Sunakis Storys präsentiert eine Digimongeschichte - Die Schlacht im Erdreich

  • Willkommen. Nach langer Zeit gibt es wieder etwas von mir. Diesmal einen Oneshot aus dem Digimonuniversum.
    Als Oneshot braucht man keine großen Vorkenntnisse. Es hilft aber dennoch, wenn man ein paar Digimon kennt und vielleicht auch ein paar Staffeln gesehen hat.
    Für die, die ihr Wissen nochmal auffrischen wollen, hätte ich in dem Link unten noch ein kleines Lexikon, dass die Themen im Kapitel erklärt.
    Ich denke aber man kann sich auch so seinen Teil dazu denken.


    Es ist jetzt 1 Jahr seit beginn des Krieges. Ich selbst wurde vor drei Monaten rekrutiert.
    Ich war gerade dabei ein paar Versuche mit Lehm zu machen, da kam ein neuer Auftrag rein. Es half nichts, ich schwang mich auf meinen Partner und segelte los.
    Mein Name? Daiki Masato ein Tamer der nach dem Angriff der 7 great Demonlords auserwählt wurde. Damals wurden sehr viele Tamer auserwählt. Unsere Aufgabe ist es die Digimon zu schützen und den Krieg zu beenden. Mein Partner ist stolz und stark und meine Freunde sind es auch. Aber ich habe Angst.
    Alles begann damit, dass eine Gruppe von Digimon die sich die big Death-Stars nannten, eine Armee aufbauen und damit versuchten sich ein eigenen Territorium zu erkämpfen. Sie suchten sich für ihren Angriff dummerweise das Randgebiet zwischen dem Territorium der Olympus XII und dem der Demonlords aus. das führte natürlich dazu, dass sie Gegenwehr von gleich zwei Seiten bekamen, was dazu führte, dass ihr Aufstand innerhalb weniger Wochen zurückgeschlagen wurde.
    Das hat eine Kettenreaktion ausgelöst. Die waren gezwungen sich zu wehren und nutzten diese Gelegenheit als Ausrede, um ihr Territorium zu erweitern und weitere Gebiete zu besetzen, die durch die ungenaue Grenze nicht klar definiert wurde.
    Natürlich wehrten sich die Olympus XII deren Reiche betroffen waren und auch der Wächter des Grenzlandes, Ancient Sphinxmon war auf ihrer Seite und ergriff Partei für sie. so begann der Krieg und wie jeder große Krieg mischten sich immer mehr Parteien ein, bis es keinen sicheren Platz mehr auf der Welt gab. und da kommen wir ins Spiel.
    Ich fliege gerade auf meinem etwas schweigsamen Partner durch die weiten Canyons auf der Suche nach jemanden.
    Das ist das Gebiet dem ich zugeteilt wurde. Das Reich der Erde ist ein friedlicher Ort.
    Jemand wie ich der nach etwas schönen als Inspiration sucht, wird sich hier wie im Schlaraffenland fühlen.
    Riesige Wüsten, weite Bergspitzen wie in den Anden und rote Canyons im Abendlicht. Ich habe übrigens fest vor eines der Dörfer im Abendrot zu malen. Ich liebe es Arkadimon meine Bilder zu zeigen. Auch wenn es immer nur mit Gigigi, antwortet.
    Sie müssen ihm wohl gefallen, sonnst antwortet es nämlich überhauptnicht.
    Das Gute an dieser Gegend ist, dass sie schwer zugänglich ist. Das heißt es gibt wenig Einsätze und wenn dann meistens im Grenzgebiet. Dadurch gibt es auch wenig Einwohner die es zu beschützen gilt. Nun, aber wenig ist nicht nichts.


    Nach einigen Minuten erspähe ich ein Lager. Der Feind, oder die Person die ich suche?
    Lange lila Haare und bleich, das ist sie! Ich lande.
    "Hey Uki, Truppenbewegungen in Richtung des Gotsumondorfs. Ancient Volcamon sagt wir sind dafür zuständig."
    Sie schaut mich halb verschlafen an und fragt, "Das Große, oder das Kleine?" und kaut dabei nebensächlich auf einem Weizenstängel herum. Das ist meine Partnerin, Kyoryu Uki. Was man auch von ihr halten mag, sie hat ihr inneres Kind behalten.
    Ihr fragt besser nicht nach, was ich damit meine. Aber um ganz ehrlich zu sein, wegen einer bestimmten Sache habe ich sehr viel Respekt vor ihr.
    "Das Kleine." Sie lässt ein Stöhnen heraus und greift nach ihrem Xros Loader und ihrem Rucksack.
    "Erscheint, Pteranomon und Diatrymon! Pteranomon, flieg voraus und berichte mir von den Gegnern, ich reite auf Diatrymon hinterher."
    Diatrymon ist ein grünes Urvogeldigimon und Pteranomon ist ein Hybrid aus einem Flugsaurier und einem Kampfjet.
    Pteramon schaut sich verwirrt um und fragt vorsichtig, "Ging es nicht schneller wenn du aufsteigst?" Fängt sich aber einen trotzigen Blick ein.
    "Ich habe keine Ahnung von ihrer Luftabwehr, deswegen riskiere ich nicht, dass ich zur Zielscheibe werde."
    Pteranomon nickt ein paar mal und fliegt geschwind davon. Das habe ich vorhin gemeint.
    Für eine Zwölfjährige ist sie ziemlich gut wenn es um Taktik geht und sie handelt vorausschauend.
    "Was ist mit dir, wartest du auf etwas, oder soll ich dich extra darum bitten". Ich muss gestehen, dass ich etwas in Gedanken versunken war. Ich antworte ihr während sie aufsteigt.
    Das ist das Problem mit ihr. Sie ist eben doch nur zwölf und sie ist zu ehrgeizig, wenn es nach mir geht.
    Ich verstehe aber auch nicht warum man gerade uns in dieses Ödland geschickt hat. So schön es auch ist, es gibt einfach nichts hier, das sich zu erobern lohnen würde. Ich blicke mich um zu meinem Partner und sage auf gehts. Seine Flügel spannen sich und es geht aufwärts.
    Mit einem Partner wie Arkadimon müsste ich eigentlich an der Frontlinie stehen. Seine Kraft mag zwar so groß sein, dass es sich manchmal nicht bewegt, wenn ich ihm etwas zurufe, aber mit dem D-Ark Digivice das sich in meinem Besitz befindet, kann ich es noch mit Karten weiter Aufpowern und wenn es sich endlich mal bewegt ist der Kampf sehr schnell zu Ende.
    Uki hat keinen so starken Partner wie ich, dafür hat sie eine große Anzahl Dinosaurierdigimon in ihrem Xros Loader gespeichert und führt ihre kleine Armee gut an. Jedes Digivice verfügt über ganz eigene Funktionen. Ihres kann Digimon speichern und in Form einer Art Fusion miteinander ausrüsten. Meines hingegen funktioniert mit Karten, mit denen ich die Kräfte meines Digimons verstärke, oder ihm neue Fähigkeiten verleihen kann.
    Ich frage mich manchmal, könnte es sein, dass man etwas hierher gebracht hat, das bewacht werden soll?
    Nein, dann hätte man uns doch informiert.


    Das Gotsumondorf liegt nicht weit entfernt von hier. Es liegt in einer ziemlich unzugänglichen Stelle, auf dem Gipfel einer Erhebung. Truppen haben es schwer, an diesem Ort zu kämpfen, weil sie sich nur schwer versammeln können. Deswegen kommen immer nur kleine Tagteams hier her. Unser General hat vorsorglich noch ein paar Golemon in der Nähe aufgestellt, damit wirklich nichts passiert.
    Das Dorf ist also eigentlich sicher. Aber ich sorge mich trotzdem ein bisschen. Die Einwohner sind keine guten Kämpfer und können sich vermutlich nicht wehren, wenn eine feindliche Patrouille zu ihnen vorstößt.
    Während ich mir alle möglichen Gedanken mache, folgen meine Augen dem Diatrymon sorgfältig. Es springt von Stein zu Stein, wie ein Gamsbock und hält sogar gut schritt mit mir, obwohl ich auf Arkadimons Rücken sitze und fliege.
    Kurz darauf komme ich auf dem Plateau an, wo die Gotsumon leben. Es ist ein breites Plateau, auf dem mehrere Iglus aus Sand errichtet wurden. Die Einwohner hatten den Angriff kommen sehen und sich vorsorglich in ihre Häuser zurückgezogen.
    Ich sehe sofort wie heikel die Lage ist. Die Golemonpatrouille ist verschwunden und die Soldaten sind schon so weit vorgerückt, dass Kollateralschäden bevorstehen. Nach dem was ich aus der Luft aus erkennen kann handelt es sich um die Die D-Brigade, also Barbamon Armee. Der Demonlord der Gier hat vor allem Digimon der Commandramonlinie in seiner Armee und seine Luftunterstützung besteht vor allem aus der Funbeemon Linie und Blade Kuwagamon. Wenn jetzt eine Schlacht ausbricht wird das Dorf definitiv Schaden nehmen!
    Warte mal, was habe ich gerade gesagt? Ich wische mir den Schweiß von der Stirn.
    Ich muss mich nicht einmal umsehen, um es zu wissen. Ich bin umzingelt; Von mehren Waspmon und zwei Cannonbeemon.
    Anstatt Uki Honig ums Maul zu schmieren, hätte ich ihr besser zuhören sollen.
    Ich beginne auf meinem Daumen herumzukauen. Wenn ich richtig vermute, bin ich in einer richtig beschissenen Situation.
    Ich schaue genau hin. Ja, genau wie ich mir dachte. Sie greifen nicht an, solange ich still stehe. Denn sie wissen, wenn sie jetzt feuern, könnten sie mich vielleicht erwischen und es gäbe einen Tamer weniger. Vielleicht aber auch nicht und dann würde Arkadimon in den Kampf eingreifen können.
    Sie spekulieren darauf, dass ich das Risiko nicht grundlos eingehen werden. Haha, ich bin ein echt feiges Schwein.
    Ich könnte einen Durchbruch riskieren, für das Dorf und würde vielleicht nicht getroffen werden, aber ich traue mich nicht.
    Und das wissen sie! Das wissen sie! Clevere kleine Bastarde.
    Haha, ich bin ein echter Feigling, lasse sie hier im Stich und warte, während sie an der Frontlinie kämpft.
    Mein Gesicht ist sicher kreidebleich, aber das liegt nicht so sehr an mir, ehrlich nicht.
    Ich habe Angst, dass Uki einen Fehler macht.


    Aber bisher macht sie es gut. Sie ruft Ankylomon, um nicht ins Sperrfeuer zu geraten. Es ist nur ein Adult, aber seine Verteidigung soll ähnlich beeindruckend sein wie die des Bio Stegomons aus Belphemons Armee. Sieht aus, als würde sie in die Offensive gehen.
    "Reload, Spinomon!" Eine gutes Manöver, besonders wenn man Leute schützen muss. Zuerst das Gelände sichern und dann den Gegner am Vorrücken hindern. Ein großes Licht manifestiert sich zwischen ihr und den Truppen.
    Ein riesiger Spinosaurus mit mehren Schwertern auf dem Rücken, der die erste Schwadron nachrückenden Commandramon mit einem einzigen Schwanzstreich beiseite fegt. So ist Spinomon, ihr ältester Partner.
    Eine Gruppe Commandramon an der Frontlinie lässt sich nicht einschüchtern und schraubt Bajonette auf ihre Gewehre.
    Und unter dem Geschützfeuer ihrer Kameraden springen sie auf den Rücken der großen Echse und rammen ihre Stichwaffen in seine Schuppenpanzerung. Für meine Partnerin ist das nichts weiter als eine fröhliche Aufwärmrunde.
    Ich denke fast, ich weiß was sie vor hat und es hat auch mit aufwärmen zu tun.
    "Spinomon, Volcdramon, DigiXros!" ruft sie. Sie hebt ihren Xros Loader und rüstet ihr Spinomon mit den Daten eines ihrer eingespeicherten Digimon aus.
    Pteranomon als Kundschafter, Diatrymon als Reittier, Ankylomon als Schutzwall und Spinomon als ihre Hauptangriffskraft.
    Und durch Volcdramons Daten, wird Xros Up Spinomons Haut zu Lava und somit kann man es nicht mehr physisch angegriffen werden.
    Die Commandramon die sich immer noch auf seinem Rücken befinden verbrennen wie Mücken an einer Laterne.
    Das ist, was ich gemeint habe, sie nutzt die Stärken ihrer Partner auf kreative Weise aus.
    Wenn ihr Spinomon in diese Form wechselt, zieht es zwei seiner Schwerter als zusätzliche Waffen aus seinem Körper.
    "Groawww, das ist mein Revier. Ihr gehört nicht hier her, verschwindet!" Spinomon macht einen Satz nach vorn und rammt seine zwei Schwerter in den Rumpf zweier Tankdramon und verwundet willkührlich ein paar Troopmon und Sealsdramon, die im Weg standen.
    Ja, wird sind klar im Vorteil. Wenn das so weitergeht, muss sie keinen Gebrauch von Ornithmon machen.
    Ornithmon verfügt über große Kraft, aber manchmal frage ich mich, ob es wirklich auf unserer Seite ist.
    Wie es sich nun wirklich verhalten mag, eins ist gewiss, wenn sie Ornithmon freilässt, wird es um sich schlagen, bis alle Gegner in seiner Nähe tot sind. Selbst auf kosten des Dorfes.


    Ich sehe es an ihrem Gesicht, sie genießt den Kampf. Gut gut, mach weiter so. Verliere ja nicht deine Vorteil.
    Sie startet den nächsten Angriff, mit Spinomons verbesserter Signaturattacke, der Red Prominenz, einem Feuerball, der im Nu einen Großteil der Luftunterstützung auslöscht. Es ist inspirierend sie in ihrem Element zu sehen. Irgendwann werde ich Geschichten über sie und unsere gemeinsamen Abenteuer schreiben. Das war mein erster Gedanke als ich sie das erste Mal kämpfen sah.
    Ein mildes Lächeln huscht über mein Gesicht, als ich mich daran erinnere und die Leidenschaft die ich in ihr spüre jagt mit einen freudigen Schauer über den Rücken. Doch etwas in meinen Augenwinkeln wischt das Lächeln aus meinem Gesicht. Was ist das?
    Eine Gruppe von Waspmon befördert einen großen Container aus Metall über den Rand des Felsens. Das kann nichts gutes bedeuten.
    Ich sehe wie sich eine Tür öffnet und Dampf austritt. Ich versuche genauer hinzusehen, aber ich sehe nichts genaues. Nur das sich irgendwas im Inneren bewegt. Plötzlich steigt etwas aus. Etwas was an Kabeln angeschlossen ist.
    Als die Kabel von seinem Körper abreißen erkenne ich, was es ist. Das ist nicht gut, das ist wirklich nicht gut.
    Scheiße wenn sie ihn herschicken, brauchen wir Arkadimon. Aber wenn ich da runter fliege, werden die auf mich schießen.
    Aber wenn nicht, wird Uki besiegt.
    Oder ruft Ornithmon.
    Verdammt! Warum habe ich nicht aufgepasst und bin hier her geflogen?!
    Warum bin ich nicht in Bodennähe geblieben, oder zu Fuß gegangen?
    Ich kann das nicht, ich kann da einfach nicht runtergehen. Verzeiht mir, Gotsumon.


    Das da unten ist nicht irgendwer, das ist Darkdramon! Man sagt es ist die Geheimwaffe der D-Brigade.
    Ein Ultimate Level Digimon von dem es heißt, es gäbe nichts auf der Welt, dass seine Lanze nicht zu durchdringen vermöge.
    "Hörst du nicht, du gehörst nicht hin, verschwinde aus meinem Revier!" Spinomon wirkt selbstsicher, doch es weiß nicht, worauf es sich einlässt. Und Uki schaut auch nur zu und macht nichts.
    Ihr Partner speit eine Feuerkugel auf den blauen Cyborgdrachen, der eine Kugel aus Antimaterie erzeugt und damit die Flammen neutralisiert. Spinomon nutzt die Deckung der beiden großen Attacken und macht einen weiten Satz vorwärts, um ihn mit seinen Schwertern in Stücke zu schneiden. Aber Darkdramon sieht den Angriff kommen, wehrt ihn mit seiner Lanze ab und zerschlägt die beiden Schwerter mit einer Bewegung seiner Gigastick Lance.
    Nun zeigt sich Darkdramons ganzes Können. Er nutzt das Momentum seines eigenen Angriffs ausnutzt, um für einen Windhauch zu sorgen, der stark genug ist, um Spinomon für einen Augenblick straucheln zu lassen. Die Luftunterstützung nutzt durch ein kurzes Handzeichen Darkdramons vorgewarnt, den Moment und feuert mit einer einzigen großen Salve ihr ganzes Arsenal auf den unglücklichen Saurier. Sein ganzer Unterleib wird von Explosionen übersät und schließlich geht sogar Ukis Partner zu Boden.
    Der Rauch tausend Feuer verbirgt vorerst seine Wunden, doch als er sich lichtet, entblößt er den geschundenen Leib am Boden.
    "Spinomon, das kann nicht sein! Wir müssen kämpfen! Hörst du mich", ruft das Mädchen verzweifelt. "Spinomon!"


    Darkdramon blickt kurz zurück um sich zu vergewissern und wendet sich dann mir zu. Wenn es wirklich kämpfen will, könnten wir es sicher schlagen. Arkadimon müsste das selbst ohne seinen Tamer schaffen können. Ich bereite mich darauf vor, Arkadimon etwas zu befehlen.
    Doch die Konfrontation bleibt aus. Spinomon bäumt seinen geschundenen Körper noch ein letztes Mal auf und schmettert Darkdramon mit einem Schwanzhieb gegen die nächste Wand. Die drei übrigen Tankdramon sahen das als Signal für den Gegenangriff und feuerten ein Sperrfeuer auf den Armen Kerl, der sich auf die Seite dreht, sich ein paar mal im Stehen windet und dann von Darkdramons Rache, in Form eines Laserstrahls niedergestreckt wird. Seine Fusion löst sich auf und Spinomons Childform bleibt verwundet am Boden liegen, während das andere Digimon im Xros Loader verschwindet.
    Spinomon verliert seine Kraft und transformiert sich zurück in seine Childform. Das andere Digimon zieht sich automatisch in den Xros Loader zurück. Es dauert nicht lang, da ruft sie auch ihn zurück. Im inneren kann es sich wieder regenerieren.
    "Du wirst den Tag bereuen, an dem Du gewagt hast, Hand an meinen wertvollen Freund zu legen", zischt zwischen ihren Zähnen hervor.
    Meine Hände sind eiskalt. Das ist schlecht, Uki ist nun richtig angepisst und wenn nicht gleich was geschieht begeht sie eine riesige Dummheit.
    In meiner Eile bemerke ich nicht, dass Darkdramon immer wieder zu mir hoch blickt und nun sogar dabei ist noch einmal zu mir zu fliegen.
    Im Moment interessiert mich aber nur das Dorf.
    Ich schreie noch, dass ich runter käme, doch zu spät. Uki hebt ihr Digivice und ruft es.
    Ornithmon.


    Der Schrei eines großen Vogels hallt wie ein Weckruf in unseren Ohren. Ein Tankdramon macht sofort einen Versuch, es festzuhalten, doch es windet sich und schlägt wie wird mit den Flügeln, bis der Gegner es nicht mehr halten kann. Verwirrt und böse schwingt es sich auf die Seite und feuert einen Energiestrahl ab, der das Tankdramon und das Cannonbeemon darüber zu Asche verbrennt.
    die verbleibenden Truppen stürzen sich auf das Tier und versuchen es mit Bajonetten, Sperrfeuer und Handgranaten zu bändigen, doch es wirft seinen nackten Körper gegen die Frontlinie, feuert mehrfach seinen Energiestrahl ziellos gegen die Landschaft und zerreißt mit bloßen Krallen alles in seiner unmittelbaren Nähe. Antkylomon wird den Abhang hinuntergeworfen und Darkdramon wird von einem Energiestrahl getroffen und geht zu Boden, bevor er eingreifen kann. Innerhalb von Sekunden ist das ganze Dorf ein Trümmerfeld. Irgendwo stammelt Uki, sie hätte das nicht gewollt, doch ich kann mich jetzt nicht um sie kümmern. Meine Wächter sind geflohen und die Bodentruppen sind komplett determiniert. Das ist meine Chance einzugreifen.
    Ich befehle Arkadimon mich abzusetzen und Ornithmon festzuhalten. Mein Partner folgt ohne zu zögern und packt den großen Vogel.
    Ornithmon windet sich wie wild in seinem Griff, doch es kann sich nicht dagegen wehren und das gibt Uki die Zeit es zurückzurufen.
    Ein paar Sekunden lang atmen wir schwer und starren uns einfach nur an. Dann als wir langsam wieder zur Besinnung kommen, verpasse ich ihr eine schallende Ohrfeige. Ich gebe ihr nicht ernst die Gelegenheit etwas zu sagen, das für sich spricht.
    Dann zeige ich auf das Dorf, sie soll sehen was sie angerichtet hat. Ornithmon hat es dem Erdboden gleichgemacht.
    Sie weicht meinem Blickt aus und murmelt, "Zumindest bin ich kein Feigling." Für einem Moment verliere ich die Beherrschung und Packe sie unsanft am Kragen, doch dann besinne ich mich und lasse sie los. Ich nehme ein paar Schritte Abstand.
    Das traurige ist, sie hatte nicht unrecht.
    Ich hätte es riskieren können, aber ich hatte Angst.
    War es falsch, sich auf sie zu verlassen?
    Wenn ich so viel älter bin als sie?
    Keiner von uns hat sich heute mit Ruhm bekleckert. Ich sage zu Arkadimon, dass es gute Arbeit geleistet hat und das ich ihm dankbar bin für seine Hilfe und fange dann an mit ihm zusammen nach Überlebenden zu suchen. Uki macht sich derweil auf den Weg nach Unten, um nach Ankylomon zu schauen.
    Ich hebe ein Trümmerstück hoch und denke mir, "Zumindest kann man von hier aus ein herrliches Abendrot bewundern".


    Weit entfernt am Randgebiet der Erdzone kehrt Darkdramon vom Dienst zurück. Es ist müde und enttäuscht.
    Es hatte den Befehl die Dörfer nach etwas bestimmten abzusuchen. Das tausendjährige Siegel, dass ein uraltes Monster unterdrückt hält. Barbamon nutzt die D-Brigade aus und nun will er dieses Monster ausnutzen, um damit den Krieg zu seinen Gunsten zu drehen. Eine alte Prophezeiung eins Engels sagte voraus, dass die Welt unterginge, sollte das Siegel jemals brechen.
    Darkdramon mag kein großer Wohltäter sein, aber seine erste Priorität gilt dem Wohle seiner Armee.
    Barbamon ist ihm deshalb schon lange ein Dorn im Auge. Seit er das Kommando übernommen hat, stieg ihre Todesrate drastisch, selbst für die Verhältnisse die im Krieg herrschen. Das wäre noch zu tolerieren, aber wenn die Legende stimmt, spielt Barbamon mit Kräften, die selbst ein Demonlord nicht gewachsen sein könnte.
    Er muss die Unabhängigkeit der D-Brigade erreichen! Doch er allein ist zu schwach, um einen Coup d´`etat erfolgreich durchzuführen.
    Er muss also weiter vorgeben danach zu suchen, bis er mit den Tamer ein Bündnis schließen kann. Wenn Barbamon fallen würde wäre alles ganz einfach. Aber bis dahin darf keiner seiner Soldaten etwas mitkriegen.
    Es muss gelingen und zwar bald.

  • Hallo Sunaki (:


    Ich werd mich jetzt an einem kleinen Kommentar zu deiner Geschichte hier versuchen. Zu Beginn: ich hab so gar keine Ahnung von Digimon, werd das also weniger im Blick des Fandoms sehen. Find aber den Titel recht spannend und wollt dir einfach mal meine Gedanken mitteilen.
    Im ersten Absatz sind mir schon einige Fehler aufgefallen. Zahlen, die nicht ausgeschrieben waren -- Zahlen bis zwölf schreibt man ja nicht als Ziffer --, paar kleine Wortwiederholungen und ein paar zu lange Sätze. Du wirst natürlich auch etwas mit spezifischen Begriffen um dich, aber das ist okay. Immerhin schreibst du aus der Ich-Perspektive von einem Tamer, der weiß natürlich wovon er spricht. Trotzdem hätte ich es schön gefunden zu erfahren, wer eigentlich sein Partner ist. Der Abriss der Geschichte, wie es zu dem Krieg kam, war kurz, hat die Problematik aber gleich dargestellt. Zweifrontenkrieg ist ja nicht besonders praktisch und natürlich mischt sich dann auch noch jeder ein. Keine guten Voraussetzungen, um dieses Chaos zu lösen ...
    Ah, jetzt kommt noch ein weiterer Charakter dazu: Uki. Du hast sie zwar nur kurz charakterisiert, aber man merkt schon ihre Willensstärke. Oh und jetzt wird auch der Partner des Ich-Erzählers ein wenig beschrieben! Jedenfalls nennst du den Namen des Digimon, womit ich als Nichtkenner natürlich nichts anfangen kann. Interessant fand ich den Unterschied der Digivice -- ich hätte nie angenommen, dass es überhaupt einen gibt! Die Zweifel von Daiki, warum sie überhaupt hier sind kann ich nachvollziehen. Irgendwie ist da gerade nicht viel los, aber die beiden Tamer sind auch nicht "schwach" -- jedenfalls würde ich sie nicht so einschätzen. Warum also sind sie hier und nicht an einem anderen Ort?
    Du meinst sicherlich, wie ein Gamsbock, oder?
    Die Iglu aus Sand, die den Bewohner des Dorfes als Häuser dienen fand ich ein nettes Detail. Auch die ganzen Digimonnamen der Feinde klangen ziemlich ... öhm, stark. Es müssen sich also um ernstzunehmende Gegner handeln. Warum das Dorf auf einem ungeschützt ist, ist natürlich die Frage. Wenn schon eine Einheit dort zum Schutz da ist, dann wundert es ja umso mehr, wo sie jetzt sind.
    Was ich nicht ganz verstanden hab, war, dass Daiki davon sprach, er habe Uki "Honig ums Maul geschmiert". Was komisch ist, weil ich das in dem vorherigen Abschnitt gar nicht so empfunden hatte, dass er ihr bewusst geschmeichelt hätte. Das bedeutet die Redewendung nämlich gemeinhin. War also etwas verwirrend.
    Die Lage sieht für Daiki wirklich nicht gut aus -- umzingelt von Gegnern, aber Moment ... fliegen die jetzt oder nicht? Und warum sollten sie gerade nicht schießen, wenn er ein Tamer ist. Also, da kam ich leider nicht ganz mit, wie die Lage nun ist. ^^"
    Die ersten Kampfbeschreibungen und noch dazu sieht man Uki in Aktion! Wie sie ihr Digivice eingesetzt hat, war wirklich kreativ. Ich merk schon, bei Digimon ist einiges möglich. Aber das macht wohl einige von ihnen auch schwerer einzuschätzen, wie Daiki ja erzählt.
    Die Gegner wollen das Blatt also mit einer Geheimwaffe wenden -- und das ist nicht gut! Armes Spinomon, sein Gegner ist wirklich in einer anderen Liga, aber es ist beeindruckend, wie es nicht aufgibt und trotzdem noch einen Treffer landen kann. Die Unachtsamkeit des Gegners wurde hier gut genutzt. Du hast Daiki hier in eine einerseits schlechte, andererseits für den Leser doch gute Situation gebracht. Er ist hier gezwungen zuzuschauen und kann deshalb das Geschehene selbst nicht beeinflussen. Er ist dadurch natürlich sehr passiv, kann aber aus seiner Sicht alles schildern. Kann man sich drüber streiten, ob das gut ist oder nicht. Bei so einem passiven Ich-Erzähler wäre vielleicht eine andere Erzählperspektive gut gewesen. Andererseits find ich das durchaus auch ein wenig reizvoll, weil es gut in die Geschehnisse reinpasst und ich auch mag, wie du seine Hilflosigkeit darstellst.
    Und jetzt kommt Ornithmon. Was die von Daiki beschriebene Verwüstung anrichtet und das Dorf zerstört. Ob die Ohrfeige gegen Uki gerechtfertigt war, ist eine andere Sache. Ich mein, allgemein find ich das mit dem Handgreiflich werden, bei einem nicht näher definierten Altersunterschied gegen ein Mädchen nicht besonders gut. Die Geste mag "stark" wirken, ist aber eigentlich nur sinnlos. Sie haben definitiv beide Fehler gemacht. Uki mit dem Rufen von Ornithmon und Daiki, weil er seiner Angst gefolgt ist. Obwohl es ja im Grunde nicht schlecht war oben zu bleiben, aber dadurch war er eben gezwungen passiv zu sein. Definitiv eine klassische Kriegssituation, am Ende ist einfach alles kaputt.


    Ganz zum Schluss wechselst du in eine klassische Erzählerperspektive -- was ja so sein muss, denn Daiki kann diese Sachen unmöglich mitbekommen. Ist ein ziemlich harter Bruch an der Stelle, erklärt aber für den Leser die Hintergründe. Ob das nun gut ist, weiß ich noch nicht. Einerseits endete der Text mit der Niederlage der Tamer auf einer ziemlich starken Note. Die Hintergründe der Gegner wären zwar interessant gewesen, aber für die Wirkung nicht allzu nötig. Da du das hier aber etwas aufklärst und somit die Spannungen innerhalb der gegnerischen Armee deutlich machst, wird das ganze noch komplizierter. Was ziemlich gut zu einem Krieg passt, da gibt es ja überall Konfrontationen.


    Huch, das ist ganz schön lang geworden. ^^" Jedenfalls, für jemanden, der Digimon kaum kennt, konnte ich dem Geschehen recht gut folgen. Zwar machten mir ein paar Fehler das Lesen an einigen Stellen nicht leicht und mit den Digimonnamen konnte ich auch nichts anfangen, aber trotzdem war's interessant zu lesen. Schau aber noch mal drüber, dann kannst du bestimmt noch ein paar Fehler ausbessern. (:


    Fröhliches Schreiben!

  • Danke für die Antwort. Ich werde die paar der Fehler ausbessern.

    Du meinst sicherlich, wie ein Gamsbock, oder?

    Damn, ich habe extra den Namen nachgeschlagen.
    Keine Ahnung wo der Fehler war. https://en.wikipedia.org/wiki/Gemsbok
    Hm, scheinbar kann man es auch so ausschreiben.

    Was ich nicht ganz verstanden hab, war, dass Daiki davon sprach, er habe Uki "Honig ums Maul geschmiert". Was komisch ist, weil ich das in dem vorherigen Abschnitt gar nicht so empfunden hatte, dass er ihr bewusst geschmeichelt hätte.

    An der Stelle, als sie Pteranomon losschickt denkt er, "Das habe ich vorhin gemeint.
    Für eine Zwölfjährige ist sie ziemlich gut wenn es um Taktik geht und sie handelt vorausschauend."
    Als sie fragt wo er bleibt, antwortet er in Gedanken mit, "Ich muss gestehen, dass ich etwas in Gedanken versunken war."


    Generell hast du recht, wenn du sagst das es an manchen Stellen etwas schwer zu lesen ist. Ich denke das liegt am Pacing.
    Ich beschreibe manchmal eine Situation, oder Szene zu schnell, ohne etwas darauf einzugehen. Da werde ich in späteren Arbeiten noch daran feilen.
    Was die Digimon angeht.
    Bis auf die beiden Tamer benutze ich sehr viel Content aus dem Franchise. Die Digivices sind echt, der Begriff Tamer ist der typische Begriff im Manga und in den Spielen und bis auf den Lava Spinosaurus existieren auch alle Digimon und Vereinigungen. Die 10 Krieger sind Helden aus Frontier und die 7 Dämonlords sind 7 starke böse Digimon, die die Todsünden darstellen.
    Viele von ihnen kamen schon im Manga, oder Anime vor. Im Manga führt Barbamon die D-Brigade an, die vor allem aus militärischen Digimon besteht. Dämon wiederum hat vor allem dämonische Digimon und Horrormonster und Belphemon wurde von einem Wissenschaftler erweckt, der später in dessen Haut schlüpft. Seine Armee besteht vor allem aus Künstlichen, Satellitenähnlichen Digimon. Generell hilft es auch, wenn man die Namen Googlet. Dann weiß man vielleicht auch, warum Daiki nicht so gerne vor einem Cannonbeemon getroffen werden möchte.

    fliegen die jetzt oder nicht? Und warum sollten sie gerade nicht schießen, wenn er ein Tamer ist. Also, da kam ich leider nicht ganz mit, wie die Lage nun ist. ^^"

    Na ja, das war eines der kniffligen Punkte der Handlung. Ist die Begründung überzeugend genug, habe ich mich gefragt?
    Man kann es mal so sagen. Wenn jemand eine Waffe auf dich richtet und sagt, du sollst ruhig bleiben, wirst du nicht versuchen, den Helden zu spielen. Wenn jemand versucht dich umzulegen, kannst du nicht einfach stehen bleiben. Er blieb in der Luft weil sie damit gerechnet hatten, dass er das Risiko nicht eingeht, wenn er nicht muss.


    Und ja, sie sind in der Luft.


    Das mit der Ohrfeige. Sie ist zum größten Teil daran schuld, dass ein ganzes Dorf tot ist. Vielleicht nicht die richtige Reaktion von ihm, aber verständlich. Wobei das eine recht standardmäßige Reaktion auf so einen Fehler ist, ich muss da etwas kreativer werden.