The Legend of Zelda: Breath of the Wild

  • Im Jahre 2014 wurden erstmals Bilder eines neuen großen Spiels der bekannten Serie "The Legend of Zelda" gezeigt, was erst 3 Jahre später rauskommen sollte. Es war für 2015 geplant und sollte DAS Zelda der Wii U werden. Was für Probleme es aber mitbrachte, damit rechnete keiner. Es wurde mehrfach verschoben.
    Dass dieses Zelda zusammen mit Nintendos neuer Konsole „Switch“ ein Erfolg wurde, sowohl von den Verkaufszahlen als auch von der Kritik her, damit rechnete auch niemand. Die Rede ist natürlich von:



    Meine Damen und Herren, liebe User des Bisaboards, liebe Videospielfreunde,


    herzlich willkommen zum Review des vielleicht besten Spiel dieses Jahres. Es ist das größte, längste und aufwändigste Projekt von Nintendo überhaupt. Viele Jahre hat es gedauert, bis es von der Entwicklungsphase endlich zum Release geschafft hat. The Legend of Zelda: Breath of the Wild startete vor einigen Monaten auf der Nintendo Switch nach jahrelangen Problemen endlich durch und machte sich in der Videospielwelt einen Namen. Warum? Das erfahrt ihr hier in diesem Review. Viel Spaß.


    Entwickler Nintendo
    Publisher Nintendo
    Erstveröffentlichung 03. März 2017
    Plattformen Nintendo Wii U & Nintendo Switch
    Genre Action-Adventure, Open World




    Story




    Zu Beginn des Spiels erwacht der Protagonist des Spiels, Link, im Schrein des Lebens aus seinem Schlaf. Aber nicht etwa aus dem Schlaf der alltäglichen Nachtruhe, wie wir Menschen sie kennen, oder einem kleinem Mittagsschlaf. Nein.
    Er wacht aus einem hundertjährigen Schlaf auf. Was vor 100 Jahren geschah, weiß er nicht. Aber die Wahrheit ist schrecklich.


    Er, Link, gehörte zu denen, die schwer verletzt überlebt haben. Warum, weiß er auch nicht.


    Der Schrein des Lebens befindet sich im vergessenen Plateau. Dieses Gebiet stellt eine Art Tutorial für das Spiel dar und macht nur wenige Prozent der gesamten Weltkarte aus, die es zu erkunden gibt. Es ist das kleinste Gebiet der ganzen Spielwelt. Neben dem besagten Schrein gibt es vier weitere Schreine. In jedem der Schreine gibt es eine Fähigkeit, die Link erlernen muss, um weiter fortzuschreiten. Er lernt, wie man mit Bomben umgeht, wie man mit einem Magnet einige magnetische Dinge bewegt, die man normalerweise nicht tragen kann. Außerdem lernt er, die Zeit anzuhalten und Eissäulen aus dem Wasser zu heben. Im vergessen Plateau streift auch ein seltsamer Mann umher. Link scheint ihn nicht zu kennen. Aber er ist wichtig. Und wer dieser Mann ist, stellt sich heraus, wenn man alle Schreine gemeistert hat und zurückkehrt zur sogenannten Zitadelle der Zeit.
    Dort trifft der Spieler dann auf diesem Mann, welcher dann beginnt, zu erzählen, was sich vor hundert Jahren schreckliches ereignet hat.



    Link hat sein Gedächtnis verloren. Hauptziel des Spiels liegt nun darin, dass der Spieler nun herausfinden muss, was damals geschehen ist und warum alles so geschehen ist, wie es geschehen ist.


    Dafür muss er zunächst in ein Dorf namens Kakariko aufbrechen und eine Weise namens Impa besuchen. Doch auch an Impa hat Link keine Erinnerung. Es ist Aufgabe des Spielers, die vier Titanen aufzusuchen, die Flüche, die auf den Titanen nach wie vor liegen, zu besiegen und die Kontrolle über die Titanen zu erlangen. Weiterhin existieren verschiedene Orte, an denen sich Link zusammen mit Zelda vor hundert Jahren aufgehalten hat. Anhand von Fotos, die man später im Spiel erhält, muss man diese Orte aufsuchen. Dann wird sich Link an das erinnern, was er an diesem Ort vor hundert Jahren erlebte.


    Das Besondere an der Hauptstory ist allerdings, dass diese eigentlich völlig optional ist. Man kann die Hauptstory eigentlich komplett überspringen, nachdem der alte Mann einen über die Geschehnisse vor hundert Jahren aufgeklärt hat. Man kann danach sofort Ganon aufsuchen und ihn besiegen.
    Allerdings ist dies auch mit starken Risiken verbunden. Im Laufe des Abenteuers findet der Spieler starke Ausrüstung, Kleidungsstücke und Waffen, die seine Kraft stärken. Durch die Wiedereroberung der Titanen – welche dann einen Angriff auf Ganon starten – schwächt man Ganon, wodurch der Kampf gegen Ganon einfacher wird.


    Daher ist es ratsam, der Story zu folgen. Nur so wird man stark genug, um gegen Ganon anzutreten und man lernt, die Story zu verstehen. Denn durch die eben angesprochenen Erinnerungen – es sind insgesamt 18 Stück – versteht der Spieler auch, warum es überhaupt zur Verheerung kam und was die entscheidenden Gründe des Scheiterns waren. Die Reihenfolge der Titanen, gegen die man kämpft, die Reihenfolge der Erinnerungen, die man erlebt, ist hierbei völlig egal. Das Sammeln der Erinnerungen ist quasi wie ein Puzzle. Man muss zunächst die Einzelteile suchen und aufsammeln und das Puzzle schlussendlich lösen, mit dem Ziel, die Story zu verstehen.





    Spielmechanik & Spielinhalte




    Im den nun folgenden Abschnitten werde ich euch einiges über die Spielmechanik erklären. Die Spielmechanik in „The Legend of Zelda: Breath oft he Wild“ unterscheidet sich sehr von den früheren Teilen der Spieleserie.



    Die Spielwelt
    Eine der Besonderheiten an „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ ist die Spielwelt. Sie ist nicht - wie es in früheren Teilen der Zelda-Reihe der Fall war - in klassische große Dungeons aufgeteilt. Der Spieler bewegt sich in einer riesigen offenen Welt, in der jeder Ort zu jeder Zeit erreichbar ist. Der Spieler hat die Freiheit, selber zu entscheiden, welche Wege er wann einschlägt. Platziert sind auf dieser großen Welt viele interessante Orte.


    Dazu zählen aus frühen Zelda-Teilen bereits bekannte Orte wie das Dorf Kakariko, die Gerudo-Wüste, Goronia und viele mehr. Um diese Orte zu erreichen, muss man die riesige Welt erkunden. Auf dem Weg zu einem bestimmten Ziel trifft man auf bestimmte Charaktere, die eine Sidequest für einen haben, man trifft auf Schreine, welche eine Aufgabe beinhalten, die es zu lösen gilt. Außerdem sind auf der ganzen Welt verstreut insgesamt 900 sogenannte Krogs zu finden. Das sind Waldgeister, die mit dem Lösen eines kleinen mehr oder weniger schweren Rätsels verbunden sind. Aber das Erkunden der Welt ist auch nicht komplett gefahrenlos. Man trifft auf verschiedene Monster und starke Gegner, die man bekämpfen muss. Zu den Schreinen, den Krogs, den Monstern komme ich aber später noch.


    Die Spielwelt ist aufgeteilt in unterschiedliche Gebiete. Dazu zählen unter anderem das bereits erwähnte vergessene Plateau und der Todesberg, ein großer Vulkan, in dessen Nähe sich die Stadt Goronia befindet. Auch die Gerudo-Wüste und die frostigen Hebra-Berge können erkundet werden.



    Schreine
    Es gibt keine großen Dungeons. Die Dungeons waren bekannt dafür, große Rätselaspekte zu bieten. Trotz des Fehlens dieser Elemente gibt es nach wie vor Passagen im Spiel, in denen der Spieler Rätsel lösen muss.


    Und das sind die Schreine. Im gesamten Hyrule-Reich gibt es 120 Schreine. In vielen Schreinen wartet auf den Spieler ein bestimmtes Rätsel, welches es zu lösen gilt. Hierbei kommen verschiedene Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Bombe oder der Magnet, zu Einsatz. Einige Schreine erfordern das Arbeiten mit Feuer, mit Elektrizität oder mit Eis. Doch nicht nur gerätselt wird in diesen Schreinen. Auch wartet ab und zu ein Nano-Wächter auf einen, den man bekämpfen muss. Einige Schreine müssen auch erst mit einem Rätsel freigeschaltet werden. In den meisten Fällen erwartet dann den Spieler nur eine Belohnung im Schrein selber.


    Wird ein Schrein gelöst, erhält der Spieler ein Zeichen der Bewährung. Hat er vier von diesen, kann er entweder seine Ausdauer oder seine Anzahl an Herzcontainern dauerhaft erhöhen. Die Herzen sind wichtig dafür, dass der Spieler mehr gegnerische Treffer aushält. Die Ausdauer ist entscheidend dafür, wie lange der Spieler rennen oder klettern kann, bis ihm die Ausdauer zur Neige geht.



    Die Titanen
    Die Titanen sind riesige maschinengesteuerte, tierähnliche Geräte, die ebenfalls gegen die Verheerung Ganon eingesetzt wurden. Gesteuert werden diese Titanen von ausgewählten Recken. Als die Verheerung Ganon ausbrach, kamen alle Recken ums Leben. Ganon erlangte die Herrschaft über die Titanen und belegte diese jeweils mit einem Fluch. Ein Storyziel ist, alle Titanen von ihren Flüchen zu befreien.


    Das Prinzip der Titanen ist hierbei immer gleich. Zunächst muss der Spieler eine Aufgabe lösen, um den Titan betreten zu können. Je nach Titan unterscheiden sich die Aufgaben. Ist der Titan betreten worden, gilt es, zunächst einen Leitstein zu finden, welcher die Karte des Titans beinhaltet. Hat der Spieler diese Karte, kann er den Titan selber bewegen. Er muss fünf Kontrollsiegel finden, die die Steuerung des Titanen regeln. Hierbei wird man vom Geist des jeweiligen Recken unterstützt. Man muss den Titanen so bewegen, damit man alle Bereiche erkunden kann, um alle Kontrollsiegel zu finden. Wenn der Spieler alle fünf Kontrollsiegel findet, muss er die zentrale Steuerungseinheit hochfahren. Versucht er dies, wenn er alle Kontrollsiegel aktiviert hat, erscheint der Fluch des Titanen und muss bekämpft werden.


    Nachdem der Fluch besiegt wurde, kann die zentrale Steuerungseinheit hochgefahren werden und die Kontrolle über den Titanen erlangt werden. Schlussendlich erscheint der Geist des jeweiligen Recken. Der Titan begibt sich an eine Position, an der er mit einem Laser-Strahl das Schloss Hyrule, welches immer noch von Ganon kontrolliert wird, beschießt. Damit schwächt der Titan Ganons Kraft.







    Monster
    Auf seiner Reise begegnet der Spieler immer wieder auf Monster, die ihn angreifen. Diese Monster greifen mit verschiedenen Waffen an. Teilweise treten diese Monster einzeln auf. Es gibt aber auch diverser Lager, die Monster errichtet habe. Viele Lager sind unter einem Totenkopf errichtet, einige andere wiederum unter freiem Himmel und wiederrum einige als eine Art Baumhaus.


    Nähert sich der Spieler einem Monster-Lager, kann er sich auf verschiedene Weisen unbemerkt heran schleichen und einen Überraschungsangriff starten. Verletzt der Spieler ein Monster, der den Angriff nicht bemerkt hat, erleidet er höheren Schaden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Überraschungsangriff zu verüben. So stehen zum Beispiel in der Nähe eines Lagers explosive Fässer. Schießt der Spieler mit einem Bomben-Pfeil auf diese Fässer, explodieren diese und Monster, die sich in der Nähe aufhalten, werden verletzt.


    In Totenköpfen hängen brennende Lampen. Durchtrennt der Spieler mit einem Pfeil das Seil, an dem die Lampe hängt, fällt diese herunter und explodiert auf dem Boden. Besiegt der Spieler Monster, erhält er sogenannte Monsterzutaten. Diese Monsterzutaten kann er entweder zu Nahrungsmitteln verarbeiten oder verkaufen. Monster gibt es außerdem in verschiedenen Farben. Wie stark ein Monster ist, hängt von seiner Farbe ab.



    besondere Gegner
    Neben den normalen Spielern trifft der Gegner auch auf besondere Gegner. Das sind Hinoxe, Iwaroks und Leunen. Iwaroks sind Steinkolosse mit einem Stein aus Erz auf dem Rücken, die sich als Stein tarnen. Sobald der Spieler sich einem Iwarok nähert, steht dieser auf und greift an. Ein Iwarok hat zwei Arme. Diese muss der Spieler mit Bomben oder Bomben-Pfeilen beschießen. Der Iwarok verliert einen Arm und fällt um. Dann kann der Spieler das Erz auf seinem Rücken mit Waffen bearbeiten. Es gibt verschiedene Arten von Iwaroks, welche an die Umgebung angepasst sind. So gibt es Magmaroks, die nur in der Nähe vom Todesberg auftauchen. Glaciroks sind Iwaroks aus Eis und tauchen in den Hebra-Bergen auf.


    Hinoxe sind Wesen, die man immer schlafend vorfindet. Nähert man sich einem Hinox, greift dieser an. Nur an einer Stelle ist der Hinox sehr verletzlich: An seinem Auge. Scheißt man einen Pfeil in sein Auge, fällt der Hinox um und man kann ihn leichter angreifen. Genauso wie Monster gibt es Hinoxe in verschiedenen Farben. Die Farbe ist auch hier entscheidend dafür, wie stark ein Hinox ist.


    Besonders starke Gegner, welche in einigen Gebieten zu finden sind, sind auch sogenannte Leunen. Diese Wesen erinnern aufgrund ihres Aussehen an Ganon. Leunen kämpfen mit besonders starken Waffen und greifen mit starken Attacken an. Die Art der Angriffe hängt von der Waffe ab, die ein Leune bei sich trägt. Außerdem habe Leunen ziemlich viel Kraft und halten sehr viele Angriffe aus. Auch diese gibt es in verschiedenen Farben.


    Auch einige Wächter bewegen sich noch. Diese gehörten auch zu den Relikten, mit denen damals gegen Ganon gekämpft wurde. Viele Wächter sind nicht mehr aktiv und stellen nur noch Statuen dar. Andere Wächter wiederum sind noch aktiv. Diese greifen den Spieler aber mit einem Laserstrahl an, da sie von Ganon kontrolliert werden. Man besiegt sie, indem man ihren Laserstrahl mit einem Schild abwehrt oder Pfeile in ihr Auge schießt.



    Krogs
    In der gesamten Spielwelt verteilt befinden sich Krogs. Das sind Waldgeister, die dem Spieler einen Krog-Samen geben, wenn dieser die Krogs findet. Im Wald der Krogs lebt ein Krog namens Maronus. Wenn man ihm eine bestimmte Anzahl an Samen gibt, vergrößert er wahlweise die Schildtasche, die Waffentasche oder die Bogentasche.


    Die Krogs findet man, indem man bestimmte Steine hochhebt, unter diesem sich dann einer befindet. Sie können aber auch mit einer kleinen Aufgabe oder einem kleinen Rätsel verbunden sein. So muss der Spieler beispielsweise einen unvollständigen Steinkreis vervollständigen, von einer erhöhten Position ins Wasser durch einen Seerosenkreis springen oder Krog-Ballons mit Pfeil und Bogen abschießen, die an einer bestimmten Stelle erscheinen. Es gibt insgesamt 900 Krogs.



    Sidequests
    Neben der Hauptstory gibt es auch Nebenquests, die der Spieler lösen muss. Es sind Nebenquests unterschiedlicher Art. So gibt es einige Rätsel, die man lösen muss, damit ein bestimmter Schrein an einer Stelle erscheint. Die Aufgaben sind unterschiedlich lang, unterschiedlich aufwändig und unterschiedlich schwer. So trifft man im Dort Kakariko auf einen Waffennarr, der für seinen Großvater bestimmte Waffen sucht. Diese Waffen sind allerdings nur an bestimmten Orten im Spiel zu finden. Der Spieler muss daher weit reisen, um diese Waffen zu finden. Diese Sidequest zieht sich dann durch das ganze Spiel. Es gibt auch Wettrennen beispielsweise mit einem Pferd, die der Spieler dann meistern muss.



    Ausrüstung
    Es sind Elemente im Spiel enthalten, die RPG-ähnlich funktionieren. Die Rede ist von Ausrüstung. Der Spieler findet auf seiner Reise diverse Ausrüstungsgegenstände. Diese haben unterschiedliche Auswirkungen und Werte. Der Verteidigungswert einer Rüstung ist beispielsweise höher als die eines normalen T-Shirts.


    Ein komplettes Set besteht aus einer Hose, einem Oberteil und einer Kopfbedeckung. Trägt der Spieler alle drei Ausrüstungen eines kompletten Sets, profitiert er von einem Bonus, wie zum Beispiel schnelleres Rennen oder Schutz vor Kälte oder Hitze.


    Je nach Gebiet ist es auch notwendig, eine bestimmte Ausrüstung zu tragen. So erhält der Spieler in Goronia eine Goronenrüstung. Diese muss er anziehen, wenn er sich in die Nähe des Todesberges begibt. Auf dem Todesberg herrscht maximale Brandgefahr und nur die Goronenrüstung schützt vor dieser Brandgefahr. Andernfalls würde Link brennen und stetig Schaden erleiden.


    Ausrüstungsgegenstände können auch aufgewertet werden. Auf seiner Reise begegnet der Spieler insgesamt vier Feen. Diese Feen können die Werte einer Ausrüstung aufwerten. Dafür benötigt der Spieler bestimmte Gegenstände. Ein aufgewertetes Set erhält neue Boni.



    Waffen, Bögen und Schilde
    Der Spieler findet auf seiner Reise Waffen, Bögen und Schilde verschiedenster Art. Diese haben ebenfalls unterschiedliche Werte und unterschiedliche Boni. Außerdem halten Waffen, Bögen und Schilde nur eine bestimmte Zeit lang und gehen bei der Benutzung früher oder später kaputt.


    Zu den Waffen zählen Schwerter, Lanzen, Äxte usw. Das sind die Angriffswaffen, mit der Link im Nahkampf angreift. Die Waffen haben eine feste Angriffskraft. Bestimmte Waffen sind gegenüber bestimmten Gegnern im Vorteil. Kämpft der Spieler mit elektrischen Waffen gegen einen Gegner, der im Wasser lebt, sind diese Angriffe besonders effektiv. Feuerwaffen hingegen sind weniger effektiv.


    Die Bögen kann der Spieler verwenden, um aus der Ferne anzugreifen. Ähnlich wie die Waffen haben die Bögen verschiedene Angriffswerte. Die Munition für die Bögen sind hierbei normale Holzpfeile, Elektropfeile, Feuerpfeile, Eispfeile und Bombenpfeile. Auch hier sind bestimmte Pfeilarten gegenüber bestimmten Gegnern im Vorteil. Bombenpfeile funktionieren ähnlich wie die normalen Bomben. Man kann zum Beispiel brüchige Wände mit ihnen aufbrechen.


    Die Schilde sind für den Spieler wichtig für die Verteidigung. Jeder Schild hat eine bestimmte Stärke. Hebt der Spieler ein Schild, kann er durch Drücken eines bestimmten Knopfes gegnerischen Angriffen leichter ausweichen. Man kann auf diesen Schilden auch – ähnlich wie auf einem Ski oder einem Schlitten – schlittern und so ist man schneller unterwegs. Dadurch wird der Schild aber abgenutzt und geht schneller kaputt.



    Proviant
    Eine große Reise durch eine offene Welt kann der Spieler natürlich nicht einfach so ohne jegliche Versorgung antreten. Er muss sich mit Proviant versorgen, um so Probleme möglichst zu vermeiden. Der Spieler findet überall Nahrungsmittel, die er zu sich nehmen kann, um sich ggf. etwas zu heilen. Allerdings kann man bestimmte Nahrungsmittel zusammen verarbeiten und daraus ein leckeres Gericht kochen.


    Dieses Gericht ist insofern besser für den Spieler, da er nicht nur wesentlich mehr Herzen wieder auffüllt als ein einzelnes Nahrungsmittel, sondern auch bestimmte Effekte hervorruft. So wird beispielsweise temporär die Verteidigungskraft des Spielers angehoben. Je nach Gericht ist die Anhebung von unterschiedlicher Stärke und unterschiedlicher Dauer.


    Aus bestimmten Zutaten kann der Spieler auch Medizin kochen. Unter anderem schützt diese gegen Umwelt- und Wettereffekte. Als Ersatz für Brandschutzausrüstung kann man beispielsweise Brandschutzmedizin kochen. Vorteilhaft ist das, wenn der Spieler gerade eine bestimmte Ausrüstung tragen möchte und dafür auf eine schützende Ausrüstung, die gerade notwendig ist, verzichten muss. Als Ersatz dient dann die Medizin.


    Um Gerichte und Medizin zu kochen, benötigt der Spieler eine Feuerstelle und einen Kochtopf. Kochtöpfe findet man in jeder Stadt, aber auch auf der Reise an bestimmten Orten.




    Mein Urteil




    Kommen wir nun zu meiner Beurteilung des Spieles "The Legend of Zelda: Breath of the Wild."



    Story
    Beginnen wir mit der Story. Ob man die Hauptstory nun überspringt, oder nicht, muss jeder selber entscheiden. Aber die Erfahrungen, die man macht, wenn man die Story erlebt, sind einmalig. Das Puzzlebild, was der Spieler zusammensetzen muss, hat als Ergebnis eine sehr tiefgründige Story. Der Spieler spielt die Story nicht einfach nur stumpf runter, sondern muss diese verstehen. Man erfährt viel über die Charaktere, man erfährt über die Geschehnisse von vor 100 Jahren, über die man zu Beginn des Spieles nur oberflächlich aufgeklärt wurde. Man muss mitdenken und beginnt, Theorien aufzustellen, bevor die Wahrheit ans Licht kommt. Das ist das, was die Story so großartig macht.



    Gameplay
    Die Spielwelt ist gigantisch. Man erkundet viel und in ziemlich vielen Ecken des Spieles findet man etwas Tolles. Die Welt ist nämlich alles andere als leer. Und wenn es nur eine Truhe mit etwas materiell wertlosem ist, ist man trotzdem irgendwie erfreut, dass man für das Erkunden belohnt wird. Die Welt ist voll von verschiedenen Sammelgegenständen, von Gegnern und von besonderen Orten. Das ist das, was mich an dieser großen Open World fasziniert hat. Die Welt ist abwechslungsreich. Zwar ist es stellenweise recht zäh, bestimmte Bereiche zu erkunden und ab und an bleibt man im Spiel an etwas bestimmten hängen, aber das gehört doch irgendwie dazu. Sonst wäre es zu einfach.


    Diese RPG-Elemente mit Waffen und Ausrüstungen hat man, wie ich finde, richtig gut in das Spiel implementiert. Man hat als Spieler die Möglichkeit, aus unzähligen Waffen und Ausrüstungsgegenständen zu wählen und sich so das Spiel entweder zu erleichtern oder zu erschweren. Dass es teilweise notwendig ist, eine bestimmte Ausrüstung zu tragen, ist ebenfalls sehr gut umgesetzt. Das verleiht diesen Elementen noch mehr Sinn und schafft zusätzlichen Druck und Schwierigkeit, da man auf bestimmte Ausrüstung zeitweise eventuell verzichten muss. Außerdem verschafft dieses Modell auch Abwechslung. Das ist sehr gut gelöst. Zu einem großen Adventure mit Open World gehören auch Sidequests, die nichts mit der Story zu tun haben, dem Spieler aber trotzdem Aufgaben stellen. Es gibt Aufgaben verschiedenster Art, von Rätseln bis hin zu Wettrennen um die Zeit. Abwechslung ist da, Schwierigkeit an der einen oder anderen Stelle auch, es gibt Aufgaben, die über einen längeren Zeitraum gelöst werden müssen. Hier hat man ebenfalls alles richtig gemacht.


    Dieses Zelda ist eines der längsten und größten Spiele überhaupt. Wenn man das Spiel komplett erkundet und es zu 100 % durchspielt, sitzt man weit über 100 Stunden daran. Es beschäftigt einen über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Zwar ist mir die reine Länge eines Spieles nicht so wichtig, dafür aber die Langzeitmotivation und die Möglichkeit, mich lange mit dem Spiel zu beschäftigen. Und diese ist hier auf jeden Fall gegeben, da man in jedem Bereich des Spiels neue Dinge entdeckt und neue Rätsel löst.


    Diese Idee mit den kleinen Schreinen als Ersatz für die Dungeons ist an sich eine gute Idee und bringt noch zusätzlichen Rätselaspekt in das Spiel rein. Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Schreine dann doch zu kurz und zu einfach finde. Zwar liegt der Fokus auf der großen Welt, aber ich halte die Schreine für zu einfach. Das gleiche, was für die Schreine gilt, gilt auch für die Titanen. Diese sind zwar etwas schwerer und größer als die Schreine, aber trotzdem noch nicht ausreichend. Die Flüche sind bis auf die Ausnahme des Donnerfluches ebenfalls zu leicht. Der Anspruch ist da leider nicht so groß, wie ich finde. Hier wurde leider Potenzial verschenkt. Trotzdem sind die Titanen ziemlich faszinierend. Das Erkunden der Welt ist das, was an diesem Spiel schwierig ist. Oftmals verirrt man sich oder kommt anderweitig vom Weg ab, man wird stark angegriffen und muss sich verteidigen, man bleibt an Rätseln länger hängen. Das ist die Schwierigkeit, die man bei Erkunden des Spieles hat. Deswegen ist das Spiel trotz einfacher Schreine und Titanen immer noch schwer.



    Grafik & Design
    Es geht mir hierbei überhaupt nicht um die Auflösung. Zu Grafik zähle ich Dinge wie das Design des Spieles, Gestaltung der einzelnen Bereiche und das Aussehen an sich. Und hier hat Nintendo bewiesen, dass sie es können. Grafisch überzeugt das Spiel absolut. Die Welten sind sehr gut und abwechslungsreich gestaltet und es ist sehr detailreich. Außerdem schafft die Grafik gute Atmosphäre. Dafür, dass es sich um eine große Open World mit sehr viel Inhalt handelt, ist es perfekt.



    Soundtrack
    Der Soundtrack ist richtig gut gelungen. Man hat sowohl neue als auch alte Tracks einprogrammiert. Die alten Tracks, die beispielsweise in einigen Städten spielen, die man schon aus früheren Zelda-Teilen kennt, schaffen noch einmal ein gewisses Nostalgie-Gefühl. Die neuen Tracks für neue Gebiete geben dem Spieler auch das Gefühl, dass man sich als Entwickler bei der Erstellung neuer Soundtracks Mühe gegeben hat. Es spielt zwar auf der Reise durch die Welt zwar nicht immer Musik, aber das muss auch nicht immer sein, gerade beim Erkunden der Welt kommt so etwas sehr gelegen. Man kann gut auf Geräusche innerhalb der Welt achten, wenn keine Musik spielt und man kann stille Momente genießen. Und wenn Musik spielt, dann meist auch die richtige Musik an der richtigen Stelle. Es ist gut abgestimmt, schafft Abwechslung und gute Atmosphäre.



    Wertung


    Kriterium Gewichtung Punkte
    Story 10 % 5/5
    Gameplay 60 % 29/30
    Grafik 10 % 5/5
    Soundtrack 20 % 10/10



    Gesamt: 49 von 50 Punkten




    98 %




    Fazit


    Es ist ganz klar eines der besten Spiele der letzten Jahre. Es ist ein Meisterwerk. Nintendo hat lange Jahre daran gearbeitet und das Ergebnis ist nahezu perfekt. Wer sich dazu entscheidet, das Spiel zu kaufen, dem empfehle ich es sofort.
    Es hängt davon ab, ob einem das Spiel liegt, oder nicht. Schließlich spielt sich dieses Zelda doch ganz anders als die übrigen Teile. Nintendo hat sich etwas getraut, was gut funktioniert hat. Deswegen kann man sagen, dass "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" eines der besten Spiele aller Zeiten ist. Ob es Potenzial hat, DAS beste Spiel aller Zeiten zu werden und damit "The Legend of Zelda Ocarina of Time" vom Thron zu stoßen, darüber lässt sich streiten. Aber eines ist sicher: Mit diesem Spiel hat NIntendo nach langer Zeit endlich mal wieder ein großes Ausrufezeichen in der Welt der Videospiele gesetzt.


    Und damit sind wir auch am Ende angelangt. Wer möchte, darf sich jetzt noch in diesem Thema zum Spiel äußern. Anregungen usw. sind ebenfalls natürlich gerne gesehen. Vielen lieben Dank fürs Lesen.


    ~ Yveltal


  • Kriterium
    Gewichtung Punkte
    Gameplay & persönliches Enjoyment 45 % (50/50) 43/45
    Grafik 15% 15/15
    Story
    15 % 13/15
    Charaktere 15 % 14/15
    Soundtrack 10 % 10/10


    95/100


    Review

    Kann Spoiler enthalten!

    Preis - Kaufanreiz - Umfang


    Breath of the Wild ist als Ableger der Zelda-Reihe klarerweise ein "AAA-Titel" und demnach neu zum Switchvollpreis zu haben. Zusätzlich kann man noch DLCs erwerben. Beide besitzen einen so riesigen Umfang und unglaubliche Spieldauer, sodass man an dem Spiel sehr lange Spaß haben dürfte. Selbst beim zweiten und dritten Mal durchspielen findet man noch etwas Neues oder man versucht sich mit verschiedenen Strategien oder sich auf einem schwierigeren Level durchzuschlagen.

    Mir ist beim ersten Durchlauf sogar ein gesamtes Gebiet, eine Insel, entgangen, obwohl ich mir stets Zeit nehme und nie durch ein Spiel rushe. Schließlich ginge sonst der Spielspaß verloren.

    Auch wenn ich so gar kein Fan von DLCs bin, kann dieses als ordentlicher Zusatz zur Story überzeugen und war für mich persönlich auch sehr schwierig zu bewältigen.


    Gameplay & persönliches Enjoyment


    Allgemeines und Hyrule


    Was für eine gigantische Welt! Der Großteil der Freude, die man daran hat, und des Gameplays, beruht auf der Entdeckerfreude des Spielers. Und zu entdecken gibt es sprichwörtlich in allen Ecken und an allen Enden etwas. Die Karte ist zuerst komplett leer und man muss sie erstmal selbst füllen.

    Die Atmosphäre des Spiels ist wirklich gewaltig und man kann die Freiheit der Natur und der weiten Landschaft fast spüren.

    Wenn man nicht gerade die Rätsel der Schreine löst, Schätze ausgräbt, kämpft und neue Waffen ergattert, darf man Zutaten einsammeln und sie kochen, an den Minispiele nteinehmen, Pferden nachjagen, zähmen und reiten, Link fesch einkleiden und sich auch an den verschiedensten Spielemechaniken ausprobieren.

    Genauso gut kann man sich einfach in der Landschaft verlieren und die wunderbare Atmosphäre und Grafik genießen. Persönlich mochte ich die mit Schnee bedeckten Regionen und Wälder und ansonsten die Drachen / Göttinnen am liebsten. Der Anblick der Drachen hatte etwas unglaublich Faszierendes, das mich tief in die Spielewelt bannte.

    Ansonsten hat das Spiel eigentlich zwei Modi: Tiefenentspannung und sehr viele Feels oder Panik und Miniherzinfarkt wegen zu starker Gegner.


    Dabei gibt es so viele Möglichkeiten in diesem Spiel, dass man fast die Hauptstory aus den Augen verlieren könnte. Ich musste mich sehr zusammenreißen mir selbst einen roten Faden beizubehalten, da ich sonst den Bezug zur Story verloren hätte. Da hätte ich mir gewünscht, dass das Spiel doch eine klarere Linie verfolgt. Wenigstens ein bisschen.

    Diesen Aspekt des Spiels kann man sowohl positiv wie auch etwas negativ auslegen. In jedem Fall spricht es konkret für die Welt und das Design, wenn man sich in ihr verlieren und an vielen unterschiedlichen Tätigkeiten Freude finden kann. Und wenn man nur schildsurfen geht. Schildzusurfen ist schließlich immer pure Freude.


    Auch die Landschaften sind abwechslungsreich und man findet von Gletscher über Wüsten und Steppen bishin zum tiefsten Ur- und Bergwald so ziemlich alles vor.

    Wer ein Gebiet nicht mag, sowie ich den Vulkan noch nie leiden konnte, kann sich bereits auf andere, viele unterschiedliche Landschaft freuen.

    Außerdem fühlt sich nun die gesamte Welt tatsächlich lebendig und bewohnt an. Es gibt zwischen den Städten noch kleine Siedlungen, sprich die Ställe, Händler reisen zwischen ihnen hin und her, und die Natur wird von Monstern und Tieren bewohnt.

    Die verschiedenen Völker kennt man ja eigentlich schon aus den anderen Zeldateilen, aber es ist immer wieder schön sie in ein neues Spiel eingebunden zu sehen, und man erkennt Hyrule trotz neuer Grafik und offener Spielewelt wieder.

    Selbst die Monster scheinen ihr eigenes Leben zu führen. Jede Monsterart hat ihre eigenen, sehr individuellen Waffen und damit ihre eigene, kleine Kultur. Manchmal fiel es mir schwer die Monster zu töten. Nur manchmal eben, kämpfen ist eben doch zu gut. Mein Link war aber auch fast ein Vegetarier und aß vor allem Fisch, weil ich ein Weichei bin. xD Die Füchse und Hirsche guckten eben so niedlich...


    Das Spiel nimmt Physik sehr ernst und bedenkt jedes noch so kleine Detail derart genau, dass man das Hyrule dieses Ablegers für real halten könnte. Sturzschaden wurde in der Zelda-Reihe immer schon sehr ernst genommen, aber noch nie so sehr wie hier.

    Man fühlt sich im ersten Moment schon fast dämlich, wenn man sich darüber wundert vom Blitz getroffen zu werden. Im zweiten Moment versteht man natürlich, dass es an den Metallteilen liegt, die Link an sich trägt. Man hat bloß nicht bedacht, dass so viel Realitätsnahes miteinbezogen wurde.


    Ebenso ernst nimmt das Spiel Links körperliches Wohlbefinden. Er kann erfrieren oder an Hitze sterben, weshalb man zuerst passende, wetterfeste Kleidung besorgen muss. Diese Tatsache alleine lässt ihn etwas menschlicher und verletzlicher als in den anderen Spielen wirken und zusammen mit anderen Aspekten gesehen, fühlt man sich als Spieler auch nicht mehr so overpowered.


    Leider hab ich schmerzlich festgestellt, dass auch meine Pferdchen nicht unsterblich sind. Zum Glück gibt es ja den Pferdegott, aber bitte passt auf die Süßen auf.

    Sie zu fangen und dressieren war eine wirklich tolle Erfahrung, obwohl es mir ja noch mehr Spaß gemacht hat Hirsche, Bären und... naja Skelettpferde einzufangen. Leider lösen sich diese zu Sonnenaufgang in Staub auf. RIP.


    Übrigens ist die Steuerung wirklich gut und flüssig. Link hat sehr viele Möglichkeiten und bewegt sich und agiert sehr natürlich.

    Trotz der vielen Möglichkeiten geht die Steuerung schon bald sehr intuitiv von der Hand, ohne dass man besonders viel darüber nachdenkt welche Knöpfchen man nun drücken muss.


    Kämpfe, Kampfsystem, Waffen und Gegner


    Wenn ich an die Waffen denke, bin ich ehrlich gesagt in erster Linie genervt. In den letzten hundert Jahren scheint die Schmiedekunst in Hyrule ausgestorben und jede Waffe mit Pappe ersetzt worden zu sein. Selbst die wertvollsten Schätze der unterschiedlichen Völker sind nichts wert. Zehnmal die Bogensehne durchziehen und nicht nur sie reißt; der gesamte Bogen zersplittert regelrecht. HOLY ... Aber heutzutage wird sowieso alles in China produziert.

    Das wäre nur halb so schlimm, wenn die Taschen von Anfang an etwas größer wären. So ist das Kämpfen stellenweise einfach nur frustrierend. Mitten im Schlagabtausch zerbricht deine Waffe oder dein Schild. Wenn der Schädel deines Gegners besonders hart ist, können sogar mehrere Waffen für ein Monster verbraucht werden. Da hat manchmal gar keine Lust mehr gegen Gegner mit silberner Haut zu kämpfen, um sein Waffenarsenal zu schonen und nicht schon wieder so vieles zu verpulvern.

    Man findet zwar rasch Ersatz, aber ich würde gerne für etwas länger mein treues Schwert und meinen treuen Bogen behalten, wenn ich nunmal welche finde, die mir zusagen und mit denen ich gut umgehen kann.

    Vielleicht ist das ja ein wenig nitpicking, aber dieses dumme Handling hat mich so dermaßen frustriert, dass es alleine für den Punkteabzug in diesem Bereich verantwortlich ist.


    Ansonsten sind die Waffen großartig, sowohl von ihrer Vielseitigkeit wie auch ihrem Design. Es gibt Ein- und Zweihänder, Schwerter, Bögen, Stäbe, ... Ich persönlich mag Zweihänder nicht, weil sie Link unglaublich langsam und empfänglich für Treffer machen.

    An Varietät mangelt es nunmal nicht, nur an Langlebigkeit, und man kann aus der Auswahl sogar so ein wenig seinen eigenen Kampfstil formen.


    Ebenso wie die Waffen sind die Kämpfe gegen verschiedene Gegner sehr abwechslungsreich und man braucht vor allem für die Lynels ein wenig Strategie, Übung und Fingerspitzengefühl, an den Wächtern in den schwierigen Schreinprüfungen bin ich etwas verzweifelt (zuerst etwas sehr) und auch gegen die Zyklopen zu kämpfen hat Spaß gemacht.

    Mir kam es auch so, als würden die Monster klüger als in den anderen Spielen handeln. Man benötigt ein wenig Planung und Voraussicht, um kleine Monstersiedlungen und Plattformtürme einzunehmen.

    Ganz besonders die Guardians verschaffen mir immer einen Miniherzinfarkt und ihnen ist tatsächlich sehr schwer beizukommen, was ich aber keinesfalls negativ bewerten würde.

    Einige Monster wie Dead Hand, und Katakomben an sich, aus den anderen Teilen habe ich vermisst und gerade jene hätten sich in dem dunklen Wald gut gemacht.


    Die Bosskämpfe fand ich allesamt ein wenig enttäuschend-einfach, wenn ich ehrlich bin. Für mich persönlich war das aber in Ordnung, da ich einer jener, unfähigen Spieler bin, die schon öfter bei Bossen festhingen und dadurch für einige Zeit die Lust verloren hatten. Da ist es mir lieber, wenn ich flüssig in der Story vorankommen und weiterhin die Welt erkunden kann.


    Divine Beasts und Schreine


    Die Divine Beasts und Schreine und machen sehr viel Spaß. Besonders Erstere stellten einen sehr schönen Ersatz für die traditionellen, gewöhnlichen Dungeons dar. Sie sind nicht nur etwas schwieriger zu erreichen, trickreich und klug aufgebaut, sie sind auch besonders schön designt.

    Nie hätte ich gedacht, dass es je Mechas (und sie sind nunmal Mechas) im Steampunkdesign in einem Zeldaspiel geben könnte und ich sie auch noch absolut genial finden würde. In Geschichten mit Mechas sind vor allem die Piloten von Bedeutung und diese waren ebenso sehr gut, aber zu ihnen sag ich in dem Punkt unten mehr.


    Die Rätsel sind nicht zu leicht, sodass ich mich bei manchen zumindest ein wenig umsehen musste, lassen sich aber meist mit etwas gesundem Hausverstand lösen. Besonders gefiel es mir, dass man die Beasts auch drehen und damit wortwörtlich um die Ecke denken musste.

    Anders sieht es in manchen Schreinen aus. Einige, in denen die Motion Controls eingebunden waren, haben mich persönlich ein wenig (sehr) frustriert. Insbesondere immer dann, wenn es darum ging einen gewissen Zeitpunkt zu erwischen oder einen Ball durch ein Labyrinth zu rollen. Ich habe diese ganze verfluchte Platte schlussendlich komplett umgedreht und Baseball mit dem ebenso verfluchten Prüfungsbällchen gespielt!

    Im Großen und Ganzen machen die Rätsel viel Spaß und sind ein wenig fordernder als in manch anderen Spielereihen und auch anderen Zeldatiteln. In dem einen Schrein mit dem Sternenbildthema hab ich mich fast etwas dumm gefühlt, bis mir der Knopf aufgegangen ist.

    Zudem sind eben sowohl die Schreine wie auch die Beasts wundervoll designt und strahlen tatsächlich das aus, was sie darstellen sollen: Etwas sehr Würdevolles und Antikes.


    Grafik


    Die Grafik alleine ist ein Meisterwerk! Diese Aquarellfarben passen unglaublich gut in die Welt hinein, erschafft eine starke Atmosphäre und alles sieht wunderschön aus, einfach alles.

    Spielern, denen die Ästhetik eines Spiels ebenfalls sehr wichtig ist, werden sich aufgrund der offenen, weiten Spielewelt und der sehr detaillierten Grafik mit dem wunderschönen Stil in dem Game verlieren.

    Oft bin ich minutenlang herumgelaufen und habe die Landschaft betrachtet.


    Auch der Stil, in dem die Charaktere gezeichnet sind, sagt mir wirklich sehr zu. Er ist anime-artig genug, um nicht zu sehr wie ein Spiel mit realistischer Grafik zu erscheinen, aber setzt auch nicht auf zu übertrieben große Augen und zu niedliche Gesichtszüge. Er ist recht semirealistisch gehalten, einfach schön und passend gewählt. Die Hauptcharaktere sehen in diesem unglaublich gut aus.


    Story


    Insgesamt ist die Story sehr gut und dafür, dass sie fast nur durch Rückblenden stattfindet, hat sie tatsächlich überraschend viel Substanz zu bieten.

    An der Oberfläche besteht das Grundgerüst der Zelda-Lore nur aus dem stereotypischen High Fantasy-Setting von gut gegen böse. Im Grunde war es das, wäre es nicht für die vielen Details und tollen Charaktere.

    Ocarina of Time beispielsweise hatte noch nie eine besonders komplexe oder auf irgendeine Art Weise (etwa durch Charaktere) mitreißende Handlung zu bieten. Das Spiel war großartig, aber sicherlich nicht aufgrund seiner Geschichte und sicherlich nicht wegen seiner Charaktere.


    In Breath of the Wild jedoch war ich begeistert auf der Suche nach Links Erinnerungen, um die Story Stück für Stück zusammenzufügen und alles, was damals geschehen ist, durch die Champions und Zeldas Fotos in Erfahrung zu bringen.

    Heutzutage erinnert sich Hyrules Bevölkerung noch aufgrund der Aufzeichnungen und Sagen an die damaligen Geschehnisse und auch wenn es seltsam ist, dass sich die Zivilisation seit jeher nicht besonders weiterentwickelte (vielleicht wollten sie es auch nicht), ist die Geschichte toll gelöst. Es besteht eine enge Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, die dem Spieler deutlich bewusst wird.


    Allerdings denke ich nunmal schon, auch wenn ich kein Fan davon bin an der Hand genommen zu werden, dass zumindest ein wenig mehr Richtung vorgegeben werden könnte.

    Wenn man sich in den tausend anderen Möglichkeit, die das Spiel bietet, verliert, dann verliert man auch gleichzeitig die eigentlich schöne Handlung aus den Augen und damit wirkt sie "verwaschener", als wenn der rote Faden doch noch etwas dicker und noch etwas verwobener mit dem Spielerlebnis wäre.


    Charaktere


    Link


    Da er der Spielecharakter ist und der Spieler ihn dutzende Stunden begleitet (oder umgekehrt), beginne ich mit ihm.

    Besonders gefiel es mir hierbei, dass Link zu Beginn und durch die halbe Story hindurch vergleichsweise schwach ist. Das merkt man ihm eben im Spiel an. Man beginnt wie in all den anderen Spielen mit drei Herzchen und einer so geringen Ausdauer, die es zu Beginn kaum erlaubt eine eher niedrige Felswand zu erklimmen.

    Links Hintergrundgeschichte spornt einen diesmal an seine alte Form zurückgewinnen zu wollen und so nebenbei: Reisen sind immer auch eine schöne Metapher, die für lernen und Selbsterkenntnis stehen. Dadurch, dass ihm sowohl Monster wie auch Naturgewalten gefährlicher als sonst worden waren, konnte man sich besser auf die Story und seine Reise einlassen.


    In anderen Spielen wie Ocarina of Time und den meisten anderen erscheint er tatsächlich und im Großen und Ganzen wie ein Avatar des Spielers. Über diesen und Majora's Mask als direkten Nachfolger (hier schon eher) könnte ich mir nicht so viel mehr als drei, vier, fünf Sätze zusammenreimen.

    Insgesamt ist für mich in Ordnung einen Spielecharakter als Avatar zu sehen, weil bei Spielefiguren auch das Design und alles drumherum entscheidend ist, und trotzdem ist es zumindest mir viel lieber eine eigene Person in dem Charakter, den ich spiele, sehen zu können.


    An Skyward Sword etwa hab ich es sehr geschätzt, dass Link zumindest mehr Emotionen zeigte. An sich hab ich nichts dagegen, wenn ein Charakter nicht so überemotional ist, Personen sind eben unterschiedlich, aber zu wenige Regungen, und das ohne Innensicht, wirken doch roboterhaft. Dutzende Stunden ein blankes (aber zugegeben schönes~) Gesicht durch die Gegend zu manövrieren, macht mir persönlich nun doch etwas weniger Spaß.


    Diese Breite seiner Emotionen fehlte leider wiederrum in Breath of the Wild (zumindest in den Rückblenden und Cutscenes), aber ich persönlich könnte oder möchte ihm hier aufgrund der Hintergrundstory, jener Dinge, die andere über ihn sagen, und paar Interaktionen mit anderen, mehr eigene Persönlichkeit andichten. Zeldas Tagebucheintrag gibt dem Spieler sogar ein Stück tatsächliche Innenansicht und nicht nur das, was man sich als Headcanon zusammenreimen kann.

    Allerdings bin ich auch bei diesem Game der Meinung, dass man auch aus ihm noch einiges herausholen könnte.


    Klarerweise fand ich auch sein Design wirklich schön und dachte bereits beim Cover: "Oh no, he's cute!" :D

    Übrigens, hingegen der gängigen Annahme, dass er in der Gerudo- oder Sheika-Klamotten am besten aussehe, stimme ich für die Ritokleidung! Auf Platz zwei wähle ich die normale, aber sehr stilvolle, Hyliakleidung. Beides schwarz und grün mit dunkelbraun gefärbt. Auf Platz drei wähle ich sowohl das Gerudo- wie auch Sheika-Outfit. Damit das nun auch geklärt ist.


    Zelda


    Die Breath of the Wild-Zelda ist sogar mein momentaner Darling aller Videospielcharaktere (ich muss dazusagen, dass ich nicht gar so viele Games gezockt habe, aber dennoch) und sie hat im Videospielbereich selbst N von Pokemon und Connor von Detroit: Become Human von meinem Thrönchen gestoßen.


    Eigentlich ist sie zickig, unfair, aka sie lässt ihre Wut und Verzweiflung an Link aus und kommt nicht mit dem Druck klar, der auf ihr lastet, vielleicht ein bisschen verheult ... deswegen mag ich sie so sehr, weil sie dadurch nun viel "(un)sympathischer" ist.


    Sie würde gerne Verantwortung übernehmen und den Champions helfen können, gerät in einen Streit mit ihrem Vater (der im Übrigen auch sehr gut nachzuvollziehen ist) und legt ihre Prioritäten danach aus. Schlussendlich übernimmt sie Verantwortung, weil sie es nicht erträgt, dass sich die Champions und Link statt ihrer aufopfern.

    Dabei wirkt sie in all ihren Gestiken und allem, wie man sie sieht, wirklich sehr glaubwürdig.

    In ihrem eigenen Tagebuch schreibt sie, dass sie zuvor bloß ihre Frustration an Link ausgelassen hat. Zelda war in diesem Moment ohnehin schon gereizt und plötzlich folgte ihr ein, ihr unbekannter, Junge auf Schritt und Tritt, der auch noch die Aufgabe, die ihm aufgetragen wurde, besser zu bewältigen scheint als sie.


    Die Entwicklung mit Link fand ich, obwohl er nunmal nie etwas sagt, schön, und verglichen damit, dass es nur recht wenige Erinnerungen gibt, ebenso schön langsam, und glaubwürdig. In dem Spiel haben beide genügend Persönlichkeit, oder das, was ich als solche interpretiere, dass ich sagen kann: Das Ship ist wirklich süß und ich shippe das!


    Von Skyward Sword abgesehen, hatte ich davor auch noch nie den wirklichen Wunsch Zelda als Person zu retten. Eben weil sie kaum eine eigenständige Person, sondern viel mehr ein Plotelement und der typische Trope einer Prinzessin, war.


    Diese Zelda verkörpert auch weniger das verkitschte Idealbild, das man von Königshäusern im Kopf hat, sondern fühlt sich alleine schon dadurch realer an, dass immense Erwartungen und Verantwortung auf ihr lasten. Man sieht sie danach handeln und sie nimmt diesen Druck diesmal nicht so anmutig und nicht so sehr mit un/übermenschlicher Würde hin, wie etwa in Ocarina of Times oder Twilight Princess (meiner Erinnerung nach).


    Naja, dass auch sie wirklich wunderschön ist, brauch ich nicht extra zu erwähnen und vielleicht hatte / habe ich ja einen Videospielcrush auf beide, auf sie und Link. :D

    Vor allem auf sie, da sie eben mehr Charakter hat.

    Ich mag sie sowohl im weißen Kleid wie auch ihrer sonstigen Kleidung (aber besonders im Mantel) sehr. :D


    Die Champions und andere Charaktere


    Die Champions, Mipha, Urbosa, Revali und Daruk, sind ebenfalls gute Charaktere, die in Zeldas Erinnerungen und als gefangene Seelen in ihren jeweiligen Divine Beasts auftauchen. Dort sieht man auch eine Erinnerung, die jeden von ihnen mit Link verbindet.

    Besonders Urbosa hat es mir mittlerweile angetan, da sie so eine liebevolle, mütterliche Feundschaft zu Zelda hatte. Sie strahlt als ehemalige Anführerin des Gerudostamms eine angenehme, eine fürsorgliche, Art von Stärke aus und ich mag sie generell sehr gerne.

    Mipha, Revali und Daruk waren dafür, was wir über sie erfahren, ebenfalls recht gut ausgearbeitet.

    Mipha ist mir fast zu sehr auf (fischiger) Waifu-Charakter getrimmt, aber ich mag dennoch ihre warme Art und insbesonders wie sie früher mit ihrem kleinen Bruder Sidon umging. Es ist total süß, dass er an andere so sehr glaubt, weil seine verstorbene, liebe Schwester an ihn geglaubt hat.

    Revali ist mir, im Gegensatz zu wohl vielen anderen Leuten, sehr sympathisch und dasselbe gilt auch für Daruk.

    Ebenso mochte ich es, wie die Champions mit Zelda und Link und untereinander umgingen.

    Am Rande möchte ich erwähnen, dass auch Zeldas Vater aus seiner Warte heraus verständlich gehandelt hat.


    Auch die anderen Charaktere der Gegenwart sind gut. Da wären unter anderem Teba, Riju, Sidon und Impa, die ich gerne mag.

    Besonders mochte ich von diesen jedoch Teba und Riju.


    Ansonsten sind die Völker sehr gut und detailliert ausgearbeitet und es gab noch so viele, süße NPCs, die lustige Gags oder ihre kleinen Geschichten bekommen haben. Die Beste war die Frau mit dem Blumengarten. Diese Hingabe ist wirklich nicht ... gesund, meine Gute. :D


    Soundtrack


    Es mag seltsam klingen, aber ich genieße an manchen Stellen auch das Fehlen des Soundtracks und die Ruhe der Natur. Es war eine sehr gute Entscheidung, dass man mitten auf dem Gletscher oder in dichten Wälder nicht immerzu von Geklimpere begleitet wird.


    Anderorts trifft man auf einen Mix aus bekannten und neuen Soundtracks, die natürlich allesamt auf dem hohen Niveau der Zeldaspiele sind und sich wunderbar in die Atmosphäre einfügen und sie unterstützen.


    Fazit


    Ich empfinde die allgemeine Begeisterung für dieses Spiel auf keinen Fall übertrieben und es in so ziemlich allen Bereichen ebenfalls als Meisterwerk, das man immer und immer wieder durchspielen kann

    Die Grafik ist wunderschön, Hyrule nun plötzlich absolut riesig geworden, man kann viele dutzende Stunden daran Freude haben (und das immer wieder) und die Story und Charaktere sind sehr gut.