Bundestagswahl 2017

  • Ich muss mich nicht vom Wahl-O-Mat beraten lassen, ist halt nur eine nette Spielerei mit einer Aussage, die gegen null tendiert. Wenn ich hier so sehe, welche Parteien bei vielen oben stehen, kann ich nur sagen: verschenkt eure Stimme nicht. :D Bevor ihr eine Partei wählt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dann bei "die Anderen" zu finden sein wird, könnt ihr an dem Sonntag auch ausschlafen und danach ein bisschen im BB abhängen. Klar wird jetzt jemand sagen, wenn alle so denken... Tatsache ist aber, das nunmal fast alle so denken und Stimmen für die Tierschutzpartei oder die Piraten usw. einfach irrelevant sein werden.


    Wenn ich die Sache pragmatisch sehe, und in den letzten paar Wochen keine grundlegenden politischen Veränderungen eintreten, heisst die zukünftige Kanzlerin Merkel. Die einzige Frage ist, mit wem die CDU/CSU eine Koalition eingehen wird. Wirds wieder die SPD, ändert sich schlicht garnix. Die zweite Möglichkeit wäre halt zusammen mit der FDP und/oder den Grünen. Ich bin mir selbst nicht sicher, was von beidem ich schlimmer finde. Ich war eigentlich ganz froh, dass die FDP lange Zeit komplett abgemeldet war und hätte die gern weiter in der Versenkung gesehen. Die Grünen haben halt viele Vorstellungen, denen ich absolut nichts abgewinnen kann.
    Naja, bleibt nicht viel übrig was ich wählen könnte, eine Rot-Rot-Regierung sehe ich jedenfalls in so weite Ferne gerückt, dass man nichtmal darüber nachdenken muss.

  • Ich muss mich nicht vom Wahl-O-Mat beraten lassen, ist halt nur eine nette Spielerei mit einer Aussage, die gegen null tendiert. Wenn ich hier so sehe, welche Parteien bei vielen oben stehen, kann ich nur sagen: verschenkt eure Stimme nicht. Bevor ihr eine Partei wählt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dann bei "die Anderen" zu finden sein wird, könnt ihr an dem Sonntag auch ausschlafen und danach ein bisschen im BB abhängen.

    Daher wähle ich wohl die Grünen, auch wenn andere Parteien bei mir weiter oben stehen, die Erststimme geht dann an die SPD. Man muss da halt irgendwo nen Kompromiss zwischen eigenen Ansichten und der Erfolgswahrscheinlichkeit treffen, sonst verschenkt man gefühlt ja seine Stimme.
    Zumal mir die Grünen bei allen Ansichten, die mir besonders wichtig sind, auch zustimmen

  • hoher Wahrscheinlichkeit dann bei "die Anderen" zu finden sein wird, könnt ihr an dem Sonntag auch ausschlafen und danach ein bisschen im BB abhängen.

    Was man bedenken sollte, neben der Wahlwahrscheinlichkeit ist auch, dass der Wahl-O-mat nur überprüft wie oft man der Partei gegenüber gleicher Meinung ist. Nicht, ob diese Parteien diese Ziele auch umsetzen können, oder wollen. Wahlversprechen und so.
    Man nehme die AfD als Beispiel. Selbst wenn jemand so blöd ist sie wählen zu wollen weil er ihrem Programm zustimmt, ist es immer noch eine sehr faule Partei die keine wirkliche Ahnung von der Parteiarbeit hat und deshalb ihre Ziele nicht mal durchbringen könnte.
    Womit ich auch heilfroh bin.
    Das selbe mit den Grünen. Man sagt ihnen so viele Schwächen und Fehler nach und sie haben ihren Einsatz und Kampfgeist ziemlich verloren, da hilft es auch nicht dass ich ihnen bei vielen Punkten zustimme. Wobei ich sie immer noch als Kandidaten sehe. Sie haben noch recht gute Ergebnisse und die anderen interessanten Parteien haben genau so viele Fehler, oder eben keine Chance auf irgendeinen kleinen, oder großen Erfolg.

    Die Grünen haben halt viele Vorstellungen, denen ich absolut nichts abgewinnen kann.

    z.B. zum Beispiel?

  • Wahlomat:
    1. CDU/CSU 64,5%
    2. Humanisten 63,2%
    3. FDP 59,2%
    4. Grüne 55,3%
    5. Linke 53,9%
    6. SPD 50%
    7. AFD 50%


    Blöderweise jetzt ausgemacht und weiß nicht wie viel % es beim Rest war.


    DeinWal:
    1. Linke 66%
    2. Grüne 56.2%
    3.SPD 35,6%
    4. CDU CSU 34,4%


    Gute Frage, wen ich wähle. Grüne Linke FDP sind so die Parteien bei denen ich hin und her pendle. Bei der Linken mag ich Wagenknecht total, nur leider repräsentiert sie nicht die Linke.

  • @Sunaki
    Diese Hippie-Einstellung gegenüber Gentechnik und Atomenergie. Und ja, jetzt muss mir nicht jeder die Nachteile von Atomenergie nennen, da weiß ich selbst Bescheid. Nur haben grüne Energien auch nicht ausschließlich Vorteile. Und die Legalisierung von Gras schwankt bei mir von: "geht mir am Allerwertesten vorbei" bishin zur Abneigung.
    Trotzdem würde ich notgedrungen entweder immer wieder Grün oder ev noch SPÖ wählen, weil ich nichts anderes für mich übrigsehe.

  • Ich finde die Aussage, dass man gleich zu Hause bleiben kann, wenn man eine "irrelevante" Partei wählen möchte, mehr als fragwürdig. Jeder soll doch bitte die Partei wählen, die er wählen möchte, egal, ob es dann unter "Andere" läuft. Jede Stimme, die der Tierschutzpartei oder den Piraten gegeben wird, wird nicht der AFD oder NPD gegeben und ist somit alles andere als irrelevant.
    Je mehr Leute nicht wählen, desto höher wird der Prozentanteil der Nazi-Parteien nun mal - denn von denen bleibt sicher kaum jemand mit dem Arsch zu Hause. Angesichts dessen, dass sich die "Wahlprogramme" der AFD und NPD wie schlechte dystopische Romane lesen, "verschenkt" eure Stimme lieber an Die Grauen oder Die Urbane. lol


    Ich selbst darf dieses Jahr leider nicht wählen, da ich nicht in Deutschland bin und keine Adresse habe, an die die Briefwahlunterlagen gesendet werden können/dürfen. X( Sehr ärgerlich, gerade wegen der Punkte die ich oben genannt habe...



    Dann lieber gar nicht wählen, bevor so ein Unsinn wie der Brexit rauskommt.

    Dumm nur, dass so ein Unsinn wie der Brexit erst zustande gekommen ist, WEIL viele Leute keinen Bock hatten, zu wählen. Die Alten waren großteils dafür und sind wählen gegangen. Die Jungen waren großteils dagegen aber viele haben offensichtlich gedacht "Ach, wird schon, ich hab keinen Bock auf die Wahl". Tja, dumm gelaufen.

  • zum Beispiel?

    Zum Beispiel ihre Pläne zum Ausstieg aus der Braunkohleenergie bis 2030. Atomkraftwerke sind ja zumindest in Deutschland sowieso nicht mehr das Thema, aber jetzt auch relativ schnell aus dieser Energie auszusteigen halte ich für eine etwas naive Vorstellung. Letztlich muss Strom auch noch bezahlbar bleiben, wobei er das ja jetzt schon kaum noch ist und irgendwo muss er auch herkommen. Nur auf Sonne und Wind zu vertrauen wird da mittelfristig nicht ausreichen, zumal sie ja auch gerne viel mehr Elektroautos hätten, wodurch der Stromverbrauch wiederum steigen würde... Von den Arbeitsplätzen, die bestimmten Regionen verloren gehen würden, ganz zu schweigen.

  • DIE LINKE - 77%
    DIE PARTEI - 74,3%
    GRÜNE - 73%
    PIRATEN - 73%
    SPD - 56,8%
    CDU/CSU - 43,2%
    FDP - 39,2%
    AFD - 29,7%


    Die Linke auf Platz 1 war bei mir zu erwarten. Fand übrigens ein paar Fragen recht gruselig, wie: "Der Völkermord an den europäischen Juden soll weiterhin zentraler Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur sein." Dass sowas jetzt anscheinend ernsthaft zur Debatte steht...puh.

  • Die Jungen waren großteils dagegen aber viele haben offensichtlich gedacht "Ach, wird schon, ich hab keinen Bock auf die Wahl". Tja, dumm gelaufen.

    Ja, aber um solche Leute geht es ja nicht, weil die sich ja offensichtlich für den Ausgang der Wahl interessiert haben. Nicht zu wählen, weil man meint das Ergebnis im Voraus zu wissen, finde ich auch dumm. In meinem Beitrag ging es um Leute, denen das alles egal ist. Sie denken sich nicht "wird schon" sondern "mir egal". Gerade der Brexit ist ein Paradebeispiel dafür wie manipulationsanfällig solche Leute sind. Ich behaupte mal, dass der Großteil der Brexit-Wähler überhaupt keine Ahnung von der EU hatte und die Wahl auf Grundlage einer beispiellosen Lügenkampagne getroffen hat. Auch Desinteressierte kann man für eine Wahl gewinnen, das fällt aber Populisten wesentlich einfacher. Es kann mir auch niemand erzählen, dass er desinteressierte Nichtwähler motivieren will zu wählen, weil er sich als aufrichtiger Demokrat eine möglichst hohe Wahlbeteiligung wünscht. Die Nichtwähler sind einfach nur freie Stimmen auf dem Markt, die jeder für sich gewinnen möchte.

  • Zitat von Fayh

    Ich finde die Aussage, dass man gleich zu Hause bleiben kann, wenn man eine "irrelevante" Partei wählen möchte, mehr als fragwürdig. Jeder soll doch bitte die Partei wählen, die er wählen möchte, egal, ob es dann unter "Andere" läuft. Jede Stimme, die der Tierschutzpartei oder den Piraten gegeben wird, wird nicht der AFD oder NPD gegeben und ist somit alles andere als irrelevant.

    Das steht in überhaupt keinen Zusammenhang. Was ist das denn bitte für eine Logik? XD jemand, der daran dachte den Piraten seine Stimme zu geben, dessen nächstbeste Wahl wird wahrscheinlich eher nicht die NPD sein lol.
    Ich finde auch, dass man es gleich lassen könnte und es strategisch unklug ist seine Stimme unter "2.x % andere" einzuordnen. Man wird ja wohl eine bedeutendere Partei finden mit der man halbwegs übereinstimmt.

  • Das steht in überhaupt keinen Zusammenhang. Was ist das denn bitte für eine Logik? XD jemand, der daran dachte den Piraten seine Stimme zu geben, dessen nächstbeste Wahl wird wahrscheinlich eher nicht die NPD sein lol.
    Ich finde auch, dass man es gleich lassen könnte und es strategisch unklug ist seine Stimme unter "2.x % andere" einzuordnen. Man wird ja wohl eine bedeutendere Partei finden mit der man halbwegs übereinstimmt.

    Na ja, es geht ja nicht um die Gesamtanzahl der Stimmen, sondern um die Prozent. Wenn fünf von Fünf Leuten die NPD wählen ist es etwas anderes als wenn es 5 von 45. Selbst wenn die Parteien die von einzelnen gewählt werden nichts gewinnen, senkt man doch ihren Gesamtdurchschnitt.

  • @Sunaki
    Das ginge aber um einiges effektiver, wenn man seine Stimme gleich sinnvoller nutzt.


    Und zu... @#shiprekt
    Sowas gibt es halt nicht. Da müsstest du schon deine eigene Partei gründen um deinen Vorstellungen gerecht zu werden und selbst da wird sie nach einiger Zeit von deiner ursprünglichen Idee abweichen.

  • Bevor ihr eine Partei wählt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dann bei "die Anderen" zu finden sein wird, könnt ihr an dem Sonntag auch ausschlafen und danach ein bisschen im BB abhängen

    Nein.
    Also abgesehen davon, dass ich noch einmal betonen möchte, dass Briefwahl eine einfache und unkomplizierte Option ist, wenn man am 24. keinen Bock hat, zum Wahlbüro zu tigern und ggf. in einer langen Schlange zu stehen, ist es durchaus so, wie @Sunaki richtig sagt: Es ändert die Verhältnisse, vor allem wenn man bedenkt, dass die rechten Parteien halt meistens sehr gut darin sind, ihre Wählerschaft zu mobilisieren. 5 von 50 Stimmen sind 10%, 5 von 100 Stimmen 5% und 5 von 200 Stimmen sind 2,5%.
    Davon abgesehen wäre es absolut interessant zu sehen, wenn - rein hypothetisch - man mit einer Situation enden würde, wo auf dem finalen Graphen "18% Andere" stehen würde. Selbst wenn jede der anderen Parteien nur 1 bis 2% erhalten hätte. Könnte eventuell die Diskussion um die 5% Hürde weit interessanter machen.


    Und auch davon abgesehen: Die meisten hier sind junge Leute. Und wenn man als junger Mensch nicht wählen geht, dann bestärkt man die (oftmals eher im älteren Semester angesiedelten) Politiker nur in der "Junge Menschen interessieren sich nicht für Politik" Narrative, die es ihnen auch gewährt sehr wenige Themen anzusprechen, die halt viele Interessieren. (Genau das ist ja einer der Punkte, der viele vom Wählen abhält.) Weil "Ist ja eh egal, die interessiert es nicht". Entsprechend: Würden die jungen Leute gehen und allesamt Mini-Parteien, die die 5% Hürde nicht schaffen, aber weit eher ihre Ansichten vertreten, wählen, dann wäre zumidnest das Zeichen gesetzt, dass sie sich interessieren, dass sie Änderung wollen und dass es ihnen eben nicht egal ist, was vielleicht, nur vielleicht, auch zu einem Umdenken der etablierten Parteien in der Hinsicht führen könnte.


    Aber dafür muss man wählen gehen und man sollte halt sehen, was man wählt und vernünftig drüber nachdenken, was man mit seiner Stimme sagen will.
    Denn auch wenn man bewusst nicht wählt, weil man eigentlich sagen will "Ihr seid alle gleich schlimm" ist das einzige, was bei den Politikern ankommt, eben das "Bläh, ihr seid langweilig, lasst mich in Ruhe, Politik interessiert mich nicht, von mir aus könnt ihr den Mindestlohn abschffen, weil ich habe keine Interessen. Bläh." Selbst wenn die eigene Motivation zum Nicht-Wählen eine ganz andere war.


    Was man bedenken sollte, neben der Wahlwahrscheinlichkeit ist auch, dass der Wahl-O-mat nur überprüft wie oft man der Partei gegenüber gleicher Meinung ist.

    Nicht mal das. Eigentlich überprüft er nur die Übereinstimmung mit dem Parteiprogramm, wenn man so möchte. (Bzw. eigentlich schreiben die Leute, die halt diese ganzen Seiten machen, normal die Parteien an und die Antworten dann... Aber das muss halt bei weitem nicht dem Handeln der Partei entsprechen - weshalb es eben so Seiten wie DeinWal.de gibt, die sich an den Abstimmungen der Partei in vergangenen Gesetzgebungen und Entschlüssen orientieren.)


    Man nehme die AfD als Beispiel. Selbst wenn jemand so blöd ist sie wählen zu wollen weil er ihrem Programm zustimmt, ist es immer noch eine sehr faule Partei die keine wirkliche Ahnung von der Parteiarbeit hat und deshalb ihre Ziele nicht mal durchbringen könnte.

    Persönlich möchte ich ja bei diesen Leuten nicht riskieren, dass sie sich, sollten sie über die 5% kommen, doch berappeln können und auf einmal was machen. Das ist ein Risiko, das ich nicht möchte.


    Das selbe mit den Grünen. Man sagt ihnen so viele Schwächen und Fehler nach und sie haben ihren Einsatz und Kampfgeist ziemlich verloren, da hilft es auch nicht dass ich ihnen bei vielen Punkten zustimme. Wobei ich sie immer noch als Kandidaten sehe. Sie haben noch recht gute Ergebnisse und die anderen interessanten Parteien haben genau so viele Fehler, oder eben keine Chance auf irgendeinen kleinen, oder großen Erfolg.

    Nun, ich war ja immer begeistert von den grünen - bis ich mit dem Umwelt-Informatik-Studium angefangen habe... Das hat vieles geändert.


    Und die Legalisierung von Gras schwankt bei mir von: "geht mir am Allerwertesten vorbei" bishin zur Abneigung.

    Warum?


    Zum Beispiel ihre Pläne zum Ausstieg aus der Braunkohleenergie bis 2030

    Was ist an denen so schlimm?

  • Davon abgesehen wäre es absolut interessant zu sehen, wenn - rein hypothetisch - man mit einer Situation enden würde, wo auf dem finalen Graphen "18% Andere" stehen würde. Selbst wenn jede der anderen Parteien nur 1 bis 2% erhalten hätte. Könnte eventuell die Diskussion um die 5% Hürde weit interessanter machen.

    Ja, wäre womöglich interessant. Wird aber nicht passieren und von daher ists müssig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Uneinigkeit ist halt das, was den großen Parteien am meisten nützt und die würden sicher nicht so verrückt sein, sich selbst zu schaden indem sie die 5% infrage stellen.



    Würden die jungen Leute gehen und allesamt Mini-Parteien, die die 5% Hürde nicht schaffen, aber weit eher ihre Ansichten vertreten, wählen, dann wäre zumidnest das Zeichen gesetzt, dass sie sich interessieren, dass sie Änderung wollen und dass es ihnen eben nicht egal ist, was vielleicht, nur vielleicht, auch zu einem Umdenken der etablierten Parteien in der Hinsicht führen könnte.


    Aber dafür muss man wählen gehen und man sollte halt sehen, was man wählt und vernünftig drüber nachdenken, was man mit seiner Stimme sagen will.

    Wie gesagt, sie würden damit signalisieren, dass sie sich absolut uneinig sind und somit den Großen nicht schaden können.
    Letztlich habe ich ja nicht gesagt, dass man nicht wählen soll, sondern, dass man seine Stimme nicht an Die Anderen verschenken soll. Wers trotzdem machen will, nur zu, schliesslich steht es jedem frei wen oder was er wählt bzw. ob überhaupt.

  • Zitat von Alaiya

    Warum?

    Nicht schon wieder. Da hatten wir doch schon eine seitenlange Diskussion...


    Zitat von Alaiya

    Würden die jungen Leute gehen und allesamt Mini-Parteien, die die 5% Hürde nicht schaffen, aber weit eher ihre Ansichten vertreten, wählen, dann wäre zumidnest das Zeichen gesetzt, dass sie sich interessieren, dass sie Änderung wollen und dass es ihnen eben nicht egal ist, was vielleicht, nur vielleicht, auch zu einem Umdenken der etablierten Parteien in der Hinsicht führen könnte.

    Was wäre wenn... es passiert ja anscheinend nicht und es ist ziemlich unmöglich eine große Masse an Menschen dazu zu bringen an einen einheitlichen Strang zu ziehen und ziehen zu WOLLEN. Heißt ja nicht, dass alle dem zustimmen, weil einer sagt: Dann wählt eben die Partein, die euch am meisten zusagen, selbst wenn sie die 5%-Hürde geschafft haben... und selbst wenn diese die 5 %-Hürde schaffen, ist das nicht besonders viel.

  • Das steht in überhaupt keinen Zusammenhang. Was ist das denn bitte für eine Logik? XD jemand, der daran dachte den Piraten seine Stimme zu geben, dessen nächstbeste Wahl wird wahrscheinlich eher nicht die NPD sein lol.
    Ich finde auch, dass man es gleich lassen könnte und es strategisch unklug ist seine Stimme unter "2.x % andere" einzuordnen. Man wird ja wohl eine bedeutendere Partei finden mit der man halbwegs übereinstimmt.

    Wie bitte? Ich habe nicht mal ansatzweise gesagt, dass jemand, der die Piraten wählt, als Zweitwahl die NPD hat..???


    Es geht darum:
    100 Leute sind wahlberechtigt
    Davon wählen 10 die NPD, 10 die Piraten und 80 die CDU/SPD/Grüne
    Die NPD bekommt 10/100 Stimmen (10%).


    100 Leute sind wahlberechtigt
    Davon wählen 10 die NPD, 80 die CDU/SPD/Grüne, und die 10 Piratenwähler bleiben zu Hause, weil ihre Stimme "ja eh nix bringt".
    Die NPD bekommt 10/90 Stimmen, (11%)


    Es macht also sehr wohl einen Unterschied, ob die Wähler der "Anderen" zu Hause bleiben, oder nicht. Ob es "strategisch unklug" ist, die Piraten statt die Linke zu wählen, das ist ne ganz andere Sache.
    1) Im "Idealfall" gehen alle wählen und entscheiden sich für eine Partei, die am Ende auch was ändern kann.
    2) Im zweitbesten Fall gehen alle wählen und jeder wählt, was er will.
    3) Im schlimmsten Fall bleiben die Wähler der "irrelevanten" Parteien zu Hause, verschenken ihre Stimme komplett und geben damit den Extremisten einen höheren Stimmanteil.


    Und ich finde NICHT, dass Szenario 2 und 3 aufs Gleiche hinauslaufen und es deswegen wurscht ist.


    Nun, ich war ja immer begeistert von den grünen - bis ich mit dem Umwelt-Informatik-Studium angefangen habe... Das hat vieles geändert.

    Das finde ich interessant. Warum hat sich deine Meinung geändert? Ich habe bis jetzt immer die Grünen gewählt, aber schwanke inzwischen.

  • Ja, aber wenn man so rechnet, hätten die genannten ja auch alle am Ende Sitze im Bundestag. Wenn die 10 Piratenwähler sich aber so aufteilen, dass jeder eine Partei wählt, die an den 5% scheitert (z.B. 3x Piraten, 3x Tierschutz, 3x Die Partei 1x Graue Panther lol), dann bekommen die alle jeweils keinen Sitz und diese werden stattdessen auf die aufgeteilt, die entsprechend genügend Stimmen bekommen haben.

  • Zitat von Gucky

    sondern, dass man seine Stimme nicht an Die Anderen verschenken soll.

    Ich frag mich, woran so eine Einstellung liegt. Ich mein, wir hatten zuletzt mit den Piraten und der AfD zwei Parteien, die potenziell in der Lage waren mal in die Politik einzugreifen. Die Piraten sind vermutlich auch deshalb verschwunden, weil viele ihre Stimme als "verschwendet" ansahen (mir ist klar, dass diese Darstellung verkürzt ist, die Piraten hatten sicher noch einige andere Probleme). Die AfD wird diesmal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Bundestag landen, evtl sogar mit zweistelligen Prozentzahlen. Probleme hatten sie massiv und wie bei den Piraten schien nach Achtungserfolgen die Luft raus zu sein, so dass Mancher nach der letzten Bundestagswahl schon dachte, die Partei würde bei dieser Wahl wohl keine Rolle mehr spielen. Hätten ihre Wähler die Stimmen für verschwendet gehalten, wärs wohl wirklich längst aus mit der AfD.
    Ich habe ja das Gefühl, es liegt am Alter der potenziellen Zielgruppe. Die Piraten sprachen ja eher junges Publikum an, das das Interesse verliert, wenn nicht sofort Erfolge da sind. Wo es mehr ums gewinnen als um Prinzipien geht. Die AfD mit verhältnismäßig älteren Wählern hat da einfach mehr Geduld.
    Das ist natürlich reinste Westentaschenpsychologie und stark verkürzt. Am Ende gehts mir vor allem darum, dass eine Stimme aus Überzeugung nicht verschenkt ist. Wenn man natürlich sofort aufgibt, weil kurzfristig keine Chance da ist, dann verschenkt man wohl eher seine Stimme.