Beiträge von Jacqueline

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    Dennoch ist es ein ziemlich großer Teilbereich davon und er legt sich im Nebensatz ja explizit auf diese Form von ASMR fest bei seiner Aussage.


    Mein Standpunkt: Ich hab ASMR am Rande wahrgenommen als "lol, schau, da ziehen sich wieder irgendwelche Frauen geil an und flüstern einem dann lewde Dinge ins Ohr", worauf meine instinktive Reaktion natürlich "Ach, das ist so'n E-Girl-Ding" war. Tja, seit jenem Tage hat sich mein Horizont dahingehend zwar geweitet, aber eher weil die Memes und Parodien auf ASMR in meinem Feed aufgetaucht sind, z.B.:


    Irgendwann noch auf 1-2 "ernste" ASMR-Videos geklickt, aber da muss ich ganz einfach sagen:

    -Flüstern finde ich nicht angenehm prickelnd, sondern eher damit vergleichbar, wie wenn man von 'ner Mücke umkreist wird.

    -Kaugeräusche erinnern mich an das Flattern der Vorhaut.


    Und ich fand das dann doch erstaunlich zu sehen, dass Leute, die einfach in einem stillen Raum ihr Schnitzel durchkauen, damit regelmäßig ein Millionenpublikum begeistern können und über 5 Mio. Subs haben. I mean, ja, wenn Leute das sehen wollen, so be it. Wirkt ja aus Konsumentensicht recht harmlos. Mir geben die meisten Geräusche, die mit dem Mund erzeugt werden, mal so gar nichts, was teilweise aber wohl auch der Soundbearbeitung und Mikrofonqualität geschuldet sein mag. Und manche Leute hören sich generell unappetitlicher als andere an, lol. Aber so'n Bob Ross, der nicht so gekünstelt flüstert, kann mir natürlich gerne was von happy little trees erzählen. Da wirkt das ASMR eher wie ein ungezwungenes Nebenprodukt.


    Geräusche, die durch das Berühren von Gegenständen erzeugt werden, empfinde ich dann schon als deutlich angenehmer, und da versteh ich's auch, wenn Leute mir sagen, dass sie das beruhigend finden. Viele mögen ja auch das Prasseln von Regen auf der Fensterscheibe, aber selbst da bin ich dem eher neutral gegenüber eingestellt. Beim Einschlafen bevorzuge ich Totenstille. Meine Gedanken sind schon laut genug, da brauch ich keine Hintergrundbeschallung mehr (kann bei Musik oder Fernseher im Hintergrund auch absolut nicht pennen).

    Hach, Loide, ich sag's euch: Es sind die kleinen Dinge im Leben.


    War grad bei Mecces, um mir nochmal 'nen Big Rösti zu gönnen, solang's ihn noch gibt, weil Hüttengaudi sollte sich allmählich ja dem Ende zuneigen - und dann gibt's erstmal wieder 11 Monate Abstinenz. Vom Burger allein werd ich halt noch nicht satt, aber es gab wieder so 20er-Nuggets für 5 €, und weil das eigentlich immer nach 'nem ganz guten Angebot klingt, nehm ich die halt mal mit. Vor allem, weil ich die eh nicht aufesse und dann später noch was zum Naschen oder eben ein Abendessen hab.


    Ja, jetzt kommt ich so nach Hause (hab Take-out genommen natürlich), mach die Tüte auf, und weil beim Essen-Einpacken irgendwie 3 Leute gleichzeitig an meiner Bestellung rumgepfuscht haben, gab's da ein kleines Malheur: Da haben die mir für meine 5 € einfach 2-mal so 'ne Box mit 20er-Nuggets geben. In Zahlen sind das also 40 Chicken McNuggets. VIERZIG. Also 12,5 Cent für average 18 g Hühnchen im Teigmantel. Auf jeden Fall bin jetzt ziemlich happy, vor allem, weil's sonst immer andersrum ist und die McDonalds-Menschen einem was Falsches geben oder was vergessen. ^_^

    So, ich entschuldige mich gleich mal beim Freistaat Sachsen, bei den Japanern, die ich im Weiteren wie ungefähr jeder casual als homogene Masse abtue, und bei der Wissenschaft, derer ich mich ein wenig zu sporadisch bediene. Los geht's:

    Und speziell Japan ist doch für seinen Rassismus bekannt. Ich weiß nicht, wieso man da für immer auswandern wollen würde.

    Mag dran liegen, dass oft die beschwichtigende Aussage "die sind nicht rassistisch, die sind xenophob" mitten rein geworfen wird. Nur dass auch Xenophobie irgendwo auf 'nem rassistischen Grundgedanken basiert, will man dann nicht hören. :') Als Tourist spürt man ja nicht viel davon. Wenn sie es können, versuchen sie Englisch mit einem zu sprechen - ein Rassist und Nationalist würde sich doch dazu gar nicht erst herablassen!!! (Ironie Disclaimer zur Sicherheit). "Aber die sind doch so nett zu mir als Ausländer!". Die sind nicht notwendigerweise nett, die sind einfach nur höflich ohne Ende. Kleiner Unterschied, ob es von dir gesellschaftlich erwartet wird oder ob du das aus freien Stücken tust. Und als Tourist erwartet ja auch niemand etwas von dir. Sobald du dort lebst, musst du aber ebenso nach genau denselben Regeln spielen und dich vermutlich noch japanischer als die Japaner verhalten, um nicht einfach der weirde, aber geduldede Gaijin zu sein.


    In den 6 Monaten, die ich dort eine "Kultur- und Sprachreise im Zuge des Studiums zur Erweiterung des eigenen Horizontes" gemacht hab, habe ich mal versucht, nach dem Rassismus mir gegenüber Ausschau zu halten. Wie verhalten sich z.B. Kassierer einem gegenüber im Vergleich zu Japanern? Ja, im Schnitt hatte man oft einfach mal den Eindruck, dass sie etwas Angst vor einem hatten, v.a. auf Okinawa, wo man direkt als Ami wahrgenommen wurde. Zu Silvester hatten wir's dann, dass wir vor einem kleinen Restaurant/Izakaya standen und uns beim Betreten so'n Typ recht unfreundlich ein "Japanese only" zugeworfen hat. Das...kam schockierend. Bin mir selbst nicht 100%ig sicher, ob er wirklich gemeint hat, als Ausländer kann man sich verpissen gehen, oder ob es nur 'ne japanische Speisekarte gab. In Kombination mit dem Tonfall haben wir mal, dass er ersteres meinte. War auf jeden Fall ein ziemlicher Schlag in den Magen. Was auch spannend ist, sind die Japaner, die casual ein Gespräch mit einem anfangen und dieses dann mit einem "und wann kehrst du in dein Heimatland zurück?" abschließen. Fühlt sich nach Sachsen an: Kaum Ausländer dort, aber bereits Angst vor Identitätsverlust, wenn einer dazu kommt.


    Aber der gemeine Europäer ist jetzt eher 'ne neue Erscheinung als Immigrant in Japan. Koreaner z.B. dürfen sich schon wesentlich länger strukturellen Rassismus gönnen. Davon abgesehen, dass Koreaner höchstwahrscheinlich eine der Hauptgruppen der ursprünglichen Bevölkerung Japans darstellen, werden sie spätestens seit den Korea-Kriegen zur Jahrhundertwende als Menschen zweiter Klasse in Japan gehalten, bekamen nach der Rückgabe Koreas zum Ende des 2. WK dann pauschal die Staatsbürgerschaft aberkannt (immerhin war Korea dann keine japanische "Kolonie" mehr), auch wenn sie in Japan geboren und aufgewachsen sind, weshalb es auch keine Sozialleistungen mehr für sie gab. Scheint sich in den 90ern geändert zu haben, aber das sind immerhin die 1990er - das ist jetzt noch nicht soo lange her (auch wenn man sich generell bei vielen Themen nicht ansehen mag, wann es entscheidende Gesetzesänderungen gab, um Rassismus, Sexismus etc. in Europa z.B. einzudämmen und Gleichberechtigung zu spreaden, weil die auch noch nicht so lange her sind, wie es wünschenswert wäre).

    Sehr gerne, sehr gerne!


    Meine Filterblase und somit mein Zugang sind ein etwas anderer, da ich selbst ein Jahr Japanologie mitgemacht hab und die Leute dort beobachtet hab, ein paar wenige Worte ausgetauscht hab, aber der Grundtenor ein ähnlicher war:

    Interesse an Japan? Natürlich.

    Arbeiten in Japan? Tendenziell ja.

    Dort wohnen? Cool.

    Auf Lebenszeit? Nein.


    Allein, wenn wir schon bei der Sprache anfangen. Gerade als Europäer hat man vom Auswandern wohl eine sehr verklärte Ansicht. Wenn ich beschließen würde, dass ich jetzt nach Castrop-Rauxel ziehe, dann wäre das ja de facto auch schon Auswandern, weil ich meinen permanenten Wohnsitz ins Ausland verlagere und dort meinen regulären Tätigkeiten nachgehen will. Nimmt der gemeine Europäer das als Auswandern wahr? Ich glaube nicht. Ich tu's zumindest nicht (und mehr Empirie hab ich grad nicht auf Lager :^)). Wenn besagtes Ausland dann auf einmal fremdsprachig ist, DANN fühlt sich das auf einmal nach Auswandern an. Wir lernen alle eine Fremdsprache in der Schule, die meisten Englisch auf einem Niveau, mit dem man im englischsprachigen Ausland zurechtkommt und sich fast überall in Europa (außer in Frankreich) verständigen kann. Und da kommt vielleicht die Misere bis zu 'nem gewissen Punkt auch her: "Ich kann mich verständigen" ist halt nicht gut genug, lel.


    Außerdem sehen viele Leute einfach nach Frankreich, England, Spanien, Italien und denken sich "joah, easy, kann die Sprache ja". In deinem verlinkten Video wird's ja bereits angesprochen: Du lernst drölf europäische Sprachen, bevor du Japanisch könntest. Von den Kanji mal abgesehen, ist die Sprache einfach mit nichts vergleichbar, das man in Europa spricht (wobei es wohl auch Theorien gibt, dass Japanisch zu den altaischen Sprachen zählen KÖNNTE, weshalb es irgendwo über fünf Ecken mit Finnisch verwandt wäre - aber das ist ja auch eine der schwersten Sprachen Europas, die man sich antun kann). Warum sollte man sich also die Mühe machen, sehr gutes Japanisch zu erlernen, nur weil einen die Kultur interessiert? Und vor allem: Interessiert einen die Arbeitskultur auch?


    Ich hab die Wageslaves in Japan mal beobachtet und es gibt de facto viele Stellen, die ohne komplette Aufgabe des eigenen Lebenswillen ausfüllbar sind. Die Arbeitszeiten sind branchenbedingt eben ein Krampf, weil die Arbeitsmentalität in den klassischen White-Collar-Jobs schon in Richtung Silicon Valley gehen: Leb in der Firma, das ist prima! Nur ohne den Luxus und ohne Familie, aber hey, Wochenendfamilien sind in Japan ja ohnehin zunehmender Standard, weil bei 8 Stunden Arbeitszeit pro Tag + 2 Überstunden pro Woche (offiziell, effektiv also deutlich mehr + Bosusunternehmungen mit Kollegen) + 2 Stunden Pendelzeit (denn weniger geht halt wegen der innerstädtischen Mitpreise oft nicht - hab mal was von umgerechnet 8.000 € für 'ne Wohnung nach europäischen Mittelschichtsstandard innerstädtisch gelesen) halt nicht mehr viel mit Family Life ist. Die Tendenz führt zwar weg von diesen Firmenkriegern, ist allerdings immer noch präsent - während die junge Generation immer mehr auf Nebenjobs und karrierefreien Jobs baut, weil die sich selbst ein wenig von der Arbeitskultur der letzten Generation erschlagen fühlt. Die immense Zeit, die durch Arbeit draufgeht, ist u.a. auch der "ganbare"-Kultur geschuldet: Während man im Westen schon deutlich länger leistungsorientiert arbeitet und Effizienz anstrebt, ist vor allem in der Angestelltenklasse der Gedanke da, dass man sich nur bemühen muss (#ErWarStetsBemüht) und Einsatz (=Zeit) zeigen muss, um positiv aufzufallen und befördert zu werden. Spoiler: Ist 'n Irrglaube, bringt also effektiv gar nix. :')


    Mal ganz davon abgesehen, dass die Jobangebote für Ausländer eben nochmal viel beschränkter sind. Viele gehen ja als Sprachlehrer hinüber - Muttersprache oder abgeschlossenes Studium in besagter Sprache als Vorraussetzung (also problematisch, selbst wenn man C1/C2 Englisch praktisch demonstrieren könnte). Arbeitsvisa sind meist auf max. 5 Jahre befristet - also auch eher semigeil, wenn man regelmäßig drum bangen muss, wegen 'ner Laune des Landes verwiesen zu werden. Wenn irgendche Weebs daherkommen und sich denken "JA, GEIL, JAPAN, MACH ICH AUCH", die idealerweise auch noch nie 'nen Vollzeitjob ausfüllen mussten, könnt ich mir gut vorstellen, dass da leicht solche Gedanken à la "ja, dann arbeite ich hart, denn es ist mein Traum ^_^" aufkommen, dann aber nach 2 Wochen im Einsatz realisieren, auf was sie sich da eingelassen haben - also angenommen, wenn sie's überhaupt irgendwie mit Arbeitsvisum in das Land schaffen.


    Für Krankheiten hat man ja außerdem eh seine 10 Urlaubstage (kann afaik variieren), die man genau für diese Situation aufspart. Wäre ja langweilig, wenn man den Urlaub auch tatsächlich für Spaß und Erholung von der Arbeit beanspruchen würde. :')

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    Aber als Touri ist Japan halt super. In den 6 Monaten, die ich mir mittlerweile gegönnt hab, hab ich halt wirklich fast nichts Negatives wahrgenommen: deutlich geileres Essen, deutlich hilfsbereitere Leute und Angestellte, Ruhe, Ordnung etc. Ein paar unfreundliche Verkäufer und Kellner gab's halt, aber wenn's die dort nicht gegeben hätte, dann wär's doch ein wenig zu strange gewesen. So roboterhaft, wie die Japaner gern mal dargestellt werden.

    Natürlich wissen sie, dass manche Aktionen überhaupt nicht richtig sind, aber in dem Alter fehlt das Verständnis dafür, dass sowas weitreichende Konsequenzen hat, die über ein paar Tage oder Wochen hinausreichen.

    Vor allem, wenn man ja eigentlich "nur Spaß macht". Ich hab mal meine eigenen Posts von 2009 ausgegraben, in denen ich mich hier gegen Mobbing ausspreche und "sowas doch nie tun würde, weil Respekt, yo" als Lippenbekenntnis droppe, während ich parallel unreflektiert im nächsten Topic kundtue, wie wir zu fünft den Klassenausländer beleidigen. Da waren wir 11 und aufm Gym. Drei Jahre zuvor mit 'nem Kumpel wiederum in der Volksschule den Klassenausländer, der 2-3 Jahre älter als der Rest war, verarscht. Später kam dann 'n Typ in die Klasse, der wohl morgens gern mal Milch getrunken hat und dann diesen typischen Atem nach abgestandener Kuh hatte. Ein paar Kommentare über seinen Mundgeruch zum Anfang und lang hat's nicht gedauert, bis er dann nur noch mit besagtem Klassenausländer zusammen abgehangen hat, weil der Rest ja eh nichts mit ihm zu tun haben wollte - dass er wohl ziemlich zurückhaltend war, hat die Sache natürlich für ihn nicht besser gemacht. Beide hat man am Schulhof im hintersten Eck an den Müllcontainern angetroffen. Wir hatten sogar Spraydosen, die wir dann als "Anti-[Name des Schülers]-Spray" rebranded haben.


    Dabei hatte ich nicht mal was gegen die. Die hatten halt einfach irgendein Charakteristikum, das negativ war, also hat man das halt angesprochen, weil "lol, ist ja weird". Ich wär nie auf den Gedanken gekommen, dass das irgendwen verletzen würde - was aber auch nicht heißt, dass wir andernfalls aufgehört hätten. Wir sind halt nie handgreiflich geworden, denn man war ja kein Rowdy, wie man's aus Filmen kannte. Das war doch nur 'ne kleine Rivalität unter Schülern - nur ohne Wettbewerb und mit aufgezwungener Hierarchie. Und dann hab ich mich auch noch gewundert, wieso der Typ nicht in mein Freundschaftsbuch schreiben wollte.


    Hab ich ihnen das Schulleben zur Hölle gemacht? Keine Ahnung, wenn ich ehrlich sein soll. Hätte das Mobbing "schlimmer" sein können? Bestimmt, aber dass es nicht die feine englische Art war, ist zumindest klar. Nur weile ein Fall eben extremer war als der andere, macht das den einen halt nicht gleich irrelevant. Selbst wenn man älter wird, ist es immer noch schwierig, das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen, solange man selbst in den Prozess involviert ist. Jetzt, wo ich niemandem auch nur so häufig begegne, dass da eine Mobbingkultur entstehen kann, kann ich mich da sehr leicht hinsetzen und mal darüber nachdenken, was ich vor teils über 15 Jahren so für Mist verzapft habe.


    Bei einem der Kerle war's halt sogar so, dass wir einige Jahre lang ziemlich gut befreundet waren. Der hat die Sprüche aber auch gut weggesteckt, und sobald man keine Gruppendynamik mehr dabei hatte, hat ihn auch niemand dumm angemacht - während der andere eben der Typ bei den Mülltonnen blieb.

    Er hat den Abschluss auch nicht so gut gemacht, dass ich glaube, dass das beruflich in Japan als Auswanderer echt was wird tbh.

    OT, aber wenn schon J-Shizzle (muss mich schon zurückhalten, um nicht aus Reflex Weebshit zu sagen) angesprochen wird, muss ich das natürlich noch im Nebensatz anmerken:

    In einem Land, in dem sogar die Putzfrauen durch und durch einheimisch sind? Sieht schlecht aus. :') Was man so liest oder von den Japanologiestudenten hört, braucht man da als Ausländer schon 'nen stabilen Universitätsabschluss, iwas à la MBA oder besser 'nen Doktor in was Relevantem, um wirklich Fuß fassen zu können und nicht bloß 12 Monate Work & Travel auf 'ner Farm oder im Konbini durchzudrücken. Wer sich denkt, dort drüben 'ne Dönerbude oder was Vergleichbares eröffnen zu können, um sich dem Alltag als Firmenkrieger zu entziehen (in deren Reihen mal sowieso kaum reinkommt), braucht zu Beginn vor allem die Finanzkraft, um ein paar Mal nach Japan fliegen zu können UND die Räumlichkeiten mal für 'n Jahr im Voraus zahlen zu können - was also selbst im Falle der Dönerbude wohl noch 'nen 5-stelligen Eurobetrag verschlingt, der bei 'nem richtigen Restaurant sicher gerne auch 6-stellig wird.

    So, nachdem ich nun wieder aus dem Land der aufgehenden Sonne zurück bin: Schauen wir uns doch mal an, wie es mit dem Stapel der Schande aussieht.

    Spoiler:



    Ähm, ja, hab den Weihnachtsstress und den Urlaub an sich unterschätzt. :') Also, was ist passiert:


    Ich hab verfrüht, d.h. am 10. Dezember, angefangen, mir Ansatsu Kyōshitsu anzusehen, womit ich dann bereits am 13. Dezember fertig war und dann auch schon 22 Episoden auf dem Konto hatte. Was ist also schiefgelaufen? Ich hab mit Ergo Proxy angefangen - und habe unterschätzt, wie langsam Anime vor 15 Jahren teilweise waren. In den ersten Episoden entsteht mehr Verwirrung als alles andere, Spannung kommt auch erst nach ein paar Episoden dazu, weshalb ich bis zum 20. Dezember nur 6 Episoden hingekriegt hab. In Japan hab ich dann noch eine weitere hinzugefügt, allerdings war das Internet im Appartement jetzt auch nicht so der Kracher, weshalb nach dieser 7. Episode dann auch Schicht im Schacht war.


    Auf den Shinkansen-Fahrten hab ich anfangs auch keine Animus konsumiert, sondern hab mir The Witcher reingeballert. Den Railpass hatten wir ab dem 28. Dezember, also hatte ich die Serie auch erst am 30. durch. Danach hab ich direkt mit Kakegurui xx begonnen, was dank Netflixverfügbarkeit schnell bewältigt war - ja, den hab ich noch bis zum Jahresende durchgeprügelt! Danach kam allerdings nur noch eine weitere Shinkansen-Fahrt, ich hab mir 'ne Nanica Smitch gekauft und dann Star Trek Volley drauf gespielt, weshalb der Anime-Konsum sich auch im Neujahr bislang in Grenzen hielt.


    Zusammenfassend also:

    Was man schaffen wollte:

    60 Episoden


    Was geschafft wurde:

    41 Episoden


    ...aber hey, das sind 68,3 % und das wäre in der Schule immerhin noch 'ne 3, also insgesamt könnt's schlechter ausfallen. ¯\_(ツ)_/¯

    Kennt ihr das, wenn ihr zum Arzt geht, die Überweisung daheim vergesst, also daheim anruft, damit man euch 'n Foto davon aufs Handy schicken kann?


    Hab ich bei 'ner grenzüberschreitenden Flixbus-Fahrt auch mal mit meinem Reisepass gepullt. Beide Male erfolgreich. :')

    Jennt ihr det, wenn ihr "gar keinen Hunger habt", aber dann trotzdem nicht zu fressen aufhören könnt?

    Ouennt ihr dat, wenn ihr verliebt seid und euch auf einmal alle Probleme kurzfristig egal sind? :blush:

    Uennt ihr dit, wenn ihr die Minuten zählt, bis der Urlaub endlich losgeht? o/

    Nennt ihr dot, wenn - egal wie satt ihr seid - Nachtisch immer noch neigeht?

    Gennt ihr düt, wenn ihr das, wenn ihr zu enge Klamotten tragt, aber keine neuen kauft, weil "man ja eh abnehmen will"? :3

    Ennt ihr død, wenn Leute sich über ALLES AUFREGEN?!

    Für gewöhnlich schau ich hier ja kaum ins Subforum. Es ist eher Zufall, weil ich den Titel des Threads gesehen hab und gerade mit The Man in the High Castle fertig wurde, womit mein kurzfristiger Stapel der Schande im Realfilm vorerst getilgt wurde. Doch wie sieht's denn im Anime-Sektor aus?


    Ich habe zuletzt den Fehler begangen, mir als einzigen Anime Danberu nankiro moteru? aufzutischen, wo der Drang weiterzuschauen jetzt eher gering für mich ist. Für gewöhnlich schau ich am liebsten one show at a time, aber c'mon, wenn besagte Show eh keine wirkliche Story hat, dann ist das jetzt wohl mal zu vernachlässigen. Ich trau mich schon nicht mal mehr, in die Season Anime reinzuschauen, weil die Liste an Anime 3 Jahre und älter, die ich noch schauen möchte, schon lang genug ist und ich mich nicht auch noch selbst damit belasten will, die stetig zu erweitern.


    Begonnen und nicht beendet:

    -Gangsta. (könnt ich mal weiterschauen, but idk)

    -Clannad After Story (hell no)

    -Denpa Kyoushi (hell no, wieso ist der noch nicht unter Dropped abgelegt)


    Äh, vielleicht schau ich lieber in die Plan-to-Watch-Sektion...


    -Ansatsu Kyoushitsu (wenn er schon auf Netflix ist, aber naja...)

    -Azumanga Daioh (für die Memes, aber wenn ich den Stapel abtragen will, dann hat mir der grad zu viele Folgen)

    -Chihayafuru (keine Ahnung, worum's geht, aber ist als Josei gelistet. Wär mal was anderes)

    -Cowboy Bebop (ja, schlagt mich, dass ich ihn noch nicht gesehen hab. 26 Folgen, hmm...vielleicht)

    -Ergo Proxy (ey, das sieht edgy aus, könnt ich mir tatsächlich mal geben)

    -Fairy Tail (hell no, viel zu lang)

    -Gosick (uwu, I can see goth loli)

    -Great Teacher Onizuka (oh, da hab ich tatsächlich BOCK drauf, aber 43 Folgen, bruh)

    -Haikyuu!! (nein)

    -Highscore Girl (hm, da hab ich wohl definitiv Spannenderes auf der Liste)

    -Hoozuki no Reitetsu (Dämonen, Hölle, 13 Folgen, yesss, vllt 'n bissl zu viel Comedy, wenn ich dem Trailer traue)

    -HxH (viel zu lang)

    -Hyouka (heb ich mir fürn andermal auf)

    -Jormungand (warum eig nicht, scheint kurz zu sein)

    -Koyomimonogatari (wenn ich den Kopf dafür frei krieg, dann wird's unbedingt mal Zeit)


    Sollte jetzt genug Auswahl sein, muss nicht das ganze Alphabet durchgehen.


    Mein Ziel: 5 davon bis 31.12. durchzuprügeln. Da ich sogar bei Serien zur Prokrastination neige, hier mal ein ungefährer Zeitplan:

    -erste Serie 11. bis 13.

    -zweite Serie 14./15. (idealerweise was mit 12 EP)

    -dritte Serie 17. bis 20.

    -vierte Serie im Flugzeug nach Weebistan, sofern ich nicht durchschlafe (was mit 12 EP)

    -fünfte Serie auf etwaigen Shinkansen-Fahrten


    Ich gehe hier mal von mindestens 60 Episoden aus. Klingt erstmal stressig, aber wenn ich mal statt Bisachat im Zug 'n paar Episoden schauen, geht das schon. :unsure:

    Es macht eben schon einen Unterschied, wo man aufgewachsen ist und was für kulturelle und religiöse Hintergründe man hat.

    Nicht jeder hat die gleichen Startbedingungen - aber glaubst du wirklich, dass wir alle, die hier im "linksgrünversifften Eck" herumlungern, diese Meinung aus der Kultur und der Erziehung übernommen haben? Das Wort Sexismus hab ich das erste Mal überhaupt erst bewusst gehört, als ich schon fast erwachsen war. Mein schulisches Umfeld war - nach österreichischen Maßstäben - konservativ. Ich hatte in 13 Jahren Schule genau eine Lehrerin, welche die hier besprochenen gesellschaftspolitischen Themen angesprochen hat, und auch die konnte zu den meisten - vor allem den männlichen Schülern - nicht durchdringen. Es ist eben wesentlich bequemer, sein Verhalten, seine Erziehung, die bisher genossene Bildung (oh schreck!) und seine gesamte Weltanschauung nicht zu hinterfragen, wenn der Haufen an - nun - Vorurteilen und Halbwissen bislang fürs eigene Leben ja bestens funktioniert hat.


    Ein reales Beispiel hier im Forum wäre, aber zB ein Post in dem man mir erklärt, dass es unbedingt für alles Bezeichnungen geben muss, wenn auch nur um darüber sprechen zu können. Der selbe User hat meine Aussage dass ich Worte für Männer mit Penis und Vagina brauche.. (vorzugsweise aus der Gewohnheit heraus Mann und Frau^^) total zerissen.

    Das ist einfach so lächerlich! Am Ende ist es egal wie man es nennt.. In einem anderen Thread sagte man mir, ich glaube sogar unter anderem du, dass man für manches einfach Worte benötigt. Und ich brauche Worte für Menschen mit Penis, oder mit Vagina. Leb damit.

    Gewagte These, aber vielleicht liegt's nicht an der Aussage selbst, sondern daran, dass sie mit so tollen Triggern, wie "lächerlich" und "leb damit" (neudeutsch: Deal with it), untermalt wird.

    Und was genau macht dich so sicher dass sich in dem Moment nichts in deren Kopf abgespielt hat?

    Ich bin mir doch ziemlich sicher, dass mir bei der Konvertierung von Binärzahlen im Matheunterricht von Herrn Schiefer keine lüsternen Gedanken über die schönen Rundungen der Null durch den Kopf gegangen sind. Ich spreche hier nämlich tatsächlich über meine eigenen Erektionserfahrungen und nicht über jene, die ich beobachtet habe. ;)


    Das IST vorwiegend ein Problem von nicht gesettelten Hormonen. Ich kenn das Szenario.. Aber da hab ich mich eben auch tatsächlich noch in der Pubertät befunden^^ Glaub mir einfach, dass sich das bei den meisten Männern legt sobald sie ein, zwei echte Frauen nackt gesehen haben ;)

    Ich kann deine Aussage soweit unterschreiben, dass es nach der Pubertät eben deutlich seltener vorkommt. Das würde dann aber immer noch bedeuten, dass gerade junge Männer, ja, eher noch Jungs, vielleicht gerade bei ihren ersten Club-Besuchen, besonders anfällig sind.

    Und du erwähnst es ja auch selbst: Bei den meisten Männern wird sich das legen, wobei wir wohl beide grad keine Statistik zur Hand haben, bei wie vielen Männern - oder eben generell Personen mit Penis - es anders aussieht. Das meine ich jetzt auch nicht als Entkräftung deiner Aussage, sondern damit möchte ich lediglich ausdrücken, dass eben nicht so absolut sein muss, wie es sich in dem ursprünglich zitierten Post gelesen hat. Vielleicht kriegst du in der Situation keinen hoch, ich vielleicht auch nicht, aber ob das bei jedem so ist? Ich möchte mich in keiner Situation wissen, in der ich es herausfinden könnte.


    Glaub mir.. da hat sich nicht ein einziges mal was getan. Und das wird den meisten Kerlen so gehen. Und das ist auch nicht nur eine Vermutung. Passender Weise ist meine Frau, die jetzt auch schon mehrmals hier als Beispiel herhalten musste seit fast 15 Jahren Krankenpflegerin. Sie sagt, dass wäre ihr nicht nur selten, sondern noch nicht ein einziges mal passiert.

    Glaub ich dir natürlich, aber ich glaub auch nicht, dass sie da wirklich mit der Absicht und der benötigten Handarbeit ans Werk gegangen ist, um eine Erektion zu provozieren. Ich kenn solche Untersuchungen und die lauen Berührungen dabei (die wohl wirklich kaum was auslösen werden) ja selbst und weiß eben auch, wie unwohl man sich dabei teilweise fühlt - Kopfsache trägt, wie ich bereits in meinem letzten Post angedeutet hab, natürlich dazu bei, dass die Erektion eher ausbleibt, aber wenn sich der*die Vergewaltiger*in eben das Ziel gesetzt hat, diese Erektion heraufzubeschwören, dann würd ich mich nicht darauf verlassen wollen, dass diese Kopfsache wirklich in jeder Situation als zuverlässiger Schutz dient.

    Als Mann musst du doch wissen, dass mechanische Reize reichen?

    Nein, das tun sie eben nicht.. Wenn ich nicht mit dem Kopf dabei bin kann man mich an dem Teil durch die Wohnung schleifen, da passiert nichts. Echt mal..^^ Das ist eine komplette Fehleinschätzung.

    Das spreche ich dir persönlich jetzt auch nicht ab...aber schließt du grad wirklich von dir auf die Gesamtheit all jener, denen ein Penis zu eigen ist? Lass mich deine Stichprobe dann eben noch, als Penisträger, um einen weiteren Posten erweitern: Würd ich all die unpassenden Situationen in meinem Leben - auch die nach der Pubertät, als die Hormone halbwegs gesettled waren - aufzählen, in denen sich ganz ohne irgendwelche sexuellen Verlockungen in der Unterwäsche was geregt hat, wär ich morgen noch nicht fertig. Der muss nur mal ungünstig in der Hose liegen, kriegt durch die Beinbewegung etwas zu viel Reibung ab und schon ist der prall wie ein Fahrradreifen. Bis zu einem gewissen Grad kannst du ihn mit Handarbeit sogar noch bei einer erektilen Dysfunktion - also wenn die Gedankenkraft, eine intime Szene und dergleichen gar nicht mehr ausreichen, um eine Erektion zu verursachen oder längere Zeit zu behalten - in harten Zustand bekommen. Man kennt nicht automatisch alle Möglichkeiten seines Geschlechts, nur weil man selbst als Individuum, als eines von unzählig vielen, eben dazugehört.


    Natürlich kann es auch sein und kommt sicher genau so auch vor, dass man in einer Vergewaltigungssituation v.a. durch die Zusatzfaktoren, wie Stress, Angst etc., wirklich keine Erektion bekommt, das will ich dir auch nicht absprechen, aber auch dahingehend haben meine Vorposter*innen bereits erwähnt, dass eine Vergewaltigung nicht immer als Zusammenspiel von Penis und Vagina verstanden werden muss.

    So, Loide, ich geb euch auch mal wieder ein wenig Content, nachdem dieses Thema scheinbar aus den Tiefen des Abyss' erneut heraufbeschworen wurde und ich hier noch keinen Kommentar dazu abgegeben habe.


    Beginnen wir mit tl;dr: Männlich geboren, eine Dekade in Crippling Depression und "Gender Dysphoria" (bewusst in Klammern, weil ich stark bezweifle, dass es mit einer solchen wirklich viel am Hut hatte), mittlerweile ist mir geschlechtlich alles ziemlich egal.


    Tja, scheinbar hab ich jetzt geteasert, dass ich es irgendwann in meinem Leben recht bezaubernd gefunden hätte, doch der anderen Fraktion im binären Geschlechtsmodell zugehörig zu sein, doch stellt sich mir heute die Frage: Wie kam es überhaupt dazu? Denn wenn ich mich realistisch an das Thema herantaste, dann...ja, dann weiß ich eigentlich nicht, wie ich zur Überzeugung kam, dass das Leben als cutes Gurl genau das ist, was mir für mein Seelenheil fehlt (ich kann die Wörter "Mann" und "Frau" in dem Kontext irgendwie nicht mal ausschreiben, weil sie mir dezente creeps geben, dunno why, tho).


    Zeit meiner Kindheit hab ich mich zwar in Film und Fernsehen meist mit den Heldinnen oder auch weiblichen Sidekicks identifiziert. Ich erwarte an der Stelle ja, dass einigen die Haare zu Berge stehen, weil sich ja bereits oft genug in einschlägigen BB-Topics lang und breit darüber ausgelassen wurde, wie wenig Tiefgang viele solcher Figuren eigentlich haben, aber hey, ich war halt irgendwie 4 - 10 oder so, lol. Davon abgesehen aber, ja, wie hab ich meine Kindheit verbracht? Ganz normal mit Jungs gespielt, zwar keinen Sport, sondern eher so Geheimbasen-Spaß und ansonsten halt, bevor irgendwann mit 9 Jahren Videospiele dazu kamen, gerne gemalt und mit Plüschtieren gespielt. Autos hatte ich, haben mich jetzt eher mäßig interessiert, dafür hab ich mir mal im Volksschulwerkunterricht mein eigenes Puppenhaus aus Sperrholzplatten und Karton zusammengeschustert. Puppen selbst hatt ich nie, weil ich diese Baby-Puppen damals wie heute nicht leiden konnte und bei Barbies dann dieses "oh fuck, wenn einer von meinen Freunden vorbeikommt, dann bin ich doch das Gespött schlechthin" als Hinderung war. Das könnte tatsächlich das erste Mal gewesen sein, dass ich mir dieser gesellschaftlichen "Weirdness" bewusst wurde, die man als Mitglied dieser Gesellschaft ja selbst eingetrichtert bekommen hat. Hätte irgendn anderer Junge aus meiner Schule mit Puppen gespielt, hätt ich den sicher auch ausgelacht, bevor ich selbst in die Situation gekommen bin, dass das ja Spaß machen könnte. :unsure:


    Gut, wir haben die Grundschuljahre durchgekaut. Hatte ich da jemals wirklich das Gefühl, dass ich doch eigentlich ein Mädchen sein sollte? Nein, also ja schon, aber nicht so wirklich in einer "poah, das wäre das größte Glück auf der Welt für mich"-Form, wenn ich ehrlich sein soll, aber hey, es kommt ja noch die lustige Phase der Pubertät auf einen zu. Ja, Schwärmereien, körperliche Anziehung, so weit, so cis, aber doch...ja, ich war wohl so 10 oder 11, als ich erstmals in einem Word-2003-Dokument (!!!) festgehalten habe, dass ich gerne ein Mädchen wäre. Faszinierend. Ich erinnere mich, wie ich in süßer, kindlicher Manier nachts vor dem Einschlafen gebetet oder mir bei vorbeiziehenden Sternschnuppen oder den Geburtstagskerzen gewünscht habe, ich könnte ein Mädchen sein. ^_^ Äh, ja, Spoiler: Hat nicht geklappt.


    Aber hey, wenn man schon Angst vor Social Judgement hat, dann kann man sich ja immerhin die Haare lang wachsen lassen und Metal hören, weshalb man für die Haare gleich auch noch 'ne Berechtigung hat! Eigentlich konnt ich ja mit dieser ganzen Weiblichkeitssache ganz gut zurückstecken, weil ich so dieses Bild hatte "wenn's keine Magie gibt, die mir Wünsche erfüllt, dann ist man so 'ne seltsame, hässliche Drag Queen ausm Fernsehen und DAS IST NICHT MEIN BILD VON WEIBLICHKEIT, REEE". Und das hieß also "es gibt eh keine Alternative, also bringt's auch nix, drüber nachzudenken". Aber dann kam im TV was über "Trans Teen". Das waren nicht die komischen schrillen Tunten, das waren keine hässlichen Männer, die sich morbides Übergewicht für Brustwachstum anfressen, nein, das waren einfach Mädels, die so verdammt cute und beautiful waren und halt einfach...ja, komplett gepasst (das englische Wort obv) sind. Und ich erinnere mich noch dran, dass ich damals wirklich 'nen Heulkrampf gekriegt hab, weil diese Fantasie, die mich seit Jahren und somit einen großen Teil meines Lebens irgendwo verfolgt haben, scheinbar tatsächlich nicht so unrealistisch sind, wie ich's mir bis dato gedacht hab: Ja, verdammt, natürlich wollt ich den Pfad beschreiten, wenn das möglich ist! Hat nicht lang gedauert, bis ich aber feststellen durfte, dass man dafür legalerweise 18 sein muss, ja, Misti.


    Ob die auf mich zukommenden Depressionen deswegen oder wegen etwas anderes kamen, wusst ich nach 'nem Jahr Therapie immer noch nicht, nur dass Antidepressiva einen zu 'nem willenlosen Zombie machen können. Ich Genius hatte 'n Coming Out an meiner Schule (dort war ich erstmal nur bi) und Familie und 'ne nicht ganz so amüsante Oberstufenzeit, aber die paar Strapazen, die ich da auf mich nehmen musste, stehen nicht in Relation zu dem, was ich bereits von anderen in Bezug auf Mobbing lesen musste. Meine Ma hat's zwar nicht verstanden, aber war trotzdem supportive in der Hoffnung, dass es mir helfen könnte. "Supportive" sah in dem Fall eben so aus, dass ich zu drölf Psychologen, Psychiatern und sonstigen Medizinern gehen konnte (ich mein das nicht sarkastisch, ich war froh drum), weil die Hoffnung bestand, dass vielleicht hormonell irgendwas nicht stimmt, ich inter oder sonst was bin und das möglicherweise dazu beiträgt, dass ich meinen Willen krieg, bevor 'ne männliche Pubertät meinen Körper in 'ne breitschultrige Katastrophe verwandelt. Drölf Psychologen, Psychiater und sonstige Mediziner später stand ich immer noch dort, wo ich zuvor auch stand. Cool, Bruder, bist wohl einfach 'n Kerl mit seltsamen, unerreichbaren Wünschen.


    Aber was bleibt einem übrig, wenn man sich nicht wohl unter seiner Haut fühlt und keinen Einfluss - zumindest in den nächsten Jahren - drauf hat? Das Übliche eben: Abhungern, um irgendwie in 'ne Größe 34/36 zu passen und parallel dazu beten, dass man nicht mehr wächst. Endorphinhagel, wenn ich beim Einkaufen mit "Wie kann ich der Dame weiterhelfen?" angesprochen wurde. Ich war in der Phase ziemlich auf mein Äußeres fixiert und erwisch mich auch heute noch dabei, wie ich automatisch stehen bleiben muss, wenn ich einen Spiegel sehe, um ein kurzes "Fuck" auszustoßen und weiterzuziehen. Aber Frauen sind doch keine reinen Modepüppchen. Und dann kamen irgendwann eben die anderen Fragen auf: Was bedeutet es überhaupt, weiblich zu sein? Was gehört denn da überhaupt dazu? Muss ich mich jetzt irgendwie verstellen, schüchtern kichern oder Charakterzüge und Hobbies komplett eliminieren, um zu "passen"? Bin das dann überhaupt noch ich oder ist das bloß ein morbides Produkt meiner Fantasie? Also DAS wollte ich definitiv nicht werden, nur redet man sich gern mal was anderes ein, wenn's die Ungereimtheiten in der eigenen Weltanschauung übermalt. Aussagen, wie "Aber du hast doch gar nichts wirklich Weibliches an dir", haben mir Albträume bereitet, denn ich wusste nicht, wie ich damit umgehen soll. Natürlich hab ich mich dann verstellt, um irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen, nur um diesen grässlichen Satz nicht mehr hören zu müssen. Was ist denn überhaupt was "wirklich Weibliches"? Und diese wiederholten Aussagen, z.B. in der Sportumkleide ein "Ey, trainierst du? Du hast 'n echt breites Kreuz", haben mich einfach fertig gemacht, weshalb ich mir dann irgendwann so 'nen Genderkommunismus eingeredet hab à la "alle sind gleich und charakterliche sowie interessenstechnische Unterschiede zwischen den Geschlechtern entstehen ausschließlich durch soziale Konventionen, die man Kindern aufdrückt". Ja, sorry, ich war dumm und 16.


    Als ich dann dumm und 17 wurde, hab ich komplett asozialer Mensch es irgendwie hingekriegt, 'ne Freundin zu finden. Ich! Ha, Sachen gibt's. Wolke 7, kennste, ich war erstmal 'n Jahr neben gelegentlichen Downphasen durchwegs als glücklich zu bezeichnen - sogar so glücklich, dass es mir zu Zeiten egal war, ob ich denn nun männlich oder weiblich bin. Spannenderweise trat dieses geschlechtsbedinge Unzufriedenheitsgefühl am stärksten dann auf, wenn's mir am beschissensten ging. Dabei kann ich leider nicht sagen, wie da die Kausalitätskette denn genau aussieht, also ob dieser Weiblichkeitsdrang stärker wurde durch die Depression oder die Depression schlimmer wurde durch das Gefühl fehlender Weiblichkeit, wenn's nicht sogar ganz anders war. Jedenfalls war ich jetzt erstmal 'ne ganze Zeit ziemlich zufrieden, bis der ganze Zirkus von vorne losging, aber Jackpot: Asexualität meiner Freundin kam dazu, also dacht ich mir "heyyyyy, wenn Sex eh nicht wichtig ist, dann - easy lifehack - bin ich jetzt einfach wieder Jacqueline". Und, Oida, das hat sogar ziemlich stabil funktioniert. Schule war mittlerweile eh vorbei, ich hatte kaum noch erzwungenes Real Life, einfach cute Strümpfe anziehen und den ganzen Winter lang vorm PC hocken, herrlich.


    Irgendwann kam der Zivildienst, ich hatte auf einmal irgendwie Geld, es fühlte sich so an, als hätte ich 'n geregeltes Leben - und ich wurd sogar in 'nen neuen Freundeskreis integriert und das hat ziemlich stabil funktioniert. Nachdem's Freunde von Bisafreunden waren, konnte ich mich natürlich mit "Hi, ich heiß Jacqueline (und ernähr mich vegan)" vorstellen, weil es sich angefühlt hat, als würd ich mich keinen komplett fremden Leuten vorstellen, sondern eh schon so Kumpels, die auf 'ner gesellschaftspolitischen Ebene sicher cool drauf sind. Selbst wenn's Passing komplett fürn Arsch ist (und ich zugegeben ab Endphase der Pubertät nie viel dafür getan hab, um zu passen), hat es sich immer sehr richtig angefühlt, wenn einen Leute mit dem gewünschten Namen ansprechen - oder mit den richtigen Pronomen, wobei sich weibliche Pronomina aus fremden Mündern für mich immer ungut anfühlen, weil es sich zu gezwungen anfühlt à la "ich mach's dir halt recht, OK?". Nicht mal die Schuld der Person, aber es fühlt sich einfach unverdient an, wenn ich mir nicht einmal Mühe geb, weiblich zu erscheinen.



    Das letzte Kapitel liegt jetzt 4 Jahre zurück. In der Zwischenzeit hatte ich 1-2 Phasen, in denen ich diesen männlichen Zustand überhaupt nicht ausgehalten habe, paar gröbere Downs, aber insgesamt fühlt sich mittlerweile alles ziemlich egal an. Also "ok" egal. Ich gehe davon aus, dass mir auch die perfekte Weiblichkeit - wie auch immer der Spaß aussehen mag - nicht das ersehnte Seelenheil bringt. Ich werd immer älter, immer bärtiger und anderswo vermutlich in ein paar Jahren auch immer haarloser. Nachdem ich Basic Bitch mein Wohlgefühl ja sowieso irgendwo nur an meinem Äußeren festgemacht hab, wird da ein angenehmer Zustand immer unrealistischer, aber es fällt mir daher zunehmend leicht, davon Abstand zu nehmen, wenn das, was ich im Spiegel erblicken, einfach das komplette Gegenteil von meinem Ideal ist. Like "Brudi, da helfen auch die besten Hormonpillen und teuersten Schönheits-OPs nichts mehr - find dich damit ab, ffs, und sei 'n stabiler Typ". So ganz überzeugt bin ich von meinen aktuellen Gedankengängen zwar auch nicht, aber solang ich damit irgendwie über die Runden komm, wird's schon passen.


    Ähm, ja, that's it, I guess. Hatte mal das Bedürfnis, das halbwegs gesammelt (nicht wirklich) runterzuschreiben.

    xoxo Jacky

    Hier wurde ja in den letzten Posts vermehrt über die Probleme von MMOs gelabert. Diesbezüglich konnte ich die folgenden Erfahrungen (als Hardcore-Mensch, der Hardcore-Menschen gemieden hat) machen, wobei wiederum auch nicht vergessen werden will, dass es meine persönlichen Erfahrungen sind und ich damit beim besten Willen niemandem absprechen möchte, dass they in der persönlichen Online-Karriere valide Erfahrungen gemacht haben, die sich einfach nicht mit den meinen decken. Auf geht's!


    Wie YnevaWolf bereits angesprochen hat, ergibt sich das Problem einer Anonymität bzw. Unübersichtlichkeit bei großen Servern oder gar Inter-Server-Instanzen dadurch, dass man sich leichter mal erlauben kann, ein krasser Lümmel zu sein. Es ist ungemein viel angenehmer, wenn man eine ausreichend große Menge an Spielern mal beobachten konnte und halbwegs einschätzen kann. Vor 2 Jahren hab ich selbst noch Aion gespielt, dessen Userzahlen rückläufig sind, aber solange man Endlevel hatte, konnte man auch dort cross-server diverse Dungeons laufen. Wie viele von diesen Leuten, die man dort getroffen hat, waren unbrauchbar? Also "zu schlecht" für den Content waren vermutlich 10 %, aber wirklicher "Trash" (und das meine ich hier im Sinne von Teamplay, Kommunikation und generellem Benehmen) lag da bei unter 2 %, wenn ich's abschätzen müsste. Da bin ich an Abenden 3-mal in die 12-Personen-Instanzen gegangen und alle Randoms waren fähig, ihr Mikro zu benutzen oder zumindest Commands folgezuleisten, wenn es für den Erfolg der Unternehmung erforderlich war.


    Zugegeben, im oberen Beispiel wurden die meisten Leute eh schon aussortiert und gar nicht erst in die Party eingeladen, wenn das Nonames waren und/oder kein Gear vorzuweisen hatten (es gab nämlich Online-Ranglisten, die den eigenen DPS auswiesen. Wer da nicht drin stand und keine guten Werte vorweisen konnte, hatte Server-übergreifend ein Problem). Und da kommen wir zu einer Problematik, die meiner Meinung nach nicht bloß den Spielern, sondern auch dem Spiel selbst geschuldet ist: Für wen entwickelt man diese Games, wenn man hier überhaupt Randoms nach irgendwelchen Stats fragen muss? Macht man das Spiel zu schwer, damit alle "Casuals" abspringen? Macht man es einfach und die "Elite" verzieht sich entweder oder - viel schlimmer - gehen anderen Spielern aus Frust aufn Sack, weil sie sich wohl irgendwas beweisen müssen? Im Falle von MMOs kannst du halt gleichermaßen fordernden wie entspannten Content einbauen. Aber auch das führt wiederum zu einem Problem, das sich meinen Erfahrungen nach bislang im überschaubaren Rahmen hielt, aber doch nicht ignoriert werden sollte:


    Viele Leute, die MMOs spielen, geben sich ja komplett damit zufrieden, die Welt zu erkunden und die Story zu erleben. Die meisten MMOs haben halt eine scheiß Story (DAS HAT [pronoun] JETZT NICHT GESAGT!!), aber OK, das Beispiel FFXIV scheint dahingehend ja recht interessant zu sein. Jetzt die Frage: Was isn das dannfürn unnötiges Design, Leute random in irgendwelche Dungeons zu zwingen, um dahingehend voranzukommen? Ich kann ja jetzt nicht sagen, dass es im Fall von Final Fantasy überhaupt so ist, ABER es wird und wurde in anderen Games eben so gehandhabt. Ist es eine Gemeinheit vom Design, dass es Noobs und Pros zwingt, sich temporär die Hand zu geben, um zumindest diese Mid-Tier-Dungeons gemeinsam zu bewältigen, oder ist es eher eine Frechheit, dass manche Leute ein Open-World-Online-Multiplayer-Game spielen und dann erwarten, dass dort nur ihre kleine elitäre Filterblase rumlungert? Bei letzterem Punkt ist es ja eigentlich nur die logische Konsequenz, dass man Dungeons dann (auch) so konzipiert, dass die Gruppen zufällig aus irgendwelchen Leuten zusammengewürfelt werden, wenn man ansonsten gar nicht erst hineinkommt.

    Ansonsten: Irgendwann sollte man heraus haben, welcher Content wie schwer ist, und wenn das Spiel selbst einen nicht dazu zwingt, überall mitzumachen, dann kann man sich auch bis zu einem gewissen Punkt wunderbar aus dem Weg gehen - es ist meiner Meinung nach also genauso richtig, dass man als "Pro" den "Casuals" das Game nicht madig macht, indem man ihnen ihre Noobigkeit vorhält, andererseits ist von einem "Casual" auch irgendwo zu erwarten, dass er sich niemandem aufzwingt, der ihn unfreiwillig durch 'nen Dungeon carried. Es gibt nämlich sehr wohl "Testgruppen", die einfach nur mal 'nen Dungeon erkunden wollen, um zu prüfen, wie schwer der ist und ob der ihres Erachtens nach zu bewältigen ist. Vielen fehlt nur leider auch der nötige Game Sense, um die effektive Schwierigkeit abschätzen zu können und übernehmen sich da einfach. Und wenn man zufälligerweise schlecht ABER ehrgeizig ist: I'm awfully sorry, aber das wird ein sehr mühsamer Weg, wenn du Leute weder abfucken noch abgefuckt werden willst.


    Tsunade Daimon Fühle mich erwischt. Durfte schon oft genug als Magier tanken, weil ich lächerlich overpowered war. Aber als solcher Spieler muss man sich eben auch bewusst sein, wie viel man sich erlauben kann. In einfachen bis mittelschweren Dungeons konnt ich gut und gerne ganze Räume pullen und wegnuken, was meine Heilerin (yay, Klischee) wunderbar gegengeheilt bekam. Wenn der Content jedoch wirklich fordernd wurde, mussten ich und ähnlich geskillte Spieler dann eben schlichtweg warten, bis der Plattenträger "angetankt" hat. Aber wie du ja auch gesagt hast: Trolls, die sowas nicht verstehen/respektieren können und dann lieber 'n paar Full Wipes provozieren, hat man da leider auch hin und wieder. Schließlich sitzen echte Menschen hinter den Toons und iRL erwischt man leider auch oft genug Personen, deren Bekanntschaft man durchaus bereut.


    Um noch einmal auf die Serverpopulation, also alle potenziell toxischen Individuen, selbst einzugehen: Ich hab die Erfahrung gemacht, dass sich bei einer gleichbleibenden Population auf einem kleinen bis mittelgroßen Server irgendwann die meisten Leute zumindest mal über den Weg gelaufen sind oder man bei steigender Spielzeit irgendwann den Punkt erreicht hat, wo zumindest ein Spieler einer 5-Personen-Gruppe irgendwann mal einen fremden Spieler gesehen hat, bei dem man nun entscheidet, ob man ihn mitnimmt oder nicht. Und anhand dessen formieren sich dann ja eben auch die Gilden, Stammgruppen und Spielgemeinschaften. Irgendwelche casual Traummännlein spielen miteinander, irgendwelche ehrgeizigen Progressleute spielen miteinander und irgendwelche toxischen Progresser suchen sich halt die Elite, um sich bei dieser mit ihrer räudigen Art einzuschleimen. :^) Im Teamspeak haben "Noobs" miteinander und "Pros "miteinander aber gleichermaßen gelacht, als sie für gemeinsame Abenteuer ausgezogen sind - die Noobs vielleicht sogar ein wenig mehr.

    Generell hab ich eigentlich am liebsten Leuten gespielt, die zwar gut waren, aber keine übermäßigen Ambitionen hatten, "die besten" zu sein. Die waren meistens recht angenehm drauf, man konnte viel Content mit ihnen bewältigen und sich gegenseitig am Ende auf die Schulter klopfen. Aber die Leute muss man leider erst mal finden, wenn man neu in 'nem Spiel oder auch nur auf 'nem neuen Server aufschlägt.



    Zu meinem Bias: Ich hab 2008 bis 2010 Metin 2, dazwischen diverse F2P-MMOs und von 2010 bis 2018 Aion, 2014 mal ArcheAge, 3 Minuten lang FFXIV, ESO und Black Desert gespielt. Ein MMO wegen toxischer Userbase habe ich nie abgebrochen, sondern eher daher, weil der Weg vom Random zum guten Spieler oft komplett intransparent ist und meiner Meinung nach die meisten MMOs erst dann interessant werden, wenn man die tieferen Mechaniken des Spiels verstanden hat und sich in irgendeinem Teilbereich, sei das nun PvE, PvP oder etwa sogar Crafting oder RP, selbst wiederfinden und profilieren kann. Habe MMOs aber gleichermaßen 0815 wie auch Hardcore gespielt - und beides hat wunderbar funktioniert. Man braucht meiner Meinung nach aber definitiv gleichgesinnte Leute, weil allein machen diese Games mir absolut keinen Spaß.


    Und zu Team-based-PvP-only-Games: Funktionierendes Match Making, danke, mehr braucht's nicht. Wobei ich in einem Jahr Overwatch so viel Toxicity erlebt hab wie in 10 Jahren MMOs - und LoL soll ja noch viel schlimmer sein. :unsure: