06. Typische Anfängerfehler

  • Typische Anfängerfehler


    In diesem Topic findet ihr "Fehler", die vor allem bei Anfängern häufig zu beobachten sind und demnach ebenso häufig kritisiert werden. Um euch das von vornherein zu ersparen, haben wir diese Liste mit generellen Kritikpunkten und nützlichen Tipps erstellt. Diese ist auch für das Verteilen von Feedback nützlich, da man bei generellen Dingen hierher verlinken und ansonsten detaillierter auf die eigentliche Signatur eingehen kann. Beachtet jedoch bitte, dass man viele dieser "Fehler" mit viel Übung auch gezielt und passend einsetzen kann. Hier sind also keine absoluten Don't aufgezählt, sondern die Liste soll lediglich den Einstieg in GFXen erleichtern. Natürlich wird die Liste laufend ergänzt, sollten weitere Punkte auffallen.



    1. Vermeidet am Anfang die Typo


    Wenn man mit dem Taggen anfängt, hat man häufig das Bedürfnis, eine Message auf sein Werk zu packen. Sei es der eigene oder der Username eines Auftraggebers, ein Zitat, der Name eines Charakters oder sonst etwas. Manchmal wird so ein Schriftzug durchaus gewünscht, fügt eurem Post jedoch immer die Version ohne die Schrift bzw. Typo bei! Das hat mehrere Gründe: Für Kommentatoren ist es leichter, die Tag ohne die Typo zu bewerten. Am Anfang solltet ihr das Augenmerk auf andere Dinge legen (bspw. Gestaltung des Hintergrundes, Render Einarbeitung, Licht und Schatten, ...). Die Typo kommt dabei in den meisten Fällen zu kurz und wird einfach schnell mit dem Text-Tool erstellt und an einer freien Stelle eingefügt. Meistens ist dann auch die Schriftart unpassend. Eine schlechte Typo wertet das Gesamtbild erheblich ab! Wenn ihr von vornherein keinen Schriftzug einplant, könnt ihr auch viel kreativer den Hintergrund gestalten. Häufig ist es nämlich so, dass man auftretenden Freiraum auf die Schnelle mit einer Typo kaschiert. Daher: Weglassen!



    2. Sucht euch "einfache" Render


    Die Motivation für den Einstieg ins GFXen ist häufig, dass man gern Signaturen mit bestimmten Charakteren erstellen möchten. Schnell sucht man sich da ungeeignete Render heraus. In dem Tutorial 08. Render und Stocks wird zum Thema Qualität einiges erwähnt, worauf man bei der Auswahl besonders achten sollte. Des Weiteren kann es (muss nicht) am Anfang leichter sein, seine Signatur nach einer bestimmten Fließrichtung, dem Flow, aufzubauen. Wenn ihr nach einem Render sucht, sollte dieser dann eine eindeutige Fließrichtung aufweisen, so dass euch die Arbeit damit erleichtert wird. Die Erfahrung zeigt auch, dass Render mit vielen Personen sich häufig schlechter einarbeiten lassen, als solche mit nur einer Person. In dem Einsteiger-Pack sind einige geeignete Render enthalten. Beschränkt euch bei der Auswahl am besten nicht dauernd auf ein Wunschmotiv, sondern geht auch mal danach, mit welchem Render ihr eventuell gut arbeiten könnt oder wozu ihr viele Ideen bezüglich der Gestaltung einer Tag habt. Sich mal durch Render - und Stock-Packs zu klicken, kann dabei hilfreich sein, neue Anreize zu bekommen.



    3. Verwendet nicht zu viele (Space-)Stocks im BG


    Stocks - vor allem Space Stocks - haben schon viele Hintergründe von Einsteigern geziert. Um die generellen Funktionen eurer Bildbearbeitungssoftware kennenzulernen, kann man das ein-, zweimal ausprobieren. Sobald ihr tiefer in die Thematik einsteigt, solltet ihr aber auf die großräumige Verwendung von Stocks verzichten. Einerseits haben diese sehr häufig eine schlechte Qualität, die das Gesamtbild eurer Tag bereits zu Anfang herabzieht. Viel wichtiger ist aber, dass ihr beim sturen Einfügen von Stocks nichts dazu lernt. Probiert lieber andere Techniken, um den Hintergrund zu füllen. Tutorials und .psds / .xcfs können dabei zu Anfang Möglichkeiten aufzeigen, von denen ihr euch inspirieren lassen könnt. Finger weg von nur - Stocks im BG!



    4. Übertreibt es nicht mit den Filtern


    Ganz klar ist es, dass ihr die ganzen Filter eures Programms einmal ausprobieren möchtet. Sobald ihr an einer Tag arbeitet, solltet ihr die Anwendung von Filtern jedoch nicht übertreiben! Der Grund hierfür ist einfach, dass dadurch massig Qualität verloren gehen kann. Vor allem der Weichzeichnen Filter wird von Einsteigern gern genutzt, ist aber häufig wenig gezielt eingesetzt. Beschränkt euch daher lieber auf ein paar wenige Filter, mit denen ihr an technisch günstigen Stellen einen Effekt erzielen wollt. Eine großflächige Anwendung sollte in den meisten Fällen vermieden werden.



    5. Nutzt den verfügbaren Raum sinnvoll


    Achtet bei der Gestaltung (des Hintergrundes) darauf, dass ihr erstens nicht zu viele Lücken habt, die einfach leer aussehen und das Gesamtbild langweilig wirken lassen. Solche Stellen kann man zum Beispiel gut mit Schnittmasken aufwerten, aber auch weitere Ressourcen sind denkbar. Achtet dann jedoch darauf, dass die Tag auch nicht zu voll wird. Werden zu viele Ressourcen verwendet, die dann auch nicht miteinander harmonieren (zum Beispiel weil sie unpassend in unterschiedliche Richtungen gehen), wirkt die Tag schnell messy. Am besten fangt ihr mit etwas weniger Füllung im BG an und tastet euch dann langsam vor. Nehmt euch die Zeit, im Zweifelsfall auch mal Ebenen wieder zu löschen! Manchmal fällt einem auch erst am nächsten Tag auf, dass Stellen sehr voll erscheinen, also nicht zu schnell arbeiten.



    6. Lasst den Border weg!


    Sehr verlockend scheint die Idee eines Rands um die Tag ... Sofern ihr keine kreative Idee für die Gestaltung oder Einbringung dieses Borders habt, lasst ihn weg! Er stört eher, als dem Gesamtbild zu nutzen. Häufig ist er auch schlichtweg unnötig ... Wenn ihr aus irgendwelchen Gründen auf diese paar Pixel Rand besteht, postet bitte immer eine Version ohne diesen, die Bewertung kann sich so auf die eigentliche Tag konzentrieren.



    7. Arbeitet den Render ein


    Neben der Gestaltung des Hintergrundes ist das Einarbeiten des Renders ein wichtiger Bestandteil eurer Arbeit an einer Tag. Etwas, was ihr auf jeden Fall immer tun könnt, ist, den Render bezüglich Licht und Schatten ins Gesamtbild einzufügen. Überlegt, wo Lichtquellen bestehen und wo realistischerweise schattige Stellen liegen müssen. Im Tutorial 10. Licht und Schatten erfahrt ihr, wie ihr eine Anpassung an die Lichtverhältnisse vornehmen könnt. Doch das ist nicht alles, was man zur Einarbeitung tun kann. Neben Schnittmasken können auch andere Ressourcen, die ihr gezielt über dem Render platziert, die Einheit von Render und Hintergrund herstellen. Beim Smudgen und Painten nehmt ihr euch Stellen im Render heraus, die ihr gezielt mit dem Hintergrund verschmelzen lasst oder auch mit Elementen darin verbindet. Probiert euch an unterschiedlichen Techniken! In den meisten Fällen sieht das sehr viel besser aus, als wenn ihr den Render zum Schluss lose oben "drauf klatscht".



    8. Tolle Farben können Wunder bewirken


    Die richtige Farbwahl kann die Wirkung einer Signatur ungemein beeinflussen. Vor allem intensive Farben, die noch dazu miteinander harmonieren (siehe Farbkreis im GFX Grundlagen - Tutorial) werten euer Werk auf. Meint es damit jedoch nicht zu gut, denn eine große Farbvielfalt kann genauso auch störend und messy wirken. Versucht daher, die Farben bewusst einzusetzen, so dass sie zum Thema der Tag passen und ihre Atmosphäre unterstreichen. Falls euch die Farben am Ende gar nicht gefallen, kann man zur Not auch eine schwarz-weiße Variante wählen. Daran sollte man sich jedoch nicht gewöhnen, denn der richtige Umgang mit Farben sollte gut geübt sein.



    9. Tipp: Wie bekomme ich eine bessere Qualität?


    Zunächst einmal solltet ihr mit der Tag größer anfangen, als sie später eigentlich werden soll. Ihr habt dabei die Möglichkeit, viel genauer zu arbeiten. Qualitativ etwas schlechtere Stellen können zum Schluss durch das abschließende Skalieren aufgebessert werden und fallen dann weniger auf.



    10. Tipp: Seid experimentierfreudig


    Um ein besseres Gefühl für den verfügbaren Raum zu bekommen, könnt ihr unterschiedliche Formate ausprobieren. Das Standardformat hier im BisaBoard ist das typische horizontale Signaturformat. Versucht euch doch mal an einer Miniaturtag, also an einer sehr kleinen. Auch vertikale Signaturen oder quadratische können einem neue Erfahrungen einbringen, durch die man sein Können steigert. Lasst euch ruhig einmal auf etwas neues ein, das gilt am Anfang natürlich auch für Techniken, Ressourcen, usw.!



    11. Nehmt Kritik an und lest Tutorials


    Auch wenn ihr am Anfang viel Kritik bekommt, nehmt euch das nicht so sehr zu Herzen. Akzeptiert die Kritik und versucht die angesprochenen Punkte in Zukunft besser zu machen. Stück für Stück werdet ihr feststellen, dass die Kritik immer weniger und euer positives Feedback mehr wird. Nehmt bestensfalls auch Stellung zu den Kommentaren, die ihr bekommt. Falls ihr nicht wisst, wie ihr etwas besser machen könnt, fragt immer nach. Der Kommentierende möchte euch sicherlich nichts böses, sondern freut sich im Gegenteil, dass er euch helfen kann. Es ungemein frustrierend, wenn Hinweise gegeben und weder darauf eingegangen wird noch eine Bemühung zur Verbesserung erkennbar ist. Des Weiteren gibt es hier im BB und auch auf anderen Tagging Seiten viele hilfreiche Tutorials, mit denen ihr neue Techniken lernen könnt. Seht euch doch einmal ein paar von diesen an, ihr persönlich werdet dadurch neue Erfahrungen sammeln und schneller besser werden, als wenn ihr alles selbst versucht!

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    Hat das Label Tutorial entfernt