Beiträge von bodennaher monarch

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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    Ich kann da nicht einfach mal anschreiben und fragen "hey, wollen wir was machen?".


    Warum solltest du das nicht können?


    Ansonsten war ich noch nie in einer Bar. Ich wurde aufgezogen, keinen Alkohol trinken zu dürfen und ich verzichte weiterhin darauf, Alkohol zu trinken. Und wenn ich das Wort Bar höre... nein, das ist nichts für mich.


    Würde "Bar" jetzt nicht unbedingt mit krassen Parties, Saufen und lauter Musik assoziieren. Gibt sehr gemütliche Bars, die in den meisten Fällen auch sehr gute nicht-alkoholische Cocktails anbieten (die erst noch günstiger sind). Generell sind jetzt (Ausnahmen gibt es natürlich) Bars im gemütlichen Beisammensein auch nicht unbedingt der Ort, wo sich die Leute komplett abschiessen, darüber würde ich mir jetzt nicht viele Gedanken machen wenn ich du wäre.

    Was sie mit dem Geld macht, weiß ich nicht, aber solange sie niemanden aktiv schadet, oder das Geld aktiv dafür benutzt, dass andere davon verletzt werden, ist das kein Problem für mich, ich würde meine Einstellung aber überdenken, sollte das Gegenteil der Fall sein.


    Ich bin als aller Letztes ein Harry Potter-Fan, darum bin ich in diesem konkreten Fall wohl emotional weniger involviert als andere, aber: Genau das tut sie doch? Wenn ich als einflussreiche Person mit einer solchen Reichweite Hass gegenüber bestimmten Personen(-gruppen) verbreite, schade ich damit aktiv diesen Personen, der Bewegung hinter ihnen und ihrer Akzeptanz ihrer Gesellschaft. Dafür muss man in diesem Fall nun wirklich keine Detektivarbeit begehen, ob Charakter X in ihrem Buch Stereotypen schürt - ihre Aussagen ausserhalb ihrer Bücher sind sehr eindeutig und eigentlich kaum falsch zu interpretieren. Welche Konsequenzen du persönlich daraus ziehst, ist natürlich schlussendlich deine Sache, aber hier nicht von einem entstandenen Schaden zu reden, ist doch etwas naiv.


    Ich gebe ganz ehrlich auch zu, dass ich, was Medienkonsum anbelangt, ebenfalls eher zur Fraktion "konsumiere trotzdem" gehöre, darum bin ich auch in keiner Position, jemanden belehren zu wollen. Möchte trotzdem die Menschen hier, die für sich entschieden haben, das nicht tolerieren zu wollen, auf diese Seiteaufmerksam machen. "Rotten Apples" führt Katalog über Filme und Serien und ob an diesen Personen mitgearbeitet haben, die sexuellem Fehlverhalten beschuldigt (nicht verurteilt, die entsprechenden Resultate also bitte mit zusätzliche Recherche verbinden; die Seite selbst verlinkt nach jedem Resultat entsprechende Artikel, wo man sich über den Fall informieren kann) wurden.

    Ich möchte alle Diskutierenden beider Seiten noch ein Mal dringlich auf den Verhaltenskodex aufmerksam machen. Wir dulden in diesem Bereich weder die Verharmlosung psychischer Krankheiten, noch Gewaltandrohungen oder persönliche Beleidigungen. Eine hitzige Diskussion entschuldigt nicht den Umgangston, wie er auf den letzten Seiten gehäuft vorgekommen ist, deshalb bitte ich darum, dass man sich wieder etwas an den Respekt vor seinen Mitmenschen erinnert.


    (Durch einen momentanen moderativen Engpass muss ich etwaige Änderungen an Beiträgen der letzten Seiten am Handy vorhanden. Ich bitte bereits im Vorfeld um Entschuldigung, falls Beiträge etwas zerschossen werden oder Bezugnahmen übersehen werden.)

    Ein noch größerer Schock für mich ist diese Nachricht:


    https://www.focus.de/panorama/…202009041714&cid=04092020


    Wie kann die Mutter das nur tun? Unerklärlich. Sie hat bewusst ihre Kinder getötet. 5 von 6 ihrer Kinder. Mit 27 6 Kinder..eieieiei, da kannte jemand keine Verhütung. Spaß beiseite, ob aus Hass, Verzweiflung und sonst was. Nichts, auch nichts berechtigt es sowas zu tun. Die Mutter muss da aussagen und entsprechend bestraft werden. Wird wohl mit Sicherheit auf eine lebenslangen Haftaufenthalt hinausgehen oder waren es wieder die psychischen Probleme und sie wäre nicht "strafbar"?


    Um die Übersicht zu wahren, habe ich die aus dieser Newsmeldung entstandene Diskussion in das Thema Kuscheljustiz Deutschland? verschoben. Da ich die Diskussion nicht zu sehr zerstückeln wollte (und da die Hauptdiskussion sich auf die Korrelation zwischen Straftaten und psychischer Behandlung bezog) habe ich mich auf dieses Topic beschränkt, es steht natürlich aber jedem frei, thematisch dort besser passende Punkte auch im Thema Wie denkt ihr über psychische Krankheiten? anzusprechen.

    Auch wenn es sich hier für viele von uns auch weiterhin um ein sehr emotionales Thema handelt, bitte ich darum, wieder zu einem etwas neutraleren und weniger vorwurfsvollen Umgangston zurückzukehren - egal, ob es sich nun um mehr

    Wenn du das schaffst bist du entweder besser als ich oder lässt Mutti den Hauptteil erledigen. [...] und kaum mal vor die Tür geht, dann ist einem das womöglich egal.

    oder weniger

    Das ist so eine furchtbar egoistische aussage und ich empfinde es als regelrecht Menschen verachtend. Ich muss definitiv sagen, dass mein Respekt vor dir als Mensch grade ein ganzes Stück gesunken ist.


    subtile Vorwürfe oder Sticheleien handelt.


    Es steht jedem frei, sich bei bestimmten Aussagen des Gegenübers seinen Teil zu denken und es ist natürlich auch weiterhin legitim, bestimmte Handlungen oder Denkweisen mit Fakten zu hinterfragen, wo dies sinnvoll ist. Allerdings bringt es Diskussionen wirklich nicht voran, ständig zu betonen, wie egoistisch X ist oder wie enttäuscht man von Y, weswegen das in Zukunft bitte unterlassen werden sollte.

    Hollow Knight (PS4)


    Gurke mittlerweile irgendwo bei 104% Completion rum und es stehen fast nur noch Dinge aus, für die ich mich wirklich nicht hochrappeln kann gerade (Colosseum of Fools, Delicate Flower, Grimm Troupe...), weswegen ich wohl bald eine Pause einlegen werde. Hollow Knight hat sich aber definitiv zu einem meiner Lieblingstitel hochgemausert. Ich liebe einfach diese ruhige, melancholische Atmosphäre und auch wenn der Schwierigkeitsgrad teilweise wirklich etwas frustrierend sein kann, gibt es immer genug zu tun, um sich von schwierigeren Partien auch längerfristig etwas abzulenken, wodurch weniger Frustration aufkommt.

    Muss ehrlich gestehen, ich bin kein sonderlich grosser Replayer. Das liegt einerseits daran, dass ich durch PlaystationNow (und mein Kaufverhalten hust) eigentlich dauernd neue Spiel habe und andererseits daran, dass ich fast ausnahmslos mit meinem Bruder spiele und sich so in erster Linie Co-Op-Spiele zum Replay anbieten, wenn überhaupt. Trotzdem habe ich auf Anhieb zwei Spiele im Kopf, die wir wohl in nächster Zeit replayen werden:


    Resident Evil 5


    Ja, ziemlich kontroverse Wahl, aber a) verstehe ich nicht, warum das ähnlich action-heavy RE4 so in den Himmel gelobt wird, während RE5 dafür kritisiert wird und b) ist es ein Co-Op-Spiel juhu. Wäre jedenfalls der 3. Playthrough nach jeweils einem Playthrough auf Normal- und Veteran-Schwierigkeit und vermutlich wagen wir uns dann mal an den Professional-Mode, welcher nach dem Veteran-Mode freigeschaltet wird und auf dem Papier schon mal ziemlich unerbittlich aussieht. Freue mich sehr darauf, aber hab definitiv schon einige Stellen im Kopf, die mich bereits im einfacheren Schwierigkeitsgrad frustriert haben, davor fürchte ich mich definitiv mehr als vor den Zombies lol



    Salt and Sanctuary



    Etwas weniger bekanntes Spiel - Salt and Sanctuary ist ein 2D-Dark Souls-Klon, der dementsprechend mit ein paar Abstrichen Co-Op gespielt werden kann. Haben das Spiel heute das erste Mal durchgespielt und werden definitiv in absehbarer Zeit einen NG+-Run starten, in welchem Gegner stärker werden, aber auch mehr Loot und Salz droppen. Das Spiel ist für einen Dark Souls Klon generell relativ kurzweilig (je nach Erkundungsfleiss sollte man in 10-12h auch blind durchkommen) und steigert sich bis NG+7, sollte uns also noch einige Zeit unterhalten.

    Diesen Monat erschien die neuste Ausgabe des Dudens mit über 3000 neuen Stichworten. Neue Begriffe rund um MeToo, die Covid19-Krise oder die Black Lives Matter-Bewegung haben ebenso Einzug gehalten, wie Informationsseiten zu gendergerechter Sprache. Bei mittlerweile 148'000 Stichworten wird allerdings immer öfter auch die Kritik laut, dass der Duden mit Worten überfüllt sei, die kaum Schwierigkeiten bei der Rechtschreibung geben.


    Am heutigen Mittwoch Donnerstag (wird wirklich Zeit, dass ich mir dafür einen Wecker stelle...) wollen wir deshalb von euch wissen, welche Funktion der Duden in euren Augen heute und auch in Zukunft (eher) erfüllen sollte. Sollte er mehrheitlich als Nachschlagewerk für (schwierige) Rechtschreibprobleme fungieren oder sollte er auch weiterhin eine Art Dokumentationsfunktion der Gegenwartssprache übernehmen?


    Für weitere Diskussionen zu diesem und anderen Themen rund um die deutsche Rechtschreibung und Sprache bieten sich unter anderem folgende Topics an:

    Das "neue" Deutsch - Verfall oder Wandel?

    Deutsche Sprache schwere Sprache?

    Denglisch - komplett Überarbeitet

    Chatsprache "Verblödet"

    Die Frage hier ist also, welche Openings überspringt ihr nicht? Gibt es solche, die ihr selbst nach mehreren Folgen (oder gar unzähligen) trotzdem immer durchhört und gar nicht auf die Idee kommt zu skippen?


    Muss ehrlich zugeben, ich bin absolut jemand, der (Anime-)Intros oft überspringt. Schaue das meiste mit meinem Bruder und dann halt oft auch einige Folgen hintereinander und dann haben wir eigentlich beide wenig Lust, jedesmal durch Musik unterbrochen zu werden. Trotzdem hier meine absolut exquisite Auswahl an Tracks, die man auch mehrmals am gleichen Tag hören kann:



    Wie sieht es mit Songs aus Animes aus, die ihr gar nicht wirklich geschaut habt? Seid ihr schon mal über irgendwelche Openings/Endings gestoßen, die ihr dann trotzdem rauf und runter spielen konnten?


    Brauche zu Opening ehrlich gesagt keine besonders grosse emotionale Bindung, um sie catchy zu finden. Glaube aber das Opening, das mir am meisten geblieben ist, ohne, dass ich den Anime jemals gesehen hätte, ist dieses hier:


    Möchte nur kurz anmerken, dass zumindest von dem Video des 15-Jährigen mit dem Scooter durchaus geschnittene Versionen im Umlauf waren, in dem Sinne, dass das Video erst began, als die Polizisten den Jungen bereits gepackt hatten. Das kann man durchaus kritisieren, sollte aber nicht die eigentliche Diskussion überschatten meiner Meinung nach.

    Ich denke, an dieser Stelle hat Edex ausführlich erklärt bekommen, was die richtige Herangehensweise wäre und es liegt nun an ihm, ob und wie er dies umsetzen will. Weitere Ratschläge bitte über privatere Kanäle, bevor man sich noch weiter im Kreis dreht.

    Da der Fokus deines Beitrags hauptsächlich die Kritik an der zuständigen Moderation ist, habe ich ihn ins entsprechende Thema verschoben.


    Löschbegründungen haben meist zweierlei Funktion. Einerseits machen sie für die Allgemeinheit ersichtlich, warum ein Beitrag, auf den sie unter Umständen bereits eingegangen sind, nicht mehr auffindbar ist. Andererseits dienen sie aber auch als Hinweis für den Verfasser des Beitrags, sei dies als Hinweis auf eine Nachlässigkeit oder ein tatsächlich es Fehlverhalten.


    Die Passage, die ich aus deinem Beitrag entfernt habe, enthielt unter anderem folgende Aussagen:


    "Das ist ja krass wie viele hier seelische und psychische Krankheiten haben und das meistens durch Selbstdiagnose. Jeder zweite Ratschlag den ich lese handelt darum "Ich habe auch blablabla, aber ich mache das beste daraus!". Nicht dass ich eure Krankheiten lustig finde, aber manchmal kommt mir das hier wie ein Wettbewerb vor wo jeder dem anderen ungefragt seine Krankheiten ins Gesicht drücken muss."

    "Wie gesagt, ich finde eure Krankheiten weder lustig noch unglaubwürdig, aber irgendwie hat hier ja jeder irgendwas was nicht "normal" ist. Als wäre das die Bedingung um hier Mitglied zu werden "Sie wollen sich im Bisaboard anmelden? Welche Krankheiten können Sie vorweisen?" ..."


    Ungeachtet deiner eigentlichen Intentionen oder Beteuerungen sind solche Aussagen klar dazu geeignet, fremdes Leiden herunterzuspielen, zu relativieren und sich darüber lustig zu machen. Während ein Post im WuTT natürlich nicht automatisch vor Kritik schützt, ist es uns ein Anliegen, für Hilfesuchende einen Ort zu schaffen, in welchem insbesondere ihre psychischen Leiden von anderen nicht bewertet oder hinterfragt werden. Du bist bereits in der Vergangenheit als jemand aufgefallen, der sich nur schwer in solche Probleme hineinversetzen und ihnen mit der nötigen Ernsthaftigkeit begegnen kann. Dementsprechend kannst du diesen Löschhinweis auch als bitte an dich sehen, auf Themen, wo dir die nötige Einsicht und das Feingefühl fehlen, unter Umständen weniger intensiv einzugehen.


    Bei weiteren Fragen kannst du dich jederzeit an mich wenden.

    Können wir jetzt mal wieder zum normalen Umgang zurückkehren?


    Das möchte ich so unterschreiben und alle Diskutierenden daran erinnern, sich auch bei emotionalen Themen um einen möglichst sachlichen Umgangston zu bemühen. Die Diskussionen der letzten Seiten sind richtig und wichtig, sollten aber nicht zu einem Kreislauf aus Kreuzfeuer und Rechtfertigung verkommen.

    Ich finde es ehrlich gesagt auch super creepy so sehr zu hinterfragen, was jemand anderes in der Hose hat. Ja, auch beim Dating. Sicher, es wäre gut vorm ersten Sex da was zu wissen, aber prinzipiell ... wer sagt, er liebt Männer, aber trans Männer ausschließt, der ist transfeindlich. Ganz simpel.

    Sorry, aber genau solche Diskussionen sind meiner Meinung nach Gatekeeping, welches der Thematik der Akzeptanz eher schadet als nützt. Gerade für Leute, die sich mit der ganzen Thematik einfach noch nicht so stark auseinandergesetzt haben, aber dazu lernen wollen, wird erst mal halt vieles befremdlich wirken. Wenn man dann aber bei jeder kleinsten Reservation oder Abweichung direkt als homo-, transphob oder was auch immer bezeichnet wird, führt das irgendwann logischerweise dazu, dass man abblockt. Egal, wie tolerant sich jemand verhält, wird irgendetwas wieder herausgepickt, was doch noch nicht optimal ist, damit die andere Person als bigot dargestellt werden kann.

    Meinetwegen bin ich dadurch in deinen Augen transfeindlich, aber ich kann nicht im Geringsten nachvollziehen, wieso einen die Geschlechtsteile seines (Sexual)Partners nichts angehen dürften oder wieso einen die Einschränkung der eigenen Partnersuche transphob macht.

    Sport ist Mord, aber die Pandemie wütet ja eh schon - einige von uns hatten in den letzten Monaten deutlich mehr Zeit für Hobbies, als wir uns das gewohnt sind. Deshalb möchten wir diese Woche von euch wissen, wie intensiv ihr euch in der Coronazeit sportlich betätigt habt: Seid ihr zu wahren Sportskanonen mutiert oder war Netflix doch verlockender?


    Für weitere Diskussionen bieten sich unter anderem folgende Themen an:

    Training und Fitness

    Tanzen - Leidenschaft oder Langeweile?

    Was sind eure Hobbys? Warum macht ihr es gerne?

    Link: https://www.youtube.com/watch?v=Dxm3cHrKcbA

    Länge: 3:31


    Link: https://www.youtube.com/watch?v=scS64l3wvew

    Länge: 4:40


    Link: https://www.youtube.com/watch?v=8Ee4QjCEHHc

    Länge: 3:51


    Link: https://www.youtube.com/watch?v=KFof8aaUvGY

    Länge: 2:53


    Link: https://www.youtube.com/watch?v=Asiyu-wnYOo

    Länge: 3:14


    bisschen chilligen summer sound für meine homies

    Okay, ich antworte darauf trotzdem noch. Ich erwarte zwar leider eher festgefahrene Positionen, aber ich will dich trotzdem nicht einfach so im Leerlauf lassen:


    Wieso soll ich jetzt bei einem Drogensüchtigen mehr Verständnis haben für sein unangebrachtes Verhalten, als bei einem alkoholisierten Menschen? Weil beim ersten Beispiel gehts um "Beleidigung und Verfolgung (Rajani wurde ja verfolgt, wer weiss was der Typ vorhatte?!)" und bei meinem Beispiel gehts um "Schlägerei"?


    Natürlich ist nicht in erster Linie das Konsummittel relevant, darum ging es mir auch gar nicht. Vereinfacht dargestellt lösen Alkohol und illegale Drogen beide einen Rausch aus, der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit der Betroffenen beeinträchtigt oder ganz aufhebt. Der Grund, wieso man deine beiden Beispiele nicht vergleichen kann, ist für mich eher die Art des Konsums. Du hast einerseits (stark) alkoholisierte Jugendliche. Diese sind im Moment ihres Konsums zwar temporär beeinträchtigt, müssen aber wohl, wenn sie sonst moderat/unregelmässig trinken, nicht mit Langzeitfolgen rechnen oder damit, dass sie auch vor oder nach dem Konsum nur beeinträchtigt handlungsfähig wären. Auf der anderen Seite hast du Personen*, die bereits seit Jahren/Jahrzehnten regelmässig harte Drogen konsumieren. Ihr Verhalten ist nicht nur während dem Konsum bzw. des Rausches beeinträchtigt, sondern auch davor und danach. Sei dies durch Entzugserscheinungen, langfristig durch Drogenkonsum veränderte Persönlichkeit oder durch psychische Erkrankungen, welche eine Langzeitfolge des Drogenkonsums sind. Diese Menschen sind oft nie wieder "normal", sie befinden sich nicht in einem Rausch, aus dem sie wieder "aufwachen" und der ihnen nur temporär zusetzt. Das mag wie gesagt solche Taten nicht entschuldigen, aber man muss sich einfach vor Augen führen, dass es sich hier um Menschen handelt, die oft nicht mehr einsehen können, ob ihr Handeln richtig oder falsch ist, und das nicht nur im Moment des Rausches, sondern generell. Eine Reaktion aus Notwehr heraus, beispielsweise wenn man wirklich körperlich angegriffen wird, ist natürlich etwas anderes. Einen Menschen in diesem Zustand wegen verbaler Ausrutscher zu verprügeln ist aber so ähnlich, als würde man einen Blinden verprügeln, weil er einen dumm angeschaut hat.


    Es ist einfach falsch sowas zu akzeptieren! Am Ende tötet der Obdachlose in seinem "Rausch" noch jemanden. Dann können wir ja alle zusammen der Opferfamilie schreiben "Zeigen Sie bitte etwas Verständnis, immerhin war der Täter ein Drogensüchtiger!"


    Bitte hör endlich mal mit dieser Versentimentalisierung auf, wenn das Thema ein ganz anderes war. Es ist einfach richtig ekelhaft, jede Diskussion zu instrumentalisieren, indem man irgendein komplett imaginäres Verhalten aufgreift, um das es gar nicht ging (mit keiner Gedankenakrobatik dieser Welt ist eine Tötung die nächste Eskalationsstufe einer Beleidigung), nur, damit man mit irgendwelchen trauernden Familien argumentieren kann. Mit diesen Gedankengängen tust du schlussendlich nichts anderes, als dir insgeheim zu wünschen, dass bestimmte Verbrechen passieren, damit sie deine Argumentation unterstützen.


    *in der Diskussion selbst waren es Obdachlose, das impliziert aber natürlich nicht, dass Obdachlose generell ein Suchtproblem hätten oder Sucht und Armut zwingend korrelieren.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde es oftmals schon etwas erstaunlich, aus welcher beinahe schon weltfremden Studiertenbubble hier teilweise diskutiert wird.


    Ist Selbstjustiz etwas, das wir als Gesellschaft unterstützen und richtig finden sollten? Nein, natürlich nicht, weil sie unseren Rechtsstaat und fundamentale Regeln unseres Zusammenlebens aushebelt.

    Ist diese Tötung alleine durch die Trauer einer Mutter zu rechtfertigen? Nein, und die Umstrittenheit des Urteils zeigt, dass durchaus auch eine höhere Strafe vertretbar gewesen wäre.


    Aber ungeachtet aller Logik, die wir hier als komplett Aussenstehende auf diesen Fall anwenden, geht es hier um eine Mutter, die aus Verzweiflung, Wut und Trauer über den Tod ihres Kindes und wohl auch aus fehlendem Vertrauen gegenüber der Justiz gehandelt hat. Das mag moralisch fragwürdig sein, aber der Mensch und seine Handlungen lässt sich in der Realität eben nicht nur mit Kant, Utilitarismus und Mordparagraphen erklären.