Fleischesser, Vegetarier, Veganer, Frutaner

  • Man hat es mit wenigen Beiträgen geschafft meine Meinung zu Vegetariern etc. negativ zu ändern nicht schlecht und das nur weil ich sie nicht vertrete und noch andere Dinge sehe.

    Gehst du mit Nichtvegetariern auch so hart ins Gericht? Ich bin nämlich kein Vegetarier, sondern fand die Argumentation einfach nicht sinnvoll. Insbesondere "Aber im Krieg würdet ihr bestimmt auch Fleisch essen, wenn ihr sonst nix anderes kriegen könnt" erscheint mir völlig sinnfrei und bisher hast du mir ja nicht erklärt, warum es eine Rolle spielen soll, wie man in einer solchen Extremsituation handeln würde.

  • Zumal eine Extremsituation komplett fehl am Platz ist, weil man da doch das isst, was einem zur Verfügung steht. Ob das nun pflanzliche oder tierische Nahrung ist, spielt keine Rolle, es geht ums Überleben. Und an der Stelle kann man niemanden auch nur irgendetwas vorwerfen, nur weil er daran denkt, den nächsten Tag noch zu erleben.


    Hier geht es nicht darum, wie man sich im Notfall ernährt, sondern wie wir uns in unserem aktuellen Alltag ernähren.

  • Hier geht es nicht darum, wie man sich im Notfall ernährt, sondern wie wir uns in unserem aktuellen Alltag ernähren.

    Trotzdem ist die Frage berechtigt, denn wie schon erwähnt muss es ja kein Krieg sein. Klima ändert sich, Weltmarkt verändert sich, Urlaubsreise/Geschäftsreise/Umzug in ein anderes Land usw. Es gibt viele Veränderungen im Leben. Die generelle Frage die man sich stellen müsste wäre eher ob ich mir ein ideelles Bild vorstelle was zu mir passt oder ob ich wirklich etwas Gutes für die Welt vollbringe. Meiner Ansicht nach geht es nur um persönliche Werte aber nicht um die Allgemeinen. Das zeigen auch sehr deutlich die teilweise dünnhäutigen Reaktionen. Es wird immer nur bis zu seinem ideellen Punkt gedacht und alles was darüber hinaus geht wird weggeschwiegen oder verharmlost. Wie ich schon gesagt habe, kann das jeder handhaben so wie er möchte. Ich sehe für mich keinen Grund auf Fleisch zu verzichten, da ich damit nur meinen ideellen Punkt verschieben würde, nicht aber die Probleme löse und schon gar nicht die möglichen Folgen daraus abschätzen kann.

  • Phoenixfighter


    Weißt du...

    ich glaub das geht nach hinten los. :'D


    1. Fleisch würde im Notfall als Erstes zu Neige gehen, weil keines nachproduziert werden würde. Ich schätze mal ganz grob, nach ein paar Wochen, weil Fleisch halt auch nicht lange zu lagern ist, wäre sowieso alles aufgegessen und alle restlichen Nutztiere geschlachtet. In einer totalen Notlage hat keiner mehr die Ressourcen um all diese Nutztiere in der Massentierhaltung zu füttern.

    Ansonsten: dazu siehe noch all die Posts und Argumente darin, die du so wunderbar ignoriert hast.


    2. Im Urlaub esse ich erst recht noch weniger Fleisch und Fisch, weil diese Dinge am schnellsten verderben und verunreinigt sein können. Ich hatte schonmal echt miese ... Verdauungsprobleme, als ich mir in der Hitze Lachsushi, die eigentlich gekühlt hätten sollen, geholt habe. Seitdem esse ich von Ständen, bei denen ich mir nicht sicher bin, Gurken- und Avocadomaki und nur in guten Restaurants Sushi und anderes mit (rohem) Lachs. Ich würde auch niemals ein Steak essen, das medium rare ist, oder eben bloß, wenn ich mir sehr sicher bin.


    3. Wir haben dir bereits sehr pragmatische und logische Punkte genannt.


    4. Genauso wie man Shirts, die man selbst nicht mehr möchte, nicht einfach wegwirft, sondern verkauft oder spendet, kann man sich auch im Konsum von Fleisch ein wenig einschränken. Ich meinte halt letztens... naja ich hätte mittleren Fleischkonsum, wenn ich so alle zwei, drei Wochen Fleisch in einem Restaurant esse. Ich hatte vor ein paar Wochen ein paar Stück Rindfleisch auf einer Pizza beim Vapiano. Da ich es mir sowieso nicht leisten kann jede Woche oder alle zwei Wochen ein Restaurant zu besuchen, ich das aber dennoch sehr gerne mache, ist das für mich eben meine Art von Fleischkonsum, wenn ich denn überhaupt ein solches Gericht bestelle. Wenn ich mir in der selben Woche dann noch ein Weckerl mit Wurst, Käse und co mitnehme, dann halte ich das schon für einen hohen Konsum...

    TBH Sushi nehme ich öfter mit, aber den einen sehr günstigen Stand mag ich zwar, aber gerade von dort nehme ich dann zur Sicherheit bei den Preisen doch nur vegetarische Sushi mit. Jetzt nichtmal aus Mitgefühl mit den Zuchtlachsen (ich finde ohnehin, jeder Fisch muss aus der Zucht kommen, um die Ozeane zu entlasten), sondern weil ich da echt gesundheitliche Bedenken habe. Daher gehen auch seltener Lachssushi mit, da ich sie bloß von anderswo hole.

    Fleisch ist genauso wie Kuchen und andere Süßspeisen. Die sollten irgendwo ein Highlight sein und nicht Teil der täglichen Nahrung.

    Dementsprechend ist das dann doch etwas befremdlich für mich, wenn sich Leute täglich zweimal Wurst aufs Brot legen und mittags Fleisch ins Gericht schmeißen müssen. Ich finde es aber generell befremdlich, dass so viele Leute jeden Tag mindestens eine warme Mahlzeit oder mehrere brauchen.


    QueFueMejor

    Am Ende sind es aber wieder nur die Armen, die von einer neuen Regelung betroffen sind und deren Entscheidungsfähigkeit im Leben durch Gesetze und Preise eingeschränkt werden.

    Vielleicht essen sie dann weniger Fleisch (oder auch nicht), aber das qualitativ hochwertigere Fleisch wird noch teurer und dazu werden ärmere Menschen immer noch nicht greifen. Am Ende zahlt man bloß mehr für ein Nahrungsmittel, das qualitativ derselbe Fraß wie davor ist.

  • Am Ende sind es aber wieder nur die Armen, die von einer neuen Regelung betroffen sind und deren Entscheidungsfähigkeit im Leben durch Gesetze und Preise eingeschränkt werden.

    Wie ich sagte, das Mittel ist sicherlich falsch, aber nicht, weil es "die Armen" trifft, sondern weil es den Kernzweck, den es haben sollte, Tierleid verringern, überhaupt nicht erfüllt. Sowas erinnert dann eher an leichte Preisanhebungen bei Zigaretten, damit die Raucher nach Möglichkeit nicht aufhören zu rauchen, sondern halt einfach mehr Geld bezahlen müssen. Damit generiert man mehr Steuergeld, aber das vorgeschobene Problem, das man zu bekämpfen behauptet, wird halt nicht angetastet.

    Würde man wirksam Tierleid bekämpfen, also beispielsweise durch Verbot von Massentierhaltung, würde das Argument "Es trifft (nur) die Armen" immernoch stimmen, weil das verringerte Angebot höhere Preise zur Folge haben sollte. Es wäre nur nicht mehr relevant, weil der eigentliche Zweck erfüllt ist. Wie ich schon sagte: Es besteht kein Anspruch auf tägliches Fleisch. Fleisch darf gern wieder ein Luxusgut werden.

    Darf ich dich dann einfach mal fragen, wie du auf die Frage "warum bist du kein Vegetarier/Veganer?" antworten würdest?

    Du hättest natürlich auch direkt fragen können, aber seis drum. Ich bin kein Vegetarier, weil mir vollständiger Verzicht nicht gelingt. Mir schmeckt Fleisch, ich schaffe es nicht vollständig zu verzichten. Das muss niemand richtig finden. Ich habe allerdings bei meinen Eltern noch annähernd täglich Fleisch und Wurst gegessen, auch lange Zeit danach noch. Inzwischen esse ich nur noch ungefähr einmal die Woche Fleisch, was ungefähr der Empfehlung der DGE entspricht (ohne daran orientiert zu sein).

    Für mich war die entscheidende Erkenntnis, dass es nicht alles oder nichts sein muss. Selbst wenn es besser wäre gar kein Fleisch zu essen, ist ein starkes Zurückfahren schon ein großer Fortschritt. Und es hat den Vorteil, dass ich nicht "rückfällig" werden kann, weil die Ausnahme dazu gehört. Bei Diäten ist oft einer der entscheidenden Schwachpunkte, dass ein Heißhunger die Diät scheitern lässt. Würde man die Ausnahme integrieren und wäre eben nicht gescheitert, weil man mal nicht starre Regeln eingehalten hat. Man kann im Restaurant das bestellen, was man am liebsten mag und muss nicht schauen, was am besten in den Diätplan passt. Das entspannt und macht weniger wahrscheinlich, dass man komplett in alte Verhaltensweisen zurückfällt.

    So wäre es vermutlich: Wäre ich Vegetarier, wäre ich vermutlich nicht lange Vegetarier, sondern würde schnell wieder in alte Muster zurückfallen. Daher reduziere ich lieber als komplett zu verzichten, weil auch das viel hilft.

  • Am Ende sind es aber wieder nur die Armen, die von einer neuen Regelung betroffen sind und deren Entscheidungsfähigkeit im Leben durch Gesetze und Preise eingeschränkt werden.

    Wie ich sagte, das Mittel ist sicherlich falsch, aber nicht, weil es "die Armen" trifft, sondern weil es den Kernzweck, den es haben sollte, Tierleid verringern, überhaupt nicht erfüllt. Sowas erinnert dann eher an leichte Preisanhebungen bei Zigaretten, damit die Raucher nach Möglichkeit nicht aufhören zu rauchen, sondern halt einfach mehr Geld bezahlen müssen. Damit generiert man mehr Steuergeld, aber das vorgeschobene Problem, das man zu bekämpfen behauptet, wird halt nicht angetastet.

    Würde man wirksam Tierleid bekämpfen, also beispielsweise durch Verbot von Massentierhaltung, würde das Argument "Es trifft (nur) die Armen" immernoch stimmen, weil das verringerte Angebot höhere Preise zur Folge haben sollte. Es wäre nur nicht mehr relevant, weil der eigentliche Zweck erfüllt ist. Wie ich schon sagte: Es besteht kein Anspruch auf tägliches Fleisch. Fleisch darf gern wieder ein Luxusgut werden.

    Natürlich besteht kein direkt Anspruch, ist es deshalb sozial richtig?

    Am Ende entscheiden Menschen mit mehr Geld immer wieder über jene, die weniger haben und andauernd in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt werden.

    Während ich Fleisch eher als Luxusgut sehe, kann man Milch und Eier durchaus als Grundnahrungsmittel betrachten.


    Wohlhabendere Personen, die bereit und fähig sind diesen Preis zu bezahlen, können weiterhin statt einen durchschnittlichen, ökologischen Fußabdruck einen Mammutstampfer hinterlassen und es hindert sie auch keiner daran.

    Während wohlhabendere Menschen es normal finden zweimal im Jahr größere Urlaube um die halbe Welt zu machen und man dann in der Schule gefragt wurde, ob das Leben überhaupt einen Sinn mache, wenn man nie etwas von der Welt zu sehen bekommt. lol

    Man muss auch das nicht richtig finden, aber ich sehe zum Beispiel Vorteile in billiger Mode. Ich wollte nie 60, 70 + für eine Jeans ausgeben und am Ende hat man weniger Varität an Klamotten zur Verfügung. Zumal die teuren Klamotten nicht so viel besser produziert werden, man muss nicht "arm aussehen" und Kik-Qualität tragen. Ist egoistisch, man sieht aber persönliche Vorteile darin.


    Wenn sich Menschen einschränken müssen, dann sollte es bei allen so sein. Mit viel Geld kannst du auch fünfmal und öfter pro Jahr fliegen und dreimal täglich Fleisch essen und es hindert dich keiner daran.

    Wie man sowas umsetzen möchte, ist natürlich fraglich, aber de facto könntest du so umweltschädlich leben, wie du möchtest, wenn du genügend Geld hast.

    Da wäre auch die Frage, ob man dem einen Riegel vorsetzen könnte und damit eine Regelung erschafft, bei der jeder, unanhängig vom Gehalt, eine bestimmte Menge an Tierprodukten, Kerosin-Ausstoß, Benzin (es sei denn, es steht dir kein Verkehrsmittel zur Verfügung) und Kauf von Klamotten, elektronischen Produkten, Obst aus Übersee und anderes zB. privat verbrauchen darf. Und auch geschäftlich. Ich bin mir sicher, viele Geschäftsmeetings, für die man dutzend Male im Jahr quer durch einen Kontinent und um die halbe Welt fliegt, könnte man genauso gut auf Skype abhalten.

    Das eigentliche Problem daran sind Konzerne in allen Branchen und sehr wohlhabende Menschen, die aufschreien würden.

    Demnach kannst du dein Geld immer noch insofern zu deinem Vorteil nutzen, indem du dir eben innerhalb des erlaubten Verbrauchs bessere Produkte leisten könntest.

  • 1. Fleisch würde im Notfall als Erstes zu Neige gehen, weil keines nachproduziert werden würde. Ich schätze mal ganz grob, nach ein paar Wochen, weil Fleisch halt auch nicht lange zu lagern ist, wäre sowieso alles aufgegessen und alle restlichen Nutztiere geschlachtet. In einer totalen Notlage hat keiner mehr die Ressourcen um all diese Nutztiere in der Massentierhaltung zu füttern.

    Ansonsten: dazu siehe noch all die Posts und Argumente darin, die du so wunderbar ignoriert hast.

    Es würde alles zu Neige gehen. Und die Preise würden steigen. Meine Verwandten haben mir immer vom zweiten Weltkrieg erzählt. Da konnte man froh sein wenn man pro Tag eine oder zwei Brotscheiben zu essen hatte und die waren auch noch sehr teuer. Man hat immer versucht alles zu lagern was geht. In den Bunkern war es ja auch sehr kühl. Ab und zu wenn mal Angriffspause war gab es auch andere Güter u.a. auch mal Fleisch oder ein paar Kartoffeln durch Hilfslieferungen. Man musste sich jedoch regelrecht darum schlagen und waren eher die Ausnahme. Glaub mir, in so einer Notlage würde keiner mehr fragen wo mein Essen herkommt, wie es geschlachtet wurde oder was es ist. Da bist du einfach nur froh das Essen zu haben.

    2. Im Urlaub esse ich erst recht noch weniger Fleisch und Fisch, weil diese Dinge am schnellsten verderben und verunreinigt sein können. Ich hatte schonmal echt miese ... Verdauungsprobleme, als ich mir in der Hitze Lachsushi, die eigentlich gekühlt hätten sollen, geholt habe. Seitdem esse ich von Ständen, bei denen ich mir nicht sicher bin, Gurken- und Avocadomaki und nur in guten Restaurants Sushi und anderes mit (rohem) Lachs. Ich würde auch niemals ein Steak essen, das medium rare ist, oder eben bloß, wenn ich mir sehr sicher bin.

    Das ist aber kein Grund um jetzt Vegetarier zu werden. Das ist so als würde ich hier in Deutschland zum Dönermann gehen, mir ein Döner bestellen und danach gehts mir richtig schlecht. Soll ich dann für immer Döner oder diese Dönerbude meiden weil ich der Meinung bin das ich genau da krank geworden bin? Damit kommen viele Menschen direkt um die Ecke. "Ich bin krank du bist schuld". Wenn jetzt tatsächlich viele Leute erkrankt sind dann kann das wirklich auf ein Problem des Dönerladens hinweisen und dafür gibt es auch das Umweltamt aber wenn der beispielsweise 300 Döner an dem Tag verkauft hat und nur du bist krank geworden dann ist es doch eher unwahrscheinlich, dass genau du einen verunreinigten Döner bekommen hast. Im Ausland ist das natürlich etwas schwieriger herauszufinden.

    3. Wir haben dir bereits sehr pragmatische und logische Punkte genannt.

    Immer nur bis zu dem Punkt "das Tier ist gerettet". Ich habe ja jetzt schon mit einigen Leuten auch privat zu dem Thema geschrieben und immer geht es nur bis zu dem Punkt wo ich verzichte. Ich höre immer nur "Fleischverzicht ist gut" und die häufigste Antwort dazu war "weil es für dich gesundheitlich besser ist".

    da ich damit nur meinen ideellen Punkt verschieben würde, nicht aber die Probleme löse und schon gar nicht die möglichen Folgen daraus abschätzen kann.

    Hier hat noch gar keiner auch nur eine Antwort gegeben was mit dem aus dem Verzicht resultierendem Leid passiert. Seit Anfang der Diskussion. Zudem stelle ich immer noch die Frage ob Verzicht wirklich Tiere rettet? Gibt es einen Nachweis dafür, dass genau das passiert? Oder wird das übergebliebende Fleisch dann nicht doch ins Ausland exportiert? Dieser Teil hier ist der Hauptbestandteil der ganzen Diskussion den ich gerne beantwortet hätte.

    4. Genauso wie man Shirts, die man selbst nicht mehr möchte, nicht einfach wegwirft, sondern verkauft oder spendet, kann man sich auch im Konsum von Fleisch ein wenig einschränken.

    Diesen Punkt kannst du auf jegliche Situation in deinem Leben reflektieren. Das fängt bei Plastiktüten fürs Obst im Supermarkt an und hört bei der Urlaubsreise Richtung Griechenland wieder auf. Du kannst auf die Plastiktüten im Supermarkt verzichten genauso aber kannst du auf Flugreisen verzichten mit luftverpestenden Flugzeugen. Wieviele Tiere sterben jährlich qualvoll durch Flugzeuge und Umweltverschmutzung? Die eine Sache hat kleine Auswirkungen die andere Große. Wenn ich mich stolz dahinstelle und sage "ich benutze keine Plastiktüten" fliege aber 2x im Jahr in den Urlaub bin ich genauso ein Sünder wie jeder andere auch. Es sind alles nur ideelle Werte um das eigene Selbstwertgefühl zu steigern. Der klassische Fall von "ich tu was" aber letztlich hau ich dann doch irgendwo richtig negativ rein. Man handelt aus der Überzeugung heraus, dass man einen für sich wichtigen Punkt beschützt auf Kosten anderer Punkte welche man verdrängt, um sich nicht dieses eigene aufgebaute Selbstwertbild zu zerstören. Also sagt mir bitte warum ich noch mehr auf Fleisch verzichten sollte, wenn ich doch die Plastiktüte aus dem Supermarkt mitnehme oder meinen Urlaub doch lieber in Griechenland als in Deutschland verbringe. Stell ich mich dadurch "umweltfreundlicher" hin oder doch eher "moralisch verbessert". Rette ich wirklich mehr Tiere bei Verzicht als mit der Flugreise nach Griechenland oder den ganzen Plastikmüll in den Weltmeeren?


    Bei Punkt 3 und 4 bin ich wirklich auf eure Antworten gespannt!

  • Phoenixfighter

    1. Fleisch würde im Notfall als Erstes zu Neige gehen, weil keines nachproduziert werden würde. Ich schätze mal ganz grob, nach ein paar Wochen, weil Fleisch halt auch nicht lange zu lagern ist, wäre sowieso alles aufgegessen und alle restlichen Nutztiere geschlachtet. In einer totalen Notlage hat keiner mehr die Ressourcen um all diese Nutztiere in der Massentierhaltung zu füttern.

    Ansonsten: dazu siehe noch all die Posts und Argumente darin, die du so wunderbar ignoriert hast.

    Es würde alles zu Neige gehen. Und die Preise würden steigen. Meine Verwandten haben mir immer vom zweiten Weltkrieg erzählt. Da konnte man froh sein wenn man pro Tag eine oder zwei Brotscheiben zu essen hatte und die waren auch noch sehr teuer. Man hat immer versucht alles zu lagern was geht. In den Bunkern war es ja auch sehr kühl. Ab und zu wenn mal Angriffspause war gab es auch andere Güter u.a. auch mal Fleisch oder ein paar Kartoffeln durch Hilfslieferungen. Man musste sich jedoch regelrecht darum schlagen und waren eher die Ausnahme. Glaub mir, in so einer Notlage würde keiner mehr fragen wo mein Essen herkommt, wie es geschlachtet wurde oder was es ist. Da bist du einfach nur froh das Essen zu haben.

    Und hat das jemand gesagt?
    Weißt du denn wie der Energiefluss in Nahrungsketten funktioniert? Und auch ohne diesen Wissen sollte es logisch sein, dass, wenn du zwei Brotscheiben hast, diese nicht an dein Schwein verfütterst. Demnach wird es auch keine landesweite Massentierhaltung im heutigen Sinne geben.

    Meine Oma btw hatte eine Ziege und drei Hühner in einem Garten in einem Vorort von Wien. Die werden auch zu Kriegszeiten durchaus gefüttert, da sie eben wertvolle und kalorienhaltige Nahrungsmittel über Jahre hinweg immer wieder nachproduzieren. Wenn du ein Tier erst fütterst und dann schlachtest, sind alle Nahrungsmittel, die du in es hineingesteckt hast, mit ein bis drei Familienmahlzeiten komplett verschwunden. Dazu noch sind Hühner und Ziegen im Vergleich zu einer Kuh eher kleine Tiere, die genügsamer sind und mit weniger auskommen, und im Vergleich zu einem Schwein geben sie Eier und sehr kalorienreiche Ziegenmilch her. Diese Tiere wurden meist eigentlich erst dann geschlachtet, wenn sie nur noch wenig Milch gaben.


    Zitat von Phoenixfighter

    Das ist aber kein Grund um jetzt Vegetarier zu werden. Das ist so als würde ich hier in Deutschland zum Dönermann gehen, mir ein Döner bestellen und danach gehts mir richtig schlecht. Soll ich dann für immer Döner oder diese Dönerbude meiden weil ich der Meinung bin das ich genau da krank geworden bin? Damit kommen viele Menschen direkt um die Ecke. "Ich bin krank du bist schuld". Wenn jetzt tatsächlich viele Leute erkrankt sind dann kann das wirklich auf ein Problem des Dönerladens hinweisen und dafür gibt es auch das Umweltamt aber wenn der beispielsweise 300 Döner an dem Tag verkauft hat und nur du bist krank geworden dann ist es doch eher unwahrscheinlich, dass genau du einen verunreinigten Döner bekommen hast. Im Ausland ist das natürlich etwas schwieriger herauszufinden.

    Und auch das habe ich nicht gesagt. Das war darauf bezogen, dass viele sich aus Vorsicht bei Veränderungen der Lebensumstände entscheiden noch weniger Fleisch zu essen, da dessen Kühlung und Zubereitung viel heikler ist. Lebensmittelvergiftungen kann man manchmal / öfters auch nachweisen, medizinisch, auch wenn keine 300 weiteren Menschen erkrankt sind.


    Demnach, nein, würde ich nun in guten Zeiten ab und zu Fleisch essen, aber in einer Kriegssituation erst recht nicht, weil ich dann noch weniger darauf vertrauen kann, dass das Fleisch ordnungsgemäß transportiert und gekühlt wurde. Von einem Bauern nebenan, dann ja.

    Wenn ich jedoch dann eine Lebensmittelvergiftung bekomme und noch mehr Flüssigkeit und zu mir genommene Nahrung und gespeicherte Kalorien verliere, ist das eigentlich dumm.


    Zitat von Phoenixfighter

    Immer nur bis zu dem Punkt "das Tier ist gerettet". Ich habe ja jetzt schon mit einigen Leuten auch privat zu dem Thema geschrieben und immer geht es nur bis zu dem Punkt wo ich verzichte. Ich höre immer nur "Fleischverzicht ist gut" und die häufigste Antwort dazu war "weil es für dich gesundheitlich besser ist".

    Dann trollst du einfach oder liest nichts, was jemand anderes schreibt.


    Zitat von Phoenixfighter

    Bei Punkt 3 und 4 bin ich wirklich auf eure Antworten gespannt!

    Lol, nein, du liest ja sichtlich ohnehin nicht durch oder verstehst nicht, was man dir antwortet.

  • Dann trollst du einfach oder liest nichts, was jemand anderes schreibt.

    Ich habe die letzten 2 Seiten seitdem ich meinen ersten Beitrag geschrieben habe noch einmal durchgelesen. Nicht einmal im Ansatz wurde Punkt 3+4 angeschnitten und ich werde mit Sicherheit hier nicht alle Antworten seit 2009 durchwälzen. Indeed hat mir jetzt einen guten Beitrag auf meiner Pinnwand verfasst und mit dem kann man echt gut diskutieren und seine Meinung fand ich auch sehr gut. Wenigstens einer der ehrlich ist. Hier im Thread kommt aber echt nichts Produktives bei rum, immer wird nur auf der Kriegsaussage rumgeritten welche ich mehrmals schon als unwichtig hingestellt habe und die immer und immer wieder diskutiert wird obwohl es in keinster Weise das ist worüber ich hier diskutieren wollte (sondern über Punkt 3+4). Deshalb ist das nun auch meine letzte endgültige Antwort hier. Wer noch etwas möchte > Pinnwand. Danke :) .

  • Dann trollst du einfach oder liest nichts, was jemand anderes schreibt.

    Ich habe die letzten 2 Seiten seitdem ich meinen ersten Beitrag geschrieben habe noch einmal durchgelesen. Nicht einmal im Ansatz wurde Punkt 3+4 angeschnitten und ich werde mit Sicherheit hier nicht alle Antworten seit 2009 durchwälzen. Indeed hat mir jetzt einen guten Beitrag auf meiner Pinnwand verfasst und mit dem kann man echt gut diskutieren und seine Meinung fand ich auch sehr gut. Wenigstens einer der ehrlich ist. Hier im Thread kommt aber echt nichts Produktives bei rum, immer wird nur auf der Kriegsaussage rumgeritten welche ich mehrmals schon als unwichtig hingestellt habe und die immer und immer wieder diskutiert wird obwohl es in keinster Weise das ist worüber ich hier diskutieren wollte (sondern über Punkt 3+4). Deshalb ist das nun auch meine letzte endgültige Antwort hier. Wer noch etwas möchte > Pinnwand. Danke :) .

    Inwiefern sind denn andere "nicht ehrlich"?

    Ist schön, wenn es deine endgültige Antwort ist. Ist halt unsinnig zu behaupten, Indeed wäre ehrlich, was auch immer das in diesem Kontext bedeutet, und andere nicht lol.

  • Da wäre auch die Frage, ob man dem einen Riegel vorsetzen könnte und damit eine Regelung erschafft, bei der jeder, unanhängig vom Gehalt, eine bestimmte Menge an Tierprodukten, Kerosin-Ausstoß, Benzin (es sei denn, es steht dir kein Verkehrsmittel zur Verfügung) und Kauf von Klamotten, elektronischen Produkten, Obst aus Übersee und anderes zB. privat verbrauchen darf.

    Personalisierte Lebensmittelmarken? :unsure:


    Ansonsten nochmal zur erhöhten Mehrwertsteuer auf Fleisch: Die würde im Endeffekt rein garnichts bringen und schon garnicht würde sie an den Lebensbedingungen der Nutztiere irgendetwas ändern. Mir kann doch keiner erzählen, dass diese Mehreinnahmen in ihrer Höhe genau erfasst werden und dann irgendwie den Tieren zugute kommen. Wenn die Politik da etwas ändern will, dann sollen sie entsprechende Gesetze schaffen, der Preis vom Fleisch würde dadurch automatisch steigen. Aber gut, dann hätte man natürlich keine zusätzlichen Einnahmen, die man an anderer Stelle verpulvern kann...

  • Hier hat noch gar keiner auch nur eine Antwort gegeben was mit dem aus dem Verzicht resultierendem Leid passiert.

    Weil dein vermeintliches Leid halt nur vorgeschoben ist. Es basiert auf der (Fehl-)Annahme, die Berufsausübung sei alternativlos, ein Mensch, der X gearbeitet habe, können nichts anderes tun. Die armen Kutscher, die durch das Automobil arbeitslos wurden. Die vielen Kutschenbauer. So viele Jobs, die teils unwiederbringlich verloren waren.

    Aber Menschen sind nunmal fähig neue Berufe zu erlernen, wenn also Jobs in Tierzucht und Fleischverarbeitung wegfallen, dann werden die dort arbeitenden Menschen auch neue Berufe erlernen können und ausüben. Vor diesem Problem stehen und standen seit Jahrzehnten vor allem Menschen, die durch Automatisierung ihre Jobs verloren haben. Warum es also bei denen (mal mehr mal weniger gut) klappt, aber bei Menschen aus der Fleischproduktion und -verarbeitung unmöglich sein sollte, erschließt sich mir nicht.

    Das war übrigens auch meine Aussage bzgl Afrikanern auf Bananenplantagen: Wenn der eine Job wegfällt, gibt es dennoch irgendwas was man tun kann.

    So täuscht die Frage eigentlich nur einen falschen Kompromiss vor. Es gibt nicht den Kompromiss entweder Tierleid oder Leid Arbeitsloser, sondern es gibt Tierleid, das bekämpft werden muss und des gibt Leid der Menschen, das auch bekämpft werden muss. Mit Nichtstun werden wir jedenfalls kein Leid verringern.

    Personalisierte Lebensmittelmarken?

    Das klingt verdächtig nach Kommunismus und den will ja keiner.

  • Personalisierte Lebensmittelmarken?

    Das klingt verdächtig nach Kommunismus und den will ja keiner.

    Inwiefern? Ich meinte, dass es für alle eine Höchstgrenze an CO2-Ausstoß geben muss, an die sich bestenfalls jeder zu halten hat. Wie du deinen Lebensstil innerhalb dessen gestaltest und ob du nun täglich Fleisch oder dafür eine zusätzliche Flugreise priorisieren würdest, wäre innerhalb der Grenzen deine Sache.

  • Weil viele ja immer die Bauern in Schutz nehmen oder die weg fallenden Arbeitsplätze:


    Bei uns hier im Dorf ist es eher so, dass absolut Niemand mehr den Job als Fleischer annehmen möchte. Die suchen ständig nach neuen Leuten. Und bei Schlachtern sieht es ähnlich aus. Es mag vielleicht auch positive Berichte darüber geben, aber was ich bisher so gehört habe ist das mitunter einer der unbeliebtesten Jobs. Gerade durch die Massentierhaltung und den Konsumwahn sind viele der Bauern verschuldet. Selbst dort wissen die meisten Menschen gar nicht was da wirklich abgeht. Es ist sogar oft so, dass Menschen die vom Ausland kommen diesen Job erledigen müssen weil dazu sonst Niemand imstande ist. Und Alkohol spielt auch oft eine große Rolle.


    Wie gesagt: Jeder will seine Wurst und seinen Käse, aber Niemand will den Job erledigen.

    Zudem sind viele Bauern verschuldet und versuchen sich über Wasser zu halten.

    Schon schlimm genug, dass der Klimawandel voll in Gange ist, aber der Massenkonsum der heutzutage betrieben wird ist nur noch abartig.


    Nur (und jetzt wirds politisch) tut absolut Niemand etwas dafür. Die Politiker interessieren sich nur dafür wie sie noch mehr Geld eintreiben können. Oder woher glaubt ihr kommt z.B. der hohe Widerstand gegenüber dem Grundeinkommen? (Was auch gleichgesetzt ist mit der Gleichberechtigung und auch ohne dem "sogenannten selbst erarbeiteten Verdienst" wie es ja viele Politiker anpreisen ein gutes Leben führen zu können und undankbare Jobs anzunehmen). Das ist eine Kette die miteinander zusammenhängt. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt. Das Beste was wir tun können ist sich dem zu widersetzen.


    Als Veganer höre ich natürlich oft: "Ach, der hat doch Spaß an seinem Job als Schlachter. War doch schon immer so." Doch wir hier reden hier immer noch von einer kleinen Prozentzahl die kaum Auswirkung auf die Umwelt hat. Doch dem ist nun mal nicht so. Gerade die Schlachter die in einer Massentierhaltung arbeiten haben einen undankbaren Job. Unterbezahlt und mit niedrigen Standards. Da die Menschen jedoch weiter blind ihr Fleisch konsumieren wird sich daran auch nichts ändern. Ich glaube den wenigsten ist bewusst wie viel Macht sie doch mit ihrem Einkaufszettel ausüben können. Der Verzicht von billigen tierischen Lebensmitteln HILFT sogar den Bauern. Und wenn jeder gegen dieses System wäre dann würden auch nicht endlos viele Schweine/Kühe/Schafe/usw. gezüchtet werden die ja auch wieder jemand schlachten muss. Man würde also mit einem durchdachteren Konsum diesen Menschen eher helfen als ihnen zu schaden.

  • Inwiefern? Ich meinte, dass es für alle eine Höchstgrenze an CO2-Ausstoß geben muss, an die sich bestenfalls jeder zu halten hat. Wie du deinen Lebensstil innerhalb dessen gestaltest und ob du nun täglich Fleisch oder dafür eine zusätzliche Flugreise priorisieren würdest, wäre innerhalb der Grenzen deine Sache.

    Eigentlich war es eine ironische Anmerkung, allerdings kann man erahnen, was der Kapitalismus aus einem solchen System machen würde. Zunächst mal ist offensichtlich, dass es Berufe gibt, die um Flugreisen gar nicht herumkommen, Politiker und Diplomaten zum Beispiel. Jetzt kann man entweder staatlich steuern, wer wieviel bekommt und das nicht übertragbar machen. Das würden dann wohl zwangsläufig Menschen kommunistisch, planwirtschaflich nennen. Alternativ könnte der Ausstoß übertragbar sein, dann wird der Kapitalismus einen Handel damit eröffnen, bei dem am Ende die Reichen gewinnen. Der Film In Time deutet das recht gut an, dort ist es Lebenszeit, hier würde eben das Luxusgut CO2-Ausstoß immer dann veräußert werden, wenn man eben gerade Geld braucht. Wobei ich eingestehe, dass auch im Falle der Nichtübertragbarkeit die Menschen ihre Wege finden würden es doch zu tun.

  • Für die Fleischsucht der westlichen Welt brennt der Amazonas nieder. Wertvolle Fläche, die die Bauern für die Viehzucht nutzen will. Für Fleisch das uns verkauft wird.

    Erstens mal brennt nicht der "Amazonas", sondern der Amazonas-Regenwald und zweitens mal hat von uns niemand die Brandstifter beauftragt, weitere Feuer zu legen.
    Mach nicht immer alle anderen für die Dummheiten Einzelner verantwortlich.

  • Für die Fleischsucht der westlichen Welt brennt der Amazonas nieder. Wertvolle Fläche, die die Bauern für die Viehzucht nutzen will. Für Fleisch das uns verkauft wird.


    Leute Leute. Eure Sucht vernichtet das Ökosystem.

    Hört sich fast schon wie eine religiöse Predigt an xD . Weltuntergang incoming. Ich glaube ich sollte noch eine Wette abschließen was uns zuerst dahinrafft. Insektensterben, Klimawandel, Fleischsucht, Krieg, oder doch unsere Dummheit.


    Richtig müsste es heißen: Der Amazonas brennt wegen der Gier nach dessen Holz nieder. Der positive Nebeneffekt ist das man mehr Nutzfläche für Nutztiere hat.

  • wenn es wegen der Gier wegen dieses Holz, was bringt es dann, wenn man den Wald abfackelt. Das ist das Holz nix mehr wert.

    Nur noch Deluxasche verbleibt.

    vielleifht entstehen Flächen für die Solaranlangen, Tofufelder und Kaffeeplantagen. Immerhin gibt es genug arbeitslose Strassenkinder.


    Betrag beinhaltet sehr viel Fiesheit und Sarkasmus in Reinform