Fußball-Diskussionsthema 2019/2020

  • https://m.focus.de/sport/fussb…201905101002&cid=10052019


    Warum sitzen beim UEFA nur bekloppte Vollidioten? Wie kann man so sehr für eine Superliga sein? Bereits 2021 gibt es den dritten Wettbewerb neben CL und EL. Ab 2024 sollen CL und EL Geschichte sein und durch eine Liga 1, Liga 2 und Liga 3 ersetzt werden.


    Wir haben es in die Hand, Fans! Lasst uns gemeinsam dieses Konstrukt boykottieren. Wo kein Interesse da ist, da auch keinen Profit!


    Zitat von Dartiri

    Für einen neutralen Fußballfan wie mich, der den deutschen Mannschaften in internationalen Wettbewerben gleichermaßen die Daumen drückt, war es ein Genuss, den Adlern beim Spielen zusehen zu dürfen. Im Spieljahr 2018/2019 war Eintracht Frankfurt die einzige Mannschaft, die es geschafft hat, die Bundesliga international würdig zu vertreten.

    Kann ich nicht unterschreiben. Wieso sollte ich einen deutschen Verein wie Raba Leipzig zum Beispiel die Daumen drücken wenn ich die nicht leiden kann? Nur weil man international spielt, soll man meine Anerkennung bekommen? Anerkennung muss man sich verdienen. Ich kann zu Frankfurt sagen, dass sie sich gut geschlagen haben. Ich habe aber kein Spiel von denen gesehen, weil ich eh den europäischen Wettbewerb als Ganze boykottiere. Da man viel zu wenig auf die nationalen Ligen wert legt. Ich bin nicht wie Millionen Andere, die mit den Strom der UEFA und FIFA schwimmt, sondern ich schwimme wie Millionen Andere gegen den Strom und dafür kämpfe ich weiterhin. Basisschändiges Verhalten gehört halt bestraft. Deshalb ist es immer wieder nervig wie andere Leute sich von CL und EL, auch an der Arbeit, schwärmen, während ich es verachte.

  • Ich hab mich ja gefragt, warum diese Beschränkung auf zwei Transferperioden. Ein Blick auf die Transferperioden davor gibt Antwort. Tottenham hat allein in der vergangenen Saison über 100 Mio € für Zugänge ausgegeben. Zum Vergleich, Frankfurt hat in der aktuellen und vergangenen Saison nichtmal 50 Mio € ausgegeben, auch in fünf Saisons hat die Eintracht nichtmal annähernd 100 Mio € für Transfers ausgegeben. Würde man bei den Spurs zurückblättern, würde die Diskrepanz nur noch größer werden. Aber hey, diese Saison haben sie nichts ausgegeben, Glückwunsch dazu.

    Supi, 121,5 Mio € für Transfers ausgegeben. Aber auch 103,8 Mio € eingenommen. Davor das Jahr auch ein Transferdefizit von 31,8 Mio €, 2015 / 16 sogar 16,6 Mio Plus. 2014 / 2015 ein Minus von 4 Mio € gemacht. Macht hochgerechnet auf die letzten 5 Jahre macht das ein Transferdefizit von 30 Millionen. Eintracht Frankfurt hat übrigens auch ein Transferdefizit von 15 Mio, nach dem Jovic-Kauf inzwischen 22 Millionen. So groß ist die Diskrepanz also nun nicht.


    Zum Vergleich: Barcelona hat ein Transferdefizit von 300 Mio €, diese Transferperiode sinds bisher noch zusätzlich noch mal 60 Mio Euro. Real Madrid hat ein Transferdefizit von 100 Mio €, diese Saison schon bestätigte 95 Mio € Minus. Selbst der oft für seine Wirtschaft gelobte FC Bayern hat in diesem Zeitraum knappe 80 Millionen Euro Minus gemacht, dazu sind für dieses Jahr schon -118 Mio € bisher bestätigt. Juventus Turin hat in den letzten 5 Jahren -290 Millionen Euro Defizit gemacht.


    Die größten Vereine Europas geben alle mehr Geld aus als Tottenham, zum Teil das Zehnfache. Tottenham betätigt ihre Transfers mit Bedacht und ist wirtschaftlich bedeutend gesünder unterwegs als Mannschaften aus anderen Ländern. Den Erfolg also auf TV-Verträge zu reduzieren, ist halt faktisch komplett falsch und für die gute Arbeit Tottenhams halt unfair.

  • Edex


    Es steht Dir selbstverständlich vollkommen frei, meine Sichtweise nicht zu teilen. Ich habe lediglich geschrieben, wie ich die Dinge sehe. Und ich werde sicher keinen Versuch unternehmen, Dich irgendwie überzeugen zu wollen. Im Gegenteil, ich kann verstehen, dass es Leute gibt, die mit künstlichen Konstrukten wie RB Leipzig ihre Probleme haben. Aber bei mir ist es nun einmal so, dass ich in internationalen Wettbewerben immer zu den deutschen Vereinen halte. Wie ich bereits geschrieben habe, bin ich ein neutraler Fußballfan, der keinen Verein favorisiert. Folglich gebe ich mich mit spannenden Spielen zufrieden. Nicht nur, aber vor allem aus dieser Sichtweise heraus hat mir Eintracht Frankfurt in der Saison 2018/2019 viel Freude bereitet.


    Und wenn solche Leistungen den tollen Nebeneffekt haben, dass die Bundesliga in der UEFA-Fünfjahreswertung aufsteigt und somit auch andere Vereine die Möglichkeit bekommen, internationalen Fußball zu spielen - eine Erfahrung, die in den letzten Jahren unter anderem der 1. FC Köln, Hertha BSC, der FSV Mainz, der FC Augsburg oder der SC Freiburg machen durften - warum nicht?

  • Dartiri


    Es gab mal eine Zeit, wo nur der Erste der Liga sich qualifiziert hat. Es hieß früher Pokalsieger der Landesmeister. Das fand ich viel besser, weil dann wäre der Druck größer Erster zu werden. Heutzutage soll es 5 CL Plätze geben, wo Andere garkeinen CL Platz besitzen. Das ist doch ungerecht. Gegen manche Vereine aus bestimmten Ländern spielt man nie in der CL, weil der Modus viel zu sehr den Fokus auf die besten Nationen wert legt. Sprich (Italien, England, Spanien, Deutschland und auch Frankreich). Ich finde das ist der falsche Schritt und außerdem ist die CL und EL kein Pokalmodus. Heißt, nur das Finale isf ein K.o Spiel. Sonst gibt es keine K.o Spiele. Das war damals auch anders. So wie der DFB Pokal gespielt wird, so wäre es besser.


    Naja, ansonsten ist mir Schönspielerei nicht wchtig. Ich kann sowas einfach nicht mehr unterstützen. Es gibt in der UEFA überhaupt keine Regelung, dass die Gelder mal begrenzt werden. Eine Grenze würde die Wettbewerbsfähig anderer Nationen auch stärken.

  • Es gab mal eine Zeit, wo nur der Erste der Liga sich qualifiziert hat. Es hieß früher Pokalsieger der Landesmeister. Das fand ich viel besser, weil dann wäre der Druck größer Erster zu werden. Heutzutage soll es 5 CL Plätze geben, wo Andere garkeinen CL Platz besitzen. Das ist doch ungerecht. Gegen manche Vereine aus bestimmten Ländern spielt man nie in der CL, weil der Modus viel zu sehr den Fokus auf die besten Nationen wert legt.

    Finde ich gar nicht ungerecht. Durch die Fünf-Jahres-Wertung haben immer alle Ligen die Möglichkeit, ihre CL und EL-Startplätze hochzuschrauben. Im Champions League-Finale spielen der 3. und 4. der letztjährigen PL-Saison und ehrlich gesagt hab ich die lieber in der CL als die Meister der skandinavischen Länder, Griechenland, Ungarn oder Polen. Ich verstehe die CL als Wettbewerb der besten Mannschaften Europas und sorry, da haben dann halt irgendwelche Mannschaften, deren Namen eher nach W-Lan-Passwörtern als nach Fußballvereinen spielen, nichts verloren.


    Jede Liga hat grundsätzlich die selbe Chance, sich mehr Champions League-Plätze zu erarbeiten (natürlich ist das finanziell ein anderes Thema) und die 5-Jahres-Wertung garantiert weitestgehend die Teilnahme der besten Mannschaften, wobei selbst das nach oben gedeckelt ist. Wenn man ehrlich ist, sind Mannschaften wie AEK Athen, Lokomotive und ZSKA Moskau oder PSV Eindhoven nun mal nichts in der CL verloren, wenn gleichzeitig Chelsea und Arsenal London nicht mitspielen; da wird ja schon dem entgegen gewirkt, dass Mannschaften aus schwächeren Ligen gar keine Möglichkeit mehr haben, an der CL teilzunehmen.

  • Das sehe ich komplett anders. Das Konzept, nachdem alle Erstplatzierten der Länder Europas in einem Wettbewerb gegen einander spielen, ist viel weniger interessant, da es extrem viele Länder gibt, deren bestes Team vielleicht auf englischem Drittliganiveau spielt. Wer guckt sich ein Spiel zwischen Bayern München und Bangor City an?

    Ja, Bangor City: 2011/2012 stand der beste Club aus Wales in der Qualifikation zur CL und wurde in eben dieser von HJK Helsinki, also auch keinem großartig spielenden Verein, 10:0 zerrissen(das ist btw der höchste sieg in der cl-geschichte.) helsinki selber wurde noch diese EL-Saision 1:7 von Ljubljana (ebenfalls qualifikation) besiegt. Das zeigt doch die komplett unterschiedlichen Niveaus - da macht es doch viel mehr Sinn, das sich aus den Nationen mit den besten FUßballteams mehrere qualifizieren können. Nach einem Konzept, wo jeweils nur der beste pro Land in so einem Wettbewerb spielen würde hätten wir nächstes Jahr beispielsweise keinen FC Liverpool, kein Borussia Dortmund, kein Athletico Madrid in diesen Wettbewerben; das würde die Anzahl der wirklich interessanten Spiele auf ein Minimum reduzieren. Da wären dann vielleicht die Halbfinals interessant und das Finale, aber alles davor wäre quasi ein Freilos für die guten Vereine.

    Außerdem ist es ja nicht so, das die anderen Länder jetzt überhaupt keine Chance mehr haben, an diesen Wettbewerben teilzunehmen, im Gegenteil: An der Europa League sind weiterhin alle Pokalsieger der Mitglieder der UEFA teilnahmeberechtigt; diese steigen dann je nach Abschneiden des Landes ganz einfach in unterschiedlichen Qualifikationsrunden ein.


    e: da war ich zu langsam

  • Nun, viele Vereine aus Rumänien, Ukraine, Bulgarien, Griechenland, Skandinavien usw.. haben den Faden zur europäischen Spitze verloren. Das ist schade. Es wäre besser wenn alle Ligen ein ähnliches Niveau haben. Auszuschließen ist natürlich Vatikanstadt, San Marino, Andorra usw.. die aufgrund ihrer Größe nicht in der Lage wären mit größeren Nationen mitzuhalten, aber wenn es so 20 Nationen gibt, die ein ähnliches Niveau haben, dann kann es schon spannend sein. Das sieht man ja auch bei der WM und EM, dass es Überraschungen gibt wie Island. Wenn das auch bei nationalen Vereinen genauso wäre, dann ist es auch spannend. Für mich ist es Chancengleichheit wenn jedes Land die selben Startplätze bekommt.

  • Natürlich wäre es schön, wenn möglichst viele Nationen ein ähnliches Niveau hätten; aber das kann man nunmal nicht erzwingen. Und Chancengleichheit bedeutet theoretisch gleiche Möglichkeiten für jedes Land - und die herrscht vor! Denn es ist nicht so, das Deutschland oder auch England aus reiner Willkür bevorzugt wird und mehr Startplätze bekommt ,sondern weil sie schlichtweg besser sind. Wäre Rumänien oder welches Land auch immer genau so gut, hätten sie die gleiche Anzahl Startplätze. Genau das ist Chancengleichheit...

  • Natürlich wäre es schön, wenn möglichst viele Nationen ein ähnliches Niveau hätten; aber das kann man nunmal nicht erzwingen. Und Chancengleichheit bedeutet theoretisch gleiche Möglichkeiten für jedes Land - und die herrscht vor! Denn es ist nicht so, das Deutschland oder auch England aus reiner Willkür bevorzugt wird und mehr Startplätze bekommt ,sondern weil sie schlichtweg besser sind. Wäre Rumänien oder welches Land auch immer genau so gut, hätten sie die gleiche Anzahl Startplätze. Genau das ist Chancengleichheit...

    Nein, das ist keine Chancengleichheit. Länder wie Rumänien werden vornerein benachteiligt. Das meiste Geld bekommen auch die größten Nationen. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass nicht jede Nation solange im internationalen Fußballgeschäft ist wie wir. Die rumänischen Vereine haben nicht die gleichen Grundvoraussetzungen wie Deutschland, England und Co.

  • Doch, ist es: Wenn Rumänien so gut spielen würde wie Deutschland, hätte Rumänien die gleichen Startplätze -> gleiche Chance auf Startplätze -> Chancengleichheit.

    Erkläre mir doch bitte mal inwiefern Länder wie Rumänien von vorne herein benachteiligt werden? Das ist Quatsch. Das Geld fließt nicht dahin, weil Rumänien halt nicht Deutschland oder England ist(denn das wäre von vorne herein benachteiligt werden), sondern weil die Vereine und das Land selbst dort fußballerisch nicht so gut sind, der Fußball dort allgemein nicht so extrem beliebt ist wie hier und es aufgrund dessen keinen Sinn für etwaige Investoren oder wen auch immer machen würde, da Geld reinzupumpen. Das das ein Teufelskreis ist und im Endeffekt die Vereine, die dann deshalb keine astronomischen (TV-; Sponsor-; etc.-)Gelder bekommen natürlich schlechter da stehen und sich nicht für die prestigeträchtigen Wettbewerbe qualifizieren könnnen, ist überhaupt keine Frage.

    Aber das ist keine Benachteiligung von vorne herein.


    Und das die größten Nationen das meiste Geld bekommen, stimmt auch nicht pauschal. Ukraine und Spanien beispielsweise haben praktisch gleich viele Einwohner, trotzdem bekommen spanische Clubs ein Vielfaches der Gelder der ukrainischen; ganz einfach weil in der Ukraine Schachter Donezk und in 'nem guten Jahr vielleicht noch Dynamo Kiew die einzigen Vereine sind, die sich international halbwegs messen können. Vom Prinzip her hatten Rumänien und co. durchaus die gleichen Grundvoraussetzungen wie etwa Deutschland: schneide mit dem Nationalteam gut ab und die Vereine bekommen Startplätze -> und dadurch mehr Geld. Rumänien war ganz einfach nicht so gut; hat eine entsprechend schlechte Wertung, die Vereine entsprechend schlechte Startplätze und damit entsprechend wenig Geld. Das dieser gewaltige Unterschied mittlerweile uneinholbar sein dürfte, ist auch klar. Aber es ist dennoch keine Benachteiligung 'von vorne herein'

  • Sehe ich nicht so. Es würde auch Nationen wie Rumänien sehr helfen wenn man aufjedenfall CL spielt. Man bekommt soviel Geld in der CL. Wie gesagt, ich bin eher dafür, dass nur der 1. International spielt. Wenn wir so weiter machen wie bisher, dann spielt selbst die Absteiger international.

  • Es würde auch Nationen wie Rumänien sehr helfen wenn man aufjedenfall CL spielt. Man bekommt soviel Geld in der CL.

    Sie haben es aber nun mal nicht verdient. Es würde ner Reinigungskraft auch sehr helfen, wenn man sie als Anwalt einstellt - die Reinigungskraft würde aber wahrscheinlich jeden Fall verlieren, da die gegnerischen Anwälte wohl immer besser aufgestellt sind. Wenn wir jetzt Ländern wie Rumänien einen fixen CL-Startplatz geben, dann bekommen sie dennoch nicht genug Geld, um in der CL langfristig auch nur einmal bestehen zu können; gleichzeitig erhalten sie aber so viel Geld, dass der rumänische Teilnehmer in der Liga wohl auf langer Zeit unschlagbar ist, da das Etat dieses Vereins den Etat aller anderen rumänischen Vereine um das 4 oder 5-fache übersteigen.

    Wenn wir so weiter machen wie bisher, dann spielt selbst die Absteiger international.

    Das ist halt blanker Populismus. Die CL hat vor dieser Saison eine Startplatzreform zu Gunsten der kleineren Vereine gemacht. Die Meister aus den besten zehn (!) Ligen sind automatisch qualifiziert, aus den sechs besten Ligen die Zweitplatzierten und aus den besten vier Ligen die Drittplatzierten. Alle anderen Meister haben in der Qualifikation eine Chance, sich durchzusetzen, die bekommen nämlich auch noch mal insgesamt vier Startplätze - und wer es da nicht schafft, sorry, der würde in ner normalen Champions League Gruppe wahrscheinlich auch mit nem Torverhältnis von -30 und Null Punkten rausgehen; das ist dann halt absolut unattraktiv und das wollen eigentlich noch nicht mal die Fans der eigenen Vereine wirklich sehen, wenn sie sechs mal mit 0:5 ausm Stadion fliegen. Zudem noch zwei Startplätze nach Qualifikation für die besten bisher nicht qualifizierten Teams aus den besten 15 Ligen.
    Wenn der CL-Sieger bereits durch die Liga qualifiziert ist (also gefühlt immer), rückt übrigens auch noch der Meister aus der elftbesten Liga sicher nach.


    Also nach so ner Reform immer noch zu behaupten, dass es dahin geht, dass selbst Absteiger international spielen, ist einfach nur in jeder Hinsicht falsch.

  • Zitat von andre

    Sie haben es aber nun mal nicht verdient. Es würde ner Reinigungskraft auch sehr helfen, wenn man sie als Anwalt einstellt - die Reinigungskraft würde aber wahrscheinlich jeden Fall verlieren, da die gegnerischen Anwälte wohl immer besser aufgestellt sind. Wenn wir jetzt Ländern wie Rumänien einen fixen CL-Startplatz geben, dann bekommen sie dennoch nicht genug Geld, um in der CL langfristig auch nur einmal bestehen zu können; gleichzeitig erhalten sie aber so viel Geld, dass der rumänische Teilnehmer in der Liga wohl auf langer Zeit unschlagbar ist, da das Etat dieses Vereins den Etat aller anderen rumänischen Vereine um das 4 oder 5-fache übersteigen.

    Der Vergleich hinkt. Wir reden hier um den selben Sport und zwar um Fußball. Ja und das Schöne ist, dass die Anderen noch mehr Gas geben wenn der 1. Platz ein CL Platz ist. In der Bundesliga reicht es ja 4. zu werden um CL zu spielen. Insgesamt spielen 7 Vereine in der Bundesliga International und das von 18 Vereinen. Das ist mehr als ein Drittel. Also es ist Blödsinn zu sagen, dass es gerecht ist wenn in bestimmten Ligen mehrere internationalen Plätze gibt als in den anderen Ligen. Die ganze UEFA Fünfjahreswertung basiert sich auf die Ungerechtigkeit der Startplätzevergabung. Die ganze Fünfjahreswertung bräuchten wir garnicht wenn jedes Land die selben Startplätze hätte. Es ist eine von vielen Schnapsideen von der UEFA.


    Zitat von andre

    Das ist halt blanker Populismus. Die CL hat vor dieser Saison eine Startplatzreform zu Gunsten der kleineren Vereine gemacht. Die Meister aus den besten zehn (!) Ligen sind automatisch qualifiziert, aus den sechs besten Ligen die Zweitplatzierten und aus den besten vier Ligen die Drittplatzierten. Alle anderen Meister haben in der Qualifikation eine Chance, sich durchzusetzen, die bekommen nämlich auch noch mal insgesamt vier Startplätze - und wer es da nicht schafft, sorry, der würde in ner normalen Champions League Gruppe wahrscheinlich auch mit nem Torverhältnis von -30 und Null Punkten rausgehen; das ist dann halt absolut unattraktiv und das wollen eigentlich noch nicht mal die Fans der eigenen Vereine wirklich sehen, wenn sie sechs mal mit 0:5 ausm Stadion fliegen. Zudem noch zwei Startplätze nach Qualifikation für die besten bisher nicht qualifizierten Teams aus den besten 15 Ligen.

    Wenn der CL-Sieger bereits durch die Liga qualifiziert ist (also gefühlt immer), rückt übrigens auch noch der Meister aus der elftbesten Liga sicher nach.

    Also nach so ner Reform immer noch zu behaupten, dass es dahin geht, dass selbst Absteiger international spielen, ist einfach nur in jeder Hinsicht falsch.

    Von dieser Reform haben in erster Linie die größten Nationen profitiert, weil England, Spanien usw.. 4 CL Startplätze bekommt. Vorher waren es 3 und in Zukunft werden mit dem 3. Pokal und der Superliga auch wieder nur die besten Nationen profitieren. Es ist wie in einer 3-Klassen-Gesellschaft. Paris, Bayern, Madrid usw.. schöpfen am meisten Geld ab und der Rest viel weniger. Bayern München bekommt übrigens als Erster auch in der CL mehr Geld als der Zweite. Obwohl beide für die gleiche CL qualifiziert sind. Wenn es im internationalen Geschäft eine 1.Liga, 2.Liga und 3.Liga geben soll, dann würde es auch heißen, dass sogar die Absteiger dafür qualifiziert werden. Das ist auch so vorgesehen. Da spielt dann Nürnberg und Hannover in der 3.Liga, wo man kaum Geld bekommt. Währenddessen bekommen Bayern, Paris, Juventus usw.. das große Geld. Das ist 3 Klassen Gesellschaft und bittere Wahrheit. Null Komma Null Populismus. Ich verstehe ja selber nicht, warum es so viele dumme Menschen gibt, die das nicht sehen. Soviele blinde Gestalten! Am Ende sind das die Menschen, die darüber heulen, dass es keiner gewarnt hat.


    Fußball ist ein Geldgeschäft mehr nicht und null für die Fans. Früher hat der Fußball mal von den Fans gelebt, aber heutzutage könnten auch Paris, Bayern usw.. auf Sportplätzen vor 0 Zuschauern spielen. Das meiste Geld kommt von den Investoren und nicht von uns.

  • Zitat von andre

    Sie haben es aber nun mal nicht verdient. Es würde ner Reinigungskraft auch sehr helfen, wenn man sie als Anwalt einstellt - die Reinigungskraft würde aber wahrscheinlich jeden Fall verlieren, da die gegnerischen Anwälte wohl immer besser aufgestellt sind. Wenn wir jetzt Ländern wie Rumänien einen fixen CL-Startplatz geben, dann bekommen sie dennoch nicht genug Geld, um in der CL langfristig auch nur einmal bestehen zu können; gleichzeitig erhalten sie aber so viel Geld, dass der rumänische Teilnehmer in der Liga wohl auf langer Zeit unschlagbar ist, da das Etat dieses Vereins den Etat aller anderen rumänischen Vereine um das 4 oder 5-fache übersteigen.

    Der Vergleich hinkt. Wir reden hier um den selben Sport und zwar um Fußball. Ja und das Schöne ist, dass die Anderen noch mehr Gas geben wenn der 1. Platz ein CL Platz ist. In der Bundesliga reicht es ja 4. zu werden um CL zu spielen. Insgesamt spielen 7 Vereine in der Bundesliga International und das von 18 Vereinen. Das ist mehr als ein Drittel. Also es ist Blödsinn zu sagen, dass es gerecht ist wenn in bestimmten Ligen mehrere internationalen Plätze gibt als in den anderen Ligen. Die ganze UEFA Fünfjahreswertung basiert sich auf die Ungerechtigkeit der Startplätzevergabung. Die ganze Fünfjahreswertung bräuchten wir garnicht wenn jedes Land die selben Startplätze hätte. Es ist eine von vielen Schnapsideen von der UEFA.

    Ne, der Vergleich ist sogar extrem treffend. Das ist zT so ein Quatsch den du hier schreibst. Es spielen deshalb 7 Deutsche Vereine international weil sie um Welten besser sind als die erstplatzierten aus Luxemburg, Rumänien, Liechtestein und schlag-mich-tot.

    Es ist überhaupt kein Blödsinn zu sagen, das es gerecht ist;denn es ist nunmal gerecht. Ungerecht wäre es, wenn genau so viele Vereine aus Deutschland wie aus einem fußballerisch schlechten Land in der CL spielen würde, weil es sich Deutschland über die Fünfjahreswertung mehr verdient hat. Und da sind wir beim nächsten Punkt: Die Fünfjahreswertung basiert nicht auf der Startzplatzvergabe; sondern andersherum. Die Fünfjahreswertung bräuchten wir zwar tatsächlich nicht, wenn jedes Land die selben Startplätze hätte; aber so ein System wäre halt verdammt nochmal unfair wie scheiße. Weil die guten Länder es sich mehr verdient haben!

    Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, ist die Vergabe schon jetzt unfair zu Ungunsten der guten Nationen. Bei einem absolut fairen system müssten in der theorie alle vereine europas gegeneinander spielen, und davon würden die besten 32 einen Startplatz in der CL bekommen. Das wären dann so ca. 6 aus Spanien, 6 aus Deutschland, 5 aus Italien, 8 aus England, 3 aus Frankreich und dann vielleicht mal noch hier und da mal ne Überraschung. Wären viel weniger aus kleinen Ligen


    e: Übrigens ist es falsch, das die vereine 'mehr gas geben würden' wenn der 1. platz sicher ein cl platz wäre - der 1. Platz ist in jeder Liga am prestigeträchtigsten und: Jeder einzelne Fußballer brennt für das Spiel, sonst hätten sie es nicht geschafft, prof-fußballer zu werden. die denken sich dann nicht: "oh es geht nur um die meisterschaft und nicht um die Cl, pff dann strenge ich mich ja heute nicht so sehr an". das stimmt einfach nicht, die geben trotzdem hundert prozent

  • Auszuschließen ist natürlich Vatikanstadt, San Marino, Andorra usw.

    Und wo genau wird dann die Grenze gezogen?


    Sehe ich nicht so. Es würde auch Nationen wie Rumänien sehr helfen wenn man aufjedenfall CL spielt. Man bekommt soviel Geld in der CL.

    Wenn man es dann noch in den von dir vorgeschlagenen K.O.-Spielen austrägt, bekommen diese Mannschaften auch nicht viel Geld, wenn sie im ersten Spiel ausscheiden.

    Natürlich kann man am jetzigen System den einen oder anderen Punkt verbessern, aber letztlich soll nunmal Geld umgesetzt werden und das schaffst du nicht mit unattraktiven Begegnungen.

  • Eiswind


    Ich sehe es anders und jetzt ist auch mal wieder gut...


    Zitat von Gucky

    Und wo genau wird dann die Grenze gezogen?

    Ab 1000km²


    Zum Rest siehe Oben.


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    Mein Verein hat am Samstag 2:2 gespielt. Der 2. auch. Letztendlich hat sich nichts geändert. Es sind noch 2 Spiele um 3 Punkte aufzuholen.

  • Eins möchte ich demnoch noch loswerden:

    Jeder Fußballfan sollte sich selbst hinterfragen, wofür man eigentliich steht. Ich stelle die 2 Richtungen vor. Ich versuche es neutral vorzustellen.


    Einerseits gibt es die Möglichkeit, dass der Fußball sich mehr auf das internationale Geschäft konzentrieren soll. Das heißt, dass die 1.Bundesliga oder 2.Bundesligs ausgeweitet wird auf mehr Internationalität. Man würde dabei auch mehr Geld bekommen und man spielt dann in einer internationalen Liga gegen Vereine aus Frankreich, Italien usw.. Dann ist die 3.Liga vielleicht die höchste nationale Liga. Durch mehr Internationalität werden auch die Auswärtsfahrten abwechlungsreicher. Vorteil wäre hier auch, dass eine europaweite 1. Liga ein höheres, spielerisches Niveau haben wird als eine 1.Bundesliga. Eine Liga mit Paris, Bayern, Madrid, Barcelona usw.. verspricht jede Woche beste Spiele.


    -


    Die andere Seite ist, dass wir mehr den Fokus auf die nationalen Ligen setzen. Das würde heißen, dass wir notfalls auf internationale Veränderungen verzichten um in erster Linie die Struktur der 1.Bundesliga bis zur Kreisliga überdenken. Das heißt aber auch, dass man weiterhin auf 1.Bundesliga setzt usw.. Viele Themen wie Aufstiegsregelung von der 1.Bundesliga bis zur Kreisliga sollten angegangen werden. Das Verhältnis zu Investoren. Begrenzung von Einfluss von Außen oder eine Ausweitung des Investoreneinflusses? Torlinientechnik, ausgereift genug? Sämtliche DFL/DFL Richtlinien wie Stadionkapazität, Rasen, Bedachung des Stadions, Sitz-und Stehplätze Menge usw.. noch zeitgemäß bzw. zu streng reguliert? Soll der DFL weiterhin für die ersten 2 Ligen zuständig sein oder der DFB wieder für alle Ligen? Das und vieles mehr sind Baustellen. Vorteile von nationalen Ligen wäre, dass die Anfahrtzeiten geringer wären, dass der Reiz von Derbys eher erhalten bleibt. Geld sollte hier nicht alles sein.


    Das nur mal zur Veranschaulichung. Jenachdem für was Ihr Fußball Fans steht, so kann man sich auch orentieren. Würde da einfach mal wissen wie Ihr dazu steht. Mehr Internationalität oder mehr Nationalität in den Ligen? Bitte keine Mitteldings, es wird eine Zeit kommen, wo wir uns füt eine Richtung entscheiden müssen.

  • Wäre für mich ganz einfach, gemäß dem Falle, dass es nur zwei Möglichkeiten geben würde.

    Ich will im Fernsehen und im Stadion den Bestmöglichsten Fußball schauen und der wird von den Top Teams gespielt. Hätte persönlich absolut nichts gegen eine europäische Superliga. Ob man die dann als 18er/20er Lizenzsystem bauen würde oder auf Vorbild der amerikanischen Sportarten mit Konferenzen und Divisionen und einer Art "Super Bowl" am Finale der Saison.

  • Das sehe ich genau anders. Fußball ist für mich ein Sport der Menschen und das soll es wieder werden. Es geht um viel zu viel Geld. Der Einfluss von Investoren sollte begrenzt sein und dafür sollten die Fans selbst mehr Mitbestimmung haben. Eine e.V. ist die beste Form, dass Fans und Verein gleichermaße präsentiert werden. Guter Fußball sieht man auch im Amateurfußball. Viele Menschen haben einfach zu viele Erwartungen wenn die sich ein Amateurspiel schauen. Man kann nicht erwarten, dass ein Amateurspiel so ist wie auf Sky die Bundesliga.. Also ich kann auch mit Amateurfußball Spaß haben und auch hier gibt es ansehnliche Tore. Vielleicht sogar Bessere als in der Bundesliga!


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    Mein Verein spielt am Samstag gegen einen möglichen Absteiger um 3 Punkte. Es sind noch 2 Spiele. Wir müssen diesesmal endlich wieder gewinnen um unsere Chance um den 2.Platz, der die Qualifikation zum Aufstieg bedeutet, zu bewahren.

  • https://www.google.com/amp/s/w…6z6achmbzztl10cy954q0edpf


    Zitat von Nagelsmann

    "Da müssen die Traditionalisten umdenken. Es gibt den schönen Spruch: Tradition ist wie eine Laterne, den Intelligenten leuchtet sie den Weg, die Dummen klammern sich an sie. Genauso ist es."

    Was hat er genommen? Wie kann man so reden? Nagelsmann kommt für mich größenwahnsinnig und arrogant rüber. Ich hoffe, dass der DFB ein Statement abgibt, dass die Traditionellen dazu gehören.


    Aber passt ja Raba Leipzig + Rangnick + Nagelsmann = Asozial!