Beiträge von Jacqueline

    Ich muss ja sagen, dass mir Looney Toons nie wirklich zugesagt haben, was aber daran liegt, dass ich die immer schon zu altbacken gefunden habe. Wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Cartoons teils 60, 70 Jahre und mehr auf dem Buckel haben. Ich werde mich hüten, mich darüber zu echauffieren, dass man damals tiefer ins Repertoire rassistischer, sexistischer etc. Klischees gegriffen zu haben, was nicht heißt, man dürfe dies nicht kritisieren. Vieles war damals aus heutiger Sicht nicht cool, weshalb man auch davon absehen sollte, sich als Filmemacher:in heute ähnlicher Motive zu bedienen.


    Schwierig finde ich erst die Kommentare unter dem verlinkten Clip. "Poah, das war so gut, das war so toll, das war richtig geil in meiner Kindheit damals", aber tbh sollte es auch in deiner Kindheit bleiben, Herbert. Ein wenig Reflexion wäre nicht verkehrt. Früher war nicht alles besser. :rolleyes:


    Mal aber anderes Thema, denn da stehe ich echt auf dem Schlauch. In diesen Diskussionen höre ich zunehmend das Argument oder zumindest die Aussage:


    In Tom & Jerry wird im Endeffekt auch Gewalt in jeder Folge gezeigt


    Davon abgesehen, dass Tom & Jerry ebenfalls, wie du schon erwähnt hast, uralt sind: Was mache ich jetzt mit der Erkenntnis? Kommen im Privaten zu wenige Leute mit Gewalt in Berührung, sodass es deshalb nicht problematisch ist, weil es die reale Lebenswelt nicht tangiert? Glaube ich nicht. Es kommen jedes Jahr 100 Actionstreifen raus, die mal mehr mal weniger gehaltvoll sind, aber vor Gewalt triefen. Sind die alle zu surreal, um aufs echte Leben umgemünzt zu werden? 100 Kriegsfilme jedes Jahr. Krieg, YEAH! Seit wann war Krieg noch gleich cool? Ah ja, seit sich das Pentagon in Hollywood eingekauft hat. Und diese Filme sind in den seltensten Fällen Cartoons, also zieht da schon mal das ganze "das sind nur lustige gezeichnete Tiere" nicht.


    Ich glaube, ich habe selten einen widerlicheren Satz geschrieben, also haltet euch fest für das Proposal: Wär's demnach nicht okay, wenn irgendein absoluter Widerling in einem absolut widerlichen Film auf absolut widerliche Art und Weise möglichst viele Frauen (oder andere Personen) abschleppt? Gewalt ist nicht cool, sexuelle Belästigung, Nötigung und straight-up Vergewaltigung sind nicht cool - passt doch zusammen, hm? ...passieren solche Darstellungen heutzutage noch? Ich freue mich da über Filmempfehlungen, damit ich weiß, was ich mir niemals mit vollem Magen angucken will.


    Sieht für mich aktuell so aus, als gäbe es noch weitaus mehr problematische Darstellungen in den Medien, die die breite Masse aber nicht tangieren, weshalb auch nichts dagegen unternommen wird. Denn solange man kein negatives Echo fürchten muss und die Kinokassen gefüllt werden, ist doch alles gucci.

    Wenn die Person als Sex Offender bekannt ist, dann hat das natürlich einen ekelhaften Beigeschmack und wird doch ohnehin näher untersucht und ggf. strafrechtlich verfolgt werden. Ich mein, das ist fucking Murica. Da wirst du eh schon angezeigt, wenn du im eigenen Garten mal nackt rumstehst, also mach ich mir mal keine Sorge, dass da nicht irgendeine juristische Instanz drüberschauen wird. Davon abgesehen aber halt das, was Bastet sagt. Wäre die trans Frau nicht vorgestraft, gäbe es keinen Grund anzunehmen, dass sie eine Gefahr für irgendwen wäre, wenn sie an einem Ort, an dem Nudity erlaubt ist, eben nackt rumsitzt. Die "Denkt doch an die Kinder"-Fraktion sollte doch das Mutter-Vater-Kind-Prinzip auch weitestgehend verinnerlicht haben, dass die Sichtung von Schwümmeln zur Normalität zählen sollte. :unsure:


    Wenn in dem Video schon wieder irgendeine Karen zu hören ist, die wiederholt "A MAN WITH A PENIS" rumschreit, ist das nicht kontrovers, sondern gibt einem deutlich zu verstehen, was die Verbreiter des Videos zu erreichen versuchen. Ich bezweifle mal, dass sie die Strafakte der beschuldigten Person eingesehen hat.

    Endlich kann man sich wieder darüber echauffieren, was die anderen doch für hyperkapitalistische Volksverhetzer sind und das auch noch mit nichtssagenden Prozentwerten unterlegen!



    OK, zugegeben, es lassen sich Trends erkennen, aber gerade bei vielen Kleinparteien ist's doch eh so, dass diese 1-2 Punkte haben, die ihnen besonders wichtig sind, während man in den anderen Punkten einfach die Meinung des eigenen politischen Milieus reproduziert. Ist jetzt nicht wirklich verwunderlich, weil die Parteimitglieder bestimmt auch irgendwas gewählt haben, bis sie sich von "ihrer" Partei nicht mehr ausreichend genug vertreten gefühlt haben oder bis sie selbst - abseits von festgefahrenen Parteistrukturen - politisch aktiv werden wollten. Von der Urbanen, bei denen ich die meisten Prozente abgeräumt hab, erwarte ich jetzt auch nicht viel mehr, als dass sie sich gegen Rassismus einsetzen, weil das a) in der Kurzbeschreibung beim Wahlomat steht und b) in ihrem eigenen Wahlwerbevideo so kommuniziert wird, dass der Kampf gegen Rassismus an erster Stelle steht. Find ich das gut? Sicher find ich's nicht schlecht, aber da ich weiß bin und so gut wie alle meine Freunde auch, hab ich - so böse das auch klingen mag - wenig Berührungspunkte damit. Und das Thema wird von diversen anderen linken Parteien genauso angesprochen, also mache ich mir dahingehend keine aktiven Sorgen, dass durch das Problem des fortbestehenden Rassismus so wenig getan wird, als dass es mit [generischer linker Partei] härter klatschen wird als mit der Urbanen, wenn sämtliche Minderheiten in Deutschland irgendwann keine Lust mehr haben. Gar nichts gegen Rassismus zu tun oder vielleicht sogar aktiv rassistisch zu sein (und das gut zu heißen), wäre natürlich ein K.O.-Kriterium, aber das filtert auch nur die fortgeschritten rechten Parteien raus, die aus diversen anderen Gründen schon nicht in Frage gekommen wären.

    Wo wir schon von K.O.-Kriterien reden: Einzelne besonders schwierige Persönlichkeiten™ innerhalb einer Partei würde ich gerade bei einer größeren Partei, die sich schon längere Zeit im Bundestag befindet, als akzeptabel betrachten. Schwierig wird's nur, wenn diese dann auch den Spitzenplatz auf ihren Listen belegen und man davon ausgehen muss, dass diese Personen dann richtungsweisen oder vielleicht sogar Vizekanzler:in werden. In so einem Fall schieb ich meine Stimme dann doch lieber die 5 cm weiter zur nächsten linksgrünversifften Partei meines Nicht-Nicht-Vertrauens.


    Davon abgesehen muss es mir leider egal sein, welches Ergebnis ich habe, weil ich, nur weil ich in Deutschland wohne, noch lange kein Wahlrecht habe. :upsidedown:

    Hier wird die individuelle Entscheidungsfreiheit eingeschränkt.

    Letztlich schränken dich auch reguläre Gesetze in deiner individuellen Entscheidungsfreiheit ein. Du konntest auch vor Corona nicht beschließen, heute 2 kg Cannabis für den Eigenbedarf zu bunkern, ohne Konsequenzen erwarten zu müssen. Wir konnten uns die letzten 1,5 Jahre über auch nur zwischen "ich zieh das Ding jetzt an oder bleibe zu Hause" entscheiden. Solange der Ausnahmezustand (oder was jetzt der offizielle Begriff dafür ist) beibehalten wird, sind Einschränkungen angebracht. Meines Erachtens nach sind das nur nicht die, welche für den Herbst angekündigt wurden, aber was letztlich umgesetzt wird, sehen wir dann ja nach den Wahlen. :upsidedown:

    Ich hätt natürlich noch weiter ausholen und direkt anfangen können mit "sobald durch etwaige, nicht näher definierte Umstände, welche von der eigens kommunizierten Geschlechteridentität bis hin zu natürlich oder konstruiert phänotypischen Merkmalen, welche aufgrund diverser Umstände, die allesamt auf dem Spektrum zwischen genetischer Veranlagung und gesellschaftlicher Prägung liegen, dem weiblichen Ideal zugeordnet werden, reichen, die Impression besteht, es handle sich beim Individuum, dessen Identität angezweifelt wird, um ein potenzielles Sexualobjekt, welches aufgrund der perzipierten Geschlechtsidentität konträr zum Geschlecht des Betrachters steht, ist von Heterosexualität zu sprechen". Da hier aber explizit nach etwas Leichtverdaulichem gefragt wurde, hab ich's natürlich soweit runtergebrochen, dass die Feinheiten dieses Diskurses zwangsläufig auf der Strecke bleiben mussten.

    Außerdem, viele Transfrauen z.B. haben ein relativ maskulines Erscheinungsbild und eine dunkle Stimme.

    Genau da wird's nämlich problematisch. Wenn man eher auf Tomboys steht oder gar cis Frauen mit breitem Kiefer, kurzen Haaren, wenig Brust, dann wird man dadurch als Mann halt auch nicht schwul. Im Umkehrschluss könnte man jetzt natürlich argumentieren, dass man aber auch nicht hetero wird, wenn die trans Frauen, die in den Augen einiger/vieler ja MÄNNER sind, besonders feminin aussehen. Letztlich läuft es darauf hinaus, dass die Gesellschaft™ (oder zumindest eine größere Personengruppe) sich ab irgendeinem Punkt drauf einlassen kann, dass trans Person X jetzt nicht mehr dem bei der Geburt zugeteilten sondern dem selbst gefühlten Geschlecht zugehörig ist (Stichwort "Passing"). Dieser Punkt ist halt nicht genau definiert und fängt bei einigen beim Sich-als-Geschlecht-X-Identifizieren an und bei anderen erst, wenn man es ohne Blick auf die Geburtsurkunde keinen Grund zur Annahme gibt, dass bei der Geburt ein anderes als das gelebte Geschlecht zugewiesen wurde. Man könnte sich darauf einigen, dass ab genau diesem Zeitpunkt Sex mit der trans Frau nicht mehr schwul ist, aber eigentlich wirkt es ziemlich lächerlich, dass man seine eigene Sexualität von der Meinung anderer Personen abhängig macht. Then again hat das eigene Label aber auch kein Gewicht, wenn es nicht von irgendwem anerkannt wird. Vor 10 Jahren wären wohl noch deutlich weniger Leute von der Idee angetan gewesen, dass es straight sei, als Mann eine trans Frau zu daten. Ich erinnere mich da flüchtig an irgendne TV-Reportage, wo sich eine Frau als Heterolesbe bezeichnet hat, weil sie mit 'ner trans Frau zusammen war. Schwierig.

    Klingt ziemlich kompliziert.

    Ich glaube, ich muss mir das mehrfach durchlesen, um geht zu verstehen, was eigen gemeint ist.

    Denn auf Anhieb kann ich dir nicht folgen.

    Vin kein Freund komplexer Strukturen, die verwirren.

    Die stark vereinfachte Version: Du stehst auf das, was du mit den Sinnen wahrnehmen kannst. Sieht es aus wie eine Frau? Riecht es wie eine Frau? Klingt es wie eine Frau? Dann wird's wohl eine Frau sein. Wenn du als Mann auf genau das stehst, dann bist du heterosexuell.

    Wenn also jemand, der mit männlichem Körper geboren wurde, diesen Körper durch Operationen/Hormontherapie/Stimm-/Verhaltenstraining dem anpasst, was wir als "weiblich" verstehen, dann ist es nur natürlich, dass man sich da auch als heterosexueller Mann angezogen fühlen kann.


    Das geht in der Praxis natürlich noch weiter, weil Menschen normalerweise nicht alles angraben, was dem bevorzugten Geschlecht entspricht, aber ist einmal ein Anfang.

    Kaiserfaust


    Abhängig davon, was du dir genau vornimmst, wäre meine Vermutung: Jaein.

    Airbnb, sagtest du, wäre nichts für dich. Da gibt's zwar auch die Möglichkeit, ganze Appartments von Privatpersonen zu widmen, was je nach Gegend natürlich auch mit unterschiedlichen Kosten und unterschiedlichen Reisezeiten verbunden sein kann. Die seriöseren Angebote beginnen da bei 40 € pro Nacht für eine kleine Mietwohnung, wo man sich natürlich selbst um seinen Kram, d.h. Verpflegung, kümmern muss. Wären bei 7 Tagen schon rund 300 € nur für die Unterkunft.

    Bei Hotels sieht es nochmal deutlich schlimmer aus. Kleiner Trivago-Check (ja, die Werbung lügt nicht unbedingt, man kann da schnell gute und günstige Hotels finden) gibt mir an, dass man ab 60 € pro Nacht in den Städten Bern und Zürich eine Bleibe findet. Sieht in Käffern, wie Appenzell, jetzt nicht günstiger aus, also gehen schon mal über 400 € nur für die Nächtigungen raus, wenn man's auf diesem Weg machen würde.


    Heißt, wir haben 100 bis 200 € übrig für öffentliche Verkehrsmittel, Essen und ggf. anfallenden Kleinkram. Wenn du "in die Natur" willst, wirst du auf öffentlichen Verkehr angewiesen sein, was meiner Meinung nach auch das größte Problem darstellt: Wenn du in die Natur willst, bist du mit öffentlichen Verkehrsmitteln normalerweise aufgeschmissen. Scheint in der Schweiz nicht ganz so schlimm zu sein, weil du in kleinere Käffer, die so 1-2 Stunden abseits der größeren Städte sind, schon für etwa. 10 € kommst, aber dann willst du ja nochmal zurück. 20 € pro Tag also, sagen wir 5-mal, weil du vllt auch selbst Bock auf deine Stadt hast und dann dort bleibst, sind 100 €. Somit ist das Geld aufgebraucht, wenn du in Hotels nächtigen willst, und es wären 100 € übrig, wenn du dir ein Airbnb nimmst. Wenn du die Flugtickets in die 500 € eingeplant hast, dann sind wir jetzt fertig und haben kein zufriedenstellendes Ergebnis erhalten.


    Andernfalls hast du 100 € für Verpflegung. In der Schweiz kostet ein Döner irgendwie 10 €, also kann sich gerade noch irgendwie ausgehen, aber komm gar nicht erst auf die Idee, dich in irgendein Restaurant setzen zu wollen.



    Unterm Strich würd ich's persönlich nicht machen, erst recht, weil du sagtest, dass du dich nicht hetzen lassen willst. Ich selbst würd mich in 'nen geliehenen Kleinbus schmeißen, da hinten drin im Schlafsack pennen und dann morgens hinaus in die Alpen treten und glücklich sein. Ich bin, was das angeht, aber auch sehr genügsam.

    Die Idee Anfangs, mit dem Lockdown war garnicht Mal dumm. Im Gegenteil, sie war sogar sehr gut. Allerdings wurde sie einfach schlampig umgesetzt.

    Wenn sich jeder Mensch, egal ob Krank, Infiziert oder nicht, sich daran gehalten hätte, sich die 21 Tage (oder länger) zu isolieren dann wäre man durchaus schneller da raus gekommen (da man dadurch das Virus, quasie ausgerottet hätte) Aber nein, die Regierung ist unfähig, stattdessen wurde mit Kalkül und einer gewissen inkompetenz das ganze sogar noch verschlimmert.

    Ich sehe jetzt nicht, wie es Kalkül ist, dass Menschen sich einfach von sich aus danebenbenehmen, sei es durch Leichtsinn, Egoismus, Unwissenheit oder etwas anderes. Davon abgesehen gebe ich dir Recht, dass der komplette Kurs seit letztem Herbst von Willkür, Aktivismus und Selbstdarstellung (#söder) gezeichnet war, aber selbst mit dem totalen Lockdown kommt man aus der Pandemie nicht raus. Systemrelevanz existiert - das Virus ist zu infektiös, um von der Sparflamme komplett gegrillt zu werden. Australien hatte das Virus im Winter komplett ausgerottet gehabt, und siehe da: Es ist wieder da. Dänemark hat das Land zwischenzeitlich nach außen so gut wie abgeriegelt und kämpft trotzdem durchgehend mit mittleren bis hohen Zahlen. Und ja, dort beginnt das Kalkül, denn wir lassen Leute aktuell in diverse Länder fliegen und unbedacht Urlaub machen. Dieses Jahr genauso wie letztes Jahr, als wüsste man es nicht besser. Und es ist ja auch nicht wirklich verwunderlich. Falls ihr's nicht mitgekriegt hab: Im September sind Wahlen. Natürlich will sich jetzt eine gewisse Partei als großer Freiheitsbringer darstellen, der gleichzeitig noch hart und eisern durchgreifen kann, wenn's erforderlich ist. Ich bin ja gespannt, ob die Maßnahmen wirklich so kommen, wie sie aktuell angekündigt werden. Bis die greifen sollen, ist die Wahl ja bereits unter Dach und Fach...

    Die Impfstoff Thematik ist genauso lächerlich, denn jeder der sich impfen lässt bekommt quasie "instant" eine "ich darf wieder alles"-haltung. Dabei ist der Impfstoff nichts weiter als ein Geschäft als eine Hilfe. Geimpfte stehen genauso unter einem Infizierungs Risiko wie ungeimpfte.

    Ach ja? Interessant dann, dass die meisten Geimpften, die ich persönlich kenne, sich weiterhin an Hygienekonzepte halten und auch von Festivalbesuchen, Massentourismus und Nachtgastronomie keinen gebrauch machen, obwohl die daran definitiv Interesse hätten. Es stimmt, dass es solche gibt, die jetzt wieder ohne Maske in den Laden zu kommen versuchen, weil "sie sind ja geimpft", aber da hält es sich eben die Waage.

    Früher bedeutete Impfstoff noch das man immun ist bzw dem Immunsystem zeigt sich zu Immunisieren.

    Äh, nein.

    Ich bin Weißgott kein Impfgegner, Querdenker oder Verschwörungstheoretiker aber ich bin nicht bereit mich von einem "Impfstoff" pieksen zu lassen, das in meinen Augen einfach übereilt entstanden ist.

    Natürlich ist es möglich das Durchbrüche in der Medizin schnell Geschehen können, doch es ist schon interessant das man binnen weniger Monate vom ersten Stadium bis zur Volksanwendung, ein Präparat gegen sars-covid2 gefunden / entwickelt hat, aber es bis heute (nach bald 20 Jahren) noch immer keins gegen sars-covid1 gefunden haben will... Und beide Coronaviren gehören dem selben Stamm und dem selben Genom an. Trotzdem wirkt der "Impfstoff" nicht dagegen


    Auch sehe ich die Verwendung am Volk zu übereilt an. Der Weg eines solchen Präparates ist normalerweise lang und steinig, wodurch es mehrere Phasen der

    Man ist's an dieser Stelle einfach leid, zum wiederholten Mal zu erklären, wieso es eben möglich ist, einen jahrelangen, in erster Linie bürokratischen Ablauf massiv zu beschleunigen, wenn das verfügbare Personal einzig und allein für diese eine Aufgabe abgestellt wird. Sars-CoV 1 hat in seiner eigenen kleinen Pandemie 774 Todesopfer gefordert. Die Pandemie wurde nach einem halben Jahr für beendet erklärt. Dass das Interesse bzw. die verwendeten Finanzmittel (denn - willkommen in unserer kapitalistischen Welt - es geht immer ums Geld) da deutlich geringer ausfällt, ist nicht weiter verwunderlich.

    Es wird getestet wie das Präparat im Körper wirkt, wie es aufgenommen wird und ob es den gewünschten Effekt erzielt. Doch hier wurde einfach viel zu früh zugelassen und man wusste noch nichts über Spät- bzw Langzeitfolgen.

    Spät- und Langzeitfolgen sind halt jene Folgen, die noch lange nach der Impfung wirken, also solche, wo in der Regel eine Autoimmunreaktion ausgelöst wurde. Bekanntes Beispiel ist Narkolepsie durch die Schweinegrippeimpfung, was man allerdings bereits nach einem Jahr wusste, obwohl das Zeug nicht im Ansatz so oft verimpft wurde wie sämtliche Corona-Impfstoffe. Gäbe es vergleichbare Langzeitfolgen bei den gängigen CoVid-Impfstoffen, wüsste man das bei dem enormen Monitoring, das betrieben wird, nach 8 Monate wohl langsam mal.

    Warum doppelt gefährdet? Ganz einfach zum einen durch den Leichtsinn zu glauben man sei immun und man könne nun auf Hygiene verzichten. Zum anderen wegen der reelle Chance das dass Präparat Nebenwirkungen hervorrufen kann die schlimmer sind als die Symptomatik des eigentlichen Erregers. Das hatte AstraZenica ja Recht früh "bewiesen" haben.

    Nur dass mittlerweile ausreichend darüber berichtet wurde, dass der Impfstoff NICHT immun macht, sondern nur das Risiko verhindert. Allerdings habe ich den Eindruck, dass in der breiten Bevölkerung nicht ankommt, dass die Nebenwirkungen der Impfstoffe auch bei einer regulären CoVid-Infektion auftreten können. Dein Risiko, wegen Corona an einer Hirnvenenthrombose zu erkranken, ist um den Faktor 100 erhöht im Vergleich zum gesellschaftlichen Durchschnitt. AstraZeneca hat kein Monopol auf diese Art von Nebenwirkung.

    Ja sars-covid2 ist eine Pandemie, es betrifft die ganze Welt, aber dennoch...wenn man sich die Zahlen ansieht ist es, vom Statistisch Standpunkt ausgesehen weitaus harmloser als das Yersinia pestis Bakterium das 1346-1353 ein Drittel der Weltbevölkerung dahinraffte (ca 25mio). Warum? Wegen mangelnder Hygiene und der schwachen Immunabwehr der Menschen damals.

    Ich frag gar nicht erst, was das in dieser Diskussion verloren hat...

    Hab jetzt erst bemerkt, was das für ein 3D-Schach-Move war, den die da gestern verabschiedet haben.


    Ich meine, es gilt ja, dass die Inzidenz ab 35 nur jene vom öffentlichen Leben ausschließen soll, die die 3G-Regel nicht erfüllen. Das heißt auf Deutsch: Ungeimpfte. Geimpfte und Genese dürfen machen, was sie wollen, und das ohne Test. Die restliche Bevölkerung, voraussichtlich 30 % Ungeimpfte, müssen dann eben testen und das kostenpflichtig. Soweit sind wir ja alle auf dem gleichen Stand.


    Jetzt wird's aber erst so richtig witzig: Wenn eh jeder alles darf außer den Ungeimpften, dann sind es primär Ungeimpfte, die sich testen müssen, und eben auch die meisten, die als asymptomatisch unter den Tisch gefallen wären. Vielleicht gibt's unter den Geimpften ja genauso viele oder noch mehr asymptomatische, aber infektiöse Fälle, aber wenn keiner auf die achtet, tragen die offiziell auch nicht zur Inzidenz bei (was witzigerweise auch noch das oftmals bei Impfgegnern verwendete Narrativ "die Zahlen sind so hoch, weil so viel getestet wird" aufgreift). Es sind jetzt also die Ungeimpften, die die Inzidenz hochtreiben, die dafür sorgt, dass sie selbst nichts dürfen.


    Wer sich jetzt impfen lässt, wechselt nicht nur ins Winning Team, sondern sorgt gleichzeitig dafür, dass sämtliche Impfgegnergefährten sich vielleicht nicht impfen müssen, weil wenn man selbst zu einer niedrigeren Ungeimpftenquote beiträgt, dann gibt's auch weniger Leute, die man ohne Verdacht auf CoVid testen würde. Da wird man ganz schnell zum Märtyrer. :sekt:


    Oder anders: Ungeimpfte feinden sich gegenseitig an, weil ja SIE es sind, die zu der Inzidenz beigetragen haben. Sie selbst waren ja die ganze Zeit über vorsichtig und können sich jetzt darüber echauffieren, dass andere Ungeimpfte es sind, wegen denen sie jetzt zu leiden haben. Mit solchen Leuten will man doch nichts zu tun haben, weshalb man kurzerhand einfach die Seiten wechselt.



    ...OK, ich glaub, ich overthinke das Ganze schon wieder ein bisschen, mal ganz davon abgesehen, dass es "die Impfgegner™" nicht gibt. In der Praxis wird's eher auf "uff, was hat die Regierung da für 'ne bodenlose Frechheit verabschiedet" (Meinung ist ja nicht unbegründet) hinauslaufen, während der Ungeimpftenstatus beibehalten wird, bis a) die Revolte kommt b) die Maßnahmen einfach so gelockert werden oder c) der Leidensdruck zu groß wird, wobei das bei den aktuellen Maßnahmen ein schleichender Prozess sein wird. Ich krieg aber selbst schon mit, wie Leute jetzt spüren, dass ihnen die Pistole auf die Brust gesetzt wird. Führt dann aber auch nicht dazu, dass sich die eigene Meinung zur Spritze mittelfristig ändert.

    Die dumm sind, gehen auf Demos und dS ohne die Hygieneregeln und sind zumeist weder getestet, geimpft oder genesen.

    Gerade in der 1. und 2. Welle war das grob fahrlässig und in Anbetracht der "solidarischen Beschränkungen" auch ziemlich - ja, wenn man's so nennen will - dumm. Aber abhängig davon, was heute beschlossen wird, seh ich schon die Besuchszahlen solcher Demos steigen. Und dann nicht mal unbedingt deshalb, weil die Leute gegen DIE DA OBEN™ wettern wollen, sondern weil sie wissen, dass das ein Ort mit sehr wenigen Geimpften und keinen Hygienemaßnahmen ist. Wer also noch schnell einen Genesenen-Nachweis besorgen will, bevor Tests zahlungspflichtig werden, geht dann eben - fingers crossed - auf solche Events (die sind im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen nämlich auch noch gratis).

    Da geschlechtsspezifische Ränge das Problem mit sich führen, nicht-binäre Personen nur mitzumeinen statt explizit anzusprechen, seh ich ja ein, wieso man sich dazu entschieden hat, ein wenig Neutralität zu schaffen. Aber at that point haben meine Vorposter:innen ja eigentlich bereits alles gesagt. Meine Vorschläge wären nun also:


    a) Neutrale Ränge werden optional.

    Wer sich gestört fühlt, der könnte sich dann über die Einstellungen statt Ass-Trainer überall Pokémon-Ass anzeigen lassen. Hat halt den Nachteil, dass man potenziell aneinander vorbeiredet, sollten Leute aus irgendeinem Grund über die Titel von Personen sprechen wollen.


    b) wir überlegen uns was Besseres


    Mein Vorschlag dafür wäre einfach, dass wir alles streichen, was potenziell weird klingt, also das Rotmarkierte hier (meine Meinung jedenfalls):

    und das ganz generisch durch "hat X Orden" ersetzen, wodurch man ganz billig 8 Titel geschaffen hat. Sieht dann so aus, nur vllt mit 'nem Kanto-Orden statt dem Pokéball:



    Wenn man will, kann man auch die anderen personenbezogenen Titel durch Achievements ersetzen, also "bezwang den Vertania-Wald" oder "brachte Giovanni zu Fall" und so Späßchen.

    Naja, also als Nächstes werd ich mir mit Freund*innen wohl wieder ein Ferienhaus in Östereich oder vll. einem Nachbarland mieten. Ich liebe es, wenn man mal kurz aus dem Alltag rauskommt, aber auch nicht in diesem typischen Reisestress ist aka von 7-11 Frühstück, andere Leute am Pool etc. und in der derzeitigen Zeit will ich mir in meinem Urlaub auch keine Gedanken um Corona machen.

    Werde auch nie verstehen, wie man sich selbst mit Strandliegenreservierung per Handtuch um 4 Uhr morgens geißeln kann und das Ganze dann noch als erholsamen Urlaub wahrnimmt. So früh steht man nicht mal für seine 9-to-5-Maloche auf, lol.


    Ich meine, ich war selbst als Kind in genau solchen Urlauben, weil die deutsche/österreichische, "einfache" Mittelschicht wohl genau diese Vorstellung von Urlaub im Kopf hat, vor allem die Boomer, die Flugreisen per se als richtiges Luxusding kennengelernt haben, weil's in der eigenen Kindheit bestenfalls nach Italien ging (man merkt, wie verwöhnt man ist, wenn man das schon lowkey schlechtredet). Die Urlaube waren auch nicht unbedingt schlecht, weil es gerade als Kind immer so ein "OMG, OMG, FLUGZEUG, WIE KRASS IST DAS DENN?!"-Gefühl war und ich mich daran erinnern kann, wie ich bereits 1-2 Monate im Voraus angefangen habe, die Stundenzahl (oder sogar die Minutenzahl, lol) bis zum Reiseantritt ausgerechnet habe. Hab dafür natürlich auch die passenden "wtf ist falsch mit dir, Kind"-Blicke meiner Ma geerntet. :saint:


    Tja, und dann liegt man da am Strand vor seinem Massenhotel, das irgendwo zwischen Halbpension und All Inclusive liegt, baut seine Sandburg, lässt die Eltern vom Strandverkäufer Bomboloni kaufen, plantscht im salzigen Wasser und krächzt rum, wenn man ebendieses verschluckt. Solche Reisen haben wir nach Zakynthos (Griechenland), Hammamet und Mahdia (Tunesien) sowie nach Hurghada (Ägypten) unternommen. Das Highlight war aber meist, wenn man andere Almankids gefunden und sich mit denen angefreundet hat, wobei ich mich noch gut dran erinnern kann, wie ich's mit 10 hingekriegt hab, diese Urlaubsfreundschaft durch ein Missverständnis krass zu zerstören. Dabei hab ich mich noch so cool gefühlt, als ich "Ab jetzt heißt es jeder gegen jeden" announced hab. Dabei meinte ich doch nur, dass wir bei unseren Poolkämpfen aufhören sollen zu teamen. 15 Jahre her und es verfolgt mich immer noch. :(


    Das waren zumindest mal die positiven Erinnerungen, die man so mit 7-12 gemacht hat. Hat sich immer cool angefühlt, weil man einfach so weit weg war und dann Fanta in Geschmacksrichtungen trinken konnte, die's daheim nicht gab. :^) Manchmal denk ich mir, dass ich mir 'ne Klimaanlage zulegen will, einfach nur, damit ich dieses Feeling dieser Hotelzimmer nochmal erleben kann. Then again könnt ich genauso gut einfach nochmal hinfliegen. CO2-Bilanz weint so oder so.


    Als ich dann älter wurde, merkte ich aber, dass ich eigentlich keine Lust drauf hab, zwei Woche den ganzen Tag am Strand zu liegen und...ja, nichts zu tun, lol. Denn das war's die meiste Zeit über auch. Man lag auf der Liege, mal im Schatten, mal in der Sonne, hat vielleicht mal ein Buch gelesen, weil das Display vom NDS nicht hell genug war, um bei den Lichtverhältnissen zocken zu können. Vielleicht hat man noch Musik mit Kopfhörern gehört und ist dann über den Tag verteilt 2-3-mal für 'ne halbe Stunde im Wasser gewesen, bis die Eltern keine Lust mehr hatten. Und allein hat's irgendwie auch nicht sonderlich gebockt. Es hatte 45 °C um 9 Uhr morgens, also konnte man ohnehin nicht wirklich länger im Wasser bleiben, ohne als Pellkartoffel zu enden. Noch so'n Ding, das bei heutiger Betrachtung solche Urlaube im Süden deutlich unattraktiver macht. Und es wird nur heißer und heißer...man will eigentlich nur nachts raus, weil's dann erträglich ist, aber dann wacht man ja zu spät fürs Frühstück auf, wie schrecklich. :upsidedown: Auch toll war ja, dass wir nach dem einen Mal Nächtigung-Frühstück immer nur All Inclusive gebucht hatten, aber dann nie zu Mittag gegessen haben. Stattdessen haben wir uns trockenen Kuchen vom Frühstück mit an den Strand genommen. Angebot gut ausgenutzt.


    Da ich im letzten dieser Urlaube dann irgendwann nur noch im klimatisierten Zimmer gelegen und Pro7 geguckt hab, hat dann - neben dem Umstand, dass ich zu alt für Kinderrabatt war und wir uns zwei Erwachsene nicht mehr leisten konnten - dazu geführt, dass es der letzte Familienurlaub wurde. Sollte ich aus Nostalgieverliebtheit nochmal auf die Idee kommen, mich in den Massentourismus einzugliedern, dann vielleicht in die Karibik oder nochmal in ein Hotel aus Kindertagen. Letzteres dann aber maximal 'ne Woche und vermutlich mit All Inclusive+ und den halben Tag besoffen am Strand liegen, weil man muss das Klischee doch bedienen. Lieber dann aber doch in ein Airbnb auf Okinawa, was man vielleicht auch einfach mit einem längeren Japan-Trip verbindet.

    Also nur um das anzuschneiden, Japan hat eine ähnliche Art von Vorurteil und dort war die Abschaffung tatsächlich die Lösung.

    Statt dass der Name Kevin mit Disziplinproblemen zu tun hatte, ist es dort so, dass schwarze Haare intelligenter erscheinen, weshalb manche Schulen vorgeben, dass man nur am Schulleben teilnehmen darf, wenn man sich die Haare färbt. Andernfalls rausschmiss.

    Wenn man das Beispiel aber auf den Kevinismus überträgt, was du hier tust, wäre die Abschaffung in diesem Sinne, dass man Kinder nicht Kevin nennen dürfte. Das bekämpft ein Symptom und nicht die Wurzel des Problems. Hier ist es ja sogar so, dass die benachteiligte Gruppe, d.h. Leute ohne schwarze Haare, dazu gezwungen wird, sich dem gesellschaftlichen Stigma zu unterwerfen, d.h. analog müsste man sagen "wenn Schwarze nicht diskriminiert werden wollen, dann sollen sie halt nicht schwarz sein". Wäre doch auch absurd, ganz unabhängig davon, ob das möglich ist oder nicht. Ganz davon zu schweigen, dass sowohl der Name Kevin wie auch schwarze Haare etc. erst durch gesellschaftliche Konnotation irgendwie negativ bzw. positiv aufgeladen werden.



    Aber hier stellt sich die Frage: Wie sehr muss etwas "gesellschaftlich aufgeladen" werden, um wirklich problematisch genug zu sein, um über umfassende Verbote nachzudenken? Ich beziehe mich hier nicht konkret auf das Beispiel mit dem Schwarzfahren, weil hier nie von einem Verbot des Wortes die Rede war, aber: Wie viele schlechte Schwarzfahrer-Witze sind denn nötig, um dem "latenten Rassisten" denn diese Brise aus den Segeln zu müssen? Wie zielführend kann das sein? Die wahrlich Rechten haben es ja mit dem Dog Whistling schon oft genug gezeigt, dass man auch ohne augenscheinlich problematischen Jargon sehr wohl sehr problematische Inhalte kommunizieren kann. Man stelle sich ein fiktives Szenario davor, Kai und Uwe sitzen in der Bahn, ein dunkelhäutiger Herr spaziert herein. Statt "uff, schon wieder so ein N-Wort" hört man ein "ach, Kakao ist heute wieder im Angebot". Worte, die nicht an den gerade Zugestiegenen gerichtet sind, sondern Kai und Uwe sich gegenseitig zuwerfen. Die Aussage ist genauso rassistisch gemeint, nur klingt sie für Marie, die zufällig in Hörweite daneben sitzt, nicht so.


    Und wenn Kakao dann irgendwann in der breiten Masse als rassistischer gemeinter Begriff angekommen ist und den in verschiedenen Bereichen des Lebens zu entfernen versucht, dann wechselt man eben zu Kaffeesatz, Mitternacht, Tschernosem...das Problem verlagert sich eigentlich nur und wird nicht wirklich an der Wurzel bekämpft. Wieso also machen wir es trotzdem? Mein Take: Weil wir es nicht leiden können, machtlos zu sein oder ewig auf eine Verbesserung der Umstände zu warten, aber bevor wir halt "gar nichts" tun, betreiben wir Aktivismus, einfach damit das Gefühl haben, positiv zu einem Problem beizutragen, das (uns) wichtig ist. Vielleicht hilft es ja tatsächlich. Vielleicht verhärten sich aber nur die Fronten, weil nicht wirklich nachvollziehbare Entscheidungen getroffen werden. Vielleicht sollen sie das aber auch und es muss einfach mal wieder so richtig krachen.


    Verbesserung findet aber auch ohne Umbenennung der Afrika-Waffel in der Gesellschaft statt, aber das dauert halt, weil Leute vermehrt mit ausländisch aussehenden Menschen in Berührung kommen müssen und letztere nicht direkt wieder von Deutschen abgefuckt werden dürfen. Und das ist leider ein Lernprozess, der für einige sehr, sehr lange dauert, wenn er denn überhaupt noch stattfindet. Gerade darum wär's halt toll, wenn auch im Tatort mal weniger Werner und Wiebke und mehr Mustafa und Mehtap zu sehen werden - und zwar nicht nur als Täter:innen. Oder wenn wir sagen, dass der Zug für die durchschnittlichen Tatort-Schauenden bereits abgefahren ist, dann halt mehr PoCs und Non-Status-quo-Konformist:innen medial präsentieren.

    Anhand der Kolumne zeichnet sich weiters wunderbar ab, wie leicht man Statistiken falsch verwendet für seine eigenen Zwecke instrumentalisieren kann:

    Zitat von Sommer


    Aber muss man wirklich – wie die Lufthansa – die Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren" abschaffen, aus Rücksicht auf jene wenigen in einer Bevölkerung von 83 Millionen, die sich als "divers" registriert haben – bis Ende September ganze 394 Erwachsene?

    Wenn Schätzungen von 100.000 oder auch nur 80.000 (oder gar bis zu 160.000) sprechen, merkt man schnell, dass die Nennung der offiziellen Zahl derer, die den Behördenweg nebst Voruntersuchungen und Gutachten (die man vermutlich auch nur dann kriegt, wenn man körperlich feststellbar inter ist) auf sich sich genommen haben, um was anderes auf irgendeinem Dokument stehen zu haben, nicht mit der Realität konform geht und 394 sich hiermit als tolle Möglichkeit anbietet, das Problem herunterzuspielen - und das sag ich als Person, die selbst noch oftmals "Sehr geehrte Damen und Herren" verwendet.

    Edex

    Damit du mal siehst, wie solche Gesetze umgesetzt werden können, ohne gleich einen autoritären Terrorstaat zu erschaffen, gucken wir nach Österreich (den Kurz zumindest noch nicht in einen solchen verwandelt hat):


    Zitat von oesterreich.gv.at
    Wien

    Der Aufenthalt an öffentlichen Orten und bei öffentlichen Veranstaltungen ist jungen Menschen erlaubt:

    • Unter 14 Jahren von 5 bis 23 Uhr und darüber hinaus nur mit einer Begleitperson oder wenn ein rechtfertigender Grund (z.B. Heimweg) vorliegt
    • Zwischen 14 und 16 Jahren von 5 bis 1 Uhr und darüber hinaus mit einer Begleitperson oder wenn ein rechtfertigender Grund (z.B. Heimweg) vorliegt
    • Ab 16 Jahren unbegrenzt

    Stichwort hier ist Begleitperson, d.h. sobald die Eltern dabei sind, greift diese Regelung nicht mehr. Ich weiß noch, wie oft ich mit meiner Mutter im frühen Schulalter auf irgendwelchen Festivitäten war, sodass man halt auch erst zwischen 23 und 1 Uhr nach Hause ist. Und wow: Ich lebe immer noch!


    Deine Beispiele bezogen sich auf "kurz vor Mitternacht". Spinnen wir das weiter, dann kommen die "gegen Mitternacht" heim, schlafen und stehen gegen 7/8, wie von dir propagiert auf. Dann hatten sie etwa 1 bis 2 Stunden weniger Schlaf als empfohlen.

    Glaubst du wirklich, dass

    hierdurch ein erheblicher Schaden entsteht, vor allem, da von keiner Regelmäßigkeit ausgegangen werden kann und du selbst auch nur "glaubst", dass das Kind zu wenig Schlaf bekommt? Du weißt nicht, ob die Eltern ebenfalls in Schichten arbeiten und eben gar nicht früher die Möglichkeit hatten, mit den Kindern spazieren zu gehen. Wenn sie in Schichten arbeiten, werden sie aber nicht, wie von dir behauptet, um 7/8 Uhr für die Arbeit aufstehen müssen und das Kind kann ohnehin lange genug schlafen. Wer soll das wissen? Du sicher nicht, und es ist unfassbar dreist, allgemeine Behauptungen für alle Eltern zu treffen. Soll der Staat es wissen dürfen? Oh, bitte, direkt mit einer Kamera in jedem Kinderzimmer, oder? Merkste selber. Hoffentlich.

    Da die Person X aber biologisch männlich ist bzw. Einen XY-Chromosomensatz besitzt, kann diese keine Kinder gebären. Zeugen wäre möglich solange noch die männlichen Genitalien vorhanden sind theoretisch.

    Bleibt meist aber bei "theoretisch", weil durch die Hormonbehandlung die Qualität der Spermien meist irgendwann nicht mehr gegeben ist und damit nichts mehr befruchtet werden kann. Demnach ist es bei trans Frauen ratsam, rechtzeitig Spermien einfrieren zu lassen, weil das wohl ziemlich häufig nicht mehr klappt, wenn man bereits teilweise transitioned ist.

    Hach ja, wäre schon herrlich, wenn ich das mit der sommerlichen Appetitlosigkeit bestätigen könnte. Ich bin sogar zusätzlich noch so pervers und stell mich freiwillig bei der Affenhitze jeden Tag für ein, zwei, manchmal auch drei Stunden in die Küche. Gestern hat's dann allerdings bei uns in MV zu gewittern begonnen...ihr kennt das ja: Gewitter bahnt sich an, Schwüle staut sich an. Ich hab literally zu heulen begonnen, weil es so unerträglich heiß war...fertig gekocht hab ich trotzdem noch. Hat gut geschmeckt. Gibt bald 'nen Blogartikel dazu. :sarcastic:


    Ich hab bestimmt vor Ewigkeiten auch mal hier geschrieben, wie sehr ich doch den Sommer hasse. Dank Corona ist mir der Sommer mittlerweile aber um einiges lieber, weil 17 Sonnenstunden (+ Dämmerung), der Anblick glücklicher Leute in Biergärten und der Duft von Bratwurst, Blumen und trockenem Grün sich deutlich positiver auf meine Stimmung auswirken als trostlose, immergraue, verregnete Finsternis, die man aus dem eigenen Zimmer beobachten darf und die einen bis in den Mai hineingeplagt hat. Da nehm ich die Hitze gerne in Kauf, wenn ich dafür nicht jeden Tag depressiv in der Ecke lieg...


    Zugegeben wären die anderen Jahreszeiten auch ganz nett, wenn man in denen ein funktionales Sozialleben statt Lockdown hätte, aber auch unabhängig davon verliert der Winter immer mehr, weil er immer seltener mit den weißen, verträumten Schneelandschaften aufwartet und bei Temperaturen von rund 15 °C weder Weihnachts- noch generelle Winterstimmung aufkommen wollen. Frühling ist dieser Tage zu lange trist und nasskalt, ehe sich denn die ersten Blüten mal dazu erbarmen, einem aufzuzeigen, dass in 2 Minuten der Sommer losgeht, aber dafür haben die Herbste der letzten Jahre sich immer wieder als angenehmer Spätsommer erwiesen, in denen man teils bis in den November bedenkenlos im T-Shirt rausgehen konnte. Warten wir mal 20 Jahre Klimawandel ab und gucken uns an, wie es dann aussieht. ^_^