Beiträge von Exabyte

Die Kronen-Schneelande erwartet euch!


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    Du musst mir auch erstmal vorführen, wie man mit einer durchschnittlich gesunden Ernährung adipös wird.

    Hängt wahrscheinlich auch stark davon ab, was man selbst als durchschnittlich gesund definiert. Ich habe während meiner Jugend eine relativ abwechslungsreiche Ernährung vorgesetzt bekommen, hab aber eben auch nie darauf geachtet, ob ich von gewissen Portionen manchmal mehr oder weniger verschlungen habe lol. Kombiniert mit wenig Bewegung hat es bei mir eben auch dafür gesorgt, dass mein BMI lange Zeit tief im adipösen Bereich lag. Durch Tracking (und ein wenig mehr Sport) habe ich es erst richtig geschafft, abzunehmen und mein Gewicht über einen längeren Zeitraum zu halten, gerade weil mir dadurch besser bewusst geworden ist, welche Lebensmittel wie viele Kalorien besitzen und habe damit eben auch abgewägt, ob ich mir heute was kleines zum Naschen gönne oder es auf den nächsten Tag verschiebe. (Ich war im Übrigen gestern sehr schockiert darüber, dass 100 Gramm Walnüsse knapp 700 Kalorien beinhalten, heißt ich hab von meinen 800 Kalorien die ich gestern durch Sport verbrannt habe, wieder 700 angefressen :/)


    Und ich bin dann ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht oder entsetzt oder whatever wie viele Leute hier das Mindset einer Essstörung befürworten. Selbst wenn es noch keine ist, und hoffentlich keine wird, das Mindset davon, dass man jede Kalorie ganz haargenau kontrollieren muss, hat sich dann bereits festgesetzt. Wie gesagt, finde ich krankhaft, macht ihr damit was ihr wollt, bloß gebt es nicht an andere weiter.

    Es ist eine Sache ob du keinerlei Verständnis dafür hast warum Leute ihre Kalorien zählen, aber dass du hier literally anderen unterstellst, sie würden eine Essstörung befürworten ist schon wirklich maßlos übertrieben Bastet. Dann wären ja diverse Sportler*innen die ich kenne alle essgestört, weil praktisch jede*r von ihnen darauf achtet, wie viele Kalorien sie täglich zu sich nehmen. Meist um ihr Gewicht zu halten, aber ich kannte auch zwei die mithilfe von Tracking bewusst zugenommen haben, um eben halt mehr Muskelmasse aufbauen zu können.


    Bezüglich deiner Freundin können wir als Außenstehende eh nicht beurteilen, ob sie maßlos übertreibt oder es sich in Grenzen hält. Hängt vermutlich auch davon ab, auf welche Art und Weise sie versucht einen Kaloriendefizit herzustellen. Wenn sie mehr Sport betreibt oder eben versucht kalorienreiche Lebensmittel und Getränke durch z.B. Gemüse oder Wasser zu ersetzen, sehe ich darin kein Problem. Wenn sie allerdings versucht nur noch halb so viel wie vorher zu essen, dann würde ich das auch eher kritisch betrachten. Zumal ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen kann, dass man dadurch halt eben auch sehr schnell Heißhungerattcken bekommen kann, wodurch man sich schnell die eingesparten Kalorien wieder drauf isst.


    Aber im Endeffekt ist es halt immer noch den Leuten selbst überlassen, auf welche Art und Weise sie abnehmen wollen, da kann man sich noch zu sehr einmischen wie man will. Meine Mutter hat mich damals auch versucht davon abzubringen Intervall-Fasten auszuprobieren, aber mein sturer Dickschädel wollte sich halt durchsetzen lol (Und ja ich weiß, dass bei Intervall-Fasten viele Meinungen auseinander gehen, aber mir hats dabei geholfen besser zu regulieren wie viel ich am Tag esse, insofern bereue ich es nicht, es ausprobiert zu haben).

    Ist halt auch so eine gesellschaftliche Sache und die Leute sind einfach nur ignorant und unwissend oder einfach nur doppelmoralisch.

    Apropos doppelmoralisch, warst du nicht diejenige, die vor einiger Zeit im Klima-Topic mal meinte man müsse als Gesellschaft es ja akzeptieren können, wenn andere Menschen eine problematischen Lebensstil führen? Ich kann daher ehrlich gesagt nicht verstehen, warum du dich in die Ernährungsweise von anderen so dermaßen einmischst.

    Und wie viel tut das in der Realität zur Sache? Es gibt nun mal trotz aller Kritik auch Fälle, in denen die Polizei auf wirklich gefährliche bewaffnete Personen trifft, und da kann man wirklich nicht erwarten, dass sie komplett unbewaffnet mit diesen konfrontiert werden und hoffen müssen, dass das Gegenüber ein ungeübter Schütze ist und vielleicht nur die Schutzkleidung trifft.

    Ich dachte eigentlich es wäre klar gewesen, dass ich mich hauptsächlich auf psychisch kranke Täter*innen bezogen habe. In den meisten Fällen sind diese Leute nur mit einen Messer bewaffnet (bzw. in den Links die ich geteilt habe, kommt meist nur ein Messer als Tatwaffe vor). Warum du dich also jetzt auf "wirklich schwer bewaffnete" Personen beziehst verstehe ich nicht so ganz, aber auch egal.


    Da ist es ein bisschen eine Verarsche, wenn du extra auf einen Vorfall eingehst, bei dem es um eine Betreuerin ging.

    Und warum genau dachtest du, ich hätte den Vorfall speziell wegen dir näher erläutert? Ich habe ihn genannt, weil er wie gesagt im Video recht ausführlich behandelt wurde und zum anderen ein gutes Beispiel dafür ist, dass die Polizei oftmals keine andere Möglichkeiten in Betracht zieht, um eben halt unnötige Todesfälle zu vermeiden.


    Du hingegen wolltest mir zuerst eine Belehrung darüber geben, dass psychisch Kranke oft das Verhalten der Polizei als Provokation wahrnehmen, obwohl ich literally dasselbe in meinen Post bereits gesagt habe.

    Anschließend hast du mir dann aus heiterem Himmel unterstellt, dass ich Schusswaffen besser als Taser finde, obwohl ich das nirgendwo behauptet habe. Sorry aber von sowas fühl ich mich wiederum verarscht.

    Aber was dann? Du kannst die Polizei nicht nicht-bewaffnen, es sei denn du willst, dass kaum jemand noch diesen Job ausführen möchte. Obwohl es in Deutschland und Österreich ja noch relativ friedlich zugeht, aber passieren kann dir dennoch was.

    Und wer führt schon solch einen Job aus, bei dem man nunmal bestimmte Risiken auf sich nehmen muss, jedoch den Eindruck bekommt, dass man das eigene Leben nicht verteidigen darf. Egal in welchem Selbstverteidigungskurs, zumindest als Privatperson lernst du, dass du zwar verhältnismäßig handeln musst, aber dein eigener Schutz im Vordergrund steht.

    Du weißt allerdings schon, dass die Polizei mit schuss- und stichsichere Schutzwesten und mit anderer Schutzbekleidung ausgerüstet sind?

    Davon abgesehen sei eben nochmals gesagt: Es besteht ein gravierender Unterschied ob z.B. eine Person mit einer Waffe andere bedroht oder ob die Person sich mit dieser selbst verletzt. Im ersten Fall ist natürlich selbstverständlich dass die Polizei laut dazu auffordert die Waffe fallen zu lassen und notfalls gewaltsam vorgehen muss. Im zweiten Fall wiederum nicht. Oftmals befinden sich psychisch Kranke außerhalb der Reichweite von anderen Menschen oder eben auch von der Polizei (oder sie verschließen sich irgendwo). Solche Vorfälle eskalieren meist erst dann, wenn die Polizei solche Menschen durch ihr lautes Angeschreie oder durch ihr gewaltsames Vorgehen stark unter Druck setzen. Hier also mit Eigenschutz von Seiten der Polizei zu argumentieren, entspricht halt oft nicht der Realität.


    Das hat nichts mit "bagetellisieren" zu tun, sondern dass man es aus einer menschlichen Sichtweise betrachtet. Wenn Streifenpolizist*innen nichtmal richtig für solche Situationen ausgebildet sind, ist so ein Einsatz für keine Seite zumutbar.

    So langsam habe ich das Gefühl, dass du meine Beiträge nicht wirklich durchliest.

    Nochmal: Es gibt den sozialpsychiatrischen Dienst oder das SEK die auf solche Einsatzfälle wesentlich besser vorbereitet sind. Aus welchen Gründen es trotzdem öffentliche Stellen nicht für notwendig halten diesen zu verständigen (sei es aus Eigenüberschätzung oder ähnliche Gründe), kann ich nicht beurteilen. Die Tatsache aber, dass diese Möglichkeiten nicht in Betracht gezogen werden, ist ein massives Problem.


    Daher würde es eben enorm helfen, dass man Polizisten*innen bereits schon während der Ausbildung entsprechend auf solche Vorfälle psychologisch vorbereitet oder eben auch wie Alaiya bereits schon erwähnte, eine Hilfestelle einzurichten die auf solche Situationen spezialisiert sind. Diese Methoden mögen zwar natürlich aufwendiger sein, aber wenn man dadurch unnötige Opfer vermieden werden können, sollte es eigentlich der Aufwand Wert sein.


    Dann hast du vielleicht ein zu großes Vertrauen in deine Mitmenschen... xD

    Natürlich KÖNNTEN sie die Situation verbessern, ebenso wie sie auch verschlechtern könnten.

    Glücklicherweise ist dies nicht nur meine alleinige Meinung, sondern es gibt viele Psychologen*innen die diese Ansicht vertreten ;). Ich kann im Übrigen diese Doku zum Thema Polizeigewalt gegen psychisch Kranke nur wärmstens empfehlen. Dort wird unter anderem der Vorfall aus Berlin näher erläutert und auch aus der Sicht von Fachleuten kritisch beurteilt. Auch wird dort ebenfalls ein Vorfall aus einer Psychiatrie geschildert, wo eine psychisch kranke Frau sich in ihren eigenen Zimmer mit einer Waffe verschanzt hat. Und obwohl die Betreuerin der Frau schon seit Jahren dort gearbeitet hat (und dementsprechend weiß, wie man mit der Frau umgehen müsste), hat sich die Polizei geweigert sie überhaupt in der Nähe der Tür zu lassen.


    Dazu sei vielleicht noch gesagt: Es ist ein ableistisches Vorurteil, dass psychisch kranke Menschen unberechenbar und gefährlich sind. Es kommt sehr selten vor, dass solche Menschen gewaltätig werden. Aber trotzdem wird dieser Mythos immer wieder als Argument genommen, um dilettantische Polizeiarbeit in Schutz zu nehmen.

    Provokativ würde ich das auch nicht nennen. Von Menschen in psychischen Ausnahmesituationen wird es aus deren Sicht als Provokation wahrgenommen

    Das habe ich doch mehr oder weniger bereits in meinen Beitrag gesagt?


    Aber tatsächliche Schusswaffen sind besser?

    Und wo genau habe ich behauptet, dass ich Schusswaffen besser finde? Ich halte es nur für wenig sinnvoll ein Waffenproblem einfach durch eine andere Waffe zu ersetzen, sebst wenn diese vermeintlich weniger gefährlich ist.


    Betreuer*innen werden im Regelfall zwar wissen, was sie tun, aber bei Familie, Partner*innen und Bekannten würde ich auch nicht meine Hand dafür ins Feuer legen.

    Ich würde den Angehörigen dieser Person nichtsdestotrotz es eher zutrauen, dass sie in solchen Situationen wissen wie sie mit der betroffenen Person umgehen müssen, als wie gesagt normale Polizisten*innen die auf solche Fälle überhaupt nicht vorbereitet sind. Zumal eben halt Menschen mit psychischen Krankheiten meist zu diesen Personen eine gewisse Vertrauensbasis haben, weswegen die Anwesenheit dieser meist auch eine beruhigende Wirkung auf die betroffene Person hat.


    Da Polizist*innen auch nur Menschen sind, geh ich natürlich davon aus, dass die ebenfalls einmal die Nerven wegwerfen können, wenn sie sich bedroht fühlen, sowie so einen Job nunmal nicht jeder ausführen kann und selbst dann, wenn du die Persönlichkeit dazu hast, um in solchen Situationen ruhig(er) bleiben zu können, es eine lange Ausbildung braucht.

    Jap und das ist leider auch das Problem an der ganzen Sache: Das eben Polizisten*innen schnell die Waffe zucken, wenn sie mit einer Situation überfordert sind. Wie bereits in meinen oberen Beitrag gesagt: Es gibt Methoden mit denen man wesentlich besser mit solchen Ausnahmesituationen umgehen kann. Und sorry aber ständig damit zu argumentieren, dass man es ja aus den Blickwinkel der Polizei auch sehen müsste (obwohl durch ihr Fehlverhalten Menschen unnötig sterben können), ist auch eine andere Form wie man Polizeigewalt bagatellisieren kann.

    Aber in dem Moment, wo Mohamed auf den Polizisten losgerannt ist, gab es, wenn man bedenkt, wie angespannt die Situation war, für die Polizisten keine andere Wahl, als zu schießen.

    Dazu sei eben angemerkt: Es ist gerade in Deutschland sehr häufig der Fall, dass die Todesopfer von Polizisten*innen meist psychisch kranke Menschen sind. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Polizei mehr auf den Einsatz gegen geistig gesunde Menschen spezialisiert sind. Aber oftmals sorgen diese Methoden bei Menschen mit psychischen Erkrankungen dafür, dass diese sich provoziert oder in die Enge getrieben fühlen was eben auch zur Folge hat, dass diese Menschen in Panik verfallen. Es stimmt natürlich, dass die Polizei nicht immer feststellen kann, dass eine Person an einer psychischen Erkrankung leidet. Allerdings gibt es halt auch viele Fälle, wo es klar ersichtlich gewesen wäre, dass die betroffene Person sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand. So einen Vorfall gab es zum Beispiel in Berlin vor einigen Jahren. Warum die örtliche Dienststelle es trotzdem nicht als notwendig empfunden hat, den sozialpsychiatrischen Dienst oder das SEK zu verständigen, wurde eben auch von vielen Experten damals kritisiert.


    Für die Leute die der Meinung sind, dass die Polzei ja nur aus Notwehr agiert hat, sei eben auch gesagt: Psychisch kranke Menschen stellen erst eine Gefahr dar, wenn man diese unnötig provoziert. Und in den meisten Fällen bedrohen psychisch Kranke niemanden mit einer Waffe bzw. stellen sie keine akkute Gefahr für andere dar. Leider greift die Polizei trotzdem lieber erst immer provokativ ein, anstatt erst mal das Gespräch zu suchen. Im Fall des nackten Messerträgers sei gesagt: Der Mann fing erst an auf die Polizisten zuzulaufen, als ein Beamter von hinten anfing sich ihm zu nähern. Ein weiteres Problem ist eben auch, dass die Polizei meist keine anderen Personen zum Einsatzort zulassen, selbst wenn es Bekannte oder Betreuer*innen der betroffenen Person sind die zur Beruhigung dieser hätten beitragen können.


    Im Übrigen sind es nicht nur Angehörige dieser Personen, für die solche Vorfälle eine enorme psychische Belastung darstellen. Oftmals leiden die betroffenen Polizisten*innen durch solche Einsätze selber an Depressionen, was bei vielen eben auch zur Berufsunfähigkeit führen kann. Gerade deswegen wäre es halt immer besser, wenn auch Einsatzkräfte vor Ort wären, die psychologisch qualifizierter auf solche Situationen vorbereitet sind.


    Hätte die Polizei Taser gehabt und ihn damit außer Gefecht gesetzt, wäre Mohamed noch am Leben (womit wir wieder darüber reden sollten, jeden Polizisten in Deutschland mit Tasern auszustatten).

    Es wird von vielerlei Seiten eher kritisch empfunden, der Polizei Taser zur Verfügung zu stellen. Auch wenn die Projektile des Tasers zwar den Körper nicht direkt durchschlagen, so hat trotzdem der Einsatz von diesen zahlreiche Todesfälle verursacht. Außerdem wird von vielen hierbei auch befürchtet, dass die Hemmschwelle von normalen Streifenpolizisten*innen sinkt, wenn man diese mit Taser ausstattet, was eben weitere Opfer zur Folge hätte.


    Eine bessere Option wäre es, wenn man eine spezielle Fortbildung im Umgang mit psychisch-kranken oder verwirrten Menschen bereits schon in der Polizeiausbildung stattfindet. Leider gibt es aber viele Politiker die solche Fortbildungsmaßnahmen nicht als notwendig finden, ungeachtet dessen, dass es eben auch viele Polizist*innen gibt, die sich auf die psychologische Beurteilung solcher Fälle nicht gut genug vorbereitet fühlen.

    In der gestrigen Diskussion wurde ja bereits themasiert, dass Konflikte durch die Anwesenheit der Polizei unnötig eskalieren können, weil diese oft nicht auf die Verhinderung von Konflikten spezialisiert sind. Genau so ein Vorfall ist vor einigen Tagen leider in Bremen passiert:


    Am 18 Juni 2020 wurde Mohamed Idrissi, der an einer psychischen Erkrankung litt, vor einer Wohnhausanlage von der Polizei in die Brust geschossen, wodurch er lebensgefährlich verletzt wurde. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, in dem er später allerdings seinen Verletzungen erlag.


    Vorwarnung: Wenn ihr auf den Hashtag #justiceformohamed klickt, wird euch direkt das Video des Tathergangs gezeigt, wo man auch sehen kann wie er von den Polizisten erschossen wird. Falls ihr dies nicht sehen möchtet, solltet ihr das Video umgehend pausieren.


    Ich muss sagen ich bin sehr schockiert darüber, dass ich erst gestern durch Twitter davon erfahren habe. Man sollte eigentlich meinen, dass die Medien über solche Vorfälle ausführlicher berichten würden, stattdessen scheint wohl der "Skandal" um die taz wohl mehr Priorität zu haben...

    Danke an der Stelle für die ausführliche Antwort Proto-Groudon, aber das verfehlt etwas meine eigentliche Fragestellung. ^^"

    Meine Frage war eher hypothetisch gemeint und nicht auf die aktuelle Rechtsgrundlage bezogen.


    Also im Sinne von: Warum finden es manche Leute legitim, die beiden Raser als Mörder zu bezeichnen, bezeichnen aber Leute die durch ihre (verpfuschte) Arbeit auch Menschenleben gefährden nicht als Mörder? Das wirkt etwas widersprüchlich in meinen Augen.

    Eine Frage hätte ich aber dann doch noch an dich Sirius (oder auch gleich mehrere Fragen) bezüglich dieses Beitrages von dir:

    Zum Beispiel Bauarbeiter: Das wäre nicht wie jeder Arbeitsunfall, sondern so als würde man tagsüber auf der Baustelle die kaputte Zementmaschine einfach mal aus dem fünften Stock schmeißen. Da kann nicht hoffen niemanden zu treffen. Einem ist es egal, weil man sein eigenes Ziel sie loszuwerden höher bewertet und Konsequenzen in Kauf nimmt, statt aus Sicherheit die Maschine die Treppen runterzutragen oder an einem Kran zu befestigen.

    Warum gehst du davon aus, dass derartige Unfälle beim Bau nur durch solch abstruse Bedingungen auftreten können? Rein theoretisch könnten ähnliche Dinge auch nur durch Unaufmerksamkeit bei der Arbeit passieren. Oder eben auch, wenn bei der Bauplanung versehentlich Fehler eingebaut werden, die später sich auf das ganze Bauvorhaben auswirken können (ungeachtet jetzt mal davon ob es sich um ein Gebäude, eine Brücke, einen Tunnel oder eine Straße handelt etc.). Meine Frage wäre jetzt an dich: Falls das entsprechende Bauwerk einstürzen würde und dabei Menschen ums Leben kommen würden, würdest du in dem Fall es ebenfalls legitim finden, wenn ein Gericht hierbei ein Mordurteil ausspricht? Falls ja: Wen genau sollte das Urteil hiebei betreffen? Die Bauarbeiter*innen die die Bauarbeiten durchgeführt haben oder die Tragswerkplaner*innen die die entsprechende Bauplanung durchgeführt haben? (oder prinzipiell jede Person, die an dem Bauprojekt beteiligt war?) Und falls du mit nein antwortest: Warum? Immerhin hätten die Baubeteiligten damit rechnen müssen, dass durch Fehler bei der Planung viele Menschen lebensschwer verletzt werden können? Im Übrigen können gerne auch andere Leute (vor allem die Leute, die der Auffassung sind, dass das Gerichtsurteil gerecht gewesen wäre) diese Frage beantworten.


    Für all die, die die zweite Option gewählt haben: Ich hoffe ihr könnt mir als angehender Ingenieur im entsprechenden Notfall einen guten Anwalt empfehlen.

    Kennt ihr das, wenn ihr auf Twitter einen Tweet entdeckt der euer Interesse weckt, und kaum habt ihr dessen Thread durchgelesen, schon seht ihr einen anderen Tweet den ihr weiterlesen wollt? Ich habe gerade einen Tweet darüber gelesen, dass die Wikipedia-Seite von dem Schauspieler Corbin Bleu in 217 verschiedene Sprachen übersetzt wurde und ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich ursprünglich auf diesen Tweet gekommen bin. x_x

    Durchaus. Nur, wenn man dieses Urteil als Fehlurteil bezeichnet und man als verbelndet angesehen wird, wenn man aufseiten des Bundesgerichtshofs ist, hat das für mich nichts mehr mit Sachlichkeit zu tun.

    Mit Verlaub Gucky, aber du warst derjenige der mal eben ein "Oh man, ich kanns nicht fassen, dass Leute ein Gerichtsurteil als Fehlurteil bezeichnen!" raushauen musste, ungeachtet der Gegenargumente die auf der vorherigen Seite genannt wurden.

    Wirkte auf mich daher schon so, als hättest du mit Absicht diese ganzen Beiträge ignoriert.


    Mal davon aber abgesehen:

    Aber das verfehlt vollkommen den Sinn eines Mordurteils. Als Mord sollte nur das bezeichnet werden, wo man eine vorsätzliche Tötung beweisen kann. Was die Bevölkerung selbst als Mord definiert, sollte hierbei keine Rolle spielen.

    Ich hab doch erläutert, warum ich das Mordurteil als Fehlurteil bezeichnet habe. Ich verstehe das Problem daher nicht?



    Weil sie das nunmal letztlich zu entscheiden haben. Und bei allem Respekt, aber das traue ich dem Bundesgerichtshof eher zu als dir oder anderen Hobbyjuristen hier. Da lasse ich mich sogar gerne verblendet nennen.

    Sorry, aber ich finde es schon sehr scheinheilig von dir, dass du dich an dem Wort "Verblendung" hochschaukelst und andere User*innen mal eben als Hobbyjuristen betitelst. Ungeachtet natürlich dessen ob diese Rechtswissenschaften studieren / studiert haben oder anderweitig tief mit der Materie vertraut sind. Gilt übrigens nicht für mich, insofern bin ich jetzt nicht zutiefst beleidigt, dass du mich als Hobbyjurist bezeichnest lol. Aber gegenüber anderen User*innen, finde ich diese Aussage ziemlich dreist.

    Legst du die Hand dafür ins Feuer, dass es so ist, ich meine wäre gut, wenn danach nichts mehr kommt, aber da geb ich nicht Brief und Siegel drauf.


    Mein Kollege geht mir aufn Sack, also stech ich Ihn ab und sag dann, ich hab psychische Probleme, werde ich nie wieder machen, wer sagt dass ich es nicht wieder mache?, ich!, richtig, ob das stimmt ist ne andere Sache.


    Was bringt es Leute einzusperren?, mhhh was bringt es Sie nicht einzusperren?

    Warum lockern wir nicht einfach die Strafen für Vergewaltiger, Mörder und Co., ich meine Sie werden es nie wieder machen, geben wir den einfach nen Therapeuten zur Hand, der Sie bekehrt und gut ist, vllt. löst es ja dann auch gänzlich die Hemmschwelle beim letzten der so fertig ist und seinen Kollegen umlegen will, weil er Ihn seit Jahren transaliert...

    Hier wollte ich mal kurz anmerken: Ich finde es schon sehr ironisch, dass du mir unterstellt hast, dass ich mit meinen gestrigen Beitrag die Diskussion ins Lächerliche ziehen würde und nun haust du solche Sachen raus. Sorry aber das ist Doppelmoral vom Feinsten, die du gerade hier ablieferst.



    Wenn ich manche Posts lese, stellt sich mir die Frage, ob der Täter nur den falschen Anwalt hatte.

    Ein vom Bundesgerichtshof bestätigtes Urteil als Fehlurteil abzustempeln (wofür es dann sogar noch Bedankungen gibt) - da gibts nicht mehr viel zu sagen.

    Nun wenn man diese Diskussion etwas aufmerksamer verfolgt hätte, dann wüsstest du vielleicht auch, dass hierbei die Begründungen, mit denen der Bundesgerichtshof dieses Urteil gefällt hat, kritisiert wurden.


    Einige Argumente haben bereits andere User*innen sehr ausführlich auseinander genommen: Es wurde den beiden Fahrern unterstellt, dass sie die Möglichkeit eines Unfalls billigend in Kauf genommen haben, ungeachtet dessen dass dies auch bedeuten würde, dass die beiden davon ausgegangen sind, dass auch sie möglicherweise (tödlich) verletzt werden können. Auch wurde darauf hingewiesen, dass hierbei widersprüchliche Aussagen getätigt wurden: Beispielsweise hat man den beiden unterstellt, dass sie in Kauf genommen hätten dass ihre Mitfahrerin tödliche Verletzungen erleiden könnte, obwohl man vorher erwähnt hat, dass die beiden Fahrer sich sicher in ihren Autos gefühlt haben.


    Das man hierbei von fahrlässiger Tötung sprechen kann, stellt wohl niemand in Frage. Aber das Ganze als Mord zu deklarieren ist komplett an den Haaren herbeigezogen. Mal davon abgesehen, dass die Richter selbst den zweiten Fahrer für Mord anklagen wollten, obwohl dieser überhaupt nicht in den Geramme involviert war.


    Allein an diesen Faktoren sollte man schon erkennen können, dass dieses Urteil nicht aufgrund juristischer Fakten getätigt wurde, sondern dass man dieses aufgrund des öffentlichen Drucks passend gestaltet hat.

    Sorry aber ich verstehe halt nicht, wie man trotz dieser Umstände so verblendet sein kann, dass man all diese Argumente mit einem "Aber wenn der Bundesgerichthof das Urteil bestätigt hat, dann muss es ja stimmen!" abtun kann.

    Ich fand es witzlos wie vorher geurteilt wurde von wegen „es war nicht beabsichtigt jemanden zu töten“, in meinen Augen ist es eine mutwillige Tötung, wenn durch ein Straßenrennen jemand stirbt.

    Bei allen Respekt, aber dann müsste man theoretisch jeden Jugendlichen als einen potenziellen Mörder abstempeln, wenn diese irgendwelche Taten begehen, die potenziell auch andere schaden können.


    Aber das verfehlt vollkommen den Sinn eines Mordurteils. Als Mord sollte nur das bezeichnet werden, wo man eine vorsätzliche Tötung beweisen kann. Was die Bevölkerung selbst als Mord definiert, sollte hierbei keine Rolle spielen.


    Insofern finde ich es einfach nur bedauerlich, dass Leute dieses Fehlurteil nun feiern und dass selbst die Justiz anfängt auf Meinungen zu hören, die möglichst hohe Strafen fordern.



    Ein anderer User hat dies bereits in diesen Thread sehr treffend formuliert:

    Hauptsache möglichst hohe Strafen. Die nächste Stufe ist dann die Lynchjustiz.

    Akzeptiert, dass sich menschen leichter damit tun, dinge zu verstehen und zu akzeptieren wenn sie es erklärt bekommen und erklärt. Das hat nichts mit Rechtfertigung zu tun, sondern mit Aufklärung und Diskurs, einander eben zu helfen sich in die Standpunkte der anderen hineinversetzen zu können.

    Die Sache ist halt nur, du erwartest das Leute sich für ihre Gefühle oder Empfindungen erklären sollen, die sich nun mal nicht immer hundertprozentig sachlich erklären lassen. Da könntest du genauso gut Transpersonen danach befragen, warum sie sich unwohl dabei fühlen, wenn sie mit dem Geschlecht angesprochen werden, welches ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Die Gründe dafür können von Individuum zu Individuum komplett unterschiedlich sein.

    Darüber hinaus können solche Erklärungsaufforderungen nun mal auch bei manchen Leuten ein Gefühl von Unwohlsein hervorrufen, gerade wenn man von ihnen erwartet, dass sie ihre Gefühle hierbei offenlegen sollen.


    Und die Sache ist nun mal: Es geht hier nicht primär um eine wissenschaftliche Debatte sondern darum, wie wir gesellschaftlich miteinander umgehen. Insofern finde ich es nicht in Ordnung, dass man andere zu einer Stellungsnahme fordert, nur weil man selbst kein Verständnis dafür hat.


    Weibliche Endungen sind etwas anderes als Pronomen, oder?

    Gut fairer Punkt. Ich habe dies tatsächlich in meinen Beitrag etwas durcheinander geworfen. Die Kernaussage meines Beitrages bleibt aber nichtsdestotrotz die Gleiche, unabhängig davon ob man nun Pronomen oder das generische Maskulinum betrachtet.


    Nein, das habe ich sicherlich nicht getan. Wie kommst du darauf?

    Nun gut, dann werde ich mal versuchen etwas ausführlicher auf deine Aussagen einzugehen:


    Man sollte sich losreißen von Kategorisierungen und den heutigen Zwang sich selbst in Geschlechter, Sexualitäten, Gefühlen und Identitäten zu kategorisieren.

    Kann man nicht einfach akzeptieren, dass sich Identitäten nicht maßgeblich durch grammatikalische Geschlechter festsetzen lassen?

    Was ich diesen beiden Sätzen entnehmen kann ist das folgende: Du erwartest von anderen, sich selbst nicht in Kategorien einzuordnen und im gleichen Zuge sollen sie es einfach akzeptieren, dass die Grammatik ja nicht verändert werden kann, um alle Identitäten wieder zu geben.


    Ich glaube ich musst dir jetzt nicht unbedingt näher erläutern, wie es gerade rüberkommt, wenn eine privilegierte Person (privilegiert in dem Sinne, dass du ein Mann bist und daher eben nicht von einer Exklusion beim generischen Maskulinum betroffen bist) andere darüber behelligt, dass sie auf eine gewisse Weise ja auch selbst Schuld an den ganzen Dilemma sind und von ihnen erwartet, dass sie die Dinge einfach so akzeptieren wie sie nun mal sind. Zumal ich ehrlich gesagt bezweifle, dass du mal eben für alle beurteilen kannst, ob solche grammatikalischen Veränderungen umsetzbar sind oder nicht.


    Dabei sei vielleicht noch angemerkt: Du stellst es so dar, als sei dieser Zwang sich in Geschlechter oder auch in Sexualitäten kategorisieren zu müssen etwas, dass nur in der heutigen Zeit von Relevanz ist. Dabei ignorierst du völlig den Umstand, dass dieser Zwang schon seit sehr langer Zeit fest in unserer Gesellschaft etabliert ist. Nur mit dem Unterschied, dass dieser Zwang in der Vergangenheit noch extremer vorhanden war, wenn man bedenkt dass Menschen dort regelrecht in Geschlechter oder Sexualitäten rein gezwungen wurden, weil die andere Option meist unter Strafe gestellt war. Auch in der heutigen Zeit ist es immer noch der Fall, dass wir gesellschaftlich dazu gezwungen werden uns in Geschlechter zuordnen zu müssen. Sei es bei Anträgen wo oftmals die Auswahl nur zwischen männlich und weiblich liegt oder auch bei der Anmeldung in Foren oder sozialen Netzwerken, wo keine dritte Option (oder eben auch die Möglichkeit gar nichts anzugeben) vorhanden ist.


    Deswegen setzen sich Menschen dafür ein, dass man eben geschlechtsneutrale Sprache etabliert. Damit alle gleichermaßen angesprochen werden können.


    Ich finde im Übrigen das Wort "Extrawurst", dass du in anderen Beiträgen des öfteren verwendet hast, hierbei ziemlich unpassed gewählt. Damit wird ja impliziert, dass Frauen oder auch nichtbinäre Menschen hierbei eine Sonderstellung fordern. Was aber nicht der Fall ist. Sie wollen keine Sonderstellung aufgrund ihres Geschlechtes haben, sondern sie wollen mit ihrer entsprechenden Geschlechtsidentität wahrgenommen werden. Dies wird ihnen aber nicht ermöglicht, wenn das generische Maskulinum weiterhin angewendet wird. Und auch hier sei gesagt: Du kannst nicht mal eben erwarten, dass Frauen und nichtbinäre Menschen mal eben akzeptieren, dass auch sie sich vom generischen Maskulinum angesprochen fühlen. Andere User haben dir bereits ausführlich erläutert, dass unser Gehirn nicht so einfach funktioniert.



    Um dir vielleicht aber noch besser zu verdeutlichen, warum du bei mir den Eindruck vermittelt hast, dass du versuchst anderen deine Ansichten aufzudrängen, werde ich speziell die ersten beiden Sätze dieses Textabschnitts nochmal genauer betrachten:

    So kann das nicht funktionieren. Es kannt nicht mitgenannt werden, wenn alle gemeint sind. Wer alle Gruppen meint, meint immer noch Gruppen. Man sollte sich losreißen von Kategorisierungen und den heutigen Zwang sich selbst in Geschlechter, Sexualitäten, Gefühlen und Identitäten zu kategorisieren. Niemand muss komplett gleich sein, aber man sollte sich selbst sein, unabhängig von kategorischen Identitäten. Man kann die Identität "Busfahrer" als Beruf teilen, aber muss man sich gleichzeitig in Busfahrer männlich, Busfahrerin oder Busfahrer divers einteilen? Ich finde nicht.

    Allein diese Satzformulierungen: "So kann das nicht funktionieren. Es kannt nicht mitgenannt werden, wenn alle gemeint sind." implizieren für mich, dass du deine Behauptungen als eine unabstreitbare Tatsache betrachtest, welche die Möglichkeit eines Diskurs ja fast schon komplett ausschließt.


    Als man dich zuvor fragte, woher du deine Erkenntnisse beziehst, hast du dies mit der folgenden Aussage beantwortet:

    Studien kenne ich dazu nicht. Darum habe ich mich nicht gekümmert, da es nicht mein Wissenschaftsbereich ist. Erkenntnisse habe ich argumentativ dargelegt.

    Um also das mal zusammenzufassen: Die Erkenntnisse zu deiner Behauptung, beruhen nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen sondern auf deine eigenen. Und obwohl deine Behauptungen nicht wissenschaftlich fundiert sind, stellst du sie trotzdem als eine unabstreitbare Tatsache dar.


    Womit halt wiederum die folgende Aussage ziemlich hypokritisch wirkte:

    Sowas finde ich fies. Wenn ihr meint, dass ich als weißer Mann so priviligiert bin und dadurch gar nicht betroffen sein kann, doch besser die Klappe halten sollte, dann hört bitte auf hier zu diskutieren. Das ist unseriös und vorwurfsvoll und genau so ein Geschlechter- und Rollendenken, wie ich es hier kritisiere.

    Du stellst es gerade so dar, als will man dir die Meinungsäußerung verbieten, nur aufgrund der Tatsache dass du eine privilegierte Person bist. Dabei warst du ursprünglich derjenige, der Behauptungen aufgestellt und dabei Argumente vorgebracht hat, die wie bereits gesagt nicht wissenschaftlich belegbar sind. Und wie ich bereits an den obigen Beispielen versucht habe näher zu erläutern: Die Satzformulierungen die du dabei verwendet hast, haben mir den Eindruck vermittelt, dass du hier nicht deine Meinung kundtun willst, sondern Tatsachen ansprechen wolltest.


    Ich hoffe das es nun verständlicher geworden ist, warum ich deine vorherigen Aussagen problematisch finde und ich dir daher unterstellt habe, dass du versuchst hast, anderen deine Ansichten aufzudrängen.

    Könnte mir das mal jemand erklären, weil da sehe ich das Problem absolut nicht. Ich benutze für mich auch regelmäßig die generische Form. Ich bezeichne mich mindestens so oft als Student wie als Studentin, wenn nicht sogar öfter einfach weils die einfache generische Form ist und es für mich absolut keinen Unterschied macht, ob da jetzt die 2 Buchstaben mehr dran sind oder nicht.

    Wenn du dich nicht daran störst, wenn das generische Maskulinum bei dir angewendet wird, ist es doch vollkommen okay. Ich verstehe aber ehrlich gesagt nicht warum du jetzt von anderen verlangst, dass sie sich dafür rechtfertigen sollen. Bei manchen Menschen kann es Dysphorie auslösen, wenn sie mit dem falschen Pronomen angesprochen werden. Andere wiederum verbinden vielleicht negative Assoziationen mit solchen Wörtern. Und wieder andere haben vielleicht komplett andere Gründe, warum sie nicht so angesprochen werden möchten.


    Jetzt aber mal unabhängig davon, welche dieser Faktoren zutreffen: Ist es wirklich so schlimm, dass man Rücksicht auf andere nimmt und ihnen die Entscheidung überlässt, welches Pronomen sie auf sich selbst anwenden möchten? Oder ist dieses Maß an Höflichkeit und Anstand etwa zu viel verlangt?


    Sowas finde ich fies. Wenn ihr meint, dass ich als weißer Mann so priviligiert bin und dadurch gar nicht betroffen sein kann, doch besser die Klappe halten sollte, dann hört bitte auf hier zu diskutieren. Das ist unseriös und vorwurfsvoll und genau so ein Geschlechter- und Rollendenken, wie ich es hier kritisiere.

    Bei allen Respekt Sirius, aber du warst derjenige der versucht hat, anderen das Recht auf genderneutrale Sprache abzusprechen. Du warst auch der jenige, der anderen vorschreiben wollte, mit welcher Geschlechtsidentifikation sie sich zufrieden geben sollen. Insofern versuche dich jetzt nicht hier als das arme priviligierte Opfer darzustellen.

    Wie öfter gesagt, ist sowas bei Kinderserien okay, aber wieso muss ich mir das in Medien, die eher an eine ältere bis erwachsene Zielgruppe gerichtet sind, noch in den Extremen geben?

    Äh dir ist allerdings schon bewusst, dass die meisten Superhelden- oder Star Wars-Filme eine Altersfreigabe von 12 Jahren haben? Das diese Filme nichtsdestotrotz auch Erwachsene ansprechen können bedeutet ja nicht automatisch, dass diese sich primär an ein älteres Publikum richten. Ich finde es insofern okay wenn dir diese Charakter-Darstellungen nicht zusagen, aber vielleicht solltest du dir dann auch Filme oder Franchises suchen, deren Hauptfokus schon immer auf eine ältere Zielgruppe lag, anstatt dass du deine Erwartungen so hochschraubst an Filme die sich hauptsächlich an jüngere Teenager richten.


    Auch wenn ich an der Stelle mal erwähnen muss, es wirkt ziemlich widersprüchlich von dir, dass du dich so abwertend gegenüber Power Fantasys äußerst, obwohl du dich ja sonst immer als eine Person darstellst, die sehr viel Wert auf künstliche Freiheit legt.


    Man muss sich nicht zwingen jeden Charakter, der irgendwie Diversity darstellt, gut zu finden.

    Das hat auch keiner verlangt, kein Grund gleich wieder Strohmann-Argumente rauszuhauen lol. Ich finde es vollkommen legitim wenn man Charaktere wie Rey oder Carol Danvers nicht mag. Was ich aber nicht in Ordnung finde ist, wenn man anfängt auf einmal kolossale Erwartungen an einen Film oder Videospiel zu hegen, nur weil das Hauptcast diverser in seiner Darstellung ist. Und dass ist nun mal etwas, was man in den letzten Jahren immer wieder vermehrt sieht.


    Erinnert mich auch daran, dass viele Leute sich damals bei Uncharted 4 darüber aufgeregt haben, dass Nathan Drake von der Shoreline-Söldnerin Nadine ziemlich leicht fertig gemacht wurde. Da wurden auch dann Argumente hervorgebracht wie z.B. "Nathan wurde von einen ehemaligen Navy-Mitglied ausgebildet! Das ergibt doch keinen Sinn!" oder was viel öfter gerne rausgehauen wurde: "Das ist doch nur wieder nur SJW- Feminazi-Gebaite!!!"...


    Ich meine mal davon abgesehen, dass ein Charakter nicht automatisch unbesiegbar ist, nur weil er von irgendeinen ehemaligen Militärmitglied ausgebildet wurde, ignorieren die Leute ebenfalls gerne einige Aspekte: Nathan ist schon seit Jahren nicht mehr als Schatzjäger aktiv, während Nadine eine professionale Söldnerin ist die unter anderem eine Söldergruppe leitet die in mehreren Bürgerkriegen involviert waren. Aber nein, dass ist natürlich nicht von Relevanz, denn die Tatsache dass ein weiblicher BlPoC-Charakter den weißen männlichen Hauptcharakter besiegen konnte ist höchst unlogisch (selbst unter dem Aspekt, dass Nathan außer Form geraten ist und sich mittlerweile in seinen 40ern befindet).


    Was eben halt an diesen Beispiel besonders ironisch ist, ist dass gerade solche Sachen rausgepickt und als unrealistisch bezeichnet werden, in einen Videospiel dass sich primär damit beschäftigt wie Charaktere auf eine extrem unrealistische Art und Weise von einer Klippe in die nächste Klippe springen oder wie eine kleine Gruppe (meist überwiegend männlicher Charaktere) eben eine ganze Armee von Söldnern oder Militär-Soldaten im Alleingang besiegt. seufz


    Lustigerweise hat sich bei Lost Legacy niemand darüber beschwert, dass der männliche Antagonist in dem Spiel ohne große Schwierigkeiten Nadine überwältigen konnte. Aber ja auch das ist nur ein kleines Beispiel von vielen, dass eben zeigt, dass männliche Powerfantasy meist gesellschaftlich akzeptierter ist als die weibliche Komponente.


    Das gilt auch für Arrior : wenn er es so empfindet und begründen kann weshalb er es so empfindet, ist das nur eine weitere Interpretation und ich sehe hier keinen Grund einem mehr zu glauben als dem anderen, da ich eben, wie gesagt, keine Meinung zu Star Wars haben.

    Das Problem ist hierbei nur, dass eben solche Leute massives Nitpicking betreiben um Rey als Mary Sue darstellen zu können (so wie es Arrior eben halt in dieser Diskussion die ganze Zeit vorgeführt hat), ungeachtet dessen natürlich, in welchen Umfeld Rey aufgewachsen ist und welche Tätigkeiten sie in ihren Leben nachgegangen ist.


    Und das ist das Kernproblem bei solchen Mary-Sue-Debatten immer wieder: Es wird bewusst oder unbewusst Fakten ausgelassen um einen weiblichen Charakter schlecht darstehen zu lassen, nur um diesen dann als Mary Sue bezeichnen zu können. Das wiederum wird von vielen Leuten gerne ausgenutzt um besser vorzuzeigen zu können, dass ja weibliche Figuren generell schlechter geschrieben sind als männliche und dass diese ja nichts in dem Franchise zu suchen haben. Auch hier wird immer wieder gerne ignoriert, dass (weiße) männliche Figuren in vorherigen Teilen ähnlich flach oder teils auch schlechter geschrieben sind. Aber da diese Figuren eben weiß und männlich sind, wird das einfach so hingenommen, ohne wenn und aber. Nur wenn eine Frau oder eine marginalisierte Person das Cover eines Films oder eines Videospiels zieren, dann kommen die Leute aus ihren Ecken geschossen und schwingen ihre Realismuskeule.

    Es gibt schon seit Urzeiten auch denselben "Fan-Service" bei männlichen Charakteren den es auch bei weiblichen gibt, nur wird das von so ziemlich jedem der sich über die Thematik beschwert oft unter den Tisch gekehrt.

    Nur erzielt dieser männliche Fanservice eine ganze andere Wirkung als solcher der bei weiblichen Charakteren auftritt. Denn während weibliche Charaktere oftmals auf ihre weiblichen Vorzüge reduziert werden, so wird bei männlichen Fanservice oftmals ein bestimmtes Männlichkeitsbild gefördert: Das des "starken Mannes". Dieser Eindruck wird auch unter anderem dadurch gefördert, dass eben meist stark muskulöse Männer in Action-Rollenspielen die spielbare Figur sind.


    Natürlich wird es auch die ein oder andere Person geben, die solche Männlichkeitsbilder attraktiv findet, der springende Punkt ist aber, dass diese männlichen Figuren nicht primär so designt wurden, um sexuell begehrenswert auf den Spieler zu wirken, sondern eben um ein idealisiertes Männerbild der Gesellschaft wieder zu geben. Das beide Darstellungen problematisch sein können und eine toxische Rollenverteilung wiederspiegeln, bestreiten wohl nur die wenigesten. Aber die Sache ist halt auch, der männliche Fanservice sagt mehr oder weniger aus: "Du musst als Mann stark sein!" während der weibliche Fanservice oftmals für Frauen aussagt: "Du musst als Frau sexuell attraktiv wirken!"


    Dadurch steht der weibliche Fanservice ebenfalls oftmals noch stärker in Kritik, da er eben nicht nur ein problematisches Erscheinungsbild fördert, sondern eben auch Frauen als sexualisierte Objekte reduziert.


    Tatsächlich würde ich dich gern nach einer Quelle bitten auf die du das "Gejammer" beziehst, da es doch viele Charaktere gibt die keine "weißen Dudes" sind und mir keiner einfallen will bei dem gejammert wurde einfach nur weil es kein "weißer Dude" ist.

    Nun natürlich gab es keine Leute, die sich speziell darüber beschwerten, dass keine White Dudes in den Filmen die Hauptrolle spielen, sonst würden sie sich ja viel zu einfach entlarven. Aber wie ich in meinen vorherigen Beitrag bereits geäußert habe: Es gibt viele Leute die sehr sehr kritisch bei der Bewertung von "nicht weißen heterosexuellen Cis-Männern" sind und oftmals wurden Filme in denen diese die Hauptrolle spielen schon im Vorfeld so dermaßen attackiert, dass Seiten wie Rotten Tomatoes teils ihre Vorschriften ändern mussten, um der Welle an Fake-Reviews und Trollen entgegen zu wirken. Gerade Brie Larson musste sich auch viel gegen Internet Trolle zur Wehr setzen.


    Da du speziell die Filme mit weiblichen Hauptdarstellern ansprichst werde ich dem folgen. Zu Black Widow habe ich keine Ahnung, da ich nach Endgame nicht mehr allzu interessiert war, zu Captain Marvel jedoch kann ich dir sagen dass es "Gejammer" gab weil es erstens eine grauenhafte Umsetzung des Charakters ist, zweitens eine absolut schlechte und emotionslose Schauspielleistung von Brie Larson und drittens weil der Charakter an sich zu einem absoluten Femnazi gemacht wurde was gegenteilig bei Männer allenfalls als Antagonist durchgehen würde, wenn überhaupt.

    Was genau grauenhaft an der Umsetzung von ihr sein soll, würde ich gerne erfahren. Ich hab mich mit den Comics nie so ausführlich befasst. Allerdings weiß ich zumindest, dass ein Großteil der Marvel-Filme sich öfter mal Freiheiten nimmt, wenn es um die Umsetzung der Comic-Handlungen geht. Insofern verstehe ich nicht warum es bei Captain Marvel grauenhaft sein soll, aber wie gesagt mir fehlt der nähere Kontext.


    Beim zweiten Argument habe ich aber ehrlich gesagt das Gefühl bekommen, dass du entweder den Film nicht geschaut oder die Handlung nicht verstanden hast: Carol Danvers ist ein Charakter der massiv von Gaslighting betroffen ist, dabei versuchen vor ihr allem ihre Vorgesetzten sie des öfteren zu beeinflussen bzw. ihr ihre Gefühle auszureden. Das also ihr Charakter sehr emotionslos wirkt, ist in der Hinsicht wohl beabsichtigt. Kann natürlich auch sein, dass du wirklich Brie Larsons schauspielerische Leistung einfach nicht mochtest (Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich). Nur hab ich bei vielen Online-Diskussionen die Erfahrung gemacht, dass viele Leute die sich über Brie Larsons Schauspielkünste aufregen, meist auch eine persönliche Abneigung gegenüber ihr als Mensch haben und sie daher nicht wirklich sachlich bewerten.


    Gut zum letzten Argument sage ich mal lieber nichts, finde es ehrlich gesagt nur bedauerlich dass du es scheinbar legitim findest den Begriff "Femnazi" in einer sachlichen Diskussion einzuführen.



    Der Hauptgrund warum gegen farbige Charaktere im Bezug auf Marvel gewettert wird ist das schon seit längerem bestehende Charaktere die es schon seit 50 Jahren gibt und weiß sind plötzlich umgeschrieben werden und auf einmal farbig oder was auch immer sind.


    Im Grund ist es als wäre Black Panther plötzlich weiß, und das möchte niemand weil es einfach nicht dem Charakter entspricht. Erst Recht wenn es Charaktere lediglich auf irgendwelche Agenden reduziert, was auch abgesehen von Farbe und Herkunft eine Sauerei ist.

    Oder sie haben es vielleicht deswegen gemacht weil viele dieser Filme ansonsten kaum Diversität vorhanden hatten und es niemanden das Genick gebrochen hat, wenn einige von diesen Nebenfiguren eben zu PoC wurden. Finde es aber immer wieder faszinierend, wie viele Weiße sich über solche Dinge aufregen, obwohl das MCU immer noch größtenteils ziemlich weiß in seiner Darstellung ist. Wenn aber Leute sich aufregen, dass lesbische Charaktere wie zum Beispiel Okoye im MCU heterosexuell gemacht wurden (und generell queere Charaktere wenig bis gar keine Repräsentation im MCU bisher bekommen haben) dann ist es natürlich alles halb so schlimm und ist es sind nur böse fanatische SJWs die sich darüber aufregen...


    Arrior wo habe ich dir unterstellt, dass du ein Problem mit Carel Danvers oder T'Challa hast?

    Aber ich habe ein Problem mit schlecht geschriebenen Charakteren, und da hab ich (und einige andere auch) durch Rey in der Star-Wars-Sequel-Triologie eine enorm schlechte Erfahrung machen müssen, weil Rey die Inkarnation einer Mary-Sue ist.

    Inwiefern ist Rey denn eine Mary Sue? Mal davon abgesehen, dass der Begriff "Mary Sue" heutzutage sehr inflationär genutzt wird im Vergleich zu Gary Stue (und ja ich ignoriere in dem Fall auch den Aspekt, dass diese Begriffe ursprünglich sich nur auf Original-Charaktere aus Fanfictions bezogen haben), so steht der Begriff systematisch auch für ein ganz anderes Problem: Das überkritische Bewerten von weiblichen Figuren in den Medien.


    Denn ja in den letzten Jahren ist es ziemlich populär geworden weibliche Charaktere, die kräftemäßig gleichwertig oder stärker als die männlichen Figuren in ihrer entsprechenden Geschichte sind, immer sehr schnell als Mary Sue abzustempeln. Ähnlich wie du behaupten solche Kritiker auch immer, dass sie entsprechende Charaktere nur deswegen nicht mögen weil der Charakter eine Mary Sue ist, nicht weil er weiblich ist. Und da muss ich dann doch ganz lautsagen: Bullshit. Viele Leute ignorieren dabei gerne, dass es schon ähnliche Figuren mit einen ähnlichen Powerlevel gab, die in der Geschichte vorkamen, oder im entsprechenden Franchise. Um bei Star Wars zu bleiben: Entsprechend ignorieren halt viele Leute gerne, dass es ziemlich unrealistisch ist, dass ein Farmjunge wie Luke Skywalker in relativ kurzer Zeit zum Jedi wird. Das Rey allerdings schon wesentlich geübter im Umgang mit einer Waffe ist und es daher bei ihr nicht so unlogisch erscheint, dass sie relativ schnell zum Jedi wird, wird wiederum gerne ebenfalls ignoriert.


    Oder um das Beispiel mal am MCU durchzuführen: Im Marvel-Universum gibt es einige Powerhouses wie Iron Man, Captain America, Thor oder der Hulk. Da wird es natürlich durchaus einige Kandidaten geben, die von dem ein oder anderen als zu übermächtig empfunden werden. Dreimal dürft ihr raten welche Charaktere allerdings sehr häufig von diversen Fans als zu übermächtig empfunden werden. Wenn ihr auf Captain Marvel und Black Panther getippt habt, dann lagt ihr goldrichtig! Ist schon ein komischer Zufall ,dass ausgerechnet die beiden Marvel-Helden die keine weißen Männer sind, mitunter die meiste Kritik abbekommen, ne? Der ein oder andere wird vielleicht jetzt an dieser Stelle sagen: "Ja aber bei Captain Marvel ist es ja auch kein Wunder die war ja viiiieeeel zu overpowert!" Und während es zwar stimmen mag, dass Carol Danvers als ein sehr mächtiger Charakter dargestellt wird, so ist der Hauptkonflikt in ihren Film kein physisches Problem, weswegen ihre Kräfte ihr hierbei nicht viel nützen. Ähnlich sieht es bei Black Panther, welcher ironischerweise nicht mal unbedingt stärker als Iron Man & Co. ist. Aber da er eben halt nicht den "White Saviour" Trope entspricht, wurde er ebenfalls häufig gerne kritisiert.


    Ich könnte an der Stelle natürlich noch ausführlicher darauf eingehen, dass unter anderem Filme wie Captain Marvel, Wonder Woman oder die neueren Star Wars Filme bereits schon vor ihren Release eine massive Hate-Welle abbekamen, meist von denselben "kritischen" Fans. Oder das zum Beispiel die Schauspielerinnen von Captain Marvel und Rose sehr häufig in den sozialen Medien von eben diesen Leuten beleidigt oder anderweitig belästigt wurden. Aber ich denke mal es reicht wohl aus um zu verdeutlichen, welche Gesinnung vieler dieser "kritischen" Fans haben.


    Und keine Sorge, ich will dir damit nicht unterstellen, dass du eine frauenfeindliche Agenda verfolgst Arrior nur weil du behauptet hast, dass Rey eine Sue ist. Ich will nur verdeutlichen, dass es sehr problematisch ist zu behaupten, dass nur schlecht geschriebene weibliche Charaktere einen Shitstorm abbekommen. Denn das entspricht bei Weitem nicht der Realität.


    Edit: Oki hab zu erst beim Abschicken des Beitrags gemerkt, dass Alaiya diese Thematik wesentlich besser zusammengefasst hat, als ich haha

    Nein, wird es nicht. Das war vor etwa einem Jahrzehnt der Fall. Es gibt seit längerem eine Extraklausel, die dem Gesetz "Tiere sind keine Sache" beifügt.


    Und das versuche mal einem Gericht klarzumachen. Glaub kaum, dass das durchgehen wird.

    Zufälligerweise hatten ich und mein Kurs dieses Thema in Vertragsrecht vor einer Weile mal behandelt, zwar eher nur kurz und beiläufig aber ich fand es trotzdem interessant, da ich die Regelung vorher auch nicht kannte.

    Zwar hast du in dem Sinne Recht, dass im entsprechenden Paragraphen hervorgehoben wird, dass Tiere keine Sachen sind, nichtsdestotrotz gelten für sie immer noch die selben Gesetze wie für Sachgegenstände.


    Um es mal aus den entsprechenden Paragraphen im Bürgerlichen Gesetzbuch zu ziteren:

    "§ 90a Tiere

    Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist."


    Soll also effektiv heißen: Ja bei Tieren wird zwar betont, dass sie keine Sachgegenstände sind, im Prinzip werden sie gesetzlich aber immer noch als solche betrachtet, so dämlich ich das auch selber finde. ^^"