Beiträge von Meridia

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    Ich finde es auch nicht so toll, wenn man seinen Kindern diese Moral vorlebt. Und hey, es ist nicht jeder so ein Naturtalent, wie Phil de Mon, es gibt genug Kinder, die jeden Tag bitter nötig haben. Mit 16/17 können das sicherlich schon einige selbst entscheiden, aber mit z.B. 9? Da ist es gut, dass es mal einen auf den Deckel gibt.

    Muss aber dazu sagen, dass man Kinder auch nicht "dazu zwingen" kann, sich in der Schule anzustrengen. Klar KANN Anwesenheit etwas bringen, aber du wirst an den Leistungen und den Talenten von Kindern nichts ändern, wenn sie physisch aber nicht psychisch anwesend sind, wenn du verstehst was ich meine. Deinen Punkt kann ich durchaus nachvollziehen, und nachdem die Freundin meines Vaters selbst Grundschulkonrektorin und -lehrerin ist, empfinde ich die Schulpflicht als durchaus wichtig und essenziell, ich sehe und höre ja, was an Schulen so abgeht, an der tatsächlichen Moral der Kinder, die "jeden Tag bitter nötig haben", kann man auch mit einem Gesamtschnitt von 0 Fehltagen am Ende des Jahres wenig ändern.

    Vorne weg - folgt keiner bestimmten Reihenfolge, ich kann mich immer für nichts entscheiden quasi.


    Ich will hier jetzt ja niemandem auf den Schlips treten, aber Äußerungen wie "ja, sei froh, dass du keinen Kontakt mehr hast, so ne oberflächliche Frau hast du eh nicht verdient", sind der Grund, warum das Mädchen vermutlich nicht mal gesagt hat "sorry, ich find dich ja ganz nett, aber ich möchte offengestanden keinen behinderten Mann daten/du siehst nicht ganz gesund aus, kann es sein, dass du behindert oder anderweitig erkrankt bist?", sondern direkt den Blockierbutton gedrückt hat. Eben weil man sich von manchen Leuten dann als schlechten Menschen darstellen lassen muss.
    First of all - ich bin keine Expertin und ich will dich hier auch sicherlich nicht beleidigen, aber ICH PERSÖNLICH, ohne dich jetzt angreifen zu wollen, finde schon, dass man dir ansieht, dass du "irgendwas" hast. Was genau kann ich eben nicht sagen, man sieht aber, dass du nicht kerngesund bist. So. Das aber mal ganz beiseite gelassen.


    Der erste Grund, warum du dich daran gar nicht so sehr aufhängen solltest, ist die Tatsache, dass jeder Mensch einen "Typen" hat. So wie du vielleicht kleine Asiatinnen mit braunen Augen sehr anziehend und sinnlich findest, finde ich wiederum große, sportliche Männer mit Brille und wahlweise Bart begehrenswert. Lassen wir also deine Behinderung und die Frage, ob sie das anhand des Bildes erkennen konnte oder nicht, mal ganz kurz außer Frage. Vielleicht warst du einfach nicht ihr Typ. Menschliche Sexualität ist manchmal komisch, und wir finden aufgrund vieler Abläufe im Hirn, die ich so alle gar nicht benennen kann, manche "Menschentypen" sowohl charakterlich, wie gerade auch optisch, einfach deutlich anziehender als andere. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, und das ist auch wirklich nichts, woran man sich den Kopf zerbrechen sollte. Unter der Prämisse, dass du einfach nicht ihr Typ warst, ist das Blockieren vielleicht trotzdem nicht arg so nett, aber deal with it, so läuft es auf etlichen Seiten ab. "Keine Antwort von mir - kein Interesse an dir."
    Und falls sie, Grund zwei, wirklich erkannt hat, dass du behindert bist, ist sie trotzdem noch kein schlechter Mensch. Dafür gibt es zwei Argumente/Denkweisen, die ich dir hier mal schildern will.
    Einerseits hast du ihr vorne weg etwas wichtiges vorenthalten - du bist behindert. Du hast es nicht für eine große Sache gehalten und klar, im Endeffekt entscheidest du selbst, wie viel du einer fremden Person von dir preisgeben magst, aber seh es bitte mal so, dass eine derartige Einschränkung deiner Lebens- und eventuellen Beziehungsumstände, nicht so etwas ist, was man vor einem potenziellen Partner (warst du explizit auf Partnersuche unterwegs oder verlief dieses Gespräch in die Richtung?) geheimhalten sollte. So etwas kann deinen Gesprächspartner wahnsinnig aus der Bahn werfen. Behinderungen bedeuten immer Einschränkungen, je nach Grad und betroffenem Feld. Das ist einfach so. Ich wüsste als leidenschaftliche Sportlerin auch gerne, ob ich mit einem Mann zusammen komme, der mich niemals auf meine Touren durchs Gelände begleiten kann. Oder ob ich auf Besuche seinerseits verzichten müsste, weil ich im vierten Stock ohne Aufzug lebe. All solche kleinen Dinge bedeuten langfristige Einschränkungen falls es doch zu einer Beziehung kommt. Und schon alleine aus Respekt wenn man wirklich auf Partnersuche ist, sollte der andere von vornherein wissen, auf was er sich konkret einlässt.
    Und der zweite Punkt, aus dem ich das sehe, ist einfach die Tatsache, dass man nicht automatisch eine "oberflächliche Bitch" ist, nur weil man keinen behinderten Menschen daten oder näher kennenlernen will. Freunde sind, wie man immer so schön sagt, die Familie, die man sich nicht aussuchen kann, und wenn man aktiv vielleicht - wie gesagt, ich weiß nicht genau wo ihr euch getroffen habt, ich gehe wirklich mal von direkter/indirekter Partnersuche aus - wirklich sucht, hat man, und nochmal, das ist ganz normal und nachvollziehbar, eine gewisse Vorstellung wen und was man genau sucht. Wenn man einfach nicht angezogen wird oder abgeschreckt wird, ist es halt so. Beziehung heißt viel Verantwortung, und Menschen mit Handicap und Einschränkung bedeuten einfach nochmal mehr Verantwortung, weil man anders umdenken muss. Ich kann mir vorstellen, dass eine derartige Zurückweisung unschön ist, aber im Endeffekt hast du nichts verloren. Du weißt jetzt für die Zukunft, dass du so etwas potenziell vielleicht vorher sagen solltest und abklären musst, ob dein Gegenüber das auch so möchte. Ich hab selbst neulich eine richtig süße und liebenswerte Frau kennengelernt, die nicht sprechen kann, und sie hat mich locker in jedem Discordcall (ich rede, sie schreibt) gefragt, ob mir das auch ja nicht unangenehm ist. Ich wusste das schon seitdem ich sie kenne, und komme super damit klar, ich habe sogar begonnen Zeichensprache zu lernen. Aber ich wusste eben, worauf ich mich einlasse, ich wurde davon nicht "überrascht", ich habe bewusst entschieden, weiterhin zu texten. Genauso hätte ich aber auch das Recht gehabt zu sagen "ne, sorry, das wäre mir mega unangenehm". Lass dein Selbstbewusstsein nicht durch so etwas aus der Bahn geraten. Einfach cool bleiben und weiter versuchen.

    @Acario be se change yu want to see in se world - Ghanti Obama
    Hi na, ich hab 2011 bis 2013 mein Profil mit ganz vielen Cringe-Zitaten, die man relativ häufig auf den Instagram- und Facebook-Profilen von jungen Mädchen im Alter bis gut 16 Jahren findet, gefüllt. War ich edgy? Hell yes. Waren die Zitate die perfekte Reflexion meiner Edgyness? Hell yes. Ich erlaube mir jetzt also mal ein bisschen Spaß, und nehme ein paar meiner most used quotes 2011-2013 auseinander.


    » Du kannst niemanden wirklich aufrichtig lieben, wenn du dich selbst nicht lieben kannst.«
    Grundlegend mag manches an diesem Spruch sicherlich wahr sein - aber jemand, der quasi 24/7 darüber redet, wie beschissen sein Leben und seine Persönlichkeit ist, umgekehrt aber nichts daran ändern möchten, gibt sicherlich keinen guten Partner ab. Ich denke, dass ich für die meisten spreche, wenn ich sage, dass ein stabiler Partner, ein stabiler Mensch, an den man sich anlehnen kann, und auf den man sich verlassen kann, sehr viel attraktiver und liebenswerter ist, als jemand, den man "heilen" und "retten" muss. Ja, ich wurde selbst mit Depression diagnostiziert, aber ich finde es ekelhaft wie diese ernstzunehmende Krankheit - und generell schwerwiegende Probleme, die das Selbstwertgefühl beeinflussen - teilweise romantisiert werden, und manche Menschen echt meinen, man kann "mit meiner Liebe deine Krankheit heilen!". Das ist Quatsch. Zu einer Behandlung gehört so viel mehr als das.
    Anyways, zurück zum Thema - umgekehrt denke ich aber, dass gerade Menschen, die ein bisschen mit sich selbst kämpfen, Liebe nicht nur verdient haben, sondern sie auch dringend brauchen. Jemand, der ihnen zeigt, dass sie liebenswerte Seiten an sich haben, und dass sie jemanden haben, auf den sie sich verlassen können, der sie auffängt und wachrüttelt, wenn sie zweifeln. Wir alle möchten geliebt werden - kommt mir jetzt nicht mit eurem Edgelord Dasein an, werft euren Scene Pony über euer linkes Auge und sagt mir, dass ihr keine Liebe braucht, danke - und es ist nichts schöner, als jemanden zu haben, der uns nicht liebt, "obwohl" wir sind wie wir sind, sondern der uns liebt gerade weil wir sind wie wir sind. Insofern - man muss nicht vor Selbstbewusstsein strotzen und der coolste Hengst auf dem Ponyhof sein, umgekehrt sollte man aber auch ein stabiles Level erreicht haben, bevor man sich auf ein derartiges komplexes, verantwortungsvolles Beziehungsgestrüpp wie eine Beziehung stürzt.


    » Die Zeit heilt alle Wunden. «
    EXCUSE ME???
    lol, nein. Meine Mom und mein Dad sind seit 2 Jahren getrennt, und sie ist immer noch in einem Mindset, in dem sie denkt, dass sie ihn zurückbekommen kann. Sie konnte sich ja auch nicht von ihrem Ex lösen, der seit 20 Jahren tot ist. Freilich mag eine Genesung welcher Art auch immer mit Geduld einhergehen, aber Menschen, die etwas wirklich Schlimmes, ein Trauma sogar, erlebt haben, brauchen dringend Hilfe, in welcher Form auch immer. Und auch solche, die einfach nicht loslassen können. Oder wollen.


    "Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg auch keinem andern zu!" /
    „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“

    Darauf wollte ich noch eingehen, um dem Thema auch ein bisschen Genüge zu tun - an sich finde ich, dass schon etwas dran ist, wie man andere behandelt. Ich finde einfach, dass Menschen, die hilfsbereit und zuvorkommend sind, eine ganz einzigartige Ausstrahlung haben. Ich selbst bin ein naiver, dummer Mensch und verschwende meine Energie an "tote" Pferde, ich gehe umgekehrt ein, wenn ich nicht ich selbst sein kann - umsorgend, liebend, zuvorkommend, unterstützend. Und auch wenn ich nicht immer bekommen habe, wonach ich gestrebt habe, so habe ich immer das Gefühl gehabt, etwas bewegt zu haben, durch meine Zeit, meine Hand, mein offenes Ohr, meinen Rat. Es ist einfach ein schönes Gefühl, ein netter Mensch zu sein, auch wenn das jetzt ein wenig albern klingen mag, haha. Menschen, die viel Liebe geben, bekommen in vielen Fällen auch viel zurück. Man darf sich nur nicht ausnutzen lassen.

    Nun, ich werde Ende dieses Jahres mit meinem Freund zusammen ziehen und der Fakt ist, wir ziehen in eine kleinere Stadt, ruhig gelegen. Kaum Autos, kaum Menschenmassen. Für uns Beide ist klar: Wir wollen unsere Ruhe und einfach nur zu Zweit ein wenig Zeit verbringen, ohne uns mit lauten und nervigen Dingen auseinander setzen zu müssen. (Meine Katzen davon mal kurz ausgeschlossen :D)
    Ich möchte halt gerne in eine noch ruhigere Gegend, als es mein jetziger kleiner Wohnort ist. :3 Ruhe ist mir sehr wichtig.

    Aye, Gratz dass du und dein Freund zusammenziehen, und dir deine/eure zukünftige Heimat besser gefällt, als deine aktuelle. Trotzdem mag ich mal ganz eben was dazu sagen, was mir persönlich aufgefallen ist, nachdem ich lange Zeit mit meinem Freund quasi auf dem hinterletzten Kuhkaff in ganz Bayern gelebt habe: Ruhe hat auch seinen Preis. Deine und meine Vorstellung von Ruhe mögen obvs auseinander gehen, klar, aber für mich heißt Ruhe "Wald, Wiese, noch mehr Wald und dahinter noch ein kleiner Teich". Eben Kuhfkaff. Keinen Plan, wie alt du bist, ich bin sehr schlecht in Schätzungen, bei denen ich lediglich schriftliche Artikulation als Maßstab habe, und vielleicht bist du ja auch ein hardcore Buschkind und du findest es total super dich durchs Gebüsch zu kugeln. Ich liebe den Wald, die Natur, ich bin zwar in Nürnberg, einer Metropole für bayrische Verhältnisse, aufgewachsen, mit elf Jahren bin ich dann in ein Kuhkaff mit 450 gezogen. 2014 zog meine Familie dann in ein noch kleineres Örtchen mit gut 200 Einwohnern. Minus Kühe, wohlgemerkt, haha. Die Natur ist wunderschön und ich vermisse sie sehr seitdem ich nicht mehr dort wohne. Dennoch würde ich maximal wieder in eine mittlere Kleinstadt zurückziehen.


    Jedenfalls - wenn du ein Landmensch bist, ist das selbstverständlich super, aber Landleben heißt eben manchmal auch Langweile und Einschränkungen. Seit Januar wohne ich in Erfurt, 300.000 Einwohner, gut halb so viele Einwohner wie Nürnberg, und das Thüringer Becken, in dem Erfurt liegt, ist quasi eine Salatschale, so grün ist es hier. Ich merke nach dem Wechsel in die Stadt einfach wieder, wie viel das Land nicht bieten kann - Sport, Freizeit, Kultur. Ja, Dorffeste sind lustig, aber ich finde eine große Kirchweih dann schon n bisschen geiler, als die Bauernfiesta im Nachbarkuhstall bei Bauer Horst und seiner Familie. Und das meine ich so trocken, wie das klingen mag. Und gerade was Konsum angeht hast du in der Stadt viel mehr, ich bin quasi Dauerkundin in der Buchhandlung oder im Merchandise Store hier im Kaufhaus gut 15 Minuten weg. Oder das Fitnessstudio, uff. Sowas gabs in meinem kleinen Kaff, und auch nicht in den umliegenden Städten, nicht.

    So, ich gebe dann mal meinen Senf dazu.


    Ich wurde selbst vor gut vier Jahren mit Depression, damals noch manischer Ausrichtung, diagnostiziert. Meine Mutter ist narzisstisch und kontrollsüchtig, mein Dad leidet unter Posttraumatischer Belastungsstörung, sowie einer schweren Depression. Meine Großmutter soll auch schwer depressiv gewesen sein, letztendlich hat sie das auch ihr Leben gekostet.
    Ich befinde mich in Therapie, habe vieles in meinem Leben umgestellt und bin inzwischen an einem Punkt, an dem ich von mir selbst sagen würde, dass ich stabil bin. In meinen Jahren seit der Diagnose bin ich vielen sehr verständnisvollen Menschen begegnet, leider aber auch eben jenen, die nicht empathisch genug sind, um sich in die Krankheit (bzw in die Krankheiten) hineinzuversetzen. Warum auch? Man sollte dankbar sein, wenn man quasi kerngesund ist, mental wie physisch. Depression ist, zumindest meinem Empfinden nach, absolut komplex, verwirrend, eigenartig und befremdlich, und es gab Tage, da habe ich mich vor mir selbst gefürchtet. Kein Wunder, dass man ohne große Erfahrung nicht weiß, wie wesensverändernd und schwierig Depression auf den Betroffenen wirken kann. Und dann ist da noch die Glorifizierung diverser Krankheiten - dazu zählen auch Essstörungen - in Social Media. Posts, in denen Menschen pseudodeepe Zitate veröffentlichen, als Whatsappstatus "ich wär doch besser einfach tot" setzen, oder gar ihre SVV Wunden als Profilbild benutzen. Oder diese ProAnorexia und ProBulemia Blogs auf tumblr.
    Man bekommt durch die Medien, die Jugendliche wählen um Austausch über ihr Leben zu führen, eben den Eindruck, dass manches nur Modeerscheinung ist. Und mal ganz nebenbei, die meisten Menschen haben im Internet schon hundertfach eine Selbstdiagnose gestellt. Meine Angina von vor sechs Monaten war gar keine Angina, sondern Kehlkopfkrebs, wenn ich dem schlauen Internetartikel glauben darf. Demnach gibt es sicherlich auch Menschen, die sich selbst als depressiv bezeichnen, obwohl vielleicht ganz andere Probleme oder Erkrankungen vorliegen, nur weil sie einen kleinen Test im Netz gemacht haben.


    Fakt ist einfach, dass es durchaus Gründe hat, warum manche Menschen eher wenig Verständnis oder Empathie bei psychischen Erkrankungen haben. Trotzdem wünsche ich mir von der Gesellschaft, dass auf dieser Ebene weitergeforscht und vor allem -geholfen wird. Die Wartelisten für Therapieplätze sind schier unendlich lang, und manchmal mag es so scheinen, als reichen die 50 Minuten Gespräch beim Psychologen, Psychiater oder Psychotherapeuten nicht um all den Kummer aufzuarbeiten.


    Ich kann nicht für alle Erkrankten sprechen, das steht mir auch nicht zu, und ich bin obvs auch kein Arzt, aber meiner eigenen, ganz persönlichen Erfahrung nach, muss man auch zur Genesung und Besserung bereit sein. Alle besprochenen Skills, Übungen und Mindsets bringen halt nichts, wenn man sich letztendlich weigert all das umzusetzen, sobald man bei dem Psychologen raus ist. Mehr rausgehen, Sport treiben, unter Menschen mischen, das alles sind Dinge, die man bei vielen Krankheitsbildern rät, und auch wenn es Fälle geben mag, die noch weit davon entfernt sind das überhaupt umsetzen zu KÖNNEN, so gibt es einfach Leute, die sich ein bisschen aufrappeln müssen. Demotivation ist ein Grab, und die Depression hat mir quasi einen ganzen Friedhof gegraben, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man sich bereit fühlt, aus der tiefen Kuhle zu krabbeln und vielleicht doch eine andere Perspektive auf das Leben zu bekommen. Klar, das erste Mal Fitnessstudio ist scheiße, und die ersten vier Wochen auch, aber dann kommt irgendwann ein Zeitpunkt, wo man merkt "oh, ich bin etwas wert, ich forme meinen Körper, ich bestimme selbst über mich und ich werde für Arbeit auch belohnt!". Man muss Erfolgsmomente annehmen, wenn sie kommen, und man muss imo manchmal einfach lernen, sich daran zu erfreuen, als sie wirklich zu hinterfragen. Jeder Mensch, der sich "krank" und einfach anders fühlt, sollte Hilfe suchen, wenn er das Gefühl hat, dass er sie benötigt. Umgekehrt muss er diese Hilfe dann aber auch annehmen, so unangenehm der Weg, der sich dann auftut, auch sein mag. Genesung und ein Weg aus der Depression ist, soweit ich das beurteilen mag, jede Hingabe wert, und trotz der Depression, die da ganz tief in mir wohnt, liebe ich mich und mein Leben heute mehr denn je.

    Plus: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Also ist es meiner Meinung nach fahrlässig gewesen, dass sie die Mutter nicht ins Krankenhaus überwiesen hat. :x

    Deiner Meinung nach. Genau das ist halt das Problem. Was ist wenn die Ärztin davon ausging, dass ihre Mutter nur in den Wechseljahren war und durch die krassen Hormonänderungen starke Regelblutung hat? So wie ich das lesen kann hatte die Mutter explizit über Regelblutung geklagt. Und ohne zu tief ins Detail gehen zu wollen, weil Menstruation echt eklig sein kann - imo ist da schon ein Unterschied, ob man aus der Gebärmutter BLUTET, oder ob man halt MENSTRUATION hat, man verliert ja in den meisten Fällen nicht nur Blut. Keine Ahnung, welche Diagnose letztendlich hier vorlag, aber weder du, noch die allermeisten Threadpostenden hier sind tatsächlich Ärzte und können die Erfahrung und den Wissensstand der Ärzte wirklich nachvollziehen. Was ist, wenn sie schon hunderten von Frauen auf diese Art und Weise eine korrekte Diagnose gestellt hat?

    Ja ist wirklich so. Leider Gottes ist sie auch noch die einzige Frauenärztin in meiner Nähe, also ich muss auch noch zu der hingehen...
    Gott sei Dank ziehe ich bald weg.
    Das Vertrauen zu der ist einfach bei -100.....
    Ich kann nicht glauben dass sowas heutzutage noch passiert... manche Ärzte müssen doch merken, wann sie lieber in Rente gehen sollten, oder aber dass sie eine Weiterbildung benötigen.
    Leider wollte meine Mutter die Frauenärztin daraufhin nicht anzeigen.....

    Ich bin weder Ärztin, noch in einem medizinischen Beruf beschäftigt, und nachdem es um deine Mutter geht, die dir offenbar sehr nahe steht, kann ich deine Wut auch verstehen, aber so kalt es klingen mag - Menschen machen Fehler. Ich bin keine Gynäkologin, und ich gehe stark davon aus, dass du auch keine bist, in dem Sinne: keine Ahnung, ob das wirklich "unübersehbar" war. Ärzte sind Menschen, und die allerwenigsten von uns können behaupten, dass sie in ihrem Beruf keinen Fehler gemacht haben. Es mag sicherlich Berufe geben, die deutlich weniger "fahrlässig" ausfallen können als medizinische Berufe, und freilich sollten Mediziner aller Art immer um Perfektion bemüht sein, aber das gelingt nicht immer. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie schwierig es sein muss, wenn ein Arzt einen Patienten aufgrund seiner Fahrlässigkeit verliert.
    Gerade heutzutage sind psychosomatische Geschichten häufiger der Fall, meine Schwester ist quasi die Meisterin der Hypochondrie, und wir sitzen manchmal dreimal die Woche beim Arzt, insofern kann ich mir im Ansatz denken, woher der Befund "sie haben zwar Schmerzen, aber da ist nichts!" rühren mag.


    Obvs ist der Thread ganz solchen Erzählungen gewidmet und ja - ich hatte auch schon merkwürdige, scheinbar beschränkte Ärzte, und wenn es um die eigene Gesundheit geht sollte man immer kritisch sein. Missverständnisse, falsche Diagnosen und Behandlungen sind gefährlich und emotional wahnsinnig aufwühlend.
    Ich hole mir regelmäßig Zweitmeinungen ein, besonders wenn es um größere Geschichten geht. Aber generell muss man sich leider (man sieht ja die Fülle dieses Themas, lel) darauf einstellen, dass Ärzte auch mal Fehler machen. Der menschliche Körper ist unheimlich komplex und einzigartig, ich habe selbst zwei Freunde/Bekannte die einmal Ärzte werden möchten, und die Materie ist so vielseitig und kompliziert, dass man quasi Respekt davor haben muss, besonders als Laie.


    An deiner Stelle würde ich vielleicht einmal schauen, ob das Krankenhaus einen Gynäkologen anbietet, oder wie weit der nächste Frauenarzt wirklich entfernt ist.

    Schon doof, wenn man als Support dann gar nicht mehr mit seinem AD kommunizieren kann :c Und wenn ich schon mal im Spiel drin bin und jedes 2. Match vom Chat genervt bin, hab ich langfristig keine Lust mehr.

    Tbh, ich bin auch Supportmain, und ich mache einfach folgendes - jeden anderen Spieler außer dem ADC (und anderen kooperativen Leuten, wie dem Jungler, wenn er campt) muten, und ihn, falls er mich irgendwie nervt/blöd anquatscht, auch muten. Das kann man inzwischen sehr gut im Menü einstellen, ist ein Klick. Du kannst außerdem auch Emotes und Pings muten.

    Liebe Fanclubsinteressierte, liebe Bereichsuser,


    wie ihr bestimmt mitbekommen habt, hat sich innerhalb des letzten Jahres einiges im Fanclubsbereich getan - eine neue Moderatorin wurde ins Team geholt, einige Änderungen an der Bereichsstruktur wurden vorgenommen, wir haben unsere erste Chataktion veranstaltet ... es ist viel passiert und wir konnten viel ausprobieren.
    Dennoch haben wir das Gefühl, dass wir uns auf eine Sackgasse zubewegen, und Yasuna und ich - gemeinsam mit anderen, bereichsexternen Kollegen - überlegen uns nun schon länger, was wir tun können, um den Bereich in eine neue Richtung zu lenken. Dieses Thema ist ein Aufruf an euch, uns alles mitzuteilen, was ihr bezüglich des Fanclubsbereichs auf dem Herzen habt. Welche Ideen, Anregungen, Wünsche und Vorstellungen habt ihr?


    Fürs erste ist dieses Thema deadlinelos geöffnet, zwischendrin werden Yasuna und ich einzelne Punkte, die sich unserer Meinung nach herauskristallisieren, separat ansprechen. Wir sind gespannt und freuen uns auf euren Input!

    Ich glaube, dass mehrere Mütter ,trotz eines schwerbehinderten Babys, am Ende nach einer Geburt glücklicher mit dem Gesamtergebnis sind, als wenn man das Baby schon vorher abtreibt.

    Ich würde mir manchmal wirklich wünschen, dass du KONKRETE Beispiele äußerst und nicht einfach irgendwelche Meinungen und Urteile annimmst, weil dir dein "weit ausgeprägter" Verstand und deine "Menschenkenntnis" das sagt. Und diese "was wäre, wenn" Situationen sind sowieso absolut ungeeignet um so etwas auszudiskutieren.


    Die Lebensgefährtin meines Vaters hat eine schwerstbehinderte Tochter - wir reden hierbei von einem inzwischen fast 30 Jahre alten Mädchen, geistig auf dem Level einer zwei- bis dreijährigen, nicht in der Lage irgendetwas selbst zu tun, geschweige denn ansatzweise eigenständig zu sein - , und auch wenn die Frau das Kind liebt, schließlich ist es ihr Kind, ist oft in einer Situation, in der sie alle Entscheidungen, die mit dem Kind zusammenhängen, anzweifelt.
    Klar, wenn man 30 Jahre mit dem behinderten Kind verbracht hat, übersteigt die Liebe, die sich über die Zeit entwickelt hat, sicherlich manche Probleme und anfängliche Zweifel, aber ich bin der festen Überzeugung - und einiges hat sie auch selbst schon so gesagt - dass sie glücklicher wäre, wenn sie das Kind nicht hätte bekommen müssen. Sie lebt mit dieser Verantwortung und liebt ihre Tochter über alles, aber sie ist von Problemen tagtäglich verfolgt, obwohl das Mädchen inzwischen im Pflegeheim lebt.

    Nun, wenn man sich als Elternteil gewachsen fühlt, diesem Kind eine Rundumbetreuung , Pflege und Aufmerksamkeit geben zu können, den Aufwand finanziell noch gestemmt bekommen, gegebenenfalls die Wohnung entsprechend umzubauen - sofern der Vermieter mitspielt - und sich dazu bereit erklärt, dieses Kind sein restliches Leben über zu begleiten.

    Und genau das ist eben ein gigantisches Problem - man kann, gerade wenn man noch keine Kinder hatte, ganz schwer einschätzen, ob man das wirklich stemmen kann. Ein Kind ist schon eine Herausforderung, aber der Vorteil bei gesunden Kindern ist schlichtweg, dass man sie irgendwann loslassen kann, in ein eigenes, selbstständiges Leben. Körperlich behinderte Menschen, Menschen mit Mutismus oder Blinde können irgendwo, trotz Einschränkungen, alleine leben und ein Leben für sich selbst führen. Jemand, der geistig schwerstbehindert ist, und dessen Zustand immer auf einem Level bleiben wird, wird niemals das Stadium erreichen können, in dem sie selbstständig Entscheidungen treffen können. Das kann für die Eltern im Endeffekt eine Begleitung und Verantwortung bis ans Ende ihres Lebens bedeuten. Und genau das muss man sich klar machen, bevor man ein Schwerstbehindertes Kind bekommt.
    Ich persönlich sehe mich dazu weder emotional, noch finanziell irgendwann in der Lage. Nennt mich egoistisch, irgendwo ist das ja auch definitiv egoistisch, aber ich möchte kein schwerstbehindertes Kind zur Welt bringen müssen, 9 Monate Intimität auf hohe Art und Weise mit einem Lebewesen genießen, nur um dann festzustellen, dass dieses Kind niemals das Wunder des Lebens, das Erwachsenwerden und die stetige Verwandlung, die Menschen erleben dürfen, erfahren darf. Das würde mir mein Herz brechen.
    Ich kann ja irgendwo schon verstehen, dass manche Leute sagen "Gut, dann brings gefälligst zur Welt, du kannst es ja immer noch abgeben!", aber wer sind wir zu entscheiden, dass ein Mensch, der derartig eingeschränkt ist, und im Endeffekt sein Leben lang vor sich hinvegetieren wird, diese Bürde erleben muss? Stellt ihr es euch schön vor, 30, 40, ach, 90 Jahre an Maschinen zu hängen, nicht einmal eigenständig eine Gabel zum Mund führen zu können oder sogar zu kauen? Ist das wirklich, was Leben bedeutet?
    Obvs, umgekehrt kann man sagen "und wer sagt, dass diese Menschen nicht so leben wollen?", aber auch hier wieder die Frage - wo fängt Leben an und wo hört "existiert halt einfach" auf?

    Anekdotische Beweisführung. Oder anders gesagt: Niemand behauptet, es wäre unmöglich. Niemand behauptet, die Eltern schwerbehinderter Kinder könnten unter keinen Umständen damit klar kommen. Umgekehrt heißt das nicht, dass jeder Mensch, der ein solches Kind bekommen würde, damit auch klar käme. Sonst könnte ich auch Menschen, die ihrem Baby ein Kissen ins Gesicht gedrückt haben, weil sie zocken wollten, als Beleg dafür anführen, dass Menschen nicht geeignet sind Kinder großzuziehen.

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    So, würde dann gerne doch noch ein bisschen mehr dazu sagen, gestern Abend habe ich lediglich die Info von einem Fellow Magma Grunt bekommen, dass wir tatsächlich gewonnen haben


    Großes Dankeschön auf jeden Fall an alle, die diese Aktion überhaupt erst möglich gemacht haben! Danke an mein wirklich tolles Team und ein dickes Dankeschön auch an Cassandra, die sich fleißig für uns eingesetzt hat.
    Ich hab bereits an anderer Stelle Kritik geäußert, möchte aber hier nochmal betonen - bitte kein Spamtopic mehr, falls diese Aktion wiederholt wird. Ansonsten würde ich gerne eine Wiederholung in naher Zukunft sehen, sogar sehr gerne.
    Ganz viel Liebe auch für die Waschlappen von Team Aqua, die bis zum Ende gekämpft haben, ihr seid ein sympathischer Haufen gewesen und auch bei euch hat das Klima imo soweit gestimmt.


    Auf die Gemeinsamkeiten, die uns alle nach diesen beiden lustigen Tagen verbinden!