Bis zum bitteren Ende

  • Bis zum bitteren Ende


    Vorwort


    Hallo liebe Leserinnen und Leser,


    ich möchte euch gerne mein Projekt zur Weiterführung des HGSS-Arcs vorstellen.
    Nachdem ich das doch sehr offene Ende des Arcs gelesen hatte, entschied ich mich dazu, die Geschichte einfach fortzuführen.
    Ich hoffe, sie gefällt euch und (über-)trifft die Erwartungen, die ihr sowohl an meine Geschichten, als auch an die ordnungsgemäße Adaptierung der Charaktere habt.


    Viel Spaß!


    Warnung!


    Diese Geschichte enthält jede Menge Spoiler zu den Pokemon Special Arcs Gold/Silver/Crystal, Firered/Leafgreen, Emerald und HG/SS!
    Wenn ihr diese Arcs gerade lest oder es vorhabt, solltet ihr sie zuerst beenden!


    Inhalt


    Wie im Vorwort schon erwähnt, geht es um die Fortsetzung des HGSS-Arcs des Pokemon-Special-Mangas.


    Die Hauptperson ist Silver, der bekannte rothaarige Rivale aus den Editionen GSK und HGSS, welcher sich vor die Aufgabe gestellt sieht, Team Rocket eigenhändig zur Auflösung zu zwingen. Erschwert wird dieses Ziel durch die Tatsache, dass niemand anderes als Giovanni wieder die Macht über das Team übernommen hat, welcher obendrein sein Vater ist. Es geht also nicht nur darum, dem Bösen Einhalt zu gebieten, sondern die Ideale über die Liebe zu stellen und den Traum von einer heilen Welt zugunsten des größeren Wohls aufzugeben.


    Die Handlung findet in Johto und Kanto statt.




    Genre



    Ich konnte mich nicht so wirklich entscheiden, wo diese Geschichte hingehört. Am ehesten gleicht es wohl einer Reise mit dem Ziel, Team Rocket zu vernichten.
    Von Shippings möchte ich mich allerdings fernhalten. Auch, wenn ich zu den Befürwortern des Preciousmetalshippings (Silver X Gold) zähle, wird es eher um Freundschaft und die Beziehungen zwischen Vater und Sohn gehen, die im Spezialfall Silver wirklich einen Blick wert sind.
    Questshipping will ich zwar nicht ausschließen, der Protagonist wird jedoch weitestgehend verschont bleiben.


    Informationen


    Als Quelle werden ausschließlich die Arcs des Pokemon Adventures Manga genommen und dessen Gesetze adaptiert. Auf diese Weise soll Authentizität gewährleistet werden.
    Charaktere aus dem Pokemon Anime, den Spielen und anderen Pokemonmanga werden nicht vorkommen, sofern sie nicht ebenfalls in Pokemon Adventures vorkommen. Das schließt Ash, Lucia, Max, Lyra und Klarin ein! Auch, wenn Klarin und Lyra aussehen wie Gold und Crystal, so haben sie NICHT den gleichen Charakter und werden entsprechend nicht inkludiert.



    Wichtigste Charaktere


    [tabmenu][tab=X]Hier stehen nur die wichtigsten Charaktere der Geschichte. Alle weiteren werden im Storyverlauf beschrieben.[tab=Protagonist]
    Silver


    http://cdn.bulbagarden.net/upl…ver_HGSS_Adventures_2.png


    Alter: 16


    Pokemon: SnibunnaImpergatorKramshefSeedrakingGaradosRihornior


    Geschichte:


    Im Alter von zwei Jahren wurde er vom sogenannten Mann mit der Maske entführt, um zu einem seiner Diener ausgebildet zu werden und später Team Rocket unter dessen Führung zu leiten. Dies sollte unter anderem dem Zweck dienen, das Zeitreisepokemon Celebi zu fangen, um damit den Traum des Mannes mit der Maske zu erfüllen.
    Während der Ausbildung in dessen Festung lernte er Blue kennen, ein Mädchen mit langen braunen Haaren, welches mit ihm zusammen die Entwicklung und den Tausch von Pokemon studieren sollte. Nach einigen Jahren gelang es ihnen jedoch, erfolgreich auszubrechen und ein neues Leben anzufangen.
    Im Auftrag von Lance (Siegfried) stahl Silver einige Jahre darauf das Karnimani von Professor Lind, wurde jedoch von Gold erwischt, woraufhin eine Rivalität zwischen den beiden entbrannte. Auf seiner weiteren Reise durch Johto bekam er es mit Neo-Team-Rocket zu tun, an dessen Spitze der Mann mit der Maske thronte. Nach einigen erbitterten Kämpfen, die ihn fast das Leben kosteten, schaffte er es mithilfe von Gold, Crystal und den vier Kanto-Dexholdern Red, Blue, Green und Yellow, den Mann mit der Maske zu besiegen und in die selbst geschaffene Zeitspalte zu verbannen.
    Später machte er sich auf die Suche nach seinen Eltern, an die er keinerlei Erinnerung mehr besaß, und landete schließlich in Vertania City.
    Auf dem Flugschiff Team Rockets, welches wieder unter der Leitung Giovannis stand, erfuhr er, dass dieser sein Vater ist, weigerte sich jedoch zunächst dies anzuerkennen, bis Giovanni ihm nach dem Absturz des Schiffes seine Liebe zeigte, indem er ihn mit seinem eigenen Körper vor den Flammen beschützte.
    Aufgrund des weiteren Widerstands der verbliebenen Mitglieder Team Rockets, musste Silver seinen Vater jedoch von seinem Ursaring in Sicherheit bringen lassen, damit dessen Wunden versorgt werden konnten.
    Der Kampf endete aber in einer Versteinerung der Dexholder, die erst Monate später durch Jirachi gelöst werden konnte.
    Giovanni war daraufhin nicht mehr aufzufinden. Einige Jahre später drohte durch ein erneutes Comeback Team Rockets durch die Vorstände Atlas, Athena, Lambda und Proton und die Erweckung Arceus' jedoch die Zerstörung der Welt, in welche sich Giovanni einmischte, zusammen mit Lance und Norbert.
    Sie schafften es, die Zerstörung aufzuhalten und Arceus zu beruhigen. Die Vorstände wurden entmachtet und das Team ging wieder in die Hände Giovannis.
    Hier beginnt die Geschichte.


    [tab=Antagonist]
    Giovanni


    http://cdn.bulbagarden.net/upl…vanni_FRLG_Adventures.png


    Alter: 30-40


    Pokemon: Ursaring


    Geschichte:


    Giovanni ist der Boss von Team Rocket, der ehemalige Arenaleiter von Vertania City und Silvers Vater.
    Silver vermutet, er hat Team Rocket nur gegründet, weil er vom Mann mit der Maske entführt wurde.
    In der Vergangenheit lieferte sich Giovanni viele Kämpfe mit Red und den anderen Dexholdern und litt unter einer schweren Krankheit, die dank Celebi jedoch kürzlich geheilt werden konnte.
    Er hat Silver seit Jahren nicht zu Gesicht bekommen, geschweige denn mit ihm ausführlich sprechen können. Jedoch scheint er ihn sehr zu lieben, da er ihn nach dem Absturz des Flugschiffs mit dem eigenen Körper vor den Flammen schützte.
    [tab=Rivale]
    Gold


    http://cdn.bulbagarden.net/upl…old_HGSS_Adventures_2.png


    Alter: 16


    Pokemon: TornuptoTogekissAmbidiffelQuaxoSonnfloraMogelbaum


    Geschichte:


    Seit Gold Silver beim Diebstahl von Linds Karnimani erwischte, waren sie erbitterte Rivalen. Zuerst konnten sie einander nicht ausstehen, aber nach einigen harten gemeinsamen Kämpfen - unter anderem gegen den Mann mit der Maske - wurden sie viel mehr zu Freunden.
    Gold hat Silver sehr gern, sodass er sich Emerald, Ruby, Sapphire und einigen anderen Dexholdern anschließt, um ihn aus seiner Versteinerung zu befreien.
    Da Silver in der Vergangenheit jedoch häufig vorgezogen wurde (unter anderem vom Pokeballschmied Kurt, welcher Gold für unwürdig befand), behandelt er ihn etwas härter und pflegt einen rauen Umgangston.
    [Tab=Ehem. Erzfeind]
    Norbert
    http://cdn.bulbagarden.net/upl…80px-Pryce_Adventures.png


    Alter: 50+


    Pokemon: QuiekelLaprasBotogelJurobJurob


    Geschichte:


    Norbert verschaffte sich eine zweite Identität, den sogenannten Mann mit der Maske, um Team Rocket zu übernehmen und Celebi zu fangen. Als dieser entführte er vier Kinder, darunter Silver und ein braunhaariges Mädchen namens Blue, um sie zu seinen Dienern auszubilden. Die beiden entkamen ihm jedoch, weshalb er bei seinen Begegnungen mit Silver einige Jahre später mehrfach versuchte, diesen für seinen Verrat zu töten.
    Allerdings schaffte Silver es zusammen mit einigen anderen Dexholdern, ihn zu besiegen und in eine Spalte in der Zeit zu verbannen.
    Dort bekam er die Gelegenheit, die Vergangenheit und die Zukunft zu sehen und konnte sich schließlich mithilfe von Lance befreien, um die Zerstörung der Welt durch Arceus, Dialga, Palkia und Giratina aufzuhalten.
    Giovanni wollte ihn kurz nach seiner Rettung aus der Zeitspalte umbringen, aber Lance ging dazwischen.
    Wie Norbert nach all der Zeit zu Silver steht ist unbekannt.



    [/tabmenu]




  • Kapitel 1: Die Ruhe nach dem Sturm


    "Vater..."
    Vom schweren Kampf gegen Dialga, Palkia, Giratina und Arceus gezeichnet, stand Silver Giovanni gegenüber.
    Schweiß rann seine von rotem Haar bedeckte Stirn herunter. Der einst so stolze Blick nur noch ein Flehen, der Mund geöffnet in großem Erstaunen und auch etwas Furcht.
    Er konnte sich nicht erinnern, seinem Vater je von Angesicht zu Angesicht gegenüber gestanden zu haben. Entweder war er oder Giovanni ohnmächtig gewesen oder kurz davor.
    Nun hatte er endlich die Gelegenheit, mit ihm zu sprechen - aber ihm fehlten die Worte. Er konnte keinen wirklich klaren Gedanken fassen.
    "Möchtest du mich begleiten?" Die Worte seines Vaters rissen Silver aus seiner Trance. "Du könntest Team Rocket beitreten."
    Er senkte unsicher seinen Blick. Gold und Crystal beobachteten die Szene gespannt. Während der schwarzhaarige Gold jedoch ganz ruhig blieb, bekam die blauhaarige Crystal es mit der Angst zu tun. Ihre Lippen bebten vor Anspannung und ihre Augen flehten ihn an.
    "Nein.", brachte Silver schließlich hervor. "Team Rocket beitreten..." Seine Hand ballte sich zur Faust. "Das kann ich nicht tun!"
    Er hob den Blick, nun wieder fest und stolz, und fasste seinen Vater in die Augen. "Ich habe mein Leben lang gegen diese Organisation gekämpft... Aufgeben kommt für mich nicht in Frage! Auch, wenn das bedeutet, dass ich meinen eigenen Vater besiegen muss!"
    In seinem Inneren zog sich bei dieser Aussage etwas zusammen, sein Blick blieb jedoch hart.
    Nach einer Weile bedachte Giovanni ihn mit einem Lächeln. Es war eine seltsame Mischung aus Herausforderung, Liebe und Stolz, wahrscheinlich alles drei zusammen.
    Dann drehte er sich zu seinen Gefolgsleuten um und ging auf sie zu.
    "Ich akzeptiere deine Entscheidung. Du bist alt genug, zu wissen was du tust.", sagte er ohne sich umzudrehen. "Aber ich erwarte von dir, dass du in der Zwischenzeit fleißig unter Siegfried und Norbert trainierst, Silver. Denn wenn du kommst um mich herauszufordern, will ich einen anständigen Kampf sehen!"
    Team Rocket, die vier entmachteten Vorstände im Schlepptau, entfernte sich von den Icognito-Ruinen, zu welchen Arceus sie zurückgebracht hatte, und verschwand schließlich.
    Zurück blieben Silver, Gold, Crystal, Siegfried und Norbert.
    "Sollen wir direkt anfangen?"
    Silver, welcher zuvor gebannt auf die Stelle gestarrt hatte, wo sein Vater verschwunden war, fuhr irritiert herum.
    Norbert hatte seinen Blick auf ihn gerichtet, offensichtlich kam die Frage von ihm.
    Statt jedoch eine verbale Antwort zu geben, stieß Silver ihm seine Faust ins Gesicht.
    "Wenn du denkst, du hättest alles mit dieser Aktion wiedergutgemacht, dann irrst du dich gewaltig, Mask." Stieß er wütend hervor. "Ich werde dir nie vergeben, was du all diesen Pokemon angetan hast - und mir! Kleine Kinder zu entführen um sie deinem Willen zu beugen und ein legendäres Pokemon zu fangen ist abartig! Ich hasse dich! Und ich werde dich niemals als meinen Lehrmeister anerkennen! Hast du mich verstanden!?"
    Das Quiekel auf dem Schoß des Mannes streckte sich besorgt zu diesem hoch, während dieser die Stelle mit der Hand verdeckte, die Silvers Faust getroffen hatte.
    "Darf ich ihn umbringen?" Diese nüchterne Frage richtete Silver an Siegfried, der sie seelenruhig beobachtet hatte.
    "Die Bedrohung ist abgewendet, du kannst meinetwegen mit ihm anstellen was du willst. Aber ob du dann einen Deut besser wärst als er, musst du dich selbst fragen.", antwortete dieser nur schulterzuckend.
    Mit glimmenden Augen fixierte Silver den kleinen alten Mann in seinem Rollstuhl. Er war bereits ein Dieb und der Sohn vom Boss Team Rockets persönlich. Würde es einen großen Unterschied machen, wenn der Titel "Mörder" dazukam?
    Weiche Hände umfassten seine Schultern. Er dachte zuerst an Crystal, sah dann aber, dass es Gold war, der ihn packte und von Norbert wegzog.
    "Was mischst du dich ein, Gold?", fragte er ihn wütend und versuchte, sich zu befreien. "Das ist eine Sache zwischen ihm und mir!"
    "Wenn du zum Mörder wirst, wird das aber auch meine Sache.", gab dieser zurück, ihn immer weiter mit sich zerrend. "Ich bin der große Held von Johto und ich kann es mir nicht leisten, mit einem Verbrecher befreundet zu sein."
    "Der Verbrecher liegt mir in den Genen, falls dir das entfallen sein sollte! Das macht sowieso keinen Unterschied!"
    "Halts Maul."
    Diese forsche Bemerkung brachte Silver aus dem Konzept, sodass er einige Sekunden nicht wusste, was er erwidern sollte.
    "Ich dachte, du seiest eigenständig, Silver? Wenn du jetzt auf einmal doch anfängst, Verbrechen zu begehen, hättest du deinen Vater auch gleich begleiten können. Oder wozu kämpfst du gegen ihn?"
    Silver schwieg eine Weile, während Gold ihn tapfer einen Weg entlang zog.
    Dann erst bemerkte er, dass dieser keinerlei Anstalten machte, anzuhalten. Er schien mehr im Sinn gehabt zu haben, als ihn bloß von Norbert wegzubringen.
    "Sag mal, wohin schleifst du mich eigentlich?"
    Gold hielt an.
    "Zu mir nach Hause natürlich."
    "Was will ich denn bei dir Zuhause?"
    Crystal schien auch gemerkt zu haben, dass die beiden so bald nicht zurückkommen würden, weshalb sie den Weg hinter ihnen herauf gerannt kam.
    "Wir schmeißen eine Party! Die tapferen Helden von Johto verdienen eine Belohnung für ihren herausragenden Mut."
    Bei diesem Kommentar grinste er breit und reckte den Daumen hoch.
    Silver seufzte.
    "Ich bin alles andere als in Feierlaune. Ich muss trainieren und meinen Vater ausfindig machen und-"
    "das Essen meiner Mutter probieren! Außerdem wollte ich dir schon immer meine Videospielesammlung zeigen und diese erstklassigen Pokepuppen, die mir meine Mutter gekauft hat!"
    "Puppen?" Silvers Gesicht verzog sich. "Ich dachte, du seiest ein Mann und kein Mädchen."
    "Du bist nur neidisch, Kumpel."
    Mit diesen Worten zog er Silver weiter den Weg entlang.
    "Achja, Crys, feierst du auch mit?", fragte Gold ohne sich zu ihr umzudrehen.
    Bevor sie allerdings antworten konnte, klingelte ihr PokeCom, sodass sie für einige Minuten dahinter verschwand.
    "Tut mir Leid, ich werde im Waisenhaus gebraucht.", seufzte sie. "Man sieht sich."
    Sie rief ihr Xatu aus dem Ball und flog davon.
    "Flotter Abschied.", bemerkte Silver, welcher sich gar nicht erst die Mühe machte, Gold das Ziehen zu erleichtern. "Ist es noch weit?"
    "Wir sind... fast da...", keuchte Gold, nun offenbar doch angestrengt. "Nur noch... ein kleines Stückchen."
    Nachdem dieses sogenannte Stückchen hinter ihnen lag, fiel Gold rücklings vor seinem Haus zu Boden und rang nach Atem.
    Silver stand daneben und betrachtete ihn herablassend.
    "Ich könnte auch einfach wieder gehen, weißt du?"
    "Explo... taro...", keuchte Gold, woraufhin sich sein Tornupto aus seinem Ball befreite und Silver in den Schwitzkasten nahm.
    "Hey! Das ist nicht fair!", fluchte dieser laut und versuchte, sich zu befreien.
    Mit einer geschickten Drehung löste er schließlich den Griff des Pokemon und rettete sich durch einen atemberaubenden Sprung auf den Gipfel des nächsten Baumes.
    Gerade wollte er sein Impergator zu Hilfe rufen, da öffnete sich die Tür des Hauses und eine Frau mit schwarzen Haaren trat heraus.
    "Gold, was machst du da?", rief sie und deutete auf die am Boden liegende rot und schwarz gekleidete Gestalt.
    Der Angesprochene richtete sich mühsam auf und erhob sich schließlich.
    "Mama, ich hab dir Besuch mitgebracht!"

  • Hallöchen Kairi.
    Da ich gerade gesehen habe das du noch gar keinen Kommentar zu deiner neuen Fanfiction bekommen hast, dachte ich mir, schreib doch mal einen. Und genau das werde ich jetzt machen. :3


    Startpost
    Im Grunde enthält er die wichtigsten Punkte, jedoch fehlen mir da auch noch welche. Auch die Gestaltung finde ich persönlich noch nicht so ganz optimal, aber das ist ja Geschmackssache.
    Als erstes ist es gut das du die Warnung soweit oben anbringst, allerdings hätte ich sie etwas weiter nach hinten verschoben. Ich hätte stattdessen einen Header, ein Vorwort und vielleicht auch deinen "Inhalt" davor gepackt und dann erst die Warnung. Wobei du das was du "Inhalt" genannt hast auch als Vorwort verwenden könntest. Würde mir so besser gefallen, denn dann kriegt man einen besseren Eindruck und wird als eventueller Leser nicht unbedingt von einer Warnung so weit oben "verscheucht". Lass die Leser erst neugierig werden und dann entscheiden ob sie weiterlesen. An Punkten die ich deinem Startpost hinzufügen würde gibt es einige, auch die Gliederung würde ich etwas anders machen, wie du dir durch die Anmerkung sicherlich schon denken kannst. Ich zeig dir mal wie ich es machen würde, aber dies ist schon "weit verbreiteter Standard", vielleicht wandelst du es ja ins noch schönere um. c:



    Damit habe ich eigentlich auch schon alles gesagt, sonst finde ich die Informationen passend und es wird weder zu viel noch zu wenig verraten. Die Charaktersteckbriefe muss ich zugeben, habe ich nur überflogen, diese schienen mir jedoch gut erarbeitet zu sein und ebenfalls eine angemessene Menge an Informationen zu geben.


    Kapitel 1
    Wie ich grade einfach nicht weiß auf was ich zuerst eingehen will.
    Also was mir am wichtigsten ist; die Handlung schreitet mir teilweise schon fast zu schnell vorran. Dies kommt durch die meist sehr kurzen Beschreibungen zustande. Auch wenn du nicht die Ich-Erzählweise wählst, kannst du durchaus mehr beschreiben.
    Wenn du keine Gedanken direkt nehmen kannst, oder auch näher Gefühle beschreiben kannst/willst, bleibt noch genug um Gefühle hervor zu heben. Als erstes sind da Gestik und Mimik auf die du teilweise schon ganz gut eingehst. Dies solltest du aber ruhig noch verstärken da man sich sonst viel schlechter denken kann wie es demjenigen gerade geht. Was dann noch sehr wichtig ist, ist die Stimme. Den Tonfall und die Stimme, sowie den Unterton hast du fast gar nicht beschrieben. Aber gerade bei dieser Sicht wäre es hilfreich diese zu erwähnen, weil der Tonfall oder Unterton durchaus viel Schlussfolgerungen auf die gegenwärtige Gefühlslage erlaubt. Da wäre z.B. der aggressive Tonfall, mit einer fast nicht hörbaren Prise Enttäuschung die daraus hervorgehen kann. Auch ist bei einem Ersteindruck ganz interessant ob derjenige vielleicht eine hohe oder tiefe Stimme hat und ob sie weich oder eher bedrohlich klingt.
    All das ist bei so einer Erzählweise wichtig und kann dem Leser ziemlich viel vemitteln, auch wenn es "nebensächlich" oder "sehr detailreich" erscheint, ist es genau das was Charaktere lebendiger werden lässt.
    Auch deine Umgebungsbeschreibungen fehlen mir da ganz stark. Du hast die Umgebung nur grob erwähnt, als Leser der Mangas wird man zwar eine ungefähre Vorstellung haben, aber trotzdem könntest du mehr beschreiben. Laufen sie auf Gras, einem Trampelpfad oder Erde? Durch einen Wald oder eine Graslandschaft ohne jegliche Bäume? Oder doch durch eine Höhle in der die Schritte immer so schön von den Wänden wiederhallen? Auch solche Dinge sind Details die wichtig sind um alles lebendiger erscheinen zu lassen. An der Stelle wo Silver auf den Baum springt um vor Gold zu fliehen, wäre es zum Beispiel ganz nett gewesen, wenn man mehr Pokemon eingebungen hätte. Die hätte man erreicht, indem man zum Beispiel beschreibt wie einige Taubsi aus der Baumkrone heraus flüchten. Auch wie das Wetter ist und welche Tageszeit fehlt mir. Es sind die Kleinigkeiten die mir also fehlen.
    Die Dialoge finde ich schon gut, denn teilweise musste ich schon schmunzeln durch die Situationskomik und sie wirken weder überzogen noch sonst irgendwie unrealistisch. Diese solltest du inhaltlich ruhig so weiterführen. Achte jedoch auf Umgangssprache und versuche diese, auch bei Jugendlichen, eher begrenzt zu benutzen. Du hast es nicht zu stark benutzt, ich will dich jediglich für die Zukunft schon einmal "vorwarnen". Dann ist mir noch aufgefallen, dass auch bei den Dialogen Wortwiederholungen auftauchen, welche du entweder durch Synonyme oder Umschreibungen verhindern kannst. Dies trifft allerdings auf den gesamten Text zu und nicht nur spezifisch auf die Dialoge.
    Zur Gliederung bzw. Übersicht deines Textes würde ich noch empfehlen an Stellen wie:


    Zitat von Dir

    "Möchtest du mich begleiten?" Die Worte seines Vaters rissen Silver aus seiner Trance. "Du könntest Team Rocket beitreten."


    oder


    Zitat von Dir

    "Nein.", brachte Silver schließlich hervor. "Team Rocket beitreten..." Seine Hand ballte sich zur Faust. "Das kann ich nicht tun!"


    Zeilenumbrüche zu machen um es einfach übersichtlicher zu gestalten. Dies würde das Lesen noch angenehmer gestalten und man kann als Leser so gut wie gar nicht mehr verwirrt werden. Ich finde zwar, dass es jetzt nicht stark unübersichtlich war, allerdings wäre das einfach etwas, was das ganze noch erleichtern würde.
    Wenn du das mit den Zeilenumbrüchen machst, wirst du auch sehen wie viel wörtliche Rede du verwendet hast und kaum Beschreibungen diese Unterbrechen. Daran sehe ich bei meinen Dialogen immer noch, wo ich vielleicht noch die ein oder andere Beschreibung hinzufügen kann damit es einfach noch detailreicher wird und die Handlung nicht zu schnell vorranschreitet.


    Ich denke mal, das war alles was ich soweit zu sagen habe. Ich hoffe ich konnte dir mit meinem Kommentar etwas weiterhelfen. (:
    LG
    Noel

  • Kapitel 2: Das Soll und das Ist


    Golds Haus in Neuborkia war überfüllt mit Pokemon.
    Wo immer Silver auch hinsah oder -trat, waren sie.
    Es war eine Kunst, nicht über eines von ihnen zu stolpern.
    Die Einrichtung selbst hob sich nicht besonders von anderen Gebäuden ab:
    Tische, Stühle, Teppiche, Bilder und Zimmerpflanzen standen, lagen oder hingen wohlgeordnet an ihren Plätzen und das Essen von Golds Mutter schmeckte auch nicht schlechter als gewöhnliche Hausmannskost.
    Wobei er selbst eigentlich nicht von Hausmannskost reden konnte. Er war im Alter von 2 Jahren aus seinem Elternhaus entführt worden und konnte nicht von sich behaupten, je große Fürsorge oder gar eine selbstgekochte Mahlzeit erfahren zu haben.
    Es war etwas seltsam, mit diesem schwarzhaarigen, goldäugigen Jungen in seiner roten Jacke und der schwarzen Hose, an einem Tisch zu sitzen und das Essen seiner ebenso schwarzhaarigen Mutter zu verkosten.
    Ein kleines Stück der Heimat, die er nie erfahren durfte.
    Trotzdem zog er ein desinteressiertes, leicht genervtes Gesicht. Vielleicht aus Gewohnheit? Weil er Gold immer so abweisend behandelte?
    Aber dieses Mal tat er ihm damit Unrecht, das wusste Silver.
    Gold hatte nur versucht, ihn vor sich selbst zu schützen und ihm einen Rückzugsort anzubieten. Behandelte man so einen Freund?
    Silver seufzte tief.
    "Was ist los?"
    Gold, welcher soeben sein Mahl beendet hatte, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und schaute ihm in die Augen.
    "Hat es dir nicht geschmeckt? Oder hast du noch Hunger?"
    Golds Mutter, gerade ein paar Töpfe abwaschend, horchte auf.
    "Silver, du kannst essen so viel du möchtest. Wenn du willst, koche ich dir gerne noch eine Portion."
    Die Frau garnierte ihr Angebot mit einem Lächeln in seine Richtung.
    Aber Silver war nicht wirklich nach Essen zu mute. Er fühlte sich unwohl in seiner Haut, als gehörte er nicht hierher.
    Sollte er nicht besser gehen und Team Rocket vernichten, um seine eigene Familie wieder aufzubauen?
    Konnte er das überhaupt Familie nennen?
    Seine Gedankengänge wurden unterbrochen von einem lauten Ton und flimmernden Lichtern aus Richtung des Fernsehers, welcher links vom Tisch stand.
    "PROTEIN MAN OMEGA! DER Mann für STARKE Muskeln!"
    Silvers Gesichtsausdruck wich einem entsetzten Blick auf den Flimmerkasten.
    "Ach, ist nur eine langweilige Fernsehserie-", begann Gold, brach dann aber ab, als sich Silver wie gebannt direkt vor den Fernseher setzte.
    "Sag mal, dich interessiert das doch nicht allen Ernstes?"
    Eigentlich wollte Silver Gold nur mit einer Handbewegung Schweigen gebieten, landete jedoch in dessen Schritt.
    So schnell seine Hand dort hingekommen war, so schnell war sie wieder weg.
    "Erkennst du die Sendung nicht?", versuchte Silver von der Situation abzulenken. "Das ist genau das Konzept, das uns der Direktor von Radio Dukatia vorgestellt hat. Die gesamte Sendung basiert auf Red und seinen Pokemon. Nunja, in erster Linie wohl auf dem Charakter seiner Pokemon."
    Während die Sendung ihren mäßig spannenden Verlauf nahm, ließ Gold sich neben Silver nieder und schaute wenig interessiert auf den Bildschirm.
    So verharrten sie eine Weile bis Silver aus den Augenwinkeln wahrnahm, wie Gold von Minute zu Minute immer näher an ihn rückte.
    Ehe ihre Körper sich jedoch berühren konnten war die Sendung vorbei und der Abspann bedeckte die Anzeige des Fernsehgeräts.
    Augenblicklich sprang Silver auf, Klopfte sich den nicht vorhandenen Staub von der Kleidung und wandte sich zum Gehen.
    "Halt!"
    Gold war ebenfalls aufgesprungen und hielt Silver nun an der Schulter fest.
    "Ich habe genug Zeit vertrödelt.", versuchte Silver ihn abzuschütteln. "Je schneller ich mit dem Training anfange, umso schneller kann ich meinen Va... Giovanni besiegen und zu meinem eigenen normalen Leben zurückkehren."
    "Ich lasse nicht zu, dass du jetzt gehst."
    Die Überzeugung aus Golds Worten ließen Silver sich umdrehen und ihm direkt in die Augen blicken.
    In diese strahlend goldenen Augen, die ihn mit einem Blick aus Mitgefühl und Zuneigung bedachten. Ja - und mit Mitleid.
    "Ich brauche dein verdammtes Mitleid nicht!", verlor Silver die Geduld. "Meine Hilflosigkeit musste ich schon im Alter von zwei Jahren ablegen und mit fünf habe ich mich durch die Wildnis geschlagen und ohne elterliche Fürsorge überleben müssen! Ich bin nicht wie du! Ich komme allein zurecht!"
    "Oh, aber es ist doch dunkel draußen."
    Diese sanft formulierte Feststellung kam von Golds Mutter, die das Schauspiel schweigend beobachtet hatte.
    "Und? Mit der Dunkelheit bin ich auch schon früh zurechtgekommen. Es gibt nichts, wovor ich Angst haben könnte."
    "Nicht solange du unser Gast bist, Sil!", brüllte Gold Silvers Argumentation entgegen. "Du wirst heute Nacht gefälligst hierbleiben! Und wenn ich dich an mein Bett fesseln muss!"
    Einige Minuten starrte Silver in Golds Augen, während sein Gesicht immer mehr einer überreifen Himmihbeere glich.
    "Ach und du willst dich nicht zufällig dazufesseln?", versuchte er die Situation humorvoll zu retten. "Ich nehme nämlich an, dass das Sofa für deine Mutter bestimmt ist."
    Golds Gesicht nahm die Farbe einer Tamotbeere an.
    "Ich habe hier noch irgendwo einen Schlafsack, damit mache ich es mir auf dem Teppich gemütlich.", gab er nur zurück und starrte unentwegt einen Fleck an der Wand gegenüber an.
    Um die peinliche Situation zu seinem Vorteil zu nutzen, legte Silver noch einen drauf.
    "Ich schlafe aber immer in Unterwäsche. Habe keinen Pyjama."
    Man konnte förmlich Dampfschwaden aus Golds Ohren steigen sehen, während die Tamotbeere auf seinem Hals immer dunkler wurde.
    Silver konnte sich ein Lächeln kaum noch verkneifen. Er konnte schon fast erahnen wie sich wenige Zentimeter unter der Nasenwurzel das Blut staute, welches sich in wenigen Minuten seinen Ausweg suchen würde.
    Damit er diese Sauerei nicht miterleben musste, nahm Silver das Schweigen als "Auf Wiedersehen" und wandte sich wieder der Tür zu.
    "Ja und? Ich schlafe nackt!"
    Das Blut suchte sich so schnell den Weg aus seiner Nase, dass Silver es nicht aufhalten konnte.
    So schnell wie möglich kramte er das Taschentuch seines Vaters aus der Tasche und hielt damit mehr schlecht als recht die beiden Ströme in Schach.
    "Das ist nicht dein Ernst, oder?", brachte Silver gedämpft hervor.
    "Nein, aber wenigstens bin ich jetzt nicht der Einzige mit Nasenbluten.", kam verschnupft von hinter ihm.
    Die beiden Jungen drehten sich zueinander um und starrten sich eine Weile an.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit ging Silver schließlich wortlos auf die Treppe ins obere Stockwerk zu und gelangte somit in Golds Zimmer.
    Er bekam gerade noch mit wie Golds Mutter versuchte diesem Blutflecken aus dem Gesicht zu wischen während Gold sich windete, um der Bemutterung zu entkommen.
    Bemutterung... Mutter... Vater... Eltern...
    Das Soll hätte so schön sein können, aber das Ist sah anders aus.
    Diese letzten Gedanken im Kopf nutze Silver die Gelegenheit seine blut-gesprenkelte Kleidung auszuziehen und es sich unter Golds Decken gemütlich zu machen.
    Als Gold das Ende der Treppe erreicht hatte, war Silver bereits in tiefen Schlaf versunken und träumte von der Vergangenheit, die ihn ohne Mask erwartet hätte.

  • da du ja so nett drum gebeten hast, hier sowas ähnliches wie ein kommi....nur ohne rechtschreibung und kritik^^'
    wie du ja weißt herze ich silver und besonder giovanni sehr, deshalb freut es mich, wenn ich geschichten über die beiden irgendwo veröffentlicht sehe.
    auch gefällt mir gut, dass du den manga um die beiden remakes von silver und gold weiterführst, vor allem, da dieser ja eine mehr als geeignete grundlage bietet.
    dein schreibstil ist als äußerst angenehm zu empfinden und deine wortwahl gefällt mir auch.
    du achtest so auf die deutsche rechtschreibung, dass man den text ohne probleme lesen kann, was das wichtigste für mich ist.
    alles in allem muss ich sagen, dass mir das ding hier gut gefällt und ich an eine mäöglichst baldigen weiterführung sehr interessiert wäre^^
    glg aoabh (man ist das kürzel bekloppt^^)

  • Kapitel 3: Allgemeine Aufbruchstimmung


    Als Silver am nächsten Morgen erwachte, fand er sich seitlich liegend mit dem Gesicht an die Wand des Zimmers gequetscht.
    Das Vorhandensein einer Wärmequelle unmittelbar neben ihm verriet ihm, dass Gold sich offensichtlich nicht mit seinem Schlafsack auf den Teppich verzogen hatte.
    Soweit er sehen konnte war noch nicht einmal ein Schlafsack vorhanden.
    Hatte Gold keinen Versuch unternommen, wenigstens kurz auf seinem Platz zu bleiben?
    Oder hatte er diese Farce sogar von Anfang an vor?
    Mit einem lauten Schnarchen drehte sein Bettgenosse sich um und kuschelte sich zu seinem Entsetzen eng an ihn.
    Damit hatte er keine Chance mehr sich zu rühren.
    Nach kurzer Zeit bemerkte er zudem, dass Gold seine Drohung beinahe wahr gemacht hatte:
    Außer einem Paar Boxershorts bedeckte nichts dessen Körper.
    Gleiches galt für ihn selbst.
    Demnach lagen also zwei Sechzehnjährige in Unterwäsche in einem Bett und einer von ihnen schien ganz versessen darauf zu sein, den anderen mit seiner Zuneigung zu erdrücken.
    Gerade spielte er mit dem Gedanken, Gold mit einem Stoß in die Magengrube aus dem Bett zu befördern, da ertönten Schritte aus Richtung Treppe.
    Für Golds Mutter hörten sie sich jedoch zu leicht an. Es klang viel eher nach einem Pokemon.
    Er hatte die Schlussfolgerung gerade zu Ende gedacht, da hörte er bereits das Äffen eines Ambidiffels.
    Das Pokemon tapste leise über die Dielen und blieb vor dem Bett stehen.
    Silver wusste sofort was es vorhatte, hatte jedoch auch alle Gründe das Vorhaben zu vereiteln.
    In dem Moment als Ambidiffel in die Luft sprang um auf dem Bett zu landen, entwindete er sich Golds Griff, richtete sich blitzschnell auf und griff sich das Pokemon.
    Zumindest versuchte er dies, denn statt es sicher zu fassen zu kriegen traf er es mit der flachen Hand so hart ins Gesicht, dass es gegen die Wand gegenüber knallte und bewusstlos daran herunterrutschte.
    Und eben dieser Knall ließ natürlich Gold aus den Federn fahren und sich schockiert umsehen.
    "Ataro!"
    Die Geschwindigkeit mit der er sich aus dem Bett stürzte warf Silver aus dem Gleichgewicht und zurück in die Kissen.
    "Warst du das? WIESO!?"
    Die Wut war echt: Golds Augen glommen beinahe rot.
    "Ich wollte es nur davon abhalten dich aufzuwecken!"
    Eigentlich wollte er die Worte entschuldigend klingen lassen, aber man hörte nur eine kalte Abweisung.
    "Mit einem Schlag ins Gesicht? Vielleicht sollte ich DICH das nächste Mal ins Gesicht schlagen wenn du mich wecken willst!"
    Gold fletschte die Zähne. Im Bezug auf seine Pokemon war nicht mit ihm zu spaßen.
    Sie hätten dieses Streitgespräch bis zur Eskalation weiterführen können, im Grunde gab es keine Worte auf der Welt die dieses Verhalten hätten entschuldigen können.
    Aber Silver schwieg. Er schwieg und senkte den Blick.
    Nach etwa einer Minute schien Gold zu merken, dass keine provokante Antwort kommen würde und seine Wut legte sich.
    Sanft nahm er Ambidiffel in den Arm, ging mit ihm zum Bett und setzte sich auf die Kante.
    "Tut mir Leid."
    Silver konnte ihm bei diesen Worten nicht in die Augen sehen. Er starrte nur auf das Fußende des Bettes.
    Wie erwartet gab Gold keine Antwort, aber er wusste, dass ihm ein "Schon gut, Kumpel." auf den Lippen lag.
    Er war nur noch nicht bereit, es auszusprechen.
    "Du willst direkt los, nehme ich an?"
    Die Frage war so emotionslos formuliert, dass Silver Gold direkt ansah. Diese Kälte passte nicht auf den sonst so energischen Jungen.
    "Und du willst mich aufhalten, nehme ich an?"
    Er wollte seinen Freund wieder auf Trab bringen, allerdings schien das nicht zu funktionieren. Gold schwieg.
    Außer Ambidiffels Nase schien noch etwas kaputtgegangen zu sein.
    "Weißt du was? Während du mich anschweigst, packe ich schon mal zusammen."
    Tatsächlich wartete er noch einige Sekunden hoffnungsvoll, musste dann aber feststellen, dass das Schweigen bestehen bleiben würde.
    Langsam drückte er sich an Gold vorbei und suchte sich aus dem Kleiderhaufen auf dem Stuhl die seinen heraus.
    Nachdem er sich angezogen hatte, warf er Gold einen Blick zu.
    Überrascht stellte er fest, dass dieser ihn die ganze Zeit beobachtet hatte. Mit einem Blick der so gar nicht auf seine aktuelle kalte Einstellung passte.
    Er war voller Flehen und kündigte erste Tränen an.
    "Du wirst doch nicht gleich losheulen?"
    Ob er ihn damit provozieren wollte, wusste Silver selbst nicht.
    "Hör mal, das Nasenbluten geht nach kurzer Zeit wieder weg und so hart war der Aufprall nun auch wieder nicht."
    Aber das Wasser in Golds Augen stieg weiter an und plötzlich verstand er.
    "Du willst wirklich nicht, dass ich gehe."
    "Ich will nicht, dass du dich schon wieder so in Gefahr begibst!"
    Eine erste Träne rollte Golds Wange herunter und entstellte das ansonsten frech grinsende Gesicht.
    "Normalerweise bin ich ja der Erste der sich den Berg mit dem Skateboard runterstürzt, aber ich will nicht, dass du so weitermachst! Allein Mask hätte dich mehrfach fast umgebracht! Dann kamst du beinahe in den Flammen des Flugzeugs um! Dann wurdest du zu Stein erstarrt! Vor kurzem haben die neuen Vorstände dir SCHON WIEDER zugesetzt! Es reicht! Wenn das so weitergeht, stirbst du!"
    Silver musste unwillkürlich lächeln.
    "Du machst dir solche Sorgen um mich? Ich habe schon immer wissentlich mein Leben aufs Spiel gesetzt um mein Ziel zu erreichen. Und das weißt du auch."
    "JA UND!?"
    Gold brüllte seine Verzweiflung laut heraus.
    "Ich will, dass du endlich das Leben kriegst das du verdienst! Du kannst meinetwegen hier einziehen! Mum kümmert sich gern um dich!"
    Das Lächeln in Silvers Gesicht verwandelte sich in ein lautes, freudloses Lachen.
    "Ich soll also einfach aufhören und so tun als hätte ich bei dir ein schönes Leben? Ich dachte du kennst mich besser, Gold. Ich hasse es, von anderen abhängig zu sein. Das würde mich nicht glücklich machen."
    "Aber-"
    Golds Gesicht war feucht vor Tränen. Er machte Anstalten aufzustehen, aber Silver war schneller.
    "Also dann, war schön bei euch. Sag deiner Mutter danke von mir."
    Mit schnellen Schritten ging er auf die Treppe zu, stieg sie herunter und war aus der Haustür bevor Golds Mutter ihn registriert hatte.
    Draußen rief er Kramshef aus seinem Ball und erhob sich mit der großen Krähe in die Lüfte.
    Sein Ziel war klar. Er musste über seinen Schatten springen und zu Mask zurückkehren um seinen Vater besiegen zu können.
    Aber obwohl er das wusste, spürte er ein flaues Gefühl im Magen während sie sich Richtung Mahagonia City bewegten.
    Es würde sicher nicht leicht werden.

  • Kapitel 4: Hass


    Auf halbem Weg nach Mahagonia begann Silver, sich das Geräusch von spritzendem Wasser einzubilden.
    Zuerst hörte er es nur ganz leise, aber dann wurde es immer lauter bis es schließlich nur noch wenige Meter hinter ihm schien.
    Da er gerade über einen dichten Wald flog, redete er sich ein, es sei lediglich seine Phantasie.
    Ein lautes "HEY!" vernichtete diese Illusion jedoch auf der Stelle.
    Zum ersten Mal seit dem Abflug richtete Silver seinen Blick nach hinten und entdeckte Gold mit seiner kreativen Konstruktion eines Flugpokemon durch ein Mantax, welches von rund zehn Remoraid und ihrer Aquaknarre durch die Luft geschossen wurde.
    Die Tränen, die sein Gesicht zuvor im Schlafzimmer noch verschleiert hatten, waren verschwunden.
    Stattdessen hatte er wieder seinen alten, entschlossenen Blick aufgesetzt.
    Auf diese Weise gefiel er Silver sowieso besser. Eine Heulsuse an seiner Seite konnte er nicht ertragen.
    "Wartest du wohl auf mich!?", brüllte der Schwarzhaarige hinter ihm während er immer weiter aufschloss.
    "Wozu denn?", warf Silver zurück. "Du holst mich auch so ein. Wobei ich nicht sicher bin, ob mir das lieb ist."
    Mit einer Explosion von Wasser wurde Gold direkt an seine Seite geschleudert und befand sich nun auf Augenhöhe.
    "Wenn du schon nicht bei mir bleiben willst, bleibe ich eben bei dir. Ob es dir nun passt oder nicht!"
    Durch die Multifunktionsbrille, die Gold sowohl zum Tauchen, als auch zum Fliegen und für Rennen nutzte, konnte Silver seine Augen glänzen sehen.
    Selbst wenn er ihn mit Snibunna oder Kramshef zum Absturz gebracht hätte, hätte er ihn garantiert in kürzester Zeit wieder eingeholt.
    "Du bist die lästigste Pestzecke, die mir je untergekommen ist.", seufzte Silver - grinste jedoch fast augenblicklich. "Ich habe dich nicht eingeladen, aber die Karten scheinst du dir ohnehin immer selbst zu schreiben. Seit über einem halben Jahrzehnt kommst du mir jedes Mal in die Quere. Hoffentlich macht dir das wenigstens Spaß."
    Gold billigte diesen Kommentar mit einem frechen Grinsen.
    "Aber sag mal, wohin fliegen wir eigentlich?"
    Silver hätte beinahe Kramshef losgelassen, klammerte sich in letzter Sekunde jedoch krampfhaft an dessen Klauen fest und rettete sich somit vor einem Sturz aus rund fünfzig Metern höhe.
    "Wie hast du mich überhaupt gefunden wenn du schon nicht weißt wohin ich überhaupt will?"
    Gold wendete bei dieser Frage betreten das Gesicht ab und stierte in die entgegengesetzte Richtung.
    Nach einer halben Minute des Schweigens gab Silver sich selbst die Antwort.
    "Du bist einfach so lange herumgeflogen bis du mich gefunden hattest, richtig?"
    Er meinte einen überdimensionalen Schweißtropfen an Golds Hinterkopf wahrzunehmen, als dieser seinen Kopf noch einen guten Zentimeter von ihm wegdrehte.
    "So langsam bist du ein offenes Buch für mich, Kumpel."
    Beim Klang des letzten Wortes drehte Gold sich wieder zu ihm um und sah ihm dabei tief in die Augen.
    Mahagonia City kam in Sicht. Bald war es Zeit für die Landung.
    "Gold, bevor wir landen muss ich dir noch etwas sagen."
    Der Angesprochene gab ihm mit großen Augen zu verstehen, dass er ihm seine volle Aufmerksamkeit schenkte.
    Silver holte tief Luft.
    "No Homo."
    Golds Augenbrauen zogen sich zusammen.
    "Bitte was?"
    Silver versuchte zu lesen, ob Gold sein Unverständnis nur spielte oder es ernst meinte.
    Er kam zu dem Schluss, dass sein Freund es tatsächlich nicht verstand und bereitete sich schweigend auf die Landung vor.
    "Erklär mir was du damit meinst! Na los! Du hast damit angefangen!", zeterte Gold und zappelte dabei so ungünstig auf seiner trapez-ähnlichen Flugvorrichtung herum, dass er sich einmal vorwärts überschlug und wie ein Akrobat kopfüber herunterbaumelte.
    Zu seinen Ungunsten setzte sein Mantax in diesem Moment zur Landung an und ließ ihn mit dem Gesicht mehrere Meter über den Erdboden schleifen, ehe es zum stehen kam.
    Silver landete wie immer perfekt auf seinen Füßen und hob beiläufig die Kappe auf, die Gold durch den Absturz verloren hatte.
    Die Gelegenheit nutzend, setzte er sie sich direkt auf den Kopf und betrachtete sein neues Antlitz in einer nahen Fensterscheibe.
    Er hatte einfach zu viel Haar, als dass ihm eine Kappe stehen konnte. Seufzend warf er sie in Golds Richtung, wo sie leise gleitend auf dessen in die Luft ragenden Gesäß landete.
    "Hättest du bei deiner Ankunft nicht weniger Aufmerksamkeit erzeugen können?"
    Als Silver sich zur Herkunft der Stimme drehte, erblickte er den kleinen, grauen, alten Norbert in seinem Rollstuhl.
    Das wahrscheinlich blau angelaufene Auge verdeckte er mit einer Augenbinde.
    Wenigstens eine kleine Genugtuung, dass sein Peiniger sich für die Verletzung durch seinen ehemaligen Diener schämte.
    "Wieso denn? Wolltest du mich wieder heimlich entführen und zu deinem Sklaven ernennen?"
    Silver setzte all seinen Hass in den Blick, den er dem alten Mann dabei zuwarf.
    Dieser starrte jedoch kalt zurück. Jeder andere wäre bei diesem Blick aus Eis wohl zurückgewichen, aber Silver widerstand.
    Nach seiner Flucht hatte er nach und nach seine Angst vor diesem Mann abgeworfen bis nur noch Hass und Rachegelüste übrig waren.
    "Ich hasse dich, Mask. Daran wirst du auch im kläglichen Rest deines Lebens nichts ändern können."
    Zur Kälte in Norberts Augen mischte sich ein Glimmen das nach Zurechtweisung schrie.
    Seine Lehrgewohnheiten konnte der alte Mann auch nach mehreren Jahren nicht ablegen.
    "Ich verbiete dir, so mit mir-", begann er, aber Silver würgte ihn mitten im Satz ab.
    "Zu sprechen? Wer bist du, dass du mir weiterhin Befehle erteilen willst?"
    Wie aus dem Nichts sprang ihn ein Botogel an und hackte mit seinem Schnabel auf jeden erreichbaren Teil seines Körpers ein.
    "SCHAFF MIR DIESES MONSTER VOM HALS!", schrie Silver, während er versuchte das Pokemon abzuschütteln.
    Es war zu stark. Ohne Hilfe war er ihm ausgeliefert.
    "Doppelhieb!"
    Mit der Wucht eines Lastzuges wurde der Vogel von ihm heruntergeschleudert.
    Golds Ambidiffel landete sanft neben ihm und starrte das Botogel hasserfüllt an.
    Den gleichen Blick warf der mitgenommene Gold Norbert zu.
    "Wie KANNST du nur, alter Mann!?"
    Mit einem Sprung war Gold bei Silver und half ihm auf.
    "Alles okay?"
    Nicht wirklich. Silver konnte spüren, wie das Monster seine Haut aufgerissen hatte. Von seinem Arm tropfte Blut.
    "Ich hoffe dir gefällt die Aufmerksamkeit, die du erzeugt hast, Mask.", sagte Silver mit einem Blick um sich herum.
    Die Leute von Mahagonia waren aus ihren Häusern gekommen um zu sehen woher der Lärm kam und beobachteten die Szene entsetzt.
    "Es ist nichts.", versuchte Norbert die Situation zu retten. Aber es half nichts. Er hätte ebenso seine Einkaufsliste verkünden können.
    "Jetzt weißt du wohl, weshalb ich unbedingt mitkommen wollte.", flüsterte Gold ihm ins Ohr. "Sein Botogel hätte dich umbringen können."
    Silver hätte das auch ohne seinen Kommentar herausgefunden. Im Nachhinein war seine Begleitung wohl nicht das schlechteste.
    Vor allem bei diesem sadistischen Kinderschänder, den er vor sich hatte.
    "Setzen wir die Unterhaltung doch woanders fort.", kam es von Mask als dieser das Wort "Polizei" aus dem Publikum vernahm.
    Wie auf Stichwort flog Botogel zu ihm herüber und hob beinahe mit Leichtigkeit seinen Rollstuhl in die Luft. Er wandte sich nach Südwesten und flog los, ohne auf die anderen beiden zu warten.
    "Wohin will er?", fragte Gold während er Silver festhielt, dessen Muskeln nicht aufhören wollten zu zittern.
    "Hoenn.", antwortete dieser nur knapp und stieß dann einen Schmerzensschrei aus weil beim Beugen seines Knies eine Wunde weiter aufgerissen war.
    "Was ist denn passiert?", schrie eine Frauenstimme in der Menge und zwängte sich zwischen den Leibern der Bewohner hindurch in die Mitte.
    Es handelte sich um Schwester Joy aus dem Pokemon-Center in der Nähe.
    Sie stieß einen spitzen Schrei aus und befahl ihrem Chaneira unverzüglich, Silver auf eine Trage zu hiefen und ins Center zu bringen.
    Der Rothaarige wollte sich zunächst weigern, wurde dann aber von Gold festgehalten und konnte sich nicht gegen die sanfte Gewalt wehren.
    Die Menschen rundherum formten eine Straße, durch die sie ins Gebäude gelangen konnten.
    In einem Nebenraum wurde er schließlich verarztet.
    Die meisten Wunden waren in erster Linie oberflächig und bedurften keiner weiteren Behandlung.
    Um sein Knie legte die Schwester jedoch einen festen Verband, damit seine Wunde dort nicht weiter aufreißen konnte.
    Gold bestand darauf, die ganze Zeit über bei ihm zu bleiben.
    Mit verschränkten Armen stand er in der Ecke und beobachtete das Szenario.
    Er sah noch nicht einmal weg als Silver alles bis auf seine Unterwäsche ausziehen musste um jede Stelle seines Körpers zu überprüfen.
    Sein Blick lag aber immer auf Silvers Gesicht. In einer gewissen Art und Weise war dieser dafür dankbar.
    Zumindest konnten keine zweideutigen Situationen daraus entstehen.
    "Was ist in Hoenn?", fragte Gold schließlich, als Schwester Joy das Zimmer verließ um ihnen etwas zu Trinken zu bringen.
    Silver schwieg einige Sekunden, entschied sich dann jedoch dafür, ihm das Geheimnis anzuvertrauen.
    "Dort liegt seine alte Festung. Wo er mich trainiert hat als ich noch klein war. Mich und Blue und die vier anderen."
    "Dann ist das wohl eine Reise zurück zu den Wurzeln?"
    Silvers Augen verengten sich.
    "Zurück zu den Wurzeln? Meine Wurzeln liegen in Vertania, bei meinem Vater. Zurück zum Gefängnis trifft es eher. Die Festung dürfte jedoch verlassen sein."
    Gold holte sein PokeCom heraus und tippte darauf herum.
    Nach einiger Zeit gab er schließlich einen überraschten Laut von sich.
    "Hoenn ist ja einen ganzen Flugtag von hier entfernt!"
    "Überraschung.", sagte Silver emotionslos. "Rate mal wie lange es zu Fuß gedauert hat."
    Darauf schaute sein Rivale ihn nur mit offenem Mund an.
    Schwester Joy kehrte mit zwei Gläsern Wasser zurück und setzte ihrer Unterhaltung ein Ende.
    "Ihr bleibt heute hier?", brach sie das plötzliche Schweigen.
    "Ja.", antwortete Silver sofort und überrumpelte Gold, der bereits Argumente sammelte um ihn am Gehen zu hindern. "Wir können sicher diesen Raum hier belegen? Machen Sie sich nur keine Umstände."
    "Gut. Die Betten sind bereits frisch bezogen.", sagte sie. "Wenn ihr noch etwas braucht, sagt bescheid."
    Damit verließ sie das Zimmer und schloss die Tür hinter sich.
    "Du weigerst dich nicht?", frage Gold verwundert.
    "Ich habe nur keine Lust auf eine Diskussion mit einer Krankenschwester.", gab Silver zurück und ging zielstrebig zum Fenster.
    Im letzten Moment merkte Gold was er vorhatte.
    "Oh nein, das tust du nicht!"
    Er nahm Silver von hinten in den Schwitzkasten um ihn am rausklettern zu hindern.
    Die Szene änderte sich in ein Gerangel mit den Armen und endete in einer sanften Prügelei auf dem Boden.
    Gold erhaschte die Oberhand und drückte den geschwächten Silver auf den Boden.
    Dieser hörte auf sich zu wehren.
    "Schön, dann warte ich eben bis du eingeschlafen bist und verschwinde dann.", sagte er trotzig.
    Gold ließ seine Arme los und setzte sich auf.
    "Ich sollte wohl aufhören, dich an irgendwas hindern zu wollen."
    "Dann lässt du mich gehen?"
    "Nein, aber du wirst dich in deinem Zustand nicht mit einer Hand an Kramshef festhalten."
    Nach kurzer Überlegung hatte Gold auch schon einen Lösungsvorschlag.
    "Du reitest auf Mantax' Rücken. Da kannst du auch liegen und der Flug ist sanft."
    Diese Art der Bevormundung wollte Silver in keinster Weise gefallen, aber in dieser Situation hatte er keine Wahl.
    Er nickte und wenig später hatten die beiden sich rausgeschlichen und auf Mantax in die Lüfte erhoben.
    Sie würden wohl erst in der nächsten Nacht ankommen, aber immerhin hatte Silver etwas in der Hinterhand um Masks Wutanfällen beizukommen.