Wettbewerb 09: Utopie/Dystopie

  • In diesem Thema habt ihr eine bestimmte Anzahl an Punkten zur Verfügung, die ihr den Texten im Tab "Abgaben" geben könnt. Dabei ist zu beachten, dass ihr nahezu frei wählen könnt, wie ihr die Punkte verteilt und welche Texte mehr Punkte als andere bekommen. Achtet jedoch darauf, dass ihr die Punkte, die euch zur Verfügung stehen, komplett ausschöpft. Votes, welche zu wenige oder zu viele Punkte enthalten, können leider nicht gezählt werden. Des Weiteren solltet ihr eure Punkte mindestens auf drei Texte verteilen, eure Wahl begründen und natürlich nicht für eure eigenen Texte voten.
    Es ist außerdem hilfreich, euch das "How to vote-Topic" anzusehen. Schreibt ihr in dieser Saison besonders viele Votes, habt ihr die Chance auf Medaillen. Weitere Informationen findet ihr hier: Informationen und Regeln zu den Wettbewerben.


    Wer neben den Votes noch weitere Kritik für sein Werk erhalten möchte, aber kein eigenes Thema erstellen möchte, der kann dies gerne in unserem Feedback-Thema für fertige Texte tun!

    Zitat von Aufgabenstellung

    Eure Aufgabe in diesem Wettbewerb ist es, ein Gedicht zum Thema "Utopie/Dystopie" zu schreiben. Eine Utopie beschreibt einen Wunschtraum von etwas Perfektem, während eine Dystopie genau das Gegenteil beschreibt und zum Beispiel einepessimistische Zukunftsaussicht darstellen kann. Ob ihr ein Utopia oder ein Dystopia erschafft, ob ihr euch Fragen wie "Sind Träume oftmals nur Utopien, die niemals wahr werden können?" als Grundlage wählt oder Sonstiges, ist dabei völlig euch überlassen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie das Thema umgesetzt werden kann und ihr habt die freie Wahl. Lasst eurer Kreativität freien Lauf! Ein Pokémonbezug ist dabei nicht verpflichtend.



    Ihr könnt 6 Punkte verteilen, maximal 3 an eine Abgabe



    Wenn ihr nicht wissen solltet, wie ihr eure ID herausfindet, könnt ihr dies unter anderem hier nachlesen.


    Der Vote läuft bis Sonntag, den 07.06.2015, um 23:59 Uhr.
    [tab=Abgaben]








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  • Download-Post


    Wie gewohnt könnt ihr euch die Abgaben der Wettbewerbe hier im PDF- und ePub-Format herunterladen, um so auch unterwegs lesen zu können.
    Die PDF wurde von @Sheogorath und das ePub von @Sakul erstellt. Sollten Fragen und/oder Anregungen bestehen, dann zögert bitte nicht die Urheber deswegen anzusprechen; konstruktive Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen.
    Für eine kurze Anleitung und noch einmal die Einführung zu den "Wettbewerben unterwegs" klicke hier.
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    [tab='Schwarz']
    Gut, dass ich mir lieber eine andere Erzählform gewünscht hätte habe ich bereits gesagt. Und eine genaue Analyse, welche Abgabe nun perfekt der Aufgabenstellung entspricht sollte jetzt auch niemand erwarten, zumindest werdet ihr aber erfahren, was mir gefällt bzw. ob mir überhaupt etwas gefällt. Ich bin gerade selbst gespannt auf die (leider nur) sieben Abgaben.


    [tab='tot.']
    Abgabe 1
    Und ich hatte mir hier schon beim lesen der ersten Strophe gedacht, dass das wohl einem Fandom angehört, am Ende wurde es mir dann bestätigt (ich hab 1984 leider nie gelesen). Tatsächlich wurde hier versucht eine kleine Geschichte zu erzählen, was letztendlich an der Erzählfom etwas gescheitert ist, was aber nicht deine Schuld ist, der Versuch ehrt dich. Zum Ende hin wurde es mir dann schon fast etwas langatmig, aber durchaus eine gelungener Einstieg zu diesem Thema.


    Abgabe 2
    Lass mich überlegen... Herrscher über Raum und Zeit... du bist ein ganz bestimmtes Pokemon!?
    Wobei ich mich hier schon frage, wie sinnvoll es ist, wenn manche (nicht nur eine!) Strophen lediglich aus einzelnen untereinandergeschriebenen Worten bestehen. Die Idee fand ich passabel, das Ende sogar fast gelungen, aber insgesamt ist mir das ein bisschen wenig.


    Abgabe 3
    Ich hatte gedacht/gehofft, die Eule würde sich Herrn oder Frau Hase schnappen. Dass diese beiden Hasen nicht schon lange ... ähm ... zusammengekommen sind, wäre wohl in der Realität die eigentliche Utopie.
    Nett und auch ein bisschen lustig, für mich leider zu wenig zum Thema passend.


    Abgabe 4
    Willkommen im Kommunismus! Hört sich doch recht verführerisch an, wie ich finde.
    Sehr schön strukturierte Abgabe, die sich wunderbar liest und was soll ich sagen ... dieses Kollektiv darf sich sicherlich über eine angemessene Jahresendprämie in Form einer Belobigung freuen.


    Abgabe 5
    Garnicht mal schlecht geschrieben und aufgebaut. Vorhersehbar, aber trotzdem gut. Was allerdings auch bedeutet, dass dieser Abgabe irgendwie das Besondere, die Inspiration fehlt.


    Abgabe 6
    Ich hab ein Herz für Dinos und die Idee dieser Abgabe ist schonwieder so verrückt, dass ich dafür wohl Punkt(e) gegen den Abstieg vergeben werde. Schon, weils mal etwas völlig anderes ist... \o/ \o/ \o/


    Abgabe 7
    Zum Abschluss nochmal eine etwas längere Abgabe, dir mir im Vergleich zur ersten allerdings nicht ganz so langatmig erschien. Zwar bin ich nicht der riesige Fan von Geschichten mit Tieren, aber hin und wieder (vorallem wenn es schön geschrieben ist), lese ich das ganz gerne mal. Über ein oder zwei kleine Fehlerchen und die Formatierung, die das lesen etwas erschwert hat, sehe ich einfach mal hinweg.


    [tab='Drei']
    ID: 59234
    A4: 3
    A7: 2
    A6: 1



    Als Fazit bleibt für mich leider nochimmer, dass mit der Beschränkung auf die Gedichtform hier viel Potential verschenkt wurde, zumal ich daran zweifle, dieses oder ein vergleichbares Thema so schnell wiederzusehen. :verysad:


    [/tabmenu]

    Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kehren die Toten auf die Erde zurück! (DotD)


    Per aspera ad astra!
    Momentan kein Partneravatar mit Missy!

  • [tabmenu]
    [tab=Immer]
    Ich muss ehrlich sagen, dass ich bei der Aufgabenstellung auch ein wenig enttäuscht war, als ich dann "Gedicht" las... Andererseits wollte ich sowieso mich mal intensiver mit Lyrik beschäftigen, also was solls. Wenigstens hat man beim Vote auch weniger zu lesen, auch wenn ich stellenweise immer noch unsicher bin, was jetzt mit dem jeweiligen Gedicht genau ausgedrückt werden soll. Aber egal, ich interpretiere mal einfach überall irgendwas rein, auch auf die Gefahr hin, etwas völlig falsch zu verstehen und am Ende wie ein Idiot dazustehen.
    [tab=optimistisch]
    [subtab= Liebe ist Hass]
    Als Leser von 1984 war mir nach der ersten Strophe, die förmlich zu schreien scheint "Hey, es geht um 1984!" das Thema sofort klar. Der Titel fügt sich dabei schön in die widersprüchlichen Parolen der Partei aus dem Roman ein. Das Gedicht scheint dabei analog zum Roman die Geschichte einer Person zu erzählen, die gegen das bestehende System rebellieren möchte. Dabei bin ich nicht ganz sicher, ob das Gedicht auch wirklich die Geschichte aus dem Roman erzählt, denn eigentlich passt der Inhalt zwar dazu, aber es gibt hier und da ein paar Sachen, die anders abzulaufen scheinen und dann aber auch wieder einige Dinge, die exakt übernommen worden sind, wie zum Beispiel den Fünf-/Vier-Finger-Test. Möglicherweise ist es auch nur ein ähnliches Ereignis.
    Formal gesehen ist das Gedicht ein einziges Chaos, Reime wechseln sich mit ungereimten Versen ab und das Metrum ist ebenfalls unregelmäßig. Mag sein, dass dadurch die chaotische, dystopische Welt repräsentiert werden sollte.
    An sich ist das insgesamt eine ganz solide Arbeit, auch wenn es mir persönlich ein wenig zu lang und gerade zum Ende hin zu ausgedehnt ist. Dass der Schluss dann so plötzlich kommt, ist wohl beabsichtigt.
    [subtab= Ich bin...]
    Ich muss sagen, dass ich nicht wirklich weiß, wer da jetzt gemeint ist. Wenn man voraussetzt, dass hier ein Pokémonbezug vorhanden ist (worauf ich mich jetzt nicht verlassen würde), dann gäbe es schon ein paar Kandidaten, "Manifestation des Chaos" lässt mich an ein ganz Bestimmtes denken (aber der Werbinich-Wettbewerb ist doch schon gelaufen ), aber sonst gibt es einfach ein bisschen zu viel Interpretationsspielraum, was aber an sich meiner Ansicht nach nicht schlimm ist, da so ein kleines Geheimnis bleibt.
    Es gibt keine Satzzeichen, das lässt das ganze irgendwie wie einen einzigen Gedanken wirken, fast schon flüchtig, aber dennoch vorhanden. Der Aufbau ist auch insofern interessant, als dass zum Teil einzelne Wörter dastehen, die für sich auf den Leser wirken können, was in mir leider nicht wirklich etwas auslöst, aber das ist wohl auch Geschmackssache. Auf einen geregelten Aufbau wird teilweise verzichtet (jedoch besteht fast jede Strophe aus vier Versen), was mich auch wieder ans Chaos denken lässt, gleichzeitig entsteht durch die Verwendung des Präsens der Eindruck, dass diese Dystopie "real", also bereits vorhanden ist und nicht irgendwo in der (vermeidbaren) Zukunft liegt.
    [subtab=Der Hase und die Eule]
    Hier wird das potentielle Zukunftsszenario der Utopie, welches alle betrifft, zunächst auf eine persönliche Ebene reduziert, was auch mal ganz interessant ist, wobei ich mich frage, ob das Ende mit "sie reden oft und machen nie" sich vielleicht auch wieder (möglicherweise als Gesellschaftskritik) verallgemeinern ließe. In diesem Sinne könnte man die Situation auch wieder metaphorisch sehen und auf den Menschen übertragen. Man könnte sogar so weit gehen, es von dieser Situation auf andere zu übertragen, Stichwort Prokrastination, aber das ist nun wirklich eine weitreichende Interpretation.
    Ich finde dieses Gedicht eigentlich ganz niedlich, irgendwie lässt mich der Titel automatisch an die Fabel vom Igel und dem Hasen denken. Aber leider reißt sie mich jetzt auch nicht so wirklich vom Hocker, muss ich sagen, aber mal sehen.
    [subtab=Willkommen im Paradies]
    Nun, ich habe diese Abgabe gelesen und dachte trotz der ersten Strophen, die alles noch in einem relativ guten Licht erscheinen lassen, dass gleich ein fettes Aber kommen muss. Und das war dann auch der Fall. Erinnert an die düsteren Zukunftsszenarien, die man sich zum Kommunismus ausmalt, kann aber auch eine andere Philosophie hinterstecken. Gleichwohl, hinter diesem Reich steckt offenkundig etwas "Einzelnes" (es heißt ja "mein Reich") und ich frage mich, ob das dieses Kollektiv ist (welches sich sozusagen komplett selbst regiert) oder ob das etwas weniger raffinierte Szenario eines Diktators zugrunde liegt. Passend dazu klingt dieses Gedicht auch zunächst vollkommen harmonisch, will sagen zusammenpassend und enthüllt erst auf den zweiten Blick vielleicht einige kleinere Unregelmäßigkeiten (sofern man ganz penible Maßstäbe anlegt). Mir gefällt es auf jeden Fall.
    [subtab= Was war, was wird.]
    Und endlich eine wahre Utopie, wenn vielleicht auch ein bisschen einfach gestrickt. Andererseits, wie soll man auch groß anders eine heile Welt beschreiben? Unsicher bin ich mir hier, ob der erwähnte Krieg auf ein reales historisches Ereignis anspielt und somit die Hoffnung der Menschen auf einen Wiederaufbau nach verheerender Zerstörung, der in einer besseren Welt enden soll, beschreibt (was wohl auf viele Kriege der Geschichte zutreffen würde) oder aber tatsächlich eine Zukunft beschreibt, in der es wirklich einen "letzten" Krieg gab. Ich tendiere aus verschiedenen Gründen zu letzterem. Andererseits kann man den Krieg auch als den (eben nicht ewig währenden) Kampf zwischen Liebe und Hass sehen, worauf dann möglicherweise in der fünften Strophe angespielt wird.
    Auf alle Fälle ist dieses Gedicht schön geschrieben und ich mag es wirklich.
    [subtab=Neubeginn]
    Hier kann ich nun beim besten Willen nichts interpretieren und muss die Abgabe einfach wörtlich verstehen. Ich gehe mal davon aus, dass das Gedicht so verrückt und ein wenig bizarr klingen soll, aber es erzielt auch dann leider bei mir nicht die gewünschte Wirkung. Die Reime finde ich leider stellenweise etwas gezwungen und auch wenn das so beabsichtigt war, trifft es meinen Geschmack einfach nicht. Das soll nicht heißen, dass die Abgabe schlecht wäre, sie ist nur einfach auf eine Weise außergewöhnlich, die mich nicht so sehr anspricht.
    [subtab=Gebrochene Flügel]
    Das sind keine echten Tiere, oder? Würde ich das jetzt interpretieren, scheint es darum zu gehen, dass das lyrische Ich als geisteskrank gilt, es aber nach eigener Ansicht nicht ist, selbst wenn die Ärzte und die Mutter (?) etwas anderes behaupten, während das lyrische Ich in Bildern und Metaphern zu denken scheint. Und wenn die Flügel als Symbol der freien Entfaltung (der Schönheit) gelten können, dann ergibt das vielleicht auch Sinn in der Hinsicht, dass diese verhindert wird. Ein Schmetterling ist ja im Volksmund ein Tier, welches nicht lange irgendwo bleibt, wechselhaft ist und dadurch ja viel erleben müsste. Den Adler kann man hier metaphorisch vielleicht in dem Fall als überfürsorglich, mitunter aggressiv und herrscherisch verstehen, wenn es um seinen Nachwuchs geht. Aber auch hier ist das wieder ein Gedicht, dass ich nicht zweifelsfrei zu interpretieren vermag, was ich aber, wie schon einmal erwähnt, ganz gerne mag.


    Edit: Gerade ist mir noch eingefallen, dass Homosexualität ja auch noch gar nicht mal so lange von der Liste der Geisteskrankheiten gestrichen ist... Aber einen wirklichen Bezug hierzu, der das Gedicht als Statement für diesen alternativen Lebensstil wirken lassen würde, kann ich jetzt nicht so wirklich erkennen, auch wenn das nicht eindeutig auszuschließen ist. Es gibt eben viel Interpretationsspielraum.
    [tab=bleiben]
    Das ist mir echt nicht ganz leicht gefallen, die Punkte jetzt zu verteilen, da eigentlich jede Abgabe auf ihre Art und Weise etwas Tolles sich hatte. Also gehe ich mal wieder nach meinem persönlichen Geschmack und das wars dann.


    ID: 101835
    A3: 1
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    A7: 2



    [/tabmenu]

  • Okay, Wettbewerbszeit.


    [tabmenu]
    [tab='Vorwort']


    Ein schönes Wettbewerbsthema, leider habe ich in letzter Zeit nicht die Kreativität, bei Wettbewerben mitzumachen. Aber ich werde mein bestes geben, jedem von euch etwas zu schreiben, was euch hoffentlich weiterhilft. Und ich kann jetzt schon sagen, dass es mir wahrscheinlihc unglaublich schwer fallen wird, die Punkte zu verteilen ;___;
    "Edit": Warum Gedichtform? Das hatte ich ganz vergessen ^^ Aber gut, ändert nichts!
    [tab='Kommentare']

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    [tab='Punkte']
    ID: 74184
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    A4: 3
    A7: 1


    Oder für die Leute, die sich wie ich nie ihre Nummern merken können:
    Einen Punkt gibt es jeweils für "Liebe ist Hass", "Der Hase und die Eule" und "Gebrochene Flügel", im Vergleich dazu sagenhafte drei Punkte an "Willkommen im Paradies", herzlichen Glückwunsch zu einem wunderschönen Gedicht!


    Es kommt mir so unglaublich ungleich verteilt vor, dass Nr. 4 gleich 3 Punkte bekommt und die anderen nur einen, aber wenn ich das auf zwei runterstufe, kommt es mir wieder zu wenig vor... am Liebsten hätte ich 2,5 dafür und 1,5 für Hase und Eule... und noch welche übrig für die, die jetzt gar keine Punkte haben ;__; Jetzt muss es so sein. Dementsprechend verabschiede ich mich jetzt mit der falschen Signatur.


    -ֆהტϣ
    [/tabmenu]


    -¥υεϨ

  • [tabmenu][tab='Ein KreaTief'][subtab=Vorwort]Ich wollte auch einen so tollen Spruch haben, wie die beiden ersten Voter. Oder so. Nunja, er ist mir erst am Ende des Votes eingefallen. Aber es stimmt.
    Also wieder Gedichte! ^-^ Ich bewerte der Reihenfolge nach, nachdem ich sie (laut) gelesen habe. Mal sehen, ob die Zukunft eher hell oder dunkel ist. [subtab=Liebe ist Hass]Liebe und Hass sind beides sehr leidenschaftliche Emotionen und es wird oft gesagt, zwischen ihnen bestehe nur ein dünner Grad. Dein Gedicht beschreibt diese Entwickling. Zum einen zum Großen Bruder von Hass zu Liebe und andersherum zur Frau, die das Lyrische Ich verriet. Ich muss ja zugeben, dass ich zunächst bei der Partei an den Nationalsozialismus gedacht habe. Das wirkte ja zuerst wie eine Utopie, was alles versprochen wurde, wurde dann aber ebenso zu einer Dystopie. Das Buch selbst kenne ich nicht, aber ich hab schon davon gehört. Der Kurzbeschreibung von Wikipedia nach hast du dich in deinem Gedicht an den Inhalt gehalten, was natürlich etwas weniger Ideenreichtum bedeutet. Das erklärt wahrscheinlich die beeindruckende Länge. Auch muss ich sagen, dass es mir als Gedicht nicht ganz so sehr gefällt. Es ist zwar nicht schlecht zu lesen, aber wirklich gut mMn auch nicht. So lässt sich mein Eindruck zu diesem Text zusammenfassen: Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.
    [subtab='Ich bin ....']Wieso vier Punkte im Titel? Normal wäre drei. Wir haben also wieder eine Dystopie. Ich muss sagen, ich bin unglaublich schlecht in sowas, also weiß ich jetzt nicht, was das Lyrische Ich ist. Hass, was in der neunten Strophe erwähnt wird, klingt aber ganz gut. Es ist ein sehr freies Gedicht. Ich stehe solchen immer gespalten gegenüber. Sie können mich durchaus überzeugen, aber nicht sofort. Es war nicht schlecht beim Lesen. Man bemerkt sofort den negativen Aspekt, der schön ausgearbeitet wurde. Und dieses Gedicht hat etwas, definitiv. Ich kann allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, ob es auch für Punkte reicht.
    [subtab=Der Hase und die Eule]Ein fast nichtssagender Titel, weil Hase und Eule sogesehen nur "Verpackung" für den Inhalt sind. Wenn ich das Gedicht richtig verstehe, dann geht es darum, dass man etwas tun sollte, allerdings immer wieder im Konjunktiv spricht und nichts tut. Bedeutet, dass die utopische Welt nie sein wird, da wir (symbolisiert durch den Hasen) nie über den Konjunktiv hinaus kommen. Interessant dieser Gedanke, er gefällt mir wirklich sehr. Das Gedicht ist kurz, aber es braucht auch wirklich nicht mehr, um auf den Punkt zu kommen. Und sich kurz zu fassen ist meist die größte Kunst. Das Reimschema ist etwas unregelmäßig, sodass ich ein/zwei Male brauchte, um das Gedicht tatsächlich flüssig lesen zu können, aber es fällt nicht negativ auf. Ich muss sagen, dass dies eine sehr kreative Umsetzung des Themas ist. Ich weiß noch nicht, wie es so um Punkte steht, aber bisher ist dieses Gedicht nicht schlecht aufgestellt.
    [subtab=Willkommen im Paradies]Paradies klingt ja im ersten Moment mehr als utopisch, aber dieser Titel lässt irgendwie sofort daran zweifeln. Und du lässt offen, wie man diese Welt nun bewertet; ob positiv oder negativ. Denn im ersten Moment klingt alles toll, aber die Geschichte hat uns gelehrt, dass so etwas nicht klappen kann. Die Stimmung im Gedicht kippt und doch bleibt der Stil erhalten. Ich stelle mir einen breit lächelnden Mann vor. Der lockt. Er lockt in sein Reich und ich bin mir nicht sicher, ob der letzte Vers noch eine Auswahlmöglichkeit lässt. Es gab mal ein Gedicht über so einen Creepy-Pasta-Clown (Jack oder so), der die Kinder in sein Reich gelockt hat. Das Gedicht erinnert mich ein wenig daran. Es hat eine klare Strucktur und einfach die absolut passende Wortwahl für das, was du damit ausdrücken möchtest. Für mich war das bisher das beste Gedicht in diesem Wettbewerb.
    [subtab='Was war, was wird.']Dieser Titel könnte alles und nichts bedeuten. Er verrät noch nicht, dass dies das erste durchweg positive Gedicht des Wettbewerbs ist. Ich muss sagen, dass ich beim Lesen ab und zu gestockt habe, aber du hast dich wirklich um ein schönes Versmaß bemüht, das merkt man. Es gefällt mir wirklich, mal etwas Positives zu lesen, und insgesamt ist es auch sehr schön verpackt. Ich habe stilistisch nur Kleinigkeiten auszusetzen, die zu klein sind für einen Wettbewerb. Nur diese Aufspaltung des letzten Verses wirkt stockend auf das Lesen. Ich finde auch, dass du Utopia eigentlich überhaupt nicht hättest erwähnen müssen. Es war auch so klar. Man kann die Freude des Lyrischen Ichs durchaus durch die Verse spüren. Manchmal ist es dann besser, das Offensichtliche nicht noch einmal zu erwähnen. Aber es schadet dem Gedicht nicht zu sehr. Mir gefällt es insgesamt doch sehr.
    [subtab=Neubeginn]Neubeginn kann ja sowohl positiv als auch negativ sein, an dieser Stelle würde ich mal sagen, hängt es davon ab, was für ein Fan man ist. Ich musste tatsächlich erstmal lachen, als ich Bayern las. Die große Frage, die sich mir nun stellt: Ist das wirklich von einem Fan geschrieben oder eher parodistisch gemeint? So oder so, du bringst die Freude eines Fans rüber, weshalb das Gedicht für sich eher utopisch ist. Aber tja, wer weiß. An manchen Stellen ist das Gedicht etwas holprig, aber ich finde, das macht es mit seinem Charme wieder wett. Denn Charme hat das Gedicht alle mal. Ich hab zwar nicht sonderlich viel Ahnung von Fußball, aber das Gedicht kann trotzdem überzeugen.
    [subtab=Gebrochene Flügel]Es klingt dystopisch. Sowohl der Titel als auch das Gedicht, aber ich werde nicht ganz schlau daraus. Wahrscheinlich bin ich einfach zu blöd all diese Metaphern zu verstehen. Das ist mir schon häufiger bei Gedichten aufgefallen. Was mir ungemein gefällt an diesem Gedicht, ist der Konjunktiv des letzten Verses einer jeden Strophe. Diese Kontinuität, diese Verbindung zwischen all den Strophen ist wirklich schön. Nur die Würde, die stört mich ein bisschen. Auch wenn man sicher mit der Regel, wenn der Konjunktiv dem Indikativ gleicht, argumentieren kann. Der Satzbau ließe nichts anderes als den Konjunktiv zu. Wahrscheinlich geht es hier tatsächlich um ein geistig krankes Kind, in dessen Welt wir blicken dürfen. Deshalb ist sie wohl auch so schlecht zu greifen. Die Punktevergabe wird unglaublich schwer. Ich weiß noch nicht, wie stark dieses Gedicht mitspielen wird. Ich möchte, dass du weißt, dass es mir gefällt. Du kannst schreiben, das merkt man. Und alle anderen haben das bisher auch honoriert. Ich weiß noch nicht, ob es bei mir auch klappt.
    [tab='ist Dystopie.'][subtab=Nachwort]Ich hatte es lange nicht so unglaublich schwer bei der Punktevergabe und danke allen Autoren dafür. Es gab einfach kein schlechtes Gedicht; das ist für mich der beste Wettbewerb seit langem. Vielen, vielen Dank für all die tollen Abgaben, auch wenn ich die ersten beiden schnell ausgeschlossen habe. Ihr wart alle toll! Willkommen im Paradies war zwar schnell mein Favorit, aber danach wurde es umso schwerer. Mit acht oder zehn Punkten wäre ich deutlich einfacher gefahren. Und ich entschuldige mich für die Punkteverteilung, weil sie subjektiv ist und einfach nicht genug die tollen Leistungen hier honoriert. Aber Was war, was wird. und Neubeginn haben einfach die Nase vorn gehabt. Tut mir leid.
    [subtab=Punkte]
    ID: 57311
    A4: 3
    A5: 2
    A6: 1
    [/tabmenu]

  • [tabmenu][tab=Gute Tabtitel]Hiermit meldet sich die gute Kiri auch beim dritten (oder zweiten? ?_?) Lyrikwettbewerb der Saison, so wie es sich gehört natürlich mit Kommentaren zu allen Abgaben, weil sie Gedichte nunmal liebt und gerade selbst nicht weiß, warum sie über sich in der dritten Person schreibt...
    Jedenfalls folgt jetzt mein halbwegs qualifizierter Quatsch, viel Spaß damit.
    [tab=sind nur][subtab=Liebe ist Hass]Ich hab ziemlich schnell verstanden, dass es um 1984 ging (was ich noch nie gelesen habe, was ich mal ändern sollte...), mit Überwachungsstaat und Gedankenkontrolle und allem... Wie gut die Gedankenkontrolle funktioniert, wird absolut deutlich, indem das Gedicht erst von diesem Hass auf das System und die Partei umschlägt auf volkommene Zustimmung und Liebe, sodass sogar die Liebe zur Partei über die Frau, die das lyrische Ich liebt, gestellt wird. Fand ich sehr eindrucksvoll formuliert und aufgebaut.
    Ein Versmaß konnte ich leider keines erkennen und die Reime tauchen auch nur sehr unregelmäßig auf, aber der Inhalt macht das für mich wieder wett.
    [subtab=Ich bin ....]Erstmal ist dieser vierte Punkt in der Überschrift sehr unschön.
    Du bist... der Hass? :huh: Keine Ahnung, aber das ist das Einzige, was ich mir vorstellen kann. Wär ganz nett gewesen, das am Ende aufzulösen, aber so muss man wohl noch ein paarmal drüber nachdenken.
    Den Aufbau finde ich eigentlich gut, nur dass die zweite Strophe die einzige mit fünf Versen ist, ist etwas unschön, zumal es nicht wirklich einen Grund zu haben scheint. Auch die vorletzte Strophe mit ihren unverhältnismäßigen ewig langen Versen finde ich nicht so schön.
    Das fehlende Reimschema und Versmaß stört mich auch nicht wirklich, es ist trotzdem schön zu lesen und hat so vielleicht sogar die bessere Wirkung.
    [subtab=Der Hase und die Eule]Auch wenn mir der Bezug zum Thema erst beim zweiten Mal durchlesen wirklich klar wurde, gefiel mir dieses Gedicht gleich von Anfang an. Vor allem das Reimschema, das auf den ersten Blick total unregelmäßig erscheint und doch so, wie es ist, Sinn ergibt, gefällt mir sehr gut, wie auch die wiederholten Verse und die unterschiedlichen Verszahlen in den einzelnen Strophen. Sowas gefällt mir einfach.
    Vom Inhalt her finde ich es gut, dass sich das Thema mal auf so einen persönlichen Zusammenhang bezieht und außer den beiden Hasen niemanden wirklich betrifft, keine Weltzerstörung, kein böses System, kein Krieg, kein allumfassendes Chaos... einfach nur ein Hase, der sich nicht traut, eine Häsin anzusprechen. Gefällt mir.
    [subtab=Willkommen im Paradies]Wohl eher "Willkommen im Kommunismus". An sich ja jetzt kein total überraschendes, neues Szenario, einfach nur die worst-case-Zukunftsvision, die man sich so vom Kommunismus malt. Der Aufbau gefällt mir aber. Während es anfangs noch nach Propaganda aussieht, wird gegen Ende das wahre Gesicht dieses "Reiches" offenbart.
    Das Reimschema wird schön durchgehalten und das Versmaß ist, abgesehen von ein paar holprigen Stellen, auch gleichmäßig.
    [subtab='Was war, was wird.']Das Ende des Krieges... Ob das wirklich immer ein Utopia ist? Bedeutet das Ende eines Krieges nicht eher, dass das Land in Schutt und Asche liegt und erst wieder aufgebaut werden muss? Utopia klingt für mich irgendwie anders. Der Moment, in dem es heißt: Der Krieg ist vorüber, nun herrscht der Frieden!, dürfte aber für die Menschen, die den Krieg schon lange satt haben, wirklich wie eine Erlösung, wie Utopia scheinen. Diese Freude und Euphorie über den Frieden, der nun endlich herrscht, spürt man als Leser förmlich.
    Reimschema und Versmaß sind regelmäßig, auch wenn ich bei ein paar Versen über Letzteres gestolpert bin. Dieses "Utopia", das als einziges Wort nochmal gesondert in einer eigenen Strophe steht... Naja. Kann man so als schönes Stilmittel sehen, ich finds eher unnötig. Aber sonst schön, ich mags. :3
    [subtab=Neubeginn]Für mich wärs ja die Utopie gewesen, wenn die sch*** Hamburger (lecker :P ) endlich mal abgestiegen wären... :|
    Na gut, das Gedicht hat mich zum Lachen gebracht, weils einfach so unerwartet kam. Die Idee ist einfach witzig.
    Die Reime sind mir teils etwas zu erzwungen und ein Versmaß ist nicht vorhanden, die Verse sind nichtmal annähernd ähnlich lang, was bei mir den Lesefluss schon ziemlich gestört hat.
    [subtab=Gebrochene Flügel]Warum zentriert? Das ist so doof zu lesen. :(
    Tiermetaphern, so etwas finde ich immer schön. :3 Wenn ich das richtig verstehe, geht es hier um jemanden, dem von seinen engsten Angehörigen die Freiheit genommen wurde, zu tun, was er oder sie will, der aber trotzdem kämpfen will. Gerade die letzte Strophe finde ich sehr eindrucksvoll, aber auch der Rest ist super, das Gedicht hat mich richtig in seinen Bann gezogen.
    Das fehlende Versmaß und die fehlenden Reime stören mich auch nicht, vielmehr könnte man es so interpretieren, dass die freien Verse für die Freiheit stehen, die sich das lyrische Ich erkämpfen will.
    Alles in allem ein sehr schönes Gedicht, das mich berührt hat.
    [tab=eine Utopie]ID: 44497
    A2: 1
    A3: 1
    A5: 1
    A7: 3


    Die Punktevergabe fiel mir echt schwer, am liebsten hätte ich allen Gedichten Punkte gegeben... Echt ein toller Wettbewerb. :) [/tabmenu]

  • [tabmenu]
    [tab=We can ... together...]
    Hallo,


    ja ich lebe auch noch ^^ Ich bin zwar kein Gedichtprofi und mein Lieblingsgenre ist es auch nicht, weil ich mich immer wie ein Anfänger fühle, wenn ich was zu einem Gedicht sagen soll, aber leider kann ich inzwischen nicht mehr mit dieser Ausrede kommen, weil ich schwarz auf weiß habe, dass ich Gedichte analysieren kann. XD Deshalb beehre ich euch jetzt auch mal. So und bevor ich solange herum rede, das Ragnarök ausbricht, will ich mal mit den Votes anfangen. Dazu muss ich aber sagen, dass ich mal wieder nur zu denen was sage, die ich auch bepunkte. Seit mir deshalb nicht zu böse...
    Loki: Bonnie fang endlich an und sei still!
    Ich: (kneels) Yes my Lord. :love:
    Ihr habt es gehört, Loki hat es mir befohlen, also los.


    [tab=Sentiment]


    Liebe ist Hass:
    Also das Fandom war mir vorher nicht bekannt, bzw. scheint es ja ein Buch zu sein, das ich jedoch nicht kenne. Das spielt jedoch keine Rolle, wie ich finde. Auch ohne die Fandom angabe, ist die Geschichte die erzählt wird sehr geglückt, und die Story, die das Gedicht vermittelt, bewegt einen ziemlich. Zumindest ging es mir so. Ich bekam einen kleinen Stich, aufgrund dessen, was mit dem lyrischen Ich passiert war und ich liebe es, wenn ein Gedicht es schafft, mich zu berühren. Doch die Länge des Gedichtes … ja … ich weiß ich sollte nichts sagen, ich habe ja selbst halbe Monstergedichte, was die Quantität anbelangt, dennoch manchmal liegt in der Kürze die Würze und vielleicht hätten ein paar Strophen weniger dem Gedicht gut getan, wobei ich selbst weiß, das das töten von Strophen im nach hinein eigentlich unmöglich ist, weil man das Gefühl hat dem Gedicht die Organe aus dem Leib zu schneiden. Aber genug von meiner Arzt Metapher, ein hübsches Gedicht. Darf ich zuletzt vermuten, dass du zu denen gehörst, die sich hier einen Fließtext gewünscht hätten? Ich vermute es, aufgrund der Wahl deines Gedichtes. Ist aber nur eine Vermutung.



    Der Hase und die Eule:

    Auch ich gehöre zu den Menschen, die es lieben, wenn Tiermetaphorik benutzt wird. Ich bin sowieso ein Freund von Metaphorik, von Symbolen, wobei ich sogar glaube, dass die Protagonisten hier auch als wahre Tiere gesehen werden können, bzw. sollen. Sicher bin ich jedoch nicht 100% man kann sicher das eine oder andere daraus heraus interpretieren. Faszinierend finde ich hier, dass es eigentlich um die beiden Hasen geht, da die Hasen nicht fähig sind, ihr Leben zu Leben, da sie sich nicht trauen und irgendwann erkennen werden, erkennen müssen, dass sie die Chance verpasst haben, ihr Utopie zu finden, weil sie Angst vor dem haben, was sein könnte und sich deshalb in ein „Was wäre wenn“ verrennen, bis sie erkennen, das das Problem ein „If only...“ ist... Und obwohl es um die Hasen geht, die meiner Meinung nach für so viele Menschen, für so viele Schicksale, so viele Leben stehen, heißt der Titel nicht die Zwei Hasen oder ähnliches. Sondern man wird auf die Eule verwiesen, die eigentlich nur zusieht. Doch die Eule kann nichts tun, es ist nicht ihr Leben, sie kann den Hasen hin weißen, doch sie kann nicht sein Leben leben. Eine schöne Geschichte, eine nette Symbolik, die ich doch nicht zerkauen will, das nimmt dem Gedicht das Gedicht ;D Gefällt mir sehr.



    Willkommen im Paradies:
    Ich weiß, es wird 100% nicht darum gehen, doch … für mich geht es hier nicht unbedingt um den Kommunismus. Ich erkenne darin eher die Borg – die jedoch auch den Kommunismus symbolisieren sollten. Gerade durch die mehrfache Interpretations-, Deutungsmöglichkeit, lässt sich das Gedicht an verschiedene Lebenssituationen anpassen, nicht nur im Bezug auf einen Staat, sondern auch auf ein Individuum selbst. Denn wenn wir auf die Borg zurück kommen, so ist Einer doch wir und wir ist einer. Dadurch könnte man theoretisch auch den versuch eines Individuums sehen, das den Anschluss in die Gesellschaft sucht, da es anders war, und jetzt wo es gleich ist, glaubt es glücklich zu sein, doch da merkt es, dass es das verloren hat, was es glücklich stimmte: Sich selbst. Es gibt viele Sichtweisen, viele Anwendungsmöglichkeiten, und den von mir so geliebten tieferen Sinn, hinter etwas. Dieses Gedicht berührt einen, und es lässt einen nicht einfach so stehen. Vor allem schön finde ich auch, die stilistische Umsetzung, denn gerade die erste und letzte Zeile, die sich durch ihre unterschiedliche Gleichartigkeit so einprägen, verleihen dem Gedicht etwas besonderes. Oh ich könnte hier auch den guten alten Spruch: Das Leben ist kein Ponyhof einbringen, dem das Gedicht auch gerecht wird, da es aufzeigt, das nichts perfekt ist, dass alles gute und schlechte seiten hat, und doch geht es nicht darum, aber ich höre hier mal auf. Ich habe schon viel zu viel interpretiert … und ich habe Spaß daran. ^^
    Loki: Bonni X(  
    Ich (kneels): Ich gehe schon … ich gehe schon... :pflaster:



    Was war, was wird:
    Ah gleich eine Alliteration im Titel, hübsch. Gerade das macht den Titel äußerst anziehend finde ich, hat was. Ich war sehr gespannt zu sehen, was sich dahinter verbirgt und ah, wir haben mal ein Happy End ^^ Irgendwie finde ich es etwas einfach, ja ich weiß, ich weiß, es geht um Friede Freude Eierkuchen und ja, nur Ragnarök und Tot und noch mehr Ragnarök sind nicht gerade das, was man sich wünscht, aber trotzdem, ist es einfach irgendwie, - ich will nicht sagen einfacher – tiefgängiger. Ragnarök ist nicht gleich Ragnarök, was nicht heißt, das Frieden gleich Frieden ist, doch … wenn man an Happy Ends denkt, ist es doch gerade das, was einem in den Sinn kommt, oder? Dennoch finde ich, dass das Gedicht nicht schlecht ist, auch wenn du es dir mit Utopie etwas leicht machst. Von dem was geschrieben wurde ist das Gedicht doch ganz gut gelungen, die Strophen lassen sich schön lesen und die Emotionen, die du übermitteln möchtest, die das lyrische Ich empfindet, sind förmlich greifbar. Insgesamt auch ein äußerst nettes Gedicht.


    [tab=And then he stabbed him]


    Gut ich habe dann mal fertig, oder fast. Kommen wir nun noch zu den Punkten. Ich war mir eigentlich fast ziemlich sicher, wenn ich bepunkten will und wenn nicht. Dennoch möchte ich ganz klar sagen, dass meine Favoriten 3 und 4 sind. Deshalb habe ich versucht das in meinem Vote zu berücksichtigen:


    ID: 29857

    A1: 1
    A3: 2
    A4: 2
    A5: 1


    1+1+2+2= 6 => Yeah


    [/tabmenu]

    [align=center][font='Georgia, serif'][size=12]Never doubt that I love you, cause I'm with you till the end of the line RaichuPorenta Caesurio

  • 01 - Liebe ist Hass
    Beim Titel bin ich mir unsicher, ob Liebe führt zu Hass nicht passender gewesen sein könnte, aber in dem Zug hast du wohl auch diese Gehirnwäsche ausdrücken wollen. Ich kenne zum Glück den Film, da wir mal in Englisch dasselbe Thema hatten. Ohne ihn zu kennen, würde ich dem Inhalt ebenfalls folgen können, da du die Geschichte verständlich herüberbringst. Inhaltlich hätte man an manchen Stellen noch etwas streichen können, z.B. die Strophe über die Lyrik, welche meiner Meinung nach nichts Neues ins Spiel bringt, dafür kurz den Anschein erweckt, dass eine Metaebene geöffnet wird. Außerdem erscheint mir das Ende, der Tod des Protagonisten, recht abrupt und nicht mehr so essentiell, das hätte man ebenfalls weglassen können, ohne dem Gedicht etwas zu rauben.Sprachlich folgt das Gedicht mal reinen Reimen und mal enthält es zahlreiche Waisen, kein Metrum. Das Chaos passt zu einer Dystopie und der Gedankenmanipulation. Zu den bereits aus dem Buch/Film existenten Neologismen wie Neusprech hättest du ruhig noch weitere sprachliche Wendungen einbauen können. Der Schwerpunkt scheint jedoch stark auf dem Erzählen der Geschichte zu liegen und so fehlt mir etwas die Poetizität.


    02 - Ich bin ....
    Der Fanfictionbereich hat mich schon bezüglich Auslassungspunkte sensibilisiert, aber vier sind nun wirklich zu viel des Guten. Ich hätte mir als Titel mehr ein möglichst mysteriöses Synonym für den Tod gewünscht als einen solchen, den man sehr allgemein auffassen kann und der auf jede Vorstellung passen würde. Den Rätselcharakter finde ich jedoch eine kreative Idee und die Vorstellung, dass der Tod eine Dystopie ist, auch recht einfallsreich in Bezug auf die Aufgabenstellung, auch wenn es schon etwas abwegig erscheinen könnte, da eine Dystopie nun nicht direkt beschrieben wird. Da hättest du z.B. versuchen können, die Hölle oder den Status Tod zu beschreiben, um da noch einen größeren Bezug herzustellen. Sprachlich bin ich auch etwas zwiegespalten. Der Tod hält sich als lyrisches Ich wohl recht kurz, aber das lässt den Text nicht so inhaltsvoll wirken, wie er könnte, wenn man Beispiele noch weiter ausformuliert hätte, mehr Bilder erzeugt hätte, etc. Besonders die Aufzählung erscheinen nicht so ansprechend, sondern etwas lieblos und bieten Potenzial, um mehr aus ihnen herauszuholen.


    03 - Der Hase und die Eule
    Der Titel klingt wie in einer Fabel und irgendwie hat dein Gedicht auch einen belehrenden Charakter, weshalb das stimmig erscheint. Eine Szene wird von dir konstruiert, in der mit sprachlichen Mitteln gleich Gegensätze auftreten. Ich bin mir inhaltlich nicht sicher, ob es darum geht, dass der Hase sich nicht traut, die Häsin anzusprechen, oder die Eule noch damit warten möchte, sich den Hasen zu gönnen. Vielleicht spielen beide Interpretationsmöglichkeiten eine Rolle, aber generell mag ich es, wenn man ein Gedicht verstehen, aber zweierlei deuten kann. Das Thema wurde hier auch erfüllt und kommt im letzten Vers zum Vorschein, wobei das ohne diesen nicht so klar gewesen wäre und vielleicht noch von dir mehr herausgestellt werden müssen. Sprachlich und inhaltlich hätte man die Szene auch weiter ausbauen können, aber hier gefällt mir einfach, dass das Gedicht eine oder sogar mehrere Nachrichten besitzt und diese auch ohne großen Inhalt transportiert werden.


    04 - Willkommen im Paradies
    Der Titel lädt ein und fasst diese trügerische Einladung recht treffend zusammen. Ich mag es, dass dein Gedicht sehr flüssig zu lesen ist, schöne Reime enthält und auch inhaltlich auf einige Aspekte dieses Gedanken eingeht. Auch wenn mir konkretere Beispiele aus dem Alltag noch mehr gefallen hätten, ist das Thema eindeutig umgesetzt und der Leser darf selbst entscheiden, ob es oder in welchen Teilen es nun eine Utopie oder eine Dystopie darstellt. Schwierig finde ich nur, dass der Gastgeber selbs ab Mitte des Textes auch Schwächen seines Reichs nennt. Wenn das eine andere Figur übernommen hätte, würde ich dies nachvollziehbarer finden, denn wer würde schon sein eigenes Reich, wenn er es so anbietet, schlecht reden? Vielleicht handelt es sich aber auch um einen fiesen Monolog eines Bösewichts.


    05 - Was war, was wird.
    Der Titel klingt sehr schön und würde mich auf jeden Fall zum Lesen reizen, auch wenn er nun nicht so auf die Kriegsthematik im Gedicht eingeht, das eigentlich einige Spuren von einer Dystopie enthält, jedoch mehr einen Wandel von dieser in eine Utopie beschreibt. Und diese Beschreibung gelingt dir meiner Meinung nach durch sehr schöne Bilder wie die tanzende Asche und generell dieser in sich stimmigen Wortwahl. Man merkt dem Gedicht jedenfalls Poetizität an, es lässt sich flüssig lesen und die Reime wirken ebenfalls sauber, nicht erzwungen, wobei ich in der Hinsicht wegen des Inhalts etwas zwiegespalten bin: Dein Gedicht beschreibt die Entwicklung zwar, geht aber nicht so ins Detail und daher kommt der Inhalt einem stellenweise wiederholend vor, als ob man an einer Stelle stehen bleibt und nicht weiter vorankommt. Die Atmosphäre kommt jedoch schön herüber.


    06 - Neubeginn
    Der Titel klingt leider sehr allgemein, da hätte ich mir schon gleich eine sprachlich ansprechendere Wendung gewünscht, die zum Fußball passt. Die Themenumsetzung gefällt mir bei diesem Gedicht aber außerordentlich gut, weil es mal etwas Modernes, etwas Neues ist, wie hier die Utopie dargestellt worden ist. Die Reime sind teilweise recht kreativ und um die Ecke gedacht, dafür wackelt das Metrum in manchen Versen leider, z.B. am Ende der zweiten Strophe, bei dem ich stocken musste. Ansonsten ist es jedoch flüssig zu lesen, wendet das Fußballvokabular an und ein paar sprachliche Wendungen (unter anderem Metonymien).


    07 - Gebrochene Flügel
    Ich bin mir nicht sicher, ob das nur ein Metapher für eine Krankheit sein soll, oder es wirklich um gebrochene Flügel bei einem Schmetterling geht. Dieser Zweifel führt sich im gesamten Gedicht fort und es hinterlässt bei mir eine zu große Menge an Verständnisfragen: Ist das lyrische Ich geistig oder körperlich erkrankt? Möchte man es vielleicht bewusst in seiner Freiheit einschränken? Sprachlich gefällt mir jedoch deine Wortwahl sehr und man merkt auch, dass du mit einigen Bildern arbeitest, und irgendwie kommt trotz Unklarheit die Nachricht an, dass man nie aufgeben sollte, egal was einen dazu bringt. Verwirrt hat mich, dass im letzten Vers stets der Konjunktiv steht, nur in einem nicht und auch die Auslassungspunkte unterschiedlich verwendet wurden. Außerdem bin ich über die kleingeschriebenen schwingen gestolpert. Inhaltlich finde ich es jedoch schön, dass dein Gedicht uns eine Geschichte erzählt und es sprachlich soweit flüssig zu lesen ist.



    ID: 72746
    A4: 2
    A5: 2
    A6: 2


    (Irgendwie werde ich mit Gedichten heute nicht warm, dabei ist es doch so heiß. Badum! Nein, blöder Spaß beseite. Ich finde alle Gedichte ziemlich gelungen und keines am Thema vorbei. Abgabe 4 erhält die zwei Punkte, da sie auf mich den Konflikt zwischen Utopie und Dystopie am besten herüberbringen konnte und Abgabe 6 bekommt sie, weil dieses Gedicht sämtliche meiner Erwartungen über den Haufen werfen konnte. Abgabe 5 erhält sie vor allem aufgrund der sprachlichen Fertigkeiten. Abgabe 3 und Abgabe 7 hätte ich auch noch gern bepunktet, wenn noch etwas übrig gewesen wäre. Bei Ersterer hat mir vor allem dieser Fabelcharakter gefallen.)

  • [tabmenu][tab=Vorwort]Guten Abend Leute,


    sieben Schreiber, die sich mit dem Schicksal auseinandergesetzt haben. Sieben Dichter, die sich das Thema Utopia und Dystopia durch den Kopf gehen ließen. Mal sehen, welche Gedanken ihnen zu dem Thema eingefallen sind.
    [tab=Kommentare]
    01 - Liebe ist Hass
    Das Fandom kenne ich leider nicht, aber nach etwas Recherche komme ich zu dem Schluss, das einmal lesen zu müssen. Auf jeden Fall finde ich die Idee interessant, die Geschichte eines Charakters Revue passieren zu lassen, der in dieser Welt voller Krieg aufwächst und seine große Liebe findet, dabei auch zwischen zwei Seiten hin- und hergetrieben wird. Da steht die allseits herrschende Partei, die schon diktaturische Ausmaße annimmt und keine Fremdgänger duldet. Das Gedicht lädt daher zum Nachdenken ein. Auf technischer Seite war dein Gedicht ganz in Ordnung. Wo die Reime zum größten Teil gepasst haben, manchmal aber auch leicht erzwungen klangen, hast du dich in den Strophen um einen geeigneten Rhythmus bemüht. Insgesamt also eine eher freiere Interpretation des Paarreims.


    02 - Ich bin ....
    ... ein Vierpunkt. Vermutlich war der nicht beabsichtigt, aber das Gedicht weckt durch diesen unabgeschlossenen Titel Interesse. Ich hätte ja anfangs gesagt, es würde sich um das Nichts handeln, aber es wartet ja auf niemanden. Vermutlich läuft es auf den Tod hinaus, der hier im Verborgenen lauert. Mir gefällt diese kurze, prägnante Ausdrucksweise. Worte, die man sofort versteht und etwas mit ihnen assoziiert, wobei generell vermehrt mit Vergleichen innerhalb einer Strophe gespielt wird. Das hat auch zur Folge, dass du recht frei in der Form geblieben bist und noch viel Potenzial nach oben hin gewesen wäre. Zumal der Bezug zum eigentlichen Thema etwas schwer zu sehen ist. Zumal du dich nächstes Mal um Satzzeichen bemühen solltest.


    03 - Der Hase und die Eule
    Der Titel klingt wie eine Fabel, wobei das eigentliche Gedicht vergleichsweise relativ kurz und knackig ist. Inhaltlich hast du dich auf eine eigentlich klassische Liebesszene gestürzt, wobei der Hase wohl niemals den Mut aufbringen wird, sie anzusprechen. Hier finde ich den Bezug zur Utopie interessant, da es sich hierbei eher um etwas Alltägliches handelt - vermutlich würde dies auch nur für den Moment gelten. Die Eule spricht wahre Worte, insgesamt hättest du das Ganze noch etwas ausführlicher beschreiben können. Man erkennt Potenzial nach oben hin.


    04 - Willkommen im Paradies
    Eine klassische Darstellung des sogenannten Paradieses, das Bösewichte oft in ihrer Weltanschauung beschreiben und anstreben und du triffst mit deiner Aussage auf den Punkt. Dadurch, dass jeder gleich viel wert ist, jeder alles machen kann und jeder glücklich ist, funktioniert die Welt. Eine utopische Anschauung, die auch ihre Schattenseiten mit sich bringt, wie du sie auch ansprichst. Das lädt zum Nachdenken ein und ob man sich solch eine Gesellschaft wirklich wünscht. Du hast auch einen angenehmen Rhythmus im Gedicht drin, sodass es sich gut und locker lesen lässt. Die Reime sind in Ordnung.


    05 - Was war, was wird.
    Auch hier entwickelt sich aus dem ewigen Krieg, dem endlosen Hass und der Traurigkeit langsam eine Vision, die auch die Zukunft vorantreiben wird. Für den Moment scheint dies auch stark herbeigesehnt und durch die Vorgeschichte gehst du klugerweise auf die positiven Aspekte ein. Was auf die Überlebenden wartet, wird sich für sie ja noch herausstellen. Auf jeden Fall liest sich dein Gedicht ebenfalls sehr flüssig und lässt einen natürlich über die aktuellen Umstände in der Welt nachdenken. Davon abgesehen empfehle ich für die Zukunft mehr Satzzeichen und auch, dass Versanfänge kleingeschrieben werden.


    06 - Neubeginn
    Auch wenn ich Fußball eher wenig verfolge, klingt allein die Vorstellung dieser Situation sehr amüsant. Du überzeugst dabei vor allen Dingen mit übertriebenen Floskeln und diesem enormen Enthusiasmus, der in die Aussagen gesteckt wird. Als würdest du dich schon selbst darin parodisieren, worauf auch das Ende noch einmal deutlich hinweist. Eventuell wäre es hier sogar von Vorteil gewesen, noch etwas mehr zu schreiben, aber das nur so am Rande. Die Reime sind dir ganz gut gelungen, das Metrum ist jedoch quasi nicht vorhanden und hier hätte etwas Feingefühl die Stimmung noch verbessert.


    07 - Gebrochene Flügel
    Die Botschaft ist interessant. Innerhalb einer vermeintlich normalen Alltagssituation erkennt das Ich, dass es und die Leute herum manipuliert und unterdrückt werden. Es klingt auf der einen Seite nach einer perfekten Welt, auf der anderen Seite wiederum merkt man, dass eben nicht alle Menschen mit dieser Welt einverstanden sind und das Böse darin erkennen. Darauf mag wohl auch der Titel anspielen. Der Kampf gegen diese Schönrederei; für die Freiheit. Der Inhalt gefällt mir. Das eigentliche Gedicht spielt dabei ziemlich stark mit Metaphern, was zum Einen sehr schön ist, aber auch recht schwer verständlich für den Leser wird. Davon abgesehen fühlte ich mich aber auch ganz gut unterhalten.
    [tab=Punkte]ID: 37843
    A4: 2
    A5: 2
    A6: 1
    A7: 1

  • Ich bin mal wieder etwas spät mit meinem Vote *versteckt sich hinter dem nächsten Fels*, darum fällt die schriftliche Bewertung etwas kurz aus. Meine Vorredner haben ja teilweise schon ausführliche Analysen niedergeschrieben, die sehr interessant zu lesen waren. Wie auch immer, hier meine Punktevergabe:


    ID: 109879
    A4: 1
    A3: 2
    A7: 3


    A3: Ein Gedicht, dessen Interpretation mir erst vollkommen klar erschien, bis ich es mit etwas zeitlichem Abstand ein weiteres Mal las und plötzlich anders betrachtete als zu Beginn... Darauf werde ich nicht näher eingehen, doch mir gefallen sowohl Moral als auch Aufbau und Verwendung von Stilmitteln sehr. Schöne Nutzung von Metaphorik und trotz weniger Zeilen eine eindrucksvolle Abgabe.


    A7: Dieses Gedicht hat mich wahrlich in seinen Bann gezogen. Obwohl kein typischer Rhythmus oder ein Reimschema angewandt wurde, besitzt diese Abgabe zweifelsohne "Gedichtcharakter". Gleichzeitig wirkt der Aufbau wie eine Geschichte, deren Handlung den Leser langsam aber sicher verschlingt, bis er eins wird mit dem lyrischen Ich, seine Emotionen und Gedankengänge selbst zu erleben scheint und die eben noch vorhandene Vernunft sich verflüchtigt. Sehr überzeugend, sehr tragisch, ohne pathetisch zu wirken und mit einer wohltuenden Dosis Interpretationsspielraum!

  • Und damit endet der 9. Wettbewerb der Saison. Herzlichen Glückwunsch an die Treppchenplätze und vielen Dank an alle Teilnehmer und Voter für die tollen Abgaben bzw. Votes!



    Platzierung

    Titel

    Autor

    Punkte

    Vote

    Prozent

    Saisonpunkte

    1.

    Abgabe 4: Willkommen im Paradies




    24

    Ja

    35.82%

    9 + 3 MP

    2.

    Abgabe 7: Gebrochene Flügel

    14

    Ja

    20.9%

    8 + 3 MP

    3.

    Abgabe 5: Was war, was wird.

    15

    Nein

    19.48%

    7 + 3 MP

    4.

    Abgabe 3: Der Hase und die Eule

    9

    Nein

    11.69%

    5 + 3 MP

    4.

    Abgabe 6: Neubeginn

    9

    Nein

    11.69%

    5 + 3 MP

    6.

    Abgabe 1: Liebe ist Hass

    4

    Ja

    5.97%

    4 + 3 MP

    7.

    Abgabe 2: Ich bin ....

    2

    Nein

    2.6%

    3 + 3 MP


    Der Vote von @Belle1234 wurde nicht gewertet, da nur zu zwei von drei bepunkteten Abgaben Begründungen geschrieben wurden.

  • Ich wusste es, Kiri! Ich WUSSTE es! Du würdest nicht einfach einem so epischen Gedicht keine Punkte geben, wenn es nicht deins wäre! Töte mich aber bitte nicht, weil ich nicht gevotet habe. ._.


    Dritter Platz ist doch nice dafür, dass ich ursprünglich gar nicht mitmachen wollte, haha. Wie jedoch immer wurden gerade die Sachen kritisiert, die ich selbst ziemlich mochte (dies ist/Utopia. Ich fand das so schick. D=) und joa ... Das Ende des Krieges soll btw das Ende ALLEN Krieges sein. Also ... Weltfrieden, juhu! Utopisch, ja ... Aber das war ja auch das Thema. Man soll nicht immer alles so negativ sehen. x) Es hat auch keine wirkliche 'Story' (weshalb es sich wiederholt, lol), sondern ist eher so eine ... Euphorische Hymne oder so. xD Einfach die Gefühle und Gedanken von jemandem, der live dabei war. Ah, und die Alliteration im Titel hab ich nicht bemerkt, bevor Bonnie sie benannte. xDD

  • Um ehrlich zu sein, es hat mich auch nicht wirklich überrascht, wer Platz eins geschrieben hatte. Glückwunsch an die Treppchenplätze, ihr habt es euch redlich verdient.


    Was mein eigenes Gedicht betrifft, so habe ich eigentlich auch gar nicht wirklich damit gerechnet, dass es allzu gut abschneidet, weil es nun einmal auch hochexperimentell war und ich von Lyrik selbst noch nicht so viel Ahnung habe. :P  
    Ansonsten sollte es allgemein eine sehr ähnliche Geschichte wie im Roman beschreiben, aber nicht exakt die gleiche, was ich aber auch nicht allzu deutlich gemacht habe (eigentlich ergeben sich nur kleine Unterschiede an der Stelle, wo das lyrische Ich schließlich verhaftet wird) und ja, ich habe insgesamt versucht, eine Geschichte mit einem Gedicht zu erzählen (was ich einfach mal ausprobieren wollte), was aber natürlich auch etwas das Poetische nimmt. Der Titel selber ist mit seiner Widersprüchlichkeit eine Anspielung auf die drei zentralen Parteiparolen aus dem Buch (Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke) und eben wie die auch eine kleine Doppeldenk-Übung. Das war auch ein bisschen der Tatsache geschuldet, dass ich manchmal beim Roman den Eindruck hatte, dass die eigentliche Gefahr nicht in der Partei, sondern im Doppeldenk liegt, welches jedoch meiner Ansicht nach auch gegen die Partei eingesetzt werden könnte, aber das führt jetzt wohl zu weit... Naja, wenn ich einige vielleicht durch das Gedicht zum Lesen des Buches angeregt habe, hat es auf jeden Fall seinen eigentlichen Sinn erfüllt. :)  
    Dass es ausreichend düster wirkt, wurde mir ja in den Kommentaren hin und wieder bescheinigt, somit bin ich eigentlich ganz zufrieden mit der Resonanz, die es erzielt hat.
    Die formale Uneinheitlichkeit war beabsichtigt, um die Beschädigung der Kunst im Speziellen und das moralische Chaos im Allgemeinen in dieser dystopischen Welt zu beschreiben, da sollte für Ersteres zusätzlich noch die Strophe über die Lyrik mit reinspielen, aber die hätte ich vielleicht wirklich weglassen sollen. Natürlich kann auch dieses Gedicht selbst als Teil der instrumentalisierten Kunst verstanden werden, erzwungene Reime waren dabei durchaus an einigen Stellen beabsichtigt, gleichzeitig kann das natürlich nicht sein, da die Partei die Vergangenheit von "Unpersonen" immer vollständig auslöscht. Aber es wäre schwierig gewesen, diese Geschichte zu erzählen, ohne sie erzählen zu dürfen, deshalb habe ich diesen Widerspruch so belassen (mit Doppeldenk geht der aber weg, haha).
    So, was bleibt noch Erklärenswertes... Ach ja, das Tempus: Präteritum bis zur Verhaftung, danach überwiegend Präsens. Sollte auch andeuten, dass das kurze Auflehnen wirklich der Vergangenheit angehört, einer Vergangenheit, die von der Partei systematisch vernichtet werden wird.
    Dann sollte am Ende noch ein abrupter Abschluss folgen, symbolisiert durch eine aus nur zwei Versen bestehende Strophe. Warum ich das so haben wollte, weiß ich selbst gar nicht mehr, um ehrlich zu sein... Komisch.
    Ich lese das hier durch und es klingt irgendwie wie eine Rechtfertigung, bei der ich alles Schlechte ins Gute verkehren will. :P Aber egal.

  • Yay, mal wieder nen Wettbewerb gewonnen! :party: ★•★
    Und weils gerade jeder macht, jetzt auch mit kurzer Stellungnahme oder so. Die ich auf dem 3DS tippe. Warum genau tu ich mir das an?
    Jedenfalls, was ich noch sagen wollte, ist... Glückwunsch zu deinem ersten zweitemßn Platz, @Bonnielein! :love: Lass uns darauf einen trinken! :sekt: Nein, warte, du trinkst ja nichts... Hm... Well, whatever... ¬˛¬


    Jetzt aber noch kurz was zum Gedicht. Dass es so gut ankommt, hätte ich echt niemals erwartet. Es war eins dieser "Oh F*ck, morgen ist Deadline! ˇ°ˇ Noch schnell was schreiben, damit ich nicht nichts abgebe ˙¯˙"-Abgaben. Und dann gewinnt das Ding einfach mal mit zehn Punkten Abstand... Da fühl ich mich ja fast schlecht. °˘°
    Mit Kommunismus hatte die Abgabe übrigens im ersten Moment recht wenig zu tun. Es war mehr so "Hm, was wär ne perfekte Welt... Alle sind glücklich, alle sind gleich... Aber kanns dann noch Individualismus geben?" *Thema wurde erfolgreich geboren* Erst, als es fertig war, fiel mir auf, wie gut man das Ding doch auf Kommunismus beziehen könnte.


    Ach ja, Königin und Thrawn... Bildet euch nichts drauf ein, dass ihr mein Gedicht erkannt habt. Ich konnte die euren euch auch zuordnen. Und das ganz, ohne fremde Votes zu stalken. ¬˛¬


    /Kiriki Ende~