über den Platz hallte. Der Junge hatte seinen Stab gehoben und ihn mit voller Wucht auf die, in Maries Augen, vollkommen unschuldige Waffe niedersausen lassen, die daraufhin in tausend Einzelteile zerbrach. Die Augen der Rothaarigen füllten sich mit Tränen. „Dieser Unmensch…!“
    „Die Dinger sind bei weitem nicht mehr so stabil wie früher“, meinte der Zerstörer des mechanischen Kunstwerks nun unschuldig lachend und blickte so drein, als ginge ihn das Ganze überhaupt nichts mehr an. Es war eine Mischung aus Verlegenheit und Fröhlichkeit gepaart mit einem gewissen jungenhaften Charme. Die Waffenfetischistin warf ihm einen Blick der giftigsten Sorte zu, passend zu ihrem emotionalen Zustand: Zorn. „Diesem Rüpel werde ich Manieren beibringen! So flegelhaft mit einem solchen, technischen Meisterwerk umzugehen!“ Doch bevor sie nach vorne Treten konnte, um ihm die Leviten zu lesen, kam schon jemand anderes in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestöckelt.
    Kleopatra kam, kaum war die Gefahr vollständig beseitigt, angelaufen, um sich bei ihrem Retter zu bedanken und auch gleich mit ihm zu liebäugeln. „Oh, mein holder Prinz!“, trällerte sie und kam jenem weitaus näher als sie eigentlich gemusst hätte, während er ihr ein einnehmendes Lächeln schenkte. Plötzlich fiel es Marie wie Schuppen von den Augen. Dieses leicht selbstgefällige aber trotzdem sympathische Lächeln konnte nur einer Person gehören. Das Mädchen seufzte, war aber nicht unbedingt traurig deswegen. „Dann sind also Aden und sein Schüler die Ehrengäste von denen Großmutter sprach!“
    Währenddessen war die Blondine im Fuchspelzkleid immer noch damit beschäftigt den Zauberlehrling anzuschmachten, welcher dies sichtlich genoss. „Immer noch genauso eitel wie vor fünf Jahren…“
    „Warum sind wir uns nicht schon früher begegnet?“, wisperte Kleo nun mit einem gewissen Keuchen in der Stimme in sein Ohr, während sie ihre langen, Elfenbeinarme um den Hals ihres Retters schlang.
    „Damit ich Ihnen heute das Leben retten konnte, nehme ich an. Und damit ich sofort von Ihrer unglaublichen Schönheit getroffen werden konnte, wie ein Kämpfer von einem tödlichen Schlag “, grinste der junge Mann zurück und schüttelte sich kurz das Haar aus dem Gesicht, um ihr dann ein Lächeln der ganz charmanten Sorte zu schenken. Die Schönheitskönigin ließ ein helles, zuckersüßes Kichern vernehmen und säuselte weiter, während ihr der Honig grade zu aus dem Mund zu tropfen schien: „Ich bin so erfreut Ihre Bekanntschaft zu machen, mein Lieber“
    „Oh, die Freude ist ganz auf meiner Seite! Und das Schicksal offenbar auch, sonst wäre ich vermutlich nie dazu gekommen, eine so anmutige und hinreißende Lady wie Euch kennenzulernen!“, entgegnete der Braunhaarige mit einem eleganten Lachen und zauberte aus seinen weiten Ärmeln eine Rosenblüte hervor, die er der jungen Frau mit einer galanten Bewegung an die Haare steckte. „Er hat sich wirklich nicht verändert…“
    „Vor Ihrer Schönheit…“, hauchte er nun zärtlich und schenkte ihr einen verführerischen Blick der ganz betörenden Sorte, „…muss selbst die Sonne in Ehrfurcht niederknien“
    Marie verdrehte die Augen. Jetzt trug er eindeutig zu dick auf, doch bei Kleo schien es Wirkung zu zeigen, was das rothaarige Mädchen nicht verwunderte. Die Blondine kicherte nun graziös und seufzte in übertrieben gespielter Verliebtheit: „Ach, Sie Charmeur!“
    „Aber wo bleiben denn meine Manieren?“, rief der charismatische, junge Mann jetzt aus und ergriff Kleos grazile Hand, wobei er das Knie beugte, fast als wollte er ihr einen Heiratsantrag machen. „Ich habe mich doch glatt vergessen vorzustellen! Mein Name ist Damian und ich bin Abenteurer.“
    Marie schnaubte. Abenteurer, das sie nicht lachte. Ein Landstreicher war er, der ein wenig Magie erlernte, mehr nicht. Aber er hatte schon immer einen Hang zur Dramatik und Übertreibung gehabt, das hatte sich augenscheinlich ebenfalls nicht verändert. Aus dem Augenwinkel konnte sie erkennen, dass auch Elias nicht erfreut über dieses Süßholzgeraspel war, ja, aus seinem Blick sprach sogar etwas, das man durchaus als Hass kategorisieren konnte.
    „Abenteuer und dazu noch so jung und gutaussehend“, schmachtete Kleo nun weiter und kam dem Jungen mit ihrem Gesicht nun immer näher. „Könnten Sie mich nicht auf eine kleine abenteuerliche Reise mitnehmen“, hauchte sie und rückte immer dichter an ihn heran, fast als wollte sie ihn küssen. „Ein ganz besonderes Abenteuer…“
    „Kleo!“, kam es nun aufgebracht von Elias, der die beiden Liebäugelnden sofort auseinanderdrängte und Damian einen Blick voll tiefer Verachtung schenkte. „Du willst doch nicht etwa mit diesem schmierigen…“
    „Verzeihen Sie!“, wurde er von seiner Schwester unterbrochen, die ihm nun einen Blick der ganz tödlichen Sorte zuwarf und ihm gleichzeitig einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf versetzte. „Kleine Brüder können manchmal echt eine Plage sein. Er ist so ein böser Junge!“
    „Ach was“, lachte der Zauberschüler nun kurz auf. „Er ist sicher ein sehr braver, junger Mann. Vorausgesetzt…“, fügte Damian belustigt hinzu während er den Silberling mit einem arroganten Blick musterte, „…man bezeichnet das feige Verstecken hinter seinem Cousin, während die eigene Schwester bedroht wird, als brav!“
    Elias‘ blasses Gesicht ließ das Rot aus und färbte sich sofort purpurfarben, während er seinem neuen Objekt des uneingeschränkten Hasses einen vor Feindseligkeit übersprudelnden Blick entgegen schleuderte, es aber nicht für nötig hielt, auf die dargebrachten Anschuldigungen einzugehen. Stattdessen knirschte er nur hinter zusammengebissenen Zähnen hervor: „Kleo! Wir werden uns nicht mit einer solchen Sorte Mensch abgeben!“
    „Seit wann hast du denn das Sagen in unserer Familie, Giftzwerg?“, erboste sich die Blondine und gab ihm einen weiteren Schlag auf den Hinterkopf, sodass Marie schon fast so etwas wie Mitleid für ihn empfand. Als Bruder eines solchen Biestes hatte man es vermutlich überhaupt nicht leicht. „Außerdem hat Damian völlig recht, du feiger Idiot! Du hättest ruhig…“
    „In diesem Fall hat Elias ausnahmsweise mal das Recht“, meldete sich Adrian mit seiner unglaublich näselnden Stimme zu Wort, wobei er seine Cousine unverfroren unterbrach, während er auf die Gruppe zuging und sich wieder in seinem goldenen Spiegel besah. Offenbar hatte seine Tolle unter all der Aufregung gelitten.
    „Wir müssen uns wirklich nicht mit jedem Abschaum aus der Gosse beschäftigen!“, meinte er nun abfällig, ohne von seinem Spiegelbild aufzusehen. „Und nebenbei bemerkt sieht er…“ Doch bevor er mit seiner Parade an Beleidigungen erst richtig loslegen konnte, fiel der junge Edelmann unter dem schallenden Gelächter der Anwesenden auf die Nase, da Damian ihm ein Bein gestellt hatte. Zu allem Überfluss landete er auch noch in einer dreckige Pfütze, sodass sein goldenes Kostüm vollkommen durchnässt war, dazu noch vor Schlamm triefte und als wäre dies noch nicht genug der Bestrafung gewesen, zerbrach auch noch sein goldener Spiegel in viele tausend Scherben, die sich klirrend über den Boden verteilten, als jener auf einen der Pflastersteine traf.
    „Oh, das tut mir leid!“, meinte der Magieschüler grinsend und half dem Adelssohn grob auf die Beine. „Ich hoffe du bist nicht abergläubisch…“
    Bevor der wütende Adrian jedoch antworten konnte, tätschelte ihm der Wanderer zur Entschuldigung den Kopf, wobei er die von dem blonden Jungen so gepflegte Tolle völlig zerstörte, was jenen wie seinen silberhaarigen Cousin zum Rand der Weißglut trieb. „Du wagst es, Straßenköter…!“
    „Wie bitte?“, fragte Damian mit einer gespielten Unschuld in der Stimme, während er lässig mit dem goldenen Stab in seiner Hand herumspielte. Der Blick Adrians blieb an jenem haften und er fing auf einmal an zu stammeln, als habe er seine Zunge verschluckt, während er sich langsam rückwärts zu seinen Verwandten bewegte. Dann schien er den Entschluss gefasst zu haben, seine Rache auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, denn er wandte sich an Elias und Kleo und rief mit leicht brüchiger Stimme: „Wir gehen!“
    „Was? Aber ich will nicht…“, protestierte die Blondine, doch ihre männlichen Begleiter setzten, offenbar zum ersten Mal einer Meinung, ihren Willen durch, indem je einer an ihren rechten und linken Arm gingen, ihn packte und den Körper daran mitzogen als wäre er ein Sack Kartoffeln. Kleo versuchte sich zu wehren, doch sie hatte keine Chance. So flötete sie während ihres Abtransportes noch: „Warte auf mich, mein holder Prinz!“, und verschwand langsam in der Menschenmasse.
    Damian blickte ihr selbstzufrieden hinterher, fast als würde er sie gedanklich abhaken, was in Marie den Wunsch aufkommen ließ, ihm einen gehörigen Schlag auf den Kopf zu verpassen. Doch als sie nach vorne trat, um sich ihm zu offenbaren, bemerkte sie die Gefahr, die alle anderen vernachlässigt hatten. Während Damian noch selbstverliebt im Glück schwelgte, war der Ninja zu Bewusstsein gekommen und hatte seinen Dolch wieder in die Hände bekommen, mit dem er soeben auf den Sieger des Kampfes zustürmte. Dem rothaarigen Mädchen war klar, dass der Bandit vermutlich keine guten Absichten hegte, weswegen sie jetzt Handlungsspielraum für sich sah.
    Bevor der Räuber die Klinge in das Fleisch des unachtsamen Magieschülers bohren konnte, sprintete Marie zu dem Vermummten und holte mit ihrem Arm aus. Sie ballte die Hand zur Faust und sammelte alle geistige und physische Energie aus ihrem gesamten Körper in diesem einen Punkt, fast als würde sie einen Ball oder ähnliches festhalten. Genauso hatte es ihre Großmutter ihr beigebracht. Dann schlug sie mit voller Wucht und einer leichten Drehung im Arm zu. Sie spürte wie ihre Faust seinen Brustkorb berührte und fühlte wie er von ihr weggestoßen wurde. Seine hellgrünen, eiskalten Augen traten aus ihren Höhlen als würden sie gleich herausspringen, während er nach hinten flog, sich einmal überschlug und dann mit einem lauten Krachen auf dem Boden aufkam.
    Durch den Lärm aufmerksam geworden, drehte Damian sich um und seine Augen weiteten sich vor Erstaunen, als er den wehenden, feuerroten Schopf Maries erblickte. Jene warf ihm einen gespielt neckischen Blick aus ihren leuchtendblauen Seelenfenstern zu und meinte mit einer gewissen Ironie in der Stimme: „Musst du dich auch ständig mit jedem anlegen?“
    „Marie!“, rief der junge Mann freudig aus und eilte mit seinem typischen, einnehmenden Lächeln auf sie zu. „Genauso resolut wie früher“, bemerkte er grinsend als er neben ihr zum stehen kam und sie betrachtete. Marie zog eine Augenbraue hoch. „Genauso eitel wie früher“, entgegnete sie.
    Er blickte kurz an ihr herunter und sein Blick blieb an ihrer Brust hängen. „Genauso…“, begann er mit einem frechen Grinsen auf den Lippen, doch bevor er die unliebsame Wahrheit aussprechen konnte, wurde er schon durch einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf zum Schweigen gebracht. Das Gesicht des Mädchens hatte inzwischen die Farbe ihres Haares angenommen und ihre Augen verrieten mörderische Absichten, sodass der vorlaute Junge sich mit der Äußerung, die ihm schon auf der Zunge lag zurückhielt. Vorerst zumindest.
    Während die beiden Kindheitsfreunde dort standen und sich so benahmen, als wären die fünf Jahre, die sie getrennt gewesen waren, ein Augenschlag gewesen, bemerkten sie nicht, wie der Raubninja langsam und offenbar vollkommen verängstigt zurückkroch. Auf einen weiteren Kampf mit diesen Verrückten wollte er es offensichtlich nicht ankommen lassen. Vorerst zumindest.

  • Dieses Mal bleibt es auch wieder ein wenig kürzer, da es schon wieder ganz andere Dinge sind, die ich zu verändern empfehlen würde.
    Alle bisherigen Themen sind nämlich momentan keine mehr, die Satzlänge ist weiterhin recht lang, aber weiterhin im guten Bereich, die Details stimmen wieder überwiegend, wir haben ein wenig Tempo drin. Auf dem Kram brauchen wir nicht mehr herumzureiten, es tuten sich nämlich zwei wesentliche andere Probleme auf, die in den bisherigen Kapiteln nicht so gravierend gewesen sind.
    Als ersten Punkt hätte ich da ein paar Kleinigkeiten von wegen Logik: Bereits im letzten Kapitel bestand dieses Problem teilweise, in diesem ist es mir wirklich extrem aufgefallen. Du reißt die Handlung meiner Meinung nach ein wenig zu sehr aus der Umgebung heraus. Klar, sollte man der Handlung die meiste Aufmerksamkeit schenken und sich auf sie konzentrieren, aber es kommt mir so vor, als würdest du nur an deine Hauptcharaktere und die, die momentan mit ihnen interagieren denken. Das hat dann mehr als eine Folge: Zum einen kommt es so stellenweise dazu, dass man sich die Umgebung gar nicht mehr richtig vorstellen kann, da sie kaum im Nebensatz erwähnt wird und was in meinen Augen noch gravierender ist, wird es stellenweise ein wenig unlogisch, da du die Umgebung, zu der ja dann auch die Menschenmenge gehört, komplett aus deinen Überlegungen auszuschließen scheinst und wirklich nur deine Hauptcharaktere handeln lässt. In diesem Kapitel resultierten daraus dann einige Stellen, die leicht unlogisch waren, von denen ich mir mal zwei ausgesucht habe, an deren Beispiel ich versuche, es dir zu erklären. Die erste Stelle ist die, an der der Ninja letztendlich bewusstlos zu Boden geht. Glaubst du wirklich, dass eine Menschenmenge, die sich um einen Entführung gebildet hat, wirklich still stehen bleibt, sobald der potentielle Entführer und jetzt auch noch potentielle Mörder zu Boden geht? Dass es sie nicht interessiert? Es würden aller mindestens Rufe kommen á la "Sperrt ihn ein!", "Hängt ihn auf!" oder "Vor den Richter mit ihm!" und fast genauso wahrscheinlich würde es mindestens eine(n) gegen, der sich auf ihn stürzt und ihn entweder fesselt oder sofort wegschleift. Das alle da einfach ruhig stehen bleiben und zusehen, wie sich erst Kleo an unseren Zauberer schmeißt und dann der Ninja wieder aufsteht, ist einfach nur unlogisch. Genau wie das folgende, nämlich, dass Maria einfach so durch die Menge hindurch sprintet. Ich habe noch nie einen Menschenauflauf gesehen, bei dem das möglich gewesen wäre, die waren immer recht dicht und man hätte sich ziemlich winden müssen um überhaupt durchzukommen.
    Das waren jetzt zwei kleine Auszüge, ich hoffe du verstehst, was ich meine: In sich sind die Handlungen schlüssig, wenn man dann aber die Umgebung miteinbezieht, wird die Logik löchrig. Versuch in Zukunft einfach, dich nicht mehr ganz so auf die Hauptcharaktere zu beschränken, sondern die Welt, die du beschreibst, als Einheit zu sehen. Es gibt mehr als das, was du vordergründlich beschreibst, drumherum passiert auch etwas. Hin und wieder solltest du ein paar Brocken davon einwerfen, damit man merkt, dass es die Umwelt auch noch gibt. Als Nebeneffekt solltest du beim Schreiben dann auch von alleine darauf achten, sie ein wenig mehr miteinzubeziehen.
    Das zweite ist dann wieder ein wenig Geschmackssache, mir aber leicht negativ aufgefallen. Während das letzte inhaltlicher Natur war, haben wir es jetzt wieder mit etwas stilistischem zu tun, der meiner Meinung zu starken Verwendung von Hyperbeln, um genau zu sein. Ich weiß nicht ob ihr das schon mal in Deutsch hattet und / oder du dich noch daran erinnerst, aber eine Hyperbel ist eine Übertreibung und davon machst du ja regen Gebrauch.Vielleicht sogar ein wenig zu rege, da stellenweise fast jede Beschreibung eine Hyperbel ist und das ganze dann leicht überzogen und künstlich wirkt. Du beschränkst die Übertreibungen ja nicht nur auf die wörtlichen Reden, sondern verwendest sich auch außerhalb munter weiter und gerade das ist es, dadurch wird es zu viel. Nebenbei nimmst du damit auch einen Teil der Schmierkomödie, die in dem "Gespräch" steckt. Die Art, wie die Charaktere reden ist einfach die gleiche, wie die Art, in der du normal beschreibst. Okay, nicht ganz die gleiche, aber es macht kaum noch einen großen Unterschied. Versuch doch bitte, bei den Beschreibungen außerhalb der wörtlichen Rede ein klein wenig sachlicher zu bleiben, dann würden auch die wörtlichen Reden besser hervorstechen, da nur sie über den komplett überzeichneten Stil verfügen. Ist aber wie gesagt auch ein wenig Geschmackssache und deine Entscheidung.


    Joah, das waren jetzt wieder überwiegend die Baustellen, das liegt aber nur daran, dass ich glaube, dass du mit Kritik umgehen kannst und nicht nach jedem Kritkpunkt gleich wieder ein Lob brauchst. Existieren tun diese gut gelungenen "Dinge", von denen ich am Anfang ein paar genannt habe aber schon und sie sind sogar ziemlich in der Überzahl. Brauchst dir also keine Sorgen machen. ^^ Sollten noch Fragen sein, schreib mich einfach an.


    Ein einsamer Wolf

  • So, nach fast drei Monaten komme ich aus meinen Kreatief und habe endlich das vierte Kapitel fertig. Ich hoffe, ich habe euch mit der langen Wartezeit nicht verschreckt und dass er trotzdem noch gewillt seit zu kommentieren


    Lone Wolf : Erstmal Danke dafür, dass du mir immer so konstruktive Kritik gibst, denn nur so kann ein Autor sich verbessern. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich im Bezug auf die Hyperbeln leider nicht an deine Vorschläge gehalten habe >,< Es fällt mir schwer, mich im Schreiben daran zu erinnern und grade dieses Kapitel scheint vollgestopft von Übertreibungen... Allerdings glaube ich, dass es in der zweiten Hälfte besser wird, denn die ist "jünger" als die erste Hälfte (welche übrigens schon fast ein halbes Jahr alt ist xD)

    Unschuld


    Schnee rieselte von der hohen, gewölbten Decke in die dunkle Halle hinab. Langsam, aber stetig fielen die weißen, klaren Kristalle hinab, immer tiefer und tiefer, dem unnachgiebigen, weißen Marmorboden entgegen. Doch noch bevor sie an ihm zerspringen und ihn mit einer Schicht Eis überziehen konnten, lösten sie sich in viele, glitzernde Splitter auf, die abermals nach oben flogen, um sich dort wieder zu den weißen, grazilen Gebilden zusammenzusetzen und erneut hinab zu schweben, in einem ewiggleichen, falschen Wintertanz.
    Doch das gigantische Gewölbe, welches als Ballsaal für das kristalline Weiß herhielt, war keineswegs leer. Überall lagen Kuscheltiere und anderes Spielzeug verteilt, der gesamte Boden schien bedeckt von abertausenden von Plüschbären, Porzellanpuppen und Marionetten, die mit merkwürdig abstehenden Gliedmaßen auf dem kühlen Marmor lagen, fast als hätte man sie zerbrochen. Allgemein wirkte der Tand ziemlich vernachlässigt und schlecht behandelt, aus vielen Stofftieren quoll die Füllung wie vom Himmel gestohlene Wattewolken hervor, während ihren Köpfen meist Augen und Ohren fehlten oder sie ganz abgehackt waren. Dies fiel ganz besonders durch die fast schon utopische Anzahl der zerstörten Kinderspiele auf, es hatte schon Ähnlichkeiten mit einem Schlachtfeld der Kuscheltiere. Es waren so unglaublich viele, dass sie sich zu ganzen Bergen auftürmten, manch einer hätte bereits von Gebirgen gesprochen, und alle warfen ihre dunklen, das Licht verschluckenden Schatten auf den weißen Marmorboden, während sie dort unberührt und zurückgelassen lagen, ungenutzt und vergessen auf dem kalten, harten Grund.
    Die ganze Szenerie vermittelte einen sehr traurigen und tristen Eindruck, die Massen an Spielzeug, die dort ihr kühles, ewiggleiches Dasein fristeten, ungeliebt und misshandelt, verlassen von ihrem Besitzer, der sie eigentlich hätte beschützen müssen. Man spürte die Wut und Enttäuschung die in all diesen armen Wesen gehrte, wie ein Gift, welches ihre Herz immer mehr zerfraß, bis sie vor Einsamkeit und Zorn schließlich vollkommen den Verstand verlören. Genauso schien es jenen ergangen zu sein, denn entgegen aller Behauptungen besaßen auch Kuscheltiere, Puppen und Marionetten ein Herz, genauso wie alles andere, was existierte und ganz besonders ihr Kern war nur allzu leicht zu brechen.
    Aber dennoch wurde die Dunkelheit in der hohen Halle von einem Licht durchbrochen. Doch es war kein warmes, freundliches Licht wie das eines prasselnden Feuers und auch kein sanftes, fließendes Licht wie das des hellen Vollmondes, sondern ein furchtbar kaltes, glimmendes Leuchten, welches den Saal in ein unheimliches Zwielicht legte und allem eine härtere und bedrohlichere Note verlieh. Bizarre Schatten wurden auf die gesichtslosen Köpfe und zerstückelten Körper geworfen und gaben dem kindlichen Schein trotz der Erhellung eine düstere, schon fast makabere Note, die das ganze beklemmende Szenario noch weiter verstärkte. Wie Spinnenfäden spannte sich das Licht bis zu der hohen, mit goldenen Verzierungen versehenden Ebenholztür und floss langsam immer weiter durch den Raum. Sein Ausgangspunkt war eine helle Kugel, die wie der Vollmond hinter einem schwachen Nebel verborgen in der Mitte des Saals glitzerte und ihren Glanz auf den einzigen Platz warf, der nicht von zerschnittenen Spielzeugen bedeckt war.
    Stattdessen fußte dort eine lange, weiße Tafel, die genauso wie die Tür goldene Verzierungen aufwies und von allerlei Teeservice bedeckt war. So standen dort sieben kleine, weiße Porzellantassen, aus denen Dampf quoll, der wie ein schleichender, schwerer Nebel den Tisch und Fußboden langsam bedeckte, sowie sieben Teller, auf denen jeweils ein winziges Stück Mohnkuchen seinen Platz gefunden hatte, samt silberner Teelöffel und Kuchengabeln. Auch ruhten da Diamantglasschalen mit einer Unmenge an Süßigkeiten und Teegebäck als Inhalt. Zahlreiche Kekse und Plätzchen türmten sich an der einen Tischseite während Pralinen, Schokoladentafeln und Konfekt am anderen Tafelende zu finden waren und einen unwiderstehlichen Duft versprühten, die es als unmöglich erschienen ließen, ihnen zu widerstehen.
    Doch trotzdem hatte noch keiner der Gäste angefangen zu essen oder zu trinken, ja nicht mal bewegt hatten sie sich. Kein Mucks war zu vernehmen und dies war auch nicht weiter verwunderlich, denn auf sechs der sieben Stühle thronten Kuscheltiere. Doch sie unterschieden sich ganz deutlich von ihren bemitleidenswerten, im falschen Schnee der Halle liegenden Artgenossen. Sie waren gepflegt, sauber und vollkommen intakt, fast als hätte sie man noch nie angerührt oder erst frisch fertigen lassen. Auch wirkten sie weitaus individueller als die vernachlässigten, sich stapelnden Spielzeuge ringsherum. So saßen auf der einen Seite ein Stück, das verdächtige Ähnlichkeit mit einem Hutmacher aufwies, ein Hase mit einer feierlichen Festtagskleidung, sowie eine Maus mit Hut und Anzug. Ihnen gegenüber hatten eine Königin mit Zepter und Krone, ein überdimensionaler Vogel in Seemannskleidung sowie ein weißes Kaninchen in Weste ihren Platz gefunden.
    Das einzige, lebende Mitglied dieser skurrilen Teegesellschaft war ein Junge von ungefähr dreizehn Jahren, der als Gastgeber am Kopf der Tafel saß. Er besaß ein blasses, kindliches Gesicht, geprägt von einer kleinen, süßen Nase und einem großen, blutroten Auge, welches interessiert die Schale mit den Süßigkeiten betrachtete, während das zweite Seelenfenster hinter dem ebenso rotem, unordentlich wirkendem Haar verborgen war. Sein fragiler, kleiner Körper war in einen weißen Kimono gehüllt, während an seinen zarten, blassen Füßen ein Paar der östlichen Holzschuhe, die sogenannten Geta, hingen. Das Besondere an diesem Jungen waren jedoch nicht seine Jugend oder sein östlicher Kleidungsstil, sondern seine großen, spitzen Katzenohren, die aus seinem dunkelrotem Haar herausstachen, ebenso sein zuckender, glatter Katzenschwanz, der auf seinem Schoß ruhte und die gleiche Farbe wie Ohren und Auge aufwies. In seine zierliche, blasse Hand hatte er nun seine Tasse mit dampfenden Tee genommen und schlürfte genüsslich an dem heißen Getränk.
    „Sie haben Besuch, Meister Lucifer“, ertönte auf einmal eine hohe, emotionslose Mädchenstimme hinter dem Stuhl des Jungen und als wäre schon die ganze Zeit über da gewesen, trat eine junge Dame ganz plötzlich ins Licht. Sie war von ungefähr vierzehn Jahren und besaß schulterlanges, dunkelblondes Wellenhaar, sowie violette, vollkommen kühle, fast schon apathisch wirkende Augen. Ihre Haut hatte die Farbe von Porzellan und war auch genauso rein, weswegen sie ganz besonders im kalten Licht der leuchtenden Kugel große Ähnlichkeit mit einer der zahlreichen Spielzeuge in Lebensgröße aufwies. Auch ihr Gesicht hatte etwas sehr puppenhaft, es wirkte fast schon künstlich, so unglaublich unschuldig, glatt und leblos war es, genauso wie das ihres Herren. Eine zierliche Statur war ihr zu Eigen und auch sie wies sehr kleine, feine Hände auf. Gekleidet war sie in ein schwarzes kurzes Rüschenkleid ohne Ärmel und Kragen. Schuhe oder Strümpfe trug sie keine, sie ging barfuß über den Marmorboden, womit sie an Merkwürdigkeit ihrem Meister in Nichts nachstand.
    Jener drehte sich noch nicht einmal um, sondern schlürfte noch einmal geräuschvoll an seinem Tee, als hätte ihn diese Nachricht vollkommen kalt gelassen. Aber sein nun wild und aufgeregt zuckender Schwanz strafte seine Handlung Lügen. Nachdem er sich mit seiner Zunge über die rosigen Lippen gefahren war, wobei er ein paar spitzer Katzenzähne entblößt hatte, wandte er sich zu seiner Dienerin und schenkte ein so niedliches, an Unschuld kaum zu überbietendes Lächeln, dass jede Mutter auf der Stelle dahin geschmolzen wäre. „Vielen Dank, Lita“, meinte er und seine Stimme waren die vertonte Version seines Lächelns. Süß und wohlklingend, ein samtig weicher Engelsgesang und so vertrauenserweckend wie die sanfte Melodie eines Harfenspiels. Dazu klang sie auch noch so furchtbar jung und unwissend fast als käme der Besitzer aus einer fremden Welt, hell und rein von aller Sünde. „Was würde ich nur ohne dich machen? Schon allein der Gedanke macht mich ganz traurig…“, fuhr er fort und wischte sich kurz eine Träne aus dem Augenwinkel, um sich dann das weiße Kaninchen mit der Weste zu nehmen und es ganz fest an sich zu drücken, als könnte es ihm Wärme und Trost spenden. Lita erwiderte nichts. Sie starrte stur und vollkommen emotionslos geradeaus, mit einem so ausdruckslosen Gesicht, das sie eine Puppe immer ähnlicher sah. Offenbar erwartete sie Anweisungen, während ihr Herr sich mit dem Stofftier in seinen Armen über ihre ewige Freundschaft unterhielt und den anderen diese ebenfalls beteuerte.
    Kurz darauf schien er sich jedoch wieder gefasst zu haben, da er Lita wieder ein unschuldiges Lächeln schenkte und freundlich meinte: „Bring ihn doch bitte herein“ Die junge Dienerin deutete eine Verbeugung an ohne mit der Wimper zu zucken oder auch nur ansatzweise irgendein Zeichen von Gefühlen zu offenbaren und glitt langsam, wie auf Rollen zurück in die Schatten, in denen sie bald verschwand, als hätte sie sich plötzlich in Luft aufgelöst. Ihr Herr indes wandte sich wieder seiner Teegesellschaft zu und schlürfte abermals genüsslich an seinem immer noch dampfenden Tee. „Erdbeersahne…“, murmelte er und kicherte amüsiert sein silberhelles Lachen, als gäbe es einen versteckten Witz hinter dieser Tatsache. Dann zog er ein Bein auf den Stuhl, während er das andere immer noch hinunter hängen ließ und widmete dem Hutmacher ein weiteres Lächeln. „Was glaubst du, Mordiste?“, flüsterte er und griff erneut nach seiner Porzellantasse, der Mohnkuchen unterdessen wurde weiterhin unbeachtet stehen gelassen. „Glaubst du, dass er uns genauso vermisst hat, wie wir ihn? Schließlich haben wir unseren Aden seit vielen Jahren nicht mehr gesehen“ Die Puppe starrte reglos und still weiter nach vorn, doch den Katzenjungen schien das nicht zu interessieren, denn er kicherte nun wieder und meinte leise, als ob er nicht wollte, dass die anderen etwas mitbekamen: „Ich weiß, dass wir bei unserer letzten Begegnung ein paar Meinungsverschiedenheiten hatten, aber dennoch, Streit stärkt das freundschaftliche Band… außerdem bin ich mir sicher, dass er nicht nachtragend sein wird“
    Das große Portal öffnete sich mit einem lauten Geräusch einen Spalt breit. Der Ton, der durch das Bewegen der Flügel verursacht worden war, hallte laut und gespenstisch in der hohen, weißen Halle wieder. Plötzlich war ein schrilles Rattern zu hören und zuckend bewegtem sich sämtliche Köpfe der Tiere und Marionetten zur Tür. Sie waren leblos und trotzdem war in ihren Augen nun ein Leuchten, ein gefährliches und gieriges Glimmen, welches ihren Wahnsinn bezeugte, während ihre gesamte Aufmerksamkeit auf den Neuankömmlingen lag.
    Doch so flüchtig wie der kurze, wütende Schein in ihren schwarzen Knopfaugen aufgelodert war, so schnell war er auch schon wieder verschwunden und ihre Gesichter waren abermals vollkommen leblos. Der Junge blickte sich überrascht um, als auf einmal Lita erneut hinter ihm stand. Ihr Gesicht war so ausdruckslos wie eh und je.
    „Euer Spion ist angekommen, Meister“, informierte sie ihn weiterhin emotionsloser als ein Eisblock, während ihre leblos wirkenden Augen wieder nach vorne blickten. Neben ihr kniete der in Schwarz gehüllte Ninja, welcher den Kopf respektvoll gesenkt hatte.
    Der Junge sprang erfreut auf und stürzte auf den Vermummten zu. „Endlich!“, rief er mit erstickter Stimme aus und fiel seinem Diener um den Hals, während jener keine Anstalten machte zu reagieren. Eine Träne kullerte die Wange des Katzenjungen herab und hinterließ eine nasse Spur auf der makellosen Wange, bevor sie glitzernd wie ein Diamant dem Erdboden entgegenstürzte.
    „Endlich“, wiederholte der junge Adlige und seine Stimme schien vor Trauer zu zittern, gleichzeitig weinte er ungehemmt weiter und drückte den Ninja fest an sich, fast als hätte er Angst ihn zu verlieren. Von Heulkrämpfen geschüttelt flüsterte er: „Endlich bist du wieder da…“
    Der Vermummte zeigte weiterhin kein Anzeichen irgendeiner Emotion, es schien eher so als würde es ihn anwidern von seinem Meister derart begrüßt zu werden. In seinen kalten, stechendgrünen Augen lag ein Ausdruck der Hass und Ekel sehr nahe kam, während er den Katzenlord anstarrte und sich steif von ihm löste.
    „Eure Lordschaft“, begann er kühl und mit so wenig Emotion in der Stimme, dass er Lita Konkurrenz machen konnte. „Ich habe den mir zugeteilten Auftrag zu ihrer vollsten Zufriedenheit erfüllt.“
    „Wirklich?“, fragte der Junge, während er sich die restlichen Tränen aus seinen blutroten Kulleraugen wischte und seinen Diener mit einer Mischung aus Verwunderung und Trauer anstarrte. Dann plötzlich, verwandelte sich sein verheultes Gesicht in eine undurchschaubare Maske, während er ein kühles Lächeln aufsetzte und sich zurück in seinen Sessel fallen ließ. Mit einer Handbewegung wischte er das Gedeck vom Tisch, sodass die Tassen und Teller auf dem Boden zersprangen und sich Tee und Gebäck auf dem Marmor verteilen.
    „Lita!“, meinte er nun scharf und sein Hausmädchen erschien direkt hinter ihm.
    „Ihr wünscht, Eure Lordschaft?“
    „Räum das sofort weg!“, befahl er und in seiner kindlichen Stimme schwang eine unglaubliche Strenge mit, während er dem blonden Mädchen einen eisigen Blick schenkte. „Und beeil dich gefälligst!“
    „Sehr wohl, Herr“
    Unterdessen hatte der Ninja ein Schachbrett auf den inzwischen freien Tisch gestellt und begann die einzelnen Figuren aufzustellen. Der Junge beobachtete ihn dabei und setzte abermals sein verspieltes Lächeln auf. Als der hagere Mann grade dabei war die weißen Spielfiguren in die richtige Position zu bringen und sich deshalb zum Lord hinunter beugen musste, ergriff dieser die Gelegenheit und zog überraschend das weiterhin vermummte Gesicht sehr nah an seines heran.
    „Du weißt…“, meinte er nun und ihn seiner Stimme lag ein undefinierbarer Klang, es war ein gehauchtes Flüstern voller vermeintlicher Zuneigung und doch schien auch etwas Anderes in ihm zu sein. Der Katzenjunge befeuchtete sich nun mit der Zungenspitze die zarten Lippen, um dann langsam über den Stoff zu fahren. „Deine Dienste sind immer wieder gern gesehen, Tristitia
    Der Angesprochene erwiderte nichts, doch der angewiderte und vor Abscheu fast schon übersprudelnde Blick war Antwort genug. Dem Jungen schien das jedoch nichts auszumachen, denn er setzte abermals ein kühles, undurchschaubares Lächeln auf und beugte sich in seinem Stuhl zurück. Lita indes krabbelte weiter auf dem Boden umher und sammelte die Porzellanscherben ein. Der Lord warf ihr nun einen kurzen, scharfen Blick zu und sagte schneidend: „Bist du immer noch nicht fertig?“
    Ohne eine Entgegnung abzuwarten, trat er ihr plötzlich mit voller Wucht ins Gesicht, sodass sie nach hinten fiel und kurz liegen blieb. Blut tropfte aus ihrer Nase und benetzte den Boden. „Räum demnächst schneller auf!“, meinte der Lord nun und seine Stimme war kälter als jedes Eis. „Und wisch gefälligst den Boden! Ich hasse es, mein reines Weiß beschmutzt zu sehen!“
    Das Dienstmädchen richtete sich auf, die violetten Augen weiterhin ohne irgendein Anzeichen von Emotion. Auch das ihr Gesicht blutverschmiert war, schien sie nicht zu stören, ebenso wenig ihre nach aller Wahrscheinlichkeit gebrochene Nase. Stattdessen verbeugte sie sich kurz und erwiderte so monoton und gefühllos wie eh und je: „Jawohl, Eure Lordschaft“
    Danach verschwand sie wieder in den Schatten und ihr Herr wandte sich mit seinem verspielten Lächeln, jetzt abermals vollkommen unschuldiges Kind dem Schachbrett zu. Eine weiße Figur, ein Springer in Gestalt eines Ninja hatte sich bereits vorwärts bewegt und stand nun einer Reihe schwarzer Bauern gegenüber.
    „Nun, Aden…“, meinte der Junge fröhlich und beäugte interessiert den König, „…du hast deinen Zug gemacht ohne dabei zu wissen, dass es eigentlich meiner war. Ich hoffe für dich, dass du deinen König gestärkt hast, denn du weißt, nichts ist eintöniger als ein leichtes Spiel“
    Er ließ ein glockenhelles Lachen hören und rief mit kindlicher Freude: „Der König ist aber bereit, meinst du nicht auch, Tristitia?"
    Doch es folgte keine Antwort. Bis auf den Jungen und sein Spielzeug war niemand mehr im hohen Saal. Das Gesicht des Lordes verhärtete sich, doch das unschuldige Lächeln wich nicht von seinem Gesicht. Nach einigen Sekunden der Stille flüsterte er: „Widerwertiger Abschaum!“

  • Joa, hallo ^^


    Zuallererst sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich schon eine halbe Ewigkeit keine Kommentare mehr geschrieben habe... Ich hoffe, du erwartest jetzt nichts furchtbar großartiges von mir.. >_<"
    Aber zum Kapitel... Meiner Meinung nach merkt man nicht viel davon, dass du in einem KreaTief gesteckt hast. Vielleicht lassen der eine oder andere Flüchtigkeitsfehler darauf zurückschließen, aber die passieren jedem, und ich kann jetzt keinen "Schnitt" oder Ähnliches im Kapitel erkennen, bei dem ich sagen würde, dass da eine längere Schreibpause war. Insofern also ein Lob von mir. ^^ Rechtschreibfehler habe ich jetzt keine gefunden, wobei ich sagen muss, dass ich nicht speziell nach ihnen gesucht habe.. Aber es ist mir auch nicht neu, dass deine Rechtschreibung gut ist ;P
    Dann noch etwas zum Inhalt.. Ist der Ninja, der bei Lucifer war, derselbe, der auch Kleo und die anderen angegriffen hat...? Falls ja, wieso hat er sich dann so dämlich angestellt..? Oder war das gar keine Absicht..? Zudem fragt man sich natürlich auch, was der rothaarige Junge vorhat, und warum er Aden "herausfordert", wenn man das so nennen kann. Seit einer Lektüre, die ich in Deutsch gelesen habe, erinnern mich rothaarige Jungen/Männer immer an den Teufel, und der Name Lucifer verstärkt das zusätzlich... Dabei mag ich rote Haare eigentlich.. >_<"


    Naja, wie auch immer, ich lese natürlich trotz der längeren Pause noch weiter und freue mich weiterhin auf das nächste Kapitel ^^


    lG, Nommy

  • Aristokrat Nummer eins! ♥


    So, ich nehme mir vor, ab jetzt nicht mehr ewig lange im Kommentierrückstand zu sein! Wenigstens zwei bis drei Kommentare pro Woche sollten ja auch trotz Schule drin sein... Und deine Geschichte wollte ich schon seit einem geschätzten Jahrtausend lesen. :* Here goes also, ich hoffe, ich bringe etwas zustande.





    Startpost


    Schönes Frontbild. Ich schätze, für Arc 2 wirst du dann ein anderes wählen? Den Titel finde ich auch schön, vor allem "poisoned apple", das hat soetwas von Schneewittchen. Der Frontspruch ist interessant, gilt wohl auch für das wahre Leben. Allgemein schön strukturierter Startpost; übersichtlich, enthält alle wichtigen Informationen - schreib mich bitte noch zu den Benachrichtigungen dazu ^^ - Die Steckbriefe habe ich nur angesehen, nicht gelesen. Freue mich, dass Kleo wieder dabei ist. *.* Zwölf habe ich sehr geliebt, bin gespannt, wie mir PA dann gefallen wird, aber ich bin zuversichtlich. Hach, ich freue mich voll, endlich wieder etwas von dir zu lesen, bei einigen FS hier ist das wie bei Büchern bei mir.


    Prolog


    Gut geschrieben, wie von dir gewohnt. Viele Beschreibungen (fast schon zu viele, aber nur fast ^^), so dass alles sehr detailliert ist und es leicht fällt, sich alles vorzustellen. Aden habe ich sofort erkannt - beruhigend, das hast du also gut herübergebracht. Ich mochte es sehr, dass du den Winter (? jedenfalls klingt es wie Winter... Könnte auch später Herbst sein) so heraufbeschworen hast, ich mag die Jahreszeit umso mehr, jetzt, da es warm ist. Kleines Fehlerchen: "widerfahren" ohne "e". Ist ja keine Wiederholung der Tätigkeit, sondern etwas, das einem passiert.
    Der Zwischenteil mit dem Jungen hat mir sehr gefallen! Besonders der Begriff einer roten Finsternis. Wirkt im ersten Moment paradox, passt aber irgendwie doch. Wer es wohl ist? Damian wohl kaum... Kann mir einfach nicht vorstellen, dass einem Hauptcharakter so etwas passiert ^.^


    Einführung


    Oh schön, es beginnt im Frühling. Gefällt mir. Damian (?) hat sich auch extrem verändert, er wirkt irgendwie menschlicher auf mich, nicht mehr wie eine Nebenfigur, die man zur Hauptfigur tituliert hat. Ich glaube, er hat sich generell gewandelt, was gut ist. Aber nicht zu früh zu viel loben *hust* Angewohnheit, sorry. Süßer Abschluss - ob er wirklich genau wie seine Mutter ist?
    Das mit dem Fest ist typisch, ist wohl auch in einer Fantasywelt so; wozu das alles? Egal, hauptsache Alkohol. Seufz. Marie Cassis, kenne ich die noch? Wenn ja, erinnere ich mich kurzzeitig gerade nicht an sie, tut mir leid. Falls sie neu ist, umso besser. Rote Haare, mh *.* Ah, also Marie ist die Enkelin der Freundin von Aden, richtig? Das ist interessant, so laufen zwei verschiedene Handlungsstränge perfekt zusammen. Sie erinnert mich trotzdem stark an Rotkäppchen. Aha, da ist auch Kleo, auch Mary Sue genannt *Fanfahne wedelt* sie ist wirklich so extrem sue-ig, dass man dich dafür peitschen müsste (sagte die, die Mayolin erschaffen hat...), aber dafür ist sie ja ein Miststück, das gleicht es ein wenig aus (nur ein wenig xD aber es ist Kleo). Adrian ist auch wieder dabei, juhuu ._. *lieber einen Toast oder die Pest hätte*
    Elias gebe ich dafür noch eine Chance. Ich kann ja nicht alle beide hassen. Liest sich dann so schlecht. Marie mag ich aber auf jeden Fall und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.


    Hier höre ich dann (vorerst) auf, werde den Kommentar entweder anfügen oder aufteilen, je nachdem, wie schnell du bist mit dem neuen Kapitel, aber wahrscheinlich copypaste ich den Rest einfach dran. ^^ Freue mich schon.


    Edit am 6.5.: Da bin ich wieder! Zwar erst am Wochenende und damit viel später, als beabsichtigt, aber besser als nie. War dann doch eine ziemlich nervige Schulwoche, jedenfalls, was den Unterricht betrifft...


    Unterbrechung


    Wow, ein relativ kurzes Kapitel. Ehrlich gesagt ist das ja meine typische Wortanzahl, aber für dich ist es kurz. Ist aber nicht schlimm, dann komme ich umso schneller voran! Die Szene mit Kleo fand ich gut, schön, dass sich Blondie auch wehren kann, wenn auch nicht sehr damenhaft, aber das hat mir umso mehr gefallen. Macht sie etwas menschlicher. Der Bandit ist also jemand von der königlichen Seite? Jedenfalls klingen Maries Überlegungen so. Marie ist mir bisher sympathisch. Der Brünette ist vermutlich Damian, oder? Eitel, schön, selbstsicher, das kann ja nur er sein eigentlich... Joa, das wars schon zum Kapitel! Gut gemacht, weiter so.


    Zusammenspiel


    Marie ist also eine Waffennärrin? Mh, so hätte ich sie nicht eingeschätzt. Ich hasse Revolver und all sowas *brr*, die sind so laut... Pfeil und Bogen und all das haben doch viel mehr Stil. Damian ist irgendwie ganz anders als in Version eins, so es denn Damian ist... Aber warum macht er die Waffe kaputt und auch noch mit einem Stab? Dass Marie fast heult deswegen, ist etwas seltsam, aber vermutlich habe ich dazu einfach zu wenig Hang zu Waffen. :/  
    Okay, es ist wirklich Damian. Kleo ist irgendwie langweilig, seufz. In der ersten Version war sie eine Mary-Bitch, jetzt ist sie eigentlich nur noch Mary und sie macht es Damian auch viel zu einfach... Schade. An sich ist sie ein guter Charakter, aber einfach viel zu perfekt und ich weiß auch nicht. Cassandra ja genauso, aber im Mary Sue Test hatte sie nur 25%, das ist weit unter der Mary Skala ^.^ einfach weil sie so viele Fehler hat...
    Prinzipiell hat mir das Kapitel gefallen, aber noch kann ich kein Resumee ziehen. Weiter zum Nächsten. (Zwölf fehlt mir trotzdem sehr).


    Unschuld


    Oh, wie traurig das mit dem Spielzeug ist! Die haben ein Herz und Wünsche und Träume und Ziele und... ;_; Bah ich hasse das, bin so anfällig für so Mitleidszeug. Ganz schlimme Sache.
    Lucifer hätte ich mir vollkommen anders vorgestellt, liegt wohl am Namen! Gefällt mir aber umso besser, dass du ihn so kindlich machst. Auch wenn ich mit Tierohren so meine Probleme hab außerhalb von Manga, ist er eine Chimäre? Oder einfach nur ein Mensch mit Katzenohren? x)
    Jedenfalls erinnert er mich sehr stark an Alois. So pseudounschuldig, launisch, seltsam und nicht nachzuvollziehen, behandelt seine Bediensteten schlecht,... Naja, jedenfalls weiß ich nun, zu wem der Ninja gehörte.


    Resumee


    Ich mag die neue Version deiner Geschichte. Sie ist frisch und es ist interessant, die Story in einer ganz neuen Richtung zu lesen. Allerdings muss ich sagen, hat mir der Anfang von Zwölf mehr gefallen. Weiß auch nicht genau, woran es lag - ich schätze, Kleo war etwas weniger un-mysteriös, Lucifer damals nur in Schatten gehüllt ^^, und generell mehr mit Königen und so, worauf ich ja total stehe. Aber dennoch denke ich, dass PA eine gute Geschichte werden wird, weil du einfach ein guter Schreiberling bist. Ich bleibe dir jedenfalls liebend gerne treu. :*