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  • Nur kurz zu Trump. Ja, jemand mit so niedriger Intelligenz, dass er sich nur auf Grundschulniveau ausdrücken kann, schafft es erfolgreicher Unternehmer zu werden, hat eine eigene Fernsehshow und wird Präsident. Das ist nicht sehr wahrscheinlich, egal wie viel Vitamin B du hast. Wenn man sich alte Interviews von ihm anschaut, hört man auch eine andere Sprache von ihm. Also entweder hat er sich vor ein paar Jahren den Kopf gestoßen und seine sprachlichen Fähigkeiten und auch nur die (neben natürlich offenkundigen Charaktermängeln) wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen oder es steckt extremes Kalkül dahinter. Irgendwie netter Zufall, aber gestern erst wurde auch von einer Sprachwissenschaftlerin in Hart aber Fair so etwas Ähnliches gesagt. Gerade solch ein Sprachstil spricht die Leute an, ob man es mag oder nicht. Und für ihn hat es sich ja durchaus ausgezahlt, er wurde gewählt. Dass er daher extra so redet, die Vermutung gibt es durchaus. Genauso wie es Psychologen gibt, die der Meinung sind, dass es eher wahrscheinlich ist, dass er tatsächlich einen hohen IQ hat.

    Trumps Charaktereigenschaften sind natürlich eine andere Sache.^^

  • Firebird97


    Zitat

    Dies hängt schon damit zusammen, dass das eigene soziale Umfeld meist in etwa auf derselben Ebene sind wie man selbst. Ein Studierender hängt mit anderen Studierenden ab, ein Arbeiter mit seinen Kollegen. Erfolgreiche Eltern haben mehr Geld und legen mehr Wert auf die Bildung und sorgen so für die bestmöglichen Vorraussetzungen, damit das Kind sich auch bestens entwickelt.

    Hier harke ich mal ein und sage "mit solchen Aussagen lieber etwas vorsichtig sein". Das soziale Umfeld ist gerade im Kindesalter nicht unbedingt etwas, das man beeinflussen kann und entsprechend auch nicht immer auf "einer Stufe" mit dem Kind. Der Grund, warum viele Kinder von sozial benachteiligten Familien aus diesem Zustand nicht rauskommen hängt nicht (immer) mit mangelnder Intelligenz zusammen, sondern mit dem Bias anderer Menschen- besonders den Lehrern. Achmet aus einem etwas schlechteren Teil der Stadt kann super intelligent sein, nutzt ihm nur alles nichts wenn der Halo-Effekt Eintritt und aus "Eltern sind einfache Arbeiter" die Schlussfolgerung "Achmet wird einfacher Arbeiter" wird. Und das passiert leider sehr viel öfter als man so denkt, selbst bei den Lehrern, die versuchen sich nicht beeinflußen zu lassen. Umgekehrt wird die kleine Anna aus dem Haushalt mit Doktor als Vater sehr viel wahrscheinlicher zum Gymnasium geschickt, weil jemand mit nem Doktor als Vater obviously intelligent sein muss. Dazu kommen diverse kleine Biase wie Geschlecht (Mädchen werden in Sprachen und Musischen Fächern meist besser bewertet als Jungs und gelten generell als friedlicher, was auch nicht immer der Fall ist- Jungs dagegen haben es in den Mint Fächern einfacher), Namen, Heck, selbst das Aussehen... Und plötzlich hast du jemanden, der vom Potential her eigentlich fürs Gymnasium geeignet ist, aber vom Grundschullehrer auf die Hauptschule geschickt wird.

    Zahlreiche Pädagogen fördern deswegen immer wieder die Abschaffung der getrennten Schulen, weil es ganz einfach sinnfrei ist das Potential eines Kindes im Alter von 10 Jahren zu bestimmen. Und weil es Motivationstechnisch wenig Sinn macht, einem so jungen Kind zu sagen "Ja, Well, bist halt nicht gut genug". Jetzt könnte man natürlich sagen "Aber die haben ja die Chance, die Schule zu wechseln"...

    Haben sie. Nur passiert das halt nicht häufig, weil a) die Motivation nicht gegeben ist, b) die neuen Schulkameraden schon eine eingespielte Gruppe sind und generell auf Hauptschüler runtergeschaut wird und c) es äußerst schwierig ist, das Material aufzuholen, das man für eine höhere Schulform braucht.


    Dazu gibt es auch Studien die zeigen, dass es sogar besser ist, SchülerInnen mit unterschiedlichem Niveau zu haben, solange die Lehrkräfte sich der Heterogenität bewusst sind und wissen, wie man damit umgeht.


    (über das Thema könnte und hat man Romane geschrieben, deswegen belasse ich es erst mal hierbei. Firebird hat auch geantwortet während ich das hier geschrieben habe, hab die Antwort aber noch nicht gelesen.)

  • Ich schrieb ja bereits, dass Kapitalismus cool ist. Wenn jemand keine Ahnung hat, macht das Unternehmen minus, das Problem löst sich von selbst.

    Nein. Löst es sich nicht. Schau dir nur die Bankenkriese an. Schau dir Dieselgate an. Alles Fälle, wo Leute vielleicht Ahnung hatten, allerdings kalkuliert dumm gehandelt haben, um sich selbst kurzfristig zu bereichern. Dennoch existieren diese Banken und betroffene Firmen weiter. Warum? Weil Kapitalismus ziemlich beschissen ist. Sag mal, was konsumierst du eigentlich. PrangerU? Jordan Peterson?


    Wenn ein Unternehmen einmal ein ausreichendes Grundguthaben hat, ist das Einkommen der Entscheidungstreffer für sehr lange Zeit gesichert. Machen sie einen Fehler, nicht selten ein kalkulierter Fehler, der zur kurzfristigen Gewinnsteigerung führen soll, aber es nicht immer tut, schadet es dem Unternehmen, aber ihnen selbst nicht. Hat das Unternehmen genug Grundwert, werden eventuell ein paar Leute symbolisch entlassen werden, doch sofern diese nicht einfache Mitarbeiter, sondern Manager sind, geschieht das sogar wahrscheinlich mit einer großzügigen Abfindung.


    Wer einen grundlegenden Finanzstatus erreicht hat, tut sich schwer diesen zu verlieren, dank des Kapitalismus, der verantwortungsloses, kurzfristig gedachtes Verhalten belohnt, langfristige Planung dagegen bestraft, während er den großen Firmen ein Netz bietet, um reinzufallen, da auf viele dieser Firmen gesamtwirtschaftlich nicht verzichtet werden kann, während er jedem anderen dieses Netz nimmt.


    Hast du den Finanzstats aus deiner Familie heraus, bist du ziemlich sicher. Egal was du machst. Wenn du dich nicht auf dem Geld ausruhen darfst, hilft die Nepotismus mehr zu bekommen. Da ist es auch egal, wie intelligent oder fleißig du bist. Sohn eines Finanzministers. Scheitert in der Uni, weil Faulheit. Hat ein paar Wochen später den Job als Manager einer großen Bank. Keine Pointe.


    Gleichzeitig bietet Kapitalismus in bereits bestehenden Märkten wenig Möglichkeiten, als neues Unternehmen einzusteigen, da bisherige Großfirmen die Märkte dominieren, und dich in jeder Hinsicht übertreffen (billigere Preise. größere Lieferumfänge etc.). Geld für Innovationen zu bekommen, wenn du noch nicht im Markt etabliert bist, ist schwer. Wenn überhaupt kauft dich dann eine der großen Firmen inklusive deiner Idee auf, die vielleicht, vielleicht auch nicht umgesetzt wird, abhängig davon ob es staatliche Anreize für die Idee gibt, denn durch die Beherrschung des Marktes von wenigen großen Firmen, auf die der Kapitalismus automatisch auf lange Sich zusteuert, gibt es kaum Marktanreize für bestimmte Innovationen. Je weniger Firmen, desto weniger Innovation, selbst wenn diese dringend gebraucht würde. Im freien Kapitalismus dünnt sich die Anzahl der Firmen durch Fusionen und den Aufkauf anderer immer weiter aus, bis eine Firma die Preise bestimmt, die aufgrund der gesellschaftlichen Notwendigkeit vieler Produkte nicht durch Angebot und Nachfrage vom Markt reguliert werden können.


    Kapitalismus funktioniert nicht.


    Erfolgreiche Eltern haben mehr Geld und legen mehr Wert auf die Bildung und sorgen so für die bestmöglichen Vorraussetzungen, damit das Kind sich auch bestens entwickelt.

    Es ist vollkommen egal, wie viel Wert sie darauf legen. So oder so reicht das Geld, damit die Kinder ein sehr wahrscheinlich erfolgreicheres Leben haben. Sie werden, wie Bastet und Sunaki schon geschrieben haben, an den Schulen, von Tests und anderen Einrichtungen bevorzugt werden. Selbst wenn sie irgendwelche Vergehen begehen sollten, ist es unwahrscheinlicher, dass sie dafür bestraft oder auch nur verurteilt werden. Es ist aueßrdem wahrscheinlicher, dass sie wohl genährt sind und in ihrer Kindheit häufiger mit ihnen gesprochen wird. Napotismus und Verbindungen, die die Eltern besitzen, werden es ihnen leichter machen, an Hochschulen und in verschiedene Berufe zu kommen. Diesbezüglich werden sie doppelt bevorzugt, wenn sie weiß und/oder männlich sind.


    Und selbst da wird aus einem Idioten natürlich kein Genie, sprich es gibt eine Grenze wie sehr man sich verbessern kann. Man kann seinen IQ nicht dauerhaft steigern.

    Noch einmal: IQ ist nicht real. IQ ist keine angemessene Art Intelligenz und Begabung zu messen. IQ kann je nach Test (gibt eine Vielzahl davon mit verschiedenen Schwerpunkten), nach Tag, nach Person, die den Test durchführt (aka Psychologe) und dessen Bias sehr unterschiedlich ausfallen.


    Und doch, das meiste kann man üben. Den Matheteil kann man üben. Die Folgenergänzung kann man lernen (und das ist eine Sache, die muss man einmal verstanden haben, um sie immer wieder gut wiederzugeben). Dasselbe gilt für die "finde den falschen" Übungen. Das einzige, was tatsächlich ohne eine Begabung sehr schwer (aber auch, nur sehr anders, als die anderen) üben lässt, sind die Aufgaben zur räumlichen Vorstellungskraft.


    Und nein, man kommt damit vielleicht keine 50 Punkte rauf, aber 20? Kein Ding.


    Und ja, Kinder aus bestimmten Hintergründen sind besser darauf vorbereitet, diese Tests besser abzuschließen, weil sie Zugriff auf Lernspiele und vergleichbares haben, die genau diese Fertigkeiten fördern.


    Intelligente Menschen wissen sich normalerweise etwas angemessener auszudrücken und Sachverhalte zu differenzieren.

    Verschiedene Sprachwissenschaftler haben seinen Wortschatz und seine Sprachgewandtheit auf das Niveau eines Unterstufenschülers eingestuft.

    Plus: Er ist oftmals während eines Gesprächs nicht fähig zusammenhängen zu folgen und eigene Zusammenhänge im Kopf zu behalten. Deswegen verliert er, wenn er selbst redet, so oft den Faden und wiederholt sich, hat Probleme längeren Vorträgen zu folgen und komplexe Probleme zu verstehen.


    Ja, jemand mit so niedriger Intelligenz, dass er sich nur auf Grundschulniveau ausdrücken kann, schafft es erfolgreicher Unternehmer zu werden, hat eine eigene Fernsehshow und wird Präsident.

    Doch.


    Außerdem ist Trump kein Erfolgreicher Unternehmer. Im Gegenteil. Er ist ein ziemlich beschissener Unternehmer, wenn du dir anschaust, wie oft er pleite gegangen ist - und das, obwohl er ein Startguthaben hatte, von denen andere nur träumen können.


    Wenn du in Reichtum und gute Vernetzungen geboren wirst, ist es nicht schwer, viel zu erreichen. Selbst wenn du ein kompletter Trottel bist, kannst du in dem Fall ein super erfolgreicher CEO und Chef einer Firma sein, indem du einfach deligierst und selbst nur als Gesicht der Firma auftrittst. Und wenn es mal nicht so läuft, dann macht Daddy oder sonst wer sicher schon alles heil. Im Notfall meldest du halt Insolvenz an, holtst dir neues Guthaben und machst weiter wie vorher (wie Trump es mehrfach machen musste.)


    Und um Präsident zu werden ... Nun, Trump hat bewiesen, dass Rassismus, Fear Mongering und eine Armee russischer Trolle dafür reichen. Plus die extreme Parteiteilung in den US, die dafür gesorgt haben, dass selbst diverse Politiker, die Trump gehasst haben und selbst nachdem er der GOP Kandidat war noch gesagt haben, dass sie ihn nie unterstützen würden, letzten Endes genau das getan haben, weil "Party before Country".

  • schafft es erfolgreicher Unternehmer zu werden

    Seine ersten Immobiliengeschäfte konnte er sich nur dadurch leisten, dass sein Vater ihm finanziell und mit Kontakten massiv aushalf.

    Bei seinem Versuch ins Casinogeschäft verschuldet er sich massiv, schafft es abermals nur mithilfe seines Vaters nicht völlig bankrott zu gehen. Am Ende retten ihm Investoren den Hintern und machen ihn zu einem der reichsten Menschen Amerikas, obwohl die Casinos nie Gewinn abwerfen.

    Aber richtig, so ein "erfolgreicher" Unternehmer könnte jeder von uns werden, auch ohne Millionärsfamilie und Beziehungen.

  • Nur kurz zu Trump. Ja, jemand mit so niedriger Intelligenz, dass er sich nur auf Grundschulniveau ausdrücken kann, schafft es erfolgreicher Unternehmer zu werden, hat eine eigene Fernsehshow und wird Präsident. Das ist nicht sehr wahrscheinlich, egal wie viel Vitamin B du hast. Wenn man sich alte Interviews von ihm anschaut, hört man auch eine andere Sprache von ihm.

    Oder diese sehr obskure Show war durchgescripted. ^^"


    Und wie meine Vorposter bereits sagten: Er ist alles andere als ein guter Geschäftsmann.

    Ein Klein- oder Mittelklasseunternehmer, der seine Firma so sehr an die Wand fahren und immense Schulden machen würde, wäre in Amerika vermutlich schon (beinahe oder tatsächlich) obdachlos und einfach am Ende.

    Bei Trump ist's: "Joa, Bubi, kann ja mal passieren. Ja, kann ja auch mal passieren, dass man eine Frau unglücklich antatscht" etc.


    Zitat von Alaiya

    Hast du den Finanzstats aus deiner Familie heraus, bist du ziemlich sicher. Egal was du machst. Wenn du dich nicht auf dem Geld ausruhen darfst, hilft die Nepotismus mehr zu bekommen. Da ist es auch egal, wie intelligent oder fleißig du bist. Sohn eines Finanzministers. Scheitert in der Uni, weil Faulheit. Hat ein paar Wochen später den Job als Manager einer großen Bank. Keine Pointe.

    Das Ding ist eben, dass es allzu menschlich ist nicht dagegen zu protestieren. Freunde von mir haben eine Wohnung, Auto etc. von ihren Eltern geschenkt bekommen und müssen ganz sicher nie neben der Uni arbeiten. Dagegen würden eben die Wenigsten protestieren und sagen "hey Papa, ich würde lieber kellnern und auf 20 qm mit meinem Freund wohnen", würde ich an seiner Stelle nun auch nicht. xD


    Zitat von Alaiya

    Und um Präsident zu werden ... Nun, Trump hat bewiesen, dass Rassismus, Fear Mongering und eine Armee russischer Trolle dafür reichen. Plus die extreme Parteiteilung in den US, die dafür gesorgt haben, dass selbst diverse Politiker, die Trump gehasst haben und selbst nachdem er der GOP Kandidat war noch gesagt haben, dass sie ihn nie unterstützen würden, letzten Endes genau das getan haben, weil "Party before Country".


    ... Und dass die Leute das "Establishment" loswerden wollten, was von Vorhinein eine Schnapsidee war, da nun alle Ämter mit seinen, zumeist ebenso trotteligen, Freundchen besetzt sind.


    EDIT Zusatz:

    Zitat von Cáithlyn

    Achmet aus einem etwas schlechteren Teil der Stadt kann super intelligent sein, nutzt ihm nur alles nichts wenn der Halo-Effekt Eintritt und aus "Eltern sind einfache Arbeiter" die Schlussfolgerung "Achmet wird einfacher Arbeiter" wird. Und das passiert leider sehr viel öfter als man so denkt, selbst bei den Lehrern, die versuchen sich nicht beeinflußen zu lassen.

    Achmet will es dann vielleicht auch gar nicht anders, wenn er bemerkt, dass andere Leute auf seine Eltern herabblicken. Es gibt für ein Kind in etwa diese beiden Möglichkeiten: Entweder es schämt sich dann für seine Eltern oder es hält noch standfester zu ihnen.

    Gerade bei einem türkischen oder Kind aus dem arabischen Raum, vor allem einen Jungen, ist anzunehmen, dass er noch stolzer auf die harte Arbeit seiner Eltern ist und sich denkt "das will ich auch. Die sind doch alle arrogant, die Deutschen / Leute der höheren Schicht", um die Würde der Eltern zu verteidigen.

  • Das Ding ist eben, dass es allzu menschlich ist nicht dagegen zu protestieren. Freunde von mir haben eine Wohnung, Auto etc. von ihren Eltern geschenkt bekommen und müssen ganz sicher nie neben der Uni arbeiten. Dagegen würden eben die Wenigsten protestieren und sagen "hey Papa, ich würde lieber kellnern und auf 20 qm mit meinem Freund wohnen", würde ich an seiner Stelle nun auch nicht. xD

    Was ja eigentlich keiner verlangt. Ich meine, ein Kumpel von mir hat das tatsächlich getan, als jemand ihm einen Job zugespielt hat mit viel Verantwortung, für den er nicht qualifizeirt war. Aber für gewöhnlich: Vom Kind verlange ich es nicht. Eher von den Leuten, deren Firmen den Job hergeben. Was versprechen die sich davon jemand ohne Ausbildung dafür zu holen? >____<


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    Gestern waren die Midterms in den USA und die Demokraten haben den Kongress wieder gewonnen, den Senat leider nicht flippen können.

  • Das alles sind Umstände, die vorkommen. Die Agentur ist eine Arbeitsvermittlung, also beratet andere Leute. Mehr nicht. Man kann auch sagen, dass man kein Bock auf die Agentur hat und man selber eine Arbeit findet. Wenn man woanders die Motivation braucht. Aber die Agentur ist dennoch sehr wichtig, weil es ein Angebot, was jeden frei zugänglich ist. Jeder hat ein Recht auf Beratung. Die, von dir geschilderten Geschehnisse beruhen sich eher auf private Probleme. Was kann die Agentur dafür, wenn du wegen Krankheit und sonst was nicht rechtzeitig sich melden kannst? Da ist die Agentur die falsche Anlaufstelle und wenn man es denen erklärt, dass man mit sich Probleme hat, dann werden die es auch vermerken. Mir geht es eher darum, dass der Umstand dessen, die berufstätig arbeiten gehen auch Steuern und Versicherungen zahlen. Was für dem Staat und für die Allgemeinheit wichtig ist. Daher muss die Arbeit eine hohe Wichtigkeit haben und wenn Deutschland sozial wäre, dann hätten die Menschen, die für die freie Wirtschaft arbeiten deutlich mehr Rente als Diejenigen, die von diesen Arbeiter gelebt haben. Denn Hartz IV kommt aus der Arbeitslosenkasse. Der Markt bietet zurzeit mehr als genug Arbeit. Es werden soviele Auszubildende wie noch nie gesucht und dutzende Stellen sind unbesetzt. Bei vielen werden Leute gesucht, die auch langfristig bleiben können. Also keine Zeitarbeit und sonstwas. Ich selber habe eine Behinderung und ich weiß, dass es für Behinderte schwerer ist auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Ich hatte das Glück, dass alles gut ging. Viele Andere nicht. Für viele gibt es auch eine Art "Behindertenwerkstatt". Selbst Menschen, die Jahre auf einer "Behindertenwerkstatt" gearbeitet haben, haben eine deutlich höhere Rente verdient als jemand, der noch nie gearbeitet hat. Die Aussagen, dass es keine Arbeit gibt hält nicht. Genauso wenig, dass man nur wegen der Agentur keine Arbeit findet, wobei es tausend andere Möglichkeiten gibt, Arbeit zu finden.


    Bevor du mich falsch verstehst, es geht mir nicht darum irgendeinen Menschen die Exstizenzgrundlage wegzunehmen. Es geht mir nur darum, dass die Gehälte und Rente anders verteilt sein sollen.



    Zitat von Gucky

    Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen... Wenn jemand 650€ Rente bekommt, muss er sich um Steuern keine Gedanken machen, der Grundfreibetrag liegt momentan bei 9000€ (jährlich), liegt man darunter, muss man nix bezahlen, dazu kommen dann eventuell noch individuell weitere Freibeträge. Und wenn wir dann einfach mal bei den 9000€ bleiben, wäre eine monatliche Mindestrente von 750€ wohl ein ganz guter Anfang.

    Gut aufgepasst! Mindestens die Grundsicherung muss sein. Nun, 750 Euro sind trotzdem viel zu wenig. Wenn davon allein 400 Euro für die Miete wegfallen, hätte man noch 350 Euro für alles Andere. Ich finde, wer dem Staat und der Allgemeinheit einen entsprechenden Beitrag geleistet hat, der sollte schon mindestens 2000 Euro Rente bekommen.


    Alaiya


    Ich denke, dass Trump vorzeitig abgewählt wird. Der Kongress kann die Personalie Trump infrage stellen und der Senat muss den nur noch zustimmen. Nicht vergessen, auch unter den Republikaner gibt es Trump-Kritiker, die meinen, dass Trump der falsche Republikaner fürs Präsidentenamt ist.

  • Ich denke, dass Trump vorzeitig abgewählt wird. Der Kongress kann die Personalie Trump infrage stellen und der Senat muss den nur noch zustimmen. Nicht vergessen, auch unter den Republikaner gibt es Trump-Kritiker, die meinen, dass Trump der falsche Republikaner fürs Präsidentenamt ist.

    Die Republikaner spielen soweit sehr klar nach einer Regel: "Party before Country." Partei vor dem Land. Deswegen haben sie Kavanaugh bestätigt. Deswegen haben die meisten Gesetzesvorschlägen zugestimmt, hinter denen sie nicht standen. Deswegen haben alle, bis auf McCain (der zu dem Zeitpunkt die "Ich sterbe eh, also kann ich mein Gewissen auch rein halten") alle Republikaner der Abschaffung des ACA zugestimmt und hätten es - ohne McCain - damit auch abgeschafft, obwohl sie wissen, dass diverse ihrer Wähler ACA brauchen.


    Das Politiksystem in den USA ist durch das Zweiparteiensystem und der mangelnden Kompromissbereitschaft der Republikaner mittlerweile am Ende. Ich denke nicht, dass irgendeinem Republikaner im Senat so schnell ein Rückgrat wächst, um die richtige Entscheidung zu machen. Sie hatten die Chance mehr als einmal und sie haben sie nicht ergriffen.


    Sie wollten Trump behalten, weil es ihnen Geld bringt und die Möglichkeit bietet, Immigration (die sie selbst verursachen) einzudämmen und Roe v Wade abzuschaffen.




    Und Apropos Trump: DOJ Jeff Sessions hat resigniert (lese: Ihm wurde nahegelegt, zu resignieren - unter Androhung einer Feuerung) und Rosenstein ist wahrscheinlich auch draußen. Dass heißt Trump wird als nächstes Versuchen Mueller zu feuern um die Russia Investigation zu beenden.

  • Zitat von Edex

    Das alles sind Umstände, die vorkommen. Die Agentur ist eine Arbeitsvermittlung, also beratet andere Leute. Mehr nicht. Man kann auch sagen, dass man kein Bock auf die Agentur hat und man selber eine Arbeit findet. Wenn man woanders die Motivation braucht. Aber die Agentur ist dennoch sehr wichtig, weil es ein Angebot, was jeden frei zugänglich ist. Jeder hat ein Recht auf Beratung. Die, von dir geschilderten Geschehnisse beruhen sich eher auf private Probleme. Was kann die Agentur dafür, wenn du wegen Krankheit und sonst was nicht rechtzeitig sich melden kannst?

    Vieles. Man kann Angestellte, die keinen Mindestanstand aufbringen, sanktionieren und feuern. Was aber in Wahrheit geschieht ist, dass Mitarbeiter solange gedeckt werden, bis sie tatsächlich und endgültig mal den Vogel endgültig abgeschossen, ubd dann werden sie bloß deshalb nicht mehr gedeckt, weil das ein schlechtes Bild nach außen hin wirft.

    Solche Jobs ziehen Sadisten dieser Art magnetisch an und jeder hat das Recht auf eine menschenwürdige Behandlung.


    Na und, dann beruhen sie eben auf Problemen? Der Mann SASS bereits im Wartezimmer und war nicht schnell genug im Raum. Selbst wenn er nicht pünktlich zum Termin erschienen wäre, könnte man gerade bei Krebspatienten Gras über die Sache wachsen lassen und ihm den Nächstmöglichen anbieten, wenn er sich schon dorthin bemüht hat. Weißt du, schlimmstenfalls könnte man bei einem vollen Terminkalender, der keine Einschübe erlaubt, ihn nach hinten verlegen und für so einen Fall fünfzehn Minuten länger im Büro bleiben.


    Verzeih mir bitte, wenn ich etwas angerührter bin, nachdem meine Mutter nach fast allen Terminen aufgelöst dasaß, weil ihr zuständiger Beamter ganz blasiert geraten hat, sie wäre doch selbst Schuld sich scheiden zu lassen und seine Verwandten in höheren Positionen und Politik gegen sich aufzubringen, und viel Schlimmeres.


    Zitat von Edex

    Da ist die Agentur die falsche Anlaufstelle und wenn man es denen erklärt, dass man mit sich Probleme hat, dann werden die es auch vermerken.

    Auf dem Papier, ja. Um gut dazustehen.


    Zitat von Edex

    Der Markt bietet zurzeit mehr als genug Arbeit. Es werden soviele Auszubildende wie noch nie gesucht und dutzende Stellen sind unbesetzt. Bei vielen werden Leute gesucht, die auch langfristig bleiben können.

    Nicht jeder ist für eine beliebige Arbeit X befähigt. Man sollte sicherlich nicht aus Perspektivenlosigkeit ein Auszubildender irgendeiner freien Stelle und erst recht nicht Lehrer werden. "Es werden Lehrer gesucht" ist keine Aufforderung jeden an diese Stelle zu bringen, der gerade keine andere Perspektive sieht. Dafür muss man btw erstmal studieren und da hast du doch eh was gegen.

    Dann wurde meine Mutter regelrecht schikaniert, aka etwa zu verpflichteten Bewerbungsgesprächen bei Stellen geschickt, bei denen Russisch- oder tiefgehende IT-Kenntnisse erforderlich waren.


    Zitat von Edex

    Genauso wenig, dass man nur wegen der Agentur keine Arbeit findet, wobei es tausend andere Möglichkeiten gibt, Arbeit zu finden.

    Aber bis dorthin kann man nunmal nicht von nichts leben und die Agentur ist eine jener Stellen, die Menschen absichern.


    Zitat von Edex

    Ich selber habe eine Behinderung und ich weiß, dass es für Behinderte schwerer ist auf dem Arbeitsmarkt zu finden.

    Dann sei doch einfach glücklich damit und lass andere zufrieden.


    Zitat von Edex

    Bevor du mich falsch verstehst, es geht mir nicht darum irgendeinen Menschen die Exstizenzgrundlage wegzunehmen. Es geht mir nur darum, dass die Gehälte und Rente anders verteilt sein sollen.

    Wie soll die denn erhalten bleiben? Ich hab keine Ahnung wer "Frau Ritter" sein soll, aber vorhin meintest du, in Kurzfassung, dass sie allgemein keinerlei Ansprüche hätte.

  • Man kann auch sagen, dass man kein Bock auf die Agentur hat und man selber eine Arbeit findet.

    Wenn man gleichzeitig Hartz4 bekommt, darf man sich dann aber recht sicher sein, dass dann eine Sanktion reingeknallt wird.

    Da ist die Agentur die falsche Anlaufstelle und wenn man es denen erklärt, dass man mit sich Probleme hat, dann werden die es auch vermerken.

    Nicht einfach vermerken. Wenn du Probleme hast, musst du das ärztlich bescheinigen lassen, Anträge ausfüllen, etc pp. Und solang das nicht fertig ist, wirst du als arbeitsfähig behandelt und bekommst für jeden Mist ne Sanktion.

    Der Markt bietet zurzeit mehr als genug Arbeit. Es werden soviele Auszubildende wie noch nie gesucht und dutzende Stellen sind unbesetzt. Bei vielen werden Leute gesucht, die auch langfristig bleiben können.

    Weißt du, warum der Markt soviele offene Stellen hat? Weil sich Arbeitsuchende unter Wert verkaufen sollen. So Stellenangebote, wie "Leitende Position in der Pflege" für 1900€ Brutto. Und wer sich umhört, weiß, dass Pflegenotstand herrscht, also massiver Personalmangel. Würde Arbeit hier dem Prinzip von Angebot und Nachfrage folgen (wie man uns das schön in der Schule beigebracht hat), müssten Pflegekräfte grad die übelsten Löhne verlangen können. Tatsache ist, dass solche Stellen halt unbesetzt bleiben, weils ja nur um Menschen geht, nicht um die fette Kohle, die man irgendwie verdienen könnte.

    So wird der Eindruck erweckt, es gäbe ja genug Arbeit, aber am Ende muss man eh schon schlecht bezahlte Jobs unter Wert machen, weil das Amt mit Sanktionen droht, wenn man sie nicht annimmt.

    Genau das meine ich, wenn ich von Arbeitszwang rede: Die Arbeitgeber können Stellen unter Wert anbieten, weil der Arbeitsuchende bestraft wird, wenn er drei Arbeitsstellen ablehnt.

    Dann sei doch einfach glücklich damit und lass andere zufrieden.

    Vor allem sollte man bei sowas auch immer das Glück, das man hatte, im Blick behalten. Menschen neigen dazu Erfolge ihrem großartigen Können, ihrem Bemühen, ihren Fähigkeiten, ihrem Geschick zuzuschreiben. Die Wahrheit ist, dass viele Erfolge pures Glück sind und oft nur kleine Änderungen nötig wären und man wäre selbst der Arbeitsuchende, den man so frei als faul beschimpft, weil man selbst es ja geschafft hat.

  • Weil es gerade so schön zur Diskussion passt: SPD will Hartz IV abschaffen.


    Ich weiß nicht so recht, was ich vom UN-Migrationspakt halten soll?:unsure: Aus ethisch-moralischer Sicht sicherlich ein guter Ansatz, der aber vielleicht doch zu stärkeren Migrationsströmen führt und dann nur noch mehr Menschenleben fordert und völkisch-rassistische Tendenzen befeuert.

  • Das ist dort wahrscheinlich genauso unverständlich wie, dass durch höhere Temperaturen mehr und stärkeres Unwetter gibt



    Weil es gerade so schön zur Diskussion passt: SPD will Hartz IV abschaffen.

    Das ist wohl das mindeste, dass sie ihren Fehler von ihren korrupten Gerhard Schröder wieder richten

  • Na ja, vielleicht interessiert das Video ja noch jemand anderen hier.

    Hatte ich erwähnt, mehr dazu unten

    die Motivation nicht gegeben ist,

    Wenn man nicht die Motivation bringt, sich auf Realschulniveau zu steigern,dann ist man doch auf der Hauptschule goldrichtig, oder nicht?

    das Material aufzuholen, das man für eine höhere Schulform braucht.

    Ist kein Ding der Unmöglichkeit. Ich habs auch gemacht - zweimal.

    Kapitalismus funktioniert nicht.

    Immer wenn ich so einen Blödsinn lese, frag ich mich, in was wir denn dann gerade leben. Geht es dir irgendwie besonders schlecht? bist du eine Leibeigene(mittelalterlicher feudalismus)? sammelst du jeden tag wurzeln und schläfst in einem erdloch(nomadischer tribalismus)? Arbeitest du von morgens bis abends in einer Kohlenmine und hast ne Lebenserwartung von ca 25 Jahren(Kommunismus) oder fürchtest du jeden Tag, dass die SS zu dir kommt,wegen was auch immer für kleiner delikte(Faschismus)? Auch für die anderen Sonnenscheinchen, die von sich denken, sie könnten aus dem Stand ein besseres Gesellschaftsmodell entwickeln: es gibt nicht so viel auswahl.

    und hier ist die punchline, die meisten davon sind schonmal ausprobiert worden. Teilweise mit ziemlich schlechten auswirkungen, teilweise mit völkermord im Anhang, auf jeden fall mit jede Menge Tod. ich nenne jeden naiv, der glaubt, beim nächsten mal würde es besser laufen(Wurde nur noch nicht richtig ausprobiert einself!!!). es gibt keinen grund das zu behaupten. im gegenteil.

    Aus ethisch-moralischer Sicht sicherlich ein guter Ansatz,

    Ich habe gesehen, dass das Thema nicht beliebt ist, und die Debatte im Bundestag heute hatte den Namen wohl kaum verdient. Es gibt keinen WIllen, sich mit den kritischen Punkten auseinanderzusetzen. Stattdessen wiederholt man stumpf die Phrase es sei ja nicht bindend und die Migration würde sicherer und auch verringert(widerspruch in sich)
    Meine Prognose: Deutschland,Frankreich, Spanien und Dänemark werden am Ende die Einzigen sein, die in Europa unterschreiben. Spanien und Dänemark werden nocheinmal die Sozialbezüge runterregulieren und am Ende ist man wieder allein.
    Das wird ein einseitiger Spaß. Außer jemand rechnet ernsthaft damit, dass es in Europa starke Bestrebungen gibt, etwa nach Ruanda, Somalia oder Pakistan auszuwandern.

  • Zitat von Scorchwood

    Immer wenn ich so einen Blödsinn lese, frag ich mich, in was wir denn dann gerade leben. Geht es dir irgendwie besonders schlecht? bist du eine Leibeigene(mittelalterlicher feudalismus)? sammelst du jeden tag wurzeln und schläfst in einem erdloch(nomadischer tribalismus)? Arbeitest du von morgens bis abends in einer Kohlenmine und hast ne Lebenserwartung von ca 25 Jahren(Kommunismus) oder fürchtest du jeden Tag, dass die SS zu dir kommt,wegen was auch immer für kleiner delikte(Faschismus)?

    Immer wenn ich so einen Blödsinn lese, frag ich mich, in was wir denn gerade leben. Richten wir den Planeten zugrunde, fischen wir Ozeane leer und produzieren wir Tonnen an Fleisch und Getreide, die bereits von vorhinein dazu da sind, um weggeworfen zu werden, damit der Marktwert nicht fällt? Nehmen wir andere Länder aus und scheren uns nicht, was mit denen geschieht (außer natürlich, wenn andere auch die Frechheit besitzen leben zu wollen und das irgendwann zurückfeuert)? Wahrscheinlich schon. Hauptsache einem selbst geht es nicht irgendwie besonders schlecht.

    Außerdem seh ich nicht, was an der nomadischen Lebensweise schlecht sein soll.

  • Geht es dir irgendwie besonders schlecht?

    Das ist die übliche Bullshit-Frage dazu, ohne zu schnallen, dass alles, was dafür sorgt, dass die meisten von uns halbwegs menschenwürdig leben können, nicht Kapitalismus, sondern Schranken sind, die dem Kapitalismus aufgestellt wurden. Wir haben keinen komplett freien Markt und Länder, wie die USA zeigen, was passiert, wenn man noch mehr Schranken rausnimmt, um den Kapitalismus ungebremster (selbst die USA sind nicht gänzlich ungebremst) laufen lässt: Massiv viele Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, sich grundlegende Dinge nicht erlauben können. Kinder, die hungrig zu Schule gehen. Studenten, die ihre Schulden nie abarbeiten werden. Und dass die erste Frage, wenn man einen Arm bricht ist: "Bin ich dafür versichert und kann ich es mir leisten?" (Von schweren Krankheiten und deren finanzielle Folgen in einem komplett implementierten Kapitalismus gar nicht erst zu sprechen.)


    Sämtliche Systeme, die dafür Sorgen, dass ich je studieren konnte, sind sozialistisch. Ohne sozialistische Mittel, wäre ich mit 18 auf der Straße gelandet und wäre bis heute wahrscheinlich verhungert. Ohne sozialistische Institutionen wie Waisengeld und Bafög, hätte ich nie studieren können.


    Ich habe diverse Freunde, die sind regelmäßig gezwungen sich in der letzten Woche des Monats von Haferschleim und eventuell noch Nudeln zu leben. In Deutschland. Weil sie sich sonst ihre Miete nicht leisten können. Dank Kapitalismus.

    In den Städten stehen hunderte, tausende Wohnungen leer, da sie Anlageobjekte und nicht Wohnraum sind, während diverse Leute sich kaum ihre Mieten leisten können. Dank Kapitalismus.


    Nicht zu vergessen, dass die Klimaerwärmung trotz vieler großer Worte alles in allem ungehindert weiter fortschreitet, da Shareholder ja Ergebnisse sehen wollen. Auch das: Kapitalismus.

    Und das diverse Länder ausgenommen werden, um die Rohstoffpreise niedrig zu halten. Auch das ist Kapitalismus.

    Das Fällen von Wäldern zum Anbau von Palmöl und Abbau von Erdöl und Kohle. Kapitalismus.


    Kapitalismus ist kein funktionierendes System. Es ist ein System, dass auf Dauer in eine Sackgasse steuert. Das selbst ohne Klimawandel zu einer kompletten Selbstzerstörung führen würde, wenn man es nur lange genug laufen lässt. Und spätestens heute, im Zeitalter der Automatisierung ist es ein System, das nicht länger funktionieren wird und nur massenhaft Armut und damit auch Leid verursacht.


    Und ich studiere Wirtschaft.



  • Nehmen wir andere Länder aus und scheren uns nicht, was mit denen geschieht

    Das ist nicht direkte Folge vom Kapitalismus sondern vom Globalismus. Die gleichen Effekte würden eintreten, wenn man einen Faschismus, Sozialismus etc implementiert. Die Schwachen sind immer die, die ausgebeutet werden. Mit dem Unterschied, dass beim Sozialismus zuerst die ehemals Starken ausgebeutet werden, bis sie genau so schwach sind wie der Rest - danach wärs dann ein fröhliches alle gegen alle.

    Außerdem seh ich nicht, was an der nomadischen Lebensweise schlecht sein soll.

    keiner hindert dich. dass du meinen Text einfach kopiert und mit grünen Buzzwords gefüllt hast, zeigt mir, dass es wohl keine Schande wäre. Südafrika soll schön sein, no offense

    komplett implementierten Kapitalismus gar nicht erst zu sprechen

    Dazu wird es nicht kommen. Ich denke, wir haben ein gesundes Mittelmaß erreicht.

    Ohne sozialistische Institutionen wie Waisengeld und Bafög, hätte ich nie studieren können.

    Okay, dass du buchstäblich vom Geld lebst, das andere Menschen erwirtschaftet haben. erklärt die Liebe zum Sozialismus ein wenig.

    die Klimaerwärmung trotz vieler großer Worte alles in allem ungehindert weiter fortschreitet

    Newsflash, wird sie auch weiter. Erdgeschichtlich kommen wir buchstäblich gerade aus einer Eiszeit, Fräulein. Außerdem haben wir erst vor 30 Jahren gemerkt, dass wir nicht so mit Gasen aasen sollten. Das ist nichts. Und wir arbeiten dran. Also ich zumindest. Wie das mit dem geneigten Leser aussieht, weiß ich nicht

    Kapitalismus ist kein funktionierendes System.

    Schrieb Alaiya gemütlich vom heimatlichen Laptop aus. Spaß beiseite. Es ist nunmal das beste was wir haben. VIelleicht nicht das beste für den Kakaobauern in Ruanda, aber denen gings noch nie besonders gut und wird es wohl auch nicht, wenn ich mir die Geburtenraten so ansehe. Und wie du schon sagtest, gespickt mit ein paar vorsichtig verteilten sozialistischen Einschlägen, ist es schon eine ganz gute Mischung. Dass man nicht übertreiben sollte ist offensichtlich - trifft aber auf jedes System zu und ist daher kein argument.
    Da du Wirtschaft studierst, sagt dir sicher das Pareto Prinzip etwas. Ist einer der Gründe, warum ein Industrie-Sozialismus niemals Realität werden kann. Das hatte ich ja beim Thema Erbschaftssteuer schonmal angedeutet.

    Und spätestens heute, im Zeitalter der Automatisierung ist es ein System, das nicht länger funktionieren wird und nur massenhaft Armut und damit auch Leid verursacht.

    Das ist richtig. Mit der Automatisierung hat sich der Mensch selbst ins Bein geschossen. Auswirkungen wird man dann in 20-30 Jahren begutachten können. Man sollte vielleicht irgendwas mit Sozial studieren- ist einfach und da kommt viel Arbeit auf einen zu. Jobs sind sicher.

  • Zitat von Scorchwood

    Das ist nicht direkte Folge vom Kapitalismus sondern vom Globalismus. Die gleichen Effekte würden eintreten, wenn man einen Faschismus, Sozialismus etc implementiert. Die Schwachen sind immer die, die ausgebeutet werden. Mit dem Unterschied, dass beim Sozialismus zuerst die ehemals Starken ausgebeutet werden, bis sie genau so schwach sind wie der Rest - danach wärs dann ein fröhliches alle gegen alle.

    Schön, wenn für dich beides getrennt ist, ist es aber nunmal nicht. Leider ist die Realität nicht so einfach.


    Meine Welt ist nunmal auch nicht in zwei Kategorien von Schwachen und Starken unterteilt, in der es ungerecht wäre mit höherem Wohlstand einen Teil zur Gesellschaft beizutragen und nicht nur an sich denkt.


    Zitat von Scorchwood

    Okay, dass du buchstäblich vom Geld lebst, das andere Menschen erwirtschaftet haben. erklärt die Liebe zum Sozialismus ein wenig...

    Es ist das Letzte anderen Menschen ohne Hintergrundwissen ein schlechtes Gewissen für etwas bereiten zu wollen, das ihr Recht ist und keine Gnade, ist. Oder generell ein schlechtes Gewissen für etwas bereiten, das sie zu dem Zeitpunkt benötigen / benötigt haben, selbst WENN jemand an einer Sache selbst Schuld wäre, was oft nicht der Fall ist.

    Ich hoffe ganz boshaft vom tiefsten Herzen, dass jemand wie du in eine Situation gerät, in der er staatliche Hilfen benötigt.

  • Dazu wird es nicht kommen. Ich denke, wir haben ein gesundes Mittelmaß erreicht.

    Wie man fraglos an der steigenden Armut, inbesondere Kinderarmut in den Industrienationen sehen kann. Es geht uns ja allen richtig gut. Also vorausgesetzt man ist in Reichtum geboren und wächst in einer stabilen sozialen Umgebung auf. Ansonsten ... Haste halt Pech gehabt. Aber das ist halt sozialdarwinismus. Ist ja deine eigene Schuld als Kind krebskranker Eltern geboren zu werden, die ihrerzeit leider nie zur Uni gehen konnten. Pech gehabt. Vielleicht klappt's im Nachleben ja besser.


    Okay, dass du buchstäblich vom Geld lebst, das andere Menschen erwirtschaftet haben. erklärt die Liebe zum Sozialismus ein wenig.

    Wie Bastet korrekt sagt: Das ist das letzte.


    Ich stand mit 18 auf der Straße, nachdem meine Pflegefamilie mich vor die Tür gesetzt habe, weil ich es gewagt habe den Vater wegen wiederholter Körperverletzung beim Jugendamt zu verpetzen.


    Diverse Leute sind darauf angewiesen von Sozialleistungen zu leben. Weil sie zu alt sind, weil sie zu krank sind, weil sie noch Kinder sind, weil es einfach keine Arbeit für sie gibt. Ohne entsprechende Sozialsysteme vor Ort endest du in einer Dystopie, wie die USA sie teilweise schon erreicht haben.


    Übrigens, weißt du, wer noch von Geld lebt, das andere erwirtschaften? Die oberen 1%. Diese produzieren selbst nicht, sie lassen Produzieren und andere für sich arbeiten. Andere, die teilweise mit Hungerlohn heimgeschickt werden und ihren Job verlieren, wenn die oberen 1% einen Fehler und sei es einen kalkulierten Fehler machen. (Bspw. Betrug bei Umwelttests, der dann auffliegt und der Autofirma, sagen wir mal VW, Millionen kostet.)


    Newsflash, wird sie auch weiter. Erdgeschichtlich kommen wir buchstäblich gerade aus einer Eiszeit, Fräulein. Außerdem haben wir erst vor 30 Jahren gemerkt, dass wir nicht so mit Gasen aasen sollten. Das ist nichts. Und wir arbeiten dran. Also ich zumindest. Wie das mit dem geneigten Leser aussieht, weiß ich nicht

    Bullshit. Mit solchen Aussagen disqualifizierst du dich selbst von der Diskussion. Ja, wir hätten eine Erwärmung. Global gesehen wäre mit einer natürlichen Erwärmung von etwa 0,3, vielleicht 0,5°C zwischen 1950 und 2100 zu rechnen gewesen, statt der knapp 2°C, die wir bereits haben und die im Optimalfall aktuell auf weitere 2°C hinauslaufen (was wir aber nach allen aktuellen Berechnungen nicht schaffen werden, weil die Industrienationen und die großen Firmen lieber Emissionshandel mit Ländern betreiben, die sich dann ebenso wenig daran halten, aber die niemand dafür wirklich zu Rechenschaft ziehen kann und will).


    Und was du als Einzelperson am Ende tust, ist letzten Endes praktisch egal. Die gewöhnliche Einzelperson kann nicht sonderlich viel im Rahmen des aktuellen Systems ausrichten, da die Industrie diejenigen sind, die für den Großteil des CO² Ausstoßes verantwortlich sind. Und die haben, dank Kapitalismus, nicht das geringste Interesse daran, das einzustellen. Selbst vermeintlich CO² neutrale Produkte, die der geneigten Einzelperson, die versucht etwas zu tun, verkauft werden, sind nicht selten Mogelpackungen.


    Die Tatsache, dass um an Öl und Kohle zu kommen, die Bäume angeholzt werden, macht das ganze natürlich nicht im geringsten besser.


    Und wie du schon sagtest, gespickt mit ein paar vorsichtig verteilten sozialistischen Einschlägen, ist es schon eine ganz gute Mischung.

    Nein, ist es nicht. Wie gesagt. Steigende Armut. Gleichzeitig laufen einige Industrien auf Situationen mit Monopolen, Quasimonopolen und Kartellen zu, was in diesen Industrien auch den Druck zur Weiterentwicklung, auch bzgl einiger dringend notwendiger Neuerungen nimmt.


    Übrigens finde ich es ja lustig, wie du oben in deiner Aufzählung wirtschaftliche und politische Systeme munter durcheinanderwirfst, was nicht unbedingt für eine tiefe Vertrautheit mit der Materie spricht. Kapitalismus, wie auch Wirtschaftsliberalismus und Faschismus vertragen sich nämlich recht gut miteinander (wie man im Moment in einigen Ecken der Welt gut beobachten kann).


    Man sollte vielleicht irgendwas mit Sozial studieren- ist einfach und da kommt viel Arbeit auf einen zu. Jobs sind sicher.

    Nein, sind sie nicht. Sie sind selbst im Moment nicht sicher. Arbeitsbedingungen im Sozialbereich sind mies und unterbezahlt und trotz Personalmangels ist es schwer Jobs zu bekommen. Wenn man dann einen Job hat, darf man Sozialarbeit wie am Fließband nicht selten auf 50Std/Woche und mehr leisten. Unterbezahlt, wie gesagt. Nicht zuletzt, weil im Sozialbereich letzten Endes wenig Gewinn zu erwirtschaften ist, was sämtliche soziale Felder im Kapitalismus leider als "minderwertige" Arbeit darstehen lässt.