[Hoenn] Die Herrschaft des Himmels

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  • Nach der Ankunft in seinem Zimmer sagte Jack rasch gute Nacht zu seinen beiden Zimmergenossen und war einige Minuten später bereits im Bett. Er konnte jedoch nicht direkt einschlafen und ihm ging der ereignisreiche Tag noch ein paar Mal durch den Kopf. Dieser Tag war schließlich einer mit einem einmaligen Erlebnis, dass man wahrscheinlich nicht öfters mitmacht, zumindest hoffte Jack das. Im Nachhinein versuchte er seine Ziele für den kommenden Tag einmal in Gedanken aufzulisten. Spaziergang wahrscheinlich erst am späten Morgen oder frühen Mittag, Sarah fragen ob ein paar Mitglieder sich vielleicht auf eine Beerensuche begeben sollten um die Vorräte der Gruppe aufzustocken, einen Gruppenkampf mit Steve, Felix und einer noch zu findenden Person machen und natürlich der Gruppe so gut wie möglich helfen. Diese groben Hauptideen schienen Jack noch im Bereich des Möglichen zu sein und mit zufriedener Miene und Evoli auf seiner Decke liegend schlief er ein.

    Am Morgen erwachte Jack langsam, nach einigen Minuten Hin- und Hergewälze regte er sich auf, rieb sich die Augen kurz und überprüfte ob noch ein Trainer oder Pokémon im Zimmer bereits wach war. Es schien als haben Steve und Aura sogar bereits das Zimmer verlassen. Etwas unter Panik, vielleicht zu lange geschlafen zu haben, bewegte sich Jack langsam aus dem Bett, nahm seine Klamotten und Badezeug und schlich schon fast aus dem Zimmer heraus um Felix und Evoli nicht zu wecken. Er machte sich auf den Weg Richtung Bad und nachdem er noch ein letztes Mal gähnte sah er die geschlossene Tür schon. Als er sie öffnen wollte stellte Jack jedoch fest, dass die Tür verschlossen war.


    Mit Jan an der Front, begaben sich die beiden Trainer zum Badezimmer. Der Flur war bis auf die beiden, ziemlich leer. Mit Ausnahme eines jungen blonden Mannes,der vor dem Bad stand. „Moin.“, rief Siegfried zu ihm und hob seine Hand.Melisa grüßte ihn ebenfalls. Im nächsten Moment fragte er sich selbst, warum er draußen stand und nicht reingeht. „Ist das Bad besetzt?“, fragte er.


    Die Tür war also verschlossen, nun stellte sich die Frage anklopfen und nachfragen oder demjenigen seine Ruhe lassen und wieder gehen? Während diesen Überlegungen hörte Jack wie er von hinten angesprochen wurde und erschrak dabei leicht. „G-Guten Morgen! Ich gehe mal davon aus, da die Tür verschlossen ist.“ Er war kurz still, erkannte Siegfried und Jan und fuhr dann fort: „Ich habe zwar bisher noch nicht angeklopft um nachzufragen, da es noch früh ist könnte es möglicherweise eine Störung für die noch Schlafenden sein.“


    Hmmm“, meinte Jan, nachdem Jack erwähnt hatte, dass er bisher aufgrund der frühen Uhrzeit noch nicht beim Badezimmer angeklopft und nach einem Grund für die verschlossene Tür gefragt hatte. „Also, irgendwie habe ich gerade nicht so wirklich viel Lust, hier im Flur herum stehen und abwarten zu müssen. Aber damit, dass es noch vergleichsweise früh ist und wir die anderen lieber noch schlafen lassen sollten, hast du wahrscheinlich Recht, Jack.“ Nachdem er kurz nachgedacht hatte, kam ihm aber eine Idee: „Was haltet ihr davon, wenn wir erst einmal wieder in unser Zimmer gehen und dort abwarten?“ Er wandte sich nun an Jack: „Wenn du deine Zimmergenossen nicht stören willst, kannst du von mir aus gerne zu auch mit uns kommen. Siegfried und ich teilen uns ein Dreibettzimmer, aber das dritte Bett ist unbenutzt, also stören wir dort niemanden, wenn wir uns unterhalten.“ Er zögerte kurz und fügte dann noch hinzu: „Wenn wir die Zimmertür angelehnt lassen, werden wir es wohl mitbekommen, wenn das Badezimmer wieder frei wird. Und falls es uns zu lange dauert, können wir ja später immer noch beim Badezimmer anklopfen und nachfragen ob das da drin noch lange dauert.


    Nach einer kurzen Überlegung schlug Jan vor in das Zimmer von ihm und Siegfried zu gehen um abzuwarten. Jack wurde auch eingeladen mitzukommen, so könnte man sich etwas unterhalten und abwarten bis das Badezimmer frei wurde und wenn es doch zu lange dauert immer noch anklopfen. Jack nickte und fügte noch hinzu: „Das können wir gerne so machen, die Tür angelehnt zu lassen sollte uns ja über alle Geräusche im Gang hören lassen. Wo befindet sich euer Zimmer denn?“ Jack hätte zwar noch einmal nachschauen können ob Evoli noch nicht wach ist, aber es erschien ihm besser es fürs erste noch ruhen zu lassen, wer weiß wie lang der kommende Tag sein wird?


    Siegfried war damit einverstanden, in ihrem Zimmer zu warten, bis das Bad frei wird. Hier im Flur zu warten wäre keine gute Idee. Keiner von denen wusste ja wie lange wie lange sie überhaupt warten müssen. Zudem würden sie noch den Flur für die Leute blockieren. Und das muss nicht sein. „Unser Zimmer ist gleich dort hinten.“, er zeigte auf die relativ nahe befindliche Zimmertür. „Also ich denke schon, wir dürften noch alles mithören können“, fügte er noch hinzu, bevor er zusammen mit Jan Jack zum Zimmer brachte.

    Nachdem sie den Schlafraum wieder mit ihrer Präsenz schmückten, legte Siegfried seine Klamotten auf das Bett. Und sich selbst gleich mit. Seine Beine legte er auf die Matratze und seinen Rücken lehnte er gegen das hohe Holzbein. Melisa rutschte seine Brust hinunter direkt in seine Hände, wo sie dann vorerst verweilte. Ihr Trainer war in einer positiven Stimmung gesetzt. „Sag“, fing er an und sah Jack an, „haben wir uns eigentlich vorgestellt? Namentlich?


    Nachdem jeder Jans Idee zustimmte zeigte Siegfried den Weg zu ihrem Zimmer. Im Flur blickte Jack sich nochmals um, aber es schien alles immer noch still und leer zu sein. Sie erreichten das Zimmer von Jan und Siegfried sehr schnell, da es relativ in der Nähe war. Siegfried und sein Trasla ließen sich auf einem der Bette nieder und Jack entdeckte zwei Stühle. Er nahm auf dem ihm am nächsten Platz und versuchte auch auf Geräusche aus dem Flur zu achten, es wäre unpraktisch wenn sie die Zeit wo das Bad frei werden würde nicht mitbekommen würden durch ein kleines Gespräch. Auf Siegfrieds Frage hin musste Jack kurz überlegen bevor er antwortete: „Ich glaube nicht richtig. Ich habe aber schon mitbekommen, dass dein Name Siegfried ist.“ Ohne lang zu warten sprach er noch weiter: „Also um es dann jetzt noch einmal richtig nachzuholen“, er reichte Siegfried die Hand und fuhr fort, „Ich bin Jack, freut mich dich offiziell kennenzulernen!


    Nachdem er zusammen mit Siegfried und Jack erneut das Schlafzimmer betreten hatte, setzte Jan sich zunächst einmal auf sein Bett. Weil sich auch Siegfried auf eines der Betten gesetzt hatte, wäre zwar noch einer der beiden Stühle frei gewesen, aber irgendwie fand der Brillenträger, dass das Bett einfach der gemütlichere Sitzplatz war - zumindest für den Moment und solange man sich nirgendwo anlehnen musste. Tatsächlich fragte Siegfried auch gleich, ob er und Jack sich schon einander vorgestellt hatten - und letzterer ging darauf ein, indem er sich vorstellte und dabei erwähnte, dass er Siegfrieds Name bereits mitbekommen hatte.

    Wir haben uns ja gestern Nachmittag schon mit einander unterhalten“, fügte Jan nun ergänzend noch hinzu.

    „Plinfa, pli? Pli plinfa plinfa pli?“, mischte sich einer von seinen kleinen Freunden an dieser Stelle ins Gespräch ein.

    Nein, da kannst du auch nichts von wissen, Plinfa. Das war nämlich während Taubsi, Feurigel und du bei der Untersuchung bei Schwester Joy wart. Und was deine zweite Frage angebt, ist das Badezimmer im Moment besetzt, und wir wollten nicht im Flur warten, wenn wir es hier bequemer haben.


    Siegfried schüttelte Jack die Hand und stellte sich vor: „Sehr erfreut. Ich bin Siegfried. Siegfried Wilder. Reisender Pokemon Trainer.“ Er zeigte auf sein Trasla: „Und das hier ist Melisa. Aber Vorsicht: Kopf streicheln ist untersagt.“ Jan merkte an, dass er und Jack sich schon vorher kennengelernt hatten. Somit war es nicht notwendig sich nochmal vorzustellen. Siegfried nickte kurz zum Verständnis. „Bist du eigentlich Anwohner von Hoenn oder bist du hierhergekommen?


    Reisender Pokémon Trainer... Vielleicht hatte Siegfried ja ein paar tolle Geschichten zu erzählen oder Ratschläge aus Erfahrungen. Jack wusste nicht viel über Traslas, er kannte nur ihre Entwicklungsreihen und wusste dass sie Pokémon mit starken Psycho-Fähigkeiten sind. Wahrscheinlich würde das Streicheln des Kopfes die Konzentration stören oder zumindest dachte Jack das. „Ja, bin ich. Ich komme aus Metarost City und bin dort auch aufgewachsen. Ich habe jedoch nicht allzu viel in der Region gesehen. Deswegen ist diese Reise für mich auch sehr interessant und vor allem wichtig um Erfahrungen zu sammeln.


    OT: Teil1 des Postes von Feuerdrache , Siegfried Wilder und meiner Wenigkeit.

    Mein FC: 3738-0882-4337
    Mega-Gewaldro Mag Lohgock & Gewaldro und Hoenn ist meine Lieblings-Region Mega-Lohgock
    Und züchte ab und zu gerne Evoli, Lieblings-Evoli-Entwicklung ist Glaziola


  • Nachdem Jack auf Siegfrieds Frage geantwortet hatte, dass er zwar in Metarost City aufgewachsen, aber nicht allzu viel von seiner Heimatregion gesehen hatte, fiel Jan auf, dass er von seinem Zimmergenossen irgendwie auch noch recht wenig wusste. Er hatte sich zwar auf der Überfahrt mit dem Wailmer mit ihm und dem Mädchen unterhalten, aber dabei fast nur von sich selbst erzählt. Weil er jetzt aber irgendwie neugierig geworden war, wandte er sich nun einmal an den braunhaarigen jungen Mann: „Wo kommst du eigentlich her, Siegfried? Wenn ich mich richtig erinnere, hast du gestern auf unserer gemeinsamen Seereise nicht so viel darüber verraten.


    Ah. Du bist in gewisser Weise auch ein Trainer auf Reisen.“, sagte der junge Trainer mit einem Lächeln im Gesicht. Besonders seine Aussage, dass er Hoenn bereisen möchte, hatte Siegfrieds Interesse gewonnen, da er selbst auch die Region bereisen möchte. „Vielleicht können wir uns ja zusammen tun. Ich hab nämlich auch vor die Region zu bereisen.

    Doch bevor Jack seine Antwort geben konnte, merkte Jan eine Sache an. Außer seinem Namen wissen die beiden nichts über Siegfried. Es war eigentlich lange überfällig es zumindest Jan mitzuteilen, doch bisher hatte er es nicht als notwendig betrachtet. „Ja, das stimmt. Ich hab mich eher zurückgehalten und geschwiegen was mein Zuhause angeht. Aber ich komm wohl nicht mehr drum rum. Ich komme aus Einall. Der Stadt Tessera um genau zu sein. Es ist eigentlich eine schöne Stadt zum Verschnaufen und man trifft viele Leute, die unterwegs sind. Aber mir wurde es zu langweilig dort. Und ohne den alten Mann hätte ich nie die Gelegenheit bekommen, eine derartige Reise zu unternehmen.


    Siegfried erzählte, dass er aus Einall kam. Der Name der Stadt Tessera sagte Jan zwar nichts, aber das musste nichts bedeuten. Auf den Urlaubsreisen hatte er zusammen mit den anderen Kindern des Waisenhauses viele Städte gesucht, deren Namen er inzwischen schon wieder vergessen hatte. Aber weil die Betreuer die Gruppe immer beisammen gehalten hatten, hatte er damals auch nicht wirklich viel von den besuchten Städten mitbekommen. Als Siegfried aber dann erwähnte, dass er ohne ‚den alten Mann‘ wohl niemals die Gelegenheit für seine Pokemonreise bekommen hätte, war der Mentalist mit der Brandnarbe im Gesicht etwas verwirrt. „Wen meinst du mit ‚den alten Mann‘?“, fragte er deshalb. „Beziehst du dich da auf irgend jemanden, den wir kennen müssten?


    Ne. Ihr könnt ihn nicht kennen. Er war kein berühmter Professor oder Arenaleiter. Nur ein alter Mann, der sich in der Stadt niederlassen wollte. Wenn du seinen Namen wissen willst, es ist Walter. Seinen Nachnamen kenne ich nicht.“ Siegfried schaute kurz zur Tür. Er dachte, er hätte was gehört, aber es war nichts. „Na jedenfalls war es halt so, dass wir uns auf dem Trainingsfeld begegnet sind und wir einen Kampf ausgetragen haben. Warum er mit mir kämpfen wollte war mir relativ egal. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass er sich in der Stadt ein Haus für sich und seine Frau gekauft hatte. Sein Pokemon Serpifeu wollte er an jemand kompetenten weitergeben. Er wollte ihnen die Möglichkeit geben noch weitere Abenteuer zu erleben. Ich war wohl dieser Trainer, den er gesucht hatte, und auch wenn ich den Kampf gegen ihn verloren hatte, war er der Meinung ich habe die Eigenschaften eines solchen Trainers. Und allmählich sehe ich es selbst.


    Ach so“, meinte Jan. Siegfried schien es also in seiner Jugend deutlich besser gehabt zu haben als er selbst. Der Brillenträger mit der Brandnarbe im Gesicht hätte vielleicht noch einmal nachfragen können, wie alt sein Zimmergenosse bei der Begegnung mit dem alten Mann gewesen war oder wie dessen Eltern im Bezug zu Pokemon gestanden hatten, aber irgendwie wollte er auch nicht zu aufdringlich sein. Er wusste ja jetzt so ungefähr, wo Siegfried her kam.

    Aber bevor er sich groß weitere Gedanken über seine beiden Gesprächspartner machen konnte, meldete sich sein Flugpokemon zu Wort: „Taubsi taub? Taubsi taub taub taubsi.

    Oh, das war mir noch gar nicht aufgefallen“, bemerkte Jan und wandte sich nun noch einmal an Siegfried: „Du hast also vier Pokemon? Das Trasla“ (er zeigte auf das auf Siegfrieds Schulter sitzende Pokemon), „Flemmli und Karnimani“ (er zeigte auf das obere Etagenbett, auf dem die beiden genannten Pokemon wohl noch immer schliefen) „und ein Serpifeu?


    Nicht ganz.“, merkte der junge Trainer an, „Ich hab aktuell nur drei Pokemon bei mir. Melisa und die beiden Langschläfer hier oben. Serpifeu habe ich vor ungefähr vier Jahren erhalten. Und inzwischen ist es kein Serpifeu mehr sondern ein Serpiroyal. Wir haben vier Jahre lang Einall und Sinnoh angesehen.“ Siegfried pausierte an der Stelle und überlegte, ob er noch mehr von seiner Vergangenheit erzählen sollte. Es wäre auf jeden Fall ein guter Zeitfüller, bis das Bad frei wäre, aber wenn es Jan und Jack nicht interessiert, wäre es nervtötend.

    Doch bezüglich seines Grasspokemons sollte er noch klarstellen, warum es nicht bei ihm ist: „Es hat während unserer Reise eine gewisse Faszination zu Blumen entwickelt und da wollte ich Serpiroyal die Möglichkeit geben dem so gut es geht nachzukommen. Es kümmert sich um den Garten meiner Eltern. Ich war immer noch daran interessiert die anderen Regionen zu erkunden, aber ich kann meine Pokemon nicht dazu zwingen mit mir zu kommen. Das wäre ungerecht.“ Er schaute Melisa für einen kurzen Moment aus dem Augenwinkel an. „Für mich ergab sich so eine ziemlich gute Gelegenheit meinen Fortschritt als Trainer zu testen. Ein neues Team aufzuziehen, meine Erfahrung zu verfeinern und vielleicht was Neues herausfinden. Und … ich versuche auch ein bisschen so schnell wie möglich auf meine komfortable Kampfstärke zu gelangen. Die die ich vor Hoenn hatte.


    Der 2.te Teil der Dreierkonversation zwischen mir, Feuerdrache und Marc27  

  • Steve und Aura traten aus dem Pokémon-Center, um einen ihrer üblichen Morgenspaziergänge zu machen. Sie liefen zum Strand und schauten sich die Welken und die Wingull an. Als sie zum Pokémon-Center zurückkehrten, sah Steve eine Gestalt, die an der Außenwand saß. Im Näherkommen erkannte er, dass es sich um eine junge Frau mit feuerroten Haaren handelte, die offensichtlich emotional aufgewühlt war. Als er zu Aura schaute, nickte dieses zustimmend, und bestätigte damit die Vermutung des Mentalisten. Er wollte der Frau helfen, wusste jedoch nicht, wie. Somit setzte er sich erst einmal neben sie an die Außenwand, und schwieg, bis er glaubte, die richtigen Worte gefunden zu haben. „Entschuldige, ich will dir nicht zu nahe treten, aber ist bei dir alles in Ordnung? Wenn du mit jemandem reden willst, stelle ich mich freiwillig zur Verfügung. Und ich weiß, dass es schwer ist, sich einem Fremden anzuvertrauen, aber das können wir ja aus der Welt schaffen. Mein Name ist Steve, und das ist mein Partner Aura”, und während der Mentalist das sagte, streckte das Riolu der fremden Frau die Pfote zum Begrüßen hin. „Gibt es nun etwas, über das du reden willst?”.


    OT: Die Frau ist natürlich der Charakter von #TotallyFelix   :)

  • Jans Zimmergenosse hatte sich also bereits zwei Regionen angesehen, bevor er nach Hoenn gekommen war. „Irgendwie schade, dass ich dazu bisher keine Zeit gehabt habe“, überlegte sich der ehemalige Matrose. Aber noch einmal von vorne anzufangen klang irgendwie spannend. „Wenn du willst, können wir gerne irgendwann einmal einen Trainingskampf machen“, schlug er vor. „Ich kann zwar nicht versprechen, dass ich ein besonders guter Trainer bin, aber vielleicht hilft es dir ja trotzdem.

    „Pli?! Plinfa, plinfa pli!“, mischte sich sein Wasserpokemon in das Gespräch ein.

    Jan musste schmunzeln als er das hörte. „Ich glaube, da hast du Recht, Plinfa. Uns dürfte ein Trainingskampf wohl eher etwas bringen als Siegfried.“ Er wandte sich nun wieder an seinen Zimmergenossen: „Ich vermute, du kannst dir denken, dass wir erst so richtig mit dem Training anfangen konnten, nachdem wir das Frachtschiff verlassen hatten.“ Er zögerte einmal kurz und wandte sich dann an den anderen Trainer: „Und falls du Lust zu einem Trainingskampf hast, gilt das Angebot natürlich auch für dich, Jack.


    Jack hörte aufmerksam zu als Jan Siegfried nach seinem Hintergrund befragte. Einall hatte Jack schon mal gehört und er wusste auch, dass es eine Region wie Hoenn und Sinnoh war, aber da endete sein Wissen auch schon. Tessera schien Jack ein schöner Name zu sein, er sah etwas friedliches darin.

    Wie Siegfried Serpifeu erhielt war eine tolle Geschichte und sie hinterließ bei Jack auch einen positiven Eindruck. Vor allem wenn der Mann nach einer bestimmten Person gesucht hat, schien es für Jack eine große Bedeutung zu haben. Danach redeten Jan und Siegfried noch weiter und Jack war wahrlich erstaunt über die viele Erfahrung die Siegfried bereits hatte. Jan schlug sogar einen Trainingskampf vor und bat ihn Jack ebenfalls an. „D-danke. Für Trainingskämpfe bin ich jederzeit zu haben. Meine Pokémon und ich wollen noch stärker werden und ebenfalls Erfahrungen sammeln, da ist Training der beste Weg. Steve, Felix und ich wollten auch versuchen beizeiten ein Zweiermatch zu machen, sobald wir einen vierten Teilnehmer hätten.


    Ein ‚Zweiermatch‘? Was ist das?“, erkundigte sich der ehemalige Matrose. Es war das erste Mal, dass er auf seiner Pokemon-Reise diesen Begriff hörte, und wenn er sich richtig erinnerte, hatte seine Kollegin auf dem Frachtschiff damals auch nichts von irgendwelchen Kämpfen erzählt, für die man vier Trainer braucht.


    Als Jan nachfragte war Jack kurz überrascht, wobei bei weiterem Überlegen erschien es ihm doch nicht so erstaunlich. Auf einem Schiff konnte man wahrscheinlich nicht viel über neue Kampfarten mitbekommen. Er wollte jedoch versuchen sein Wissen zu teilen. „Ja, ein Zweiermatch. Das ist so gesehen einfach nur ein Teamkampf, wenn man so will. Also es sind 2 Trainer gegen 2 andere Trainer und jeder setzt ein Pokémon ein. Vom Rest her ist es ein normaler Kampf eigentlich, aber es ist also dementsprechend auch ein Teamspiel, denke ich zumindest. Ich glaube, dass diese Matches ihren Ursprung in Kalos haben, ich könnte mich da aber auch irren.


    Also ist das eigentlich ein normaler Kampf, bei dem zwei Pokemon auf jeder Seite kämpfen, nur dass diese dann von unterschiedlichen Trainern stammen?“, fasste Jan das, was er von Jacks Erklärung verstanden hatte, einmal zusammen. „Aber ist das nicht ungerecht für einen Trainingskampf? Wenn auf einer Seite der stärkere Trainer zuerst dran ist und die beiden gegnerischen Pokemon nacheinander fertig macht, bekommt sein Partner nichts mehr zu tun.


    Nachdem Siegfried einen Teil seiner Vergangenheit und zumindest seine aktuelle Motivation offenbarte, machte Jan ihm das Angebot eines Trainingskampfes. Der junge Trainer hätte sofort zugestimmt, wäre da nicht der heutige Unterricht für Daniels Trasla. Den kann er nicht absagen. Nicht für einen Pokemonkampf. Dennoch wäre Siegfried daran interessiert, Jan auf die Probe zu stellen. Wie sein Plinfa es anmerkte, wäre es eher eine Hilfe für ihn als für Siegfried.

    Jack merkte dabei an, dass Steve und Felix einen Doppelkampf geplant hatten. Der Matrose hatte wohl noch nie von einem Doppelkampf gehört. Was an sich ein wenig verwunderlich ist. Als Matrose ist er doch ein wenig um die Welt gekommen, hat an einigen Häfen angelegt. Dass er da nichts von einen Zweierkampf gehört oder gesehen hatte … Jack versuchte ihm das Konzept dieses Kampfes zu erklären, doch es schien, dass Jan das Konzept nicht ganz aufgegriffen hatte: „Was du gerade im Kopf hast, ist wohl sowas wie ein Reihenkampf, die dem ein Trainer solange kämpft, bis er nicht mehr kann. Bei einem Doppelkampf, das Zweiermatch von ihm, kämpfen beide Trainer des Teams gleichzeitig. Aber selbst da gibt es das Problem mit dem zu starken Pokemon.“ Der Mentalist hatte des Öfteren einen Doppelkampf miterlebt, aber bisher noch nicht an einem teilgenommen. Meist lag es daran, dass er nicht einem Fremden gepaart werden wollte und ihn am Ende durch den Kampf schleppt. Oder schlimmer, mit einem totalen Neuling an seiner Seite kämpft. Da Siegfried weiterhin bei der Gruppe bleiben wird, und sie sich demnächst einem Verbrecher stellen, wäre es durchaus hilfreich, einen Doppelkampf durchzuführen.


    Es war eine Erleichterung für Jack, dass Siegfried Jan noch eine genauere Erklärung geben konnte. Bezüglich der Frage ob es gerecht wäre, war Jack sich unsicher, versuchte aber zu antworten: „Ob es gerecht ist, ist wahrscheinlich eine Perspektivensache und abhängig davon wie die Teams sind. Sollte einer der vier besonders stark sein, kann er sich ja bei einem Trainingskampf zurückhalten. Ansonsten sucht man sich mehr oder weniger gleichstarke Mitkämpfer aus. Am Ende zählt es ja auch hauptsächlich, dass man etwas gelernt hat, denke ich auf jeden Fall.


    Zu Jacks Aussage hatte Siegfried nichts mehr hinzuzufügen. Ob man gewinnt oder verliert ist grundsätzlich Nebensache, die gewonnene Erfahrung ist das was zählt. Er richtete Jack sein Interesse aus: „So ein Doppelkampf klingt schon interessant. Ich hab bisher nur ein paar solche Kämpfe gesehen, aber noch nie an einem teilgenommen. Sofern er nicht nach dem Frühstück angesetzt ist, wäre ich dabei.


    Nachdem Siegfried sich bereit erklärt hatte, bei dem Doppelkampf mitzumachen, brauchte Jan sich wohl keine Gedanken darüber zu machen, ob er für so eine Art von Kämpfen schon genügend Erfahrungen gesammelt hatte. Er zögerte kurz und wandte sich dann mit einem anderen Thema an Jack: „Wen meinst du eigentlich mit ‚Steve und Felix‘? Ich bin zwar schon von Anfang an bei der Gruppe dabei, aber irgendwie haben wir es versäumt uns alle einander vorzustellen.


    Das Einander Vorstellen war bisher wirklich nicht so prima verlaufen und Jack wollte versuchen zumindest mitzuteilen wer Steve und Felix sind: „U-ups, tut mir leid. Ich kenne selbst ja nichtmal die Hälfte von allen. Steve und Felix sind meine beiden Zimmerkameraden und sie haben gestern auch mitgeholfen beim Abwasch. Steve war der mit dem Riolu und kam glaube ich erst im Pokémon Center zu uns. Felix war glaube ich mit Sarah auf einem Wailmer während der Überreise.


    Ah, ja“, meinte Jan, nachdem Jack berichtet hatte, dass Steve und Felix die beiden waren, die sich gestern zusammen mit den drei gerade im Zimmer anwesenden Trainern um den Abwasch gekümmert hatten. Mit Jacks Andeutungen, wer von den beiden wer war, konnte er zwar nichts anfangen - er hatte nicht darauf geachtet, welche Pokemon die beiden hatten oder wer zusammen mit Sarah auf einem Wailmer unterwegs gewesen war. Aber im Moment war das auch egal, und wenn es tatsächlich zu einem Trainingskampf kam, würde er vielleicht sowieso noch mitbekommen wer von den beiden wer war.

    „Plinfa pli? Plinfa plinfa pli?“, mischte sich das Wasserpokemon erneut in das Gespräch ein.

    Ich weiß noch nicht, ob wir schon erfahren genug sind, um bei einem Doppelkampf mitzumachen, Plinfa“, antwortete der Mentalist seinem kleinen Freund. „Und wen von euch dreien ich einsetzen würde, würde ich wahrscheinlich erst kurz vorher entscheiden. Übrigens wären wir zu fünft, wenn sowohl Siegried als auch wir mit machen.“ Anschließend wandte er sich an Jack: „Ich denke, einen Trainingskampf sollten wir auf jeden Fall für irgendwann ins Auge fassen. Aber ich denke, wir sollten da im Moment noch nichts konkretes planen. Wenn wir uns nachher auf den Weg zu den Höhlen machen, können wir schlecht gleichzeitig trainieren. Und für danach habe zumindest ich keine Ahnung, wie lange wir für die Untersuchung der Höhlen brauchen.


    Jack hoffte, dass seine Erklärungen eine Hilfe waren die beiden zu erkennen und es sah für Jack so aus als hätte Jan sich auch an beide erinnert. Jan schien sich etwas mit seinem Plinfa zu unterhalten. Jack konnte jedoch nicht feststellen worüber die zwei sprachen. Es freute Jack, dass Jan ebenfalls Interesse an Trainingskämpfen hatte und er grinste als Jan seine Bereitschaft dafür mitteilte.

    Jans Punkte, warum sie momentan nichts groß planen konnten, machten ebenfalls Sinn. Jack nickte und fügte noch hinzu: „Da hast du natürlich recht. Es ist wahrscheinlich am Besten und sinnvollsten, wenn wir eine Sache nach der anderen machen und bei allem immer ganz dabei sind. Nach der Höhle finden wir ja vielleicht eine Gelegenheit oder ansonsten während den kommenden Tage.


    Off Topic:

    Teil drei der gemeinsamen Interaktion von Siegfried Wilder , Marc27 und mir.

  • Schnell verlor Claire ihre Gedanken, als sie ihren Blick auf die Wellen richtete, die sich gegen den Strand brachen. Es war beruhigend, dem Rhythmus zuzusehen. Vor allem aber half es ihr, sich zu beruhigen. Zwar nicht viel, aber zumindest etwas. Trotzdem ging das natürlich nicht komplett weg. Sie war immer noch aufgewühlt, und nach wie vor zischten ihr hunderte von Fragen durch den Kopf. Aber sie versuchte, sich nicht darauf zu konzentrieren. Tief einatmen. Und wieder ausatmen. Einfach die Gedanken Gedanken sein lassen und-
    Sie zuckte zusammen als sie plötzlich angesprochen wurde. Verwirrt wanderte ihr Blick nach oben, wo sie ein blau-schwarzes Pokémon erblickte. Das hatte aber nicht gerade geredet, oder? Als ihr Blick dann zur Seite wanderte, erkannte sie aber den jungen Mann der die Frage gestellt hatte. Sie lächelte verlegen und schüttelte den Kopf. "Entschuldige, ich war ein wenig abwesend… Danke für das Angebot, aber ich würde lieber nicht darüber reden. Das ist mir zu...persönlich. Aber nett euch kennenzulernen." Sie hob eine Hand und schüttelte zaghaft die Pfote des Riolu. Dann hob sie ihren Blick wieder, schaute zuerst in die Augen des Riolu und dann in die des Trainers. Sie lächelte abermals und strich sich eine Strähne ihrer feuerroten Haare aus dem Gesicht. "Ich bin Claire."


    OT: Ein wenig kurz, aber ich hoffe es passt Dracorex c:

  • Nachdem Jack Jans Bemerkung zugestimmt hatte, war für die Trainingskämpfe zunächst einmal nichts weiter zu besprechen. Der Brillenträger mit der Brandnarbe im Gesicht guckte kurz zur Tür und horchte, ob er vom Flur irgend welche Geräusche vernehmen konnte. Aber dort war alles ruhig.

    In seinen Gedanken ging er noch einmal das durch, was ihm seine beiden Gesprächspartner so erzählt hatten, und dabei fiel ihm wieder ein, dass Siegfried von seinen beiden Pokemon-Reisen durch Einall und Sinnoh gesprochen hatte. „Sag mal, Siegfried, wie ist es denn eigentlich so, in Einall und Sinnoh auf der Reise zu sein?“, sprach er seinen Zimmergenossen an. „Ich bin mir zwar sicher, dass wir mit dem Frachtschiff durchaus auch Häfen dieser beiden Regionen angelaufen haben, aber wenn man beim Ausladen und beim erneuten Beladen helfen muss, bekommt man ja nichts von den dahinter steckenden Regionen mit.


    Jan fragte den Mentalisten nach seiner Erfahrung bezüglich Einall und Sinnoh, wie sein Eindruck der Regionen fern von Häfen so war. „Wie das so war? Nun, es war anfangs etwas schwierig mit den Übernachtungen, ich hatte keinen Schlafsack bei mir, oder Zelt. Das Lagerfeuer hatte immerhin gereicht, um durch die Nacht zu kommen und ich war immer froh, wenn ich eine Übernachtung im Center bekam. Es war … schwierig, an manchen Tagen nahezu anstrengend, weiterzumachen, aber ich hab es durchgezogen. Und es war auch schön mal die Natur zu genießen und nicht nur die ganzen Städte mit ihren Touristenattraktionen. Das ist halt meine Präferenz. Wenn du selber die Regionen mal bereisen möchtest, kann ich dir leichtes Reisegepäck empfehlen.


    Sind die Städte da so weit auseinander, dass man von einem Ort zum nächsten mehrere Tage unterwegs ist?“, fragte Jan noch einmal nach. „Oder gab es einen anderen Grund, warum du nicht jedes mal in einem Pokemoncenter übernachten konntest?“ Irgendwie hatte er überhaupt keine Vorstellung davon, wie weit die Orte üblicherweise auseinander lagen. Bei den Urlaubsreisen mit dem Waisenhaus waren sie immer mit einem Schiff, einem Bus oder einem Zug in die jeweilige Stadt gereist und waren dann den ganzen Urlaub dort geblieben. Und zumindest hier in Hoenn schienen die Orte nicht so weit auseinander zu liegen. Aber vielleicht war das im Binnenland auch anders als am Meer? „Und macht es ansonsten einen großen Unterschied, ob man durch Einall, Sinnoh oder Hoenn reist?“, fügte er schließlich noch hinzu.


    Relativ.“, antwortete Siegfried, „Also in Einall war es anders als in Sinnoh. Bei meiner Heimat liegen die Städte näher beieinander. Da kannst du ruhig den Bus nehmen um zu den bekanntesten Städten zu gelangen. Da wirst du problemlos ohne Schlafsack auskommen. Für den Rest von Einall müsstest du auf ein Fahrrad zurückgreifen. Aber Schlafgelegenheiten gibt es immer, die Center sind groß genug. Zumindest in Einall. Bei Sinnoh könnte das eine Sache sein.

    Der junge Trainer ging seine Erinnerungen durch. Seine Reise durch Sinnoh war für ihn nicht viel schwerer als in Einall, aber auch nur, weil er schon Erfahrung hatte. Gewisse Dinge fielen ihm leichter als beim Anfang seiner Reise. Wie sollte sich ein unerfahrener Wanderer/ Tourist vorbereiten? „Wie gut deren Reisemöglichkeiten sind hab ich ehrlich gesagt nicht darauf geachtet. Ich war halt nur zu Fuß unterwegs und hab mehr erkundet als betrachtet. Da musste ich öfter mal spontan ein Lagerfeuer aufschlagen. Aber ich hab auf jeden Fall gemerkt, dass deren Städte weiter auseinander liegen. Und es kann sein, dass du mit öffentlichem Verkehr nicht überall hinkommst. Sinnoh ist von einem riesigen Berg geteilt. Es sieht aus wie eine Klinge, die aus dem Erdboden kommt.“ Er demonstrierte mit seinen Händen wie der Berg die Region bestückt. „Mit Bus oder Auto müsstest du um den Berg herum fahren, damit du zur hinteren Gegend des Berges gelangst. Wenn du die Route so planst, kannst du das dann so machen. Ich glaub sogar, dass jeweils ein Hafen auf jeder Seite liegt. Das würde eine optimale Planung geben. Aber da solltest du dann nochmal nachsehen. Es ist immer gut vorbereitet zu sein.


    Na ja, im Moment will ich eher durch Hoenn als durch Sinnoh oder Kanto reisen“, ging der blonde Brillenträger mit der Brandnarbe im Gesicht auf die mehr oder weniger direkten Reisetipps für andere Regionen ein. „Und was danach dran kommt werde ich mir überlegen, wenn ich genug von Hoenn gesehen habe. Es kann gut sein, dass ich mir dann zunächst einmal wieder irgendwo eine Arbeit suche.

    „Plinfa? Plinfa pli! Plinfa plinfa pli, pli plinfa“, mischte sich das Wasserpokemon an dieser Stelle ein.

    Keine Sorge, Plinfa. Natürlich beenden wir zuerst einmal die Pokemonreise durch Hoenn, und ich habe durchaus vor, mir dabei Zeit zu nehmen. Aber auf Dauer können wir nicht nur einfach so durch die Gegend reisen. Spätestens wenn wir in Hoenn alles gesehen haben, brauchen wir Geld für eine Schiffsreise oder einen Flug in eine andere Region, und das müssen wir uns dann erst einmal erarbeiten.

    „Pli...“, meinte der kleine Pinguin und fügte nach kurzem Zögern noch hinzu: „Plinfa plinfa pli pli plinfa?“

    Vielleicht später irgendwann“, antwortete Jan auf diese Nachfrage. Anschließend wandte er sich wieder an seinen Zimmergenossen: „So wie es aussieht, hast du jemanden überzeugt, dass eine Reise durch Sinnoh unbedingt sein muss, Siegfried. Plinfa will unbedingt seine Heimatregion sehen.


    Es sind ja auch nur Reisetipps, die ich dir mitgebe. Wie du die Region dann selbst angehst, bleibt ja immer noch dir überlassen“, sagte der Mentalist zum Matrosen. Es war nicht seine Absicht ihn jetzt zu irgendwas zu überreden oder was aufzuzwängen. Jeder hat seine eigenen Interessen und Vorgehensweisen. Doch anscheinend war das Plinfa fest entschlossen, nach Sinnoh zu reisen. Seine Heimatregion zu erleben, das sollte Siegfried auch für sein Karminani machen. Falls es nach der Hoehnreise Interesse daran hat.

    Melisa hörte den Trainern nicht zu. Sie war eher damit beschäftigt neue Anwendungsmöglichkeiten für ihre Kräfte zu erfinden. Neue Kampftaktiken zu erstellen. Und eine Trainingseinheit für Melody. Damit war sie auch beschäftigt. Doch als ihr Trainer von Sinnoh sprach, wurde sie von seinen Emotionen abgelenkt. Angst, Trauer, Zweifel. Bisher hatte sie solche Emotionen nicht von ihm erlebt. Wut und Zorn steckt in ihm, aber dass es etwas gibt, was ihn kalte Füße bekommen lässt, hätte sie nicht für möglich gehalten. Ob es mit der Wailord-Begegnung zu Vergleichen ist? Sobald die beiden alleine sind, wird sie nachfragen. Siegfried würde vor den beiden nie im Leben ein schwerwiegendes Geheimnis verraten.


    Nachdem sie ihr Gespräch bezüglich den Doppelkämpfen beendet hatten, fragte Jan Siegfried wie seine Reise durch Sinnoh und Einall war und brachte Themen auf an die Jack bisher noch nicht gedacht hatte. Beispielsweise ein Lager im Wald aufschlagen da man durch die Distanzen zwischen den Städten nicht in einem Tag von einer zu anderen kommt. Obwohl Jack sogar in Sinnoh, genauer gesagt nur Blizzach, war hatte er nie daran gedacht, dass die Region schwer zu bereisen wäre. Den von Siegfried erwähnten Berg kannte Jack jedoch, er hatte ihm im Flugzeug beim Heimweg deutlich erkennen können. Es erschien Jack verständlich, dass man wie Jan sagte noch Geld bräuchte um nach ihrer Hoenn auf eine weitere Reise aufzubrechen. Er hatte sich darüber bisher aber noch nicht viele Gedanken gemacht. Plinfas Reaktion auf das Ganze brachte auch ein Grinsen auf Jacks Gesicht und er äußerte sich nach Jans Erklärung ebenfalls: „Ich war zwar eine kleine Weile in Blizzach, aber ich schließe mich Plinfas Meinung da an. Nachdem was ich jetzt so erfahren habe, ist Sinnoh nur noch mehr das nächste Ziel für eine spätere Reise.


    Nachdem Jack angemerkt hatte, dass Sinnoh auch für ihn nach einem lohnenden Ziel für eine spätere Reise klang, sagte kurze Zeit niemand der Anwesenden etwas. Jan begann schon zu überlegen, aus welchen Regionen Feurigel und Taubsi kamen und was er machen könnte, wenn die beiden auch ihre jeweilige Heimatregion besuchen wollten. Aber bevor er sich da viele Gedanken machen konnte, ergriff Plinfa das Wort. „Plinfa pli... Plinfa. pli plinfa plinfa pli?“, fragte es.

    Nein, ich denke es ist keine gute Idee, jetzt einen Trainingskampf zu machen, Plinfa. Aber ansonsten hast du Recht, es dauert im Badezimmer schon eine ganze Weile.“ Er wandte sich an seine Zimmergenossen: „Was meint ihr, wollen wir nicht doch einmal anklopfen und nachfragen, ob darin alles in Ordnung ist? Vielleicht braucht dort jemand unsere Hilfe.“


    Ist wirklich schon so viel Zeit vergangen?, fragte sich der Mentalist. Die drei hatten sich eine Weile unterhalten, aber für Siegfried war es gefühlt 5 Minuten. Doch so im Nachhinein nachgedacht war es schon seltsam, dass die im Bad lange brauchen. Auch Melisa wollte die Lage im Bad auschecken. Sie hob mit ihren Psy-Kräften seine Klamotten und hielt sie ihm an die Brust. „Gut, sehen mir mal nach und fragen was los ist.


    Jack fand die Gespräche der zwei anderen Trainer mit ihren Pokémon recht witzig, es sah für ihn so aus als würden alte Freunde miteinander reden. Jan teilte seinem Plinfa mit, dass jetzt kein guter Zeitpunkt für einen Trainingskampf wäre und da hatte er auch recht. Schließlich wollten sie ja eigentlich ins Bad und das sprach er ebenfalls an. Jack nickte und wollte aufstehen, aber als er sah wie Siegfrieds Trasla ihre Ungeduld zeigte kam ihm noch ein Grinsen auf.

    Während dem erneuten Gang zur Badezimmertür blickte Jack etwas neugierig durch den Flur und es schien alles relativ ruhig und still wie zuvor zu sein. Er fragte sich wie viele der anderen noch schlafen würden, wobei jetzt wollte er auch mal ins Bad. Er klopfte zweimal und versuchte noch dabei höflich nachzufragen: „Entschuldigung, ist alles in Ordnung da drinnen? Hier sind noch ein paar die ebenfalls gerne das Badezimmer nutzen würden.



    So, nachdem nun der vierte Teil der Interaktion von Feuerdrache , Marc27 und meiner Wenigkeit gepostet wurde, übergebe ich an Cy-Res und Akicchi .

  • Das Junge Pärchen war nun bestimmt schon etwas mehr als eine Viertelstunde im Bad und setzte nun auch langsam dazu an ihren Duschvorgang mit dem abstellen des Wassers und anschließenden Gang in den Vorraum zum Abtrocknen und Anziehen zu beenden.


    Noch immer durchfuhr die Brünette ein Kribbeln und ihr Herz klopfte. Leicht wackelig auf den Beinen und mit zittrigen Händen zog sie sich an. Die Nervosität hatte die junge Frau noch immer in ihrem Griff. Gleichzeitig aber auch ein Gefühl des Glücks und ebenso auch Verwirrung. Nachdem Anastasia ihr beiges Longshirt, die schwarzen Leggins und beigen Ballerinas an hatte, nahm sie ihre Brille und setzte diese wieder auf. Endlich konnte die Blauäugige wieder sehen und sah zu ihrem Liebsten. Etwas verlegen und leicht errötet wandte die Tutorin ihren Blick wieder ab, da er sich noch nicht fertig angezogen hatte. ”E-entschuldige bitte.” sagte Charlotte leise.


    Noch ganz vergnügt und regelrecht verträumt verließ der Mentalist etwas langsamer als Annie den Hauptduschraum. Auch mit dem Abtrocknen und Anziehen kam er bei weitem nicht so schnell voran wie seine Liebste. So war er gerade dabei sich seine Unterhose anzuziehen als er von neben sich ein ”E-entschuldige bitte.” hörte. Etwas verwundert zog er erstmal seine Boxer zuende an bevor er auf Annie reagierte.”Wofür entschuldigst du dich jetzt? Für den schönen Anblick den du mit mir geteilt hast? Oder genierst du dich jetzt nach allen doch noch ein wenig? Wir sind jetzt zusammen, dir muss bei mir nichts peinlich sein und du musst dich auch für nichts entschuldigen was passiert ist.” Daniel ging zu Charlotte und umarmte sie von hinten noch während er seinen Satz beendete, seine restlichen Klamotten konnte er gleich immer noch anziehen, bisher war ja noch keine Eile geboten.


    Auf die Entschuldigung der Blauäugigen, folgten Fragen, wofür diese sei. Die junge Frau wusste doch zunächst nicht was sie Antworten sollte, denn schließlich tobten ihre Gefühle wild durcheinander. Um sich zu sammen schloss sie die Augen. Was sollte Anastasia denn nur sagen. Fast wäre sie daran noch verzweifelt, hätte nicht ihr Liebster sie umarmt. Seine Nähe war beruhigend. Mit immer noch leiser Stimme sagte Charlotte ”Das mit uns ist für mich noch etwas ungewohnt und ich bin noch ein wenig nervös.” Danach lehnte sich die Tutorin an ihren Liebsten und den Kopf an seiner Schulter an. Die Brünette brauchte dies gerade einfach. Doch leider blieb es nicht allzu lang ruhig, denn es klopfte jemand an die Tür. Stimmt ja, sie hatten die Tür abgeschlossen. Die Brillenträgerin errötete leicht. Sollten sie jetzt einfach ruhig bleiben und warten bis die Leute wieder gingen oder doch eher antworten. In der Hoffnung er wüsste was zu tun wäre, sah Annie zu dem Mentalisten.


    Irgendwie war ja zu erwarten dass früher oder später auch andere Leute noch ins Badezimmer wollten, aber musste das gerade jetzt sein? Nunja, wirklich etwas dagegen tun konnte man nicht und wenigstens passierte es erst jetzt, nachdem das Pärchen fertig war und eh kurz davor stand das Bad zu verlassen. Daniel seufzte leicht und erhob dann seine Stimme und sprach mit etwas lauterer Stimme: ”Einen Moment noch, wir sind noch beim anziehen.” Leise und so das wohl nur Annie es hören konnte murmelte er danach noch: ”Hätten diese Stimmungskiller nicht etwas später kommen können? Sry Annie, ich muss dich jetzt leider nochmal ein paar Sekunden allein lassen um mich zu ende anziehen zu können. Denk an was schönes oder überleg dir was für den Wunsch um dich ein wenig abzulenken” Widerwillig löste der Mentalist langsam die Umarmung, zog sich quasi im Eiltempo die restlichen Klamotten an, klemmte sich Duschzeug und alte Klamotten unter den linken Arm und ging wieder zu Anastasia. Bei ihr angekommen hielt er ihr seine Rechte Hand zum halten hin.

    OT: Teil 2 des Ergänzungspostes mit Cy-Res ^^
    Weiteres folgt dann mit einem 5er PP

    Breche die Ketten, welche deine Emotionen und Persönlichkeit fesseln.


    Entfliehe dem Alltag und sei wer du schon immer sein wolltest im RPG-Bereich



  • Die Frau ihm gegenüber erklärte ihm, dass sie über die Ursache für ihr Gefühlschaos nicht reden wollte, da ihr das zu persönlich war. Jedoch freute es sie, Steve und Aura kennenzulernen, wobei sie sich als Claire vorstellte. Der Mentalist hatte schon fast mit solch einer Reaktion gerechnet, er war wohl etwas zu forsch gewesen. „Es freut mich ebenfalls, deine Bekanntschaft zu machen. Das verstehe ich, tut mir Leid, wenn ich etwas zu aufdringlich gewesen bin. Es gibt wohl bald Frühstück, wie ich sehe. Kommst du mit, oder willst du noch etwas nachdenken?”, fragte der Teenager freundlich, stand auf und hielt Claire die Hand zum Hochhelfen hin.


    OT: Entschuldige, dass es so lange gedauert hat, #TotallyFelix . Ist leider auch etwas kurz geworden...

  • Kurz nachdem die drei Trainer an der Badezimmertür angeklopft hatten, konnten sie von drinnen eine Stimme hören: „Einen Moment noch, wir sind noch beim anziehen.“ Anscheinend waren gerade also Daniel und mindestens noch irgend jemand weiteres im Bad.


    Wir? Wen meint er mit ‚Wir‘?, Siegfried drehte sich zu Jan und Jack und schaute sie mit einen fragenden Gesichtsausdruck an. „Ist er mit seinen Pokemon da drinne?“ Siegfried konnte sich nicht vorstellen, wer sonst noch mit Daniel im Bad war. Es konnte nicht das Mädchen von gestern sein. Und falls doch ... so helfe ihm Arceus.


    Keine Ahnung, mit wem er zusammen da drin ist“, antwortete Jan. „Vielleicht ist es sein Zimmergenosse - wer immer das auch sein mag. Aber es klingt nicht so, als ob da drin irgend etwas passiert ist, weswegen wir uns Sorgen machen müssten.


    Jacks Gedanken waren immer noch etwas an den Kraterberg gerichtet, als er dann an die aktuellen Umstände dachte fiel ihm die Höhle wieder ein. „Übrigens, was glaubt ihr denn was wir in der Höhle finden werden?


    Jack sprach die Höhle an. Die Granithöhle, die auf dieser Insel sein sollte. Das Versteck, wo sich dieser Mistkerl aufhält. Zumindest ist das die Vermutung. Doch was genau würde man dort vorfinden? Eine Basis? Einen Ankerpunkt? „Schwer zu sagen. Falls sich dieser Kerl dort aufhält, werden wir sicher auf Wiederstand stoßen. Und wenn man bedenkt, was sie dem Wailord angetan haben, werden sie sicher nichts unversucht lassen uns aus dem Weg zu räumen.“ Siegfried schaute zu seiner Partnerin. Er hatte Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Sie würde garantier mit den Leuten fertig werden. Und er hoffte, sie würde bald ihre nächste Evolutionsstufe erreichen. „Falls nicht, sind garantiert jede Menge Zubats dort. Sie sind einfach in jeder Höhle.", sagte er in einem scherzhaften Ton.


    Siegfried war sich scheinbar unsicher darüber, aber falls der Mann hinter der Botschaft da war, dann würden sie wohl auf Gegenwehr stoßen. Alleine der Gedanke an den Mann und seine mögliche Komplizen regte Jack schon auf, er versuchte sich jedoch nichts anmerken zu lassen. Als Siegfried dann von den Zubats sprach entkam Jack ein leichtes Grinsen. „Wäre interessant, ich habe bisher leider nicht persönlich eine solche Überhäufung von Zubats miterlebt. Ich habe es nur hier und da mal gehört. Mir persönlich wären die Zubats in jedem Fall lieber.


    Ich bin mir nicht sicher, ob mir die Zubats wirklich lieber wären“, wandte der blonde Brillenträger mit der Brandnarbe im Gesicht ein. „Zumindest, wenn die sich ähnlich widerlich verhalten wie die Flurmel in dem Tunnel, durch den wir letztens aus dem Pokemoncenter in Metarost City geflohen sind. Bei den Schurken wissen wir immerhin, dass die irgend etwas von uns wollen, und können uns darauf einstellen.“ Er zögerte einen Moment und fügte dann noch hinzu: „Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die uns wirklich einfach nur so aus dem Weg räumen oder ob sie irgend etwas anderes für uns vor haben. Immerhin haben die das Wailord gegen uns aufgebracht und an der einen Harpune den Brief befestigt, in dem sie uns mitteilen, wo wir nach ihnen suchen sollen. Wenn die uns einfach nur aus dem Weg räumen wollten, hätten die das doch sicher auch einfacher haben können, oder nicht?


    Jan lag gar nicht so falsch. Wenn die Kerle die Gruppe aus dem Weg haben wollte, wären mehr direktere Maßnahmen viel effektiver. Warum also die Mühe mit dem Wailord und der Harpune? „Es kann natürlich sein, dass sie etwas inkompetent sind, aber das bezweifle ich irgendwie.“ Als der junge Trainer den Flur runter sah und sich nochmal über die Größe der Gruppe Gedanken machte, fügte sich ein neuer Gedanke zusammen. „Was ist wenn sie uns benutzen, um ihr Ziel zu erreichen?


    Ihr Liebster, rief das sie noch beim Umziehen seien. Zum Glück war die Tür verschlossen gewesen, sonst wäre noch einer reingekommen während des Duschens. Von draußen hörte Anastasia Stimmen. „Wir? Wen meint er mit ‚Wir‘?“, „Keine Ahnung, mit wem er zusammen da drin ist. Wer immer das auch sein mag. Aber es klingt so, als ob da drin irgend etwas passiert ist, weswegen wir uns Sorgen machen müssten.“ kam es von vor der Tür. Die Röte im Gesicht der Tutorin nahm zu und war nun tiefrot. Das sie durch die Nervosität nicht alles richtig verstanden hatte, konnte Charlotte nicht wissen. Von dem was danach gesagt wurde, bekam sie nichts mit, da die Situation die junge Frau überforderte. Da sie keine Ahnung hatte, was sie tun sollte, klammerte sich die Brillenträgerin an Daniels Arm.


    Die genauen Details der Gespräche vor der Tür bemerkte der Mentalist nicht wirklich, lediglich die zwei Stimmen die er mitbekam erkannte er halbwegs. Vermutlich waren es wohl Jan und Siegfried, seine eigentlichen ehemaligen Zimmerpartner. Anastasia hingegen wurde wohl wieder etwas nervös, was in Anbetracht der Situation durchaus verständlich war. Mit dem Spielraum den ihm sein linker Arm erlaubte streichelte Daniel seiner Annie kurz zärtlich über die Wange und sprach leise, mit dem versuch sie etwas zu beruhigen, zu seiner liebsten. „Nur die ruhe, wir sind doch alle erwachsen und haben nix verbotenes getan. Da aber vermutlich Leute aus unserer Gruppe vor der Tür stehen sollten wir eventuell, nur um Missverständnisse zu vermeiden, unseren gemeinsamen Beziehungsstatus schonmal offenlegen.“


    Gemeinsam zur Tür gehend, schloss der Mentalist nun mit seiner linken Hand die Tür auf, drückte die Klinke runter und staunte beim öffnen der Tür nicht schlecht als er dann auf insgesamt drei Personen traf. Ein wenig verdutzt sprach Daniel: „Guten Morgen, habt ihr wegen Annie und mir lange warten müssen oder warum steht ihr hier schon zu dritt?


    Off Topic:

    Erster Teil der im Flur statt findenden Interaktion. Natürlich in Zusammenarbeit mit Marc27 , Siegfried Wilder , Akicchi und Cy-Res entstanden.

  • Es brauchte nicht lange, bis die Badezimmertür sich öffnete. Doch was der Trainer zu Gesicht bekam, war alles andere als Berauschend. Das Mädchen von gestern, Anastasia, war bei Daniel. Im Bad. Und umklammerte seinen linken Arm, als wären sie bereits gute Freunde. Doch dem Mädchen schien die ganze Situation unangenehm zu sein, da ihr Gesicht ganz rot war. Du meine Güte, Daniel, was machst du eigentlich?, dachte sich Siegfried. Der Trainer musste dem Anblick entgehen und schloss kurz seine Augen. Um sich zu beruhigen und Daniel keine Lektüre zu halten, atmete er tief ein und wieder aus. „Wie weit seid ihr bereits gegangen?


    Anstatt einer wirklich Antwort auf seine Frage bekam der Mentalist eine Gegenfrage die ihn ganz kurz verwirrte. „Wie weit wir...“, wiederholte Daniel kurz verwirrt eh er Begriff was genau Siegfried da wissen wollte. Auf andere muss es halt doch wirklich seltsam wirken wenn man spontan mit jemanden vom anderen Geschlecht, den man erst am Abend zuvor zum ersten mal getroffen hat, aus einem abgeschlossenen Waschraum spaziert. Vor allem wenn eine der Personen sich noch aus Nervosität am Arm des anderen festklammert. Genau deswegen wollte der Blauäugige ja möglichst schnell die Gemeinsame Situation der Beiden offenlegen. Das letzte was das Pärchen gebrauchen konnte waren falsche Gerüchte innerhalb der Gruppe. „Achso, weil wir zusammen hier drin waren. Keine Sorge, alles in Ordnung, nix passiert. Wir zwei sind heute relativ früh wach geworden, haben uns eine ganze Weile lang unterhalten und es hat nicht lange gedauert da hat es Klikk gemacht zwischen uns. Annie ist so gesehen meine zukünftige Frau, aber keine Sorge, die Gruppe werden wir noch weiter Begleiten, allerdings als gemeinsames Pärchen. Was die gemeinsame Nutzung des Bades angeht, denk mal nicht das wir es so nötig gehabt hätten, das war eine Entscheidung bei der wir beide erstmal überlegt haben ob wir das wirklich schon machen wollen. Ob du mir beziehungsweise uns glaubst oder nicht ist mir eigentlich egal, aber schäm dich meiner Annie oder mir etwas unsittliches unterstellen zu wollen.“ Einige Dinge, so wie unter anderem die ganze aufwach Situation, Annies problematische Vergangenheit und Familiensituation und weitere unnötige Details lies der Mentalist natürlich aus, sowas ging die andren absolut nix an und vermutlich würde Annie es auch nicht wollen das zu viele andere Personen darüber bescheid wissen. Gelogen hatte Daniel ja auch nicht, er hat nur lediglich die ganzen Missverständnisse und privaten Extras ausgelassen damit es nicht so wirken würde als hätte er sich alles spontan ausgedacht.


    Jan war überrascht als die Badezimmertür aufging und dann gemeinsam mit Daniel ausgerechnet das Mädchen heraus kam, welches erst gestern Abend im Pokemoncenter aufgetaucht war. So wie sie sich an ihn klammerte hatte der Mentalist mit der Brandnarbe im Gesicht irgendwie das Gefühl als ob die beiden sich schon länger kennen müssten - denn wieso sollten sie sich sonst so verhalten als ob sie eine enge Beziehung zu einander hätten? Bevor Jan allerdings nachfragen konnte, woher Daniel das Mädchen kannte, fragte Siegfried erst einmal nach, wie weit die beiden schon gegangen wären. „Meine Güte! Darf man denn nicht mit guten Freunden eine innige Beziehung führen?“, fragte sich der blonde Brillenträger. Aber bevor er seinen Zimmergenossen ein Zeichen geben konnte, dass die Frage vielleicht etwas unpassend gewesen war, ging Daniel schon darauf ein und erklärte, dass er und das Mädchen früh aufgewacht waren, sich dann miteinander unterhalten und sich schließlich in einander verliebt hatten. Irgendwie klang das ganz und gar nicht so, als ob die beiden sich schon vorher gekannt hätten. „Verstehe ich das richtig, ihr habt euch erst gestern Abend kennen gelernt und euch jetzt schon ineinander verliebt?“, fragte er deshalb einmal nach. „Das ist dann aber ganz schön schnell gegangen.


    Ein klein wenig fühlte Daniel sich jetzt langsam angegriffen, vermutlich ging es Annie ebenso, weshalb der Blauäugige versuchte die negativ klingenden Aussagen und Vorwürfe so gut es ging zu entkräften und indirekt auch Annies Selbstbewusstsein unter die Arme zu greifen. „Warum klingt das so vorwurfsvoll? Habt ihr noch nie was von Liebe auf dem ersten Blick gehört? Bei uns war es so gesehen ein ähnliches Prinzip, nur das wir noch zusätzlich ein langes Gespräch hatten, bei dem wir mehr über den anderen erfahren haben, oder denkt ihr man trifft so eine Entscheidung unüberlegt und geht nur nach dem Aussehen? Annie ist die Sorte Mensch wie man sie, soweit ich das beurteilen kann, nur ganz ganz selten findet. Sie ist zwar etwas schüchtern aber hat einen Herzensguten, Freundlichen Charakter und das Herz am rechten Fleck. Selbst meine kleine Melody hat sie schnell ins Herz geschlossen und obwohl sie noch klein und verspielt ist kommt sowas eigentlich nur ganz selten bei ihr vor in so kurzer Zeit.“ Leicht besorgt blickte der Mentalist noch kurz zu seiner rechten und fragte: „Noch alles okay bei dir mein Schatz? Möchtest du eventuell auch was dazu sagen oder doch lieber erstmal zurück zu Nadi, Sala, Melody und Rai?


    Das war überhaupt nicht vorwurfsvoll gemeint“, versuchte Jan seinen Standpunkt zu rechtfertigen. „Ich war halt nur etwas verwundert, das war alles.“ Hatte er sich in seinem Tonfall wirklich dermaßen vergriffen? Gut möglich, denn irgendwie hatte er in seiner Kindheit im Waisenhaus durch die Abneigung der anderen Waisenkinder ihm gegenüber nie so richtig gelernt, wie man es anstellen musste, um zu einem anderen Menschen eine Beziehung aufzubauen. Aber bevor er sich jetzt zu lange Gedanken über sein Verhalten machte, wandte er sich doch noch einmal an Siegfried: „Warum es verwerflich sein soll, wenn gute Freunde gemeinsam ins Badezimmer gehen, kann ich aber irgendwie nicht nachvollziehen.


    Daniel erklärte den drei Wartenden die Situation, in der sich die beiden Liebenden befanden. Wie sie sich diesen Morgen unterhielten, sich kennenlernten und so ineinander verliebt haben. Im Grunde genommen ja eine schöne Erklärung, doch so ganz schien Daniel nicht zu begreifen, wie merkwürdig, unfassbar schnell und gedankenlos das wirkte. Der Matrose stellte dies auch direkt in Frage, doch eine gute Antwort erhielt er nicht. Daniel war wohl geblendet von all der Zuneigung und dem Lob, die er von ihr bekommt. Er nahm Anastasia sogar noch in Schutz, als wäre sie nicht im Stande sich selber zu verteidigen, was wohl sehr wahrscheinlich war, so fest wie die sich an ihn klammert. Er war fest entschlossen, diese Beziehung so lange aufrechterhalten, wie es geht. Na, mal sehen welchen Preis er am Ende bezahlen muss.

    Jan deutete Siegfried auch darauf hin, dass seine Reaktion vorhin unangemessen war. Was der Trainer überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Daher erklärte er, in einer ruhigen Tonlage, seinen Standpunkt: „Wenn es gute Freunde wären, dann könnte ich verstehen, warum mein Verhalten falsch war. Aber du vergisst: Die beiden haben sich gestern erst getroffen. Zum ersten mal. Keine 12 Stunden vergehen und die beiden sind gemeinsam im Bad. Und sie klammert sich an Daniel wie ein Driftlon an kleine Kinder. Was die beiden haben, geht über Freundschaft hinaus. Gute Freunde klammern nicht am Arm des anderen oder sind glutrot im Gesicht, wenn Leute vor der Badezimmertür stehen. Das ist das Verhalten von Pärchen.“ Er marschierte ins Bad hinein und schaute die beiden Turteltauben an. „Ihr könnt es gerne ‚Liebe auf den ersten Blick‘ nennen, aber ich sehe es anders. Spätestens nächste Woche seid ihr beide in der selben Dusche. Oder ganz woanders. Und hey, gut für dich, dass dein Trasla sie ins Herz geschlossen hat. Kleinkinder sind ein Segen. Leicht bestechlich und beeinflussbar.


    OT: Zweiter von Drei Parts der 5er Interaktion, mit Marc27   Siegfried Wilder   Akicchi und Feuerdrache  

    Die Lage spitzt sich zu...

  • Die Sache, die sich vor wenigen Minuten noch in ihrem Zimmer abgespielt hatte, war Claire nun einmal einfach zu persönlich. Sarah würde das sicher auch nicht wollen, dass sie das jetzt einfach ausplauderte… verdammt. Eigentlich wollte sie ja ihren Kopf frei kriegen. Aber der eine Gedankengang war jetzt komplett kontraproduktiv gewesen. Dennoch drehte sie sich dann um und lächelte Steve an. "Keine Ursache, und trotzdem danke für deine Sorge. Aber stimmt… Frühstück wäre keine schlechte Idee. Ich hab ziemlich Hunger… Also ja, ich komm mit." Sie ergriff die Hand des jungen Mannes, um sich hochzuziehen, und klopfte sich den Sand von ihrer Hose ab. "Weißt du, ob die anderen schon herunten sind? Beziehungsweise wie viele?" Einerseits wollte sie Sarah vorerst lieber ein wenig aus dem Weg gehen, andererseits würde sie gerne wieder ihre Klamotten vom Vortag zurückbekommen…

    OT: Wieder mal ziemlich kurz, aber besser als nichts bevor ich weg bin^^