Beiträge von éléphant

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    flüchtig. ist das wort

    ungewollt. brennt die welt auf

    festplatten. der tod


    Leider hat mein Computer wenige Stunden nach meinem letzten Update hier den Geist aufgegeben (und ich wage zu behaupten, dass es an Comic Sans lag!), sodass ich streng genommen einen Minusbetrag angehäuft habe. Ich habe zwar noch die leise Hoffnung, dass man die Daten retten kann, aber mal gucken, mh. Ansonsten bin ich jetzt komplett auf Papier umgestiegen und habe zumindest ein paar Haiku sowie diverse kleinere Sachen geschrieben, die ich dann demnächst auf meinen wunderschönen neuen Laptop übertragen kann und dieses Mal dann auch rechtzeitig wo anders abspeichere. Sonntag passt mir auch ganz gut, sofern die Technik dann jetzt auch mitspielt. ^-^

    Ohh, und ein riesen Lob an alle, die so fleißig dabei sind! Ich bin wirklich begeistert von der ganzen Motivation hier! :)

    Uff. Ich dachte mir ja schon fast, dass das schwerer werden könnte, den Perfektionismus abzuschalten, als es im ersten Moment klingt. Statt direkt ins Schreiben zu kommen, kam mir gleich am ersten Tag die wundervolle Idee, dass ich doch auch ein Eichendorff-Gedicht in meinem Sinne umschreiben und als Einstieg verwenden könnte. Und daran saß ich dann bis heute, haha. Effektiv zwanzig Wörter plus ein Wort für den Titel. Nachdem ich dann halb verzweifelt noch etwa hundert Worte Text geschrieben habe, bin ich zu einem anderen Text übergegangen. Das sind jetzt auch nochmal 133 Worte. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, I guess. x) Aber da ja eigentlich alles zählt: Mein Block ist mal wieder vollgekritzelt! Zumindest geht es voran, oh man.

    ____________________

    Und ja, die Schriftart ist Comic Sans. Ich hab irgendwo gelesen, dass es das manchen Leuten erleichtert, viel Text zu produzieren, also hab ich mal den Selbstversuch gestartet lol.

    Das versuche ich morgen dann auch mal. Wenn das funktionieren sollte, könnte ich mir das nur so erklären, dass man halt unbedingt schneller fertig werden will, um wieder normale Schriften zu lesen, haha.

    weil ich Einleitungen furchtbar schwer finde (wer noch? o/ )

    Ich hänge eher direkt nach meiner Einleitung, was man wohl daran merkt, dass ich nach gut hundert Worten den Text wechsele, haha. x3

    Und wenn ich mir das Resultat so ansehe sind da wohl auch ganz große Einflüsse von éléphant und seiner Kerze drin :x

    das licht führt dich, mein kind. Nein Spaß, ist eine ähnliche Thematik, aber doch ganz anders umgesetzt. Insgesamt gefällt mir das aber echt gut! Falls du noch etwas Inspiration suchst, um weiter an Einleitungen zu arbeiten, kann ich dir deinen letzten Satz fast schon wieder als neuen Einstieg empfehlen. "Öffne die Augen" eignet sich dafür immer gut! Vielleicht ergibt sich daraus ja eine Art Kette oder sogar etwas Zusammenhängendes. ^-^

    (Oh, und Link für Shiralya ; witzigerweise war die Form durch deinen Turm inspiriert ^-^)

    Autobiographisches Schreiben

    - Wie viel Autor steckt im Text? -


    Huhu! :)

    Nachdem ich vor nicht allzu langer Zeit über ein Vorwort gestolpert bin, das sich mit einer gegenwärtigen Form der Erlebnislyrik beschäftigt hat, habe ich mich zuletzt wieder vermehrt mit der alten Frage beschäftigt, wie viel Autor eigentlich im Text steckt. Während es in manchen Fällen recht deutlich zum Vorschein tritt, dass hier ein Autor am Werk war, der ein bestimmtes Erlebnis verarbeitet hat, mag es an anderer Stelle Autoren geben, die sich vehement gegen jeden Verdacht wehren, der auch nur in eine solche Richtung gehen könnte. Oft mag es eher unterbewusst passieren, dass gewisse Bezüge zum eigenen Leben im geschriebenen Text deutlich werden. Spannend kann es aber auch sein, wenn Autoren ganz bewusst mit dem Thema des autobiographischen Schreibens spielen, indem sie etwa Bezüge einbauen, die zunächst klar auf die reale Person hinter dem Text verweisen, dann aber ebenso bewusst damit brechen, indem (offensichtliche?) Falschinformationen eingebaut werden. Dabei kann oft auch die erste Person als Erzählperspektive helfen, welche die Grenzen zwischen Erzähler und Autor zu verwischen scheint. Es würde mich wirklich interessieren, wie ihr damit umgeht, oder wie ihr das Thema überhaupt wahrnehmt. Ein paar Leitfragen sind angehängt. :)


    Fragenkatalog:

    • Steckt immer auch etwas persönliches vom Autor im Text oder müssen Autor und Erzähler immer stur getrennt werden?
    • Was sind Vor- und Nachteile davon, autobiographische Elemente einzubauen?
    • Baut ihr bewusst Ereignisse aus eurem Leben in eure eigenen Werke ein?
    • Falls ja, welche Art von Ereignissen baut ihr ein? Habt ihr bereits mit bewussten Falschinformationen gespielt?
    • Kann eine bestimmte Form dabei helfen, autobiographische Aspekte einzubauen?
    • Gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Gattungen? Eignen sich einige für euch besser oder schlechter? (Epik, Lyrik, Dramatik)
    • Sind euch bewusste Spiele mit autobiographischen Aspekten bei anderen Autoren schon einmal aufgefallen?
    • ...

    L Y R I K

    - Diskussionstopic -


    Huhu! :)

    Lyrik ist für viele ja oft ein eher schwieriges Feld, auf das man sich nach diversen ersten Erfahrungen in der Schule eher nicht mehr so wirklich begeben mag, von den Texten der eigenen Lieblingslieder mal abgesehen. Gleichzeitig wird die abgeschottete Lyrikszene immer sozialer und öffentlich feiern Events wie Poetry Slams immer größere Erfolge. Auch hier im Bereich ist die Lyrik fest verankert, was der Erfolg des NPMs vor einiger Zeit noch einmal unterstrichen hat. Höchste Zeit also, dass auch hier in den Diskussionen ein etwas stärkerer Fokus auf diese so zärtliche Form des Ausdrucks gelegt wird! Ich habe einfach mal einen kleinen Fragenkatalog zusammengestellt, der ist aber prinzipiell erweiterbar. Fühlt euch also frei, einfach mal drauflos zu schreiben, was euch gerade zu dem Thema einfällt. :)


    Fragenkatalog:

    • Wie seid ihr zur Lyrik gekommen? Was hält euch ggf. davon fern?
    • Was mögt ihr an Lyrik, bzw. was mögt ihr nicht?
    • Was macht ein gutes Gedicht aus?
    • Worauf achtet ihr beim Schreiben eines Gedichts?
    • Worüber schreibt ihr in Gedichten?
    • Inwiefern unterscheidet sich euer Schreibprozess beim Schreiben eines Gedichtes etwa von dem beim Schreiben eines Prosatextes?
    • Habt ihr Lieblingsautoren oder Lieblingsgedichte? Was gefällt euch an ihnen? (im Forum, aber auch außerhalb)

    Huhu! :)

    Ich hatte dich vor ein paar Tagen ja schon einmal gefragt, bei welchem Werk du dich besonders über einen kleinen Kommentar freuen würdest und da du mir ganz spontan Himmelsschrei genannt hast, schreibe ich dir dazu jetzt doch gleich mal ein paar Worte. :)


    Himmelsschrei (Link zum Text, falls jemand über den Kommentar stolpern sollte und das Werk sucht)


    So ganz sicher bin ich mir noch nicht, was mir der Text überhaupt sagen will, aber nach mehrfachen Lesen habe ich jetzt zumindest einen Ansatz, den ich an dieser Stelle verfolgen möchte. Ich warne dich einfach mal vor, dass es dezent unstrukturiert werden könnte, haha.

    Ich fange einfach mal bei dem Titel an. Himmelsschrei kann fernab vom Text zunächst auf zwei Arten interpretiert werden – entweder es ist der Himmel, der einen Schrei ausstößt, einen Donner etwa; oder es handelt sich um ein Wesen, welches einen Schrei ausstößt, der auf eine bestimmte Art mit dem Himmel verbunden ist. Im zweiten Fall könnte der Schrei dem Himmel gewidmet sein, er könnte durch den Himmel inspiriert worden sein, er könnte auch in Form einer Metapher gemeint sein und beispielsweise so klar wie ein wolkenfreier Himmel sein. Oder eben auch so zerbrechlich wie der Himmel im Moment eines Sturms. Mit diesem letzten Bild möchte ich zu dem Text übergehen, wenngleich ich dabei eigentlich keine meiner Ideen so wirklich verwerfen möchte.

    Der Text beginnt mit einer sanften Berührung. Eine berührte Person taucht entsprechend mindestens auf; von wem die Berührung ausgeht, bleibt zunächst offen. Es könnte sich um einen anderen Menschen oder aber um einen anthropomorphen Sturm handeln. Diese alle Sinne umfassende Berührung scheint den Erzähler durchaus aufzuwühlen, scheint er sich doch weder seines Verhaltens noch seiner Emotion im Moment der Berührung so recht klar zu sein. Entscheidend ist dabei wohl auch, dass er sich der Möglichkeit eines plötzlichen Verlustes dieser Berührung vollkommen bewusst ist. Tatsächlich scheint die Berührung zum Ende hin nachzulassen, die Emotionalität, das Aufgewühltsein lässt nach und der Erzähler beginnt sich an die Details zu erinnern.

    Ich folge zunächst meiner ersten Idee und vermute, dass es sich um einen Schrei des Himmels handelt. Ein Sturm zieht aus dem Nichts auf und erwischt den Erzähler, der sich irgendwo draußen auf der Straße befindet, vielleicht auch ein Feldweg. Der Erzähler gibt sich dem Sturm hin, da er begeistert von dem Plitschern des Regens und dem Grummeln des Donners buchstäblich elektrisiert ist. Gleichzeitig ist sich der Erzähler der Gefahr, die von dem Sturm ausgeht, durchaus bewusst, was zu einer zusätzlichen Stärkung der Emotionen führt.

    Mit dem verschleiern des Geistes löst sich der Erzähler jedoch von der anthropomorphen Darstellung des Sturms, vielmehr scheint der Erzähler nun eine konkrete Person in dem Sturm zu erkennen, womit ich bei meiner zweiten Idee, nämlich der des metaphorischen Himmelsschreis, wäre. Der Erzähler denkt, aufgewühlt von den Gedanken an eine bestimmte Person, einen Schrei aus, der genau dem Bild des eben dargestellten Sturms entspricht. Irgendwie verzweifelt, aber irgendwie auch positiv gestimmt. Der erste Satz gibt dabei die entscheidende Richtung vor: die Berührung, an die der Erzähler denkt, ist zwar sanft, aber zugleich auch anmaßend. Zwar scheint eine starke emotionale Bindung vorhanden zu sein, dennoch fühlt sich der Erzähler im Moment der Berührung genötigt, seinen Geist zu verschleiern. Vielleicht handelt es sich um eine scheidende Liebesbeziehung, vielleicht auch einfach nur um Streit. Genauso kann es aber auch die völlige Hingabe darstellen, bei der sich der Geist letztendlich einfach unterordnen muss. Der Instinkt ist da vielleicht ein passender Begriff, der diese Szene gut beschreiben würde. Es geht eben genau darum, die bewusste Handlung im Moment der Emotion abzustellen.

    Ob Sturm oder Liebesbeziehung – das Feuerwerk stellt am Ende ein schönes Bild dar, das den gesamten Text noch einmal wunderbar auffängt.


    Ich bin mal gespannt, wie weit ich von deiner ursprünglichen Idee entfernt bin, haha.

    Irgendwie wünsche ich mir ja gerade, dass ich damals auch gleich auf dieses Thema geantwortet hätte, wenn ich die bisherigen Antworten so lese. Ich finde es auf jeden Fall unglaublich spannend, wie früh die meisten hier doch angefangen haben und dass der Bereich bei vielen doch auch eine relativ große Rolle eingenommen hat, um am Schreiben letztendlich dranzubleiben. Inzwischen fällt es mir gar nicht mehr so leicht, an meine wirklichen Anfänge zurückzudenken, aber wahrscheinlich war es relativ ähnlich wie bei den meisten. So wirklich erinnere ich mich nur noch daran, dass ich als Kind Reizwortgeschichten geliebt habe und immer versucht habe, aus allen möglichen Wörtern eine Geschichte zu basteln. An ein konkretes Alter kann ich mich aber nicht wirklich erinnern. Irgendwann habe ich dann das Forum entdeckt und meine erste FF begonnen. So ziemlich das erste, was ich dann dazu gehört hatte, war ein "Oh je, das ist aber kurz! Mein Prolog ist ja länger als dein Kapitel". Und das von einer Komitee'lerin, also einer äußerst hohen Autorität, wie ich fand. Ziemlich niederschmetternd damals. Trotzdem bin ich zumindest für ein paar Kapitel dran geblieben und habe es mehrfach überarbeitet, was dann auch recht schnell zu Fortschritten und dem erhofften (aber trotzdem unverdienten, haha) Lob geführt hat, was mich letztlich wohl hier gehalten hat. Dazu kamen dann langsam Teilnahmen an Wettbewerben, viele Pausen und neue Anläufe. Und irgendwann landet man dann doch da, wo man heute ist, haha. Immer noch im BB. oh je.


    (Und weil mich Secrai vor Kurzem mal nach meinen Anfängen gefragt hatte, markiere ich dich mal und zwinge dich, ebenfalls hier zu antworten.)

    Seit einiger Zeit lese ich hier vermehrt ältere Werke in den Sammlungen, da ja kaum neue Updates nachkommen. Das hat bei mir nicht nur dazu geführt, dass ich die Entwicklung von Schreibstilen einzelner User teilweise recht kompakt beobachten konnte, sondern dass mir hier phasenweise auch fast eine Art gemeinsamer Stil im weitesten Sinn aufgefallen ist. Das mag (bei meiner zugegeben subjektiven Auswahl) irgendwie auch wenig verwundern, da viele der über einen langen Zeitraum aktiven User wohl in einem recht regelmäßigen Austausch standen oder noch immer stehen, aber interessant zu beobachten war es allemal (Grüße dabei an alle, die ich in den letzten Wochen mit Danksagungen genervt habe, haha). Letztendlich bin ich dadurch zu der Idee gekommen, jetzt auch die alten Diskussionen einmal durchzugehen und welches Thema würde sich für den Anfang besser eignen als der Schreibstil? In diesem Sinne dann auch gleich die Entschuldigung für alle folgenden Danksagungen sowie aus der Zeit gegriffenen Zitate. x3

    ob der eigene Schreibstil immer gleich ist, was ich zumindest für mich mit einem klaren «Nein» beantworten kann.

    Meiner Meinung nach besitzt jeder Autor seinen eigenen Schreibstil, wobei sich dieser im Laufe der Zeit selbstverständlich ändern kann und es zumeist auch tut, je mehr man sich mit dem Schreiben auseinandersetzt.

    Grundsätzlich würde ich diesem Ansatz folgen. Ich denke, dass sich die persönliche Note mit sämtlichen neuen Eindrücken und Erfahrungen leicht verändert, sodass man über einen langen Zeitraum immer auch große Veränderungen bei sich selbst bemerken wird; unabhängig davon wie viel man tatsächlich geschrieben hat. Entsprechend kann ich Zitate wie die folgenden zwar verstehen, würde aber vermuten, dass sie rückwirkend für 2012 heute genauso geschrieben werden könnten:

    und mein Wortschatz im Gegensatz zu heute eine Katastrophe.

    Aber wieder befinde ich mich, auch laut meinen eigenen Einschätzungen, wieder in einer Art Wandel.

    Damit lande ich unweigerlich aber auch bei der Frage, ob man somit immer nur eine Momentaufnahme seines eigenen Schreibstils ausmachen kann und mein innerer Linguist ist schon gewillt, einfach mal sämtliche über die Zeit von mir geschriebene Texte rauszusuchen und nach einer Art verbindenden Gemeinsamkeit zu suchen. Denn wie anfangs gesagt, für den Bereich (oder zumindest einen Teil seiner Nutzer) erkenne ich dieses verbindende Element durchaus, wenngleich ich es nur schwer benennen kann. Dann wird es für den einzelnen Autoren doch sicherlich auch möglich sein, einen roten Faden des Schreibstils auszumachen. Ich würde für meine Gedichte beispielsweise annehmen, dass ich trotz aller formalen Experimentierfreudigkeit der vergangenen Monate und Jahre thematisch noch immer recht stark auf die Beziehungen zwischen zwei Menschen setze und das durch eine bewusste Form stütze. Besonders die Interpunktion spielt bei mir jetzt schon recht lange eine größere Rolle. Aber auch sprachliche Bilder wie den Mond würde ich bei einer kurzen Suche wahrscheinlich recht oft finden. Das sind aber nur spontane Überlegungen. Mir stellt sich in dem Zusammenhang auch immer mehr die Frage, was einen Schreibstil im Gedicht überhaupt ausmacht. Genauso würde mich dann vielleicht auch interessieren, inwiefern das folgende Zitat noch aktuell ist, um zu sehen, wie andere ihre Veränderungen so wahrnehmen:

    Meine Handlung ging nur sehr schleppend weiter und das Ganze wirkte unlebendig auf mich, woraufhin ich beschlossen habe vieles, was ich schreibe, einfach so zu schreiben, wie ich es auch sagen würde (natürlich nur im gewissen Maß). Warum? Ich hab mehr Dialoge, kann die Handlung schneller voranbringen UND das ist genauso wie bei dir irgendwie: ich fühle mich viel wohler darin. ^^

    Vielleicht fühlt sich ja jemand inspiriert, auch kurz seine Gedanken zu dem Thema runterzuschreiben. Abschließen würde ich dann gerne, auch wenn ich kein richtiges Fazit oder gar eine Struktur habe, mit einem Zitat aus dem Startpost, weil ich es einfach sehr schön fand! :)

    Allein wenn man wenige Worte geschrieben hat, ist es in meinen Augen schon einzigartig

    frost

    bläulich kleiden sich

    im späten herbst das rot der

    rosen und dein herz


    Ich habe übrigens trotz Erwähnung keine Benachrichtigung erhalten; falls das bei allen so war, wäre es blöd, wenn deswegen jemand das Finale verpassen würde. Plus, gibt es gar keine Gästeliste mehr? Und abschließend noch Kritik, weil wie zur Hölle kann man die Finalrunde auf Weihnachten legen?

    Irgendwie schien mir das anfangs ja nicht so wirklich meine Aktion zu sein, da ich nahezu überhaupt keine Prosa schreibe und selbst die 10.000 Wörter nur mit Lyrik ein bisschen utopisch wirkten. Aber als kleine zwanglose Motivationshilfe würde ich dann doch spontan mitmachen. :)

    Statt an meinem aktuellen Lyrik-Projekt weiterzuarbeiten, würde ich mich dann eher einem kleinen Essay widmen. Da ich damit als Nebenprojekt quasi bei null anfange, gebe ich ihm erst einmal den vorläufigen Titel "lügenstudio" und setze mir ein Ziel von 15.000 Wörtern. Mein persönliches Ziel wäre aber eher auf diese Weise zu Gedankenschnipseln zu kommen, die ich am Ende aus dem Essay ausschneiden und in mein Hauptprojekt einarbeiten kann. Wenn es dann nur zehn bis zwanzig Wörter sind, die ich verwenden kann, bin ich wahrscheinlich auch zufrieden, haha. Ich bleibe auch erstmal ohne offizielles Profil. ^-^

    Sterne

    Sterne?

    Uff ok. Also

    Sterne sind riesige Bälle aus Gas.

    Sie leuchten.

    Manchmal funkeln sie.

    Irgendwann werden sie noch riesiger.

    Und dann sind sie tot.

    Uff.


    Das hatte ich aus Spaß vor ein paar Tagen geschrieben, es dann aber leider nicht mehr abgeschickt. Inzwischen kommt es mir fast wie einer Musterabgabe vor, haha. Unabhängig davon sind das nach einem ersten kurzen Lesen aber wirklich schöne Abgaben, die formal recht sauber scheinen (Weil Stern? Irgendwer? Nein? rip). Insofern gucke ich am Ende mal, wonach ich genau entscheide, wofür ich Punkte vergebe. :)


    Abgabe 1 - Sternensterben

    Ein schöner Einstieg in den Wettbewerb! Das Gedicht beginnt mit einer generellen Beschreibung der weit entfernten Sterne. Schon zu Beginn wird ein enger Bezug zwischen der Vorstellung eines Sterns und dem potentiell lebenspendenen System des Sterns hergestellt. Die erste Strophe gibt insofern eine Richtung vor, die ab der zweiten Strophe konsequent für das System der Sonne umgesetzt wird. Das lyrische Ich beschreibt dabei von der Erde aus den Weg, den die Sonne nehmen wird, bis sie schließlich stirbt. Da das Leben bereits vor dem Tod der Sonne nicht mehr möglich sein wird, kommt in dem Gedicht zudem die Frage nach dem Sinn eines Sternes auf, wenn dieser kein Leben spendet. Eine große Frage, die sich in der unendlichen Weite des Weltraumes aber wohl zwangsläufig stellt. Diese düstere Grundaussage des Gedichtes tritt ab der vierten Strophe auf und wird durch Begriffe wie Einsamkeit, Schuld oder Sternenleid besonders gestützt. Insbesondere die letzte Strophe der Vers "Erst funkelt, dann dunkelt der Stern." in der letzten Strophe sticht heraus, da er zum einen mit dem bisherigen Metrum bricht und zum anderen die Stimmung mit dunklen Vokalen unterstreicht. Ich könnte mich noch viel länger an irgendwelchen Einzelheiten aufhängen, aber ich belasse es mal dabei. Ein wirklich schönes Gedicht! :)


    Abgabe 2 - 18:29 Uhr

    Die Abgabe fällt im Vergleich zu den anderen definitiv heraus, nicht nur weil sie formal recht frei gestaltet ist, sondern auch weil sie das Thema komplett anders auslegt. Wenn ich die dritte Strophe richtig interpretiere, handelt es sich bei dem lyrischen Ich um einen Reporter, der über eine Person berichtet, insofern geht es hier wohl weniger um tatsächlicher Sterne im Weltall, als vielmehr um metaphorische Sterne oder Stars. Gleichzeitig wird aber auch ein Begriff wie knall verwendet, der auch auf das Ende eines tatsächlichen Sternes hinweisen könnte. Ebenso tauchen Begriffe wie bläulich oder schatten auf, die mit dem Licht eng in Verbindung stehen. Insgesamt zeigen sich Parallelen zu echten Sternen, da auch jene wie die beschriebene Person ihr Leben mit dem "knall" nicht "verwerfen", sondern in einer anderen Form weiterexistieren. Die zweite Strophe öffnet zusätzlich die Frage nach der Schuld. Im Fall eines Reporters ergibt sich die Schuld daraus, dass er über die Person berichtet und den Fall damit beschleunigt oder vorantreibt; im Kontext eines tatsächlichen Sterns könnte man überlegen, inwiefern etwa die Menschen Einfluss auf seinen Tod nehmen werden. Ich hoffe, ich liege mit meiner Interpretation nicht völlig daneben, das schien mir gerade so schön schlüssig, haha. Insgesamt aber auch eine spannende Abgabe! :)


    Abgabe 3 - Sterne über Chapella

    Meine kurze Google-Recherche hat ergeben, dass Chapella wohl ein kleines Dorf in der Schweiz ist, insofern lässt sich die im Gedicht beschriebene klare Sicht auf den Himmel mithilfe des Titels gut erklären. Das Gedicht beschreibt damit eine Naturverbundenheit, die gerade in urbanen Regionen immer mehr verloren geht; das lyrische Ich grenzt sich etwa von Laternen ab und beschreibt stattdessen den Wald. Trotzdem kann das lyrische Ich der modernen Welt nicht entfliehen, wenn es etwa versucht, die Flugzeuge in sein naturverbundenes Weltbild einzubinden. Inhaltlich somit ein wirklich schönes Gedicht! Formal stolpere ich an der ein oder anderen Stelle. Zum einen kann ich mir die unterschiedliche Länge der Strophen nicht ganz erklären, da die Verse ansonsten einem ähnlichen Muster folgen. Zumindest in der vierten Strophe erkenne ich auch inhaltlich keinen solch starken Zusammenhang, der ein Zusammenfügen zu einer Strophe rechtfertigen könnte, aber vielleicht übersehe ich auch einfach etwas ganz Banales. Wenn ich bei der vierten Strophe bleibe, fällt auch auf, dass in dem fünften Vers der bis dahin alternierende Rhythmus bricht und auch hierfür finde ich keine wirkliche Erklärung. Das zweite "regnen sie" sorgt für ein kurzes Stocken, vielleicht soll der Leser kurz innehalten und den Moment der Natur wirklich realisieren, aber ich bin unsicher, ob das so geplant war. Ansonsten ein Lob für die malerischen Worte wie Sternenpinsel oder Tannenthrone, wenngleich der Satzbau dadurch manchmal etwas konstruiert wirkt. Insgesamt aber auch ein schönes Gedicht! :)


    Abgabe 4 - In Dunkelheit

    Jetzt habe ich so viel über den Tod eines Sterns gelesen und geschrieben, dass ich bei der Frage, wofür das lyrische Ich denn überhaupt bereit sei, dann doch etwas voreingenommen bin, haha. Die erste Strophe gibt zunächst eine grobe Richtung vor, indem das lyrische Ich sich beim Betrachten des Nachthimmels Gedanken zu der Zukunft macht. Statt diese Frage nach der Zukunft einzig auf sich selbst zu beziehen, scheint es an dieser Stelle sehr viel größer zu denken, da von einem uns die Rede ist. In der zweiten Strophe steht nicht der Nachthimmel im Vordergrund, sondern die einzelnen Sterne; ebenso löst sich das lyrische Ich von dem uns und bezieht sich nun auf sich selbst. Die dritte Strophe zeigt auf, dass das lyrische Ich selbst in die Dunkelheit schaut und sich durch das Licht der Sterne gestärkt fühlt. Durch das Hinabschauen in die Dunkelheit kam mir der Gedanke, dass es sich bei dem lyrischen Ich vielleicht um einen Nebel handeln könnte, der dabei ist, selbst zu einem Stern zu werden. Das wäre zwar sehr abstrakt gedacht, aber warum nicht so herum? :) Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass es sich um einen Stern handelt, was das "uns" erklären würde. Der Stern könnte entsprechend bereit sein zu sterben, wenngleich die erste Strophe aufzeigt, dass er sich nicht sicher ist, was danach passieren wird. Genauso kann es sich beim lyrischen Ich aber auch um einen Menschen handeln, der auf einer Wiese liegt und die Sterne betrachtet, um eine wichtige Entscheidung zu treffen. Ich erkenne eine ähnliche Vermischung wie in der zweiten Abgabe, wenngleich ich auch hier wahrscheinlich viel zu viel hineininterpretiere, haha. Die Wiederholungen des Wortes Bereit finde ich interessant, insbesondere wenn in der zweiten Strophe zusätzlich mit der Interpunktion gespielt wird; in der ersten Strophe erschließt sich mir aber nicht ganz, warum diese Wiederholung notwendig ist. Aber insgesamt ist das auch eine schöne Abgabe! :)


    Abgabe 5 - Der Zauber der Sterne

    Herzlichen Glückwunsch zum Sieg oder so, haha. Nicht nur wurde mit dem Sonett eine schwere Form ausgewählt, die Form wurde auch gleich dreifach umgesetzt, um jeder Phase des Sterns gerecht zu werden. Dazu kommt, dass die formalen Aspekte sehr sauber umgesetzt wurden. Meine kosmischen Kenntnisse sind jetzt nicht besonders ausgeprägt, aber ich nehme mal an, dass die Infos, insbesondere im letzten Abschnitt, auch alle stimmen. Insofern tut es mir fast leid, dass ich jetzt gar nicht so sonderlich viel zu der Abgabe sagen kann, aber die Abgabe ist einfach sehr stark und spricht für sich, haha.


    Abgabe 6 - Heute fallen tausend Sterne

    Und auch zum Abschluss noch eine sehr starke Abgabe! Auch hier steht das Ende der Sterne im Zentrum; statt der Endgültigkeit oder dem Neubeginn liegt der Fokus dabei jedoch auf der Veränderung. Insbesondere die vierte Strophe macht die Grundaussage des Gedichtes wunderbar deutlich. Nichts sei verloren, es gehe lediglich in eine andere Form über. Diese Idee wird genutzt, um eine magische Atmosphäre zu erzeugen, indem mit Vorstellungen von Wünschen und Träumen gespielt wird. Das Bild der Sternschnuppe fügt sich in dieses Bild natürlich ideal ein, entsprechend gut gefällt mir auch der Titel. Ansonsten kann die Abgabe auch formal überzeugen. Das Metrum wird konsequent beibehalten und die Reime wirken sehr stimmig. Einzig mit dem Vers "Alt wird neu und schwarz aus weiß." in der drittletzten Strophe habe ich so meine Probleme, weil das "aus" in meinen Augen nicht so gut zu dem "wird" passt. Ich kann nicht so wirklich beschreiben, warum das für mich nicht passt, tut mir leid. x3 Ansonsten wie gesagt eine schöne Abgabe! :)


    Punkte

    Ich habe mich dazu entschlossen, den Abgaben 1, 5 und 6 die volle Punktzahl zu geben, da ein klarer Themenbezug sowie eine starke formale Umsetzung zu erkennen sind. Bei Abgabe 3 habe ich für die teilweise etwas konstruierten Verse und die auf den ersten Blick nicht erkennbar begründete Form der Strophen zwei Punkte abgezogen. Abgabe 2 und 4 haben eine sehr viel individuellere Form gewählt. Während Abgabe 2 diese Form als Unterstützung für eine auch eher ungewöhnliche Auslegung des Themas genutzt hat, habe ich bei Abgabe 4 ein bisschen mehr dafür abgezogen, dass sich mir die für das Gedicht scheinbar so wichtige Wiederholung des Wortes "Bereit" nicht ganz erschlossen hat. Insgesamt konnten aber alle Abgaben wirklich überzeugen, sodass ich abschließend gerne nochmal das Niveau in diesem Wettbewerb loben muss! :)


    /edit: Bei Abgabe 2 habe ich keine Änderungen entdeckt. Abgabe 3 bekommt einen Punkt mehr, da sich die Form nun geklärt hat. Auch bei Abgabe 5 erkenne ich keine Änderung, außer dass mich die Schrift nun an diverse Hausarbeiten erinnert. Wie man tatsächlich die Hälfte aller Abgaben falsch übertragen kann, ist mir nicht ganz klar. Meine Bewertung wäre insgesamt definitiv anders ausgefallen, aber zurücknehmen wollte ich jetzt auch keine Punkte mehr. Man wird für frühes Voten mit Mehraufwand bestraft, das macht so keinen Spaß.


    Abschließend auch nochmal der obligatorische Hinweis, dass man den Vote ja leider nicht mehr begründen muss, insofern bitte alle voten! Es sind nur sechs Gedichte und sie sind sehr gut! Ich wünsche mir einfach mal zwölf Votes, vielleicht helfen Zielvorgaben ja etwas, haha.


    Abgabe 01: 10/10

    Abgabe 02: 09/10

    Abgabe 03: 09/10

    Abgabe 04: 07/10

    Abgabe 05: 10/10

    Abgabe 06: 10/10

    UUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFF #SCHREI


    Nächstes Stichwort: #kartoffel


    O kleiner Käfer,

    bewahre dir im Lächeln

    den süßen Nektar!


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    Unsere Werke sind leider auch nicht direkt verschmolzen, aber RoyalNonsense und ich sind zumindest auch noch fertig geworden! :)

    uff ok. also._____________uff ok. also.___uff ok. also.

    ok. also. uff_____________ok. also. uff___ok. also. uff

    also. uff ok._____________also. uff ok._______________

    uff ok. also._____________uff ok. also.___uff ok. also.

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    Meisterwerke von Voltobal und éléphant


    Tut mir leid, dass du hier gelandet bist. Wenn du schon hier bist, nimm dir doch eine grüne Paprika!


    Wow ok.

    Huhu! Das soll nur ein ganz kurzer Beitrag werden, aber ich wollte kurz ein bisschen Lob für die letzten Entscheidungen und/oder Entwicklungen loswerden. Zunächst einmal ist mir positiv aufgefallen, dass die Übersichts-Topics jetzt endlich aktualisiert wurden und dass diese extreme Abstufung in der Hierarchie auch wieder ein wenig aufgehoben wurde. Bitte verkompliziert das mit dem nächsten Update nicht direkt wieder, sondern vereinfacht es eher weiter; Stichwort Quasi-Mod. Die Ideen zu dem Diskussionsbereich klingen ganz spannend, da bin ich einfach mal gespannt, wie das dann umgesetzt aussehen wird. Abschließend wollte ich noch kurz anmerken, dass ich von eurem neuen Newsletter-Modell, der die einzelnen Topics mehr in den Fokus rückt, absolut begeistert bin! Insofern ja, in die Richtung darf es gerne weitergehen. :)