Warrior Cats - Das Tal der vier Krallen

  • Oh nein..., dachte Wirbelpfote, als das Kätzchen in die Tiefe stürzte. Auf diese Distanz würde es nutzlos sein, einen Auffangversuch zu machen, selbst wenn sie es rechtzeitig geschafft hätte, beim Jungen anzukommen, würde der Kraftstoss, der aus einem solch schnellen Sprung quer durchs Lager resultieren würde, dem Jungen nur noch mehr Probleme machen. Deshalb trottete Wirbelpfote auch nur in mässigem Tempo zur Jungkatze, während diese auf den Boden zuraste. Der Aufprall sah schmerzhaft aus - seitwärts auf eine Schieferplatte, durch einen missglückten Drehversuch wurde der Schwanz des Jungen schräg abstehend zwischen ihm und dem Boden eingeklemmt. Es blieb regungslos liegen, nur ein schwaches Zucken der Ohren als die Heiler-Schülerin sich näherte verriet, dass es noch bei Bewusstsein war.
    Die rostfarbene Katze stubste das Junge behutsam mit der Nase an um es von seinem Schwanz hinunterzurollen. Der Körper schien so weit sie sah nicht allzu schwer verletzt sein, ein paar Schrammen hier und da, nichts das gefährlich wäre. Der Schwanz jedoch war in einem unnatürlichen Winkel abgeknickt, was ein weitaus grösseres Problem war. Insbesondere Falkenclan-Katzen brauchten ihre Schwänze um in den Baumkronen das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Ein geknickter Schwanz konnte die Kletterfähigkeiten stark beeinträchtigen.
    Dies würde sie nicht mit Spinnweben richten können.
    Hoffentlich war der Heilerbau noch brauchbar.
    Das Kätzchen vorsichtig am Nacken packend machte Wirbelpfote sich dorthin auf, sorgsam ihren Passagier nicht allzu vielen Erschütterungen auszusetzen, während sie den herumliegenden Ästen auswich. Die Schlehdornhecke, die den Eingang des Heilerbaus verengt hatte war von einem Felsblock weggerissen worden, das Innere des Baus war auch nicht viel besser anzusehen. Steine hatten die Heilkräuter über den Boden zerstreut und in der Ecke lag der steif werdende Körper von Harzkralle, einer Ältesten, die heute morgen schmerzlindernde Umschläge für ihre ächzenden Schultern verlangt hatte. Nun würde sie sich nie mehr beklagen.
    Wirbelpfote schob den Gedanken entschlossen beiseite und konzentrierte sich auf das Junge. Die Schrammen waren leicht zu behandeln, sie hatte mehr als genug Spinnweben. Die Heiler-Schülerin musste auf Mohnsamen verzichten, die schwarzen Körnchen waren längst in den Spalten zwischen den Steinen verschwunden. Rauchjunges (es war Rauchjunges, oder? Es und Staubjunges sahen für Wirbelpfote fast gleich aus...) Schwanz war schwieriger, da Wirbelpfote noch nicht gelernt hatte, wie man schient. Sie beschloss, erst einmal einfach etwas Ginster zu zerkauen und auf den Schwanz aufzutragen - hoffentlich war ihre Mentorin gesund genug um später den Rest noch nachzuholen.
    Sie hatte getan was sie konnte. Jetzt blieb nur noch etwas übrig.
    "Rauchjunges? Kannst du mich hören? Wenn du nicht sprechen können solltest, versuch zu blinzeln, damit ich sehen kann, dass du bei Bewusstsein bist."

  • Nach kurzer Zeit begann Mondblume zu husten. Sie spuckte Wasser und Schlamm aus. Sie öffnete die Augen und fröstelte. "K..Kalt..." Stammelte die orangefarbene Kätzin. Dann wanderte ihr Blick zum hellgrauen Kater, der damit beschäftigt war sie trocken zu lecken. Ein warmes Gefühl der Hoffnung und Dankbarkeit durchfloss ihr Herz bei dem Gedanken, dass dieser fremde Kater ihr geholfen hat. Die Heilerin dankte dem Sternenclan dafür. Sie könnte nicht riechen welchem Clan der Kater angehörte. Ihre Nase, der ganze Rachen und Mund waren noch voller Schlamm. Das einzige was Mondblume schmeckte und roch war der brackige Schlamm des Flusses, der sie fast zu ihren Ahnen geschickt hätte. Erneut hustete sie, dann spuckte sie noch etwas Schlamm aus. Anschließend drehte sie sich auf den Bauch und sah zu ihrem Lebensretter. "Du.. Hast mir das... Leben gerettet... nicht wahr? Ich... danke dir!" Sagte sie an den hellen Kater gewandt.




    An der Grenze zwischen Schrottclan und Falkenclan:


    Ein Ast Knackte zwischen den Bäumen. Und noch einer. Und noch einer...
    Ein knurrendes Fluchen ertönte. "Naah diese Büsche! Ständig verheddert man sich darin! Ich bin voller Kletten! Ich bin zu alt für sowas!"
    An einem Dornenbusch am Waldrand hing ein alter Kater. Sein Fell war Dunkelkgrau und so buschig, dass die meisten Gletscherclan Krieger neben ihm wie schlanke Rehe aussahen. Die Nase des alten Katers war platt, so als wäre er mit voller Wucht gegen eine Mauer gelaufen. Darüber rankten sich so manche Geschichten. Sein Blick war grimmig, genau wie seine Stimmung. Dies war Asphaltgesicht, ein Ältester des Schrottclans. Er hatte sich in einem Dornenbusch verheddert und versuchte sich los zu reißen.




    OT:
    @Feuerdrache Das mit den Schneemassen ist okey^^
    Du hörst das Fluchen von Asphaltgesicht in deiner Nähe.
    Die Schreibfarbe von Asphaltgesicht wird aber nochmal geändert, da es zu sehr an Wirbelpfote erinnert.


    Edit: Die Farbe wurde geändert auf #B40431.
    Es wird immer wieder vorkommen, dass manche Farben aussehen wie andere, das liegt unter anderem an der dünnen Schrift.
    In Bold siehts aber auch nicht so toll aus, daher schlag ich vor, dass wir alles jetzt lassen wies ist :)  

  • Sandpfote


    Die Kätzin hörte dem Kater schweigend zu und nickte langsam. "Mein Name ist Sandpfote und ich denke du hast recht. Ich bin weiter oben von irgendwas in dem Fluss geworfen worden. Ich war...." Der Blick der Kätzin war während ihrer Worte in Richtung des Berges gewandert und erschrocken zog sie die Luft, mitten im Satz abbrechend, ein. "Der Berg... flüsterte die Kätzin ungläubig. "Wo ist den nur der Berg hin?" stammelte die Kätzin "Ich war doch eben noch selbst da oben...bei den Menschen...wollte herausfinden was sie da vorhaben....für meinen Vater und Rostkralle...das ergibt doch keinen Sinn!" Ihr Blick wanderte wieder zu Wolkenfell "Wie kann ein Berg einfach verschwinden?" fragte sie diesen, als würde er die Antworten kennen. Dann schloss die Kätzin die Augen, tief durchatmend und versuchte sich zu beruhigen. "Ich denke du hast recht!" widerholte sie "Lass uns den Fluss folgen!" Mit diesen Worten würde sie sich langsam in Richtung des Ahnenbaumes bewegen und hoffte dabei das sie tatsächlich in die richtige Richtung unterwegs waren. Unterwegs warf sie Wolkenfell einen kurzen Seitenblick zu und musterte ihn. "Du gehörst zum Gletscherclan, oder?" Ihr eigenes Fell war immer noch vor Schock gestreubt, so dass sie etwas wie Tannenzapfen anmutete...


    Rauchjunges


    Rauchjunges gab ein klägliches Maunzen von sich. "Mein Schwanz tut weh!" jammerte die Kätzin als die Stimme von Wirbelpfote an ihre Ohren drang. Sie versuchte sich etwas aufzurichten und einen Blick auf ihren Schwanz zu erhaschen und erschrak. "Wieso ist mein Schwanz so geknickt. Wird das so bleiben? Jetzt werden sie mich bestimmt Krummschweif nennen, wenn ich Kriegerin bin. Ich will so nicht heißen!" Rauchjunges warf Wirbelpfote einen flehenden Blick zu, dass diese ihre Schweif wieder richten würde und sie hatte ihre Frage zwar nicht beantwortet, doch scheinbar schien es ihr zumindest nicht allzu schlecht zu gehen. "Wo ist mein Bruder und wo sind meine Eltern?" fragte Rauchjunges plötzlich und sich umsehend. Danach versuchte die Kätzin unsicher auf die Beine zu kommen...

  • Matschpfote war gerade an der Grenze zwischen dem Revier des Falkenclans und dem des Schrottclans angekommen, als er ein paar Meter zur Seite zunächst einmal ein paar Äste knacken und dann eine Stimme sprechen hörte: „Naah diese Büsche! Ständig verheddert man sich darin! Ich bin voller Kletten! Ich bin zu alt für sowas!


    Aber war das nicht die Stimme von Asphaltgesicht? Um sich zu vergewissern, ob er es hier wirklich mit einem Ältesten seines Clans zu tun hatte, ging der fünfundzwanzig Monate alte Kater mit dem hellen Fell in die Richtung, aus der er die Stimme gehört hatte - und wie er schon bald erkennen konnte, hatte sich tatsächlich einer der Ältesten genau hier am Rande des Clanterritoriums in einem Dornenbusch verheddert.
    Warte, ich helfe dir“, rief Matschpfote diesem zu und begann, die Zweige des Gewächses auseinander zu biegen. Aufgrund der Dornen war das zwar nicht unbedingt angenehm, aber wenn ein Clankamerad in seiner Nähe Hilfe braucht, konnte er ihm diese doch nicht so einfach verweigern. „Reicht das schon, damit du dich befreien kannst oder hängst du an irgend einer bestimmten Stelle fest?“, fragte er. Nach kurzem Zögern fügte er noch hinzu: „Um mögliche Dornen und Kletten in deinem Fell kümmere ich mich, sobald du nicht mehr in dem Busch fest hängst.

  • Wirbelpfote hatte gewusst, dass diese Frage kommen würde, trotzdem war es jedes mal aufs neue schwer einer Katze mitzuteilen, dass ihre Angehörigen jetzt mit dem Sternenclan jagen würden. Und Rauchjunges war noch sehr klein... dieses Gespräch würde schwer werden.
    "Himmelslicht war an der grossen Versammlung, ich weiss nicht, wo er ist. Staubjunges ist vermutlich irgendwo verschüttet wenn er nicht bei dir war, ich habe ihn nicht gesehen. Deine Mutter Brandschweif jedoch... ist... dort drüben. Ich sollte dir das vermutlich nicht zeigen, aber früher oder später würdest du es sowieso sehen."
    Langsam drehte die Heiler-Schülerin das Junge nach rechts, sodass der unter einen umgefallenen Baum zerquetschte Körper dessen Mutter für es sichtbar war.
    "Es tut mir leid, Rauchjunges. Brauchst du kurz Zeit für dich?"


    OT: Nun ja, WC ist nicht WC ohne graphische Tode. Ich hab mal nicht allzu genau beschrieben wie die platte Brandschweif aussieht um die Ratinggrenze nicht zu verletzen, aber es soll kein schöner Anblick sein. Armes Rauchjunges. Wirbelpfote denkt, Rauchjunges wird in nächster Zeit viele solche Dinge sehen, also versucht sie die Kleine vorzubereiten - aber ihre Methoden lassen etwas zu wünschen übrig.

  • An der Grenze zwischen Schrottclan und Falkenclan:


    "Matschpfote? Matschpfote! Du lebst!" Entgegnete der asphaltgraue Kater voller ungläubiger Freude, als der Schüler in sein Sichtfeld trat. Es war nicht schwer den Ältesten von den Dornen zu befreien, er hing nur an einem Zweig, doch sein buschiges Fell mit den dünnen Haaren schien Kletten, Dornen, Tannennadeln und den halben Waldboden magisch anzuziehen. Nachdem er befreit wurde berichtete Asphaltgesicht: "Oh Matschpfote, ich dachte ich wäre der einzige Überlebende unseres Clans! Das Lager! Alles ist von Schnee und großen Felsen überrollt worden! Alle sind tot! Nagelpelz, Fluxschweif... Selbst Seidenherz und ihre Jungen! Die armen Jungen!" Während er das alles berichtete wurde die Stimme des Ältesten immer wehklagender und heiserer. Er holte nicht einmal Luft. In den Augen des sonst so zynischen und gefassten Ältesten trat pures entsetzen, vor allem als er die Jungen erwähnte, seine Enkel, die er so sehr liebte.

  • "Endlich bist du wach, ich habe mir schon angefangen Sorgen zu machen" Blizzardpfote hörte auf die Kätzin trocken zu lecken und setzte sich auf und betrachtete die fremde Katze. Zuvor hatte er in der Eile nämlich nicht darauf geachtet, wen er eigentlich gerettet hat. Blizzardpfote kam zum Entschluss. dass er diese Katze noch nie zuvor gesehen hat, auch der Geruch der Katze verriet nicht fiel. " Also ich muss, dann mal los, meine Freunde suchen. Hoffe du kommst nun ohne mich zurecht, da du ja wach bist". Und so ließ Blizzardpfote die Junge Katze zurück und schritt voran. Die Fremde Katze machte ihm Hoffnung, dass seine Gefährten überlebt haben könnten und so lief er entschlossen weiter den Fluss hinauf.
    Nach einer halben Stunde kam er aus dem Wald heraus und erblickte vor sich die Berge und somit sein zuhause. " Puh, was für ein anstrengender Tag und noch immer keine Spur von meinen Kameraden und auch sonst keine Katze weit und breit. Ich kann hier doch nicht der einzige überlebende seien, nein ich muss weitersuchen". Am besten schaue ich bei unserem Lager vorbei, vielleicht ist ja da jemand" Doch plötzlich raschelte es in dem Gebüsch hinter Blizzardpfote und er sprang erschrocken zurück, denn da kam jemand auf ihn zu.


    OT: Wer kommt jetzt bloß aus dem Gebüsch? Das kann jemand von euch seien, falls ihr euch mit Blzzardpfote treffen wollt, ansonsten lasse ich mir etwas anderes einfallen

  • Nachdem Asphaltgesicht aus dem Dornenbusch befreit war, ging Matschpfote dazu über, das Fell des Ältesten von den vielen Kletten, Dornen und allem, was sich sonst noch in den Haaren verfangen hatte zu befreien. Währenddessen begann der alte Kater zu erzählen, dass das Lager von Schnee und großen Felsen überrollt worden war. Mit den Worten „Alle sind tot! Nagelpelz, Fluxschweif... Selbst Seidenherz und ihre Jungen! Die armen Jungen!“ klagte der asphaltgraue Kater schließlich über den Verlust seiner Enkel und aller anderen Clankatzen.


    Dieser Bericht bestürzte den 25 Monde alten Schüler zutiefst. Auch wenn er selbst von den Schneemassen mitgerissen worden war, war er insgeheim doch irgendwie davon ausgegangen, dass es das Lager womöglich zwar schwer erwischt hatte, aber dass dieses zumindest nicht komplett zerstört worden war.
    Es tut mir Leid, von dem Tot unserer Kameraden zu hören“, sagte er schließlich. „Ich war unterwegs auf einer Patrouille, und die Schneemassen haben mich mitgerissen und bis in das Revier des Falkenclans mit genommen“, ging er nun erst einmal darauf ein, warum er überlebt hatte. „Die anderen Mitglieder der Patrouille ...“, fügte er noch hinzu, aber dann brach er ab. Nein, er wollte jetzt nicht daran erinnert werden, dass er nicht wusste, was aus Drahtpfote und den beiden Kriegern geworden war. Er schwieg einen Moment und wechselte dann das Thema: „Ich nehme an, du bist auch von den Schneemassen erfasst und mitgeschleift worden? Vielleicht ist es ja außer uns beiden noch anderen unserer Clankameraden so ergangen?

  • Die Katze Wolkenfell gegenüber stellte sich ihm als Sandpfote vor und erzählte ihm, dass sie von irgendwas in den Fluss geworfen wurde. Bei diesen Worten blickte sie zum Berg und sog die Luft ein. Auch der junge Krieger blickte nun zu dem ihm so vertrauten Berg, und er erstarrte. Er hatte den Berg bisher noch nicht gesehen, und das, was sich ihm jetzt darbot, war erschreckender, als er es sich vorstellen konnte: Er konnte keinen Berg mehr sehen. Wenn der Berg nicht mehr war, wie sollte der Clan das überlebt haben? Unwillkürlich senkte er den Kopf, er wollte diesen Anblick nicht mehr sehen. Er wollte nicht weiter darüber nachdenken, zwang sich, aus seiner Trance aufzuwachen. Er fragte sich, wie viel von dem restlichen Gespräch er schon verpasst hatte. Sie gab ihm gerade recht und wollte nun auch dem Fluss folgen. Während sie liefen, musterte sie ihn und schlussfolgerte schließlich, dass er aus dem GletscherClan stammen musste. „Ja, das hast du richtig erkannt. Der Berg war meine Heimat... Egal, ich muss mich jetzt auf das Wesentliche konzentrieren, das Trauern muss ich auf später verschieben...”, und um davon abzulenken, fragte er: „Und aus welchem Clan stammst du? Lass mich raten: FalkenClan?”.

    Edit: Fehler korrigiert.

  • Bei Mondblume:
    Die Heilerin machte den Mund auf um noch etwas zu sagen, doch der junge Kater war bereits verschwunden. Wohin war er unterwegs? Zum Lager des Gletscherclans? Der komplette Berg war doch weg und damit auch das Lager. Die Katzen des Gletscherclans mussten also - so sie noch lebten - irgendwo im Tal verstreut sein. War er vielleicht einer der Krieger, die vom Lager in das Tal gespült worden und überlebten? Nein, dann wäre er ganz sicher verletzt. So etwas übersteht niemand unverletzt. Dann fiel ihr ein, dass sie diesen jungen Kater doch bei der Großen Versammlung gesehen hatte, oder? Er war in Richtung Ahnenbaum unterwegs. Hatte er die selbe Idee wie Mondblume und wollte sehen ob jemand am Ahnenbaum ist? Aber warum hat er sie denn nicht einfach mitgenommen? Die Heilerin wurde aus dem jungen Kater einfach nicht schlau. Allmählich ging es ihr besser. Sie stand auf und humpelte weiter in die Richtung, in der der Kater verschwunden war.



    Bei Matschphote und Asphaltgesicht:


    Als der Schüler Asphaltgesicht nach seinen Erlebnissen während der Katastrophe fragte, wendete er etwas peinlich berührt den Blick ab. "Nun... nein, mitgerissen wurde ich nicht... Ich war gade auf dem Schmutzplatz und habe mein Geschäft verrichtet... Da sah ich die Schneemassen auf mich zukommen und sprang schnell unter einen Haufen toter Monster. Die Schneemassen rissen die obersten Monster weg, aber das unterste, in dem ich mich versteckt hatte, wurde nicht weg gespült... Und als ich mich wieder nach draußen grub, rief ich um mich, doch niemand antwortete. Zum Glück waren nicht mehr viele im Lager, doch alle die dort waren sind tot. Der Bau der Ältesten ist in sich zusammen gefallen und all das Metall hat die Ältesten zerquetscht, eines der Monster, die weggespült worden, fiel genau auf den Bau der Schüler. Der Bau der Krieger wurde vom Geröll mitgerissen. Nur eine Spur aus Blut, Fell und Geröll blieb zurück. Und die Kinderstube wurde von einem riesigen Stein aus der Mauer zerstört. Überall riecht es nach Blut und Tod. Und es... " Er Machte hier eine kurze Pause und seine Augen hatten sich extrem geweitet. "Da... la-lag eine Pfote... und ein Schwanz... und anderes.... ohne den Rest!" Der Älteste sah Matschpfote in die Augen und pures Entsetzen war darin zu sehen. Dann schloss er die Augen und nahm einen tiefen Atemzug. Als er sie wieder öffnete sagte er etwas gefasster. "Nein Matschpfote... geh nicht dort hin, dort sind nur noch Tod und Elend zuhause, aber der Schrottclan nicht mehr! Ich bin auf dem Weg zum Ahnenbaum um zu sehen ob dort jemand überlebt hat. Kommst du mit? Du kannst mich alten Stiefel doch nicht allein lassen! Wer soll mich befreien wenn ich wieder festhänge?"

  • Rauchjunges


    "Verschüttet?" wiederholte das Katzenbaby verwirrt, die sich der Bedeutung dieser Worte nicht zu 100 Prozent klar war. Sie wusste das dies was ernstes war, aber nicht wie ernst genau oder warum überhaupt. "Aber er wird sich doch davon erholen und wieder gesund werden? Welche Kräuter brauchst du? Ich helfe dir auch suchen!" sprach Rauchjunges weiter und starrte die Heilerschülerin mit großen Augen an. Das Himmelslicht bei der großen Versammlung war, dies stimmte die Katze schon mal sehr erleichtert. Heimlich hatte sie den Schülern gelauscht als diese sich über die Versammlung einmal unterhalten hatten und für Rauchjunges klang es als wäre dieser Ort noch ewig weit weg. So weit, dass ihrem Vater dort gar nichts passiert sein konnte. Dann sprach Wirbelpfote von ihrer Mutter und Rauchjunge ließ sich von ihr in die richtige Richtung drehen. "Mama! Da bist du ja!" sprach die Kätzin erfreut und rannte auf den Leichnam ihrer Mutter zu, nicht realisierend was sie erwarten würde. "Mama...Mama...hörst du nicht...du kannst doch jetzt nicht schla..." Dann jedoch brach von einem Moment zum anderen Rauchjunges Stimme und wie erstarrt war die Kätzin stehen geblieben. Mit schockgeweiteten Augen starrte sie auf den rosanen Schnee und das was von Brandschweif noch übrig geblieben war. "Mama?" miaute die Kätzin und ein Wimmern lag in ihrer Stimme. Dann löste sich ihrer Starre und sie überwand die restliche Entfernung. "Mama...Mama...nein...Mama...du darfst nicht Tod sein...bitte Mama, wach wieder auf...du schläfst doch nur oder....es ist doch nur ein böser Traum...oh Mama...." wimmerte Rauchjunges, die den Tod ihrer Mutter nicht wahr haben wollte und immer wieder stubste sie dabei den bereits steifgefrorenen Körper ihrer Mutter an. Die weißen Tabsen nach kurzer Zeit rosa gefärbt. So ging es eine ganze Weile weiter und die Frage der jungen Heilerschülerin schien Rauchjunges gar nicht mehr wahrgenommen zu haben. Zumindest beachtete sie diese nicht mehr, aber vielleicht war auch dies eine Antwort. Dann plötzlich legte die Kätzin den Kopf in den Nacken und stieß ein langgezogenes und trauriges Jaulen aus. Danach trabte sie mit hängenden Schwanz und hängendem Kopf zu Wirbelpfote. "Kannst du mich zu meinem Vater bringen? Vielleicht finden wir dort ja auch Staubjunges. Vielleicht ist er gar nicht verschüttet worden und wir finden ihn nur deswegen nicht weil er sich heimlich aus dem Lager geschlichen hat um Vater zur Versammlung zu folgen. Er hat damit geprallt das er dies jeder Zeit tun könnte." sprach Rauchjunges und versuchte sich einzureden, dass Staubjunges wohlauf bei ihrem Vater wäre....


    Sandpfote


    "Ja!" stimmte die Schülerin tonlos zu als Wolkenfell davon sprach das sie die Trauer auf später verschieben müssten. Sie hatte zwar von dem Ausmaß der Zerstörung in ihrem Lager nichts mitbekommen, doch bereits hier sah sie genug um sich ausmalen zu können das es in ihrem Lager verherrend aussehen musste. Schließlich lag ihr Lager viel höher als dieser Ort hier und hätte somit mehr Zerstörungswucht abbekommen als der tiefer gelegene Wald und die Zerstörung war schon ziemlich schlimm. Die Kätzin erschauderte bei diesen Gedanken und zwang sich mit aller Kraft nicht mehr an ihr Lager zu denken und konzentrierte sich daher wieder auf das Gespräch mit Wolkenfell, während sie neben diesem herlief. Als er mutmaßte das sie aus dem Falkenclan stammte blickte sie ihn für einen Moment überrascht an. "Nein, ich bin zwar ein paar mal hiergewesen und habe mir den Wald angesehen, aber zu Hause bin ich hier nicht und um ehrlich zu sein bin ich auch sehr froh darüber. Hier ist alles viel zu eng und dunkel und ständig bleibt man überall hängen. Naja zumindest war es früher so..." sprach Sandpfote und gab dabei freimütig zu, dass sie die Grenzen überquert hatte um sich ein fremdes Gebiet etwas näher anzusehen. So wie sie sprach war sie sich auch keiner Schuld bewusst. Schließlich hatte sie nichts schlimmes getan und auch die Beute die im Wald lief hatte sie nicht angerührt. "Ich gehören zum besten Clan der Welt, dem Schrottclan und Silberstern ist mein Vater!" sprach die Kätzin und ihre Stimme war dabei voller Stolz...

  • Asphaltgesicht antwortete auf Matschpfotes Frage, dass er nicht mitgerissen worden war, sondern dass er die Schnee- und Eismassen rechtzeitig gesehen und sich dann in einem der toten Monster versteckt hatte. Was er anschließend von den Auswirkungen der Schneemassen berichtete, klang gar nicht gut. Kurz zusammen gefasst, war der Schrottplatz komplett zerstört worden, und alle anderen Katzen, die sich zu der Zeit im Lager befunden hatten, waren wohl tot. Nachdem er sich voller Entsetzen an die Leichenteile erinnert hatte, die er in dem bisherigen Zuhause gesehen hatte, fügte er noch hinzu: „Nein Matschpfote... geh nicht dort hin, dort sind nur noch Tod und Elend zuhause, aber der Schrottclan nicht mehr! Ich bin auf dem Weg zum Ahnenbaum um zu sehen ob dort jemand überlebt hat. Kommst du mit? Du kannst mich alten Stiefel doch nicht allein lassen! Wer soll mich befreien wenn ich wieder festhänge?


    Kurz überlegte der fünfundzwanzig Monde alte Schüler, ob vielleicht die ein oder andere Klankatze doch überlebt haben könnte, indem sie - genau wie er - von den Schneemassen mitgerissen worden war. Aber nein, Matschpfote hatte extremes Glück gehabt, dass die Schneemassen nicht kurz, bevor sie ihn erreicht hatten, irgendwelche Monster oder ähnliches mitgenommen hatten und dass es auf seinem unfreiwilligen Weg durch den Zweibeinerort keine nennenswerten Hindernisse gegeben hatte. Wenn die Schneemassen hingegen tatsächlich die obersten Monster mitgenommen hatten, würden die Clankatzen im Lager entweder von diesen erschlagen oder durch die Schneemassen gegen irgendeine Mauer gedrückt oder gegen ein anderes Hindernis gepresst worden sein. Immerhin waren die meisten Clankameraden bei der großen Versammlung gewesen - und vielleicht hatten die ja das Glück gehabt, dass die Schneemassen am Versammlungsort vorbei gelaufen waren.
    Ich denke, es ist eine gute Idee, erst einmal zum Ahnenbaum zu gehen“, antwortete er deshalb. „Dann werden wir sehen, ob wir uns nur ein neues Lager oder gleich einen komplett neuen Clan suchen müssen.“ Er schwieg einen Moment und fügte dann murmelnd noch hinzu: „Wobei ich keine große Lust habe, Silberstern zu berichten, dass ich bei meiner zweiten Patrouille versagt habe.“ Tatsächlich hatte er nicht nur Sandpfote nicht gefunden, sondern auch noch seine Patrouillenmitglieder verloren. Konnten sie im Schutze des Zweibeinernest überlebt haben oder waren sie von den Trümmern davon erschlagen worden? Kurz entschlossen wandte er sich wieder an Asphaltgesicht: „Hast du zufälligerweise darauf geachtet, was mit den Zweibeinernestern in der Nähe unseres Lagers passiert ist?

  • Wolkenfell erfuhr, dass er falsch lag mit seiner Annahme, Sandpfote gehöre zum FalkenClan. Jedoch schien sie schon öfters im Gebiet dieses Clans gewesen zu sein, zumindest ihrer Aussage nach. Nachdem sie sich über die schlechten Bedingungen in diesem Wald beschwert hatte, verkündete sie voller Stolz, dass sie zum SchrottClan gehöre, und das Silberstern ihr Vater wäre. SchrottClan also. Das wäre meine zweite Wahl gewesen. Und der Anführer ist ihr Vater? Das ist eine Überraschung, dachte sich der Krieger. Jedoch musste er ihr zustimmen: Er hatte den Berg sowie dessen Schnee viel lieber als diesen Wald. „Ich glaube, da muss ich dir widersprechen. Der GletscherClan ist definitiv der beste aller Clans..., hielt Wolkenfell dagegen, unterstützt von einem amüsierten Zucken seiner Ohren.

  • Destiny Moon

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