Der Retro-Samstag: Ein Rückblick auf zwanzig Jahre Pokémon!

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  • Herzlich Willkommen zum Retro-Samstag! In diesem neuen Projekt des Bisatainments beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichsten Themen aus zwanzig Jahren Pokémon-Geschichte. Hier findet ihr Lustiges, Wissenswertes und vielleicht auch Spannendes aus der Welt der kleinen Taschenmonster. Der Retro-Samstag wird dabei in Staffeln organisiert, das bedeutet, dass eine gewisse Zeit lang jeden Samstag ein Artikel veröffentlicht wird. Nach Staffelende legen wir dann eine Pause ein, um die nächste Runde für euch vorzubereiten. Anfangen werden wir mit sieben Artikel, also werden wir euch in Staffel Eins sieben Samstage lang einen kleinen Rückblick in die Geschichte von Pokémon und allem rund herum geben. Im Bisatainment-Unterforum im Bisaboard habt ihr außerdem die Möglichkeit, eure Gedanken zu den Themen der Artikel auszutauschen, dafür stellen wir mit jedem Artikel einige Diskussionsansätze zur Verfügung. Auch könnt ihr dort Feedback und Vorschläge zum Projekt Retro-Samstag äußern.
    Wir wünschen euch viel Spaß bei unserem kleinen Trip in die Vergangenheit,


    Euer Team vom Retro-Samstag




    Der Retro-Samstag: Ein Rückblick auf zwanzig Jahre Pokémon!



    „Willkommen in der Welt der Pokémon. Seit über zwanzig Jahren bereisen Menschen aus allen Teilen der Welt die verschiedensten Regionen, auf der Suche nach Pokémon, Abenteuern, Freundschaft und Ruhm! Natürlich ist in diesen zwanzig Jahren nicht alles gleich geblieben. Wir haben viele, viele Veränderungen durchgemacht, in allen möglichen Bereichen. Andere Dinge dagegen sind gleich geblieben, sieben Generationen lang. Welche das genau sind? Nun, wenn euch das interessiert, seid ihr hier genau richtig. Egal, ob ihr selbst auch die älteren Generationen gespielt habt und ein wenig in Nostalgie schwelgen möchtet, oder die ersten Generationen an euch vorbeigegangen sind und ihr neugierig seid, egal ob euch die technischen Hintergründe von Pokémon interessieren oder doch eher Trivia, hier ist für alle etwas dabei! Denn wir, das Team des Retro-Samstags, haben es uns zur Aufgabe gemacht, zurückzuschauen auf 20 Jahre Pokémon Geschichte, auf Spannendes, Interessantes, ja sogar Gruseliges…


    Also herzlich willkommen! Herzlich willkommen in der Welt der Pokémon, in der Kanto-Region, in Alabastia. Dort, wo alles seinen Anfang nahm.“


    In diesem ersten Artikel geben wir euch eine generelle, kurze Übersicht über das, was mal war, und das, was aktuell ist. Viele der Themen werden in späteren Ausgaben auch noch einmal ausführlicher behandelt. Und wie kann man am besten Unterschiede aufdecken, wenn nicht durch einen direkten Vergleich?


    Also, dann wollen wir mal. Spielekasette in den alten, frisch abgestaubten Gameboy rein, den Startknopf drücken und…



    Wie jetzt. Sah das damals wirklich so aus? Und soll das da etwa ein Schiggy darstellen?


    Ja und Ja. Die ersten Editionen, die bei uns im europäischen Raum erschienen, also Rot und Blau, hatten keine Farben. Das komplette Spiel war aufgrund der Hardware in schwarz-weiß und das änderte sich auch erst mit Erscheinen des GameBoy Colors, der zumindest ein paar Farben in die Welt brachte. Durch die Limitationen des Handhelds waren diese allerdings noch immer sehr spärlich gehalten. Die volle Farbenpracht bekamen wir erst mit der dritten Generation zu Gesicht und in Blattgrün und Feuerrot erstrahlte die Kanto-Region erstmals in halbwegs realistischer Färbung. Bis dahin war es jedoch ein langer Weg und so mussten wir uns damals erst einmal mit Schwarz-Weiß zufrieden geben.



    Auch das Flagpokémon der Spielereihe machte eine große optische Veränderung durch. Und offensichtlich auch eine Diät.


    Das zweite, was sofort ins Auge sticht, ist dann natürlich die Optik der Charaktere. 3D-Modelle gab es damals noch lange nicht, dafür verließ man sich auf etwas, das in vielen Spielen Verwendung fand und auch heute noch gerne benutzt wird: Sprites, also zweidimensionale Bilder, die damals aufgrund der geringen Bildschirmauflösung natürlich noch sehr pixelig aussahen, im Laufe der Zeit aber immer detailreicher wurden. Alles in der ersten Generation bestand aus diesen Sprites, die in der Spielwelt an den richtigen Stellen platziert wurden und Charaktere, Pokémon, aber auch Bäume, Wege und Häuser abbildeten. Mehr gab die Hardware damals nicht her, was dem Erfolg von Pokémon jedoch keinerlei Abbruch tat.


    Über die Jahre entwickelten sich auch die Grafiken weiter. Bis zur dritten Generation kamen mehr und mehr Farben dazu, und auch der Stil der Grafiken änderte sich zunehmend. Langsam aber sicher fand man die Optik, die gewünscht wurde. In Generation vier, Diamant und Perl, veränderte sich dann plötzlich die Umwelt. Zum ersten Mal wurden 3D-Modelle für Gebäude genutzt, und durch eine leichte Neigung der Spielewelt und andere Modifikationen in der Grafik wurden endlich auch Höhenunterschiede klar ersichtlich. Dennoch blieben die Overworld-Charaktere, also alle Menschen und Pokémon, die zum Beispiel auf Routen und in Städten herumschwirrten, und auch die Kampfgrafiken der Pokémon weiterhin in Pixeloptik. Dies wurde in der fünften Generation dann noch ausgebaut und verfeinert, die Welt der Pokémon erschien mehr und mehr lebendig.


    Mit Pokémon Schwarz und Weiß wurde dann auch das Kampfsystem dynamischer. Zumindest optisch. Vorbei die Zeiten, in denen Pokémon stur in einer Pose verharrten. Plötzlich bewegten sie sich hin und her, tanzten über den Bildschirm und zeigten echte Reaktionen, wenn sie getroffen wurden. Zwar war das alles noch immer in Pixeloptik, aber hey, wer wird sich denn beschweren?


    Zuletzt erlebte Pokémon dann einen gigantischen Schritt, zumindest was die Optik betrifft. Man sagte endgültig Adieu zur alten Pixelgrafik und setzte auf neue 3D-Modelle. Die gesamte Spielwelt war nun plastisch. Pokémon ist in der aktuellen siebten Generation realistischer denn je. Man darf also gespannt sein, und wer weiß, in einigen Jahren lässt sich die Welt der Pokémon vielleicht kaum noch von unserer unterscheiden.


    Na gut. Grafik ist ja längst nicht alles, stimmt's? Abgesehen davon sind wir ja hier, um Kanto zu erkunden und der allerbeste zu werden! Also, los geht’s. Wir drücken auf „Neues Spiel“ und…



    Holla, schaut der aber grimmig. Da ist wohl jemand mit dem falschen Fuß aufgestanden…


    Und wir landen in der Einführung. Willkommen in der Welt der Pokémon, ich bin der Professor, blah blah, Wesen, die man Pokémon nennt, fasel fasel, Menschen leben mit ihnen zusammen, blah blah, habe es mir zur Aufgabe gemacht, sie zu studieren und ich brauche DICH, um mir dabei zu helfen. Hört sich bekannt an? Nun, das liegt daran, dass die Einführungen sehr ähnlich gehalten sind. Das Einzige, was sich groß ändert, ist der Name des Professors. Und seien wir ehrlich… Eine wirklich große Änderung ist das auch nicht, immerhin scheinen die Entwickler einfach wahllos mit ihrem Finger über eine Liste mit Baumarten zu fahren, um dann irgendwann laut „Stop!“ zu rufen. Eiche, Linde, Birke, Eibe, Esche, Platane, Kukui. Wir haben mittlerweile einen halben Wald zusammen. Abgesehen davon läuft die Einführung immer aufs Gleiche heraus. Du, der Spieler oder die Spielerin, sollst dem Professor der Region dabei helfen, den Pokédex zu füllen. Das bedeutet, dass du quer durch die Welt reisen musst, stundenlang durch hohes Gras und dunkle Höhlen läufst, um endlich dieses eine Pokémon zu finden, was dir noch fehlt. Nebenbei besiegst du auch noch Käfersammler, Gören und Arenaleiter und arbeitest dich zum Champ hoch, um dann per Zufall die bösen Pläne einer Verbrecherorganisation zu stoppen. Aber dazu später mehr, davon ahnt unser lieber, stummer Charakter ja noch gar nichts. Apropos…



    Schaut ihn euch an, wie lässig er seine Kappe trägt! Ein geborener Champ!


    Hey, Moment mal. Wo ist denn bitte der weibliche Charakter?


    Tja, Pech gehabt liebe Angehörigen des weiblichen Geschlechts (und solche, die lieber Mädchen spielen, soll es ja auch geben). Generation 1 erlaubte es uns noch nicht, mit einem weiblichen Protagonisten zu spielen, das passiert erst in der Spezialedition der zweiten Generation, wo uns mit Kristall zum ersten Mal auch ein weiblicher Avatar zur Verfügung gestellt wird. In der ersten Generation dagegen sind wir limitiert auf Red, den Urvater aller Pokémon-Protagonisten. Schweigsam, aber mit einer unheimlichen Ausdauer gesegnet, die ihn über Stunden über Stock und Stein laufen lässt, und der vor lauter Schock ohnmächtig wird, wenn alle seine Pokémon besiegt sind, es aber dennoch irgendwie schafft, ins nächste Pokécenter zu kommen.


    Na gut, ergeben wir uns unserem Schicksal. Red, ich wähle dich!



    „Dies ist mein Enkel. Leider ist er mir nicht wichtig genug, als dass ich mir seinen Namen merken könnte. Wie hieß er noch gleich?… Ach ja, stimmt. Sein Name war Trottel. Wie konnte ich das vergessen.“


    Und uns wird direkt noch eine Konstante in allen Einträgen der Hauptreihe von Pokémon vorgesetzt: Unser Rivale. Wo sie in den ersten Generationen noch eingebildet oder streitsüchtig waren, wandelten sich die Charaktereigenschaften der Rivalen mit der Zeit eher in Richtung Freunde. Auch blieb es oft nicht bei nur einem Rivalen. Rubin und Saphir gibt uns Maike/Brix und Heiko, X und Y sogar gleich vier Rivalen, gegen die man im Verlauf der Reise immer wieder antritt. In vielen Fällen wird auch der Charakter, den man selbst nicht wählte, automatisch zum Rivalen und erhält seinen Standardnamen. Nur die erste, zweite und vierte Generation ermöglichte es uns, unsere Rivalen zu benennen. Und das hat man gerne mal ausgenutzt…


    Nachdem wir unserem Rivalen also einen Namen gegeben haben, erwachen wir in unserem Zimmer. Und da unser Protagonist stumm ist, sagt er auch nichts. Das Zimmer hat aber sowieso nur einen Ausgang, bewegen wir uns also einfach mal darauf zu und treffen unten dann unsere Mutter, die uns eröffnet, dass unsere Reise bald startet. Mit zehn sind wir jetzt immerhin alt genug um quer durchs Land zu reisen, ohne Aufsicht, nur in Begleitung von Wesen, die uns mit einem Bissen verschlingen können. Was kann da schon schief gehen? Wir machen uns also auf die Suche nach Professor Eich.


    Nach einigem Hin und Her landen wir dann schließlich tatsächlich dort, wo wir wollen. Bei der Vergabe unseres ersten Pokémons. Drei Bälle liegen auf dem Tisch neben uns und wir dürfen uns eines davon aussuchen. Bisasam, das Pflanzen-Pokémon, Glumanda vom Typ Feuer, oder die Wasserschildkröte Schiggy. Keine einfache Wahl, ist es in Rot/Blau doch nicht möglich, die anderen beiden Starter im regulären Spielverlauf zu erhalten.


    Auch der Erhalt des ersten Pokémons ist eine Konstante in allen Teilen der Hauptreihe. Immer sind es - mal abgesehen von Pokémon Gelb, wo einem der gelbe Elektro-Nager Pikachu an die Seite gestellt wird - drei Pokémon, immer jeweils eines vom Typ Pflanze, Feuer und Wasser, und alle drei haben sie jeweils drei Entwicklungsstufen. Auch können sie in der Region nicht einfach so gefangen werden, was sie besonders selten macht. Zweittypen machen die Pokémon dann aber wieder sehr unterschiedlich und so ist kein Starter wie der nächste.


    Die Qual der Wahl ist genau so qualvoll, wie es sich anhört, aber am Ende ringen wir uns dazu durch, eines der Pokémon zu wählen. Eine Textbox informiert uns, dass wir dem Pokémon einen Spitznamen geben können. Auch das ist ein Phänomen, das sich durch alle Teile hindurchzieht. Spitznamen bleiben auch nach der Entwicklung erhalten, können aber vom Namensbewerter geändert werden. Lediglich getauschte Pokémon können nicht umbenannt werden, wohl aus sentimentalen Gründen. Tut mir Leid, Bello, ich kann dich nicht von deinem Leid erlösen.


    Nachdem wir unserem Pokémon also einen Namen gegeben haben, den wir in spätestens zwei Stunden wieder bereuen, fordert uns unser Rivale mit seinem gewählten Pokémon zu einem Kampf heraus. Traditionell wählt dieser immer das Pokémon, das unserem in Hinblick auf seinen Typen überlegen ist. Aber da wir ohnehin der bessere Trainer sind, macht uns das nichts aus. Nach seiner schmachvollen Niederlage tritt unser Rivale dann den Rückzug an und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Das wäre schön, aber leider werden wir ihm in Zukunft noch öfter begegnen, als uns lieb ist. Der Gute hat nämlich ein Talent dafür immer zu den ungünstigsten Zeiten aufzutauchen.



    „Smell ya later!“… Vielleicht sollte unser Protagonist eine Dusche nehmen.


    Wir sind jetzt also ein frischgebackener Pokémontrainer! Die Welt erwartet uns!


    Ein letztes Mal gehen wir noch unsere Mutter besuchen, die mit Turbotretern auf uns wartete und- Moment mal. Wie, sie gibt uns keine Turbotreter? Wir müssen in diesem Tempo durch Kanto? In Schrittgeschwindigkeit?



    Oh man. Das wird länger dauern, als ich gehofft hatte. Doch zum Glück können wir uns später im Spiel das Fahrrad besorgen, mit dem wird etwas schneller unterwegs sind. Hat man dieses erst einmal, will man gar nicht mehr zu Fuß gehen. Neben der zusätzlichen Schnelligkeit macht fleißiges Radeln bekanntlich ja auch gut trainierte Beine. Das Fahrrad hat es mittlerweile zu einem echten Klassiker gebracht und ist - mit Ausnahme von Rubin, Saphir und Smaragd bzw. Omega Rubin und Alpha Saphir, wo wir anfangs die Qual der Wahl zwischen zwei Fahrradarten haben - auch in allen weiteren Haupteditionen bis zur sechsten Generation erhältlich. Mit der aktuellen siebten Generation wurde der Drahtesel dann vom PokéMobil und unter anderem dem viel schnelleren Tauros abgelöst.


    Also, los geht's, zuerst holen wir das Paket für den Professor in Vertania City ab und auf dem Weg dorthin und wieder zurück können wir uns gleich den ersten wilden Pokémon stellen. Geben wir die Box dann beim Professor ab, wird er uns und unserem Rivalen einen Pokédex überreichen. Nun wissen wir also, was wir zu tun haben. Wir sollen für den lieben Professor Eich den Pokédex vervollständigen und nebenbei ist unser bescheidenes Ziel noch, alle acht Orden der Region zu erkämpfen, Champ der Pokémon-Liga und damit der beste Pokémon-Trainer Kantos zu werden. Dieses ehrgeizige Ziel galt nicht nur in den ersten Spielen, sondern ist bis heute in allen Haupteditionen das zentrale Bestreben unseres stummen Protagonisten. Für euch klingt das schwierig? Ach, Unsinn. Das schaffen wir mit Links. Was kann da schon groß schiefgehen. Richtig. Alles. Aber mehr dazu später.



    Neben Nummer, Kategorie, Größe und Gewicht gibt es auch noch einen Spruch zum Pokémon.


    Schauen wir uns doch diesen Pokédex mal genauer an: Mit diesem elektronischen Lexikon kann man Pokémon registrieren. Fängt man diese, wird automatisch ein Eintrag zum entsprechenden Pokémon erstellt. Der enthält in den ersten beiden Editionen die Nummer, die Kategorie, die Größe, das Gewicht sowie einen markanten Spruch zum Pokémon, der sich je nach Edition nochmals unterscheidet. Der Pokédex ist einfach sortierbar und kann auf Wunsch das Gebiet der meisten Pokémon anzeigen. In den folgenden Editionen wurden nach und nach weitere Sortierfunktionen und Eigenschaften wie beispielsweise der Ruf des Pokémons, ein Größenvergleich mit dem Trainer, der Fußabdruck oder eine Unterscheidung von Formen, Shiny-Status und Sprachregionen hinzugefügt. Somit konnten wir schon damals viel und mit jeder weiteren Edition noch viel mehr über die 151 Pokémon erfahren. Moment mal, 151? Stimmt. Die erste Generation forderte von uns nur 151 Pokémon mit ihren entsprechenden Einträgen, und das war schon nicht einfach. In den nachfolgenden Generationen kamen nochmals einige Pokémon hinzu, sodass wir aktuell bei sage und schreibe 802 Pokémon sind! Das ist eine ganze Menge und so viele Pokémon kann ein Mensch doch gar nicht fangen. Davon abgesehen ist es in den meisten Fällen ohnehin nicht möglich, nur mit der eigenen Version den ganzen Pokédex zu vervollständigen, das wäre ja auch zu einfach. Schon seit Beginn der Pokémon-Reihe ist man daher also auf das Tauschen und sogenannte Events angewiesen. Die editionsexklusive Pokémon fordern und fördern seit jeher das Tauschen - mit anderen Spielern oder mit sich selbst und der eigenen Paralleledition. Damals mit dem Link-Kabel als Verbindung zwischen den Game Boys, heute über das Internet oder Infrarot.


    Und dann gibt es ja noch die mythischen Pokémon, die man im Spiel eigentlich so nicht finden und fangen kann oder für die man spezielle Items braucht, die es auch nicht so im Spiel gibt. Gut, mal abgesehen vom Mew-Glitch, mit dem es möglich war, Mew durch das Ausnutzen eines Fehlers in Pokémon Rot, Blau und Gelb zu fangen und damit den Pokédex zu komplettieren, ohne eines der seltenen per Event verteilten Mew ergattert zu haben. Was damals wesentlich schwieriger war in Zeiten des lediglich lokalen Spielens ist heute wesentlich einfacher: Editionsexklusive Pokémon gibt es zwar noch immer, dafür kann über das Internet mit der ganzen Welt getauscht werden, ob per PSS, GTS oder Wundertausch, und jedes Pokémon sehr viel einfacher in den eigenen Besitz gelangen. Und an seltene Event-Pokémon kommen wir durch häufigere Verteilungen, die meist über das Internet laufen, auch viel einfacher. Es sei euch aber gesagt: Lasst euch nur nicht in der GTS über den Tisch ziehen! Legendäre für ein Karpador ist selten eine gute Idee, auch wenn der allseitsbekannte Karpadorverkäufer euch da wohl liebend gerne vom Gegenteil überzeugt.


    Diesen beiden Aufgaben - den Pokédex vollzubekommen und der beste Trainer zu werden - widmen wir uns nun also, indem wir gegen wilde Pokémon kämpfen und diese fangen, uns kampflustigen Trainern stellen oder versuchen, die Orden der Arenen von Kanto zu gewinnen. Dieser Weg, gespickt mit zahlreichen Ereignissen, ist in jeder Pokémon-Edition zu gehen. Und er wird mit Sicherheit auch kein leichter sein.



    „Ja. Dieser Weg wird steinig und schwer…“


    Noch bevor wir Alabastia verlassen, erhalten wir ein Paket mit Pokébällen von einem Assistenten von Professor Eich. Damit ist es uns jetzt auch endlich möglich, Pokémon zu fangen, wobei empfohlen wird, diese zuvor entscheidend zu schwächen und bei ihnen bestenfalls noch eine Statusveränderung zu bewirken. Pokébälle sind dabei die einfachsten Bälle, im Verlauf unserer Reise erhalten wir außerdem noch die besseren Super- und Hyperbälle sowie den Meisterball, mit dem jedes Pokémon sofort und beim ersten Versuch gefangen werden kann. Der ist allerdings sehr selten und im Normalfall (außer durch einen Gewinn des 1. Preises in der Lotterie in späteren Editionen) nur einmal pro Spiel erhältlich ist, was sich bis zur 7. Generation nicht geändert hat. Aber schon mit der zweiten Generation kamen neue Bälle, größtenteils mit vom zu fangenden Pokémon abhängiger Stärke hinzu und auch in der 3., 4. und 5. Generation gab es stets neue Bälle.


    Gleich am Anfang unserer Reise werden uns viele Rattfratz', Taubsis oder später im Vertania-Wald auch Käfer-Pokémon begegnen. Wir sollten früh unser Team verstärken und unsere Pokémon trainieren. Dies funktioniert über die Kämpfe mit wilden Pokémon oder anderen Trainern, wodurch unser Pokémon an Erfahrung gewinnt und Level für Level aufsteigt. Auch dieses Prinzip ist in allen Pokémon-Editionen gleich. Schließlich macht nur Training den Pokémon-Meister, auch wenn streng genommen nur unsere Pokémon trainieren, während wir Befehle geben und zuschauen… Egal. Passt schon.


    Pokémon kann man aber nicht nur fangen oder von anderen, realen Spielern ertauschen. Auch Ingame-Tausche sind von Beginn an und noch in der 7. Generation Bestandteil des Spiels: Wir geben einem Trainer ein gesuchtes Pokémon und erhalten dafür von diesem ein Pokémon, das in der Regel im Spiel nicht so einfach oder gar nicht zu fangen ist.


    Eine andere Art und manchmal Notwendigkeit, an bestimmte Pokémon zu kommen, ist die sogenannte Zucht. Zwar werden wir später zwischen Azuria City und Saffronia City eine kleine Pension vorfinden, doch der nette Herr darin bietet uns lediglich an, ein Pokémon für uns in seine Obhut zu nehmen und es zu trainieren. Die coolen Eier und Baby-Pokémon gab es erst mit Gold und Silber, als man in der Pension vor Dukatia City zwei Pokémon abgeben und sich dann vielleicht später an einem geschlüpften Ei erfreuen konnte. Mittlerweile, in der 7. Generation, ist es so einfach wie nie, sich Pokémon mit den gewünschten Eigenschaften zu züchten, weshalb die Zucht für Fans eine sehr große Rolle spielt. Nicht umsonst verbringen viele Trainer ihren Tag damit, stundenlang eine Strecke mit ihrem Fahrrad auf und ab zu fahren. Eierzucht und gute Beine, zwei zum Preis von einem!


    Wenn wir uns nun durch die ersten Gräser gekämpft und die dauernd auftauchenden Pokémon besiegt oder gefangen haben, schauen wir uns unsere Pokémon mal genauer an. Wir stellen fest, dass diese eine ganze Reihe an Attributen besitzen. Da sind zum einen 15 verschiedene Typen, von denen jedes Pokémon maximal zwei Typen zugeordnet ist und die gegenüber anderen Typen Vor- und Nachteile besitzen, was einen Kampf erst richtig spannend macht und diesem viele strategische Möglichkeiten bietet. Aber Moment einmal! 15 Typen, nicht 18? Ja, genau, so viele Typen gab es noch in Rot und Blau, erst mit Gold und Silber kamen die Typen Stahl und Unlicht dazu und dann mit der 6. Generation und X/Y der Fee-Typ, mit dem der bis dahin starke Drachen-Typ etwas in seine Schranken gewiesen wurde.



    Auch du bist etwas ganz Besonderes.
    Besonders nutzlos.


    Aber ein Pokémon besitzt noch weitere Eigenschaften. Neben einem möglicherweise individuellen Spitznamen, den wir nach dem Erhalt eines Pokémons vergeben und später in Lavandia ändern können, beherrscht es auch noch vier Attacken und besitzt Statuswerte. Den Shiny-Status gab es erst mit der 2. Generation, Fähigkeiten, Wesen und Bänder wurden in Generation 3 eingeführt. Doch auch so ist jedes Pokémon tatsächlich individuell. Fangen wir zum Beispiel nun im Vertania Wald zwei Hornliu mit gleichem Level, werden wir, spätestens, wenn wir diese trainieren, feststellen, dass die Statuswerte beider ziemlich unterschiedlich sind. Jedes Pokémon ist einzigartig!


    Dies ist auf die sogenannten Determinant Values sowie die Stat Experience (später: Effort Values) zurückzuführen. Determinant Values sind dabei feste Werte, sozusagen die „Gene“ eines Pokémons, von denen Pokémon in Rot und Blau (und auch noch in den Spielen der 2. Generation) auf den Statuswerten Angriff, Verteidigung, Spezial und Initiative einen Wert von 0 bis 15 besitzen. Diese DVs haben einen Einfluss auf die Höhe des jeweiligen Statuswerte und die Höhe der DV-Werte dieser Statuswerte bestimmen dann auch den DV-Wert der KP. Hierbei gilt: Je höher der DV-Wert, desto besser und damit stärker das Pokémon. Ab der 3. Generation hat jeder Statuswert seinen eigenen DV-Wert zwischen 0 und 31. Aber von wegen fixe „Gene“: Mittlerweile, in Sonne und Mond, könnt ihr mit Hilfe der selteneren Kronkorken-Items sogar bei zu schwachen DV-Werten nachhelfen und diese maximieren.


    Stat Experience (oder EVs) ist das, was ein Pokémon durch Kämpfe und das Besiegen anderer Pokémon erhält. In Rot und Blau erhält ein Pokémon für ein besiegtes Pokémon auf jedem Statuswert Punkte in Höhe der Basispunkte des besiegten Pokémon auf dem entsprechenden Status, das Level des besiegten Pokémon ist also komplett davon unabhängig. Auch durch die bekannten Vitamine wie Protein oder Zink kann ein Pokémon zusätzliche Stat Experience erhalten. Insgesamt 65535 Stat Experience-Punkte können dadurch auf jedem Statuswert gesammelt werden, die dann über eine Formel umgerechnet werden und einen jeden Statuswert positiv beeinflussen. Also ganz anders als in späteren Editionen. In Sonne und Mond kann ein Pokémon höchstens 510 EVs sammeln, auf einem Statuswert maximal 252. Auch heute noch bringt jedes besiegte Pokémon dabei eine gewisse Anzahl an EVs, die ebenso über Vitamine sowie das Supertraining in Generation 6 oder die Buden auf dem Festival-Plaza in der aktuellen 7. Generation beeinflusst werden können. Auf Level 100 gibt es dann für 4 EVs einen zusätzlichen Punkt auf dem jeweiligen Statuswert.



    Ein Käfersammler! So einen habe ich ja noch nie gesehen…


    Nicht nur die Typen, auch die Attacken und Statuswerte machen einen Kampf interessant und bieten Trainern sehr viele Möglichkeiten. Das Prinzip von (normalen) Pokémon-Kämpfen ist denkbar einfach und hat sich auch in sieben Generationen nicht verändert. Jeder Trainer kann sechs Pokémon bei sich tragen und einsetzen, die alle bis zu vier Attacken beherrschen können, für mehr ist einfach keinen Platz. Aber wir wollen mal nicht so sein, jeder, der mal eine Matheprüfung geschrieben hat, kennt das Gefühl vermutlich. Diese Pokémon verfügen über Statuswerte, die darüber entscheiden, wie stark bestimmte Attacken gegen andere Pokémon wirken (Angriffs- und Spezialwert), wie gut sie andere Attacken aushalten können (KP-, Verteidigungs- und Spezialwert) oder wie schnell sie sind und ob sie somit eher angreifen können (Initiative-Wert). Der Angriffs-und Verteidigungswert eines Pokémon ist für physische Attacken relevant, der Spezialwert für spezielle Attacken. In Gold und Silber wurde letzterer in einen Spezial-Angriff und Spezial-Verteidigung aufgespalten. Normal und Spezial - das ist relevant, da alle Attacken außer den Statusattacken eine Schadensklasse besitzen, die entweder speziell oder physisch ist, was bis zur einschließlich 3. Generationen vom Typ abhängig war. So waren beispielsweise Kampf-Attacken stets physisch, Pflanzenattacken aber immer speziell.


    Weitere Möglichkeiten wie das Tragen von Items im Kampf oder die bereits erwähnten Fähigkeiten und Wesen von Pokémon, die einem Kampf weitere strategische Komponenten verleihen, gab es erst in späteren Generationen, die Mega-Entwicklung wurde erst mit X und Y eingeführt und die Z-Kristalle und -Attacken kamen mit Sonne und Mond. Daran war in Rot und Blau noch gar nicht zu denken!


    Apropos normale Kämpfe. Gibt es in Rot und Blau und auf unserer weiteren Reise nur maximal Einzelkämpfe mit maximal sechs gegen sechs Pokémon, haben sich bis zur jetzigen siebten Generation weitere Kampfarten wie zum Beispiel der Doppelkampf, der Dreierkampf, der Reihumkampf oder der Multikampf etabliert, seit X/Y gibt es sogar sogenannte Umkehrkämpfe, welche die Typeneffektivität total auf den Kopf stellen und sogenannte Massenbegegnungen, in denen dem Spieler fünf wilde Pokémon auf einmal begegnen, wurden auch erstmals in diesen Spielen eingeführt. Mit der siebten Generation folgte in Form des Battle Royal ein weiteres Kampfformat, bei dem gleich vier Trainer gegeneinander antreten, und mit dem Quereinsteiger-Kampf, bei dem wilde Pokémon Artgenossen zur Hilfe rufen können, wurde neue Kampfart in der Wildnis eingeführt. Ob wir darüber allerdings froh sein sollten… Schließlich macht das die Kämpfe wesentlich komplizierter und um einiges strategischer. Immer diese Kinder mit ihren neuartigen Kampfsystemen! Damals war immerhin eh alles besser!



    Außer die Grafik vielleicht.


    Mit zunehmender Stärke auf dem Weg in Richtung Indigo Plateau erlernen unsere Pokémon neue, bessere Attacken. Außerdem finden wir neben zahlreichen Items auch eine ganze Menge an sogenannten TMs, mit denen wir unseren Pokémon eine bestimmte Attacke beibringen können. Von diesen TMs gibt es in Pokémon Rot und Blau genau 50, die je einmal einsetzbar sind und nach Gebrauch verschwinden. Mit der 4. Generation wurde die Anzahl der im Spiel erhältlichen TMs auf 100 erhöht und in Gegensatz zu Rot und Blau sind diese TMs seit den Spielen der 5. Generation auch unbegrenzt oft einsetzbar.


    Dieses Prinzip galt schon immer für die sogenannten VMs, die wir beliebig oft einem Pokémon beibringen können und die sehr oft dazu benötigt werden, bestimmte Hindernisse im Story-Verlauf zu bewältigen, seien es berühmte Zerschneiderbüsche, dunkle Höhlen oder lästige, brüchige Zertrümmerer- oder riesige Stärke-Felsen. Doch wir müssen hier vorsichtig sein! Bringen wir einem Pokémon in Rot und Blau eine solche VM-Attacke bei, kann diese nicht verlernt werden. Dafür ist ein Attacken-Verlerner notwendig, der erst seit Gold und Silber eine Institution in den Pokémon-Spielen ist. Diese meist sehr vergessliche Person kann uns aus einem solchen Schlamassel heraushelfen. Gleiches gilt für den beliebten Attacken-Erinnerer, den es erst seit Rubin, Saphir und Smaragd gibt und mit dessen Hilfe wir unseren Pokémon verlernte oder nicht erlernte Attacken beibringen können.


    Auch der sogenannte Attacken-Lehrer, der sich in den neueren Editionen immer größter Beliebtheit erfreut, ist in Rot und Blau noch nicht vorhanden. Es heißt also „Obacht!“ bei allen Attacken, die wir unseren Pokémon beibringen oder nicht beibringen. Diese Entscheidung kann in Rot und Blau also mit großer Tragweite verbunden sein.


    Viele stiegen daher früh auf eine andere Strategie um: Der VM-Sklave war geboren. Meist ein vollkommen unterleveltes Pokémon, das im Kampf absolut unbrauchbar war, aber zumindest Hindernisse aus dem Weg räumen konnte. Treten wir also jetzt für eine Schweigeminute zusammen. In stillem Gedenken an all jene, die einen Platz in unserem Team einnahmen, den wir für ein anderes, stärkeres Pokémon hätten gebrauchen können, bis man sie nicht mehr brauchte, und die jetzt in der Box verstauben, auf ewig…


    Inzwischen ist das Problem der VM-Attacken mit Sonne und Mond gänzlich passé. Mit dem PokéMobil können wir uns extra für die Überwindung bestimmter Hindernisse ausgebildete Sklaven-Pokémon Tag und Nacht herbeirufen - ohne auch nur einen Platz im Team zu verschwenden oder spontane und in der Not geborene Entscheidungen später beim Attacken-Verlerner ausbügeln zu müssen.



    Okay. Fertig. Weiter im Text.


    Aber nicht nur etliche TMs belagern unseren Beutel, der im Gegensatz zu späteren Generationen noch keine verschiedenen Fächer hat, oder unser PC-Item-Lagersystem, mit dessen Hilfe wir auch die unzähligen Pokémon, die wir auf unserer Reise fangen, aufbewahren können. Unterwegs finden wir auch so ziemlich viele Items. Welche davon als nützlich erachtet werden, ist oft subjektiv, doch mit dem Berg an TMs und einigen Basis-Items wie dem Fahrrad, den Angeln oder der Karte haben wir sowohl unseren Beutel als auch die Item-Box am PC ganz schnell an die Grenze der Lagerfähigkeit gebracht. Nur 20 verschiedene Items passen in den Beutel, 50 können wir am PC lagern. Für manche, die sich gerne mit allen möglichen Heilitems präparieren und die TMs aufheben, in der Hoffnung, dass die irgendwann vielleicht doch mal nützlich sind, kann das eine Herausforderung werden. Erst mit der 4. Generation kam das, was wir heute in Sonne und Mond gewohnt sind und worauf wir nicht mehr verzichten wollen: ein Beutel, der unbegrenzt viele Items aufbewahren kann.


    Wo wir schon von Items sprechen… Während man einige davon auf der Straße, im Wald oder in Höhlen findet, wo irgendwelche Trainer sie vor fünfzig Jahren haben fallen lassen und das Mindesthaltbarkeits-Datum damit schon zehn Mal abgelaufen ist – Ernsthaft Kinder. Hebt nicht alles auf, was ihr findet. Und verfüttert es auch bloß nicht einfach so an eure Haustiere. Das könnte denen nicht so gut bekommen – ist die Hauptanlaufstelle für jeden Trainer erst einmal das Pokécenter und der Pokémarkt. In ersterem erwartet uns, egal in welcher Stadt wir sind, immer eine Schwester Joy mit ihrem Chaneira, die uns liebend gerne unsere Pokémon abnehmen, um sie uns dann top-fit wieder zurückzugeben und das ganz kostenlos. Und da soll sich nochmal jemand über Free Healthcare beschweren. Generell sehen diese Center immer gleich aus. Links der Schalter für die Heilung unserer Pokémon, rechts der für die bereits erwähnten Link-Tauschaktionen, dann irgendwo noch der PC und komplettiert wird das Interiör dann mit einigen Pflanzentöpfen und einer Couch. Selbst das Personal ist in jedem Center gleich, und sie haben alle denselben, kruden Humor, verkünden sie doch nach jeder Heilung lächelnd, dass sie sich auf unseren nächsten Besuch freuen. Pokémonquäler!


    Für den Fall, dass wir es nicht zum Center schaffen, wo wir doch in einem Trainerkampf feststecken und „Meine Pokémon sind kurz davor, das Zeitliche zu segnen!“ scheinbar kein valides Argument für einen Kampfabbruch ist, decken wir uns zusätzlich noch mit einigen Tränken, Gegengiften, Para-Heilern und sonstigen Wunderwerken der Pokémon-Pharmazie ein. All das finden wir in den älteren Editionen noch in den so genannten Pokémärkten, die uns alles, was das Trainerherz begehrt, zu einem halbwegs fairen Preis verkaufen. Ab Generation 5 verschmolz der Markt mit dem Pokécenter und hat kein eigenes Gebäude mehr, was nur in den Remake-Editionen Omega Rubin und Alpha-Saphir nocheinmal kurz rückgängig gemacht wird. Während die kleinen Pokémärkte nur eine recht übersichtliche Auswahl anbieten, die aber mit jedem Orden, den wir ergattern, zunehmend größer wird, gibt es auch in jeder Edition ein Mekka für alle Shopping-Fans. Meist in der größten Stadt aufzufinden gibt es die Kaufhäuser, die über mehrere Etagen alles verkaufen, was auch die Märkte zu bieten haben, plus noch einiges mehr. In der ersten Generation finden wir das Kaufhaus in Prismania City, wo wir uns mit Heilitems, Entwicklungssteinen, TMs und statussteigernden Items eindecken können. Wenn wir denn das nötige Kleingeld haben, heißt das. Wenn nicht, dann bedeutet das für uns, dass wir kleine Kinder besiegen und ihnen das Taschengeld abknöpfen müssen. Aber die würden das ja sowieso nur für Süßkram ausgeben, da ist es bei uns sehr viel besser aufgehoben. Sind wir nicht gutherzig?


    Wo wir gerade schon in Prismania sind und einen Haufen Geld für Tränke ausgegeben haben, sollten wir uns vielleicht wieder etwas dazu verdienen. Aber wir sind Trainer, und deswegen geben wir uns nicht mit Babysitting zufrieden oder tragen die Zeitung aus. Nein, wir wollen schnelles Geld. Also gibt es nur eine Möglichkeit!


    Das Kasino.



    Nonsense. Ich bin doch nicht abhängig! Das ist erst meine 3496. Runde! Plus Minus 100.


    Vier Generationen lang gab es in jeder Region eine Spielhalle, in der man sein Geld in Münzen umwandeln und anschließend mit kleinen Minispielen, die glücksbasiert waren, aufstocken konnte. Oooooder man konnte alles verlieren. Aber uns passiert sowas nicht. Niemals.


    Warum genau man sich das überhaupt antut? Simple Antwort: Seltene Pokémon oder starke TMs. In der ersten Generation war man noch dazu gezwungen, die Spielehalle zu nutzen, da man ansonsten nicht den Pokédex vervollständigen konnte, denn Porygon gab es nur dort. Wer also den Professor glücklich machen wollte, war gezwungen, einiges seiner Zeit in der heruntergekommenen Spelunke zu verbringen.


    Nach vier Generationen war dann aber Schluss mit lustig. Wegen Beschwerden von Jugendschützern entschied man sich dagegen, Spielhallen weiter einzubauen, weswegen man nach diesen heutzutage vergeblich sucht. Der freundliche Herr von oben schien also genau den richtigen Riecher gehabt zu haben.


    Das Schlimme an der Prismania Spielhalle war aber nicht zwingend die Glücksspielerei, denn die war nur Fassade. Was hinter einem Poster zum Vorschein kommt, ist wesentlich interessanter. Auf unserem Weg durch die Kanto-Region sind wir ihnen schon vorher begegnet, doch jetzt treten wir ein in die Höhle des Löwen, Team Rockets Hauptquartier.


    Diese Bande von Schurken haben es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Pokémon zu stehlen. Warum? Naja. Das ist eine gute Frage. Eigentlich aber irrelevant, denn wir sind hier der Held und Pokémon stehlen ist schlecht und deswegen müssen wir sie bekämpfen und besiegen. Punkt. Unser zehnjähriger Avatar hat eben einen sehr gut entwickelten Gerichtigkeitssinn. Vielleicht gerät er aber auch nur durch Zufall in diese ganzen Kämpfe und hat eigentlich gar keine Lust, Team Rocket zu zerstören. Ist schwer zu sagen, wenn der Protagonist seine Zunge verschluckt hat. Wir hoffen einfach auf Option a) und machen uns frisch ans Werk, die bösen Plänen der bösen Schurken zu verhindern!


    Ihr ahnt es vermutlich schon, aber auch wenn die Teams nicht in allen Editionen die gleichen sind und auch nicht immer die gleichen Pläne verfolgen, hat doch jede Hauptedition ein Schurkenteam, das man im Laufe seiner Reise gezwungenermaßen besiegt, ganz egal ob man will oder nicht. In Generation eins und zwei ist es Team Rocket, in drei dann Team Aqua und Team Magma, darauf folgt Team Galactic, Team Plasma, Team Flare und Team Skull. Während die einen die Welt mit mehr Wasser oder mehr Erde sehen wollen, zählt für die anderen nur die Schönheit und Jugend. Eins bleibt am Ende aber immer gleich: Wir, die zehnjährigen Protagonisten, kommen an und zerstören jahrelange Arbeit innerhalb von wenigen Stunden. Einfach, weil uns danach ist.


    Bleiben wir doch gleich bei den Gemeinsamkeiten aller Generationen. Neben dem Pokédex, den man uns andrehte, haben wir immerhin auch noch eine andere Aufgabe zu erfüllen. Wir wollen der allerbeste werden, wie keiner vor uns war. Dummerweise geht das nicht so einfach. Denn bevor wir den amtierenden Champ vom Thron stürzen und uns selbst darauf platzieren können, müssen wir erst einmal beweisen, dass wir überhaupt das Zeug dazu haben. Und wie beweisen wir uns? Mit kleinen Stücken Metall in unserer Jackentasche!


    Nun, ganz so einfach ist das nicht. In jeder Region bis einschließlich Kalos gibt es ingesamt immer acht Arenen mit ihren dazugehörigen Arenaleitern. Jeder Arenaleiter spezialisiert sich auf einen bestimmten Typ Pokémon, und benutzt nur solche Pokémon, die auch diesem Typen angehören. Rocko zum Beispiel, unsere erste, größere Herausforderung, benutzt mit Vorliebe Gesteins-Pokémon. Mit dieser Hintergrundinformation fällt es uns, dem Protagonisten, dann natürlich einfacher, uns auf die Kämpfe vorzubereiten. Immerhin sind wir nicht auf nur einen Typen beschränkt. Dennoch sollte man gut aufpassen und die Leiter nicht unterschätzen, sind sie doch nicht umsonst als einige der stärksten Trainer der Region bekannt. Und bevor wir überhaupt mit ihnen kämpfen dürfen, erwartet uns auch noch die Arena und ihre Rätsel, die wir lösen müssen. Teleporter, Achterbahnen, sogar Mathematik-Kenntnisse werden von uns verlangt, immer passend zum Arenaleiter.


    Sechs Generationen lang zogen wir durch allerlei Regionen, um uns kleine Metallstückchen zu erarbeiten, indem wir unsere Haustiere dazu bringen, staatlich anerkannte Arenaleiter zu flambieren, und dann kommt Generation 7 um die Ecke und wirft alles über den Haufen. Großartig. Ganz toll! In meinem Alter will man sich aber nicht an neue Dinge gewöhnen, Game Freak! In den wahnsinnig originellen Prüfungen der Inselwanderschaft erwarten uns nun (wieder) rätselähnliche Aufgaben, ein Herrscher-Pokémon, welches den ein oder anderen Wachstumsschub zu viel hatte, und zum Ende ein Kampf gegen den jeweiligen Inselkönig, von denen es ingesamt vier gibt, in der „Großen Prüfung“ - also doch wieder sowas wie ein Arenaleiter? Nur bekommen wir von diesem kein Metallstückchen mehr, sondern nur einen Stempel für den Trainerpass. Müssen die sparen?


    Wir reisten jetzt also quer durch Kanto, besiegten alles, was uns in die Quere kam, warfen Pokéball um Pokéball, was uns durchtrainierte Arme und Beine verschafft, vereitelten die Pläne von bösen Schlafanzugträgern, sammelten uns alle Stückchen Metall zusammen, die wir bekommen konnten… Und jetzt haben wir es endlich geschafft! Wir stehen vor der Siegesstraße, unsere letzte große Hürde, bevor wir uns unseren letzten Kämpfen stellen dürfen. Und Himmel, die hat es noch einmal in sich.


    Die Siegesstraße ist seit Generation 1 darauf ausgelegt, möglichst herausfordernd und schwer zu sein. Meist labyrinthartig angelegt und mit vielen, starken Trainern ausgestattet, wird uns hier nocheinmal alles abverlangt. Auch unsere gesammelten VMs kommen nocheinmal zum Einsatz, bevor wir uns dann mit letzter Kraft in Richtung Pokéliga schleppen können. Hier heißt es dann: Optimale Vorbereitung nötig. Sobald wir die Tür Richtung Top-4-Mitglied Nummer eins durchschreiten, gibt es kein Zurück mehr. Die Tür hinter uns schließt sich, Fliegen und Fluchtseil sind ebenso nicht möglich, der einzige Weg geht voran. Genau das erweist sich, neben den ohnehin sehr starken Teams der Top-Vier Mitglieder in jeder Generation als erschwerender Faktor. Nicht zurückgehen zu können bedeutet auch, dass man keine Möglichkeit hat, ein Pokécenter zu nutzen. Lediglich der Inhalt des Beutels kann einem jetzt noch weiterhelfen.


    Wie auch die Arenaleiter beschränken sich die Top-Vier Mitglieder auf Pokémon eines bestimmten Typs. Ihre Teams sind dann aber, wie erwähnt, noch etwas stärker als die der Arenaleiter. Sind alle Mitglieder der Top-4 schließlich besiegt, öffnet sich die letzte Türe und der Champ erwartet uns.



    Och ne.. Nicht der schon wieder.


    Im Falle von uns, die wir jetzt also ganz knapp davor sind, Champ von Kanto zu werden, begrüßt uns ein altbekanntes, wenn auch nicht unbedingt erfreuliches, Gesicht. Unser Rivale hat es vor uns geschafft, den Thron der Region zu besteigen, und natürlich will er davon auch nicht mehr so schnell herunter. Aber was er will interessiert uns nicht. Wir sind hier, um zu gewinnen. Und wir werden gewinnen! Der Champ ist in jedem Spiel der stärkste Trainer der Hauptstory. Sein Team ist ausgeglichener und verlässt sich nicht nur auf einen Typ, was auch den Kampf um einiges unberechenbarer macht. Während die Level der Pokémon innerhalb der Generationen zunehmend abgenommen haben, stellt der Champ dennoch eine würdige Herausforderung da, die nicht unterschätzt werden sollte.


    Zuletzt schaffen wir es also doch. Unser Rivale ist besiegt und muss das Feld räumen. Er weist uns auf die Ruhmeshalle hin, die hinter seiner Kammer wartet. Dort begegnen wir erneut Professor Eich, der uns und unsere Pokémon offiziell in die Ruhmeshalle einträgt, wo unsere Mühen und unser Sieg auf ewig festgehalten sein werden.


    Reds Abenteuer ist zu Ende, die die Credits laufen den Bildschirm entlang. Das bedeutet auch für uns, dass wir hier fertig sind. Zumindest vorerst. Denn das hier war nur ein kleiner Vorgeschmack auf alles, was in Zukunft noch kommt. Schaut also gerne wieder herein, wenn wir am Retro-Samstag einen Blick auf die Vergangenheit von Pokémon werfen.


    Also dann, bis zum nächsten Artikel,


    Euer Team vom Retro-Samstag




    Die Diskussionsansätze dieser Woche:


    • Mit welcher Generation hat euer persönliches "Abenteuer Pokémon" begonnen?
    • Welche Änderungen im Laufe der Jahre findet ihr gut, welche nicht?
    • Wir schreiben das Jahr 2037 und Pokémon existiert noch: Wie, denkt ihr, werden sich die Spiele bis dahin verändert haben?

    Natürlich sind das nur Ansätze für eine Diskussion. Wenn euch selbst etwas passendes zum Artikel einfällt, könnt ihr gerne auch eigene Ideen einbringen!


    Das war es für diesen Samstag auch schon wieder mit unserem Blick in die Vergangenheit! Wir hoffen, euch hat der Artikel gefallen. Wenn ihr Lust darauf habt, euch mit anderen Usern darüber auszutauschen, laden wir euch herzlich ein, an unserer Diskussion teilzunehmen. Habt ihr Fragen oder Anregungen? Dann teilt uns beides gerne über das Feedback-Topic der Bisatainment-Aktionen oder über unsere Email-Adresse, bisatainment@bisafans.de, mit.
    Bis zum nächsten Retro-Samstag!

  • Dann nehm ich mir mal ein paar Stellen raus, die ich gern kommentieren würde. ;D


    Das zweite, was sofort ins Auge sticht, ist dann natürlich die Optik der Charaktere.

    Oder anders ausgedrückt: Die unglaublich hässlichen Sprites, die in den meisten Fällen so aussehen, als hätte sie ein dreijähriges Kind in Paint gemalt. Etwas gebessert hat sich das dann natürlich in Gelb, aber so einige Sprites sind da wiederum missglückt, obwohl sie vorher einigermaßen passabel waren. Onix


    Wo sie in den ersten Generationen noch eingebildet oder streitsüchtig waren, wandelten sich die Charaktereigenschaften der Rivalen mit der Zeit eher in Richtung Freunde.

    Eine Entwicklung, die ich sehr begrüße. Ich versteh nicht, warum selbstverliebte Trottel bei Pokémon-Fans so sehr geschätzt werden. Allerdings ...

    X und Y sogar gleich vier Rivalen

    ... weigere ich mich tatsächlich, diese Hampelmänner als Rivalen anzuerkennen.

    Nur die erste, zweite und vierte Generation ermöglichte es uns, unsere Rivalen zu benennen.

    Noch eine kleine Korrektur: In Schwarz und Weiß 2 konnte man Matisse einen eigenen Namen geben, wenn man so wollte.


    „Smell ya later!“… Vielleicht sollte unser Protagonist eine Dusche nehmen.

    Wie denn, wenn es in der ganzen Pokémonwelt keine Badezimmer gibt, sondern höchstens eine Küche und ein Bett pro Haus? :verwirrt:


    Gut, mal abgesehen vom Mew-Glitch, mit dem es möglich war, Mew durch das Ausnutzen eines Fehlers in Pokémon Rot, Blau und Gelb zu fangen und damit den Pokédex zu komplettieren, ohne eines der seltenen per Event verteilten Mew ergattert zu haben.

    Mittlerweile ist es sogar möglich, dieses Glitch-Mew auf die neuen Editionen zu übertragen, indem man dem Spiel mit weiteren Glitches vorgaukelt, es sei das Event-Mew. :)


    Schließlich macht nur Training den Pokémon-Meister, auch wenn streng genommen nur unsere Pokémon trainieren, während wir Befehle geben und zuschauen… Egal. Passt schon.

    Das hat sich wohl auch mit der 7. Generation geändert, wo man bei jeder Z-Attacke so einen affigen Tanz aufführen muss. Auf Dauer sicher anstrengend. :assi:


    Normal und Spezial - das ist relevant, da alle Attacken außer den Statusattacken eine Schadensklasse besitzen, die entweder speziell oder physisch ist, was bis zur einschließlich 3. Generationen vom Typ abhängig war. So waren beispielsweise Kampf-Attacken stets physisch, Pflanzenattacken aber immer speziell.

    Das war teilweise halt echt ziemlicher Bullshit. Neulich in Pokémon Silber: Oh, mein Ampharos will Donnerzahn lernen, geben wir mal Donnerschock raus - wie ist denn sein Angriff im Vergleich zum Spezial-Angriff? ... warte. Ja, klar, mein Pokémon beißt den Gegner, aber es is speziell. ;)


    Tränken, Gegengiften, Para-Heilern und sonstigen Wunderwerken der Pokémon-Pharmazie ein.

    An dieser Stelle möchte ich nochmal dran erinnern, dass ein Trank 20 KP heilt, aber ein ganz normales Tafelwasser 50 - naja, zumindest in den alten Editionen, bei Gen 7 wurde es ja geändert und das hab ich nicht im Kopf. ;D


    Kommen wir zum Schluss nochmal zu euren Diskussionsfragen, weils mir gerade passt:


    1. Mit welcher Generation hat euer persönliches "Abenteuer Pokémon" begonnen?
    Mein erstes eigenes Pokémon-Spiel war Schwarz 2, was bis heute meine Lieblingsedition ist. Einige Zeit später bekam ich Diamant in die Finger, aber das fand ich nicht so super, sondern eher langweilig. In die Welt der Pokémon gebracht hat mich allerdings ein Let's Play von Smaragd von einem Youtuber, den ich damals sehr aktiv geschaut habe und ich dachte mir so: Naja, schaun wir mal rein! - Habs nie bereut, hehe.


    2. Welche Änderungen im Laufe der Jahre findet ihr gut, welche nicht?
    Also gut finde ich so einiges. Die Grafik, die mit der Zeit eingeführten Mechaniken... Offen gesagt, das einzig Gute an Gen 1 ist für mich, dass sie das Prinzip "Pokémon" eingeführt und mit ihrem Erfolg auch gleich gefestigt hat. Und die Glitches. Ich liebe sie. Die fehlen mir in den Remakes FR/BG so sehr.
    Nicht so gut finde ich, dass man die Kampfarten Dreierkampf und Reihumkampf eingeführt, aber mittlerweile offenbar schon wieder ganz vergessen hat. Der Dreierkampf ist zwar nicht unbedingt optimiert, aber der Reihumkampf war schon spaßig. Und beides war allemal besser als dieser dumme Battle Royal mit hirnrissigem System.


    3. Wir schreiben das Jahr 2037 und Pokémon existiert noch: Wie, denkt ihr, werden sich die Spiele bis dahin verändert haben?
    Ich hoffe darauf, dass sie die 3D-Grafik bis dahin weitgehend optimiert haben, also keine so pixeligen Modelle mit verwaschenen Farben. Und warum haben sie überhaupt Outlines? Sogar Pokédex 3D hat das besser hingekriegt, Leute.
    Selbstverständlich werden es bis dahin nochmal viel mehr Pokémon sein. Vielleicht sogar noch mit dem einen oder anderen neuen Typen. 20 Typen wären ja mal wieder eine schöne Zahl. Wenn sich die Reihe so fortsetzt wie bisher, haben wir in 20 Jahren zwischen 1500 und 2000 Pokémon. Ich lese immer wieder von Leuten, die sich darüber aufregen, da man sich so ja nicht mehr alle schnappen könne. Allerdings ist wohl den wenigsten aufgefallen, dass der Untertitel "Schnapp' sie dir alle!" schon seit der 3. Generation nicht mehr dransteht - auch wenn das Fangen und Ertauschen aller Pokémon nach wie vor eine schöne Herausforderung darstellt. Und soweit ich weiß, gibt es auch viel weniger Pokémon als Digimon oder Yu-Gi-Oh-Monster.

    Gladiantri..107626-81915eb0.png..Reshiram (schillernd)

    „In dir fließt mein Blut, Kind. In dir lodert meine Flamme. Dennoch sei gewarnt, denn du bist nicht Reshiram. Meine Bestimmung ist es, eine Welt der Wirklichkeit zu schaffen. Deine Aufgabe soll eine andere sein, dein Weg von dir selbst gewählt.“

  • Beim Sichten der Bilder der vergangenen Tage kommen ganz leicht Emotionen hoch, nur positive. Mein Leben war unbeschwert und sorgenfrei zu Zeiten, als ich die Gen1 spielte. Und die Spiele waren gut. Spielte sie so oft durch, dass ich vieles bis heute im Gehirn verankert habe. "Du hast ein schönes Fahrrad, her damit" (NPC-Biker-Text wenn man Prismania City verlässt), falsch gemerkte Zitate (im Nachhinein erst aufgefallen) und etwa Plätze unsichtbarer aufsammelbarer Items umfasst das. Besondere Anforderungen hatte ich zu Gen1-Zeiten nicht. Außerdem trägt zur gefühlten Qualität bei, dass andere Grundschüler es mit mir spielen wollten (damals noch per Link-Kabel; Stichwort Spannung) und rückwirkend dass die technischen Möglichkeiten beschränkt waren.


    Mit welcher Generation hat euer persönliches "Abenteuer Pokémon" begonnen?
    Mit Pokemon Rot. Das Gameboy-Spiel fand eine Arbeitskollegin meiner Mutter auf dem Flughafen, wo es jemand verloren hatte. Nachdem die Tochter der Arbeitskollegin (für mich zum Glück) mit dem Spiel nichts anfangen konnte (kA weil das Spiel doof erschien oder keine passende Konsole da war), wurde es weitergereicht an Mutter und von dieser an mich.


    Welche Änderungen im Laufe der Jahre findet ihr gut, welche nicht?
    Die EV-/DV-Einführung bzw. deren gesamtes System ist fantastisch. Weniger gut ist, dass die Story-Komplexität gemünzt auf zähe Dialoge bei Gen7 einen ausartenden Umfang angenommen hat. Der Komplexität allgemein stehe ich neutral gegenüber: Die Macher sind in der Zwickmüle, nach einer neuen Gen eine Spezial-Edition wiederum ohne neue Mons, danach wieder eine neue Gen eben mit Mon-Neuzugängen zu bringen; dieses verdammt sein zur Innovation macht Pokemon immer wieder neu interessant, das Spiel wächst andererseits an, Item-Berge etwa für Verwandlungen (Arceus-Tafeln etc) tun sich auf; bereits Existierendes will man nicht fallen lassen, bin gegen einen sogenannten Reboot.

    Wir schreiben das Jahr 2037 und Pokémon existiert noch: Wie, denkt ihr, werden sich die Spiele bis dahin verändert haben?
    Die Spiele bleiben ihrem Kern treu, Sammeln und Kämpfen sind weiterhin die dominierenden Ziele. Vor allem das Ich-fange-alle-Prinzip ist nahezu unmöglich zu erfüllen. Hier könnten diverse Ingame-Hilfen Abhilfe leisten. Befürchte etwa hierfür oder eher noch für Item-Beschaffung In-App-Käufe (DLCs). Die Konsole wird eine gänzlich andere sein, die zum Einsatz kommt. Zum genannten Jahreszeitpunkt erfährt die 3DS-/2DS-Linie keinen Onlinesupport mehr. Wii-U- und Switch-Spieler haben ebenfalls keine Online-Zugangsmöglichkeit mehr, ein ganz anderes (fortschrittliche(re)s) System dominiert seitens Nintendo. Und Hacker/Cracker haben die Spiele bis dahin längst attackiert, sodass mancher leichte Angst verspürt. Beispielsweise bei Pokemon Bank ließen sich Daten manipulieren, löschen, abgreifen. Die Grafik weist leider keine Pixelraster mehr auf. Nicht nur Gestrige stört das, ich selbst mag die Verpixelungen bei Mon-Darstellungen. Gen5 hat in dieser Facette eine feine Grafik, da sie futuristisch-modern ist/war und zugleich grobe Pixel erinnernd an Gen1 anbietet.

  • Super Nostalgisches Projekt, passend zu den VC Titeln^^.


    Mit welcher Generation hat euer persönliches "Abenteuer Pokémon" begonnen?


    Als ich mit Pokemon Anfing, war dies auf dem Game Boy mit Pokemon Blau. Zur der Zeit gab es noch riesige Disskusionen welche Edition die bessere sei^^ ... somit auch die Grundsatz Disskusion zwischen Turtok und Glurak, und weil Glurak so beliebt war, konnte ich nicht anders und mich für Turtok entscheiden^^. Bisaflor war damals nie Thema, Heute finde ich alle Klasse, da gibt es inzwischen keinen Lieblingsstarter mehr, sie sind alle Top für mich.


    Welche Änderungen im Laufe der Jahre findet ihr gut, welche nicht?


    Ich liebe das wegfallen der VM-Sklaverei. Außerdem das Boxen-System die Grafik Verbesserungen das mehrmalige Verwenden der TM´s und tatsächlich die Mega-Entwicklungen. Allerdings eher den ursprünglichen Gedanken und nicht das Übertreiben davon. I


    Ich hasse den nicht vorhandenen Schwierigkeitsgrad, und das immer abzielen auf neue Spieler. Obwohl ich mehr ältere Spieler kenne, die mit der 1. Gen angefangen haben. Neue Spieler die jetzt mit Zehn spielen, bleiben, meiner Erfahrung nach, nicht am Ball und spiele die Spiele meist gar nicht zu ende. Zudem hasse ich dieses GTS -System, das man da nicht genauer beschreiben und einsehen kann was man ertauscht. Es ist so CHEAT-POKEMON-ÜBERSCHWEMMT. Die neuen Mechaniken wie das weglassen von Arenen und Nationaldex sowie diese Z-Attacken, sind mir auch ein graus. Vieles der ganz neuen Spiele wirkt sehr abgeguckt aus anderen Spielen. Attacken Animationen aus Inazuma Eleven und Rotom-Dex aus Yokai Watch.


    Veränderunen kann ich ja verstehen, aber manches war mir einfach in letzter Zeit zu viel, weswegen ich kurz vor dem Austritt aus den Pokemon Franchise stand. Ich aber auf Grund der mir gefallenen Pokemon weiterhin nicht die Hoffnung aufgab, das Gen 8 vllt. wieder solch einen Effekt auf mich hat wie es damals Gen 4 hatte.



    Wir schreiben das Jahr 2037 und Pokémon existiert noch: Wie, denkt ihr, werden sich die Spiele bis dahin verändert haben?



    Für die Zukunft wünsche ich mir mal wieder eine Edition die auf mehr als eine Region beschränkt ist. Zudem das man die Dinge zusammen bringt, die in der Vergangenheit wirkich gut bei der Fan Gemeinde ankamen und nicht versucht immer und immer wieder neues zu entwickeln. Die Pokemon sollten dann auch schön Detailiert ausschauen, ähnlich wie es Pokemon Tekken bereits vorgibt.
    Aber einen Großen Wunsch sollten sie bis dahin erfüllt haben, bitte GF/Nintendo, denkt auch mal an eure älteren Spieler und erschafft endlich einen auswählbaren Schwierigkeitsgrad für Anfänger und Profis. Das wäre echt mal eine Änderung, die einschlagen würde wie jetzt das weglassen der VM-Sklaverei und den mehrmaligen Gebrauch der TM´s.

    "Nach vielen Diskussionen haben wir entschieden, eine Art neue Richtung einzuschlagen. Für Pokémon Schwert und Pokémon Schild bedeutet das, dass Spieler ihre Pokémon nur dann aus Pokémon HOME übertragen können, wenn sie sich im Galar-Pokédex befinden. Aus diesem Grund waren wir sehr behutsam und haben viel Zeit damit verbracht zu überlegen, welche Pokémon am besten in das Setting des neuen Abenteuers passen." [Junichi Masuda, 11.06.2019]


    R.I.P. Pokemon Vielfalt
    :bigheart: Fan from the 1.Gen.[1999] to the 6.Gen [2015] :crying:

    #PokemonDeservesBetter


  • Hey, Moment mal. Wo ist denn bitte der weibliche Charakter?


    Tja, Pech gehabt liebe Angehörigen des weiblichen Geschlechts (und solche, die lieber Mädchen spielen, soll es ja auch geben). Generation 1 erlaubte es uns noch nicht, mit einem weiblichen Protagonisten zu spielen, das passiert erst in der Spezialedition der zweiten Generation, wo uns mit Kristall zum ersten Mal auch ein weiblicher Avatar zur Verfügung gestellt wird.

    Oh ja, was hab ich damals gehypt, dass ich in Kristall auch als Mädchen spielen konnte. Hab ich nur nicht in jedem Spiel ausgenutzt, zum Beispiel weil Maike (Rubin/Saphir) doof ist oder der Avatar hässlich ist (ja, HG/SS-Lyra, ich meine dich).


    Unser Rivale. Wo sie in den ersten Generationen noch eingebildet oder streitsüchtig waren, wandelten sich die Charaktereigenschaften der Rivalen mit der Zeit eher in Richtung Freunde. Auch blieb es oft nicht bei nur einem Rivalen. Rubin und Saphir gibt uns Maike/Brix und Heiko, X und Y sogar gleich vier Rivalen, gegen die man im Verlauf der Reise immer wieder antritt. In vielen Fällen wird auch der Charakter, den man selbst nicht wählte, automatisch zum Rivalen und erhält seinen Standardnamen. Nur die erste, zweite und vierte Generation ermöglichte es uns, unsere Rivalen zu benennen. Und das hat man gerne mal ausgenutzt…

    Ich find die Friede-Freude-Eierkuchen-Rivalen langweilig :c Vor allem die, die mir so penetrant wie in X/Y auf die Pelle rücken. Dann doch lieber Gary/Blau/Bumskuh und Silber/Arshkuh (hallo, Zeichenbegrenzung).
    Perl und Matisse sind übrigens besonders nervig.


    Oh man. Das wird länger dauern, als ich gehofft hatte. Doch zum Glück können wir uns später im Spiel das Fahrrad besorgen, mit dem wird etwas schneller unterwegs sind.

    Bloß, dass das Fahrrad einen kostbaren Platz im beschränkten Inventar einnimmt und die Schnellwahltaste erst mit Gold/Silber Einzug hält. Trotzdem immerhin besser als nichts und ein bisschen vom Schidlkrötentempo weg.


    Gut, mal abgesehen vom Mew-Glitch, mit dem es möglich war, Mew durch das Ausnutzen eines Fehlers in Pokémon Rot, Blau und Gelb zu fangen und damit den Pokédex zu komplettieren, ohne eines der seltenen per Event verteilten Mew ergattert zu haben.

    Ganz ehrlich? Vor allem bei bereits vergangenen Events hab ich keine Skrupel, per Glitch oder Cheatmodul an die Eventpokemon zu kommen.


    Mit der 4. Generation wurde die Anzahl der im Spiel erhältlichen TMs auf 100 erhöht und in Gegensatz zu Rot und Blau sind diese TMs seit den Spielen der 5. Generation auch unbegrenzt oft einsetzbar.
    [...]
    Doch wir müssen hier vorsichtig sein! Bringen wir einem Pokémon in Rot und Blau eine solche VM-Attacke bei, kann diese nicht verlernt werden. Dafür ist ein Attacken-Verlerner notwendig, der erst seit Gold und Silber eine Institution in den Pokémon-Spielen ist. Diese meist sehr vergessliche Person kann uns aus einem solchen Schlamassel heraushelfen. Gleiches gilt für den beliebten Attacken-Erinnerer, den es erst seit Rubin, Saphir und Smaragd gibt und mit dessen Hilfe wir unseren Pokémon verlernte oder nicht erlernte Attacken beibringen können.

    Früher war alles besser und Nostalgie hin oder her - nervig. Ich vermisse in den alten Spielen tatsächlich so manche Bequemlichkeit späterer Titel.


    Der VM-Sklave war geboren. Meist ein vollkommen unterleveltes Pokémon, das im Kampf absolut unbrauchbar war, aber zumindest Hindernisse aus dem Weg räumen konnte. Treten wir also jetzt für eine Schweigeminute zusammen. In stillem Gedenken an all jene, die einen Platz in unserem Team einnahmen, den wir für ein anderes, stärkeres Pokémon hätten gebrauchen können, bis man sie nicht mehr brauchte, und die jetzt in der Box verstauben, auf ewig…

    Mew, die eierlegende Wollmilchsau.

    Mit welcher Generation hat euer persönliches "Abenteuer Pokémon" begonnen?
    Darf ich mich gegenüber den jüngeren Usern oder Späteinsteigern als Pokemon-Omi bezeichnen? :ugly:
    Ich bin vor ca. 20 Jahren mit Pokemon Rot eingestiegen, als der Hype noch genau so frisch wie Pikachu dick war. Die Nostalgiebrille hab ich bis heute auf und ich wähle immer noch fast immer Glumanda. Seitdem hab ich jede Generation mitgemacht, mal mit mehr, mal mit weniger Elan. Persönliche Highlights waren Kristall, HeartGold/SoulSilver, Schwarz/Weiß sowie X/Y.


    Welche Änderungen im Laufe der Jahre findet ihr gut, welche nicht?
    Vor allem die bereits erwähnte Bequemlichkeit: unendlich großer kategorisierter Beutel, ein verbessertes Boxsystem, Schnellwahltasten für wichtige Items/zumindest das Fahrrad, Du-hast-das-Pokemon-bereits-gefangen-Anzeige, Zucht, unendlich nutzbare TMs und wahrscheinlich noch mehr Zeugs, das mir auf Anhieb nicht einfällt.
    Den Kram von wegen Mega-Pokemon und Z-Attacken können sie sich meinetwegen schenken. Ich nutz es, wenn es sich ergibt, fühlt sich andererseits aber überladen an.
    Schade finde ich, dass das Feature des hinterherlaufenden Pokemon nach HG/SS wieder gestrichen wurde. Froh bin ich, dass sie die zwei Fahrräder aus Rubin/Saphir in die Tonne befördert haben. Macht doch keinen Spaß, je nach Gebiet erstmal zum Fahrradladen stapfen zu müssen.


    Wir schreiben das Jahr 2037 und Pokémon existiert noch: Wie, denkt ihr, werden sich die Spiele bis dahin verändert haben?
    Over 9000 Pokemon. Oder so ähnlich. Ich erwarte irgendwas Episches für #1337, Nintendo.
    Wenn es nach mir ginge, gäbe es endlich einen wählbaren Schwierigkeitsgrad. Ansonsten dürfte Pokemon dem üblichen Fortschritt folgen: bessere Grafik, noch mehr Pokemon, noch mehr Bequemlichkeit und so weiter. Oder die Virtual Reality-Entwicklung macht Riesensprünge und ich werde einfach selbst durch Kanto ziehen.
    Stichwort Kanto: Game Freak darf gerne mal wieder auf alte Regionen zugehen. So, wie man nach Johto noch einmal durch Kanto stapfen durfte.


    Ich glaube, ich werde den Retro-Samstag lieben lernen.

  • Mit welcher Generation hat euer persönliches "Abenteuer Pokémon" begonnen?


    Welche Änderungen im Laufe der Jahre findet ihr gut, welche nicht?


    Wir schreiben das Jahr 2037 und Pokémon existiert noch: Wie, denkt ihr, werden sich die Spiele bis dahin verändert haben?

    Meine ersten Spiele waren Pokemon Schwarz und Weiß. Damals war mein Papa bei GameStop Store Manager und überall standen die Pappaufsteller zu den Spielen. Das hat mich dann neugierig gemacht und dann habe ich mir einen Nintendo DS gewünscht und dann bekommen.
    Mit dem Geschenk war es um mich geschehen, ich wurde sofort Fan.
    Mein Papa hat als Kind ja selbst gespielt und war ganz großer Fan. Er spielte von Rot-Gold alles. Er sammelte auch Fanartikel, sah die Srie, ging ins Kino, aber dann plötzlich hörte er leider auf und will nicht mehr anfangen.


    Schlecht:
    - Sos Kämpfe
    - Massenbegegnungen
    - Keine Einführung ins CPL im Spiel
    - Alola-Formen (unnötig)
    - Megas (unnötig)
    - Zu wenig neue Pokemon
    - Wenig Feuerpokemon
    - Die selbe Geschichte in Gen 3-6
    - Zu viele Legis
    - Zu viele Drachenlegis


    Gut
    - Leichtere Sicht von DVs/EVs
    - Pokemon haben ein Geschlecht
    - 802 Pokemon
    - Viele verschiedene Pokemon
    - EP Punkte beim fangen der Pokemon
    - Neuer EP Teiler
    - Zum Teil finde ich es auch gut, wenn da steht das es Effektiv trifft, denn bei all den Typen habe ich kaum eine Übersicht mehr


    Ich mag vor allem die Vielfertigkeit an Pokemon, die ich einsetzen, sammeln und trainieren kann. Mega/Aloas sind ein paar tolle dabie, aber im Grunde unnötig für mich, mir sind da ganz neue Pokemon lieber.



    Ich mache mir keine Gedanken um die Zukunft, ich lass mich überraschen.

  • Knapp 20 Jahre ist es jetzt her, dass ich zu Pokémon und überhaupt RPGs fand. Vorher kannte ich nur Lufia 2 auf dem SNES und daher waren die Kenntnisse über das Genre noch so hoch wie die vielen Mechaniken, die einem in Pokémon entgegen geworfen wurden. Zig Monster, zu viel zu tun und keine Ahnung haben, wo man eigentlich als nächstes hin muss. Dass genau diese Suche nach dem Abenteuer erst viel später interessant wurde, daran hätte ich gar nicht gedacht. Gold und Silber zeigen mir aktuell wieder, wie klassisch und einfach sich die Spiele anfühlen, auch wenn die Tiefe abseits der Pokémon noch fehlte.


    Und heute bin ich froh, zu Pokémon nicht den Bezug verloren zu haben, als es zu Zeiten von Rubin und Saphir etwas an öffentlicher Präsenz schwächelte. Ich hab sogar das Gefühl, dass die Reihe stärker denn je ist und langsam auch in eine Richtung geht, die es eben nicht nur als das Monstersammelspiel darstellt, das es schon immer war, in der auch auf andere Dinge wie Charakterentwicklung Wert gelegt wird. Der stark lineare Ablauf müsste da noch durchbrochen werden, aber das kann sich noch legen.

    Man darf also gespannt sein, und wer weiß, in einigen Jahren lässt sich die Welt der Pokémon vielleicht kaum noch von unserer unterscheiden.

    Nah, ich glaube nicht, dass Pokémon in eine realistische Richtung geht. Dafür sind die Designs auch gar nicht ausgelegt und ich denke mal, dass etwas in Richtung Pokkén Tournament oder die bisherige Cel-Shade-Grafik um einiges realisierbarer ist.

    Immer diese Kinder mit ihren neuartigen Kampfsystemen! Damals war immerhin eh alles besser!

    Cranky Kong lässt grüßen.

    Nur bekommen wir von diesem kein Metallstückchen mehr, sondern nur einen Stempel für den Trainerpass. Müssen die sparen?

    Vielleicht sind sie ja drauf gekommen, dass die Orden schneller schmutzig werden als so ein Pass. Hat Gen 4 ja gut gezeigt.

    bitte GF/Nintendo, denkt auch mal an eure älteren Spieler und erschafft endlich einen auswählbaren Schwierigkeitsgrad für Anfänger und Profis.

    Ein auswählberer Schwierigkeitsgrad in einem RPG ist halt immer so eine Sache und die Lösung aus SW2 mit den höheren Leveln ist mit ein bisschen Grinding auch nicht wirklich gut. Anstatt den Schwierigkeitsgrad auswählen zu können, sollte einfach die KI intelligenter agieren oder vielleicht auch mal ein Pokémon austauschen, wenn es sich ergibt. So hat jeder dieselbe Herausforderung, sich mit dem Spiel auseinanderzusetzen und mit zunehmendem Spielverlauf wird man auch weiter gefordert (was ja nur gut ist).

    Perl und Matisse sind übrigens besonders nervig.

    Die haben auch keine richtigen Ziele, weswegen sie durch die Region ziehen und gegen dich kämpfen.

  • Die Diskussionsansätze dieser Woche:


    • Mit welcher Generation hat euer persönliches "Abenteuer Pokémon" begonnen?
    • Welche Änderungen im Laufe der Jahre findet ihr gut, welche nicht?
    • Wir schreiben das Jahr 2037 und Pokémon existiert noch: Wie, denkt ihr, werden sich die Spiele bis dahin verändert haben?

    1.



    Bei mir begann es mit Rot, Blau und kurze Zeit später mit Gelb und danach sofort Silber. Bin also direkt mit den Anfängen von Pokémon aufgewachsen und hab den damaligen Hype von der Pike auf miterlebt! :pika:



    2.



    Pro


    • Bequemlichkeit wurde verbessert. War auch nötig.
    • Boxensystem wurde deutlich verbessert. Dieses gespeichere vorm Boxwechsel damals, war furchtbar nervig. :tired:
    • Sämtliche Grafik wurde verschönert, wie im Artikel bereits erwähnt wurde.
    • Ein paar der neuen Kampfvarianten, sowohl mit Wildpokémon, als auch mit Trainern, sind sehr interessant. Schade das es diese damals nicht schon gab.
    • Drahtlos Tauschen und Kämpfen zu können ohne Linkkabel ist 'ne prima Sache! Dennoch hat es weiterhin 'nen nostalgischen Style, wenn man die Möglichkeit hat noch den Kabel verwenden zu können bei alten Systemen. :thumbup:
    • Das Wegfallen von VM-Sklaven ist sehr gut!



    Kontra


    • Zu viele Pokémon! Vorallem zu viele lieblos hingeklatschte und abkopierte Pokémon von früheren Generationen! Ab Generation 5 deutlich zu erkennen! Bis Generation 4 hatten sie noch zum großen Teil schöne Ideen. Danach einfach nicht mehr.
    • Alolapokémon sind überflüssig! Wenn dann hätte man schon vorher mit sowas anfangen müssen. Und vorallem warum haben nur Kantopokémon Alolaformen und nicht die Pokémon der anderen Generationen? Wurde einfach schlecht durchdacht das ganze!
    • Megapokémon sind, wie ein Vorposter schon sagte, vollkommen unnötig! Damit werden die meisten Pokémon nur verschandelt durch irgendwelche zum großteil hässliche, zu sehr gewollte aber nicht gekonnte, Überviecher! :thumbdown:
    • Z-Attacken. Sind ebenso unnötig. Und wenn dann hätte man damit ebenfalls früher beginnen sollen!
    • Zu viele Legis! Auch das erwähnte bereits ein Vorposter. Man hätte sich auf eine handvoll Legis beschränken sollen!
    • Einprogrammierte Eventpokémon an die man als Normalo nicht rankommen kann! Was soll der Mist? :wtf:
    • Typ Fee an sich plus die Stärke gegenüber Drachenpokémon. Welcher vekorkste Japse hat sich gedacht, das das toll und sinnvoll sei? Es ist beides absolut grotesk und lächerlich hoch Zehn! (P.S.: Hab nichts gegen Japaner, bevor einer das denkt.)
    • Viel zu überladene Spiele! Damit mein ich den ganzen Plunder den die alles zusätzlich mit reinschmeißen, aber kein Aas braucht.
    • Die Einführung vom Zuchtsystem war und ist immernoch Mist! Man muss schon jemand mit zu viel Zeit und ohne Hobbies sein um gefallen daran zu finden stunden- und tagelang vorm Handheld zu sitzen um Pokémoneier auszubrüten! :P / Außerdem zerstört es auch das Competetive Spiel, weil man als Normalo somit keine Chancen hat. Von mir aus können Hobbyzüchter die Kampfzonen unsicher machen und sich dort austoben, aber im normalen Spiel fänd ich es besser, wenn die ausgeschlossen würden! Was aber eeh nie geschehen wird, eher verschlimmert sich das alles noch viel weiter...
    • Unverhältnismäßige Ligakämpfe. Erst alle um Level 40 und dann plötzlich ohne Ankündigung alle um Level 65. Macht keinen Sinn und stört nur den Spielfluss extrem! Bei Arenakämpfen ist das nicht so, weil man da explizite Andeutungen auf die Verstärkung bekommt.
    • Pikachus Sprite wurde über die Jahre immer unansehnlicher. Die kleine mollige niedliche Elektromaus war einfach um längen hübscher als diese komische Karnickelmutation die jetzt rumläuft! :D  
    • Der Sinn der TMs wurde mit der Zeit komplett verfehlt in dem man sie dauereinsetzbar gemacht hat, wie es sonst nur bei VMs der Fall war, was auch vollkommen genügte. Warscheinlich wurde dieser Schritt getan, weil so viele deswegen rumgeheult haben. :yeah:
    • Verstümmelte Version von Pokémon Snap bei Alola. Warum machen die so einen Quatsch, anstatt eine richtige Neuauflage von Pokémon Snap zu bringen? Warscheinlich um die Fans ruhig zu schalten, die danach am lautesten schreien. Nach dem Motto: "So hier habt ihr was ihr wolltet und nun seid still ihr nervenden Gören! :wasp: "


    Fazit: Über die die Jahre wurde immer mehr verschlimmbessert als wirklich verbessert. Dazu noch völlig absurde Innovationen a la Megapokémon, Alolapokémon und Z-Attacken. Pokémon kann man heutzutage nicht mehr wirklich als klassisches 'Pokémon' bezeichnen! Es ist viel mehr ein überdrehter und überladener Abklatsch davon! :dos:


    P.S.: Sachen die ich vergessen hab, werd ich später eventuell noch ergänzen. ^.^



    3.


    Pokémon wird eskalieren! Man sieht doch jetzt schon wie krass überladen die Spiele mit allem möglichen Müll geworden sind! Wie wird das erst sein, wenn es auf die Switch übergeht, wo mehr Speicher vorhanden ist? Im Grunde genommen hat Pokémon schon längst seinen Zenit überschritten! Alles was jetzt noch kommt hat mit Originalität nichts mehr zu tun! Seit Schwarz und Weiß sieht man mehr als deutlich das es nur noch zu einer einfallslosen Geldpressmaschinerie verkommen ist. Das ist leider sehr schade! :(




    So und zuletzt noch ein paar Statements zu ein paar Beiträgen die bereits gepostet wurden:

    Oder anders ausgedrückt: Die unglaublich hässlichen Sprites, die in den meisten Fällen so aussehen, als hätte sie ein dreijähriges Kind in Paint gemalt. Etwas gebessert hat sich das dann natürlich in Gelb, aber so einige Sprites sind da wiederum missglückt, obwohl sie vorher einigermaßen passabel waren. Onix

    Naja so hässlich waren die Sprites nun auch wieder nicht und deine Paintbemerkung war auch überflüssig. Außerdem lassen sich in nahezu jeder Generation hässliche Pokémon und Charaktere vorfinden. Aber letztlich ist alles Geschmackssache, das ist mal klar! ;)



    Eine Entwicklung, die ich sehr begrüße. Ich versteh nicht, warum selbstverliebte Trottel bei Pokémon-Fans so sehr geschätzt werden. Allerdings ...

    Kann ich dir sagen, denn gerade bei solchen Typen hat man doch den Reiz denen zeigen zu wollen wo's langgeht, was dann effektiv Spaß macht und Spannung aufbaut! Bei freundschaftlichen Rivalen fehlt dieser Reiz dagegen gänzlich, was sie meist sehr langweilig und unscheinbar macht!



    [...]dieses verdammt sein zur Innovation macht Pokemon immer wieder neu interessant, das Spiel wächst andererseits an, Item-Berge etwa für Verwandlungen (Arceus-Tafeln etc) tun sich auf; bereits Existierendes will man nicht fallen lassen, bin gegen einen sogenannten Reboot.

    Und genau das ist das Problem was Pokémon extrem überladen werden lässt und auch schon ist. Dadurch verliert es den Reiz, da auch die 'tollen Neuerungen' meist gar nicht so toll sind wie sie erst scheinen. Interessant machen diese 'Neuerungen' Pokémon nur noch in einer Sache: Wie absurd kann und wird Pokémon noch werden im Laufe der Zeit? 8|




    Neue Spieler die jetzt mit Zehn spielen, bleiben, meiner Erfahrung nach, nicht am Ball und spiele die Spiele meist gar nicht zu ende.

    Und warum machen die das? Ganz einfach: Die sind komplett überfordert! Ist ja auch kein Wunder bei dem ganzen Mist der heutzutage drauf ist! Da wissen die doch nicht, wo sie anfangen und aufhören sollen. Außerdem gibt es viele Dinge die beim Durchspielen so sehr stören, das der Reiz an Pokémon deswegen schnell verloren geht!


    Wie heißt es so schön: Weniger ist manchmal mehr!



    Schade finde ich, dass das Feature des hinterherlaufenden Pokemon nach HG/SS wieder gestrichen wurde.

    Fand ich auch! Erst haben die so groß angegeben damit und danach haben die es direkt wieder fallen gelassen! Aber passt halt typisch zur Pokémonentwicklung. Die können nie etwas komplett durchziehen! :patsch:



    [...]bitte GF/Nintendo, denkt auch mal an eure älteren Spieler [...]

    Werden die eeh nicht machen und wenn dann kommt nur so ein halbgarer Quark wie Pokémon GO dabei raus. :flinch:

  • Ja und Ja. Die ersten Editionen, die bei uns im europäischen Raum erschienen, also Rot und Blau, hatten keine Farben. Das komplette Spiel war aufgrund der Hardware in schwarz-weiß und das änderte sich auch erst mit Erscheinen des GameBoy Colors, der zumindest ein paar Farben in die Welt brachte.

    Nope, das änderte sich auch schon zuvor mit einem SuperGameBoy, wenn an diesen für den SNES hatte. Da waren auch schon ein paar Farben zu sehen und das war damals toll^^


    Nun zu der Farbe:
    Ich bin nicht so der Retro Fan das ich sagen würde: "Farbe? Brauche ich nicht!" Ich spiele daher auch eigentlich nur Pokemon ab Gen.3 also GBA, weil ich finde es mit Farbe einfach schöner und man kann und hat auch mehr zum bestaunen.


    Was die Designs der Pokemon angeht: Ich finde schon das einige damals echt seltsam aussahen, besonders Krüppel Mew, oder Mewtwo. Aber manche sahen auch besser aus. So hatten einige noch etwas mehr Charme. Nun sehen sie alle aus, wie im Anime und das ist ehr...naja, vertraut aber langweilig.
    Was Pikachu angeht, es war auch im Anime damals ganz schön fett XD Auch auf den Karten. Heutzutage ist es dünner, aber manchmal auch zu dünn, ich mag es mehr, wenn es so etwas dazwischen ist.



    Tja, Pech gehabt liebe Angehörigen des weiblichen Geschlechts

    Damals war mir das noch egal, aber heutzutage möchte ich nicht mehr darauf verzwichten^^
    Deswegen ja, ich bin froh das man sich aussuchen kann ob Boy oder Girl, weil der Junge eben nicht immer gut aussieht, meiner Meinung nach.



    Nur die erste, zweite und vierte Generation ermöglichte es uns, unsere Rivalen zu benennen.

    Ich gebe es zu, ich vermisse das. Man kann sich selber ja auch bennen, wieso dann nicht auch den Rivalen?
    Und was mir nebnbei mal einfällt, wieso gab es bis jetzt noch nie einen einzigen Rivalen den wir hatten als Weib? So eine richtige Zicke? Oder noch besser, man kann sich aussuchen ob man einen männlichen oder weiblichen Rivalen haben möchte.


    Um es einfach mal auf den Punkt zu bringen: Ich bin froh das wir einen besseren Beutel haben, in dem wir auch mehr Items tragen können.
    Ich bin froh das die Box heutzutage automatisch wechselt, wenn sie voll ist.
    Ich bin froh das wir heutzutage sehen können, welches Pokemon wir schon gefangen haben und auch das die EXP angezeigt wird (auch wenn das schon bei Gen.2 der Fall war.)
    Der Tag und Nachtwechsel, oder auch die Jahreszeiten, die finde ich toll. (Aber macht es heutzutage noch einen Unterschied ob man Morgens oder abends Pokemon fängt?)
    Und auch alles anderes, was Gen.1 noch nicht gut gemacht hat bzw. konnte, bin ich froh das wir es nicht mehr zu ertragen haben.
    Zumal ich Kanto auch recht langweilig finde.
    Die vielen Gerüchte zu Kanto und die vielen Bugs, sind aber damals und auch heute noch teilweise, schon ganz nett und lustig gewesen^^



    Mit welcher Generation hat euer persönliches "Abenteuer Pokémon" begonnen?

    Mit der ersten: Kurz: blau (wollte aber rot, war aber ausverkauft, also gab es die erst ein halbes Jahr später XD)


    Frage zwei steht ja schon oben.

    Wir schreiben das Jahr 2037 und Pokémon existiert noch: Wie, denkt ihr, werden sich die Spiele bis dahin verändert haben?

    Ich habe keine Ahnung, kommt ja auch auf die Konsole/Handheld drauf an.
    Ich denke, es wird 50% neu sen und 50% das selbe wie immer.
    Und mehr Evoli Evos. sollte es dann auch wieder geben^^


    20 Jahre und ich spiele am liebsten die Edi. die kaum jemand mag: Pokemon weiss^^



    Und soweit ich weiß, gibt es auch viel weniger Pokémon als Digimon oder Yu-Gi-Oh-Monster.

    Bis jetzt gibt es ca. 1500 Digimon so grob. Also ja, noch bei weitem mehr.