Beiträge von #TotallyFelix

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    Ein paar Leute meldeten sich noch zu Wort. Allesamt natürlich mit dem Wunsch, alle drei zu retten. Natürlich wäre das auch ihre bevorzugte Variante wäre. Allerdings sah sie jetzt nicht unbedingt einen Weg, um die Situation zu umgehen. Die anderen Leute, welche sich zu Wort meldeten, aber auch nicht. Und zu allem Überfluss machte Celebi jetzt auch noch ordentlich Zeitdruck. Ein wenig verloren guckte sie sich um, fixierte kurz John und Kyle mit ihrem Blick, dann das Wuffels in ihrem Arm. Natürlich war es grausam die anderen beiden zu ihrem Tod zu verurteilen. Auf der anderen Seite wäre es, ihrer Meinung nach zumindest, noch schlimmer. Kurz überlegte sie hin und her. Sollte sie das jetzt wirklich machen? Die Stille, welche auf ihre gedankliche Frage folgte, beantwortete diese aber auch direkt wieder. Wenn sich sonst niemand meldete… Die Trainerin kraulte das Wuffels noch einmal hinter den Ohren, schaute zu den anderen, welche sich zwischen den Beinen der Gruppe beschäftigten, und dann zu Celebi. Mit einem Räuspern machte sie auf sich aufmerksam – hoffte sie zumindest. "Celebi?", ihre Stimme war schon ein wenig leiser als zuvor. Der Fakt dass sich ein Klumpen in ihrem Hals bildete, als würde sie ein Referat in der Schule halten, machte das Ganze natürlich nicht besser. Aber jetzt war es auch schon zu spät für einen Rückzieher. "Wenn nicht noch eine andere Idee aufkommt, wonach es jetzt nicht gerade aussieht, werde ich dieses hier mitnehmen." Gegen Ende hin wurde sie leiser, aber noch laut genug, um gehört zu werden. Und sie hob das Steinhündchen in ihren Armen leicht an, um zu verdeutlichen, welches der drei sie meinte. Dann wandte sie sich noch einmal an die Gruppe: "Nachdem vorher niemand etwas gesagt hat, nehme ich mal an das geht für euch in Ordnung."

    "Uhm…auf der Straße?", war die einzige halbwegs sinnvolle Antwort, die Astrid so auf Noes Frage hin geben konnte. Die Möglichkeit, dass sie die Beute ihrer kleinen Plündertour bemerkt haben könnte, bedachte sie nicht einmal. Immerhin bemerkte die Blondine selbst nicht einmal das zusätzliche Gewicht durch den knappen Kilo an neuem Besitz. Recht lange dauerte es aber auch nicht, da wurde Noés Aufmerksamkeit auch schon auf andere Personen gerichtet. Und das Mädchen aus Einall bemerkte, dass sie einerseits nicht alleine war, und andererseits dass ein gewisses freches Wasserkrokodil auf ihre Arme wollte. Gerade erstere Erkenntnis war einem jungen Mann geschuldet, der direkt über sie her fiel – zumindest kam es ihr so vor. Sie verstand mindestens 80% von dem, was er so laberte, nicht. Nur irgendwas von nicht laufen. "Nein danke, meine Beine sind in Ordnung…", antwortete sie, hörbar geistig nicht ganz anwesend. Und den Einwänden gegenüber ihrer kleinen persönlichen Bereicherung zu Lasten einer milliardenschwerenschweren Einzelhandelsketten würde sie ohnehin kein Gehör schenken, selbst wenn sie diese aktiv verfolgen würde. Nur irgendwas von Evakuierung. "…also wenns um aus der Stadt rauskommen geht, ich hab Werkzeug dabei und könnte mir einen der Kleinbusse am Parkplatz ausborgen." Ungefähr die erste sinnvolle Idee von ihrer Seite seit gestern Abend. Oder noch länger. Nachdem sie sich ein wenig mehr konzentrierte – auch wenn dabei ihr Kopf ein wenig pochte – konnte sie sogar dem Gespräch folgen konnte. Irgendwas von Legendären Pokémon. Und zusätzlich wurde ihr noch…etwas von dem aufdringlichen Typen angeboten. Besser Trinken damit er Ruhe gab? Ja, das klang nach einer guten Idee. Im schlimmsten Fall verreckte sie, also auch ein Plus. Also griff sie ein wenig zaghaft nach dem Gefäß, exte dann aber direkt den Inhalt. "…schmeckt nach Hustensaft… Aber, uh, mir geht’s ganz gut eigentlich. Also behandelt werden muss ich nicht…mehr zumindest. Wegen den Legendären – sollte es nicht irgendwas hier geben? Ich meine…wir sind in einer Bibliothek…"


    Ob das jetzt stimmte? Keine Ahnung. Aber es war etwas, das Astrid aufgefallen war. Und ihrer Ansicht nach konnte man das doch zumindest einmal versuchen, bevor man die halbe Stadt durchquerte. Gleichzeitig wurde ihr kleiner Partner ein wenig quengelig zwischen ihren Beinen, also bückte sie sich kurz und nahm das Wasserkrokodil in die Arme, um es gegen ihren Bauch zu drücken. Sanft natürlich. Hatte sie sich eigentlich schon vorgestellt? Das machte man doch, oder? "…ich bin Astrid, übrigens", warf sie dann schlussendlich halbherzig und leise in die Runde. Ob das als Vorstellung registriert werden würde?


    OT: Something something kurz, ihr kennts ja. Hoffe ich habs nicht vergessen und mal was Produktives beigetragen.

    Tja. Und schon war Astrid alleine gelassen worden. So schnell ging es – einmal nicht aufgepasst und schon war Noé weg. Und wo sie hin war wusste sie auch nicht wirklich. Nur eine ungefähre Richtung, wenn sie sich richtig erinnerte – immerhin war sie zu dem Zeitpunkt geistig nicht ganz anwesend gewesen. Also blieb ihr wohl nichts anderes übrig als hier zu warten, oder? Zumindest stellte sie es sich ziemlich schwer vor, wieder gefunden zu werden, sollte sie sich jetzt selbst auf die Beine machen. So entschied sie schlussendlich, dass das wohl die beste Idee war. Einfach warten bis ihre Freundin Helferin wiederkam. Nicht dass sie grundsätzlich vor hatte, einfach so abzuhauen. Also blieb sie einfach sitzen, streichelte leicht über den Hinterkopf ihres Karnimani, ignorierte „ihr“ Zapplardin und stierte in die Ferne. Man könnte fast meinen, sie wäre eine der zahlreichen Statuen aus Stein. Nur die deutlich andere Farbe ihrer Kleidung verhinderte eine Verwechslung.


    Nach einiger Zeit – sie wusste nicht wie lange genau, immerhin hatte sie ja so ungefähr kein Zeitgefühl – kam ihr das ganze dann aber doch etwas komisch vor. Noé war für ihren Geschmack schon viel zu lange weg. Und mit ihren nachlassenden Kopfschmerzen kam auch das logische Denken wieder. Ihr Vorschlag von vorhin war nicht einmal so schlecht gewesen. Machte wahrscheinlich am meisten Sinn, so schnell wie möglich die Stadt zu verlassen. Nur zu Fuß war das auch ein recht langwieriges Unterfangen. Langsam ließ sie ihren Blick über die Straße, auf der sie saß, schweifen. Menschenverlassen. Aber Autos waren noch da. Da ließ sich sicher etwas machen, wenn sie eines fand, das nicht halb zerquetscht war. Nur bräuchte sie dafür Werkzeug. Und das war in ihrem Lagerabteil. Shit. Natürlich kamen ihr bei dem Gedanken daran die Tränen. Sie schniefte etwas, wischte sich mit dem Ärmel die aufkommenden Tränen aus den Augen, und kämpfte die Trauer wieder hinunter. Ruhig bleiben, Astrid. Erst einmal aufstehen. Langsam, schmerzhaft und etwas unsicher erhob sich die hagere Gestalt von der Straße, fand dann aber schnell wieder sicheren Stand. Gut. Damit wäre das erledigt. Sie bedeutete ihrem Partnerpokémon, ihr zu folgen, und machte sich dann selber auf den Weg die Straße hinunter. Ihre Blicke waren mehr auf die Straßenseite gerichtet. Sie suchte gezielt nach einem Laden. Irgendwas, wo sie das nötige Werkzeug finden könnte. Dazu musste sie aber relativ lange laufen. In der Innenstadt reihte sich nämlich Boutique an Boutique. Und mit Nagellack konnte sie nun leider kein Auto kurzschließen. Oder irgendetwas anfangen. Das einzige was sie machen könnte, wäre ihren eigenen Zustand checken – aber sie wusste selbst, dass sie mehr wie ein Zombie aussah, als wie eine lebendige Person. Mit ihrem Tempo brauchte sie gute zwanzig Minuten, bis sie dann ihr Ziel erreicht hatte – ein Elektronik-Fachladen. Die Stadtbibliothek daneben ignorierte sie gekonnt, und schritt über den verlassenen Parkplatz zu dem relativ großen, freistehenden Gebäude. Ein kurzer Blick ins innere Verriet, dass der Strom wohl ausgefallen war. Damit würden die elektronischen Schiebetüren von selbst nicht aufgehen. Leider. Sie seufzte leise, ging dann zu eben diesen, und legte ihre Finger in die Gummidichtung der Tür. Die Tür musste ja aufzubringen zu sein. Vor allem in einem Stromausfall. Irgendwas von wegen Sicherheitsvorschriften oder so.

    Wie erwartet gab die Tür auch relativ einfach nach. Viel einfacher als erwartet, um genau zu sein, weswegen sie erst einmal etwas nach hinten stolperte und beinahe wieder auf ihrem Hintern landete. Sie konnte sich aber noch ausbalancieren und auf beiden Beinen bleiben. So betrat sie dann, samt ihrer beiden kleinen Begleiter, den verlassenen Laden. Getan hatte sich hier nicht wirklich etwas – sicher, das Erdbeben hatte ungefähr alle Regale umgeworfen und eine Riesensauerei gemacht. Aber sonst war das Gebäude samt Inhalt eigentlich in einem recht guten Zustand. Da sie genau wusste, nach was sie suchte, hatte sie die entsprechende Abteilung recht schnell gefunden, und ihre Auswahl an Werkzeug landete nach kurzem Zögern in ihrem Rucksack. Beißzangen oder Schraubenschlüssel hatte sie jetzt zwar nicht, aber genug für grundlegende Reparaturen, oder Modifikationen, der Zündung. Erst wollte sie direkt wieder gehen, dann stockte sie aber doch. Wenn sie schon einmal hier war…eine von, ihres Wissens nach, zwei noch lebenden Menschen in der Stadt…


    Ein bisschen Inventar mehr oder weniger würde auch nicht auffallen. So packte sie also nach einem kurzen Funktionscheck eines der neuesten Ultrabookmodelle samt Zubehör in ihren Rucksack. Zwei Powerbanks mit hoher Kapazität wanderten ebenfalls noch dazu, sowie die notwendigen USB-C Kabel und ein neues Flagship-Smartphone, um ihr alterndes Modell zu ersetzen. Austauschen würde sie die später. Beim hinausgehen ließ sie noch eine starke Taschenlampe mitgehen. Würde sicher nützlich werden. Damit verschwand sie dann aber auch schon wieder aus dem Verkaufsraum, während sie auf die Visitenkarte schaute, die Noé ihr in die Hand gedrückt hatte. Sie könnte ja versuchen sich wieder mit ihr zu treffen…aber dazu wollte sie lieber Sitzen. Also schickte sie ihr eine kurze SMS mit dem Inhalt „Warte in der Bibliothek“ und begab sich dann eben dorthin. Durch einen der kleinen Seiteneingänge betrat sie das Gebäude. Und sobald sie drinnen war, konnte sie tatsächlich Stimmen hören. Also war doch noch jemand anderes hier? Zumindest konnte sie Noé nicht hören. Nicht dass sie sich groß an ihre Stimme erinnert hätte, nicht in ihrem Geisteszustand. Trotzdem navigierte sie durch das Labyrinth aus noch stehenden Regalen zum Ursprung der Stimmen. Natürlich passte sie dabei nicht wirklich auf – und rannte prompt von hinten in jemanden hinein. An der Weichheit konnte sie auch direkt eine Statue oder ein Regal ausschließen. Also folgte auch direkt eine leicht verwirrte und irritierte Entschuldigung: „Uh…uhm…sorry, hab nicht aufgepasst“, dann erst hob sie den Blick und sah einen bekannten, kurzen Haarschopf – wenn auch von hinten. „Oh, hey, ich hab dich gesucht“


    OT: Raichu-chan Astrid hat Noe wieder gefunden. Oder so. Hab mich mal dazugesellt, mit neuem Laptop, neuem Handy und Equipment zum Autoklau

    So wie es aussah hatte Aleena komplett richtig geraten, denn das Wuffels machte genau das, was sie wollte. Gedanklich notierte sie den Namen der Attacke schon einmal. Falls sie ihn später brauchen würde. Zusammen mit einer recht großen Zahl anderer Attacken reichte der Eiszahn wohl aus, um das zweite Menki zu vertreiben. Als es dann die Flucht ergriff, konnte Allie sich auch nicht ganz zurückhalten, und man konnte die Freude aus dem "Yes~", das ihre Lippen verließ, deutlich heraushören. Aber sie störte das nicht. Immerhin war sie nicht so eine Person, die viel Wert darauf legte, ihre Gefühle vor anderen geheim zu halten. Stattdessen ging sie in die Hocke um sowohl Fubuki als auch "ihr" Wuffels zurück zu empfangen. Beide bekamen natürlich Streicheleinheiten für den gewonnen Kampf. Währenddessen meldete sich auch Celebi wieder zu Wort. Natürlich telepathisch. Echte Geräusche machen war zu langweilig, oder so. In ihrer Sichtperipherie bemerkte die junge Frau eine Bewegung, die sich als Celebi herausstellte – damit richtete sie ihre Augen auf das fliegende Pokémon, während sie die beiden Vierbeiner mit jeweils einer Hand weiter kraulte. Sicher, sie müsste jetzt nicht Sichtkontakt halten. Aber es war ihr irgendwie lieber so.


    Nach der ersten Erklärung des legendären Pflanzenpokémon kam sie sich irgendwie vor wie in einem Videospiel. Namentlich, einem Tutorial das Zeitreisemechaniken erläuterte. Denn genau darum schien es hier zu gehen, wenn sie die Aussagen richtig deutete. Wie funktionieren Zeitreisen, und was kann man ändern – oder nicht. Gerade als ihre Gedanken zu dieser letzten Fragestellung wanderten, warf sie wieder einen Blick nach unten, zu dem Wuffels, das sich an ihre Beine gekuschelt hatte. Es war knuffig wie sonst was…am liebsten würde sie es behalten. Blieb nur die Frage ob das überhaupt möglich war. Wenn ja, war das für sie eine erledigte Sache. Sie würde den kleinen Racker mitnehmen. Während sie sich aber noch Gedanken um dieses „Problem“ machte, begann Celebi schon mit der Geschichtsstunde, der sie nur mit einem Ohr zuhören würde, würde die Stimme sich nicht direkt in ihrem Kopf manifestieren. Trotzdem widmete sie sich mehr den Pokémon vor ihr – zumindest bis die Geschichtsstunde finsterer und finsterer wurde. Gleichzeitig wurden ihre Finger langsamer, und ihr Blick wanderte vom Boden hoch zum legendären Pokemon. Mit Tränen in den Augen. Immerhin war sie ja eine sehr emotionale Person. Schlussendlich folgte dann aber doch ein leichter Trost – nach der Belehrung über die Komplikationen des Zeitreisens. Sie hatte sich schon gewundert, wann die Lektion kommen würde.


    Sicher, es war grausam, die drei unschuldigen Pokémon ihrem Schicksal zu überlassen. Auf der anderen Seite wusste sie auch genau, dass es wenig Sinn machte, darüber irgendwie zu diskutieren. Naturgesetze ließen sich eben leider nicht emotional beeinflussen… Nach kurzem Überlegen schniefte sie einmal, wischte sich mit dem Handrücken die angesammelten Tränen weg und richtete sich wieder auf – Fubuki nach wie vor zu ihren Füßen, das Wuffels im Arm haltend, welches sie weiterhin streichelte. Anfangs war ihre Stimme noch ein wenig zittrig, sie fing sich aber relativ schnell wieder: "Keines der Drei mitzunehmen wäre schlichtweg unverantwortlich… ich wär dafür, dieses hier mitzunehmen." Irgendwer musste ja auch einmal das Wort erheben. Auch wenn sie irgendwie hoffte, es würde keinen Widerspruch geben…denn auch wenn es generell schwer war, das Kleine in ihren Armen hatte sie am meisten ins Herz geschlossen. Aus nachvollziehbaren Gründen.


    OT: So, erster Claim steht.

    Den Effekt ihres Befehls bekam Rachel nicht mit. Zumindest nicht direkt. Viel zu sehr war sie mit so trivialen Dingen wie Luft bekommen beschäftig. Die zusätzliche Hilfe schien allerdings Erfolg zu haben, denn eine weitere Druckwelle blieb aus. Vorerst zumindest. Das verschaffte ihr zumindest die Möglichkeit sich halb aufzusetzen, und danach zu hyperventilieren. Schnelle Atemzüge, aber sie bekam zumindest wieder Luft. Womit sie sich auch relativ schnell wieder beruhigt hatte, obwohl ihr Rücken nach wie vor schmerzte. Aber das würde wohl noch eine Zeit so bleiben. Leider. Das erste, das sie bemerkte, noch während ihr Blick sich noch richtig fokussierte, war ein äußerst nerviges Piepsen, das irgendwo von ihrer rechten Seite stammte. Und nachdem sie wieder ihre Umgebung richtig wahrnehmen konnte, bemerkte sie einen deutlichen Mangel an Bukamon. Sie konnte ihren Partner doch nicht innerhalb von 15 Minuten nach dem Erhalt verloren haben! …oder doch? Sie schaffte es dann aber doch noch, eine leuchtende Silhouette dem Digimon zuzuordnen – ehe sich der kleine Plesiosaurier, zumindest hatte Bukamon so auf sie gewirkt, verwandelte. In eine überdimensionierte Auster. Nein, sie würde das nicht hinterfragen, an dem Tag war schon viel zu viel seltsamer Kram passiert als dass das sie jetzt noch überraschen könnte. Weitere Befehle würde sie zwar gerne geben, aber durch einen kompletten Mangel an Wissen ihrerseits gestaltete sich das leider dezent schwierig. Aber zumindest konnte sie ihrem Partner etwas moralische Unterstützung geben: "Gut gemacht! Weiter so!" Und danach bräuchte sie erst einmal eine ausführliche Erklärung.


    Bukamon, mittlerweile Shakomon, drehte sich nur kurz zu seiner Partnerin um und gab ihr eine zustimmende Geste. Ob sie die interpretieren konnte, war eine andere Sache. Eine Sache, die leider nicht wirklich selbstverständlich war. Aber darüber konnte es sich später auch noch Sorgen machen. Nach einer kurzen Einschätzung der Situation stufte es den Schraubdreher als keine gute Vorgehensweise ein. Zu viele Attacken gleichzeitig, von denen es getroffen werden konnte. Also rief es: "Druckpumpe!" und beteiligte sich mit einem starken Wasserschwall am Kampf gegen die Pawnchessmon.


    OT: Meh Post, yada yada, ich hab versprochen er kommt vorm WE, also hier ist er xD

    Hab auch meinen letzten Post ausgebessert, wo ich Poyomon statt Bukamon geschrieben hab

    In Astrids Kopf war die ganze Welt noch in Ordnung, und sie nicht in einer postapokalyptischen Stadt. Was natürlich eher daran lag, dass sie die letzten Stunden genau garnichts mitbekommen hatte. Würde sie versuchen, sich zu erinnern – was sie wegen ihren Kopfschmerzen allerdings nicht tat, weil wichtigere Dinge, würde sie genau zum Zeitpunkt eines lauten Schreis einen Filmriss vorfinden. Aber erst einmal waren andere Dinge zu erledigen als um sich um die Vergangenheit zu kümmern, die ohnehin von einem pulsierenden Schädel von ihr weggehalten wurde. Aber erst einmal musste sie aufstehen. Was sich als nicht ganz einfach herausstellte. Schlussendlich schaffte sie es aber doch, und beschwerte sich direkt über den aktuellen Zustand ihres Schädels. Dass Noé nicht einmal sie anschaute, sondern den Verursacher besagten Zustands, registrierte sie auch nicht. Dafür war sie nicht weit genug in der Welt der Lebenden. Die Antwort auf ihre Frage wirkte allerdings…nicht sonderlich real. Oder anders gesagt: So lächerlich unwahrscheinlich, dass man es nicht glauben wollte, wäre man nicht dabei gewesen. Und Astrid hätte in ihrem Zustand genau so gut irgendwo anders gewesen sein können – selbst mitbekommen hatte sie nichts. Dementsprechend musterte sie Noés Gesicht genau – sie schien aber nicht so, als würde sie sie gerade anliegen. …und war da hinten in der Skyline nicht ein Wolkenkratzer gewesen?


    Dass Noé mittlerweile in ihren Haaren rumfummelte, bekam sie auch nicht wirklich mit. Zu sehr war sie dazu auf die Unterschiede der Gebäude fokussiert. Langsam nahm sie die generelle Verwüstung der Stadt auch wahr. Oder besser gesagt, ihr Gehirn realisierte, dass der aktuelle Zustand der Stadt nicht normal war. Und woher kamen eigentlich die ganzen Statuen? Als sie das nächste mal wieder auf etwas anderes als die pure Zerstörung um sie herum achtete, war Noé plötzlich weg. Hatte sie etwas verpasst? War sie einfach weggelaufen? Und wann war Vis auf ihren Schoß gekommen? Fragen über Fragen, die sich aber auch relativ schnell erledigten, denn nach ein wenig umsehen konnte sie den Hinterkopf des Mädchens in einem Gebäude erkennen. Hatte sie ihr vorher noch etwas gesagt? Sollte sie zu ihr kommen und ihr helfen? Bei was auch immer sie da gerade machte. Das konnte die Blondine nämlich nicht wirklich herausfinden. Die Sache hatte sich aber ohnehin relativ zeitnah erledigt, und sie kam mit einem weißen…Ding zurück. Erst als sie noch näher an ihr dran war – praktisch neben ihr – erkannte Astrid das Ding als Stofffetzen. Der Aufforderung, still zu halten, folgte sie natürlich. Nicht dass sie die letzten 5 Minuten großartig etwas anderes gemacht hatte, als sich still zu halten. Die Trainerin zuckte zwar kurz zusammen, als Noé Druck auf eine äußerst schmerzende Stelle auf ihrem Kopf ausübte, hielt sonst aber brav still.


    Nachdem das andere Mädchen sich ihr gegenüber hingekniet hatte, schaute sie auf – zum ersten Mal, seit sie angefangen hatten zu reden, in das Gesicht ihrer neuen Bekannten. Und zuckte dann ahnungslos mit den Schultern. "Keine Ahnung. …vielleicht versuchen abzuhauen? Oder andere Leute finden und mit denen abhauen?" Recht viele Vorschläge hatte sie nicht. Aber auch wenn sie die Katastrophe mehr oder weniger verschlafen hatte, wollte sie nicht unbedingt hier bleiben, sollte das Ding, das dafür verantwortlich war, wieder zurückkommen. "…kannst du mir aufhelfen?"


    OT: Astrid sagt mal was nützliches. Ich glaube wir brauchen einen Krankenwagen. Bzw, ich denke es wäre mal nicht verkehrt den Rest des Grüppchens zu finden

    Dankend nahm Astrid die Bürste ihrer Trainerkollegin – auch wenn sie sich selber noch nicht wirklich als Trainerin sah – an, um das Rückenfell des Picochillas auf ihrem Schoß durchzubürsten. Mit der anderen Hand war sie nach wie vor mit dem Wiesor beschäftigt. Allerdings kam sie nicht einmal dazu, anzufangen, da richtete sich das weiß-graue Normalpokémon plötzlich kerzengerade auf und wirkte äußerst unruhig. Die Blondine dagegen war überaus überrascht – aber nicht wirklich mehr. "Ich hab sie nichtmal angefasst!", kam die Verteidigung auf Noés Vorwurf direkt von ihr. War ja nur die Wahrheit. Und auch wenn sie jetzt sonst keine großartig gesprächige Person war, Verteidigen konnte sie sich trotzdem. Wenn auch nicht immer. Ihren eigenen Partner hatte die Unruhe auch schnell erfasst, und das Karnimani kam prompt den Platz einnehmen, den die beiden Nager gerade freigemacht hatten. Astrid natürlich beugte sich direkt nach vorne, drückte das Wasser-Pokémon an sich und strich ihm beruhigend über den Rücken. Aufgrund dieser Pose flog der Kommentar ihrer Sitznachbarin prompt über ihren Kopf. Erst als sie einen lauten Schrei hörte, zuckte sie auf und drehte ihren Kopf in Richtung der Quelle des Lärms – kurz darauf spürte sie einen stechenden Schmerz auf ihrem Scheitel, und dann wurde alles schwarz. Dass sie schlaff nach vorne kippte, bekam sie garnicht mehr mit.

    Gefühlt im nächsten Moment, in Wahrheit aber einige Stunden später, am Anbruch des Tages, kamen erste Anzeichen von Bewusstsein zurück in ihren geschundenen Körper. Das Pokémon in ihren Armen nutzte diese Gelegenheit auch, um sich aus ihren Armen zu befreien – und prompt zu Noé zu laufen. Astrid hingegen gab zumindest ein Lebenszeichen von sich – eine regelrechte rhetorische Meisterleistung von ihr. Ein gequältes Stöhnen. Ihr Kopf pochte, ihr Gesicht brannte, ihr Rücken war ein einziger Fleck von Schmerz, und als ob das noch nicht genug wäre, taten auch noch alle Muskeln in ihrem Körper weh. Muskelkater. Von ihrer ungünstigen Lage. Benommen öffnete sie ihre Augen und blinzelte ein wenig. Wobei sie ausschließlich schwarz sah. Stimmt, aufstehen wäre vielleicht nicht schlecht. Mühsam stemmte sie sich hoch, und ließ sich direkt auf ihre Knie sacken. Ihr war schwindlig… und generell so richtig ungut. Einmal abgesehen von der Stadt der Schmerzen, die sie gerade besuchte. Abermals bildeten sich Tränen in ihren Augen, aber dieses Mal aus einem anderen, komplett nachvollziehbaren Grund. Und langsam blickte sie sich einmal um. Die Zerstörung vor ihren Augen kam zwar an ihrer Netzhaut an, aber nicht bis in ihr Gehirn. Erst Noé registrierte sie. Als „bekannte Person“. Sie stöhnte leise, wieder vor Schmerz, bevor sie ihren Mund öffnete, um wieder einen äußerst geistreichen Kommentar von sich zu geben: "…aua. Warum tut mein Kopf so weh?"


    OT: Eine neue rhetorische Meisterleistung von Astrid. Hoffe mal du kannst was damit anfangen Raichu-chan . Ich bin ja nicht zufrieden xD

    Nicht einmal ein Schulterzucken konnte Astrid als Reaktion auf den heldenhaften Versuch, die Stimmung aufzulockern, abgerungen werden. Aber es half. Weniger der Humor, als die Geste vorher. Auch wenn sie dann im Endeffekt abgelehnt hatte. Alleine der Versuch zählte schon viel, auch wenn man nach außen keine Änderung in ihrem Gemütszustand feststellen konnte. Und sie würde das auch nicht zugeben. Ganz sicher nicht. Dafür gab sie sich viel zu stark. Und gefühlslos. In Wahrheit war es ihr einfach nur zu peinlich. Noch mehr Emotionen waren in ihrem aktuellen Geisteszustand ohnehin nicht sonderlich nützlich. Egal welche diese waren.


    Die Hilfestellung des Wiesors, wenn auch eine eher unfreiwillige, half dagegen massiv. Auch wenn sie ihren Partner gern hatte. Es hatte doch einen anderen Effekt, ob man jetzt mit einem schuppigen Krokodil, oder einem flauschigen Nagetier kuschelte. Also nahm sie das Angebot auch gerne an, und nachdem sie eine Zeit lang zaghaft den Schweif des Wiesors gestreichelt hatte, arbeitete sie sich langsam zu seinem Körper vor. Damit sie ein bisschen mehr Substanz unter der Hand hatte. Die anderen Leute, die an ihr vorbei gingen, wurden von ihr natürlich genau so ignoriert wie umgekehrt. Es interessierte sich ohnehin niemand von denen für die Existenz des gebrochenen Mädchens auf einer Bank. Die meisten nahmen sie wohl garnicht wahr. Nicht, dass sie das irgendwie störte oder so. Astrid hatte kein Problem damit, allein zu sein. War sie ja auch die meiste Zeit. Wobei sie lieber ihre Zeit mit anderen Dingen als herumsitzen und psychischen Zusammenbrüchen verbrachte.


    Zumindest ließ das flauschige Fell unter ihrer Hand ihre Gedanken an einen weniger dunklen Ort wandern. Eine willkommene Abwechslung. Da störte sie sich auch nicht gerade daran, dass sie nichts von dem, was ihre "Gesprächspartnerin" gesagt hatte, verstanden hatte. War wahrscheinlich ohnehin nicht für sie gedacht. Um ehrlich zu sein rechnete sie auch damit, dass sie jeder Zeit wieder abhauen würde. Nicht dass sie es ihr verübelte. Wenn Astrid nicht Astrid wäre, würde sie auch nicht neben Astrid sitzen wollen. Und vielleicht fiel ihr dann ja endlich einmal ein, was genau sie auf dem Festival nun machen wollte. Einen genauen Plan hatte sie ja nicht. Zuvor informiert hatte sie sich auch nicht. Eine emotional geladene Impulsentscheidung nach dem Tod ihres Großvaters eigentlich. Nicht dass sie etwas anderes als emotionale Pulsentscheidungen machte im Moment. Aber noch dazu kam sie jetzt hier auch nicht weg. Erst als das Wort „Einall“ fiel, horchte sie auf. Und zuckte direkt ein wenig zusammen. "Huh? Sorry. War abgelenkt. Hast du mich was gefragt? Und hast du gesagt dass du aus Einall kommst?" Vorsichtig fanden ihre Finger den Weg zu den Ohren des Wiesors, hinter denen sie Joella sanft kraulte. Funktionierte ja bei felinen Pokémon. Und anderen wie Yorkleff. Vielleicht funktionierte es bei dem Nager ja auch? So oder so sah sie nun die Notwendigkeit, die Beschaffenheit des Felles des Wiesors zu kommentieren. "Das Fell ist flauschig…"


    OT: Sehr geistreiche und aufmerksame Kommentare von Astrid. Bester Gesprächspartner in Kalos.

    Astrid realisierte garnicht, dass der junge Mann, mit dem sie gerade eben noch (gezwungenermaßen) geredet hatte, schon weg war. Aber sie hatte nunmal auch gerade andere Sorgen. Sich wieder einkriegen zum Beispiel. Das war allerdings auch wieder einfacher gesagt als getan. Zumindest gab die vertraute, schuppige Haut ihr das Gefühl von Geborgenheit. Dass zumindest ein bisschen was in ihrer Welt noch in Ordnung war. Geistesabwesend in die Ferne starren half dabei auch noch. Naja, vorausgesetzt sie konnte sehen. Denn ihr Sichtfeld wurde mehr mit Tränen verschleiert, bei denen sie sich auch keine Mühe machte, sie wegzuwischen. Dennoch wurde die Menge langsam wieder weniger. Ihre Stimmungsschwankungen hatten nun einmal die Angewohnheit, so schnell wieder zu gehen wie sie gekommen waren. Wenn sie jetzt noch ein paar Minuten so weitermachen konnte…

    Es dauerte etwas, bis sie das Reiben an ihrem Arm überhaupt realisierte. Als sie dann aber kurz ihren Blick zur Seite wandte…erkannte sie nicht viel. Hauptsächlich ein braunes Etwas. Das war ihr aber offensichtlich nicht feindlich gegenüber eingestellt. Sie lächelte sogar leicht, und streckte vorsichtig eine Hand nach dem nicht identifizierten Ding aus. Eine erneute plötzliche Bewegung ließ sie aber hochblicken. Und die Tränen aus dem feuerroten Gesicht äußerst unelegant mit dem Ärmel wegwischen. Ihrer Sitznachbarin, offensichtlich die Besitzerin des Fellbüschels, in die Augen schauen konnte sie aber trotzdem nicht. Einmal kurz gemustert, dann wanderte ihr Blick zurück in Richtung Boden, mit einer Hand auf dem Kopf des kleinen Krokodils auf ihrem Schoß. "Kein Ding. Ist ja nichts passiert oder so."

    Eigentlich müsste sie sich ja schon fast bedanken. Wegen der Aufmunterung. Aber das Thema würde sie erst garnicht ansprechen. Ihr ging es gut, und sie konnte das alleine Regeln. Was zwar absolut nicht stimmte, aber sie redete sich das gerne ein. Es war einfacher, als die Wahrheit zu konfrontieren. Kuscheleinheiten mit dem Wasserpokémon reichten da schon aus. Wer brauchte da schon Professionelle? Sie sicher nicht. Astrid bedeutete ihrem Partner, von ihrem Schoß runterzugehen – ein Befehl, der auch direkt befolgt wurde – und ließ sich dann nach vorne fallen – das Kinn gestützt auf die Handflächen, die Ellbogen auf die Knie. Auf die Frage, die ihr gestellt worden war, schüttelte sie nur kurz den Kopf. Kein Interesse von ihrer Seite. Weder an Gesprächen noch an Keksen. Wobei, sogar an Gesprächen noch lieber als an Keksen. Selbst initiiert wurde dabei nur natürlich genau gar nichts.