[Alola] Basis der Guardians

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  • Die Sonnenkreisuntersuchung - Rachel (1/2) Sonnenstein


    Der Nachmittag im Anschluss an die Pokémon-Pflege verlief für Rachel tatsächlich auf eine ruhige Art und Weise. Obwohl sie sich für nach der Dusche sehr viel vorgenommen hatte, blieb sie die meiste Zeit auf dem Zimmer und sah sich im Bett liegend endlich eine Serie an, die ihr vor kurzer Zeit von einem Freund empfohlen wurde. Geschichten mit Magie fand sie schon immer sehr anziehend und dementsprechend fiel es Rachel nicht schwer, mit den Charakteren zu sympathisieren und die Handlung zu mögen. Insbesondere faszinierte es sie, wie anders Eulen-Pokémon dargestellt wurden. Die Fantasie der Menschen kannte manchmal eben keine Grenzen!

    Obwohl ihr Team an diesem Tag nicht zum Einsatz gekommen war, hatte die junge Frau beschlossen, sie alle aus ihren Bällen zu lassen. Cammy und Pandora waren das ohnehin gewöhnt und auch während des einwöchigen Urlaubs hatten beide ausreichend Zeit, sich zu vergnügen. Lediglich zu Forgita fehlte Rachel nach wie vor der Draht, mit ihr reden zu wollen. Reden zu können. Viel zu oft hatte sie schon versucht, ihr näherzukommen und sie verstehen zu lernen, nur um dann wieder daran erinnert zu werden, was einmal sein könnte. Dabei hatte sich insbesondere Pandora mit ihrer freudigen, offenen Art bereits ausgiebig mit dem Neuzugang beschäftigt und in ihre Mitte aufgenommen. Bei Cammy war mehr Überzeugungsarbeit notwendig gewesen, jedoch konnte selbst er sich mit Forgitas spontanen Launen arrangieren.

    Gegen Abend, als Rachel Essen für sich und die Pokémon arrangiert hatte, beschloss sie, es erneut zu versuchen. Es konnte nicht sein, dass sie zu Beginn noch über den Fang zufrieden war, nur um jetzt in einer Sackgasse zu landen. Und seitdem waren eben schon einige Tage vergangen. Die junge Frau beschloss, dass einige Zeit nach dem Essen wohl die richtige Zeit dafür war. Sie setzte sich mit überkreuzten Beinen in die Mitte des Bettes und atmete einmal tief durch.

    „Forgita?“

    Während Cammy mit vorgehaltener Hand gähnte und Pandora eine Runde um sich selbst drehte, wurde Forgita auf Rachels Frage aufmerksam. Sie hatte seit dem Ausbruch aus ihrem Ei die Zeit in Ponis Wildnis verbracht und in der kurzen Zeit innerhalb der Foundation noch nicht alles verstanden, was die Welt der Menschen anbelangte. Insbesondere, dass sie regelmäßig von Rachel davon abgehalten wurde, etwas aus Metall zu basteln, wollte ihr nicht eingehen. Dennoch hatte Forgita gelernt, auf ihre Trainerin zu hören, wenn sie etwas von ihr wollte. So lief sie, mit dem Hammer in einer Hand, auf das Bett zu und kletterte etwas unbeholfen hoch. Anschließend nahm Forgita Platz und blickte Rachel in die Augen.

    „Also“, begann die junge Frau nun und haderte mit den Worten. Wo sollte sie nur beginnen? „Ich war bisher nicht fair zu dir, das weiß ich. Ich … denke viel zu sehr an die Zukunft als an das Jetzt und das ist dir gegenüber einfach nicht fair. Also … ich wollte dir nicht das Gefühl geben, dass du mir nicht wichtig wärst. Als wir uns letzte Woche auf Poni getroffen haben, war ich in dem Moment so ausgelassen, wie man nur sein konnte.“ Just in diesem Moment fiel Rachel ein, wie sie weiter ansetzen konnte. „Mir hat es immer Spaß gemacht, mich um Pokémon zu kümmern. Sie kennenzulernen. Freundschaft zu schließen. Also, ich möchte, dass du dich wohl fühlst. Nur habe ich das einfach nicht geschafft. Ab jetzt will ich das aber ändern. Verstehst du?“

    Obwohl Forgita aufmerksam zugehört hatte, legte sie nur den Kopf schief und öffnete fragend den Mund. Rachels Herz zog sich etwas zusammen und sie presste die Lippen aufeinander. Natürlich. Wenn sie nur Phrasen drosch, würde davon niemand glücklich werden. Wer wusste schon, ob Forgita nicht sogar noch zu jung war, um ihre Sorgen zu verstehen? In jedem Fall legte Rachel ihre nach oben hin offene Hand auf das Bett, direkt neben ihre neue Partnerin. Diese blickte lange auf die dargereichte Geste, schließlich in Rachels Gesicht und wieder zurück, bevor Forgita selbst mit der freien Hand einige Finger fest umschloss. Der Guardian wurde schnell bewusst, dass ihr Pokémon einen starken Griff hatte und sich das womöglich mit jeder Entwicklung noch weiter ändern würde. Schließlich war das aber eine Aufgabe an sie und ihre Fähigkeiten, dass sie miteinander umgehen lernten. Für den Moment wollte Rachel es einfach dabei belassen.

    Pandora machte den Anschein, bald schlafen gehen zu wollen und gähnte nun ebenfalls herzhaft. Allerdings wurde sie von Cammy auf den gemeinsamen Moment ihrer Trainerin mit Forgita hingewiesen. Es war einer dieser seltenen Augenblicke, in denen er keine gleichgültige Miene aufgesetzt hatte, sondern ein Lächeln sein Gesicht zierte. Als Pandora das erkannte, keckerte sie leise.


    OT: Teil 1 eines längeren Beitrags, den ich schon zu lange vor mir herschiebe. Zumindest weiß ich jetzt, in welche Richtung ich gehen möchte. Teil 2 kommt dann voraussichtlich in den nächsten Tagen und schließt zum Beginn der Mission auf.

  • Die Sonnenkreisuntersuchung – Belaine


    Lange hatte die Guardian-App Belaine nicht beschäftigen können, besonders ausführlich war die Beschreibung der anstehenden Mission nicht. Seltsame Gestalten war ähnlich aufschlussreich wie Optionen haben oder ein Delfinator-Lead, nur die Zeit würde zeigen, was noch passieren konnte. Dass ausgerechnet Yasu der Auftraggeber war, ließ sie dennoch spekulieren: Während der Ausbildung hatte sie bereits mit dem windigen Inselkönig Bekanntschaft geschlossen, sein Händedruck war genauso kraftlos gewesen wie der Rest seines Auftrittes und wahrscheinlich hatte er sie auch nur wegen dem Nachnamen beachtet, denn er schien interessierter an Belaines Großvater gewesen zu sein als an ihr, sofern sie damals seine müden Regungen korrekt als Interesse gedeutet hatte. Ihr Kopf sagte ihr, dass sie ihm seine Apathie nachsehen sollte, ihr Herz aber war noch immer peinlich beeindruckt von seinem abgeranzten, ignoranten Swagger und auch wenn sie wusste, dass sie in erster Linie als Guardian und nicht als Belaine Bates am Sonnenkreissee auftauchen würde, riss sie jede Interpretation, die ihr schmeichelte, noch so gerne an sich. Aber sie war auch beunruhigt: Wenn ein Inselkönig, eine der höchsten Autoritäten der Region und zweifellos kompetent im Umgang mit Menschen und Pokémon gleichermaßen, die Hilfe der Foundation in Anspruch nehmen wollte, war Feuer im Dach. Sich selber sah Belaine ohnehin nicht als mehr als eine Dienstleisterin, ihre Kolleginnen und Kollegen schätzte sie nicht anders ein; entweder litt Yasu an argem Personalmangel oder die Situation war rechtlich verzwickt und nur die Extrafreiheiten, die eine NGO wie die Silvally-Foundation genoss, vermochten ein schnelles Eingreifen zu garantieren. Den Kaffeebecher leerend grübelte Belaine weiter und grub in ihrer Erinnerung an den Sonnenkreissee herum. Ruinen gab es dort, was Vandalismus als Problem nahelegte… Aber damit sollte Yasu keine Probleme haben, ansonsten wäre sie enttäuscht. Vielleicht Plünderer – Plünderer aus der Fremde, die nicht von Alolas Justiz belangt werden konnten und daher im Namen der Erhaltung der Region eine bissige Mahnung verdient hatten. Je nach dem, wie ernst es diese seltsamen Gestalten meinten, könnte der heutige Tag nicht ganz ungefährlich werden – auch der Rang der Mission war erhöht worden, so viel hatte Belaine dem Log entnommen, doch da sie trotz allem nur von F auf E gesprungen war, hielt sie ein Zusammentreffen mit Team Rocket oder Organisationen von vergleichbarem Kaliber für unwahrscheinlich. Und wenn es doch Team Rocket ist… Nein, ausgeschlossen, dann wären diese Gestalten benannt worden. Wahrscheinlich waren es bloß Taugenichtse und Schwerenöter, die sich mit der Vergangenheit der Region eine Zukunft ermöglichen wollten und denen würde Belaine pflichtbewusst auf die Finger klopfen, auf dass sie sich eine richtige Arbeit suchten, eine solche, um die sie im Rahmen ihrer Mündigkeit ausnahmslos einen weiten Bogen machte.

    Da sie aber bei der Wahl ihrer derzeitigen Arbeit keine Wahl gehabt hatte, musste sie sich dann auch bald abreisefertig machen. Zwar hatte sie gegessen, doch eine unangenehme Leere in ihrem Magen war geblieben; sie sammelte ihre Pokémon ein, schminkte nach, cremte ein und zog sich etwas Passendes an, aber wirklich zur Ruhe kam sie nicht. Wenigstens konnte sie sich für ein paar Minuten ganz und gar auf präsente Herausforderungen konzentrieren, als sie sich unter seltsamsten Verrenkungen in ihre lächerlich enge und lächerlich ripped Jeans zwängte, die mehr Reißverschlüsse bot als ein Schneidergeschäft, von denen aber kein einziger einem nachvollziehbaren Zweck diente. Die Bauchtasche zog sie sich über die Schulter und entschied sich dann für die brachialsten Boots überhaupt, das Profil so dick, dass sich jeder Schaufelbagger verliebt hätte. Kontraste machten ein Outfit, Kontraste waren ohnehin interessant, weshalb Belaine sich auch etwas auf ihren Intellekt einbildete.


    Jeder ihrer Schritte wurde von metallischem Klirren begleitet, ein ominöses Banjo spielte, als der Aufzug sie auf den Pier spuckte. Sofort siedeten die Minderwertigkeitsgefühle, als sich nicht augenblicklich jeder Kopf nach ihr umdrehte – der neue Look war nicht nur für Blanas, verdammt. Wiederum durfte sie fehlende Worte auch niemandem nachsehen, sie war ja versöhnlich und kooperativ unterwegs und glaubte, Scheuerts Rat verstanden zu haben. Matteos Aufmache konnte sie auch nicht weiter beunruhigen – Belaine hatte zu viel Zeit abseits der Welt verbracht, um Tarnfarben mit der Ernsthaftigkeit, für die sie entworfen worden waren, zu assoziieren, für sie war es bloß eine weitere stilistische Entscheidung.

    Er sagte auch nichts von Bedeutung; Belaine hatte fest damit gerechnet, dass ihnen nun die Mission erklärt würde, doch anscheinend wollte Yasu der Foundation überhaupt nichts anvertrauen. Das war lästig, brachte sie aber auch auf eine Idee. Plötzlich stand sie hinter der euphorischen Eunice – niemand wusste genau, wie sie das zu bewerkstelligen pflegte – und lehnte sich dezent zu ihr herunter.

    „Das glaube ich nicht.“ Sie sprach leise und ohne Emotionen, sodass Matteo sie nicht hören und ihr womöglich in die Parade fahren konnte. „Weißt du denn überhaupt, was uns erwartet? Die Foundation lässt uns nicht von ungefähr im Dunkeln, aber die Zeichen sind da – Inselkönig Yasu, überfordert und hilfsbedürftig? Clearly ein überregionales Problem, vielleicht ein Schmugglerring, vielleicht ein verrückter Wissenschaftler, der an den Einheimischen experimentiert … vielleicht Team Rocket, die sich hier ein Standbein sichern wollen. Ich jedenfalls habe ein Messer dabei.“

    Natürlich hatte sie kein Messer dabei, aber die Behauptung half immens beim Versuch, ihre eigenen Befürchtungen an Eunice auszulagern. Zubat war gewiss nicht das Lieblingspokémon von Zubatman.


    OT: Dabei weiß jeder, dass Belaines Weapon of Choice ein stachliger Gummihammer ist

  • Die Sonnenkreisuntersuchung - Rachel (2/2) Sonnenstein


    Am nächsten Morgen erwachte Rachel wie gewohnt früh. Anders als in den Tagen davor konnte sie ohne Probleme durchschlafen und sie fühlte sich, als wäre ihr um einiges leichter. Während sie sich aufrichtete und die Augen rieb, bemerkte sie erst, wie entspannt sie tatsächlich war. Die vergangenen, nachdenklichen Tage waren vorbei und obwohl sie nicht das Gefühl hatte, schon direkt zu Forgita aufgeschlossen zu haben, war Rachel in dieser Hinsicht ebenfalls leichter. Nachdem sie ihre Brille vom Nachtkästchen gefischt hatte und einen Blick zu ihren Pokémon geworfen hatte, bemerkte die junge Frau, dass sie noch in Ruhe schliefen. Ein Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht.

    Bevor Rachel aufstand, nahm sie ihr Smartphone und rief ihre Notizen ab. Ihr Blick fiel auf ein leeres Feld, das auf das Datum vor acht Tagen datiert war, und ein gefülltes Feld von gestern. Bevor sie schlafen gegangen war, hatte sie noch ein Haiku formuliert.


    Sich näherkommen

    Pokémon und auch Menschen

    Gemeinsame Zeit


    Es hatte in ihren Augen einen leicht kitschigen Klang, aber es fasste so vieles zusammen, was sie erlebt hatte. Die Pokémon-Pflege; ihren Entschluss, Forgita die verdiente Chance zu geben; selbst nicht davonzulaufen und sich den Sorgen zu stellen. Vermutlich würde das alles nicht auf gleich passieren. Aber ein Anfang musste gemacht werden.

    Nachdem Rachel für kurze Zeit auf das Haiku gestarrt hatte, bedachte sie das leere Feld daneben mit einem vernichtenden Blick. Tagelang hatte sie schon überlegt, was sie schreiben sollte. Und dennoch war ihr bisher nichts Gutes eingefallen, was diese Zeit gut ausdrücken könnte. Rachel presste die Lippen aufeinander. Ihr Herz begann etwas schneller zu schlagen, als sie an die Erlebnisse dachte. Sie musste endlich damit abschließen und aus einem ihr unerfindlichen Grund hatte die junge Frau das Gefühl, es hing mit diesen wenigen, noch nicht verfassten Worten zusammen. Also schrieb sie nun ohne konkrete Idee los.


    Allein unterwegs

    Finster die Stunde am Tag

    Ein Wiedersehen


    Rachel sah die Worte mehrere Minuten lang an. Sie war nicht zufrieden, aber vielleicht sollte sie das auch nicht sein. Die Frustration über alles, was mit diesem Tag zu tun hatte, vereinte sich in den ersten beiden Versen und der letzte gab Hoffnung. Und diese Hoffnung war es letztendlich, die sie in den letzten Tagen mit Lapras auf See verspürt hatte.

    Ein deutliches hörbares Seufzen erklang im Raum, bevor Rachel das Smartphone wieder weglegte. Im nächsten Moment hangelte sich Cammy an der Bettkante hoch und ließ die junge Frau erschrecken. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass ihr Partner bereits wach war. Der machte allerdings, bedachte man nur die gemächlichen Bewegungen und das ausdruckslose Gesicht, auch nicht den Eindruck, als wäre er bereits wach. Tatsächlich krabbelte Cammy aber auf Rachel zu, stellte sich auf die Hinterbeine und legte die linke Hand auf Rachels Wange. Sie wusste zuerst nicht, wie sie darauf reagieren sollte. Aus Reflex zog Rachel Cammy näher an sich heran und drückte ihn vorsichtig.

    „Danke, dass du immer da bist.“

    Beide verblieben für eine kurze Weile in dieser Position, bevor Cammy mit der anderen Hand bemerkbar machte, wieder etwas Abstand haben zu wollen. Sie ließ ihn wieder los und während Rachels Blick laut Entschuldigung sprach, wirkte ihr Partner nach wie vor recht ausdruckslos. Natürlich verstand sie ihn, dass er nicht mehr die Nähe suchte, die er vor der Entwicklung hatte. Dennoch faszinierte es Rachel immer wieder, wie emotional stabil Cammy wirkte. Es war fast so, als hätten beide die Rolle getauscht und sie wäre nun an der Reihe, sich zu beweisen.


    So oder so war es Zeit, aufzustehen. Während sich Rachel bereit machte und in lockere Klamotten schlüpfte, erwachte Pandora aus ihrem Schlummer und ihr Gähnen war kaum zu überhören. Sie suchte in der Luft nach Halt und machte dabei mehrmals eine Rolle um sich selbst. Erst nachdem sich Rachel erbarmt hatte, die Kleine wieder auf ihrem Kopf sitzen zu lassen, schaffte Pandora es zumindest, sich zu konzentrieren. Die Nacht war offenbar lang gewesen, denn weder Cammy noch Forgita machten den Eindruck, zu wenig Schlaf gehabt zu haben. Insgeheim fragte sich Rachel, ob ihre Partnerin in den Nachtstunden ausbüxte und die Zeit an der frischen Luft verbrachte.

    Der Weg in die Cafeteria zum Essenfassen und wieder zurück verlief ohne großartige Zwischenfälle. Erstmals hatte Rachel alle drei Pokémon aus ihren Bällen entlassen. Forgita war aufgrund der vielen Menschen eingeschüchtert, schaffte es aber, sich nach gutem Zureden durch Cammy und Pandora zum Essen durchzuringen. Seit der Ankunft in der Foundation hatte sie das Essen immer auf Rachels Zimmer zu sich genommen. Noch wusste die Kleine tatsächlich nicht, warum diese Veränderung eingetreten war. So viele Fragen in ihrem Kopf, die nicht einfach so beantwortet werden konnten. Vielleicht ergab sich einmal Gelegenheit, das zu hinterfragen.


    Kurz vor halb acht erhielt Rachel eine Nachricht auf ihr Smartphone. Eine neue Mission war verfügbar, zu der sie eingeladen wurde, teilzunehmen. Der Name Yasu war ihr geläufig, allerdings wusste sie über ihn persönlich nahezu nichts, außer dass er einer der vier Inselkönige Alolas war. Sie war dementsprechend gespannt zu sehen, was er für die Guardians bereit hielt. Wenn sich eine solch bekannte Person bei der Silvally Foundation meldete, hatte das sicherlich seine guten Gründe.

    Den Sonnenkreis-See hatte die junge Frau bisher nur auf Bildern gesehen. Sie entschloss sich für diesen Tag, die Guardian-Kleidung im Schrank zu lassen und sich stattdessen mit Jeans sowie einem dunkelblauen T-Shirt mit weißen Schnörkeln darauf einzudecken. Laut alten Geschichten in Alola wurden diese Muster eingesetzt, um Glück und Hoffnung zu geben. Zum Schluss band sich Rachel noch die Haare zusammen und nahm den frisch gewaschenen, schwarzen Schal in ihre Hände. Bei dessen Anblick musste Rachel kurz kichern. Großmutter war damit nie weit weg und in ihren Gedanken konnte sie die Erzählstimme der älteren Frau klar vernehmen. Sie band den Schal schließlich um ihren Hals und holte die Pokémon für den Moment zurück.


    Wenige Minuten nach neun Uhr traf Rachel vollständig vorbereitet im Hafen ein. Sie fand zuerst nur Matteo vor, der sie wohl auf dieser Mission begleiten würde. Nach und nach trafen aber auch Roxas, Sandrine, Belaine und Eunice ein. Mit einem vielleicht schon etwas zu überschwänglichen „Alola“ begrüßte sie die anderen Guardians. Anstelle von weiteren Details blieb es jedoch bei den vagen Ausführungen aus der Beschreibung. Während sich Roxas bereits auf den Beginn freute, unterhielten sich Eunice und Belaine. Rachel erhoffte sich von Fragen nicht sonderlich viel und trat daher lediglich an Bord des Bootes. Ob Yasu wohl ein schwieriger Charakter war, dass Matteo das Höflichsein so betonte?


    OT: Teil 2 und aufgeschlossen.

  • Basis der Guardians - Die Rückkehr von Zaveid


    Gerade als Zaveid die Nachricht für die Sonnenkreisuntersuchung am Folgemorgen des Umzugs erhielt, wurde ihm ebenfalls eine weitere von seiner Familie geschickt. Sein Cousin sei vorerst aus den Guardians ausgetreten und würde vorerst eine kleine Zeit bei Zaveids Familie in Hoenn bleiben. Der Silberhaarige hatte sich leicht gewundert, wieso er ihm nicht mehr in der Basis begegnet war. Nun wo dies aufgeklärt war, beschloss Zaveid ohne weitere Überlegung einen seiner Vorgesetzen aufzusuchen und streifte durch alle Stockwerke der Basis bis schließlich Karl in Sichtweite war. Mit seinem allseits bekannter feuriger Leidenschaft erklärte der Tutor dem Aufsichtsführenden Guardian die Lage und erbat die Erlaubnis für eine temporäre Beurlaubung um die heutige Mission auszusetzen, rasch nach Hoenn zu fliegen, nach dem Rechten zu sehen und sich dann wieder auf den Rückweg begeben. Soweit wie es die Transportmittel zulassen.

    Danach musste Zaveid seinem Vorgesetzten folgen und einige Dokumente ausfüllen um die offizielle Seite dafür zu klären. Als dies getan war, legte der Silberhaarige einen Marathon für die Reise in seine Heimatregion hin.


    Angekommen in Graphitport City erkundigte sich Zaveid über die Gründe seines Cousins für den Austritt von den Guardians. Dieser wollte wohl nach den bisherigen Missionen seine Berufswahl bedenken und hatte sich deswegen entschieden auszutreten und nach Hoenn zurückzukehren. Trotz seiner leidenschaftlichen Art akzeptierte Zaveid die Entscheidung nach einem längeren Gespräch, wenn auch mit einer Beschwerde über das wortlose Verschwinden, und verbrachte einige wenige Stunden mit seiner Familie bis zum Abend. Nach dem Abschied brach der Tutor auf um den Flug zurück nach Alola zu erwischen um die anderen Guardians vielleicht noch beim Abendessen aufzufinden.


    Zur Überraschung des Silberhaarigen erreichte er die Basis der Guardians bereits zur Abenddämmerung und hatte durch das Häppchen, was im Flugpreis mit inbegriffen war, noch keinen allzu großen Hunger. Zaveid war ebenfalls neugierig was sich im Pokémon-Markt getan hat, auch wenn der Umzug erst kürzlich vollzogen wurde. So schlenderte er mit Jungglut durch die Foundation und plötzlich schrie Jungglut auf und zeigte auf eine ihnen unbekannte Frau. Ein kurzer Austausch von Begrüßungen zeigte auf, dass es sich um die reisende Händlerin Melanie handelte und Jungglut aufgeregt auf einen zum Verkauf stehenden Stein zeigte. Es war ein Eisstein, sowie ihn Vulpix zur Entwicklung benötigte. „WAAS?!“, schrie Zaveid nun im Einklang mit Jungglut auf und fuhr dann in einer nur noch leicht erhöhten Stimmlage fort, „Ich nehme den Eisstein. Ich brauche ihn auf jeden FALL!“


    OT: Zaveid's back in business. Dieser Beitrag wurde mit der Leitung besprochen und spielt zeitlich etwa nach dem Ende der laufenden Mission.

  • Wer sucht, der findet?


    Es war eine bewölkte Nacht. Nur wenige Strahlen Mondlicht durchdrangen die Wolkendecke. Doch der Strahl einer Taschenlampe war deutlich zu erkennen. Ein kleines Mädchen hielt sie und schien etwas oder jemand damit zu suchen. "Hallo? Bist du da? Ich bin wieder da, wie versprochen.", flüsterte sie. Ein paar Sekunden später war ein Schatten zu sehen. Etwas schien sich nicht weit von dem Mädchen zu bewegen. Als das Mädchen ihre Taschenlampe darauf richtete, grinste sie vor Freude. "Da bist du ja! Hier ich hab dir etwas mitgebracht." Schnell holte sie mit ihrer freien Hand einen Beutel hervor, öffnete ihn und leerte den Inhalt vor sich aus. Zögerlich näherte sich das Wesen mit dem sie redete. Es begutachtete erstmal was es war. Als es festgestellt hatte dass keine Gefahr davon ausging, machte sich das Wesen darüber her. Das Mädchen kicherte und streichelte das Wesen vorsichtig. "Schmeckt gut oder? Mama hat die gebacken! Sie sind soo lecker." Die Antwort des Wesens wurde von einem Schrei übertönt. Erschrocken fuhr das Mädchen zusammen. "Das war nicht sehr nett!", flüsterte sie ohne zu wissen wo die Quelle des Rufs herkam. "Ich bin ja normalerweise nicht so leicht zu erschrecken. Ist alles in Ordnung? Keine Sorge, das war nur ein doofes Noctuh. Ich glaube ni-..." Plötzlich schlang sich etwas um das Mädchen. Erst um den Mund und dann ihren Körper. Kurz darauf war der dumpfe Aufprall ihrer Taschenlampe zu hören, die zu Boden fiel und deren Licht daraufhin erlöschte.


    Karl hatte schlechte Laune. Zum einen wurde er in aller früh geweckt und mit einer Mission beauftragt. Zum anderen häufte sich die Arbeit und sie waren unterbesetzt, dank den Vorbereitungen in Alola für die Feierlichkeiten zur Eröffnung der Arenen. Umso näher die Eröffnung rückte, umso angespannter wurde die Stimmung auf den Inseln. Kein Wunder, dass die Ordnungshüter und Inselkönige beschäftigt waren um den Frieden zu wahren. Daher hatte sich die Foundation angeboten so gut wie möglich auszuhelfen.

    Dadurch hatten sie auch Aufträge die die Foundation normalerweise nicht übernahm oder nur wenig Erfahrung damit hatte. Und bei seiner aktuellen Mission hatte er auch noch mit ein paar bekannten Gesichtern zu tun, die er seit dem Teambuilding nicht mehr gesehen hatte.

    "Hoffen wir, dieses Mal läuft es besser.", murmelte er, bevor er seine Durchsage machte. "Roxas Heart, Rachel Craig, Zaveid Berseria und Eonya Burnett-Kukui, kommt umgehend in den Konferenzraum!"


    "Na wurde auch Zeit.", begrüßte Karl sie, als auch der letzte Guardian im Konferenzraum angekommen war. "Wir haben nicht viel Zeit zu verlieren, deswegen kommen wir gleich zum Punkt. Ein kleines Mädchen ist letzte Nacht verschwunden und wir wurden gebeten sie zu finden. Ja, ich weiß diese Aufgabe ist normalerweise ein Fall für die Polizei oder erfahrenere Guardians aber wir sind zur Zeit unterbesetzt. Wie ihr vllt wisst steht die Eröffnung der Arenen an und es soll auf allen Inseln ein Fest geben um diese zu feiern. Daher müsst ihr diese Mission übernehmen. Also beeilt euch, trefft alle Vorbereitungen und kommt dann zum Hafen." Ohne weitere Erklärungen nahm Karl den Aufzug und lief zu einem der Stege wo bereits ein Boot darauf wartete sie nach Mele-Mele zu bringen.


    Die Fahrt verlief ohne weitere Zwischenfälle. Auf halber Strecke beschlossen ein paar Matirps und ein Mantax ihnen zu folgen bis kurz vor den Strand von Hauholi. Die Mantirps hüpften fröhlich übers Wasser und schauten immer wieder neugierig hoch. Nur das Mantax machte einen verärgerten Eindruck. Oder wollte es nur auf seine Kleinen aufpassen? Während der Fahrt erklärte Karl die Details der aktuellen Mission. "Der Name des Mädchens ist Emily. Sie ist sieben Jahre alt und wurde gestern Abend zuletzt gesehen. Ihre Eltern haben heute Morgen bemerkt dass sie verschwunden ist. Wir werden uns zuerst bei den Eltern melden und in ihrem Haus umsehen. Je nachdem was wir herausfinden, entscheiden wir dann wie wir weiter vorgehen. Seid freundlich und haltet euch etwas zurück, habt ihr mich verstanden? Keine Alleingänge und jede wichtige Entscheidung wird mit mir abgesprochen! Das ist ein schwieriger Auftrag und ich erwarte vollste Konzentration. Wenn ihr noch Fragen habt, dann raus damit! Sobald wir angelegt haben, gehen wir sofort zu den Eltern des vermissten Mädchens. Sie wohnen in Hauholi." Karl schaute alle streng und eindringlich an, um sicherzustellen alle Anwesenden hatten ihm auch wirklich zugehört.


    OT: Willkommen zur neuesten Mission. Ihr könnt euch noch vorbereiten, falls ihr noch etwas zu erledigen habt. Euch vorstellen, schließlich gibt es jmd Neues unter uns oder euch sofort zum Boot begeben. Der nächste HS kommt spätestens in zwei Wochen. Kleine Erinnerung nochmal: Bei dieser Mission wirkt sich eure Entscheidung an manchen Stellen auf den Erfolg der Mission aus. Daher überlegt gut was ihr unternehmen wollt. Ihr werdet, wenn es soweit ist, nicht darauf hingewiesen oder bekommt Bescheid ob ihr euch richtig entschieden habt. Aber das werdet ihr auch so schnell merken😏.

    Ich wünsche viel Spaß und bei Fragen meldet euch einfach.

    Rusalka  Marc27  Xani

  • Wer sucht, der findet? - Zaveid & Jungglut


    Glücklicherweise hatte Zaveid in seinem Eifer den Frühsport noch früher begonnen und war zum Zeitpunkt von Karls Durchsage bereits geduscht und fast einsatzbereit. Der Silberhaarige rief Reptain aus seinem Ball hervor und gab ihm den Rosenrauch, welcher eine Belohnung einer früheren Mission war, zu tragen um so seine Pflanzen-Attacken zu verstärken. Danach eilte Zaveid mit Jungglut an seiner Seite in der allseits bekannten feurigen Leidenschaft in den Konferenzraum.

    Trotz der Ankunft als Erster blieb kaum Zeit für ein Gespräch bevor Karl loslegen wollte und zusätzlich empfand der Tutor eine gewisse Anspannung im Raum. Daher gehend verhielt sich das feurige Duo, für ihre Verhältnisse, erstaunlich ruhig bis die Besprechung begann und abgeschlossen war. Eine kurz Überlegung nach Ende folgten sie Karl zum Steg und erwarteten den Beginn der Abfahrt während sie Vorgehensweisen überdenkten. Ein Pokémon mit Spürnase hatte Zaveid leider nicht und wenn er Vulpix fragen würde, wäre die Reaktion wohl eine eiskalte Brise...

    Der Blick des Orangeäugigen fiel auf Roxas und der weiterführende Gedanke blieb nicht fern. „Sag mal, Roxas...“, sprach Zaveid seinen Guardian-Kameraden an, „Könnte dein Wuffels mit seiner Spürnase nicht behilflich sein?“




    OT: Habe imBeitrag der Inventare gesehen das der Rosenrauch noch nicht zugewiesen war und war so frei das hiermit auszubessern.

  • Wer sucht der findet?


    Roxas war die ganze Nacht in der Bibliothek gewesen. Seit dem Besuch des Sonnenkreissees, hatte er wiederholt die Bücher gewälzt um mehr über die Ultrapforten und Ultrabestien zu erfahren. Er hatte sich schon damals, als er nach Alola kam, mit den Bestien befasst und musste in den letzten Tagen leider feststellen dass nicht viel mehr seit damals herausgefunden wurde. Er war wieder mal in einem Stuhl der Bibliothek eingeschlafen. Er träumte gerade von Ultrapforten die wie Arboretoss geformt waren, als er plötzlich jmd seinen Namen rufen hörte. "Waa-aas?", murmelte er benommen. Es dauerte etwas bis er verstand was da gesagt wurde. "Oooh Mist!", rief er aufgeregt. Seine Pokémon hatte er in seinem Zimmer gelassen. Die drei wären wahrscheinlich keine große Hilfe gewesen, obwohl Arboretoss sich vllt dafür interessiert hätte. Das Vogel-Pokémon war ziemlich neugierig und wissbegierig, wie er immer mehr feststellte. Dabei fiel ihm ein, dass er bei der Suche nach einem Spitznamen für sie noch keinen Schritt weitergekommen war. Hektisch sprang er auf und rannte in sein Zimmer. "Hey, alle aufwachen! Schnell, schnell! Wir wetden gebraucht. Na los du Schlafmütze! Du bist mittlerweile zu schwer um getragen zu werden. Du hast ganz schön zugenommen in den letzten Tagen. Also LOS JETZT!", rief Roxas laut, während er das notigste einpackte und Mampfi sich zu weigern schien aufzustehen. Erst bei dem Kommentar zu seinem Gewicht, stand es enttäuscht auf und folgte Roxas. Wuffels und Arboretoss ließ Roxas in ihren Bällen und rannte zum Konferenzraum. Er hatte kaum Zeit etwas zu sagen, da begann Karl auch schon mit seiner Ansage. "Vermisstes Mädchen? Ich wusste nicht dass wir auch verschwundene Personen suchen?" Ein paar Sekunden später realisierte er auch was Karl noch gesagt hatte. "Warte, warte, warte! Wir müssen uns erst jetzt vorbereiten? Ich hab mich umsonst abgehezt? Ich hatte noch nicht mal ein Frühstück..." Er drehte sich um und stattete der Caféteria einen Besuch ab. Nachdem er für sich und seine Pokémon etwas zu essen für unterwegs besorgt hatte, machte er noch einen Abstecher zum Markt. Er war seit der Eröffnung noch nicht dort gewesen. Er kaufte jedoch nur einen Trank und beeilte sich dann zum Hafen.


    Auf dem Boot setzte er sich und packte die belegten Brote und das Poké-Futter aus, die er für sich und seine Pokémon geholt hatte. Als alle draußen waren verteilte er das Futter. Gerade als er in sein Brot beißen wollte, kam Zaveid auf ihn zu. 'Oh Nein, ich hab nun wirklich keine Lust auf einen Kampf. Warte auf dem Boot können wir nicht kämpfen oder? Glück gehabt!' Erleichtert atmete er auf. Allerdings überraschte ihn sein Kollege. "Hmm, ehrlich gesagt hab ich darüber noch gar nicht nachgedacht. Wuffels hat mir ab und zu geholfen Mampfi zu finden, wenn der Vielfraß wieder mal nen Snack gesucht hat. Aber ich habe keine Ahnung ob das aufgrund seines Geruches war oder Mampfi vorhersehbar ist und nicht wirklich schwer zu finden. Wuffels, kannst du jmd mit deiner Spürnase finden?"

    Doch das Wuffels schaute ihn daraufhin nur fragend an und legte seinen Kopf schief. "Tja, das war wohl nicht sehr hilfreich. Haha. Denke das müssen wir wohl ausprobieren." Roxas biss herzhaft von seinem Brot ab, da sah er jmd den er noch nicht kannte. "Hey, weißt du wer das neue Mädchen da ist? Ich glaube nicht dass ich mit ihr schon mal zusammen gearbeitet."


    OT: Mit 'das neue Mädchen' ist natürlich Eo gemeint 😊.

  • Wer sucht, der findet? – Rachel


    Der Morgen war für Rachel sonderbar unaufgeregt. Sie erwachte selbstständig, ohne von jemandem geweckt zu werden, konnte mit ihren Pokémon ohne besondere Vorkommnisse essen gehen und darüber hinaus schaffte sie es, langsam ein Band zu Forgita aufzubauen. Nach der Untersuchung beim Sonnenkreis-See, wo sie sowohl auf Pandora als auch auf ihren Neuzugang verzichtet hatte, konnte sie in den letzten Tagen wesentlich mehr Zeit mit ihnen verbringen.

    Besonders die Grolldra-Dame genoss es sehr, sich an Rachel zu schmiegen und umgarnt zu werden. Beinahe hatte die junge Frau das Gefühl, dass die Mission alleine dazu beigetragen hatte, dass Pandora so reagierte. Sie stellte einen ziemlich krassen Kontrast zu Cammy dar, der lieber für sich war und nur in sehr seltenen Fällen auch körperliche Nähe suchte. Forgita wirkte im Vergleich zum ersten Tag, an dem sie aus dem Pokéball gelassen wurde, wie ausgewechselt. Sie war den anderen Pokémon nicht mehr so abgeneigt und zeigte nun auch vermehrt Interesse daran, sich mit ihnen zu unterhalten.

    Plötzlich war eine Durchsage zu hören. Der Stimme nach zu urteilen war es Karl, der Rachel und einige andere Guardians in den Konferenzraum beorderte. Sie seufzte hörbar und hatte die Aufmerksamkeit all ihrer Pokémon. Am Rande ihrer Erinnerung blitzte das Ende des Teambuildings auf, als Karl vergnügt am Strand gegrillt und sich nicht für die Belange der teilhabenden Guardians interessiert hatte. Ob er in der Zwischenzeit darüber nachgedacht hatte?

    Rachel war noch in ihren Morgenklamotten, entschied sich für die Besprechung aber für etwas, was ihre Figur betonte. Jedenfalls, so weit das auf Basis ihrer Statur möglich war. Wenn Rachel in den letzten Wochen etwas gelernt hatte, dann, dass sie sich nicht verstecken musste. Belaine war in der Hinsicht durchaus ein Vorbild, auch wenn sich die junge Frau sicher war, dass sie niemals deren spitzzüngiges Mundwerk übernehmen könnte.


    Die Pokémon verblieben in ihrem Zimmer, während Rachel im Konferenzraum mit einem allumfassenden Alola als Begrüßung eintraf. Lediglich Zaveid war mit seinem Partner Jungglut bisher anwesend, was angesichts seiner hibbeligen Art rund um jegliche Missionen der Guardians nicht verwunderte. Er war es aber auch, der Pandora geholfen hatte, eine neue Attacke zu lernen. Dementsprechend war sein Eifer natürlich klar ersichtlich und bei Attacken konnte ihm wohl maximal der Professor dieser Region etwas vormachen.

    Wenig später trafen auch die anderen ein, wobei Roxas so wirkte, als wäre er gerade erst wach geworden. Karl wirkte an diesem Tag besonders angespannt und nicht in der Laune, Fragen zu beantworten. Seine „Besprechung“ – eigentlich hatte es eher etwas von einem Monolog – drehte sich um die wichtigsten Punkte des bevorstehenden Auftrages. Ein Mädchen zu suchen könnte unter Umständen schwierig sein. Insbesondere, wenn nicht klar war, wo die Guardians eigentlich suchen sollten.

    „Wie er gesagt hat“, meinte Rachel zu Roxas mit ruhigem Tonfall. „Wir kümmern uns darum, weil andere Guardians in Vorbereitungen eingespannt und Einsatzkräfte unterbesetzt sind. Aber das schaffen wir schon.“

    So hoffte sie zumindest.


    Nach der Einsatzbesprechung ging Rachel zurück auf ihr Zimmer. Die Pokémon hatten sich auf ein Knäuel geworfen und begruben Cammy unter sich, der alles andere als begeistert wirkte. Sie kam gerade noch rechtzeitig, um ihn vor dem drohenden Unheil in Form von Forgitas Hammer zu bewahren, den sie aus unbestimmten Gründen erhoben hatte. Ob sie tatsächlich zuschlagen wollte, war nicht klar, aber Rachel wunderte sich auch, warum Cammy nichts unternommen hatte. Als Forgita im Pokéball verschwunden war und auch Pandora verstanden hatte, dass die Spielstunde vorbei war, konnte er jedenfalls wieder aufstehen. Sein Blick hatte etwas Verständnisvolles für die jüngeren Pokémon, wenngleich er sich wohl mehr dafür interessierte, was sie heute machen würden.

    „Wir haben eine neue Mission“, sagte Rachel und zuckte danach mit den Schultern. „Ich weiß aber noch nicht, wo es genau hingeht. Wir dürfen wohl ein vermisstes Mädchen suchen.“

    Cammy nickte und war bereit. Auch Pandora war interessiert und so war die Sache für alle geregelt. Mit dem Wechsel zur Guardian-Uniform und der Begutachtung all ihrer Utensilien warf Rachel schließlich noch einen Blick auf ihr Smartphone. Dort war noch ihre Notizenfunktion geöffnet.


    See im Sonnenkreis

    Begegnung im Nebelschein

    Andere Welten


    Rachel erinnerte sich, dass sie die ganzen letzten Tage damit verbracht hatte, dieses Haiku zu schreiben. Es fasste ihrer Ansicht nach auch alles zusammen, was mit der Mission beim Sonnenkreis-See zu tun hatte. Heute Morgen war sie fertig geworden und noch immer war sie zufrieden. Mit diesem Gedanken verließ sie das Zimmer und betrat den Aufzug.


    Im Hafen der Silvally Foundation angekommen machte Karl weiterhin den Anschein, als würde er auf Kohlen stehen, so nervös wie er sich umsah. Er konnte es wohl wirklich nicht erwarten, das alles hinter sich zu bringen. Anders als zuvor war die junge Frau zuerst da und wartete die erste Zeit genügsam auf dem Boot. Schließlich ließ sie Pandora aus dem Pokéball, um ihr etwas Freiraum zu geben. Während Rachel Pandora an den Hörnern kraulte und die wiederum zufriedene Laute von sich gab, überlegte sie fieberhaft nach einem Namen. Obwohl sie nun schon einige Zeit zusammen verbracht hatten, wollte ihr einfach nichts Gutes für Forgita einfallen. Aber vielleicht würde es ja hier auf dieser Mission so weit sein.

    Auf Nachfrage erfuhr Rachel, dass sie nach Mele-Mele unterwegs waren. Ein Detail, das Karl einige Stockwerke höher noch nicht erwähnt hatte. Damit konnte sie zumindest etwas anfangen und sie vermutete, dass sie wohl bei Hauholi City anlegen würden.

    Wenig später erschienen auch die übrigen Guardians. Roxas und Zaveid sprachen über Wuffels und eine Möglichkeit, Gerüche aufzunehmen. Ersterer schien allerdings eher daran interessiert zu sein, etwas zu essen. Rachel legte eine Hand vor ihren Mund und lächelte still. Mit so viel Energie konnte eigentlich kaum etwas schiefgehen.

  • Wer sucht, der findet? - Eo, Aylu Miezunder und Kuyira Bauz


    Wecker. Das personifizierte Übel. Sie klettern auf dein Gesicht, massakrieren deine Ohrläppchen mit ihrem Schnabel und zerrupfen deine eh schon verknoteten Haare. Sie knabbern an deinen Zehen und stecken dir ihre Krallen in die Nasenlöcher, während sie ihre Katzenmusik zum Besten geben.

    Jepp, Eonya Burnett-Kukui war jetzt wohl wach.

    Aylu und Kuyira grinsten sich an und machten dann einen Rückzieher vom Bett, nur damit ihre Trainerin ihre Nase noch tiefer ins Kissen grub. «Eh.»

    Plötzlich tönte eine Durchsage durchs Zimmer. Sie musste los! Schnell rappelte sich Eo auf und griff nach der Brille, die auf dem Nachttisch lag, bereit, aufgesetzt zu werden um die hinderliche Weitsichtigkeit auszugleichen. Pantoffel 1, Pantoffel 2. Raus aus den Federn! (Die nach der spontanen Weckaktion übrigens zahlreich auf dem Bett klebten.) Eo flitzte ins Badezimmer und begann damit sich flink ihre Morgenroutine anzueignen - mehr oder weniger, weil das ja ihr erster Morgen in dieser kleinen Wohnung war.

    Zehn Minuten später öffnete sich die Badezimmertür und das Mädchen stakste in T-Shirt, Jeansshorts und Sandalen hindurch. Ihre Pokémon hatten sich währenddessen vor der für sie zum Glück undurchdringlichen Barriere positioniert. «Kuy-Kuy, nicht zu wild durch die Gänge fliegen. Die Leute hier nehmen eine Eule im Gesicht größtenteils nicht so locker wie meine Eltern.»

    Dann schnappte Eo sich ihren Rucksack, hängte sich ihn über die Schulter und verließ mit Aylu und Kuyira im Schlepptau ihre Residenz.

    Die Trainerin rannte mit ihren Taschenmonstern durch den Flur. Beeilung!


    Aylu hopste eilig die Treppe hinab, Kuyira flatterte nebenher und Eo - Eo beeilte sich scheinbar etwas zu sehr, denn als sie kurz nicht aufpasste und falsch auftrat, knickte sie sich den den rechten Fuß um. «Ahhh!...» Aber für Pausen war keine Zeit. Also humpelte sie weiter, so gut es ging.


    Eo verstaute die Brotdose mit den Malasadas, die sie gerade eben hier in der Caféteria gekauft hatte, in ihrem Rucksack und nippte an dem Tee, der in einen Pappbecher gefüllt war. Dann verließ sie ihre an der Wand lehnenden Haltung und machte sich - immer noch humpelnd - auf den Weg zum Konferenzraum, der zum Glück nicht mehr weit war. Ihre Pokémon folgten.


    Die Tür zum Konferenzraum wurde aufgestoßen. Eo wollte sich gerade einen Stuhl nehmen, als sie plötzlich in viele fremde Gesichter blickte. Ah, Mist, ich bin ja die Neue...

    Also meinte das Mädchen mit einem motivationslosen Handschwenk, der wohl ein Winken sein sollte: «Äh, hey, ich bin Eonya, also Eo-nja und nicht Eo-Nia oder so... aber ihr könnt mich eh einfach Eo nennen... wenn ihr wollt natürlich... ich bin angehende Meeresbiologin, entschuldige mich jetzt schon mal für mein Bauz und habs eilig. Wenn ihr Fragen habt... fragt einfach.»

    Dann ging Eo noch ein paar mühselige Schritte und ließ sich auf einem Stuhl in einer recht ruhigen Ecke nieder. Entgegen ihrer Vorstellungen schien der Guardian, der wohl die Mission leiten würde - die Trainerin meinte, er hieße Karl - noch nicht mit seiner Instruktion angefangen zu haben. Sie wusste nicht, ob es daran lag, dass noch nicht alle anwesend waren oder ob er ihr ansah, dass sie noch eine kurze Pause brauchte, jedenfalls geschah es ihr nur recht. Eo ließ den Rucksack neben den Stuhl fallen, öffnete ihn und zog ihr Handy hinaus, während Kuyira sich auf eine unbesetzte Stuhllehne setzte und Aylu sich zärtlich auf den verletzten Fuß legte.

    Dann öffnte das Mädchen ihr WaatyApp. Eine neue Nachricht von Tracy.

    «GuMo Nyi, gut aus dem Bett gekommen?» hatte sie vor einer Stunde geschrieben.

    «Hi Aci, leider nein musste mich abhetzen und hab jetzt den Fuß verknackst x0»

    Tracy schien gerade online zu sein. «Oh du Arme x3 pass auf dass du dich nicht bei der Mission überanstrengst 💞»

    «thx werd ich machen 🥰»

    Da hörte Eo, wie Karl die Stimme erhob und ließ das Gerät wieder in ihr Tasche gleiten. Jetzt musste sie aufpassen.


    Eo hatte sich wieder einigermaßen erholt, als Karl seinen Redefluss beendet hatte. Aber sie musste ja zum Hafen! «Ayly, komm mal von meinem Fuß...» meinte sie zu ihrem Pokémon. Der schien jedoch etwas eingedöst zu sein. Das Mädchen musste lächeln, kraulte ihren Kater am Kopf und endlich öffnete dieser eines seiner stechend gelben Augen.

    «Zuuuu!...» meinte Aylu, schüttelte sich und sprang dann auf. Eo wollte ihm das zwar gleichtun, aber da kam ihr der umgeknickte Fuß ein weiteres Mal in die Quere.

    «Au!» Scheint ja wirklich schlimm zu sein. Das wird mich wohl noch die ganze Mission über verfolgen. Hoffentlich werde ich es einigermaßen ignorieren können...

    Moment mal, wo war eigentlich ihr zweites Pokémon?

    Tja, zum Glück hatte Eo ihre Geheimwaffen. Frisch aus der Caféteria - und nein, es war nicht der Tee, den sie inzwischen ausgetrunken hatte.

    «Kuy-Kuy, Malasaaadaaas!»

    Sofort krallte sich ein gieriger Schnabel den Malasada, den das Mädchen in die Luft hielt. «Bafbauf.» meinte Kuyira zufrieden und setzte sich auf Eos Kopf. Die kicherte. «Okay, jetzt aber los, ihr zwei Gurken. Sonst müssen wir den Weg noch selber schwimmen!»

    Bei diesen Worten kam endgültig Leben in Aylu und somit machte sich das ungleiche Trio auf zum Steg.


    Eo genoss die Fahrt, obwohl sie hatte gar nicht im Kopf gehabt hatte, dass sie auf Hauholi City zusteuerten, wie Karl ihr erzählte. Das war doch die nächste größere Stadt! Deshalb kannte sie sich dort auch entsprechend gut aus. Das würde ihr sicherlich zugute kommen. Karl erzählte noch davon, dass die Guardians die Eltern des Mädchens Emily aufsuchen würden. Emily... der Name sagte Eo nichts. Naja, das würde sich hoffentlich bald ändern.

    Allerdings waren sie ja auf dem Wasser unterwegs und das konnte sich die Trainerin nicht entgehen lassen. Also machte sie sich humpelnd auf zum Bug des Bootes, wo man die beste Aussicht hatte.

    «Ayly, Kuy-Kuy, schaut! Sieht der Morgenhimmel mit dem weiten Meer nicht wunderbar aus?» lachte sie, als sie einige Mantirps und Mantax aus dem Augenwinkel beobachtete. So konnte man selbst die heftigsten Fußschmerzen im Nu vergessen. Kuyira freute sich anscheinend auch und knabberte, auf Eos Kopf sitzend an einer ihrer dunklen Haarsträhnen und auch Aylu schien interessiert.

    Ja, Abenteuer lag in der Luft!


    OT: Mein Schreibstil ist heute so gut ohhh. Magie von Alola oder so. Jedenfalls hiii Leute ^^ meine drei sind etwas chaotisch, verrückt nach Malasadas und interagieren gern mit anderen Leuten! Würde mich immer darüber freuen <3

  • Wer sucht der findet? - Roxas


    Während Roxas sein Brot aß beobachtete er die ihm unbekannte Guardian weiter. Umso mehr er darüber nachdachte umso sicherer war er, dass er definitiv noch nicht mit ihr zu tun hatte. 'Karl hätte uns ruhig miteinander bekannt machen können!' Nachdem er fertig war, stand er auf und beschloss sich vorzustellen. Dabei schien er nicht der Einzige zu sein der neugierig war. Auch Arboretoss hatte das Trio beobachtet. Als sie bemerkte, wie Roxas auf Eo zulief, beschloss sie ihn zu begleiten.

    "Hallo. Ich bin Roxas. Ich glaube, wir beide hatten noch nicht das Vergnügen miteinander zu arbeiten, oder?", stellte er sich vor und lächelte sie freundlich an. Arboretoss neben ihr hob ihren rechten Flügel zur Begrüßung. " Oh und das hier ist Arboretoss. Ich arbeite noch an einem Namen für sie."


    OT: HS kommt heute Abend😊.

  • Wer sucht der findet? - Eo, Aylu Miezunder und Kuyira Bauz


    Eo ließ die Arme über das Geländer baumeln und schaute seelenruhig aufs Meer hinaus. Sie konnte das Festland bereits sehen - Mele-Mele, ihre Heimatinsel. Das Mädchen lächelte. Doch plötzlich hörte sie eine unbekannte Stimme von hinten. «Hallo.»

    «W-wah!» Eo fuhr herum (Kuyira, die anscheinend kurz auf dem Kopf ihrer Trainerin eingenickt war, klappte dabei verdutzt ein Auge auf) und erkannte einen jungen Mann vor sich.

    «Ich bin Roxas. Ich glaube, wir beide hatten noch nicht das Vergnügen miteinander zu arbeiten, oder?» meinte er und lächelte. Also war er auch ein Guardian.

    «Äh, ja, hi... ich bin Eo und... das auf meinem Kopf ist Kuyira, mein Bauz. Und dort hinten ist mein Partner Aylu.» antwortete sie so klar und deutlich wie möglich, als ihr plötzlich ein anderes Eulenpokémon ins Auge fiel. Ein Aboretoss stand neben Roxas und hob enthusiastisch den Flügel zur Begrüßung. Eo musste lächeln. «Kuyira, schau mal, da ist jemand!» Das Bauz erkannte einen Artgenossen und flatterte freudig auf den Boden. «Bau, Bau!»

    In diesem Moment näherte sich Aylu den beiden Unbekannten und schaute etwas misstrauisch drein. «Mie... zu...» knurrte er. «Oh, sorry, Aylu ist eigentlich ganz lieb, nur etwas schüchtern... genau wie ich... eigentlich. Heh...»

    Eo wusste nicht, woran es lag, aber irgendwie hatte sie plötzlich große Lust, auch die anderen Guardians mal persönlich kennenzulernen.

  • Basistopic - Eo, Aylu Miezunder und Kuyira Bauz


    Es waren einige Tage seit der letzten Mission der Guardians vergangen. Eonya Burnett-Kukui hatte es sich auf einem Sofa in der Ecke des Vorbereitungsraums bequem gemacht und sortierte ihre Muschelproben, die sie auf ihren Tauchgängen gefunden hatte. Sie waren fein säuberlich eingetütet in flachen Plastikkästen verwahrt. Eo liebte es, durch ihre Sammlung zu stöbern, jedes Stück erinnerte sie an etwas Anderes und ließ sie kurz die Gegenwart vergessen.

    Die Gegenwart... hach ja. Eo musste wieder an den letzten Einsatz der Guardians denken. Gerade als sie vom Schiff steigen wollte, war ihr verletzter Fuß so ungünstig auf den Boden getroffen, dass sie überhaupt nicht mehr laufen konnte und somit aussteigen musste. Schlecht hatte sie sich dabei gefühlt, Roxas, den silberhaarigen Mann und das bebrillte Mädchen zurückzulassen, die die Mission zum Glück gemeistert hatten. Da fiel Eo wieder mal auf, dass sie noch nicht mal alle Namen kannte. Nun gut, aber dafür hatte sie sich ja extra in den Gemeinschaftsraum begeben - damit jemand sie ansprechen würde. Weil sie selbst zu feige dafür war. Und sie wusste, das war erbärmlich.

    Zum Glück hatte sie wenigstens nichtmenschliche Freunde. Aylu lag neben ihr zusammengerollt auf dem Sofa und sah aus wie ein kleines flauschiges Kissen. Eo kraulte ihn etwas hinter dem Ohr, als plötzlich ein eulenförmiger Meteorit mit ihrem Kopf kollidierte. "w-AAAAHHHHHKUYKUY!!!!" "MIIIEZUMIIIIIIIIZUUUU!!!" "BababaUUUU!!!" krakeelte das ungleiche Trio im Kanon, als gleichzeitig Eos Proben durch die Luft flogen. Also, neben Kuyira, die spontan einen Sturzflug hingelegt und sich dabei etwas mit der Schusslinie verschätzt hatte.

    Toll. Das hatte jetzt mindestens jeder gehört.


    Kuy-Kuy, Hüterin des Chaos

  • Ein paar Tage waren vergangen seit der letzten Mission. Roxas hatte hauptsächlich Zeit in der Bibliothek verbracht. Doch heute war ein wichtiger Tag. Wuffels hatte sich in letzter Zeit immer kampflustiger und selbstbewusster Verhalten. Roxas war sich anfangs nicht sicher woran es lag. Heute hatte er jedoch einen eindeutigen Beweis bekommen. Als er zusammen mit Wuffels auf dem Dach waren und er das Hunde-Pokémon beobachtet hatte während es mit Manpfi und Arboretoss spielte. Plötzlich fing Wuffels an zu leuchten und Roxas hatte erwartet zu sehen wie es sich entwickeln würde. Allerdings wurde daraus nichts. Überraschenderweise unterdrückte es den Vorgang. "Tja, damit hab ich jetzt nicht gerechnet.", murmelte Roxas, während Wuffels verwirrt seinen Trainer anschaute. Er hob Wuffels hoch und lächelte das Pokémon aufmunternd an. "Scheint als wäre es Zeit ein wichtiges Gespräch zu führen. Du enteickelst dich bald!" Wuffels war davon nicht so begeistert wie Roxas. Verunsichert schaute es zu Mampfi und Arboretoss und dann zu Roxas. "Keine Sorge! Das ist ganz normal!"


    Ein paar Minuten später waren sie in Roxas' Zimmer. Wuffel saß neben Roxas auf seinem Bett. Er hatte auf seinem Tablet ein paar Bilder geöffnet und zeigte diese dem Hunde-Pokémon. "Siehst du? Das hier sind die verschiedenen Formen zu denen du dich entwickeln kannst." Roxas zeigte auf die Bilder, auf denen die verschiedenen Wolwerock-Formen abgebildet waren. Wuffels schaute neugierig worauf Roxas zeigte. Als es das Nacht-Wolwerock sah, knurrte es und bellte wütend. "Ganz ruhig. Das Wolwerock sieht zwar aus wie das Pokémon das uns bei einer Mission angegriffen hat aber nicht alle sind bösartig.", versicherte Roxas dem aufgebrachten Pokémon. Roxas erklärte Wuffels einiges über die verschiedene Formen, zeigte ihm verschiedene Videos und schaute sein Pokémon erwartungsvoll an, als er fertig war. Nur leider wirkte Wuffels nach wie vor etwas verwirrt.

    "Hmm. Vielleicht waren das ein paar Infos zu viel auf einmal. Wie wäre es wenn wir wieder aufs Dach gehen? Etwas frische Luft hilft dir bestimmt!" Wuffels war erst unsicher aber beschloss dann mitzugehen. Zustimmend bellte er und lief zur Tür.

    Ein paar Minuten später waren Roxas und Wuffels auf der Dachterasse. Roxas setzte sich auf eine Bank, während Wuffels sich hinlegte und nachdachte. Nach ein paar Minuten gesellten sich Mampfi und Arboretoss zu ihm und schauten ihn fragend an. "Na, weißt du schon was du mal werden willst?", fragte Mampfi neugierig. Das Hunde-Pokémon schüttelte frustriert den Kopf. "Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Mir gefallen alle drei Wolwerocks. Ich will aber nicht etwas werden das Roxas oder euch nicht gefällt oder Probleme macht." Mampfi rollte mit den Augen und seufzte. "Das ist nun wirklich kein Grund sich zu sorgen. Roxas ist egal was du wirst und uns erst recht. Solange du mich nicht bei meinen Nickerchen störst. Nicht wahr?" Mampfi wandte sich zu Arboretoss, das zustimmend nickte. "Er hat Recht. Es ist keine gute Idee ihn bei seinem Nickerchen zu stören." Sie zwinkerte Wuffels dabei zu. "Solange du damit zufrieden bist, sind wir es auch." Wuffels stand auf und fühlte sich ein wenig besser. "Danke euch. Ehrlich gesagt ist es mir auch egal." Als hätte sein Körper nur darauf gewartet, fing Wuffels wieder an zu leuchten. Doch dieses Mal versuchte er es nicht zu unterdrücken. Die Entwicklung lief schneller ab als es das Hunde-Pokémon erwartet hatte. Als es vorbei war drehte sich das Wolwerock zu Mampfi und Arboretoss. "Und? Wie schaue ich aus?", fragte er leicht nervös. "Kein großer Unterschied wenn ihr mich fragt.", meinte Mampfi nur gelassen. Arboretoss schüttelte amüsiert den Kopf.

    "Sieh an. Nicht was ich erwartet hatte aber gefällt mir. Nur Wuffels kann ich dich wohl nicht mehr nennen. Heißt das ich muss mir jetzt zwei neue Spitznamen ausdenken?" Roxas streichelte das orangene Fell des Wolwerocks und lächelte ihn an. Bei der Erwähnung eines neuen Namen knurrte Wolwerock und sein ganzes Fell sträubte sich bei dem Gedanken. Er war immer noch Wuffels und das würde auch so bleiben. "Das war dann wohl ein eindeutiges Nein zum neuen Namen. 'Wuffels' das Wolwerock. Ich schätze es gab schon merkwürdigeres." Wuffels schleckte Roxas dankbar ab. Den Rest des Abends verbrachten sie auf der Dachterasse, wo das Wolwerock seine neuen Fähigkeiten ein wenig testen konnte. Ihm gefiel dass er jetzt wesentlich schneller war.

    Als es dunkel wurde gingen die vier wieder in Roxas' Zimmer, wo Wolwerock sich vor Roxas' Bett zusammenrollte und einschlief.


    OT: Endlich dazu gekommen, Wuffels zu entwickeln🤗.

  • Seit dem Ende der letzten Mission hatte sich Rachel kaum vor den anderen Guardians gezeigt. Obwohl alles ein gutes Ende genommen hatte und hoffentlich auch Calamanero Hilfe erhalten hatte, fühlte sich die junge Frau innerlich leer und lag die meiste Zeit auf dem Bett und sah zur Decke empor. Was sie gegenüber ihren Kollegen gemacht hatte, war wohl die beste Entscheidung gewesen, damit nicht noch mehr Pokémon zu Schaden kamen. Dennoch hinterfragte Rachel seitdem ihre eigene Motivation, in der Silvally Foundation mitzuarbeiten. Natürlich wollte sie gerne Pokémon helfen. Aber wie kam es, dass seit ihres Abschlusses bis auf die Pflege der Pokémon in den Gehegen fast nur Schaden entstanden war?

    Rachels Griff festigte sich um das neben ihr liegende Smartphone. Eigentlich wollte sie nicht ständig nachsehen, ob neue Nachrichten eingetroffen waren – es würde ohnehin vibrieren –, aber sie fühlte sich fast gezwungen, immer wieder ihr zuletzt geschriebenes Haiku anzusehen.


    Begegnung am Strand

    Überwinde die Mauer

    Vertrauenssuche


    Eigentlich war sie nicht zufrieden damit. Rachel wollten keine besseren Worte als diese hier einfallen. Sie seufzte und senkte die Hand mit dem Smartphone wieder. So viele Dinge, die ihr durch den Kopf gingen. So viel, was sie stattdessen machen könnte. Dabei drangen auch die Geräusche der Pokémon an ihre Ohren.

    Lustlos drehte sich Rachel auf die Seite, um ihrem Team zuzusehen. Pandora hatte sich über Cammy und Forgita erhoben und beobachtete den mittlerweile zweiten Versuch des Hammerschwingens. Dazu hatte Cammy einen Wasserball geformt, den er etwas in die Luft warf und den Forgita zielsicher mit ihrem Werkzeug traf. Problematisch dabei war nur, dass der Ball sofort zerbarst und sich das Wasser über ihren Kopf ergoss. Obwohl es allen Grund dazu gab, nahm Forgita die Sache aber sehr gelassen und lachte stattdessen. Pandora jubelte unterdessen und machte einige Überschläge, während selbst Cammy zeigte, dass er Spaß hatte.

    Rachel unterdrückte ein Lachen. Die drei hatten nach anfänglichem Zögern akzeptiert, dass sie aktuell häufiger für sich sein wollte. Dennoch hatte Rachel es in ruhigen Momenten geschafft, den Zusammenhalt zu stärken und Forgita den gemeinsamen Umgang näherzubringen. Da fiel ihr ein …

    „Presea?“

    Forgita wurde erst nach einigen Momenten hellhörig. Sie hatte sich noch nicht vollständig an den Namen gewöhnt, aber sie reagierte mittlerweile darauf, wenn Rachel sie rief. Während Pandora um Cammy herumwirbelte, löste sich Presea von den beiden und ging mit kleinen Schritten auf das Bett zu. Rachel hatte sich inzwischen aufgerichtet, um ihre neueste Partnerin zu begrüßen.

    „Es freut mich, dass ihr euch so gut versteht!“, sagte sie mit einem Lächeln im Gesicht. Obwohl Rachel den Drang verspürte, Presea hochzuheben, beließ sie es dabei. Sie hatte die letzten Male schon auf die wortwörtlich harte Tour gelernt, dass nicht jedes ihrer Pokémon das mochte.

    In jedem Fall nahm Presea die Aussage zuerst mit schief gelegtem Kopf auf und hielt danach freudestrahlend den Hammer in die Höhe. Anschließend drehte sie sich um und widmete sich wieder Cammy und Pandora. Ein dreistimmiges Gewirr erfüllte den Raum, während Rachel ihnen zusah.

  • Ein Aufstieg mit Problemen! - HS


    Dan war aufgeregt. Die neue Mission die er heute leiten würde, würde den Guardian nach Mele-Mele führen. Doch der eigentliche Grund für seine Freude war dass sie vorraussichtlich hauptsächlich im Meer unterwegs sein würden. Er war in letzter Zeit so sehr mit Arbeit beschäftigt gewesen, er hatte keine Zeit mehr gehabt mal wieder ein paar Runden im Meer zu schwimmen zusammen mit seinen Pokémon. Oder einem Wettschwimmen mit den Tohaidos der Foundation. Noch dazu hatte er heute mit ein paar Guardians zu tun die er schon seit ner Weile nicht mehr gesehen hatte. Ein paar davon hatte er zuletzt während der Ausbildung gesehen. Er war gespannt zu sehen wie sie sich entwickelt hatten. Da hörte er ein Räuspern hinter ihm. Schnell drehte sich Dan um und entdeckte Jean der ihm einen Blick zuwarf der nur eines bedeuten konnte: Ärger! "Jean! Du siehst aus als gäbe es Schwierigkeiten? Sag mir nicht eines der neuen Tohaidos macht schon wieder Ärger? Ich war mir sicher, sie hätten es dieses Mal verstanden: Kein Octillery jagen während einer Mission! Ist jmd verletzt worden? Ich kümmere mich darum, wenn wir wieder von der Mission zurück sind." Jean schüttelte den Kopf. "Ganz ruhig. Keine Sorge. Es geht um deine Mission. Wir haben versucht dich zu erreichen. Hast du dein Handy nicht dabei? Es gibt eine Planänderung." Irritiert holte Dan sein Handy aus der Hosentasche. "Haha. Tut mir Leid. Ich habe vergessen, dass es immer noch stumm geschaltet war. Was ist passiert?" Jean hielt ihm die Zeitung, die er in der Hand hielt, vor das Gesicht und erklärte ihm die neue Mission. "Oh Mann! Kannst du das nicht übernehmen? Das klingt eher nach einer Aufgabe für dich oder Karl!" Flehend schaute Dan seinen Kollegen an, doch dieser schüttelte nur wieder den Kopf. "Tut mir Leid aber wir haben keine Zeit. Du schaffst das schon. Viel Erfolg!" Jean winkte zum Abschied, drehte sich um und verließ den Vorbereitungsraum. Dan ließ sich enttäuscht in einen Stuhl fallen. Doch seine schlechte Laune dauerte nicht lange an. "Nun ja. Es könnte schlimmer kommen." Er schickte die Infos der aktuellen Mission an die Guardians, die heute mit ihm arbeiten würden, über die App der Foundation. Danach verschränkte er die Arme hinter dem Kopf und schloss die Augen, während er auf das Erscheinen der Gruppe wartete.



    Ungeheuer gesichtet!

    Aufsichtsführender Guardian: Dan

    Einsatzort: Mt. Lanakila

    Rang: D

    Beschreibung:

    Laut Augenzeugen wurde auf dem Mt. Lanakila ein unbekanntes Wesen gesichtet. Angeblich wurden sie ohne Vorwarnung von besagter Kreatur angegriffen, als sie auf dem Berg wandern waren. Die Foundation wurde gebeten herauszufinden worum es sich bei diesem Wesen handelt und ob es eine Bedrohnung darstellt.


    OT: Der erste Teil der Einleitung zur aktuellen Mission. Der nächste Teil kommt, wenn alle anwesend sind. Wee freut sich schon auf die Monsterjagd?🤗 Rusalka  Marc27  PERFEKTION  Xani

    Geplante Entwicklungen und Wunsch eines Shiny-Fangs bitte rechtzeitig ankündigen!

  • Eunice - Ein Aufstieg mit Problemen.


    Das piepen eines Smartphones war zu vernehmen, dieses kam aus der Tasche eines jungen Mädchens, welches gerade im Außenbereich der Foundation auf einer Bank saß und genüßlich einen Smoothie schlürfte. Begleitet wurde sie dabei von ihren beiden Pokémon, welche sich in ihrer Sprache unverständlich für sie unterhielten. Lässig zog sie ihr Smartphone aus der geräumigen Hosentasche. Ihre Pupillen wurden groß als sie den Text in sich aufnahm. "Mt. Lanakila ... das ist doch.", sie sah zu Helmut und konnte ein Grinsen kaum unterdrücken. Ihr Krabbox sah sie jedoch nur verwundert an.


    Energisch sprang sie auf, sie hatte noch ein bisschen Zeit und sie musste sich für das Abenteuer auch entsprechend kleiden. Als sie jedoch den Inhalts ihres Kleiderschranks nach warmen Klamotten absuchte, hatte sie das Gefühl die schwerste Hürde dieser Mission schon erreicht zu haben. Alles was sie fand war eine gefütterte Winterjacke, die ihr allerdings über die Arme schlabberte und wohl eher einem Kleid nachkam (natürlich hatte sie einfach nur gehofft in diese Jacke hineingewachsen zu sein, bis sie diese endlich benötigte) und eine längere Hose im Inneren des Kleiderschranks, welche vom langen herumliegen schon wieder angefangen hatte muffig zu riechen. Winterschuhe waren komplett fehl am Platz. Also entschied sie sich einfach für das festeste Schuhwerk und hoffte einfach, dass ihre Socken am Ende des Tages noch trocken sein würden.


    Nur wenige Sekunden später verschwand sie schon wieder aus ihrem Zimmer und stapfte guten Gewissens zum Versammlungsort. Zu ihrer Überraschung (war es nun auch der Vorfreude geschuldet), war sie dieses Mal sogar die Allererste am Platz. "Hallo ...", sagte sie zu Dan, ihrem Leiter.

  • Roxas - Ein Aufstieg mit Problemen


    Roxas wachte auf als er etwas nasses an seinem Gesicht spürte. Kurz darauf hörte er ein Bellen. Er öffnete die Augen und schaute dann in das Gesicht von Wuffels, der ihn darauf wieder abschleckte. Roxas stand auf und bemerkte dass das Hunde-Pokémon nicht als einziges bereits wach war. Auch Mampfi und Arboretoss, die seit gestern Abend endlich einen Namen hatte. Beim Lesen eines Buches über die Legenden und Mythen von Einall, fiel ihm einer ein. Er hatte gerade den Abschnitt über Boreos, Arboretoss vorgelesen, die ihm neugierig gelauscht hatte, als sie beim Erwähnen des Namens des Pokémon einen Flügel über ihren Schnabel hielt. Er wusste mittlerweile das hieß er hatte ihre Aufmerksamkeit geweckt. Er brauchte eine Weile bis er verstand woran es lag. "Dir gefällt der Name 'Boreos'?" Arboretoss legte den Kopf leicht schief und überlegte kurz bevor sie zustimmend nickte. Roxas überlegte daraufhin ein paar Minuten. "Was hälst du dann davon wenn ich dich Borea nenne?" Das Vogel-Pokémon zwitscherte aufgeregt als sie den Namen hörte und flatterte aufgeregt mit den Flügeln. "Perfekt. Na dann: Mampfi Wuffels, darf ich vorstellen: Borea!" Doch Mampfi schaute nur kurz hoch, hob eine Pfote und schloss wieder die Augen. Immerhin Wuffels rannte zu ihr und bellte erfreut.


    Nachdem Roxas wach war und angezogen, überprüfte er sein Handy auf dem er Informationen zu seiner nächsten Mission fand. "Bergsteigen und ein unbekanntes Monster suchen? Nichts einfacher als das! Hmm, ich hoffe du kannst mittlerweile etwas mit Kälte umgehen." Er schaute dabei Borea an die ihm nur einen verwirrten Blick zuwarf, bevor er sie ihn ihren Pokéball schickte. Wenn er bedachte wie wenig ihr die Kälte in Blizzach gefallen hatte, war es vielleicht besser, sie würde für diese Mission in ihrem Ball bleiben. Schnell zog er sich seinen schwarzen Mantel, einen Schal, eine Strickmütze und seine Winterstiefel an. Danach lief er aufgeregt zum Vorbereitungsraum. "Okay es war ein Fehler die Winterklamotten jetzt schon anzuziehen." Er hatte kurz vergessen dass er noch nicht auf Mount Lanakila war. Leicht verschwitzt und außer Atem legte er den Mantel, Schal und Mütze wieder ab. Da bemerkte er, dass er nicht der Einzige im Raum war. "Oh, Hallo Eunice! Ist ne Weile her, oder?" Roxas war sich nicht ganz sicher aber das letzte Mal dass er sie gesehen hatte war bei der Mission am Sonnenkreissee gewesen. Sein Wolwerock schaute sie neugierig an, während Mampfi auf einen Stuhl neben Roxas kletterte.

  • HS - Ein Aufstieg mit Problemen


    Dan stand auf und schaute in die Runde, nachdem alle anwesend waren. Er räusperte sich und fing dann an die Details der heutigen Mission zu erklären.

    "Wie ihr bereits wisst, wurde ein unbekanntes Wesen auf dem Mount Lanakila gesichtet. Zumindest laut der Aussage des Augenzeugen. Wir gehen davon aus, dass es sich dabei nur um ein Pokémon handelt. Allerdings wissen wir nicht welches und ob es eine Gefahr darstellt. Das sollen wir herausfinden. Leider gibt es dabei ein Problem." Dan seufzte und hielt sich mit einer Hand den Kopf während er weiterredete. "Die Neuigkeit hat sich bereits auf ganz Alola verbreitet. Was bedeutet wir haben eine Menge Schaulustige und Möchtegern-Abenteurer, die alle das 'unbekannte Monster' zuerst finden wollen. Der Zugang zum Berg wird zwar zur Zeit bewacht aber mich würde es nicht wundern wenn es jmd. gelingen würde sich an den Wachen vorbeizuschleichen. Daher müssen wir uns beeilen. Da es eilt, wurde uns gestattet per Glurak nach Ula-Ula zu fliegen. Um genauer zu sein, zum Dorf der Kapu und von dort aus geht es direkt zum Berg. Wenn ihr noch etwas braucht oder erledigen müsst, ihr habt 10 Minuten. Dann treffen wir uns am Pier." Dan ging darauf hin zur Tür, bevor er innehielt und sich umdrehte. "Oh ja, da war noch was. Roxas, Rachel und Zaveid ich habe euch noch etwas auszurichten von Karl. Bitte bleibt noch kurz." Als nur noch Dan, Roxas, Zaveid und Rachel im Raum waren, fing der aufsichtsführende Guardian an zu reden: "Ich habe gestern mit Karl gesprochen und als er erfuhr, dass ich heute mit euch arbeite, wollte er dass ich euch etwas ausrichte. Er ist leider zu beschäftigt um es euch selbst zu sagen. Wir haben die Trainer gefunden, die dafür verantwortlich waren, das Calamanero und die Iskalar von eurer letzten Mission, aus ihrem Zuhause zu vertreiben. Wie sich herausstellte waren es Touristen aus Kalos, die schlechte Erfahrungen mit Calamanero in der Vergangenheit hatten. Als sie es fanden, dachten sie, sie würden den Einwohnern einen Gefallen tun, wenn sie es verscheuchen würden. Die Trainer wurden verhaftet. Emily geht es wohl auch wieder besser. Das Iskalar mit dem sie sich angefreundet hat, wohnt sogar bei ihnen und die Beiden sind nicht mehr zu trennen. Karl dachte, das wollt ihr wissen." Dan lächelte sie an und verließ dann den Raum.


    Eine halbe Stunde später, brachten zwei Gluraks die Gruppe zum Dorf der Kapus. Dort war es ungewohnt belebt. Überall waren Leute die sich aufgeregt unterhielten und Richtung Mt. Lanakila liefen. Ein paar von ihnen hatten sogar Kameras dabei. "Wie erwartet." Dan schüttelte den Kopf. "Hoffen wir niemand ist vor uns auf dem Berg angekommen." Als sie den Eingang des Berges erreichten, konnten die Guardians eine größere Menschenmenge entdecken. Drei Männer und ein paar Pokémon hielten sie zurück und stellten sicher keiner von ihnen betrat den Berg. Als einer von ihnen Dan erblickte winkte er sie heran. Der junge Mann hatte eine Art rot-weißes Kostüm an, dass ihn wie eine Mischung aus Drache und Mensch aussehen ließ und rot-weiße Haare. Neben ihm stand ein Tortunator. "Da seid ihr ja. Ihr habt Nerven einen Star wie mich warten zu lassen.", begrüßte er sie. Dan schaute ihn erstaunt an. "Ryuki, was machst du hier? Leute das ist Ryuki, der Arenaleiter von Malihe City." Als Dan ihn vorstellete schaute er selbstgefällig die Guardians an. "Natürlich bin ich hier. Als ich hörte, dass sie hier Hilfe brauchen bin ich sofort hergekommen. Ich bin schließlich der Arenaleiter. Allerdings ist hier ganz schön was los. Und da ich auch ein Star bin, dachte ich, ich könnte die Menge hier erstmal unterhalten. Ihr könnt währendessen ja schon mal vorraus gehen." Ryuki zuckte nur mit den Schultern und wandte sich dann wieder der Menge zu.


    OT: Ich denke das reicht erstmal. Bei Fragen usw. schreibt mir einfach🤗.

  • Ein Aufstieg mit Problemen – Rachel


    Rachel hatte Dans Ausführungen zur bevorstehenden Mission aufmerksam zugehört. Auch die über Karl mitgeteilten Anmerkungen bezüglich Calamanero nahm sie still auf, ohne etwas zu sagen. Aus einem unbestimmten Grund hatte sie überrascht, dass Karl eine Kurzzusammenfassung an sein vorheriges Missionsteam übermittelt hatte. Insbesondere dafür, dass er zur Zeit der Durchführung nicht sonderlich motiviert gewirkt hatte.

    Im gleichen Zug war Rachel innerlich aufgewühlt. Schon wieder Menschen, die Pokémon belästigten. Schon wieder Pokémon, die vermutlich einfach ihrer Wege gehen wollten. Eigentlich hatte sie nicht erwartet, so häufig mit Konflikten konfrontiert zu werden. Insbesondere welchen, die von Menschen initiiert wurden. Galt Alola nicht eigentlich als Region, bei der Menschen die Natur zu schätzen wussten? Hatte sich dieser Eindruck in den letzten Jahren seit der Einführung einer Pokémon-Liga so stark geändert? Oder war das einfach der Alltag der Guardians, dass sie Fehltritte auf regelmäßiger Basis eindämmen mussten und es schon immer so war?

    Roxas und Zaveid hatten sich bereits auf den Weg gemacht, während Rachel noch immer im Vorbereitungsraum verweilte. Sie biss sich auf die Unterlippe und ballte eine Hand zur Faust. Eigentlich war nun ausreichend Zeit vergangen, um sich über die Aufgaben in der Foundation bewusst zu werden. Dennoch nagte etwas weiterhin an ihr, das sie nicht eindeutig benennen konnte. Es verfolgte Rachel schon die ganze Zeit.


    Cammy hatte in der Zwischenzeit auf Pandora und Presea aufgepasst, die beide eingenickt waren. Aufmerksam vernahm er das Schließen der Zimmertür und fixierte Rachel an. Die ließ sich wiederum auf dem Bett nieder, schnappte ihr Smartphone und begann etwas zu tippen. Neugierig kam Cammy näher. Er war eigentlich davon ausgegangen, dass sie sofort zur bevorstehenden Mission aufbrechen würden. Stattdessen hörte er von Rachel nur ein erleichtertes Seufzen, als sie das elektronische Gerät zur Seite legte.

    „Und abgeschickt“, quittierte sie und stützte sich mit beiden Händen auf der Matratze ab. „Ich hoffe, Dan versteht das. Mir ist gerade wirklich nicht nach einem Aufstieg zum Lanakila.“

    Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass Cammy sie mit fragendem Blick ansah. Ihre Augen wollten ihm zuerst ausweichen, jedoch entschloss sie sich, still ihren Kopf zu schütteln.

    „Ich … brauche mehr Zeit für mich. Mir geht das alles zurzeit etwas zu nahe. Es tut mir leid.“

    Cammy hielt den Blickkontakt noch etwas aufrecht. Für Rachel war das ein sicheres Zeichen, dass er die Worte auf sich wirken ließ und sich kurz danach wieder Pandora widmen würde. So hatte er es bisher noch immer gemacht, um in Ruhe darüber nachzudenken. Stattdessen ging er langsam weiter auf das Bett zu und kletterte behände empor. Rachel war unschlüssig darüber, was er vorhatte. Schließlich breitete er beide Arme aus, lehnte sich mit dem Kopf an ihrer Brust an und schickte sich an, sie zu umarmen. Aufgrund von Cammys Größe blieb es beim Versuch, aber die Geste kam bei Rachel an, als würde ihr eine große Last genommen werden. Sie lächelte schwach, während sich ein paar Tränen in ihren Augen sammelten. Die Geste erwidernd drückte Rachel Cammy an sich.

    „Du bist einfach der Beste.“


    OT: Falls es nicht eindeutig ist: Ich werde bei dieser Mission pausieren. Viel Erfolg euch!