Beiträge von srsly

    Attila Hildmann hingegen ließ bei seinem Posting seinen Verschwörungsphantasien vollends freien Lauf. „29.8. ist der Tag der Entscheidung! ALLE müssen nach Berlin kommen!“, schrieb er. Dann legte er los: „Danach werden sie Beruhigungsmittel ins Wasser kippen, Militär einsetzen, Anschläge verüben (Atommeiler hochjagen wie Brockdorf), Drohnen einsetzen, Lockdown ausrufen, Todesspritze verordnen, Deutschland in 5km Sektoren unterteilen, Supermärkte schließen, Lebensmittel verknappen, Menschen hungern lassen, Ausgangssperren verordnen, Konzentrationslager für Corona positive errichten, euch eure Kinder wegnehmen und ihr Blut abzapfen“, so Hildmann.

    Also Jungs und Mädels, auf gehts nach Berlin :ahahaha:

    Klingt ja toll, aber ich glaube, dass Merz da nicht den Staat für Aktien nutzen wollte, sondern dass die Rentner sich selbst um Aktien kümmern.

    Das ist denke ich mal ein Unterschied von Norwegen zu Deutschland. Sozialbeiträge werden dennoch gezahlt in Norway.

    Wenn der deutsche Staat die Sozialversicherungen mal für die daraus ergebenen Bezieher umstrukturieren würde, wäre es mal etwas. Dank der Reform 2001 sieht es seit ein paar Jahren echt nicht mehr so schön aus und die private AVOR ist in vielen Punkten nun auch nicht gerade toll. (Wenn man sich die Zinsen anschaut)

    Immerhin bezieht Merz die Aktienanlage in das Konzept Rente ein und will nicht Leute bestrafen, die privat vorsorgen. Das ist wenigstens ein guter Anfang. Dass die private AVOR bisher nicht gerade toll ist, liegt doch daran, dass der Staat Konzepte (Stichwort Riester) entwickelt mit denen er gescheitert ist.

    Mich würd eher interessieren, ob die Rentner Norwegens dann dsvon profitieren und wie die Renten dort berechnet werden.

    Aber das ist hier nicht Teil des Topics. ^^"

    Die Rente in Norwegen setzt sich in der Regel aus 2-3 Bestandteilen zusammen. Es gibt eine Grundrente, welche jeder bekommt, der 40 Jahre in Norwegen gelebt (!) hat. In Euro entspricht diese ca. 1600€, umgerechnet auf die deutschen Lebenshaltungskosten dann immer noch 1200€. Als zweiten Baustein gibt es die "Zusatzrente", welche ähnlich wie in Deutschland vom Einkommen im Erwerbsleben abhängt. Der dritte Baustein wären Zulagen und Beihilfen welche bei Bedürftigkeit bezahlt werden.

    Das ist wahrscheinlich auch nur so eine Interessensabwägung, die man treffen kann, wenn man selber vom Rechtsextremismus nicht betroffen ist. 208 rechtsextreme Morde seit 1990, ein rechtsextremistisches Personenpotential von 32.080 und die größte Bedrohung für unsere Demokratie können einen wahrscheinlich nur dann egal sein, wenn man nicht unbedingt die klassische Zielperson von Rechtsextremismus ist.

    Ich wollte eigentlich ausführlich auf eure Beiträge eingehen und mich der Diskussion stellen, aber diese Aussage hat mich zu sehr verärgert...

    Vielleicht habe ich auch einfach den entsprechenden Migrationshintergrund, dass ich weiß, wie wichtig der Schutz der Eigentumsrechte ist.

    Vielleicht lebe ich auch in einem Umfeld, in dem es normal ist, Leistung zu erbringen um sich einen gewissen Wohlstand aufzubauen, in dem es normal ist, einen Nebenjob zu haben, in dem sich Leute, die nicht für den normalen Arbeitsmarkt geeignet sind, trotzdem sinnvoll einbringen.


    Vielleicht weiß ich auch, wie wichtig es ist, dass es der breiten Bevölkerung gut geht, damit die Extremen Ränder keine Toleranz aus der Mitte der Gesellschaft mehr erhalten. Vielleicht sehe ich aber auch, dass das Gießkannenprinzip der letzten Jahre nicht wirkt und halte die Forderung, nach mehr Staat daher für fatal.


    Das ich mir Sorgen mache, wenn ein Kevin Kühnert BMW verstaatlichen will, oder sich gegen Immobilien ausspricht, kann jemand der immer nur von staatlichen Mitteln finanziert worden ist, nicht nachvollziehen.

    Merz hat es bei mir allein wegen einer Aussage damals vor 2 Jahren mit einer Aussage verkackt.

    Er wollte durch Aktienegünstigungen die Altervorsorge(AV) sichern. Aktien sind zwar als AV möglich, aber zudem sehr risikobehaftet und ich glaube nicht, dass viele alte Menschen Lust darauf haben, um ihr Geld bangen zu müssen, weil sie den richtigen Zeitpunkt zum Aktienverkauf verpasst haben oder in falsche invstiert haben. Wählerschaft bekommt er durch die älteren Generationen eher nicht, imo.

    Für mich ist Merz definitiv keine Option, weil er sozial gesehen wsl nichts tun wird. Und soziale Absicherung im Staat wird für mich in erster Linie durch die Sozialsysteme gewährleistet.

    Schau dir mal den Staatlichen Pensionsfonds Norwegens an. Ein marktwirtschaftliches Instrument, welches nachweislich sehr gut funktioniert.

    Nur dass du, selbst wenn du die Länder, in denen das nicht so ist, einfach vernachlässigst (Mit welcher Begründung? Weil es nicht zu deiner Meinung passt?), nicht einfach einen kausalen Zusammenhang hier annehmen kannst. Du nimmst einfach zwei Dinge "gut durch die Corona-Krise gekommen" und "wirtschaftliche Freiheit" und behauptest einen Zusammenhang, weil beides mitunter zusammenfällt. Diese Logik ist aber schlicht cum hoc ergo propter hoc. Insbesondere berücksichtigst du nicht rein historische Unterschiede der Staaten untereinander, was ihren "ererbten" Wohlstand generell angeht.

    Weil ein gewisses Staatsversagen auch mit der jeweiligen Führung im Land zusammenhängt. Die USA hätten die Krise besser meistern können. Meine These beruht auf einem Vergleich zwischen dem Index of Economic Freedom und dem Johns Hopkins Global Health Security Index. Die Verbindung zwischen wirtschaftlicher Freiheit und dem Wohlbefinden der Menschen sollte eigentlich unbestreitbar sein.

    Warum ich historische Unterschiede nicht berücksichtige, kann ich nicht nachvollziehen. Gerade am Beispiel China, erkennt man, dass der Umstieg auf Marktwirtschaft das Land aus der Armut befreit hat.

    Der Index, den du erwähnst, steht übrigens durchaus wegen seiner Methodik in der Kritik; ein Punkt ist, dass er eben nicht die Sicht der Bevölkerung allgemein, sondern eben vornehmlich die Sicht der Unternehmen berücksichtigt. Du hast damit also letzten Endes nur einen Maßstab, wie schön frei und toll es für diese ist, nicht aber für die Bevölkerung. Dieser Punkt sollte, wenn du schon den Bezug zur Krise in dieser Einfachheit herstellen willst, insofern interessieren, als dass wir hier in Deutschland trotz (bzw. vielleicht ja gerade wegen) laut Index relativ hoher wirtschaftlicher Freiheit (der Unternehmen) nun einmal zahlreiche Probleme bei den kleineren Gewerbetreibenden, bei Künstlern und sozial schlechter gestellten Personen gesehen haben. Diese berücksichtigst du alle offenbar nicht, wenn du sagst, wir seien doch gut durch die Krise gekommen. Man muss hier sagen: Nein, viele sind es eben nicht, weil keine ausreichende Absicherung vorlag. Dann auch noch weniger Staat zu fordern erscheint mir geradezu fahrlässig.

    Die Frage ist doch viel mehr, warum es keine ausreichende Absicherung gab? Liegt das daran, dass die kleinen Gewerbetreibenden und Künstler nicht vorgesorgt hatten (bzw. gar nicht die Möglichkeit hatten aufgrund diverser Abgaben und Regularien)? Das erinnert mich nebenbei an Hart aber Fair, Mitte April, in der eine Dame aus der Veranstaltungsbranche sich beschwert hat, dass in Ihrer Branche das Kurzarbeitergeld nicht aufgestockt wird wie in der Metall und Elektroindustrie und wie unfair das ist. Als ich erfahren habe, dass Sie die Unternehmerin ist und dementsprechend den Hebel selbst in der Hand hat, war ich noch mehr verwirrt über Ihre Aussage.


    Eigentlich ... Doch, das heißt es so ziemlich. Es bedeutet unter anderem die Abschaffung von diversen Regularien und der Index, den du verlinkt hast, fußt mitunter auf exakt diesem Punkt, wenn er die wirtschaftliche Freiheit der Länder definiert. Maximale Freiheit bestünde bei gar keinen Regularien. Beschränkte Freiheit besteht bei einigen Regularien. Wenn du mehr wirtschaftliche Freiheit forderst, so bedeutet das letztlich die Abschaffung der Beschränkungen, denen die wirtschaftlichen Akteure unterworfen sind. Natürlich kann es sein, dass du keinen schrankenlosen Kapitalismus forderst, aber das ändert die Sache nicht, dass du weniger Regularien forderst, wenn du von wirtschaftlicher Freiheit redest.

    Wirtschaftliche Freiheit wird von der bpb als "die Möglichkeit von Unternehmen und Privatpersonen, selbst zu bestimmen, was in welchen Mengen produziert wird bzw. welche Güter gekauft werden sollen." definiert. Der von mir verlinkte Index stuft Länder ab einen Score von 80 als wirtschaftlich frei ein. In Anbetracht dessen, dass es hier um die Bundestagswahl in Deutschland geht, sollten wir uns nicht in der Definition von Begriffen verschachteln, sondern die Kernbotschaften diskutieren. Und ja, ich bin für weniger Regularien, weil man die Weichen anders stellen kann. Man sieht doch, dass die Markteingriffe der letzten Jahre nicht den gewünschten Effekt haben.


    Die Wirtschaft wurde generell ineffizient gemanagt, Korruption nicht bekämpft, reiche Eliten profitierten am meisten vom Öl. Einfach zu sagen "Der Sozialismus ist schuld" ist somit eine viel zu grobe Vereinfachung.

    Der wirtschaftliche Abschwung hat viele Gründe. Die staatlichen Regularien auszuklammern und den Abschwung nur auf eine hohe Abhängigkeit vom Öl und Korruption zu begründen, ist zu einfach. Ich finde folgende Kolumne/Buchauszug sehr passend:

    Wieder ein sozialistisches Experiment gescheitert: Venezuela – wie es dazu kommen konnte*


    Schweden wiederum, ob man's jetzt als Sozialismus bezeichnen mag oder nicht, hat diverse Programme zu einer stärkeren sozialen Garantie der Bürger*innen, und ich denke mal, dass sich Leute insbesondere darauf beziehen werden, wenn sie sich das Land als Vorbild nehmen.

    Es ist halt einfach so, dass Schweden erst durch die Marktwirtschaftlichen Reformen wieder stark gemacht worden ist und sich vom sozialistischen Land mit all seinen Auswüchsen des Wohlfahrtsstaates entfernt hat.

    Dementsprechend muss man sich fragen: Wie sorgen wir für wirkliche, faire Chancengleichheit? Und da ist nun einmal der Gedanke, eine grundlegende, wirksame soziale Absicherung zu schaffen und die Startbedingungen der Personen untereinander möglichst anzugleichen. Das wird die Wirtschaft nicht leisten; das kann eigentlich nur der Staat.

    Wie definierst du eine wirkliche, faire Chancengleichheit und was bedeutet für dich eine grundlegende soziale Absicherung?

    Eine Kernbotschaft von Friedrich Merz ist die beste Bildung für alle. Das schließt sowohl die Ausstattung mit Hardware aber auch räumliche und personelle Kapazitäten ein.

    Die Systemfrage ist für mich nur insofern relevant, als dass manche Systeme diese Dinge weniger gut und andere besser anzugehen scheinen. Eine ungebremste Marktwirtschaft wäre etwa katastrophal für Umweltschutz, soziale Sicherheit und Chancengleichheit, unter anderem wegen dem diesem System nun einmal inhärent innewohnenden Streben nach Gewinn und Wachstum um jeden Preis.

    Und genau in diesem System ist nur der erfolgreich, der es schafft, die Interessen der Konsumenten (=Spiegelbild der Gesellschaft) zu befriedigen.

    dass sich die von ihm gewünschten Aspekte besser durch eine Hinzubewegung auf das System des demokratischen Sozialismus bzw. durch eine Orientierung an diesem System verwirklichen lassen. Die freie Marktwirtschaft hingegen hat hier erwiesenermaßen nicht funktioniert, und wie Leute, die permanent auf das Versagen "realsozialistischer" Systeme und die angebliche Überlegenheit des frei-marktwirtschaftlichen Systems hinweisen, diesen Umstand übersehen können, ist mir seit jeher ein Rätsel.

    Nenne mir doch bitte ein Land, im welchem der Sozialismus nachweislich besser funktioniert hat als die freie Marktwirtschaft. Mir geht es hier bewusst nicht um Theorien aus Büchern, sondern um existierende Systeme.

    Findest du Rechtsextremismus einfach nicht so schlimm oder blendest du die Aussage von Friedrich Merz einfach aus?

    Genauso wie du von Olaf Scholz keine Poster an die Wand hängen wirst, werde ich von Friedrich Merz keine Figuren aufstellen. Bei der Frage nach einem geeigneten Kandidaten geht es um Interessensabwägung und für mich liegt der Schwerpunkt in der Wirtschaftspolitik, die nur er bedient.

    Am liebsten wäre mir ja eine Bundesregierung, welche durch Experten und nicht Politiker besetzt ist.

    Btw. du hast meine Fragen zu Markus Söder nicht beantwortet und blendest den Fakt aus, das RRG in Berlin ähnliche Probleme wie Bayern hat. Aber CSU Bashing macht ja mehr spaß :)

    Zunächst einmal wundere ich mich doch sehr, dass du davon redest, dass einzig mehr Marktwirtschaft gut ist. Die Corona-Krise hat imo doch relativ deutlich gezeigt, dass es so einfach nicht ist und es insbesondere zum Ausgleich der sozialen Folgen derartiger Krisen eher mehr Staat und Sozialprogramme braucht als weniger. Wie man da irgendwie jetzt noch meinen kann, es bräuchte unbedingt mehr Marktwirtschaft, ist mir schleierhaft.

    Die Corona-Krise hat doch eindeutig gezeigt, dass die Länder, welche im Index of Economic Freedom der Heritage Foundation als wirtschaftlich frei bzw. überwiegend frei gelten, mit Ausnahme einzelner Staaten, am besten mit der Krise zurechtgekommen sind.


    Aber ja, Leute wie Clemens Tönnies brauchen mehr Freiheiten, genauso wie VW und andere Abgaswertschummler. Das wird alle Probleme auf magische Art lösen.

    Wirtschaftliche Freiheit, heißt nicht, dass man keine Rahmenbedingungen schafft und diese entsprechend kontrolliert.

    Niemand hier will ein System wie in China oder Nordkorea - du wirst tatsächlich sogar in den demokratischen Sozialist*innen der heutigen Zeit die schärfsten Kritiker derartiger Systeme finden, da besagte Systeme eben mit dem demokratischen Sozialismus gar nicht übereinstimmen und ihn auch nicht verwirklichen bzw. nicht verwirklicht habe

    Ich meine, dass ich oben auch Venezuela und den nordischen Sozialismus (Schweden, England) erwähnt habe. Venezuela galt laut mehreren führenden linken Politikern bis vor einigen Jahren noch als Vorbild für Deutschland. Ich glaube nicht, dass du dort gerne leben würdest? Die Millionen Flüchtlinge und hungernde wahrscheinlich auch nicht.


    Schweden ist im Index of Economic Freedom wirtschaftlicher freier als Deutschland eingestuft. Das einzige was dort an einen demokratischen Sozialismus erinnern kann, ist die hohe Steuerlast. Diese kommt aber nur zustande, weil die wirtschaftliche Freiheit gewährleistet ist. In den 80er Jahren gab sowohl in England wie auch Schweden massiven Stillstand der erst durch Reformen von Politikerinnen wie Margaret Thatcher behoben werden konnte.


    In den USA profitierten die Minderheiten erst durch die marktwirtschaftlichen Reformen von Ronald Reagan. Ihm wäre es auch gelungen, die Staatsschulden abzubauen trotz Steuersenkungen, wenn nicht gleichzeitig eine massive Erhöhung des Verteidigungsetats beschlossen worden wäre.

    Und es geht bei den Programmen der SPD doch gar nicht um den großen Systemumsturz, sondern um relativ simple Ad-hoc-Fragen (manch einer mag das sogar als zu zögerlich kritisieren), etwa: Wie verhindern wir die steigende soziale Ungleichheit?

    Für mich ist es gar nicht entscheidend, ob die Vermögensungleichheit zunimmt oder nicht, sondern ob der Lebensstandard der Menschen insgesamt eher angehoben wird oder nicht. Die SPD stand früher für Chancengleichheit, was ich als wichtigen Grundstein unserer Demokratie sehe. Mittlerweile ist aber die Ergebnisgleichheit wichtiger geworden und diesen Anspruch teile ich nicht.

    Markus Söders viel zitierter Satz "Nur wer Krisen meistert, wer die Pflicht kann, der kann auch bei der Kür glänzen" fliegt ihm jetzt um die Ohren, sein Versagen in der Koordinierung der Corona-Tests ist bezeichnend und kann für viele Menschen lebensgefährliche Folgen haben. Dass 900 positive Corona-Tests nicht rechtzeitig zugestellt werden konnten, lag an Söders großspuriger Entscheidung, jeden Hinz und Kunz kostenlos zu testen, wenn er aus dem Ausland einreist, selbst wenn er nur einen Kilometer in Österreich war, obwohl das Bundesland nicht im Ansatz die notwendigen Kapazitäten hatte, um diese Tests durchzuführen.

    Kannst du mir bitte erklären, wie Markus Söder, welcher als erster Ministerpräsident den Ernst der Lage erkannt hat und als erstes Bundesland flächendeckende Tests eingeführt hat, mit dem verspätetet übermittelten Testergebnis für die Menschen eine größere lebensgefährliche Folge darstellt, als anderen Bundesländern die Menschen einfach komplett ohne Test einreisen ließ?

    Generell frage ich mich, wie Markus Söder es bis zu diesem Patzer geschafft hat, sich als herausragender Krisenmanager zu inszenieren. Neben Bayern ist wohl nur NRW vergleichbar schlecht mit der Krise weggekommen, aber dann muss ich jetzt wenigstens nicht mehr begründen, warum Armin Laschet ebenfalls kein geeigneter Kandidat ist.

    Du kritisierst hier, dass zwei von den Gegebenheiten her schwieriger Bundesländer höhere Infektionen haben und schiebst die Schuld auf die Politik? Mir wäre nicht bekannt, dass aus dem Osten viele Leute Ski fahren oder die Bevölkerungsdichte annährend so groß ist wie in NRW.

    Friedrich Merz ist aus allen erdenklichen Blickwinkeln aber eine noch schlimmere Wahl

    Friedrich Merz ist aus allen erdenklichen Blickwinkeln die beste Wahl. Kein anderer Kandidat ist in der Lage notwendige Marktwirtschaftliche Reformen durchzusetzen die unser Land benötigt. Man muss einfach nur ganz nüchtern in die Geschichte schauen um zu sehen, dass der Sozialismus in allen seinen Formen gescheitert ist.


    Um mal ein Beispiel zu nennen:

    Mao Zedongs großer Sprung nach vorne, China zum sozialistischen Musterland machen zu wollen, endete im Hungertod von 32,5 bis 45 Millionen Menschen. 20 Jahre nach der Richtungsentscheidung zum Sozialismus hatten Zwei Drittel der Bauer ein niedrigeres Einkommen als in den 50er-Jahren und bei einem Drittel war es sogar niedriger als 1935. Erst durch Deng Xiaoping marktwirtschaftliches Wirtschaftsverständnis gelang China der Ausstieg aus der Armut.

    Im Übrigen hatte die Sowjetunion in den 30er-Jahren ähnliche fatale Folgen durch die Kollektivierung der Landwirtschaft gehabt. Auch der Vergleich von Nordkorea und Südkorea, Chille und Venezuela, sowie die Mär vom nordischen Sozialismus zeigt, dass mehr Marktwirtschaft die einzige effektive Lösung zur Wohlstandssteigerung für alle ist.

    Obwohl sozialistische Experimente immer wieder gescheitert sind, während mehr Kapitalismus mehr Wohlstand bedeutet, scheint die Lernfähigkeit der Menschen begrenzt.

    Das von dir gepostete Video lässt aber leider die Rechtslage außen vor, an der auch eine rot-rot-grüne Landesregierung erst einmal wenig verändern kann. Das Versäumnis liegt hier nicht primär bei der Politik, das Problem ist die schwierige Rechtslage zu eben genau solchen Situation wie in der RigaerStraße. Zudem sieht die Gesetzeslage vor, dass der Kläger die Beklagten klar benennen kann und dass das in der Rigaer Straße nicht allzu einfach ist, sollte ziemlich selbst erklärend sein, auch das ist dem Anwalt der Eigentümergesellschaft wiederholt nicht gelungen. Hierbei ist natürlich das Problem, dass die Eigentümer keinen Zugang zu den Wohnungen in der Rigaer Straße 94 bekommen können, aber die Beweispflicht liegt im deutschen Recht nun einmal beim Kläger und nicht beim Beklagten. Deshalb ist es eigentlich unmöglich, dass es zu einer Räumungsklage kommen kann, was aber kein Scheitern der rot-rot-grünen Landesregierung ist, sondern einer ziemlich schwierigen Rechtslage geschuldet ist.


    Du gehst in deiner Argumentation halt einfach kein bisschen auf die Thematik ein, welche von den Rechtsexperten im Video besprochen wird. Aber gut. Für mich ist es nicht verständlich, warum die Landesregierung keine Gesetzgebungsinitiative im Bundesrat startet, obwohl die schwierige Rechtslage bekannt ist und die Grundsatzentscheidung des BGH auch schon einige Jahre zurückliegt.

    Die Eigentümergesellschaft Lafone Investments Limited kann einfach die Voraussetungen für einen Rechtsstreit nicht erfüllen. Und solange es keine Rechtssprechung zu dem Fall gibt, kann die Polizei auch nicht mal ebenso Wohnungen räumen - das ist eigentlich wichtig für den Rechtsstaat, im Falle der Rigaer Straße 94 aber natürlich auf mehreren Ebenen problematisch.

    Im Video gehts es darum, dass die Polizei die Täter bei Angriffen nicht verfolgt und dementsprechend keine strafrechtlichen Maßnahmen ergreifen kann. Das ist ungefähr so, als würdest du die Polizei von deinem Fenster aus mit Steinen bewerfen und Sie dürften deine Wohnung nicht betreten, weil du Sie abgeschlossen hast. Wäre hier ein konsequentes Handeln der Polizei möglich, hätte man auch schon die Personalien der Hausbesetzter feststellen können und es wäre möglich eine Räumungsklage anzustreben.

    Vor allem wird in dem Video auch nur eine einseitige Position von Strafrechts-Experten eingenommen, der Fall ist aber so komplex, dass es da mehrere verschiedene strafrechtliche relevante Positionen gibt. Eine Räumung der Rigaer-Straße könnte zwar legitim sein, aber dass die rot-rot-grüne Landesregierung eben rechtlich völlig abgesichert sein möchte, bevor genau das durchgeführt wird, als "Kuscheln mit Linksextremisten" auszulegen, finde ich dann doch relativ unangebracht.

    Was ist es denn dann, wenn man explizit nur für linke Szeneobjekte solche Vorgaben macht, keine entsprechenden Gesetzesvorschläge mit dem Bundesrat einbringt und auch sonst keine Bemühung zeigt, das Problem zu lösen?

    Nun gibt es ja zwei Möglichkeiten, entweder du versuchst meine Lage zu verstehen, oder du ignorierst sie, und bleibst bei deinem Standpunkt, den du vertrittst, wobei, wenn ich mir deine Schreibweise anschaue, bin ich ziemlich sicher, dass wohl Letzteres der Fall sein wird.

    Natürlich habe ich kein Verständnis dafür. Wenn ich mit den ÖPNV fahre, muss ich damit rechnen, dass das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann. Wenn dir in einer solchen Situation der Abstand wichtiger ist, dann solltest du halt laufen, Fahrrad fahren oder dir ein Großraumtaxi buchen.

    Bus voll, einziger Platz ein Viersitz, an der nächsten Haltestelle steigt eine Dame ein, wo setzt die sich hin? Genau, mir schräg gegenüber.

    Ich dann, „würden sie sich bitte woanders hinsetzen? Danke“


    Es gab andere Sitze, die sie hätte nehmen können, dieser vierer war der einzige der komplett leer war.

    Ich habe keine Lust aufs Virus, ich finde, den Abstand hätte sie problemlos einhalten können, mir gegenüber, wenn sie sich woanders hingesetzt hätte.

    Ich blicks halt echt nicht. Du hast dich auf den leeren Viersitz gesetzt, weil alle anderen Plätze voll waren? Dann steigt noch jemand ein und setzt sich dir gegenüber. Jetzt soll die Person zu dir den Abstand einhalten, sich auf einen anderen Platz setzten und dafür anderen Menschen gegenüber den Abstand nicht einhalten damit du geschützt bist?

    Es ist vollkommen EGAL wie hoch der feste Betrag ist, um den alle Löhne erhöht werden sollen. Obs nun ein Euro, ein Cent oder ne Milliarde Euro sind. Wenn ALLE Mitarbeiter - und da beziehe ich auch die Chefetage ein - die selbe Gehaltserhöhung bekommen, dann macht der Auszahler des Gehalts - also der Chef - immer Minus. Denn seine Gehaltserhöhung kann die Gehaltserhöhung seiner Angestellten nicht ausgleichen. Selbst wenn man die Gehaltserhöhungen auf mehrere Jahre aufteilt, so macht der Chef spätestens dann Minus, sobald der dritte Mitarbeiter der Firma (inklusive Cheffe) die Erhöhung ebenfalls bekommt. Weil ja alle genauso viel mehr bekommen wie der Chef. Also exakt. Auf den Cent genau.

    Also auch wenn ich Edex kein bisschen zustimme (in China schreit ja auch keiner, dass sie zurück zu Maos Großen Sprung nach vorn möchten, wo sie alle gleich waren), kann ich deine Argumentation nicht nachvollziehen.


    Die Gehaltserhöhung wird aus dem Unternehmensgewinn (vor Steuern) bezahlt. Warum sollte der Chef jetzt persönlich Verlust machen, wenn er jedem 50€ anstatt 3% mehr ausbezahlt? Das Unternehmen könnte zwar Verluste machen, wenn eine Gehaltserhöhung beschlossen wird, obwohl die Zahlen dies nicht hergeben, aber der Chef persönlich ist davon nicht direkt betroffen. Und der Verlust wäre auch bei einer prozentuellen Erhöhung gegeben. Du beschreibst das ja so, als würde der Chef aus seinem eigenen Gehalt die Gehaltserhöhung der Mitarbeiter bezahlen müssen? Das ist aber nicht so.

    Sorry, aber das ist ein rassistisches Narrativ.


    Wenn du explizit von der Niederländischen Grenze und vermehrten Kontrollen gegen BI_PoC schreibst, hat das für mich noch immer nichts mit einem rassistischen Narrativ zu tun. Der Verdacht auf Import / Export ist bei Gruppen mit höherer Arbeitslosigkeit nun mal höher.

    Habe ich doch geschrieben: Weil Racial Profiling und Rassismus innerhalb des Systems.

    In Deutschland haben 25,5% der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Gleichzeitig haben im Bereich der Allgemeinkriminalität (ohne ausländerrechtliche Verstöße) 39,1% der Tatverdächtigen einen Migrationshintergrund. Was für dich Racial Profiling und Rassismus ist, welchen du mit einer subjektiven Meinung und Einzelbeispielen begründest, ist für mich und viele andere gesunder Menschenverstand.

    verstehe ich beim besten Willen nicht, wie das hier gerade mit den Ausschreitungen in Stuttgart in Verbindung gebracht wird.

    Nur weil es keine politisch motivierten Straftaten waren, heißt es nicht, dass die Politik und der linke Haltungsjournalismus nicht auch Schuld daran tragen. Thomas Berger stellvertretende Stuttgarter Polizeipräsident hat heute im Morning Briefing gesagt, dass die Täter Ihren Unmut gegen den Staat kundtun wollen. Wenn du dir die Videos anschaust, wirst du auch diverse Parolen von „ACAB“ und „ich habe alles auf Video, Ihr könnt mir nichts ihr Hurensöhne“ hören. Wenn bildungsferne Schichten mit einer aggressiven Grundhaltung vermehrt Aussagen wie „latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte“ hören, verbunden mit der Identitätspolitik bei solchen Vorfällen, fühlen sich diese in Ihrem handeln und denken bekräftigt. Wie bereits oben geschrieben, muss kein Bezug zum Linksextremismus vorhanden sein, aber linken Journalismus sehe ich unter anderem auch als Grund an.



    Edit:

    Folgendes Zitat von Thorsten Frei, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion finde ich ganz passend.

    Boris Palmer bringt genau auf den Punkt, was ich gestern hier kritisierte hatte:


    Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, ob du mich bewusst nicht verstehen willst oder einfach nicht kannst. Die Polizei wird grundsätzlich, vor allem aber seit der George-Floyd Debatte unter Generalverdacht gestellt von diversen politisch links angesiedelten Gruppierungen. Dadurch werden solche Taten gefördert, denn die Verursacher sehen sich im Recht. Sie sind mal wieder Opfer einer willkürlichen Polizeikontrolle geworden und müssen sich wehren.

    Lieber Edex, es geht es doch gar nicht darum, von wem diese Angriffe ausgehen, sondern dass eine Zeitung des politisch linken Spektrums gegen die Polizei hetzt und damit solche Taten bagatellisiert werden.