[Sinnoh-2] Teil I - Räuber der Mythen

  • Der sichtlich unbeeindruckte Rüpel war nun ohne kampffähige Pokemon und machte sich auf den Weg, da er seinem deutlich gewiefterem Partner nicht mehr helfen konnte.
    Strepoli aber konnte sowohl Knospi als auch Elektek schmerzhaften Schaden mit herabfallenden Felsbröcken hinzufügen. Lange würden sie nicht mehr überleben und das Strepoli wirkte trotz seiner Vergiftung noch überaus kraftvoll. Scott musste jetzt ganz genau die Situation abwägen, um ja keinen Fehler zu machen. Ihr Vorteil war, dass sie in diesem Kampf in Überzahl waren und auf mehr Pokemon als ihr Gegenüber zurückgreifen konnten, doch ihre aktuell Tätigen würden nicht mehr lange durchhalten und demnach müsste man schnellen Prozess machen. Jetzt galt es nur noch, möglichst viel Schaden zu verüben, dann müsste es zu ihren Gunsten aufgehen. Die Optionen des Seeräubers waren allerdings nicht gänzlich bekannt, mit Wuchtschlag konnte er eine mächtige und ungenaue Attacke mit physischem Kontakt befehligen, aber es gab auch die Möglichkeit eines weiteren Angriffs aus der Distanz mit einem Steinhagel, wenngleich diese Steine ebenfalls ungenau seien und etwas schwächer schienen.Ob Strepoli noch weitere gefährliche Attacken beherrschte, konnte nur gemutmaßt werden und Scott musste Elektek ja auf irgendetwas vorbereiten, wenn er diese Runde nicht einfach herschenken wollte. Das Gift zehrte an seinen Kräften und selbst wenn es einer Attacke entgehen würde, könnte es ihm erliegen. Sein letztes Pokemon, Geckarbor, würde sicher noch zum Einsatz kommen und Elektek müsse Strepoli bis dahin maximal geschwächt haben. Wenn er auf ein Überstehen dieser Runde seitens Elektek hoffen würde, müsste er es dem Zufall überlassen und das tat er nur äußerst ungern. Gleichzeitig musste er auch an Cynthia und Knospi denken und dass sie überleben würden, wenn sie nicht getroffen werden würden. Strepoli sei langsamer als die Elektrokatze, aber schneller als die kleine Pflanze und demnach gäbe es eine strategischen Vorteil, wenn Knospi ausgeschaltet wäre, da dann der Angriff von Knospi verpuffen würde. Er musste mit dem Fokus des Piraten auf Knospi rechnen und demnach wolle er das maximale aus der Situation rausholen. Er war sich nun sicher, Elektek würde zum Frontalangriff übergehen und eine Schockwelle aus allernächster Nähe abfeuern. Der Schaden wäre maximal und ein Wuchtschlag auf Knospi wäre ausgeschlossen, weil dann Elektek im Weg wäre. Ob Elektek getroffen werden würde oder nicht, wäre unerheblich und dann könnte Knospi eventuell überleben und sich etwas heilen sowie weiteren Schaden zufügen. Knospi müsste sich also nur auf Steinhagel vorbereiten und ausweichen.
    "Cynthia, ich habe lange überlegt und bin jetzt der Überzeugung, dass Knospi nur Steinhagel fürchten muss und wenn es dem entkommen kann, wird es überleben." Mit bedacht leiser Stimme teilte er das seiner Partnerin mit und hoffte, dass Knospi die Umsetzung gelingen würde.
    "Elektek, begib dich ganz nah an Strepoli, so dass das Sichtfeld auf Knospi versperrt ist, und dann gib alles in deine mächtige Schockwelle. Bleib solange zwischen Strepoli und Knospi, bis Strepoli seine Attacke ausgeführt hat und begib dich danach zur Seite, damit Knospi den Muskelprotz treffen kann."
    Scott wusste, dass das irgendwie auch eine Kamikaze Aktion war, doch er und Elektek vertrauten einander zu 100% und es stand soviel auf dem Spiel, dass er alles Erdenkliche versuchen musste."

  • Volkner war erfreut, dass Shira und ihr Pokémon nun weiterkämpften und befahl seinem Blitza einen Sternschauer, den es auch sofort ausführte und damit beiden gegnerischen Pokémon etwas Schaden zufügte. Diese konzentrierten sich jedoch weiterhin auf Volkners Elektro-Pokémon. Tentoxa verpasste ihm einen heimtückischen Gifthieb, der es stark ins Wanken brachte. Magnayen versetze ihm anschließend mit Knirscher den finalen Schlag - unfähig, weiterzukämpfen, ging Blitza zu Boden. "Gut gekämpft", lobte Volkner es, bevor er es in seinen Pokéball zurückrief. Angespornt vom Abgang seines Partners, feuerte Tyracroc dem schon schwächelnden Magnayen nun mit voller Wucht seine Aquaknaare ins Gesicht. Dies reichte aus, um das Unlicht-Pokémon ebenfalls ausknocken, und auch Adrian hatte nun eines seiner Pokémon verloren.


    "Du bist dran, Raichu!", rief Volkner, während er die bekannte Elektromaus in den Kampf schickte. Sie war zwar durch die Aktion mit dem magnetischen Stromkreis schon etwas angeschlagen, aber durchaus noch fit für den Kampf. Auch Adrian hatte natürlich noch weitere Pokémon, und zwar tauchte nun sein berüchtigtes Tohaido auf. Volkner war etwas verwundert, direkt ein weiteres Wasser-Pokémon zu sehen, und sagte leise zu Shira. "Entweder er hat nichts effektiveres mehr oder er besitzt doch noch ein Boden-Pokémon, das er aber nicht einsetzen möchte solange dein Tyracroc noch im Kampf ist. Vielleicht solltest du es zurückrufen und dafür aufheben, im Moment kann es ohnehin nicht viel ausrichten."


    Beim zweiten Kampf im Frachtraum planten Scott und sein Elektek eine kühne Aktion. Es ging sehr nah an Strepoli dran, um Cynthias Knospi zu schützen und seinem Gegner eine volle Schockwelle zu verpassen. Leider sorgte seine Positionierung auch dafür, dass Strepoli keine Schwierigkeiten hatte, Elektek mit seinem Wuchtschlag zu treffen und damit auch endgültig auszuknocken. Knospi konnte so aber zumindest etwas Zeit gewinnen und seinen Megasauger einsetzen, um sich weiter zu heilen. Das kleine Pflanzen-Pokémon hielt sich damit hartnäckig im Kampf, während das Gift weiter an Strepoli zehrte. Dies und sein waghalsiger Kampfstil hatten auch zur Folge, dass das Kampf-Pokémon trotz der eher wenigen harten Treffer nun schon sichtlich angeschlagen war.


    Der Rüpel an der Tür sah inzwischen das knurrende Fukano von Andrea mit verachtendem Blick an. "Dein kleiner Schoßhund will einen Piraten wie mich bedrohen? Ernsthaft? Wird sicher lustig, harhar... und damit es sich nicht gleich jaulend verkriecht, darf es erstmal gegen mein Flurmel antreten!" Er warf seinen Pokéball und es erschien ein seltsames rosa Pokémon, das auf den ersten Blick kaum gefährlich aussah. Der zweite Rüpel lachte laut auf, während sein Kumpane die neu angekommene Trainerin und ihr Pokémon verpottete, machte aber keine Anstalten, sich selbst am Kampf zu beteiligen.

  • Volkners Rat befolgend, rief Shira Lido, zu seinem Leidwesen, zurück.
    Skeptisch betrachtete sie das Raichu, aber ihr blieb nicht viel Zeit zum grübeln, darum rief sie doch Felida heraus.


    Sofort bereute sie diese Entscheidung, denn, wie befürchtet, war das Kätzchen sofort von der Elektromaus fasziniert und versuchte, ungeachete allem, was um sie herum geschah, sich dem gelben Objekt seiner Interesse anzupirschen.


    "Felida!!!" rief Shira energisch. "Laß das sein! Dein Gegner ist vor dir!"


    Das Mauzi zeigte sich recht uninteressiert, bis es die knisternde Spannung von Raichu wahrnahm und darauf hin verwundert und fragend seine Trainierin anblickte.
    Shira zog einen Mundwinkel nach oben, bevor sie sagte. "Lass sie ihn Ruhe! Beachte mal lieber den großen Fisch vor dir - wie wäre es mit einem Mogelhieb?"


    Sichtbar unwillig wendete Felida ihr Augenmerk von Raichu ab, aber umso größer wurden sie, als sie den großen Hai endlich wahrnahm.


    Noch bevor ihre Augen schier aus dem Kopf sprangen, setzte sie den Mogelhieb ein.
    Einen so großen und furchteinflössenden Fisch hatte sie bisher noch nicht gesehen. Der war nicht mit den Karpadoren zu vergleichen, mit denen sie bisher gespielt hatte.

  • Während einer der Rüpel sich über die junge Trainerin und ihr Pokemon lustig machte, rief der andere eines seiner Pokemon in den Kampf.
    Es war ein kleines Flurmel, welches auf dem ersten Blick ungefährlich und schwächlich aussah.
    Dennoch hatte Andrea Respekt vor den kleinen Pokemon, denn sie wusste schließlich nicht, wie stark es ist und welche Attacken es überhaupt beherrscht.
    Sie entschied sich ihr Fukano einzusetzen, welches schon kampfbereit gegenüber Flurmel stand.


    " Du machst dich über mich lustig und setzt nicht mal ein Pokemon ein? Wie schwächlich ist das denn?
    Anscheinend hast du nur eine große Klappe und nichts steckt dahinter.
    Ich zeige dir und deinen schmierigen Kumpanen jetzt mal, was ein Schoßhündchen so anrichten kann."
    sagte das Mädchen energisch zu den beiden Fieslingen.


    Sie rief ihrem Pokemon ermutigend zu:"Fukano, du schaffst das!
    Du hast schon gegen viel stärkere Pokemon gekämpft.
    Greif deinen Gegner am besten mit Glut an, da können wir nichts falsch machen."

    Der kleine Feuerhund richtete sich in die Richtung des Flurmels und feuerte aus seinem Maul eine kleine Flamme ab.


    "Ha! Da staunt ihr was? Was sagt ihr nun zu meinem Schoßhündchen?" entgegnete sie den Fießlingen mit breitem Grinsen.

  • Alles verlief wie erwartet und doch wusste Scott nicht so recht, ob ihm das jetzt gefiel oder nicht. Einerseits ging sein Plan auf, Knospi konnte ungestört angreifen und sich heilen während Strepoli mittlerweile einigen Schaden genommen hatte, aber andererseits wurde Elektek äußerst unsanft ausgeknockt und er konnte jetzt nur noch auf ein einziges Pokemon setzen.
    Geckarbor hieß sein letzter Trumph und obwohl sie sich schon lange kannten, wusste Scott nicht so recht, ob Geckarbor mit muskelbepackten Pokemon wie Strepoli mithalten konnte. Eine weitere Gefahrenquelle waren die giftigen Stacheln am Boden des Frachtraums und der Seeräuber besaß auch noch mindestens ein weiteres Pokemon, womöglich ein noch gefährlicheres. Geckarbor musste unbedingt den Kampf überstehen, da er ansonsten nur noch hilfloser Ballast für die Trainer wäre und ein Pokemon Center auch nicht in Sicht schien.
    Er vertraute seiner Partnerin Cynthia voll und ganz, schließlich tat sie dies ebenfalls, in einer absoluten Gefahrensituation einem Wildfremden beizustehen sei nichts selbstverständliches. Trotzdem durfte er ihre Pokemon auch nicht überschätzen und musste sich bewusst machen, dass sie es alleine gegen so einen starken Gegner überaus schwer haben würde, also musste ihr jetziger 2 gegen 1 Vorteil unbedingt bestehen bleiben.
    Scott musste rasch einen Plan überlegen, um Geckarbor vor potentiellen Gefahrenquellen zu schützen und da fiel sein Blick auf die Holzkisten im Frachtraum. "Natürlich, jetzt sieht doch alles gleich wieder ganz anders aus." Er erinnerte sich an die besondere Eigenschaft von geckoähnlichen Pokemon wie Geckarbor, sich an jedem beliebigem Untergrund mit ihren flexiblen Zehen festzusaugen. Die metallischen Wände schienen dafür nicht geeignet, schließlich wollte er auf gar keinen Fall einen Treffer von Strepoil auf das Boot und damit ein eventuelles Leck riskieren, doch die Kisten boten sich geradezu an. "Los Geckarbor, halt dich auf den Kisten!". Er warf den Pokeball auf die Kisten, damit Geckarbor ja nicht auf dem Boden landete und sich eine Vergiftung zuzog. "Pass auf Geckarbor, wenn du angegriffen wirst, springst du schnell von einer Kiste zur nächsten. Vermeide dabei auf jeden Fall Bodenkontakt! Strepoli wird nicht mehr lange können und jetzt wollen wir ihm doch mal diese Runde den letzten Stoß verpassen. Setz Absorber ein!" Eine Distanzattacke war auf jeden Fall die sicherere Variante und er wartete gespannt auf die bevorstehende Handlung. Cynthia würde schon wissen, dass ein KO des Gegners auf jeden Fall im Bereich des möglichen lag und demnach alle Kräfte bündeln...

  • Volkner sah, wie Shira ihr Tyracroc zurückrief, und befahl in dieser Zeit gleich seine Attacke. "Donnerwelle auf Tohaido!" Damit wurde der gefährliche Haifisch paralysiert und war deutlich weniger wendig. Adrians Tentoxa jedoch versprühte Säure, die nicht nur Raichu, sondern auch Shiras frisch zurück in den Kampf geschicktes Mauzi traf und durch ihre ätzende Wirkung schwächte. Tohaido hatte versucht, nach Tyracroc zu schnappen, doch konnte es dieses nicht mehr erwischen, bevor es im Pokéball verschwand. Die Paralyse hinderte es daran, direkt auf Mauzi umzusteuern - ähnlich wie es sein Vorgänger Magnayen kurz zuvor tat - und so ging seine Attacke ins Leere.


    Mauzi selbst ließ keine Zeit vergehen, sondern sprang sofort mit einem Mogelhieb auf Tohaido zu, um ihm auch seinen nächsten Angriff zu vermasseln. Es verletzte sich dabei allerdings durch dessen raue Haut seine Krallen ein wenig. Raichu nutzte die Gelegenheit, um mit einem Donnerblitz hinterherzusetzen, wodurch Adrians Pokémon nun schon sichtlichen Schaden genommen hatte, ohne überhaupt zum Zuge gekommen zu sein. Sein Partner Tentoxa nahm allerdings Raichu ins Visier und attackierte es mit einer Aquawelle.


    Scott hatte unterdessen sein letztes Pokémon hervorgerufen. Wie von ihm beabsichtigt sprang Geckarbor direkt aus dem Pokéball auf die Frachtkisten, um nicht mit den giftigen Stacheln in Kontakt zu kommen. Damit zog es sofort die Aufmerksamkeit von Strepoli und seinem Trainer auf sich. Cynthia deutete ihrem Knospi mit einem Handzeichen an, dass es sich unauffällig nähern und auf die richtige Gelegenheit für den Angriff warten sollte. Geckarbor stellte sich auf die vorderste Kiste und griff Stepoli mit Absorber an. Der Rüpel jedoch befahl direkt ausgestreckter Hand einen Steinhagel auf die Frachtkisten. Das flinke Pflanzen-Pokémon konnte zwar den ersten paar Steinen ausweichen, wurde aber letztendlich doch getroffen und landete irgendwo zwischen den zerbrechenden Kisten, aus denen weitere technische Geräte herauspurzelten. Es versuchte dabei instinktiv in Deckung zu gehen, um nicht von noch mehr Steinen getroffen zu werden. Dann jedoch geschah etwas seltsames - eines der Geräte wurde offenbar durch einen herabfallenden Felsbrocken ausgelöst und gab einen heftigem Impuls aus Energie ab, der das überraschte Strepoli direkt zu sich hinzog und damit von den Beinen riss. Das war die perfekte Gelegenheit für Cynthias Knospi, mit Megasauger zuzuschlagen und dabei die maximale Wirkung zu erzielen. Das Kampf-Pokémon versuchte sich nach dieser Attacke noch einmal aufzurichten, doch musste sein Trainer feststellen, dass ihm sein eigenes Gift gerade die letzte übrige Kampfkraft raubte. Verärgert rief er es in den Pokéball zurück und grummelte. "Verdammte Prototypen! Aber mein nächstes Pokémon kann von so etwas nicht so einfach aus der Bahn geworfen werden... Kryppuk, bring diesen beiden Viechern ihren Untergang!"


    Andreas Fukano stand nun einem Flurmel gegenüber und begann den Kampf angriffslustig mit seiner Glut-Attacke. Dieses jaulte darauf hin nur laut auf, allerdings weniger vor Schmerz, sondern eher um seine Angriffskraft zu steigern. Noch sah es allerdings trotzdem kaum bedrohlich aus. Der zuschauende Rüpel sah Andrea unterdessen finster an: "Für dich brauche ich kein Pokémon, Kleine. Mein Kumpel wird locker alleine mit dir fertig."

  • Fukanos Glut traf mitten ins Schwarze, Flurmel jaulte laut auf, was jedoch keine Reaktion auf den Treffer der Feuerattacke war.
    Offenbar war es eine Attacke, die seine Werte verstärkte.
    Währenddessen machte der nicht kämpfende Rüpel die Trainerin mit seinen lausigen Sprüchen weiter runter.


    "Ich verliere doch nicht gegen solche dreckigen und fiesen Typen, wie dich und deinem Kumpel.
    Du hast bestimmt nicht mal Pokemon und führtst dich deswegen so auf oder du hast Angst gegen mich zu verlieren."
    meinte die Trainerin zu den zuschauenden Rüpel.


    Zudem machte sie sich gleichzeitig Gedanken über den Fortlauf des Kampfes.
    " Hmm, Flurmel ist zwar nicht gerade das stärkste Pokemon, aber wenn es seine Werte durch Attacken aufbessert,
    dann könnte es eine Gefahr für mich darstellen. Ich muss irgendwie handeln.
    Ich muss dieses Pokemon so schnell wie möglich besiegen, sonst ist es zu spät und ich habe keine Chance mehr."


    Andrea dachte kurz nach und bekam einen genialen Einfall. Sie grinste in Richtung der Rüpel und sprach ihr Pokemon an.
    "Fukano! Flurmel scheint sich verstärkt zu haben, deswegen habe ich eine Idee.
    Setz Silberblick ein und schwäche so seine Verteidigung, denn dann haben wir beim nächsten Angriff ein leichtes Spiel."


    Der kleine Feuerhund richtete sich erneut den gegnerischen Pokemon zu und starrte es mit leerem Blick an.

    "Wer zuletzt lacht, lacht am besten, ihr fiesen Fieslinge. Ihr werdet das blaue Wunder noch erleben."

    lachte die Trainerin belustigend in die Richtung der Rüpel.

  • Geckarbor wurde doch etwas getroffen und weitere seltsame technische Geräte purzelten aus den Kisten, doch dann geschah etwas unerwartetes. Eins der Geräte aktivierte sich zufällig und verpasste Strepoli einen so kräftigen Ruck, dass es von den Füßen gerissen wurde. In Kombination mit Knospis Megasauger und dem Gift war das genug, um das Kampf-Pokemon zu besiegen. "Super, Cynthia, bald haben wir es geschafft!" Scott war überaus erfreut über diese Runde und doch dacht er mit Unbehagen über die Auswirkungen der Maschinen. Gewöhnliche Schwimmsonden sind das garantiert nicht, vielmehr beeinflussen sie Pokemin entscheidend. Maschinen, die Pokemon düpieren, das kann ihm nicht so recht gefallen. Sicher, Pokebälle sind nicht viel anders, doch ein Pokemon muss auch gefangen werden wollen und die Maschinen hier fragen das Pokemon garantiert nicht. In den falschen Händen können überaus verheerende Taten verübt werden und deswegen muss Team Terra unbedingt aufgehalten werden. Doch wem gehören diese Maschinen eigentlich? Warum lässt jemand so etwas bauen, wenn demjenigen auch nur ein Fünkchen an Pokemon liegt? Vielleicht sind diese ja auch formell schon in den falschen Händen? Dem muss er später auf jeden Fall nachgehen, doch jetzt musste er sich erstmal auf den Kampf konzentrieren.
    Der Seeräuber rief sein letztes Pokemon in den Kampf, ein grimmig reinschauendes Kryppuk. " Puh, Kryppuk ist ein ganz schön zähes Pokemon ohne viele Schwächen und mit vielen nervenaufreibenden Attacken. Das wird etwas dauern, bis es besiegt ist. Am besten wäre es, wenn Knospi sich mit Wachstum stärkt, um danach umso härter zuzuschlagen und sich auch mehr zu heilen. Wir sollten Kryppuk aber auf gar keinen Fall eine freie Runde geben, also wird Geckarbor es beschäftigen. Los Geckarbor, spring von den Kisten über Kryppuk zur Wand und zurück und setz dabei Megasauger ein!"

  • Das finstere Kryppuk stand nun alleine den zwei Pflanzen-Pokémon von Scott und Cynthia gegenüber, die beide noch relativ fit aussahen. Wie von Scott vorgeschlagen, befahl Cynthia ihrem Pokémon, sich gegen diesen eher defensiven Widersacher zunächst einmal mit Wachstum selbst zu verstärken. Geckarbor hingegen ging direkt zur offensive über und griff mit Megasauger an, der sogar noch ein wenig von seinem erlittenen Schaden heilen konnte. Der Seeräuber allerdings wollte um jeden Preis die Zwei-gegen-Eins-Situation relativieren und forderte sein Pokémon zu einer Hypnose gegen Knospi auf. Das Knospi von Cynthia wurde von fremdartigen grünen Augen seines Gegners sofort zum Schlafen gebracht.


    Auf Andreas schlagkräftige Antworten hin blickten die Rüpel sie nur bösartig grinsend an: "Du denkst du besiegst uns, weil du uns für fies hältst? Das haben schon ganz andere Leute geglaubt." Fukano reagierte auf den Jauler seines Gegners mit einem Silberblick, um die Verteidigung von Flurmel zu schwächen. Dieses ließ sich davon jedoch erst einmal nicht beirren und fuhr mit einem kräftigen Stampfer auf Andreas Pokémon fort.

  • Die Rüpel machten sich über die junge Trainerin offensichtlich lustig.
    Ihr Flurmel setzte einen Stampfer ein, es sprang etwas in die Luft und hüpfte mit voller Wucht auf das Pokemon von Andrea.
    Fukano wurde schwer getroffen, da der Jauler den Angriff des gegnerischen Pokemons vorstärkte.
    Der kleiner Feuerhund überstand die Attacke dennoch und strotze vor Kampflust und Energie.
    Das Mädchen war sehr stolz auf ihr Pokemon und sprach ihm gut zu:


    " Sehr gut Fukano. Du schaffst es schon dieses kleine Pokemon der Fieslinge zu besiegen!
    Setz jetzt Biss ein, denn Flurmels Verteidigung ist durch deine vorherige Attacke gesenkt.

    Damit düftest du einen guten Treffer laden."


    Die Blicke der Trainerin wanderten in Richtung der Rüpel, sie schaute diese überlegen an.


    " Ha, ihr seid doch nur Menschen, die keine Ahnung von nichts haben.
    Nur dumme Sprüche habt ihr drauf, ihr seid der schlimmste Abschaum, den ich je in meinem Leben kennengelernt habe.
    Es hat echt keinen Sinn sich mit euch zu unterhalten, ihr seid es nämlich in meinen Augen nichts wert!"


    Fukano sprang derweil in Richtung des Flurmels um mit seinen kleinen, dennoch sehr scharfen Zähnen anzugreifen.
    Es sah sehr wütend aus und knurrte aggressiv. Offenbar gab Fukano alles um den Kampf zu gewinnen,
    denn man merkte den kleinen Feuerpokemon nicht an, dass es schon einen heftigen Treffer einstecken musste.

  • Mit letzten Kräften versuchte Absol das Smogon des Rüpels auszuschalten, mit mäßigem Erfolg. Selbst diese Attacke reichte nicht, um das Giftpokemon zu besiegen, jedoch wirkte es zumindest recht angeschlagen. Ihre Gegner schienen aber dafür nun alles daran zu legen, das Unlicht Pokemon aus dem Verkehr zu ziehen. Das Rattfratz stürmte mit rasender Geschwindigkeit auf das weiß schwarze Pokemon und verpasste ihn rücklings einen kräftigen Hieb. Von der anderen Seite kam auch bereits das Griffel des anderen Rüpels angestürmt und selbst Kais verzweifelte Rufe konnten sein erschöpften Absol davor nicht mehr retten. Gerade als er das Rattenpokemon von sich abgeschüttelt hatte und sich schnaufend dem Griffel zuwandte, schlug ihn dieses sogleich mit dessen handartigen Schweifen zweimal direkt ins Gesicht. Absol stieß einen schwachen Laut von sich, bevor es endgültig in die Knie ging und regungslos am Boden liegen blieb.
    „Nein … Absol!“, rief Kai nochmals und ballte seine rechte Hand zu einer Faust. Doch er wusste, dass sein armes Pokemon nicht mehr weiter konnte, so stur es auch war, gegen eine Überzahl hatte es leider kaum eine Chance. Der Kampf war aber noch lang nicht verloren.
    „ … komm zurück …“, murmelte der junge Trainer schließlich und rief sein verletztes Pokemon zurück, während er nach dem nächsten Pokeball griff. Die Matrosen und ihre Pokemon gaben in der Zwischenzeit ihr bestes um den Kampf auf ihre Seite zu wenden. Wingull schüchterte die Gegner etwas mit seinem Geschrei ein, während das vergiftete Quaputzi endlich in der Lage war, das Rattfratz zu hypnotisieren. Leider ein kleinwenig zu spät.
    Kai warf den nächsten Ball in die Luft und mit einem Lichtblitz tauchte sein nächstes Pokemon im Ring auf, Vulpix. Das Fuchspokemon schüttelte sich, bevor sie schließlich auf die drei Gegner aufmerksam wurde, welche ihr Gegenüberstand.
    „Vulpix … wir sind wieder ein bisschen in der Klemme“, kam es von ihrem Trainer, als sie ihm einen schiefen Blick zurück warf, „Das ist kein Training, das hier ist wieder Ernst“
    Er hatte keine Ahnung wie sehr sein Pokemon die Bedeutung seiner Worte verstand, doch sie wandte sich einfach ohne einen weiteren Mucks zu ihren Gegner und schien sich Kampfbereit zu machen. Vielleicht dachte sie gerade an die Niederlage gegen das Lohgok und wollte nun mit dem Kampf beweisen, dass sie zu mehr in der Lage war … wer wusste das schon genau. Kai lächelte etwas, bevor er ihr den ersten Befehl zurief: „Also, Sondersensor auf Smogon!“
    Jetzt wo Ratzfratz kurz aus dem Rennen war, wollte er sich so schnell wie möglich dem Giftpokemon entledigen, die Psychoattacke könnte möglicherweise diesem dem Rest geben. Ansonsten musste sich Vulpix auf dieselben Stärken verlassen, die auch Absol in diesem Kampf genutzt hatte: Angriffen flink ausweichen und zurückschlagen. Wenn sie mit dem fertig waren, konnten sie sich ja dem schlafenden Pokemon zu wenden …



    OT: Sorry, dass es so elendig lang gedauert hat … Weiß wirklich nicht warum ich mich so lange dagegen gesträubt habe, einen Post zu verfassen^^"

  • Sowohl Megasauger als auch Wachstum funktionierten, aber dann setzte so ziemlich der worst-case ein. Krypuk hypnotisierte Knospi und macht ihre Überzahl zunichte. Damit konnte man rechnen, aber das bringt jetzt auch nichts mehr. Viel bedeutender ist der nächste Schritt. Richtungsweisend, ja fast entscheidend wird es sein, die Überzahl wieder herzustellen. Dafür gab es nur eine einzige Option, auch wenn sie äußerst riskant erschien. Er musste auf Kreideschrei zurückgreifen. Krypuk und Knospi würden getroffen werden, das wäre klar. Der Vorteil: Knospi wacht auf und kann einen mit Wachstum verstärkten Angriff starten während Krypuks Verteidung geschwächt wird. Der Nachteil: Knospi wird anfälliger für physische Angriffe des Gegners. So ist zumindest der Plan, bleibt nur noch zu hoffen, dass Kreideschrei trifft und Krypuk nicht wieder erfolgreich hypnotisiert.


    "Krypuk ist gefährlich, unseren größten Vorteil aufzugeben wäre gefährlicher, also setzt Geckarbor jetzt Kreideschrei ein, damit Knospi agieren und Krypuk weiter bearbeiten kann." Die Kommunikation mit Cynthia aufrecht zu erhalten ist natürlich besonders wichtig, jeder braucht Verbündete und eine gute Zusammenarbeit ist immer besser als eine schlechte. "Also los, Geckarbor, Kreideschrei!"

  • "Es ist vorbei, Deadeye", sprach Dragan in ruhigem, aber ernstem Ton. Auf dem Deck der MS Luna lag das besiegte Turtok des gefürchteten Piraten. Brutalanda, noch sichtlich erschöpft von seinem letzten Draco Meteor, starrte Deadeye zornig an, doch sein Trainer rief es zurück. "Diesmal wird er es sicher nicht versuchen. Oder?" Mit einem fragenden Blick wandte sich Dragan an seinen Widersacher.


    Dieser schnaubte nur grimmig, warf dann aber seinen Säbel zu Boden. Nur kurz darauf erschienen Volkner, Cynthia, Shira, Andrea und Scott, gefolgt von Adrian und seinen Rüpeln, aus der Frachtraum-Luke. Allem Anschein nach waren auch sie siegreich aus ihren Kämpfen hervorgegangen.


    "Arrrr... das wars Männer, wir ziehen ab", rief Deadeye den anderen zu, die ihm prompt in Richtung der Enterbrücke folgten. "Moment", warf einer der Sicherheitsleute der MS Luna ein, "wir können die doch nicht einfach so gehen lassen?" Doch Dragan lächelte nur. "Ich kenne Deadeye schon sehr lange. Aus dieser Niederlage hat er genug gelernt... für's erste. Aber wenn wir ihn jetzt vor Gericht bringen, macht er nur noch mehr Stress." "Nun gut, da wir die Piraten ohne dich wohl nicht zurückgeschlagen hätten, respektieren wir das", willigte die Crew ein.


    Wenige Minuten später verschwand das Schiff der Seeräuber am Horizont, und die MS Luna konnte ihren Kurs endlich fortsetzen. In Anbetracht des heftigen Kampfes musste sie erstaunlich wenige Schäden verzeichnen.


    Während sie ihre Pokémon notdürftig mit ein paar Beeren versorgte, wunderte sich Cynthia über die Hintergründe dieses plötzlichen Überfalls. "Team Terra wollte also die Fracht stehlen, die irgendwelche High-Tech-Geräte enthält?" "Sieht so aus", antwortete Volkner, "aber mehr weiß hier wohl niemand." "Und dieser Captain Deadeye... ist der Boss?" Verwirrt blickte die junge Trainerin in Richtung Dragan, doch der schüttelte nur den Kopf.


    "Ganz bestimmt nicht, Deadeye ist ein Freibeuter. Ich nehme an, er wurde nur angeheuert, um unter der Flagge von Team Terra zu segeln. Einige seiner Männer kenne ich, aber vermutlich gehören nicht alle zu seiner eigentlichen Crew. Im Grunde ist Deadeye sehr einfach gestrickt und sucht nur nach Freiheit. Dass er irgendein kriminelles Team kommandiert, traue ich ihm nicht zu, vermutlich wird er sich ohnehin bald zur Ruhe setzen. Sein neuer erster Maat, dieser Adrian allerdings... er wäre schon eher der Typ dafür, ein höheres Ziel anzustreben und eine organisierte Vereinigung zu gründen." #TeamAqua


    Den Trainern blieb noch ein wenig Zeit, die Geschehnisse zu reflektieren, doch schließlich legte die MS Luna am Inselhafen an. Dieser war erstaunlich modern für eine so kleine Siedlung, doch das lag wohl daran, dass hier noch einige größere Bauprojekte am Laufen waren. Denn die Kräne, die man schon vom Schiff aus überall sehen konnte, gehörten definitiv nicht alle zum Hafen. "Endlich", freute sich Cynthia, als sie zusammen mit den anderen von Bord ging, "ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mir kommt es vor, als seien Jahre vergangen, seit wir Sonnewik verlassen haben. Hoffentlich gibt es hier ein Pokémon-Center und was Gutes zu Essen."



    Hiermit endet Teil 1 – Räuber der Mythen. Vielen Dank an alle, die mitgespielt damals mitgespielt haben! Wie schon angekündigt wurde die Story ein wenig "vorgespult", um mit Teil 2 einen partiellen Relaunch zu starten und neuen Spielern einen guten Einstieg zu ermöglichen. Mehr dazu folgt demnächst. =)