Kampfhunde? Eure Meinung dazu!

  • https://m.oe24.at/oesterreich/…t-vier-Personen/358201133

    Hoffe der Hund wird nicht eingeschläfert. :/ Ich meine, es tut mir ja für diejenigen leid, die verletzt wurden, aber der Hund hat aus seiner Sicht nichts falsch gemacht, sondern nur versucht seine betrunkene Besitzerin zu beschützen.


    >Eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille wird ebenfalls eingeführt. Auch Besitzer "normaler" Hunde - wie im Fall des Schäfer-Mischlings - müssen künftig einen Kurs absolvieren, in dem grundlegendes Wissen über Umgang und Haltung von Hunden vermittelt wird. Das Gesetz soll Anfang 2019 in Kraft treten.<

    Einerseits eine gute Idee, die auch ordentlich umgesetzt gehört, andererseits bin ich jetzt schon genervt. Wenn ich mir einen Hund anschaffe, muss ich mir das auch anhören und danke, ich weiß, wie man mit Hunden umgeht. xD

    Zum anderen: Von Schäfern und solchen Mischlingen geht ein höheres Risiko aus. Das sind nunmal Hütehunde und er hat aus seiner Sicht nichts anderes getan, als Frauchen zu behüten. :/

  • Hoffe der Hund wird nicht eingeschläfert. :/ Ich meine, es tut mir ja für diejenigen leid, die verletzt wurden, aber der Hund hat aus seiner Sicht nichts falsch gemacht, sondern nur versucht seine betrunkene Besitzerin zu beschützen.

    Ich habe mir den Artikel durchgelesen und mein erster Gedanke war wirklich traurigerweise: "Wundert mich dass sie diesen Hund nicht gleich erschossen haben, da er drei Polizeibeamte angegriffen hat."

    Weil es wurde ja auch ein Video veröffentlicht (ich finde leider den Link nicht) aber in Deutschland, wo eine Halterin ihren Rottweiler nicht an der Leine hielt, dieser bellte Polizeibeamte an und wurde vor den Augen der Passanten und der Halterin erschossen.

    Ich denke zum Teil passierte es wegen der Rasse, weil Rottweiler ja immer schief angeschaut wird unter anderem, und eventuell ist da noch mehr passiert. Aber mehr sah man in dem Video leider nicht. Für das erste sah es so aus, als würde der Hund nur aggressiv die Beamten anbellen.

    Die Halterin schien den Hund dahingehend auch anzustacheln, bzw, sie schrie die ganze Zeit panisch rum. Dies macht einen Hund natürlich dahingehend 'wild' weil die Besitzerin Panik ausübt.


    Aber ja, ich hoffe dieser Schäferhund wird nicht eingeschläfert.... Es war ja nicht seine Schuld. Genau wie von dem Rotti.


    Btw finde ich die Bilder in solchen Artikeln immer wunderschön.

    Das offene Maul mit den gefletschten Zähnen eines Hundes. -_-

  • Diese reißerischen Artikel und Titel sind immer wieder ekelhaft.

    Vor einigen Jahren gab's mal einen tödlichen Vorfall mit einem Orca in Seaworld und abgesehen davon, dass man Wale nicht zur Belustigung von Menschen in kleine Becken sperrt, gab es solche "Horror-Wal", "Killerwal macht seinen Namen alle Ehren"(oder so ähnlich)-Titel. -__-"


    Ich glaube die Polizisten hat er gebissen, als er auf der Wache einen neuen Beißkorb angelegt bekommen sollte, habe ich in einem anderen Artikel gelesen, aber auch da ist klar: Er hat keine Ahnung, wohin sie ihn bringen und wohin man seine Besitzerin gebracht hat. In derselben Situation würden auch viele Menschen panisch werden.


    Generell werden Tiere für dieselben Reaktionen viel gnadenloser als Menschen bewertet. Dann heißt es zum Beispiel: "das wilde, dumme Tier lässt es nicht zu, dass man seine Jungen anfässt." Ähm ja, fass mal ohne Erlaubnis und urplötzlich in einen fremden Kinderwagen und schau, ob die Eltern anders reagieren würden. xD

  • Das behauptet doch gar niemand. Es ist halt nun mal Fakt, dass Erstens mit sowas (obwohl und besonders dann, wenn die Reaktion der Tiere völlig nachvollziehbar war) gerne propagiert wird und dass Zweitens die "Taten" von Tieren viel selbstverständlicher verallgemeinert werden als bei Menschen. Der verlinkte Artikel klingt ohne weitere Recherche erstmal so, als hätten sich die Beamten absolut amateurhaft verhalten (zumindest ab dann, wo man wissen musste, dass das Tier gestresst und dadurch aggressiv ist).

  • Selbst wenn sie sich amateuhaft verhalten haben (wobei Fragen offen bleiben, was die für Leute in ihrer Diensthundeeinheit haben), lese ich aus dem Artikel heraus, dass es sich bei diesem Hund um ein ziemlich aggessives Tier handelt, das wahllos um sich beisst. In Verbindung mit dieser Halterin ist er einfach nur eine Gefahr für andere Menschen. Die Gründe sind dabei eher irrelevant, wer garantiert denn, dass es zukünftig nicht mehr zu ähnlichen Situationen kommen wird?

  • Selbst wenn sie sich amateuhaft verhalten haben (wobei Fragen offen bleiben, was die für Leute in ihrer Diensthundeeinheit haben), lese ich aus dem Artikel heraus, dass es sich bei diesem Hund um ein ziemlich aggessives Tier handelt, das wahllos um sich beisst. In Verbindung mit dieser Halterin ist er einfach nur eine Gefahr für andere Menschen. Die Gründe sind dabei eher irrelevant, wer garantiert denn, dass es zukünftig nicht mehr zu ähnlichen Situationen kommen wird?

    Das ist Unsinn. Genauso wenig sind die Gründe irrelevant und ja, mit einem sicheren Halter und einer ordentlicher Erziehung könnte man das garantieren.


    In der Situation war der Hund bereits aufgebracht und wahrscheinlich panisch. Das hat nichts mit "wahllos um sich beißen" zu tun. Er ist ja nicht grundlos von daheim ausgerissen und durch die Stadt Amok gelaufen.


    Es haben Millionen mehr Menschen andere Menschen verletzt.

    Wer garantiert dir, dass du nicht von jemandem am Heimweg zusammengeschlagen wirst, weil derjenige seinen Zorn an der nächstbesten Person auslassen wollte?


    Und im Gegensatz zu einem Menschen, hat ein Hund weniger Selbstkontrolle und Reflexion, obwohl die bei vielen Tieren immernoch erstaunlich hoch ist.

    Es gibt hunderte Leute, die saudämliche Videos davon machen, wie sie Tiere ängstigen und belästigen und das auch noch total komisch finden. Wenn dann aber mal ein Tier doch zubeißt, verzeiht man es ihm nicht, dass es nicht wie eine Maschine funktioniert und freiwillig zur Belustigung seiner Halter herhält.

    Jedes Mal, wenn ein Tier beißt, muss man zuerst nach dem "Was hast DU getan?" fragen. Katzen können da etwas eigen sein, aber dennoch...

  • Es haben Millionen mehr Menschen andere Menschen verletzt.

    Hier gehts nunmal um Kampfhunde. Zu dummen Menschen haben wir andere Themen. :wink:


    und ja, mit einem sicheren Halter und einer ordentlicher Erziehung könnte man das garantieren.

    Könnte man oder kann man? Und wer garantiert, dass das Tier einen sicheren Halter und eine ordentliche Erziehung bekommt?

  • Es haben Millionen mehr Menschen andere Menschen verletzt.

    Hier gehts nunmal um Kampfhunde. Zu dummen Menschen haben wir andere Themen. :wink:


    und ja, mit einem sicheren Halter und einer ordentlicher Erziehung könnte man das garantieren.

    Könnte man oder kann man? Und wer garantiert, dass das Tier einen sicheren Halter und eine ordentliche Erziehung bekommt?

    Bei einem Hund, der bereits auffällig wurde: wahrscheinlich schon, wenn er denn weiterben darf.

    Aber das ist es ja: Bei einem Tier ist jeder Übertritt potentiell tödlich, während sich Menschen, mit dem Verstand eines Jugendlichen oder Erwachsenen, sehr viel mehr erlauben dürfen und mit Bewährungsstrafen davonkommen. Während das manchmal sicherlich gerechtfertigt sein mag, ist es nicht gerechtfertigt Tiere, mit dem Verstand eines Kleinkindes, gleich einzuschläfern.


    Und garantieren kann dir niemand etwas. Wenn man alles schön sicher und geschützt haben möchte, fristet man am Ende ein Leben in einem selbst erbauten Hochsicherheitstrakt.

  • Da kann ich dir jetzt nur bedingt zustimmen.


    Fakt ist aber, dass die sogenannten "Kampfhunde" zum Kämpfen gezüchtet wurden. Genauer nämlich für Tier- und Hundekämpfe, wo sie bis zum Tod verbissen kämpfen mussten. So wurde zum Beispiel auch angezüchtet, dass sie ihre Beute nicht loslassen, wenn sie erst einmal einen Wunden Punkt erwischt haben (zB Hals des Gegners). Zwar wird das den Hunden heute nicht mehr beigebracht, allerdings muss man trotzdem beachten, dass sie sowohl äußerlich (massige Statur, kräftiges Gebiss), als auch charakterlich (Temperament, Aggression gegen den Gegner) dazu gezüchtet wurden, und das nach wie vor in ihren Instinkten weiterlebt.

    Ich denke nicht, dass Kampfhund gleich Kampfhund ist, zudem die Aggression gegen Gegner auch bei Hütehunden (zB: Schäferhund) stark vorkommt.


    Wer sich nicht bewusst ist, was er für ein Tier hält, soll sich keines holen. Egal ob Dackel, Chihuahua, Schäfer oder Mastiff. Tiere sind Lebewesen und handeln instinktiv, je nach Charakter. Wer den Charakter seines Tieres nicht kennt, ist auch nicht imstande reaktiv in Problemsituationen zu handeln.


    Zur Situation mit den Polizisten und dem Hund der die Dame verteidigt hat möchte ich jetzt zwar nicht viel sagen, denn er hat sich und sein Frauchen angegriffen gefühlt und hat (finde ich) nicht falsch reagiert.



    Nebenbei noch:

    Es haben Millionen mehr Menschen andere Menschen verletzt.


    Solche Argumente sind btw einfach nur toxisch für Diskussionen finde ich. Nur weil etwas anderes schädlicher ist, heißt das nicht, dass ein anderer Schädling nicht mehr bekämpft werden darf. Ansonsten bin ich da bei dir.

  • Oof, "Kampfhunde". Wenn ich die bösartigen, blutrünstigen Kampfhunde im Tierheim sehe, die sich ans Gitter lehnen und von mir gestreichelt werden wollen (ja, ich weiß, man darf nicht durch die Gitter greifen, aber da scheiß ich drauf xD Würde mich dann halt auch nicht beschweren, wenn wirklich mal ein Hund zubeißt), da bekomme ich richtig Angst. Zum Beispiel der Pittbull letztens: Ein unkastrierter, junger Rüde, der jedoch aus guter Haltung kam und wegen Zeitmangel abgegeben wurde. Dem hat mal wirklich angesehen, dass er trotz der Überforderung im Tierheim (er war halt noch neu dort) ganz ruhig und still war und nur kuscheln wollte.
    Dass ein Hund aggresiv wird, wenn man ihn provoziert oder in seinen Augen das Rudel gefährdet, das sollte aber keinen wundern. Es handelt sich immer noch um Raubtiere.

    Und ja, Kampfhunde wurden als Kampfhunde abgerichtet und passend dazu gezüchtet, deswegen zeigen sie selbst bei guter Haltung die Züge eines "Kampfhundes". Ich kann aber garantieren, ich kenne genug Leute, die Hüte- oder eben Kampfhunde halten und die haben noch keiner Fliege was zuleide getan. Liegt daran, dass sie einen souveränen Besitzer haben, der weiß, wie man mit der jeweiligen Rasse und Hunden allgemein umgeht.


    Deswegen bin ich auch immer etwas skeptisch, wenn sich jemand einen Hund anschafft, nur weil Welpen süß sind oder so. Ich meine, ja, Welpen sind süß, aber diese Tiere brauchen einen Menschen, der sich als Rudelführer beweisen kann und der auch zeigt, dass er die Situation immer im Griff hat. In dem genannten Fall hat die Besitzerin Panik geschoben, deswegen wollte ihr Wauz sie beschützen. Eine völlig nachvollziehbare Reaktion. Das Tier deswegen einzuschläfern, weil es sich wie ein Hund verhalten hat, was es nebenbeibemerkt auch ist, ist völliger Schwachsinn.

    Der sinnvollste Weg wäre den Hund der Frau abzunehmen und ins Tierheim zu bringen, wo er gegebenenfalls an jemanden vermittelt werden kann, der richtig mit ihm umgehen kann.


    Hunde sind lernfähig. Ein Bekannter von mir hat einen Schäferhundmix, die Zigge, und die läuft ohne Leine neben ihm her, hält sich besser an die Straßenregeln als er (Beispiel: Er geht auf der Straße, Zigge aufm Bürgersteig) und wenn ihr gesagt wird sie soll eine Stunde an einer Stelle warten (ohne Leine), dann macht sie das auch ohne jegliche Wehr. Sie ist einfach ein wunderbar abgerichteter Hund und ist in guter Haltung, weswegen sie nur beißen würde, würde ihr Besitzer das befehlen oder anderweitig signalisieren. Was er nicht macht.


    Also

    Nur weil etwas anderes schädlicher ist, heißt das nicht, dass ein anderer Schädling nicht mehr bekämpft werden darf. Ansonsten bin ich da bei dir.

    Ich finde das Argument in keiner Weise toxisch. Es ist ein Fakt, dass Tiere für die selbe Tat viel ungerechter behandelt werden als Menschen, obwohl das Tier eindeutig nicht so viel Reflektionsvermögen und einfach auch Intellekt haben sollte. Es ist eben ein Hund, der gerade mal an den Verstand eines Kleinkindes herankommt und kein erwachsener Mensch.

    Natürlich sollte man trotzdem etwas unternehmen, wenn ein Hund bissig wird, aber so viel radikaler reagieren als bei einem Menschen sollte man da auch nicht. Gerade weil der Hund selbst meist nichts Falsches gemacht hat, sondern der Besitzer. Sprich nicht der Hund sollte büßen, sondern allein sein Besitzer.

    Dummer Vergleich, aber wenn ein kleines Kind Scheiße baut, sind auch die Eltern verantwortlich dafür, nicht das Kind. Das sollte höchstens ausgeschimpft werden oder im schlimmsten Fall abgenommen.
    Und genauso sollte es bei einem Hund auch sein, finde ich.