Farben.

  • 1.


    2.Seine Lieblingsfarbe ist braun. Meine Lieblingsfarbe ist? Mein Schatz in einer neuen altbekannten Welt, Rot und Grün.

  • Hallo @Miriam!
    Deine Geschichte hat noch keinen Kommentar bekommen - das wollen wir doch mal ändern, nicht?


    Der Prolog ist sehr endgültig, weswegen noch nicht wirklich verraten wird, was die Geschichte zum Thema haben soll. Grundsätzlich bietet sich ein Klappentext immer an, um die Story für den Leser anzubieten. Der fehlende Startpost ist sicher Geschmackssache, es ist aber eigentlich immer ganz nett, so eine Art einführendes Deckblatt mit interessanten oder notwendigen Infos bereitzustellen. Denk drüber nach, ob das nicht etwas für dich wäre!
    In jedem Fall ist die Geschichte sehr emotional und ich finde es gut, wie du den inneren Wirbelsturm deiner Figur zum Ausdruck bringst. Gerade so etwas:

    Es war zu klein, viel zu klein. Ich hätte die größe einer Katze haben müssen. Ich mag Katzen.

    ,also Gedanken, die eigentlich recht zusammenhanglos sind, veranschaulichen das innere Hin- und Her sehr gut.


    als würde ich vor dem Fenster, dem Licht, der Quelle unseres irdischen Lebens wegrennen. Nicht nur vom dem Fenster nein, sondern auch vor einem nicht existenten Verfolger, vor der Angst.

    Und sehr schön bildhafte Sprache obendrein. Die Personifikation der Angst macht sie sehr viel lebendiger und die empfundene Bedrohung greifbarer!


    EIn Gesicht mir so fremd und doch so nah. Mein Eigen genannt, doch von mir nicht akzeptiert. Ich war das nicht, ich wollte das nicht sein.

    Dein lyrisches Ich hat also Probleme mit seiner Identität ... sowas ist immer schlimm und es wäre interessant, zu erfahren, wie die Begleitumstände ausgesehen haben.


    Aus dem Handy erklingt fragend und beunruhigt der Name eines Sohnes. Es kann nicht ich sein, denn ich bin kein Sohn, ich bin ein Mädchen. Ich hörte den Aufzug hinunter fahren. Es war unser Abschied gewesen. Ob sie es wohl wusste? Ob sie weinend die Polizei anrief? Ob sie immer wieder diesen Namen in das Telefon rief? Ob sie sich wunderte?
    Werde ich sie wiedersehen?

    Oh, eine weibliche Seele in einem männlichen Körper gefangen, sozusagen. Ich kann mich da zwar nicht zu 100% hineinversetzen, aber das muss ein schlimmes Gefühl sein. Auf jeden Fall wieder sehr schön emotional zum Ausdruck gebracht, darin liegt offenbar eine große Stärke deinerseits!


    Hinter mir liegt das Leben und vor mir die Freiheit.

    Das ist traurig und schön zugleich. Und spiegelt damit auch die Zerrissenheit der Figur wider. Der Freitod ist tragisch, wirft aber natürlich auch Fragen auf: Entstand Verzweiflung, die dazu führte, aus einer stetigen Spirale heraus oder hatte das konkrete Gründe, wie etwa konsequentes Mobbing an irgendeiner Stelle? Vermutlich ersteres, wenn ich daran denke, dass gesagt wird, die Person habe keine Hilfe erhalten, aber auch nie mit jemandem gesprochen. Diese Art von Teufelskreis (kein Reden, weil man denkt, es würde einen eh keiner verstehen, was dazu führt, dass einem keiner hilft und man sich noch stärker in sich kehrt) ist verdammt schwer zu durchbrechen, aber nichts desto trotz fragt man sich, womit es zusammenhängt, dass sich das so dramatisch entwickelt hat.
    Und ich frage mich, wovon deine Geschichte handeln wird - war der Prolog quasi eine Vorschau? oder ein Rückblick und die Story dreht sich darum, diesen Selbstmord zu bewältigen? Oder wird die Protagonistin vielleicht gerettet? Hmmm ...
    Verbesserungsvorschläge lassen sich momentan nur schwer anbringen. Du beschreibst eine sehr emotionale Situation hochemotional, was ziemlich gut ist. Wie du andere Begebenheiten beschreibst und ob es dir z.B. genauso gut gelingt, ruhigere Situationen zu beschreiben oder Interaktion zwischen Charakteren darzustellen, muss man sehen. Aber fürs erste liest du dich sehr gut, danke für das schöne - wenn auch sehr tragische - Werk!



    Ich hoffe, du schreibst weiter und bleibst fleißig am Schreiberball!


    Liebe Grüße,


    ~ Sheo




  • Hey Mirai ,


    tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat! :(


    Ok, das Ganze ist wird immer abstrakter und verwirrender, wertfrei gesprochen. Wenn ich richtig verstanden habe, hat der Typ nicht nur - verständlicherweise - kurz vor dem Tod doch Angst davor, die verschiedenen Stimmen in seinem Innern/Teile seiner Seele manifestieren sich in unterschiedlichen Formen. Das ist ein verdammt interessantes Thema, das etwas hoch Philosophisches hat! Ich möchte dir aber raten, etwas langsamer an die Sache ranzugehen und deinen Leser etwas vorsichtiger an diese komplexe Sache heranzuführen, damit er/sie trotz allem noch gut folgen kann. Wie wäre es beispielsweise damit, die einzelnen Schnipsel, die noch kommen, aus der Sicht eines jeweils anderen Seelenteils zu erzählen? Dadurch lernt man sie besser kennen und hat eine Orientierungshilfe.

    Ich finde auch interessant, dass du die vierte Mauer ab und an durchbrichst und dich selbst zum Gegenstand der Geschichte machst bzw. durchblicken lässt, dass manche der Figuren Kenntnis von dir haben. Das könnte sehr gut zum Setting passen, je nach dem, wie eng du dich als Autorin mit einbinden willst!

    Aber ich bin ja gespannt, wie die das alles verhindern wollen ... vielleicht mit Hilfe des Erzählers? Hmm ... also ich bin jedenfalls gespannt!


    Etwas kürzer diesmal, hoffentlich freust du dich trotzdem etwas! :)


    Bis zum nächsten mal!


    ~ Sheo