Asteroidenstaub

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  • 12: Der Gehängte



    In der Trias waren die Dinosaurier noch nicht die dominante Tiergruppe, zu der sie in den beiden folgenden Perioden werden sollten, stattdessen waren die meisten von ihnen relativ kleine Generalisten. So wurde Pisanosaurus nur etwa einen Meter lang, wobei noch nicht endgültig klar ist, ob es sich bei ihm um einen frühen Vertreter der Ornithischia oder um einen Silesaurier handelt, die entweder eine Gruppe Dinosaurierverwandter oder selbst die Vorgänger der Ornithischia sind. Die dominanten Landraubtiere dieser Zeit waren eine Gruppe der Pseudosuchia, also Krokodilverwandte, zu denen auch Saurosuchus zählt.


    Staub.


    Die Augen sind ein sehr ungewöhnliches Design. Aber cool wie es mit seiner Größe sogar die Sonne erreicht und in ihren Strahlen baded.

    Das Augenmuster hab ich gewählt, weil es ja die Gerechtigkeit darstellen soll, die ja häufig mit Augenbinde dargestellt wird. Da Dinos sowas eher nicht hatten, hab ich ihm stattdessen ein blindes Auge gegeben und dafür symbolisch diese falschen Augen für einen intuitiven Blick auf die Wahrheit.

  • Diesmal hat es ein bisschen länger gedauert, weil die Woche ziemlich voll war. Glücklicherweise steht das nächste Bild aber auch schon wieder in den Startlöchern, das wird also nicht so lang dauern. :ahahaha:

    Das heutige Motiv hab ich übrigens beim letztjährigen National Poetry Month schon zu einem Gedicht verarbeitet, der ein oder andere mag sich vielleicht erinnern.


    13: Der Tod



    Manche Fossilien sind beeindruckend, weil sie so vollständig erhalten sind. Manche, weil die einzelnen Knochen ihre Position weitestgehend behalten haben und nicht etwa durch Umwelteinflüsse verteilt wurden. Manche, weil sie Rückschlüsse auf das Verhalten längst ausgestorbener Organismen erlauben. Und dann gibt es dieses 1971 in der Mongolei entdeckte Fossil, das alles davon in sich vereint: Ein Protoceratops und ein Velociraptor, deren letzten Augenblicke, ein Kampf um Leben und Tod, für die Ewigkeit konserviert wurden.


    Staub.

  • 14: Die Mäßigkeit



    Therizinosaurus ist ein faszinierendes Beispiel für konvergente Evolution: Diese Tiere gehören zu einer von vielen Theropodengruppen, die zu Pflanzenfressern wurden, und ähnlich wie die frühen Sauropodomorpha in der Trias bekamen auch sie einen langen Hals, hatten ihren innersten Zeh auf dem Boden, um ihr Gewicht mitzutragen, und entwickelten sogar ähnlich geformte Zähne. Anders als diese sehr entfernt verwandte Gruppe hatten sie aber einen Schnabel, extrem lange und gebogene Krallen, um Pflanzenmaterial zu bewegen, und außerdem waren ihre Hüften so gebaut, dass sie leicht aufrecht standen und zum Fressen sitzen konnten.

    Mit abgebildet sind der Vogel Gurilynia und das Säugetier Buginbaatar.


    Staub.

  • Es folgt ein weiterer neuer Favorit meinerseits. Ich liebe die Farben einfach sehr.


    15: Der Teufel



    Diabloceratops ist ein relativ urtümlicher Ceratopsier, aber das macht ihn nicht weniger beeindruckend: Mit seinen vier Hörnern konnte er sowohl Fressfeinde als auch Rivalen einschüchtern.

    Waldbrände sind für die dort lebenden Tiere eine Katastrophe, doch es gibt auch solche, die Brände gezielt aufsuchen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und können vom leichteren Aufspüren aufgeschreckter Beute über die Abwesenheit von Raubtieren bis hin zum gezielten Verzehr verkohlter Pflanzenteile reichen.


    Staub.


    Theropoden tendieren dazu Fleischfresser zu sein, zu so einem extend das die simple Erklärung oft einfach Fleischfresser ist.

    Terizionsaurus ist so ein faszinierender Freak. Fantastischer Murder Turkey.

    Absolut, dabei gibt es einige pflanzenfressende Theropoden - Oviraptorosaurier, Ornithomimosaurier, von den ganzen heutigen Vögeln ganz zu schweigen. Aber Theri ist definitiv einer der weirdesten.

  • Beim alten Tarotprojekt war Giraffatitan noch mein Narr, diesmal geht es ihm nicht mehr ganz so gut. In Anlehnung an jenes Bild habe ich aber immerhin die Farben beibehalten.


    16: Der Turm



    Riesige Sauropoden wie Giraffatitan waren häufig die höchsten Punkte in ihrem Lebensraum. Das bedeutet, dass sie sehr wahrscheinlich auch häufig von Blitzen getroffen wurden. Wie gut sie dies wegstecken konnten, ist nicht bekannt, aber da die Elektrizität einen sehr langen Weg vom Kopf bis zu den Füßen des Tieres zurücklegen musste, wahrscheinlich nicht besonders gut.


    Staub.

  • ER IST SO CUUUTE!!! Ich wollte ihn schon ewig mal malen, eigentlich seitdem ich von ihm erfahren habe. Die Farben sind übrigens inspiriert von der Gluckente.


    17: Der Stern



    Kulindadromeus war der erste Dinosaurier, der kein Theropode ist, bei dem eindeutige Federn gefunden wurden. Diese halfen ihm in seinem subtropischen Lebensraum, auch in den kalten Jahreszeiten warm zu bleiben. Sie legen außerdem den Rückschluss nahe, dass schon die allerersten Dinosaurier Federn oder ähnliche Strukturen gehabt haben dürften.

    Fun Fact: Kulindadromeus ist Wappentier des russischen Tschernyschewski-Distrikts, wo seine Fossilien gefunden wurden.


    Staub.

  • Die Dino-Tarotkarten sind genial, ich kann gar nicht entscheiden, welches Motiv mir am besten gefällt. Die schönen Zeichnungen mit den Erklärungen machen das ganze zu einem interessanten Projekt. Tolle Farben und Details, teils noch im Zusammenspiel mit anderen Spezies.


    Wahrscheinlich steht es irgendwo dabei, aber welches Format haben denn die Karten? Und wie viele sind geplant? Google sagt, Tarot hat an sich 78 Karten.

  • Heute leider kein Dino. Sorry. :(


    18: Der Mond



    Während viele Diskussionen über die Diversität mesozoischer Tiere sich verständlicherweise hauptsächlich auf die Dinosaurier stürzen, darf nicht vergessen werden, dass auch ihre evolutionären Cousins, die Pterosaurier, eine beeindruckende Vielzahl an Formen aufweisen konnten. Von höchst spezialisierten Zahnformen zu zahnlosen Schnäbeln, verschiedensten Kämmen auf den Köpfen, von an die Fortbewegung an Land angepassten Tieren bis hin zu solchen, die die meiste Zeit in der Luft verbracht haben, gab es fast alles, was man sich vorstellen kann, wenn nicht noch mehr.

    Nyctosaurus etwa war so gut ans Fliegen angepasst, dass seine Hände, auf denen sich Pterosaurier an Land fortbewegten, bis auf den einen Finger, der den Flügel spannte, komplett reduziert waren.

    Unter ihm im Wasser schlafen zwei Polycotylus mit dem Kopf an der Wasseroberfläche.


    Staub.


    Die Dino-Tarotkarten sind genial, ich kann gar nicht entscheiden, welches Motiv mir am besten gefällt. Die schönen Zeichnungen mit den Erklärungen machen das ganze zu einem interessanten Projekt. Tolle Farben und Details, teils noch im Zusammenspiel mit anderen Spezies.


    Wahrscheinlich steht es irgendwo dabei, aber welches Format haben denn die Karten? Und wie viele sind geplant? Google sagt, Tarot hat an sich 78 Karten.

    Vielen lieben Dank für den Kommentar und das Lob :blush:

    Die fertigen Karten sollen 7×12cm groß werden, mein Papier hat ca. 19×20cm. Ich plane die Designs immer so, dass ich das am Ende digital so skalieren und zuschneiden kann, dass nur Hintergrundelemente abgeschnitten werden, auch wenn die Bilder erstmal ein breiteres Format haben. So vermeide ich, dass die Karten am Ende am Rand irgendwelche weißen Stellen haben.

    Es ist ein vollständiges Deck mit 78 Karten geplant, wobei die ersten 22 Karten erstmal "wichtiger" sind. Die übrigen 56 habe ich auch noch nicht so ausführlich geplant, da muss ich mich demnächst mal dran machen. :ahahaha:

  • 19: Die Sonne



    Ankylosaurier sind bekannt für ihre extreme Panzerung, die aus Osteodermen bestand, also Knochenplatten, die in der Haut lagen. Viele von ihnen hatten außerdem beeindruckende Knochenkeulen am Schwanzende. Um diesen Stabilität für die Nutzung als Waffe zu verleihen, waren die letzten Wirbel wie zu einer Stange versteift.

    Ziapelta ist eine Gattung aus dem heutigen New Mexico, die vor allem durch ihre blattförmigen Hörner auf dem Kopf auffällt.


    Staub.

  • Eines meiner alltime favorite Dinosaurier. Bin ein großer Fan von allem Ankylosaurus.

    Dessen Keule ist wohl eines der 10, 20 tödlichsten Waffen im Tierreich. Verwandelt T-Rex Schädel in ein Puzzlespiel.

    Triceratops war vielleicht der Rivale von Rexy, aber Ankylo war der Dinosaurier den es fürchtete.

    Aber selbst ohne den Power Bullshit gibt mir Ankylo schöne Turtle vibes, schön chillig.


    Die idee einer Keule als Sonne ist mal was anderes.

  • 20: Das Gericht



    Der Asteroid, der vor 66 Millionen Jahren das Ende der Dinosaurier einläutete, schlug an einem Frühlingstag ein. Das wissen wir, weil in den Kiemen von Fischen kleine beim Aufprall entstandene Steine gefunden haben, und aus den Knochen ablesen können, dass sich diese Fische gerade am Beginn ihres jährlichen Wachstumszyklus befanden.

    Angekündigt haben dürfte sich die Katastrophe am Vortag durch ein zweites Licht am Himmel, das irgendwann heller war als die Sonne selbst. Ob die Tiere darauf ängstlich, aber neugierig reagiert hätten, so wie Alamosaurus im Bild, oder eher panisch wie Quetzalcoatlus, werden wir jedoch wohl nie erfahren.


    Staub.


    Dessen Keule ist wohl eines der 10, 20 tödlichsten Waffen im Tierreich. Verwandelt T-Rex Schädel in ein Puzzlespiel.

    Triceratops war vielleicht der Rivale von Rexy, aber Ankylo war der Dinosaurier den es fürchtete.

    Ich weiß nicht, ob ich so eine Darstellung von "Rivalen" so unterschreiben kann, Ökosysteme sind ja üblicherweise weitaus komplexer als das. Also klar, Tiere spezialisieren sich auf eine bestimmte Beute, aber gerade bei so einem krass gebauten Tier wie Tyrannosaurus sehe ich nicht, warum er irgendwo wählerisch sein sollte. Denke auch, dass die Keule eher tödlich für Schienbeine gewesen sein dürfte als für Schädel, aber schlimm genug. 😅

    Aber freut mich, dass ich dich als Enjoyerin von Ankylosauriern mit dem Bild abholen konnte :biggrin:

  • Natürlich, in Realität hat der T-Rex vermutlich eher Anatosaurier wie Saurolophus gejagt.

    Das mit dem Triceratops ist mehr Popkultur. Und auf Popkultur wollte ich auch hinaus.


    Dessen Beziehung war wohl ähnlich wie die des Löwen zum Zebra und Wasserbüffel.

    Das Zebra ist by no means hilflos. Anatosaurier werden auch recht groß, locker so groß wie ein T-Rex, das pure Gewicht und deren Tritte können gefährlich werden. Dennoch sind sie vermutlich eher weggerannt.

    Wasserbüffel oder Triceratops hingegen sind wohl die gefährlichsten Tiere die es jagt, nach dem Ankylosaurus.

    Gehörnt, leben in Gruppen und vermutlich deutlich mutiger und agressiver. Eventuell auch darauf aus Jungtiere zu töten, bevor sie groß genug werden um sie zu jagen.

  • Damit bin ich nun tatsächlich am Ende der großen Arcana angekommen -- nach gerade mal drei Monaten! Die kleinen Arcana bestehen aus vier "Farben" mit je vierzehn Karten und ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich das angehen soll: Eine Farbe nach der anderen oder erst alle Asse, dann alle Zweien, alle Dreien und so weiter. Vielleicht habt ihr ja Input, wie ihr es machen würdet. :haha:


    21: Die Welt



    Die Morrison-Formation in den westlichen USA birgt eines der am besten verstandenen prähistorischen Ökosysteme. Ein Großteil der berühmtesten Dinosaurier des Jura wurde hier gefunden, darunter unter anderem Stegosaurus, der für seine asymmetrisch angeordneten Rückenplatten bekannt ist, Allosaurus, der wohl bekannteste große Theropode des Jura, sowie mehrere Gattungen von Sauropoden, darunter Apatosaurus. Neben unbekannteren Dinosauriern wie etwa dem kleinen Heterodontosaurier Fruitadens, einer Familie von Pflanzenfressern, die auffällige, hauerartige Eckzähne hatten, oder dem kleinen und flinken Theropoden Ornitholestes, wurden auch Vertreter zahlreicher anderer Tiergruppen gefunden, etwa der Pterosaurier Harpactognathus, die Schildkröte Glyptops oder der Frosch Rhadinosteus.


    Staub.


    Natürlich, in Realität hat der T-Rex vermutlich eher Anatosaurier wie Saurolophus gejagt.

    Das mit dem Triceratops ist mehr Popkultur. Und auf Popkultur wollte ich auch hinaus.

    Gut, dabei (und auch bei deiner restlichen Ausführung) würde ich mitgehen. Ich finde nur popkulturelle Darstellungen häufig uninteressanter als der tatsächliche Stand der Wissenschaft, weil sie die Tiere oft auf ein paar wenige Merkmale reduzieren.