Gefühlschaos


  • Feurige Gefühle




    Kurzgeschichte zu Feurige Leidenschaft



    -






    Liebe Leserinnen und Leser,


    ich habe einen Krampf in der Hand, ha ha. Okay, das liegt daran, dass ich gerade 4 Stunden durch gezeichnet habe, um das Bild zu zeichnen (Titelbild), autschi. Ja, tut verdammt weh meine Hand, aber ich hoffe, ihr freut euch darüber.


    Feurige Gefühle also ... Hierbei handelt es sich um eine Kurzgeschichte zu Feurige Leidenschaft, aber es ist nicht notwendig, dass man Feurige Leidenschaft kennt. Feurige Gefühle steht für sich und ist in sich abgeschlossen. Kann man also bedenkenlos lesen. Praktisch ist es nur, wenn man Feurige Leidenschaft kennt, weil man dort noch ein wenig mehr die Charaktere kennen gelernt hat.


    Heute ist der 14.02.2017 - Nicht, dass dieser Tag für mich eine Bedeutung hat. Er spielt in meinem Leben keine Rolle, aber ich dachte mir, dass es vielleicht für meine Leser schön wäre diese Geschichte zu schreiben.
    Deswegen habe ich sie auch in erster Linie für all diejenigen geschrieben, die großer Fan von meiner FF Feurige Leidenschaft sind und vor allem Louna & Soul sehr gerne mögen. Ich erwarte von euch deswegen auch Feedback! ^___^ Enttäuscht mich bitte nicht, das würde mir das Herz brechen. Ich bin so neugierig, wie ihr diese Geschichte findet. Schön? Doof? Sollte ich zukünftig lieber sein lassen? Haut mir euer Feedback um die Ohren!
    (Leider gibt es schon seit Monaten überhaupt kein Feedback mehr zu Feurige Leidenschaft. :( )


    Btw. freue ich mich immer über schriftliches Feedback, egal ob als Kommentar oder per privater Nachricht. An dieser Stelle also noch mal ein großes Dankeschön, die mir all das zukommen lassen. Ihr macht mein kleines graues Leben ein bisschen heller ... oder so. Klingt doof, ich weiß. Aber ich freue mich immer wirklich sehr darüber! Und das meine ich auch so, wie ich es sage.


    Joar, dann wünsche ich allen mal viel Spaß beim Lesen, falls ihr nicht schon durch seit. Yippih ja yeah!


    Lieben Gruß
    Alexia Drael


    >>> UMFRAGE <<<


  • Hallo Lexi,


    mit der Geschichte hast du dir ja richtig Mühe gegeben und eigentlich war es auch nur eine Frage der Zeit, bis Alola auch in der Feurigen Leidenschaft Einzug findet. Zumindest ein paar der Alola-Formen sind ja schon in Spezialkapiteln vorgekommen und jetzt soll es also eine ganze Reise in die Region sein. Ich weiß nicht, trotz des Auftrags von Professor Platan wirkt das Ganze doch eher wie ein Urlaub, den Louna und Soul aus Jux geplant haben. Und man merkt zumindest, dass sie mit den hiesigen Gepflogenheiten nicht vertraut sind und auch nicht so viele Informationen über die Region beschafft haben, aber das soll mal nicht so schlimm sein. Du baust viele verschiedene Eindrücke ein, die man schon von den Spielen kannte (PokéMobil), wie auch die unterschiedlichen Landschaftsbilder gut zur Geltung kommen. Schön ist auch zu sehen, dass bereits einige Veränderungen in den Teams zu sehen sind; Rutena beispielsweise. Da hat sich Fabula ja wirklich gut gemacht.
    Ich find's jedenfalls witzig, dass der Auftrag ausgerechnet ein schillerndes Miniras umfasst, das wegen seiner rosafarbenen Herzschuppe so auffällt. Zum Valentinstag natürlich noch passender, wobei die Chance eines zu finden eh schon gering war. Zu erwarten war trotzdem, dass den beiden gegen Ende eines begegnet. Es ist diese kleine Überraschung nach dem hitzigen Gefecht, die dann noch für ein schönes Ende sorgt und auch hier wirkt.
    Dass du Wolwerock sehr magst, hat man gemerkt, auch wenn ich den Kampf im Endeffekt als recht unübersichtlich empfunden habe. Aus gefühlt allen Richtungen ist etwas gekommen und dadurch fiel es mir selbst recht schwer, den Überblick zu bewahren. Ich schätze aber mal, dass das auch dein Ziel war, um diesen Wirbel besser darzustellen.


    Schlussendlich hat mir die Geschichte wirklich gefallen und ich bin schon gespannt, ob noch ein Abenteuer in Alola folgt. Wir lesen uns!


  • Reim mir ...




    Verschiedene Gedichte



    -


    Perfektion wird man vergeblich suchen. Gedichte schreibe ich nicht, damit sie technisch einwandfrei sind, sondern um Gefühle und Gedanken zu übertragen. Um etwas damit auszudrücken, egal was. Die Silbenanzahl ist mir egal, der Rhythmus ist subjektiv zu betrachten und wie man es interpretieren kann, ist am Ende jedem Leser selbst überlassen. Ich schreibe keine Gedichte, um irgendwem etwas zu beweisen, wie toll ich es kann. Ich schreibe keine Gedichte, um bei irgendwelchen Wettbewerben zu gewinnen. Ich schreibe nur Gedichte, um etwas auszudrücken. Perfektion wird man vergeblich suchen.


    Es sind viele verschiedene Verszeilen, mal mit mehr Reim, mal mit weniger. In welchen Jahren sie entstanden sind, weiß ich auch nicht mehr. Es ist lange her. Keines ist jünger als 3 Jahre, das heißt, sie sind alle sehr viel älter. Sie entstanden aus Gefühlen heraus, aus Gedanken oder wurden geschrieben, um in einer Geschichte verwendet zu werden. Welches Gedicht wohin gehört, für was es geschrieben worden war, wird an dieser Stelle nicht gesagt. Es sind einfach Verszeilen aus der Vergangenheit. Gut, schlecht, emotional, dunkel, fröhlich ... es ist alles dabei.



    Allein


    Allein, allein, ich bin immer nur allein
    Allein, allein, ständig muss ich’s sein
    Allein, allein, ich bin immer nur allein
    Allein, allein, ständig muss ich’s sein


    Da sitze ich schon hier
    mitten im Visier
    Und keiner achtet auf mich
    So als gäb’s mich einfach nich’
    Das kann doch gar nicht sein
    ich bin hier so allein


    Allein, allein, ich bin immer nur allein
    Allein, allein, ständig muss ich’s sein
    Allein, allein, ich bin immer nur allein
    Allein, allein, ständig muss ich’s sein


    Dunkel wie die Nacht,
    geb’ ich immer Acht
    Doch keiner kommt hier her
    Ich sehne mich so sehr
    Niemand ist bei mir
    es gibt einfach kein wir


    Und ich bin wieder allein
    Kann gar nicht sein
    Niemand ist hier
    Kommst du nicht zu mir?


    Allein, allein, ich bin immer nur allein
    Allein, allein, ständig muss ich’s sein
    Allein, allein, ich bin immer nur allein
    Allein, allein, ständig muss ich’s sein





    Wir







    R E K O M M I


    Danke @Rusalka für dein Feedback.
    [spoiler]

    mit der Geschichte hast du dir ja richtig Mühe gegeben


    Äh, ich schätze, dass kann man auch falsch verstehen. Denn es klingt so, als wenn ich sonst mir nicht so eine Mühe machen würde, was falsch ist. Egal welches Kapitel, egal welche Geschichte; ich investiere immer sehr viel Mühe und Arbeit in jede einzelne Zeile, mache mir unglaublich viele Gedanken dazu und benötige unzählige Stunden, teilweise mehrere Tage, bis ein Werk vollendet ist. Für Feurige Gefühle habe ich mehr als einen Tag gebraucht. Was sicher auch nicht verwunderlich ist bei über 13000 Wörtern. Die Geschichte ist relativ lang, weswegen man es auch nicht als Kurzgeschichte bezeichnen kann. Ich sollte wohl den Begriff One Shot benutzen, aber ich hasse Denglisch und tue mich da eher schwer es einzugliedern. Na ja, ist ja auch egal. Am Ende ist die Länge sowieso irrelevant, denn es kommt auf den Inhalt eines jedes Werkes an und wie es umgesetzt wurde.


    trotz des Auftrags von Professor Platan wirkt das Ganze doch eher wie ein Urlaub


    Es ist ein Urlaub. Der Auftrag des Professors ist nur eine Nebensächlichkeit, die im Grunde gar keine so große Rolle spielt. Aber wenn schon mal Louna und Soul nach Alola fahren, dann wollte ich das auch einfach mit einbringen, da Louna ja so oder so für den Prof arbeitet. Ich bin mir sicher, dass Louna und Soul viel Spaß in Alola haben werden, auch wenn ich diese Zeit nicht ausschreiben werde. Es war tatsächlich auch mehr für den Valentinstag gedacht, um genau die Leser von mir glücklich zu machen, die eben ein großer Fan von den beiden Charakteren sind. Vor allem in ihrem Zusammenspiel, gemeinsam und nicht getrennt. Bis überhaupt in der Hauptgeschichte dieser Punkt erreicht werden kann, wird noch zu viel Zeit gebraucht, deswegen war Feurige Gefühle auch ein kleiner Vorgeschmack, wenn man es so will.


    Ich find's jedenfalls witzig, dass der Auftrag ausgerechnet ein schillerndes Miniras umfasst, das wegen seiner rosafarbenen Herzschuppe so auffällt.


    Klar! Ich wollte schließlich auf ein Alola-Pokémon eingehen und nicht das typische Liebiskus missbrauchen. Das wäre auch zu langweilig, auch wenn es natürlich vorkommt. Außerdem bietet sich Miniras perfekt dafür an, denn welches Pokémon sonst kann so ein süßes Herz vorweisen? Passend dazu ist die schillernde Version auch noch in rosa, weswegen es sich doppelt und dreifach anbietet! Welches sonst, wenn nicht dieses? Ich persönlich mag auch sehr gerne Miniras. Es ist ein süßes Pokémon, von daher hat es sich seinen Platz redlich verdient.


    Schlussendlich hat mir die Geschichte wirklich gefallen und ich bin schon gespannt, ob noch ein Abenteuer in Alola folgt.


    Darauf wollte ich hinaus! Dass sich meine Leser darüber freuen. Ich hoffe, der Rest tut es auch. Es wäre sonst schade. Mehr Meinungen dazu würden mir sehr gefallen.
    Alola selbst reizt mich persönlich sehr, aber eine Alola-Geschichte als solche möchte ich nicht anfangen. Nicht solange ich noch meine Feurige Leidenschaft habe. Das reicht vollkommen aus, aber ich denke mal, es wird immer wieder Kurzgeschichten geben, ob nun direkt in Alola oder in Kalos sei mal dahin gestellt. Die Alola-Pokémon dürfen aber natürlich nicht fehlen, sowie ich auch aus anderen Regionen Exemplare mit benutzen werde. Natürlich immer nur dann, wenn es meiner Meinung nach passt oder wenn mich etwas reizt oder wenn ein Leser mich um einen Auftritt eines speziellen Pokémon bittet. Möglich ist bekanntlich alles. Was ich letztlich umsetze, wird man dann schon sehen.


    Bis bald.
    ~Lexi
    [/soiler]


  • Im Mondlichtschein




    Geschichte



    -


    Liebe Leserinnen und Leser,


    im Jahr 2016 wurde ich durch die Gespräche mit einem besonderen Menschen zu dieser Geschichte inspiriert. Eigentlich war zuerst das Bild im Kopf da (siehe Titelbild) und die Geschichte selbst hat sich nebenbei dazu entwickelt. Leider bin ich erst 2017 dazu gekommen diese Geschichte niederzuschreiben, aber trotz ihres dramatischen Eigenlebens, welches sie entwickelt hatte, denke ich, dass sie doch lesenswert ist.


    Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen. Es ist eine Geschichte zum Nachdenken, also lasst mich gerne an euren Gedanken dazu teilhaben. Das würde mich sehr interessieren!


    Lieben Gruß
    Alexia Drael



    Kinder sollten diese Geschichte vielleicht nicht unbedingt lesen.







    Es war tiefste Nacht, als ich mich im Wald verirrte und auf eine kleine Lichtung kam, um ihm dort zu begegnen.
    Zuerst durchströmte mich ein solcher Schrecken, dass mir der Atem weg blieb. Würde hier nun alles für mich enden?
    Doch als ich genauer hinsah, konnte ich noch etwas anderes erkennen ...



  • Hey Alexia,


    ich hab die letzte Geschichte von dir noch nicht ganz durchgelesen, aber ich bin zu ungeduldig, daher muss ich jetzt erstmal was kommentieren.^^''
    Dein Schreibstil ist ziemlich fortgeschritten, das fällt sofort auf. Du weißt, wie man mit Absätzen arbeitet und wie man Spannung erzeugt und dran bleibt. Vor allem die Ich-Erzählweise funktioniert hier sehr gut. Inhaltlich hatte mich die Story sofort. Ich mag solche mysteriösen Fantasy-Geschichten. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und beschrieben und man versteht kann sich schnell in sie hinein versetzten und ihre Standpunkte und Wesenheiten verstehen. Ich würde mal vermuten das Ganze ist so in der frühen Neuzeit bis Neuzeit(16.-18. Jhd.) angesiedelt, oder? Genau der richtige Zeitrahmen. Witziger Weise tüftel ich auch grade an einer mysteriösen Geschichte. Man fragt sich natürlich zwischendurch das ein oder andere Mal, woher genau die Inspiration für so eine sehr spezielle und ausgefallene Idee kommt. Ein gefallenes Einhorn liest man nicht jeden Tag. Selbst in der aktuellen Fantasy-Literatur ist das mal was echt Erfrischendes. So ich muss es jetzt noch weiter lesen. Es gefällt mir sehr.

  • Okay, mal sehen... Wie vielen Leuten wollte ich denn noch Kommentare schreiben? Oha, so viele sind das... Dann gehen wir mal alphabetisch vor und beginnen bei A wie Alexia.


    So, ich hatte eigentlich schon vor längerer Zeit einen Blick auf Feurige Gefühle geworfen. Dummerweise muss ich eingestehen, dass ich Feurige Leidenschaft noch nicht gelesen habe, allerdings ist das in der Tat zumindest zum Verständnis dieser Geschichte nicht notwendig - ich konnte auch so ganz gut die Charaktere verstehen und war auch ziemlich angetan von ihnen. Die Beziehung zwischen Louna und Soul wirkt sehr natürlich und mir gefallen insbesondere die romantischen Stellen in der Erzählung. Tatsächlich bietet ja die Alola-Region auch so einiges an passenden Schauplätzen - einen Strandspaziergang am Abend hatte ich von Anfang an erwartet. Allerdings geht es dann ja auch weiter in ein bisschen unwegsamere Gegenden wie den Canyon von Poni, was ein bisschen Abenteuerfeeling aufkommen lässt, umso mehr, da ja auch ein Kampf mit wilden Pokémon folgt. Bei diesem wiederum finde ich es gut, dass Louna auch mit ihren Pokémon kämpft, was jetzt vielleicht ein bisschen verwunderlich klingt, da das ja eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Aber wenn ich mal so über Filme und Serien allgemein nachdenke, dann scheint es leider immer noch allzu oft vorzukommen, dass die weiblichen Charaktere - um es mal sehr höflich auszudrücken - wenig aktiv sind. Und weil ich das nicht leiden kann, finde ich es gut, dass es in deiner Geschichte nicht darauf hinausläuft.
    Mir hat auch das Ende sehr gefallen - ich hatte zunächst auf jeden Fall damit gerechnet, dass so ein Miniras auftauchen würde; als dann aber Soul die Herzschuppe hervorholte, war ich mir darüber nicht mehr ganz sicher, da es diese als alleinstehender Ersatz meiner Ansicht nach auch getan hätte. Dennoch schön zu lesen, dass die beiden schließlich doch noch so ein besonderes Pokémon sehen konnten, zumal die Legende darum auch irgendwo nachvollziehbar ist.
    Insgesamt habe ich die Geschichte sehr gemocht - habe beim ersten Durchlesen kaum gemerkt, dass sie eigentlich doch relativ lang war (zumindest, wenn man wie ich so oft Texte mit maximal 1500 Wörtern liest, hihi) - und am Ende hatte ich dann auch Lust, mir mal die genaueren Hintergründe dazu anzusehen. Ich bin mir sicher, dass ich mich demnächst mal in Feurige Leidenschaft einlesen werde.


    So, und weil ich mir auch die Zeit genommen hatte, Im Modlichtschein zu lesen, will ich dazu auch ein bisschen was schreiben (oder halt ein bisschen mehr). Zunächst einmal ist mir aufgefallen, dass man da Kritik an mehreren Sachen herauslesen kann: An religioösen Vorstellungen zum Beispiel, aber vielleicht auch etwas allgemeiner gesprochen generell an einer gewissen "Engstirnigkeit", in der man neue und fremde Dinge ablehnt. Letzteres nimmt dann eben hier spezifisch die Gestalt von Ersterem an. Man erkennt hier insbesondere auch den Aspekt der Heuchelei - die Menschen nehmen beispielsweise Cassandras Hilfe in Anspruch, verachten sie aber dennoch und mit einer tatsächlichen Hochhaltung von Werten ist es auch nicht weit her, da sie sich nicht selten grausam oder zumindest sehr fragwürdig verhalten.
    Und damit kann man gleich zur Hauptfigur kommen, denn sie bekommt das ja auch öfter zu spüren, am Ende dann natürlich noch stärker. Mir gefällt da insbesondere die Konklusion, dass der einzige Grund für ihr Bleiben Cassandra war, denn Selena wirkt nun einmal so, als würde sie so gar nicht in dieses Dorf passen: Ihr nicht selten recht aufgeklärt wirkendes Denken bildet einen starken Kontrast zu den von Religion und Aberglauben beherrschten Ansichten der anderen Dorfbewohner und bildet ein Fundament für tatsächliche Menschlichkeit, die fast alle anderen vermissen lassen. Hinzu kommt natürlich, dass sie aufgrund der Tatsache, dass ihr Vater sie schlägt und ihre Mutter dabei zusieht, eine starke Motivation dafür hat, ihr Zuhause (wenn man es denn als solche bezeichnen will) zu verlassen.
    Bei dem Mord (?) hat sich dann ein wenig meine Vorliebe für Krimis gemeldet. Ich schreibe dieses Fragezeichen in Klammern dahinter, weil ich aufgrund der hier geschilderten Fakten nicht mit absoluter Gewissheit sagen kann, ob es einer war, auch wenn einiges darauf hindeutet - dass es ein Selbstmord war, kann man anzweifeln, weil man, um sich an dem Baum zu erhängen, wohl entweder auf einen Stuhl oder so etwas steigen oder aber auf den Baum klettern und dann mit dem Seil um den Hals von einem Ast springen müsste, der hoch genug ist. Was Ersteres betrifft, so schien nichts dergleichen in der Nähe zu sein und die zweite Möglichkeit scheint bei einem Trunkenbold doch ein wenig unwahrscheinlich bzw ist sie zu umständlich, als dass er sie wählen würde. Folglich war ein Suizid eher auszuschließen und anscheinend ist es wohl ein von Ludwig verübter Mord, auch wenn man seine Worte nicht unbedingt als eindeutiges Geständnis verstehen muss. Wäre das ein Krimi, wäre er wahrscheinlich jemand, der den Leser vom wahren Täter ablenken soll. :P Da es das aber nicht ist, nehme ich an, dass er als Täter konzipiert ist. Hier wiederum zeigt sich dann eventuell auch eine andere negative Ausprägung der religiösen Anschauungen, die die Dorfbewohner haben - zwar erwähnt Ludwig nicht direkt, dass er es aus einer derartigen Motivation getan hat, aber es geht in die Richtung. Ich hab mich an der Stelle kurz gefragt, was mit "den anderen", die es ebenfalls "verdient" haben, gemeint ist - entweder gehen auch noch andere Dinge auf sein Konto oder aber er hatte noch vor, auch andere umzubringen.
    Naja, genug von diesem Verbrechen. Im weiteren Verlauf trifft Selena dann ja auf das geflügelte Einhorn bzw. das einfach gehörnte Pegasus. Witzigerweise habe ich dem Bild ein wenig so reagiert wie sie selbst und mich vor dem Lesen gefragt, ob das ein Einhorn oder ein Pegasus auf dem Bild war. Aber ich bin dann auch davon ausgegangen, dass es wohl eine Mischung ist (oder dass vielleicht auch in manchen Mythen das eine zusätzlich mit den Attributen des anderen hätte dargestellt worden sein können und dass ich das einfach nur nicht wusste - scheint aber nicht der Fall zu sein). Hm.
    Jedenfalls - ich bin mir nicht sicher, was dieses Wesen denn nun genau sein oder bedeuten soll - und das Gleiche gilt eigentlich auch für seine Verletzungen. Es scheint neben seinem physischen Auftreten in der Geschichte auch eine symbolische Bedeutung zu haben und etwas zu repräsentieren, aber ich bin nicht sicher, was genau. Wenn ich nun seine Verletzungen so verstehe, dass das, was es repräsentiert, in irgendeiner Weise angeschlagen ist, dann ergeben sich natürlich gewisse Möglichkeiten, aber ob eine davon stimmt (und wenn ja, welche), lässt sich jetzt für mich nicht mit Sicherheit feststellen. Man kann es natürlich als Symbol für die Werte verstehen, die die Dorfbewohner generell vernachlässigen. Das würde Sinn ergeben; dass es schließlich auch heilt/zu heilen scheint, kann dann an der Zuwendung durch Selena und später auch Cassandra liegen. Andererseits wäre es auch möglich, es als eine Art Erweiterung von Selenas eigenem Selbst zu sehen - auch sie wird oft verletzt und hat zu der Zeit, wo sie das Wesen findet, ja auch eine physische Verletzung am Kopf, da erkennt man also durchaus Parallelen. Aber wie gesagt, ich bin nicht vollständig sicher, welche Bedeutung es genau haben könnte.
    Das Ende schließlich konnte man wohl erahnen - bei all dem Misstrauen, dass im Dorf herrschte, schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis es Cassandra traf. Allerdings gibt das, auch wenn es ein echt schreckliches Ereignis ist, Selene den endgültigen Anlass, das Dorf zu verlassen, was sicherlich nur gut für sie ist.
    Übrigens habe ich mich gefragt, wo genau noch der Fremde ins Spiel kommen würde - das hat sich natürlich dann zum Ende hin geklärt. Eine Verbindung zu dem geflügelten Einhorn konnte man wohl vermuten. Eigentlich hatte ich auch gedacht, dass vielleicht noch Selenas Bruder irgendwann auftauchen könnte, weil er ja zu Beginn erwähnt wird und hinter so einer Bemerkung ja manchmal mehr stecken kann, als man zunächst denken mag. Im Endeffekt war das anscheinend nicht der Fall - ich hatte überlegt, ob er der Fremde sein könnte oder mit dem geflügelten Einhorn in Verbindung gebracht werden könnte, was wohl als verneint betrachtet werden kann. Allerdings ist er quasi im übertragenen Sinn am Ende anwesend - denn Selena folgt ja gewissermaßen seinem Beispiel. Das "Lebe!" von Cassandra darf man dabei wohl nicht einfach nur im Sinne von "leben an sich" verstehen, sondern wohl auch als Aufforderung, "wirklich" zu leben.
    Jedenfalls, auch diese Geschichte habe ich echt gerne gelesen und vielleicht sind ja meine Gedanken dazu von Interesse für dich.


    Ach, eins wollte ich noch ansprechen, weil es mir so als der einzige systematische Fehler aufgefallen ist. Oder, naja, was heißt Fehler? Es ist halt so, dass du gelegentlich so Konstruktionen mit doppeltem Plusquamperfekt verwendest, die eigentlich nicht wirklich üblich sind. Kann sein, dass man die verwenden kann, ich sehe die halt nur sonst nie und verwende sie auch nicht selbst. Nur als Anmerkung.


    Und damit verabschiede ich mich und wünsche dir noch ein schönes Wochenende. :)

  • Okay Alexia, hier eine Ergänzung zu meinem anderen Kommentar.


    Ich habe die Geschichte mit dem Einhorn nun durchgelesen. Ich fand es sehr spannend zu lesen. Es hat sich inhaltlich anders entwickelt, als ich es erst gedacht hatte. Ich hatte erst gedacht, dass man noch mehr über das Einhorn erfährt. Aber wohl möglich ist das gar nicht das Ansinnen gewesen. Die ganze Geschichte erscheint nun mehr wie eine große Metapher. Ich mochte Cassandra, ich war ziemlich überrascht, als sie so abrupt ein Ende fand. Ja das mit der blinden Religiosität ist ne schwierige Sache. Mich würde ernsthaft nochmal interessieren, wofür genau das Einhorn/Mallkuar steht. DU hast ja eingangs schon eine Art persönlichen Hintergrund erwähnt. Es kann aber auch sein, dass sich das eher auf die familiäre Situation von Selenas Familie bezog. Häusliche Gewalt und kaputte Kind-Eltern-Beziehungen sind auch ein ernstes Thema. Ich dachte erst, es ist einfach ne coole Fantasy-Geschichte, was es auch ist, aber sie ist wie angedeutet auch sehr sinnbildlich . Es hat mich sehr nachdenklich gemacht. Der Kommentar scheint gerade etwas ungeordnet, weil mit gerade sehr viel auf einmal durch den Kopf geht. Ich werde wohl noch ein wenig darüber sinnieren müssen.^^
    Ich bleibe aber dabei, dass es mir sehr gefallen hat. Du hast großes Potential als Autorin. Wenn in dem Stil mal ein Roman(ich liebe Fantasy) erscheint, würde ich ihn lesen.


  • Lagerfeuergeflüster




    Verborgene Tränen - Kurzgeschichte zu Feurige Leidenschaft



    -


    Hallo liebe Leserinnen und Leser!

    Das "Lagerfeuergeflüster" sei hiermit eröffnet. Ab sofort werde ich diesen wunderschönen Titel immer oben mit dazu schreiben, so dass ihr gleich wisst: "Aha! Da kommt eine Kurzgeschichte zu Feurige Leidenschaft!" Jab, es ist mal wieder so weit. Da die Kurzgeschichten zu den Chars nicht direkt bei Feurige Leidenschaft ins Thema kommen, muss mein Gefühlschaos dafür herhalten, weswegen ich mir einen Extratitel für die Kurzgeschichten ausgedacht habe, die natürlich alle ihren personifizierten Titel zusätzlich haben. Es wird immer wieder Kurzgeschichten geben, daher passt das ganz gut. Auf Fanfiktion.de gibt's das Lagerfeuergeflüster als alleinstehendes Thema, was für noch mehr Übersicht sorgt.

    Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen und hoffe gerade meinen Feurige Leidenschaft Lesern damit eine Freude gemacht zu haben. :)  
    LG eure Lexi




    R E K O M M I


    Hoppla, zwei Monate sind vergangen und ich bin euch immer noch ein Rekommi schuldig. Sorry, Jungs, das hole ich jetzt nach! @epimonandes & @Thrawn



  • Eisherz




    Gedicht



    -


    Dieses Gedicht habe ich für die Collab "Lies mir ein Gedicht vor!" geschrieben. Das war das erste Mal und vermutlich auch das einzige Mal, dass ich bei einer Collab teilnehme. Das Gedicht selbst hat für mich persönlich noch eine besondere Bedeutung, aber interessant war es auch, dass mal jemand anderes außer ich selbst ein Werk von mir vorliest. Vielen Dank deswegen direkt an @Dusk, der sich so unerwartet damals zur Verfügung gestellt hatte. War ne coole Sache. :)  
    Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.




    Eisherz

    Ein leises Tropfen im Mondlichtschein,
    warte ich sehnsuchtsvoll ganz allein.
    Ein leises Flüstern bringt der Eiswind,
    so weine ich Tränen wie ein Kind.

    Ein schauriger Laut dringt durch die Nacht,
    lässt erst mein Herz pulsieren ganz sacht.
    Ein schauriger Schrei dringt durch den Wald,
    in meinem Inn‘ren ist mir so kalt.

    Ein sehr zartes Stimmchen ruft nach mir,
    ich glaube es nicht, du bist nicht hier!
    Ein sehr zarter Riss geht durch mich durch,
    lässt mein Herz stärker klopfen vor Furcht.

    Ein fester Panzer liegt um mein Herz,
    hält mich gefangen in meinem Schmerz.
    Ein fester Kuss auf meine Lippen,
    springt mein Herz über die Klippen!

    Die Mauer bricht in Tausend Scherben,
    bin ich frei oder muss ich sterben?
    Das Eis schmilzt und du als Sonne scheinst
    mit Tränen in Augen, denn du weinst.

    Solang‘ warte ich schon auf dein Licht,
    damit du mir zeigst, die wahre Sicht.
    Nun spür‘ ich deine Wärme in mir,
    lässt die Liebe erwachen zu dir.

    Hand in Hand führst du mich von hier fort,
    schnell weg von diesem grässlichen Ort!
    Nie wieder im Dunklen versinken,
    nie wieder vom kalten Fluss trinken.


  • Ein Klavier, ein Klavier!...nein Moment, das war Loriot
    *räusper*
    Ein Gedicht, ein Gedicht!


    ...welch vorzüglicher Anblick bot sich meinen Sehorganen, als sie vernahmen, dass hier ein Gedicht gepostet wurde.^^
    Gucken wir uns die Sache mal an. Erstmal die Formalien: Zu aller erst möchte ich anmerken, dass alles nun Folgende allein und ausschließlich meiner subjektiven Wahrnehmung entspringt und nicht etwa eine (Be-)Wertung darstellen soll, sondern lediglich widergibt, was ich beim lesen gedacht habe. Die Reimform ist durchweg ident, das mag ich, weil ich auch ein Freund des Paarreims bin. Das Metrum scheint manchmal etwas zu variieren, was es etwas schwieriger macht eine passende Lesart zu finden. Das mag aber wohl vom Autor so angedacht sein. Weit abseits irgendeiner Wertung, hier ein paar Stellen, die ich(subjektiv) anders gedichtet hätte: 1. Strophe: ''...bringt der Eiswind, so weine ich Tränen wie ein Kind''-->''...bringt der Wind, so weine ich Tränen wie ein Kind.'' 3. Strophe: ''Ein zarter Riss geht durch mich durch, lässt mein Herz stärker klopfen vor Furcht.''-->''...geht durch mich durch, mein Herz klopft lauter und schneller vor Furcht.'' 4. Stophe: '' Ein fester Kuss auf meine Lippen, springt mein Herz über die Klippen.''-->''...auf meine Lippen, meine Herz springt über tausend Klippen.'' 5. Strophe: ''Die Mauer bricht in tausend Scherben, bin ich frei, oder muss ich sterben?''-->''...bricht in tausend Scherben. Bin ich frei? Muss ich gar sterben?'' 7. Strophe: ''Nie wieder im Dunkeln versinken, nie wieder vom kalten Fluss trinken.''-->''...Dunkeln versinken, nie wieder in Kälte ertrinken.''
    So das erstmal dazu, über den ganzen formalen Detailkram mögen sich die Germanisten dann streiten^^''.
    Zum Inhalt: Beim ersten groben Überfliegen, dachte ich spontan an den Erlkönig von Goethe. Viele dunkle Naturelemente, wie Nebel und Flüsse und Schatten u.Ä. Dann hab ich es genauer gelesen und mir fiel auf, dass es die Geschichte einer Liebe war, die aus bestimmten Gründen lange nicht sein durfte(oder wollte). Schließlich beschlich mich ein sonderbarer Gedanke: Ich selbst komme aus dem Gebiet der ehemaligen DDR und bin mit vielen krassen Geschichten über die Mauer aufgewachsen. Was, wenn es sich also bei der Mauer in Strophe 5 tatsächlich um DIE MAUER handelt? Zwei Menschen auf beiden Seiten, die sich lieben, aber aufgrund des Hindernisses nicht zueinander dürfen. Erst als sie endlich zerbricht wird es möglich und sie können einander endlich nahe sein. Wahrscheinlich wird sich aber ganz anders verhalten und ich liege völlig daneben^^''. Mir hat dein Gedicht sehr gut gefallen und ich hab mich gefreut, dass du deinen Collab-Beitrag hier gepostet hast. Danke dafür


    beste Grüße


    Epi

  • Hey Lexi,


    die verborgenen Tränen zeigen schon recht gut, was Soul eigentlich in seiner Kindheit durchgemacht hat. Vor allem erklärt es auch, warum er eher still ist, nicht gern über seine Eltern oder überhaupt über etwas redet. Gezwungenermaßen passiert das ja, wenn einem der Mund unterbunden und nur Kritik geäußert wurde. Was mich aber auch zur Frage bringt, wie lange das denn schon tatsächlich so ist, denn in der Geschichte wirkt es so, als hätte er überhaupt keine positiven Erinnerungen in Bezug zu seinen Eltern. Die frühe Kindheit ist davon ja öfter mal ausgenommen und so ein negatives Denken setzt sich leider auch recht schnell fest.
    Jedenfalls, die Ungerechtigkeit hatte ja mit dem Forscher ein Ende, der ihn schileßlich auch zu einem Trip eingeladen hat, um Pokémon zu sehen und mehr über sie kennenzulernen. Interessant, dass dabei Hunduster in den Vordergrund rückt und umso besser, dass du es nicht einfach als ruchlos darstellst, sondern als vorsichtiges Pokémon, das um sein eigenes Wohlergehen bemüht ist. Was nur nachvollziehbar ist. Schade finde ich hier, dass Soul nicht noch einmal mit Hunduster in Berührung kam und es gezwungenermaßen zurücklassen musste. Aber ich denke mal, ein Wiedersehen mit dem Forscher wird irgendwann schon nochmal passieren. Und wenn es direkt in der Hauptstory passiert.


    Wir lesen uns!


  • Schmerz




    Drabble



    -



    Schmerz


    Immer währender Schmerz. Verhasst, doch nicht ausgetrieben. Feind, doch niemals besiegt. Du schikanierst und randalierst und lachst wohl auch noch darüber! Ohne Mitleid oder Erbarmen drängst du dich hinein, pickst hier, stichst da, bist mal ganz kurz weg, doch viel zu schnell wieder da. Ist die eine Stelle nicht genug, malträtierst du die andere. Kommt eine Zeit der Ruhe, ist das Aufatmen nicht weit, doch leider nur für ganz kurze Zeit. Nimm Tabletten dagegen, ach, ich will nicht mehr. Die Gefahr der Sucht zu erlegen, macht es doppelt so schwer.


    Schmerz, mein ewiger Feind. Lässt du mich niemals in Ruh‘?


    -





    Guten Abend alle miteinander.


    Zwei Monate ist es her, dass ich etwas gepostet habe, wie mir auffällt. Dazu kann ich nur sagen: Scheiß drauf. Die letzten zwei Monate waren zum Großteil einfach beschissen, weswegen ich nicht viele kreative Ergüsse besaß. Es ist zu viel passiert, leider zu viel Schlechtes. Das Drabble ist auch nicht besonders positiv, doch um noch ein bisschen was Gutes hier rein zu bringen, möchte ich noch ein paar Worte verlieren. Ich hab völlig vergessen, dass zwei liebe Menschen auf meine Werke eingegangen sind.



    @epimonandes So wie du dich freust, dass hier ein Gedicht von mir gepostet wurde, müsste ich glatt annehmen, dass du mehr davon lesen willst? Meine Gedichte schreibe ich meistens entweder, wenn ich tatsächlich einen Grund habe, weil ich irgendwem eine Freude machen will, an irgendeinem Wettbewerb teilnehme oder es für etwas Spezielles brauche, zum Beispiel in eine Geschichte hinein bringen möchte. Ein kleiner Bruchteil davon entsteht wiederum ganz spontan aus dem Handgelenk heraus, wenn mein Hirn sich halb verknotet und mir einfach danach ist. Als großen Lyriker/Poeten hab ich mich aber noch nie gesehen, weswegen ich manchmal mehr, manchmal weniger Interesse daran habe meine Gedichte technisch aufzubauen. Lieber schreibe ich so, wie ich mag. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, bist du doch ganz ähnlich, zumindest glaube ich mal in deinem Thema Ähnliches gelesen zu haben. :)
    Dein Vorschlag den Eiswind nur durch Wind zu ersetzen, ist von deiner Seite vielleicht gut gemeint, aber die Wortwahl in meinem Gedicht ist speziell so ausgelegt. Würde ich den Eiswind raus nehmen, würde es gar nicht mehr passen, da es um ihn ja geht. Oh warte, ich erinnere mich düster, dass ich dir sogar über das Gedicht einiges erzählt habe. Uff, dann spare ich mir an dieser Stelle einfach den ganzen Kladderdaratsch dazu.
    Mir persönlich ist das Gedicht sehr wichtig, weil es eine besondere Bedeutung für mich hat. Mich freut es aber umso mehr, wenn auch andere meine lyrischen Ergüsse mögen, deswegen danke ich dir noch einmal ganz verspätet für dein Feedback zum Eiswind. :) Es ist schön, wenn ich auch andere Seelen damit eine Freude machen kann und nicht nur spezielle Personen oder mich selbst, wofür ich meistens dann schreibe.


    @Rusalka Weißt du, manchmal frage ich mich, wie du das alles schaffst zu lesen und zu kommentieren. Da geht Unmengen viel Zeit drauf und wenn ich sehe, wie aktiv du bist und das nicht nur im Fanfictionbereich, dann Hut ab. (Und das kann ich sogar ganz gut, den Hut abnehmen, weil ich ja immer einen trage. :)) Ne aber mal im Ernst, es ist immer wieder verblüffend, wie viel Zeit du dir nimmst, um immer noch ein kleines Wörtchen dazulassen, worüber ich mich immer freue! Also auch hier etwas arg verspätet meinen herzlichsten Dank, dass du meine Geschichten gelesen hast.
    Zu deiner Frage, wie lange das alles schon tatsächlich in Bezug auf Soul ist, dieses ganze negative Denken und die Streitereien etc. pp. Da kann ich dir versichern, dass diese Frage nach und nach sich von alleine ergibt. Ich hab ja noch so einige Kurzgeschichten geplant, auch zu Soul selbst und zu seiner Vergangenheit, wo ich manche Aspekte noch einbringen werde. Nach und nach wirst du ihn also auch weiter kennenlernen dürfen, um ihn noch besser zu verstehen. Einfach hatte er es nicht, so viel steht fest.
    Bzgl. dem Hunduster, welches Soul nicht noch einmal treffen konnte: Das war auch pure Absicht. Es gibt nämlich dazu eine Fortsetzung, aber wann und wie die aussehen wird, kann ich dir jetzt noch nicht sagen. Sei aber versichert, dass ich definitiv das im Hinterkopf habe und deshalb die Kurzgeschichte so geschrieben habe, wie du sie vorfindest.
    Der Forscher selbst war tatsächlich eher so ein Spontaneinfall. Ich brauchte einfach einen Berührungspunkt für Soul bzw. jemanden mit dem er sich unterhalten konnte. Ein gleichaltriges Kind wollte ich nicht nehmen, da Soul noch ein bisschen was dazu lernen sollte. Da bot sich der Forscher geradezu an. Und du hast Recht, es würde sogar Sinn ergeben, wenn er vllt. sogar in der Hauptgeschichte irgendwann mal vorkommt. Mal gucken, ob sich das arrangieren lässt. :)


    Das war's heute von meiner Seite. Vielen Dank für's Lesen und bis zum nächsten Mal.


    Liebe Grüße
    eure Lexi

  • Hallo Alexia. (:


    Ich merke gerade, dass ich bei dir schon mal kommentiert, aber irgendwie dein Topic dann nicht mehr verfolgt hab. (Eigentlich bin ich selbst überrascht, dass mein erster Kommi hier 2015 kam, das war kein besonders gutes Jahr für mich.)
    Egal, deshalb dacht ich mir, ich schreib dir einfach jetzt wieder ein wenig Feedback.


    Schmerz
    Was mir an diesem Drabble gefällt ist, dass man den Schmerz auf verschiedene Arten interpretieren kann. Es kann körperlicher Schmerz sein, es kann psychischer Schmerz sein. Du hast das hier so offen gehalten, dass ich mich auch angesprochen fühle — oder besser gesagt, das Gefühl sehr gut nachvollziehen kann. Dein Drabble beschreibt einen Kampf gegen einen Gegner, der sich der Konfrontation entzieht.
    Der Schmerz ist verhasst — natürlich, niemand möchte Schmerzen haben! Doch man kann ihn nicht austreiben und obwohl er der Feind des Ich-Erzählers ist, kann man ihn nicht besiegen. Der Schmerz ist einfach immer da — eine interessante Personifikation, wenn du sagst, dass er darüber vermutlich auch noch lacht. Das könnte man durchaus meinen, dass es dem Schmerz egal ist. Es ist auch schwierig zu sagen, was Schmerz einem überhaupt mitteilen will. Psychischer Schmerz kann bedeuten, dass man etwas ändern muss. Auch körperlicher Schmerz kann bedeuten, dass man sich überanstrengt hat und eine Pause braucht. Aber natürlich ist nicht jeder körperlicher Schmerz mit einer Pause besieht und auch nicht jeder psychischer Schmerz lässt sich mit einer Veränderung im Leben „heilen“. Dafür sind sowohl Körper als auch Psyche zu komplex.
    Was mir an dem Drabble noch gefällt ist, dass sich gegen Ende die Zeilen reimen. Ob du das bewusst gemacht hast oder nicht, ist im Grunde egal, ich finde, das gibt dem Ganzen noch einen Nachdruck. Einen Rhythmus.
    Tabletten sind tatsächlich nicht immer eine Lösung. Sie können Linderung bringen, aber auch hier ist die Frage, um welchen Schmerz es sich handelt. Denn ja, die Sucht den Schmerz zu betäuben ist wirklich groß. Nicht umsonst ist der Missbrauch von Schmerzmitteln durchaus recht hoch.
    So kämpft der Ich-Erzähler weiter mit dem Schmerz, dem ewigen Feind und stellt eine Frage: lässt du mich niemals in Ruh’?
    Die Frage ist schon schmerzvoll zu lesen, weil man als Leser nichts tun kann. Man weiß zu wenig, um sich an Ratschlägen zu versuchen und irgendwie fühl ich mich auch nicht qualifiziert dazu. (Wie gesagt, Schmerz ist komplex.)
    Ich bin jedenfalls fasziniert, wie du den Schmerz hier charakterisiert hast und wie das ganze Drabble sich einfach wie eine Qual liest, von dem man den Ich-Erzähler nur zu gern erlösen würde.


    Hoffentlich geht es dir inzwischen etwas besser. Vielleicht konnte dieser Kommi dir etwas Freude machen. (:  
    Fröhliches Schreiben weiterhin!

  • Ich hätte dir schon längst einen Kommi wieder schreiben müssen und tut mir leid, dass es schon so ewig lange her ist! Dann besitze ich auch noch die Dreistigkeit, ein bereits kommentiertes Werk ebenfalls zu kommentieren, tut mir leid! Mir ist danach, das Drabble zu kommentieren und ich wollte heute auch noch Drabbles schreiben, deswegen passt es zur Stimmung auch noch, also hoffentlich ist das für dich in Ordnung, haha. x)


    Kommen wir zu deinem Drabble „Schmerz“, worauf ich Cyndaquils Kommentar gelesen habe, damit ich auch nicht irgendwie viel wiederhole, allerdings nimmt jeder das Drabble sicherlich sowieso anders war. Fangen wir also an, übrigens mag ich das Reimen ebenfalls, das gibt einem Drabble gleich einen speziellen Rhythmus, wobei es für mich dadurch ein bisschen wie ein kleiner Zwist wirkt und nicht wie das Drabble vermutlich eigentlich sein soll, ein tiefsinniger Schmerz, der in einem nicht enden wollenden Kampf mit dem Ich-Erzähler steht. Aber das nur am Rande erwähnt, weil Cyndaquil die Reime erwähnte und ich dann daran denken musste, hu. Weiter zum allgemeinen Kommi!
    Der Ein-Wort-Titel spezifiziert nichts Genaues, wobei ich mir nicht sicher bin, ob mir der Titel „Schmerz“ zusagt oder nicht. Ich mag Ein-Wort-Titel sehr gerne, wobei Schmerz so allgemein und weitgreifend ist, wobei viel Schmerz meistens auf eine bestimmte Grundlage zurückzuführen ist, ein Grund, ein Umstand, eine Person, negative Erfahrungen oder Ähnliches. Gleichzeitig ist der Titel allerdings auch direkt, so wie das Werk selbst auch direkt ist, bis auf die Tatsache, dass der Schmerz nicht spezifiziert wird, allerdings tippe ich stark auf psychischen Schmerz irgendwie, keine Ahnung warum und ob ich mir das Anmaßen darf. Schmerz kehrt auch in dem gesonderten Satz am Ende zurück, wo er hervorgehoben wird wie beim Titel, außerdem ist Schmerz wohl die allgemeine Bezeichnung des Peinigers hier, statt ihn direkt mit einer Erkrankung oder Genauem zu betiteln. Meistens benutzen Leute einfach den Begriff Schmerz, um sich auszudrücken, deswegen können die Leser es sicherlich sehr gut nachvollziehen. Aber nach all den aufgezählten Punkten, gefällt mir der Titel eigentlich, irgendwie mehr positive als negative Aspekte diesbezüglich geäußert, lol. Natürlich kann der Schmerz auch „anonymisiert“ wurden sein, weil du persönliche Erfahrungen einbringst oder die von anderen, das will ich mir jetzt nicht weiter anmaßen, darüber weiter Vermutungen anzustellen, außerdem will ich niemandem zu nahe treten.


    Du arbeitest viel mit Einschüben, die prägnant und Aussagekräftig sind. Vor allem fällt mir auf, dass es ein bisschen wie in einem Streitgespräch wirkt, wo ein Punkt genannt wird, aber dann das Gegenüber einen konträren Punkt einbringt, allerdings will der Ich-Erzähler hier keine Einigung oder Lösung, sondern schlichtweg die Trennung voneinander. Der Schmerz klammert sich, lässt einfach nicht los, leider. Es ist wie eine klaffende Wunde und immer wieder, wenn eine Lösung erzielt wird, ist es von temporärer Natur, woraufhin es erschöpfend wird. Später werden selbst Tabletten abgelehnt, damit kein weiteres Problem hinzukommt, außerdem könnte es ebenfalls für jene Erschöpfung durch den Schmerz stehen, der alles erschwert und ins Aussichtslose zieht. Es flackern positive Momente auf, aber sie erlöschen schnell wieder. Unnachgiebig und nagend - auch mit unterschiedlichen Worten beschrieben, was wirklich angenehm ist – ist der Schmerz beim Ich-Erzähler anzutreffen. Der Schmerz sticht, schneidet Luft ab und allerlei andere Dinge, die zu schaffen machen, was die Verzweiflung und Länge des Problems andeuten. Die kürze der Zeiten wird mehrfach erwähnt, womit keine Erholung in Sicht scheint. Es resultiert in Erschöpfung und somit zu immer mehr Ausweglosigkeit. Auch die Interjektion „Ach“ drückt die Resignation aus, sodass es im letzten Satz bereits wirkt, als wäre es kein Kampf mehr, der sowieso nie ausgeglichen schien, sondern eine verzweifelte Bitte des Ich-Erzählers, dass der Schmerz doch endlich nachlassen und verschwinden soll.
    Einziges, das wäre jetzt Meckern auf höchstem Niveau, wäre, dass du im Titel Schmerz, ersten Satz sofort Schmerz und am Ende Schmerz hast. Weil es im ersten Satz sogleich folgt und ein Drabble ist, hätte hier, meiner Meinung nach, auch „Pein“ oder Ähnliches als Wort gepasst, dann wäre der Zyklus zwischen Überschrift und letztem Satz gegeben, aber nicht dieses direkte Aufbauen mehr. Oder hat es Rhythmus Gründe? „Ruh‘“ hat vermutlich ebenfalls Rhythmus Gründe? Das ist jetzt nur meine persönliche Meinung, aber „Ruh‘“ wirkt so altmodisch plötzlich, etwas melodisch, was für mich am Ende nicht ganz so passt, aber absolute Kleinigkeit, die vielleicht auch nur mich minimal störte!
    Der letzte Satz ist abgesondert, besonders hervorgehoben, was bei einem Drabble etwas mutig ist, da es sowieso pointiert und kurz ist, woraufhin eine Aufspaltung ziemlich schnell ungewöhnlich/störend erscheinen könnte, allerdings gefällt es mir hier, da es wie eine letzte Bitte wirkt. Die finale Frage, der letzte Griff nach Erlösung oder vielleicht der damit endende Kampf, der hoffentlich nicht in einem düsteren Szenario endet, dass mir gerade im Kopf erschien. Es bildet einen Zyklus, aber gleichzeitig wirkt es auch wie ein Ende und/oder in positiver Sicht wie ein Anfang, was wohl eher erstrebenswert wäre. Alles in allem gefällt mir dein düsteres Drabble, weil es sehr emotional und aussagekräftig ist. Drabbles liebe ich sowieso und ich freue mich schon auf weitere Werke, die hoffentlich nicht allzu düster sind! Wünsche dir einen schönen Abend/Tag!


  • Sturmwind




    Kurzgeschichte, Wettbewerb



    -



    Wir sind Piraten, Yohooo!


    Piraten wie wir,
    die trinken ihr Bier.
    Und schöne Frauen,
    die werden wir klauen!
    Schätze auf Inseln,
    die werden wir finden!


    Wir sind Piraten, Yohooo!


    Plündern, entern, umbringen,
    wir werden alles besingen.
    In der Hand eine Flasche voll Rum,
    unsere Feinde sind so dumm!
    Yohoo!




    Nein, dieses Gedicht ist nicht meine Abgabe, aber ich habe es mal heraus gekramt, weil es damals vor soooooo viiiiiielen Jahren zu den Piraten entstanden ist, zu denen ich auch die folgende Kurzgeschichte geschrieben habe. Es ist nicht das beste Gedicht, aber doch recht lustig, wenn ich mal all die Details im Hinterkopf behalte, die ich aus der ehemaligen Zeit mir vor Augen führe. Jedenfalls ist die nachfolgende Geschichte nicht so ohne Weiteres entstanden, obgleich ich zugebe, dass ich nur rein zufällig über den Wettbewerb gestolpert war und mir dachte: Fuuuuc* Piraten? Verdammt, das kann ich mir nicht entgehen lassen. Also habe ich das bisschen Zeit zusammen gesucht, die ich noch erübrigen konnte und meine Kurzgeschichte geschrieben. Und damit auch meine alte Piratencrew heraus geholt, die mich seit Jahren begleitet. Jedes einzelne Crewmitglied hat seine Persönlichkeit und seine Geschichte, die natürlich die Kurzgeschichte gesprengt hätte, weswegen ich nur wenige Details einfließen lassen habe. Eines Tages werde ich die gesamte Geschichte zu ihnen niederschreiben, aber ich freue mich sehr, dass mir der Wettbewerb die Möglichkeit geboten hat die Piraten wieder mal schreiben zu können. Es war toll und hat Spaß gemacht. Überraschenderweise habe ich sogar gewonnen, was echt krass ist. Dazu aber weiter unten mehr. :)  


    Jetzt erst enmal wünsche ich allen Lesern viel Spaß beim Piratenabenteuer von Shira und ihrer Crew, arrr!



    -


    Zuletzt folgt das Feedback der einzelnen Voter inklusive eines kürzeren oder längeren Rekommis von mir. Vielen Dank an alle, die meine Geschichte kommentiert haben und vor allem ganz großes Danke, dass ihr ALLE mir Punkte gegeben habt. Das ehrt mich sehr! :love: Liebe für alle!



    -


  • Kurzkommi, weil ich Zeit und Lust habe und deine Geschichte es mir angetan hat.


    Ich bin froh, ist es keine One Piece-Geschichte. Ich bin ebenso froh, dass es die (durchaus existente, auch in der "klassischen" Piraterie) Frauenproblematik anspricht, ohne dass es ein cringy feministisches Manifest geworden ist . Du hast eine gelungene Basis geschaffen für deine Geschichte.


    Ich habe kurz deinen Kommentar zur Entstehung gelesen und ich finde, man merkt der Geschichte an, dass sie etwas länger gären konnte als nur die zwei Wochen. Es ist eine natürliche, unforcierte Handlung, die erzählt wird, die durch zahlreiche wohlüberlegte Hintergrunddetails ergänzt wird. Ich kritisiere oft, gerade bei Wettbewerbsabgaben, dass die flach wirken, kein Volumen haben. Bei deiner Geschichte ist das gar nicht der Fall, so dass es mich auch überhaupt nicht überrascht, dass du gewonnen hast.


    Ich könnte noch länger aufzählen, was ich alles toll finde an dieser Geschichte, aber das wäre ja langweilig, deshalb ein paar Dinge, die du verbessern könntest.
    Ich finde, dass die Figuren recht klischeehaft sind. Klar, es ist schwierig, in 1500 Wörtern eine Geschichte mit lebendigen Figuren zu erzählen, ohne sich auf vorgemachte Vorstellungen des Lesers zu beziehen. Aber dennoch, es ist die typische Einzelgänger-starke-Frau, der typische Bärenpirat, der gross ist und sich gerne kloppt, und das sogar gleich zwei Mal; einer so kurzen Geschichte würde ein bisschen mehr Varianz gut tun, in einer längeren Geschichte kann man aber durchaus mit den beiden scheinbaren "Zwillingen" spielen. Du schreibst ja auch, dass sie nicht so gleich sind, wie man zuerst denken mag, aber worin denn? In dieser KG sind sie wirklich genau gleich. Indem du da klarer implizieren könntest, wo denn die Unterschiede liegen, anstatt einfach zu sagen, dass sie unterschiedlich sind, würde da noch ein wenig zu Pepp verhelfen. Falls das den Rahmen sprengen würde, würde ich, wie bereits angetönt, eine andere Nebenfigur wählen.
    Achtung, nach Kritik auf hohem Niveau kommt jetzt etwas, das man kontrovers betrachten kann: Mir fehlt etwas der Sinn der Geschichte, der über die reine Unterhaltung hinausgeht. Klar, wie schon angesprochen, es gibt den Frauen-/Männerkonflikt, der hier innerhalb des Möglichen imo sehr schön umgesetzt wird. Allerdings ist es ein häufig genutztes Motiv, gerade in Actionstories, so dass mir etwas Originelleres besser gefallen würde, etwas, wo ich mir Gedanken mache, die ich so zuvor noch nicht gemacht habe, dass mir Dinge aufgezeigt werden, die ich so zuvor noch nicht gesehen habe. Das gibt es nicht in dieser Geschichte, es war allerdings auch nicht unbedingt das Ziel, das sehe ich ein. Nichtsdestotrotz würde es mir noch besser gefallen, wenn es dennoch in diese Richtung gehen würde.


    Alles in allem ist das eine sehr gute Geschichte mit viel Ausbaupotential. Mein Nagel wäre, dass du noch etwas wegkommen würdest von den Klischees, so dass du wirklich richtig richtig gute Geschichten schreiben wirst.


    Edit: Mir ist die Schwierigkeit der Wortobergrenze bewusst. Aber liegt nicht genau darin die Herausforderung?


  • Erinnerungen




    Kurzgeschichte, Trauer



    -


    Es gibt Tage, an denen will man sich einfach nur verkrümmeln und sich vor der Welt verstecken. Nachdem ich diese Geschichte geschrieben hatte, erging es mir genauso, deswegen hatte ich überlegt, ob ich sie überhaupt beim Wettbewerb einreichen sollte. Ich hab's getan, aber nicht weil ich gewinnen wollte, sondern weil es für mich eine Motivation war, diese Worte zu schreiben. Ich hatte seit Anfang September bereits vorgehabt so etwas Ähnliches zu schreiben, um das Erlebte zu verarbeiten. Der Wettbewerb hat nur den nötigen Anstoß dazu gegeben. Ich hätte es mir auch sparen können, die Geschichte einzureichen ...
    Alles, bis auf zwei kleine Details, beruht auf reale Ereignisse bzw. Momente. Sie sind nicht aus der Luft gegriffen und sie sind auch nicht erfunden. Die zwei Dinge, die leicht verändert wurden, sind zum einen das Alter des Kindes. Zum anderen, dass die Oma nicht backt. Das hat sie nie getan, dafür gab es aber immer bei ihr Kekse und andere Leckereien auf dem Tisch, die man vernaschen konnte.
    In der Geschichte stecken unglaublich viele Emotionen drin. Emotionen, die vor allem den Autor schwer berühren und deswegen ziemlich zerrütteln. Ich möchte daher ungern weitere Kommentare zu dieser Geschichte haben. Ich stell sie hier aber rein, damit meine Leser, die meine Geschichten mögen, es auch lesen können, wenn sie Interesse daran haben.


    -


    Erinnerungen


    Mit festem Drücken schwang die Tür nach innen auf und ließ mich ins Innere hinein rennen. Aufgeregt schlug mein kleines Herz in der Brust, welches in den letzten Tagen sonst bei allen eher schwer war. Die vergangenen Tage waren nicht einfach gewesen und der heutige Besuch sollte wenigstens für ein bisschen Trost sorgen.
    Weil ich noch viel zu klein war, musste ich mich auf meine Zehenspitzen stellen, um die Türklingel zu erreichen. Meine Mama lächelte mir dabei zu, besaß aber immer noch den traurigen Ausdruck in ihren Augen. Wenn ich könnte, würde ich ihr die Trauer wegzaubern, aber weder war ich eine große Magiern noch reichte mein Kinderlächeln aus, um ihr schweres Herz zu erleichtern. Ich selbst war auch traurig, freute mich aber trotzdem, meine Oma besuchen zu können. Diese öffnete gerade die Haustür und ließ uns eintreten. Sofort rannte ich meiner Oma entgegen und schlang meine Ärmchen um sie.
    »Oma!«, rief ich aus und lockte ein kleines Lächeln auf ihren Lippen hervor.
    »Meine Kleine«, sagte sie und begrüßte noch meine Eltern. Derweil setzte ich mich auf die Couch im Wohnzimmer, wo meine Oma schon die Kekse auf den kleinen Tisch drapiert hatte.
    »Nimm nur, nimm«, forderte sie mich wie immer auf und ich griff sogleich nach einem Keks, um ihn mir zwischen die Lippen zu schieben. Ich liebte Omas Kekse, was nur ein Grund war, warum ich so gerne zu ihr kam.
    Mit einem leisen Ächzen setzte sie sich neben mich und wieder lächelte ich sie an. Meine Mama hingegen war noch beschäftigt in der Wohnung unterwegs. Irgendwas Wichtiges hatte sie mitgebracht, was sie in der Küche auf dem Tisch ablegte. Ich verstand diesen ganzen Erwachsenenkram nicht wirklich und blickte auf das Foto, welches über dem Fernseher an der Wand hing. Tiefe Falten zogen sich durch das lächelnde Gesicht, die Augen ganz schmal durch das Lachen zusammen gekniffen. Es war ein sehr schönes Foto. Eines, wo mein Opa sehr glücklich aussah. Ich mochte es sehr, blickte aber wieder zurück zu meiner Oma. Diese hatte sich gerade noch mit meiner Mama unterhalten, weswegen ich sie leicht am Arm an stupste. Ihre blauen Augen huschten in meine Richtung, als sie die Berührung wahrnahm und mit einer nebensächlichen Handbewegung strich sie eine graue Strähne aus ihrem Gesicht.
    »Omaaaa«, begann ich. »Wie hast du eigentlich Opa kennengelernt?«, wollte ich von ihr wissen.
    »Ach«, sagte sie und driftete zurück in ihre Erinnerungen. Gespannt sah ich sie an, denn ich liebte es, wenn meine Eltern oder meine Oma von alten Zeiten erzählten. Manches verstand ich nicht oder konnte es nicht nachvollziehen, aber vieles klang auch schön. Beispielsweise wusste ich auch, dass meine Eltern sich auf der Arbeit kennengelernt haben. Aber bei meiner Oma und meinem Opa hatte ich noch nie nachgefragt. Jetzt sah ich meine Oma interessiert an, als sie ihre Lippen öffnete und die ersten Worte formulierte.
    »Damals besaßen wir nicht viel«, erzählte sie von den alten Zeiten. Wie es damals gewesen sein musste, war für mich - als Kind des Friedens - kaum vorstellbar. Meine Oma hingegen hatte noch das Ende des Krieges mitbekommen und auch die Zeit danach war wohl sehr schwer gewesen. Sie haben nie viel besessen, doch sie waren damit ausgekommen. Erfinderisch waren sie gewesen, um sich im Alltag auszuhelfen.
    »Wir haben alte Stoffe zusammen geklaubt und daraus hübsche Decken genäht.« Schon lange waren diese alten Decken weg geworfen. Heutzutage konnte man alles kaufen, egal, was man brauchte. Aber in vergangener Zeit hatte es selbst an den einfachsten Dingen gefehlt.
    »Eine dieser Decken habe ich dann immer zum Picknicken mitgenommen. Mein Korb war dann mit allerlei Selbstgebackenem gefüllt und selbstgemachter Limonade“, erzählte meine Oma weiter.
    »Ich erinnere mich noch an deine Limos. Die hast du ewig nicht mehr gemacht«, warf meine Mama ein. Mit einem Nicken erzählte meine Oma weiter …
    Als sie noch jung waren, haben sie viel Schabernack angestellt. Sie haben ihr Leben gelebt und das Beste daraus gemacht. Was sollten sie auch sonst tun? Von depressiver Nachkriegszeit war nicht die Rede. Es war gewiss nicht immer einfach, aber sie waren glücklich gewesen. Als sie eines Tages mit ihren Freundinnen picknicken wollten, fuhren sie auf ihren Fahrrädern zum See. Es war ein herrlich sonniger Tag gewesen und den Weg zum See haben sie viele Male schon genommen. Auch an jenem Tag fuhren sie die gleiche Strecke über die Hügel und dann den kleinen Abhang hinunter. Ob es daran lag, dass die Bremsen nicht mehr richtig funktioniert hatten oder weil sie einfach zu risikofreudig gewesen war, daran konnte sich meine Oma nicht mehr erinnern.
    »Ich war dumm gewesen«, meinte sie zwischendurch und winkte mit der Hand ab, schüttelte den Kopf über sich selbst. »Was war ich dumm!«, betonte sie noch einmal und erzählte weiter. Mit dem Fahrrad fuhr sie den Abhang hinab. Der Weg war etwas holprig, sie musste über ein paar Steine fahren und ehe sie sich versah, lag sie auch schon im See. Das Fahrrad ebenso und der ganze Picknickkorb wurde überschwemmt. Was hatten ihre Freundinnen darüber gelacht und auch ich selbst konnte mir ein Kichern nicht verkneifen. Denn so wie es meine Oma erzählte, klang es lustig. Sie machte sich selbst nichts daraus. Damals hatte sie sich wohl geschämt, doch heute spielte das für sie keine Rolle mehr. Ihr Kleid war durchnässt gewesen und mit einem tiefen Seufzen ärgerte sie sich, dass ihre feine Dauerwelle ruiniert war.
    »Seitdem«, erklärte meine Oma. »Fuhr ich nie wieder Fahrrad!« Ich war erstaunt über diese Aussage, denn immer hatte ich angenommen, meine Oma konnte es einfach nicht. Doch das dieses Ereignis dazu geführt hatte, verwunderte eigentlich auch nicht.
    Sie erzählte weiter, dass an jenem Tag am See auch eine Gruppe junger Männer da gewesen war. Mit denen hatten sie dann die Zeit verbracht. Nun, aus dem schönen Picknick war nichts geworden, aber das war nicht weiter tragisch.
    »Darunter war auch Opa gewesen«, sagte sie und lächelte. Jetzt kam wohl der interessanteste Teil, doch eine weitere Aussage überraschte mich.
    »Ich hab ja den Sportler gewollt!«, meinte sie und meine Mama lachte auf.
    »Aber der Opa hat halt mich ausgesucht«, zuckte meine Oma mit den Schultern und ließ es so stehen. Unter den jungen Männern war mein Opa gewesen, der knapp sechs Jahre älter als meine Oma war. Er schien gleich ein Auge auf sie geworfen zu haben, obwohl sie selbst an den sportlichen Junggesellen interessiert gewesen war. Dabei musste man erwähnen, dass auch mein Opa nicht ganz unsportlich war. Meine Mama hatte immer erzählt, wie er damals in seiner Jugend sogar Handstand auf dem Fahrrad vollführt hatte. Für mich klang das immer unglaublich, weil mir die Vorstellungskraft dafür fehlte, wie man das machen konnte. Doch auch meine Oma bestätigte diese Aussage und lächelte bei dieser Erinnerung. Ja, mein Opa hat viel getan, war ein lustiger Mann gewesen, denn er hatte auch viele Späße gemacht. Er war musikalisch gewesen und hatte verschiedene Instrumente gespielt. Seine Familie hatte aber für ihn einfach alles bedeutet. Handwerklich war er auch geschickt gewesen. Ich erinnerte mich, wie er aus Holz kleine Schubkarren und Wagen gebastelt hatte. Ein kleiner Holzwagen, wo ich eines meiner Spielzeugpferde davor anspannen konnte. Im Nachhinein stellte ich erstaunt fest, dass mein Opa wirklich viele Talente gehabt hatte. Mir war das noch nie so bewusst gewesen wie gerade jetzt. Jetzt, wo wir über Opa redeten und sinnierten, was er alles in seinem Leben so getan hatte. Viel hatte er selbst nie erzählt, besonders nicht aus Kriegszeiten. Nur meine Mama hatte einmal erwähnt, dass der Vater meines Opas ein Kriegsheld war und irgendwo im Nachbarland sogar eine Statue von ihm gab. Irgendeine Art Andenken, weil er so vielen Flüchtlingen geholfen hatte, damit sie nicht ermordet wurden. Ich konnte mir das kaum vorstellen und dachte nicht so viel darüber nach. Aber zu wissen, dass es Helden in meiner Familie gab, war manchmal überwältigend … unvorstellbar. Nichtsdestotrotz war dieser Held früh gestorben und mein Opa ohne Vater aufgewachsen.


    Gemeinsam blickten wir wieder auf das Foto über dem Fernseher. Meiner Oma entwich ein kleines Schluchzen und ich rückte näher zu ihr hin, um ihr Trost zu spenden. Dass mein Opa nicht mehr da sein sollte, wollte mir selbst nicht richtig in den Kopf gehen. Wir alle erwarteten insgeheim, dass er gleich die Tür vom Schlafzimmer öffnete und ins Wohnzimmer kam. Aber er kam nicht. Er konnte nicht mehr. Dort, wo er jetzt war, würde er es bestimmt gut haben. Vielleicht sah er auch lächelnd zu uns herab und erinnerte sich mit uns an die alten und schönen Zeiten. So wie ich es gerne tat und mich an all die Familienfeste erinnerte, wo er gelacht hatte. Wo er der Erste war, der das Tanzbein geschwungen hatte. Wie er manchmal meinen Hut nahm und ihn sich selbst aufsetzte … Das war mein Opa gewesen.
    Ich würde ihn nie vergessen.


    - In Gedenken an meinem verstorbenen Opa, der unglaubliche Talente besaß und der uns so plötzlich und dramatisch verlassen musste. -
    13.08.2017





  • Hallo Alexia!


    Da bin ich mal wieder und möchte dir etwas ausführlicheres Feedback zu deiner Piraten-KG geben! (Alias „dich mit Lob überschütten, weil ich die Geschichte so toll find!“)


    Sturmwind
    Mir gefällt ja, wie du mit einer kurzen Beschreibung des Wetters anfängst, was gleich mal ein sehr klares Bild von der Lage zeichnet. Sturm auf See ist ja immer eine gefährliche Sache und die Tatsache, dass er — den zu den Zeitpunkt noch nicht genannten — Personen nicht behilflich sein würde, macht die Lage gleich spannender. Weil ich mich natürlich gefragt hab: okay, um wen geht es und was werden sie tun?
    Wie du Shira gleich als Käptn vorstellst, ohne, dass sie selbst etwas sagen muss hat mir auch gefallen — und ich find, dadurch, dass sie ihre Haare noch kürzer schneiden will, hast du sie auch gleich als Pragmatikerin dargestellt. Kann sie da auch gut verstehen: was ich gar nicht leiden kann, sind Haare im Gesicht zu haben. Sehr kurz trage ich sie zwar trotzdem nicht, aber immer so, dass sie mir nicht ins Gesicht hängen.
    Du startest auch mit der Action gleich weiter, als du die Geräuschkulisse erwähnst und vor allem die erste Kanonenkugel das Schiff nur knapp verfehlt. Wow, die Hektik ist allgegenwärtig! Ich find’s ja interessant, dass Shira die einzige Frau an Bord ist, ich hätte mir durchaus vorstellen können, dass sie als Kapitänin durchaus mehr Frauen an Bord dulden oder haben würde, aber stattdessen ist sie umgeben von lauter Männern. Irgendwie mag ich ihre Art, sie hat so einen Stolz und gibt nicht leicht auf, das hab ich gemerkt, als sie ihren Erfolg Käptn zu sein nicht in Gefahr bringen wollte: aber nicht, weil sie den Posten so toll findet, sondern weil sie sich für ihre Mannschaft ja verantwortlich fühlt. Jedenfalls hab ich das so interpretiert.
    Ein großer Typ übernimmt dann für Shira das Steuerrad — klingt erstmal nach einem typischen „Klischeechara“, aber solche Typen passen halt doch super in das Setting rein. Die Arbeit auf See ist ja immerhin körperlich sehr hart und deshalb find ich große, muskelbepackte Männer da nur sinnvoll. Außerdem fand ich’s spannend, dass die Charaktere hier auch Titel haben, wie „Streithahn“ und „Bruchfaust“.
    Smutje hab ich ja erstmal für einen Namen gehalten, bis ich nachgeschaut hab: das ist ja die Bezeichnung für einen Schiffskoch. Dann hat’s für mich wieder Sinn gemacht, dass er aus dem Schiffsrumpf nach oben kam, immerhin ist ja unten die Kombüse.
    Shiras Plan ist wirklich gewagt: direkt auf den Gegner zusteuern! Aber auch das gehört wohl zu ihrem Charakter: Angriff ist die beste Verteidigung und wenn sie so oder so wohl kämpfen mussten, dann war es wohl besser sich dem Feind direkt zu stellen, als bei der Flucht von Kanonenkugeln derartig ramponiert zu werden, dass ihr Schiff ohnehin untergehen würde. Hab ich noch mehr Respekt für Shira bekommen, weil das nicht wie eine Entscheidung wirkte, die sie leichtfertig getroffen hat. Dass der Smutje doch noch einen Namen bekam, fand ich toll und da hast du auch kurz die Beziehungen zwischen der Mannschaft beleuchtet, wenn Shira Damian als Bruder empfindet. Würde mich ja interessieren, wie sie dann zu den anderen so steht und ob sie noch andere „engere“ Verhältnisse mit ein paar aus der Mannschaft pflegt. Jedenfalls scheinen ihre Beziehungen vor allem auf Respekt und Vertrauen zu basieren, was auf hoher See sicherlich von Vorteil ist.
    Aron der Schlächter als Erzfeind von Shira ist wirklich ein gewaltiger Antagonist. Ich mein, allein schon die kurze Hintergrundgeschichte zeigt, dass er gefährlich war und die Tatsache, dass er Shira und ihre Mannschaft schon drei Tage und Nächte verfolgt zeigt seine Entschlossenheit, aber eben auch, wie sehr ihm andere Menschen egal sind. Hält doch keiner lang durch!
    Als dann Cyndric aus dem Krähennest von einem weiteren Schiff redete, hatte ich ja schon ein bissl Angst: jetzt wird das doch hoffentlich kein weiterer Gegner für Shira werden! Doch so wie er und sie reagierten, mussten es wohl doch gute Neuigkeiten sein. Fand’s spannend, wie du den Leser hier erstmal im Dunkeln gelassen hast, das fand ich sehr filmisch gemacht hier!
    Es kommt also tatsächlich Hilfe für Shira und das hat mich dann doch gefreut, weil ich sie als Charakter schon gleich so mochte, dass ich auf keinen Fall wollte, dass Aron hier die Oberhand gewinnt! Auch wenn mir fast klar war, dass du nicht mehr allzu viel wirst erzählen können, weil Wortobergrenze, fand ich das Ende besonders spannend. Du hast eine Menge Spannung durch und durch aufgebaut, die Charaktere kurz aber prägnant dargestellt und allgemein das ganze Setting war perfekt für das Thema Piraten.
    Und dein Schreibstil macht die ganze Sache natürlich sehr angenehm zu lesen, man merkt hier einfach, dass du genau weißt, was du tust. (: Die Geschichte hat mir sehr viel Spaß gemacht und deswegen find ich den ersten Platz auch sehr verdient!


    Fröhliches Schreiben und vielleicht liest man von dir nächstes Jahr bei den Wettbewerben mehr? Würde mich jedenfalls sehr freuen!

  • Huhu schuhu Alexia,


    hier nun ein paar Worte zu deiner Sturmwind Geschichte:


    Bevor ich zu irgendwas Inhaltlichem komme, muss erstmal was anderes los werden. Du bist unheimlich gut darin in deinen Geschichten Atmosphäre zu erzeugen. Die Art wie du Ereignisse und Vorgänge beschreibst sind sehr plastisch und lebhaft. Wenn man beim lesen kurz die Augen zu macht und das Kopfkino sein Ding machen lässt, ist man sofort auf dem Schiff und dem tosenden Meer. Man hört die Crew umher schreien und die Einschläge der Kanonenkugel in Wasser und Holz. Man sieht die Splitter fliegen und wie die Leute entweder durch die Einschläge, oder den Sturm umher gewirbelt werden. So ähnlich wars auch schon bei der Story mit dem Einhorn.^^
    Das nur eben vorweg, jetzt versuch ich was zum Inhalt zu erzählen. Ich habe ja bei unserem letzten Treffen erwähnt, dass ich in meiner Freizeit recht gerne MTG spiele. Was mich neben dem taktischen und sielmechanischem Aspekt am meisten daran reizt, ist die(aus meiner Sicht) fabulöse Story dahinter. Auf der Seite von Wizzards kann man die nachlesen.^^'' Nun sind wir im aktuellen Geschehen grad auf der Welt Ixalan, wo auch Piraten ihr Unwesen treiben. Deine Shira erinnert mich charaktlerich sehr an Vraska(die auch eine Piraten Kapitänin ist) und eine Crew angeheuert hat, um das Abenteuer ihres Lebens zu erleben. Allerdings unterscheiden sie sich in vielen Dingen(was Aussehen, Motivation, Ziele und Herkunft angeht) wohl auch stark^^. Shira ist ein junge, starke und selbstbewusste Frau, die sich weigert, ihre zugedachte Rolle als Heimchen am Herd einzunehmen. Sie besitzt einen eisernen Willen und hat ihr Ziel genau im Blick, sodass sie sich nicht vom Kurs abbringen lässt(buchstäblich). Mir gefällt der hohe Detailgrad, mit dem du sie beschreibst. Man kann sich gut in ihre Sicht hinein versetzten und ihr Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Auch gefällt mir sehr gut, wie du einige ihre primären Crewmitglieder beschreibst. Man spürt, wie sie zu Ihnen steht, wie sie sie alle liebt(mehr oder weniger) und ihre bedingungslose Loyalität zueinander. Ich mag Damian den kleinen Koch, der Typ ist mir irgendwie sympathisch^^, so ein kleines tollpatschiges, aber dennoch tapferes Kerlchen. Etwas klischeehaft erschien mir der Name des Widersachers ''Aron der Schlächter'', das klingt mir etwas zu sehr nach Hollywood. Man hat das Gefühl, dass es in den letzten Jahren in jedem größerem Rpg, Film, Roman irgendeinen ''Schlächter'' gab(ohja in Skyrim gibts einen...ist ein Serienmörder in Windhelm^^''). Aber das tut der Story insgesamt keinen Abbruch, wollts nur mal anmerken.
    Sehr positiv angetan war ich von der recht genauen Einbettung der nautischen Begrifflichkeiten und deren Verwendung. Man merkt, dass du dich damit im Vorfeld auseinandergesetzt hast, was den dargestellten Ereignissen massiv an Glaubwürdigkeit verleit. Was nachdem dem lesen blieb, waren eine Menge Fragen. Ich habe gemerkt, dass ich sofort mehr über Shira wissen wollte. Wo genau kam sie her? Was genau hat es mit Aron auf sich? Waren sie mal verheiratet? Wie genau kam sie zu ihrer Crew?
    Das zeugt davon, dass mich die Charaktere begeistert haben. Man fragt sich natürlich auch immer ein wenig, ob die Hauptpersonen einen gewissen Bezug zu realen Erlebnissen des Autors haben, oder ob sie rein dessen Phantasie entspringen. Werden wir das heraus finden? Wahrscheinlich eher nicht^^''. Ohja, eine Frage noch: Wird es eine Fortsetzung geben?^^
    Ich mag solche Geschichten. Es hat genau die richtige Mischung aus Abenteuer und Charaktertiefe. Oftmals ist es zuviel Action und zu dünne Charakterdarstellung, oder zu viel Schmalz und keine Action. Ich mag beides im richtigen Verhältnis, das hast du super hinbekommen. So, damit wäre ich fertig. Vielen Dank für diese tolle Story^^


    Man liest sich


    Epi

  • Nun dann, jetzt will der Onkel Epi doch nochmal was da lassen.^^


    Auf deinen Tipp hin hab ich mir nochmal die Geschichte ''der Angriff'' angeschaut. Womit haben wir es hier zu tun?
    Nun auf den ersten Blick natürlich mit einer Romanze zwischen zwei Protagonisten aus zwei verschiedenen sozialen Ebenen, die - obwohl durch gesellschaftliche Konventionen unüberwindbar getrennt - einander finden wollen. Ergo: Romeo und Julia, Will Turner und Elisabeth One...you name it.^^ An und für sich spricht nichts dagegen, im Gegenteil, man weiß als Leser schnell, wo man zumindest so im Groben erstmal gelandet ist. Dann wirds aber schnell spannend: Ein Angriff auf eine Stadt(den Wohnsitz der Geliebten des armen Bauernjungen) ist im Gange. Mir gefällt, mit welcher Intensität du die sich überschlagenden Gedanken des Jungen darstellst, man spürt richtig, wir er außer Atem und panisch voran stürzt. Der Protagonist findet seine Angebetete und die beiden verlassen fluchtartig den Schauplatz, kommen jedoch nicht weit, als sich ihnen einige blutrünstige Räuber in den Weg stellen. Zu diesem Zeitpunkt ahnt man noch nichts vom folgenden Plot twist. Scheinbar sind es einfach nur Räuber/Marodeure, die es auf die Stadt und die Reichtümer des ansässigen Adels abgesehen haben. Durch viel Glück entkommen die Beiden in einen nahen Wald und nun wirds abgefahren: Der Protagonist wird plötzlich von einem riesigen Tier angefallen. Woher er weiß, dass es sich hierbei um einen Werwolf handelt bleibt unklar, tut aber der Spannung erstmal keinen Abbruch. Schließlich kommt dem tot geglaubtem Paar ein weißer Werwolf und sein mysteriöser menschlicher Begleiter zu Hilfe. Der Junge fällt vor Erschöpfung in Ohnmacht und erfährt noch im Wegdunkeln, dass er nun auch zu einem Tier wird. Soweit ein paar Worte zum Inhalt.^^
    Nun weiter zu Formalien, die mir so aufgefallen sind:
    Du hast eingangs erwähnt, dass es sich hierbei um ein älteres Werk handelt. Das merkt man zum Teil am hier und da etwas holprigen Schreibstil. ''Sie hatte mich sanft angesehen, als sie gesehen hatte, dass ich gekränkt war.'' Oft verwendest du sehr viele Nebensätze, wie hier im Beispiel, das lässt es zuweilen ein wenig so wirken. Tut der ganzen Sache aber keinen Schaden, könnte man aber evtl. noch ein wenig ändern.^^
    Wie bei der Piratengeschichte auch, bleiben am Ende viele Fragen für den Leser offen. Das ist gut, denn man will dann wissen wie es weiter geh und was es mit allem auf sich hat. Woher wusste der Protagonist, dass es Werwölfe sind, denn er scheint das von Anfang an zumindest geahnt zu haben. Woher kommen die wunderschönen Wesen mit ihrer bezaubernden Wildheit und ihrem.....*hust...räusper*....ich meine woher kommen diese Bestien und was wollen sie?^^ In welchem Verhältnis steht der myteriöse Fremde am Ende zu den Angreifern? Fragen über Fragen. Ich könnte noch viel, vieeeeeeeeeeeeeeeeeel mehr fragen, aber 1. Willst du die nicht alle Lesen(soviel Zeit hast du nicht) 2. Willst du die niemals alle beantworten(gleicher Grund).^^
    Die Ego-Perspektive ist hier sehr gut gewählt, des es verleiht dem Geschehen ungemein an Substanz und man kann richtig mitfiebern mit den Emotionen und körperlichen Befindlichkeiten des Charakters. Wie ich schon bei der Piratenstory schrieb: Du hast ein Händchen für sowas.
    So jetzt hab ich dich genug genervt.^^''


    Ich wünsch dir gute Besserung


    Hochachtungsvoll


    Epimonandes