Organspende - Ja?❒ Nein?❒ Vielleicht?❒

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  • Wieso nicht? Nach deinem Ableben wirst du wohl kaum noch einen Nutzen aus deinen Organen ziehen können. Ein Menschenleben (ohne wirklichen Aufwand deinerseits) zu retten, käme für dich also niemals in Frage?

    Wie schon in meinem Post erwähnt, jeder ist sich selbst der nächste und dann nur noch Familie und Freunde. Und es geht ja nicht nur ums "nutzen". Ich hatte ja auch geschrieben, dass es für mich persönlich sowas wie "Leichenschändung" ist. Zwar etwas übertrieben ja, aber so ist es nun einmal aus meiner Sicht. Familie und Freunde würde ich ohne zu zögern helfen, aber wild fremde muss ich leider sagen... nein was hab ich davon? Jetzt könnte man mit "Einen unschuldigen Menschen helfen" ankommen... nur ist mein Vertrauen in der Menschheit mehr als ruiniert das dies für mich persönlich kein wirklicher Grund wäre.


    An der Stelle mal die simple Frage in den Raum geworfen: Wann war denn der letzte Organspendeskandal? Weiß es einer? Also ohne Google? Ich hätts jedenfalls nicht gewusst, ich hätte erst recht nicht gewusst, was davor und danach unternommen wurde, um dagegen vorzugehen. Und mein persönlicher Eindruck ist, dass viele derer, die Organspendeskandale als Nichtspendegrund vorschieben, gar keine Ahnung haben, was dagegen getan wird. Würde allerdings womöglich auch das Bild vom untätigen Staat zerstören.

    So fern ich mich richtig erinnere, war der letzte mir bekannte Skandal noch garnicht so lange her. Zumal in zwei der 24 Transplantationszentren, welche mich direkt betreffen würden gab es schwerwiegende Richtlinienverstöße, welche meine Sicht als Nichtspender noch einmal untermauert haben. Münster als meine Heimatstadt und ganz in der nähe meines aktuellen Wohnortes, Göttingen. Daher will ich mal stark behaupten, dass ich keine einfachen Gründe vorschiebe.



    Es war übrigens 2012 als der Fall in Göttingen bekannt wurde (auch wenn es einen Freispruch gab, aber das ändert die Fakten nicht)

  • Ich habe ebenfalls einen Organspendeausweis und habe keinerlei Ausnahme angegeben. Ich spiele zwar mit dem Gedanken, meine Augen behalten zu wollen (ich weiß natürlich, was jetzt alles dagegen spricht, überhaupt etwas behalten zu wollen. Doch für mich sind die Augen der Spiegel zur Seele, und die würde ich auch gerne nach dem Tod behalten wollen :D ), bin mir da aber noch unsicher.


    Ich denke, dass es vor allem Aufgabe der Eltern sein sollte, dieses Thema ein wenig zu beleuchten und das Für und Wider auszudiskutieren. Damals hat das meine Mama häufig gemacht, hat meinem Bruder und mir die Vorteile geschildert und uns klar gemacht, was wir eigentlich Gutes tun können, wenn wir unsere Organe nach dem Tod abgeben. Das hat tatsächlich gewirkt, zumal sowas in der Schule zu wenig bzw. nur von wirklich, wirklich guten Lehrern, die einem auch etwas für's Leben mitgeben wollen, thematisiert wird.


    Bis auf meine Augen sollen sie mich also ruhig auseinandernehmen, nach dem Tod brauche ich das Zeug eh nicht mehr :P

  • Heute war auf Sat1 ein Themenabend zur Organspende. Im Rahmen dessen lief der Film "Zwei Leben. Eine Hoffnung". Ein Film über Hoffnung und Leid, Freude und Trauer, Leben und Tod. Ein Film, der zum Nachdenken anregt. Der Film zeigt sehr gut wie schwierig es für die Patienten ist, die auf ein Spenderorgan warten. Wie belastend die Situation auch für Angehörige und das Krankenhauspersonal ist. Ebenso wie schwer es ist, wenn Angehörige nach dem Tod eines geliebten Menschen plötzlich über eine Organspende entscheiden sollen.
    Das ist auch der Grund weshalb ich persönlich einen Organspendeausweis für so wichtig halte. Egal was darauf angekreuzt ist, es ist besser wenn jeder selbst darüber entscheidet und nicht die Angehörigen noch mit einer solch schweren Entscheidung belastet werden - in einer Situation, die sowieso schon überaus belastend und schmerzhaft ist.


    Ich hoffe, dass viele Menschen durch den Themenabend auf das Thema Organspende aufmerksam geworden sind. Ich denke der Film und auch die Doku "Bei Anruf Herz - Letzte Chance Organspende", die danach lief, können bei der Entscheidung welche Kreuze man auf den Organspendeausweis setzen soll, helfen.
    Den Film kann man noch eine Weile lang online sehen auf: http://www.sat1.de/film/der-sa…eben-eine-hoffnung/videos


    Hier noch ein Zitat von Annette Frier vom Anfang der Doku, welches mir sehr gut gefällt:
    "Warum ist es überhaupt so wichtig sich mit diesem Thema zu befassen? Antwort: Weil es sich lohnt - es geht um Leben und Tod."

  • Ich mach mir jetzt mal nicht die Mühe die letzten 15 Seiten zu lesen und schreibe einfach mal meine Meinung nieder ;)


    Also ich bin persönlich komplett für Organspende, zumindest bei mir ;) Wenn ich nach meinem Tod noch Menschen helfen kann, ist das schon ok für mich, ich merk es ja eh nicht wirklich.


    Allerdings möchte ich es auch niemandem vorschreiben, es hängt ja auch stark davon ab, woran man glaubt wenn es um ein "Leben nach dem Tod" geht^^
    Genauso ist es ja auch abhängig von der Religion unmöglich von jemandem zu verlangen das er seine Organe spenden soll, aber ihm gleichzeitig die Freiheit lassen möchte seine/ihre Religion auszuleben.


    Eine Angst davor, dass ich deswegen im Krankenhaus schlechter behandelt werde habe ich auch nicht, dafür ist mein Vertrauen in die Ärzte noch zu hoch...ein wenig zumindest ;)

  • Heute war auf Sat1 ein Themenabend zur Organspende. Im Rahmen dessen lief der Film "Zwei Leben. Eine Hoffnung".

    Ich hatte mich bereits vor einigen Wochen gefragt, wie SAT1 den Thementag gestalten würde. Meine Meinung: Es ist ihnen durchaus gelungen, das Thema rundum zu beleuchten. Der Film war wirklich nicht übel und vor allem nicht so abgedroschen wie befürchtet, die Dokumentation im Nachhinein sogar sehr interessant. Es wurde sowohl auf diverse Skandale eingegangen, als auch die Vorteile näher gebracht. Daneben gab es einige informative und erschreckende Beiträge zum Organhandel in Süd-Ost-Asien. Sogar ein Journalist mit gekauftem Organ wurde gezeigt. Nach der Dokumentation gab es einige Berichte zu den spektakulärsten Transplantationen, wie Gesicht oder Hände.


    Wer die Möglichkeit hat, Film oder gar Doku noch anzusehen, sollte diese wirklich nutzen! :smalleyes:

  • mensch das ist ja ein uraltes Thema hahahaha
    Also erst letztes Jahr habe ich endlich meinen Organspende Schein gemacht. Denn kann man auf der Home Page des kantonalen Spitals ausdrucken, dann falten und selber ausfüllen.
    Ich habe natürlich «Ja» angekreuzt und dann sämtliche Organe oä zur Spende freigegeben. Da ich ohnehin eingäschert werden und dann irgendwo verstreut werden will, brauche ich meine Organe nach meinem Tod auch nicht. Warum sollten die einfach verbrannt werden?


    Mit dem Organspende Schein nehme ich meiner Familie diese Entscheidung ab. Meine Mutter ist da voll dagegen. Sie ist einfach konservativ und redet alle möglichen Dinge von wegen Beerdigung und Religion und was kratzt mich das? Überhaupt nicht...


    Ich hatte lange nie darüber nachgedacht, was ich machen würde, wenn jemand ein Organ braucht, das ich ihm anbieten könnte. Doch wirklich zum nachdenken gebracht, hat mich der Anime Angel Beats. Ich weiss das tönt wirklich doof. Aufgrund einer Serie. Doch die Szene SPOILER ALARM im Tunnel mit der Hauptfigur, als er langsam stirbt und mit letzter Kraft den Organspende Schein unterschreibt hat mich zu tiefst berührt.


    Ich habe dann immer wieder darüber nachgedacht und mit Freunden diskutiert udn dann endlich meine Entscheidung getroffen.

  • Bin dagegen, eigene Organe zu spenden nach "Todesfall", da ich befürchte, dass man mich zu schnell aufgibt im Krankenhaus. Womöglich wäre mein Leben noch zu retten und der Verstand ins Leben zurückholbar, dennoch bleibt die Grundangst, dass zugunsten eines anderen Menschen der eigentlich zu Behandelnde nicht alles an Möglichem geboten bekommt. In der Praxis ist diese Angst womöglich unbegründet, doch habe ich Körpergewalt in nicht mehr ansprechbarem Zustand? Nein.


    Einen Organ-Spenderausweis will ich nicht haben und die aktuelle Regelung, dass ein Opt-in erforderlich ist statt einem Opt-out, kann meinetwegen so bleiben. Würde einen Spenderausweis aller Wahrscheinlichkeit nach eh nicht mit mir rumführen; ähnlich verhält es sich mit dem Personalausweis, welchen ich aufgrund des "Könnte ja geklaut werden oder verloren gehen"-Arguments beinahe immer zu Hause liegen lasse sowie aus Bequemlichkeit; das schützt sogar vor ungewollten Verträgen, die man mangels "Beweisen wer man ist"-Möglichkeit, wenn man sich belabern lässt etwa am Bahnhof, nicht eingehen kann.


    Zum Aspekt, es wäre so dramatisch, wenn Organe teuer ins Ausland verkauft werden: Selbst wenn man das nicht will, gibt es Schlimmeres. Letztlich kommt einem Menschen so Hilfe zuteil. Diesen Grundgedanken halte ich für relevant. Zu verhindern sollte es gelten, ungewollte/erzwungene Körperbestandteil-Entnahmen zu praktizieren; es sollte zudem nicht sein dürfen, arme Menschen (in Not) für einen Hungerlohn-Gegenwert von Leber/Niere respektive Fragmenten davon zu befreien. Als heikel sehe ich, dass Vorsorgeuntersuchungen bei unseriös angebotenen Operations-Komplexen nicht stattfinden.


    Ausnahme bezüglich Organ-Spenden: Wäre bereit, meinem schwer kranken Vater einen Teil meiner Leber zu spenden; seine ist extrem angeschlagen, wohl aufgrund von per Mund ungewollt zugeführtem Gift (Details habe ich im Wut-/Trauertopic im Board gepostet).
    Leider kommt eine Spende nicht infrage für ihn. Er hat wahrscheinlich eher mehr Angst als ich davor hätte, zudem müsste eh noch ein Check auf Kompatibilität des zu Transplantierenden stattfinden. Bis auf eine Leber-Spende wüsste ich leider keinen Weg, Vater wirklich effektiv weiterzuhelfen. Mutter würde auch spenden, mein Cousin prinzipiell auch...bedauerlicherweise will Vater diese Art von Hilfe nicht.

  • Bin dagegen, eigene Organe zu spenden nach "Todesfall", da ich befürchte, dass man mich zu schnell aufgibt im Krankenhaus. Womöglich wäre mein Leben noch zu retten und der Verstand ins Leben zurückholbar, dennoch bleibt die Grundangst, dass zugunsten eines anderen Menschen der eigentlich zu Behandelnde nicht alles an Möglichem geboten bekommt. In der Praxis ist diese Angst womöglich unbegründet, doch habe ich Körpergewalt in nicht mehr ansprechbarem Zustand? Nein.

    Wendest du sonst auch körperliche Gewalt gegen Ärzte an? xD Und unterstellst du wirklich Ärzten, dass sie dich verrecken lassen?


    Einen Organ-Spenderausweis will ich nicht haben und die aktuelle Regelung

    Natürlich zählt auch der ausdrücklich geäußerte Wille, nur wird keiner von uns da sein, um den Notärzten das im Falle eines Falles zu sagen. Es wäre also vorteilhaft, wenn du einen Organspendeausweis hättest und "Nein" ankreuzen würdest. Dann bekämst du auch alle Behandlungen, die einem Patienten zustehen. Außer natürlich der Arzt hat einen Tintenkiller dabei und ändert deinen Organspendeausweis. In der Praxis ist diese Angst aber womöglich unbegründet.


    Zum Aspekt, es wäre so dramatisch, wenn Organe teuer ins Ausland verkauft werden: Selbst wenn man das nicht will, gibt es Schlimmeres. Letztlich kommt einem Menschen so Hilfe zuteil. Diesen Grundgedanken halte ich für relevant.

    Organhandel ist mit das böseste, was ein Mensch tun kann, denke ich. Die Wartelisten sind nicht zum Spaß da. Das würde bedeuten, dass das Leben eines Menschen so viel wert ist, wie es sein Geldbeutel ist.

  • Ich hätte mal im Allgemeinen eine Frage, weil ich das wieder gelesen habe. Inwiefern glaubt man, dass man nicht gerettet wird, damit ein anderer die Organe erhält? Mir fällt es nämlich etwas schwer den Gedankengang zu folgen. Stellt man sich vor, dass der zuständige Arzt (und gegebenenfalls sein Team) nach Sichtung des Organspendeausweises plötzlich sagt "Lasst uns aufhören"? Wenn man kurz vor dem Tod steht, wird man wohl in einer sehr schlechten Zustand eingeliefert, der dem leitenden Arzt und seinem Team jegliche Aufmerksamkeit abverlangt. Ich kann mir nicht wirklich eine Situation vorstellen, in der ein Arzt so berechnend sein kann. Zumal man auch beachten muss, dass, wenn ich überlebe, ich eine höhere Wahrscheinlichkeit habe mit meinen Organen zu überleben, als wenn man diese entnimmt, transportiert, wem anderen einsetzt und darauf hofft, dass der Körper sie nicht abstößt. Das sind also mindestens zwei Operationen zwischen jetzt und einem Erfolg, während mich retten viel kurzfristiger zu erreichen ist, sofern ich noch Überlebenschancen habe. Das Eigeninteresse des Arztes spielt ja auch eine tragende Rolle. Er entscheidet nicht, wer das Organ bekommt, also wird er kaum wissen, a) ob er die Transplantation übernimmt und "Ruhm" ernten kann und b) er das Leben des Empfängers über meines stellen würde (was ein Arzt sowieso nicht sollte, aber nehmen wir einfach an, dass es sehr wohl menschlich ist, wenn man das irgendwo im Hinterkopf dennoch tut). Dann muss auch der Rest des Teams "mitspielen", weil sonst kann es durchaus auffallen, dass der Arzt "aufgibt". Wer geht so ein Risiko ein für nichts und wieder nichts? Selbst Bestechung ergibt wenig Sinn in diesem Kontext. Es müssen Blutwerte (und was weiß ich) übereinstimmen und man müsste das Organ ja dann "verschwinden" lassen, um es dem Bestecher zu übergeben. Das klingt für mich eher nach einem schlechten Filmscript. Dementsprechend würde es mich halt durchaus interessieren, wie man sich diese Situation genau vorstellt? Vielleicht komm ich auch einfach nicht drauf.


    Was ich aber anmerken möchte: Wegen dem Mangel an Organen kommen genau solche gefürchteten Situationen auf illegalen Wegen zustande. Menschenhandel zum Zwecke der Organentnahme wird wegen den langen Wartelisten und den viel zu wenigen Organspendern betrieben. Ich mein:

    Die United Nations Global Initiative to Fight Human Trafficking (UN.GIFT) unterscheidet drei Formen des illegalen Organhandels. Dieser liege erstens vor, wenn Personen durch Zwang oder Täuschung dazu gebracht werden, sich Organe entnehmen zu lassen. Zweitens handele es sich um Organhandel, wenn Personen sich aus finanziellen Gründen auf eine Organentnahme einlassen, dann jedoch gar nicht oder nicht im vereinbarten Umfang entlohnt werden. Bei der dritten Form des Organhandels werden Personen Organe ohne ihr Wissen im Zuge eines angeblich therapeutischen Eingriffs entnommen.

    DAS ist zum Fürchten.

  • Das Eigeninteresse des Arztes spielt ja auch eine tragende Rolle. Er entscheidet nicht, wer das Organ bekommt ... Selbst Bestechung ergibt wenig Sinn in diesem Kontext. Es müssen Blutwerte (und was weiß ich) übereinstimmen und man müsste das Organ ja dann "verschwinden" lassen, um es dem Bestecher zu übergeben.


    Was ich aber anmerken möchte: Wegen dem Mangel an Organen kommen genau solche gefürchteten Situationen auf illegalen Wegen zustande. Menschenhandel zum Zwecke der Organentnahme wird wegen den langen Wartelisten und den viel zu wenigen Organspendern betrieben.

    Hast du im letzten Absatz nicht irgendwie genau den Grund geliefert?
    Es geht doch sicherlich nicht daraum, dass Notärzte Organe auf Bestellung liefern, aber es gäbe ja sicherlich auch mehr als nur einen zahlungskräftigen Empfänger. In dem Fall würde ich es auch weniger als Bestechung bezeichnen, sondern eben als Organhandel.
    Wobei ich anmerken möchte, dass ich persönlich solche Befürchtungen eher nicht hätte.

  • Es geht doch sicherlich nicht daraum, dass Notärzte Organe auf Bestellung liefern, aber es gäbe ja sicherlich auch mehr als nur einen zahlungskräftigen Empfänger. In dem Fall würde ich es auch weniger als Bestechung bezeichnen, sondern eben als Organhandel.
    Wobei ich anmerken möchte, dass ich persönlich solche Befürchtungen eher nicht hätte.

    Nein, habe ich nicht. Lies nochmal meinen Beitrag, weil ich da genau ausführe, wieso es mir schwer fällt, mir vorzustellen, dass ein offizieller Arzt in einer normalen Situation das bewerkstelligen könnte. Solche Organe werden offiziell registriert; du kannst dir nicht als Arzt mal eben etwas mitnehmen. Deswegen bitte ich ja um eine genaue Ausführung der angsterfüllenden Situation.

  • Solche Organe werden offiziell registriert; du kannst dir nicht als Arzt mal eben etwas mitnehmen.

    Natürlich packt er sich die nicht in eine Kühltasche, und nimmt sie mit. Aber keine Ahnung... wohin die Organe letztlich kommen, könnte man womöglich durchaus manipulieren. Es hat ja auch ganz gut funktioniert, dass Patienten auf der Warteliste nach oben gewandert sind, ohne dass ihr Gesundheitszustand das gerechtfertigt hätte.

  • Natürlich packt er sich die nicht in eine Kühltasche, und nimmt sie mit. Aber keine Ahnung... wohin die Organe letztlich kommen, könnte man womöglich durchaus manipulieren. Es hat ja auch ganz gut funktioniert, dass Patienten auf der Warteliste nach oben gewandert sind, ohne dass ihr Gesundheutszustand das gerechtfertigt hätte.

    Kurz gesagt, du hast keine konkrete Situation vor Augen. Nach dieser frage ich aber, sonst hätte ich nicht groß beschrieben, wie ich mir solche Situationen vorstelle. Der Betrug mit Wartelisten verläuft ja anders. Da ist nicht nur die Hemmschwelle eine völlig andere, sondern auch der Prozess des Betrugs ist deutlich einfacher zu vollziehen. Daten fälschen, damit ein anderer in der Liste hoch wandert, ist etwas anderes, als Daten fälschen, um einen direkt sterben zu lassen UND das Organ an eine bestimmte Person zu schicken.

  • Daten fälschen, damit ein anderer in der Liste hoch wandert, ist etwas anderes, als Daten fälschen, um einen direkt sterben zu lassen UND das Organ an eine bestimmte Person zu schicken.

    Hmmm, hätte man vor ein paar Jahren die Vermutung, dass diese Listen manipuliert werden, geäussert, wäre man für verrückt erklärt worden...
    Aber ich sagte ja, dass ich persönlich nicht daran glaube. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass andere das tun. Und nein, eine konkrete Situation habe ich da nicht vor Augen, sowas wäre sicherlich niemandem entgangen, weils ein ziemlicher Skandal wäre.

  • @Cassandra


    Ich halte esfür möglich, dass man Daten manipluliert und einen sterben lässt, damit einer leben kann. Dies erfordert allerdings ein eiskaltes Kalkül und Unmenschlichkeit.
    Menschen können korrupt sein.


    Würdest du sowasmachen, @Cassandra, wenn du Ärztin wärst, um möglicherweise an bessere finanzielle oder rufbedingte "Einkommen" ran zu kommen?
    Hat er dann hippokratischen Eid gebrochen?

  • Würdest du sowasmachen, @Cassandra, wenn du Ärztin wärst, um möglicherweise an bessere finanzielle oder rufbedingte "Einkommen" ran zu kommen?
    Hat er dann hippokratischen Eid gebrochen?

    Der Eid ist sowieso sehr fragwürdig.
    Ich meine es gibt wirklich vieles was den Eid umgeht. Angefangen mit Finanzen.
    Lebensrettende OPs werden unter schlechten Bedingungen auch nicht gezahlt und kann man sie sich nicht leisten wird der Arzt sie auch nicht machen. In Amerika ohne Krankenversicherung noch schlimmer. (oder hat Obama das jetzt geändert? Weiß nicht, war aber früher so)
    Dort fängt es schon mit teuren Medikamenten an. Und hat man hier seine Arztkarte vergessen...

  • Ich halte esfür möglich, dass man Daten manipluliert und einen sterben lässt, damit einer leben kann. Dies erfordert allerdings ein eiskaltes Kalkül und Unmenschlichkeit.

    Das ist wieder eine schwammige Aussage, die in der Luft hängt. Welche Daten werden manipuliert (die Maschinen, an denen man gerade hängt? Die Laborergebnisse, die auf die Schnelle gemacht wurden? Die Menge, der verabreichten Medizin?)? Wer manipuliert diese (Viele Dinge hat der Arzt nicht als erstes in der Hand oder sie werden überprüft, weil er gerade mit dem Patienten beschäftigt ist!)? Wann werden sie manipuliert (Nicht vergessen, wir befinden uns meistens in einer Notfall-Situation)? Wie bekommt man das Organ in die Hände bzw. wie lenkt man das zum gewünschten Patienten (Und nein, einfach nur die Werte fälschen, damit dieser nach oben rückt, reicht nicht, weil der Patient ganz oben in der Liste stehen muss)? Und eine Frage, die mir gerade auch so kommt (aber wohl nur jemand mit medizinischen Kenntnissen beantworten kann): Wie vorhersehbar und herbeiführbar ist eigentlich ein Hirntod?

    Würdest du sowasmachen, @Cassandra, wenn du Ärztin wärst, um möglicherweise an bessere finanzielle oder rufbedingte "Einkommen" ran zu kommen?

    Sicherlich doch. Weißt du, was man sich mit dem Geld alles leisten kann? Die ganzen SailorSaturn-Merchandise, die ich mir dann besorgen könnte *___* Wenn mir also wer mal erklärt, wie genau man das durchziehen kann, wechsle ich den Studiengang.

    Hat er dann hippokratischen Eid gebrochen?

    Die Frage ist nicht ernst gemeint, oder? Wenn man mit so einer Aktion den Eid nicht brechen würde, wann dann?

  • Ich habe auf meinem Organspendeausweis nein angekreuzt, noch kann ich mich damit nicht abfinden, dass mir nach meinem Tod die Organe entnommen werden.
    Ich würde momentan lieber an einem Stück beerdigt werden.


    Zu dem Punkt mit Organhandel und früher sterben lassen, ich glaube das wird etwas zu stark dramatisiert, klar gibt es solche Ärzte, sowas kann man nicht leugnen, aber ich glaube das ist wirklich der aller aller geringste Teil, darüber würde ich mir persönlich keine Gedanken machen, dass mich Ärzte früher sterben lassen oder früher sterben lassen um meine ORgane dann zu verkaufen.


    Würdest du sowasmachen, @Cassandra, wenn du Ärztin wärst, um möglicherweise an bessere finanzielle oder rufbedingte "Einkommen" ran zu kommen?

    So eine Frage zu stellen finde ich schon leicht assozial, jeder vernüftige Mensch würde einen Patienten nicht sterben lassen.
    Nur damit an mehr Einkommen kommt.

  • Soweit ich weiß, gibt es verschiedene Methoden Patienten zu töten ohne dabei groß zu aufzufallen. Man denke da an diverse Todesengel, die in Deutschland und Umgebung diverse Patient zu Tode gespritzt hat.
    Ich bin mir allerdings nicht sicher inwieweit man einen Hirntod erzeugen kann. Ich halte es für durchaus durchführbar.
    Die Preisfrage ist wie stellt ,an sowas an ohne erwischt zu werden?


    Soweit ich gesehen habe, gibt es im Internet diverse Geschichten zum Thema Organspende und Mord.
    http://www.j-lorber.de/tod/sterben/organspende.htm


    Wobei ich nicht garantieren kann, inwiefern dass der Wahrheit entspricht.


    Für manche Ärzte dieser Welt ist der hiüppokratische Eid nur eine leere Floskel.




    @"Hanzo Shimada"


    Es gibt Menschen, die bereit sind über "Leichen" zu gehen für "mehr Reichtum oder Anerkennung"!
    Manchmal muss der Arzt eine unmoralischeEntscheidung treffen um beruflich vorranzukommen.
    Es gibt in jede Branche gute und schlechte Menschen.
    Vielmehr ist der moralischer Kompass kaputt, denn sobald ein Arzt anfängt für Geld und Ruhm andere Menschen zu schädigen, dann ist erkein Arzt mehr.

  • Manchmal muss der Arzt eine unmoralischeEntscheidung treffen um beruflich vorranzukommen.

    Ich hoffe, du nutzt diesen Satz aus Erklärungsgründen, der klingt so als ob du die Ärzte verstehen würdest.
    Es ging nur um die Frage, die du gestellt hast, dass es solche Ärzte gibt habe ich ja schon selbst gesagt, aber das sind doch die aller aller wenigsten.
    Das klingt bei manchen echt so als ob die große Teil der Ärzte so kalt wären...