[Spieltopic] Kademes

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  • Ein lauter Gong schallte durch den Raum und brachte Mayu schließlich dazu, alarmiert aufzuschrecken. Es war noch nicht lange her, da war er in einen dösigen Schlaf verfallen. Denn all das Gewusel, was ihn wegen des Turniers umgab, war er schon längst nicht mehr gewöhnt. Er merkte, wie sehr es an seiner Kraft nagte. Zuvor aber hatte er sich ein herzallerliebstes Kartoffelgratin mit Kräutern und Salat gegönnt, welches er auf dem festlich angerichteten Buffet erspäht hatte. Während andere neben ihm regelrecht Fleischkeulen in sich hineingestopft hatten, bevorzugte er es lieber, zu wissen, dass nicht irgendein Tier auf seinem Teller lag. Nachdem er aber von seinem Mahl gut versorgt war, war er tatsächlich mit dem Kopf auf seinen auf den Tisch gelegten Armen eingeschlafen. Im Nachhinein könnte er sich selbst dafür ins Gewissen reden, so unaufmerksam gewesen zu sein. Er wusste doch nicht, was hier alles für ungewöhnliche Persönlichkeiten umher spazierten und dennoch ließ er derart seine Deckung nieder…


    Mit einem Ruck stand er schließlich von der Sitzbank des Banketts auf, die etwas abgelegen von dem ganzen Getümmel war. Zwar hatte er sich versucht dazu durchzuringen, irgendwen anzusprechen, jedoch konnte er letztendlich kein Ergebnis erzielen. Ein Seufzen entglitt seinem Rachen, als er gemächlich und räkelnd den Raum durchschritt. Es war immer wieder das Gleiche mit ihm. Hana hatte ihm so oft versucht klarzumachen, offener zu sein, was er auch gerne versuchte, aber sobald er in einer fremden Umgebung wie dieser hier war, kam er dem Erscheinungsbild eines Steins durchaus gleich. Allein der Gedanke daran, wie er für andere wirkte, beschämte ihn, sodass er sein Gesicht – wenn möglich – noch tiefer in seinem wallenden Schal vergrub. Seine bandagierten Hände vergrub er in den Taschen seiner Hose und der Blick seiner eisblauen Augen wanderte nur über den Boden, ohne diejenigen, die an ihm vorbeiströmten, viel Beachtung zu schenken. Schließlich verließ er den Speiseraum und kam an den Ort, wo der Gong erklungen war. Es wimmelte bereits vor anderen Gestalten, die wohl aufgeregt von A nach B liefen. Dies verführte nun aber doch seine Neugier, sodass er aufblickte, um einen riesigen Monitor zu erspähen. Als er die Worte „Vorrundenkämpfe – Paarungen“ las, ging ein Zucken durch seinen Körper. Blitzartig waren seine Sinne wieder geweckt und er spürte, wie bereits das Adrenalin durch seine Adern schoss. Der Gedanke an einen stürmischen Kampf zauberte ihm ein – wenn auch nur schwaches - Lächeln auf die blassen Lippen. Endlich war es soweit. Endlich würde das beginnen, wieso er eigentlich hier war…


    Interessiert suchte er nach seinem Namen und somit auch nach dem, der neben dem seinen stand. Er würde wohl sein Gegner sein? Seine Frage wurde schnell beantwortet, denn neben seinem Namen stand Sir Feldman IV., worunter er sich nichts hätte vorstellen können, würde nicht ebenso ein Bildchen darunter aufleuchten. Das wird also mein erster Gegner sein… er scheint kein barbarischer Krieger zu sein, aber ob er es mir deswegen weniger schwer macht? Ehe er sich weiter seinen kreisenden Gedanken zuwandte, hielt er Ausschau nach der Tür, die die Aufschrift „Finsterwald von Wunderberg“ trug. Zwar konnte er sich nur wenig darunter vorstellen, aber solange es etwas mit Natur zu tun hatte, so war ihm das gerade recht. Die Elfen verstanden es, sich wendig und geschickt im Wald zu bewegen und auch wenn er nicht reinrassig war, so dürfte es ihm einen Vorteil verschaffen, wäre sein Gegner nicht weniger flink. Es war, als wäre er schon völlig in seinem Kampf und dessen Taktiken versunken, jedoch erspähte er die Tür nicht… ob er wohl schon mal dran vorbeigelaufen war? Hier und da stießen ihn Gestalten grob zur Seite, die aufgewühlt nach ihrem eigenen Standpunkt suchten, den sie auffinden mussten. Sie kümmerten sich nicht um ihn, der dastand und sich für einen Moment vollkommen hilflos vorkam. Was wäre wenn…
    Plötzlich spürte er, wie ihn ein ungutes Gefühl durchflutete. Eine grundlose Panik suchte den Weg aus seinem Körper, wodurch er ruckartig stehen blieb. Nicht hier, nicht jetzt… Er versuchte sein verzerrtes Gesicht so gut es ging zu verstecken, jedoch konnte er nicht vermeiden, dass sich seine Hand den Weg zu seinem hämmerten Herz suchte. Sein Atem stieg an und auch wenn er spürte, wie ihn eine gewisse Schwäche überkam, so schaffte er es dennoch, sich auf den Beinen zu halten. Wenige Minuten verharrte er an Ort und Stelle und versuchte, keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, selbst wenn es in seinem Zustand wohl unvermeidbar war. Diese ganzen Massen… die vielen Blicke, der Druck … irgendwie hatte er es wohl doch schlechter verkraftet, als er es sich ausgemalt hatte. Doch glücklicherweise war dieses unwohle Gefühl nach einiger Zeit verflogen und somit wurde wieder der Kampfgeist Herr über seine Sinne. Auch wenn er es geschafft hatte, seine Anfälle größtenteils einzudämmen, so hatte er es in diesem Fall nicht verhindern können. Erbärmlich… einfach nur erbärmlich. Ich hoffe, es hat keiner wahrgenommen… Mit seiner Hand wischte er die Schweißperlen ab, die sich auf seiner Stirn gebildet hatten. Er musste versuchen, seinem Gegner nicht seine größte Schwäche zu zeigen; er durfte sie niemanden zeigen. Es würde nur dazu führen, dass das Turnier für ihn ein schnelles Ende finden würde.


    Schließlich erblickte er die Tür, an der er wohl schon gefühlte tausend Mal vorbeigelaufen sein musste, da er zu sehr mit seinen Gedanken beschäftigt war, auch wenn er sich darüber erst gar nicht im Klaren war. An der hölzernen Tür wartete bereits sein Gegner, der dem Abbild des Monitors doch sehr gleich kam. Urplötzlich jedoch, als er in der Nähe der Türe war, sprang diese klackend auf und gab einen Dimensionsstrudel preis, der die beiden wohl in ihr Kampfgebiet bringen sollte. Mayu mustere Feldman IV. erst einmal genau. Sein Erscheinungsbild schien nicht sehr auffällig zu sein, wodurch sich seine eigentliche Stärke wohl erst im Kampf zeigen würde. Ein leises „Hallo“ entglitt den Rachen des Halbelfen, jedoch kam es wegen des Schals einem Nuscheln gleich. Darauf machte er seinem Gegner mit einer Geste klar, dass er zuerst durch das Portal schreiten konnte. Mayu war bereits gespannt, wie der bevorstehende Kampf aussehen würde.


    OT: Huch, da war ich doch gerade dabei, einen Post zu verfassen, da kommt schon wieder etwas Neues. Habe meinen geschriebenen Part nun aber dennoch gepostet; ich hoffe, das ist okay.
    Ansonsten ist es wirklich verblüffend, dass sich Mayu und Sir Feldman IV. so ähnlich sind. Bin mal gespannt, wie das wird. :)

  • Solin schien erfreut zu sein, dass sie Tabok noch einmal vor Beginn ihres Kampfes mit Misaki sah, da sich ihr Blick ein wenig aufhellte. „Zu einem Gletscher“, antwortete Solin dem Zwerg und fügte nach einer kurzen Denkpause noch „was auch immer das ist“ hinzu. Tabok war etwas erstaunt, dass Solin nicht wusste, was ein Gletscher sei, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass es so etwas wie Gletscher nicht in einem Land gibt. Er antwortete ihr: "Ein Gletscher ist so was wie ein Berg aus Eis und Schnee. Also müsst ihr", er schaute Misaki an: "vermutlich auf einem hohen Schneeberg gegeneinander kämpfen." Er schaute wieder zu Tabok und fragte sich, ob Solin Tabok´s Erklärung verstanden hatte. Jedenfalls blickte sie nachdenklich.


    Tabok blickte zurück zu der Pforte an der er zu seinem ersten Kampf aufbrechen wird und stellte überraschend fest, dass Jimmy schon da saß und mit fachmännischem Blick zwei lange Schwerter zückte und prüfte, ob die Klinge scharf ist, indem er mit seinen Daumen die Klinge langfuhr. Er schnitt sich in seinen Daumen und leckte das Blut an seinem Finger ab. Dadurch zeigte er Tabok, dass seine Klinge scharf war. Sehr scharf. Danach prüfte er seine Lederrüstung und schnürte seine Stiefel enger. Danach setzte er sich und lehnte sich an die Mauer neben der Pforte.


    Misaki sah ihn wieder an und fragte ihn plötzlich: "Du, was hiess eigentlich das was du uns als Verabschiedung sagtest als du zum essen gegangen bist?“ Tabok sah ihn etwas verwundert an, doch er konnte sich nicht sich an seine Worte erinnern kurz bevor er die Gruppe verliess, um etwas essen zu gehen. "Es tut mir leid, doch ich weiß nicht, was du meinst," erklärte er entschuldigend und kratzte sich am Bart. "Falls es mir wieder einfällt, werde ich es dir sagen. Tschüss und viel Erfolg", fügte er noch hinzu und wand sich um und ging in Richtung seiner Pfote.


    Er sah auf seinem Weg, wie die ersten Teilnhmer durch die Pforten verschwanden, um ihre ersten Kämpfe auszutragen. Darunter auch Delta, der in einem wild strudelndem Portal verschwand. Tabok erreichte sein Portal und begrüßte Jimmy mit einem Nicken. Der Zwerg holte seinen großen Hammer und fing an, ein paar Übungen durchzuführen und sich zu dehnen, damit er fit für den Kampf sein würde. Danach setzte er sich zu Jimmy und ließ seinen Blick durch die Menge schweifen.

    Ein Buch, wenn es so zugeklappt daliegt, ist ein gebundenes, schlafendes, harmloses Tierchen, welches keinem was zuleide tut. Wer es nicht aufweckt, den gähnt es nicht an. Wer ihm die Nase nicht gerade zwischen die Kiefer steckt, den beißt es nicht.
    »Wilhelm Busch«

  • Obwohl Fynn sich gerne noch weiter unterhalten hätte, sagte er nichts, da plötzlich ein Gong erklang. Das Geräusch schien vom Hof gekommen zu sein,weil viele in diese Richtung Gestikulierten.
    Fynn ging langsam hinaus und suchte nach dem Ursprung des Lautes. Viele Leute versammelten sich vor einem großen Monitor, der dem Cyborg vorher noch nicht aufgefallen war. Er schaute auf den Bildschirm, auf dem ein langer Text zu stehen schien.
    Die Überschrift lautete "Vorrundenkämpfe - Paarungen".Voller Motivation las Fynn weiter. Als er seinen namen entdeckte, sah der Cyborg genauer hin. Er musste auf dem Schlachtfeld gegen Lord James kämpfen. "Schlachtfeld...klingt ja sehr friedlich.", sagte er sich während er den text weiterhin studierte.
    "Shen kämpft gegen Kenji. Schade eigentlich, er schien mir nicht gerade so schwach, wie viele hier aussehen. Naja, ich werd mal zum Schlachtfeld gehen."
    Als der Blondhaarige sich umdrehte, viel ihm auf, dass er gar nich wusste wo er hingehen sollte. Er wollte gerade schon wieder jemanden zum fragen suchen, als plötzlich ein paar Türen erschienen. An den Türen war Schilder angebracht. Fynn las eines von ihnen und schloss daraus, dass die Türen zu den Kampfpplätzen führten.
    Nach der Tür mit der Aufschrift "Schlachtfeld" suchend, drängte er sich an anderen Personen vorbei von Tür zu Tür. Er las viele seltsame Namen wie zum Beispiel "Darwedon", bis er einige Türen weiter das Schlachtfeld-Schild fand.
    Neben der Tür lehnte Fynn sich an die Wand und wartete, während er sich ausmalte wie sein Gegner wohl aussehen würde, bis er sich dachte, dass er, egal wie der Gegner jetzt sei, sowieso gewinnen würde. "Die meisten hier sind ja eh nur Heulbojen, so sehen sie zumindest aus."

    Wer das hier liest ist doof xDD
    [align=center][size=10]Star mich nicht so an, ich bin auch nur eine Signatur!

  • Nachdem sich Delta von den anderen verabschiedet hatte, begab er sich sogleich in Richtung der Tür mit der Aufschrift „Darwedon“. Eigentlich erhoffte der kleine Roboter, gleich auf seine Kampfpartnerin anzutreffen, doch von ihr war anfangs keine Spur zu sehen, doch sie würde wahrscheinlich bald kommen. Innerlich sehr aufgeregt über die Sachen, die auf ihm zukommen würden, stellte er sich neben die hölzerne Tür und drehte seinen Kopf in alle Richtungen, um die Geschehnisse im Hof zu beobachten. Schnell hatte er auf der gegenüberliegenden Seite Solin, Misaki und Tabok entdeckt, die sich kurz zu unterhalten zu schienen. Über was sie wohl da gerade sprachen? Delta winkte ihnen zu, doch es war nicht sonderlich wahrscheinlich, dass sie ihm aus der Distanz bemerkte, was ihm auch nicht wirklich störte ... sie würden bestimmt noch früh genug wieder aufeinander treffen und dann könnten sie endlich Fangen spielen. Glücklich und aufgeregt klatschte der mechanische Drache in die Hände, als sich unerwartet die schwere Holztür wie von Geisterhand öffnete. Aber nicht nur die Tür, die nach Darwedon führte, etliche weitere öffneten ihre Riegeln und offenbarten den Teilnehmern ein weiteres strudelartiges Portal. Es sah fast so aus wie jenes, durch welches der kleine Roboter von seiner Welt in diese Burg gelangt war. Neugierig, aber auch etwas ehrfurchtsvoll näherte er sich dem violetten Portal. Was dieses Mal hinter diesem wundersamen Tor lag war wieder völlig offen, Delta konnte es kaum noch erwarten, es endlich in Erfahrung zu bringen.
    Noch einmal Blickte er mit seinen weißen Augen über die Schulter und hielt nach einer rothaarigen Frau Ausschau, doch von ihr war fürs erste nichts zu sehen. Stattdessen näherte sich einer der emotionslosen Verstummten, auf welchen der Stein auf Deltas Drachenschädel keinerlei Reaktion zeigte, was dessen Träger immer noch leicht verunsicherte.
    „Du bist aber nicht Lechsanne“, meinte Delta betrachtete die schwebende Gestalt mit schiefem Blick, „Sie hat rote Haare ...“
    Doch der Verstummte zeigte abermals nicht die geringste Reaktion, sondern schien einfach darauf zu warten, dass der mechanische Drache endlich durch das Portal trat ... .
    Delta hatte schon verstanden, dass diese Wesen wohl nicht gerne redeten, weswegen er seinen Blick abwandte und sehr aufgeregt den ersten Schritt durch das Portal machte. Erst verschwanden die Spitze seines Schädels, gefolgt von seinem schlauartigem Hals, seinem metallischen Oberkörper, samt Arme und Beine, bis nur noch sein Schweif hervor lugte. Dann verschwand er endgültig durch das Portal, gefolgt von dem unheimlichen Verstummten.


    Wenige Augenblicke später tauchte der Roboter mit dem weißen Drachenschädel auf der anderen Seite des violetten Tores auf. Delta hatte sich bereits versucht auszumahlen, wo er wohl landen würde, ein Wald, ein kleines Dorf, ein Berg ... aber „das“ ... so etwas überstieg bei weitem all seine kühnsten Vorstellungen. Die - bei ihm nicht sichtbare -Kinnlade klappte zu Boden, als er sich selbst auf einer riesigen schwarz, grauen Straße wiederfand. Delta kannte Schotterwege und hatte auch schon paar Mal in seinem Leben eine mit Steinen gepflasterte Straße betretten, aber eine schwarze Straße war ihm völlig fremd. Genau so unbekannt waren ihm die bunten, metallischen Dinger, die über auf dieser Straße verteilt waren, alle streng nach mehreren Line geordnet. Die seltsamen Gefährte hatten ebenso schwarze Räder mit silbernen Speichen, von denen viele mit mystischen Zeichen verziert waren. Was aber Deltas Aufmerksamkeit besonders auf sich zog waren die Gebilde, die wohl als Häuser bezeichnet werden konnten. Diese waren nämlich RIESIG! Sie überragten alles, was der kleine Delta je in seinem Leben gesehen hatte. Sie waren weder aus Holz, Stroh, Stein oder Ziegeln gebaut, sondern schienen gänzlich aus durchsichtigem Glass zu bestehen. Außerdem standen die Gebäude derartig dicht nebeneinander, dass ein Zwischenraum quasi nicht vorhanden war. Einen anderen Menschen aus einer mittelalterlichen Zeit hätte dieser Anblick vielleicht in Schrecken versetzt aber Delta ...
    „WOOOWWW, SO RIESIG!“, rief Delta und sein aufgeregter Schrei hallte durch die verlassene Straße. Sofort rannte er auf eines der gläsernen Gebäude zu und trommelte leicht gegen die durchsichtige Wand, welche tatsächlich standhielt und nicht zerbrach. Wissensbegierig starrte nebenbei mit großen Augen durch die Scheibe und betrachte den Raum, der sich dahinter befand. Im ganzen Raum waren viele fremdartige Tische und Stühle und etwas weiter hinten war eine Theke zu erkennen. Es erinnerte ihm irgendwie an ein Wirtshaus. Nur viel aufregender!
    Kaum hatte er sich satt gesehen, stürmte der mechanische Drache zum nächsten Gebäude und wollte sogleich durch die Scheibe lugen, doch erstaunt stellte er fest, dass dies nicht möglich war. Das war kein Glass, das war ein gigantischer Spiegel, wie er noch nie in seinem Leben gesehen hatte. Amüsiert betrachtete er sich selbst in dem verspiegelten Fenster, wie er selbst etwas herum sprang und mit den Armen hin und her winkte. Das war ja alles so aufregend, er musste einfach alles sehen und in eines dieser Häuser rein und ganz raufkletter und ...
    Schließlich fiel durch den Spiegel sein Blick wieder auf die dahinterliegenden metallischen Kutschen, die bewegungslos auf der breiten Straße standen, ohne irgendwelche Zugtiere. Auch diese musste sich Delta genau unter die Lupe nehmen, am besten jedes einzelne von ihnen.
    Begeistert stürmte Delta auf die blechernen Gefährten zu und begann sofort an die Außenfläche der Ungetüme zu klopfen. Es machte ein lustiges Geräusch und erinnerte leicht an den Laut seiner klatschenden Hände. Ohne irgendwie eine Pause einzulegen, hörte er mit dem Klopfen auf und ging stattdessen dazu über, auf die Vorderseite der seltsamen Fahrzeuge zu klettern. „Stark!“, rief Delta, als er von dort oben in das Innenleben des flammroten Gefährtes blickte. So etwas in dieser Art hatte er noch nie gesehen ... wobei, eigentlich hatte er alles in dieser Stadt noch nie gesehen. Schnell huschten seine Flammenartigen Augen über die lederüberzogenen Stühle, die sich hinter dem Glass befanden. Neben den paar Stühlen und einer breiten Sitzbank befand sich noch weiteres seltsames Zeug in dem bunten Gefährt, welches er am liebsten angefasst und genauer angeschaut hätte, doch wie? Geschickt sprang der Drachenroboter von der Fahrzeughaube wieder ab und rannte von einem Fahrzeug zu dem anderen, um sich alle kurz anzuschauen. Alle Kutschengefährten schienen einen ähnlichen Aufbau zu haben, sie waren völlig von Metall und Glass eingeschlossen und beinhielten bis zu fünf Sitzplätze. Auch stand immer vor der Frontalfensterscheibe ein Stück der Metallhülle hervor, doch warum, konnte er nicht herausfinden. Was er stattdessen aber entdeckte, war eine weiße Variante dieser Kutschen, die sich im ersten Punkt von den anderen unterschied: Sie hatte kein Dach! Enthusiastisch rannte er auch auf dieses Gefährt zu und kletterte ohne wenn und aber über den Rand des Dinges, direkt hinein auf einen der sehr bequem wirkenden Stühle.
    „Was ist das?“, fragte Delta sich selbst laut und beäugte das umfangreiche Schaltpult, welches direkt vor seinem Plätzchen angebracht war. Auf der braunen Fläche waren alle möglichen Bilder, Knöpfe und Schalter angebracht, aber was vor allem sofort ins Auge stach, war das große braune Rad, welches ihm leicht an seine Waffe erinnerte, die er steht’s auf seinem Rücken montiert hatte. Da es niemanden gab, der was etwas dagegen zu haben schien, drückte er auf einfach jeden erdenklichen Knopf und Schalter, doch zu seiner Enttäuschung schien das alles nichts zu bewirken. Das änderte sich aber, als er zufälligerweise einen silbernen Schlüssel zwischen die Fingerbekam und nach hinten kippte ...


    Auf einmal begann die ganze pferdelose Kutsche zu zittern und gab einen seltsame brummende Laute von sich, welches wie das Grummeln eines wütenden Hundes klang. Das Schaltpult begann teils zu blinken an und aus einigen Löchern wurde Delta kalte Luft entgegengeweht. Erschrocken stieß sich Delta von dem Schlüsseln und den Knöpfen weg, jedoch rutschte er darauf auf dem glatten Lederüberzug des Sessels in den Fußbereich und stieß mit seinen Beinen und Füßen auf irgendwelche merkwürdigen Platten, die unter seinem Gewicht sogleich nachgaben. In diesem Moment setzte sich unerwartet die weiße Kutsche in Bewegung, wie von einer unsichtbaren Kraft getrieben, ohne das Wirken von irgendwelchen Menschen oder Tieren.
    „Wahhh!“, rief Delta und versuchte rasch aus dem unteren Sesselbereich zu klettern. Doch so schnell die kurze Fahrt begonnen hatte, so schnell endete sie schon wieder bei dem nächsten der bunten Fahrzeuge, gegen welches Deltas Kutsche mit einem lauten Krachen dagegen prallte.
    Hin und hergerissen zwischen Schock und Freude kletterte damit der kleine mechanische Roboter wieder aus dem brummenden Gefährt, welches nun eine beachtliche Delle im Vorderbreich hatte.
    Etwas verlegen sagte Delta, an das blinkende Fahrzeug gerichtet: „Tschudligung, wusst nicht das du eigentlich lebst ...“


    Als sich Delta wieder in Richtung Portal begeben und die ganzen bunten Gefährten fürs erste hinter sich lassen wollte, bemerkte er endlich, dass abgesehen von dem Verstummten, eine weitere Person in der Dimension aufgetaucht war: Ein junge Frau mit roten Haaren. Sie musste wohl seine wirkliche Gegnerin der ersten Runde sein, Lexanne. Wie lange sie schon hier war und wie viel sie von seinen Aktionen mitbekommen hatte, wusste Delta nicht, doch es war ihm egal. Ohne Scham winkend er ihr freudig zu, während er auf sie zu eilte und traditionell begrüßte: „Hallo Freund! Hallo Lechsanne! Ich bin Delta!“
    Dabei winkte er ihr eifrig mit seinen beiden langen Ärmchen durch die Luft zu und schwang aufgeregt seinen Schweif hin und her. So sehr ihm diese fremdartige Stadt auf faszinierte und in ihren Bann zog, neue Bekanntschaften zu schließen machte ihm mindestens genau so eine Freude, wie neue Gegenden kennenlernen.
    „Findest du diesen Ort nicht auch super? Diese ganzen Kutschen sind toll!“, begann er sofort mit seiner blechernen und kindlichen Stimme, als er direkt vor ihr stand. Der Stein auf seiner weißen Stirn wechselte wieder die Farbe, dieses Mal auf ein Hellblau, gemischt mit etwas Purpur. Anders als bei den letzten Malen blieb der Stein fürs erste auch bei dieser Farbe, da nun keine anderen Wesen mehr in der Nähe waren, die Emotionen und Gefühle zeigen konnten.



    Magic : Ich hoffe, du kannst mit dem Post was anfangen^^

  • Ein Jaulen war zu hören, als Jimmy und Tarbok das Portal durchschritten hatten. Ansonsten war nur das leise Rauschen des Windes zu hören, welches über die dunkle Umgebung hinwegwehte. Überall um sie herum streckten sich die kalten Grabsteine und Grabmäler dem runden Vollmond entgegen. Teils zerbrochen und zerstört schien alles vollkommen verlassen und nur die eine oder andere Fledermaus hing fiepsend an dem Ast eines toten Baumes und beobachtete die Neuankömmlinge aus rot leuchtenden Augen. In der Nähe auf einem kleinen Hügel wurde eine halb eingestürzte Kathedral aus weißem Stein, der unheimlich im Mondschein schimmerte, erleuchtet, erhellt und wirkte trotz all der Jahrhunderte immer noch majestätisch. Irgendwo in der Ferne erscholl eine Glocke und kündigte an, dass es noch eine halbe Stunde bis Mitternacht war. Im Boden der stillen Erde konnte leises Stöhnen gehört oder besser gefühlt werden, als ob die Ruhenden sich von den Kämpfern gestört füjlten. Es war auf keinen Fall weise, sie zu lange zu stören...


    Auch Fynn und James fanden sich auf einem Boden wieder, der von den Toten durchdrungen war. Vor ihren Augen erstreckte sich ein riesiges Feld, dass von kurzen Büscheln blassen, kränklichen Grases bedeckt war. Eine gewaltige Schlacht musste hier getoppt haben, aber vor wie langer Zeit konnte nicht gesagt werden, da nirgendwo Spuren eines Körpers waren, außer getrocknetem Blu hier und da. Dafür lag eine riesige Ansammlung von Rüstungen, Schilden und Waffen jeglicher Art vor ihnen. Ihr Alter spannte sich von Klingen, die aussahen, als ob sie nie benutzt worden waren, zu Brustpanzern an denen der Rost bereits Löcher in das Metall gefressen hatte. Im Gegensatz zum Friedhof erhob sich der Mond gerade erst über dem Horizont und deshalb war die Sicht eingeschränkt. Ein falscher Schritt konnte sofort zum Handycap werden.


    Ganz der Gegensatz erwischte Dawn und Sekushi. Eine unbarmherzige Sonne knallte auf den Sand und die Luft schimmerte vor Hitze. Die Knochen von so manchem Tier lagen halb im Sand versunken, gebleicht von der Umgebung. Keine einzige Pflanze, nichtmal ein Kaktus wuchs in dem gelben Meer. Dennoch war der Platz nicht unbewohnt, soweit zumindest das Rumoren in der Tiefe und das Einsacken so mancher Dühne Hinweise waren.


    Doch den wohl bizarrsten Kampfort erhielten wohl Kagayaku und Galaneyra. Tausende von Sternen, Planeten und Galaxien umgaben sie im Schwarz des Alls. Frei schwebend mussten sie sich wohl wundern, warum sie frei atmen konnten. Auch Schwerkraft herrschte, wenn auch wesentlich schwächer als auf einem Planeten. Unter ihren Füßen leuchtete bei jeder Berührung ein Boden auf, der aus lauter Sechsecken bestand, die sich lückenlos zusammenfügten.


    OT: Friedhof: Es steht euch vollkommen frei, wie ihr euch auf dem Kampffeld bewegt, auch in der Kathedrale. Beachtet allerdings, dass niemand den Zaun, der den Friedhof lückenlos umrundet übertreten kann. Und am besten ist es, wenn ihr euch beeilt, ansonsten werden die Toten unruhig....Pn an mich, wenn ihr sie einbauen wollt.


    Schlachtfeld: Das ganze Feld erstreckt sich soweit das Auge reicht und außer den Waffen gibt es nicht wirklich Änderungen in der Landschaft. Und tut jetzt nicht einen auf "alle Waffen gemeistert". Wenn ihr schon mal Ersatz braucht, dann bitte nur im besonderen Fällen. Außdem kann der Schein trügen beim Alter der Waffen.


    Wüste: Wichtig, Achtung vor Treibsand! Auch können Dünen plötzich wegsacken und wenn ihr wissen wollt, was unten wartet, PN an mich.


    Weltraum: Nicht wirklich viel hierzu zu sagen. Ihr könnt nicht weit abdriften, da das komplette Kampffeld von einer Barriere gleich dem Boden umgeben ist. Allerdings ist die Schwerkraft deutlich geringer, heißt nicht nur das Sprünge höher sind, Schläge sind auch weniger effektiv.

  • Während er vor der noch verschlossenen Tür auf seinen Gegner wartete, machte Kenji sich Gedanken darüber, wie das Kampffeld wohl aussehen mochte. Auch wenn er bisher nicht wusste, wie weit man von dem Namen auf die Eigenheiten des Kampffeldes schließen konnte, so hatte drängte sich ihm unweigerlich der Verdacht auf, als ob sich der Name „Feuerlandschaft von Erdenwut“ auf eine Reihe aktiver Vulkane oder Ähnliches beziehen musste. „Hoffentlich habe ich wenigstens die Möglichkeit, mit meinem Rollstuhl irgendwo stehen zu bleiben“, überlegte er. Seines Wissens nach war die bei einem Vulkan austretende Lava so heiß, dass die Metallteile seines Gefährts in kürzester Zeit schmelzen und die Kunststoffteile ebenso schnell verbrennen würden. „Aber vielleicht mache ich mir hier auch unberechtigte Sorgen, und der Name bezieht sich auf etwas Anderes“, murmelte er.
    Bevor er noch lange weiter seine Gedanken schweifen lassen konnte, trat mit den Worten „Was zum...?“ ein anderer Teilnehmer auf ihn zu. Es war ein Mann mit weißen Haaren und roten Augen, an dessen Gewand im Rücken wohl fächerförmig aufgestellte Pfauenfedern befestigt waren. (Theoretisch konnte es zwar auch sein, dass die Federn aus dem Rücken der Person entsprangen und irgendwie aus dem Gewand herausragten, aber da der Rollstuhlfahrer so etwas noch nie gesehen hatte, ging er einfach einmal davon aus, dass die Federn zum Gewand gehörten.)
    Nachdem sich der Fremde geräuspert hatte, fragte er: „Entschuldigen Sie, aber sind Sie... Kenji?“
    „Ja, ich bin Kenji Schmidt“, antwortete der Rollstuhlfahrer. „Und wenn ich richtig vermute, dann sind Sie ‚Lord Shen‘?“
    Noch bevor der Angesprochene antworten konnte, öffnete sich die Tür, hinter der sich ein Dimensionsstrudel wie jenes befand, durch das Kenji von seiner Heimatstadt in Deutschland aus die Reise zum Turnier angetreten hatte. Einer der Verstummten bedeutete die beiden Kämpfer, dass sie durch das Portal gehen sollten. Genau das interpretierte Kenji als Bestätigung für seine Vermutung. Mit den Worten „Wollen wir?“ griff er an die Räder seines Gefährtes und fuhr mit diesem genau in den Dimensionsstrudel hinein.



    Off Topic:
    Da es für die „Feuerlandschaft von Erdenwut“ bis jetzt noch keine Beschreibung gibt, beende ich an dieser Stelle meinen Beitrag.

  • Kurz nachdem Torna seine Frage beendet hatte – Ètienne setzte bereits zu einer Antwort an – klackten die Schlösser der Türen im Hof und ließen damit alle Gespräche verstummen. Die Tür hinter Ètienne öffnete sich stumm und gab den Blick auf einen weiteren Dimensionsstrudel preis, der sie allen Anschein nach nach Darwedon bringen sollte.
    Ohne ein Wort zu sagen, packte Ètienne mit festen Griff Tornas Arm und zog ihn in den Strudel. Torna hörte Aliquer hinter ihm knurren. Das Gefühl, durch den Strudel zu gehen, war, als ob man unter einem brausenden Wasserfall hindurch gehen würde: kalt, beängstigend, bedrückend. Als ob alle Luft aus dem eigenen Körper gedrückt würde, mit dem Unterschied, dass man immer noch atmen kann. Ungebremst prallten die beiden gegen eine harte Betonwand. Zerknirscht und verwirrt, rappelte sich Torna auf, und sah sich um. Die drei standen in einer engen, dunklen Gasse, links und rechts neben ihnen türmten sich kahle Betonwände bis zum Himmel auf. Die Gasse mündete in eine langgezogene Straße, die in beide Richtungen kein Ende zu nehmen schien,schäbige Häuser, manche aus Beton, andere aus Backstein waren an den Seiten der alten und kaputten Straße verteilt, keines auf das andere abgestimmt, sodass ein bedrückendes Gefühl Torna übermannte. Er fühlte sich nicht wirklich wohl. Merkwürdig geformte Kästen aus Glas und Metall, welches oft schon rostete, und einer Art Schnabel, standen auf dem Weg vor ihm. Die Anzahl war unzählbar. Eine Kette aus diesen Kästen zog sich bis zum Horizont und in die andere Richtung. Die meisten Häuser waren mit grellen Schildern versehen. Leuchtende Punkte waren auf diesen verteilt - die meisten von ihnen flimmerten jedoch, was ein gruseliges Wunzelicht in die Umgebung warf. Torna hätte noch Stunden dastehen und diese gruselige, für ihn aber faszinierende Straße beobachten können, doch die Worte „Gruselig, was?“ ließen ihn hochschrecken. Blitzartig drehte er sich um, und sah Ètienne, seinen Feind, neben ihm grinsen. Fragen schossen Torna durch den Kopf. Sollte er wegrennen? Sollte er wegrenne und auf seinen Feind warten? Sollte er ihn hier und jetzt besiegen, damit dieser Kampf, in dem sie jetzt schon waren, ein jähes Ende nehmen konnte? Ein Zwiespalt tat sich in Torna auf. Werde der Intrigant, und du hast noch eine Chance, oder bleibe das kleine Häschen, das sich nicht rührt, wenn der Wolf neben ihm steht.
    Von der wilden Kampfeslust seines Drachen angetrieben, trat Torna langsam auf die riesige Straße und zwischen die metallenen Kästen. Das Sonnenlicht blendete seine Augen und er musst sie zusammenkneifen. Unglücklicherweise besaß Torna keine Augen in seinem Hinterkopf. Was machte sein Gegner gerade? Beobachtete er Torna oder Aliquer? Das laute Stapfen seines Drachen lies in Torna ein Gefühl von Sicherheit aufkommen, obwohl es mit der Sicherheit jede Sekunde ein Ende hätte nehmen können. Torna hoffte, eine gewisse Distanz zwischen Ètienne und ihm zu bringen.
    Ihr Kampf war somit eröffnet.


    Ich habe ziemlich lange an diesem recht kurzen Text gesessen, um den Kampf möglichst liberal zu öffnen. Ich hoffe, es ist - besonders für Devils Dog - okay, wenn wir im Forum kämpfen!?

  • Tabok schien ziemlich erstaunt darüber, dass Solin nicht wusste, was ein Gletscher war. Hatte sie Misaki doch einen Vorteil gegeben oder gar Tabok zu viel gesagt? Doch der Zwerg kümmerte sich anscheinend nicht weiter darum, sondern beantwortete ihr die Frage. „Ein Berg aus Eis und Schnee…“, murmelte Solin nachdenklich. Dann war sie mit Wasser ja doch nicht so weit weggewesen.
    Auf Estilan fror es selten, nur in den schlimmsten Wintern. Meistens war das Klima ausgeglichen und die Temperaturen schwankten zwischen zehn und dreißig Grad Celsius. „Ist meine Kleidung überhaupt warm genug für einen Schneeberg?“, fragte sie sich im Stillen. Sie erinnerte sich an einen starken Winter, bevor sie in die Wälder gezogen war. Damals hatte es stark geschneit und sie und Këira hatten sehr gefroren. Zu dieser Zeit hatte sie ihren Anzug noch nicht. „Das wird bestimmt ein Nachteil für mich. Aber das muss Misaki nicht wissen, bevor es unbedingt nötig ist.
    Während sie so überlegte, hatte Misaki Tabok anscheinend auch eine Frage gestellt, von der sie allerdings nur die Antwort mitbekam. Der Zwerg entschuldigte sich, dass er es nicht mehr wüsste und sagte, er werde es ihm sagen, fiele es ihm wieder ein. Dann verabschiedete er sich mit den Worten „Tschüss und viel Erfolg“ von den beiden.


    So war Solin wieder alleine mit ihrem ersten Gegner. Wie in stiller Übereinstimmung machten sich die beiden nun gemeinsam auf zu der Tür, über der das Wort „Gletscher“ stand. Als sich die beiden, genau wie alle anderen auch, vor ihrer Tür aufstellten, fiel Solin ein, dass ja noch zwei weitere Personen in diesem Gebiet kämpfen würden. „Ob wir denen während des Kampfes auch begegnen?“, schoss Solin durch den Kopf. „Vielleicht müssen wir sogar nach dem Prinzip alle gegen alle kämpfen.“ Ein Schauer lief ihren Rücken hinunter. Gegen ein taktisches Wesen zurzeit zu kämpfen würde sie wahrscheinlich mehr als genug auslasten. „Wenn ich mir nur gemerkt hätte, wie die beiden aussehen…
    Schlagartig drehte sich Solin um, als sich die Tür mit einem klackenden Geräusch öffnete und ein weiteres Portal freigab. Auch dort verschwammen die verschiedensten Farben zu einem großen Strudel, hinter dem sich wohl dieser Schneeberg befand.
    „Anscheinend müssen wir nicht auch noch auf die anderen beiden warten“, meinte sie an Misaki gewand und beschloss, einfach durch das Portal zu gehen. Eigentlich war ihr nur wichtig, dass Misaki hinter ihr herkam. Sie wollte den Kampf so schnell wie möglich hinter sich bringen, egal wie er ausging.
    Als Solin den ersten Fuß in das Portal gesetzt hatte, bereute sie ihre Entscheidung schon. Die Kälte war schon im Portal zu spüren und wenn sie wirklich noch auf die anderen beiden warten mussten, würde sie echte Probleme bekommen. Doch zurück konnte sie nicht mehr. So ging sie weiter durch die grellen Farben, bis diese den Blick auf den Gletscher, ihr Kampffeld, freigaben.


    OT: Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass...
    1. Misaki mitkommt.^^
    2. Auch unser Portal schon offen ist.
    3. Wir nicht auf die anderen warten müssen.
    So viel dazu.^^

  • Er stand einige Sekunden da und starrte auf die Kapuze des Aufsehers. "Sowas unfreundliches..." Murmelte er, da bemerkte er wie sich der kleine Junge langsam davonstehlen wollte. Anscheinend schien es hier wohl keinen wirklichen Startpfiff zu geben. Wer zuerst kam, malte wohl auch zuerst. Er schaute noch mal kurz den Aufseher an und seufzte. "Na gut." Er drehte sich um, holte seinen Wächter unter seinem ausgeleiherten Shirt hervor und hielt ihn fest umschlossen. Dabei schaute er sich noch ein Mal die Gegend an, jedoch immer im Augenwinkel seinen Gegner beobachtend. Viel gab es hier ja nicht, aber einige Erhöhungen und Klettermöglichkeiten, wie Autos oder rostige Feuerleitern die an den Häusern hingen, könnten noch nützlich sein. Ètienne würde einen Kampf nie provozieren, aber er hatte dem Jungen schon angesehen, dass er wohl nicht all zu selbstbewusst sein konnte. Er könnte wahrscheinlich noch Stunden warten, bis dieser sich regen würde. Er überlegte. Einfach auf ihn zustürmen wäre als Erstschlag nicht die beste Idee. Aber andererseits, überraschend wäre es schon. Aber auf diese Distanz könnte er einen direkten Angriff auch mit Überraschungseffekt leicht blocken. Wie sah es mit den Geistern aus? Er hatte nicht viele und die die ihm zur Hand gehen würden, waren nicht schnell genug. Langsam ging er ein paar Schritte nach vorn. Immer wieder checkte er seinen Gegner ab. Bis jetzt stand er immer noch da. Er setzte ein paar weitere Schritte nach vorne. Links von ihm war ein Auto, als Erhöhung perfekt und er hätte immer noch eine gewisse Distanz. Er seufzte wieder und lies den Kopf etwas hängen. So blieb er einige Zeit stehen, bis er plötzlich wie ein Irrer losrannte. Während er rannte hielt er den Wächter immer noch fest in einer Hand und sprach etwas auf Haitisch. Als er fast am Auto angekommen war, fingen die Augen des Wächters in einem hellen, aber dennoch durchdringendem Blau zu leuchten an, auch die Verzierungen leuchteten schwach. Als er auf das Auto sprang formte sich aus lila-schwärzlichem Rauch ein Rabe, den Ètienne mit einer Handgeste auf seinen Gegner losschickte. Mit einem lauten Poltern stand er nun auf dem Auto, während der Rabe um den Kopf seines Gegners kreiste und versuchte ihn mit seinem spitzen Schnabel abzulenken. Währenddessen holte Ètienne angriffsbereit seinen Dolch hervor.

  • Die ganze Zeit über hatte Torna auf eine Reaktion seines Gegners gewartet. Seine Muskeln waren die gesamte Zeit über angespannt gewesen, doch er wusste nicht, wann er sie benutzen musste. Ein plötzlicher Flügelschlag lies ihn zusammenzucken, doch seine Neuronen arbeiteten blitzschnell und er wusste, das es nun so weit war. Ein schwarzer Rabe – in der Dunkelheit war sein genaues Äußeres nur schwer zu erkennen – flog hektisch um Tornas Kopf und versuchte wild auf ihn einzustechen. Mit bloßen Händen versuchte er den Raben abzuwehren, wobei er sich einzelne Schrammen zuzog. Aliquer hingegen sprang auf den Raben zu, fauchte laut und lies seine Krallen auf den Raben los. Torna drehte sich um und versuchte, in der Hektik seine Umgebung zu observieren: Ètienne stand angriffslustig auf einem einige Meter entfernten Metallkasten, einen Dolch in der Hand tragend. Aus Erfahrung wusste Torna, dass mit Nahkampfwaffen nicht zu scherzen ist, weswegen er versuchte, sich auf jenes Objekt zu konzentrieren. Sein Geist spürte den Dolch und zog an ihm.

  • Konzentriert beobachtete Ètienne seinen Gegner, wie dieser von seinem Helfer attackiert wurde. Genervt schien der Drache des Jungen seinen Geist angreifen zu wollen. Auch wenn Tiergeister relativ unempfindlich anderen Kreaturen gegenüber waren, schreckte er doch kurz mit einem Krähen zurück. Jedoch brauchte sich Ètienne über die Angriffe des Drachen im Moment keine Sorgen zu machen, er würde mühelos ein paar Treffer einstecken können, nur auf die Dauer sah das ganze anders aus. Plötzlich spürte er etwas. Sein Dolche,... er bewegte sich?! Erst war es nur ein leichtes ziehen, doch jetzt wurde es langsam stärker. Er hatte Mühe seine Waffe festzuhalten. "Verdammt! Hat der Junge etwa psychische Kräfte?" Er musste sich etwas einfallen lassen. Es war anstrengend sich um seine Waffe und um das Geschehen zu kümmern. Auch reichten seine Kräfte noch nicht aus, um einen erneuten Geist herbeizurufen. Er überlegte, wenn der Junge wirklich so eine Art Telekinet war, hätte er gute Chancen ihn direkt anzugreifen. Solche Kämpfer hatten meist eine eher bescheidene Fähigkeit sich physisch zu verteidigen. Durch das Ziehen konnte er mit einer Hand schlecht etwas aus seiner Tasche holen. Das einzige was ihm nun einfiel, war mit dem ziehen zu rennen. Er würde einfach zustechen. Damit hatte er ja keine Probleme. Er versuchte nicht an die Vergangenheit abzuschweifen, er war schließlich in einem Kampf. Langsam bildeten sich kleine Scheißtropfen auf seiner Stirn, das ziehen ließ keine Sekunde nach. Sollte er seinen zweiten Dolch hervorholen? Jedoch bestand dann die Chance, dass er diesen auch zu sich holen würde. Also sprang er einfach vom Auto, den Arm angewinkelt und den Dolch fest in seiner Hand haltend, immer zielend auf die Seite seines Gegners.


    Torna bemerkte, wie sein Gegner angestrengt überlegte. Auch ihm fiel es immer schwerer, sich auf den Dolch zu konzentrieren, wenn hinter ihm ein manipulierter Raben sein Unwesen treibt. Auf einmal sprang Ètienne von den Kasten herunter und kaum auf Torna zugerannt. Reflexartig löste Torna die geistige Verbindung zwischen ihm und dem Dolch und rannte. Aliquer konnte auf sich alleine aufpassen, doch er musste nicht unbedingt in einen Nahkampf verwickelt sein. Torna rannte zwischen den metallenen Kästen umher und in eine dunkle, vom Mondlicht nicht erhellte Straße herein. Als ob jemand wollte, dass man in dieser kleinen Gasse nichts sieht, wurde es auf einmal dunkel. Torna konnte buchstäblich seine Hand vor Augen nicht mehr sehen. Er tastete sich langsam und leise an der kahlen Backsteinwand entlang bis er auf eine an der Wand befestigten Leiter traf. Hinter ihm kam Ètienne der Gasse immer näher. Torna lehnte sich eng an die Wand und versuchte, kaum zu atmen.


    Als Ètienne auf seinen Gegner zufiel, machte dieser sich aus dem Staub. Er war nicht verwundert, er hatte sich schon gedacht, dass sein Gegner sich auf einen Nahkampf nicht einlassen wollte. Er schaute kurz neben sich, sein Helfer war immer noch mit dem zurückgelassen Drachen beschäftigt. Er schaute sich wieder nach seinem Gegner um und konnte gerade noch sehen wie dieser in eine Gasse bog. „Na, mal sehen ob wir dich da nicht wieder rauskriegen.“ Ètienne grinste ein wenig und steckte dann seinen Dolch weg, um aus seiner anderen Tasche seiner Hose ein paar Nadeln zu holen. Er hielt die Nadeln mit seinem Mund fest und umschloss nun wieder seinen Wächter. Nachdem er seine Augen geschlossen hatte und eine Sekunden vergangen waren, begann der Wächter zu leuchten. Jedoch dieses Mal waren die Augen und Schnitzereien blutrot. Nachdem um Ètienne ebenfalls ein blutroter Schwall, ähnlich eines Lufstoßes der von unten nach oben wehte, umgeben worden war, öffnete er wieder die Augen, wobei auch der Schwall wieder verschwunden war. Nun nahm er sich eine Nadel nach der anderen aus seinem Mund. Die erste steckte er sich in die linke Seite unter die Rippe. Durch das leichte pieken zuckten seine Muskeln zusammen. Dasselbe tat er dann über seiner Brust. Entweder musste man seinem Gegner in Wunden stechen oder man nahm ihm systematisch zum Beispiel die Luft. Die letzte Nadel steckte er sich auf die andere Seite. Das schöne a dieser Sache, auch wenn er die Nadeln nun entfernte, seinem Gegner würde es eine Zeit lang länger weh tun. Nun wartete er ab und schaute kurz zurück zu seinem Tiergeist. Um nicht noch von einem Drachen angegriffen zu werden.



    OT: Geimeinschaftspost mit SiJAVB.

  • Die Zeit, die Torna in der Dunkelheit verbringen musste, wirkte auf ihn wie eine Ewigkeit. Lange Zeit hörte man nur ein vereinzeltes Geschrei von Ètiennes Raben, dann war es wieder still - bis auf einmal ein stechen in Tornas linker Brust auftrat, das ihm buchstäblich die Luft nahm. Als hätte ein kleines, fieses Insekt sich unter Tornas Kleidung versteckt und nun Hunger bekommen. Torna packte sich an die Brust, spürte jedoch nichts. Vielmehr musste er vor Schmerzen zu Boden sinken, wo er sich krümmte, bis schließlich ein weiterer Stich in seiner rechten Brust auftauchte. Torna musste husten, doch er unterdrückte das Geräusch, das ihn verraten hätte – obwohl sein Feind anscheinend schon wusste, wo er sich versteckte. Torna spürte ein Gefühl tiefer Zufriedenheit auf der Straße, die er eben noch verlassen hatte.
    Torna versuchte, den Schmerz zu unterdrücken, so schwer es ihm auch viel. Eine verirrte Träne schlängelte sich ihren Weg Tornas Wange herunter, als er langsam aufstand und nach der Leiter an der Wand suchte. Er wollte weiterhin gewinnen, er musste gewinnen. Niemand wäre von ihm überzeugt, wenn er als Verlierer aus diesem Kampf herausginge. Vielmehr würden alle Bestätigung fühlen.
    Nur langsam und unter großem Kraftaufwand zog er sich an der Leiter hoch. Auf dem Flachdach des Hauses angekommen, fiel Torna erneut auf die Knie. Eine Flüssigkeit sammelte sich in seinem Mund – Hoffentlich nur Spucke –, doch das tiefe Rot seiner Spucke bewies ihm, dass die Stiche mehr waren, als einfach nur Stiche.
    Er krabbelte bis zum Rand des Daches und starrte auf die unter ihm liegende Szenerie. Sein Drache war mysteriöser Weise immer noch mit dem kleinen Raben beschäftigt, doch schnell blickte er auf seinen eigentlich Gegner. Ètienne starrte weiterhin auf dunkle Gasse. Torna schlich etwas zurück und in Gedanken richtete er seinen Wunsch sowohl an Aliquer, als auch an jemanden, der dort oben im Himmel auf sie schaute: Bitte komm und hilf mir! Sofort lies sein Drache von dem Raben ab und kam auf das Flachdach gesegelt.
    In nur wenigen Sekunden, dem war sich Torna sicher, wird entweder eine neue Attacke kommen, oder Ètienne wird auftauchen.

  • Ètienne wartete eine Weile, doch immer noch zeigte sein Gegner sich nicht. Hatte er das Ritual vielleicht falsch ausgeführt? Oder war sein Gegner robuster, als er dachte? Auf jedenfall hatte seine kleine Überraschung nicht bewirkt, dass der Junge aus seinem Versteck kam. Plötzlich flog neben ihm sein Drache vorbei, hinauf zu einem Haus. „Da hat er sich also verkrümelt.“ Als sein Helfer hinter her fliegen wollte bremste ihn Ètienne zuerst mit einer Handgeste. Dieser Torna war also definitiv Telekinet, würde er dann die Höhe nutzen um die Dinge um ihn herum zu kontrollieren? Aber auf jedenfall war es offensichtlich, dass er keine Chance hatte ihm näher zu kommen. Er würde wieder die Distanz suchen. Am liebsten hätte Ètienne einfach aufgehört, das alles war viel zu anstrengend und überhaupt, musste man sich denn erst fast umbringen, damit dieser Kampf entschieden würde? Er war sich unsicher, was er nun tun sollte. Viel blieb ihm nicht übrig, dort oben kann er seinen Geist nicht mehr führen. Er wäre schutzlos ausgeliefert. Also holte er den Raben mit einer Handbewegung, gleich einem langsamen Winken zurück, wobei er die Hand schloss. Der Geist verpuffte sofort in dunklem Rauch. Nun würden sich seine Kräfte auch besser regenerieren. Er dachte über eine geeignete Strategie nach, ging dabei jedoch langsam auf das Haus zu. Auf so eine Distanz hatte Ètienne nur eine Chance. Würde er ebenfalls hinauf kommen, könnte Torna ihn sofort angreifen. Vor Anstrengung zuckte kurz Ètiennes rechtes Auge. Als er kurz vor der Hauswand stand, seufzte er und holte wieder seinen Wächter hervor. Erneut ließ er die Augen des Wächters blutrot aufleuchten um danach einige Nadeln aus seiner Tasche zu holen. Eine Nadel steckte er sich nun über den Bauchnadel, eine andere wieder über die Brust. Zu seinem Pech steckte er vor Aufregung die Nadel am Bauch etwas zu tief und musste zucken. „Au!..“ Er zog die Nadel wieder langsam hinaus, wobei sich ein kleiner Tropfen Blut an der Einstichstelle sammelte. Ewig würde er doch seine Nadeln nicht aushalten wollen, oder? Er leckte sich den Zeigefinger und strich das Blut ab. Erneut wartete Ètienne auf eine Reaktion seines Gegners.

  • "Und wenn ich richtig vermute sind sie 'Lord Shen'?", war die Frage des Teilnehmers, der sich tatsächlich als Kenji herausstellte. Doch noch bevor Shen dies bejahen konnte, öffneten sich die Tore und der Rollstuhlfahrer fuhr hindurch, während der Pfauenmann noch mit einem mulmigen Gefühl dastand. "Die Feuerlandschaft von Erdenwut" klang alles andere als angenehm, doch dort musste er nun durch. Mit einigen Schritten seiner bewaffneten Füße ging Shen schließlich durch das Portal.
    Auf der anderen Seite erwarteten ihn und sein Gegner eine geradezu schrecklich lebensfeindliche Umgebung. Um sie herum befanden sich viele gewaltige Vulkane, aus denen wie von Wut genährt pulsierende Lavaflüsse hinunterflossen. Der Boden war schwarz und leblos, wie der Grund der in Shens Heimat überlieferten Hölle. Zu allem Überfluss standen die beiden Teilnehmer neben einem gewaltigen brennenden See, aus dem die aggressive Flammen lebendig , schon fast erwartungsfreudig emporzüngelten, als könnten sie es kaum erwarten die Teilnehmer zu verschlingen.
    Die Luft war geschwängert von allerlei schwefelähnlichen Gerüchen, unerträglicher Hitze und Rußwolken, die schon nach kurzer Zeit Shens weißes Gewand bedeckten und ihn nun mehr schwarz wie den Boden erscheinen ließen. Von der Brutalität der Umgebung geschockt hob der Pfauenmann seinen Ärmel vor Mund und Nase, um nicht allzu viel von der giftigen Luft einzuatmen, die genau dies schwerfallen ließ.
    Mit einer schnellen Umdrehung wandte er sich nun wieder seinem Gegner Kenji zu, dem die Umgebung wahrscheinlich genau so wenig gefiel wie dem Rotäugigen selbst. Die Hitze war für seinen Rollstuhl bestimmt alles andere als praktisch, doch mit einer schnellen Handbewegung ließ Shen die federartigen Dolche aus seinem Gewand schnappen und klemmte sie zwischen die Finger der Hand, die sich nicht vor seinem Gesicht befand, um anschließend mit einigen bedrohlichen Schritten auf sein Gegenüber zuzugehen. "Ich möchte nicht allzu viel Zeit in dieser Vorhölle verbringen.", sprach Shen gedämpft durch seinen Ärmel. "Also lass uns es schnell hinter und bringen, alles klar?" Angriffsbereit stürmte er nun auf seinen Gegner zu.


    OT: Ich habe jetzt einfach mal die Beschreibung der Umgebung übernommen.

  • Kinou wurde dank dem Strudel mit ihrem Kontrahent in einen dunklen Tunnel gebracht, welcher nur durch violette Kristalle, die aus dem rauem Steinen des Tunnels hervorstachen, ein wenig erhellt wurde. Eine recht unheimliche Atmosphäre für die Wölfin, obwohl sie schon einmal in einer Höhle gewesen war. Irgendwie spürte sie, dass sie sehr tief unter der Welt steckten, vielleicht fehlte ein frischer Luftzug von draußen, und das gefiel ihr nicht. Es gab ihr das Gefühl von Gefangenschaft, nicht frei sein zu dürfen. Die Dunkelheit selbst stellte kein Problem dar, da sie selbst mit sehr schwachem Licht gut sehen konnte. Aber es gab schon einige Flecken, die auch für sie wie pechschwarz wirkten. Für diese Kleinigkeiten wusste die Weiße bereits, sich zu helfen.
    Eita war im Übrigen nicht mitgekommen. Bevor sie durch das Tor geschritten war, hatte sie ihn in der Burg abgesetzt, da er über die anderen Kampffelder gemunkelt hatte. Gletscher, Feuerlandschaft, Wassertiefen... Da würde er doch niemals überleben können, selbst in der Obhut des Tieres! Dann noch eine Arena mit Elektrizität. Wunderbar für sie, doch das insektengroße Kerlchen dürfte schnell durch sein.


    Sollte er sich also lieber in der Burg langweilen, das ersparte ihn wenigstens die Qualen! „Und dann verrät er mich auch nicht gleich!“ Da der Koropokel ein blaues Licht absonderte, welches dennoch schwächer als die Kristalle war, hätte man die Zwei in den dunkelsten Flecken sofort erkannt. Sie schätzte all ihre Gegner in diesem Turnier als kompetent genug, um das zu bemerken. Alle, sogar dieser mechanische Drache,... Delta, so war sein Name, oder? Konnte dieses kleine Kind überhaupt kämpfen? Und da war eine Frage, die das Tier sich im Hinterkopf behielt. Für später, der Gedanke würde erst einmal in einer Ecke verstauben.
    Zumindest rechnete sie mit vielen, verschiedenen Tricks, ehe sie die Gegner unterschätzt und ihnen im Nachhinein unterliegen würde. „Ne ne, Hinterhalt ist besser!“
    Die Wölfin machte einen interessierten Eindruck, wedelte leicht mit ihrer Rute und stand ein wenig sprungbereit, um auf Alistair sofort reagieren zu können, sollte er bereits angreifen.


    Bereits jetzt begutachtete sie die Mine von Mafir genau. Sie erkannte bereits jetzt einige Probleme, die aufkamen, aber es gab schließlich Flecken in den Gängen, welche pechschwarz waren, also wo man sich gut verstecken konnte. „Ich könnte schon ein wenig Schmutz vertragen...“
    Auf dem Boden befanden sich außerdem Schienen. Wenn sie sich nicht täuschte, so mussten damit Rohstoffe aus diesem Planeten mit Loren abtransportiert werden. Die Wölfin konnte sich gar nicht vorstellen, wie das gehen sollte. Wurden die Loren persönlich geschoben? Gezogen von Tieren, welche es bereits gewohnt waren, so tief unten zu leben? In ihrer Ortschaft gab es keine Minen, nur sehr weit entfernt, vermutlich am anderen Ende der Welt, und ohne leuchtende Kristalle. Vermutlich der Grund, warum sie kaum etwas von solchen Dingen erfahren hatte. Sie kannte nur Wälder, Bäche, einen Fluss, Klippen, Höhlen in einem nicht sehr weiten Ausmaß und große Dörfer. Vielleicht noch die Berge im weit entfernten Horizont, aber die waren bisher für sie unerreichbar gewesen.
    Umso mehr Fantasien ergaben sich in dem Tier, soweit welche vorhanden war, wie die Feuerlandschaft aussahen und was Gletscher wirklich waren. Genau wie bei den Minen hörte sie nur Gerüchte von eisigen Bergen. Sie kannte Schnee und Eis, ja natürlich, Winter gab es bei ihr auch, nur es hieß, dass es dort noch viel mehr gab, höher als die wenigen Zentimeter, die es bei ihr Zuhause bloß gab.
    Verwunderlich, dass der Weiße Blitz erst jetzt darüber so nachdachte, was mit den anderen Arenen war, doch sie war eben so. Gerade kurz vor dem Start und schon war sie ganz woanders. Das sollte sich im nächsten Moment bereits ändern...


    Könnte Kinou mit Menschen gewöhnlich reden, so hätte sie Alistair Marez gesagt: „Auf einen guten Kampf!“ Da sie dies aber nicht konnte, starrte sie ihn ohne Weiteres stumm an und wartete ein wenig ab. Erst einige Sekunden später stellte sie sich kampfbereit hin und knurrte bedrohlich, scharrte dabei mit der linken schwarzen Pfote auf dem steinigen Boden.


    OT: Das wird ein Spaß^^

  • Mayu näherte sich Feldman. Er war ihm schon vorher aufgefallen - er war vorhin einige Minuten an Ort und Stelle stehen geblieben, mit einem von Panik geprägten Ausdruck, den Feldman unter "Für spezielle Fälle verwenden" abgelegt hatte. Die Gestalt, die sich ihm nun näherte, erinnerte Feldman ein wenig an ihn selbst: dünn, blass, mit blauen Augen. Der größte Unterschied lag in dem breiten Schal, den sich sein Gegenüber umgeschlungen hatte und der vage Besorgnis in Feldman regte. "Irgendwie wirkt die Bewegung des Schals... falsch," dachte er zu sich selbst. "Die Art und Weise, wie er knittert - darauf sollte ich beim Mimikry besonders achten. Vielleicht hat er irgendetwas mit seinen Fähigkeiten zu tun." Früher oder später hatte alles am Gegner etwas mit seinen Fähigkeiten zu tun, das war einer der Grundsätze des Mimentums. Daher sollte alles so akkurat wie möglich kopiert werden.


    Feldmans Gegner begrüßte ihn mit einem schalgedämpften "Hallo", worauf Feldman knapp nickte. Mayu bedeutete ihm, dass er zuerst durch das Tor treten dürfte, und der Mime kam dieser Aufforderung nach. Nach einem kurzen, unangenehmen Gefühl von Kälte und Lähmung - wie bei einem Collapse - fand sich Feldman auf einer Art Waldlichtung wieder. Zumindest an einer helleren Stelle im Wald, denn dieser Wald entsprach eindeutig dem Begriff "Finsterwald". Feldman hatte selten finstere Bäume gesehen, allerdings hatte Feldman im Allgemeinen nur sehr wenig Bäume gesehen. 2000 Meter über dem Meeresspiegel waren Bäume eher selten, abgesehen von der vereinzelten Riesentanne. Nachdem er weggelaufen war, hatte er selbstverständlich einige Bäume gesehen - schließlich bestand Stalmaria fast ausschließlich aus Wald - aber bis jetzt noch nie so finstere Bäume wie diese hier.


    Um sich selbst klarzumachen, dass dies nicht die Zeit war, in Erinnerungen zu schwelgen, beschloss Feldman sich ein bisschen zu bewegen. Er tat einen Schritt - und der Finsterwald verwandelte sich in einen Sturm aus Licht. Hunderte, nein, Tausende von leuchtenden Insekten krochen aus Astlöchern und unter Blättern hervor und tauchten den gesamten Wald in kaltes, organisches Licht. Feldman trat verwundert einen Schritt zurück. Leuchtende Insekten waren keine Besonderheit in finsteren Gebieten - auf diese Weise lockten sie Beute an oder so etwas. Eichhörnchen mit leuchtenen Schwänzen waren widerum etwas ungewöhlichere Vertreter der Schöpfung. Gab es Eicheln, die auf Licht reagierten?


    Der Mime drehte sich um und bemerkte, dass Mayu ihm gefolgt war. "Selbstverständlich ist er mir gefolgt. Er ist mein Gegner. Wäre er da geblieben, hätte das den Kampf ein bisschen witzlos gemacht," erinnerte sich Feldman in Gedanken. Die Schiedsrichter waren noch nicht da - oder zumindest nicht sichtbar - und genaue Informationen über den Beginn des Kampfes waren noch nicht erfolgt. Aber abgesehen davon - das war ein Turnier ohne Regeln, oder? Man konnte anfangen, wenn einem danach war. Theoretisch könnte er Mayu jetzt ohne Vorwarnung attackieren - aber das ließen die Regeln des Stils nicht zu. Also entschied sich Feldman für folgene Lösung - er zog das Rauhreif, sein Schwert, drehte es, hielt es in Mayus Richtung und fragte: "Also dann. Wollen wir?"


    :ot: : Noxa : Eine Frage - schreiben wir abwechselnd oder machen wir Gemeinschaftsposts?

    No time to search the world around
    'Cause you know where I'll be found
    When I come around
    When I come around, yeah

  • Eine ganze Weile tat sich nicht. Torna lag ausgestreckt auf dem kalten Flachdach des Hauses und achtete auf seinen Atmen: langsam, gleichmäßig, tief. Immer wieder wiederholte er das Ritual, damit er sich beruhigte. Seine Umgebung vergaß er somit schnell, bis ihn ein erneutes Stechen aus seiner Mediation holte. Diesmal biss der Parasit in seinen Bauch, etwas unterhalb seines Magens. Sein Puls erhöhte sich rapide, seine ruhige Atmung drohte zu kollabieren. Sein Drache neben ihm knurrte. Tornas Gegner war stark, er hatte ihn unterschätzt, er hatte das ganze Turnier unterschätzt, doch sollte er jetzt schon aufgeben? Der Kampf war noch nicht zu Ende, denn er wurde noch nicht abgebrochen – weder von einem Schiedsrichter, noch von ihm. Eine unbekannte Art des Willens packte ihn, Euphorie stieg in ihm auf und, so grotesk es wirkte, musste er lächeln. Das alles war nur ein Spiel. Ein sehr ernstes Spiel. Ein Spiel auf Leben und Tod, doch jeder in diesem Turnier wird früher oder später seine Würde und sein Gewissen hintergehen müssen. Die Aussicht, dass er nicht der einzige ist, den solch ein Schicksal auferlegt ist, lies ihn den Schmerz bis zu einem gewissen Maß vergessen.
    Mühevoll rappelte sich Torna auf, sein gesamter Rumpf schmerzte und er musste gekrümmt zu dem Rand des Daches gehen. Unten stand Ètienne, ruhig, gelassen, dass es Torna Angst machte. Um ihn herum standen vereinzelt metallene Kästen, auf die es Torna abgesehen hatte. Womöglich wird ihn dieser Angriff das Leben kosten, doch durch das Adrenalin sah er nur noch durch einen Tunnel und blendete alle Gefahren und Risiken aus. Mit seinem Geist tastete er nach den drei Ètienne am nächsten stehenden Kästen und ruckelte stark an ihm. Ihr Gewicht überstieg Tornas Vorstellungen und seine Telekinese zwang ihn in die Knie. Er keuchte. Aliquer unterstütze ihn mit Emotionen der Zuversicht, Hoffnung und Treue. Torna schöpfte aus ihnen.

  • Nachdem er seine Nadeln verstaut hatte, versuchte Ètienne seine Ohren zu spitzen. Er schloss die Augen und senkte den Kopf. Er hoffte auf einen Schrei, einen Ruf, irgendwas. Einen Moment lang bildete er sich ein ein keuchen zu hören, doch das konnte nicht sein, es herrschte eine unheimliche Stille in dieser Stadt. Doch er konzentrierte sich weiter, vielleicht würde er ja seinen Drachen losschicken? Plötzlich vernahm er ein knarrendes Geräusch, langsam öffnete er die Augen, den Blick nach unten gerichtet. Was war das bloß? Es herrschte wieder Stille, doch nach kurzer Zeit hörte er es wieder, doch dieses Mal schien es näher zu kommen. Er schaute nach oben, als er sah, dass sich drei Autos auf ihn zu bewegten. "Verdammte sch!..." Er versuchte in die Gasse zu rennen, in der zuvor Torna Unterschlupf gefunden hatte. Doch die Autos waren schneller als er gedacht hatte, eines prallte zum Glück hinter ihm an die Hauswand, doch die anderen zwei kamen direkt auf ihn zu. Im letzten Moment versuchte er auf sie zu springen, wobei er sich den Fuß zwischen den zwei Autos klemmte. Er unterdrückte den Schmerz und rannte weiter in die Gasse, die Leiter halb hoch und setzte sich auf eine der Stufen. Er schaute seinen Fuß an, der Schmerz schien eher innerlich zu sein, von außen war nur sein Knöchel gerötet. Er saß eine kurze Weile dort und versuchte wieder zu Atem zu kommen. Dann überlegte er, was sollte er nun tun? Einfach auf das Dach stürmen? Aber was dann? Er wollte dem Jungen eigentlich gar nicht weh tun. Musste er denn erst mit seinem Dolch auf ihn losgehen? Von alleine würde er sicherlich nicht aufgeben. Da kam ihn eine Idee. Er würde es einfach wieder mit einem Geist versuchen. Sollte dieser sich doch mit ihm befassen. Diese Geister hatten einen eigenen Willen, selbst Ètienne konnte sie manchmal nicht bändigen. Er atmete tief aus. Dann zog er sich an der Leiter hoch und ging mit schnellen Schritten nach oben. Fast auf dem Dach angekommen versuchte er sofort Torna ausfindig zu machen. Doch dieser war weit vorne. Er schien seine Attacken wohl doch um einiges mehr gespürt zu haben, als er dachte. Langsam kletterte er auf das Dach und ging rückwärts, darauf Bedacht einen gewissen Abstand zu bewahren. Aber wie er da so kniete, sollte das wirklich eine Falle sein? Ètienne kam nicht darum Mitleid zu empfinden, einige Zeit stand er einfach nur da und beobachtete seinen Gegner. Er wollte das hier nicht tun. Warum gab er nicht einfach auf? Er verzweifelte fast bei seiner Entscheidung, bis er letzlich seinen Wächter hervorholte. Immer noch mitgenommen vom Anblick sagte er leise den Rituals Spruch: "Lespri Bondye a ki m'ap rele, hielf donpteur ou." Der Wächter begann zu leuchten und vor Ètienne formte sich wieder etwas aus Rauch. Dieses Mal sollte ein grauer Wolf ihm helfen. Er zögerte kurz doch dann gab er langsam die Handgeste auf seinen Gegner loszustürmen. Der Wolf heulte kurz auf und rannte dann entschlossen auf Torna zu, mit dem Ziel nach allem zu beißen, was ihm vor die Schnauze kam. Mit trauriger Mine schaute Ètienne seinem Geist nach.


    OT: Ja, das was Ètienne sagt ist Haitisch. Ich habe mir das nicht ausgedacht. : |

  • OT: Ilécto beginnt, ab da wechseln wir uns ab. --- steht für einen Sichtwechsel.
    Legende:
    grün = Ilécto blau = Withlyn


    Ihre Gegnerin beachtete sie kaum und speiste sie mit einer kalten Antwort ab. Ilécto konnte sich sowieso kaum auf etwas anderes als ihre Angst konzentrieren, also war das okay. Die Minuten verstrichen wie Stunden. Verzweifelt versuchte die Mona, ein Zittern zu unterdrücken. Nach ewigen Minuten öffnete sich schließlich das Tor und gab einen weiteren Strudel frei, ähnlich wie der Eingang.
    Toll, also gehe ich schwindelig in meinen Tod. Was solls.
    Mit zusammengekniffenen Augen trat sie in die bunten Farben, ohne Wizz noch eines Blickes zu würdigen. Es war nicht so schlimm wie gedacht. Eigentlich merkte sie es überhaupt nicht. Es war, als läge sie auf einem Fell, das sich langsam dreht. Fast entspannte sie sich - bis sie plötzlich frei fiel.
    Panisch schrie Ilécto auf und ruderte mit den Armen, um sich irgendwo festzuhalten. Sie konnte einfach nicht aufhören, zu kreischen. Die bringen mich um, die bringen mich sofort um! "Die bringen mich um!" Oh, das hab ich wohl laut gesagt...
    Mit einem Rumms landete sie hart auf einem schwarzen Felsen. Ihre Beine knickten kurz ein, Wassertropfen spritzen ihr ins Gesicht. Sie brauchte all ihre Überwindung, um die mandelförmigen Augen zu öffnen.
    Um sie herum war eine schwarze, glatte Oberfläche. Das muss Wasser sein. So sieht das Zeug also aus, das die Menschen literweise in sich reinpumpen. Sie war undurchsichtig und wirkte bedrohlicher als alles, was Ilécto je gesehen hatte. Bloß nicht berühren!
    Links und rechts von ihr ragten zwei weitere Felsen aus dem "Wasser". Sie waren genau so groß und in diesem Moment landete Wizz auf dem Stein rechts von ihr. Panisch starrte Ilécto ihr ins Gesicht. Sollte sie doch all ihre Gefühle erkennen, vielleicht schaffte sie es wenigstens, so viel Mitleid zu erregen, dass es schnell ging.

    ---
    Als Wizz den "Dimensionsstrudel" betrat, erwartete sie dasselbe Gefühl wie zuvor. Tatsächlich fühlte es sich ähnlich an, wie bei ihrer Ankunft, doch irgendwann wurde es irgendwie etwas kälter. Auch kam es Wizz so vor, als wäre der Strudel nict mehr ganz so farbenfroh wie zu beginn, allerdings könnte es auch bloße Spekulation sein. Mit einem tiefen Atemzug sammelte sie sich noch schnell, bevor sie plötzlich frei viel. Überrascht schaffte ie es gerade noch in eine anständige "Freifall"-Pose zu gelangen, sodass sie schmerzfrei und nciht mit dem Kopf voran auf einem nur wenige Quadratmeter großen Stein zu landen. Sie hatte einen betäubten Aufschrei ihrer Gegnerin vernohmen, und wandte sich nun an ihre Linke, um auf einem anderen Stein Ilécto zu entdecken. Withlyn sah ihr sofort an, dass sie um einiges nervöser sein musste als sie selbst. Sie warf noch einen kurzen Blick auf ihre Umgebung - schwarze Tiefe, soweit das Auge reichte, sonst keine Menschenseele, woraus sie schleißen konnte, dass der Kampf sofort beginnen sollte - und wandte sich dann wieder an Ilécto. "Kurz und schmerzlos", dachte sie noch, dann flüsterte sie noch die Worte: „Aktivierung der Eisgleiter – positiv“ und stürmte bereits mit erhobener Rechten auf Ilécto zu.
    OT: Sind da nicht eigentlich nur zwei Steine? Einer für jeden von uns? Du hast was von drei geschrieben...
    ---
    Ihre Gegnerin schien nicht viel von Mitleid zu halten. Sie sah sich kurz und berechnend um, bevor sie Ilécto mit einem mordlustigen Blick ansah. Sie erhob ihre muskulöse, vernarbte rechte Hand und stürmte auf sie zu. Stürmte auf sie zu?
    Sie kann über Wasser laufen? Womit in aller Welt habe ich das verdient? schrie Ilécto stumm zum Himmel. Das schwarze Wasser war plötzlich blauweiß und spiegelnd. Im letzten Moment nahm die Mona sich zusammen und sprang verzweifelt zu ihrer Seite. Dank ihrer hervorragenden Schnelligkeit konnte sie Schlimmes vermeiden, doch ihr linker Arm bekam einen tiefen Kratzer ab, aus dem sofort Silberwasser floss. Es brannte wie Feuer. Ilécto biss sich fast ihre Eckzähne aus bei dem Versuch, den Schmerz aus ihrem Gesicht zu vertreiben. Das Silber verbreitete sich auf dem ganzen Arm.
    Adrenalin durchströmte Ilécto, als sie zitternd in ihren Haaren wühlte und den Bumerang herauszog. Sie zielte kurz und warf das glitzernde Schmuckstück dann zielsicher ab. Sie wusste, dass es treffen würde. Dann nahm sie ein wenig Anlauf und sprang mühelos auf den benachbarten Stein.


    OT: Zur Erklärung. Mona bluten ein besonderes, sehr heißes Wasser. Deshalb haben sie auch so eine Angst davor, naja nicht nur deswegen.
    Ah verdammt, ich hab das mit der Größe verwechselt >.<
    Hast du was dagegen wenn ich das Endergebnis poste?

    ---
    Eine Sekunde war ihr Opfer noch mitten in der Schusslinie, in der nächsten spürte Wizz noch einen viel zu knappen Wiederstand, um dass sie hätte Ilécto voll getroffen, und als sie sich umwandte, sah sie Ilécto mit einem verbissenen Gesichtsausdruck nur knapp von ihr entfernt. "Sie ist schnell.", dachte Withlyn verbissen, doch ihre Miene blieb die ganze Zeit ausdruckslos. natürlich wäre es nicht so einfach geworden. Eigentlich kämpfte die Weißhaarige auf Tempo, nun musste sie sich für ihre viel schnellere Gegnerin etwas anderes überlegen. Wenigstens hatte Withlyn einen Treffer am linken Arm gelandet - "Silbernes Blut?!", schoss es ihr durch den Kopf, als sie die Verletzung Iléctos erblickte, welche sich allerdings bereits mit einer Hand durch die Haare fuhr. gerade noch schaffte Wizz es, ihren Kopf einzuziehen, schon schoss der Bumerang nur um Millimeter an ihrem Gesicht vorbei. Das albinotische Mädchen wandte sich wieder an ihre Gegnerin, die in der zwischenzeit auf den nächsten Stein gesprungen war. Gerade wollte Wizz hinterher, als sie ein Rauschen hinter sich vernahm. Sie wich im letzten Moment dem wiederkehrenden Bumerang aus, wurde allerdings leicht an der Seite erwischt. "Einen Bumerang vergessen, wie dumm von mir.", dachte Withlyn und sprintete ihrer Gegnerin hinterher. Wieder hatte sie die Rechte erhoben, doch wenn Ilécto wieder ausweichen wollte, würde sie Withlyns Linke zu spüren bekommen.

    OT: Natürlich kannst du das Ergebnis posten, wenn du willst^^

    ---
    Überrascht starrte Wizz auf ihre Wunde, aus der das Blut nun etwas langsamer floss. Ihre Seite war durch den Bumerang verletzt, doch sie schien es kaum zu spüren. Das Brennen ging zurück. Ilécto hüpfte kurz hoch, um den Bumerang aufzufangen, doch das weißhaarige Mädchen rannte schon wieder auf sie zu.
    Lass mich doch einfach in Ruhe! Was hab ich dir denn getan?
    Geschwächt von ihrer Wunde duckte sich Ilécto beinahe träge für eine Mona unter ihrer rechten Hand hindurch, als sie einen Hieb in den Magen bekam. Ihr wurde übel und schwarz vor Augen, als sie meterweit durch die Luft flog. Silberblut spritze aus ihrem Arm durch die Arena und in Wizz Augen hinein. Vielleicht kann sie mich ja jetzt nicht mehr sehen...
    Ganz kurz wurde sie ohnmächtig, bevor sie hart auf dem Wasser landete. Auf dem Wasser?!
    Tatsächlich war das Wasser zu einer weißblau gefärbten, zwar schrecklich kalten, aber vollkommen festen und glatten Fläche geworden. Vorsichtig versuchte sie, aufzustehen. Ein Schmerz zuckte durch ihr rechtes Bein und sie brach zusammen, während sie alle Flüche zischte, die sie nur kannte - und das waren einige. Es fühlte sich an, als ob man ihr Innerstes in winzige Stücke zerbrochen hätte und die Splitter nun auf ihr gesamtes Bein einhackten. Es war rosa verfärbt. Sie hat mir die Knochen gebrochen... und ich hatte gehofft, dass es schnell gehen würde...
    Tränen schossen ihr in die Augen, die sie hastig schloss. Es tat so weh. Wieso musste mein Stamm gerade mich hier hin senden? Was habe ich verbrochen? Ich hab ihnen doch immer gutes Fleisch besorgt. "Lasst mich hier weg..." murmelte die Mona leise und blieb einfach liegen. Mit letzter Kraft setzte sie ihren Körper unter Strom, damit Wizz wenigstens noch etwas abbekam, bevor sie sie noch einmal durch die Luft schleuderte. Es würde sie nicht umbringen, aber hoffentlich ein paar Minuten lähmen. Hoffentlich.

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    Wie berechnet, erwischte Wizz das kleine Mädchen mit der Linken mitten in der Magengrube. Sie beobachtete, wie die Kleine meterweit durch die Luft flog und schließlich auf Wizzs Eisbahn landete, die nur langsam vor sich hinschmolz. Silbernes Blut war Withlyn ins Gesicht geflossen und hatte ihr rechtes Auge getroffen. Es fühlte sich merkwürdig heiß an, und sie schloß ihr Auge vor Schmerz, konnte sie das Blut mit ihrer Waffe schließlich nicht abwischen.
    Withlyn wandte sich wieder an ihre Gegnerin, auch nur durch ihr linkes Auge konnte sie mehr als gut erkennen, dass sie starke Schmerzen litt. Logiscg, ihr Körper war zierlich, ihre Kleidung bot keinen Schutz. Ein weiterer Schlag würde sie an die Grenzen von Leben und Tod befördern.
    "Gibst du auf?", fragte sie Ilécto, während sie mit ausdrucklosem Gesicht ihr Bein musterte. Es bracuhte nicht viel um zu erkennen, dass es gebrochen war.

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    Ihre Gegnerin schlug sie nicht, berührte sie nicht. Sie stand nur vor ihr, während sich langsam immer mehr Wunden an Iléctos Körper auftaten und Silberblut hinaussickerte, immer noch vollkommen gefühllos, nur den Schmerz, den ihr rechtes Auge durch ihren Körper strahlte, konnte sie nicht verbergen. Wegen ihren Waffen konnte sie nicht darüberwischen.
    "Gibst du auf?" fragte sie. Sie schien zu wissen, dass ihr Bein gebrochen war.
    "Wieso willst du mich töten?"
    Die Frage war geflüstert. Ilécto stöhnte über ihre Dummheit. Ein Zahn war ihr abgebrochen, als sie zu fest darauf gebissen hatte, doch Zähne wuchsen schnell nach. Sie waren Massenware. Noch immer stand ihr Körper unter Strom, doch sie gab ihn auf. Nun lag sie direkt vor ihrer Mörderin und hatte keine Chancen, sich zu wehren. Wizz war kein Mensch, der viel Mitleid bewies. Aber vielleicht würde sie es schnell gehen lassen. Sterben würde sie so oder so - Moné waren so klein, dass sie einen schnellen Blutverlust kaum verkraften können- , damit hatte sie sich schon abgefunden, als sie für das Turnier ausgewählt wurde. Hoffentlich würde ihre Schwester ihren Bumerang bekommen. Sie hatte sie immer beneidet.
    Ilécto blickte Wizz in die Augen.

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    Iléctos gesundheitlicher Zustand schien sich von Sekunde zu Sekunde zu verschlechtern. Wizz wollte, dass sie endlich aufgab, damit sie nicht länger leiden musste und der flotte Sieg endlich in der Tasche war. Warum gab dieses Mädchen nicht einfach auf? "Sie hat auch einen Wunsch.", dachte Wizz. Jeder hatte einen Wunsch, und manche schienen sogar bereit dafür zu sterben. Rational gedacht war dies natürlich purer Unsinn.
    "Wieso willst du mich töten?", fragte Ilécto. Ihre stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Die Frage verwirrte Withlyn ziemlich, trotzdem blickte sie ihr direkt in die Augen.
    Sie legte den fragend den Kopf schief, als sie monoton antwortete: "Will ich doch gar nicht."
    Wollte sie ja wirklich nicht. Gewinnen und ihre Mutter zurückholen. Das zählte. Die Erfüllung ihres Wunsches. Und bei einem fairen Arenakampf war Mord nicht in Wizzs Wörterbuch, jedenfalls unter normalen Umständen nicht. Dieser Kampf aber war von vorne rein nicht wirklich fair für Ilécto verlaufen, warum unschuldige Leben opfern?

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    Wizz legte den Kopf schief. "Will ich doch gar nicht" antwortete sie. Man hörte so etwas wie Verwirrung heraus. Wartend starrte das Mädchen die Mona an.
    Ilécto schloss kurz die Augen. "Am Ende wird dem Gewinner ein Wunsch erfüllt. Und ein Preisgeld. Und ich werde dir nicht mehr... im Weg stehen..." ihre Stimme wurde leiser.
    "Es tut weh."
    Immer noch sah Wizz sie an. Ilécto schloss endgültig die Augen. "Sag denen doch bitte von mir... dass du... gewonnen hast..."
    Der Tod war blau. Wie der Himmel, aber anders als Blut. Langsam wurde das Wasser wieder nass.


    OT: Joa ich hör hier auf. Kannst noch was ergänzen. ^^

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    Wizz musste sich anstrengen, um die letzten Worte Iléctos noch zu verstehen, bevor diese die Augen schloss. Endgültig?
    Mit der Situation etwas überfordert kniete Withlyn sich zu Ilécto und schüttelte sie leicht, langsam ein mulmiges Gefühl in ihr aufsteigend. "Sie wird jawohl nicht sterben? Wer stirbt bitte von einem gebrochenen Bein?"
    Sie nahm den silber überströmten Arm des Mädchen in ihre Rechte und versuchte ihren Puls zu ertasten, doch durch ihre Handschuhe konnte sie nichts fühlen. "Beruhige dich!" schärfte sie sich ein. Ok, sie war offensichtlich schwerer verletzt, als es schien und als sie sein sollte. Welche erste Hilfe leistete man bei so etwas? Oder war es wirklich schon zu spät?


    OT: hast du Ilécto jetzt wirklich umgebracht, oder was? Willst du aussteigen, oder wie? *verwirrt*

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    OT: Nein Gott, die haben doch da so coole Ärzte. Ilécto kommt schon durch, Sterben ist gegen die Regeln :D

  • Mit einem lauten Knallen, das die Stille der Nacht durchbrach, knallten die Kästen, wie von einem Magneten angezogen, gegen die Öffnung der engen Gasse. Ètienne rannte aufgebracht ihn sie hinein – er war in Sicherheit.
    Torna hatte sein Ziel erreicht – vorerst. Der Zauber war ziemlich stark gewesen, er hatten ihn noch mehr geschwächt. Er hoffte, dass Ètienne schnell aufgeben würde, den lange würde er das nicht mehr aushalten. Außerdem hoffte er auf einen Fehler, einen winzig kleinen Fehler, den sein Gegner begehen würde. Sollte Torna solch ein Fehler auffallen, würde er alles daran setzte, ihn für sich auszunutzen. Das Blatt kann noch gewendet werden...
    Schwer atmend und weiterhin etwas Blut hustend kniete er da, auf dem Rande des Daches, und starrte auf die Straße unter ihn. Sie war leer gefegt. Die Wracks der metallen Kästen versperrten Ètienne den Ausgang, andere standen wiederum in Reih und Glied auf der Straße aufgereiht. Hatte Ètienne bereits die Leiter gefunden? Es war wahrscheinlich. Ètienne war nicht dumm – ganz im Gegenteil. Er hatte sich gleich von Anfang an in dieser Umgebung wohl gefüllt, besaß den ganzen Kampf, wenn man ihn so nennen darf, über die Oberhand – Torna selbst war immer nur das verschreckt Hühnchen gewesen. Doch das sollte sich ändern. Er war bereits so weit gesunken, dass er sich gewachsen sah, alle anderen Gegner, die ihm gegeben werden, zu zermalmen, zu zertreten, einfach aus Versehen, wie man es bei Ameisen oder Würmern machte.
    Irgendwann hätte es dazu kommen müssen, doch schon wie im Vorhinein erschrak des Geheul Torna und er zuckte zusammen, wissend, dass es um ihn nicht gut bestellt war. Blitzschnell drehte er sich um, sah gerade noch, wie ein schwarzer Wolf auf ihn zugerannt kam – mit gebleckten Zähnen, aufgebracht, wütend; getrimmt, das zu machen, was von ihm erwartet wird: alles zu zermalmen, was vor seine Schnauze kommt. Torna sprang wider Willen auf – sein Rumpf drohte auseinanderzureißen – und rannte zur Seite weg. Das Dach war nicht groß und fast am anderen Ende des Daches angelangt, blieb er stehen, und starrte den Wolf an, der ungebändigt auf ihn zu gerannt kam. Unüberlegt schlug er einfach auf den Wolf ein. Wie sollte man sich schon gegen einen Wolf wehren. Mit Händen und Füßen drosch Torna auf das Tier ein, doch der Erfolg war ihm nicht gesichert.


    Ich hoffe, ich ziehe den Kampf nicht noch unnötig in die Länge^^