Beiträge von Claike

    Es gehört halt auch zur Meinungsfreiheit, dass man nicht nur darüber schweigt, sondern es auch sagt was man hasst.


    Nein, Beleidigungen gehören nicht zur Meinungsfreiheit. Im Gegenteil, sie stellen sogar eine Persönlichkeitsverletzung dar und sind sogar strafrechtlich relevant, wie man ja an diesen Beispielen wieder schön sieht.

    (J)RPGs


    Wobei man hier vermutlich anfügen müsste, dass ich vor allem die klassischen RPGs mit rundenbasiertem Kampfsystem meine. Ansich mag ich viele Elemente typischer RPGs, also vor allem das Customizen von Charakteren und Stats und das Aufleveln/Upgraden von Waffen und Ausrüstung. Aber rundenbasiertes Kämpfen ist einfach so öde, ich kann dem Spielstil wirklich einfach kaum etwas abgewinnen. Bei japanischen RPGs kommt dann oft noch diese überzogene, für Anime typische Dramatik und der typische Anime-Humor mit rein. Beides muss man wohl einfach mögen, ich tus beispielsweise nicht.



    Open-World


    Nicht direkt, dass ich das Genre an sich nicht mag. Open-World bietet viele interessante Spiele und Mechaniken, die man in kleineren Spielen so niemals umsetzen könnte. Viel mehr sind die Spiele einerseits einfach nichts für mich, weil ich meist mehrere Spiele nebeneinander Spiele und Open-World einfach so ein extremer Zeitfresser ist, in dem man sich immer mal wieder stundenlang in irgendwelchen irrelevenaten Nebenquests verirrt und zumindest ich schaffe es so kaum, ein Open-World-Spiel jemals fertig zu spielen. Andererseits missfällt mir dieser Open-World-Trend der letzten Jahre. Hat sich in letzter Zeit wieder etwas abgeschwächt (vor allem zu Gunsten des Battle Royal Hypes lol), aber eine Zeit lang hatte man wirklich das Gefühl, kein neuer AAA Title konnte erscheinen, ohne, dass er irgendwie in ein Open-World-Setting gepresst wurde, nur um möglichst viel (durchschnittlichen) Content anbieten zu können. Manchmal ist grösser auch besser, aber halt wirklich nicht immer.



    "Künstliche" Difficulty


    Okay, das ist jetzt wirklich kein Genre mehr, aber ich will es trotzdem hier reinpacken. Ich spiele momentan Sekiro recht ausgiebig und will anmerken, dass das genau eines der Spiele ist, die ich damit nicht meine: Schwierig, aber fair und nicht cheap. Ein besseres Beispiel ist dafür eher das erste The Evil Within, dass ich aus diesem Grund auch nie beendet habe: Eigentlich ein durchschnittlich schwieriges Spiel, aber gefühlt jeder grössere Gegner muss noch einen unnötigen One-Hit-Kill-Move bekommen, so dass man so gut Spielen kann, wie man will, es kommt trotzdem öfters vor, dass man stirbt und sich dabei einfach vom Spiel verarscht vorkommt. Auch Bullet-Sponges und Endgegner mit möglichst absurden HP-Zahlen (wie sie die Final Fantasy-Spiele so mögen) sind für mich einfach uninteressant und eine künstliche Streckung von Content.

    Ich weiss ja nicht, ob ein Fitnesscenter der richtige Ort ist, um Kontakte zu knüpfen. Erfahrungsgemäss wollten die Leute da einfach in Ruhe trainieren und nicht inmitten eines Sets von der Seite angelabert werden.

    Ich gehe stark davon aus, dass viele der Pokémonspiele im weiteren Verlauf des Turniers, besonders, sobald die Gruppen deutlich kleiner werden, noch einiges an Stimmen einbüssen werden. Bei so einem grossen Pool an Spielen stimmt man halt eher für Spiele, die man kennt und "nicht schlecht" findet, bevor man in späteren Runden die Spiele wirklich kritischer gegeneinander abwiegt.

    Trotz Burnout und null Akzeptanz! Ein Leben voller Ignoranz! F*** d*** Rangnick!


    Wie von den Dortmunder eine klasse Aktion von Mönchengladbach. Keinen Fußbreit für dieses Raba Konstrukt!


    Ja, sich über psychische Erkrankungen lustig machen weil jemand einem unsympathisch ist, wirklich eine klasse Aktion :thumbsup:

    Spirit Tracks kommt übrigens in Gruppe 12 und 15 vor Dähr Macks  


    Gruppe 9

    Pokémon Colosseum

    Pokémon Gold

    Red Dead Redemption

    Super Mario Odyssey

    The Last of Us

    Super Mario 64


    Gruppe 10

    Pokémon Silberne Edition: Soul Silver


    Gruppe 11

    The Legend of Zelda: Links Awakening

    Super Mario Sunshine

    The Legend of Zelda: A Link to the past


    Gruppe 12

    Okami

    Ori and the Blind Forest

    Pokémon XD - Der dunkle Sturm

    Final Fantasy X

    The Witcher 3: Wild Hunt


    Gruppe 13

    Celeste

    Heavy Rain

    Oddworld: Abe's Oddysee

    Sekiro - Shadows die Twice

    Super Smash Bros. Melee


    Gruppe 14

    Bastion

    Conker's Bad Fur Day

    Detroit: Become Human

    Metroid Fusion

    Mario Strikers Charged Football


    Gruppe 15

    Metal Gear Solid

    The Legend of Zelda: Twilight Princess



    Gruppe 16

    Banjo-Tooie

    Super Metroid

    The Legend of Zelda: The Wind Waker HD

    Pokémon Smaragd

    Ich verstehe glaube zumindest, was Mimimi meint. Durch die ganze Anime- und Manga-Kultur haben wohl nicht wenige einen eher... verklärten und teils wohl auch romantisierten Eindruck des Landes. Das kann einen natürlich stören, ist aber - wie die Leute vor mir schon richtig meinten - auch bei vielen anderen Ländern so, weil sich die Leute nun mal meist an dem orientieren, das sie kennen. Rein politisch gesehen würde wohl tatsächlich kaum ein Land noch als Urlaubsziel in Frage kommen, wenn man solche Negativpunkte abwägt.

    Gruppe 1


    Earthbound

    Final Fantasy VI

    The Legend of Zelda: Majoras Mask

    Super Smash Bros. Ultimate



    Gruppe 2


    Pokémon Snap

    Super Mario Galaxy

    Pokémon Goldene Edition Heartgold



    Gruppe 3


    Borderlands 2

    Resident Evil 1 Remake

    Silent Hill 2

    The Legend of Zelda: Breath of the Wild



    Gruppe 4


    Bloodborne

    Dark Souls 3

    Jak and Daxter



    Gruppe 5


    Dragon Age: Origins

    Metal Gear Solid 3 - Snake Eater

    The Legend of Zelda: The Minish Cap

    Uncharted: A Thiefs End

    The Legend of Zelda: Ocarina of Time



    Gruppe 6


    Hollow Knight

    Limbo

    Mass Effect 3

    Rayman Legends

    Pokémon Gelbe Edition (Special Pikachu Edition)



    Gruppe 7


    Mass Effect 2

    Bioshock Infinite

    Pokémon Platin Edition



    Gruppe 8


    Banjo-Kazooie

    Dishonored: Die Maske des Zorns

    Luigi's Mansion

    Bioshock



    Wehe hier votet jemand für Schrott wie Shadow of the Colossus, The Last Guardian oder das Majoras Mask Remake

    Was ich - unabhängig von meiner persönlichen Meinung zu diesem Thema - immer sehr interessant finde, ist dieses Argument, man fühle sich als Veganer/Vegetarier moralisch überlegen bzw. genauer, wie negativ diese angebliche moralische Überlegenheit meist konnotiert wird. Insbesondere deshalb, weil ein Grossteil unseres Zusammenlebens auf Moral aufbaut - nicht nur sittliche Grundsätze, sondern auch der grösste Teil unserer Rechtsordnung und beinahe jede politische Debatte beruhen darauf, dass jemand einen Moral Highground einnimmt und irgendwann mal die Gesellschaft festlegt, welches Verhalten und welche Handlungen in diesem Gebiet moralischer sind als andere. Das ist ein eigentlich völlig normaler Prozess, der aber nur dann als negativ gewertet wird, wenn er die eigenen Gewohnheiten hinterfragt oder gar kritisiert.


    Schlagworte wie "missionieren" verfehlen dabei meiner Meinung nach den Punkt. Wenn manchen Menschen für sich entscheiden, dass ihnen ein bestimmtes Thema wichtig, eine bestimmte Tat oder Einstellung richtig(er) ist, werden sie sich zwangsläufig dafür einsetzen und versuchen, andere Menschen von dieser Einstellung zu überzeugen. Das ist normal, das ist menschlich, so funktioniert politischer Fortschritt. Niemand würde den Leuten, die in den letzten Wochen und Monaten für Umweltschutz, ein freieres Internet und alle möglichen sonstigen Themen auf die Strasse gegangen gegangen sind sagen, sie sollen doch bitte ihre Meinung für sich behalten. Niemand würde Politikern sagen, sie dürfen natürlich gerne so leben, wie sie es für richtig halten, aber doch bitte darüber nicht öffentlich diskutieren. Also warum kommt es dann nur bei solchen Themen überhaupt als Argumentation auf? Auch Selbstbestimmung und das "so leben, wie man es für richtig hält" lasse ich hier nicht gelten, weil das nicht der Punkt der Diskussion ist. Darf ein Raucher selber entscheiden, ob er raucht oder ein Autofahrer selber entscheiden, welche Ministrecken er bereits mit dem Auto zurücklegt? Ja. Darf ich jenes Verhalten kritisieren, weil es nicht nur die Person selber betrifft, sondern auch Umfeld und Umwelt? Anscheinend ja nicht, wenn man der Argumentation des angeblichen "Missionierens" folgt. Dass bewusste Entscheidungen zur eigenen Ernährung aber, wie bei den Beispielen oben, nicht nur einen selbst betreffen, wird oft ausgeblendet.


    Ich ernähre mich weder vegetarisch noch vegan. Ich will mit diesem Post auch gar nicht bewerten, welche Ernährungsweise gut oder schlecht ist. Ich will auch keine Diskussion über Tierrechte oder Ähnliches beginnen, weil das als Fleischesser natürlich eine gewisse Heuchelei aufweisen würde. Aber es ist halt Fakt, dass sich viele Leute aus der Verantwortung schlängeln, sich überhaupt Gedanken zu einem Thema machen zu müssen, indem sie jegliche Diskussionen schlicht als Stimmungsmache und Missionierungsversuche diskreditieren.

    Auf den Film vergeht mir bei deiner Beschreibung schon die Lust, bevor ich ihn noch gesehen habe. x'D


    Ach gönn dir den ruhig und mach dir ein eigenes Bild. Der Film ist ja nicht per se schlecht, er hat für mich nur einfach nicht wirklich funktioniert. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich gerne das ganze Spektrum von Punkteratings benutze und eine 5/10 mag dann schlecht aussehen, ist aber halt einfach "nicht schlecht, aber halt auch nicht gut".

    Ich mag diesen hyperrealistischen Stil nicht, oder bevorzuge eben einen schönen Animestil, und ich mag die typisch amerikanischen Stereotype oftmals nicht: aka GAR/Badass(tm)-Protagonisten an jeder Ecke, egal ob männlich oder weiblich.


    Mir geht es dabei lustigerweise genau umgekehrt: Ich kann mit dieser typisch anime-japanischen Art von Dialogen und Humor wenig anfangen. Mag natürlich auch daran liegen, dass mein hauptsächlicher Überschneidungspunkt mit japanischen Spielen wohl RPGs sind, die mir sowieso so gar nicht gefallen, aber ich kann einfach wenig mit diesen ewig langen Expositiondumps anfangen.

    Gönn dir Kontaktlinsen, wenn dich die Brille zu sehr stört. Davon abgesehen interessiert es die Leute für höchstens 5 Sekunden, wenn jemand plötzlich eine Brille trägt, also mach dir darüber keinen Kopf.

    Wie in meinem Nominierungspost schon angedeutet denke ich, dass viele diese Aktion etwas losgelöst von den Pokémon-Spielen sehen, da es ja schon Beste Pokémon-Edition aller Zeiten gab und es irgendwie langweilig wäre, wenn hier erneut fast nur Pokémon-Spiele gewählt werden würden


    Ist bei mir anders - wenn es Pokémonspiele gäbe, die meiner Meinung nach die Nominierung verdient gehabt hätten, hätte ich sie auch nominiert. Pokémon ist ein cooles Franchise, mit dem ich viele Kindheits- und Jugenderinnerungen verbinde und ich spiele auch einzelne Spiele gerne heute noch zwischendurch. Ginge es um so etwas wie das einflussreichste oder beste Franchise, hätte ich Pokémon vermutlich sogar mitnominiert, aber die einzelnen Spiele sind einfach für mich qualitativ nicht gut genug, da gibt es einfach so viele bessere, kreativere und interessantere Spiele.

    Lilo & Stitch sind reines emotional value, ja. Das sind für mich solche Kindheitsfilme, bei denen ich es für nicht nötig halte, die irgendwie objektiv zerreissen zu wollen.


    Us hat einige interessante Ansätze. Schauspielerische Leistung, Musik und die Grundidee sind alle sehr gut und hätten Potential für eine sehr guten Film gehabt. Peele versucht aber, ähnlich wie bei Get out, zu viele Dinge auf ein Mal zu machen, was dazu führt, dass der Film vieles macht, aber weniges wirklich gut. Er funktioniert nicht als Horrorfilm, weil er nie wirklich gruselig ist und die wenigen Horrorelemente, die wirklich funktioniere, schon ähnlich weitaus besser in anderen Filmen gemacht wurden. Er funktioniert nicht als Mysteryfilm, weil dafür die Erklärungen viel zu hanebüchen wirken und der Plottwist einerseits viel zu vorhersehbar ist und andererseits auch einfach ein Twist ist, damit der Film einen Twist hat, weil er literally keinen Einfluss auf den Film hat. Er funktioniert nur teilweise in seiner Ambition, socially aware zu sein und zum Denken anzuregen, weil der soziale Kommentar teilweise so unsubtil (und teilweise beinahe lächerlich ist), dass es dem Film einiges an seiner Wirkungskraft nimmt - ja Jordan, Scheren, die soziale Kluft darstellen sollen, Bibelzitate, die 12x eingeblendet werden, denke jeder hats verstanden. Man merkt, dass Peeles Stärken vor allem beim komödiantischen Timing liegt und davon gibt es einige richtig gute Szenen, aber auch die wirken oft deplatziert und zerstören nicht selten die aufgebaute Stimmung komplett.


    Über vieles davon könnte ich locker hinwegsehen, weil der erste Akt des Filmes wirklich vieles gut macht, was dann aber im 2. und vor allem 3. Akt teilweise leider völlig zerstört wird. Die Erklärung, wie die Schatten entstanden sind wirkt so sehr an den Haaren herbeigezogen und das merkt glaube auch Peele selber, weil sie in drei Sätzen abgehandelt und danach nie wieder angesprochen wird. Das nimmt der Gefahr leider gegen Schluss einiges an ihrem Mystery und Horrorfilme wirken für mich am Stärksten dann, wenn sie etwas Unerklärliches haben, nicht etwas Schlecht-erklärtes. Peele hat ohne Frage Talent, mir hat Get Out gefallen und ich bin auf weitere seiner Projekte gespannt - Us hat mich aber kaum überzeugt.


    (ach und der Moment, wo sich die beiden im Klassenzimmer treffen und der darauffolgende Monolog waren so dilettantisch gemacht, dass ich schon dafür gerne Punkte abziehen würde, was für eine grauenvolle Szene)

    Zai

    Kiryu hat es selbst gesagt, dass er aufgrund der krankhaften Eifersucht und Suizidgedanken (= psysische Störung!) sogar in Therapie ist - und wenn man gerade deswegen eine Therapie macht, sollte man schon die emotionale Unterstützung des Partners haben. Therapien sind kein leichter Spaziergang für den Betroffenen, weil es immer wieder Höhen und Tiefen während der Behandlung gibt.

    Sich überhaupt für diesen Schritt zu entscheiden, dann ist das eine verdammt große Überwindung.

    Sorry, aber da muss ich entschieden widersprechen. Eine psychische Krankheit ist etwas, was auch den Partner emotional enorm belasten kann. Während es natürlich absolut löblich ist, dass Kiryu die nötige Hilfe sucht, kann sowas nun mal derart belastend für eine Beziehung sein, dass seine Freundin es für nicht mehr zumutbar hielt und das ist ihr gutes Recht. Dann davon zu reden, dass sie nicht Schluss machen würde, wenn sie ihn "wirklich" geliebt hat ist einfach guilt tripping und ich würde dir, Kiryu, definitiv von dieser Denkweise abraten, weil das ein Paradebeispiel emotionaler Erpressung ist.

    Ein gewisses Maß an Eifersucht ja.... aber meine war krankhaft.... Ich habe nicht gerade viel Selbstbewusstsein und hatte immer Angst, dass man mir meine Michelle wegnimmt

    Hey, bevor du anfängst hier meine genannte Eifersucht zu unterschätzen: Meine Freundin war mal eifersüchtig, weil ich meine kleine Halbschwester (5 Jahre alt) gefragt habe, wie es ihr geht.

    Das (gerade in Kombination mit deinen früheren Beiträgen ) klingt dann aber sehr stark nach ziemlich krankhafter Eifersucht und definitiv nicht nach etwas, was man sich zum Vorbild nehmen sollte. Etwas böse ausgedrückt haben sich bei deiner Freundin und dirglaube einfach zwei gefunden, aber als Massstab für eine gesunde Beziehung zieht das eher nicht.


    Solaire399 Psychische Probleme dieser Tragweite (bis hin zu Suizidgedanken anscheinend) sind nichts, was man derart kleinreden sollte. "Grundloses Selbstmitleid" ist es vielleicht aus deiner Sicht, aber Leuten zu sagen, dass sie über psychischr Probleme "hinwegkommen" ist alles andere als produktiv, eher im Gegenteil.

    Klar gibt es aber auch die Kids, die keinen Plan haben, aber es ist nun auch mal Fakt, dass es halt auch alte Leute gibt, die genauso Null Peilung haben, sich entweder bedudeln lassen und dann wählen oder einfach wählen, weil die Partie schon immer gewählt wurde, egal was für scheiße diese Partei jetzt raushaut.


    Absolut korrekt, genau so, wie es in jeder anderen Alters- und Bevölkerungsgruppe auch ist.


    Verstehe schon, dass du eine Begrenzung des Wahlrechts ebenfalls ablehnst, darum beziehe ich das auch eher auf einige der anderen Beiträge der bisherigen Diskussion. Und dabei verstehe ich sogar absolut, warum sich hier so viele aufregen. Halte ich die Annahme der Richtlinie für richtig? Nein bzw. zumindest nicht in dieser Form. Glaube ich, dass viele der Entscheidungsträger keine Ahnung von der Materie haben, für die sie sich da verantwortlich zeichnen. Absolut, das haben die Diskussionen der letzten Monate nur zu gut beleuchtet. Rege ich mich bei jeder Debatte, Wahl oder Abstimmung über Leute auf, die sich ohne Hintergrundwissen oder Interesse an vertiefter Recherche beteiligen? Absolut. Würde ich deswegen das Wahl- und Abstimmungsrecht bestimmter Alters-, Bevölkerungs- oder Interessensgruppen beschneiden wollen? Nein.


    Fakt ist nun mal: Die Leute regen sich dann über die fehlende Ahnung Abstimmender auf, wenn ihnen das Ergebnis missfällt. Was meint ihr, wie viele Ergebnisse von Abstimmungen und Wahlen in der Vergangenheit stark von Personen getragen wurden, die absolut keine Ahnung haben, wofür sie da gerade abgestimmt haben, was die Kandidaten überhaupt vertreten oder welche Folgen ein neues Gesetz/eine neue Richtlinie haben kann? Glaubt mir, als jemand, der in einer direkten Demokratie lebt, bekomme ich die Schattenseiten von sowas mehr als genug oft mit. Einen Aufschrei und eine damit verbundene kurzzeitige Hinterfragung der Demokratie bzw. ein Wunsch nach Beschneidung dieser für bestimmte Leute kommt aber immer nur dann auf, wenn einem das Ergebnis missfällt.


    Du möchtest das nicht verstehen, was dir die Leute versuchen zu erklären oder? Du redest immer nur vom Feindbild alte Leute statt dir mal die Argumente anzuhören.


    Ich möchte natürlich verstehen, was genau dein/euer Punkt ist und tue das vermutlich besser, als du denkst, das bedeutet aber halt nicht, dass es ein guter Punkt ist. Du sagst einerseits, dass nach unten kein pauschales Alter existiert, dass für das politische Verständnis vorausgesetzt wird (was natürlich völliger Blödsinn ist), sagst aber in deinem nächsten Satz genau das, was ich ja sowieso bejaht habe: Dass ein pauschales Alter existiert, die Festlegung von eben diesem aber natürlich Argumentationssache ist. Ansonsten kann ich dazu wie gesagt recht wenig sagen, weil unser Grundverständnis einer Demokratie nun mal viel zu sehr auseinanderklafft. Alten Menschen pauschal die Grundrechte von Wahl- und Stimmrecht zu entziehen ist in höchstem Masse demokratiefeindlich und ich wüsste bei aller Liebe auch nicht, wo ich da genau noch auf irgendwelche Argumente eingehen könnte.