Der Autorenzirkel





  • Herzlich Willkommen im Autorenzirkel!



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    Wir schreiben, um das Leben zweimal zu schmecken,
    im Augenblick und im Rückblick.
    ~ Anaïs Nin




    Ist das Wort eure Magie und der Stift euer Schwert? Fliegt ihr ebenfalls über den höchsten Wolken und schwimmt in den tiefsten Ozeanen? Schreibt ihr seit ihr gerade mal sprechen gelernt habt oder lest ihr einfach nur gern? Was es auch ist; egal, ob ihr seit Jahren begeisterter Hobbyautor seid oder erst seit vorgestern damit angefangen habt - hier ist jeder willkommen! Jeder, der das Schreiben als eigene Kunst ansieht und sich mit Gleichgesinnten unterhalten möchte. Egal, ob ihr eher Kurzgescichten schreibt, ganze Romane oder lieber Gedichte. Seid dabei, wenn der Autorenzirkel seine Forten öffnet!



    Neuigkeiten & Timeline
    15. 10. 2016 - Neueröffnung des Autorenzirkels!
    15. 10. - 20. 10. 2016 - Wir begrüßen ganz viele neue Mitglieder! Hallo an Feliciá, Alaiya, Naoko, KukkEISa, Musicmelon, Lorekeeper Zinnia, Ravyn ~





    Regeln


    • Bitte schreibt 8-10 Zeilen oder mehr, damit wir ein ansprechendes Niveau erreichen.

    • Teilt euch die Themen auf, zwei pro Post mit jeweils fünf Zeilen reichen völlig aus.

    • Genauso sind Sachen wie Bilder, Avatare, Signaturen und auch Videos willkommen!

    • Besonders bunte Posts mit viel Mühe sind gerne gesehen, aber bitte nur höchstens drei Bilder.

    • Es gelten natürlich dieselben Regeln des BisaBoardes allgemein auch hier im FC.

    • Vorschläge können gemacht werden. Habt ihr Lust auf einen Wettbewerb? Dann sagt es uns!

    • Themenbegrenzung gibt es keine, im Gegenteil, wir freuen uns auf Themen!

    • Wir entscheiden alles zusammen, ob Monatsbild oder Wettbewerb...

    • Meldet euch mindestens einmal im Monat.

    • Wir bitten darum, keine Doppelposts zu machen!

    • Geht auf andere Posts ein und diskutiert ruhig.

    • Einhalten der Regeln selbstverständlich.

    • Goldene Regel: habt Spaß!

    • Anmeldung im Fanclub bei mir, @Saeran



    [font='Tahoma,Geneva,sans-serif']Quellennachweise: Header

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    »Be the chaos you want to see in the world.«

    - Mollymauk

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  • Themen




    [font='Tahoma,Geneva,sans-serif']Aktionen & Wettbewerbe
    Aktionen, wie Wettbewerbe innerhalb des Fanclubs, werden hier ihren Platz finden. Eventuell finden wir ja auch einen Partnerfanclub?



    Maskottchen
    Was braucht jeder Fanclub? Richtig! Ein Maskottchen. Wer oder was es sein wird, wird mit den Mitgliedern des Zirkels besprochen!

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    - Mollymauk

    8 Mal editiert, zuletzt von Mollymauk ()


  • Der Fanclub wurde eröffnet!


    Guten Tag Allereits!
    Ihr habt es sicher schon im alten Fanclub gelesen: Auf Grund von einigen Dingen, haben wir, die FC.Moderation, uns dazu entschlossen, diesem Fanclub die Möglichkeit zu geben, neueröffnet zu werden. Und ... joar, hier sind wir! Ich freue mich sehr, dass ich nun die Möglichkeit habe, den Autorenzirkel als Leiterin zu betreuen. Nicht nur, weil ich auch FF-Moderatorin bin, sondern auch, weil ich das Schreiben einfach liebe und allgemein auch schon seit Jahren mit dabei bin. Ich bin gespannt, wer alles (wieder) mit dabei sein wird und welche neuen Gesichter, wir begrüßen dürfen! Seid mit dabei!



    Seit wann schreibt ihr?
    So, dann beantworte ich direkt auch mal die erste Frage. ^-^
    Mittlerweile sind es ... puh, weit über 10 Jahre. Ich schreibe seit ich einen Stift in der Hand halten kann und über das Jahrzent (wie cool, dass ich das sagen kann, hahaha) hinweg, hat sich vieles für mich geändert. Angefangen habe ich mit dem kläglichen Versuch, überhaupt erst mal um die 100 Worte zusammen zu bekommen und mittlerweile? Haha, mittlerweile bin ich froh, wenn ich nicht die Zeichenbegrenzung des BisaBoards ausreize. Wobei ich auch zugeben muss, dass das große Thema der Zeit eine sehr störende Komponente ist, wenn ich danach gehe, wann ich denn mal Zeit habe zu schreiben... Aktuell ist es nämlich so, dass ich durchs Studium und Umzug sehr viel Stress habe und dadurch nicht wirklich dazu komme, etwas zu schreiben. Tzk. Aber hey, mein Hobby aufgeben tue ich dadurch gewiss nicht, haha.



    So, und nun wünsche ich euch allen viel Spaß! Her mit Ideen oder Vorschlägen, wie man den FC verbessern kann und was wir eventuell für Aktionen machen können!

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    - Mollymauk

  • Och ja, dann mache ich hier nun dann auch mal weider in dem Zirkel, äh, Club, äh, wie wir es nun auch immer nennen wollen ;) Und ich werde weiterhin erst mal keine Bildchen benutzen - und sei es nur, weil ich eigentlich gerade auf einem Rollenspielabend bin und ein wenig die Zeit nutze, in der ich selbst nicht spiele!


    Ist mir ohnehin ganz recht, da ich keine Übersicht mehr habe, was ich im alten Zirkel beantwortet habe.


    Lieblings- und Hassgenres?
    Sagen wir mal so. Ich habe jetzt eine Reihe von Genre, die ich sehr gerne lese, Genre, die mir prinzipiell egal sind und dann noch ein paar Genre, die ich wirklich absolut nicht ausstehen kann - wobei man dann ein paar Sachen sehen muss, wo es immer drauf ankommt, wie es genau geschrieben ist.


    Lieblingsgenre
    Girls Love - So eins meiner liebsten Genre prinzipiell ist Girls Love, wenngleich bevorzugt so, dass es entweder im One Shot ist oder eben ein Nebeneffekt in einer größeren Geschichte. Da ich eben generell kein großer Fan von "Will they, won't they" Geschichten bin. Finde ich einfach furchtbar, furchtbar langweilig - um nicht zu sagen: Dass hasse ich. >.< Aber generell: Girls Love finde ich niedlich und mag es sehr gerne - auch sehr gern als Yuri ;)
    SciFi (speziell Cyberpunk) - Mittlerweile muss ich ehrlich gesagt sagen, dass ich "klassisches Fantasy" hinter mir gelassen habe und irgendwo bin nun viel eher bei Science Fiction. Allerdings weniger das "klassische" SciFi, an den viele danken, von wegen Raumschiffe und dergleichen, sondern eben Cyberpunk und vergleichbares. Also alles von AR, VR, aber durchaus auch (mittlerweile) Cybergliedmaßen und solche Dinge, gerne auch mit in den Bereich Bodyhorror, inklusive halt entsprechender dystopischer Elemente. ;)
    Mystery - Mystery im eigentlichen Sinne wohlgemerk. Also nicht das, was man mittlerweile im Buchhandel als "Mystery" findet. Sprich: Sexgeschichten mit Contemporary Fantasy Setting. Was auch immer das mit Mysterien zu tun hat. Kurzum Geschichten in denen Rätsel in irgendeiner Form gelöst werden müssen. Das macht für mich die Geschichten immer sehr spannend. :D
    Thriller - Geschichten in denen eben die Charaktere in Gefahr sind, psychisch und physisch leiden und an ihre Grenze getrieben werden, so dass es eben sehr, sehr Spannend ist.
    Action - Generell mag ich natürlich Action mit Kämpfen und dergleichen sehr, sehr gerne. Allerdings sollte die Action sich natürlich in Grenzen halten, was das ganze angeht. Sprich ganz ohne Plot finde ich es auch öde, daher... Aber davon abgesehen: Action kann immer benutzt werden, um zu Würzen ;)
    Drama - Ähnlich wie Action sieht es auch mit Drama aus. Für mich gehört es beinahe zwingend zu einer guten Geschichte dazu, gerade eben Konflikte zwischen Charakteren in irgendeiner Form. Allerdings darf es natürlich nicht übertrieben werden und sollte auch glaubwürdig sein. Oftmals wird damit doch sehr übertrieben...



    So~So Genre
    Romantik (allgemein) - Romantik per se ist immer so eine Sache. Wie schon gesagt, ich HASSE "Will they, Won't They" Geschichten, die sich ausschließlich darum drehen, ob zwei Charaktere denn nun zusammen kommen oder nicht. Es ist absolut okay, wenn es neben einem Plot passiert, aber wenn das der Hauptplot ist nervt es mich an. Allerdings: Wenn es Nebenbei läuft, kann es sogar richtig toll sein. Immerhin mag ich es aktuell bei unserer eigenen Geschichten hat es mir auch irrsinnig viel Spaß gemacht, da die Charaktere so interessant waren im Verhältnis damit. ;)
    Urban Fantasy - Urban Fantasy mag ich an sich ja eigentlich immer noch, aber ich finde es mittlerweile ziemlich ausgelutscht und ein Problem mit dem ganzen Teenager-Kram. Halt in Richtung Young Adult und dergleichen. Und ich finde diese Bücher immer sehr, sehr nervig.Insofern... Hmm. Ja. Aber an sich finde ich richtige Urban Fantasy Settings sehr interessant und man kann damit auch viel machen.
    Horror - Ich mag Horror, wenn es Atmosphärisch ist. Ich mag es nicht, wenn es einfach nur auf billige Effekte und Blut hinausläuft. Ich mag Horror, wenn er in der Psyche der Hauptcharaktere ist, ich mag ihn nicht, wenn er auf Blutvergießen hinaus läuft.
    Anderes SciFi - Bei Space Opera Science Fiction kann man mich durchaus mal anlocken - aber es käme darauf an, wie man das ganze gestaltet...
    Erotik - Erotik ist etwas, was ich durchaus gerne lese - sofern es einen One Shot ist oder eben eine Nebensache in einer anderen Geschichte ist. Außerdem sollte es geschmackvoll geschrieben sein. Sprich: Kein Porn sein, es sollte nicht... Na ja, halt übertrieben sein. Ich mag allerdings Erotik gerade auch mit untypischen Charakterkombinationen.



    Verhasste Genre
    Boys Love - Ich gebe offen zu, hauptproblem ist einfach, dass es die meiste Zeit damit zu tun hat, wie es geschrieben ist. Ich sage nur Uke/Seme. Ich habe durchaus auch selbst schwule Nebenpairings in meinen Geschichten, aber generell... Sagen wir es mal so, ich bin einfach kein Fan davon - vor allem wenn es von Frauen geschrieben wurde. Ich kann es nicht anders sagen. Geschichten, die Männer geschrieben haben, sind wahrscheinlich was anderes.
    High Fantasy - Mich nervt Fantasy im klassischen Bereich mittlerweile einfach nur noch enorm. Es ist einfach bis zum Erbrechen geschrieben worden. Es ist einfach nur so übersättigt, weil es meistens einfach immer und immer dasselbe ist. Boah, das Genre geht mich mittlerweile so dermaßen an >____<
    Bei Fanfictions: Alternatives Universum - Ja. Ich sehe den Sinn nicht aus Pokémon, Digimon oder sonst was ein Slice of Life zu machen. >___<
    Ansonsten noch Porn, eben die genannten "Will they won't they"


  • Aloha!
    Freut mich, dass wir bereits wieder so viele Mitglieder sind. Ich war ja ein wenig in Sorge, dass durch die lange Pause zwischen den beiden FCs das Interesse daran ebenfalls abgenommen hat. Aber scheint nicht so zu sein und da freut es mich umso mehr, dass wir schon 8 Mitglieder sind (wenn man mich mal mitzählt, haha). Ich warte einfach mal ab, bis jeder einen Beitrag geschrieben hat, bevor ich mit einer kleinen organisatorischen Sache beginne. Aber ... was jetzt schon mal jeder machen kann: Wenn ihr ein E&S-Topic habt oder eine FF hier im BB, dann lasst es mich wissen. Dann editiere ich das wieder hinter den Namen in der Mitgliederliste. Schleichwerbung ftw. *lach*


    @Alaiya - Einigen wir uns einfach auf "Zirkel", das klingt einfach cooler. xd Übrigens fand ich deine Ausführungen zu den Genren ziemlich erheiternt an der einen oder anderen Stelle. Ich mein, Thema Mystery und Liebe - für manche ist es ein Mysterium für sich! Okay, Spaß beiseite. Ich weiß genau was du meinst; oftmals sind das dann auch genau die Geschichten, wo der Autor mit dem Drama-Farbeimer ausgerutscht ist und alles reingekippt hat. Eigentlich schade, da oftmals die Geschichte an sich Potenzial gehabt hätte, hätte man es ein wenig ... anschaulicher gestaltet.




    Was ist euer Ziel beim Schreiben?
    Ich glaube vor ein paar Jahren hätte ich anders auf die Frage geantwortet, mittlerweile hat sich meine Sichtweise auf diesen Umstand ein wenig verändert. Aber alles der Reihe nach. In erster Linie schreibt man wohl, um selbst irgendwie etwas zu verarbeiten oder um anderen etwas mitzuteilen, wie etwa in Briefen o.Ä. Allerdings war es früher ein „Ich würde gern von anderen bemerkt werden und ich möchte, das sie meine Werke lesen.“, was mittlerweile zu einem „Eigentlich schreibe ich für mich. Ich versuche meine Gefühle und Eindrücke dadurch zum Ausdruck zu bringen und es freut mich immer wieder, wenn es da draußen andere Autoren oder Leser gibt, die gern lesen, was ich schreibe.“ geworden ist. Natürlich ist es schön, wenn andere das mögen, was ich schreibe, aber mittlerweile ist das für mich nur noch sekundär wichtig. Einfach weil ich der Meinung bin, dass es ein Stück weit immer Ansichtssache ist und man nicht allgemeingültig sagen kann, dass man alles mag, was jemand schreibt. Mal mag man was, mal nicht ~ wer weiß das schon von vornherein, haha.
    Jedenfalls ist mein primäres Ziel, dass ich in meinen Texten das widergebe, was ich beim Schreiben gefühlt habe oder was mich die Situation hat fühlen lassen. Was andere dann letztendlich damit anfangen ... ist ihnen überlassen. Ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass ich es liebe, wenn man mir mitteilt, was man gedacht oder gefühlt hat, wenn man eines meiner Werke liest. Ebenso gern tue ich das bei anderen Autoren - wenn ich etwas lese und etwas dazu schreibe, dann ist das in den seltensten Fällen kurz, da ich ziemlich viel darüber schreibe, woran es mich erinnert hat oder was es in mir ausgelöst hat, haha. Das ist für mich einfach das Wichtigste. Daher finde ich es auch immer wieder interessant, wie manche Autoren auf ihre Ideen kommen oder was sie zum Schreiben animiert hat. Mit mir kann man da stundenlang darüber reden, wenn man das möchte. *lach*



    Das war es dann an der Stelle mal von mir. Ich hoffe, ihr habt viel Spaß hier im Fanclub und das wir in schöne Gespräche vertieft sein werden. ~

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    - Mollymauk

  • Dann poste ich einfach auch mal wieder, um den FC ein wenig am Leben zu halten (und mein Weiterschreiben an der Geschichte, die ich gerade schreibsel, ein wenig zu prokrastinieren).


    Ich habe übrigens eine Bitte oder viel eher einen Wunsch :) Ich würde mir nämlich tatsächlich wünschen, dass im jetzigen FC dann vielleicht auch einmal diskutiert wird. Das war im alten FC doch eher selten, da die meisten sich steif daran gehalten haben, die Themenfragen abzuhandeln - ohne dabei auf die Beiträge anderer einzugehen. Ich mein, es ist klar, dass man meistens zu "Was schreibt ihr so?" nicht viel sagen kann. Aber bei so Fragen nach Genres, Klischees und dergleichen... Da gibt es doch ein paar Möglichkeiten eine Interessante Diskussion drauß zu machen, oder? :3 Ich mag Diskussionen!


    Ich weiß genau was du meinst; oftmals sind das dann auch genau die Geschichten, wo der Autor mit dem Drama-Farbeimer ausgerutscht ist und alles reingekippt hat

    Was Drama angeht hasse ich es übrigens immer, wenn das Drama per se daraus resultiert, dass zwei Charaktere sich nicht aussprechen oder sich die ganze Zeit missverstehen. Vor allem wenn es dann teilweise so abstrus wird, dass man sich denkt "Welcher normale Mensch handelt so?" Selbiges gilt auch für "Liar revealed" Storylines. Ihr wisst schon: Charakter gibt vor jemand anderes zu sein, als er ist. Rutscht dadurch in eine Rolle rein, die er nicht hatte und nicht haben wollte, es stellt sich aber heraus, dass er gut darin ist. Leute finden das toll. Dann stellt sich heraus, dass er nur durch die falsche Angabe in diese Rolle gekommen ist und tun so, als würde damit all das gute, was der Charakter in der Rolle getan hat, auf einmal nichtig. Vor allem toll in einer Situation, wo gerade das Leben der Charaktere oder manchmal auch das Schicksal der Welt auf dem Spiel steht. Aber hey, solche Kleinigkeiten halten diese Charaktere dann nicht davon ab, erst einmal für eine Weile eingeschnappt zu sein - so dass die Rettung am Ende erst Last Minute passieren kann.
    GWAAAA!
    Das eben zusammen mit Missverständnissen, die ein Vorankommen der Story (gerade in "Will they, Won't They" Szenarien, die häufig ja davon leben, dass die Charaktere unfähig sind, wie normale Menschen miteinander zu reden) verhindern, da die beteiligten Charaktere zu sehr schmollen, um... Irgendwas vernünftiges zu tun.
    *head desk*



    Nun, aber wo wir schon dabei sind, nehme ich mir mal ein paar Pairingfragen vor ;) Ich spende sogar noch eine. *lieb sei*



    Wie weit dürfen eure Charaktere in romantischer Hinsicht gehen?


    Nun ist hier die Frage: Was heißt "romantische Hinsicht"? Generell habe ich mittlerweile eine Vielzahl von Charakteren und ein Teil davon ist in Beziehungen, ein anderer Teil nicht. Außerdem schreibe ich ganz gerne One Shots über Beziehungen (das sind dann zumeist Fanfictions). Dazu kommt, dass ich in letzter Zeit durchaus auch angefangen habe, einmal ein wenig Sexualität außerhalb von klassischen Beziehungen zu erforschen. ;)


    Also erst einmal: Ich habe diverse Charaktere in Beziehungen. Manche davon waren von Anfang an geplant (am meisten wohl Nebi/Amara in den Weltenwandler Chroniken, die von Anfang an feststanden), manche haben sich komplett zufällig ergeben (Denrei/Shuichon in Digimon Alpha Generation sind da das Hauptbeispiel) und andere haben sich durch das Format des Schreibens ergeben (hier wohl am meisten Joanne/Joachim aus meiner Shadowrun Trilogie, was nun einmal darauf zurückgeht, dass die Story so halb auf unserer Rollenspielrunde beruht und es sich beim Rollenspiel einfach ergeben hat). Darüber hinaus habe ich eben One-Shots en Masse, wo Romantik eine Rolle spielt ;)


    Bei den Charakteren, bei denen die Beziehung tatsächlich eine Rolle spielt, ist es so eine Sache. Am Ende ist bei keiner der Charakterkombinationen die Romanze wirklich ein Hauptaspekt der Geschichte, selbst wenn gerade bei Nebi/Amara und Joanne/Joachim sehr viel von der Charakterentwicklung der Charaktere an die Beziehung gebunden ist, da ich in beiden Fällen die Beziehung nutze, um den Charakteren auf die ein oder andere Art den Spiegel vorzuhalten. In beiden Beziehungen gibt es alles mögliche - auch Sex, selbst wenn ich in keinem der Fälle den Sex ausschreibe. Davon abgesehen spielt in den Geschichten selbst allerdings so spätere Sachen weniger eine Rolle. Keine Heirat, kein Kinderbekommen. (Wobei ich mich bei Joanne/Joachim wohl nicht werde beherrschen können, eine Kurzgeschichte dazu zu schreiben. Die beiden Idioten sind einfach zu toll, wie ungeschickt sie an diese Dinge dran gehen. xD")


    Bei anderen, gerade in den Digimon Stories, ist die Beziehung normal eher ein Nebenaspekt. Weil es so gewünscht war, habe ich zu Denrei/Shuichon damals einen One Shot geschrieben - und werde wohl auch irgendwann noch mal weitere schreiben. Davon abgesehen nutze ich aber in den Geschichten eben durchaus die Charakterkombinationen, um verschiedene Arten von Beziehungen zu erforschen. Ich habe mit Ruki/Ryou halt die Beziehung die brökelt, mit Mitsuo/Reika eine sehr stabile Beziehung, die allerdings auch ein paar Probleme hat, und mit Megumi/Shibumi eine einseutige Beziehung, die vor allem durch Unsicherheit von Megumi in sich selbst geprägt ist.


    Auch in One-Shots mag ich es sehr Beziehungen außerhalb des "Zusammen kommens" Szenario zu erforschen. Beziehungen, bei denen der Alltag eingekehrt ist. Beziehungen, die mehr Freundschaftlich sind. Beziehungen, die kaputt sind. Mehr dazu weiter unten :D


    Aber ja. Sagen wir es mal so: Solange es nicht anders geplant ist, gibt es bei mir an sich keine Tabus, ich habe nur in den längeren Geschichten eigentlich nie das Pairing im Vordergrund. Sie existieren, sie haben auch Drama, aber der Hauptplot der Geschichte hat dann doch mit größeren Themen zu tun.



    Shipping Stories - eintönig oder aufregend?


    Ja, ich kann es mir jetzt nicht verkneifen, hier noch einmal darüber zu ranten, weil ja... Shipping. Wie gesagt: Eigentlich mag ich es durchaus selbst über Beziehungen zu schreiben oder zu lesen - was mich nur immer so aufregt, sind die Geschichten, die sich einzig und allein damit beschäftigen, dass zwei Charaktere zusammen kommen. Vor allem wenn es eine Geschichte mit 20+ Kapiteln ist. Was zur Hölle ist daran denn interessant? Zumal es ja doch immer derselbe Einheitsbrei gemischt aus Missverständnissen, Kommunikationsproblemen, Selbstzweifeln und Eifersucht ist. *gähn* Wie langweilig! Und vor allem meistens eben sehr, sehr unrealistisch in dem, wie es dargestellt wird.


    Dazu finde ich es wirklich sehr schade, dass es wirklich weit häufiger darum geht, dass zwei Leute zusammen kommen, als einmal um eine Beziehung, die schon besteht und einfach Stabil ist. Wenn man nach Geschichten geht, hat man oft den Eindruck, dass Beziehungen nicht glücklich sein können ^^" Ich meine, klar, wenn eine Geschichte damit endet, dass zwei Charaktere zusammen kommen, dann wird es gerne als "Happily Ever After" dargestellt, aber wenn tatsächlich mal eine Geschichte in einer Beziehung spielt, dann gibt es schnell das nächste Missverständnis, das dafür sorgt, dass sich die Charaktere entfremden und es wieder auf der Scheide steht, ob die Charaktere auch zusammen bleiben.


    Derweil würde ich gerne mehr Geschichten lesen, wo der Konflikt von außen kommt, während die Charaktere in der Beziehung tatsächlich einmal beieinander stehen und einander vertrauen. *seufz*


    Was mich übrigens auch sehr stört ist die Tatsache, dass bei den meisten Shipping-Stories in Fandoms die Charaktere irgendwo im Alter von 15 bis maximal 22 Jahren sind und dann natürlich gleich immer so getan wird, als wäre es die Liebe für's Leben. Ich meine, klar, natürlich sind da auch die Medien dran Schuld, die immer wieder gern das Bild zeichnen, dass man mit der ersten oder zweiten Beziehung dann gleich auf immer zusammenbleibt... Persönlich kann ich aber nur die Augen drüber verdrehen, wenn zwei 16jährige sich die ewige Liebe schwören. Da reden wir mal weiter, wenn der Hormonsturm, auch bekannt als Pubertät, vorbeigezogen ist, ja?




    Kommen wir zu meiner freundlichen Spende:

    Schreibt ihr auch ungewöhnlichere Beziehungen?


    Zur Erklärung: Damit meine ich Beziehungen, die nicht in das übliche "Junge X Mädchen" Schema passen. Ich war erst geneigt zu sagen "ins einfache romantische Person A X Person B Schema", aber dann habe ich mich dch dagegen entschieden, weil es ein Pokémon Forum ist und das Pokémon Fandom alles in allem doch sehr, sehr heteronormativ ist *seufz*


    Ich meine damit allerdings auch andere Sachen, auf die ich jetzt einmal eingehen möchte. ;)


    Denn ich gebe zu, dass mich in letzter Zeit durchaus "Friends with Benefits" Beziehungen ziemlich reizen. Sprich: Beziehungen, in denen die Charaktere wirklich vorrangig Freunde sind, die aber eben auch miteinander schlafen, um es einmal Jugendfrei auszudrücken. Das kommt vorrangig wohl auch aus der ganzen Joanne/Joachim Geschichte, die so angefangen hat, wenngleich es irgendwann mehr geworden ist. Dennoch, ich finde es durchaus interessant, diese Perspektive zu betrachten, vor allem weil ich es immer sehr schade finde, dass Erotik oftmals so zwangsweise an Romantik gebrunden ist. In derselben Richtung schreibe ich aktuell auch eine Kleinigkeit über ONS. Äh, ja.


    Darüber hinaus will ich aber auch immer noch eine Geschichte über eine Polybeziehung schreiben, also eine Beziehung mit in diesem Fall drei "Partnern", die eben zu dritt in einer romantischen Beziehung miteinander sind und eben zu dritt übliche Beziehungssachen machen. Wohlgemerkt möchte ich eine Geschichte mit einem Delta, statt einem V schreiben. Also nicht eine Beziehung, wo eine Person zwei Partner hat und alle damit einverstanden sind, sondern eine, wo alle Beteiligten zwei Partner haben ;) Ich finde so etwas interessant und sehr, sehr schade, dass es seltener geschrieben wird.


    Auch plane ich aktuell ein paar kleienre Geschichten über ebenfalls durchaus ungewöhnlichere Konstellationen... Aber darüber will ich hier wegen Jugendschutz wohl besser mal nicht sprechen.

  • Am Ende antworte wieder nur ich^^

    as kommt vorrangig wohl auch aus der ganzen Joanne/Joachim Geschichte, die so angefangen hat, wenngleich es irgendwann mehr geworden ist. Dennoch, ich finde es durchaus interessant, diese Perspektive zu betrachten, vor allem weil ich es immer sehr schade finde, dass Erotik oftmals so zwangsweise an Romantik gebrunden ist.

    Ist dir aufgefallen das außer vielleicht bei Pornos jede Freundschaft Plus Beziehung und wirklich JEDE in eine Romanze endete?
    Das hat mich auch immer geärgert.

    uch plane ich aktuell ein paar kleienre Geschichten über ebenfalls durchaus ungewöhnlichere Konstellationen... Aber darüber will ich hier wegen Jugendschutz wohl besser mal nicht sprechen.

    Da gibt es sicher viele interessante Konstellationen.
    Ich habe selbst ein paar Projekte in der Richtung gehabt.


    Früher hatte ich auch mal einen sehr verzwickten Fall. Weißt du, wenn jemand Homosexuell ist wird er meist darauf reduziert, in der Handlung. Bzw er hat dann zumindest eine Beziehung. Kommt mir zumindest so vor. In einer meiner frühen Storys wollte ich einen Nebencharakter Schwul machen und das wurde auch in einem Gespräch erwähnt. Aber mir kam das zu erzwungen rüber.
    Das lang aber vermutlich auch daran, das die Story noch zu unausgegoren war und sich fast nur auf den Hauptplot beschränkt hat.
    Sonnst hätte ich es auch in einer Gedankensequenz neben ein paar Alltagsgedanken kurz erwähnen können.
    Aber die Frage ist, wäre es schwer jemanden als nicht Hetero zu beschreiben, ohne irgendein Klischee zu bedienen und ohne Demjenigen eine Beziehung aufzuzwingen?


    Zumal es ja doch immer derselbe Einheitsbrei gemischt aus Missverständnissen, Kommunikationsproblemen, Selbstzweifeln und Eifersucht ist. *gähn* Wie langweilig!

    Wie eine Soap, furchtbar vorhersehbares Writing. Höchstens zum Eingewöhnen gut. Allgemein sind Eifersüchteleien meist sehr unreif beschrieben. Dabei müsste man sich nur etwas Gedanken machen. Wenn einer sehr wenig Zeit für seinen Partner hat, aus beruflichen Gründen, oder ähnliches, oder na es ist auf jeden Fall möglich ohne das die Charaktere total ausflippen und innerlich sofort in Tränen aus lauter Selbstmitleid ausbrechen.



    Allgemein bin ich an Kontrasten interessiert, an widersprüchlichen Klischees. Mit Schubladendenken.
    Eichiro Oda hat da ein sehr gutes Beispiel geliefert. Viele seiner Badasscharaktere sehen nicht mal so cool aus.
    In anderen Animes zeigt das Aussehen schon fast die Kampfkraft an. Aber bei Oda sind auch Leute die nicht total cool aussehen ziemlich stark, oder interessant. Ob Geko Moria, oder Marko der Phönix. Und vor allem seine Transsexuellen sind zwar durchgehend gekleidet wie Paradiesvögel, aber eben auch sehr seriöse, teils extrem starke Figuren. Ivankov z.B. ist ein Charakter der mir sehr gefiel.


    Und das selbe baue ich in meinen Storys so gut es geht ein und ich finde das gehört zu den Stärken meiner Projekte.
    Verräter sind meist fröhlich, machen Witze, verstehen sich mit allen, zeigen aber auch Selbstkritik um nicht zu perfekt zu wirken.
    In einer anderen Story ist ein völlig unwichtiger Charakter sehr viel stärker als der Protagonist? Warum? Damit man die Intelligenz und Stärke von jemand nicht nach Aussehen, oder Verhalten beurteilt und um zu zeigen das die Protagonisten (oder Theoretisch auch Antagonisten) nur weil sie welche sind nicht zwangsweise stärker sein müssen als andere Unbeteiligte.
    Ein anderes Projekt das ich im Auge habe bezieht sich auch wieder auf eine Person deren Aussehen und Charakter man leicht in eine Schublade stecken kann. Ich möchte nicht vorgreifen denn es dauert noch mindestens bis zum Ende des Jahres, voraussichtlich Februar, aber es geht in der Story unterschwellig auch darum das auch eine Person wie sie theoretisch Heldin sein kann und das dieses eine keinen Einfluss auf ihr restliches Privatleben, oder ihre Rolle in der Story als Heldin haben wird.


    Also das könnte man benutzen um eine Frage zu stellen. Klischees verstecken sich überall und es ist manchmal schwer sie zu umgehen.
    Versucht ihr so wie ich gezielt das Gegenteil zu bringen, haltet ihr euch auch mal an ein Klischee, wie z.B. das Punkmädel mit dem Hohen IQ, oder was auch oft vorkommt: den reichen Eltern? Oder distanziert ihr euch eher von Klischees, wenn ein Charakter nicht bewusst diesem entspricht?


    Bei Fanfictions: Alternatives Universum - Ja. Ich sehe den Sinn nicht aus Pokémon, Digimon oder sonst was ein Slice of Life zu machen. >___<
    Ansonsten noch Porn,

    Als Nebengenre? Fände ich in dem Fall auch unpassend.

  • Stille.
    *kleiner Staubteufel fegt durch den Raum*
    *ein Geier kreischt*
    Stille.


    Zu schade. :(


    Ich war nicht sicher, ob ich @Sunaki Antworten soll/kann, da er ja eigentlich nicht im FC ist und ich fast damit gerechnet habe, dass sein Beitrag gelöscht wird. Da dies aber soweit nicht passiert ist, gehe ich einfach mal davon aus, dass ich ihm antworten kann.



    Ist dir aufgefallen das außer vielleicht bei Pornos jede Freundschaft Plus Beziehung und wirklich JEDE in eine Romanze endete?

    Na ja, also es ist nicht zwangsweise so, dass es in einer Romanze endet. Nur ist es oft so, dass es endet. Entweder erkennen die Charaktere, dass sie einander lieben oder es endet in Scherben und Tränen oder gar im Tod von einem der betroffenen - gerade in amerikanischen Medien, die gerne das sexuell "unmoralische" verhalten ihrer Charaktere Strafen.



    Früher hatte ich auch mal einen sehr verzwickten Fall. Weißt du, wenn jemand Homosexuell ist wird er meist darauf reduziert, in der Handlung. Bzw er hat dann zumindest eine Beziehung. Kommt mir zumindest so vor. In einer meiner frühen Storys wollte ich einen Nebencharakter Schwul machen und das wurde auch in einem Gespräch erwähnt. Aber mir kam das zu erzwungen rüber.
    Das lang aber vermutlich auch daran, das die Story noch zu unausgegoren war und sich fast nur auf den Hauptplot beschränkt hat.
    Sonnst hätte ich es auch in einer Gedankensequenz neben ein paar Alltagsgedanken kurz erwähnen können.
    Aber die Frage ist, wäre es schwer jemanden als nicht Hetero zu beschreiben, ohne irgendein Klischee zu bedienen und ohne Demjenigen eine Beziehung aufzuzwingen?

    Ich hatte mich gestern über das Thema mit meinem Freund unterhalten, da es in HTTYD2 ja diese Szene gibt, in dem Gober als schwul geoutet wird - in einem Nebensatz.
    Ich muss sagen, dass ich das eher weniger gut finde. Zwar finde ich es gut, wenn ein Charakter nicht nur auf seine Sexualität reduziert wird und wenn der Charakter nicht zwangsweise in einer Beziehung ist, aber ich hasse es, wenn es nur ein einmaliger Nebensatz ist oder es gar Word of God ist (*hüstel*Rowling*hüstel*), da es in dem Zusammenhang oft immer wirkt wie: "Schaut mal, schaut mal, wir haben einen Homosexuellen Charakter! Wir sind total inklusiv! (Und müssen mit den Konsequenzen nicht leben)"
    Das gilt besonders, wenn der eine Charakter eben in einer Altergruppe ist, in der man ohnehin nicht mehr erwartet, dass er/sie eine Beziehung anfängt. Aka Charaktere, die schon 50 oder Älter (oder das etwaige Gegenstück ihrer Welt) sind. In der Altersgruppe sieht man oft Single Charaktere, die oft beinahe asexuell daher kommen. Und klar, so einen CHarakter kann man locker "schwul" machen, ohne etwaige Konsequenzen reinbringen zu müssen - weil ohnehin niemand mehr damit rechnet, dass der Charakter eine Beziehung anfangen würde, selbst wenn er hetero wäre.
    Es sollte in meinen Augen durchaus ein Teil des Charakters sein, der ab und an mal vorkommt. Das muss nie besonders groß sein - aber es sollte mehr als ein Nebensatz sein.


    Ich habe bei mir in der Trilogie Robert, den besten Freund des weiblichen Hauptcharakters. Robert ist schwul, was allerdings im ersten Teil nur in dem Sinne vorkommt, dass er zwei Mal für Kerle schwärmt, die er gesehen hat. Na ja, und unterschwellig dadurch eingebracht wird, dass der Hauptcharakter sich vor ihm einfach umzieht, aber das ist mindestens genau so durch das "ist fast wie ein Bruder" begründet, als durch alles andere.
    Im zweiten Band wird es dann häufiger mal eingebracht, wenngleich auch mehr dadurch, dass der Hauptcharakter mit den eigenen Gefühlen nicht klarkommt und ihre Beziehung zu dem Mann, zu dem sie Gefühle entwickelt, immer mit Robert vergleicht und dann sich selbst korrigieren muss, da "Es zählt irgendwie nicht, weil Robert ist schwul".
    Im dritten Band hat Robert dann später eine Beziehung zu einem ehemaligen Zwangsprostituierten, was dann auch ein wenig mehr reinspielt, da die Geschichte von Jack - dem Prostituierten - eben durchaus in die Story mit reinspielt.


    Davon abgesehen habe ich halt massenhaft bisexuelle Charaktere - aber was gibt es für bisexuelle Klischees?



    Versucht ihr so wie ich gezielt das Gegenteil zu bringen, haltet ihr euch auch mal an ein Klischee, wie z.B. das Punkmädel mit dem Hohen IQ, oder was auch oft vorkommt: den reichen Eltern? Oder distanziert ihr euch eher von Klischees, wenn ein Charakter nicht bewusst diesem entspricht?

    Irgendwie habe ich das Gefühl für diverse Klischees allgemein weniger Anfällig zu sein, weil es relativ leicht ist, in die Klischees nicht mehr reinzufallen, sobald man mit erwachsenen, weiblcihen Charakteren schreibt, die sich auch wie Erwachsene verhalten - na ja, meistens.
    Denn Frauenklischees sind abseits von "Hausfrau" und "Strong Independent Woman" sehr selten. Es hat durchaus einen Grund, warum man die meisten Tropes für weibliche Charaktere "Girl" nennt. "Manic Pixie Girl", "Action Girl" usw.
    Ich meine, es gibt nicht viele wichtige weibliche Charaktere in Film, Fernsehen und auch Bücher, die über 25 oder gar über 30 sind (und auch so aussehen). Was dafür sorgt, dass in dem Bereich die Klischees auch weit weniger breit gesäht sind.


    Allerdings mache ich mir generell immer wenig Gedanken um Klischees. Ich schreibe Charaktere als Charaktere und entwerfe sie eben so. "Wie würde ein normaler Mensch reagieren, wenn er aus der und der Situation kommt und das und das passiert?"



    Als Nebengenre? Fände ich in dem Fall auch unpassend.

    Was meinst du mit Nebengenre?
    AU ist normaler Weise so oder so vorherrschend. Ich meine, du kannst schlecht ignorieren, wenn in Digimon keine Digimon vorkommen, in Pokémon keine Pokémon und Naruto, Sakura und SasUke an einer Highschool ihr "Abitur" machen.



    ...


    ...


    Ich tagge einfach mal die anderen Mitglieder hier, um vielleicht den ein oder anderen dazu zu bewegen, auch mal etwas zu sagen ;)


    @Feliciá, @Naoko, @KukkEISa, @Musicmelon, @Lorekeeper Zinnia, @Ravyn, @Nexy

  • Edit: oh upps, bin es so gewohnt in den Autorenzirkel zu schreiben, dass ich mich nicht neu angemeldet habe, sry. xD


    Zitat von Sunaki

    Weißt du, wenn jemand Homosexuell ist wird er meist darauf reduziert, in der Handlung. Bzw er hat dann zumindest eine Beziehung. Kommt mir zumindest so vor. In einer meiner frühen Storys wollte ich einen Nebencharakter Schwul machen und das wurde auch in einem Gespräch erwähnt. Aber mir kam das zu erzwungen rüber.Das lang aber vermutlich auch daran, das die Story noch zu unausgegoren war und sich fast nur auf den Hauptplot beschränkt hat.Sonnst hätte ich es auch in einer Gedankensequenz neben ein paar Alltagsgedanken kurz erwähnen können.Aber die Frage ist, wäre es schwer jemanden als nicht Hetero zu beschreiben, ohne irgendein Klischee zu bedienen und ohne Demjenigen eine Beziehung aufzuzwingen?

    Wenn du dir Person so vorstellst, dann tu es einfach imo.
    Es wäre nur der verkehrte Weg irgendjemanden dafür auszuerwählen und die Information lieblos einzuwerfen, um das sozusagen "auchmal abgehakt zu haben" oder so, du verstehst. ^^"
    Sonst ist es ja nicht schwerer als alles andere auch.


    Außerdem darf man ruhig Klischees bedienen. Es gibt kein allgemeingültiges Regelwerk mit dem man Autoren erschlägt, wenn sie sich gewisser Klischees bedienen. XD


    Mein Chris ist ziemlich... nun ja feminin und leicht tuntig. Ich wollte ihn so haben, weil ich ihn auf diese Art in Gedanken hatte.
    Er ist aber auch mein Sunny Boy und sehr wissbegierig, hochintelligent, loyal, ein großer Bruder, lebensfroh, extrovertiert, sehr fürsorglich und kämpft dann, wenn es keinen anderen Ausweg gibt, da er in Wirklichkeit durch seine ausgegliche Art einer der stärksten Magier ist... ach und der beste Freund eines anderen, heterosexuellen Hauptcharakters, nein, von dem er nichts will. XD Dafür ist er (auf eine nicht negative und unangenehme Art) verzogen, da seine Eltern umsorgend und wohlhabend sind, und er hat bisher eigentlich nichts Schlimmes erlebt, weswegen er recht naiv ist und mit allem, was ihnen dann widerfährt, schlechter umgehen kann als andere.


    Zitat von Alaiya

    Davon abgesehen habe ich halt massenhaft bisexuelle Charaktere - aber was gibt es für bisexuelle Klischees?

    - promisk
    - unentschlossen
    - eine Person ist nie genug
    - und wenn der Charakter nur mit dem einen Partner des einen Geschlechts was hat, "kann" derjenige nicht bi sein

  • [font='Arial']Bitte nicht beachten, was hier steht!


    Quelle


    Bitte nicht beachten, was hier steht!


    Alola!
    Es freut mich sehr, dass ich als Mitglied hier angenommen wurde.
    Um euch einmal einen kleinen Überblick über mich zu verschaffen, habe ich mir diese zwei Fragen ausgesucht:


    Seit wann schreibt ihr?
    Eigentlich habe ich schon mein ganzes Leben lang gerne an Geschichten geschrieben und gerne anderen Geschichten erzählt.
    Mein frühste Erinnerung, bei der ich geschrieben habe, war in der vierten Klasse, wo wir für eine Aufgabe eine Geschichte über unseren letzten Traum, an den wir uns noch gut erinnern konnten, schreiben sollten. In meiner ging es, soweit ich mich richtig erinnere, um einen Geist namens Cosmo, der Hilfe brauchte, um in sein ehemaliges Spukschloss zu kommen, da er von einem anderen Geist von dort verjagt wurde oder so etwas in der Richtung. Jedenfalls haben alle nach meinem Vorlesen geklatscht, auch die Lehrerin, was ich damals echt toll fand. :blush:
    Seit ungefähr drei Jahren nehme ich regelmäßig an Wettbewerben in einem anderen Forum, was sich um ein Onlinespiel dreht und nicht extra für Autoren ausgelegt ist, teil, bei denen mich die Themen ermütigen, neue Ideen für meine Geschichten zu finden. Im letzten Jahr hatte ich dann leider eine große Schreibblockade, wo ich nichts, rein gar nichts, geschrieben habe. Aber (!) nachdem ich mich nach dieser wieder an den Computer gesetzt und schrieb, fand ich nun letztendlich wieder zu meinem alten Hobby zurück. Sicherlich hat dazu auch meine freiwillige Arbeit bei der Schülerzeitung mitgeholfen, sie zu überwinden.


    [size=12]Was lest ihr gerade und welche Bücher möchtet ihr dieses Jahr noch lesen?
    Derzeit lese ich Stephen King's "Es". Passend zur derzeitigen Stimmung, habe ich mir vor einem Monat "Basar der bösen Träume", ebenfalls von Stephen King, gekauft. Und ich muss sagen, dass mich die meisten Kurzgeschichten ansprechen. Darin befand sich ein Flyer, auf dem noch weitere Bücher von ihm abgebildet waren. Und als ich rein zufällig bei Thalia war, wollte ich nachschauen, welche Bücher sie von ihm noch auf Lager hatten. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, "Der Anschlag" oder "Sie" zu kaufen, aber leider hatten sie diese nicht mehr auf Vorrat, weswegen ich mir instinktiv "Es" schnappte. Obwohl ich noch nicht allzu weit bin, was bei der Seitenanzahl verständlich ist und am Anfang etwas abschreckt, muss ich sagen, dass ich soweit ganz zufrieden bin.
    Da das Jahr sich langsam zum Ende neigt, habe ich derzeit nicht vor, noch weitere Bücher zu lesen. Da bin ich mit "Es" derzeit ausgebucht. Es steht aber nicht fest, dass ein Spontankauf irgendwann noch passieren wird, so wie ich mich kenne. :rolleyes:
    Vielleicht kennt hier noch jemand ein Buch, welches empfehlenswert ist, es in naher Zukunft zu lesen?


    ______________________________

    Davon abgesehen habe ich halt massenhaft bisexuelle Charaktere - aber was gibt es für bisexuelle Klischees?

    Neben den Klischees, die @Bastet schon genannt hat, kenne ich noch, dass Bisexuelle schneller eifersüchtig werden sollen und viele arrogant sind bzw. so auf ihr Umfeld wirken. Aber dann hört es bei mir schon auf.

  • [c] tumblr


    - - b e g r ü ß u n g
    cheers love, die Kavallerie ist da! [...]. Okay.
    Ich freue mich Mitglied im Autorenzirkel zu sein und klinke mich einfach random in die Diskussionsrunde ein, bevor ich mich daran mache, die Fragen im Startposting zu beantworten und diese stumpfsinnig runter zu arbeiten. Von daher werden die Fragen später folgen. :)  

    ~


    Wenn du dir Person so vorstellst, dann tu es einfach imo.

    ^this

    Ich finde, dies ist der beste Ratschlag. Ich bin der Meinung, dass es nicht immer schlecht sein muss, wenn man sich an bekannten Klischees bedient, denn irgendwo gibt es immer Normen und Stereotypen, die gleich sind.
    In sexueller Hinsicht habe ich meine Charaktere breit gefächert und vieles ist da vertreten. Allgemein weil ich dieses Thema für eigene Charaktere selbst sehr interessant finde und ich mich gerne da hinein fühlen möchte, indem ich z.B. Empfindungen und Meinungen schreibe. Meine Hauptromanze besteht aus zwei weiblichen Charakteren, wobei eine homosexuell ist und die andere bisexuell ist. Beide finden zufällig aufeinander und beide sind nicht direkt zusammen (Es entwickelt sich in der Storyline schon über eine verdammt lange Zeit), weil beide andere Probleme haben. Ein Pärchen sind sie geworden, weil ichs an sich total niedlich fand mir die beiden als solche vorzustellen und als ich Lyn (homoxesuell) erfunden habe, war sowieso von Anfang an klar, dass sie lesbisch ist; aber aufgrund ihrer Storythematik ist sie im Übrigen mit einem Mann verheiratet und hat ein Kind. Aber deren Beziehung ist ohnehin speziell und vielseitig, um alle Aspekte zu nennen.
    Dann habe ich zwei weitere Frauen, die ebenso bisexuell sind und keine Probleme damit hätten, das eigene Geschlecht zu flankieren, was deren Rassen geschuldet ist. Verstärkte Libido, beziehungsweise trockene Süchtige, hehe. ^-^


    Ein Typ von mir ist asexuell, sprich: Er interessiert sich so überhaupt gar nicht für sowas und kann auch nicht nachvollziehen, wenn die anderen Charaktere in der Gruppe sich damit beschäftigen. Seine Kommentare sind schon manchmal lustig. x'D Der Älteste der Gruppe ist heterosexuell, mit einer Frau verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist verunglückt und hat Körperteile verloren, die durch Prothesen ersetzt worden sind. Sein bestes Stück hat er auch verloren und kann somit Sex im eigentlichen Sinne nicht mehr durchführen, was auch in der Beziehung zu seiner (absolut coolen) Frau Erwähnung findet.
    Desweiteren habe ich noch einen weiteren Kerl, der bisexuell ist, aber ob es überhaupt groß thematisiert wird bin ich mir unsicher. Vorstellungen davon habe ich natürlich schon.

    Ich muss sagen, dass ich das eher weniger gut finde. Zwar finde ich es gut, wenn ein Charakter nicht nur auf seine Sexualität reduziert wird und wenn der Charakter nicht zwangsweise in einer Beziehung ist, aber ich hasse es, wenn es nur ein einmaliger Nebensatz ist oder es gar Word of God ist (*hüstel*Rowling*hüstel*), da es in dem Zusammenhang oft immer wirkt wie: "Schaut mal, schaut mal, wir haben einen Homosexuellen Charakter! Wir sind total inklusiv! (Und müssen mit den Konsequenzen nicht leben)"

    Kommt drauf an. Bei manchen Werken merkt man, dass Charaktere homosexuell sind, nur damit man vorweisen kann, dass sowas in dem Medium erwähnt wird (weil es ja soo~ diskriminierend ist), aber meistens habe ich es lieber, wenn es einmal erwähnt ist und zwar eine Rolle spielt, allerdings jetzt auch nicht so hochgepusht wird, als wäre Sexualität sowas besonderes. Es gehört zwar zu einem Charakter, macht ihn aber nicht aus - es ist mir z.B. total egal, ob Dumbledore jetzt homosexuell ist oder nicht, was macht ihn für mich nicht besser oder schlechter. x)

  • - promisk
    - unentschlossen
    - eine Person ist nie genug
    - und wenn der Charakter nur mit dem einen Partner des einen Geschlechts was hat, "kann" derjenige nicht bi sein

    Neben den Klischees, die @Bastet schon genannt hat, kenne ich noch, dass Bisexuelle schneller eifersüchtig werden sollen und viele arrogant sind bzw. so auf ihr Umfeld wirken. Aber dann hört es bei mir schon auf.

    Hmm, das sind alles eher Vorurteile gegenüber Bisexuellen - aber es sind keine Klischees aus Storytechnischer Sicht, die ich so wirklich gesehen hätte. Wie gesagt, ich rede aktuell eher von Tropes und da gibt es wenig auf der bisexuellen Ebene. Das größte Klischee, das mir dahingehend einfällt, ist "not too bi" (aka: Ein Charakter ist nur im Namen Bi, aber man sieht ihn nur mit jemanden von einem Geschlecht) oder eben dieses "even hot for..." (also wenn ein Charakter ja eigentlich nicht bi ist, aber dieser eine Charakter vom selben Geschlecht ist selbst für jemand des gleichen geschlechts...)


    Aufgrund der Unsichtbarkeit von Bisexualität ist es halt meist so ein Ding: Wir sehen selten bisexuelle Charaktere. Wenn eher Homosexuelle Charaktere. Abemeistens ist es allerhöchstens ein Entweder oder und man sieht fast nie Charaktere, die Beziehungen oder gar Sex mit Charakteren von beiden Geschlechtern.


    Ein Typ von mir ist asexuell, sprich: Er interessiert sich so überhaupt gar nicht für sowas und kann auch nicht nachvollziehen, wenn die anderen Charaktere in der Gruppe sich damit beschäftigen. Seine Kommentare sind schon manchmal lustig.

    Das heißt er ist Asexuell und Aromnatisch oder nur asexuell? ;)


    Bei manchen Werken merkt man, dass Charaktere homosexuell sind, nur damit man vorweisen kann, dass sowas in dem Medium erwähnt wird (weil es ja soo~ diskriminierend ist), aber meistens habe ich es lieber, wenn es einmal erwähnt ist und zwar eine Rolle spielt, allerdings jetzt auch nicht so hochgepusht wird, als wäre Sexualität sowas besonderes. Es gehört zwar zu einem Charakter, macht ihn aber nicht aus - es ist mir z.B. total egal, ob Dumbledore jetzt homosexuell ist oder nicht, was macht ihn für mich nicht besser oder schlechter. x)

    Gerade bei Dumbledore und Rowling, die halt nun einmal eine sehr, sehr, SEHR heteronormative Welt geschaffen hat und dieses "Äh, ja, natürlich war Dumbledore schwul", wirkt bei ihr für mich sehr wie ein Nachgedanke, da es nun einmal sehr kritisiert wurde.


    Ich muss übrigens sagen, dass es eben auch so eine Sache ist: Hat ein Film oder eine Serie ein sehr kleines Cast, dann ist es nicht so arg, aber wenn es eine lange Serie mit vielen, vielen Charakteren, dann fällt es eben auf, wenn da niemand irgendwie aus dem weiß, able bodied und hetero Klischee raussticht...

  • Gerade bei Dumbledore und Rowling, die halt nun einmal eine sehr, sehr, SEHR heteronormative Welt geschaffen hat und dieses "Äh, ja, natürlich war Dumbledore schwul", wirkt bei ihr für mich sehr wie ein Nachgedanke, da es nun einmal sehr kritisiert wurde.

    Ja du hast schon Recht, aber allgemein sind diese Mainstream Filmreihen wie Harry Potter in solchen Stilen sehr hetero. Oder allgemein sind diese klassischen Liebesfilme in Kinos auch immer noch sehr hetero; ich könnte mich nie daran erinnern, eine Romanze mit homosexuellen Paaren oder bisexuellen Paaren öffentlich gesehen zu haben. Abgesehen von den RTL II Serien, in denen es immer jeder mit jedem treibt. :'D Leider Free TV. Sehr beliebte Buchromanzen gelten auch darunter. Wenn man ein gutes Buch finden möchte, in denen Paare anderer Art beschrieben werden muss man schon speziell danach suchen. Das ist schon schade.
    Damals habe ich mir darüber eher weniger Gedanken gemacht, aber heute finde ich schon, dass man auf andere Sexualitäten eingehen könnte, aber daran merkt man, wie dieses Thema teilweise noch streng taburisiert wird. :'D Aber als kleiner Anhang noch: Ich gebe meinen Charakteren verschiedene Sexualitäten, weil ich es als Autor selbst interessant finde und es mir Spaß macht sowas zu schreiben.


    Das heißt er ist Asexuell und Aromnatisch oder nur asexuell?

    Erstens. Er ist ein Mönch. Brauch sowas nicht.
    Aromnatisch vielleicht in manchen Aspekten; vollkommen abstoßend findet er das nicht, kann aber mit romantischen Gefühlen nichts anfangen und macht keine sarkastischen Kommentare damit. Er amüsiert sich da teilweise eher. Urkomisch sich sowas zu überlegen, wenn man jemanden als Berater für sowas anquatscht, und der denkt sich nur "Äh wat?" x) Fand ich schon lustig, aber das passt auch total zu ihm. Wie bei Lyn vorhin gesagt, die direkt lesbisch war, war Kouki (so sein Name) direkt asexuell.

  • Ich brauche mal ein wenig Formulierungshilfe.


    Ich schreibe aktuell an einer Low-SciFi Geschichte, die in einer Welt spielt, die zwar angedeutet, aber nicht deutlich in unserer Welt spielt. Das heißt konkret, dass ich die Namen von Ländern, Kontinenten und Landstrichen meide. Nun war es recht leicht, einen Afroamerikaner einzubringen ohne das Wort zu benutzen. Jetzt habe ich aber ein anderes Problem: Ein Japanerin.
    Wie beschreibe ich es recht eindeutig, dass das Mädel aus Japan ist und das typische japanische Aussehen hat (also bezogen auf die Gesichtsform vor allem), ohne zu sehr ins Detail zu gehen, aber gleichzeitig es deutlich machendm auch für Leute, die den Namen nicht als japanisch identifizieren können?

    Wie wichtig sind euch eure Charaktere und deren Ausarbeitung?

    Die Charakterausarbeitung ist für mich beim Schreiben und generell Charaktererfinden mit das wichtigste. Allerdings ist es gleichzeitig auch eine Sache, die bei mir oftmals mehr intuitiv ist, als sonst irgendetwas. Manchmal weiß ich einfach Dinge über Charaktere, ohne dass ich es erklären kann.
    Was ich damit meine ist, dass ich viele Dinge über einen Charakter einfach weiß, ohne groß darüber nachzudenken. Das merke ich oft, wenn ich diese 100 Fragen zu einem Charakter Bögen durcharbeite und da Sachen drankommen, die in der Geschichte keine Rolle spielen. Dennoch kann ich sie oftmals aus dem Stehgreif beantworten - und wenn es Fragen nach exotischen sexuellen Vorlieben des Charakters sind. xD"
    Was mir aber immer wichtig ist, ist auszuarbeiten, wer der Charakter ist und woher er kommt. Also was ist der familiäre Hintergrund. Daran hängt doch sehr viel vom Verhalten des Charakters, selbst wenn man Erwachsene schreibt. ;)


    Ja du hast schon Recht, aber allgemein sind diese Mainstream Filmreihen wie Harry Potter in solchen Stilen sehr hetero. Oder allgemein sind diese klassischen Liebesfilme in Kinos auch immer noch sehr hetero; ich könnte mich nie daran erinnern, eine Romanze mit homosexuellen Paaren oder bisexuellen Paaren öffentlich gesehen zu haben.

    Ich finde das generell schade, dass es eben praktisch nie irgendwelche Liebesfilme mit einem homosexuellen Paar oder gar einer Polybeziehung ist, aber wo es mich immer am meisten stört, ist in Reihen und Serien mit massiv vielen Charakteren, wo man meinen sollte, dass allein per Wahrscheinlichkeit irgendwer, der nicht hetero ist, dazwischen ist. @.@ Ich meine... Meh. Und Harry Potter ist da eben so eine Sache. Wir haben da so unglaublich viele Charaktere in den Generationen von Harry und James. Aber unter denen ist niemand auch nur bi. Jedenfalls offiziell. Der einzige Charakter, der schwul ist, ist der Charakter, der eigentlich ein asexuelles Leben lebt. Yay.
    Habe übrigens ein ähnliches Problem mittlerweile mit friends. Da nicht mit Homosexuellen, die kommen ja tatsächlich vor, sondern mit der Abwesenheit von anderen Ethnien. Ich meine, als Kind ist es mir nie aufgefallen, aber nachdem ich selbst in New York war... Fällt es arg auf. Selbst unter Phoebes Hobo-Freunden sind keine anderen Ethnien, obwohl von Obdachlosigkeit in den USA nun einmal Afroamerikaner und Latinos überproportional betroffen sind. o.ô"


    Erstens. Er ist ein Mönch. Brauch sowas nicht.

    Na ja, jetzt könnte ich ja fies sein und sagen: Der Krux an dem Zöllibat soll ja eigentlich sein, dass man eben drauf verzichtet ;)  Was wiederum ein Grund dafür ist, dass es zwischen Priestern und Mönchen so viele sexuelle Übergriffe gibt, weil das ganze unterdrückt... Na ja...


    Aromnatisch vielleicht in manchen Aspekten; vollkommen abstoßend findet er das nicht, kann aber mit romantischen Gefühlen nichts anfangen und macht keine sarkastischen Kommentare damit.

    Also aromantisch heißt auch nicht, dass man es abstoßend findet, nur dass man selbst absolut kein Interesse daran hat. ;)

  • Na ja, jetzt könnte ich ja fies sein und sagen: Der Krux an dem Zöllibat soll ja eigentlich sein, dass man eben drauf verzichtet Was wiederum ein Grund dafür ist, dass es zwischen Priestern und Mönchen so viele sexuelle Übergriffe gibt, weil das ganze unterdrückt... Na ja...

    Das ist auch logisch, dass du sowas denkst und klar ist mir durchaus bekannt, dass Leute solcher Angehörigkeiten trotz ihres Eides oder was auch immer sexuell tätig sind. :D Nur gehört der Kult von Kouki zu einer eigenen Religion innerhalb meiner Welt und seine Rasse pflanzt sich nicht durch Geschlechtsverkehr weiter, sondern wird anders geboren, was allerdings auch einen Hintergrund hat. Selbst hat er aber kein Interesse daran.


    Die Charakterausarbeitung ist für mich beim Schreiben und generell Charaktererfinden mit das wichtigste. Allerdings ist es gleichzeitig auch eine Sache, die bei mir oftmals mehr intuitiv ist, als sonst irgendetwas. Manchmal weiß ich einfach Dinge über Charaktere, ohne dass ich es erklären kann.

    Genau so war es z.B. bei Lyn auch. Und bei manchen Charakteren entwickelt sich ihr Charakter auch relativ spontan. Ich habe eine Inspiration und daraus formt sich dann direkt eine bereits bestehende Vorlage für einen OC in meinem Kopf und es gibt nur kleine Sachen, die ich noch dazu überlegen muss. Ganz anders war es bei meiner Ariya, die vor Jahren noch mein LadyDynasmon Verschnitt war. Die meisten Charaktere die ich damals für Digimon erfunden habe, habe ich für meine OS Unleashed verändert, sodass sie in das Universum reinpassen. An diesen Charakteren habe ich bewusst gearbeitet, um sie zu verändern, wobei ich nicht abstreiten kann, dass sich einiges nicht zufällig entwickelt hat.


    Wo wir schon beim Thema Charakterentwicklung sind, kann ich gleich die Frage beantworten.
    Charakterentwicklung ist mir sehr wichtig und darauf achte ich auch sehr. Im Rahmen einer Geschichte verändern sich Charaktere eben und es ist auch unnatürlich, wenn dem nicht so ist. Aus Fehlern lernen, Charaktereigenschaften reflektieren und verändern, an seiner Vergangenheit arbeiten, was auch immer. Ich möchte, dass meine Charaktere wachsen und vielseitig werden, vor allem natürlich nachvollziehbar, damit man kein flaches Stück Papier vor sich liegen hat. Für das eigentliche Unleashed arbeite ich nebenbei an einem Pre-Sequel, der Vergangenheiten von Charakteren genauer erläutert, wenn sie z.B. in der eigenen Geschichte keine genauere Erwähnung finden würde, weil es einfach den Rahmen sprengen würde. Allerdings macht es mir auch wahnsinnig viel Spaß, mich mit meinen Charakteren zu beschäftigen und zu schreiben, was ihnen passiert ist und warum, wie ihre Empfindungen sind, ect.
    Ich finde, eine ausgearbeitete Vergangenheit gehört einfach zu einem guten Charakter dazu. Typisch für einige Charaktere ist eine einfache Amnesie aus irgendwelchen Gründen, sodass er sich nicht an seine Vergangenheit erinnert und sich der Autor somit jegliche Arbeit darüber erspart. Wenn es gut erklärt wird und nachvollziehbar ist habe ich nichts gegen Amnesie; denn eigentlich haben meine Unleashed Charaktere auch eine gewisse Amnesie, aber das hat einen bestimmten Grund. x)


    Ich schreibe aktuell an einer Low-SciFi Geschichte, die in einer Welt spielt, die zwar angedeutet, aber nicht deutlich in unserer Welt spielt. Das heißt konkret, dass ich die Namen von Ländern, Kontinenten und Landstrichen meide. Nun war es recht leicht, einen Afroamerikaner einzubringen ohne das Wort zu benutzen. Jetzt habe ich aber ein anderes Problem: Ein Japanerin.
    Wie beschreibe ich es recht eindeutig, dass das Mädel aus Japan ist und das typische japanische Aussehen hat (also bezogen auf die Gesichtsform vor allem), ohne zu sehr ins Detail zu gehen, aber gleichzeitig es deutlich machendm auch für Leute, die den Namen nicht als japanisch identifizieren können?

    Hat das irgendwie einen bestimmten Grund, warum du das nicht erwähnen möchtest? Beziehungsweise ist es eigentlich unsere Welt oder nur an unsere angelehnt? Und es kommt drauf an, in wie weit zu deine Charaktere allgemein beschreiben möchtest, weil für das Aussehen reichen ja z.B. diese schmale Gesichtsform; reine, makellose und eventuell blasse Haut; die schwarzen Haare, schmale, dunkle Augen (vllt auch Schlitzaugen); Stupsnase. Ansonsten gibt es eigentlich relativ wenige genauere Merkmale dafür (zumindest fallen mir keine weiteren ein), die asiatische Menschen genau beschreiben können, ohne es genau zu erwähnen. Vielleicht kann man auch eher auf die Kleidung eingehen, die Japaner tragen, z.B. die Kimonos, aber da weiß ich auch nicht ob du das erwähnen willst.



    ______________________________


    Edit:
    Da wir schon einige Mitglieder sind und gerade sowieso eigene Charaktere thematesieren: Wie wär's denn, wenn wir eine Aktion starten und jeder von uns die Möglichkeit erhält einen OC vorzustellen? Kann natürlich in einem Event irgendwie ausgearbeitet werden, wäre dabei sowas zu veranlassen und zu organisieren bzw. mir was einfallen zu lassen

  • Nur gehört der Kult von Kouki zu einer eigenen Religion innerhalb meiner Welt und seine Rasse pflanzt sich nicht durch Geschlechtsverkehr weiter, sondern wird anders geboren, was allerdings auch einen Hintergrund hat. Selbst hat er aber kein Interesse daran.

    Ah, okay, das ist dann natürlich etwas anderes. ;)


    Ich meine, es gibt auch unter Menschen eben wirklich asexuelle. Kann durchaus auch Spaßig sein, mit solchen Charakteren zu arbeiten xD


    Im Rahmen einer Geschichte verändern sich Charaktere eben und es ist auch unnatürlich, wenn dem nicht so ist. Aus Fehlern lernen, Charaktereigenschaften reflektieren und verändern, an seiner Vergangenheit arbeiten, was auch immer.

    Das Thema der Geschichte sollte meistens auch immer der Entwicklung des Charakters geschuldet sein. In irgendeiner Form zumindest. Ich weiß noch, wie unser damaliger Deutschleihrer in der fünften Klasse es gesagt hat: Eine Geschichte geht im zentralen immer um eine Entwicklung, die der Hauptcharakter durchmacht. Diese muss nicht immer ins positive sein. ;)


    Ich fand es allerdings durchaus Spaßig durch Machines und Humans hindurch die ganze Zeit einen Hauptcharakter zu haben, der sich weigert, sich zu verändern. Immerhin hat Joanne/Pakhet halt einen falschen Charakter entwickelt, eine Maske, wenn man so will. Und da wieder raus zu kommen, nachdem man sie für mehrere Jahre diese Maske, diese Rolle geübt hat.
    Es macht halt Spaß an dem Charakter dahingehend zu arbeiten - wobei es im Nachhienin schon arg ist, wie weit sich der Charakter entwickelt hat. Dai ch die Story ja nicht allein geschrieben habe (sie ist auf dem Rollenspiel beruhend - P&P und so) durchaus überraschend an einigen Stellen xD"


    Typisch für einige Charaktere ist eine einfache Amnesie aus irgendwelchen Gründen, sodass er sich nicht an seine Vergangenheit erinnert und sich der Autor somit jegliche Arbeit darüber erspart.

    Amnesie ist in meiner Erfahrung auch oft eine Ausrede um viel Exposition reinbringen zu können. Da eignen sich Charaktere, die von all den Sachen in einer Welt nichts wissen, sehr gut dafür. Alternativ natürlich Charaktere, die in eine fremde Welt kommen oder eine neue Seite ihrer Welt entdecken. Macht es zwar auch einfacher für den Zuschauer/Leser, die Welt zu verstehen, weshalb es gerne benutzt wird (weil so der Hauptcharakter genau so viel/wenig weiß, wie der Konsument), aber manchmal auch durchaus langweilig, weil es halt so oft vorkommt (und bei besonders langen Reihen der Hauptcharakter manchmal auch lange braucht grundlegende Fragen zu stellen).


    Hat das irgendwie einen bestimmten Grund, warum du das nicht erwähnen möchtest? Beziehungsweise ist es eigentlich unsere Welt oder nur an unsere angelehnt? Und es kommt drauf an, in wie weit zu deine Charaktere allgemein beschreiben möchtest, weil für das Aussehen reichen ja z.B. diese schmale Gesichtsform; reine, makellose und eventuell blasse Haut; die schwarzen Haare, schmale, dunkle Augen (vllt auch Schlitzaugen); Stupsnase. Ansonsten gibt es eigentlich relativ wenige genauere Merkmale dafür (zumindest fallen mir keine weiteren ein), die asiatische Menschen genau beschreiben können, ohne es genau zu erwähnen. Vielleicht kann man auch eher auf die Kleidung eingehen, die Japaner tragen, z.B. die Kimonos, aber da weiß ich auch nicht ob du das erwähnen willst.

    Effektiv: Ja, die Welt ist unsere. Aber in knapp 100 Jahren. Die Grenzen wurden neu gezogen und der Hauptcharakter wurde geboren nachdem die Grenzen gezogen wurden. Der Charakter hat nie eine Welt mit Europa oder Asien kennen gelernt. In der Welt des Charakters gab es nie Japan. Also würde es keinen Sinn machen, dass der Charakter "Oh, ein Japaner" denkt. Ich lasse es allerdings auch mit Absicht offen, wie die Welt außerhalb von DER STADT (der namenlosen Metropole, wo die Geschichte spielt) und dem ehemaligen Skandinavien, wo der Hauptcharakter herkommt, aussieht. Dazu kommt eben eine stark globalisierte Gesellschaft, weshalb die Menschen auch meist weniger in "Asiat", "Afrikaner", "Europäer" denken.
    Der Hauptcharakter trifft die Frau in einer Bar. Beide tragen normale Ausgehkleidung.


    Kurzum: Die Geschichte handelt effektiv von den ONS des Hauptcharakters und hier ist mein Problem: Es war bei den bisherigen Charakteren recht leicht klar zu machen, was die Ethnie ist. Ich habe keinen der bisherigen Encounters mit mehr als zwei Sätzen beschrieben. Deswegen suche ich für die asiatische Madame nach einen möglichst kurzen, Prägnanten weg xD"

  • Ah, okay, das ist dann natürlich etwas anderes.


    Ich meine, es gibt auch unter Menschen eben wirklich asexuelle. Kann durchaus auch Spaßig sein, mit solchen Charakteren zu arbeiten xD

    Ja das ist es in der Tat, Spaßig. :)  

    Das Thema der Geschichte sollte meistens auch immer der Entwicklung des Charakters geschuldet sein. In irgendeiner Form zumindest. Ich weiß noch, wie unser damaliger Deutschleihrer in der fünften Klasse es gesagt hat: Eine Geschichte geht im zentralen immer um eine Entwicklung, die der Hauptcharakter durchmacht. Diese muss nicht immer ins positive sein.

    Schon klar. ^^ Ich habe auch Charaktere, die sich ins negative entwickeln und auch Dinge tun, die ich nicht für richtig halte. Entweder Traumata, indem sie verrückt werden, oder weil sie an sich schon eine innere Haltung haben, die zu "bösen" Taten neigt. Bewusst mal in Anführungszeichen geschrieben, weil Moral und Ethik Ansichtssache sind und das ist auch ein Aspekt, den ich für Charaktere sehr wichtig finde.

    Amnesie ist in meiner Erfahrung auch oft eine Ausrede um viel Exposition reinbringen zu können. Da eignen sich Charaktere, die von all den Sachen in einer Welt nichts wissen, sehr gut dafür. Alternativ natürlich Charaktere, die in eine fremde Welt kommen oder eine neue Seite ihrer Welt entdecken. Macht es zwar auch einfacher für den Zuschauer/Leser, die Welt zu verstehen, weshalb es gerne benutzt wird (weil so der Hauptcharakter genau so viel/wenig weiß, wie der Konsument), aber manchmal auch durchaus langweilig, weil es halt so oft vorkommt (und bei besonders langen Reihen der Hauptcharakter manchmal auch lange braucht grundlegende Fragen zu stellen).

    Ich muss auch sagen, dass es eine Variante ist, die eine Geschichte vereinfacht. Zumindest den Beginn, weil man genauer weiß, wie man anfangen kann. So geht es mir immerhin, zumindest wenn es um total komplexe Geschichten und Welten geht, weil man immer einen Anfang suchen muss. Den richtigen Anfang zu finden ist für mich der schwierigste Aspekt an eigenen Geschichten. :(  

    Effektiv: Ja, die Welt ist unsere. Aber in knapp 100 Jahren. Die Grenzen wurden neu gezogen und der Hauptcharakter wurde geboren nachdem die Grenzen gezogen wurden. Der Charakter hat nie eine Welt mit Europa oder Asien kennen gelernt. In der Welt des Charakters gab es nie Japan. Also würde es keinen Sinn machen, dass der Charakter "Oh, ein Japaner" denkt. Ich lasse es allerdings auch mit Absicht offen, wie die Welt außerhalb von DER STADT (der namenlosen Metropole, wo die Geschichte spielt) und dem ehemaligen Skandinavien, wo der Hauptcharakter herkommt, aussieht. Dazu kommt eben eine stark globalisierte Gesellschaft, weshalb die Menschen auch meist weniger in "Asiat", "Afrikaner", "Europäer" denken.
    Der Hauptcharakter trifft die Frau in einer Bar. Beide tragen normale Ausgehkleidung.

    Neben dem Aussehen und genaueren Charaktermerkmalen einer Japanerin würde ich dann vielleicht erwähnen, dass sie eben ausländisch aussieht und nicht nach dem, was der Hauptcharakter kennt. Oder du erfindest irgendwie einen Begriff für die Person/solche Leute im allgemeinen. Oder sie erwähnt in einem Gespräch etwas über ihre Heimat/Herkunft, was man mit Japan assoziieren kann, ohne es genau zu erwähnen.


    ______________________________
    Edit:
    Da wir schon einige Mitglieder sind und gerade sowieso eigene Charaktere thematesieren: Wie wär's denn, wenn wir eine Aktion starten und jeder von uns die Möglichkeit erhält einen OC vorzustellen? Kann natürlich in einem Event irgendwie ausgearbeitet werden, wäre dabei sowas zu veranlassen und zu organisieren bzw. mir was einfallen zu lassen

    Füge es einfach nochmal ein, damits nicht überlesen wird bei neuen Beiträgen. @Saeran

  • Schon klar. ^^ Ich habe auch Charaktere, die sich ins negative entwickeln und auch Dinge tun, die ich nicht für richtig halte. Entweder Traumata, indem sie verrückt werden, oder weil sie an sich schon eine innere Haltung haben, die zu "bösen" Taten neigt. Bewusst mal in Anführungszeichen geschrieben, weil Moral und Ethik Ansichtssache sind und das ist auch ein Aspekt, den ich für Charaktere sehr wichtig finde.

    Vor allem muss man ja auch sehen, dass es ohnehin immer so eine Sache bei epischen Geschichten (egal ob Fantasy, SciFi oder auch nur Thriller) ist: Die Charaktere rennen oftmals ziemlich links und rechts mordend durch die Gegend - was man natürlich als normaler Mensch auch manchmal hinterfragen muss. Vor allem wenn (ja da bin ich wieder) dann am Ende hinterfragt wird, den Bösewicht zu töten, der hinter der feindlichen Armee stand, aber die normalen Fußsoldaten, die wahrscheinlich nur ihre Familie ernähren wollen oder gar zwangseingezogen wurden, die werden einfach abgeschlachtet und niemand fühlt sich deswegen schlecht ^^" Argh.
    Ich meine, ich mag durchaus "Greater Good" Fragestellungen. Also wenn die Charaktere wirklich davor stehen "Ist es jetzt berechtigt, diesen Bösewicht zu töten", aber ja... Wie gesagt, die normalen Fußsoldaten werden irgendwie nie als Personen gesehen. Also auch von der Geschichte nicht, so dass die eben auch nie darauf eingeht, wie viel Blut die Helden oft an ihren Händen haben.


    Das ist auch aktuell etwas, dass ich bei Machines bewusst anders gemacht habe, da die Helden hier bevorzugt nicht tödliche Gewalt nutzen. Also Betäubungsmittel, Elektroschocks, gezielten Nahkampf und dergleichen. Dinge, die eben die Gegner nur für eine Weile ausschaltet, aber nicht tötet. Es gibt zwar ein paar Tote, aber die sind durchweg Fälle wo etwas eigenes der Gegner absichtlich oder unabsichtlich zurückgeschleudert wurde. (Beispielsweise einmal eine Granate, die entsprechend viele Gegner tötet, sonst aber die Helden getötet hätte, und einmal bricht ein gegnerischer Geist frei und läuft Amok, wobei einige Gegner sterben, ehe die Helden den Geist ausschalten können).


    Ähm, ja... Sorry für den kleinen Ausflug in das Thema. ^^"



    Ich muss auch sagen, dass es eine Variante ist, die eine Geschichte vereinfacht. Zumindest den Beginn, weil man genauer weiß, wie man anfangen kann. So geht es mir immerhin, zumindest wenn es um total komplexe Geschichten und Welten geht, weil man immer einen Anfang suchen muss. Den richtigen Anfang zu finden ist für mich der schwierigste Aspekt an eigenen Geschichten.

    Na ja, ich finde es kommt drauf an.
    Persönlich habe ich nie das Amnesie-Plotdevice als Einleitung verwendet, wenngleich ich natürlich schon mehrfach auf "Hauptcharakter kommt in 'die fremde Welt'" zurückgegriffen habe. Wobei die Welt nicht immer wortwörtlich zu sehen ist.
    Der einzige Anfang, der mir soweit immer noch schwerfällt (immer noch, weil ich den bisherigen überarbeiten werde) ist der Anfang der Weltenwandler, weil ich versuche das richtige Gleichgewicht zwischen Amaras altem Leben und der Einführung der Welt(en) zu finden. Ich bin da aber teilweise auch nicht so wirklich glücklich mit einigen Exposition Dumbs, die ich da geben musste. Ich habe zwar versucht die Dinger soweit es geht zu umgehen, indem ich mehr dabei zeige... Aber ganz geht es ja nicht.


    Wobei Exposition Dumbs natürlich noch schlimmer sind, wenn die Charaktere etwas kennen. Da gibt es ein paar Filmbeispiele, wo einige Exposition Dumbs absolut keinen Sinn machen. Da wird Charakteren, die das alles schon wissen, etwas noch einmal erklärt und man wartet beinahe darauf, dass der "Lehrer" sich der Kamera zuwendet und meint "Habt ihr das auch alles verstanden, meine lieben Zuschauer?"



    Neben dem Aussehen und genaueren Charaktermerkmalen einer Japanerin würde ich dann vielleicht erwähnen, dass sie eben ausländisch aussieht und nicht nach dem, was der Hauptcharakter kennt. Oder du erfindest irgendwie einen Begriff für die Person/solche Leute im allgemeinen. Oder sie erwähnt in einem Gespräch etwas über ihre Heimat/Herkunft, was man mit Japan assoziieren kann, ohne es genau zu erwähnen.

    *seufz* Geht auch nicht so wirklich. Mir ist eben wichtig in der Geschichte, dass Ethnien nicht exotisch sind. Weil das ganze eben in DER STADT spielt, einer Metropole mit 80 Millionen Einwohnern aus aller Welt (auch wenn es in der Geschichte nie erwähnt wird, da ich reale Welt referenzen eben kaum reinbringe, soll es übrigens Dubai sein).
    Ich fürchte ich muss wirklich den ausführlicheren Weg wählen. Scheint wirklich das einzige zu sein, was man da machen kann.



    Da wir schon einige Mitglieder sind und gerade sowieso eigene Charaktere thematesieren: Wie wär's denn, wenn wir eine Aktion starten und jeder von uns die Möglichkeit erhält einen OC vorzustellen? Kann natürlich in einem Event irgendwie ausgearbeitet werden, wäre dabei sowas zu veranlassen und zu organisieren bzw. mir was einfallen zu lassen

    Bin dafür. @Saeran

  • Beitreten und dann wochenlang keinen Beitrag leisten, so kennt und liebt man mich
    Hallo ihr lieben Mitautoren, ich gebe heute meinen Senf zu zwei Themen ab, die mich in der Liste ansprachen, weil sie meiner aktuellen Situation entsprechen, beziehungsweise weil ich darüber aktuell am meisten zu sagen habe.


    memes

    Was habt ihr euch schreibtechnisch für 2014 2016 vorgenommen?


    2016 steht aktuell bei mir im Zeichen der Produktivität. "Hauptsache machen" ist das Motto mit dem ich aktuell an das Schreiben herangehe. Gerade gestern erst hat mich mein "Q&A a day" (was ich im übrigen jedem empfehle, bestimmt auch ein tolles Weihnachtsgeschenk!) gefragt "What are you trying to do" und auch da war meine klare Antwort: "Mehr kreativ tätig sein". Was dabei ungemein hilft ist, dass ich in den letzten Monaten mit der "Kunst" des Poetry Slam angefangen habe - also dem Schreiben von Texten für die Bühne und dementsprechend auch den Vortrag. Nun ist es so, dass ein Poetry Slam mindestens einmal pro Monat ist, das heißt ich brauche jeden Monat quasi zwei neue Texte - das spornt ungemein an und der "Genrewechsel" vom klassischen, normalen Schreiben lässt mich kreativ auch ziemlich aufblühen, wenn ich das selbst so sagen darf. Einen meiner Slamtexte habe ich vor kurzem auch vertont in meinem E&S-Topic präsentiert.
    Meine "normale" Schreibtätigkeit leidet zwar ein wenig darunter, aber immerhin wird das so ein bisschen dadurch kompensiert, dass ich nebenbei noch für das FF-Saisonfinale schreibe, in das ich ja noch glücklich reingerutscht bin, obwohl ich erst seit knapp fünf Wettbewerben wieder im Forum aktiv bin.


    Wie bewandert seid ihr mit Gedichten?


    Diese Frage schließt sich eigentlich fließend an die vorherige an. Bis vor einem halben Jahr hätte ich noch geantwortet mit "Bah nein, bleib mir bloß weg mit Gedichten, das kann ich sowieso nicht". Mittlerweile, sowohl durch einen Kurs an der Uni, Wettbewerbsteilnahmen und auch nicht zuletzt dem Poetry Slam, bei dem ich mich jetzt auch schon an "gereimtes" traue, habe ich schon mehr Selbstsicherheit erlangt, was das Dichten und Reimen angeht. Wie gut ich mich inzwischen mache, wird man spätestens bei den Ergebnissen der zweiten Saisonfinal-Runde sehen, schätze ich.
    Aber unabhängig vom Ergebnis, das Spielen mit Klangformen, insbesondere versimmanente Gleichklänge haben es mir wirklich angetan und so entwickelt sich auch das Dichten langsam aber sicher zu einer Schreibform, die ich fast mehr praktiziere als meine eigentlich so geliebte Prosa. Geht auch schneller.

    memes


    Zeitbedingt heute leider keinen Anschluss an die bisherige Diskussion, aber ich bin auch für die OC-Vorstell-Aktion!

  • Zitat von Alaiya

    Meh. Und Harry Potter ist da eben so eine Sache. Wir haben da so unglaublich viele Charaktere in den Generationen von Harry und James. Aber unter denen ist niemand auch nur bi. Jedenfalls offiziell. Der einzige Charakter, der schwul ist, ist der Charakter, der eigentlich ein asexuelles Leben lebt. Yay.

    Das stimmt nun auch nicht mehr. In Fantastic Beasts soll ein junger Dumbledore gezeigt werden, der in Grindelwald verliebt ist. Ich sehe das Problem aber nicht in Grindelwalds Geachlecht (und da Harry Potter unsere Generation und Jüngere als Hauptzielgruppe hat, sehen da bestimmt die meisten Zuschauer kein Problem darin) oder dass Dumbledore als alter Mann alleine ist, sondern im Charakter des Love Interests. Ich mein, der einzig offiziell schwule Charakter war in einen Schwerstverbrecher verliebt. Das ist jetzt nicht grad die Romantik, die ich wollte. xD Der Eindruck der ganzen Sache wird glücklicherweise verbessert, da Dumbledore mit ihm bricht. Dumbledore selbst trifft in der Harry Potter-Reihe auch fragwürdige und auch unsympathische Entscheidungen. Bei ihn selbst wird aber klar, dass er nicht böse oder ein schlechter Mensch ist, aber er trifft eben "schlechte" Entscheidungen. Was eben auch bei Grindelwald / der "Wahl" sich in ihn zu verlieben der Fall war. In gewisserweise kann man schon entscheiden in wen man sich verliebt oder zumindest, ob es bei dieser Person vernünftig ist sich in diese Gefühle und die Beziehung zu vertiefen.


    Ja, wieso nicht, sone Aktion klingt nett. ^^