Beiträge von bodennaher monarch

    Derek Chauvin wird ein third-degree-murder (was nach der Definition von Minnesota im deutschen Recht wohl am ehesten der Körperverletzung mit Todesfolge entsprechen dürfte) und ein second-degree-manslaughter (auch involuntary manslaughter, am ehesten wohl nach unserem Verständnis eine fahrlässige Tötung) vorgeworfen.


    Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde die Anklage gegen Chauvin auf second-degree murder erhöht. Die Anklagen wegen third-degree murder und second-degree manslaughter verbleiben. Auch die drei anderen Polizisten am Tatort wurden der Mithilfe und Begünstigung der erwähnten Straftaten angeklagt. [Quelle]

    Klingt sehr cool ^-^


    Sehe ich das richtig, dass man (rein zeitlich lol) nicht alle Felder füllen muss, um teilnehmen zu dürfen? Und wie sieht es mit Progresspics aus bzw. muss/soll man erst posten, wenn man wirklich fertig ist (wie weit man dann halt auch immer kommt)?

    Ich finde nicht, dass man die Schrecklichkeit der Situation am Tod des Opfers festmachen sollte, sondern vorher schon ansetzt. Das geht jetzt wohl an der ursprünglichen Frage vorbei, aber ich tu mich auch ein wenig schwer damit, wenn Menschen "nur" wegen der Konsequenz "gestorben" sowas stärker verurteilen. Das eine Opfer stirbt, das andere nicht. Letztendlich bleibt die Handlung doch trotzdem immer die gleiche. Ist es da sinnvoll, die Strafe anders zu gestalten?


    Ich denke, selbst abseits von rechtlichen Überlegungen (niemand will hier die xte Abhandlung zu Erfolg oder Kausalität lesen lol) hätte man grosse Schwierigkeiten, solche Überlegungen der Allgemeinheit schmackhaft zu machen. Generell führen härtere Strafen und das Gefühl der Vergeltung für begangenes Unrecht bei einem grossen Teil der Bevölkerung halt nach wie vor für eine grössere Zufriedenheit mit dem Rechtsstaat. Das geht so weit, dass auf gesellschaftlichen Druck hin in der Schweiz faktisch "tote" Artikel wie derjenige zur lebenslänglichen Verwahrung eingeführt werden, obwohl das wohl vor keinem Gerichtshof für Menschenrechte durchkommen würde - einfach, weil die Leute viel Wert auf ein (fiktives) Gefühl der Sicherheit legen. Wenn man den Taterfolg komplett ausblenden und nur noch die Schwere der Handlung beurteilen wollen würde, wie lange würde es wohl gehen, bis es heftige Proteste auslösen würde, dass jemand, der einen anderen tötet, gleich "milde" bestraft wird, wie jemand, der einen anderen auf die gleiche Art "nur" schwer verletzt? Ich denke, schlussendlich würde das am ursprünglichen moralischen Problem wenig ändern, es würde sich höchstens umkehren.

    Nichts für Ungut, aber ich finde es schon teilweise etwas amüsant, dass der erste Reflex von Juristen in juristischen Diskussionen, besonders hier im Forum, fast immer ist, mit Jura-Studentenwissen aus dem ersten Semester zu flexen. Dabei war meine Grundintention doch eine ganz andere: Die Aussage von @Bastet war, dass Gesetze nicht in Stein gemeisselt oder "logisch" (im Sinne von natürlich zwingend) sind, sondern schlussendlich das, was die Menschen, die sie bestimmen, daraus machen - ein völlig berechtigter Einwand, der einige interessante Diskussionen auslösen kann. Dann aber auf meine Nachfrage, wie man dann Definitionen von Tötungsdelikten anders formulieren oder sich anders vorstellen könnte, mit ellenlangen jurstischen Abhandlungen zu antworten, wie das Strafrecht dahingehend ist, verfehlt doch völlig den Punkt einer solchen Diskussion - nämlich dass Recht eben nicht nur ein Ist-Zustand ist, sondern auch moralische, soziologische, (prozess-)ökonomische oder philosophische Komponenten aufweist. Kommt Leute, ihr dürft auch ruhig mal etwas kreativer diskutieren, als nur Strafrechtsschmöcker zu wälzen :(


    Auf die Gefahr hin, dass ich alle möglichen Szenarien gerade übersehe, werde ich mal den Ansatz rein, dass man sagen könnte, es ist dann ein Mord, wenn die Handlung, die zum Tod geführt hat, im Kontext der Situation nicht nötig war?

    Da stellt sich dann halt die Frage, was ist "nötig"? Gerade ein Abstellen auf den "gesunden Menschenverstand" ist halt immer eine heikle Sache, weil droht, dass man den Blick für die konkrete Tat, das konkrete Opfer und den konkreten Täter verliert. Ist es "nötig", dass eine Frau ihren Partner tötet, der sie seit Jahren Psychoterror und häuslicher Gewalt aussetzt? Schliesslich hätte sie ja trotzdem andere Optionen. (Klingt jetzt vielleicht etwas populistischer als gemeint, aber denke, man versteht, was ich meine.

    "Ich bin mit Mensch XY befreundet, ich kann also nicht Z sein"


    Und genau das gleiche Argument wird auch von Leuten genutzt, die sich krampfhaft als ally darstellen wollen. Ich bin mir absolut bewusst, dass du keine bösen Hintergedanken bei deinem Beitrag hast, aber sorry, es ist nun mal die exakt gleiche Formulierung, die du danach selber kritisiert hast. Ob da jetzt steht, dass man "kein X ist, weil man einen Y-Freund hat" oder dass man "absolut X ist, weil man sogar Y-Freund hat" kommt im Endeffekt auf genau das Selbe heraus.


    Mal ganz davon abgesehen ist "ich würde sogar so weit gehen" vielleicht auch nicht die geschickteste Formulierung. Das klingt wiederum so, als würdest du dich auf ein moralisches Podest erheben, weil du in deiner Philanthropie so weit gehst, dass du sogar mit LGBT-Leuten befreundet bist. Wie gesagt, klar, nicht so gemeint, würde trotzdem etwas mehr darauf achten.

    Sorry, aber das ist dasselbe Argument wie "Ich bin mit einem Schwarzen/Türken 'befreundet', ich kann also nicht rassistisch sein"


    Du meinst das exakt gleiche Argument, das du selber vorgebracht hast?

    Ich bin nicht homosexuell, dennoch akzeptiere ich diese Sexualität und würde sogar so weit gehen und sagen, dass ich mit Homosexuellen Menschen befreundet bin.


    Das ist doch genau der selbe Fall von "collectables", der davor kritisiert wurde, darum wundert es mich ein wenig, dass das in die umgekehrte Richtung jetzt einfach ignoriert wird.



    Wo habe ich irgendetwas von Rassismus gesagt? Es ist nur ein Gedanke und nichts weiter, aber ich sehe schon, mit euch kann man sich nicht unterhalten oder diskutieren..


    Um mal vom gehaltlosen Hate-Stockpille wegzukommen (und das ist keine Belehrung Gucky ok) - die Frage ist doch viel mehr: Welchen Mehrwert versprichst du dir von einer solchen Debatte? Diskutieren und als Gedankenexperiment durchspielen kann man vieles, aber selbst wenn dir die Leute hier zugestimmt hätten, was hättest du davon gehabt, ausser einen "Checkmate"-Moment? Das ist ja genau das, was bereits angesprochen wurde: Solche Diskussionen, egal wie "theoretisch" sie auch gemeint sind, wirken sich - teilweise subtiler, teilweise weniger - auch auf die Denkweise und Handlungen von Personen aus. Wenn man sich nun ständig wieder auf solche "aber warum ist es eigentlich schlimm, zu diskriminieren?"-Debatten einlässt, führt das nicht nur zu Rückschritten in der öffentlichen Akzeptanz von Minderheiten, sondern auch dazu, dass sich Leute, die eben jenes Gedankengut wirklich haben (womit ich nicht sagen will, dass ich dich dazu zählen würde), sich in ihrer Meinung auch noch bestätigt fühlen.

    Es gibt Situationen, in denen Diskussionen über Akzeptanz bestimmter Lifestyles nicht nur richtig, sondern auch wichtig sind. Sei das, um bestimmte rechtliche Veränderungen herbei zu führen, oder, um eben jene Akzeptanz zu hinterfragen. LGBT, Rasse, Hautfarbe etc. scheinen für mich aber nicht in diese Situationen zu fallen (wie man an der sehr gehaltvoll geführten Diskussion hier auch sieht lol).

    Wobei ich mich frage, wie oft man erwähnen muss, dass Gesetze nur menschengemachte Regeln sind


    Das sind sicher interessante Diskussionen, die man führen kann und auch sollte. Mir ging es bei meinem Beitrag jetzt auch weniger darum zu philosophieren, wo Mord anfangen oder aufhören sollte, sondern lediglich darum, Begrifflichkeiten etwas näher einzugrenzen, die zumindest in den Medien aktuell relativ "frei" definiert und benutzt werden.


    Ganz davon abgesehen ist das aber definitiv etwas, was ich gerne auch aus anderen Blickwinkeln diskutiere. Wo und wie würdest du denn Tötungsdelikte voneinander abgrenzen, damit im Endeffekt nicht jede Tötung plötzlich "gleich" behandelt wird?

    Mich würde ja schon interessieren, wer diese "Flaggen" gemacht hat. Immerhin ist es schon dezent abwertend und ausgrenzend, alles so bunt zu machen und dann Heteros schwarz-weiß.



    Ja, wie können es diese LGBT-Leute wagen, sich alleine so bunte Farben wie *checks notes* grau, schwarz, weiss und mattes rosa oder grün vorzubehalten. Zum Glück werden die für ihre Sexualität nur verfolgt, beleidigt, geächtet, getötet, bespuckt oder aus ihren Familien geworfen und müssen nicht auch noch mit der Ausgrenzung und Abwertung leben, keine farbigen Flaggen verwenden zu dürfen :(

    Der Polizist begeht mit einer, für mich bisher beispiellosen, Kaltblütigkeit und Brutalität nichts anderes als einen Mord. Denn genau das ist es, ein MORD.


    Das hingegen ist wohl übertrieben (und rechtlich kaum haltbar), sagen doch die mittlerweile vorliegenden Autopsieberichte, dass Floyd nicht an Asphyxie oder Strangulation starb. Die Verhaftung hätte aber, in Kombination mit seinen bereits vorhandenen Erkrankungen (koronare Arterienerkrankung und hypertensive Herzkrankheit) möglicherweise zu seinem Tod beigetragen. Dementsprechend kam es auch zu keiner Mordanklage nach unserem Verständnis (auch wenn die Medien gerade gerne Begriffe vermischen und anderes behaupten): Derek Chauvin wird ein third-degree-murder (was nach der Definition von Minnesota im deutschen Recht wohl am ehesten der Körperverletzung mit Todesfolge entsprechen dürfte) und ein second-degree-manslaughter (auch involuntary manslaughter, am ehesten wohl nach unserem Verständnis eine fahrlässige Tötung) vorgeworfen.

    • Lorelei basiert wohl auf der Loreley-Sage - das ist zwar nicht Localization-exclusive, weil sie auch im Englischen so heisst, aber könnte man zumindest erwähnen, weil Deutschlandbezug.


    Und noch zwei Namensbedeutungen von Pokewiki, wobei ich zugegebenermassen beim Zweiten den Zusammenhang zu Apollon nicht sehe lol

    • Sandamer: Redewendung "wie Sand am Meer"
    • Alpollo: Albtraum + Apollon



    "Ich wusste ja, dass der Begriff abwertend und beleidigend gegenüber einer Volksgruppe ist, aber dass der auch noch rassistisch ist, konnte ich ja nicht ahnen" - kannst du dir nicht ausdenken solche Statements, herrlich.

    Tut mir leid Edex, aber ich finde es schon etwas bizarr, dass ausgerechnet du dich hier jetzt plötzlich so rechtschaffen hinstellst. Bis vor kurzem hast du zur Bekämpfung von Covid-19 noch die abstrusesten Lösungen, von irgendwelchen Luftpumpen in allen ÖVs bis hin zu einem kompletten wirtschaftlichen Lockdown, vorgeschlagen, nur damit du nicht den Diskomfort einer Schutzmaske "ertragen" musst - und jetzt sollen Leute für das Wohlbefinden eines ihnen komplett fremden Mannes in einer emotionalen Extremsituation ihr eigenes Wohlbefinden/Leben aufs Spiel setzen? Zivilcourage ist wohl wirklich nur solange gut, wie sie einen nicht selber betrifft.

    Thema mal ausgraben


    Kürzlich wurde die lange Geschichte US-amerikanischer Polizeigewalt gegenüber Dunkelhäutigen um ein weiteres trauriges Kapitel erweitert. Der 46-jährige George Floyd, der sich gemäss Polizeiaussage "der Verhaftung widersetzte" verstarb am Montag, nachdem ein Polizeibeamter dem gefesselten Mann mehrere Minuten lang das Knie auf Nacken und Hals drückte. Auf einem Video, welches ein aufgebrachter Passant filmte (siehe Spoiler), ist zu sehen, wie der Mann sagt, dass er nicht atmen kann und um sein Leben fleht. Kurz darauf bleibt Floyd bewegungslos liegen, der Polizist lockert seine Krafteinwirkung aber erst, als der Rettungswagen auftaucht.


    Die verantwortlichen Polizisten sind mittlerweile freigestellt worden und eine interne Untersuchung wurde gestartet.


    Ist ja nicht so, als wäre das Erste, was man in irgendeiner Art von Dienst lernt, dass man Personen nicht mal gefesselt mit dem Bauch auf dem Boden liegen lassen soll, geschweige denn auch noch zusätzlichen Druck ausüben. Es ist erschreckend, wie sehr die Polizeistrukturen in den USA nach wie vor von Rassismus durchzogen sind.

    Hallo, ich bin dumm und habe versehentlich "Die Welt der Schafe" als eigenen Blog übernommen, obwohl es sich dabei nur um einen Artikel in einem bereits nominierten Blog handelte. Entsprechend habe ich diesen entfernt und dafür ""Hilfe, ich blick nicht durch!" - Ein Videoguide zum Forum" per random.org aus Gruppe 2 in Gruppe 3 verschoben, damit die Gruppengrösse wieder gewahrt bleibt.


    Macks  Daidalos  Mipha schaut doch bitte noch mal kurz über euren Vote und passt diesen an, sorry für die Umstände!

    Nominierung | Werbe-/Diskussionstopic


    Und schon kommen wir bei der Suche nach dem Lieblingsblog der Bisaboardler zum nächsten Schritt: der ersten Abstimmungsrunde! Es wurden insgesamt 27 Blogs nominiert und ihr müsst jetzt entscheiden, welchen dieser Blogs ihr in der nächste Runde sehen möchtet.


    Beachtet beim Voten bitte folgendes:


    • In jeder Gruppe darf man für maximal 3 Blogs seine Stimme abgeben. Natürlich darf auch für weniger Blogs gevotet oder Gruppen komplett ausgelassen werden.
    • Benutzt bitte die Voteschablone unten und löscht die Blogs heraus, für die ihr nicht votet.
    • Die erste Votingphase läuft bis Dienstag, 02.06. um 23:59 Uhr.


    Gruppe 1

    💩-Blog

    Gedanken und Interessen eines Südis

    words uff se weak

    Bliblablubberbloggen

    Der Welten-Blog

    Die Kyrby Region mit neuen Pokémon und neuen Startern


    Gruppe 2

    Liberlos' Gedanken und Gefühle

    PinguingÄng

    Von Pfirsichen und Mondsteinen

    semilustige bisaboard memes

    Des Käpt'ns Kartensammlung



    Gruppe 3

    Daily Kitty

    Fanarts Part 2

    Arrior talks about things

    Was gewesen war

    "Hilfe, ich blick nicht durch!" - Ein Videoguide zum Forum



    Gruppe 4

    Ich schlag auch Rentner

    Ich spüle auch dich die Toilette runter

    Schäfchenblog

    Attack the Blog

    Zeug fressen


    Gruppe 5

    Doggo Bloggo

    Miphas Reich

    PhänomeWALI 🐋

    Daily Kirino

    Mäcksischer Scheiß



    Falls ihr Fragen habt, stellt diese doch bitte im Werbetopic, welches gleichzeitig als Diskussionstopic dienen soll. Viel Spass beim Abstimmen!