Beiträge von Slimsala

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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    Nine hatte die Zeit ihres Lebens beim Ausblenden ihrer Umwelt, als die Umwelt plötzlich auf sie zukam und ihr über den Kopf streichelte. Augenblicklich schwieg sie und sprang mit ihren grotesken Beinchen auf, nur um in das Gesicht eines weiteren Pokémons zu blicken – wobei das blaue Monster vor ihr etwas unter ihrer Augenhöhe lag, was zumindest ein Herabschauen ermöglichte, damit man ihr ihr wie verrückt rasendes Herz nicht sofort ansah. Das Pokémon sprach. Nine war sich nicht sicher ob das möglich war, aber normal war es bestimmt nicht. Wie versteinert stand sie da und ging im Kopf die Möglichkeiten durch, die sie nun hatte.

    Sie kam auf keine wirklich große Zahl an Optionen, weshalb sie wohl in den sauren Apfel beißen musste und tatsächlich mit dem Vogelpokémon vor ihr interagieren. Ihr grauste. Diese undurchschaubaren Knopfaugen und dieser für ihren Geschmack viel zu spitze Schnabel luden nicht unbedingt auf ein Gespräch ein. Nine verharrte noch einige Momente regungslos vor dem Plinfa und machte dann zur Sicherheit einen Schritt nach hinten, wobei sie mit ihrer … Hand? Pfote? Tatze, Flosse, ihrem Arm? auf ihr Gegenüber zeigte. „K-komm mir nicht zu nahe, oder ich…“, sie war sich nicht wirklich sicher, was sie tun würde, falls ihr das Plinfa doch zu nahe kommen würde – schließlich hätte sie das nicht einmal gewusst, wenn vor ihr ein Mensch gestanden hätte, „oder ich benutze diesen bizarren Körper, um irgendetwas … unangenehmes zu machen!“

    Verdammt, nein, ihr gehetztes Krächzen hatte es nicht ansatzweise geschafft, so etwas wie Entschlossenheit zu vermitteln. Aber um dem Pokémon vor ihr keine Chance auf Spott oder einen Angriff zu lassen legte sie mit einem „Und was bin ich überhaupt?“ nach. „Und was bist du, was ist das alles hier? Falls das Jenseits so aussieht, dann will ich zurück in mein beschissenes Leben.“


    OT: nicht viel aber dafür wenig
    Danke Yuna Chan für das Anspielen

    Irgendwo draußen, fernab von ihrer Realität, schlug es drei Uhr. Nine konnte nicht wirklich sagen ob es Morgen oder Nachmittag war, ihre Jalousien waren schon seit Wochen unten und Licht spendete höchstens der Computerbildschirm mit seinem künstlich-bläulichen Schein. Die staubige Lampe an der Decke hatte schon seit Ewigkeiten nicht mehr gebrannt und die Luft im düsteren Zimmer, zumindest das bisschen Luft, das zwischen dem Geruch ungelüfteter Bettwäsche noch vorhanden war, stand regelrecht. Mit Augen wie Untertassen starrte Nine in den Monitor und scrollte sich teilnahmslos durch ein Forum nach dem anderen, immer auf der Jagd nach verheißungsvollen Trends im Aufkommen. Nicht, dass sie auch nur einen einzelnen Fick auf irgendwelche Modetrends geben würde – aber bei der Menge an Geld, die Teenager für ausgefallene Kleidung aus dem Fenster zu werfen bereit waren war jeder ein Idiot, der nicht daraus Kapital schlug. Diantha tauchte auf ihrem Screen auf und Nine grinste sardonisch. Sie gab der Schachtel vielleicht noch ein Jahr, bevor sie endgültig in der Irrelevanz verschwinden würde – für welches Produkt auch immer sie aktuell ihr Gesicht verkaufte, auf dieses Gallopa würde Nine bestimmt nicht setzen. Sie nahm einen Schluck aus ihrer Wasserflasche und rieb sich die Augen, bevor sich das Mausrad weiterdrehte. Ahja. Irgendein gehypter, angeblich grandios psychedelischer Musiker der Stunde gab demnächst wohl ein Konzert in diesem dämlichen Battle Royale-Videospiel – wie auch immer das funktionieren sollte – und so wie Nine diese Ecke der Szene inzwischen kannte, würde er danach mit ziemlicher Sicherheit exklusiven Merch droppen. Sie kritzelte sich eine Notiz und klebte sie zu den anderen, unzähligen Notizen; sie durfte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, limitiertes, auf eine halbwüchsige Zielgruppe zugeschneidertes Merchandise war eine Goldgrube und Nine hatte nicht die geringste Scham, einen Kopfsprung hinein zu machen.

    Doch inzwischen war sie müde – vielleicht schlief sie heute sogar ohne Benzos. Gerade wollte sie sich in ihrem Bürostuhl mit Schwung vom Schreibtisch wegstoßen, als das nervtötende Geräusch einer weiteren Nachricht ihr Trommelfell penetrierte.


    Ob sie die Vergeltung x Orkans noch verkaufte.


    Natürlich verkaufte sie die noch, sie saß seit gefühlten Wochen (nicht, dass sie tatsächlich ein Zeitgefühl hätte) auf diesen dummen Schuhen und wurde sie nicht los, die Kartons neben ihrer blanken Matratze erinnerten sie unablässig an ihre größte Fehlinvestition seit langem. Ugh. Einerseits war Nine froh, dass sich nun endlich eine Chance aufgetan hatte, diesen Müll loszuwerden, andererseits war sie gerade wirklich nicht in der Stimmung, sich mit Leuten abzugeben, die unironisches Interesse an Vergeltung x Orkans zeigten. Nach ihrem Nickerchen würde sie zurückschreiben, schließlich war sie nirgendwo in der Position, eine Möglichkeit zum Verdienen auszuschlagen.

    Ausgelaugt rutschte sie in ihrem Stuhl vom ausgeschalteten Computer weg, rollte aber über den herumliegenden Haufen Abfall vom Kanto-Take Away, verlor dabei das Gleichgewicht und kippte nach hinten.

    Ja shit.
    Hilflos ins Leere greifend ruderte sie mit den Armen, hatte aber keinen Erfolg bei was auch immer sie gerade versuchte und fiel. Und fiel. Und fiel immer tiefer, während sie weit über sich ein immer kleiner werdendes, rundes Fenster in ihr Zimmer erkannte. Was zur Zerrwelt.

    -

    Eww. Einen solchen Schwächeanfall hatte sie schon lange nicht mehr miterlebt – vielleicht war eine ausgewogene Ernährung doch etwas, das sie irgendwann einmal ausprobieren sollte. Nine schlug die Augen auf und hätte sie am liebsten sofort wieder zugeschlagen, mit Gewalt. Nicht nur herrschte um sie herum eine Unordnung, die ihr gewaltig an die Substanz ging, nein, es war auch noch laut. Für weitere Eindrücke war ihr Blickfeld zu verschwommen. Nine wollte aufstehen – und konnte nicht. Augenblicklich beschleunigte sich ihr Atem und beinahe wäre ihr jegliche Vernunft abhandengekommen, als ihr einfiel, dass sie sich einfach auf den Bauch drehen und sich an irgendetwas hochziehen konnte. Aber irgendetwas stimmte nicht … sie hatte keine Finger mehr. Ihr Körper war unförmig und blau. Sie sah aus wie … ein Pokémon. Gerne hätte Nine nach einer Erklärung für dieses seltsame Erlebnis gesucht, aber da ihr Blickfeld noch immer nur Schemen preisgab und von allen Seiten Krach auf sie eindrang gab sie sich der Reizüberflutung hin und ließ sich von ihrem Schreikrampf ganz und gar mitreißen.


    OT: Seid lieb zu Kindwurm pls

    Name: Nine

    Alter: 20

    Geschlecht: weiblich

    Art: Mensch


    Eigenschaften: Es gibt viele schöne Wörter für all die Eigenheiten Nines, ein paar der treffendsten wären wohl Narzissmus, Apathie oder penible Rationalität. Ihr Umgang mit Menschen zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Unfähigkeit, auf andere Leute einzugehen, aus, aus der als logische Konsequenz Unwilligkeit entstanden ist. Mit Pokémon gibt sie sich überhaupt nicht ab. Nine ist komplett immun gegen Humor und wird schnell unruhig, wenn sie sich außerhalb ihrer Komfortzone zurechtfinden muss – wobei ihre Komfortzone ohnehin bedenklich klein ist – würde es aber niemals zugeben. Um nicht stündlich einen totalen Meltdown zu erleben hat sie sich eine Mauer aus Gleichgültigkeit, Zerlegung der Welt in ihre nachvollziehbaren Einzelteile und Selbstgefälligkeit errichtet, hinter deren Schutz sie die Ereignisse um sich herum beobachtet und beurteilt, immer, zu jeder Zeit. Theoretisch hätte Nine durchaus die Kompetenz, soziale Gefüge zu manipulieren, verzichtet aber aus Desinteresse und mangelnder Begeisterung für die Folgen darauf. Angst hat sie nur vor Pokémon und sich selbst.


    Sonstiges: Nine fürchtet sich vor Pokémon, egal vor welchen. Da sie ohnehin schon Probleme hat Menschen zu verstehen, stellen Pokémon ein unlösbares Enigma für sie dar, die mit ihrer Unberechenbarkeit nur Unwohlsein bis Panik in ihr auslösen.


    Ursprung: Schoß ihrer Mutter idk

    Bevor jetzt irgendwelche Clowns mit "Hä?" antworten entschärfe ich die Situation und sage nein


    Der User unter mir mag Früchte lieber als Gemüse

    Leider wahr


    Der User unter mir versucht stets sich so objektiv wie möglich zu betrachten und strebt danach, erkannte Mängel an sich selbst nach eigenem Ermessen zu korrigieren

    Soeben kam mir 🙀 zu Ohren 👂🏻

    Was Wenlok Holmes 🤠 verloren 🧐

    Ein korrekt' Gedicht ✔️

    Doch seh' 👀 ich es nicht 🙈

    Erklärt 🤔 euch, Moderatoren! 🤡