Das Corona-Virus

  • Zitat von Proto-Groudon

    Solche Zulassungen erfolgen leider oft unter der Prämisse dass ja "noch kein Regelverstoß erfolgt sei", obwohl eigentlich klar ist dass es massive Regelverstöße geben wird.

    Für Richter ist es natürlich auch immer schwer abzuwägen, ob der Pandemieschutz oder das Recht auf öffentliche Demonstrationen schwerer wiegt, aber in diesem Fall finde ich die Entscheidung des OVG Bautzen absolut kurzsichtig.

    Ich dachte, bei Demonstrationen gelte eine Maskenpflicht? Wenn die Demo auch nach einer Aufforderung nicht an die Maskenpflicht hält, ist sie sofort aufzulösen..aber typisch Sachsen. Der braune Sumpf im tiefsten Osten hält an. Bautzen, als Hauptstadt der Sorben ist diese Entscheidung ein schlechter Witz.

  • Zitat von Proto-Groudon

    Solche Zulassungen erfolgen leider oft unter der Prämisse dass ja "noch kein Regelverstoß erfolgt sei", obwohl eigentlich klar ist dass es massive Regelverstöße geben wird.

    Für Richter ist es natürlich auch immer schwer abzuwägen, ob der Pandemieschutz oder das Recht auf öffentliche Demonstrationen schwerer wiegt, aber in diesem Fall finde ich die Entscheidung des OVG Bautzen absolut kurzsichtig.

    Ich dachte, bei Demonstrationen gelte eine Maskenpflicht? Wenn die Demo auch nach einer Aufforderung nicht an die Maskenpflicht hält, ist sie sofort aufzulösen..aber typisch Sachsen. Der braune Sumpf im tiefsten Osten hält an. Bautzen, als Hauptstadt der Sorben ist diese Entscheidung ein schlechter Witz.

    "Hauptstadt der Sorben" ist eigentlich auch nur noch ein Titel, in Bautzen wohnen kaum noch "echte" Sorben (wirklich sorbischsprechende Menschen meine ich damit) sondern sind bevölkerungstechnisch bis auf das Osterfest mit den restlichen Sachsen vergleichbar. In Bautzen hat aber die AfD zusammen mit der lokalen rechtsradikalen Bürgerbewegung die Mehrheit im Stadtrat und das OVG Bautzen schützt mit seinen Urteilen regelmäßig Rechtsextreme und Nazis. Bautzen ist leider ein Symptom für vieles was in Sachsen derzeit falsch läuft.


    Die Auflösung ist ja auch erfolgt - allerdings hat die Polizei Stunden und mehrere Warnungen gebraucht um das durchzusetzten. Als sich die Demonstranten dann erwartungsgemäß geweigert haben und Randale gemacht haben gab es nicht genügend Polizisten vor Ort, da unser aller liebster Innenminister Wöller es verpennt hat für eine Demo mit 20.000 Teilnehmern mit Gewaltpotential genügend Polizisten abzustellen. Ist ja keine linksextreme Demo in Connewitz, die ja angeblich das einzige Problem sind was wir in Sachsen haben (AbEr DiE lInKsExTrEmEn SiNd GeNaUsO sChLiMm. ). Unter der geballten Menge von Querdenkern, Neonazis, Autonomen aus Connewitz und Gegendemonstranten ist die gesamte Organisation der Polizei vermutlich fast zusammengebrochen, Barrikaden in Connewitz inklusive.


    Die LInken und die Grünen in Sachsen fordern inzwischen den Rücktritt Wöllers (nachzulesen hier), selbst die SPD will eine Aufklärung des Falles haben und eventuell Konsequenzen ziehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Wöller demnächst gehen muss, da er von den Koalitionspartnern nicht mehr unterstützt wird, er wäre aber nicht das einzige (und größte) Problem, man müsste die komplette Polizeiführung und einen Großteil der MItarbeiter im Innenministerium austauschen. Wöller kritisiert zwar das OVG Bautzen aber genaue Schritte damit so etwas nicht noch einmal passiert nennt er leider auch nicht.


    Die Maskenpflicht war nach dem Urteil vom OVG Bautzen wohl auch nur eine Empfehlung (:patsch::patsch::patsch::patsch::patsch:), daher hat die Polizei wohl auch fast 3 (!) Stunden gewartet, bis sie sich gatrut hat die Demo aufzulösen.

    "Was denkt ihr, wann stirbt ein Mensch? Wenn er von einer Kugel getroffen wird? Nein. Wenn er am Herzen leidet? Oder eine andere schlimme Krankheit hat? Nein. Wenn er eine Suppe isst, die aus einem giftigen Pilz gekocht wurde? Nein. Man stirbt, wenn man vergessen wird!" ~ Doc Bader

  • Zitat von Proto-Groudon

    Solche Zulassungen erfolgen leider oft unter der Prämisse dass ja "noch kein Regelverstoß erfolgt sei", obwohl eigentlich klar ist dass es massive Regelverstöße geben wird.

    Für Richter ist es natürlich auch immer schwer abzuwägen, ob der Pandemieschutz oder das Recht auf öffentliche Demonstrationen schwerer wiegt, aber in diesem Fall finde ich die Entscheidung des OVG Bautzen absolut kurzsichtig.

    Ich dachte, bei Demonstrationen gelte eine Maskenpflicht? Wenn die Demo auch nach einer Aufforderung nicht an die Maskenpflicht hält, ist sie sofort aufzulösen..aber typisch Sachsen. Der braune Sumpf im tiefsten Osten hält an. Bautzen, als Hauptstadt der Sorben ist diese Entscheidung ein schlechter Witz.

    Eigentlich schon. Sie müssten die Demo an sich zulassen, aber eben wieder auflösen, wenn sich niemand an die geltenden Seuchenschutzgesetze hält.

    Das Ganze ist sowieso unverständlich. Wenn sich eine einzelne Person nicht an die Regelung hält, hagelt es Strafen. Wenn es jedoch ein paar hunderte auf einem Haufen sind, hagelt es für niemanden Strafen.

  • Das Ganze ist sowieso unverständlich. Wenn sich eine einzelne Person nicht an die Regelung hält, hagelt es Strafen. Wenn es jedoch ein paar hunderte auf einem Haufen sind, hagelt es für niemanden Strafen.

    Das wurde schon ganz oft erklärt. Es wäre absolut unverhältnismäßig ganze Massen zu bestrafen oder eine weitere Eskalation der Situation zu provozieren. Das gilt übrigens nicht erst seit Corona sondern wird schon Jahrhunderte so gehandhabt. Niemand möchte am Ende unnötig Opfer beklagen die man hätte vermeiden können.

  • Das Ganze ist sowieso unverständlich. Wenn sich eine einzelne Person nicht an die Regelung hält, hagelt es Strafen. Wenn es jedoch ein paar hunderte auf einem Haufen sind, hagelt es für niemanden Strafen.

    Das wurde schon ganz oft erklärt. Es wäre absolut unverhältnismäßig ganze Massen zu bestrafen oder eine weitere Eskalation der Situation zu provozieren. Das gilt übrigens nicht erst seit Corona sondern wird schon Jahrhunderte so gehandhabt. Niemand möchte am Ende unnötig Opfer beklagen die man hätte vermeiden können.

    Und deswegen soll man sich als ganze Gesellschaft das gefallen lassen, dass solche Idioten dann die Sicherheit aller anderen gefährden? Die bleiben ja nicht nur für sich. Die gehen dann auch einkaufen und fahren mit der Bahn.

    Die Einzigen, die wirkliche Opfer wären, wären Polizist*innen darunter, die bei Ausschreitungen in Gefahr sein könnten. Die Idioten, die glauben, dass sie auf der Demo keine Maske tragen müssen (und überhaupt dagegen demonstrieren müssen), wären dann keine Opfer, sondern selbst schuld.


    Außerdem waren es auf unserer Demo mal nur 150 Leute. Die kriegt man bestimmt mit einem Polizeiaufgebot, das groß genug ist, in den Griff.

  • Und deswegen soll man sich als ganze Gesellschaft das gefallen lassen, dass solche Idioten dann die Sicherheit aller anderen gefährden? Die bleiben ja nicht nur für sich. Die gehen dann auch einkaufen und fahren mit der Bahn.

    Es ist nun einmal ihr Recht zu demonstrieren. Und um auch noch einmal eines hervorzuheben: Es benehmen sich ja nicht 20000 daneben sondern nur eine Handvoll. Wenn die sich allerdings solidarisieren mit Bestraften und mit 20000 gegen Polizisten vorgehen dann wünsche ich dir viel Spaß. Dann hast du bürgerkriegsähnliche Zustände.

    Die Einzigen, die wirkliche Opfer wären, wären Polizist*innen darunter, die bei Ausschreitungen in Gefahr sein könnten.

    Also wenn 20000 ausrasten sind nicht nur Polizisten in Gefahr. Die können gut und gerne ganze Stadtviertel komplett verwüsten. Selbst 5000 würden dafür schon reichen.

    Die Idioten, die glauben, dass sie auf der Demo keine Maske tragen müssen (und überhaupt dagegen demonstrieren müssen), wären dann keine Opfer, sondern selbst schuld.

    Wenn das jetzt im Bezug auf Corona war dann kannst du davon ausgehen, dass es denen egal ist. Das berühmteste Beispiel ist doch der Herr Trump der trotz Infektion weiter nix von Corona wissen will.

    Außerdem waren es auf unserer Demo mal nur 150 Leute. Die kriegt man bestimmt mit einem Polizeiaufgebot, das groß genug ist, in den Griff.

    Das ist halt die Abwägung. Ich sag mal bis 500 Leute könnte man sicher noch bestrafen aber alles was darüber hinausgeht wird dann zu gefährlich und ist wie gesagt auch unverhältnismäßig.

  • Und um auch noch einmal eines hervorzuheben: Es benehmen sich ja nicht 20000 daneben sondern nur eine Handvoll.

    Mit Verlaub, aber das ist einfach Mist. Mit einer Handvoll kannst du an dieser Demonstration nichts rechtfertigen, weder die Teilnehmer von rechts außen, noch diejenigen, die sich nicht an die Abstands- und Maskenregeln gehalten haben. Im Artikel der FAZ sind einige Bilder/Videos, in denen man sieht, dass es sich hierbei um alles handelt, aber definitiv nicht um eine kleine Handvoll Querschläger, die sich daneben benommen haben. Die Medien berichten übereinstimmend, dass so gut wie kein Teilnehmer die geltenden AHA-Regeln befolgt hat.


    Recht auf Demonstration hat jeder, auch diese Leute. Ebenso wie das Recht auf freie Meinungsäußerung. Nur wurde diese Demonstration aus gutem Grund aufgelöst. Und statt sich daran zu halten, bildeten sich bis spät in die Nacht große Straßenzüge dieser Leute und die Polizei war absolut machtlos.


    Ich hoffe man merkt allmählich, wie brandgefährlich diese Menschen und ihre Ideologie sind. Da laufen nach wie vor alternative Esoteriker an der Seite von strammen Neonazis. Erstmals zeigten sich nicht nur Wortgefechte und "Peace Love and Harmony", sondern auch das Gewaltpotenzial dieser Gruppierung.

  • Deshalb kann man doch nicht nur immer den Kopf senken und sich nicht wehren oder nichts entgegensetzen, weil omg das könnte ja Probleme geben. Solche Bewegungen, die nachweislich auch rechtsextrem sind (siehe anderes Topic) werden nur schlimmer, wenn ihnen nie etwas entgegengesetzt wird und bei uns stoßen jetzt bereits Mitte November die Intensivstationen voraussichtlich an ihre Grenzen. Sie sind jetzt bereits stark ausgelastet. Unsere höchste Zahl bisher waren über 8.000 Neuinfektionen am Tag. Da kann man sich sowas doch nicht bieten und es zulassen, dass die Demonstranten keine Masken tragen, nur damit es dort friedlich abläuft. Alle anderen sind es, die dann darunter leiden; entweder, weil sie infiziert werden oder auch finanziell.


    Ich hasse die Mentalität der Leute. Die heulen sich höchstens im Internet aus, aber im realen Leben haben sie die Hosen zu voll, um auch nur in der Öffentlichkeit jemanden ohne Maske anzugehen. Ich hab da nun öfter schon was gesagt und immer ich bin die, die von den Leuten schief und feindselig angeschaut wird, weil "omfg, wie kann man sich nur so "aufführen" in der Öffentlichtkeit!? Schämt die sich nicht was zu sagen!?" Sind die Leute wirklich alle so ängstliche Hascherl oder ich weiß auch nicht ...

  • Das schlimme ist das solche Demonstrationen den Leuten schaden die evtl. gute und sachliche Gründe gegen die Coronapolitik haben. Ich finde die Polizisten hätten viel härter durchgreifen müssen, es kann nicht sein das bei einer Demonstration die Sicherheitsregeln verletzt und Unschuldige gefährdet werden. Ich persöhnlich habe nichts dagegen wenn Leute gegen die Regeln demonstrieren, aber bitte achtet nur auf ein paar kleine Regeln.


    Mit fällt es schon seit geraumer Zeit auf das einige Mitmenschen, die AHA Regeln nur noch halbherzig umsetzten. Da wird in den Läden kaum Abstand gehalten, die Masken werden nicht mehr gescheit getragen, hin und wieder bemerke ich das ein paar wieder anfangen sich die Hände zu schütteln. Irgenwie bemerken die Leute nicht wie wichtig die Regeln sind.


    Ich glaube nicht das der Lockdown im November vorbei ist, ich denke eher das ab Dezember die Regeln noch strenger werden. Das nur weil die meisten so stur sind. Manchmal wünsche ich mir schon das die Regierung sich mehr durchsetzen würde.

  • Ich muss mir was für 2021 überlegen. Ehrlich. Auch mit Corona. Ein Jahr noch und ich drehe komplett am Rad. Und leider sehe ich es gerade ähnlich. Wahrscheinlich wird sich Corona noch länger ziehen... bei dem Gedanken alleine wird mir schon übel. Mir fehlt der Ausgleich und ich bin eigentlich eher ein Stubenhocker. Die paar Ausflüge im Jahr gaben mir immer einen Ausgleich. Ich kam raus, hatte Menschen um mich und konnte zwischendurch meine sozialen Phobien überwinden. Das ging aber dieses Jahr alles nicht. Hatte auch so meine kleinen Events für dieses Jahr geplant (und wenn's nur ein Tag im Park mit der Freundin war), aber nein... geht ja alles nicht... und ja, ich weiß... ich könnte mir nen Therapheuten suchen, aber der würde mir wahrscheinlich zum selben Raten:


    Suche dir eine Langzeitbeschäftigung für diese Zeit. Ich würde in jedem Fall nächstes Jahr mehr rausgehen. Picknicken, Fahrradtouren, Kaninchen mehr auf die Wiese lassen, usw. Einfach es besser machen als dieses Jahr. Hatte mich dieses Jahr von der ganzen Welt verschanzt. Was ja einerseits vorbildlich ist, aber Spaziergänge und dergleichen sind ja nicht verboten. Hier ist sowieso kaum ein Mensch und ich glaube etwas Ausgleich hätte mir gut getan. Oder wie geht ihr das nächstes Jahr an? Menschen mit Jobs haben da sicher eine andere Perspektive, aber ich habe gerade jetzt im Lockdown mehr denn je gemerkt (ja... Light Lockdown) mehr denn je gemerkt wie die Arbeitsplätze immer mehr wegfielen. Auf Dauer brauche ich eine Beschäftigung... und das spüre ich jetzt besonders.


    Zugegeben... Anfang des Jahres war ich da auch noch sehr naiv. Ich dachte das hält maximal ein Jahr, aber so wie es aktuell läuft glaube ich, dass es noch deutlich länger laufen wird. Ich weine jetzt schon dem Weihnachtsmarkt hinterher. Es war nur EIN TAG im Jahr wo ich dieses Weihnachtsfeelings hatte... und ja, das Essen und Trinken ist da teuer, aber das war mir an dem Tag immer egal. Der heiße Punch, die gebrannten Mandeln und die Stimmung so unter Leute zu sein... selbst die etwas wackelige Busfahrt da hin hat mir immer extremen Spaß gemacht... und ich wünsche mir so sehr (wie jeder andere auch) Normalität. Aber ich hab das Gefühl ich MUSS an meiner Alltagsstruktur etwas ganz extrem ändern damit ich nicht selber bekloppt werde. Denn als Arbeitsloser spürt man das doch noch mal ne Spur härter wenn's ums ständige drinnen sitzen geht. Und ich habe noch einen guten Bonus: Meinen Partner und die Haustiere. Komplett alleine wäre ich wohl schon längst durch... das weiß ich dann doch echt zu schätzen. :heart:

    Endivie Ich falle gerne aus dem Rahmen. Dann sehe ich wenigstens etwas von der Welt.  Endivie

    "Ein feines Gefühl lässt sich so wenig lernen wie ein echtes. Man hat es, oder man hat es nicht." – Theodor Fontane

  • Deshalb kann man doch nicht nur immer den Kopf senken und sich nicht wehren oder nichts entgegensetzen, weil omg das könnte ja Probleme geben. Solche Bewegungen, die nachweislich auch rechtsextrem sind (siehe anderes Topic) werden nur schlimmer, wenn ihnen nie etwas entgegengesetzt wird und bei uns stoßen jetzt bereits Mitte November die Intensivstationen voraussichtlich an ihre Grenzen. Sie sind jetzt bereits stark ausgelastet. Unsere höchste Zahl bisher waren über 8.000 Neuinfektionen am Tag. Da kann man sich sowas doch nicht bieten und es zulassen, dass die Demonstranten keine Masken tragen, nur damit es dort friedlich abläuft. Alle anderen sind es, die dann darunter leiden; entweder, weil sie infiziert werden oder auch finanziell.

    Du stellst dir das wirklich zu einfach vor. Du kannst eine Demonstration auch nicht mit den Problemen auf der Intensivstation vergleichen. Niemand weiß ob es überhaupt zu Ansteckungen gekommen ist und ob diese überhaupt intensivmedizinisch betreut werden müssten. Dafür willst du dann eine Eskalation riskieren wodurch womöglich der Schaden viel größer ist? Das einzig Richtige was du dann nur tun kannst und solltest ist die Demonstration langsam aufzulösen wie es dann auch gemacht wurde. Man sollte auch mal ein klaren Gedanken sich bei dem Thema wieder nehmen und sich klar machen das Maskenverweigerer keine Schwerverbrecher sind. Es ist eine Ordnungswidrigkeit vergleichbar mit Falschparken.

    Ich hasse die Mentalität der Leute. Die heulen sich höchstens im Internet aus, aber im realen Leben haben sie die Hosen zu voll, um auch nur in der Öffentlichkeit jemanden ohne Maske anzugehen. Ich hab da nun öfter schon was gesagt und immer ich bin die, die von den Leuten schief und feindselig angeschaut wird, weil "omfg, wie kann man sich nur so "aufführen" in der Öffentlichtkeit!? Schämt die sich nicht was zu sagen!?" Sind die Leute wirklich alle so ängstliche Hascherl oder ich weiß auch nicht ...

    Also ich habe da andere Ansichten auch durch Beobachtungen. Ich glaube es sind viel mehr Leute gegen die Einschränkungen als diese es eigentlich zugeben. Genau deshalb sagt kaum einer was. Schließlich will man sich ja auch keine Feinde machen. Ich bin zum Beispiel ehrlich ich sage das Einschränkungen ok sind aber an gewissen Stellen zu viel und auch zu viel Hysterie. Auf meiner Arbeit werde ich dafür quer angeschaut weil ich nicht dem Öffentlichkeitsbild entspreche welches gerade vorherrschen sollte obwohl ich glaube das einige Kollegen es genauso sehen weil man das auch in Gesprächen merkt. Ich verstelle mich dafür aber trotzdem nicht.

  • Auf meiner Arbeit werde ich dafür quer angeschaut weil ich nicht dem Öffentlichkeitsbild entspreche welches gerade vorherrschen sollte obwohl ich glaube das einige Kollegen es genauso sehen weil man das auch in Gesprächen merkt. Ich verstelle mich dafür aber trotzdem nicht

    Was denkst du, warum ich trotz Befreiung meistens lieber mit dem Ding im Gesicht rumlaufe (bzw. möglichst vermeide rumzulaufen)? :tired:

    Erinnert mich halt schon alles ein bisschen an die DDR. Da haben die Leute auch gelernt, wem man wo was sagen kann und wann man lieber ruhig ist. Damals hat man sich schneller im Gefängnis wiedergefunden, als einem lieb war, heute folgt schnell die soziale Ausgrenzung. Also macht man brav mit und hat seine Ruhe...

  • Was ich darauf alles am liebsten schreiben würde verstößt wohl mindestens gegen das Regelwerk der allgemeinen Diskussionen und womöglich auch gegen den Verhaltenskodex. Daher nur so viel: Der Vergleich der aktuellen Situation mit irgendwelchen diktatorischen Zuständen ist absolut unangebracht und wenn andere Menschen aufgrund deiner Ansichten (sei es, weil sie diese als egoistisch empfinden oder um sich vor der Infektion einer potenziell tödlichen Krankheit zu schützen) von dir Abstand nehmen, dann ist dieses Verhalten durch unser Grundgesetz (dem Eckpfeiler unserer DEMOKRATIE) legitimiert. Meinungsfreiheit bedeutet mit Verlaub nicht, dass man jedem Bullshit zuhören muss.

  • Du hast offenbar nicht erfasst, was ich damit sagen wollte egal... Die DDR scheinst du jedenfalls nicht besonders gut zu kennen, aber das nehme ich dir nicht übel.

    Natürlich darf man heute vieles sagen und wird nicht vom Staat bestraft. Was die Leute dir dann u.a. online entgegenschreien, ist wieder eine ganz andere Sache. Aber gut, deswegen halte ich ja auch nichts von "sozialen" Netzwerken.

  • Falls das das falsche Thema dafür ist, kann die Bereichsmoderation diesen Beitrag gerne verschieben

    Natürlich darf man heute vieles sagen und wird nicht vom Staat bestraft. Was die Leute dir dann u.a. online entgegenschreien, ist wieder eine ganz andere Sache. Aber gut, deswegen halte ich ja auch nichts von "sozialen" Netzwerken.

    Ich weiß ja, dass du aufgrund deiner (Erz-)Konservativen Einstellung etwas "rechts" bist, (bevor jetzt mir das jemand im Mund herumdreht: die CDU/CSU ist auch eine "rechte"Partei) aber ich finde es dennoch schockierend, dass du dieselben Argumente/Parolen verwendest wie recht(sextrem)e Populisten und Verschwörungstheoretiker.

    Liegt der Grund für das Ablehnen von (intoleranten) Meinungen (und den Personen, die diese vertreten) nicht eher daran, dass in einer toleranten Gesellschaft Intoleranz abgelehnt wird?

    Wie du schon selbst festgestellt hast, wirst du vom Staat nicht dafür bestraft, wenn du deine (möglicherweise intolerante) Meinung offen äußerst und damit nicht gegen bestehende Gesetze verstößt (Volksverhetzung, Beleidigung...). Doch dies verpflichtet die (tolerante) Gesellschaft nicht dazu, diese Meinung zu akzeptieren und die Gesinnung dahinter einfach hinzunehmen.


    Und ja, es mag ein Paradoxon sein, dass eine tolerante Gesellschaft gegenüber Intoleranz intolerant sein muss. Aber nur so kann dich eine Gesellschaft ihre Toleranz bewahren, denn sobald sich intolerante Meinungen in dieser Gesellschaft breit machen, ist eine Gesellschaft nicht mehr tolerant




    Und diese Toleranz wird niemanden vom Staat oder ähnlichem aufgezwungen. Das ist eine Meinung/Strömung, die sich von alleine mit der Modernisierung, der Globalisierung, Internationalisierung und dem Internet von alleine gebildet hat.

  • Du hast offenbar nicht erfasst, was ich damit sagen wollte egal... Die DDR scheinst du jedenfalls nicht besonders gut zu kennen, aber das nehme ich dir nicht übel.

    Da Quartos keine Ahnung hat, dachte ich, dass ich dich halt einfach mal frage - so als Kind politisch Unterdrückter aus der DDR.


    Dir kommen jetzt also ernsthaft folgende beide Situationen recht ähnlich vor?

    1. Das gegenseitige Bespitzeln engster Freunde und Verwandte, aufgrund dessen man niemandem wirklich vertrauen konnte und bei jedem Wort gegen die herrschende politische Ideologie fürchten musste, von den eigenen Kontakten verraten zu werden und dafür Job, Familie, Freiheit oder sogar Leben zu verlieren und sein gesamtes Umfeld in Gefahr zu bringen, wenn Infos an die falschen Leute gelangt.
    2. Leute werfen dir böse Blicke und teils Worte zu, wenn du dich nicht an den Bemühungen beteiligst, eine momentan wütende, teils tödliche Pandemie in den Griff zu bekommen und diese eher zu verharmlosen scheinst. Sie meiden dich, weil sie ihre eigene Gesundheit und möglicherweise sogar das Leben ihrer alten und kranken Freunde und Familienmitglieder schützen wollen und haben kein Verständnis dafür, wenn jemand einfach in Kauf nimmt, deren gesamtes Umfeld in Gefahr zu bringen, wenn das Virus an die falschen Leute gelangt.

    Wie gesagt, ich frage nur, um sicherzugehen, dass ich dich da nicht missverstehe :smalleyes:

  • Du hast offenbar nicht erfasst, was ich damit sagen wollte egal... Die DDR scheinst du jedenfalls nicht besonders gut zu kennen, aber das nehme ich dir nicht übel.

    Natürlich darf man heute vieles sagen und wird nicht vom Staat bestraft. Was die Leute dir dann u.a. online entgegenschreien, ist wieder eine ganz andere Sache. Aber gut, deswegen halte ich ja auch nichts von "sozialen" Netzwerken.

    Hatten wir das nicht schon, vonwegen "Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass die Leute jeden Bullshit akzeptieren und abnicken müssen?" Ich glaube schon, hilf mir auf die Sprünge. :unsure:

  • Niemand weiß ob es überhaupt zu Ansteckungen gekommen ist und ob diese überhaupt intensivmedizinisch betreut werden müssten. Dafür willst du dann eine Eskalation riskieren wodurch womöglich der Schaden viel größer ist?

    Diese Gegenüberstellung ist für mich an Hohn und Spott kaum zu begreifen. Weil die Leute potenziell gewaltbereit sind, ist es also die bessere Idee, den Duckmäuser zu spielen und sie nicht zu bestrafen für kollektives Fehlverhalten?


    Gilt das dann in deinen Augen auch für gewaltbereite Neonazi-Aufmärsche, also die, die gerne "Ausländern" gewaltbereit begegnen wollen? (Also jetzt unabhängig davon, dass von denen da ja offenbar sogar welche dabei waren..) - Die könnten im Zweifelsfall ja auch zu Gewalt neigen. Oder gilt das da dann vielleicht doch nicht, weil in diesen Gruppen eine gefährliche Ideologie gärt? Ich hoffe du merkst selber, dass du dir mit so einer Argumentationsstruktur ein ganz schönes Eigentor schießt.

    Das einzig Richtige was du dann nur tun kannst und solltest ist die Demonstration langsam aufzulösen wie es dann auch gemacht wurde.

    Die Demonstration ließ sich nur sehr schwer auflösen. Und bis spät in die Nacht haben sich immer wieder neue, zT gar nicht so kleine Gruppen an Demonstranten gebildet, die da ihr kollektives und provaktives Gruppenkuscheln durchgezogen haben.

    Man sollte auch mal ein klaren Gedanken sich bei dem Thema wieder nehmen und sich klar machen das Maskenverweigerer keine Schwerverbrecher sind. Es ist eine Ordnungswidrigkeit vergleichbar mit Falschparken.

    Wir haben eine Pandemie. Eine Pandemie, bei der noch so viele Fragezeichen in der Luft stehen (Langzeitfolgen, auch bei nicht-Risikogruppen, Mutationen, Re-Infektionen ...). Die AHA-Regeln sind nicht vom Himmel gefallen und jeder Maskenverweigerer trägt dazu bei, dass sich die Infektion (unkontrolliert) ausbreiten könnte. Das ist ein absolut vermeidbares Risiko. Und um den Vergleich mit dem Falschparker mal aufzugreifen: Falschparker werden zu Teilen abgeschleppt und empfindlich abgestraft. Außerdem mag ein Falschparker nicht wirklich schlimm sein, aber man stelle sich nun vor, dass es in einer Stadt auf einmal mehrere Hundert, gar Tausend Falschparker gibt, zentral an einer Hauptverkehrsachse der Stadt. Das kann die ganze Infrastruktur einer Stadt lahmlegen, diese "Ordnungswidrigkeit".

    Also ich habe da andere Ansichten auch durch Beobachtungen. Ich glaube es sind viel mehr Leute gegen die Einschränkungen als diese es eigentlich zugeben. Genau deshalb sagt kaum einer was.

    Anekdotische Evidenz ist ein ganz schlechter Berater in solchen Themen. Zumal es zu kurz gedacht ist, das so pauschal in den Raum zu stellen und zu verknüpfen. "Gegen die Einschränkungen zu sein", ist außerdem etwas vielschichtiger. Wer seine Kritik begründen kann und nicht nur mit Emotionen und halbgaren Fakten durch die Gegend wirft, erntet in der Regel erstaunlich viel weniger Gegenwind, als jemand der einfach poltert wie "kacke" das alles ist. Wenn du die Beiträge zB hier im Forum aufmerksam verfolgst, stellst du fest, dass sehr viele der Befürworter sich auch sehr deutlich gegen Aspekte des neuen Lockdowns positioniert haben (mich eingeschlossen).

    [...] aber an gewissen Stellen zu viel und auch zu viel Hysterie.

    Das ist doch vollkommen legitim. Nur weiß ich nicht, warum Leute aus diesem Meinungsspektrum eigentlich die einzigen sind, die von "Hysterie" sprechen. Ich finde es beispielsweise nicht hysterisch aufzuzeigen, dass sich einigerorts die Intensivstationen füllen. An anderen Orten ist das nicht so. Genauso mit dem Anstieg der Fallzahlen und der dadurch resultierenden erhöhten Ansteckungsgefahr. Das sind Trends, die sich nüchtern betrachtet einfach an den aktuellen statistischen Betrachtungen abzeichnen. Daher würde mich schon interessieren, was du da jetzt speziell als "Hysterie" ansiehst.