Was haltet ihr von Tattoos bzw. Piercings?

  • Heute tatsächlich meinen ersten Tattoo-Termin hinter mir für ein 1-Wort Kanji auf dem Unterarm und ich denke dass ich jetzt doch ordentlich Blut geleckt habe und es nicht dabei bleiben wird.


    Die Schmerzen waren es absolut wert.

    Nach meinem letzten Post im Juli hier im Topic ging es dann doch recht schnell :)

  • Ich bin bei meiner Grossmutter aufgewachsen und sie meinte während meiner Entwicklung, dass wenn ich ein Tattoo mir stechen lassen würde, dass ich keinen Schritt mehr ins Haus setzen müsste. Für mich waren damals also Tattoos ein absolutes No Go. Vor 2-3 Jahren meinte sie einmal zu mir, dass sie dass nur so streng gesagt hätte, weil sie nicht wollte, dass ich mit 18 eine Entscheidung treffen würde, die ich mit 25 bereuen würde. Sie fände ein Tattoo in Ordnung, wenn ich mir Gedanken machen würde, wo und wieso. Was für eine Bedeutung sollte ein Tattoo für mich haben?


    Vor einem Jahr kam die Idee auf, im Lager ein Gemeinschaftstattoo zu stechen, da war ich eher abgeneigt für, jedoch machte ich mir durch das Jahr hinweg Gedanken und kam zum Schluss, dass der Verein, in dem ich seit 2005 Mitglied bin, mir doch genug bedeuten würde, dass ich ein Tattoo nicht bereuen würde. Ich vergass die Idee aber wieder. Dieses Jahr dann wieder die Idee, 11 Leute, die zusagen, ich selbst wollte noch einmal darüber schlafen. War das halbe Lager leicht angeschlagen und ging an dem Abend zum frühstmöglichen Zeitpunkt schlafen. Am nächsten Tag fühlte ich mich erholt & klar im Kopf und stimmte zu. Das Motiv: Eine Pfadililie, die Lilie gilt als Wegweiser, Helfer bei ORientierungslosigkeit, so weist sie dem PFadfinder also sozusagen den Weg und mich erinnert sie immer daran, dass es für jedes Hindernis eine Lösung gibt, die mich näher an mein Ziel führen wird.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde Tattoos in Ordnung, wenn man sich Gedanken darüber macht, was für ein Motiv man möchte und ob dieses Motiv auch noch in 10, 20, 50 Jahren eine Bedeutung für eine Person hat.

  • Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde Tattoos in Ordnung, wenn man sich Gedanken darüber macht, was für ein Motiv man möchte und ob dieses Motiv auch noch in 10, 20, 50 Jahren eine Bedeutung für eine Person hat.

    Tho, ich frag mich immer wieso die Leute so auf "Bedeutung" getrimmt sind. ^^' vieles schaut einfach ästhetisch aus.

  • Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde Tattoos in Ordnung, wenn man sich Gedanken darüber macht, was für ein Motiv man möchte und ob dieses Motiv auch noch in 10, 20, 50 Jahren eine Bedeutung für eine Person hat.

    Tho, ich frag mich immer wieso die Leute so auf "Bedeutung" getrimmt sind. ^^' vieles schaut einfach ästhetisch aus.

    Müsste da noch "für mich" betonen, finde "Ästhetik" etwas tolles, jedoch lieber auf einem Bild, das man wieder abhängen kann, wenn es einem irgendwann langweilet. Anders gesagt: Das eigene Empfinden was "schön" oder "ästhetisch" ist, kann sich mit der Zeit ändern. Was nützt mir ein Motiv, dass ich mit 25 Jahren der Hammer finde, mich aber mit 45 Jahren nicht mehr zu Begeistern mag? Wenn ich ein Motiv wähle, dass mich während einer wichtigen Phase der Entwicklung und dem eigenen Reifeprozess begleitet hat, ist die Chance viel höher, dass es mich auch später zu Begeistern vermag. Darum geht es doch bei Tattoos, nicht? Motive zu finden, die einen wenn möglich nach dem Stechen ein Leben lang zu begeistern vermag, nicht?

  • I dunno. Ich hätte noch nie meine Ästhetik so sehr geändert, dass ich sie zehn, fünfzehn Jahre später überhaupt nicht mehr schön fände und am Ende ist es auch ganz witzig zu sehen, was man sich in einem gewissen Alter dabei dachte.


    Und wenn man dann schonmal alt ist, ist die Haut sowieso faltiger und unschöner als mit Mitte zwanzig, dreißig oder vierzig. Da kommt's auf ein Tattoo, das einen nicht mehr so begeistert, auch nicht mehr an imo. ^^

  • Denke, das ist wirklich Ansichtssache, ich für meinen Teil treffe gerne solche grössere Entscheidungen (Tattoos zähle ich da dazu, weil man die nicht einfach rückgängig machen kann) mit möglichst geringen Risiken. Wenn mir was bedeutet, kann ich eher dahinter stehen als wenn mir etwas einfach so gefällt.


    An dieser Stelle kann man natürlich die Überlegung anstellen, ob man zu etwas einen Gefallen finden kann, ohne dass es irgendwie eine Bedeutung für wenn hat. Die meisten Dinge, die mir gefallen, gefallen mir ja aus einem Grund. Wenn mir also ein Motiv so sehr gefallen würde, dass ich es mir in die Haut stechen lassen würde, dann hat es sicherlich eine grössere Bedeutung als "Gefällt mir, weil Snom".

  • Ich habe hier ja schon mindestens ein Mal einen Betrag geschrieben und es würde mich ja fast interessieren, was ich da so geschrieben habe, aber darüber soll es natürlich nicht gehen. Ich habe morgen wieder einen Tattoo Termin und ich bin sehr aufgeregt und freue mich wirklich sehr, auch, wenn ich auf den Schmerz gerne verzichten würde. xd Es ist wieder ein Wannado einer Artistin und es hat für mich einfach so gut gepasst; und zwar kommt es auf die rechte Wade. Auf der linken habe ich schon ein Tattoo und ich hab schon lange den Plan, auch auf die andere Seite eines machen zu lassen, ich wusste bisher aber leider nicht so wirklich was und dann hab ich das Motiv gesehen und dachte nur, ja, das passt nicht schlecht, nehm ich. Letzte Woche hat sie mich dann noch mal angeschrieben und meinte, sie würde das Motiv gerne noch etwas überarbeiten und seitdem hat sie sich nicht mehr gemeldet und ich mich auch nicht, also weiß ich aktuell trotzdem nicht so ganz genau, was mich da am Ende jetzt erwartet. :D Ich bin echt maximal gespannt. Im Grunde ist das dann auch ein Tattoo, das jetzt nicht so maximal viel Bedeutung für mich hat, aber, wenn ich wollte, könnte ich dem easy eines geben. ^^ Es ist dann bereits mein achtes Tattoo und ich habe mindestens noch 3 aktuell im Kopf, die ich in Zukunft gerne umsetzen würde. Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis ich diese dann auf der Haut habe.

    Also, nach wie vor, bin ich sehr Tattoo-verliebt und ich kann euch sagen, gäbe es dabei keinen Schmerz, vermutlich wär bereits die Hälfte meiner Haut bedeckt. Mittlerweile denke ich, dass ich was den Schmerz angeht ne ziemliche Memme bin, aber da muss man halt durch, wa.

  • Von ca 30 Piercings sind noch 5 übrig geblieben ^^ die einzigen die ich vermisse sind meine cheeks aber ok.


    Tattoos habe ich einige aber da sie sehr schlecht gestochen sind und auch zum Teil einfach dumm zähle ich sie zu der Kategorie Jugendsünden ^^


    Ich liebe solchen Körperschmuck aber habe einfach nicht mehr so das Bedürfnis danach mir was machen zu lassen wie früher.

  • Das ist eine Geschichte, wie viele andere auch, die jedem selbst überlassen ist. Ich habe persönlich weder Piercing noch Tattoo, auch habe ich das in Zukunft ehrlich gesagt nicht vor. Da ein Tattoo praktisch schon fast für immer ist, wie auch das Loch eines Piercings, bin ich da doch halt abgeneigt, falls man es doch plötzlich nicht mehr will, da bleibe ich lieber so, wie die Natur mich geschaffen hat. Wenn andere Menschen Piercings oder Tattoos haben, dann ist das kein Problem für mich bzw. akzeptiere ich das.

  • Derzeit komnen Tattoos eh nicht in frage, da bunte Farben verboten wurden.

    https://www.dasding.de/update/…ion%20dagegen%20gestartet.


    Hab die Info aus der Tageszeitung, Lunk ist jetzt nur als Referenz hier.

    Ich weiß ja nicht, ist sicher gut, dass man die gesundheitlichen Aspekte überprüft.

    Aber alles außer Schwarz, Weiß und Grau zu bannen klingt sehr willkührlich und eher so als glauben da noch ein paar an die mittelalterliche Idee, dass Tattoos von Verbrechern und Unruhestiftern getragen werden und nichts sind für normale Bürger.

  • Ich meine, wenn ich mir so anschaue, welche Leute sich als "normale Bürger" ansehen, sind mir so einige Verbrecher und Unruhestifter wahrscheinlich eh viel lieber lol. I don't see the problem there.


    Aber ehrlich: Man hätte es so lösen können, dass man wie auf Zigarettenschachteln Warnungen druckt, oder dass man einen Aufklärungsbogen unterschreiben muss. Es einfach zu verbieten ist ziemlich scheiße und ruiniert bestimmt viele Künstler*innen / Tattoo Artists. Manche sind eben auf bunte Comic- und Animetattoos und so spezialisiert.

  • Aber alles außer Schwarz, Weiß und Grau zu bannen klingt sehr willkührlich

    Diese Formulierung halte ich für irreführend. Die Farben werden ja nicht verboten, weil sie bunt sind, sondern weil praktisch alle (relevanten) bunten Farben einen Inhaltsstoff enthalten, der für den Einsatz auf dem Körper nicht mehr zugelassen ist.

    Aber ehrlich: Man hätte es so lösen können, dass man wie auf Zigarettenschachteln Warnungen druckt, oder dass man einen Aufklärungsbogen unterschreiben muss.

    Den Aufklärungsbogen und insbesondere Einverständnisbogen musst du bei einem seriösen Tattoowierer bereits jetzt unterschreiben. Die Tattoo-Szene hat (ähnlich wie Piercer und auch Sexarbeit) aber das Problem, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen äußerst dünn sind. Als Folge daraus ist die Berufsbezeichnung eines Tattoowierers nicht geschützt und es ist auch kein anerkannter Ausbildungsberuf. Irgendwelche Richtlinien, denen sich ein Tattoostudio unterwirft sind Selbstverpflichtungen, gegebenenfalls im Rahmen irgendwelcher größerer Interessensgruppen vereinbart. Von derartigen Interessensgruppen gibt es dann auch Zertifikate, dass ein Tattoowierer eine entsprechende Fortbildung besucht hat, für dich als Kunden ist das aber kaum zu prüfen, weil es nichts staatlich geregeltes ist.


    Eben dieser fehlende rechtliche Rahmen führt dann auch zu der Problematik, die hier gerade diskutiert wird. Durch die entsprechenden Gesetzesänderungen dürfen die beiden fraglichen Inhaltsstoffe nicht mehr in Kosmetika zum Einsatz kommen. Tattoofarben gelten als Kosmetika, da es aufgrund des fehlenden rechtlichen Rahmens keine separate Produktkategorie dafür gibt. Das führt dazu, dass ein Tattoowierer nicht mehr legal an die entsprechenden Farben mit diesen Inhaltsstoffen kommt, da Hersteller die Farben innerhalb der EU nicht mehr in den Verkehr bringen dürfen. Für irgendwelche Cremes ist das natürlich völlig egal, dann wird die Creme halt nicht blau gemacht, sondern rot. Bei Tattoos braucht man natürlich bestimmte Farben.


    Es gäbe möglicherweise alternative „Farbmischungen“ ohne diese Inhaltsstoffe. Diese haben dann aber das Problem, dass diese in bereits im Rahmen der genannten Selbstverpflichtung in der Vergangenheit „verboten“ wurden (weil die Inhaltsstoffe als problematisch erkannt worden sind oder weil diese zu dickflüssig/dünnflüssig sind) oder diese beispielsweise deutlich weniger attraktive Ergebnisse erzeugen.


    Mehr Infos auch hier: https://tattoofarben.info/de/tattofarben#pigmente

  • Ich weiß das alles und was soll ich draus mitnehmen, außer dass der Gesetzgeber ein Arsch ist? Das zeigt schon wie wenig Respekt man vor Künstler*innen hat und deren Werke als Kosmetik deklariert.


    Merkt man halt, dass ein paar alte gute Bürger mit Stock im Hinterteil diese Gesetze durchgebracht haben. Ist halt schon seltsam, dass es immer solche Berufe und Künstler*innen betrifft.

    Das ist wie mit den neuen Urheberrechtrichtlinien. Die richten Fanartartists und co zu Grunde, aber der durchschnittliche Boomer im Parlament sieht das nicht als Kunst an.


    Aber gut, ich weiß aus den vergangenen Diskussionen hier, dass das Gesetz in etwa so wie Gottes Wort zu sehen ist. xD


    Aber alles außer Schwarz, Weiß und Grau zu bannen klingt sehr willkührlich und eher so als glauben da noch ein paar an die mittelalterliche Idee, dass Tattoos von Verbrechern und Unruhestiftern getragen werden und nichts sind für normale Bürger.

    Eben das.

  • Ja, völlig richtig. Bekanntermaßen werden die Inhaltsstoffe nur verboten, um die Künstler zu gängeln und nicht etwa ... weil die Inhaltsstoffe im Verdacht stehen karzinogen zu sein. In diesem Fall hätte es da wohl auch nicht viel genutzt, wenn Tattoofarben nicht unter die Gruppierung der Kosmetika fallen würden. Was auf der Haut karzinogen ist, kann unter der Haut höchstwahrscheinlich nicht besser sein. Richtig ist aber, dass die aktuellen gesetzlichen Regelungen das Finden von Alternativen nicht besonders leicht gestalten, was für den recht kleinen Wirtschaftszweig der Tattoowierer dann natürlich besonders belastet ist.

  • Ja, völlig richtig. Bekanntermaßen werden die Inhaltsstoffe nur verboten, um die Künstler zu gängeln und nicht etwa ... weil die Inhaltsstoffe im Verdacht stehen karzinogen zu sein. In diesem Fall hätte es da wohl auch nicht viel genutzt, wenn Tattoofarben nicht unter die Gruppierung der Kosmetika fallen würden. Was auf der Haut karzinogen ist, kann unter der Haut höchstwahrscheinlich nicht besser sein. Richtig ist aber, dass die aktuellen gesetzlichen Regelungen das Finden von Alternativen nicht besonders leicht gestalten, was für den recht kleinen Wirtschaftszweig der Tattoowierer dann natürlich besonders belastet ist.

    Es gibt auch kaum was inhaltlich Fragwürdigeres als Fast Food und die Nahrungsindustrie im Allgemeinen. Die haben aber eine größere Lobby hinter sich, Artists nicht.


    Ich trau mich mal zu behaupten, dass es weniger um die karzinogene Stoffe an sich geht und mehr darum wie man zu einem Thema steht und wie groß die Lobby hinter einem ist.

  • Es gibt auch kaum was inhaltlich Fragwürdigeres als Fast Food und die Nahrungsindustrie im Allgemeinen.

    Wir haben es hier in der EU ziemlich gut und unsere Nahrungsmittel enthalten tatsächlich Nahrung, eben weil die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben so strikt sind. Sicherlich ist Fast Food nicht übermäßig gesund und vermutlich macht es dich bei ausschließlichem Konsum auf lange Zeit auch krank. Produkte mit tatsächlich gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffen können hier aber nicht auf den Markt kommen bzw. werden bei späterer Erkenntnis auch wieder aus diesem entfernt.

    Ich trau mich mal zu behaupten, dass es weniger um die karzinogene Stoffe an sich geht und mehr darum wie man zu einem Thema steht und wie groß die Lobby hinter einem ist.

    Ach, na klar. Dieser ganze bürokratische Aufwand zum Verbot der besagten beiden Inhaltsstoffe in den Farben wird natürlich nur deshalb betrieben, um den scheiß Tintlingen eines auszuwischen!!1

  • Kommt drauf an.

    Ein Tattoo sollte ja in erster Linie einen selbst gefallen. Immer trägt man es in der Regel bis zum Ende seines Lebens.

    Meine Schwester hat sich am Schulterblatt eine Blume tattowieren lassen. Steht ihr gut.

    Ich selbst bin am überlegen mir einen asiatischen Drachen auf meinen rechten Oberarm stechen zu lassen, auch wenn ich da schon 10 jahre oder so darüber nachdenke.


    Aber ich finde, man sollte es nicht übertreiben. Hier in München z.b. gibt es viele türkischstämmige junge Leute, die immer was am Hals sich stechen lassen oder im Gesicht. Naja das muss nicht unbedingt sein

  • Es gibt so viele kleine Sachen die ich ganz gerne mal im Leben machen würde.

    Wie schonmal erwähnt wäre ein Schriftzeichen auf der Schulter sehr hübsch.

    Ein "Leben", oder "Frieden", in ner hübschen Farbe.

    Vielleicht sollte ich eines stechen lassen wenns noch geht, oder mir vornehmen ganz sicher eines machen genau dann wenn legale bessere Farbstoffe eingegührt werden.


    Wobei ich etwas Angst hätte "Leben" zu tättowieren. Was wäre ironischer als wenn man mich direkt danach über den Haufen fahren würde?

  • Ich bin auch länger am Nachdenken, ich wüsste das Motiv, aber es mangelt an Geld und ich weiß nicht, wie schmerzhaft das sein wird.


    Schmerz außer Acht gelassen, was muß ich einplanen, durschnittlich für Zeit und Geld, wenn es ein etwas kleineres Tatoo ist?

    Ca zehn Buchstaben, getrennt durch ein Herz und kursive Schrift?

    Linkes oder rechtes Schulterblatt.