Glaubt ihr an Gott?

  • Psychisch kranke Menschen sollten von uns anderen nicht auf´s Abstellgleis gestellt werden, sondern sollten wir sie unterstützen, zu lernen sich zu kontrollieren.Damit sie, wie wir anderen ein normales Leben führen können.
    Und was ist nun normal? Das was alle tun? :huh:


    Denn entsorgen wir diese Minderheit, spielen wir ja irgendwie selber "GOTT" und maßen uns ein Urteil an über die, die das schwächste Glied in der Kette der menschlichen Evolution sind.
    Und Menschlichkeit ist doch nun weiß Gott nichts Böses, oder? ;) Oder sollte es zumindest nicht sein.
    Wenn wir einander mehr Verständnis entgegenbrächten, dann wäre das schon mal ein Schritt in eine bessere Welt. Was nicht heißen soll, das damit das "Böse" ausgemerzt ist für alle Ewigkeit.


    Übrigens, wer selektiert es denn nun eigentlich, was Gut und Böse ist? Wer hat eigentlich die Befugnis dazu? ?( Oder wer nimmt sich dieses Recht denn einfach so?
    Sind das nicht wir alle?


    Sorry dafür, falls ich mal wieder am Thema vorbei geschrieben haben sollte.... ;)


    Lg
    Pika Pika
    :pika: :pika:

  • Ich glaube daran, dass in jedem Menschen etwas Böses ist, in manchem mehr, in manchen weniger, aber es gibt niemanden, der frei davon ist. Wenn wir das jetzt so sagen wollen.
    Aber ich glaube auch, dass in den meisten Menschen etwas Gutes ist. In manchen mehr als in Anderen - und in seltenen Fällen kein Funke davon.
    Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass Menschen existieren sollten, in denen mehr Gutes als Böses ist.

    Dem kann ich im Grunde eigentlich nur so zustimmen x) Ich gehöre eigentlich auch eher zu den Menschen, die an das Böse glauben, einfach weil es zu viele Einflüsse gibt, die ein Individuum dazu verleiten, Böses zu tun. Ist in vielen Fällen ja leider auch die wesentlich einfachere Variante, durchs Leben zu gehen, lal.


    Dein Beispiel mit den Serienmördern kann ich an sich aber nicht ganz unterstützen. Das Gute, wenn man es so nennen will, schläft vielleicht im Unterbewusstsein dieses Menschen genauso, wie in anderen das Böse schläft und nicht unbedingt in Erscheinung tritt. Ich will Serienmörder jetzt nicht in ihrem Tun verteidigen oder so, aber ich finde, gerade wenn ein Serienmörder im Nachhinein etwas Gutes tut, hat das doch umso mehr Gewicht, oder nicht?


    Und um mal nicht ganz am Thema vorbei zu schreiben: Nein, ich glaube nicht an Gott. Als ich noch jünger war, habe ich mir zwar vorgestellt, da wäre so etwas wie Gott, was zum Teil auch am Religionsunterricht in der Schule lag, aber mit der Zeit habe ich dem abgeschworen (immer, wenn ich für was gebetet hab, ist es doch nicht in Erfüllung gegangen). Leider wurde ich gezwungen, am Konfirmandenunterricht teilzunehmen, obwohl es mir im Endeffekt auch nichts gebracht hat.
    Habe in der zehnten Klasse Philosophie als Ersatzfach für Religion gewählt und bin schließlich vor einigen Wochen so quasi zum krönenden Abschluss endgültig aus der Kirche ausgetreten. Mit Gott oder dergleichen habe ich also nichts mehr am Hut x)

  • Zitat von Virtox

    Serienmöder also :D


    Ja genau.
    Hab ich doch gesagt. ;X


    Zitat von Virtox

    Man weiß nicht wieso der jenige das getan hat , oder wie er vielleicht so geworden ist.


    Omg, die Moralkeule. Nimm sie bloß weg. :D
    Mir ist menschlich gesehen EGAL was diesen Menschen passiert ist. Irgendwo ist Schluss mit Mitleid und bei dir klingt das wie eine Rechtfertigung und eine Entschuldigung.
    Psychologisch vielleicht nachvollziehbar, aber auf der menschlichen Basis einfach nur verachtenswert.
    Mir ist egal, was für ein armes Dudu das war. <.<


    Nein, die Vergangenheit macht dich NICHT zu dem dem, was du jetzt bist. Ein zurechnungsfähiger Mensch (ist dem nicht so, ist die Grauzone sehr stark, wie weit derjenige seine Taten als solche versteht - aber wo beginnt Zurechnungsfähigkeit und wo hört sie auf? Selbst Gerichtspsychiater brauchen oftmals Monate, um das herauszufinden) kann sich noch immer entscheiden dagegen anzukämpfen.
    Außerdem gibt es immer genug Menschen, die dieselbe Scheiße erlebt haben und dasselbe miese Umfeld besitzen und nicht so werden. So what?
    Willst du mir etwa behaupten, dass du NUR und AUSSCHLIESSLICH ein Produkt deiner Umwelt bist und das absolut okay findest?


    Zitat von Virtox

    Ich behaupte mal das kein Mensch von Grund auf böse ist , sondern das er böse wird durch Taten von anderen Menschen.


    In JEDEM Menschen liegen die Anlagen zu psychischen Krankheiten und auch zur Gewalttätigkeit. Bei vielen Menschen sind diese Anlagen deutlich ausgeprägter als bei anderen und kommen bei erlittenen Schicksalsschlägen rascher zum Vorschein. Was in den meisten Fällen aber auch weder eine Begründung und schon gar keine Entschuldigung ist.


    Vielleicht bist du ja einer dieser Menschen, bei denen man für den miesesten Typen noch Verständnis und Mitleid erhaschen kann, wenn man nur auf die Tränendrüse drückt. Ich bin's eindeutig nicht.


    Zitat von Namine

    Dein Beispiel mit den Serienmördern kann ich an sich aber nicht ganz unterstützen. Das Gute, wenn man es so nennen will, schläft vielleicht im Unterbewusstsein dieses Menschen genauso, wie in anderen das Böse schläft und nicht unbedingt in Erscheinung tritt. Ich will Serienmörder jetzt nicht in ihrem Tun verteidigen oder so, aber ich finde, gerade wenn ein Serienmörder im Nachhinein etwas Gutes tut, hat das doch umso mehr Gewicht, oder nicht?


    Ich weiß ja nicht. Es hat für mich überhaupt kein Gewicht mehr~
    Wenn jemand fähig ist, einfach so aus Lust und Freude fremde Menschen umzubringen, dann: nein. ^^"


    Sooo, wie sind wir darauf gekommen? :D
    Ahja, indem ich gesagt habe, dass Gut und Böse nur auf Menschen zutreffen und auf nichts anderes. ^^"

  • Guten tag erstmal, das hier wird mein erster beitrag. Da ich mich mit dem Thema schon etwas beschäftigt habe, fange ich mal hier an.


    Zunächst: Nein, ich glaube nicht an einen Gott. Die Beweispflicht liegt auf Seiten der Religionen. solange diese es nicht schaffen mithilfe von logischen, wissenschaftlichen anhaltspunkten zu erklären warum es 1. Einen gott geben soll und 2. warum sich das auf irgendeine art auf unser leben auswirken sollte, ist der atheismus die einzig logische wahl. Dass dies jemals einer religion gelingen wird bezweifle ich allerdings stark.


    Davon mal abgesehen habe ich im alltäglichem leben nichts gegen Religion, einzig wenn sie versucht Nichtgläubigen Verbote zu erteilen oder aufgrund von rückständigen weltanschauungen den menschen(oder anderen tieren) schaden zufügt(bspl.: aids in afrika), frage ich mich manchmal ob nicht sogar ein verbot organisierter religionen sinnvoll wäre... solange religion also privat bleibt habe ich nichts gegen sie, macht sie gläubige glücklich ist das umso besser.

  • Guten tag erstmal, das hier wird mein erster beitrag. Da ich mich mit dem Thema schon etwas beschäftigt habe, fange ich mal hier an.

    Willkommen im Forum :)


    Zunächst: Nein, ich glaube nicht an einen Gott. Die Beweispflicht liegt auf Seiten der Religionen. solange diese es nicht schaffen mithilfe von logischen, wissenschaftlichen anhaltspunkten zu erklären warum es 1. Einen gott geben soll und 2. warum sich das auf irgendeine art auf unser leben auswirken sollte, ist der atheismus die einzig logische wahl. Dass dies jemals einer religion gelingen wird bezweifle ich allerdings stark.

    Gott ist aber eine Gestallt, die man nicht beweisen oder wiederlegen kann, deshalb sind beide Seiten logisch gewählt. Und außerdem, wenn die Religionen (oder die Wissenschaft) jemals beweisen könnten, dass es einen Gott gibt, dann wäre es auch kein Glauben mehr.


    Davon mal abgesehen habe ich im alltäglichem leben nichts gegen Religion, einzig wenn sie versucht Nichtgläubigen Verbote zu erteilen oder aufgrund von rückständigen weltanschauungen den menschen(oder anderen tieren) schaden zufügt(bspl.: aids in afrika), frage ich mich manchmal ob nicht sogar ein verbot organisierter religionen sinnvoll wäre... solange religion also privat bleibt habe ich nichts gegen sie, macht sie gläubige glücklich ist das umso besser.

    Du redest hier aber auch wahrscheinlich von so Sachen wie Tanzverbot oder so. Also man sollte, finde ich, Trauertagen auch den nötigen Respekt erweisen, auch wenn man nicht Gläubig ist, so halte ich das was die Piraten da an Karfreitag abgezogen haben für unter aller Sau. Außerdem kann man doch wohl einen Tag ohne Party aushalten.

  • Zitat von »veidt«



    Gott ist aber eine Gestallt, die man nicht beweisen oder wiederlegen kann, deshalb sind beide Seiten logisch gewählt. Und außerdem, wenn die Religionen (oder die Wissenschaft) jemals beweisen könnten, dass es einen Gott gibt, dann wäre es auch kein Glauben mehr.


    Selbiges gilt auh für den Osterhasen, den Weihnachtsmann, die Zahnfee, das Monster von Loch Ness, Zeus, Thor, Einhörner, Gleis 9 3/4 und viele andere Dinge. Sollen die Leute so etwas glauben wenn sie wollen aber sachlich gesehen kann man sich nur auf logische anhaltspunkte verlassen.

    Zitat von »veidt«




    Du redest hier aber auch wahrscheinlich von so Sachen wie Tanzverbot oder so. Also man sollte, finde ich, Trauertagen auch den nötigen Respekt erweisen, auch wenn man nicht Gläubig ist, so halte ich das was die Piraten da an Karfreitag abgezogen haben für unter aller Sau. Außerdem kann man doch wohl einen Tag ohne Party aushalten.


    Ich halte generell nicht viel von Trauer, aber das tut hier nichts zur Sache. Eine solche Einschränkung wie das Tanzverbot am Karfreitag ist zwar ungerechtfertigt, bedroht aber nun wirklich niemanden ernsthaft. Es gibt viel schlimmere Dinge die der Glaube anrichten kann, aber nur wenige davon kommen in deutschland vor.
    Wenn Frauen dadurch sterben dass sie ihr krankes Kind nicht abtreiben durften oder die katholische Kirche im Kampf gegen Aids von Verhütungsmitteln öffentlich abrät geht es eindeutig zu weit.

  • Die Beweispflicht liegt auf Seiten der Religionen. solange diese es nicht schaffen mithilfe von logischen, wissenschaftlichen anhaltspunkten zu erklären warum es 1. Einen gott geben soll und 2. warum sich das auf irgendeine art auf unser leben auswirken sollte


    So wie die Wissenschaft in der Beweispflicht ist zu erklären, woher das alles, was und umgibt kommt? Woher kommt die Materie? Warum gelten die für uns alltäglichen Naturgesetze? Wieso gibt es überhaupt das ganze Universum? :D  
    Und wie schon gesagt, wenn man es wüsste, wäre die Frage ja nicht, ob man an Gott glaubt. Abgesehen davon muss Gott nicht unbedingt im Zusammenhang mit Religion stehen. Es gibt dazu übrigens auch ein eigenes Thema. Religionen - Fluch oder Segen?

    Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kehren die Toten auf die Erde zurück! (DotD)


    Per aspera ad astra!
    Momentan kein Partneravatar mit Missy!

  • Zitat von veidt

    Selbiges gilt auh für den Osterhasen, den Weihnachtsmann, die Zahnfee, das Monster von Loch Ness, Zeus, Thor, Einhörner, Gleis 9 3/4 und viele andere Dinge. Sollen die Leute so etwas glauben wenn sie wollen aber sachlich gesehen kann man sich nur auf logische anhaltspunkte verlassen.

    Also so einer bist du. Ich dachte schon du würdest sachlich bleiben :whistling: Es ist ziemlich herablassend gegenüber den Gläubigen Gott mit der Zahnfee gleichzusetzen. Genau so ist es auch, wenn du sagst, dass Gläubige in ihrem Handeln unlogisch sind, wie gesagt, man kann es nicht wiederlegen und beweisen, wieso ist es dann unlogisch an Gott zu glauben.


    Zitat von veidt

    Ich halte generell nicht viel von Trauer, aber das tut hier nichts zur Sache. Eine solche Einschränkung wie das Tanzverbot am Karfreitag ist zwar ungerechtfertigt, bedroht aber nun wirklich niemanden ernsthaft. Es gibt viel schlimmere Dinge die der Glaube anrichten kann, aber nur wenige davon kommen in Deutschland vor.
    Wenn Frauen dadurch sterben dass sie ihr krankes Kind nicht abtreiben durften oder die katholische Kirche im Kampf gegen Aids von Verhütungsmitteln öffentlich abrät geht es eindeutig zu weit.

    Das richtet nicht der Glaube an sondern die Menschen, nur weil ich an Gott glaube bin ich nicht gleich ein fanatischer Christ. Den Glauben dafür verantwortlich zu machen, ist Schwachsinn.

  • Zitat von »veidt«

    Also so einer bist du. Ich dachte schon du würdest sachlich bleiben Es ist ziemlich herablassend gegenüber den Gläubigen Gott mit der Zahnfee gleichzusetzen. Genau so ist es auch, wenn du sagst, dass Gläubige in ihrem Handeln unlogisch sind, wie gesagt, man kann es nicht wiederlegen und beweisen, wieso ist es dann unlogisch an Gott zu glauben.


    Weil es in diesem fall nur eine ehrliche antwort geben kann, eben dass man es nicht weiß. Ich setzte(einen theistischen) Gott mit Fabelwesen gleich weil er aus meiner perspektive ein solches ist, keineswegs um Gläubige zu verletzen.

    Zitat von »veidt«
    Das richtet nicht der Glaube an sondern die Menschen, nur weil ich an Gott glaube bin ich nicht gleich ein fanatischer Christ. Den Glauben dafür verantwortlich zu machen, ist Schwachsinn.


    Das habe ich so auch nicht gemeint. Mit Deisten oder theisten die keine ansprüche an ungläubige stellen habe ich auch absolut kein problem. Ich stimme dir also zu, Fanatismus ist das Problem.

  • Also so einer bist du. Ich dachte schon du würdest sachlich bleiben :whistling: Es ist ziemlich herablassend gegenüber den Gläubigen Gott mit der Zahnfee gleichzusetzen. Genau so ist es auch, wenn du sagst, dass Gläubige in ihrem Handeln unlogisch sind, wie gesagt, man kann es nicht wiederlegen und beweisen, wieso ist es dann unlogisch an Gott zu glauben.


    Richtig. Aber in solchen Fragen geht man dann meistens nach Wahrscheinlichkeit. Auch die Existenz des Weihnachtsmannes kannst du nicht beweisen und nicht widerlegen. Seine Existenz ist aber einfach extrem unwahrscheinlich.
    Und um hier fortzufahren, kommt es immer darauf an, wie der Begriff "Gott" ausgelegt ist. Wenn man "Gott" als irgendeine höhere Macht sieht, die das Universum und alles erschaffen hat, wie auch immer sei nun aussehen mag, ist völlig offen ob es sie gibt oder nicht. Wenn man "Gott" allerdings christlich auslegt, also als eine Gestalt, die sich im Himmel befindet, alle (gläubigen) Menschen überwacht und sie für guten Taten belohnt oder für Sünden bestraft, die einen hört wenn man zu ihnen spricht etc, dann ist dessen Existenz so unfassbar unwahrscheinlich und es kommen so viele Ungereimtheiten auf, dass sie so gut wie auszuschließen ist. Und ja, nicht alle Christen denken so, aber das gibt es durchaus. Das Problem ist einfach, dass das Christentum, wie jede andere Religion auch, dieser völlig unbekannten höheren Macht, von der wir absolut nichts wissen, nicht einmal ob sie überhaupt existiert, irgendwelche Taten andichtet, die so überhaupt nicht möglich sind. Das Unsinnige ist der Glaube an das Fiktionale, das in der Bibel von Menschenhand niedergeschrieben wurde, nicht der Glaube an eine höhere Macht an sich. Sämtliche Religionen sind einfach völlig unzeitgemäß und das einzige verbliebe Stück Mittelalter in unserer modernen Welt. Eine höhere Macht kann es durchaus geben, aber dieser irgendetwas nachzusagen, wie die Religionen es tun, ist sinnlos. Daher ist es sehr wohl unlogisch, an einen Gott zu glauben, der die Welt erschaffen hat/Sünde bestraft/whatever (also wie er von den Religionen dergestellt wird), weil dies nur angedichtete Taten/Eigenschaften sind, die sich irgendwelche Leute in der Antike mal ausgedacht haben.

  • Genau, die Religion war früher ein Machtinstrument der Politik. So konnten die Bauern auch unterdrückt werden, weil sie glaubten, dass sie im Himmel ein viel besseres Leben erwartet, wenn sie auf der Erde schön braf ihrer Arbeit nachgehen. Ohne die Religion wäre die ganze Weltgeschichte anders. Z.B. hätten dann die erwähnten Bauern (die früher in der Überzahl waren) höchstwahrscheinlich einen Aufstand angezettelt und den jeweiligen König gestürzt, der sie nur ausbeutete. Evtl. wäre es dann viel früher zur Demokratie gekommen, aber das kann man nicht sagen, da es nie aufgetreten ist.
    Was die Nützlichkeit der verschiedenen Religionen angeht bin ich der Meinung, dass die Welt viel besser dran gewesen wäre, wenn es keine Religion gegeben hätte oder nur ein einzigen Glauben. Sogar heute noch töten sich massen von Menschen und führen Kriege, nur weil sie an etwas anderes glauben, dass man nicht einmal nachweisen kann.

  • CaptainOlimar
    Warum geht man da nach der Wahrscheinlichkeit? Man glaubt das, was man für richtig hält und womit man leben will. Man muss nicht religiös sein, weil man es für realistisch oder für realistischer als Atheismus hält. Wenn es wirklich eine höhere Macht gibt, die uns und alles andere erschaffen hat, dann zeigt man ihr wenigstens eine Form von Dankbarkeit und Respekt, wenn man einer Religion angehört und betet oder was auch immer zu dieser Religion dazu gehört, weil unser Leben hier vielleicht garnicht so selbstverständlich ist. Und es geht garnicht darum, dass diese höhere Macht das von uns verlangt oder so, sondern man entscheidet selber ob man sich bedanken will oder nicht. So seh ich das.


    Und wie gesagt, ob Religion Fluch oder Segen ist oder war, darum geht es hier nicht, dazu gibt es ein gleichnamiges Thema:
    Religion - Fluch oder Segen?


  • Zunächst: Nein, ich glaube nicht an einen Gott. Die Beweispflicht liegt auf Seiten der Religionen. solange diese es nicht schaffen mithilfe von logischen, wissenschaftlichen anhaltspunkten zu erklären warum es 1. Einen gott geben soll und 2. warum sich das auf irgendeine art auf unser leben auswirken sollte, ist der atheismus die einzig logische wahl. Dass dies jemals einer religion gelingen wird bezweifle ich allerdings stark.


    Inwiefern ist der Atheismus im Vergleich zu einem Gottesglauben logischer? Die Atheisten mit denen ich über dieses Thema sprach meinten, dass der Urknall der Auslöser von allem und jenem sein soll, und nicht ein Gott. Dennoch stellen sich die gleichen Fragen wie auch gegen einen Schöpfergott :


    Wer erschuf Gott? / Warum war da dieser kleiner, extrem heißer Punkt?
    Warum erschuf Er das Universum? / Warum explodierte diese Kugel ? ( Oder wie man es auch nennen will )


    Und dennoch, etwas mit Logik zu beweisen ist vielleicht nicht so logisch wie man denken mag. Menschen sehen Logik als dies an was Sie sehen, verstehen und kennen. Aber der Rest der Planeten des Universums gleichen wohl kaum der Erde. Zum Beispiel erinnere ich mich an einen Artikel von Spickmich, dass ein Planet gefunden wurde auf dem heißes Eis existiert. Entspricht zwar gegen jeder Logik die wir von der Erde kennen soll aber dennoch existieren.


    Nein! Gott ist nur eine Erfindung um sich die Unwissenheit nicht eingestehen zu müssen. Das wiederum zeigt wie abartig die Menschheit doch sein kann. Warum sollte euer lieber Gott denn akzeptieren, dass sich Menschen grundlos töten, warum sollte er Kriege erlauben, wofür? Für die Geschichte? Sicherlich nicht. Gäbe es diesen 'Gott' hätte er sich bei der Dummheit der Menschen schon längst zeigen müssen, um den verfall der Erde, sprich seines Kindes zu verhindern.


    Hier mal ein schlaues Zitat aus Futurama : "Als Gott musst du genug tun damit die Menschheit nicht den Glauben an dich verliert, aber zur gleichen Zeit auch so wenig, dass die Menschheit nicht abhängig von dir wird."
    Und darüber hinaus, nach dem Glauben gab Gott uns den freien Willen. Alles was wir tun und denken ist unser eigener Verdienst. Kriege zetteln wir an, aber wir schlichten Sie genauso auch.
    Ohne Gut kein Böse. Ohne Böse kein Gut.



    Und weiter zum Thema : Ja, ich glaube an einen Gott. Ich gehöre zu der muslimischen Gruppierung der Aleviten an.

  • Und dennoch, etwas mit Logik zu beweisen ist vielleicht nicht so logisch wie man denken mag. Menschen sehen Logik als dies an was Sie sehen, verstehen und kennen. Aber der Rest der Planeten des Universums gleichen wohl kaum der Erde. Zum Beispiel erinnere ich mich an einen Artikel von Spickmich, dass ein Planet gefunden wurde auf dem heißes Eis existiert. Entspricht zwar gegen jeder Logik die wir von der Erde kennen soll aber dennoch existieren.


    Wat. Logik ist kein "Ding" oder "zustand". Logik ist die Befähigung auf Basis bereits vorhandenen Wissens neue Informationen nahtlos und inhaltlich schlüssig in den aktuellen Wissensstand einzubinden und Schlussfolgerungen zu ziehen, die inherite Abhängigkeiten und Zusammenhänge zum Zweck weiterer Klassifiziierung des Informationsinhalts zu gewährleisten. Logik orientiert sich, so gut es geht, an den Gesetzen der Natur und unserem wissenschaftlichen und/oder religiösem Verständnis.


    Das was wir "sehen, verstehen und kennen" ist unsere persönliche Realitätswahrnehmung. Die wird zwar von unserem Verständnis für Logik beeinflusst, aber nicht ausschließlich dadurch gesteurt. Genau genommen spielt die Logik sogar einen denkbar geringen Faktor.


    Heißes Eis kann Ich dir für 12 Euro in ungefähr 30-60 Minuten herstellen. Wenn man ein wenig Verständnis von Naturwissenschaften hat, ist "heißes Eis" ziemlich leicht vorstellbar. Es ist weniger die Logik als vielmehr die Intuition, die Eis mit Kälte assoziiert und einen solchen Gedankengang für abstrus hält. Wissen ist Macht. Wissen formt die Logik. Logik ist Verständnis. Das "heiße Eis" auf diesem Planeten(Ich hab jetzt nicht gegoogelt ob sowas wirklich gefunden wurde) ist weder sonderlich abstrus noch unverständlich. Die entscheidende Frage ist weniger "Wie geht das?" als viel mehr "Welche der uns bekannten Möglichkeiten hat zu diesem Ergebnis gefühlt?".
    Natürlich sind andere Planeten anders als die Erde. ABER alle folgen denselben, universellen Naturgesetzen. Daher sind, auf den ersten Blick, seltsame Zustande recht leicht herzuleiten und zu erklären.


    Und darüber hinaus, nach dem Glauben gab Gott uns den freien Willen. Alles was wir tun und denken ist unser eigener Verdienst. Kriege zetteln wir an, aber wir schlichten Sie genauso auch.
    Ohne Gut kein Böse. Ohne Böse kein Gut.


    Schon kommen wir zum Paradoxon des moralischen Bösen. Zugegeben, Ich weiß nicht sonderlich viel über den tiefergehenden Glauben des Islam und inwiefern die handelsüblichen Paradoxi und Probleme der christlichen und judaistischen Gottesdefinitionen auf Ihn zutreffen. Aber meines Wissens nach betrachtet dein Glaube Gott als etwas "unerklärbares und über jegliche Definition erhabenes". Damit ist er per Definition nicht logisch validierbar und ein ziemlich abstraktes Konstrukt. Ist es nicht vollkommen verständlich, dass Menschen, die nie sonderlich gottesgläubig waren oder sich aufgrund bestimmter Ereignisse von ihren Göttern abgewandt haben, eher an einen wissenschaftlichen Erklärungsansatz glauben, der weitgehend(wenngleich nicht vollständig) in einem theoretischen Modell erklärt und großteils in sich schlüssig ist? Das ist einfach für unser logisches Verständnis sehr viel leichter greifbar als ein "abstrakter Gott".

  • Ich denke , dass hier bestimmt der christliche Gott gemeint ist. An den glaube ich bestimmt nicht.
    Ich glaube aber an höhere Mächte , an das Schicksal.
    Für mich sind sie aber genau so unantastbar wie die Unendlich keit.
    Sie waren immer da , sie sind da und sie werden auch immer da sein.
    Der Mensch gibt Gottheiten gerne Eingenschaften oder gar Gesichter.
    Für mich hat ein Gott keine Form. Er ist einfach.

  • Aber ist Logik immer angebracht?
    Wenn jemand an Gott glaubt oder an eine Seele und von mir aus an Astrologie und Tarotkarten, sollte man einfach dazu stehen und es nicht mit Logik rechtfertigen, die nicht vorhanden ist. Menschen glauben nun einmal oft an Dinge, die eigentlich logisch betrachtet nicht möglich oder unwahrscheinlich sind, aber ihnen beispielsweise guttun. Wäre zwar nichts für mich, aber das steht nicht zur Debatte. Das ist ja dann fast wie eine Rechtfertigung.

  • Gegenfrage: Ist Logik immer bewusst?


    Wenn du eine neue Information erhältst und Sie auf diverse Faktoren validieren willst(Relevanz, Korrektheit, Authentizität etc.), ist "Logik" das primäre Werkzeug für den Validierungsprozess. Logik ist der Prozess der Schlussfolgerung damit für komplexe Denkprozesse vollkommen unabdingbar. Menschen erachten Gottesglauben als "logisch", weil die Existenz einer übergeordneten Entität viele Dinge erklärt, die wir uns sonst nicht erklären könnten. Auch die heutige Wissenschaft wirft noch viele ungeklärte Fragen auf. Selbst wenn dem nicht so wäre: Das wissenschaftliche Verständnis variiert von Individuum zu Individuum.


    Für viele Leute sind Dinge wie der "Urknall" und das damit verbundene Konzept der Singularität und Nonexistenz des Mediums "Zeit" vor besagtem "Knall" zu abstrakt, weil sie keinen klaren Anfang definieren können. "Gott" ist ein leicht verständlicher "Anfang". Insbesondere dann wenn man von monotheistischen Ansätzen abschweift und sich das ein oder andere pantheistische Konzept ansieht. "Gott" und das "Universum" gleichzusetzen, macht die suche nach dem "Anfang" obsolet. Die Wissenschaft hingegen kommt mit der schnippischen Antwort "Es gibt kein 'vor der Singularität'. Ohne Raum existiert keine Zeit. Ohne Zeit werden 'davor' und 'danach' zu abstrakten, unbedeutenden Begriffen."


    Logik ist nicht inherit an Nachweisbarkeit geknüpft, sondern ein Resultat unseres Wissens und unserer Überzeugungen. Daher wird ein streng religiöser Mensch "Gott" immer realistischer finden als den "Urknall".

  • Na, herzlichen Glückwunsch!


    Die Peripherie eines Erdapfels steht zum reziprokproportionalen Verhältnis zum geistigen Volumen des anbauenden Agragrierers!


    Ich möchte jetzt nicht negativ über deine überaus spektakulären Fremdwörter reden, aber ...! Kannst du dass auch auf normales Deutsch übersetzen, so dass es jeder hier verstehen kann?
    Das wäre sehr hilfreich, damit nicht der Eindruck entsteht, du würdest nur große Töne spucken und die Diskussion damit ersticken. ^^


    Ansich hat Glaube mit der Logik wenig zu tun, weil der Glaube nun mal nicht rational ist, nicht zu greifen, nicht zu belegen. Genauso wenig wie eine oder mehrere Gottheiten.
    Trotzdem kann man ihn nicht abtun, als Humbug, weil der Glaube eben nicht für unseren Intellekt, sondern für unser Seelenheil zuständig ist, was auch nicht rational ist, das - bekanntlich - auch die Seele nicht greifbar ist.
    Dennoch glauben genug an die Seele.


    Aber auf deine Übersetzung freue ich mich schon, ich bin wissbegierig, was die Erweiterung meines Horizontes. :)

  • Logik ist ein Denkvorgang, also unabhängig, zudem auch nicht vererbt oder sonstiges, das sind 2 verschiedene Schuhe.


    Warum erachten Menschen den Gottesglauben als logisch?
    Da die Urknallsingularität nur eine Theorie ist, so sind sämtliche Anfänge auch Theorien. Die Raumzeit wird gerne in vielen Modellen verwendet.
    Also Definitionssache, sowie Singularität einen nicht definierten Zustand beschreibt in der Physik, per Definition kein davor vorhanden.
    Bei der Urknallsingularität wiederum gibt es genug Theorien was davor war, aber irrelevant fürs Thema.


    Also wäre es relevant von welcher Theorie wir ausgehen, wie die Stringtheorie oder ob wir einfach alles durcheinander würfeln.
    Und ich empfehle keine altdeutschen veralteten Wörter usw. das neigt nur zu Fehlern und Unverständlichkeit.
    Außer Logik wird wirklich vererbt in deinem Sinne :P


    Zu guter letzt streng religiöse Menschen sind schon per Wort an den Glauben gebunden. Ich mag persönlich den "Kreationismus", der auch die Evolutionstheorie abweist.