Beiträge von #TotallyFelix

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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    Da war man einmal für eine Minute mehr oder weniger weggetreten – geistig abwesend wäre wohl eher der bessere Ausdruck gewesen – und schon hatte man einen massiven Teil des Geschehens verpasst. Die Tirade von Lexi wurde schon fast routinemäßig ausgeblendet. Angeschrien werden war sie immerhin gewohnt. Nach einer Weile schaltete sie einfach das Hirn bei so etwas aus und ließ es über sich ergehen. Mehr Effekt als zuzuhören und Gegenargumente zu formulieren, wenn die andere Partei ohnehin nicht an solchen interessiert war. Natürlich, Lexi war nicht wie Rachels Eltern. Aber die durch das Gebärden rief sie aktuell genau diese Assoziation hervor – und damit auch diese Reaktion. Und schon bekam sie einen Hustenanfall als hätte sie Asbest getrunken und das nächste unbekannte Mädchen klappte in ihrer Nähe zusammen. Konnte sie nicht bitte erstmal etwas Ruhe haben? Wäre wirklich nett von der Welt. Aber nachdem das wohl kaum der Fall sein würde, kümmerte sie sich erst einmal selber darum, wieder runterzukommen. Sobald sie wieder normal atmen konnte zumindest. Tief einatmen, tief ausatmen, abermals von einer Ansprache unterbrochen werden. Yay. Der junge Mann schien aber deutlich weniger konfrontativ als Lexi zu sein. Also konnte sie ihm zumindest zuhören – und die drei Optionen klangen durchaus sinnvoll. Mehr zum Überlegen, und dabei gedankenverloren Shakomon patten. Es schien damit kein Problem zu haben, und Rachel half es beim Denken. Sonst war sie eine der "Ich brauch einen Stift zum rumspielen"-Fraktion.


    Allerdings wurde die Entscheidung ob mitgehen oder hier bleiben ohnehin schon für sie übernommen. Von einem…Legodino und mehreren Zahnrädern die dazugestoßen waren. Wunderte sie das noch? Wohl kaum. Nach ein wenig Diskussion stand sie dann aber wieder vor genau der selben Auswahl. Ein Blick zu Shakomon, einer zu Lexi, und die Sache stand für sie ohnehin fest. Sie musste zumindest den Fakt dass sie eben kaum etwas mitbekommen hatte ausgleichen. Also…mitgehen für sie zumindest. Mit einem leichten Nicken stimmte sie dann der Aussage zu, dass der Schilderwald wohl die beste Option für die Gruppe war. "Noch ne Stimme für den Wald hier…". Recht viel mehr hatte sie ohnehin nicht zu sagen. Also lächelte sie nur leicht verlegen und ging etwas näher zum Rest der Gruppe, um den Rest besser verstehen zu können. Also sollten sie noch eines der Eier mitnehmen, wenn man wollte? Klang ja nicht nach allzu viel Mehraufwand ihrer Meinung nach. Aber sie war ja auch nicht alleine bei der Sache – also wandte sie sich schlichtweg kurz an die schwebende Muschel neben ihr. "Etwas dagegen wenn ich eines mitnehme? Meine Tasche ist denk ich ohnehin weich genug." Es folgte eine etwas langgezogene Stille, bevor ihr Partner antwortete. "Ich denke das geht schon in Ordnung. Wenn du aufmerksamer bist." "Sorry…" Sie kratzte sich leicht verlegen im Nacken und grinste dabei. Wie gesagt ging sie aber zu einem der Nester und hob eines der Eier hoch, welches sie kurz darauf vorsichtig in ihrer Tasche verstaute, bevor sie zu der Gruppe aufschloss, die schon in Richtung Schilderwald aufgebrochen war. Nur um dort, direkt nachdem sie angekommen war, von einem markerschütternden Schrei empfangen zu werden. Wobei das ihrer Meinung nach noch das Normalste an der ganzen Situation war. Der Schrei war eben weniger…ungewöhnlich als der Schilderwald. Ein wortwörtlicher Schilderwald, nur eben in einem Wald. Bevor sie sich aber an der Debatte zur weiteren Vorgehensweise beteiligen konnte, bekam die Gruppe wohl noch einmal einen Neuzugang, der auch direkt eingewiesen wurde. So winkte sie nur kurz, als sie ihren Namen hörte, und wartete ab, bis Fredrik auf das ursprüngliche Thema zurückkommen würde. Weil einfach so unterbrechen wäre jetzt auch mies.



    OT: So, sehr kurz aber mir ist echt nicht mehr eingefallen…


    Rachel hat sich eines eingenäht

    Der Tumult stieg Astrid dann auch schon direkt wieder zu Kopf. Fachmännisch untersuchen lassen. Von wem denn? Soweit sie das gesehen hatte, gab es wohl keine Fachmänner mehr in der ganzen Stadt. Und überhaupt war der Zustand garnicht so schlimm. Sie war schon in schlimmerem Zustand gefahren, und Unfälle hatte sie noch nie gebaut. Außer man zählte technische Gebrechen. Dann hatte sie sehr viele gehabt. Dennoch ließ sie sich mit einem Murren behandeln. Keine Energie um sich großartig zu wehren, um ehrlich zu sein. Beim ganzen medizinischen Thema schaltete sie dann komplett ab. Das war keine Mechanik, und keine Elektronik, also könnte es genau so gut Klingonisch für sie sein. So bekam sie auch die Frage nach dem Kundschaften nicht mehr aktiv mit. Generell war sie sehr effizient darin, unwichtige Dinge auszublenden. Aktuell waren die Geschehnisse um sie herum komplett irrelevant. Selbst das Essen half dabei nicht. So lange war sie im Endeffekt garnicht weggetreten. Aber als sie dann wieder ins Reich der Lebenden zurückkehrte (aus dem Reich der geistig Abwesenden) war sie wieder alleine. Alleine mit Vis, und dem ihr nach wie vor folgenden Zapplardin. Aber ohne die ganze Gesellschaft die sie vorher noch gehabt hatte. Die junge Frau blickte sich kurz um, stellte fest dass sie wirklich alleine war, und stand dann langsam wieder auf. Ihr Kopf brummte nicht, das war schon einmal ein gutes Zeichen. Das Karnimani wollte ihr aber etwas zeigen, so wie es aussah. Zumindest deutete sie das Ziehen an ihrem Bein so. Also schulterte sie ihren Rucksack und, nun ohne menschliche Begleitung und besseres zu tun, folgte ihrem Partner nach draußen. Nach kurzer Zeit kam sie dann an einem…Schutthaufen an, wo der Rest der Gruppe versammelt war. Wo der Rest wohl gerade dabei war, irgendetwas daraus zu bergen. Oder so. Nachdem sie aber offensichtlich nicht dazu in der Lage war, die letzte Bitte zu erfüllen, meldete sie sich auch nicht. Ihr Karnimani jedoch tappte selbstsicher nach vorne, zu den restlichen Pokémon. "Uh…ja…ich glaube jetzt nicht, dass ich da großartig helfen kann…aber kann mich bitte wer einweihen was los ist?"



    OT: Astrid war nur kurz weggetreten, und ist mit nem Minipost wieder da. I guess.

    Natürlich war Allie niedergeschlagen, als sie zwangsweise zurück in die Gegenwart gesogen wurden. Ihr war schlichtweg keine bessere Idee gekommen. Und sie wusste dass es eine Möglichkeit gegeben hätte. Aber eben leider keine, die ihr eingefallen war. Aber sie unterdrückte die überwältigende Wut auf sich selbst, vorerst, und schniefte nur einmal leise. Das Wuffels in ihren Armen schaute die grauhaarige nur mit einer Mischung aus Verwirrung und Benommenheit an. Die Zeitreise hatte es wohl nicht sonderlich gut überstanden. Aber das war auch verständlich – ihr selber ging es ja auch nicht viel besser. Ein wenig schwindelig war ihr schon, wobei ihr sowas generell nicht sonderlich viel ausmachte. So schloss sie sich dann aber dem Weg der Gruppe aus der Safarizone hinaus an. Wortlos. Nach Gesprächen war ihr gerade ohnehin nicht. Dabei behielt sie das Wuffels teils auf den Armen, teils auf der Schulter, um es einfacher zu tragen zu können. Wobei, sie könnte es auch erst einmal fangen, und nicht herumtragen wie ein Maskottchen.


    Dementsprechend setzte Aleena das Steinhündchen vorsichtig ab, und kramte in ihrer Tasche herum. Irgendwo musste sie doch noch Safaribälle haben… So komplett abgelenkt bemerkte sie natürlich nicht, wie Serena sich ihr näherte. Erst als sie am Ärmel gezupft wurde – und da zuckte sie sichtbar zusammen. Aber zumindest registrierte sie, was das Mädchen ihr mitteilte. Das war zumindest ein guter Punkt. "Nein, stimmt schon, danke dass du mich erinnerst…" Also holte sie statt dem Safariball, eine ihrer eigenen rot-weißen Kapseln heraus. Währenddessen wurde ihr im Prinzip genau zusammengefasst, wie sie sich fühlte. Ein unglaublich dämlicher Hauptcharakter der nichts auf die Reihe brachte, um dem Antagonisten den nötigen Spielraum zu bieten. Treffender konnte es ja kaum werden. Dementsprechend antwortete sie auch auf die letzte Frage: "Nein, das stimmt schon so, es kam nur ein wenig plötzlich… Aber-"


    Als sie ihren Blick wieder hob war Serena bereits weg. Wahrscheinlich hatte sie auch noch zu leise geredet, und war von jemandem direkt neben ihr überhört worden. Ganz toll gemacht. Zumindest das bis jetzt namenslose Wuffels machte ihr keine Schwierigkeiten und ließ sich brav im Pokéball einfangen. Diesen befestigte sie dann bei den anderen an ihrem Rucksack. Sie würde sich später noch Sticker oder irgendetwas mit erfühlbarer Textur besorgen müssen. Sonst verwechselte sie da noch etwas. Zuerst musste sie aber noch ihr Fynx registrieren, und brav die Safaribälle zurückgeben. Als sie bemerkte, wie ihre anderen Bälle beäugt wurden, dankte sie dem Stuntgirl noch einmal kurz gedanklich – auf Konflikt jedweder Art hatte sie gerade nämlich überhaupt keine Lust. Dementsprechend verhielt sie sich auch auf dem Weg zurück – Handy herausgeholt, Kopfhörer rein und schön die Außenwelt ausblenden, um erst einmal in Ruhe die Gedanken sortieren zu können. Auch wenn die Gruppe jetzt ohnehin nicht laut war – mit passender Musik ging das noch deutlich besser.


    Am Felsklippentor angekommen war ihre niedergeschlagene Laune auch eher einer neutralen gewichen. Nicht großartig, aber gut genug um nicht mehr alles um sich herum zu ignorieren. Dementsprechend zog sie auch die Kopfhörer raus, als das Mädchen an der Front der Gruppe – abermals Serena – sich an den Rest richtete. Die Backstory kam ihr etwas…unglaubwürdig vor, aber nach dem Erlebnis vorher würde sie es jetzt auch nicht ausschließen. Aber nachfragen konnte sie auch später, wenn sie nicht bei irgendetwas störte. Und nachdem sie darüber hinweggekommen war, wie simpel die Lösung für das Problem gewesen sein hätte können. Die einzige Reaktion auf Kyles Ansprache war somit ein sehr deutlicher Facepalm von ihr.


    Dann ging es allerdings auch schon weiter in die Stadt. Und sie wusste genau, wohin sie noch einen Abstecher machen würde. Die Arena. Selbst wenn sie jetzt nicht gewinnen sollte würde es zumindest eine gute Möglichkeit sein, den Kopf freizubekommen. Und die neuen Teammitglieder einmal ein wenig Kampfluft schnuppern zu lassen. Gerade Fynx – bei dem Neuzugang konnte sie ja auch nur vermuten, welche Attacken es genau beherrschte. Nach dem ersten Eindruck aber konnte sie mit Glut und Kratzer garnicht so falsch liegen. Auf dem Weg zur Arena ließ sie eben diese Neuzugänge noch einmal aus ihren Bällen – wobei das Wuffels direkt fast zwischen ihre Beine rannte, während Fynx respektvollen Abstand hielt. "So ihr Lieben, ich dachte mir ein wenig Trainerkampfluft schnüffeln kann sicher nicht schaden, also sind wir jetzt dorthin unterwegs. Und ich hab mir Namen für euch überlegt – etwas einzuwenden gegen Helian beziehungsweise Marron?" Als sie die Namen erwähnte, schaute sie auch das jeweilige Pokémon an. Und der Reaktion nach zu urteilen schienen beide kein Problem damit zu haben.



    OT: Erstmal zur Arena befördert, Kampf kommt wenn ich mal nicht 5 Termine vor der Nase rumschwirren hab.

    Ein paar Leute meldeten sich noch zu Wort. Allesamt natürlich mit dem Wunsch, alle drei zu retten. Natürlich wäre das auch ihre bevorzugte Variante wäre. Allerdings sah sie jetzt nicht unbedingt einen Weg, um die Situation zu umgehen. Die anderen Leute, welche sich zu Wort meldeten, aber auch nicht. Und zu allem Überfluss machte Celebi jetzt auch noch ordentlich Zeitdruck. Ein wenig verloren guckte sie sich um, fixierte kurz John und Kyle mit ihrem Blick, dann das Wuffels in ihrem Arm. Natürlich war es grausam die anderen beiden zu ihrem Tod zu verurteilen. Auf der anderen Seite wäre es, ihrer Meinung nach zumindest, noch schlimmer. Kurz überlegte sie hin und her. Sollte sie das jetzt wirklich machen? Die Stille, welche auf ihre gedankliche Frage folgte, beantwortete diese aber auch direkt wieder. Wenn sich sonst niemand meldete… Die Trainerin kraulte das Wuffels noch einmal hinter den Ohren, schaute zu den anderen, welche sich zwischen den Beinen der Gruppe beschäftigten, und dann zu Celebi. Mit einem Räuspern machte sie auf sich aufmerksam – hoffte sie zumindest. "Celebi?", ihre Stimme war schon ein wenig leiser als zuvor. Der Fakt dass sich ein Klumpen in ihrem Hals bildete, als würde sie ein Referat in der Schule halten, machte das Ganze natürlich nicht besser. Aber jetzt war es auch schon zu spät für einen Rückzieher. "Wenn nicht noch eine andere Idee aufkommt, wonach es jetzt nicht gerade aussieht, werde ich dieses hier mitnehmen." Gegen Ende hin wurde sie leiser, aber noch laut genug, um gehört zu werden. Und sie hob das Steinhündchen in ihren Armen leicht an, um zu verdeutlichen, welches der drei sie meinte. Dann wandte sie sich noch einmal an die Gruppe: "Nachdem vorher niemand etwas gesagt hat, nehme ich mal an das geht für euch in Ordnung."

    "Uhm…auf der Straße?", war die einzige halbwegs sinnvolle Antwort, die Astrid so auf Noes Frage hin geben konnte. Die Möglichkeit, dass sie die Beute ihrer kleinen Plündertour bemerkt haben könnte, bedachte sie nicht einmal. Immerhin bemerkte die Blondine selbst nicht einmal das zusätzliche Gewicht durch den knappen Kilo an neuem Besitz. Recht lange dauerte es aber auch nicht, da wurde Noés Aufmerksamkeit auch schon auf andere Personen gerichtet. Und das Mädchen aus Einall bemerkte, dass sie einerseits nicht alleine war, und andererseits dass ein gewisses freches Wasserkrokodil auf ihre Arme wollte. Gerade erstere Erkenntnis war einem jungen Mann geschuldet, der direkt über sie her fiel – zumindest kam es ihr so vor. Sie verstand mindestens 80% von dem, was er so laberte, nicht. Nur irgendwas von nicht laufen. "Nein danke, meine Beine sind in Ordnung…", antwortete sie, hörbar geistig nicht ganz anwesend. Und den Einwänden gegenüber ihrer kleinen persönlichen Bereicherung zu Lasten einer milliardenschwerenschweren Einzelhandelsketten würde sie ohnehin kein Gehör schenken, selbst wenn sie diese aktiv verfolgen würde. Nur irgendwas von Evakuierung. "…also wenns um aus der Stadt rauskommen geht, ich hab Werkzeug dabei und könnte mir einen der Kleinbusse am Parkplatz ausborgen." Ungefähr die erste sinnvolle Idee von ihrer Seite seit gestern Abend. Oder noch länger. Nachdem sie sich ein wenig mehr konzentrierte – auch wenn dabei ihr Kopf ein wenig pochte – konnte sie sogar dem Gespräch folgen konnte. Irgendwas von Legendären Pokémon. Und zusätzlich wurde ihr noch…etwas von dem aufdringlichen Typen angeboten. Besser Trinken damit er Ruhe gab? Ja, das klang nach einer guten Idee. Im schlimmsten Fall verreckte sie, also auch ein Plus. Also griff sie ein wenig zaghaft nach dem Gefäß, exte dann aber direkt den Inhalt. "…schmeckt nach Hustensaft… Aber, uh, mir geht’s ganz gut eigentlich. Also behandelt werden muss ich nicht…mehr zumindest. Wegen den Legendären – sollte es nicht irgendwas hier geben? Ich meine…wir sind in einer Bibliothek…"


    Ob das jetzt stimmte? Keine Ahnung. Aber es war etwas, das Astrid aufgefallen war. Und ihrer Ansicht nach konnte man das doch zumindest einmal versuchen, bevor man die halbe Stadt durchquerte. Gleichzeitig wurde ihr kleiner Partner ein wenig quengelig zwischen ihren Beinen, also bückte sie sich kurz und nahm das Wasserkrokodil in die Arme, um es gegen ihren Bauch zu drücken. Sanft natürlich. Hatte sie sich eigentlich schon vorgestellt? Das machte man doch, oder? "…ich bin Astrid, übrigens", warf sie dann schlussendlich halbherzig und leise in die Runde. Ob das als Vorstellung registriert werden würde?


    OT: Something something kurz, ihr kennts ja. Hoffe ich habs nicht vergessen und mal was Produktives beigetragen.

    Tja. Und schon war Astrid alleine gelassen worden. So schnell ging es – einmal nicht aufgepasst und schon war Noé weg. Und wo sie hin war wusste sie auch nicht wirklich. Nur eine ungefähre Richtung, wenn sie sich richtig erinnerte – immerhin war sie zu dem Zeitpunkt geistig nicht ganz anwesend gewesen. Also blieb ihr wohl nichts anderes übrig als hier zu warten, oder? Zumindest stellte sie es sich ziemlich schwer vor, wieder gefunden zu werden, sollte sie sich jetzt selbst auf die Beine machen. So entschied sie schlussendlich, dass das wohl die beste Idee war. Einfach warten bis ihre Freundin Helferin wiederkam. Nicht dass sie grundsätzlich vor hatte, einfach so abzuhauen. Also blieb sie einfach sitzen, streichelte leicht über den Hinterkopf ihres Karnimani, ignorierte „ihr“ Zapplardin und stierte in die Ferne. Man könnte fast meinen, sie wäre eine der zahlreichen Statuen aus Stein. Nur die deutlich andere Farbe ihrer Kleidung verhinderte eine Verwechslung.


    Nach einiger Zeit – sie wusste nicht wie lange genau, immerhin hatte sie ja so ungefähr kein Zeitgefühl – kam ihr das ganze dann aber doch etwas komisch vor. Noé war für ihren Geschmack schon viel zu lange weg. Und mit ihren nachlassenden Kopfschmerzen kam auch das logische Denken wieder. Ihr Vorschlag von vorhin war nicht einmal so schlecht gewesen. Machte wahrscheinlich am meisten Sinn, so schnell wie möglich die Stadt zu verlassen. Nur zu Fuß war das auch ein recht langwieriges Unterfangen. Langsam ließ sie ihren Blick über die Straße, auf der sie saß, schweifen. Menschenverlassen. Aber Autos waren noch da. Da ließ sich sicher etwas machen, wenn sie eines fand, das nicht halb zerquetscht war. Nur bräuchte sie dafür Werkzeug. Und das war in ihrem Lagerabteil. Shit. Natürlich kamen ihr bei dem Gedanken daran die Tränen. Sie schniefte etwas, wischte sich mit dem Ärmel die aufkommenden Tränen aus den Augen, und kämpfte die Trauer wieder hinunter. Ruhig bleiben, Astrid. Erst einmal aufstehen. Langsam, schmerzhaft und etwas unsicher erhob sich die hagere Gestalt von der Straße, fand dann aber schnell wieder sicheren Stand. Gut. Damit wäre das erledigt. Sie bedeutete ihrem Partnerpokémon, ihr zu folgen, und machte sich dann selber auf den Weg die Straße hinunter. Ihre Blicke waren mehr auf die Straßenseite gerichtet. Sie suchte gezielt nach einem Laden. Irgendwas, wo sie das nötige Werkzeug finden könnte. Dazu musste sie aber relativ lange laufen. In der Innenstadt reihte sich nämlich Boutique an Boutique. Und mit Nagellack konnte sie nun leider kein Auto kurzschließen. Oder irgendetwas anfangen. Das einzige was sie machen könnte, wäre ihren eigenen Zustand checken – aber sie wusste selbst, dass sie mehr wie ein Zombie aussah, als wie eine lebendige Person. Mit ihrem Tempo brauchte sie gute zwanzig Minuten, bis sie dann ihr Ziel erreicht hatte – ein Elektronik-Fachladen. Die Stadtbibliothek daneben ignorierte sie gekonnt, und schritt über den verlassenen Parkplatz zu dem relativ großen, freistehenden Gebäude. Ein kurzer Blick ins innere Verriet, dass der Strom wohl ausgefallen war. Damit würden die elektronischen Schiebetüren von selbst nicht aufgehen. Leider. Sie seufzte leise, ging dann zu eben diesen, und legte ihre Finger in die Gummidichtung der Tür. Die Tür musste ja aufzubringen zu sein. Vor allem in einem Stromausfall. Irgendwas von wegen Sicherheitsvorschriften oder so.

    Wie erwartet gab die Tür auch relativ einfach nach. Viel einfacher als erwartet, um genau zu sein, weswegen sie erst einmal etwas nach hinten stolperte und beinahe wieder auf ihrem Hintern landete. Sie konnte sich aber noch ausbalancieren und auf beiden Beinen bleiben. So betrat sie dann, samt ihrer beiden kleinen Begleiter, den verlassenen Laden. Getan hatte sich hier nicht wirklich etwas – sicher, das Erdbeben hatte ungefähr alle Regale umgeworfen und eine Riesensauerei gemacht. Aber sonst war das Gebäude samt Inhalt eigentlich in einem recht guten Zustand. Da sie genau wusste, nach was sie suchte, hatte sie die entsprechende Abteilung recht schnell gefunden, und ihre Auswahl an Werkzeug landete nach kurzem Zögern in ihrem Rucksack. Beißzangen oder Schraubenschlüssel hatte sie jetzt zwar nicht, aber genug für grundlegende Reparaturen, oder Modifikationen, der Zündung. Erst wollte sie direkt wieder gehen, dann stockte sie aber doch. Wenn sie schon einmal hier war…eine von, ihres Wissens nach, zwei noch lebenden Menschen in der Stadt…


    Ein bisschen Inventar mehr oder weniger würde auch nicht auffallen. So packte sie also nach einem kurzen Funktionscheck eines der neuesten Ultrabookmodelle samt Zubehör in ihren Rucksack. Zwei Powerbanks mit hoher Kapazität wanderten ebenfalls noch dazu, sowie die notwendigen USB-C Kabel und ein neues Flagship-Smartphone, um ihr alterndes Modell zu ersetzen. Austauschen würde sie die später. Beim hinausgehen ließ sie noch eine starke Taschenlampe mitgehen. Würde sicher nützlich werden. Damit verschwand sie dann aber auch schon wieder aus dem Verkaufsraum, während sie auf die Visitenkarte schaute, die Noé ihr in die Hand gedrückt hatte. Sie könnte ja versuchen sich wieder mit ihr zu treffen…aber dazu wollte sie lieber Sitzen. Also schickte sie ihr eine kurze SMS mit dem Inhalt „Warte in der Bibliothek“ und begab sich dann eben dorthin. Durch einen der kleinen Seiteneingänge betrat sie das Gebäude. Und sobald sie drinnen war, konnte sie tatsächlich Stimmen hören. Also war doch noch jemand anderes hier? Zumindest konnte sie Noé nicht hören. Nicht dass sie sich groß an ihre Stimme erinnert hätte, nicht in ihrem Geisteszustand. Trotzdem navigierte sie durch das Labyrinth aus noch stehenden Regalen zum Ursprung der Stimmen. Natürlich passte sie dabei nicht wirklich auf – und rannte prompt von hinten in jemanden hinein. An der Weichheit konnte sie auch direkt eine Statue oder ein Regal ausschließen. Also folgte auch direkt eine leicht verwirrte und irritierte Entschuldigung: „Uh…uhm…sorry, hab nicht aufgepasst“, dann erst hob sie den Blick und sah einen bekannten, kurzen Haarschopf – wenn auch von hinten. „Oh, hey, ich hab dich gesucht“


    OT: Raichu-chan Astrid hat Noe wieder gefunden. Oder so. Hab mich mal dazugesellt, mit neuem Laptop, neuem Handy und Equipment zum Autoklau

    So wie es aussah hatte Aleena komplett richtig geraten, denn das Wuffels machte genau das, was sie wollte. Gedanklich notierte sie den Namen der Attacke schon einmal. Falls sie ihn später brauchen würde. Zusammen mit einer recht großen Zahl anderer Attacken reichte der Eiszahn wohl aus, um das zweite Menki zu vertreiben. Als es dann die Flucht ergriff, konnte Allie sich auch nicht ganz zurückhalten, und man konnte die Freude aus dem "Yes~", das ihre Lippen verließ, deutlich heraushören. Aber sie störte das nicht. Immerhin war sie nicht so eine Person, die viel Wert darauf legte, ihre Gefühle vor anderen geheim zu halten. Stattdessen ging sie in die Hocke um sowohl Fubuki als auch "ihr" Wuffels zurück zu empfangen. Beide bekamen natürlich Streicheleinheiten für den gewonnen Kampf. Währenddessen meldete sich auch Celebi wieder zu Wort. Natürlich telepathisch. Echte Geräusche machen war zu langweilig, oder so. In ihrer Sichtperipherie bemerkte die junge Frau eine Bewegung, die sich als Celebi herausstellte – damit richtete sie ihre Augen auf das fliegende Pokémon, während sie die beiden Vierbeiner mit jeweils einer Hand weiter kraulte. Sicher, sie müsste jetzt nicht Sichtkontakt halten. Aber es war ihr irgendwie lieber so.


    Nach der ersten Erklärung des legendären Pflanzenpokémon kam sie sich irgendwie vor wie in einem Videospiel. Namentlich, einem Tutorial das Zeitreisemechaniken erläuterte. Denn genau darum schien es hier zu gehen, wenn sie die Aussagen richtig deutete. Wie funktionieren Zeitreisen, und was kann man ändern – oder nicht. Gerade als ihre Gedanken zu dieser letzten Fragestellung wanderten, warf sie wieder einen Blick nach unten, zu dem Wuffels, das sich an ihre Beine gekuschelt hatte. Es war knuffig wie sonst was…am liebsten würde sie es behalten. Blieb nur die Frage ob das überhaupt möglich war. Wenn ja, war das für sie eine erledigte Sache. Sie würde den kleinen Racker mitnehmen. Während sie sich aber noch Gedanken um dieses „Problem“ machte, begann Celebi schon mit der Geschichtsstunde, der sie nur mit einem Ohr zuhören würde, würde die Stimme sich nicht direkt in ihrem Kopf manifestieren. Trotzdem widmete sie sich mehr den Pokémon vor ihr – zumindest bis die Geschichtsstunde finsterer und finsterer wurde. Gleichzeitig wurden ihre Finger langsamer, und ihr Blick wanderte vom Boden hoch zum legendären Pokemon. Mit Tränen in den Augen. Immerhin war sie ja eine sehr emotionale Person. Schlussendlich folgte dann aber doch ein leichter Trost – nach der Belehrung über die Komplikationen des Zeitreisens. Sie hatte sich schon gewundert, wann die Lektion kommen würde.


    Sicher, es war grausam, die drei unschuldigen Pokémon ihrem Schicksal zu überlassen. Auf der anderen Seite wusste sie auch genau, dass es wenig Sinn machte, darüber irgendwie zu diskutieren. Naturgesetze ließen sich eben leider nicht emotional beeinflussen… Nach kurzem Überlegen schniefte sie einmal, wischte sich mit dem Handrücken die angesammelten Tränen weg und richtete sich wieder auf – Fubuki nach wie vor zu ihren Füßen, das Wuffels im Arm haltend, welches sie weiterhin streichelte. Anfangs war ihre Stimme noch ein wenig zittrig, sie fing sich aber relativ schnell wieder: "Keines der Drei mitzunehmen wäre schlichtweg unverantwortlich… ich wär dafür, dieses hier mitzunehmen." Irgendwer musste ja auch einmal das Wort erheben. Auch wenn sie irgendwie hoffte, es würde keinen Widerspruch geben…denn auch wenn es generell schwer war, das Kleine in ihren Armen hatte sie am meisten ins Herz geschlossen. Aus nachvollziehbaren Gründen.


    OT: So, erster Claim steht.

    Den Effekt ihres Befehls bekam Rachel nicht mit. Zumindest nicht direkt. Viel zu sehr war sie mit so trivialen Dingen wie Luft bekommen beschäftig. Die zusätzliche Hilfe schien allerdings Erfolg zu haben, denn eine weitere Druckwelle blieb aus. Vorerst zumindest. Das verschaffte ihr zumindest die Möglichkeit sich halb aufzusetzen, und danach zu hyperventilieren. Schnelle Atemzüge, aber sie bekam zumindest wieder Luft. Womit sie sich auch relativ schnell wieder beruhigt hatte, obwohl ihr Rücken nach wie vor schmerzte. Aber das würde wohl noch eine Zeit so bleiben. Leider. Das erste, das sie bemerkte, noch während ihr Blick sich noch richtig fokussierte, war ein äußerst nerviges Piepsen, das irgendwo von ihrer rechten Seite stammte. Und nachdem sie wieder ihre Umgebung richtig wahrnehmen konnte, bemerkte sie einen deutlichen Mangel an Bukamon. Sie konnte ihren Partner doch nicht innerhalb von 15 Minuten nach dem Erhalt verloren haben! …oder doch? Sie schaffte es dann aber doch noch, eine leuchtende Silhouette dem Digimon zuzuordnen – ehe sich der kleine Plesiosaurier, zumindest hatte Bukamon so auf sie gewirkt, verwandelte. In eine überdimensionierte Auster. Nein, sie würde das nicht hinterfragen, an dem Tag war schon viel zu viel seltsamer Kram passiert als dass das sie jetzt noch überraschen könnte. Weitere Befehle würde sie zwar gerne geben, aber durch einen kompletten Mangel an Wissen ihrerseits gestaltete sich das leider dezent schwierig. Aber zumindest konnte sie ihrem Partner etwas moralische Unterstützung geben: "Gut gemacht! Weiter so!" Und danach bräuchte sie erst einmal eine ausführliche Erklärung.


    Bukamon, mittlerweile Shakomon, drehte sich nur kurz zu seiner Partnerin um und gab ihr eine zustimmende Geste. Ob sie die interpretieren konnte, war eine andere Sache. Eine Sache, die leider nicht wirklich selbstverständlich war. Aber darüber konnte es sich später auch noch Sorgen machen. Nach einer kurzen Einschätzung der Situation stufte es den Schraubdreher als keine gute Vorgehensweise ein. Zu viele Attacken gleichzeitig, von denen es getroffen werden konnte. Also rief es: "Druckpumpe!" und beteiligte sich mit einem starken Wasserschwall am Kampf gegen die Pawnchessmon.


    OT: Meh Post, yada yada, ich hab versprochen er kommt vorm WE, also hier ist er xD

    Hab auch meinen letzten Post ausgebessert, wo ich Poyomon statt Bukamon geschrieben hab