Hartz IV

  • Das ist nicht der Punkt. Ich bezog mich darauf weil ich ja geschrieben habe das man auf kostspielige Hobbys verzichten muss wenn die Sozialhilfe nicht reicht. Jemand hat dann geschrieben das es sehr wohl ein Problem der Allgemeinheit ist wenn die Person durch das wegfallende Hobby keine Sozialkontakte/Freunde mehr hat. Daraufhin habe ich geschrieben wie viel Sozialhilfe man eine Bezieher gewähren soll der früher durch sein hohes Gehalt ein sehr teueres Hobby hat.

    Ich denke halt schon, dass es wichtig ist Menschen auch ihre Hobbys zu finanzieren. Zum Beispiel wenn diese Jahrelang in einem Verein mitmachen und die Gebühren nicht mehr tragen können. Es reißt eine Person effektiv aus dem Umfeld und dem Freundeskreis raus. Ich verstehe halt was du aussagen willst, aber eine Grenze ist bei solchen Dingen schwer festzulegen und sollte meiner Meinung nach eher intuitiv nach Person und Verfassung dieser entschieden werden, anstatt einfach nur daran, wie teuer dieses Hobby ist.

  • Ich denke halt schon, dass es wichtig ist Menschen auch ihre Hobbys zu finanzieren. Zum Beispiel wenn diese Jahrelang in einem Verein mitmachen und die Gebühren nicht mehr tragen können. Es reißt eine Person effektiv aus dem Umfeld und dem Freundeskreis raus. Ich verstehe halt was du aussagen willst, aber eine Grenze ist bei solchen Dingen schwer festzulegen und sollte meiner Meinung nach eher intuitiv nach Person und Verfassung dieser entschieden werden, anstatt einfach nur daran, wie teuer dieses Hobby ist.

    Wenn die Mitgliedschaften so um die 1000 Euro im Monat kosten (ich weiß übertrieben)? Soll man den Steuerzahler zumuten diese Menge zu bezahlen. Sorry aber ich finde es muss eine Grenze geben die klar gegeben, so hart wie es auch klingen mag. Würde man das individuell entscheiden währe die Gefahr groß das Minderheiten benachteiligt werden.

  • Wenn die Mitgliedschaften so um die 1000 Euro im Monat kosten.

    Gerade bei Mitgliedschaften lässt sich doch mit dem Verein oder Sonstigem durchaus die Lage klären und ein reduziertes Maß anstreben. Dann geht man nicht dreimal die Woche in den Verein, sondern nur einmal uns lässt sich das finanziell, sofern möglich, angleichen. Klar gibt es auch Hobbys, wie zum Beispiel das Reiten, was ziemlich kostspielig sein kann, weil man Futter und Unterbringung und Stallnutzung bezahlen, sowie das Pferd pflegen muss, aber ich weiß auch nicht, ob das Amt verlangen kann, dass man das geliebte Tier abgeben muss, nur um das finanziell nicht noch zusätzlich stämmen zu müssen.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Gerade bei Mitgliedschaften lässt sich doch mit dem Verein oder Sonstigem durchaus die Lage klären und ein reduziertes Maß anstreben. Dann geht man nicht dreimal die Woche in den Verein, sondern nur einmal uns lässt sich das finanziell, sofern möglich, angleichen. Klar gibt es auch Hobbys, wie zum Beispiel das Reiten, was ziemlich kostspielig sein kann, weil man Futter und Unterbringung und Stallnutzung bezahlen, sowie das Pferd pflegen muss, aber ich weiß auch nicht, ob das Amt verlangen kann, dass man das geliebte Tier abgeben muss, nur um das finanziell nicht noch zusätzlich stämmen zu müssen.

    Das ist halt das Ding. Arbeitslosigkeit ist schon so ein extremer Stress für viele Menschen. Wenn man ihnen dann auch noch die Hobbys wegnimmt, weil das Amt nicht einsieht, diese zu finanzieren, fühlen sich die Menschen noch schlechter und bekommen eventuell nicht nur 'Standard' Probleme durch das Hartz 4, sondern eben auch psychische Krankheiten wie Depressionen. Das hat im Endeffekt keinen Vorteil für das Amt, weil die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass psychische Krankheiten chronisch werden und dadurch die Person vielleicht nie wieder richtig arbeiten kann. Wohingegen ein Mensch, der dann eben sein Hobby finanziert bekommt, motivierter sein kann, für etwas zu kämpfen und zu hoffen, bald wieder mehr Herzblut reinstecken zu können, wenn es wieder einen Job gibt.

  • Gerade bei Mitgliedschaften lässt sich doch mit dem Verein oder Sonstigem durchaus die Lage klären und ein reduziertes Maß anstreben. Dann geht man nicht dreimal die Woche in den Verein, sondern nur einmal uns lässt sich das finanziell, sofern möglich, angleichen. Klar gibt es auch Hobbys, wie zum Beispiel das Reiten, was ziemlich kostspielig sein kann, weil man Futter und Unterbringung und Stallnutzung bezahlen, sowie das Pferd pflegen muss, aber ich weiß auch nicht, ob das Amt verlangen kann, dass man das geliebte Tier abgeben muss, nur um das finanziell nicht noch zusätzlich stämmen zu müssen.

    Ja, aber wo setzt man die Grenze? Die Sachen müssen auch von Leuten bezahlt werden. Aber aller Liebe aber im Leben muss man mit Rückschlägen umgehen können.

  • Ja, aber wo setzt man die Grenze? Die Sachen müssen auch von Leuten bezahlt werden. Aber aller Liebe aber im Leben muss man mit Rückschlägen umgehen können.

    Ich bin mir dessen bewusst, dass man im schlimmsten Fall verzichten muss, dies sollte aber die allerletzte Möglichkeit sein. Ich finde gerade, wenn es um Haus- und Nutztiere geht, wie zum Beispiel mit dem Pferd, sollte dies niemals der Besitzerin bzw. dem Besitzer untersagt werden, dieses weiter zu behalten und diese gezwungen sein es abgeben zu müssen. Tiere sind nicht bloß "finanzieller Ballast", sondern Seelentröster, Gefährten, Freunde. Den Menschen das Tier zu nehmen, würde eine Lücke in dessen Leben reißen, die Folgen wären berechenbar und ließen sich vermeiden. Von psychischer Belastung bis hin zu physischen Problemen kann so ziemlich alles aufkommen und gerade dies sollte beachtet und nach Möglichkeit bewusst ausgebremst werden.

    Andere Hobbys lassen sich durchaus von sich selbst aus reduzieren, indem man mit dem, was man hat vorerst vorlieb nimmt und nicht weiter ergänzt (z.B. Konsolen/Videospiele), oder man spricht mit dem Verein, in welchem man Mitglied ist und verhandelt ein gutes Maß aus, mit dem alle Seiten zufrieden sind, solange man bereit ist sich selbst auch ein bisschen einzuschränken.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Also ja, das versteh ich... ich kannte jemanden, der hat teure Animefiguren gesammelt und mich und andere wollte er um Amazongutscheine anhauen, um sich Essen kaufen zu können. Von manchen Leuten fühlste dich halt dann nur verarscht. ^^"


    Aber man kann zumindest einen gewissen Regelsatz einbauen, sagen wir, dass man an die 150 € für Hobby und Kultur im Monat in die Bezüge einrechnet, weil beides eben ein wichtiger Teil des Lebens ist.

  • Das ist nicht der Punkt. Ich bezog mich darauf weil ich ja geschrieben habe das man auf kostspielige Hobbys verzichten muss wenn die Sozialhilfe nicht reicht. Jemand hat dann geschrieben das es sehr wohl ein Problem der Allgemeinheit ist wenn die Person durch das wegfallende Hobby keine Sozialkontakte/Freunde mehr hat. Daraufhin habe ich geschrieben wie viel Sozialhilfe man eine Bezieher gewähren soll der früher durch sein hohes Gehalt ein sehr teueres Hobby hat.

    Du hast zuerst nicht von kostspieligen Hobbies gesprochen, sondern von Hobbies im Allgemeinen.

    Da kann ich auch behaupten es gibt keine Elefanten und wenn einer dann sagt: "Doch die gibt es", dann sage ich zu dem: "Dann zeig mir doch mal einen Elefanten auf der ISS da oben im Weltraum". Wie sinnvoll sowas ist, das sollte man erahnen können...

    Du kannst dir nicht immer irgendwelche hochspezifischen Sonderfälle konstruieren und damit dann Argumente untermauern, die weit über diese Sonderfälle hinausgehen und teilweise sogar den Anspruch haben, allgemeine Gültigkeit zu besitzen.

    Also du kannst es natürlich schon machen, nur dann brauchst du dich nicht wundern, wenn manche Leute keine Lust mehr haben, das Spiel mitzuspielen.