Verändert

  • Verändert«



    Quelle


    Wenn man geschlagen wird, kann man sich mit Hieben und Tritten wehren, oder man nimmt es einfach hin, weil man sich nicht wehren kann. Zu letzterem ist Madeleine gezwungen, als das Schicksal zuschlägt, denn wie will man sein Schicksal schlagen, wenn es einem jemanden nimmt, den man liebt?




    Willkommen zu meiner irgendwie dritten Geschichte!
    Ich habe mir bisher immer zu viele Gedanken gemacht, ob ich eine schreiben soll, was ich alles schreiben soll, denn ich wollte natürlich alles durchplanen, aber das hier, ist so eine halb spontane FF und vielleicht ist ja eher das mein Ding. Ich möchte mich auch jetzt schon für jegliche Rechtschreib-, Zeit- und Kommafehler entschuldigen, ich bin so eingerostet, was das betrifft, ist richtig schlimm, wenn man in der Schule kein Deutsch mehr hat und gezwungen ist, sich selbst ein paar Gedanken zu machen.
    Inspiriert hierzu wurde ich von einem Buch, das ich vor kurzem gelesen habe und einem Aufenthalt auf unserer Terrasse, bei dem sich nach dem Blick auf unsere Schaukel diese Geschichte bzw. der Prolog geformt hat.
    Es sei gesagt, dass ich nach wie vor gegen Charaktervorstellungen/-übersichten bin und hier definitiv keine folgen wird.
    Ach ja, das Copyright liegt ausschließlich bei mir! Wenn nicht, ist die Quelle angegeben.



    Genre & nicht vorhandene Warnung
    Reallife, Drama oder einfach Roman, ich denke nicht, dass man die Geschichte weiter spezifizieren muss und auch eine Warnung ist bei meinen momentan kaum vorhandenen Planungen nicht notwendig.



    Kapitelübersicht
    Prolog


  • Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, an dem mein Papa die Holzschaukel an unseren großen Apfelbaum im Garten angebracht hatte.
    Mama pflanzte Flieder in unser Blumenbeet, der mit seiner lila Farbe etwas Abwechslung zwischen den anderen, größtenteils roten und rosafarbenen Pflanzen, brachte.
    Ächzend lehnte Papa die Klappleiter an den dicken Stamm und ich sah ihm vergnügt zu. Auch ein paar Vögel ließen sich auf dem Baum nieder und schienen ebenfalls zuzusehen. Mit zwei Seilen in der Hand kletterte er Sprosse für Sprosse nach oben. Der Baum bot exakt einen Ast, der dick genug war, um eine Schaukel zu tragen, an der man anschließend auch schaukeln konnte.
    Gekonnt band er die beiden Seile mit straffen Knoten um den Ast, kletterte wieder nach unten und brachte die Sitzfläche der Schaukel an den frei hängenden Enden an.
    „Müsste passen! Maddy, probier sie gleich mal aus“, rief er mich mit leicht stolzem Blick. Also tapste ich mit meinen kleinen Füßen Richtung Schaukel, sprang voller Vorfreude auf sie und begann in regelmäßigen Abständen meine Beine vor und zurück zu schwingen.
    Es dauerte zwar etwas, bis ich wirklich eine gute Höhe erreicht hatte, aber schließlich war es ein wunderbar unbeschwertes Gefühl, hin und her zu schaukeln und den Wind in meinen braunen schulterlangen Haaren zu fühlen. Wann immer ich einen bestimmten Punkt erreicht hatte, begann es in meinem Bauch zu kribbeln. Ich wollte immer höher, immer weiter. Irgendwann war ich so hoch, dass ich einzelne Äpfel hätte pflücken können, aber leider waren sie noch nicht reif. Wenn man jetzt schon einen essen würde, würde es einem die Zehennägel aufstellen, meinte Mama, weil sie so sauer sind, also ließ ich es bleiben. Ich wollte es bis hoch zur Sonne schaffen - ich dachte früher wirklich, dass das ginge.
    Die Unwissenheit von kleinen Kindern kann so süß sein. Es gibt unendlich viel Blödsinn, den man ihnen erzählen könnte und sie würden einem fast alles glauben. Ich dachte zeitweise, dass Fabriken Wolken herstellten, wenn sie Abgase in die Luft abgaben, oder dass man von Staubsaugern eingesaugt werden konnte, wenn man die höchste Stufe einstellte und nicht aufpasste.
    „Genug geschaukelt für heute, es wird bald dunkel und ich habe Abendessen gemacht! Komm rein, Maddy“, hörte ich meine Mutter von der Terrasse aus rufen. Das sollte es also für den Tag gewesen sein, mit dem zur Sonne schaukeln.


    Es gab wieder meine geliebte Tomatensuppe, an der ich mich gar nicht satt essen konnte und ich erzählte meinen Eltern von meinem Vorhaben, irgendwann mit der Schaukel hoch genug zu sein, um die Sonne berühren zu können. „Vielleicht wird aus dir mal eine Astronautin, wenn du größer bist“, sagte Daddy mehr als Scherz, aber wann erkennt man als Kind schon Sarkasmus?
    „Was ist eine Astronautin?“ - „Astronauten fliegen mit Raketen ins Weltall. Die können zum Beispiel zum Mond fliegen und dann auf ihm landen“
    Das hörte sich in meinem Kopf großartig an und somit erzählte ich in Zukunft jedem, dass ich eines Tages eine Astronautin werden würde.
    In dieser Nacht träumte ich davon, wie ich das erste Mal auf der Sonne landete. Wer weiß, vielleicht wäre ich auch eines Tages Astronautin geworden, wenn es nicht diesen Schicksalsschlag gegeben hätte, der mein Leben komplett veränderte.




  • Heyho, was geht ^^


    Bei dem schönen Startpost habe ich beschlossen, mir den Prolog mal.durchzulesen und einen möglichst unstrukturierten Kommentar dazulassen, also let's go :D  


    So, jez aber auf.
    "Verändert" ist ein schöner (deutscher!) Name, der auch viel Raum für Interpretationen bietet. Von der Handlung scheint er auch zu passen und nach dem Lesen des Prologs frage ich mich auch, was dieses tragische Ereignis sein wird. Der Prolog macht also neugierig und wird wohl in einenm starken Kontrast zu den nächsten Kapiteln stehen, hat sein Ziel also (in meinen Augen) erreicht. Wie bereits erwähnt, finde ich deinen Startpost schön. Das Bild mit den verwelkten Rosen scheint zur Handlung zu passen (Veränderung von schön zu hässlich) und is auch so schön anzusehen.
    Dass du keine Charakterbeschreibungen machst, finde ich auch gut. Halte solche Sachen auch für ziemlich sinnloss, sowas soll man doch "miterleben" und nicht gesagt bekommen.
    Zur "Handlung": Naja es is ja eig nix passiert, ich denke aber, dass der Sinn war, eine gewisse sorglose, kindliche Stimmung aufzubauen und das ist dir gelungen. Große Probs auch an diesen Satz:


    Ich dachte zeitweise, dass Fabriken Wolken herstellten, wenn sie Abgase in die Luft abgaben, oder dass man von Staubsaugern eingesaugt werden konnte, wenn man die höchste Stufe einstellte und nicht aufpasste.

    Ich weiss nicht mehr, ob ich als Kind was ähnliches gedacht habe, jedenfalls gefällt mir diese Stelle sehr gut.
    Der Prolog hat für mich leider einen Haken: am Ende werden wir vorgewarnt, dass etwas Schlimmes passieren wird und aus dem Startpost wissen wir, dass Maddy einen Menschen, der ihr sehr nahe steht, verlieren wird. Wenn dieser Verlust nun direkt am Anfang des nächsten Kapitels passiert, hatte ich als Leser keine Zeit, den Charakter kennenzulernen und mit Maddy wirklich zu fühlen. Eine solche Herangehensweise is ok, wenn du den Charakter eines Protagonisten erklären willst (z. Bsp. traut er/sie niemandem, weil er/sie ständig von seinen/ihren Labenspartner verassen wurde), nicht aber, wenn dieser Verlust ein zentrales Element der Geschichte ist.
    Logischerweise kannst du diesen Kritikpunkt streichen, wenn du den Plot in den nächsten Kapiteln ordentlich aufbaust. (Ich hoffe du hast verstanden, was und wie ich das meine).


    Ich hoffe, du kannst was damit ananfangen, bis zum nächsten Chapter.
    LG,
    Jefi