Wie Wasser schmeckt ...


  • Aktion & Ratespiel


    Willkommen bei der Fanfiction-Aktion "Wie Wasser schmeckt …"!

    Bei dieser Aktion geht es darum, Sinneswahrnehmungen so zu beschreiben, als ob der Leser diese noch nie selber erfahren konnte oder das aufgrund mangelnder Vergleiche als unmöglich gilt. Zum Beispiel eben die bekannte Frage "Wie schmeckt Wasser?". Aber eben auch das Beschreiben von Farben für Menschen ohne Sehvermögen. Wie fühlt es sich an ein bestimmtes Tier zu streicheln? Wie hört sich eine bestimmte Sprache an? Wie ist das Gefühl, wenn man nach einem langen Tag sich endlich ins Bett legt?


    Beispiele:


    Kaum berührt und doch bemerkbar, legt sich transluzent eine Welle über meine Zunge.

    Ich schmecke vorsichtige Kühle und das Echo von Salz und nicht greifbarer Süße.

    Ein Augenblick und schon vergessen.

    (Wie Wasser schmeckt)


    Ein wenig brennen die Augen und mehrmaliges Blinzeln ist von Nöten. Die obere Hälfte der Wangen glüht etwas, aber gleichzeitig fühlt man die einschneidenden Stellen im Gesicht. Es fühlt sich rau an und leicht schmerzhaft, doch sobald man das Gesicht leicht zur Seite dreht, trifft man auf eine sehr kurze Welle der Wärme. Die Nasenspitze fühlt sich jedoch ununterbrochen so an, als ob man sie gegen kaltes Metall hält. Das Einatmen innerlich wie ein Sprung in den kalten See. Die Luftröhre überzieht sich kurzzeitig mit Eisblumen und im Hals das Gefühl, eines kalten Schlucks Wasser. Dann, ein leichter Wirbelwind aus heißer Luft und eine nasse Nebelwolke beim Ausatmen. Jetzt ist die Nasenspitze noch kälter.

    (An der kalten Luft)



    Allgemeine Definition ist, dass man versucht, durch eine Beschreibung so viele Sinne wie möglich anzusprechen, weil man davon ausgeht, dass der Leser die Erfahrung nicht selber machen kann (unabhängig davon, ob das nun stimmt oder nicht). Der Reiz dabei ist, dass man den Leser durch Assoziationen dazu bringen soll, die beschriebene Wahrnehmung nachzufühlen. Ob der Text dabei nur eine Zeile beinhaltet oder die Länge einer Erzählung annimmt, ist dem Autor selber überlassen. Auch die Erzählperspektive und der Stil können variieren und so gewählt werden, dass es sich für den Schreiber richtig anfühlt. Zwei Beispiele sind oben zu finden. Einmal eher lyrisch angehaucht, das andere etwas salopper im Ton. Ihr müsst es nur fühlen!


    Das kleine Ratespiel am Rande

    Um das Ganze etwas spaßiger zu gestalten, steht es jedem User frei, die beschriebene Situation/Wahrnehmung nicht zu nennen, sondern nur zu beschreiben. Andere User können dann ihre Tipps zum Text posten und einmal die Woche werden die bisher geposteten Rätsel aufgelöst. Ich schreibe die Rätsel-Geber dann selber vorher an, um nach der Lösung zu fragen. Mitraten dürfen auch User, die an der Aktion selber nicht teilnehmen.


    Ablauf

    • Der Teilnehmer entscheidet für sich selber, über was er schreiben möchte.
    • Postet einfach euren Text in diesem Thema. Stil, Erzählperspektive, Länge und Gattung sind frei gestellt.
    • Wer seinen Text für das Ratespiel bereit stellen möchte, postet bitte NICHT um was es sich bei der Beschreibung handelt.
    • Es sollte mindestens ein Beitrag oder 24 Stunden zwischen dem letzten eigenen Post und dem neuen liegen. Ansonsten darf man so oft posten, wie man möchte.
    • Tipps zu Rätsel-Texten können bis zur Veröffentlichung der Lösung auch editiert werden, da ich erst am Ende alle Antworten durchschaue.
    • Die Aktion endet Sonntag, den 30. September, 23:59 Uhr.

    Fragen einfach hier im Thema posten. Ich versuche zeitnah zu antworten. Ansonsten viel Spaß beim Schreiben und Grübeln!



    .: Nektarine :.

  • Stil, Erzählperspektive, Länge und Gattung

    Hoffe man muss sich nicht besonders gut damit auskennen.


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    Welches Gefühl ist das wohl ? (Rästel-Text)


    Es ist wie einen festen Grund unter sich zu haben, aber er fühlt sich anders an. Du kannst darin leicht einsinken, aber du bleibst trotzdem auf einem festen Untegrund und du sinkst nicht richtig ein. Sofort hast du das Gefühl, du brauchst an nichts mehr zu denken, denn hierführ braucht es keine Körperkontrolle.

    Du hast jetzt genug Zeit, bleib ruihig und beweg dich nicht.

  • Lärm


    Normaler Tag.

    Betrittst den Raum.

    Dort sind Menschen.


    Gespräche.

    Gelächter.

    Geschrei.


    Lärm.


    Aufstehende, herumrennende Menschen.


    Lärm.


    Was sind Stimmen?

    Nur ein Mittel zum Lärm.

    Keine Worte,

    kein Sinn

    für dich.

    Nur Lärm.


    Du erstarrst.

    Deine Gliedmaßen steif.

    Bewegst dich nur langsam.


    Bleib nicht stehen!

    Sieh doch --

    die Wände!

    Es wird enger.

    Sie kommen näher.

    Und dieser Lärm.

    Und du gelähmt.


    Sie werden lauter.

    Die Stimmen, sie schneiden sich

    einen Weg

    in dein Gehirn.


    Immer lauter.

    Immer enger.


    Die Wände, sie drücken

    all die Luft nach oben weg.

    Keine für dich.

    Keine Chance,

    zu atmen.


    Immer lauter.

    Immer enger.


    Der Raum greift nach dir.

    Alles greift nach dir

    mit zehntausend Händen

    mit schmierigen Fingern

    und Krallen wie Messern.


    Du weißt:

    Die Gefahr

    ist nicht

    echt.


    Du siehst sie.

    Du hörst sie.

    Du fühlst sie.

  • Wie Meere, die sich stürmisch an meine Wangen kleben

    Wie Kaskaden, die tosend über meinem Kopf hereinbrechen

    Wie Flüsse, die reißend durch mein Blickfeld wandern

    Wie Wellen, die meine bloßen Füße sanft umrauschen

    Wie Bäche, die sinnlich über mein Trommelfell plätschern

    Wie Regen, der monoton auf meine Handflächen fällt

    Wie Tropfen, die lautlos meine Haut benetzen

    Wie Dampf, der mich wattegleich in seine Unendlichkeit hüllt

    Wie Nebel, der totengleich meine Welt umfasst

    Wie Schnee, der zwischen meinen Fingern knistert

    Wie Eis, das mucksmäuschenstill meinen Geist aufweckt


    So riecht das Wasser

    In meinem Glas.

  • Es ist wie einen festen Grund unter sich zu haben, aber er fühlt sich anders an. Du kannst darin leicht einsinken, aber du bleibst trotzdem auf einem festen Untegrund und du sinkst nicht richtig ein. Sofort hast du das Gefühl, du brauchst an nichts mehr zu denken, denn hierführ braucht es keine Körperkontrolle.


    Du hast jetzt genug Zeit, bleib ruihig und beweg dich nicht.

    Junge, ich bin aktuell krank und lieg viel rum, also liegt es vielleicht daran und an meinem müdem Hirn. Aber ich habe immer wieder an die Beschreibung gedacht und muss persönlich an ein Bett denken, lol. Kurzzeitig hatte ich auch an sowas wie Gras gedacht, aber das assoziiere ich nicht mit allen Beschreibungen. Ich mag das auf jeden Fall, weil die Beschreibung irgendwie ein harmonisch-beruhigendes Gefühl gibt.


    Nessie.

    Der Text weckt etwas paradoxe Gefühle in mir. Einerseits mag ich es, dass es ein vertrautes Gefühl weckt. Andererseits mag ich das Gefühl nicht, das er weckt. Weiß nicht, ob wir da ähnliche Erfahrungen assoziieren, aber dein Text beschreibt für mich so perfekt Situationen mit Reizüberflutung. Dabei beschränkt sich "Lärm" nicht einfach nur auf das, was man hört, sondern auf so ziemlich jeden wahrnehmbaren Reiz. Verspüre das vor allem in Menschenmassen, die mit mir in Verbindung stehen. Also (Gott sei Dank) nicht in jeder fremden Menschenmasse, aber halt wenn ich mit vielen Menschen, die ich kenne, unterwegs bin und eben alles um mich herum wahrnehme. Manchmal echt zum Heulen. Jedenfalls interessant, dass ein Text, der eher negative Erinnerungen weckt, dennoch auf seine Weise angenehm sein kann, weil das Hirn merkt, dass wer anderes solche Dinge auch wahrnimmt, unabhängig davon, ob es sich um die gleichen Situationen handelt.


    Narime

    Der Ansatz ist so ganz anders als meiner und ich liebe die ganzen Begriffe, die sich alle mit Wasser in Verbindung setzen. Erinnert auch daran, wie geschmacklich vielfältig sowas wie Wasser sein kann, obwohl es eigentlich auf den ersten Blick (oder Gedanken) eher als neutral assoziiert wird. Ein wenig muss ich auch an Werbung für Wasser denken, weil einige Vergleiche auch in diesen gerne genutzt werden, um dieses Gefühl der Erfrischung und den klaren Geschmack rüber zu bringen. Frag mich nicht warum, aber dein Glas Wasser schmeckt für mich leicht salzig. Ich denke, weiß es aber nicht so genau, dass es daran liegt, dass du mit dem Meer begonnen hast. Aber egal wie oft ich es lese, mir schmeckt es einfach salzig.


    Ich nutze den Beitrag auch mal zur Halbzeit für die Highlightliste und möchte mich auch an dem Punkt entschuldigen, dass ich etwas wenig präsent bin. Mich hat es gesundheitlich etwas plötzlich erwischt und die ganze letzte Woche war ich nicht wirklich funktionsfähig und dann auch noch aktuell ohne häusliches Internet. Ich lese dennoch natürlich alles und würde mich grad über paar Rätsel und -lösungen freuen!

    .: Nektarine :.

  • Ruhig sitze ich da, nur den Atem hörend. Plötzlich bewegt es sich, kommt langsam hervor aus seiner schier weiten Behausung.

    Zuerst hier, dann da - überall verteilt. Es beginnt sich zu bewegen. Immer Richtung Erdpunkt, immer hinab.

    Mal wärmer, mal kälter, spüre ich es über meine Haut laufen, während ich nichts dagegen machen kann.

    Von den Haaren zum Kinn, von den Händen zur Fingerspitze. Nass wandern sie über den Körper hinweg, ganz leise, ganz sanft.

    Ist die erste Ladung weggewischt, erscheint schon die nächste und macht sich auf den Weg.

    Erst stoppend, wenn ihr Ziel erreicht. Erst stoppend, wenn meiner sicher. Erst stoppend, wenn ich stoppe.

    Doch eine Pause gibt es dafür nicht, der nächste Sonnenstrahl trifft mich und alles beginnt erneut.

  • Okay, ich habe offenbar vergessen, das vor der Deadline zu posten. Aber ich hatte das halt schon geschrieben und versuch's nochmal. Es ist eigentlich ziemlich offensichtlich, denke ich.

  • Mit Erlaubnis der Moderation, machen wir noch eine kleine Endphase mit den Rätsel-Texten. Hier ein Überblick:


    Rätsel A)

    Welches Gefühl ist das wohl ? (Rästel-Text)

    Es ist wie einen festen Grund unter sich zu haben, aber er fühlt sich anders an. Du kannst darin leicht einsinken, aber du bleibst trotzdem auf einem festen Untegrund und du sinkst nicht richtig ein. Sofort hast du das Gefühl, du brauchst an nichts mehr zu denken, denn hierführ braucht es keine Körperkontrolle.


    Du hast jetzt genug Zeit, bleib ruihig und beweg dich nicht.


    Rätsel B)


    Rätsel C)

    Ein kurzer Moment des Innehaltens. Die Mundwinkel zucken. Ich kann nicht atmen. Tränen schießen mir in die Augen, ich bekomme Bauchschmerzen. Unmöglich, aufzuhören. Ich falle vom Stuhl, schlage mit den Fäusten auf den Boden. Schallende Laute erklingen in meinen Ohren, sie kommen von mir selbst. Alles andere geht unter - im Guten wie im Schlechten.


    Manchmal mache ich das,weil ich mich tatsächlich gut fühle. Aber immer öfter in letzter Zeit steckt schiere Verzweiflung dahinter.

    Eure Tipps für A, B und/oder C posten. Es ist natürlich erlaubt auch mehr zu den Texten zu sagen, aber nur der Tipp reicht auch. Dementsprechend dann noch einmal die Gästeliste:

  • A)
    B)
    C)
  • Auflösung zu den Rätsel-Texten:


    A) Sich nach einem langen Tag endlich ins Bett legen

    Erraten von: Cassandra  Palres


    B) Schweiß

    Erraten von: Aprikose


    C) Lachen

    Erraten von: Palres Ravaiim (und theoretisch von mir, aber habe vergessen zu posten)


    Ich bedanke mich beim Rate-Team für eine spaßige Runde :3 Ansonsten natürlich auch nochmals Danke an alle, die einen Text eingereicht haben: SuperboyCK  Nessie.  Narime  Abspeckmaus  Thrawn

    Mir macht es wirklich Spaß, die Texte beim Lesen zu erleben und die Erfahrung mitzufühlen. Schon faszinierend, was man nur mit Worten erreicht. Danke dafür! Kommentare folgen von mir auch noch zu den restlichen Werken, sobald ich die nötige Ruhe finde.



    .: Nektarine :.

  • Abspeckmaus

    Hat das Thema geschlossen