Rechtsextremismus

  • Tja, während PEGIDA mehr oder weniger an Bedeutung verliert, muss man sich wieder mit den offenkundig rechtsextremen Kräften im Land beschäftigen.

    Trotzdem muss man sich weiter mit PEGIDA beschäftigen. Die Bewegung ist zwar nicht mehr so groß wie noch Anfang des Jahres, dafür aber noch deutlich extremer.


    Und mir wird ziemlich schlecht, wenn ich dann lese, dass einige Tröglitzer auch noch froh sind, dass da nun keine Asylbewerber einziehen können.

    Im Internet geht's da wie immer noch um einiges heftiger zu. Oder um Sascha Lobo zu zitieren, der sich jüngst mit Hass im Internet beschäftigt hat: "Bedauern, dass zum Zeitpunkt des Feuers noch keine Flüchtlinge im Heim waren, 120 Likes."


    Denen wäre wahrscheinlich völlig egal, wieviele Ausländer dazu kommen, wenn es ihnen gut ginge, aber ihr "Elend" sorgt für Unmut, wenn sie tatsächlich glauben, dass es diesen Flüchtlingen besser geht, wie ihnen.

    Nicht unbedingt. In meiner Verwandtschaft ist von denen, die offenen Rassismus pflegen, niemand von Armut bedroht, man hat sein eigenes Haus oder gleich mehrere und genug Vermögen bzw. Einkommen um das restliche Leben ohne finanzielle Sorgen zu verbringen. Meiner Einschätzung nach geht es da mehr um das subjektive Gefühl, dass "die da" (nicht nur Flüchtlinge, auch z.B. "die Griechen") viel zu viel Geld bekommen. Geld, das eigentlich den ach so braven Steuerzahlern wie ihnen zustehen würde. Man hat ja noch nicht genug ...

  • Hier in meiner Gegend in Bremen hängt son Verein "Bürger in Wut" Plakate auf. Sind dann meist so Sachen wie "Kein Asylmissbrauch" oder ähnliches und kleben sie dann direkt neben die Wahlplakate der Linken, die noch mehr Asylanten herholen wollen. Die Leutchen gibts schon etwas länger (2004) und meinen sie setzen sich dafür ein, das Bremen net mehr das Schlusslicht Deutschlands ist. Ist, natürlich, ne rechte Gruppe.


    Finden bei einigen sogar Anklang in meinem Viertel hier, wo sehr viele Leute mit Wurzeln im Ausland wohnen, meist Russen oder Türken. Wovon viele sich auch eher asozial benehmen (nachdem Motto "Scheiße Deutsche, was macht ihr hier überhaupt noch?") aber ist nunmal nur ein Teil davon.
    Aber das reicht schon aus, weil, es ist wie immer: Ein Teil baut Mist, alle anderen dieser Gruppierung leidet drunter.

  • Eine Studie der Uni Leipzig hat festgestellt, dass in Bayern mehr Rechtsextremismus in der Mitte der Gesellschaft vorhanden ist, als mancher Lokalpatriot oder SZ-Feuilletonist meinen würde

    Die Studie hat allerdings auch festgestellt, dass diese Tendenzen insgesamt abnehmen.



    Trotz der unschönen Zahlen (die meiner Erfahrung als Bayer nach noch zu nierig gesteckt sind) ... Bayerns Innenminister Hermann (CSU) ... hält schlichtweg die Zahlen für übertrieben.

    Das fand ich hmmm ... interessant. Du hälst diese Zahlen für untertrieben, er für übertrieben. So richtig traut also keiner von euch beiden dieser Studie. :huh:




    sieht die CSU ("Wir sind nicht das Sozialamt der Welt", "Wer betrügt der fliegt", "Wir werden uns gegen Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wehren - bis zur letzten Patrone")

    Wo hast du denn diese Parolen ausgegraben? "Das Boot ist voll." hätte an der Stelle noch gut gepasst, war aber CDU, wenn ich mich nicht irre. :D


    Und bitte nicht falsch verstehen, ich möchte das durchaus vorhandene Problem nicht klein- oder schönreden, aber der Post war irgendwie ... weiss auch nicht, sowas könnte ich mir in genau dieser Form mitten in der Nacht von irgendeinem Politikwissenschaftler in der ARD vorstellen.

  • @Gucky: Ich halte diese Zahlen für untertrieben, weil die Fragen, die bei derlei Tests gestellt werden, für gewöhnlich sehr direkte Fragen sind. So wird zum Beispiel, um die Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft zu messen, gefragt, ob man mit genau dieser Sache ein Problem habe, worauf die meisten mit einem klaren "Nein" antworten. So kommt die beeindruckende Zahl zustande, dass auch in der CDU/CSU-Wählerklientel die Mehrheit tolerant ggü. der Homosexualität sind. Auf der anderen Seite ist die Akzeptanz bei beleidigenden und diskriminierenden Witzen sehr hoch, und "schwul" ist nach wie vor ein Synonym für scheiße, unmännlich etc.
    Schon allein, dass Herrmann zsm. mit seinen Parteifreunden ständig solche Dinger ablässt, wie die, die ich ausgegraben habe, zeigt mir, dass seine Einschätzung, dass diese Zahlen übertrieben sind, nicht ganz glaubwürdig ist. Die Zitate stammen wirklich von der CSU, das zweite mit dem Weltsozialamt hatten auch AfD und NPD. Das letzte stammt vom Landesvater persönlich. "Das Boot ist voll" kommt meines Wissens nach von der BILD-Zeitung.
    Du hast natürlich insofern recht, dass ich mich mit der Studie nur über die SZ beschäftigt habe und die genaue Fragestellung nicht kenne. In meiner Gymnasialklasse des humanistischen Zweiges jedoch waren Ausländerfeindlichkeit, der Begriff "Neger", "Jude" oder "Schwuchtel" als Beleidigungen und Mobbing aufgrund von Herkunft an der Tagesordnung und von der großen Mehrheit vertreten. Auch in meinem Verwandtenkreis, der ziemlich bunt gemischt ist, gibt es immer wieder den kleinsten gemeinsamen Nenner (WIR gegen DIE). Und schlussendlich gewinnt eine Partei mit solchen Parolen wie die CSU einfach mal die Wahlen mit an die 50%, was bedeutet, dass eine große Gruppe der Wahlberechtigten zwar nicht unbedingt unterstützt, was die da vom Stapel lassen, es ihnen aber offensichtlich egal ist.

  • Achtung, Ich schreibe mit 3DS



    Ich habe ehrlich gesagt nie verstanden, warum solche Parolen so beliebt sind.
    Ich denke das liegt an der Schwäche und Finsternis in den Herzen der Menschen.
    Sie sind nicht bereit anzuerkennen, das da, wo die Asylanten herkommen, Krieg und Hunger herrscht. Die wenigsten kommen mit der Absicht hierher um faul zu sein, sie wollen nur ihre Ruhe. Das denke ich
    Die meisten haben keine Erfahrung mit Krieg und Hunger

  • "Das Boot ist voll" kommt meines Wissens nach von der BILD-Zeitung.

    Hast du da eine zeitliche Einordnung? Ich habs für 2003 bei den Republikanern gefunden, 2006 hats die NPD verwendet. Was nicht ausschließt, dass die BILD den Spruch zuerst gebracht hat.

    So wird zum Beispiel, um die Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft zu messen, gefragt, ob man mit genau dieser Sache ein Problem habe, worauf die meisten mit einem klaren "Nein" antworten.

    Solche Fragestellungen sind immer sehr angenehm für die ganzen Typen mit ihrem "Ich hab ja nichts gegen ..., aber..."
    Dass die Zahlen auch eher zu niedrig als zu hoch einzuordnen sind, würde ich übrigens auch vermuten. Wenn ich so beobachte, dass meine Eltern bei den Schüssen in Ferguson noch Rassismus kritisieren und im nächsten Atemzug schon über Türken und Muslime in Deutschland herziehen, dann stimmt eindeutig was mit der Selbsteinschätzung nicht.

  • Hast du da eine zeitliche Einordnung? Ich habs für 2003 bei den Republikanern gefunden, 2006 hats die NPD verwendet. Was nicht ausschließt, dass die BILD den Spruch zuerst gebracht hat.


    Solche Fragestellungen sind immer sehr angenehm für die ganzen Typen mit ihrem "Ich hab ja nichts gegen ..., aber..."Dass die Zahlen auch eher zu niedrig als zu hoch einzuordnen sind, würde ich übrigens auch vermuten. Wenn ich so beobachte, dass meine Eltern bei den Schüssen in Ferguson noch Rassismus kritisieren und im nächsten Atemzug schon über Türken und Muslime in Deutschland herziehen, dann stimmt eindeutig was mit der Selbsteinschätzung nicht.

    Ich weiß, dass der Spruch in der "Asyldebatte" in den 90ern aufgekommen ist. Auf dem entsprechenden Wikipedia-Artikel wird dieser Spruch auf 1990 verortet und den Republikanern (übrigens Ex-CSU) zugeschrieben. 1991 landete er dann auf dem Spiegel-Cover. Ich hoffe, der Spiegel meinte das irgendwie anders und es war mal wieder ein wohl kalkulierter Skandal, um die Verkaufszahlen anzuheizen. War also nicht die BILD, habe mich getäuscht, jedoch ist die BILD Anfang der 90er auch vollkommen ausgerastet, was Zuwanderung nach Deutschland betrifft.


    Beim Zweiten gebe ich dir recht. Wichtig: Antiamerikanismus schlägt Misstrauen gegenüber Schwarzen. xD

  • Wenn ich so beobachte, dass meine Eltern bei den Schüssen in Ferguson noch Rassismus kritisieren und im nächsten Atemzug schon über Türken und Muslime in Deutschland herziehen, dann stimmt eindeutig was mit der Selbsteinschätzung nicht.


    In meiner Familie auch oft vertreten. In jedem anderen Land ist alles rassistische ja ach so schlimm, aber die Schwarzen hier verkaufen trotzdem alle Drogen. Denken meine Großeltern btw wirklich, und haben mir einige Orte in Wien genannt, von denen ich mich lieber fern halten solle, weil sich dort der ganze "Abschaum" herumtreibt. An genau diesen Orten halte ich mich aber eig öfter auf, hätte noch nie so etwas in der Art erlebt. Aber gut, weshalb auch mit Menschen diskutieren, deren Meinung eh viel zu festgefahren ist, als dass sie sich mit Logik umstimmen lassen.


    Beim Zweiten gebe ich dir recht. Wichtig: Antiamerikanismus schlägt Misstrauen gegenüber Schwarzen. xD


    Antiamerikanismus ist hier ja auch recht beliebt. Um fair zu sein, das Land macht's einem teilweise auch verdammt schwer nicht darüber herzuziehen. Wobei vertrottelte Menschen hier ja auch keine Seltenheit sind...


    Auf der anderen Seite ist die Akzeptanz bei beleidigenden und diskriminierenden Witzen sehr hoch, und "schwul" ist nach wie vor ein Synonym für scheiße, unmännlich etc.


    Eine Bekannte von mir (selbst lesbisch) hat mit dem Gebrauch des Begriffs an sich nicht wirklich Probleme, hält's aber für ähnlich unlogisch und hat das ganze eine Zeit lang parodiert. Statt scheiße hieß es bei ihr dann, "Boah ist das hetero".


    Nicht unbedingt. In meiner Verwandtschaft ist von denen, die offenen Rassismus pflegen, niemand von Armut bedroht, man hat sein eigenes Haus oder gleich mehrere und genug Vermögen bzw. Einkommen um das restliche Leben ohne finanzielle Sorgen zu verbringen. Meiner Einschätzung nach geht es da mehr um das subjektive Gefühl, dass "die da" (nicht nur Flüchtlinge, auch z.B. "die Griechen") viel zu viel Geld bekommen. Geld, das eigentlich den ach so braven Steuerzahlern wie ihnen zustehen würde. Man hat ja noch nicht genug ...


    ^this
    Egal wie gut es einem geht, man gönnt niemandem etwas, solange es einem NOCH BESSER gehen könnte, falls die anderen gar nichts mehr bekommen.



    Da ich einen Teil der Gay Pride Diskussion in diesem Thread auch gelesen habe, ich halte auch nicht viel davon. Natürlich ist der Sinn dahinter für mehr Akzeptanz zu sorgen, daran ist ja nichts schlecht. Allerdings wird daran imo falsch herangegangen. Allein sowas wie die Regenbogenparade sorgt für Vorurteile, weil alles so extrem klischeehaft tuntig dargestellt wird, womit sich eben bei weitem nicht alle Homosexuelle identifizieren können.
    Allgemein ist übertriebene Zurschaustellung von Sexualität, Ethnien, Interessen, whatever meist eher schädlich als hilfreich, wenn's darum geht, mehr Verständnis und weniger Diskriminierung zu erreichen. Wenn sich jemand als schwul outet kann es gut sein, dass er mit Dingen assoziiert wird, mit denen er eigentlich gar nichts zu tun hat, die oft auch einen negativen Beigeschmack haben können. Wenn jemand fragt, warum ich mir denn keinen Burger, sondern nur Pommes kaufe, und ich ihm antworte, dass ich Vegetarierin bin, komme ich mir teils auch dumm vor, wenn daraufhin dann gefragt wird, ob es für mich denn okay sei wenn in meiner Gegenwart Fleisch konsumiert wird. Gibt sogar Leute die sich dafür entschuldigen (wtf?), dass es in Gesprächen beiläufig um Fleischkonsum ging, weil momentan halt das Bild des hasspredigenden Kampfveganers in Mode ist und man sicher gehen will, dass man meine Gefühle nicht verletzt oder so. Kann mir also gut vorstellen, dass es für Homosexuelle nicht gerade spaßiger ist, wenn man bei ihnen sofort an Regenbögen denkt, aber genau das ist dank solchen Paraden eben bei denjenigen, die sich nicht wirklich mit dem Thema auseinandersetzen, der Fall.
    Zu erwarten, dass man absolute politische Korrektness (yeah Denglisch) in alltäglichen Gesprächen erreicht, ist aber auch etwas... übertrieben. Ich frage jemanden, wenn es mich interessiert, ob er/sie in einer Beziehung ist, nun mal, ob er/sie entweder Freundin oder Freund hat. Aus dem einfachen Grund, dass es viel wahrscheinlicher ist, dass der-/diejenige heterosexuell ist. Was, wenn ich jetzt frage, ob jemand Freund oder Freundin hat, und dann Gefahr laufe, dass sich das Gegenüber beschwert, dass er/sie asexuell ist? Oder seinen/ihren Spaß nur mit Puppen/Tieren/sonstigen Gegenständen/Leichen/whatever hat? :whistling:
    Was ist denn bitte so schlimm daran, zu sagen, dass man eben keine Freundin, sondern einen Freund hat, oder dass man nicht an Frauen interessiert ist (bzw. das ganze anders herum)? Allein im vorigen Absatz auf's Gendern zu achten war umständlich, warum den Alltag so viel beschwerlicher machen? Wenn's schon darum geht, unwichtige Kleinigkeiten an der Sprache zu verändern, halte ich das ganze meist für übertrieben, egal ob's nun von Feministen, Homo-/Bi/Pansexuellen oder sonstwem kommt. Das hat nichts mehr mit Toleranz zu tun. Sich selbst in so eine extreme Opferrolle zu stellen, dass man alles komplett angleichen muss, verstärken Vorurteile und Diskriminierung nur, anstatt sie zu verhindern.

  • @Reality


    sag mal, was sind Pansexuelle? Spielen die beim Akt auf einer Panflöte?



    Ich find es doof, wenn man sxchwul, lesbe oder transe als Schimpfwort benutzt.
    Das zeugt davon, das das Gehirn in Dunkelheit gehüllt ist.
    Ich meine, was kann dafür, dass man Schwul, lesbisch oder so ist.
    Es als Schimpfwort zu missbrauchen empfinde ich als falsch.


    Ich akzeptiere jede Geschlechtsrichtung, egal ob schwul, lesbisch oder Transe.

  • sag mal, was sind Pansexuelle? Spielen die beim Akt auf einer Panflöte?

    Pansexualtität beschreibt es, wenn jemand sagt, dass Geschlecht für ihn nichts ausmacht. Also es ist kein Fall, dass sie sich zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlen, sondern zu bestimmten Menschen, unabhängig vom Geschlecht.
    Es gibt durchaus Biologen die behaupten, dass ist genau so bisexuell, aber zumindest definieren sich manche Leute, die sagen, sie sind Pansexuell und nicht bisexuell.

  • Beim Zweiten gebe ich dir recht. Wichtig: Antiamerikanismus schlägt Misstrauen gegenüber Schwarzen.

    Aber nur wenn es Schwarze aus anderen Ländern sind^^ Ich weiß auch nicht ob das jetzt ein Antiamerika-spezifisches Verhalten ist, ich glaube man zeigt halt mit dem Finger gern auf andere. Ist ja mit den Schwulen in Russland oder Frauen im Nahen Osten das selbe: Hauptsache es gibt Leute die noch rassistischer, homophober und sexistischer sind als man selbst, damit man sagen kann wie gut wir es doch im Vergleich mit anderen Ländern haben.



    Wenn's schon darum geht, unwichtige Kleinigkeiten an der Sprache zu verändern, halte ich das ganze meist für übertrieben

    Wenn die Kleinigkeiten eh unwichtig sind warum ist es dann übertrieben?

  • @Faris van Windmond


    Zitat von Wikipedia

    Pansexualität ist eine sexuelle Orientierung, bei der Personen in ihrem Begehren keine Vorauswahl nach Geschlecht bzw. Geschlechtsidentität treffen. Der Begriff Pansexualität leitet sich von der griechischen Vorsilbe pan (gesamt, umfassend, alles) ab. Ein pansexueller Mensch ist in der Lage, Menschen jeder Geschlechtsidentität als sexuell oder romantisch zu empfinden.


    Bisexuelle Menschen hingegen beziehen sich nur auf zwei Geschlechter, meist Cis-Männer und Cis-Frauen.
    Die Silbe poly aus Polysexualität stammt aus dem Griechischen und bedeutet viele. Demnach fühlen sich Polysexuelle zu mehr als zwei Geschlechtsidentitäten hingezogen, jedoch nicht zwingend zu allen.


    Cisgender(lat. cis- „diesseits“) ist das Gegenteil von Transgender (lat. trans- „jenseitig“, „darüber hinaus“), bezeichnet also Menschen, deren Geschlechtsidentität mit ihrem körperlichen Geschlecht übereinstimmt.


    Schwul als Schimpfwort zu verwenden bedeutet aber nicht mal unbedingt, dass man etwas gegen Homosexualität hat. Natürlich kann es das bedeuten und sonderlich sinnvoll ist es auch nicht, allerdings muss man doch zwischen Wortgebrauch und Gedankengut unterscheiden. Ich kenne sogar einen Schwulen der "schwul" als abwertenden Begriff bzw. für "tuntig" verwenden (hy falls du das liest Schatz :*). Eine gute Freundin von mir ist pansexuell, eine andere bereits genannte lesbisch, kenne einige Schwule und keiner hat ein Problem damit, wenn "schwul" als abwertender Begriff verwendet wird, solange man ihn nicht wirklich dazu verwendet, einen Homosexuellen an sich zu diskriminieren. Genauso wie man zu jemandem nicht "Du bist scheiße" sagt, um etwas an unserem Verdauungssystem zu kritisieren, sondern die Person an sich. Wobei "Kritik" dafür dann wohl doch eher der falsche Begriff ist.


    Wenn die Kleinigkeiten eh unwichtig sind warum ist es dann übertrieben?


    Weil es unnötig ist. Sich selbst in eine Opferrolle zu begeben macht alles bei weitem schlimmer, sowohl was die Allgemeinheit darüber denkt, als auch, wie man selbst zu solchen Dingen steht. Vergleich's doch einfach mal mit Mobbing. Man wird nicht unbedingt gemobbt weil man in irgendeiner Form "anders" ist, sondern weil die anderen merken, dass man sich damit angreifen lässt. Wenn man sich deshalb bei jeder kleinen Bemerkung sofort aufregt, dass man dies zu unterlassen habe, wird man in den meisten Fällen das Gegenteil erreichen.

  • Pansexualtität beschreibt es, wenn jemand sagt, dass Geschlecht für ihn nichts ausmacht. Also es ist kein Fall, dass sie sich zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlen, sondern zu bestimmten Menschen, unabhängig vom Geschlecht.
    Es gibt durchaus Biologen die behaupten, dass ist genau so bisexuell, aber zumindest definieren sich manche Leute, die sagen, sie sind Pansexuell und nicht bisexuell.

    Mhm, meinst du Freundschaften oder echte Liebe?


    kannst du mir das anhand eines Beispiels erklären.


    Ich hab das so verstanden, dass Oliver sich zu Jamie hingezogen fühlt, aber ihm nicht liebt, denn seine Liebe gilt Margarete. die aber liebt Jamie, mag Oliver nur als Freund.


    Habe ich das richtig interpretiert?


    Neulich wurde bei uns eine Leiche gefunden, es stand im Zeitungsartikel als erstes sowas wie "Es ist kein Ausländer." denn einige Zeit vorher wurde in der selben Stadt eine ausländische Familie niedergeknüppelt.
    Der Täter bekam 5 Jahre Knast.


    Rassismus ist auch vor der Haustür.


    zum Tröglitz Vorfall


    ich bin echt fassungslos, ich meine, wie kann man sagen, dass "Es ist schade, dass da keiner von denen gestorben ist" und ich fass mich am Kopf, ich fühle mich beschämt, dass sowas gesagt wird.
    Das sind Deutsche, nein, es sind Rassisten.


    Ich hab kein verständnis für sowas

  • Das ist damit nicht gemeint.
    Eine Heterosexuelle Person sucht nur nach dem gegenteiligen Geschlecht. Sprich als Mann eine Frau und als Frau einen Mann.


    Bei der Bisexualität findet eine Person Frauen und Männer als anziehend.


    Eine Polysexuelle Person findet mehere Geschlechter anziehend, also zB. Männer, Frauen, Transexuelle - aber keinesfalls alle.


    Pansexualität ist dann die Form, bei der JEDES Geschlecht (in Deutschland ja 60 oO) potentiell anziehend ist.


    Frag mich jetzt nicht woher die 60 Geschlechter kommen und warum diese massive Differenzierung so wichtig ist, aber gut.
    Entweder der Gegenüber ist anziehend oder nicht, egal was auch immer er sein mag.

  • Nein, geht dabei nicht um Freundschaft. Ich beschreib dir einfach mal, worin sich Pansexualität von Bisexualität unterscheidet: Ein Bisexueller findet sowohl Frauen, als auch Männer sexuell anziehend. Also Oliver kann sich sowohl zu Jamie, als auch zu Margarete hingezogen fühlen


    Ein Pansexueller auch, im Gegensatz zu bisexuellen aber auch transsexuelle Männer/Frauen. Wäre Oliver pansexuell, könnte er sich auch zu Jamie hingezogen fühlen, würde sich dieser selbst als Margarete ansehen. Gilt zwar auch für den polysexuellen Oliver, aber für Pansexuelle hört es bei Transsexualität nicht auf.

  • Ich habe nicht geschrieben, dass ich ein Problem damit habe, aber es ist in einer Gesellschaft symptomatisch, wenn schwul und scheiße dasselbe bedeuten. Und was zur Hölle sollen Kinder lernen, wenn sie den Ausdruck schwul immer nur abwertend verwendet haben und plötzlich irgendwo hören, dass jemand schwul sei?
    Ich denke, wir müssen nicht darüber reden, dass eine solche Sprache nur wenig mit gesellschaftlicher Toleranz vereinbar ist. Dass auch Homosexuelle das Wort verwenden, erlaubt und relativiert gar nichts. Nur weil in der afroamerikanischen Gangsterszene das Wort "Nigger" verbreitet ist, heißt das nicht, dass ich irgendwen so nennen darf. Und es wäre auch alles andere als gut, wenn Kinder auf Pausenhöfen Nigger als Schimpfwort verwenden. Bzw. sie tun es, und es ist nicht gut.


    Es ist halt irgendwie so, dass alle gruppenspezifischen Witze gegen eine Minderheit gehen und selten bis nie gegen den weißen, "männlichen" Mann. Das macht nicht alle diese Witze schlecht, offenbart aber eine mMn ungünstige Normvorstellung.

  • Bei mir in der Gegend nehme ich tatsächlich Rechtsextremismus kaum wahr. Gerade an meiner Schule, welche Titel wie "Schule ohne Rassismus" und "Schule mit Courage" erlebe ich Einstellungen die sehr rechts sind wirklich extrem selten. Bei uns in der Stadt, sowie Schule kleben überall Sticker mit aufschriften wie "Gegen Nazis" "Homo? Na Logo" "Rassismus schadet ihren Mitmenschen" ect. Auch in Koblenz findet man diese Sticker und es ist auch bekannt wer die rumklebt, sitzt neben mir in Kunst.
    Man hört aber auf, dass auf Realschulen in der Gegend, die Einstellungen sich auch verändern. Auch seitens Jugendlicher mit Migrationshintergrund.
    Natürlich gibt es hier auch Leute, die Rechts sind, keine Frage, doch bekomme ich sowas kaum mit.
    Erschreckender finde ich, dass mein Großonkel bei der NPD kandidierte. Wir haben das auch erst nach seinem Tod erfahren, jene Einstellungen, aber ein Schock war es definitiv.
    Ich persönlich kann so etwas nicht nachvollziehen. Natürlich finde ich, dass man Stolz auf sein Land sein darf, gerade wenn es in einigen Punkten wirklich nicht schlecht ist, ohne dass man direkt als sonstwas abgestempelt wird. Jedoch darf so etwas extremes nie wieder geschehen wie im 2. Weltkrieg und auch Meinungen die ansatzweise in diese Richtung tendieren finde ich nicht in Ordnung.
    Ich habe kein Problem mit Ausländern, mir ist die Nation egal. Solange der Mensch einen guten Charakter hat und freundlich ist, juckt mich sowas nicht. Jedoch kann ich mich nicht vin allem freisprechen. Mich stört es zum Beispiel wenn Frauen verschleiert sind, weil ich diesen Sinn dahinter nicht nachvollziehen kann. Liegt vielleicht an mangelnde religiöse Kenntnisse aber gut. Auch kann es mir auf die nerven gehen, wenn über meine Nationalität spekuliert wird, mal komme ich aus der Türkei, mal aus Asien, mal aus Spanien. Die wenigsten glauben mir, dass ich einfach nur deutsch bin.
    Ein anderer Punkt, ich mag Frankreich einfach nicht, werder die Sprache noch das Land. Hat keinen spezifischen Grund, aber mir ist das iwie unsympathisch ^^ Okay das ist echt nicht fair, das ist mir bewusst, aber ich finde die Wahrheit immer am besten. Natürlich würde ich keinen Franzosen schlechter behandeln, aber naja. Btw diese Meinung scheint verbreitet zu sein, weil fast alle die ich kenne sagen, dass sie Frankreich nicht mögen weil sie zB beim zocken nerven ect. Iwelche belanglose Gründe aber aus irgendeinem Grund kommt diese Meinung.
    Aber ich glaube dass so ein paar Dinge einen stören ist nur rein menschlich und hat nichts mit Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit zu tun.
    Ich kam bisher nicht wirklich sehr mit Nationalsozialisten oder Rechtsradikalen in Berührung, und bin darüber auch froh.

  • Ganz häufig ist das so, dass "Rassismus" nur durch Unwollen gegenüber einer anderen Ethik, Hautfarbe, Kultur oder Fremdländischkeit hervorgerufen wird.
    Dein Antisympathie gegen Fränkreich kann ich nachvollziehen, Sprache, Futter und Eigenarten sind mir da auch manchmal entgegen meiner Vorlieben und deren Herablassung gegenüber Deutschen ist auch nicht unbekannt - trotzdem würde ich jeden Franzosen erstmal neutral gegenübertreten, um ihn kennenzulernen - viele Leute halten heute die Deutschen immer noch für Nazis; und ich möchte nicht einfach in diese Schublade abgeschoben werden, ergo schieb ich auch keinen von vornherein in eine Schublade.


    Toleranz ist hier ein wichtiger Stichpunkt.
    Egal, ob Nation, Sexualität oder als "Freak" (warum auch immer) abgestempelt zu werden, heißt nichts anderes, wie von Vorurteilen bewertet zu werden.



    Die eigene Nation wird von anderen verpönt, weil der zweite Weltkrieg noch nicht vergessen wurde.


    Jede Art von Sexualität kann von der anderen angeprangert werden; hetero heißt Vermehrung! Das gehört zum Rassenerhalt. Wir haben schon genug Menschen, darum wird verhütet und in der Tierwelt ist homosexuales Verhalten total normal.


    Wir haben soviele Jugendliche, die von anderen gemobbt werden, weil die Frisur nicht sitzt, weil sie lernen, noch keinen Partner haben oder Erwachsene, die Job und Familie verloren haben, keine Perspektiven mehr sehen.


    Man sollte erstmal hinterfragen, warum dass so ist, wie die persönlichen Begebenheiten sind, bevor man über solche Leute urteilt.



    Leider kann nicht jeder Ami jeden Deutschen oder anders rum dazu befragen - aber wenn man die Möglichkeit hat, dann sollte man das erst tun, bevor man urteilt.



    Und ja be rainb@w: Deine nicht armutleidenden Verwandten, die wollen einfach nur ihren Wohhabens-Status schützen und ihr Geld sichern.
    Sie wollen durch neue Einwanderer keine Abstriche machen und sie haben sich noch nie Gedanken dazu gemacht, was sie machen würden, wenn sie durch einen Krieg aus ihrem sicheren, vergoldeten Nest vertrieben werden würden. =/

  • In einigen Interviews von PEGIDA-Anhängern bemerke ich zumindenst, dass viele nur auf Frust und Enttäuschen (auf die Politik) da nur mitmachen. Nur weil Migranten nicht zu 100% akzeptiert werden und eine Minderheit sind, sind sie für rechtsdenkende Menschen der Sündenbock für alles. Ja, der Staat hat in vielen Dingen versagt und hat uns enttäuscht, aber es auf Migranten zu schieben ist meiner Meinung feige und total übertrieben.


    Es wurde schon bewiesen, dass Migranten wirtschaftlich gesehen vorteilhaft sind für den Staat. Sind sind keine "Schmarotzer" wie einige behaupten.


    Flüchtlinge aus Kriegsgebieten haben keine andere Wahl als aus ihrer Heimat zu fliehen. Durch die Kriegszustände ist ihnen kein humanes Leben möglich, dort wartet nur der Tod oder die Verfolgung durch Staat oder Terroristen.


    Nicht jeder der "Nicht-Deutsch" aussieht ist automatisch ein Ausländer. Die Vorfahren sind aus der Heimat ausgewandet und das Kind wurde in Deutschland geboren.
    In welche Nationalität soll sich das Kind sehen? Geboren und aufgewachsen in Deutschland, die Eltern vom Ausland, auf dem Papier entweder Deutschland, das Elternland oder ein ganz anderes Land.


    Ich finde die Wurzel des Rassismus ist Menschenhass. Man hat sich den Menschenhass auf eine bestimmte Gruppe "spezailisiert". Solange Menschenhasss existiert ist auch Rassismus vorhanden.

    "When you have excluded the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth." - Sherlock Holmes
    "Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag."



    mirai_sekai