Fleischesser, Vegetarier, Veganer, Frutaner

  • Gab es denn überhaupt Kannibalenstämme?

    Soweit ich weiss war nur ein Mythos, dass afrikanische Wilde und Indios lebendige Menschen essen.

    Selbst wenn es so wäre, gibt es keinen Beweis, dass das essen von Menschen zu eine geistigen Behinderung führte.


    Es gibt aber einen Stamm, der seine verstorbende Stammesbrüder verschlang um deren Fähigkeiten zu erlangen.

    Allerdings ist das wohl ein Teil ihre kulturelle und religiöse Identität / Tradition.

    Für uns ist das vollkommener Blödsinn, aber für die ist es bittere Ernst.

    Ich glaube, dass die Isolation der eigentliche Grund ist, dass die schwere geistige Erkrankungen erleiden. Begrenzter Genpool.

    Hinzu kommt, dass ich nicht glaube, dass Kannibalismus zu eine geistigen Erkrankung führt. Einige unsere tierischen Freunde neigen zu Kannibalismus. Hasen fressen ihre eigenen Kinder, sofern sie zu schwach sind.


    im Übrigen kann man nicht unsere moralischen und religösen Vorstellungen den isolierten Völker aufzwingen. Dies führte bekanntlich zum Untergang der Inkanation, Stämme der Indianer und dem Volk der Inka.

    Alles nur, weil wir dachten, wir sind die besseren Menschen.

  • Zitat von Windmond

    im Übrigen kann man nicht unsere moralischen und religösen Vorstellungen den isolierten Völker aufzwingen. Dies führte bekanntlich zum Untergang der Inkanation, Stämme der Indianer und dem Volk der Inka.

    Alles nur, weil wir dachten, wir sind die besseren Menschen.

    Wobei ich schade finde, dass die Indianer vom Westen zivilisiert wurden. Die Europäer haben gedacht, dass ihr das Recht zusteht alles einzunehmen, fremdes Eigentum zu übernehmen, Gesellschaften zu zivilisieren. So starben viele Traditionen, Kulturen aus, weil die wurden schlichtweg verfolgt, getötet oder durch eingeschleppten Krankheiten ausgerottet. Außerdem wurde damals sehr häufig die Indianer vom Staat hintergangen. Es wurde nicht an Abmachungen eingehalten, die Indianer wurden total in Stich gelassen. Keinen hätte es geschadet wenn man beide Seiten getrennt leben würden, aber nein man wollte deren Land. Die Indianer mussten ewig fliehen. Ich verstehe nicht wieso man sowas getan hat? Ein gegründeter Staat kann doch nicht einfach die Existenzgrundlagen der Eindemischen wegnehmen, die schon hunderte Jahre vor dem Staat existieren.


    Und heutztage will man wohl auch die letzten nicht zivilisierten Menschen zivilisieren...


    https://www.google.com/amp/s/w…oss-nicht-diese-insel/amp


    Nicht solche Völker sind das Weltproblem. Ganz im Gegenteil. Die stoßen quasi keine Emissionen aus. Außer Feuer, was aber mit biologisch abbauenden Holz verbrannt wird. Es wird nur die Menge Co2 ausgestoßen, die der Baum auch aufgenommen hat.

  • Ich glaube, dass die Isolation der eigentliche Grund ist, dass die schwere geistige Erkrankungen erleiden. Begrenzter Genpool.

    Richtig.

    im Übrigen kann man nicht unsere moralischen und religösen Vorstellungen den isolierten Völker aufzwingen. Dies führte bekanntlich zum Untergang der Inkanation, Stämme der Indianer und dem Volk der Inka.

    Das ist genau mein Punkt. Eine Gruppe, die sich über eine andere Gruppe aufgrund von selbst definierter Kriterien erhebt. Man kann als Grund für die Erhebung gegenüber Tieren nicht etwas aufführen, was genauso gut auf Menschen zutreffen könnte. Denn wenn man Menschen wiederum ausschließt, dann führt das zu einem Widerspruch. Und eine Diskussion kann man nicht auf Grundlage sich widersprechender Argumente führen.

  • Gab es denn überhaupt Kannibalenstämme?

    Soweit ich weiss war nur ein Mythos, dass afrikanische Wilde und Indios lebendige Menschen essen.

    Nein, nur das Fleisch zuvor getöteter Feinde oder eigener Verstorbener. Es ging bei beiden Riten darum die Kraft und Weisheit der Person aufzunehmen.


    Zur Klärung des Artikels: Es ging um Missionare, die absichtlich die "Landes"grenzen dieser Stämme überschritten, und früher bereits überschreiten wollten, und dass man dann in dieser Situation auf Menschen schießt, dürfte in unserer Welt und Vorstellung auch nicht unbekannt sein. :wink:

    Mal davon abgesehen, ist dieser Stamm sogar rechtlich geschützt, wenn ich mich nicht irre, um vor Missionaren und neugierigen Touristen geschützt zu sein.


    Ansonsten kann man nicht von niedrig oder weitentwickelten Kulturen sprechen oder von "mentalem und geistigem" Zustand, da dieses arg an der rassistischen Rassenlehre ansetzt, die vorgibt, dass Menschen aus anderen Kulturen einen niedrigeren "IQ" hätten, obwohl dies eingefädelt wurde, um einen absichtlichen Nachteil aller gegenüber westlichen Ländern zu schaffen.

    Das menschliche Gehirn ist überall im Grunde gleich, weswegen alle anderen rechtsextremistischen "Rassenkenntnisse" (wozu solche Aussagen gehören) reine Pseudowissenschaft sind und jene Menschen bloß betreiben, um ihr eigenes Ego hochzupushen. Ist leider so. Solche menschenverachtenden Rassenideen und Rechtspopulismus kommt immer dann auf, wenn die Unzufriedenheit und Armut größer werden und es viele Menschen nötig finden sich über andere erheben zu müssen.

  • Ansonsten kann man nicht von niedrig oder weitentwickelten Kulturen sprechen oder von "mentalem und geistigem" Zustand, da dieses arg an der rassistischen Rassenlehre ansetzt, die vorgibt, dass Menschen aus anderen Kulturen einen niedrigeren "IQ" hätten, obwohl dies eingefädelt wurde, um einen absichtlichen Nachteil aller gegenüber westlichen Ländern zu schaffen.

    Das menschliche Gehirn ist überall im Grunde gleich

    Niemand hat behauptet, dass das Gehirn von Menschen aus anderen Kulturen unterenwickelt sei. Ebenso hat niemand behauptet, dass Menschen mit einem geringeren IQ oder gar geistiger Behinderung den Tod verdienen oder weniger lebenswert seien. Wenn ich mich sogar für das Recht auf Leben von Tieren ausspreche, die intelligenzmäßig vielleicht auf dem Level eines 2 Jährigen Kindes sind, dann werde ich auch sicher nicht das Leben eines Menschen abwerten, dessen IQ einem anderen Menschen unterliegt, lol. Von daher ist es auch unnötig, mir Wörter in den Mund zu legen und zu behaupten, meine Meinung würde sich der rassistischen Rassenlehre der Nazis bedienen.

  • Tiere mit Ureinwohner zu vergleichen ist nicht gut und ganz gar nicht.

    Es wurde das Argument gebracht, dass Tiere solch komplexe Dinge wie Freiheit nicht verstehen und sich keine Gedanken darüber machen können, was als Rechtfertigung für die Tötung eben dieser genommen wurde. Wo ich entgegengehalten habe, dass es auch Menschen geben könnte, auf die dieses Argument zutrifft um so die Allgemeingültigkeit dieses Arguments zu hinterfragen. Wenn man sagt, man darf Tiere töten weil X zutrifft, dann müsste es auch auf einen Menschen zutreffen auf den X zutrifft, das wäre die logische Schlussfolgerung dieses Arguments, andernfalls würde es zu einem Widerspruch führen. Und ein sich selbst widersprechendes Argument kann verworfen werden.


    Jetzt kann man natürlich zurecht fragen, woher will man wissen, dass solche Stämme das Konzept der Freiheit nicht verstehen können? Das Konzept der Freiheit ist eine philosophische Fragestellung über die man sich innerhalb der Menschheitsgeschichte schon lange Gedanken macht und dessen Definition sich ebenso im Wandel befindet. Dass ein in einer abgeschotteten von der Zivilisation isolierten Insel lebender Stamm keine Antwort auf die Frage nach dem Freiheitsbegriff kennen oder es verstehen würde, würde ja nicht bedeuten, dass sie sich nicht in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen würden, würde man sie z.B. in Käfige sperren. Ein Tier kann sich ebenso in seiner Freiheit eingeschränkt fühlen wenn es in einem Käfig gehalten wird, auch ohne sich auf philosophischer Ebene mit dem Freiheitsbegriff auseinandersetzen zu können. Man kann statt isolierten Stämmen auch Menschen mit geistiger Behinderung zum Vergleich herziehen, auf die, je nach schwere der Behinderung, das Argument der Unfähigkeit sich mit dem Freiheitsbegriff auseinander zu setzen ebenfalls zutreffen würde.


    Um es abschließend zu sagen, ja, Vergleiche zwischen Menschen und Tieren sind dann richtig und sinnvoll, wenn man auf die Widersprüchlichkeit von Argumenten hinweisen möchte. Man setzt Mensch und Tier nicht gleich, wenn man auf den Widerspruch in einer Argumentation hinweist. Darüberhinaus sind Menschen doch auch Tiere, sie sind höher entwickelte Säugetiere. So zu tun als wären Menschen und nicht menschliche Tiere etwas von einander gänzlich unabhängiges kann man auch nicht.


    Es würde helfen, eine philosophische Debatte, die natürlich nicht frei von Kontroversen ist, nicht auf die emotionale Ebene zu verfrachten. :b

  • Ich glaube nicht, dass ich darauf hinaus wollte. Tiere mit Ureinwohner zu vergleichen ist nicht gut und ganz gar nicht.

    Dich habe ich nicht gemeint. ^^


    Ich will ein paar Fakten klarstellen, die genau das sind: Fakten.

    Auch für Windmond , der diesen falschen Aussagen Glauben geschenkt hat.


    - Auch hier darf man seinen Cousin 2. Grades heiraten, in vielen anderen Staaten 1. Grades, was nicht mehr als Inzest gilt.

    Die Feuerländer zB und viele andere Naturvölker verhindern ebenfalls, dass unter direkten Geschwistern Inzest entsteht. "Die sind Inzestler und daher minderbemittelt (auch wenn man es nicht so sagt, war es genauso gemeint)" IST Nazisprech vom Feinsten.


    - "Mentale und geistige Zustände" unseren herabzusetzen und dann auch noch zu implizieren, dass man diese mit Zweijährigen gleichsetze, aber ja für deren Rechte einsetze, pathologisiert die Psyche ganzer Völker und entspricht damit sehrwohl eins zu eins der ganz typischen, ganz rechten Rassenlehre.


    Da braucht man niemanden etwas in den Mund zu legen, da dieser Satz eben so lautete.

    Diese Begriffe sind nicht neutral und bezeichnen immer einen zurückgebliebenen, geistigen Zustand, der auf eine Fehlentwicklung des Gehirns zurückzuführen ist (und diese wiederrum auf Krankheiten wie Viruserkrankungen etc., die das Gehirn befallen, oder durch genetische Erberkrankungen) und in keinem Volk übergreifend auftritt und diese im Mittelmaß genauso geistig gesunde Menschen sind.


    Ich wollte bloß diese Fakten klarstellen, weil ich einen solchen Rassismus und falsche Fakten nicht unkommentiert stehenlassen werde.

  • Die sind Inzestler und daher minderbemittelt (auch wenn man es nicht so sagt, war es genauso gemeint)" IST Nazisprech vom Feinsten.

    Habe nicht behauptet dass sie Inzestler sind. Also legst du mir schon wieder Worte in den Mund.


    - "Mentale und geistige Zustände" unseren herabzusetzen und dann auch noch zu implizieren, dass man diese mit Zweijährigen gleichsetze, aber ja für deren Rechte einsetze, pathologisiert die Psyche ganzer Völker und entspricht damit sehrwohl eins zu eins der ganz typischen Rassenlehre . Da braucht man niemanden etwas in den Mund zu legen, da dieser Satz so lautete.

    Ich habe gesagt, es gibt von der Zivilisation isolierte Völker, deren intellektueller, moralischer und geistiger Zustand nicht den Maßstäben entspricht, die wir uns hier selbst auferlegen. In wie fern entspricht das nicht der Wahrheit? Habe ich gesagt, dass es genetisch bedingt ist? Habe ich gesagt, dass wir das Recht haben solche Völker zu unterdrücken? Zumal ich gesagt habe dass Tiere den intellektuellen Stand eines zweijährigen Kindes haben und nicht Menschen.


    Mit Rassismus hat das ganze nichts zutun, sorry.


    Laut offizieller Definition von Rassismus:


    Zitat

    Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen – als sogenannte „Rassekategorisiert und beurteilt werden. Die zur Abgrenzung herangezogenen Merkmale wie Hautfarbe, Körpergröße oder Sprache – aber auch kulturelle Merkmale wie Kleidung oder Bräuche – werden in der biologistischenBedeutung als grundsätzlicher und bestimmender Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften gedeutet und nach Wertigkeit eingeteilt. Dabei betrachten Rassisten alle Menschen, die ihren eigenen Merkmalen möglichst ähnlich sind, grundsätzlich als höherwertig, während alle anderen (oftmals abgestuft) als geringerwertig diskriminiert werden. Mit solchen Rassentheorien, die angeblich wissenschaftlich untermauert sind, wurden und werden diverse Handlungen gerechtfertigt, die den heute angewandten allgemeinen Menschenrechten widersprechen.


    - Ich kategorisiere Menschen nicht aufgrund äußerlicher Merkmale als Rasse.

    - Ich sehe Merkmale wie Hautfarbe, Körpergröße, Sprache, Kleidung und Bräuche nicht als biologisches Indiz für die Fähigkeiten und Eigenschaften eines Menschen

    - Ich beurteile Menschen nicht anhand meiner eigenen Merkmale als gleichwertig, während ich andere als minderwertig ansehe


    Zu sagen, dass die Lebensumstände eines Menschen zu Unterschieden in der moralischen Vorstellung oder dem Intellekt führen können ist kein Rassismus. Hätte man mich als neugeborenen ebenfalls auf einer Insel jenseits der Zivilisation abgesetzt, hätte ich mich später im Erwachsenenalter intellektuell und moralisch ebenfalls nicht mit meinem hypothetischen Zwilling messen können, der in Deutschland aufgewachsen und sozialisiert wurde, zur Schule gegangen und Bildung genossen hätte. Ist nun mal so und das hat nichts mit Rassismus zutun. Würde ich von dieser Ausgangslage andere Menschen, die ich als Eindringlinge in mein eigenes Territorium wahrnehme töten, sowie meine Kinder aus rituellen Gründen einem imaginären Wald-Gott zum Opfer anbieten, dann würde man zurecht mein moralisches Verständnis und meine Beziehung zu Menschenrechten und dem Freiheitsbegriff hinterfragen.


    Somit hätten wir das denk ich geklärt.

  • Ich lass mich sicherlich nicht von deinen weiteren Versuchen, die Dinge nach dir zu drehen, verunsichern. Von "unterschiedlichem Intellekt" zu sprechen ist durchaus der Fall, sowie deine vorigen Beiträgen sehr stark in diese Richtung gingen. Was sonst bitte ist sonst darunter zu verstehegen. Da kannst du von das in verschiedenen Ausführungen behaupten, deine vorigen Aussagen beweisen nunmal ebenfalls das Gegenteil, oder du willst bloß deine eigene Anschauung mit allen Mitteln durchboxen.

    In jedem Fall hab ich die entsprechenden Fakten oben gelistet.

  • Du hast keine Fakten gepostet, sondern Scheinargumente. Dass du etwas für Rassismus hältst, macht es nicht zu Rassismus. Genauso wenig wie es Rassismus ist, dass ein ägyptischer Ex-Muslim den Islam kritisiert, was ihm von vielen aus dem linken Spektrum vorgeworfen wird.


    Ich habe gerade die offizielle Definition von Rassismus gepostet und ganz klar belegt, warum keines dieser Dinge auf mich zutrifft, somit habe ich diese Unterstellung widerlegt.

  • Mh schade, dass man sich hier Gegenseitig hochschaukelt. Muss doch nicht sein oder? Zurück zum Thema und Fragen:



    Ich hab gelesen das der Eisenbedarf eines Veganers doppelt so hoch ist wie die eines ja wie sagt man denn? Normalessers ist? Und die Jodversorgung Kritisch sein kann. Also braucht man einen Strikten Essens plan um derart sein Leben umzustellen. Mh wer von Autonormalbürgern hat Zeit und Lust diese Prozedur über sich ergehen zu lassen?


    Dann würd ich gerne noch mal mehr über die Herstellung von Tabletten erfahren. Ist der Aufwand zur Herstellung von Tabletten Umweltfreundlich? Werden in Zukunft Tabletten weiterhin in Plasikbehältern

  • Also braucht man einen Strikten Essens plan um derart sein Leben umzustellen. Mh wer von Autonormalbürgern hat Zeit und Lust diese Prozedur über sich ergehen zu lassen?

    Ich denke, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, ist es auch für einen Veganer nicht schwer, sich an diesen Plan zu halten. Er muss halt nur immer genau darauf schauen, was er kauft, wobei es in Großstädten ja extra vegane Supermärkte gibt, von daher gestaltet es sich in solchen Städten wohl nicht allzu schwer.

    Dann würd ich gerne noch mal mehr über die Herstellung von Tabletten erfahren. Ist der Aufwand zur Herstellung von Tabletten Umweltfreundlich? Werden in Zukunft Tabletten weiterhin in Plasikbehältern

    Oh, da stellt sich mir gleich auch noch eine Frage: Die meisten Veganer leben vegan, weil sie Tierleid, bzw. deren Tötung verhindern wollen. Wie sieht es aber nun aus, wenn sie einmal krank werden? Medikamente werden schließlich auch an Tieren getestet, meiner Meinung nach ist eine solche dauerhafte Quälerei noch viel barbarischer als die Tötung? Würde mich mal interessieren, wie man dazu steht.

  • Ich hab gelesen das der Eisenbedarf eines Veganers doppelt so hoch ist wie die eines ja wie sagt man denn? Normalessers ist?

    Pflanzliches (nicht-hämisches) Eisen ist weniger bioverfügbar, weswegen man größere Mengen konsumieren sollte. Gleichzeitig kann man die Eisenabsorption aber durch Kombination mit Vitamin C deutlich erhöhen, und in vielen eisenhaltigen Lebensmitteln ist Vitamin C schon drin. Gekochte Lebensmittel sind da ebenfalls zu bevorzugen, da sich dadurch die Eisenaufnahme nochmal zusätzlich verstärkt.


    Die Empfehlungen für Eisen sind für eine Frau 15mg, für einen Mann 10mg. Hier mal meine Nährstoffversorgung durch 3 simple und leicht zubereitende Lebensmittel; Kartoffeln, Linsen, Spinat:


    https://i.imgur.com/EO7cIGn.png


    Bei einer Kalorienmenge von unter 1800 habe ich bereits die 4-fach benötigte Menge an Eisen, ebenso ausreichend Zink, Magnesium, Kalzium, etc. Das heißt ich hätte, vor allem als sportlich aktivere Person, mehr als genug Kalorien übrig um auch die restlichen Vitamine, die im gelben Bereich sind, abzudecken.


    Zwar ist der Nachteil einer veganen Ernährung, dass die Minerale schlechter bioverfügbar sind, der Vorteil hingegen ist, dass der Körper die Absorption drastisch reduziert, sobald er ausreichende Mengen hat, wodurch eine Hypervitaminose nur schwer möglich ist. Anders da bei tierischen Mineralen wie z.B. hämischem Eisen, welches grundsätzlich immer aufgenommen wird. Und wie man anhand der Tabelle erkennen kann, hat man auch mit einer geringen Kalorienanzahl absolut keine Probleme, das vielfache aller Vitamine zu bekommen.


    Ein Überschuss an wasserlöslichen Vitaminen wird grundsätzlich über den Urin ausgeschieden, egal aus welcher Quelle. Das Vitamin K ist die Vorstufe von K2, weshalb so hohe Dosen auch kein Problem darstellen, sowie das Vitamin A in pflanzlichen Lebensmitteln in Form von Beta-Karotin zur Verfügung steht, welches eine niedrige Konvertierungsrate zu Provitamin A hat, was durch die hohe Aufnahmemenge kompensiert wird.


    Jod ist auch kein Problem; jodiertes Salz steht in jedem Regal.


    Es ist also nicht schwer, sich ausgewogen zu ernähren und ein paar gezielte Nahrungsergänzungen für den Bedarfsfall sind auch nicht verkehrt.


    Dann würd ich gerne noch mal mehr über die Herstellung von Tabletten erfahren. Ist der Aufwand zur Herstellung von Tabletten Umweltfreundlich?

    Kommt wohl auch darauf an, ob die Supplemente aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden oder synthetisch im Labor hergestellt werden. Unabhängig vom Einfluss auf die Umwelt müsste man bedenken, dass Nutztiere in jedem Fall auch Nahrungsergänzungsmittel bekommen. Das heißt, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel würden so oder so eingesetzt werden, ob direkt am Menschen oder bei den Tieren die gegessen werden.

    Wie sieht es aber nun aus, wenn sie einmal krank werden? Medikamente werden schließlich auch an Tieren getestet, meiner Meinung nach ist eine solche dauerhafte Quälerei noch viel barbarischer als die Tötung? Würde mich mal interessieren, wie man dazu steht.

    In dem Fall geht es um die eigene Gesundheit und im Extremfall um das eigene Leben, was aus moralischer Sicht eine legitime Rechtfertigung wäre.

  • Die einzige Rechtfertigung, die mir da einfällt ist, die weiter oben Belegte Überbevölkerung von Tieren, welche wir ebenso, wie jedes andere Lebewesen in der Natur dezimieren sollten.

    Problem hierbei sehe ich - wenn man es mal rein argumentativ betrachtet - , dass man leicht in einen infiniten Regress kommt. Wenn du sagst, jedes Lebewesen, das zu einer Überbevölkerung gehört, sollte dezimiert werden, müsstest du das theoretisch auch auf den Menschen, da ein Lebewesen, anwenden. Sprich es müsste eine Spezies geben, die die Menschen wiederum dezimiert, dann wiederum eine andere Spezies, die die vorige im Zaum hält und so weiter. Nur mal so am Rande, wenn ich das richtig verstanden habe :D



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    Im Übrigen habe ich mir in den letzten Tagen, da hier so eine hitzige Diskussion stattgefunden hat, mal wirklich Gedanken darüber gemacht, ob mir ein stichfestes Argument einfällt, wieso es moralisch gut sein sollte, Fleisch zu essen, und auch wenn ich selbst gelegentlich (max. aber eigentlich so zweimal die Woche und dann auch nur ein Schnitzel oder mal was Gebratenes) Fleisch esse, ist mir keines eingefallen, das den Argumenten für eine fleischarme/fleischlose Ernährung standhalten würde. Zumindest keines, das nicht auf "Es war schon immer so" oder eben Geschmackssache hinauslaufen würde. Würden wir uns also alle streng nach moralisch-ethischen Maßstäben richten, wäre es schon geboten, den Fleischkonsum drastisch zu reduzieren, so, wie Vast Vision es vor was weiß ich wie vielen Seiten bereits aufgeführt hat.


    Argumentative Probleme, die ich hierbei sehe, sind die zahlreichen anderen Baustellen, die zwangsläufig damit verknüpft sind.

    Nicht nur, dass das Konsumverhalten seinen Teil dazu beiträgt (gerade im Sommer, weil das ja immer Hochsaison für Grillparties ist), dementsprechend auch die Massentierhaltung, sondern auch Politik, gesellschaftliche Normen/Traditionen, wirtschaftliche Faktoren. Bewusstsein für das, was man isst und anderes, sodass man dem Problem nicht Herr werden kann, solange man nicht das komplette System umkrempelt - was inzwischen zumindest eine große Herausforderung darstellen dürfte und viele Leute sich gegen solche Veränderungen einfach aus Prinzip wehren.


    Auch finde ich diesen Schuldbegriff, der immer wieder als Argument aufgebracht wird, recht problematisch. Schuld hat immer so einen intentionalen Aspekt, im Sinne von "Ich will, dass ein Tier qualvoll gehalten und getötet wird, deshalb konsumiere ich so viel Fleisch" und das ist es ja nicht; höchstens die Mitverantwortung, ein solches Verfahren indirekt (!!!) mit seinem Kaufverhalten zu unterstützen. Zumal Menschen generell dazu tendieren, jegliche Art von Schuld zu vermeiden und von sich zu schieben, anstatt ihre Existenz zu akzeptieren und einfach trotzdem damit zu leben.

    Weitaus besser wäre es, vernünftig darüber aufzuklären und argumentativ - denn es gibt meiner Meinung nach genug gute Argumente - darauf aufmerksam zu machen, was alles bewegt werden könnte, wenn man sein Essverhalten ein bisschen bewusster gestaltet - ohne Vorwürfe, ohne Drängen, da man als erste Reaktion ja direkt in die Verteidigung und den Gegenangriff wechselt und daraus eben diese Einstellung resultiert, wie sie von vielen Leuten gegenüber Vegetariern/Veganern eben gehegt wird.

  • Problem hierbei sehe ich - wenn man es mal rein argumentativ betrachtet - , dass man leicht in einen infiniten Regress kommt. Wenn du sagst, jedes Lebewesen, das zu einer Überbevölkerung gehört, sollte dezimiert werden, müsstest du das theoretisch auch auf den Menschen, da ein Lebewesen, anwenden. Sprich es müsste eine Spezies geben, die die Menschen wiederum dezimiert, dann wiederum eine andere Spezies, die die vorige im Zaum hält und so weiter. Nur mal so am Rande, wenn ich das richtig verstanden habe :D

    Na ja, wäre ich theoretisch für. Wobei der Mensch sich auch selbst dezimiert. Man sehe die senkende Geburtenrate in diversen modernen Ländern. Kriege, Mord und ja auch Kannibalen solls ja geben ect. Der Mensch ist in diesem Sinne tatsächlich so ziemlich das einzige Lebewesen, dass sich so extrem selbst dezimiert. Und wir sind auch das einzige Lebewesen, dass tatsächlich sich selbst bewusst ist, überbevölkert zu sein und sich dazu entscheiden kann, dies zu verhindern, wie etwa indem man sich bewusst entscheidet keine Kinder zu kriegen. Tiere folgen da eben nur ihrem Instinkt und der ist eben auch der Arterhaltungstrieb.

  • Ich glaube was mich früher immer so an Veganer aufgeregt hat waren nicht die Veganer selbst sondern einfach die Tatsache, dass es nun mal stimmt. Wenn man Mischkost isst sollte man sich bewusst sein ein lebendes Tier zu essen. Das fühlt, weint, lacht und lebt wie wir auch. Es ist absoluter Bullshit zu sagen: "Tiere verstehen keine Freiheit." Habt ihr schon mal Rinder gesehen die aus der Gefangenschaft befreit wurden? Gibt auch Videos dazu auf Youtube. Die hüpfen rum und freuen sich wie die Verrückten. Natürlich sprechen sie nicht unsere Sprache oder verhalten sich so wie wir, aber doch sehr ähnlich. Ich glaube jeder der Haustiere hat weiß von was ich rede. Und sei es nur die Begeisterung wenn es endlich Fressi gibt (siehe Hund) oder das ängstliche Zusammenzucken bei einem fremden Geräuch (siehe Kaninchen). Oder die Neugierde (wenn ein Pferd oder ein anderes Tier dich beschnüffelt). Jeder hat mindestens einmal im Leben ein Tier live erlebt und ich behaupte, dass wir Tieren ähnlicher sind als wir so oft von uns geben. Wenn man natürlich kein Bewusstsein dafür entwickeln will und Tiere als etwas "anderes" darstellt dann blendet man viele dieser Eigenschaften natürlich aus.


    Sorry für's Beispiel aus dem eigenen Leben, aber mein Vater ist der Typ der Tiere gerne als "Viecher" bezeichnet und nicht wirklich das sensibilisiert. Er hat also wirklich NULL Draht zu Tieren. Gibt es auch in anderen Formen. Aber ich begreife nicht wie man denken kann, dass Hühner, Gänse, Kühe, Schafe, Schweine oder andere Lebewesen keine Gefühle oder Emotionen haben können. Selbst als Kind hab ich die Tiere auf der Weide grasen gesehen. Die hatten auch ihre Konflikte und ihre Emotionen. Ich hab da manchmal diesen Disney Pocahontas Effekt. Hab einfach das Gefühl als "zivilisierte Gesellschaft" haben wir uns einfach zu sehr von diesen Lebewesen abgenabelt.


    Nicht, dass ich jetzt mit nem wilden Bären kuscheln würde, aber zu sagen, dass gerade Pflanzenfresser nicht sensible Wesen wären hört sich in meinen Ohren einfach befremdlich an. Als Stadtmensch ist das freilich nicht leicht (gerade wenn man nur dort aufgewachsen ist). Da hat man kaum Kontakt zur Natur. Viel krasser finde ich es im Dorf wenn man da es quasi nicht anders beigebracht bekommt. Dabei sieht man doch, dass Tiere genau wie wir sein können. Und sie lieben die Freiheit. Genau wie wir. Sie können weinen. Genau wie wir. Und sich freuen, aber auch Angst haben. Damit vermenschliche ich nicht Tiere. Ich will eher darauf hinaus, dass wir uns davon distanzieren. Also eher das Gegenteil.


    Wir haben eine eigene Kultur und einen eigenen Intellekt entwickelt. Klar. Vorher waren wir auch noch Neandertaler mit einem schönen Kauderwelsch (ich übertreibe etwas :yeah: ihr wisst aber was ich meine). Wir stammen doch selber vom Affen ab (quasi Tier). Und da zu sagen, dass wir so anders wären als Tiere finde ich einfach merkwürdig. Ich entdecke so viele Eigenschaften von uns Menschen in Tieren wieder. Nicht alles, aber vieles. Und da kann ich eigentlich nur sagen, dass wir es mittlerweile genau anders handhaben:


    Wir distanzieren uns immer mehr der Tierwelt und nehmen einfach nicht mehr so stark diese Kultur war. Von der wir selber entsprungen sind.



    Das ist jetzt meine eigene Interpretation. Ich freue mich natürlich über Antworten zu meinem Kommentar. Und ich weiß, dass ich oft die emotionale Schiene fahre, aber wenn es um diese Thematik geht liegt bei mir nun mal der Gefühlsteil sehr im Vordergrund. Da ich selber nicht so gut argumentieren kann im fachlichen Bereich belasse ich es bei dieser Art Kommentaren. Es ist mir einfach wichtig zu zeigen, dass wir Tieren gar nicht so unähnlich sind.


    Ich will mich aber auch nicht wiederholen also belasse ich es erst mal hier bei. :grin:

  • Sorry für's Beispiel aus dem eigenen Leben, aber mein Vater ist der Typ der Tiere gerne als "Viecher" bezeichnet und nicht wirklich das sensibilisiert. Er hat also wirklich NULL Draht zu Tieren. Gibt es auch in anderen Formen. Aber ich begreife nicht wie man denken kann, dass Hühner, Gänse, Kühe, Schafe, Schweine oder andere Lebewesen keine Gefühle oder Emotionen haben können. Selbst als Kind hab ich die Tiere auf der Weide grasen gesehen. Die hatten auch ihre Konflikte und ihre Emotionen. Ich hab da manchmal diesen Disney Pocahontas Effekt. Hab einfach das Gefühl als "zivilisierte Gesellschaft" haben wir uns einfach zu sehr von diesen Lebewesen abgenabelt.

    Ich mag dir da echt nicht zu nahe treten, und ja, mich zerreißt es auch bei dem Gedanken, ein Tier sterben sehen zu müssen, aber manche Menschen sind einfach so, so blöd das klingen mag. Empathie ist etwas, was bei manchen Menschen sowieso nur gestreut verteilt wird, und schon gar nicht an "Fremde", wozu Tiere ja in diesem Falle auch mehr oder weniger zählen. Mein Vater ist ganz ähnlich. Er ist auf einem Bauernhof aufgewachsen (mein Dad ist ein 65er Jahrgang, also ist das schon gut 50 Jahre her) und hat auch bei vielen Schlachtungen selbst mitgeholfen. Für ihn ist es vollkommen normal Tiere zu essen, Haustiere liebt er trotzdem. Sogar mit unseren Meeries kam er gut aus, und die sind ja nicht wirklich Kuscheltiere.


    Der Mensch hat die Verbindung zur Natur schon ein wenig vernachlässigt, da gebe ich dir Recht. Aber letztendlich kannst du dich nicht darauf berufen, dass man doch, wenn man Mitgefühl hätte, vegan oder vegetarisch leben würde. Mir ist schon bewusst, dass es dir emotional so geht. Aber nicht jeder empfindet wie du, und das musst du irgendwie lernen zu akzeptieren. Deswegen gehe ich die Diskussion über Fleischkonsum und -verzicht immer mit sehr viel sachlicheren Punkten an, wie eben Klimawandel.

  • Wie Felicia schon ansprach muss du LadyEndivie08 nunmal auch akzeptieren, dass viele Leute Tierleid bzw der Fakt dass sie für die eigene Ernährung sterben, schlichtweg nicht berührt oder interessiert. Ich denke, dass ist auch ein großer Aspekt weswegen du hier bzw auch mit deinen Eltern deswegen so aneckst, die emotionale Schiene rutscht sehr schnell in reine Vorwürfe.

  • Als Stadtmensch ist das freilich nicht leicht (gerade wenn man nur dort aufgewachsen ist). Da hat man kaum Kontakt zur Natur. Viel krasser finde ich es im Dorf wenn man da es quasi nicht anders beigebracht bekommt. Dabei sieht man doch, dass Tiere genau wie wir sein können. Und sie lieben die Freiheit. Genau wie wir. Sie können weinen. Genau wie wir. Und sich freuen, aber auch Angst haben.

    Du tust hier tatsächlich so, als wären Stadt und Dorfmenschen unterschiedliche Spezies o.ó. ich bin auch auf dem Land aufgewachsen, hatte viele Tiere um mich, wir hatten zum Beispiel Hühner, mein Onkel hatte ne Hasenfarm und ja da haben wir auch das ein oder andere geschlachtet und gegessen (auch wenn ich natürlich nicht hautnah dabei war). Ein Nachbar von uns hatte Gänse, da gab es auch zu Weihnachten dann mal nen Braten von ihm geschenkt und trotzdem hatte ich ebenso viele Haustiere, Pferdekoppel nebenan, überall Katzen und Hunde, überall Felder mit Kühen, Wald, man hat viele Tier gesehen.

    Ich denke Fleisch zu essen ist tatsächlich viel zu sehr in viele Menschen verankert als Selbstverständlichkeit. Ich will damit jetzt nicht wieder eine ethik Schiene oder irgendwas aufrollen. Aber ich denke der Beitrag von Cassandra  hier, welchen du selbst auch gelikt hast, fasst es tatsächlich noch mal am besten zusammen, wie ich es meine.