Beiträge von Jeszter

    Das leise, charakteristische Tröpfeln eines undichten Daches war das einzige Geräusch, das in der kleinen Wachstube zu hören war. Wassertropfen trafen auf die zahlreichen, an taktischen Positionen über den Boden verteilten Gefäße, vom Milchkrug bis zum alten Nachttopf, spritzten und schwappten über und bildeten dadurch feine, rutschige Lachen auf den alten, zerkratzten Kacheln.
    Es hatte schon wieder geregnet; Die Festung lag an einer Position, die man aus militärischer Sicht wohl ‚strategisch‘ genannt hätte, würde sich das Militär ein wenig öfter hier blicken lassen. Mitten in den Ausläufern eines kleineren hiesigen Gebirges gelegen, war die Burg an drei Seiten von Vorbergen umgeben, weshalb der Wind so gut wie nie Einzug in ihre Umgebung hielt. Die Luft stand; von Hitze konnte jedoch trotzdem keine Rede sein. Der breite Fluss, der sich aus den Bergen ergoss und im Gebiet der Festung zu zwei kleineren teilte, die das Bauwerk nur von einer Seite zugänglich machten, sorgte für stete Feuchtigkeit, und in Kombination mit der Windstille war das Gefängnis fast täglich mit regennassen Dächern gesegnet, während die Bauern drei Meilen weiter ihr Heu zum Trocknen ausgelegt hatten. Es war, als passe sich das Wetter an die Atmosphäre der kleinen Gefängnisburg an: grau und düster.
    Der Gestalt, die nun auf spitzen Zehen, mit zwei alten Tassen in den Händen durch die Wachstube ging, machte graue Düsternis nichts aus. Nur an die Feuchtigkeit konnte sie sich nicht so recht gewöhnen. Der Schwarzgewandete schob die Tassen unter zwei tropfende Löcher im Dach, nahm die beiden vollen Gefäße, die diese Plätze vorher eingenommen hatten, und kippte sie aus dem Fenster. Die Läden, die er, wenn er alleine war, gerne zuzog, musste er dafür nicht öffnen; die Löcher in den Holzlatten waren groß genug, um die Hand hindurch zu stecken. Trotzdem hielten sie das Licht der Sonne wenigstens etwas auf Abstand, zumindest genug, damit er nicht mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze dasitzen musste.


    Resigniert seufzend ließ sich Cole auf einen der knarrenden Holzstühle fallen, die um einen niedrigen Tisch herum postiert waren. Das Wachhaus war eine einzige, große Bruchbude. Das Dach hing so sehr durch, dass sich das Regenwasser des Nachts darin sammelte und damit tagsüber genug Zeit hatte, in aller Ruhe hindurch zu sickern. Es war kein Wunder, dass freiwillige Wachen hier chronische Mangelware zu sein schienen.


    Cole war nun seit zwei Monden als Wache in der Gefängnisburg angestellt, und er teilte sich die Wachstube seitdem mit nicht mehr als drei anderen Söldnern. Ihre Schichten arbeiteten sie völlig alleine ab, selten einmal zu zweit. Ein Mann, der Dutzende von Zellen auf vier Stockwerken beaufsichtigen musste, von denen die meisten mit Schwerverbrechern gefüllt waren. Dieser Ort war keine Besserungsanstalt; hier kamen all jene Gesetzesbrecher hin, die man innerhalb der Hauptstadt lieber nicht aufbewahren wollte, und all jene, die von außerhalb zur Hinrichtung in Solarian transportiert werden sollten und hier ihre Wartezeit verbrachten.
    Man musste dem System allerdings zu Gute halten, dass mehr als ein, zwei Leute auf einmal völlig unterbeschäftigt wären. Der größte Teil der Verwahrung hier wurde mit Magie sichergestellt; und dafür brauchte es nicht einmal ein ganzes Bataillon von Magiern. Als Nachtwächter war man die meiste Zeit damit beschäftigt, die kleinen Stahlkästen mit Futter zu versorgen, die neben jeder Zelle an der Wand hingen. Cole kannte den Namen der kleinen Biester darin nicht; aber sobald die Gitterstäbe oder Ziegelwände der Zellen auch nur den kleinsten Kratzer abbekamen, platzten sie aus ihren schwarzen Gefängnissen hervor, stürzten sich auf die Zelleninsassen, saugten ihnen alle Magie aus und rissen ihnen in den meisten Fällen das Fleisch von den Knochen. Die meisten Häftlinge wie auch die Wärter hatten so etwas schon einmal mit ansehen müssen, weswegen es so gut wie nie zu Ausbruchsversuchen kam, wie die anderen Söldner, die schon länger hierwaren, versicherten.


    Es war nicht so, dass Cole vorhatte, sein Leben hier zu verbringen; die Bezahlung war miserabel, das Essen ebenso, und die Blicke der Magister, die die kleinen Biester überwachten, feindselig. Aber es war besser, als völlig ohne Arbeit zu sein, und außerdem… Die Einblicke in die schäbige Seite der Gesellschaft, in der er sich noch nicht allzu lange befand - und dementsprechend auch noch nicht allzu gut zurechtfand – waren es ihm doch wert, sich die Hände ein wenig schmutzig zu machen. Nur schade, dass es hier nahezu nie eine Gelegenheit gab, im Kampf zu glänzen, denn den vermisste der Mercury.



    OT: Ich freue mich, mitmachen zu können =) Entschuldigt die Verzögerung, bin gerade erst aus dem Urlaub zurückgekommen. Hoffe, die kleine Lagebeschreibung ist ok ;D

    Oha, ein Betrieb hier heute^^


    Pikachu**96**


    Dragoran ist ein Cheat, Regigigas schaut sich Eventhunter an.


    @alex727


    Tohaido sieht echt aus.


    @DarkraiFan


    Die Fangorte bitte alle editieren.


    @shadowW


    Porygon Z ist ein Cheat, das geht hier in Massen um.
    Den Rest werden wir so nicht checken, da fehlen haufenweise Daten.


    Henrique


    Lugia ist ein Cheat, das hatten wir schonmal zum richtigen Check, afaik.
    Rexblisar sieht echt aus.

    Das ist ein sogenanntes Tabmenu... Dafür klickst du oben in der Befehlsleiste auf , dann bekommst du folgendes:


    Code
    1. [tabmenu][/tabmenu]


    Da packst du nun deine Tabs und Subtabs rein.


    Code
    1. [tabmenu]
    2. [tab=1]
    3. [subtab=1a] Text a
    4. [subtab=1b] Text b
    5. [tab=2]
    6. [/tabmenu]


    Wird dann zu


    [tabmenu]
    [tab=1]
    [subtab=1a] Text a
    [subtab=1b] Text b
    [tab=2]
    [/tabmenu]