Beiträge von Meridia

    Wall-E (2008) vs. Sieben (1995)
    Der König der Löwen (1994) vs. Forrest Gump (1994)
    Die Unglaublichen – The Incredibles (2004) vs. Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004)
    Django Unchained (2013) vs. Pulp Fiction (1994)
    Das letzte Einhorn (1982) vs. Die Ritter der Kokosnuss (1975)
    Das Schweigen der Lämmer (1991) vs. Findet Nemo (2003)
    Die Verurteilten (1994) vs. Tarzan (1999)
    Shining (1980) vs. Der Pate (1972)
    Nightmare Before Christmas (1993) vs. Fluch der Karibik 3 - Am Ende der Welt (2007)
    Inception (2010) vs. Schindlers Liste (1994)
    Matrix (1999) vs. Guardians of the Galaxy (2014)
    Das Leben des Brian (1979) vs. Zurück in die Zukunft (1985)
    Fluch der Karibik (2003) vs. Der Herr der Ringe - Die Gefährten (2001)
    Drachenzähmen leicht gemacht (2010) vs. Catch Me If You Can (2002)
    The Wolf of Wallstreet (2013) vs. Jurassic Park (1993)
    The Green Mile (1999) vs. The Dark Knight (2008)

    Wall-E (2008) vs. Bambi (1942)

    Kevin allein zu Haus (1990) vs. Sieben (1995)

    Der König der Löwen (1994) vs. Deadpool (2016)

    Forrest Gump (1994) vs. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes I (2010)

    Fight Club (1999) vs. Die Unglaublichen – The Incredibles (2004)

    Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004) vs. Shrek - Der tollkühne Held (2001)

    Django Unchained (2013) vs. Pans Labyrinth (2006)

    Pulp Fiction (1994) vs. Die Tribute von Panem - The Hunger Games (2012)

    Das letzte Einhorn (1982) vs. Die Truman Show (1998)

    Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) vs. Die Ritter der Kokosnuss (1975)

    Das Schweigen der Lämmer (1991) vs. Fluch der Karibik 2 - Dead Man's Chest (2006)

    Findet Nemo (2003) vs. Black Swan (2010)

    Die Verurteilten (1994) vs. Shutter Island (2010)

    Avatar - Aufbruch nach Pandora (2009) vs. Tarzan (1999)

    Mulan (1998) vs. Shining (1980)

    Der Pate (1972) vs. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 (2011)

    Toy Story 2 (1999) vs. Nightmare Before Christmas (1993)

    Fluch der Karibik 3 - Am Ende der Welt (2007) vs. Stirb langsam (1988)

    Herr der Ringe - Die zwei Türme (2002) vs. Inception (2010)

    Das Dschungelbuch (1967) vs. Schindlers Liste (1994)

    Matrix (1999) vs. James Bond: Casino Royale (2006)

    Guardians of the Galaxy (2014) vs. King Kong (2005)

    Lilo & Stitch (2002) vs. Das Leben des Brian (1979)

    Zurück in die Zukunft (1985) vs. Léon - Der Profi (1994)

    Titanic (1997) vs. Fluch der Karibik (2003)

    Der Herr der Ringe - Die Gefährten (2001) vs. Harry Potter und der Orden des Phönix (2007)

    Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016) vs. Drachenzähmen leicht gemacht (2010)

    Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1 (2014) vs. Catch Me If You Can (2002)

    Mrs. Doubtfire (1993) vs. The Wolf of Wallstreet (2013)

    Ich - Einfach unverbesserlich (2010) vs. Jurassic Park (1993)

    Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003) vs. The Green Mile (1999)

    Harry Potter und der Halbblutprinz (2009) vs. The Dark Knight (2008)

    Gruppe #01

    Memento (2000)

    Oben (2009)

    The Rocky Horror Picture Show (1975)

    Greatest Showman (2017)


    Gruppe #02

    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 (2011)

    Her (2013)

    Shrek - Der tollkühne Held (2001)


    Gruppe #03

    Avatar - Aufbruch nach Pandora (2009)

    Hannibal (2001)

    Der König der Löwen (1994)


    Gruppe #04

    Die Unglaublichen – The Incredibles (2004)

    Ich - Einfach unverbesserlich (2010)

    Der Herr der Ringe - Die Gefährten (2001)


    Gruppe #05

    Lilo & Stitch (2002)

    Rogue One - A Star Wars Story (2016)

    Wall-E (2008)


    Gruppe #06

    Rapunzel - Neu verföhnt (2010)

    Das Leben des Brian (1979)

    Das letzte Einhorn (1982)


    Gruppe #07

    Das Boot (1981)

    Forrest Gump (1994)

    Black Swan (2010)


    Gruppe #08

    Das Schweigen der Lämmer (1991)

    Schindlers Liste (1994)

    Drachenzähmen leicht gemacht (2010)

    Ich denke, dass es mir wie einigen anderen Menschen hier geht und ich sagen kann, dass die schönsten Tage meines Lebens meist in Verbindung mit meinem Partner stehen. Generell hatte ich zwar schon einige Tage, die einfach schön, friedlich, ruhig und kraftspendend waren, aber müsste ich mich hier konkret für einen Tag/ein Zeitfenster entscheiden, dass ich als das schönste meines Lebens bezeichnen müsste, wäre es definitiv die Tage vom 10.08.2018 bis zum 15.08.2018. Gar nicht lange her, ich weiß schon, haha.

    Hintergrund: ich habe mich vor einer Weile in jemanden verliebt, jemanden der mich wahnsinnig glücklich macht und bei dem ich das Gefühl habe, dass er gänzlich zu mir durchdringen kann. Bei diesem Mann kann ich ganz und gar ich selbst sein, mit all meinen abstrakten Gedanken, irrationalen Gefühlen und Ängsten, ich kann seelisch einfach nackt sein und fühle mich sicher genug, um mich von meiner verletzlichen Seite zu zeigen. Und ihm gegenüber möchte ich auch so verletzlich sein. Ich will, dass er meine Tränen sieht, ich will dass er mein Grunzen hört, dass sich in mein Lachen mischt, wenn ich wirklich komplett die Beherrschung beim Lachen verliere, ich will dass er die physischen und seelischen Narben kennt und sie liebkost. Die Beziehung, die ich mit ihm aufbaue, bedeutet mir wahnsinnig viel, er bedeutet mir wahnsinnig viel.

    Wie man vielleicht schon heraushören mag, leben wir fast 800km Luftlinie auseinander. Er ist aus einem Stadtteil von London, UK, während ich in Erfurt lebe. Zwar stand schon seitdem wir uns kennengelernt haben im Raum, dass man sich auch unbedingt mal treffen müsste, aber so wirklich fest hatten wir bis dahin noch nichts gemacht. Mitte Juli habe ich ihn gefragt, wann er sich ein Treffen konkret vorstellen könnte, und er meinte nur "irgendwann in diesem Jahr oder dann im nächsten". Um diesen Zeitpunkt herum ist dann einiges bei uns passiert. Er hat in der Vergangenheit ein paar Brüche seines Vertrauens erlebt und der Herzschmerz, den ihm ein Mädchen, das vor mir in seinem Leben existiert hat, beigebracht hat, hat ihn noch lange beschäftigt. Er war über sie hinweg, nicht aber über die Tatsache, wie weh man ihm getan hat. Er wusste nicht, ob er sich ganz öffnen kann und möchte, er hat Angst verletzt und manipuliert zu werden, und wir haben viele Gespräche geführt, um gemeinsam die Wurzel seines Problems zu finden. Ich wusste zwar schon als wir zusammenkamen, dass er "vorbelastet" ist, wie sehr er aber verzweifelt habe ich erst lernen müssen. Das hat uns als Paar stärker gemacht und näher zusammengebracht, und auch wenn diese Konversationen alles andere als einfach waren, haben sie ein ganz eigenes und neues Level an Intimität geschaffen.

    Anfang August, muss in der ersten Woche gewesen sein, hat er dann ganz spontan gefragt, was ich diesen Sommer noch vorhabe. Wichtig wäre vielleicht zu sagen, dass wir nach diesem Krisenmoment, den wir da hatten - und wir waren da halt auch an einem Punkt, an dem wir uns gefragt haben, ob es für ihn und mich als Individuen nicht einfacher wäre, die Beziehung zu beenden - endlich ein bisschen Honeymoonphase hatten, dieses Hochgefühl, was anfangs häufig nur ein paar Augenblicke gehalten hat, eben weil noch manches zwischen uns stand. Wir haben immer wieder Momente in den Gesprächen, in denen wir meinten "man, I want to hug you so badly right now", "same, the feeling's mutual". Hätte tbh nicht gedacht, dass es dann auch so schnell passieren würde, haha.

    Auf seine Frage meinte ich dann, dass ich nichts vorhabe. Und dann hat er angefangen zu gucken, was eine Reise von London nach Erfurt kosten würde. Und an diesem Sonntagabend waren es dann nur noch vier Tage, bis ich ihn persönlich treffen würde.


    Könnte euch jetzt stundenlang mit Details vollsülzen und mich darin verlieren über seine weichen Hände und sein niedliches Grinsen zu schmachten, aber das erspare ich euch, meine Freundinnen leiden schon genug unter meiner Verknalltheit (love you Acario , Adurna , Haina ). Ich kann aber sagen, dass die Zeit wunderschön, eigentlich ganz und gar perfekt war. Ich habe mich noch nie so geliebt und noch nie so verliebt gefühlt, und ich kann es kaum erwarten ihn endlich wieder in meine Arme zu schließen.

    Hätte tbh nicht gedacht, dass ich nach meinem letzten Post, der doch nun schon ein Weilchen her ist, wieder in dieses Topic zurückkehren würde, aber oh boi, das Leben ändert sich schnell, haha.

    Jedenfalls - ich befinde mich in einer Beziehung mit einem Partner, der nun doch schon ein paar Jährchen älter ist als ich. Ich bin fast 20 (1998), mein Partner wird morgen 26 (1992). Zwischen uns liegen also gut sechs Jahre Altersunterschied.

    Vielleicht das wichtigste vorne weg zuerst. Ich bin wahnsinnig glücklich mit diesem Mann, und er hat mir in unserer Beziehung und der Zeit, die wir nun schon gemeinsam miteinander geteilt haben, niemals das Gefühl gegeben, dass er die Jahre, die zwischen uns beiden liegen, in irgendeiner Form ausnutzen würde. Wobei mein Partner da sowieso eher ein Fall für sich ist - bis ich in sein Leben kam, hatte er noch nie eine Beziehung, keinen Sex, und auch eher wenig Kontakt mit Frauen und Mädchen an sich. Ich bin da durch meine erste Beziehung schon erfahrener. Weiterhin lebt er noch bei seinen Eltern (Studium und so), während ich bereits auf eigenen Beinen stehe und in meiner eigenen Bleibe lebe. Insofern würde ich also durchaus sagen, dass ich ihm in manchen Dingen sogar voraus bin, und viele Erfahrungen im Leben gemacht habe, die er so vielleicht noch nicht gemacht hat. Wir stehen meiner Meinung nach auf einer gleichen Stufe - wir sind beide noch eher unentschlossen, was wir aus unserem Leben machen wollen und arbeiten darauf hin uns selbst zu finden, wir haben noch keine in Stein gemeißelten Pläne für unser Leben. Und, und das finde ich am wichtigsten, wir haben sehr ähnliche, ja eigentlich schon dieselben Wert- und Moralvorstellungen.


    Was habe ich persönlich durch diesen Altersunterschied bis jetzt lernen können? Der nervigste und anstrengendste Part sind die Leute, die nicht nachfragen, sondern direkt judgen. Mein Vater beispielsweise ist total cool damit, dass mein Freund sechs Jahre älter als ich ist, er hinterfragt zwar ab und zu, so wie Eltern das eben machen, wie es mir geht, wie er mich behandelt, und ob ich mir eine Zukunft mit diesem Mann vorstellen könnte, aber im Großen und Ganzen sieht mein Vater (und seine Lebensgefährtin, die für mich eine freundschaftliche Rolle einnimmt) die sechs Jahre als vollkommen in Ordnung an. Die Eltern meines Partners hingegen - persönlich hab ich sie noch nicht kennengelernt, das kommt nächsten Monat, wenn ich hoffentlich in London bin und ihn besuche - haben, als er zum ersten Mal von uns gesprochen hat, eher ... belustigt reagiert? Mir fällt der Name gerade nicht ein, aber sie haben scheinbar einen Slangbegriff/ein Wort benutzt, das Männer bezeichnet, die sich ausschließlich jüngere Damen suchen. Fand das tbh eher weniger amüsierend. Klar, viele junge Mädchen, die sich in einen älteren Mann verlieben, möchten glauben "Ich bin die eine", "Ich bin reifer als alle anderen in meinem Alter!", aber ganz ehrlich, mein Freund ist nicht auf der durchschnittlichen Stufe, die die meisten Mittzwanziger erreicht haben, und ich bin meinen Altersgenossen umgekehrt schon um einiges voraus.


    Um meine Eindrücke und Gedanken vielleicht etwas zusammen zu fassen - eine Beziehung, in der ein Altersunterschied besteht, ist auf den ersten Blick erst einmal eine ganz "normale" Beziehung. In jeglicher Art von romantischer Beziehung sind, zumindest meiner Meinung und Erfahrung nach, vor allem Ehrlichkeit und Kommunikation absolut unverzichtbar. Damit meine ich, dass man sich, den Partner und die Beziehung auch einmal ohne rosarote Brille gemeinsam betrachten und hinterfragen kann. Bei vielen Leuten habe ich das Gefühl, dass man sich gleich ungeliebt fühlt, wenn der Partner das offene, ehrliche Gespräch sucht, und sagt, was ihm auffällt, ihn vielleicht sogar stört und welche Konsequenzen und Ängste er dadurch wachsen sehen kann. Es kostet viel Vertrauen und Liebe um sich überhaupt so zu unterhalten, sich zu öffnen und seine Gedanken und Gefühle zu teilen finde ich. Ernsthafte Gespräche, in denen man über seine eigenen Ängste, Bedürfnisse, Sorgen und Sehnsüchte spricht, sind intim und man riskiert immer auch ein bisschen verletzt zu werden, nicht verstanden oder gar zurückgestoßen zu werden. Insofern - wenn man sich in der Beziehung aufrichtig liebt, völlig gleich wie viele Jahre da dazwischen liegen mögen, spielen Manipulation und Kontrolle keine Rolle. Oder zumindest sollten sie es nicht. Wenn man also in einer Beziehung mit großem Altersunterschied ist, sollte man immer die Option haben, mit dem Partner offen über Ängste und Sorgen zu sprechen. Eine Red Flag wäre demnach also, wenn man nicht ernst genommen wird, der Partner die Sorgen und Ängste nicht anerkennt oder gar herabspielt. Jede Beziehung kommt auch mit Problemen und Herausforderungen, und diese sollte man immer artikulieren und angehen dürfen.

    Hi, ich mach hier mal auf Moralapostel weil ich aktuell selbst wieder in einer LDR bin, hoffe das ist okay. Ich hab mir deine Posts jetzt mehrfach durchgelesen, und in deiner Beziehung sehe ich beidseitig sehr viele Red Flags, und im Folgenden will ich daher mal bisschen auseinander nehmen, welchen Eindruck ich bislang habe und dir außerdem darlegen, wie ich verschiedene Probleme handhabe.


    First of all - irgendwie habe ich das Gefühl, dass bei euch beiden Kommunikation nicht wirklich effektiv vonstatten geht. Was meine ich damit? In einer Fernbeziehung ist Kommunikation quasi alles was du hast, Kommunikation ist tbh sogar der Faktor, den ich an LDR's so schätze. Weil man eben nicht die Möglichkeit hat Problemen aus dem Weg zu gehen, indem man sie ignoriert und die Zeit anderweitig (Dates, raue Mengen Sex, "chillen") verbringt, die rosarote Brille aufhat und den anderen erst sehr langsam kennenlernt,

    Man kann mehr oder weniger "nur" reden zwischen den regelmäßigen Treffen, und wenn man Kommunikation und Konversation richtig angeht, kann (!) eine ehrliche, intime und emotionale Beziehung wachsen und gedeihen.

    Doch egal ob wir jetzt von Fernbeziehungen oder "normalen" Beziehungen reden - Kommunikation muss ehrlich sein, und wenn man Konflikten gegenübersteht hilft es sehr, nicht einfach Anschuldigungen zu machen, zu weinen, gar zu schreien, die Nerven zu verlieren und sich zu ignorieren. Damit will ich nicht sagen, dass du und dein Partner das per se auch tun, will's nur mal generell in den Raum stellen. Wenn mein Partner etwas getan hat, das mich emotional im negativen Sinne bewegt, versuche ich primär erstmal nicht auszurasten. Warum auch? Ich liebe diesen Mann, er liebt mich auch, und auch wenn er etwas getan hat, was mir wehtut, möchte ich a) seine Meinung, seine Gedanken ("Warum hat er dieses und jenes getan/gesagt?") verstehen, b) nicht unbedingt ein emotional geladenes Gespräch, einen Streit, riskieren, nur weil ich für einen Moment verletzt, wütend, traurig bin, und c) an unserer Beziehung arbeiten, damit so etwas nicht unbedingt nochmals passiert. Ich weiß, dass wenn wir ehrlich miteinander reden und unsere Gefühle artikulieren können, unsere Beziehung langfristig davon profitieren kann.

    tl;dr: Ihr müsst zwangsläufig an eurer Kommunikation arbeiten, beide vielleicht einfach mal lernen ein bisschen Distanz zu den eigenen Gefühlen zu nehmen, und ehrlich und ohne Anschuldigungen ("Dich interessiert es nie, wie es mir geht!" "Du machst das nur, weil ...!" etc.) miteinander reden. Sich Zeit für den anderen nehmen. "Wir müssen reden" klingt sehr häufig dramatisch, ja. Ich präferiere "Können wir später über etwas reden, das mich beschäftigt?". Das adressiert das Problem nicht direkt, klingt aber auch nicht nach "Ich mache jetzt Schluss mit dir!"


    Weiterhin möchte ich dir, und auch deinem Partner, ans Herz legen, euch zu fragen, was ihr von dieser Beziehung und dem jeweils anderen erwartet. No offense, aber wenn du von dir aus bereits sagen kannst, dass ihr (Post #1206) Kommunikationsprobleme habt und schon oft darüber gesprochen habt, ist vielleicht doch ein größeres Problem im Raum. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern - ich hoffe mal ich täusche mich nicht, das wäre sonst arg peinlich, lol - dass du vor einigen Monaten bereits hier bezüglich deines Partners unterwegs warst, scheinbar stand sogar Verlobung im Raum? Ich sehe da also definitiv einen Wandel in der Beziehung, der "Zucker", die rosarote Brille scheint sich langsam zu lösen, und genau hier liegt ein großes Problem - wenn man von Anfang an nicht "effektiv" (im Sinne von: "Wir reden jetzt mal nicht darüber wie wunderbar der andere ist und wie toll die Beziehung ist und wie sehr man sich liebt, sondern wir nehmen uns mal Zeit gemeinsam zu gucken was wir uns wünschen, was gut läuft, was nicht gut läuft, welche Beobachtungen man gemacht hat und welche Probleme man potenziell aufgrund besagter Beobachtungen aktuell und in der Zukunft befürchten könnte") kommuniziert hat, liebevoll aber kritisch hinterfragt hat, wer der andere wirklich ist, hat man vielleicht über diese Honeymoonphase hinweg ein falsches Bild vom anderen aufgebaut, und ist nun, nachdem diese Frühlingsgefühle weg sind, mit der harten Realität konfrontiert, dass der andere, den man für ach so perfekt gehalten hat, doch alles andere als perfekt ist, und sogar Seiten hat, mit denen man langfristig vielleicht nicht klarkommen kann und will. In diesem Sinne - bitte evaluiere für dich, ob dieser Partner wirklich der Mann ist, mit dem du zusammen sein willst, frag dich ob diese Beziehung für dich (und ihn) eine realistische Zukunft hat, frag dich, ob ihr beide reif und stark genug seid, um mit dem jeweils anderen an Problemen und Problembewältigung zu arbeiten, und frag dich außerdem, mit welchen Problemen du in diese Beziehung gekommen bist. Ich merke, wie sehr dich sein Verhalten beim gemeinsamen Zocken verletzt, und du tust nur gut daran, dich zu fragen, warum dich das überhaupt so triggert.


    In diesem Sinne - ich wünsche dir und deinem Freund alles Gute und ich hoffe, dass ihr die Möglichkeit habt, an eurer Beziehung und euren Problemen zu arbeiten, ich hoffe ihr könnt ein ehrliches, bodenständiges und zukunftsorientiertes Gespräch führen.


    Hier mal übrigens noch besagte Red Flags, damit du ganz genau nachvollziehen kannst, was ich an eurer Beziehung alarmierend finde.

    Ich finde es auch nicht so toll, wenn man seinen Kindern diese Moral vorlebt. Und hey, es ist nicht jeder so ein Naturtalent, wie Phil de Mon, es gibt genug Kinder, die jeden Tag bitter nötig haben. Mit 16/17 können das sicherlich schon einige selbst entscheiden, aber mit z.B. 9? Da ist es gut, dass es mal einen auf den Deckel gibt.

    Muss aber dazu sagen, dass man Kinder auch nicht "dazu zwingen" kann, sich in der Schule anzustrengen. Klar KANN Anwesenheit etwas bringen, aber du wirst an den Leistungen und den Talenten von Kindern nichts ändern, wenn sie physisch aber nicht psychisch anwesend sind, wenn du verstehst was ich meine. Deinen Punkt kann ich durchaus nachvollziehen, und nachdem die Freundin meines Vaters selbst Grundschulkonrektorin und -lehrerin ist, empfinde ich die Schulpflicht als durchaus wichtig und essenziell, ich sehe und höre ja, was an Schulen so abgeht, an der tatsächlichen Moral der Kinder, die "jeden Tag bitter nötig haben", kann man auch mit einem Gesamtschnitt von 0 Fehltagen am Ende des Jahres wenig ändern.

    Vorne weg - folgt keiner bestimmten Reihenfolge, ich kann mich immer für nichts entscheiden quasi.


    Ich will hier jetzt ja niemandem auf den Schlips treten, aber Äußerungen wie "ja, sei froh, dass du keinen Kontakt mehr hast, so ne oberflächliche Frau hast du eh nicht verdient", sind der Grund, warum das Mädchen vermutlich nicht mal gesagt hat "sorry, ich find dich ja ganz nett, aber ich möchte offengestanden keinen behinderten Mann daten/du siehst nicht ganz gesund aus, kann es sein, dass du behindert oder anderweitig erkrankt bist?", sondern direkt den Blockierbutton gedrückt hat. Eben weil man sich von manchen Leuten dann als schlechten Menschen darstellen lassen muss.
    First of all - ich bin keine Expertin und ich will dich hier auch sicherlich nicht beleidigen, aber ICH PERSÖNLICH, ohne dich jetzt angreifen zu wollen, finde schon, dass man dir ansieht, dass du "irgendwas" hast. Was genau kann ich eben nicht sagen, man sieht aber, dass du nicht kerngesund bist. So. Das aber mal ganz beiseite gelassen.


    Der erste Grund, warum du dich daran gar nicht so sehr aufhängen solltest, ist die Tatsache, dass jeder Mensch einen "Typen" hat. So wie du vielleicht kleine Asiatinnen mit braunen Augen sehr anziehend und sinnlich findest, finde ich wiederum große, sportliche Männer mit Brille und wahlweise Bart begehrenswert. Lassen wir also deine Behinderung und die Frage, ob sie das anhand des Bildes erkennen konnte oder nicht, mal ganz kurz außer Frage. Vielleicht warst du einfach nicht ihr Typ. Menschliche Sexualität ist manchmal komisch, und wir finden aufgrund vieler Abläufe im Hirn, die ich so alle gar nicht benennen kann, manche "Menschentypen" sowohl charakterlich, wie gerade auch optisch, einfach deutlich anziehender als andere. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, und das ist auch wirklich nichts, woran man sich den Kopf zerbrechen sollte. Unter der Prämisse, dass du einfach nicht ihr Typ warst, ist das Blockieren vielleicht trotzdem nicht arg so nett, aber deal with it, so läuft es auf etlichen Seiten ab. "Keine Antwort von mir - kein Interesse an dir."
    Und falls sie, Grund zwei, wirklich erkannt hat, dass du behindert bist, ist sie trotzdem noch kein schlechter Mensch. Dafür gibt es zwei Argumente/Denkweisen, die ich dir hier mal schildern will.
    Einerseits hast du ihr vorne weg etwas wichtiges vorenthalten - du bist behindert. Du hast es nicht für eine große Sache gehalten und klar, im Endeffekt entscheidest du selbst, wie viel du einer fremden Person von dir preisgeben magst, aber seh es bitte mal so, dass eine derartige Einschränkung deiner Lebens- und eventuellen Beziehungsumstände, nicht so etwas ist, was man vor einem potenziellen Partner (warst du explizit auf Partnersuche unterwegs oder verlief dieses Gespräch in die Richtung?) geheimhalten sollte. So etwas kann deinen Gesprächspartner wahnsinnig aus der Bahn werfen. Behinderungen bedeuten immer Einschränkungen, je nach Grad und betroffenem Feld. Das ist einfach so. Ich wüsste als leidenschaftliche Sportlerin auch gerne, ob ich mit einem Mann zusammen komme, der mich niemals auf meine Touren durchs Gelände begleiten kann. Oder ob ich auf Besuche seinerseits verzichten müsste, weil ich im vierten Stock ohne Aufzug lebe. All solche kleinen Dinge bedeuten langfristige Einschränkungen falls es doch zu einer Beziehung kommt. Und schon alleine aus Respekt wenn man wirklich auf Partnersuche ist, sollte der andere von vornherein wissen, auf was er sich konkret einlässt.
    Und der zweite Punkt, aus dem ich das sehe, ist einfach die Tatsache, dass man nicht automatisch eine "oberflächliche Bitch" ist, nur weil man keinen behinderten Menschen daten oder näher kennenlernen will. Freunde sind, wie man immer so schön sagt, die Familie, die man sich nicht aussuchen kann, und wenn man aktiv vielleicht - wie gesagt, ich weiß nicht genau wo ihr euch getroffen habt, ich gehe wirklich mal von direkter/indirekter Partnersuche aus - wirklich sucht, hat man, und nochmal, das ist ganz normal und nachvollziehbar, eine gewisse Vorstellung wen und was man genau sucht. Wenn man einfach nicht angezogen wird oder abgeschreckt wird, ist es halt so. Beziehung heißt viel Verantwortung, und Menschen mit Handicap und Einschränkung bedeuten einfach nochmal mehr Verantwortung, weil man anders umdenken muss. Ich kann mir vorstellen, dass eine derartige Zurückweisung unschön ist, aber im Endeffekt hast du nichts verloren. Du weißt jetzt für die Zukunft, dass du so etwas potenziell vielleicht vorher sagen solltest und abklären musst, ob dein Gegenüber das auch so möchte. Ich hab selbst neulich eine richtig süße und liebenswerte Frau kennengelernt, die nicht sprechen kann, und sie hat mich locker in jedem Discordcall (ich rede, sie schreibt) gefragt, ob mir das auch ja nicht unangenehm ist. Ich wusste das schon seitdem ich sie kenne, und komme super damit klar, ich habe sogar begonnen Zeichensprache zu lernen. Aber ich wusste eben, worauf ich mich einlasse, ich wurde davon nicht "überrascht", ich habe bewusst entschieden, weiterhin zu texten. Genauso hätte ich aber auch das Recht gehabt zu sagen "ne, sorry, das wäre mir mega unangenehm". Lass dein Selbstbewusstsein nicht durch so etwas aus der Bahn geraten. Einfach cool bleiben und weiter versuchen.

    @Acario be se change yu want to see in se world - Ghanti Obama
    Hi na, ich hab 2011 bis 2013 mein Profil mit ganz vielen Cringe-Zitaten, die man relativ häufig auf den Instagram- und Facebook-Profilen von jungen Mädchen im Alter bis gut 16 Jahren findet, gefüllt. War ich edgy? Hell yes. Waren die Zitate die perfekte Reflexion meiner Edgyness? Hell yes. Ich erlaube mir jetzt also mal ein bisschen Spaß, und nehme ein paar meiner most used quotes 2011-2013 auseinander.


    » Du kannst niemanden wirklich aufrichtig lieben, wenn du dich selbst nicht lieben kannst.«
    Grundlegend mag manches an diesem Spruch sicherlich wahr sein - aber jemand, der quasi 24/7 darüber redet, wie beschissen sein Leben und seine Persönlichkeit ist, umgekehrt aber nichts daran ändern möchten, gibt sicherlich keinen guten Partner ab. Ich denke, dass ich für die meisten spreche, wenn ich sage, dass ein stabiler Partner, ein stabiler Mensch, an den man sich anlehnen kann, und auf den man sich verlassen kann, sehr viel attraktiver und liebenswerter ist, als jemand, den man "heilen" und "retten" muss. Ja, ich wurde selbst mit Depression diagnostiziert, aber ich finde es ekelhaft wie diese ernstzunehmende Krankheit - und generell schwerwiegende Probleme, die das Selbstwertgefühl beeinflussen - teilweise romantisiert werden, und manche Menschen echt meinen, man kann "mit meiner Liebe deine Krankheit heilen!". Das ist Quatsch. Zu einer Behandlung gehört so viel mehr als das.
    Anyways, zurück zum Thema - umgekehrt denke ich aber, dass gerade Menschen, die ein bisschen mit sich selbst kämpfen, Liebe nicht nur verdient haben, sondern sie auch dringend brauchen. Jemand, der ihnen zeigt, dass sie liebenswerte Seiten an sich haben, und dass sie jemanden haben, auf den sie sich verlassen können, der sie auffängt und wachrüttelt, wenn sie zweifeln. Wir alle möchten geliebt werden - kommt mir jetzt nicht mit eurem Edgelord Dasein an, werft euren Scene Pony über euer linkes Auge und sagt mir, dass ihr keine Liebe braucht, danke - und es ist nichts schöner, als jemanden zu haben, der uns nicht liebt, "obwohl" wir sind wie wir sind, sondern der uns liebt gerade weil wir sind wie wir sind. Insofern - man muss nicht vor Selbstbewusstsein strotzen und der coolste Hengst auf dem Ponyhof sein, umgekehrt sollte man aber auch ein stabiles Level erreicht haben, bevor man sich auf ein derartiges komplexes, verantwortungsvolles Beziehungsgestrüpp wie eine Beziehung stürzt.


    » Die Zeit heilt alle Wunden. «
    EXCUSE ME???
    lol, nein. Meine Mom und mein Dad sind seit 2 Jahren getrennt, und sie ist immer noch in einem Mindset, in dem sie denkt, dass sie ihn zurückbekommen kann. Sie konnte sich ja auch nicht von ihrem Ex lösen, der seit 20 Jahren tot ist. Freilich mag eine Genesung welcher Art auch immer mit Geduld einhergehen, aber Menschen, die etwas wirklich Schlimmes, ein Trauma sogar, erlebt haben, brauchen dringend Hilfe, in welcher Form auch immer. Und auch solche, die einfach nicht loslassen können. Oder wollen.


    "Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg auch keinem andern zu!" /
    „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“

    Darauf wollte ich noch eingehen, um dem Thema auch ein bisschen Genüge zu tun - an sich finde ich, dass schon etwas dran ist, wie man andere behandelt. Ich finde einfach, dass Menschen, die hilfsbereit und zuvorkommend sind, eine ganz einzigartige Ausstrahlung haben. Ich selbst bin ein naiver, dummer Mensch und verschwende meine Energie an "tote" Pferde, ich gehe umgekehrt ein, wenn ich nicht ich selbst sein kann - umsorgend, liebend, zuvorkommend, unterstützend. Und auch wenn ich nicht immer bekommen habe, wonach ich gestrebt habe, so habe ich immer das Gefühl gehabt, etwas bewegt zu haben, durch meine Zeit, meine Hand, mein offenes Ohr, meinen Rat. Es ist einfach ein schönes Gefühl, ein netter Mensch zu sein, auch wenn das jetzt ein wenig albern klingen mag, haha. Menschen, die viel Liebe geben, bekommen in vielen Fällen auch viel zurück. Man darf sich nur nicht ausnutzen lassen.

    Nun, ich werde Ende dieses Jahres mit meinem Freund zusammen ziehen und der Fakt ist, wir ziehen in eine kleinere Stadt, ruhig gelegen. Kaum Autos, kaum Menschenmassen. Für uns Beide ist klar: Wir wollen unsere Ruhe und einfach nur zu Zweit ein wenig Zeit verbringen, ohne uns mit lauten und nervigen Dingen auseinander setzen zu müssen. (Meine Katzen davon mal kurz ausgeschlossen :D)
    Ich möchte halt gerne in eine noch ruhigere Gegend, als es mein jetziger kleiner Wohnort ist. :3 Ruhe ist mir sehr wichtig.

    Aye, Gratz dass du und dein Freund zusammenziehen, und dir deine/eure zukünftige Heimat besser gefällt, als deine aktuelle. Trotzdem mag ich mal ganz eben was dazu sagen, was mir persönlich aufgefallen ist, nachdem ich lange Zeit mit meinem Freund quasi auf dem hinterletzten Kuhkaff in ganz Bayern gelebt habe: Ruhe hat auch seinen Preis. Deine und meine Vorstellung von Ruhe mögen obvs auseinander gehen, klar, aber für mich heißt Ruhe "Wald, Wiese, noch mehr Wald und dahinter noch ein kleiner Teich". Eben Kuhfkaff. Keinen Plan, wie alt du bist, ich bin sehr schlecht in Schätzungen, bei denen ich lediglich schriftliche Artikulation als Maßstab habe, und vielleicht bist du ja auch ein hardcore Buschkind und du findest es total super dich durchs Gebüsch zu kugeln. Ich liebe den Wald, die Natur, ich bin zwar in Nürnberg, einer Metropole für bayrische Verhältnisse, aufgewachsen, mit elf Jahren bin ich dann in ein Kuhkaff mit 450 gezogen. 2014 zog meine Familie dann in ein noch kleineres Örtchen mit gut 200 Einwohnern. Minus Kühe, wohlgemerkt, haha. Die Natur ist wunderschön und ich vermisse sie sehr seitdem ich nicht mehr dort wohne. Dennoch würde ich maximal wieder in eine mittlere Kleinstadt zurückziehen.


    Jedenfalls - wenn du ein Landmensch bist, ist das selbstverständlich super, aber Landleben heißt eben manchmal auch Langweile und Einschränkungen. Seit Januar wohne ich in Erfurt, 300.000 Einwohner, gut halb so viele Einwohner wie Nürnberg, und das Thüringer Becken, in dem Erfurt liegt, ist quasi eine Salatschale, so grün ist es hier. Ich merke nach dem Wechsel in die Stadt einfach wieder, wie viel das Land nicht bieten kann - Sport, Freizeit, Kultur. Ja, Dorffeste sind lustig, aber ich finde eine große Kirchweih dann schon n bisschen geiler, als die Bauernfiesta im Nachbarkuhstall bei Bauer Horst und seiner Familie. Und das meine ich so trocken, wie das klingen mag. Und gerade was Konsum angeht hast du in der Stadt viel mehr, ich bin quasi Dauerkundin in der Buchhandlung oder im Merchandise Store hier im Kaufhaus gut 15 Minuten weg. Oder das Fitnessstudio, uff. Sowas gabs in meinem kleinen Kaff, und auch nicht in den umliegenden Städten, nicht.

    So, ich gebe dann mal meinen Senf dazu.


    Ich wurde selbst vor gut vier Jahren mit Depression, damals noch manischer Ausrichtung, diagnostiziert. Meine Mutter ist narzisstisch und kontrollsüchtig, mein Dad leidet unter Posttraumatischer Belastungsstörung, sowie einer schweren Depression. Meine Großmutter soll auch schwer depressiv gewesen sein, letztendlich hat sie das auch ihr Leben gekostet.
    Ich befinde mich in Therapie, habe vieles in meinem Leben umgestellt und bin inzwischen an einem Punkt, an dem ich von mir selbst sagen würde, dass ich stabil bin. In meinen Jahren seit der Diagnose bin ich vielen sehr verständnisvollen Menschen begegnet, leider aber auch eben jenen, die nicht empathisch genug sind, um sich in die Krankheit (bzw in die Krankheiten) hineinzuversetzen. Warum auch? Man sollte dankbar sein, wenn man quasi kerngesund ist, mental wie physisch. Depression ist, zumindest meinem Empfinden nach, absolut komplex, verwirrend, eigenartig und befremdlich, und es gab Tage, da habe ich mich vor mir selbst gefürchtet. Kein Wunder, dass man ohne große Erfahrung nicht weiß, wie wesensverändernd und schwierig Depression auf den Betroffenen wirken kann. Und dann ist da noch die Glorifizierung diverser Krankheiten - dazu zählen auch Essstörungen - in Social Media. Posts, in denen Menschen pseudodeepe Zitate veröffentlichen, als Whatsappstatus "ich wär doch besser einfach tot" setzen, oder gar ihre SVV Wunden als Profilbild benutzen. Oder diese ProAnorexia und ProBulemia Blogs auf tumblr.
    Man bekommt durch die Medien, die Jugendliche wählen um Austausch über ihr Leben zu führen, eben den Eindruck, dass manches nur Modeerscheinung ist. Und mal ganz nebenbei, die meisten Menschen haben im Internet schon hundertfach eine Selbstdiagnose gestellt. Meine Angina von vor sechs Monaten war gar keine Angina, sondern Kehlkopfkrebs, wenn ich dem schlauen Internetartikel glauben darf. Demnach gibt es sicherlich auch Menschen, die sich selbst als depressiv bezeichnen, obwohl vielleicht ganz andere Probleme oder Erkrankungen vorliegen, nur weil sie einen kleinen Test im Netz gemacht haben.


    Fakt ist einfach, dass es durchaus Gründe hat, warum manche Menschen eher wenig Verständnis oder Empathie bei psychischen Erkrankungen haben. Trotzdem wünsche ich mir von der Gesellschaft, dass auf dieser Ebene weitergeforscht und vor allem -geholfen wird. Die Wartelisten für Therapieplätze sind schier unendlich lang, und manchmal mag es so scheinen, als reichen die 50 Minuten Gespräch beim Psychologen, Psychiater oder Psychotherapeuten nicht um all den Kummer aufzuarbeiten.


    Ich kann nicht für alle Erkrankten sprechen, das steht mir auch nicht zu, und ich bin obvs auch kein Arzt, aber meiner eigenen, ganz persönlichen Erfahrung nach, muss man auch zur Genesung und Besserung bereit sein. Alle besprochenen Skills, Übungen und Mindsets bringen halt nichts, wenn man sich letztendlich weigert all das umzusetzen, sobald man bei dem Psychologen raus ist. Mehr rausgehen, Sport treiben, unter Menschen mischen, das alles sind Dinge, die man bei vielen Krankheitsbildern rät, und auch wenn es Fälle geben mag, die noch weit davon entfernt sind das überhaupt umsetzen zu KÖNNEN, so gibt es einfach Leute, die sich ein bisschen aufrappeln müssen. Demotivation ist ein Grab, und die Depression hat mir quasi einen ganzen Friedhof gegraben, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man sich bereit fühlt, aus der tiefen Kuhle zu krabbeln und vielleicht doch eine andere Perspektive auf das Leben zu bekommen. Klar, das erste Mal Fitnessstudio ist scheiße, und die ersten vier Wochen auch, aber dann kommt irgendwann ein Zeitpunkt, wo man merkt "oh, ich bin etwas wert, ich forme meinen Körper, ich bestimme selbst über mich und ich werde für Arbeit auch belohnt!". Man muss Erfolgsmomente annehmen, wenn sie kommen, und man muss imo manchmal einfach lernen, sich daran zu erfreuen, als sie wirklich zu hinterfragen. Jeder Mensch, der sich "krank" und einfach anders fühlt, sollte Hilfe suchen, wenn er das Gefühl hat, dass er sie benötigt. Umgekehrt muss er diese Hilfe dann aber auch annehmen, so unangenehm der Weg, der sich dann auftut, auch sein mag. Genesung und ein Weg aus der Depression ist, soweit ich das beurteilen mag, jede Hingabe wert, und trotz der Depression, die da ganz tief in mir wohnt, liebe ich mich und mein Leben heute mehr denn je.

    Plus: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Also ist es meiner Meinung nach fahrlässig gewesen, dass sie die Mutter nicht ins Krankenhaus überwiesen hat. :x

    Deiner Meinung nach. Genau das ist halt das Problem. Was ist wenn die Ärztin davon ausging, dass ihre Mutter nur in den Wechseljahren war und durch die krassen Hormonänderungen starke Regelblutung hat? So wie ich das lesen kann hatte die Mutter explizit über Regelblutung geklagt. Und ohne zu tief ins Detail gehen zu wollen, weil Menstruation echt eklig sein kann - imo ist da schon ein Unterschied, ob man aus der Gebärmutter BLUTET, oder ob man halt MENSTRUATION hat, man verliert ja in den meisten Fällen nicht nur Blut. Keine Ahnung, welche Diagnose letztendlich hier vorlag, aber weder du, noch die allermeisten Threadpostenden hier sind tatsächlich Ärzte und können die Erfahrung und den Wissensstand der Ärzte wirklich nachvollziehen. Was ist, wenn sie schon hunderten von Frauen auf diese Art und Weise eine korrekte Diagnose gestellt hat?

    Ja ist wirklich so. Leider Gottes ist sie auch noch die einzige Frauenärztin in meiner Nähe, also ich muss auch noch zu der hingehen...
    Gott sei Dank ziehe ich bald weg.
    Das Vertrauen zu der ist einfach bei -100.....
    Ich kann nicht glauben dass sowas heutzutage noch passiert... manche Ärzte müssen doch merken, wann sie lieber in Rente gehen sollten, oder aber dass sie eine Weiterbildung benötigen.
    Leider wollte meine Mutter die Frauenärztin daraufhin nicht anzeigen.....

    Ich bin weder Ärztin, noch in einem medizinischen Beruf beschäftigt, und nachdem es um deine Mutter geht, die dir offenbar sehr nahe steht, kann ich deine Wut auch verstehen, aber so kalt es klingen mag - Menschen machen Fehler. Ich bin keine Gynäkologin, und ich gehe stark davon aus, dass du auch keine bist, in dem Sinne: keine Ahnung, ob das wirklich "unübersehbar" war. Ärzte sind Menschen, und die allerwenigsten von uns können behaupten, dass sie in ihrem Beruf keinen Fehler gemacht haben. Es mag sicherlich Berufe geben, die deutlich weniger "fahrlässig" ausfallen können als medizinische Berufe, und freilich sollten Mediziner aller Art immer um Perfektion bemüht sein, aber das gelingt nicht immer. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie schwierig es sein muss, wenn ein Arzt einen Patienten aufgrund seiner Fahrlässigkeit verliert.
    Gerade heutzutage sind psychosomatische Geschichten häufiger der Fall, meine Schwester ist quasi die Meisterin der Hypochondrie, und wir sitzen manchmal dreimal die Woche beim Arzt, insofern kann ich mir im Ansatz denken, woher der Befund "sie haben zwar Schmerzen, aber da ist nichts!" rühren mag.


    Obvs ist der Thread ganz solchen Erzählungen gewidmet und ja - ich hatte auch schon merkwürdige, scheinbar beschränkte Ärzte, und wenn es um die eigene Gesundheit geht sollte man immer kritisch sein. Missverständnisse, falsche Diagnosen und Behandlungen sind gefährlich und emotional wahnsinnig aufwühlend.
    Ich hole mir regelmäßig Zweitmeinungen ein, besonders wenn es um größere Geschichten geht. Aber generell muss man sich leider (man sieht ja die Fülle dieses Themas, lel) darauf einstellen, dass Ärzte auch mal Fehler machen. Der menschliche Körper ist unheimlich komplex und einzigartig, ich habe selbst zwei Freunde/Bekannte die einmal Ärzte werden möchten, und die Materie ist so vielseitig und kompliziert, dass man quasi Respekt davor haben muss, besonders als Laie.


    An deiner Stelle würde ich vielleicht einmal schauen, ob das Krankenhaus einen Gynäkologen anbietet, oder wie weit der nächste Frauenarzt wirklich entfernt ist.