Beiträge von Aprikose

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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    Ich habe zunächst alle Abgaben gelesen und mich dann für eine entschieden, die ich am besten finde. Diese Abgabe wird von mir 10 Punkte erhalten. Das bedeutet nicht, dass ich die Abgabe perfekt finde. Es dient lediglich als Ausgangspunkt für die Bewertung der anderen Abgaben in Abhängigkeit davon.



    Abgabe 01: 04/10

    Abgabe 02: 03/10

    Abgabe 03: 07/10

    Abgabe 04: 04/10

    Abgabe 05: 10/10

    Abgabe 06: 03/10

    Abgabe 07: 03/10

    Abgabe 08: 05/10

    Abgabe 09: 04/10

    Abgabe 10: 09/10

    Abgabe 11: 05/10

    Abgabe 12: 04/10

    Abgabe 13: 03/10

    Abgabe 14: 05/10

    Abgabe 15: 07/10

    Abgabe 16: 03/10


    Das Vertauschen von Medaillen ist etwas fehleranfällig. Um Fehler zu vermeiden, haben wir eine angepasste Schablone erarbeitet:


    Code
    1. @[Benutzername 1]
    2. ERHÄLT: Schillerndes [Pokémon]
    3. GIBT AB: [Pokémon] [Kalenderwoche, Bereich]
    4. @[Benutzername 2]
    5. ERHÄLT: Schillerndes [Pokémon]
    6. GIBT AB: [Pokémon] [Kalenderwoche, Bereich]

    Der Startpost ist entsprechend editiert, und wir werden die bisherigen Anträge selbst in die neue Schablone übertragen.


    Ein Beispiel-Antrag würde so aussehen:




    Cassandra

    ERHÄLT: Schillerndes Lichtel

    GIBT AB: Snubbull [26'20, Fanfiction]


    Kinder Pingui

    ERHÄLT: Schillerndes Snubbull

    GIBT AB: Lichtel [22'20, Chat]




    Wir werden die bisherigen Anträge dann voraussichtlich im Laufe des Abends ausführen. ^-^

    Um euch noch ein kleines Statement von Seiten des Medaillen-Koordinations-Teams zu geben, was die heutige Diskussion angeht:


    Zunächst einmal befinden wir uns, wie bereits erwähnt wurde, gerade in der Anfangsphase. Euer Feedback ist hier besonders wichtig. Wenn ihr also zum Beispiel als Quereinsteiger in einen Bereich einsteigen wollt, und die Medaillen da zu schwer erhältlich sind, dann meldet euch bei der dortigen Moderation und lasst ein kleines Feedback da. Wir versuchen, das Balancing der Medaillen anzupassen, sodass sich auch als Neuling in vielen Bereichen Möglichkeiten ergeben, an Medaillen zu kommen.


    Ein zweiter Punkt ist:

    Zum Medaillen-System wird noch einiges dazukommen. Gerade jetzt arbeiten wir beispielsweise fünf Erweiterungen und neuen Ideen für das System – manche größer, manche kleiner. Natürlich wissen wir noch nicht, ob und wann alle davon umgesetzt werden, aber: Eine davon setzt sich mit dem Problem der Erhältlichkeit von Medaillen aus anderen Bereichen auseinander, und sie gehört bereits zum Kanon des nächsten Medaillen-Updates dazu!

    Dieses Update wird, wenn alles klappt, Anfang Juli online gehen. Gerade nach den Pokémon-Medaillen wollten wir uns etwas Zeit lassen, um sicherzugehen, dass alles so klappt, wie angedacht.


    Ich will an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten, aber wir hoffen, dass die kommende Erweiterung das Problem gut in Angriff nehmen kann. Bis dahin bitten wir nur noch um etwas Geduld. :>

    Ich werfe da nichts durcheinander. Auch das kannst du so nicht einfach behaupten.

    Ich behaupte es aber trotzdem, und kann es auch noch genauer ausführen:


    Stellen wir uns mal die USA vor, nur anders. Stellen wir uns vor, sie hätten Trilliarden an Dollar als Reparationen an die Hinterbliebenen des Sklavenhandels ausgeschüttet; stellen wir uns vor, PoC wären in Amerika vollkommen gleichberechtigt und es gäbe keine Diskriminierung. Stellen wir uns vor, sie währen durchschnittlich genauso reich wie nicht PoC, es gäbe universelle Health Care, ein faires Wahlsystem, ein faires Repräsentationssystem, sie wären schulisch nicht benachteiligt und wären nicht auserkorenes Ziel von Polizei und Justiz. Und stellen wir uns vor, es gäbe genauso viele Statuen für die Kolonialisten wie für die Opfer von Kolonialismus. Wie du hoffentlich merkst, befinden wir uns schon von Punkt 1 an sehr weit entfernt von den realen USA – es wäre eine USA, die ihre Vergangenheit aufgearbeitet hat und ihr bestes tut, die negativen Konsequenzen für Nachfahren auszugleichen. Das läge selbstverständlich im Bereich des theoretisch Möglichen für das Land, wenn man bedenkt, dass es eines der reichsten der Welt ist – man müsste es nur wollen.


    Stellen wir uns jetzt vor, in dieser idealen Version der USA würden ein paar Leute rumlaufen und gezielt Statuen von Kolonialisten kaputthauen.

    Dann könnte man deine Argumentation anwenden. Dann könnte man diskutieren, ob das nicht doof ist, die Statuen zu zerstören, weil man den damaligen Zeitgeist bedenken muss, und man könnte argumentieren, dass ja (mittlerweile) jeder gleich von den Folgen des Kolonialismus profitiert. Selbst in dieser Parallelwelt wäre deine Argumentation aber bestenfalls umstritten.


    … Aber wir leben nicht einmal in dieser Realität. Es ist eine Scheinrealität. Und selbst wenn es diese Realität geben würde, dann wäre es doch sehr unwahrscheinlich, dass Leute, denen es gut geht, in einem aufgearbeiteten Land durch die Straßen ziehen und ihre Zeit damit verschwenden, irgendwelche Statuen zu köpfen. Das heißt: Selbst in einer unrealistischen Scheinwelt wäre deine Argumentation vollkommen hypothetisch.


    Nun mag man sich fragen, wie es kommt, dass du (und viele, viele andere) aus der Perspektive einer Scheinwelt heraus argumentierst, anstatt aus der Perspektive der echten Welt heraus. Cue in: A buttload of privilege. Ja, den Ad-Hominem lasse ich nicht stecken, denn er beschreibt, was hier vor sich geht. Aus allen Perspektiven der Welt suchst du dir eine aus, in der der Kolonialismus differenziert abgewägt werden muss, ohne dabei zu berücksichtigen, dass die negativen Konsequenzen des Kolonialismus für die Betroffenen ausgeglichen werden könnten, wenn man denn wollte. Man will aber nicht, und daher wird protestiert. Deswegen erübrigt sich jede Diskussion um das Thema, ob die Statuen stehen bleiben sollten oder nicht; Wenn man will, dass sie stehen bleiben, dann sollte man die Leute, die sie niederreißen, vielleicht einfach nicht unterdrücken. Weil die Leute, die sie niederreißen, zwar unter den negativen Konsequenzen der Taten der Portratierten leiden, aber an den positiven Konsequenzen nicht angemessen beteiligt werden. Nur so eine Idee zum Differenziert-Drüber-Nachdenken.

    Das Problem ist halt, dass die Konsequenzen der positiven Taten dieser Personen auch bis heute vorhalten und eine einseitige Betrachtung deshalb absolut unangemessen ist.

    Du wirfst hier einen Haufen Dinge durcheinander. Nochmal: Die Realität ist, dass von Rassismus betroffene Menschen in Protesten Statuen von Tätern zerstören. Wieso sollten heute von Rassismus betroffene PoCs sich darum kümmern, dass irgendein von weißen gefeierter Typ früher weißen Kindern die Schule finanziert hat? Die positiven Handlungen mögen für weiße Leute bis heute nachwirken, aber halt eben nicht für die Leute, deren Familien versklavt und ermordet wurden und die bis heute an den Folgen des institutionalisiertem Rassismus leiden, den genau diese „Wohltäter“ damals in die Wege geleitet haben. Du sitzt hier mit nem Hintern voll Privilegien in einem post-kolonialistischen Industriestaat in deinem Armstuhl und wirfst von massivem Rassismus betroffenen Leuten vor, dass sie die Täter nicht genug wertschätzen, die die sie unterdrückende Klasse damals auf ach so humanistische Weise unterstützt haben. Weil sie offenbar nicht genug „nachdenken“ und es nicht „differenziert betrachten“. Wtf?


    Deine Karl-Marx-Analogie ist btw absoluter Unsinn, da Marx kein Täter war. Das wäre nur dann eine angemessene Analogie, wenn es hier um die Zerstörung von Denkmälern von Charles Darwin gehen würde, weil der die Evolutionstheorie begründet hat, deren Verzerrung zu rassistischem Gedankengut geführt hat.


    Ansonsten tust du die ganze Zeit so, als gäbe es immer nur einen Zeitgeist, und als hätte damals niemand auf der Welt gewusst oder überhaupt geahnt, dass Sklaverei etwas schlechtes ist. Das ist so als würde man in 100 Jahren, wenn Fleischesserei endlich abgeschafft wurde, sagen, es hätte ja keiner geahnt oder überhaupt ahnen können, dass Fleisch zu essen unmoralisch oder schlecht für die Umwelt wäre. Hätte uns doch wer gewarnt, huh? Sklavenhalterei war damals auch schon umstritten, und wurde nicht erst plötzlich nach ihrer Abschaffung moralisch verwerflich.

    Ich halte es nicht für besonders glücklich, Bewertungen historisch bedeutsamer Personen allein an unseren heutigen, moralischen Maßstäben vorzunehmen.

    Die Konsequenzen der negativen Taten dieser Personen halten aber bis heute vor. Dein Beitrag liest sich so, als wäre die Vergangenheit abgeschlossen, und als könne man sie in einem Vakuum betrachten. Das ist aber nicht der Fall. Unter anderem deswegen gehen die Leute auf die Straßen, demonstrieren, und zerstören dabei eben zum Teil auch diese Statuen – weil die portraitierten Leute bis heute gefeiert werden, obwohl die katastrophalen Konsequenzen ihrer Taten für viele Menschen immer noch bittere Realität sind. Du lässt die Ursache-Wirkung dieser Realität vollkommen außer acht. Aber ja, die Bevölkerungsgruppen, die seit Jahrhunderten systematisch diskriminiert und auf offener Straße ermordet werden, sollen doch „bitte erstmal nachdenken, bevor sie öffentliches Eigentum zerstören“, … lol.

    JKR hat nun, nachdem der Shitstorm sie mitgenommen hat, auch einen längeren Essay verfasst, in dem sie näher beleuchtet und ausführlich erklärt, dass sie transphob ist.


    Ein paar Highlights daraus (paraphrasiert):

    • „Ich bin nicht transphob, aber …“
    • „It's just a phase“ – sie erklärt, dass die meisten jungen Trans-Personen da ja wieder rauswachsen.
    • On that note: Sie beichtet, dass sie selber früher gerne ein Mann gewesen wäre, bis sie aus ihren Fehlern gelernt und glücklicherweise gemerkt hat, dass Frau sein gar nicht so schlimm ist.
    • Sie kann gar nicht transphob sein, denn sie ist mit einer Trans-Frau befreundet.
    • Man kann ja nichts mehr sagen: Trans-Aktivismus bedroht anscheinend Freedom of Speech.
    • Sie berichtet davon, dass sie früher Opfer häuslicher Gewalt war. Das hat zwar mit Trans-Frauen nichts zu tun, aber sie erklärt weiter: Hypothetisch gesehen könnte ein Mann ja behaupten, er wäre eine Frau, und dann eine Frau angreifen, und niemand könnte etwas dagegen tun.
    • Sie ist besorgt, dass die Gleichberechtigungsbewegung von Trans-Menschen irgendeinen großen, nicht näher definierten Schaden bei Kindern anrichtet.
    • Früher war alles besser: Sie findet es sad, dass man heutzutage nicht offen transphob sein kann, ohne hilfloses Opfer eines Shitstorms zu werden, und suggeriert, Frauen hätten es nie schwerer gehabt.


    Was besonders unangenehm an dem Essay ist, dass er manipulativ und doppelzüngig ist: Sie beprangert erfundene Probleme, um Angst vor der Trans-Gleichberechtigungsbewegung zu machen, während sie behauptet, sie wäre auf ihrer Seite. Durch ihre große Plattform richtet sie damit vermutlich gehörigen Schaden an der Bewegung an, denn viele Leute, die nicht in der Materie sind, werden das lesen und nachvollziehbar finden.

    Zur Frage digital vs. traditionell: Ich schreibe fast ausschließlich digital, weil das einfach schneller geht. Da schaffe ich nämlich etwa 1.000 Wörter pro Stunde, was weit entfernt ist vom Schreiben mit der Hand. Ende letzten Jahres habe ich, als ich ne Weile in ner Psychiatrie gesteckt hab, in der keine Laptops erlaubt waren, etwa 10.000 Wörter per Hand geschrieben, und habe festgestellt, dass es weniger schlimm ist als ich vermutet hätte … aber trotzdem: Ich würde nur dann mit Hand schreiben, wenn es sonst keine Möglichkeit gibt, weil man sich dabei fühlt wie eine Schnecke. Zumal ich einen Großteil von dem, was ich per Hand geschrieben hatte, sowieso verwerfen musste, weil es nicht gut genug war.


    Zum Schreiben am PC benutze ich mittlerweile fast ausschließlich FocusWriter. Das ist ein plattformübergreifendes, kostenloses OpenSource-Schreibprogramm mit vielen Features, die speziell aufs kreative Schreiben ausgelegt sind.


    Ich hab mein erstes Buch komplett in OpenOffice Writer geschrieben und da selbst den Buchsatz gemacht, und muss daher sagen: Writer ist nicht unbedingt super gut geeignet für das Schreiben von Romanen oder längeren Geschichten. Seit ich an meinem zweiten Buch arbeite, benutze ich FocusWriter, und habe damit mittlerweile etwa 60.000 Wörter geschrieben. Ich hab das Programm ganz gerne. Man kann eigene Designs für die Oberfläche erstellen und das Wechseln zwischen Kapiteln ist super einfach, wenn mein einen Divider benutzt. Außerdem kann es mitzählen, wie viele Wörter man pro Tag schreibt, was es leicht macht, sich Ziele zu setzen.


    Ein kostenpflichtiges Schreibprogramm werde ich mir vermutlich nie zulegen … mit sowas habe ich bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht. Und die unter Linux zum Laufen zu bringen stellt in vielen Fällen eine Herausforderung für sich dar, die ich einfach gerne umgehe.

    Was mir halt immer auffällt, wenn ich eine Schreibblockade habe, ist dass sie meistens einen bestimmten Grund hat. Und was mir dabei hilft, die Schreibblockade zu lösen, ist, herauszufinden, was dieser Grund ist. Typische Verdächtige sind für mich:

    • nicht genug recherchiert
    • Plot hat irgendein subtiles Problem
    • was die Charaktere tun sollen stimmt nicht mit dem überein, was sie tun würden oder das Kapitel ist unrealistisch
    • Kapitel ist nicht ausreichend vorbereitet
    • Kapitel ist langweilig oder in der Plotstruktur obsolet

    Das Ding ist halt: Ne Schreibblockade funktioniert unterbewusst, und das Unterbewusstsein sagt einem nicht einfach, wo das Problem liegt. Man wird nur mit dem Ergebnis konfrontiert, und das Ergebnis ist: Weiterschreiben ist plötzlich super schwer, borderline unmöglich. Natürlich kann man sich zwingen, trotz Blockade weiterzuschreiben, aber bei mir war es meistens so, dass ich Texte, die ich geschrieben habe, während ich eigentlich blockiert war, meistens Wochen oder Monate später komplett verwerfen und neu verfassen musste. Wobei das natürlich eigentlich nichts Schlimmes ist, da man immerhin trotzdem vorankommt.


    Je nachdem, was genau das Problem am Text ist, macht eine andere Bewältigungsstrategie Sinn, daher finde ich für mich immer wichtig, als erstes Zeit zu nehmen und konkret die Probleme zu finden, die der Text gerade hat. Alternativ ist finde ich einfach: „Ich weiß, es wird richtiger Mist, aber ich schreibe trotzdem weiter, damit ich nicht ewig festhänge“ für mich auch des öfteren eine gute Strategie – selbst dann, wenn 100 Prozent klar ist, dass ich alles sowieso nochmal neu schreiben müssen werde. Denn den fehlerhaften Text vor sich zu haben hilft vielleicht auch dabei, die Probleme zu erkennen.


    Außerdem: Manchmal weist eine Schreibblockade für mich auch darauf hin, dass das Problem nicht im kommenden Text steckt sondern im bereits geschriebenen Text. Ein besseres Set-Up des blockierten Kapitels, etwas Foreshadowing oder die Anpassung von Charakterzügen der beteiligten Charakteren kann da manchmal Wunder wirken.


    Ich sehe Schreibblockaden deswegen auch gerne als Tool: Das ach so hilfreiche Unterbewusstsein gibt mit einem Vorschlaghammer einen gut gemeinten Ratschlag, dass man irgendwas falsch macht. Ja toll, thanks.


    (brought to you by someone who is currently suffering writers block, again. fml)

    Wie es ein bisschen Trend ist in letzter Zeit, bin ich auch mal alte Bereichs-Topics durchgegangen und dabei auf eins zum Thema Vorbilder gestoßen. Das alte Thema ist mit „Inspiration“ gelabelt und nicht als „Diskussion“, und dient dafür, dass man die eigenen Vorbilder nennen kann. Da ich aber das Thema auf einer mehr grundlegenden Art thematisieren will, mache ich dazu mal ein eigenes Topic auf, anstatt das alte zu derailen.


    Die grundlegende Frage, die ich aufwerfen will, ist folgende: Sind Vorbilder überhaupt noch zeitgemäß?


    Das Thema ist gerade deswegen für Schriftsteller relevant, weil viele Leute Schriftstellerei lernen, indem sie lesen, was andere Personen geschrieben haben. Man lernt im Bereich der Kunst oft das meiste dadurch, dass man sich von anderen Kunstschaffenden inspirieren lässt. Auch wenn es oft viel zugrundeliegende Theorie gibt, ist das meiner Erfahrung nach nicht der Weg, den die meisten Leute gehen, um sich irgendein kreatives Talent anzueignen. Insofern spielen Vorbilder in irgendeinem Sinne für die meisten Personen, die gerne schreiben, vermutlich zumindest irgendeine Rolle.


    Andererseits: Ich finde Personenkulte generell problematisch und unangenehm. Keine Person sollte aufgrund ihrer Identität irgendeine Beweihräucherung erfahren. Jegliche Beweihräucherung oder Feier sollte sich, zumindest in meinen Augen, immer auf einzelne Handlungen einer Person beziehen. Das Konzept von Vorbildern steht dem ein bisschen im Weg, denn ein Vorbild hat immer die implizite Konnotation, dass die so benannte Person in jeder Hinsicht vorbildlich ist, und das ist niemand.


    Die Debatte steht auch im Zusammenhang mit JKR, die ja unlängst erneut beweisen wollte, was für ein schreckliches Vorbild sie für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt ist. Und ich denke, gerade in so etwas liegt die Krux: Man sieht ständig wieder unzählige aspirierende Schriftsteller*innen, die JKR als Vorbild bezeichnen und ihre tolle erschaffene Welt als Begründung liefern, und ihr dann eben auch bei anderem Zeug hinterherlaufen (mal davon abgesehen, wie problematisch die von ihr geschaffene Welt eh schon ist). Ich finde, einem Vorbild nachzulaufen, ist fast schon per se eine schlechte Idee, da man sich zu sehr limitiert. Jede Person ist letztendlich irgendwie problematisch. Ich kenne keine einzige Person auf der ganzen Welt, unter deren Namen ich eine Unterschrift setzen würde, wenn es darum geht, ob diese Person „unproblematisch“ ist. Hauptsächlich natürlich auch deswegen, weil man nie jemanden wirklich so gut kennt, um das zu wissen.


    Natürlich kann man sagen: Ja, jede Person ist problematisch, aber man kann auch kritisch damit umgehen und sie trotzdem als Vorbild sehen. Hier stellt sich halt dann für mich die Frage, ob das dann überhaupt noch den Sinn eines „Vorbildes“ erfüllt. Stattdessen könnte man die Person einfach für ihre bestimmten positiven Handlungen loben und sich davon inspirieren lassen, ohne das auf ihre Identität zu beziehen, die halt mit den problematischen Aspekten verknüpft ist. Hinzu kommt natürlich, dass es total umstritten ist, welche Eigenschaften ein richtiges Vorbild denn nun haben muss, und man sollte unterscheiden zwischen Vorbildern im eigenen persönlichen Umfeld (die ich tendenziell vollkommen okay finde) und Vorbilder im Bereich von bekannten öffentlichen Personen (die ich schon konzeptuell blöd finde). Außerdem stellt sich die Frage, inwiefern man „ein Talent-Vorbild sein (z. B. in den Bereichen Malerei, Schriftstellerei, Schauspielerei, Sport)“ von „ein moralisches Vorbild sein“ trennen kann. Kann eine Person das erste sein, ohne das zweite sein zu müssen?


    Als ich meinen alten Beitrag im alten Vorbilder-Thema gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass ich mich damit kaum noch identifizieren konnte, da ich heute keine Person mehr kenne, die ich vollumfänglich als Vorbild bezeichnen würde. Natürlich gibt es eine Menge Künstler, die ich mag und von deren Geschichten ich super viel lerne und gelernt habe, aber das kann ich klar definieren, und das Wort „Vorbild“ halt nicht, dabei ist letzteres eben so weit verbreitet. Während ich über dieses Thema nachgedacht habe, ist mir auch eingefallen, dass ich unlängst erst eine Person aus meinem Umfeld als „Vorbild“ bezeichnet habe – ich habe das in einem sehr konkreten, abgesteckten Rahmen gemeint (und nichtmal auf mich selbst bezogen), aber es nicht so formuliert. Und je länger ich über das Thema nachdenke, desto mehr kriege ich das Gefühl, dass ich das anders hätte ausdrücken sollen, und dass man von der Romantisierung des Vorbild-Konzepts abkommen sollte. Generell ist das Thema aber sicher bis zu einem guten Grad Definitionssache, aber trotzdem wollte ich mal hören, was andere dazu zu sagen haben.


    – Habt ihr viele Vorbilder oder geht ihr dem Konzept ganz aus dem Weg?

    – Gibt es eurer Meinung nach eventuell doch „perfekte“ Menschen bzw. Vorbilder?

    – Trennt ihr moralische Vorbilder von Vorbildern z. B. für schriftstellerisches Talent?

    – Gebt ihr euch Mühe zu versuchen, ein Vorbild für andere zu sein?

    – Stellt man eurer Meinung nach zu hohe Erwartungen an Personen mit großem Einfluss?

    – Nehmen wir an, du wirst über Nacht berühmt – würdest du dein Verhalten ändern, um ein besseres Vorbild zu sein? Wenn ja, warum hast du dich nicht von vornherein so verhalten?

    Ich bin gerade total verwirrt?

    Ich denke, sie ging davon aus, dass es von frauenfeindlichen Männern benutzt wird, um Frauen zu diskreditieren.

    Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn? Der Artikel, auf den sie sich bezogen hat, wurde von 3 Frauen geschrieben.

    Aber gut, in ihren Kopf kann man nicht reinschauen, also wer weiß, wie unbedacht der Tweet tatsächlich war.

    In dem Artikel ging es aber überhaupt nicht um Frauen. Es ging um Menschen, die menstruieren. Steht doch auch in dem Artikel. Es gibt auf der Welt etwa 3,8 Milliarden Frauen. Es gibt auf der Welt aber, dem Artikel zufolge, nur 1,8 Milliarden Menschen, die menstruieren. Das sind verschiedene Menschengruppen. Sie unterscheiden sich um etwa 2 Milliarden Menschen, lol. In dem Artikel ging es explizit nicht um Frauen, sondern um Menschen, die menstruieren. Und es ging um die Probleme, die gerade Menschen, die menstruieren, eben momentan haben. Worauf ich hinaus will: Ihr Tweet ergibt 0 Sinn und es fällt mir schwer, nachzuvollziehen, auf welche Weise er „bedacht“ gewesen sein könnte.

    Mag mir jemand erklären, wieso ihr Statement dazu kontrovers ist?

    Ich kann hier nur Vermutungen anstellen, also korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Der Artikel, den sie benennt, redet davon, dass während der Pandemie trotzdem noch Menstruationen stattfinden. Dass es also Zugang zu Toiletten braucht, dass man Hygiene-Artikel braucht, dass man Privatsphäre braucht, und so weiter. Das bezieht sich explizit aus Menschen, die eben menstruieren. Nicht alle Frauen menstruieren. Das hat nicht einmal strikt etwas mit LGBT zu tun. Alle Frauen hören ab einem gewissen Alter auf zu menstruieren – das nennt sich Menopause.


    JKR hat also offenbar nur den Titel des Artikels gelesen und sich dann über die (vermeintlich LGBT-geprägte) Begrifflichkeit lustig gemacht, ohne überhaupt nachzuschauen, worum es konkret geht.

    Ich möchte auch etwas erwähnen, für das ich sehr dankbar bin, und das mir, seit ich es mitbekommen habe, gar nicht mehr aus dem Kopf gehen will – und zwar habe ich im April meine erste Rezension für meinen ersten Roman in einem Online-Shop bekommen. Die Person, die die Rezension geschrieben hat, stammt aus genau diesem Forum hier, und auch wenn ich keine genaue Bestätigung habe, kann ich mir relativ gut vorstellen, wer der Urheber sein könnte.


    Insofern: Vielen, vielen Dank. Deine Worte zu lesen hat mich furchtbar glücklich gemacht. Ich komme mit ernst gemeinten Komplimenten oft nicht so gut zurecht und verstecke mich lieber unter einer Decke, aber trotzdem ist es sehr motivierend, sie zu erhalten und spendet mir mitunter wochenlang Kraft – so wie jetzt.

    Ich störe mich ein wenig an dem Wort "realistisch". Weil ich zugegebenermaßen bei "Hard Magic" und "Realismus" an die Leute denken muss, die dir jeden Scheiß mit ihrem Magiesystem erklären können und dir außerdem erklären wollen, dass in ihrer Welt Frauen halt keine Recht haben und garantiert erst nicht ins Militär dürfen, weil "Realismus".

    Welp. Muss zugeben, dass ich bisher nicht so viele solcher Geschichten gelesen habe, deswegen bringe ich das nicht so direkt in Verbindung. Ich verstehe natürlich, was du meinst. Letztendlich wollte ich aber auf das hinaus, was du letztendlich auch schon angesprochen hast: Hard Magic Systems sind für Geschichten, in denen die Magie nicht mythisch sein soll – sondern quasi ein Gedankenexperiment, das man weiterspinnt, so lange es geht. Also als Gegenüberstellung zu mythisch habe ich das Wort realistisch gewählt; gibt aber sicher auch bessere Wege das zu formulieren x)


    Ich meine, ich würde zum Beispiel unterstellen, dass Shinsekai Yori ein Hard Magic System benutzt. Anfangs wirkt es mythisch, weil man es aus der Perspektive der Kinder zusammen mit Legenden und Geschichten erklärt bekommt, aber mit der Zeit wird es immer genauer umrissen, und ich finde, das passt zu der Geschichte. Am Ende ist kein Mythos um Magie mehr notwendig, da es einfach nicht zur Aussage der Geschichte gehört. Aber trotzdem ist die Geschichte meiner Ansicht nach ziemlich gut.


    Auf der anderen Seite hat man ein Soft Magic System zum Beispiel in Prinzessin Mononoke. Diese Geschichte lebt sehr von mythischen Elementen und davon, dass nicht alles klar definiert werden kann. Und ich finde, das passt da sehr gut, weil es zu einem der zentralen im Film thematisierten Konflikte zwischen Natur und Industrialisierung beiträgt.

    Ich persönlich bin kein Fan von soften Magiesystemen, da diese, wie schon erwähnt, diese oft dafür verwendet werden, um Deus-Ex-Machina-Momente zu ermöglichen oder zu erklären, bzw nicht zu erklären.

    Klingt als wärst du einfach nur kein Fan von schlechtem Plotwriting? In meinen Augen füllen Soft Magic Systems und Hard Magic Systems einfach verschiedene Nischen. Hard Magic ist gut für Science-Fantasy-Geschichten, für Geschichten mit vielen Charakteren, die in einem realistischen, komplexen Zusammenspiel miteinander in Verbindung treten. Geschichten, wo es irgendwie ums große Ganze geht, die eine vielschichtige Handlung haben, die sehr auf Ursache-Wirkung fußt. Gut, das klingt jetzt etwas vage … aber im Kontrast dazu sind Soft Magic Systems finde ich gerade dann besonders gut, wenn es um metaphorische Geschichten geht. Um Geschichten, die sich auf Charaktere und deren Empfindungen spezialisieren, und die besondere Konflikte hervorrufen wollen oder sich primär mit großen übergreifenden Themen befassen. Abgesehen davon ist das ja ne sliding scale. Kaum eine Magic ist 100% soft oder 100% hard. Für manche Geschichten wäre ein Hard Magic System einfach keine gute Idee, für andere wäre ein Soft Magic System eher meh. Kommt halt drauf an, was man schreiben will und was die Themen sind, die man in der Geschichte behandelt. Es sind einfach verschiedene Werkzeuge für unterschiedliche Zwecke.

    Ich bin halt einfach nur der Meinung, dass übererklärte Magie dem ganzen den Reiz raubt - und außerdem aus rein religiöser Sicht irgendwie langweilig ist. Immerhin ist Magie in den meisten Welten mit Religion verbunden (bei mir mit Urban Fantasy sowieso) und eine klare Antwort zu haben, wie sie funktioniert, würde Religionen die halbe Darseinsberechtigung nehmen.

    Dem würde ich zwar zustimmen, aber ich bin nicht sicher, inwiefern das wirklich ein Unterschied zwischen Hard Magic und Soft Magic sein muss. Ich meine – man kann ja ein Hard Magic System erstellen, aber dann den Lesern die Regeln nicht erklären. Wäre das dann Soft Magic? Aus Autoren-Perspektive ist es für mich etwas anderes. Weil die Soft Magic Systems, die ich bisher geschrieben habe, die sind einfach soft. Sachen passieren, weil sie passieren sollen, und ich kenne die Regeln auch nicht, weil es keine gibt. Aber manchmal benutze ich Hard Magic und dann erkläre ich auch nicht alles, weiß aber für mich, was wie passiert und was möglich ist und was nicht. Ich würde meinen, dass der Unterschied zwischen den beiden Vorgehensweisen beim Lesen der Geschichte deutlich wird … aber then again, keine Ahnung, ob das wirklich so ist.

    wenn ich, rein von der Theorie her, sagen würde, ich verachte, verabscheue oder ekel mich vor einer bestimmten Menschengruppe, Sexualität ect, dann würden sich hier alle aufregen, warum? Steht es den Menschen nicht frei zu mögen, oder vielleicht auch zu hassen?

    Muss man sich unbedingt dafür rechtfertigen? Warum können andere Menschen nicht einfach akzeptieren, dass man etwas bestimmtes mag oder eben nicht?

    Menschen haben keinen direkten Einfluss darauf, wie sie sich fühlen. Wenn jemand in einem homophoben Umfeld aufwächst und als Konsequenz davon homosexuelle Menschen hasst, dann kann dieser Mensch das nicht ganz so einfach ändern, auch nicht, indem ihm sagt, er darf keine homosexuellen Menschen hassen. Das zu ändern ist zwar natürlich der richtige Schritt, erfordert aber eine gewisse Menge Auseinandersetzung mit dem Thema und viel Introspektion und Empathie.


    Worauf ein Mensch aber hingegen sehr wohl direkten Einfluss hat, sind die eigenen Taten. Wenn du also, deiner theoretischen Annahme zufolge, öffentlich bekanntgeben würdest, dass du bestimmte Menschengruppen verabscheust, dann ist das eine Handlung, da du aktiv etwas tust. Wozu dient diese Handlung? Warum kommunizierst du deinen Hass? Oder besser gesagt, was ist die Folge davon? Die Folge ist, dass sich erstens: Leute, die dieser Meinung sind, untereinander finden und radikalisieren können; zweitens: dass du Werbung für deine Ansicht machst und somit gegebenenfalls andere Leute von deiner Ansicht überzeugst, und drittens: dass du Menschen aus der betroffenen Bevölkerungsgruppe verletzt, wenn sie das lesen.


    Mit anderen Worten: In dem Moment, indem du deinen Hass mit anderen diskutierst und ihm ein Publikum gibst, verbreitest du deinen Hass und unterdrückst die Betroffenen. Das wäre eine Handlung, für die du, unabhängig davon, dass oder ob du diesen Hass verspürst, selbst ganz alleine verantwortlich wärst. Leute, die solche Ansichten äußern, sagen eben nicht „nur ihre Meinung“, sondern beteiligen sich aktiv an Diskriminierung und verursachen realen Schaden, ob bewusst oder unbewusst. Ich hoffe, dass dir das eine Antwort liefert auf die Frage, warum man das als jemand, der selbst von dem Hass betroffen ist oder der den Hass nicht unterstützt, nicht „einfach akzeptieren“ kann.

    Finde es halt immer wieder sehr Doppelmoralisch, wenn LGBTQ inkludiert werden will aber selbst dann eben Heterosexuellen gegenüber immer wieder so oben herab und nicht grade inclusive wirkt. Pride hin oder her, niemand ist besser als jemand anderes, nur weil er ne "ausgefallenere" sexuelle Orientierung hat.

    Stell dir ein Haus vor. In dem Haus brennt ein Raum. Manche Leute gehen in diesen Raum, versuchen, die Betroffenen rauszuholen und das Feuer zu löschen. Andere stehen daneben und beschweren sich, dass Funken in ihr Zimmer wehen.


    Wir leben in einer Welt, in der gegen viele Minderheiten systematisch vorgegangen wird. Zum Beispiel gegen die Queer-Community. Ihre Welt steht in Flammen.

    Als Kinder kriegen wir beigebracht, dass alle Menschen gleich viel wert sind, dass wir in einer toleranten Welt leben und wir andere respektieren sollen – aber diese Welt ist eine Wunschvorstellung. Leute, die auf Probleme von Privilegierten hinweisen, wenn es gerade um die Unterdrückung von Unprivilegierten geht, die denken zwar vielleicht, dass sie helfen, weil sie ihr Prinzip der Gleichheit predigen, aber sie löschen nicht das Feuer. Stattdessen tragen sie dazu bei, dass die Hilferufe der Opfer untergehen.

    Aber genau das ist es ja: man muss nicht immer seine Idealvorstellungen aufschreiben, sondern kann auch eher das, was man kennt und bereits gesehen hat, neu umsetzen.

    Mir geht es persönlich ziemlich am Nerv, wenn man immer weniger Spielraum hat verschiedene Beziehungen zu beschreiben, weil Leute ihre eigenen, dann oft sehr engen, Idealvorstellungen über alles drüberstülpen.

    Ich glaube nicht, dass man „immer weniger Spielraum“ hat. Ich denke eher, dass man einfach umsichtiger mit solchen Themen umgehen sollte, wenn man sie beschreiben will. Das Framing macht halt super viel aus. Man sollte Sachen, die nicht positiv sind, halt in der Geschichte auch nicht als positiv oder romantisch darstellen. Solange die Kritik innerhalb der Geschichte angebracht wird oder die Geschichte von Anfang an klar macht, dass solche Themen behandelt werden, ist es ja kein Problem. Dann kann man sich als Leser entscheiden das zu skippen, bevor man invested ist, oder man sieht halt, dass etwas nicht romantisiert wird, das nicht romantisiert gehört.


    Ich mein, es gibt halt verschiedene Leser. Manche stehen über allem drüber und können alles richtig einordnen, aber manche sehen Geschichten als Vorbildfunktion und identifizieren sich sehr damit und lernen daraus. Und gerade letztere sind gefährdet, wenn eine Geschichte zum Beispiel problematische Beziehungen nicht entsprechend als solche deklariert. Wenn jemand eine Geschichte schreiben will, wo ein Partner den anderen schlägt, dann soll man das halt machen – passiert in der Realität ja häufig genug –, aber … nicht so tun als wäre das einfach nur ein Ausdruck von Liebe und voll ok oder normal. Ich mein, vielleicht denken beide Partner ja, dass das normal ist, aber dann kann man einen Nebencharakter das halt scharf kritisieren lassen oder negative Konsequenzen aufzeigen oder alles in sich zusammenfallen lassen, keine Ahnung. Autoren haben unbegrenzte Möglichkeiten, etwas darzustellen, ohne es dabei gutzuheißen. Das ist jetzt ein recht extremes Beispiel, aber zeigt hoffentlich, worauf ich hinaus will. Wer düstere Themen in Geschichten darstellen will, sollte dabei darauf achten, dass sie auch als problematisch aufgezeigt und kritisiert werden; oder man sollte zumindest einen Disclaimer oder so etwas schreiben. Genau sowas wird aber in super vielen Fällen nicht gemacht, und dann finde ich, sollte man sich daneben stellen und die Probleme in der Geschichte aufzeigen und kritisieren und es nicht einfach so stehen lassen.