Übergewicht

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  • Deine eigene Quelle behauptet genau das Gegenteil: Im Bereich des Übergewichts ist der BMI am unpräzisesten

    In der Theorie, ja, weil man mit dezenter Muskelmasse leicht ins "Übergewicht" (laut Definition des BMI) kommen kann, sprich, man in dieser Range anhand des BMI am schwersten sagen kann, ob es an zu viel Fett oder Muskeln liegt, ohne andere Variablen zu betrachten. Allerdings ist viel Muskelmasse in unserer westlichen Gesellschaft eher die Ausnahme, als die Regel.


    Ansonsten stimme ich dem Rest deines Beitrags zu. BMI = Indiz dafür, wie ein gesundes Gewicht aussieht, kein Indiz was overall health angeht.

  • Ich bevorzuge da dann doch eher den WHtR, den BRI und die Körperfettanalyse. Gerade wenn es um Körperfettverteilung und Muskelmasse geht. Was auch immer jeder für besser hält, bei mir hat egal was klar gesagt, dass ich damals krankhaft übergewichtig war. Mein ästhetisch positiver Punkt war zu dem Zeitpunkt, das Fett hat sich gut über den Körper verteilt. Also Thema Übergewicht und Aussehen war zumindest für mich kein Punkt, nicht mehr rauszugehen, ich muss aber Feliciá hier Recht geben, viele die ich kennen gelernt habe sind wirklich nur noch sehr selten raus gegangen, weil Sie sich sehr geschämt haben.
    Zu dem Zeitpunkt hatte ich wegen meinem Gewicht ein leichtes Bluthochdruckproblem, mehr nicht, allerdings habe ich gemerkt wie sich mein Körper verhält und auch abseits von Herz-Kreislauf-Problemen zu Problemen gekommen ist, ganz besonders im Magen-Darm-Bereich. Ich habe einen Reizdarm, der wurde aber massiv von dem Umstand getriggert wurde, dass ich so viel Gewicht hatte. Ach bevor ich es vergesse, 1,79m bei 129kg Spitzengewicht.
    Meine Krankenhausaufenthalte wegen dem Herzen haben laut Ärzten tatsächlich nicht wirklich was mit meinem ehmaligen gesunden Lebensstil zu tun gehabt, was mich selbst sehr gewundert hat. Als ich das erste mal wegen anhaltendem Herzrasen ins Krankenhaus gekommen bin und man gesagt hat dass der Troponin-Wert so hoch ist, dass der Verdacht auf einen Herzinfarkt im Raum steht und wir eine Herzkatheteruntersuchung machen müssen. Mein erster Gedanke war, "ok, jetzt kommt raus, dass ich fetter Versager mich so gehen lassen habe, dass meine Aterien usw. schon geschädigt wurden und ich im schlimmsten Fall einen Stent gesetzt bekommen muss und ich bin nicht mal 30. Letztendlich war nichts zu sehen und es hat sich herausgestellt, dass eine verschleppte Grippe zu einer Herzmuskelentzündung geführt hat. Mein Ansatz war ab da an trotzdem, "was mir jetzt passiert ist, sollte engültig an extremes Wahnsignal angesehen werden". Ab dem Zeitpunkt habe ich mich mehr bewegt und meine Ernährung deutlich umgestellt. Ganz besonders was Fleisch angeht und Süßkram, aber auch fettiges wurden radikal gekürzt. Ob RADIKAL in solchen Punkten immer so gut ist, kann ich pauschal nicht sagen, auf mich bezogen war es nicht schlimm, letztendlich geht es um meine Gesundheit und so gerne ich auch Süßkram usw. gegessen habe, da schei*e ich auch einfach drauf.
    Der Blutdruck ging auch zurück und ich konnte nach und nach die Medikamente dafür reduzieren, massig Kraft ist zurückgekehrt, ich gehe nicht mehr so schnell K.O. und die Psyche hat sich massiv zum positiven gewendet, allerdings nicht mal, weil ich mich jetzt etwas schöner finde. Mittlerweile wiege ich nur noch 87kg. Ich würde sagen in dem Bereich werde ich mein Gewicht auch halten. Muskulatur wurde genug aufgebaut, mehr brauche ich um ehrlich zu sein nicht, ich will einfach nur fit bleiben.

    Was das Thema Body Positivity angeht bin ich aber als ehemaliger krankhaft übergewichtiger Mensch mehr negativ als positiv eingestellt. Ich finde es vollkommen richtig, dass man für seinen Körper nicht geächtet werden sollte, das ist einfach asozial. Aber leider gibt es in dieser "Bubble" Leute, die diese Bewegung dafür nutzen um trotzdem ein krankhaften Lebensstil zu führen, auch wenn NOCH keine gesundheitlichen Schäden u.a. aufgetreten sind und dann Bodyshaming als Verteidigung in den Raum zu werfen. Ala ich habe schon 150kg auf den Rippen und schiebe mir trotzdem haufenweise ungesundes Essen in den Rachen, aber hey das ist gut so und das sollte man auch so sehen, alles andere ist Bodyshaming. Damit wurde ich tatsächlich schon mehrfach konfrontiert, da ich selbst immer gesagt habe, dass ich massiv übergewichtig war.

  • Deine eigene Quelle behauptet genau das Gegenteil: Im Bereich des Übergewichts ist der BMI am unpräzisesten

    In der Theorie, ja, weil man mit dezenter Muskelmasse leicht ins "Übergewicht" (laut Definition des BMI) kommen kann, sprich, man in dieser Range anhand des BMI am schwersten sagen kann, ob es an zu viel Fett oder Muskeln liegt, ohne andere Variablen zu betrachten. Allerdings ist viel Muskelmasse in unserer westlichen Gesellschaft eher die Ausnahme, als die Regel.


    Ansonsten stimme ich dem Rest deines Beitrags zu. BMI = Indiz dafür, wie ein gesundes Gewicht aussieht, kein Indiz was overall health angeht.


    Also sagst du selbst, dass es sehr leicht ist rein rechnerisch in die Übergewichts-Kategorie zu rutschen. 😅



    Ansonsten (nicht auf dich bezogen) ist es unmöglich und dämlich was man häufiger im Bezug auf Frauen liest, die vollkommen gesund und einfach gut aussehen.

    Gab eine eigentlich normal aussehende Nami-Cosplayerin aus One Piece, die dafür angegangen wurde nicht tatsächlich wie Nami auszusehen und das nicht nur von Männern. Like, muss man den Leuten wirklich erklären, dass Frauen Organe brauchen lol

    Und dann kommt das oft von Leuten, bei denen man schon zynisch denkt: du brauchst reden, Herbert / Giselinde.


    Oder sowas wie:

    "25-30 % Körperfett? Lol, ein Viertel bis ein Drittel deines Körpers besteht aus Fett!!"

    Kleiner Reminder nochmal wie 25-30 % Körperfett bei Frauen aussehen.





    Viele Leute haben eigentlich gar keinen Bezug mehr dazu wer wirklich übergewichtig ist.

    Wie gesagt, gab eine Befragung unter Volkschülern und diese finden Fotos von Marilyn Monroe dick (ua weil sie gerade im Bikini dasaß und ihr Bauch sich leicht gerollt hat, wie es auch normal-gewichtige, gesunde Körper nunmal tun, wenn man sitzt, oder glaub Celebs wie (die nun etwas ältere) Beyonce waren auch dabei.


    Die Industrie freut's halt.

    Diese Kids setzen sich als Teen / junger Erwachsener und merken, dass ofc ihr Bauch sich etwas rollt. Die werden die Kunden von Ozempic und co. von morgen.

    Wobei solche Medikamente natürlich legit für das sind, wofür sie entworfen wurden, aka Diabetes und sicherlich machen sie auch Sinn bei Adipositas.

    Wenn sich die Skala wer denn überhaupt als adipös angesehen wird, ständig nach unten verschiebt, dann nunmal nicht mehr.

  • Oder sowas wie: "25-30 % Körperfett? Lol, ein Viertel bis ein Drittel besteht aus Fett!!"

    Kleiner Reminder nochmal wie 25-30 % Körperfett bei Frauen aussehen.

    Agreed, agreed. Gerade bei Frauen ist es kritisch, mit dem Körperfett zu weit runter zu gehen, die 25-30% im Bild sind imo auch völlig normal. Ab 35% würd ich schon von Übergewicht sprechen, ab 45% ganz klar adipös. Rein visuell.


    Bin aber auch so, dass ich sage, unter 15% KFA würde ich wahrscheinlich nicht gehen, weil ich irgendwie den Sinn nicht sehe, 15-20% ist eigentlich ne gute Range für gute performance, well being und aesthetics.


    Sowas ist für mich schon ziemlich peak:



    So ähnlich sieht's bei mir mittlerweile auch schon aus. Würd ich so auf 20% KFA schätzen. Bisschen beefy und nicht wirklich shredded. 2 Mal die Woche pumpen und Pancakes und Torte zwischendurch. Ist doch eigentlich ein ganz geiler Lifestyle.

  • Wenn du/man 17% hat ist man finde schon sehr gut dabei. Wobei die Frau bei 30% schon athletischer als diejenige mit 20% aussieht.

    “I remember when my Dad told me as a kid, ‘If you want to catch a rabbit, stand behind a tree and make a noise like a carrot. Then, when the rabbit comes by, you grab him.’ Works pretty good until you try to figure out what kind of noise a carrot makes…” Bob Ross


  • Ja, ich stimme dir ja absolut zu und ist auch ein gesunder Zugang dazu.


    Viele männliche Teenager und auch Erwachsene heutzutage wären überhaupt nicht beeindruckt und würden ihn fett nennen. Was auch so geschehen ist. 😅


    Heute muss Mann viel pumpen, wenig essen und sich ordentlich dehydrieren.

    Und gewisse Kreise erzählen dann auch noch, dass so viele Frauen drauf stehen würden.


    Krank sowas, sry, Wolverine etwa war 2000 schon trainiert und fit:




    Und Henry Cavill be like: ich konnte schon nach zwei Tagen Wasser von weitem riechen. :upsidedown:




    Wenn du/man 17% hat ist man finde schon sehr gut dabei. Wobei die Frau bei 30% schon athletischer als diejenige mit 20% aussieht.


    Ich glaub, das ist der Kamerawinkel.




    Edit, hab den Chubbyemu-Short wiedergefunden:


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  • Agreed, agreed. Gerade bei Frauen ist es kritisch, mit dem Körperfett zu weit runter zu gehen, die 25-30% im Bild sind imo auch völlig normal. Ab 35% würd ich schon von Übergewicht sprechen, ab 45% ganz klar adipös. Rein visuell.

    Ich hab jetzt länger überlegt und recherchiert, ob ich zu dem von Bastet geposteten Bild irgendwas beitragen kann, und bin durch meinen YT Algorhythmus auf ein ganz passendes Video gestoßen, das Jeff Nippard vor einer Weile produziert hat *klick*

    Es geht aus dem geposteten Bild nicht so hervor, wie aus dem Video, weil auch einfach Kontext fehlt. Mit 28% Körperfettanteil als Frau bist du beispielsweise deutlich leaner als 90% aller anderen Frauen in Amerika, obwohl man bei 28% jetzt als Laie wahrscheinlich nicht denken würde, dass jemand super trainiert/muskulös ist.

    Ich finde es prinzipiell auch deutlich besser, auf lean mass/fat mass zu schauen, statt einfach zu sagen "du wiegst x kg? Du bist definitiv zu fett", einfach weil sehr viel Kontext fehlt, wie halt auch Masseverteilung, Hormone und auch die Betrachtung dessen, dass afab Personen idr immer einen höheren Grundfettanteil behalten müssen. 20% Körperfett an einer Frau sind nochmal mehr lean, als 20% an einem Mann. Ich finde trotzdem dass visuelle Vergleiche ggf. ziemlich schädlich sein können, gerade wenn ich mir die Eating Disorder Social Media Bubble anschaue, in der Dinge wie Bodychecks, Fatspo/Thinspo und Co. an der Tagesordnung stehen. Nicht, dass das jetzt die Intension hinter dem geposteten Bild war, aber sich visuell mit anderen zu vergleichen ist in Betrachtung der eigenen Gesundheit immer ein bisschen schwierig.

    Gehe aber komplett damit mit, wenn man sagt, dass Leute inzwischen gar keinen Plan mehr haben, wie "Adipositas" wirklich aussieht, und dass halt auch hier oft pretty privilege reinspielt, im Sinne dessen, welche Fettverteilung als konventionell attraktiv gesehen wird, und welche nicht. Leute, die Fett im Torosobereich ansetzen, während andere Menschen eine gleichmäßigere Fettverteilung haben, fallen hier imo schneller durchs Raster, weil "ein bisschen speckig überall" halt irgendwie deutlich vorteilhafter aussieht, als eine relativ breite Midsektion.

  • Agreed, agreed. Gerade bei Frauen ist es kritisch, mit dem Körperfett zu weit runter zu gehen, die 25-30% im Bild sind imo auch völlig normal. Ab 35% würd ich schon von Übergewicht sprechen, ab 45% ganz klar adipös. Rein visuell.

    Ich hab jetzt länger überlegt und recherchiert, ob ich zu dem von Bastet geposteten Bild irgendwas beitragen kann, und bin durch meinen YT Algorhythmus auf ein ganz passendes Video gestoßen, das Jeff Nippard vor einer Weile produziert hat *klick*

    Es geht aus dem geposteten Bild nicht so hervor, wie aus dem Video, weil auch einfach Kontext fehlt. Mit 28% Körperfettanteil als Frau bist du beispielsweise deutlich leaner als 90% aller anderen Frauen in Amerika, obwohl man bei 28% jetzt als Laie wahrscheinlich nicht denken würde, dass jemand super trainiert/muskulös ist.

    Ich finde es prinzipiell auch deutlich besser, auf lean mass/fat mass zu schauen, statt einfach zu sagen "du wiegst x kg? Du bist definitiv zu fett", einfach weil sehr viel Kontext fehlt, wie halt auch Masseverteilung, Hormone und auch die Betrachtung dessen, dass afab Personen idr immer einen höheren Grundfettanteil behalten müssen. 20% Körperfett an einer Frau sind nochmal mehr lean, als 20% an einem Mann. Ich finde trotzdem dass visuelle Vergleiche ggf. ziemlich schädlich sein können, gerade wenn ich mir die Eating Disorder Social Media Bubble anschaue, in der Dinge wie Bodychecks, Fatspo/Thinspo und Co. an der Tagesordnung stehen. Nicht, dass das jetzt die Intension hinter dem geposteten Bild war, aber sich visuell mit anderen zu vergleichen ist in Betrachtung der eigenen Gesundheit immer ein bisschen schwierig.

    Gehe aber komplett damit mit, wenn man sagt, dass Leute inzwischen gar keinen Plan mehr haben, wie "Adipositas" wirklich aussieht, und dass halt auch hier oft pretty privilege reinspielt, im Sinne dessen, welche Fettverteilung als konventionell attraktiv gesehen wird, und welche nicht. Leute, die Fett im Torosobereich ansetzen, während andere Menschen eine gleichmäßigere Fettverteilung haben, fallen hier imo schneller durchs Raster, weil "ein bisschen speckig überall" halt irgendwie deutlich vorteilhafter aussieht, als eine relativ breite Midsektion.


    Natürlich, ich verstehe den Einwand von dir.


    Aber mit reinen Prozentzahlen hat man imo keine visuelle Vorstellung davon wie 25-30 oder 35% Fett an einer Frau wirklich aussehen (in den meisten Fällen).

    Ein Viertel bis ca. ein Drittel der Körpermasse klingt auf manche sehr viel: manche Leute stellen sich darunter bereits schwere Adipositas vor, weil es halt nach viel klingt, es jedoch nicht ist.

  • Hat der BMI-Wert denn auch Aussagekraft wenn man seit etwa 2-3 Jahren in der Pubertät ist?

    Es gibt extra BMI-Rechner für Jugendliche. Ich persönlich glaube aber generell nicht so sehr an den BMI, zumindest nicht in der Feinskalierung. Wenn dir dein BMI sagt, dass du leicht Unter/oder Übergewicht hast, würde ich mir da keine Sorgen machen. Wenn dein Wert jedoch sehr in die Extreme geht, würde ich vielleicht versuchen, etwas zu unternehmen (Sport etc.). Wenn es aber so schlimm ist, sieht und merkt man das aber auch ohne den BMI-Rechner.