Kinder, Ja oder Nein??

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  • ich bin gegen kinder weil ich es nicht mag verantwortung zu übernehmen oder uneigennützig zu handeln :( außerdem will ich sowieso mein gesamtes leben im weltall verbringen und da nehme ich doch kein kind mit hin...

  • Definitiv keine Kinder.
    Da ich zumal meine Kindheit damit verbracht habe meinen kleinen Bruder zu hüten (Mama war immer viel arbeiten), Aufgaben im Haushalt erledigt habe und (logischerweise) zur Schule ging habe ich mir vorgenommen keine Kinder auf diese Welt zu bringen. Ich persönlich kann mir eine Schwangerschaft auch nicht vorstellen und will ich auch nicht. Zwar 'werfen' rundherum bekannte und Freunde ein Kind nach dem anderen und es sei das tollste auf der Welt, aber sollen sie, wenn es so schön ist, ich will nicht.


    Zumal ich auch krank bin. Ich will auch keinem anderen zumuten, eventuell mit dieser Erkrankung leben zu müssen, nur weil ich mir einbilde unbedingt ein Kind bekommen zu wollen. Aber auch wie schon geschrieben, ich habe einen Teil meiner Kindheit mit Windeln wechseln etc. pp. verbracht und das reicht mir. Ich komme gerade selber so über die Runden, das werde ich wohl kaum noch wem zumuten- obwohl ich schon glücklich bin so.


    Auch gibt es schon so viel zu viele Kinder, die im Elend leben, jetzt ganz arg ausgedrückt und dazu werde ich nicht beitragen. Zumal ein Kind auch nicht in mein Leben passen würde. Ich arbeite viel und hart, geistig wie körperlich- ich will mein Leben Tieren widmen, indem ich mir da was aufbaue. Da habe ich einfach keine Zeit, kein Geld und schon gar keine Nerven für Kinder.

  • Zur Zeit möchte ich keine Kinder haben. Einfach weil ich, wie viele andere hier, keine Verantwortung dafür tragen möchte. Natürlich kann sich das in der Zukunft ändern, aber in den nächsten 5 Jahren kann ich mir das nicht vorstellen.
    Ein Kind schränkt einen auch sehr ein, für manche mag das die Erfüllung sein, aber für mich wäre das ein Gefängnis. :/

  • Also ich habe vor einiger Zeit beschlossen das ich auf gar keinen Fall Kinder haben will. Der Grund ist bei mir das ich nicht mal selber mit mir klar komme, wie soll ich dann mit so einem kleinen Wesen zurecht kommen? Wenn ich sehe wie viele Minderjährige, Jugendliche die teilweise jünger sind als ich, schon ein oder zwei Kinder haben dann kann ich da wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Ich will viel lieber mein Leben genießen, als mich um Kinder zu kümmern die mich eh nur nerven. Und wenn ich jetzt schwanger werden würde, dann würde ich ohne mit der Wimper zu zucken es sofort weg machen lassen ich kenn da nichts.

    Absolut widerliche und morbide Aussage, vom Anfang bis zum Ende. Was wäre, wenn deine Eltern so gedacht hätten? Der einzige Zweck, den wir Menschen erfüllen ist die Fortpflanzung. Wir können unser Leben so gestalten, dass wir es als angenehm empfinden, aber die einzig sinnvolle Aufgabe besteht darin, Kinder zu kriegen.


    Was ist daran so schlimm, im jungen Alter Kinder zu kriegen? Solange die finanziellen Mittel vorhanden sind ist alles in Ordnung. Und wie du vielleicht weißt, steigt die Gefahr, dass das Kind Behinderungen erleidet mit zunehmenden Alter rapide. Deshalb gilt je früher, desto besser.


    Kinder nerven nicht, sie nerven nur, wenn man sie nicht vernünftig erzieht. Es gibt keine größere Erfüllung, als den eigenen Nachwuchs groß zu ziehen.


    Zu der letzten Aussage: Das ist Mord.



    Und um die Frage mal zu beantworten: Ich plane mindestens drei Kinder zu haben. Natürlich vorausgesetzt, dass ich einen vernünftigen Job kriege. Ich bin bereit eine große Menge Geld in den Nachwuchs zu stecken, es soll ihnen ja auch gut gehen. Bildung und positives Verhalten werden in der Erziehung ganz oben stehen, meine Eltern waren viel zu locker und das hat mir nur geschadet. Den Fehler werde ich nicht wiederholen.


    Das passende Alter sehe ich als Mann bei ca. 30. Also wenn schon ein sicheres Einkommen vorhanden ist, aber man noch nicht als Großvater der Kinder durchgehen könnte. ;-) Wobei das natürlich nicht so einfach zu sagen ist, vielleicht passiert es ja auch schon früher oder erst später.


    Das Ziel der gesunden Familie steht bei mir jedenfalls ganz vorne und ich würde dafür viele Abstriche machen.

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  • @Buοysel - Wenn man die Verantwortung nicht übernehmen möchte, ist das absolut legitim. Es ist sogar sehr löblich, dass du Kinder nicht unter den Strapazen des Weltalls leiden lassen willst!


    Um inhaltlich dazu auch etwas zu sagen: Es mag sein, dass es in der Natur der Lebewesen ist, sich fortzupflanzen. Beim Menschen jedoch hat man einen entscheidenden Unterschied: Die Reflexion. Der Mensch kann extrem strak reflektieren und weicht deshalb von so einigen „natürlichen“ Normen ab. Ansonsten müssten wir auch alle nackt herumlaufen, obwohl wir doch die Entscheidung trafen, Kleidung zu tragen und sie uns nicht durch eine natürliche Gabe an die Haut geheftet wurde. Es ist nun mal ein gutes Recht, sich gegen Kinder zu entscheiden.

    Das ist Mord.


    Sofern Abtreibung in einem Land erlaubt ist, wirst du deswegen nicht wegen Mordes angeklagt. Es mag sein, dass man damit ein mögliches Leben vernichtet, aber auch darüber kann man als reflektierendes Indiviuum sehr gut entscheiden.
    Ich gestehe dir aber insofern ein, dass du Recht damit hast, sich vorher zu überlegen, ob man Kinder haben möchte oder nicht und beim Geschlechtsverkehr auch entsprechend aufzupassen, wenn man denn keine Kinder möchte. Abtreibung an sich sollte vermieden werden.

  • Absolut widerliche und morbide Aussage, vom Anfang bis zum Ende. Was wäre, wenn deine Eltern so gedacht hätten?


    Dann würde die Gute nicht existieren. Für sie natürlich eher suboptimal, wäre allerdings das gute Recht der Eltern gewesen, so wie es das gute Recht von jedem persönlich ist, zu entscheiden, ob er Nachwuchs in die Welt setzen will oder eben nicht.


    Der einzige Zweck, den wir Menschen erfüllen ist die Fortpflanzung. Wir können unser Leben so gestalten, dass wir es als angenehm empfinden, aber die einzig sinnvolle Aufgabe besteht darin, Kinder zu kriegen.

    Wie definierst du sinnvoll? Klar, die Selbsterhaltung ist das oberste Ziel jeder Spezies, ganz natürlich. Gerade wir Menschen sind allerdings weit genug entwickelt, um unserem Leben persönlich anderen Sinn als die reine Fortpflanzung zu geben.


    Was ist daran so schlimm, im jungen Alter Kinder zu kriegen? Solange die finanziellen Mittel vorhanden sind ist alles in Ordnung.


    Was ist daran so schlimm, gar keine Kinder kriegen zu wollen? Und nur mit Geld kann man einem Kind keine richtige Erziehung kaufen. Wenn die Eltern aufgrund ihrer geistigen Reife (nicht Alters) einer solchen Herausforderung nicht gewachsen sind, nützt ihnen auch alles Geld der Welt nichts.


    Kinder nerven nicht, sie nerven nur, wenn man sie nicht vernünftig erzieht. Es gibt keine größere Erfüllung, als den eigenen Nachwuchs groß zu ziehen.


    Was hast du für ein Bild von Erziehung? Dass das Kind brav den ganzen Tag in seinem Zimmer hockt und lernt, welche Gabel es für welchen Gang verwenden soll? Und alles, was du hier als objektiv richtig beschreibst, ist absolut subjektiv. Den einen erfüllt so etwas, jemand anderes nerven Kinder halt. Das zeichnet uns auch als Individuen aus.


    Zu der letzten Aussage: Das ist Mord.


    Ist es faktisch gesetzlich nicht, nein. Abhängig natürlich von der Zeit, die das Kind bereits "lebt". Ein Zellklumpen ohne jegliche Fähigkeit zu fühlen oder zu denken ist meiner Meinung nach genau so wenig ein Mensch, wie es ein Stein oder Sand ist.


    Bildung und positives Verhalten werden in der Erziehung ganz oben stehen, meine Eltern waren viel zu locker und das hat mir nur geschadet. Den Fehler werde ich nicht wiederholen.


    Würde gerne hören, was für dich "positives Verhalten" ist.

  • Zu der letzten Aussage: Das ist Mord.

    Nicht wirklich, nein. Beziehungsweise ist es etwa genauso sehr Mord wie eine Entscheidung gegen zum Beispiel eine Blutplasmaspende. Du kannst niemanden zwingen, eine Organspende o.ä. zu tätigen, auch wenn dadurch ein anderes Leben gerettet/ermöglicht werden könnte. Und warum? Weil das Recht über seinen Körper selbst zu bestimmen über dem Recht steht ein anderes Leben zu erhalten. Glücklicherweise, wenn man mich fragt.



    Es gibt keine größere Erfüllung, als den eigenen Nachwuchs groß zu ziehen.

    Und wie kannst du dir anmaßen, festzulegen, was andere Menschen erfüllt und was nicht?


    Als Menschen dürften wir uns als entwickelt genug betrachten, dass wir in der Lage sind, solche Urtriebe auch einfach mal in Frage zu stellen. Jou, an sich ist der einzige Zweck eines jeden Lebewesens die Fortpflanzung zur Arterhaltung. Und dann? Warum will ich eigentlich diese Art erhalten? Kann es mir nicht eigentlich auch völlig egal sein, ob diese Art besteht oder nicht...? Oder wäre es für den Planeten vielleicht nicht sogar besser, wenn sich die Menschheit nicht mehr so rapide vermehrt?
    Diese Fragen muss man jetzt nicht mit "Ja" beantworten, aber das sind eben philosophische Überlegungen, die wir als denkende Wesen anstellen können und die es uns ermöglichen, uns über die bloße Arterhaltung stellen.


    Und wenn sich jemand als egoistisch genug outet, dass er keine Kinder haben will, sondern stattdessen lieber ein völlig eigenes Leben leben will, dürfte das für die eventuellen Kinder vielleicht auch die bessere Entscheidung sein.


    Ich selbst weiß nämlich von mir, dass ich auch niemand bin, der überhaupt eine richtige emotionale Bindung zu anderen Personen aufbaut. Und tbh: das ist einfach nicht das, was ein Kind haben sollte, meiner Meinung nach. Ich könnte meinem Kind niemals die Zuneigung geben, die so ein Kind verdient und bekommen sollte... Und so sehe ich es als die beste Entscheidung für alle Parteien an, auf Kinder zu verzichten. Ich habe kein Bedürfnis danach und ich wäre nicht das beste Elternteil, da ich nicht selbstlos genug wäre, einem Kind quasi mein gesamtes Leben zu widmen, was in meinen Augen aber sein muss, wenn man sich für Kinder entscheidet.


  • Und wie kannst du dir anmaßen, festzulegen, was andere Menschen erfüllt und was nicht?


    Weil es nun mal in uns verankert ist. Wir leben dafür.



    Jou, an sich ist der einzige Zweck eines jeden Lebewesens die Fortpflanzung zur Arterhaltung. Und dann? Warum will ich eigentlich diese Art erhalten? Kann es mir nicht eigentlich auch völlig egal sein, ob diese Art besteht oder nicht...? Oder wäre es für den Planeten vielleicht nicht sogar besser, wenn sich die Menschheit nicht mehr so rapide vermehrt?


    Gut, dann fangen wir doch bei den Ländern an, die eine Geburtenrate von sieben oder mehr Kindern pro Frau haben. Außerdem sehe ich Kinderlosigkeit nicht als Infrage stellen der Urtriebe, sondern simple Faulheit und Gier nach Geld.



    Und wenn sich jemand als egoistisch genug outet, dass er keine Kinder haben will, sondern stattdessen lieber ein völlig eigenes Leben leben will, dürfte das für die eventuellen Kinder vielleicht auch die bessere Entscheidung sein.


    Da will ich gar nicht widersprechen. Jemand der zu gierig ist einen Teil seines Vermögens in seine Kinder zu investieren sollte in der Tat keine kriegen.



    Ich selbst weiß nämlich von mir, dass ich auch niemand bin, der überhaupt eine richtige emotionale Bindung zu anderen Personen aufbaut. Und tbh: das ist einfach nicht das, was ein Kind haben sollte, meiner Meinung nach. Ich könnte meinem Kind niemals die Zuneigung geben, die so ein Kind verdient und bekommen sollte... Und so sehe ich es als die beste Entscheidung für alle Parteien an, auf Kinder zu verzichten. Ich habe kein Bedürfnis danach und ich wäre nicht das beste Elternteil, da ich nicht selbstlos genug wäre, einem Kind quasi mein gesamtes Leben zu widmen, was in meinen Augen aber sein muss, wenn man sich für Kinder entscheidet.


    Das ist ein Argument, wobei man ja nicht weiß ob der Nachwuchs aus dir nicht einen anderen Menschen machen würde. Solche Geschichten hört man ja zuhauf.


    Das ganze Leben muss man ihnen meiner Meinung nach nicht widmen. Berufstätige sind regelmäßig fern von den Kindern, genau so kann man auch mal Abend oder am Wochenende eine Auszeit nehmen. Gerade eine gesunde Verwandtschaft hilft sich da gegenseitig aus, wobei man die ja auch nur hat wenn entsprechend Kinder gezeugt wurden. ;-)

  • Und um die Frage mal zu beantworten: Ich plane mindestens drei Kinder zu haben. Natürlich vorausgesetzt, dass ich einen vernünftigen Job kriege. Ich bin bereit eine große Menge Geld in den Nachwuchs zu stecken, es soll ihnen ja auch gut gehen. Bildung und positives Verhalten werden in der Erziehung ganz oben stehen, meine Eltern waren viel zu locker und das hat mir nur geschadet. Den Fehler werde ich nicht wiederholen.

    Ich kann mich des Eindrucks nicht entwehren, dass du einer jener Eltern wärest, die ihre Kinder mehr als Selbstverwirklichungsprojekt ansehen, anstelle eines fühlenden und liebzuhabenden Wesens.


    Ich sehe es als eines der wichtigsten Güter, die man haben kann, an, dass ich mein Leben so weit wie möglich frei wählbar führen kann. Dazu gehört, dass man den Wunsch, keine Kinder zu haben, jedem lassen sollte.

  • Wenn man selbst keine Kinder will, wird man sich auch nicht zwangsweise damit anfreunden.
    Es gibt Ausnahmen, Hormonell bedingt. Aber jemand der keine Kinder will, wird sie auch nicht lieben, oder sich viel mit ihnen beschäftigen, was aber nötig ist. In der Situation ist es nicht gut, wenn diese Person Vater, oder Mutter wird.
    Ums verrecken Kinder zu kriegen weils eine Verpflichtung ist, ist Schwachsinn, auch aus deiner Sichtweise.


    Und wenn es weniger Menschen gäbe, gäbe es auch mehr Rücklagen. Zwar reichen die auf dieser Welt auch, aber ich denke die Natur baut jetzt schon Mechanismen zur Geburtenkontrolle ein, damit die Menschheit zurückgeht. Zumindest glaube ich das.


    Man ist bei der Anzahl an Menschen nicht dazu verpflichtet Kinder zu kriegen und wenn man keine will, oder nicht glaubt sie versorgen zu können ist das ein Egoismus und glaubst du mit so einer Meinung besonders nett rüber zu kommen?
    Mann immer...

  • Ich will keine Kinder. Nicht, dass ich speziell keine möchte aber ich könnte ihnen keine Mutter sein. Ich hasse Lärm (schreiende Babys geht also nicht), Körperkontakt ist mir sehr unangenehm (eine Mutter, die ihre Kinder nie umarmt) und ehrlich gesagt jagt mir der Gedanke an die für Kinder benötigte Partnerschaft Angst ein. Zusammengefasst wären Kinder von mir ziemlich sicher vernachlässigt, nicht absichtlich, aber falls meine 'Schrägheit' nicht erblich ist (was ich vermute, da ich keine Verwandten mit demselben Problem habe) wird ein Kind von mir wahrscheinlich normal und ich könnte es somit nicht wirklich artgerecht (wie heisst das bei Menschen?) aufziehen.
    Kinder mit Eltern, die nie da sind, gibt es schon genug.
    Kinder mit Eltern, die da sind, aber dem Kind aus dem Weg gehen?
    Gibt es vermutlich auch.
    Und meines wäre ein weiteres.
    Ich habe zwar einen Kinderwunsch, realistisch gesehen wäre es aber dem Kind gegenüber unfair, es auf die Welt zu bringen.

  • Weil es nun mal in uns verankert ist. Wir leben dafür.

    Ich denke, dass keine konkreten Gegenbeispiele nötig sind, um das zu widerlegen. Es gibt mehr als genug Leute, die - aus welchen Gründen auch immer - keine Erfüllung in der Familiengründung sehen und sich gegen Kinder entscheiden. Oder auch die existierende Familie verlassen, weil sie in dieser Situation nicht glücklich geworden sind. Offenbar scheint dieses Empfinden also längst nicht (mehr?) so tief in den Menschen verankert zu sein.


    Das ganze Leben muss man ihnen meiner Meinung nach nicht widmen. Berufstätige sind regelmäßig fern von den Kindern, genau so kann man auch mal Abend oder am Wochenende eine Auszeit nehmen.

    Naja, also ich sehe jetzt eigentlich den Beruf nicht als "geeignete Flucht" vor den Kindern an. Kommt wahrscheinlich drauf an, inwiefern man Abstand möchte bzw. welchen Freiraum man da sucht. Da man im Beruf meistens wohl ebenfalls immer etwas zu tun hat, hat man da oft auch keine Zeit für sich, sondern muss halt arbeiten. Ich würde schätzen, dass diese Zeit für sich zumindest das ist, was man sich dabei am ehesten wünscht.
    Wäre zumindest bei mir so. Und aus meiner ganz persönlichen Sicht gesprochen: mal einen Abend oder ein Wochenende als Zeit für mich alleine ginge einfach absolut gar nicht. Ich werde tatsächlich wahnsinnig, wenn ich viel mit Menschen zu tun habe und brauche da immer eine Menge Abstand, großen Freiraum und viel Zeit für mich. Wenn ich diese nicht habe, werde ich schnell aggressiv und bin genervt. Bei mir ist es dann eher so, dass ich mal einen Abend oder ein Wochenende etwas mit anderen mache und ansonsten Kontakt eher meide. Und das ist wirklich absolut nicht kompatibel mit irgendeiner Form von Kinderplanung, und eigentlich nicht einmal mit einer festen Partnerschaft. Und ja, sag niemals nie, aber mal ernst, das sind Eigenschaften, die sich nicht einfach ändern und ich denke, ich bin mittlerweile in meiner Persönlichkeit gefestigt genug und weiß, was ich im Leben will und was nicht. Abgesehen davon halte ich es für keine schlaue Idee mit eigentlich negativer Einstellung ein Kind zu bekommen und dann zu hoffen, dass ich mich plötzlich um 180° drehe. Das könnte schon irgendwie ein wenig schief laufen...


    Mit dem "ganzen Leben" meinte ich aber jetzt auch nicht einmal nur, dass man einfach hier und da Zeit und Geld investiert. Viel mehr meinte ich eigentlich die tiefergehenden Sachen, man übernimmt einfach mal eben so die Verantortung für ein komplettes Menschenleben (!). Das ist eine der größten Verantwortungen, die überhaupt möglich sind. Und die Verantwortung endet ja nicht, sobald das Kind selbstständig wird. Man wird das ganze Leben lang für dieses Kind da sein, im Idealfall zumindest. Ob das Kind nun 3, 13 oder 30 ist, die Form der Verantwortung ändert sich zwar, aber in meinen Augen erlischt sie niemals. Rechtlich vielleicht, ja, aber da gehört zu einer Familie schon mehr als das.


    Da will ich gar nicht widersprechen. Jemand der zu gierig ist einen Teil seines Vermögens in seine Kinder zu investieren sollte in der Tat keine kriegen.

    Dann weiß ich nicht genau, wo dein Problem liegt. Wenn sich jemand gegen Kinder entscheidet, dann dürfte das wahrscheinlich fast immer irgendeine Form von Egoismus sein. Man möchte sein Geld, seine Zeit, seine Energie oder was auch immer nicht in Kinder stecken. Damit sollte dann doch jeder, der keine will, auch eh besser keine bekommen und alle sind zufrieden, oder nicht?

  • Der einzige Zweck, den wir Menschen erfüllen ist die Fortpflanzung. Wir können unser Leben so gestalten, dass wir es als angenehm empfinden, aber die einzig sinnvolle Aufgabe besteht darin, Kinder zu kriegen.

    Wenn der einzige Zweck die Fortpflanzung ist und die Fortpflanzung selbst keinen weiteren Zweck erfüllt, dann wäre die Fortpflanzung zwecklos bzw. Selbstzweck. Wo ist in dieser Betrachtungsweise denn bitte der Sinn der Fortpflanzung?

  • Absolut widerliche und morbide Aussage, vom Anfang bis zum Ende. Was wäre, wenn deine Eltern so gedacht hätten? Der einzige Zweck, den wir Menschen erfüllen ist die Fortpflanzung. Wir können unser Leben so gestalten, dass wir es als angenehm empfinden, aber die einzig sinnvolle Aufgabe besteht darin, Kinder zu kriegen.

    Und was ist, wenn man aus welchen Gründen auch immer, keine Kinder kriegen kann? Ist man dann nutzlos? Und Kinder kriegen als einzige sinnvolle Aufgabe im Leben, naja ich weiß nicht. Da gibt es wohl doch noch einiges mehr.
    Wenn sie keine Kinder will, dann ist es halt so, sie hat doch ihre Gründe genannt. Sie kann ihre Einstellung im Laufe des Lebens auch noch ändern.
    Außerdem glaube ich kaum, dass du als Mann es jemals zu 100% nachempfinden kannst, wie eine Frau sich dabei fühlt oder wenn sie so eine Entscheidung trifft.


    Ich möchte später unbedingt Vater werden, am liebsten hätte ich 2 Söhne und eine Tochter oder noch besser 3 Töchter. Ich mag es einfach, Verantwortung zu tragen und mit meinen Kindern was zu unternehmen.

    Wenn du wirklich erst 14 bist .. Woher nimmst du die Sicherheit, dass es wirklich so sein wird?

  • Mein Freund ist ein totaler Kindernarr und daher kommt das Thema "eigene Kinder" bei uns ziemlich oft auf. Erst vorhin wieder, als wir unterwegs wieder über eine junge Familie mit einer total süßen kleinen Tochter gestolpert sind. Und für mich hab schon vor Jahren entschieden, dass ich irgendwann mal Kinder möchte... eigentlich hab ich mir damals gesagt, das erste Kind am besten so mit 30. Jetzt bin ich allerdings schon 29 und die Gesamtumstände passen einfach noch nicht. Finanziell ist alles noch zu ungewiss im Moment und zudem befind ich mich grad in psychologischer Behandlung und weiß nicht, ob dann ein Kind grad so eine gute Entscheidung ist. Mein Freund meint zwar, dass er mir so viel wie möglich abnehmen würde - aber es muss trotzdem ja von beiden Seiten passen.


    Allerdings hab ich auch Angst vor der berüchtigten biologischen Uhr und habe Angst, dass ich den Kinderwunsch jetzt zu weit nach hinten schiebe, obwohl es altersmäßig für mich jetzt eigentlich am optimalsten wäre. Über Adoption haben wir auch schon gesprochen und sollte es mit eigenen Kindern aus irgendwelchen Gründen dann doch nicht klappen, wäre Adoption für uns eine akzeptable Lösung... da sind wir uns schon einig.


    Allerdings im Moment passen halt die Lebensumstände noch nicht 100%ig... und will auch nicht unklug handeln und das Kind muss dann am Ende drunter leiden. Ich hoffe es bessert sich bald alles, bin ja schon auf einem guten Weg dahin... und dann kann man nochmal ernsthaft über das Thema nachdenken ^^

  • Boah Kinder, schweres Thema.


    Ich glaube, es gibt kein Thema bei dem ich mehr hin und hergerissen bin. Ein Kinderwunsch besteht im Grunde, aber ob ich all dem gerecht werden kann, weiß ich nicht. Wie viele hier ihre Gedanken dazu beschreiben, dass sie Angst hätten, sie würden dem Kind nicht die Liebe geben die es vielleicht verdient, kenne ich nur zu gut. Meine Familie war leider kein gutes Beispiel und ich glaube ich habe nichts weitergegeben bekommen, was mir für meine eigene Familie nützen wäre - macht ja auch nichts. Zum Glück lebe ich in einem Land, wo ich mich frei dazu entscheiden kann keine Kinder zu kriegen, wenn es mir doch nicht passt. (;))


    Es gibt eigentlich sehr viele Gründe, weshalb ich kein Kind bekommen sollte. Zum Beispiel: habe ich nicht genug Liebe zu geben. Ich bin derart soziopathisch veranlagt, dass ich manchmal wenig bis keine Kraft habe Freunden oder sogar dem Partner die Aufmerksamkeit zu geben, die sie num mal von mir wollen. Aber vielleicht ist das wiederum einer der Sachen, die im Grunde ganz normal sind, die jedoch letzendlich keiner so offen ausspricht. Ein anderer Grund wäre die körperliche Veränderung, die man während und nach der Schwangerschaft nun mal hat. Hängebrüste? Krampfadern? Ausgeleiherter Bauch? Gebrochener Damm? Schwangerschaftsstreifen? Alleine, wenn ich an diese ganzen Dinge denke, wird mir komisch. Aber vielleicht zeigt es nur, dass ich noch nicht reif genug für so etwas bin - auf der anderen Seite bin ich schon in meinen Zwanzigern, da müsste man doch zumindest etwas Reife besitzen. Oder?
    Zuletzt ist da die Angst, dass alles am Ende auf mir (als Frau) hängen bleibt. Man wird erwarten, dass ich die meiste Erziehung übernehme und man wird erwarten, dass es mir Freude macht - aber was, wenn das nicht zutrifft? Ich würde mich wie ein Versager fühlen. Alleine bei dem Gedanken mich, wie ein Versager zu fühlen, fühle ich mich wie einer. Natürlich sagen Kerle gerne oft, dass sie einem so viel wie möglich abnehmen, aber ich weiß leider auch von Bekanntschaften, dass es gelogen oder nicht ganz so ernst gemeint war. Ich bin leider ein ziemlicher Freigeist und ja, ich muss gestehen, dass mir meine Karriere wichtiger wäre, als zuhause zu sitzen mit Kindern. Das ist für mich momentan ein ziemlich schlimmes Szenario. So was, wie ein Bad End in meinem Spiel.


    Ja ich glaube, ich kann meine innere Einstellung nicht leugnen. #TeamEgoismus

  • dann würde ich ohne mit der Wimper zu zucken es sofort weg machen lassen ich kenn da nichts.

    Das man keine Kinder haben möchte, schön und gut, aber wenn man Schwanger ist, treibt man sein Kind doch nicht fort, sondern steht dazu, dass man Schwanger ist.


    Seit doch glücklich darüber, dass ihr Kinder kriegen könnt und andere Paare dafür ungewollt Kinderlos sind. Ausserdem verstehe ich deine Logik nicht, du möchtest Erzieher werden, findest aber kleine Kinder sehr nervig.


    Es steht zwar nicht im Gesetz, das abtreibung verboten ist, aber für mich ist es Kindermord.

  • Ich melde mich auch mal zu Wort, nachdem das Topic schon viel zu Lange auf meinem Dashboard rumspukt.
    Ich bin wohl von der Fraktion #TeamEgoismus, zumindest vom jetzigen Standpunkt aus gesehen. Sicher, ich bin erst 16 und das kann sich noch ändern, aber im Moment habe ich ziemliche Probleme bei längerem Kontakt mit Menschen. Dazu kommt, dass ich nicht wirklich eine Person bin, der man Verantwortung übertragen will, meine Gedankengänge sind sicherlich auch nicht gerade jugendfrei normal.
    Dazu kommt noch, dass ich kleine Kinder nicht ertragen kann. Für andere mag das anders sein, aber für mich sind die einfach nur nervig.
    Selbst wenn sich das alles ändern würde, ich bin mir sicher, ich wäre heillos mit der Situation überfordert...und ich will mich als Vater niemandem antun.



    Es steht zwar nicht im Gesetz, dass Abtreibung verboten ist, aber für mich ist es Kindermord.

    Nach der Logik müsste es eigentlich auch Kindermord sein, wenn ich beim Fußballspielen den Freistoß jemanden in den Schritt setze, oder? Spermien sind ja auch nichts anderes als ungeborene Kinder und haben ungefähr genau so viel Bewusstsein wie das Kind in den ersten Schwangerschaftswochen.


    mfg,
    Lorekeeper Zinnia

  • Es liegt mir fern, mich für @The Patriot's Belange stark zu machen. Es ist natürlich nicht die Aufgabe des Menschen sich fortzupflanzen, denn nur eine übergeordnete Instanz kann Aufgaben verteilen und die gibt es nicht. Wäre dem Menschen der Wunsch nach Fortpflanzung in die DNA eingeschrieben, dann wäre es keine Aufgabe, sondern eine genetische Notwendigkeit. Aber offensichtlich verspürt der Mensch keine intrinsische Motivation zur Fortpflanzung, sondern die meisten Menschen haben Lust auf Sex oder finden Kinder ganz süß. Diese Kombination (gepaart mit sozialen und wirtschaftlichen Zwängen) hat evolutionär offensichtlich ausgereicht, dass der Mensch nicht ausstirbt.


    Ich möchte aber ein weiteres Mal die furchtbar unpopuläre Position derer stärken, die sagen, dass Abtreibung Mord ist. Ich stimme diesem Satz nicht zu und möchte auch nicht so verstanden werden, ich möchte aber darauf hinweisen, dass die Befürwortung von liberalen Abtreibungsgesetzen eine rein pragmatische und logisch kaum zu rechtfertigende Lösung ist: Dass man bis in den 3. Monat abtreiben darf, ist schlicht so festgesetzt.
    Die Aussage, dass die Vernichtung von Spermien der Abtreibung gleichzusetzen sei, ist meiner Meinung nach mehr der Wunsch nach einem Argument als ein wirkliches Argument. Schließlich beginnt die Schwangerschaft medizinisch nach der letzten Menstruation und endet mit der Geburt und damit ist die medizinische Definition sogar noch "strenger" als die gesetzliche. Eine Schwangerschaft muss selbstverständlich anders behandelt werden als Spermien.
    Natürlich können ungeborene Kinder nicht dieselben Rechte bekommen wie lebende Menschen, aber immerhin ist das, was dort im Entstehen begriffen ist, etwas, was später ein vollständiger Mensch werden wird. Das einfach abzubügeln damit, dass es sich dabei um etwas nicht Lebendiges handelt, finde ich etwas bemüht. Ich denke, das Argument, dass etwas, das wird, zumindest teilweise so schützenswert ist wie etwas, das später geworden ist, ist nachvollziehbar.
    Man kann also durchaus die Position vertreten, dass das Kind im Mutterleib zwar keine vollumfänglichen Rechte, aber zumindest das Recht auf Leben haben sollte. Und diese Position kann man vertreten, ohne dabei christlicher Fundamentalist zu sein.


    Ich würde eine liberale Abtreibungsgesetzgebung befürworten, weil sie im Endeffekt Menschen vor unqualifizierten Eingriffen schützt. Das bedeutet jedoch nicht, dass Abtreibung etwas Tolles ist. Es ist in meinen Augen ungefähr so toll wie selbstbestimmtes Sterben: Im Idealfall durchaus positiv zu bewerten, in der Praxis deutlich komplizierter. Die Tatsache, dass Kinderkriegen für viele ein großes Problem darstellt, ist häufig eine soziale oder ökonomische. Man kann sich kein Kind leisten, man ist (nach allg. Einschätzung) zu jung als Mutter, der Vater hat sich verzogen, die Verantwortung ist zu groß etc. Ich wäre sowohl der Sterbehilfe wie auch der Abtreibung deutlich aufgeschlossener, wenn die Kinder- und Altenversorgung in diesem Land besser wären. Wenn Abtreibung oder Selbsttötung nicht nur wünschenswerte Optionen, sondern oktroyierte Notwendigkeiten werden, dann wird es kritisch.
    Dennoch, ich betone es nochmal, befürworte ich liberale Gesetze zur Abtreibung. Ich kann sie nur logisch nicht einwandfrei nachvollziehen und kritisiere deshalb die Vehemenz mancher Befürworter des Rechts auf Abtreibung.


    LG
    Papst Benedikt XVI.