Beiträge von Charinfern

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    5 – Gary


    „Sie sind weg, nicht wahr?“
    Gary brauchte nur in die betretenen Gesichter der Männer zu sehen, um aus ihnen die Antwort auf seine Frage zu erfahren.
    „Und warum sagt ihr das nicht gleich? Was für einen Zweck hat es zwei Stunden mit blöden Ausreden, warum wir nicht in dieses Rebellenlager im Wald können, zu verschwenden?“
    Gary ballte die Fäuste. Wenn es eine Sache gab, die er noch weniger ausstehen konnte als Inkompetenz, dann war es die Feigheit, Fehler einzugestehen. Bei diesen Gesellen gegenüber handelte es sich augenscheinlich um beides. Naja, dabei werden wir es nicht belassen. Wahrscheinlich verlangen wir einfach zu viel von ihnen, schau man sie doch mal an. Streifendienst in irgendwelchen Drogen-Vierteln in Marea oder sogar unten in Vapydro wird denen ganz gut tun.
    „Sir, was machen wir jetzt?“ Der Mann mit den lockigen braunen Haaren, dem Doppelkinn, dem nicht den hellsten Eindruck machenden Gesicht und mit dem Leibesumfang, bei dem sogar die weiteste Hosengröße zwei Nummern zu klein war, hatte sich am Anfang als der „Herr Sergeant“ dieses Polizeibüros vorgestellt.
    Naja, der ist nicht mehr lang der „Herr Sergeant“, dafür werde ich Sorge tragen.
    „Was ihr macht weiß ich nicht. Ich werde wieder zurück nach Marea fahren, wir müssen ja den Bericht dieses Unterfangens hier verfassen.“
    Alle fünf schluckten tief und erschrocken, mit Genugtuung sah er genau die Reaktion die er hervorrufen wollte. „Ist noch was?“ bemerkte er mit einem Tonfall, den sogar der dümmste der Bande, der Quotenheld ganz links, als scheinheilig erkannte. Natürlich waren sie wieder zu feig um zu antworten, nur aus dem Herr Sergeant bekam er ein erschrockenes, schnelles Kopfschütteln hinaus. „Na dann. Einen schönen Tag den Herren!“ Er drehte sich um, und verließ die Polizeistation über die einzige, gläserne Tür durch die ein kleiner Sonnenstrahl, der die Wolken durchbrochen hatte, hindurchschien.


    Auf dem Highway nach Süden war dichter Verkehr, aber für solche Tage waren Gary die Sonderrechte der regulären Polizei gerne von Nutzen. Sein Fahrer, ein schweigsamer Beamter aus Marea, den ihm die lokale Behörde zur Verfügung gestellt hatte, manövrierte den blau-grauen Dienstwagen, noch glänzend von der Wäsche in der Waschstraße gleich neben jener Polizeistation, geschickt durch die Verkehrsmassen, die anderen Autos fuhren aufgrund des blinkenden Blaulichts und des etwas nervigen Folgetonhorns auf die Seite, um den Wagen durchzulassen. Die Autos auf der Seite waren überwiegend ältere Modelle, die meisten hatten die eine oder anderen Matzen und Dellen, und wenige waren so sauber geputzt und glänzenden wie der Polizeiwagen in ihrer Mitte. Die Landschaft hier im Norden von Marea war eintönig, die Wäldern und Hügel weiter nördlich hatten einer flachen Ebene, von etlichen Flüssen und Tümpel durchzogen, und mit vielen Feldern und Äckern bewirtschaftet, Platz gemacht, und auch der leichte Sonnenschein von vorhin war dem typischen Wetter in Marea gewichen, einem leichtem Nieselregen.


    Die „Polizei Hauptstation Provinz Marea C-1, Abteilung Sicherheit und Ordnungswahrung“ war im dritten Stock eines Hochhauses direkt im Zentrum von Marea untergebracht. Von außen erschien es unscheinbar, und nur ein kleines Schild an der Klingel im Eingang verriet das hier das wichtigste und größte Büro der Geheimpolizei von Einall in dieser Gegend, das Hauptquartier für alle Westprovinzen, lag.
    Als Gary aus dem Lift in den dritten Stock trat, bot sich ihm ein ganz anderes Bild. Gestern Abend war er noch nicht hier gewesen, er hatte sich nur mit einem Beamten über Video-Telefon in seinem Hotelzimmer unterhalten, deswegen sah er die Kommandantur nun das erste Mal. Der Eintritt war mit Sicherheitsschleusen wie an einem Flughafen gesichert, drei grimmig dreinblickende Security-Kräfte standen unmittelbar neben dem Eingang. Gary sah aus den Augenwinkeln wie ein Mann zwischen ihnen hindurch trat, da sprach ihn dieser Mann an.
    „Ah, Sie sind der Agent aus der Hauptstadt. Willkommen in Marea! Kommandant Raymond der Name“
    Der Mann der Gary die Hand anbot, war groß gewachsen, hatte die Haare militärisch kurz geschoren, trug eine stramm sitzende grau-grüne Uniform, und wirkte generell sehr muskulös und stark; aber er hatte ein nettes Lächeln, und sein Gesicht zeigte eine offene Freundlichkeit und Wärme.
    „Agent Willington. Freut mich.“
    „Ganz meinerseits. Kommen Sie mit in mein Büro, dort können wir uns ungestört unterhalten.“ Er gab den Sicherheitskräften einen Wink, die daraufhin zur Seite traten, und führte Gary in das Büro hinein.
    Von innen unterschied es sich nicht sehr von Gary’s Arbeitsplatz in Stratos City, der augenscheinlichste Unterschied war die dunkelgrüne Tünchung der Fensterfronten, die einen Blick von außen fast unmöglich machten, der Außenwelt aber einen edlen, zurückhaltenden, ja fast kühlen und entfernten, vor allem aber wunderschönen, smaragd-farbenen Ton gaben.


    Das Gespräch bot keine nennenswerten Informationen für Gary. Diese eine Gruppe war bis jetzt noch nicht auffällig geworden, also hatte man auch keine Informationen über sie. Einzelne Zeugenaussagen hatten verraten, dass es dort oben im letzten Winkel der Provinz gewisse Widerstandsnester geben könnte, aber das wenige das man hatte, war nicht verwertbar. In Folge dessen war das Gespräch schnell beendet, und Gary war ein kleines Übergangsbüro überlassen worden. Sofern man es Büro nennen konnte.Das Kämmerchen, in das sie ihn gesteckt hatten, hatte keine Fenster. Eine einzelne Lampe spendete nur wenig Licht, und die hohen Schränke, mit Aktenkoffern vollgestopft, engten den Raum ein. Der Computer erschien wie ein Relikt aus alter Zeit, und die Kühlung ertönte so laut wie ein alter Ventilator, der gerade dabei war, seinen Geist aufzugeben. Es war die letzte Kammer, doch Gary wollte nicht protestieren. Es war ja nicht für lange, und er könnte die Datenbank des Computers nach eventuellen Meldungen über die Flüchtigen durchsuchen. Und sie würden ihn ja sofort holen sobald die Fahndungsergebnisse eintrafen. Trotzdem beriet ihm der Raum ein ungutes Gefühl. Er würde nicht von Platzangst sprechen, doch Gary hasste es, eingeengt zu sein. Schon als Kind, wenn er an die kleinen Kellerkammern dachte, der Putz abbröckelnd, und der Schimmel die Wände zersetzend…
    Nein, er würde nicht daran denken. Nicht schon wieder. Was geschehen war, war geschehen. Abgeschlossen. In der Vergangenheit. Und da sollte es bleiben.


    „Sir, wir haben die Ergebnisse der Fahndung. Kommen Sie mit raus?“ Eine freundliche Sekretärin steckte ihr Gesicht durch die Tür. Gary drehte sich schnell um, und folgte ihr.
    „Natürlich. Danke“ Sie führte ihn durch den weiten Gang, an den Seiten konnte er einige Büros sehen, die meist nur durch Glaswände von ihrer Umgebung getrennt waren, in ihnen einige Beamte, manche mehr, manche weniger in ihre Arbeit vertieft. Der Duft von Kaffee vom Automaten in der Mitte des Ganges auf der einen, und der der steril wirkenden, frisch geputzten Möblierung auf der anderen erinnerte ihn an sein eigenes Büro zuhause. Er liebte die Vormittage, wenn der Arbeitsplatz wie auch die Menschen noch frisch waren, und auch so rochen.


    Die Sekretärin führte ihn ins erste Büro, in Sichtweite der Sicherheitskontrolle, wo Gary bereits den Kommandanten wahrnahm. Er stand hinter einem Mann in fest sitzender Uniform, seinen Kurzhaarschnitt fest gekämmt und gestriegelt, doch das Gesicht in den Computer vertieft.
    „Mr. Willington. Bitte sehr, sehen Sie sich das an!“ Der Kommandant deute mit der Hand auf den Bildschirm, wo Gary eine Karte des Raumes Marea wahrnehmen konnte. Auf einen Mausklick des Beamten am Computer erschienen rote Punkte, bis knapp vor Marea City auf dem großen Highway, danach eher auf Nebenstraßen und im Zick-Zack Kurs gruppiert.
    „Dies sind alle Zeugenaussagen, die eindeutig die drei Lastwagen identifizieren konnten. Sehen Sie sich die Punkte hier in der Stadt an. Sie versuchten uns eindeutig in die Irre zu führen, und hielten sich eindeutig vom Stadtzentrum fern. Doch sehen Sie genauer, können Sie eine Richtung erkennen?“
    Gary betrachtete die roten Punkte genauer. Wenn man eine Linie dachte, die ungefähr genau in der Mitte zwischen den entferntesten Punkten nach Süden verlief, dann verlief diese Linie genau auf der großen Ausfallstraßen vom Stadtzentrum ans Meer. „Da, alle Punkte folgen ungefähr einen Weg nach unten. Da, zu dieser grauen Fläche am Meer. Das ist der…“
    „Genau, der Hafen. Unseren kleinen Vögelchen muss es hier zu heiß geworden sein, die sind jetzt weg. Aber da gibt’s noch jemanden, der weiß wo sie sind.“
    Als Gary den Kommandanten ansah, war alle Freundlichkeit aus seinem Gesicht entschwunden, war einem entschlossenen, ernsten Blick gewichen.


    Gary war noch nie in Marea City gewesen, doch als er nun am Rücksitz des Polizeiautos durch die Innenstadt fuhr, bot sich ihm Gelegenheit, die Stadt zu bewundern. Sie war bei weitem nicht so groß wie Stratos City, und doch konnte Gary alles entdecken, das eine moderne Großstadt benötigte: Gläserne Hochhäuser gruppierten sich um den alten Stadtkern, der sich hinter einer niedrigen Mauer aus alten Zeiten versteckte, und hinter der Mauer erkannte Gary die roten Dächer einiger Pagoden-Gebäuden. Ihm gefielen diese Gebäude, von denen es in Stratos nur noch wenig gab, strahlten sie doch ein gewisses Alter aus. Und vor allem waren sie schön. Um den alten Stadtkern herum gruppiert fielen Gary viele Hochhäuser ins Auge, und alle trugen sie diesen für Marea so typischen dunkel-smaragdenen, edlen Farbton.
    Sie fuhren weiter durch die Stadt, doch je weiter sie sich vom Zentrum entfernten, desto kleiner und älter wirkten die Häuser, und desto älter wurden auch die Autos, die an den Straßen standen. Schließlich fuhren sie auf eine breitere Straße, an deren Flanken rostige Leitplanken und alte, zerfetze Werbeplakate vom Verfall zeugten. Dieses Viertel hatte eindeutig bessere Tage gesehen. Doch kaum waren sie hinter den Mauern des Hafens verschwunden, bot sich ihnen ein anderes Bild: Moderne Häuser und Hangars, Lagerhallen und Betonungetüme warteten auf sie, und dahinter lag das größte Schiff, das Gary je gesehen hatte, größer gar, als jene gewaltigen Kolosse die man früher am Hafen von Stratos erblicken konnte.


    Das weitläufige Büro des Hafenmeisters lag direkt im Zentrum des Hafens, im dritten Stock eines komplett glasverkleideten Gebäudes. In der Mitte des Raumes stand ein Schreibtisch, hinter dem der erste Hafendirektor saß und ungeduldig wartete. An der Wand stand je ein Tisch, und auf der einen Seite ein Schrank mit Ordnern. Gary stand an der Glasfront, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, und blickte hinunter auf das Treiben des Hafens. Er sah Krane die Schiffe beluden, Seemänner die dabeistanden und zusahen, aber es waren nur wenige, und ihm fiel auf, dass kein Schiff eine andere Flagge trug als das blaue Kreuz auf schwarz und weiß, die Fahne Einalls. Ihm war gesagt worden, dass am Rand des Hafens einige Schiffe aus Sinnoh oder Hoenn anlegten, doch es wurden immer weniger. Und das im geschäftigsten und größten Hafen Einalls, dem Tor zur Welt, wie Marea früher genannt wurde. Einst hatte dieser Hafen die halbe Stadt mit Arbeitsplätzen versorgt, jetzt waren Arbeitsstellen nur mehr bei den endlosen Baustellen zu ergattern, die „dem Hafen den Glanz zurückgeben sollten“. Gary hatte von diesen Projekten zur Ankurbelung der Wirtschaft in dieser Gegend gehört, verschlangen sie doch Milliarden pro Jahr. Aber der Hafen bot ein für diese Summen trostloses Bild. Baukräne bauten an grässlichen Betonlagerhallen, doch nur wenige Menschen liefen umher, und nur an drei Stegen lagen Schiffe an. Die Wirtschaft Einalls war am Boden. Kein Wunder, dass es immer mehr Arbeitslose und Bettler, Arme und Obdachlose in den Straßen gab, und überall schossen Suppenküchen und wohltätige Kirchenorganisationen wie Pilze aus dem Boden. Und das in den Großstädten, die immer schon der Motor Einalls Wirtschaft waren. Gary mochte gar nicht wissen wie es auf dem Land aussah, hörte er doch, dass immer mehr Farmen verlassen wurden und immer mehr Leute in die Städte zögen. Aber Team Plasmas Sozialreformen würden doch bald greifen. Rezessionen und Wirtschaftskrisen hatte das Land schon mehrere überstanden.


    „Willst du noch länger stumm dastehen, Junge? Ich habe nämlich noch Arbeit zu erledigen.“ Marcus Lee war ein fetter Mann, mit einer Glatze gestraft, und er hatte eine Laune als hätte er rostige Nägel gefrühstückt.
    Gary drehte sich nicht um, und antwortete: „Sie werden mich mit Mr Willington anreden, Mr Lee. Oder ich werde einige andere, unangenehmere Zeitgenossen als mich hier her schicken. Aber sie sind doch ein gesetzestreuer Bürger, Mr Lee, und haben nichts zu befürchten.“ Er hörte ihn tief schlucken. „Oder Mr Lee? Sie haben doch nichts mit einer kleinen Gruppe Illegalen zu tun, die heute Morgen ein Schiff bestiegen. Nicht wahr?“
    Dies war es, was ihm Freude beriet. Wie oft hatte er es sich früher vorgestellt, es diesen einfältigen Pinseln die sich für so was Besseres hielten heimzuzahlen.
    „Ich weiß nicht wovon sie reden, Mr Willington.“ Er sprach das letzte Wort aus, als wolle er ihn erwürgen.
    „Das haben wir uns doch auch gedacht, aber glücklicherweise haben sie in ihrem Dienst einen sehr gesetzestreuen Bürger, der es als seine Pflicht ansah, uns zu informieren. Sie sollten stolz auf einen solchen Mitarbeiter sein.“
    Die Tür ging auf, und es trat ein Polizist mit Lees Adjutanten im Arm ein. Sein Auge war blau, und seine aufgeplatzten Wangen mit Tränen verschmiert.
    „ Mr Bontley hat uns über das Schiff nach Fleetburg informiert, und seine Ladung. Nicht wahr Mr Bontley?“
    Als Gary sich umdrehte, zuckte dieser zusammen.
    „Ja.“, stammelte er. „Es ist meine Pflicht als Staatsbürger.“
    Er sah aus, als würde er gleich zusammenbrechen, und um das zu verhindern, gab Gary dem Polizisten einen Wink, und er nahm Bontley mit nach draußen.
    Als die Tür zufiel, lehnte sich Gary auf den Schreibtisch, und blickte Lee ins Gesicht. Schweiß rann ihm seine fetten Wangen hinunter, und seinen Atem roch nach Angst.
    „Wir sehen uns wieder, Mr Lee. Aber vielleicht nicht mehr hier, wer weiß. Ich wünsche ihnen viel Glück!“
    Als Gary sich umdrehte, um den Raum zu verlassen, erlebte er eine Überraschung. Nie hätte er diesem wandelnden Fleischklops solche Mut zugetraut, doch dieser rief ihm nach:
    „Team Plasmas Tage sind gezählt, Junge. Nicht mehr lange und wir sehen uns wirklich woanders wieder. Davon bin ich überzeugt!“
    Vielleicht war es sein überhebliches Grinsen, vielleicht auch nur ein schneller Impuls, der ihn dazu trieb.
    Gary schlug ihn mit voller Wucht ins Gesicht.

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    Also – wie ich’s dir gesagt habe Rene, hier kommt der Kommentar zu deiner FF. Du hast zwar erst zwei Kommentare bekommen, aber da ich nicht so viel Zeit habe werde ich nur das neueste Kapitel kommentieren. Erstens einmal finde ich deine Geschichte sehr interessant und spannend, nur komme ich nicht komplett ganz mit; es gibt halt doch viele Begriffe und Themen die komplett neu sind, und da braucht man halt seine Zeit um sich einzufinden.


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    Er stieß die Tür auf und betrat das Büro (Büro passt so überhaupt nicht in dieses „Ambiente“ – Arbeitszimmer; oder nimm meinetwegen auch den lateinischen Begriff dafür her, aber nicht Büro) seines Vaters, eine leichte Spur von Lavendel lag in der Luft. An den Wänden lehnten hohe, überfüllte Bücherregale, die bei den Schritten empört knarrten. Alles im Allem herrschte ein leichte Unordnung in dem Zimmer vor, denn sein Vater interessierte sich schon lange für die Geschichte des Planeten und vergaß so oftmals in seiner Besessenheit von der Historie, alles wieder in Ordnung zu bringen. Bei dem Gedanken musste Accum leise lächeln.


    Mit der Zeit war es also so gekommen, dass das Zimmer ein bisschen in Unordnung geriet, aber im Allgemeinen doch noch ansehnlich war. Das Familienoberhaupt saß hier oftmals noch bis spät in die Nacht und kritzelte irgendwelche wichtigen Briefe, weshalb ständig Boten ein- und ausgingen. In letzter Zeit hatte sich das gehäuft. (Warum? Eine kleine Erklärung wäre nett; schreib zumindest „Acuum wusste nicht warum“ oder so..)


    Das edle Parkett war blank poliert, ein dunkelroter Teppich lag ausgerollt darüber. Das Zimmer war recht klein, eines der wenigen, die nicht rund waren. Die Fenster gingen zur Südseite hinaus, sodass man in der Ferne bei an guten Tagen die vergoldete Spitze des höchsten Turmes von Hochklipp (wieder so ein Wort, dass einfach nicht in diese Welt passt – mir kommt es recht eigenartig vor, dass eine Burg im Römischen Reich „Hochklipp“ heißen sollte – noch dazu wo die anderen Namen alle leicht „exotisch“ wirken.) aufblitzen sehen konnte, seiner Heimatfeste. Ein vermisstes Gefühl (ein vermisstes Gefühl?) flammte bei dem Gedanken an Hochklipp in ihm auf. Sehnsucht nach der alten Konstellation der Familie, er wollte weg von dem lauten, überbevölkerten und dreckigen Fleck von einer Reichshauptstadt. Wollte wieder den frischen Seewind riechen, den südlichen Horizont im hellen Rot erstrahlen sehen.


    „Accum“, drang die ruhige Stimme seines Vaters zu ihm durch, welcher mit dem Rücken zu ihm saß. „Was ist los?“ Er saß an einem robusten Schreibtisch aus dunklem Holz. Es waren Kerben in reinem Weiß eingeritzt worden, die sich in kunstvoller Art und Weise die Tischbeine hinaufschlängelten und hinterher auf der Tischplatte zum einem Bündel zusammenflossen. Ein metallener, eleganter Kerzenständer erhellte mit sieben türkisblauen Wachskerzen sanft den sonst so dunklen Raum.


    Das erste Mal sah Nin, die hinter Accum stand, Anzeichen von greifbarer Unsicherheit in seiner Körperhaltung. „Die Zeit … sie ist gekommen“, sagte Accum sehr leise, die Worte zitterten bei der Aussprache. Mit einem Mal schien der Raum um einige Grad kälter zu werden, Nin erschien er sehr dunkel und gleichzeitig mächtig, seine Atmosphäre drückte auf sie hernieder, umschloss sie, als wollte er sie nicht mehr der Welt preisgeben. Sie fühlte sich unbehaglich.


    Mit einem Ruck drehte sich der ältere Herr um. Seine smaragdgrünen Augen funkelten bedrohlich in dem schmalen Gesicht, welches von kurzen, dunkelblonden Haaren eingerahmt wurde. Ein paar Falten waren um die Augen herum zu erkennen, zogen sich wie kleine Rillen durch das sonst so ansehnliche Gesicht. Schmale Lippen unterstrichen die gesamte Schlankheit des Gesichts. Er strahlte etwas Mächtiges aus, etwas, was Nin sofort erschauern ließ.


    Sonst war Seine Gnaden eine Person, die nicht viel redete und sich für wenig interessierte, was um ihn herum geschah, doch jetzt blitzte Interesse in seinen Augen auf. „Es sind noch zwei Jahre hin bis zur besagten Zeit, was also sollte darauf hindeuten, Accum?“


    „Vater, eben. Es sind nur noch zwei Jahre. Die Kraft kehrt in ihren ursprünglichen Körper zurück. Die mentalen Fesseln werden nicht mehr als zwei Jahre halten.“ Er trat zur Seite und gab den Blick auf Nin frei.


    Als der König Nin sah, veränderte sich etwas an seiner Haltung. „Accum, schließ die Tür. Sofort.“


    Accum nickte unsicher. Er wusste nicht, was sein Vater damit bezwecken wollte. Die massive Holztür, so dick, dass so gut wie niemand lauschen konnte, fiel ins Schloss und es wurde Still. Schließlich zeigte Ayko Lariel auf zwei braune, lederne Sessel, die links neben dem Schreibtisch standen. Er zündete zwei weitere Kerzen an und stelle sie an den Rand des Schreibtisches, sodass der Raum einigermaßen erhellt wurde. „Setz dich Accum. Ihr auch, Herrin Nin.“


    Sie wusste nicht warum, aber sie bekam unwillkürlich eine Gänsehaut, als sie den Mann wieder im Kerzenschein betrachtete. Das Zimmer war so viel anders, als der aufgeregte, überfüllte und laute Ballsaal. Beinahe vermisste sie Kliss und ihre aufgedrehte Art, ihr erschien das hier alles so … dringlich.


    Ayko sah seinen Sohn an. „Würdest du bitte einmal?“


    Dieser nickte und schloss die Augen. Nin spürte kurz darauf ein Pulsieren. Unverkennbar. Wellen des Gebrauchs der Elementarie. Man konnte sie zwar nicht sehen, aber man spürte sie, es fühlte sich an, als würde eine kleine Welle gegen einen branden. Im gleichmäßigen Rhythmus schlugen sie gegen ihre linke Seite, die Regelmäßigkeit gab das Element an, von welchem gerade Gebrauch gemacht wurde. Zwei schnelle Schläge, gefolgt von einer längeren Pause, welche von einem stärkeren, kurzen Schlag unterbrochen wurde, zeigte Nin das Element Telekinese an. Das Pulsieren hörte wieder auf und Accum öffnete die Augen. „Sicher. Keiner in der Nähe, der lauschen könnte. Zumindest im Moment.“


    Das machte Nin sehr nervös, denn die Sache, die nun kommen schien, schien sehr wichtig zu sein. Ayko Lariel legte seine Hände ineinander und sah sie an. „Hoffentlich werdet Ihr uns nicht und unsere Religion nicht für verrückt halten …“


    „Aber nicht doch. Ich interessiere mich sogar für den Splitterismus und seine Lehren. Die haben etwas an sich, was mich in den Bann zieht. Außerdem steckt hinter ihr viel mehr Logik als hinter dem Pfad.“ Sie schüttelte sich, als sie daran dachte, denn letzterer Religion hatte sie noch nie viel abgewinnen können.


    Ayko schien überrascht. „Das vereinfacht vieles. Wie Ihr wissen solltet, prophezeit der Splitterismus einen Untergang dreihundert Jahre nach dem verhängnisvollen Sturm. Ein Held soll geboren werden, in dem das Schicksal dieser Welt liegen soll. Außerdem wird sich etwas befreien. Etwas Mächtiges. Etwas, was die Vernichtung der Welt einleiten wird, wenn der Held es nicht schafft, diese Macht aufzuhalten.“


    „Aber das würde sich doch gegen den Ersten Pakt stellen“, meinte Nin und runzelte die Stirn. Sie hatte sich in der letzten Zeit selber viel mit dem ersten Pakt beschäftigt, auch wenn er ein grausames Ende vorhersah – aber gerade deshalb erschien er ihr so interessant.


    Verblüfftes Schweigen herrschte. „Ja“, sagte Accum schließlich gedehnt. „Jedoch würden wir nicht mehr leben, wenn der Pakt schon erfüllt worden wäre. Ihr habt Recht, wenn Ihr sagt, dass sich das gegen den Ersten Pakt stellen würde. Doch von wem wurde dieser abgeschlossen? Der Pakt wurde bis jetzt immer nur mündlich weitergegeben, außer in den Worten der Bewahrung.“


    „Aber wer hat die Worte der Bewahrung eigentlich geschrieben?“, fragte Nin etwas dümmlich. Sie war noch nicht so in dieser Religion bewandert, hatte aber Namen gehört. Das Pochen in ihrem Kopf wurde lauter, dringlicher. Sie drückte ihre Daumen gegen ihre Schläfen um das Pochen zu unterdrücken.


    Ayko Lariel musterte sie erneut. „Von Claudius Martelli, das nehmen wir zumindest an. Denn sonst würden wir ja an die falschen Personae glauben. Jedenfalls, wenn die Zeit jetzt schon gekommen ist …“


    „Dann ist das gar nicht gut?“, vermutete Nin und Ayko nickte bedächtig.


    „Es ist nämlich so“, schaltete sich Accum erneut ein, „dass sich gerade eine Rebellion aufbaut und solch eine Bewegung würde sich in dieser schwierigen Zeit sehr gegen das stellen, was auf uns unweigerlich zukommen wird.“


    Nin wurde bleich. Sie hatten es bereits bemerkt und das war schlecht. Jedoch … „Die Kaiserlinie war bisher nie wirklich interessiert an den Rebellionen. Die habt Ihr immer niederschlagen müssen, als Adel. Was werden sie also tun, um die Kettensprengung zu verhindern?“ So nannte man das Ereignis, was bald stattfinden würde. Etwas Mächtiges würde sich befreien. Immer wieder schlich dieser Satz durch ihren Geist, grub sich tief in ihr Unterbewusstsein ein. Etwas Mächtiges würde sich befreien.


    „Nichts.“ Accums Gesicht verdüsterte sich. „Das ist es ja. Sie folgen ihrer eigenen Religion. Dem Pfad. Und der sieht diese Sprengung der Ketten nicht vor, tut es als närrisches Geschwafel ab.“ Sein Blick wurde leer. „Aber ich frage mich, ob man dagegen überhaupt etwas unternehmen könnte. Erinnert Ihr euch an das Bild, was ich Euch vorhin gezeigt habe?“


    Nin bekam abermals eine Gänsehaut. Sie nickte. Dann spürte sie etwas Weiches an ihren Beinen und blickte nach unten. Moosgrüne Augen funkelten sie freudig an und zum zweiten Mal an diesem Abend machte es sich der kleine Nebeltiger auf ihrem Schoß gemütlich. Anscheinend mochte er sie, und das jagte ihr einen angenehmen Schauer über den Rücken. Es ruhte so viel Kraft in diesem Körper.


    „Interessant“, murmelte Ayko, doch Accum ließ sich davon nicht ablenken. „Doch sind Claud und seine Freunde, die Gottheiten des Splitterismus, reale Menschen gewesen, die ihr Leben im Krieg gelassen haben. Die beiden Begriffe, „Licht“ und „Finsternis“, die auf dem Blatt ganz oben stehen, haben, so denke ich, noch eine andere Bedeutung.“


    Nin riss ihre Augen auf, denn ihr war gerade etwas klar geworden. „So eine wie eine ‚Höhere Macht’?“


    Accum nickte. „Wahrscheinlich schon. Über den Helden des Neuzeit-Altertums würden also noch die duo dei, zwei Götter, stehen. Doch, haben sie einen Namen? Das Christentum, welches vor dem Sturm der Vernichtung weit auf der Welt verbreitet war, hatte nur einen Gott und dieser besaß keinen wirklichen Namen, außer halt ‚Gott’.“ Er rieb sich die Stirn.


    „Man sagt, dass man mit diesen duobus Deis einen Pakt geschlossen hätte, oder dass die beiden untereinander einen Pakt geschlossen haben, daraus werde ich noch nicht ganz schlau. Denn in den Worten der Bewahrung wird das nicht genau geschildert, alles ist in diesem Thema so ungenau.“ Er schüttelte verzweifelt den Kopf. „Ich verstehe daraus nur einen Bruchteil des Ganzen.“ Ayko musterte seinen Sohn genau.


    „Aber Ihr habt gemeint, das Buch noch nicht ganz durchzuhaben. Vielleicht klären sich die Fragen ja noch“, meinte Nin und neigte dabei langsam den Kopf.


    „Ich habe dafür aber momentan eigentlich gar nicht die Zeit. Ich werde demnächst nach Laurentin gehen müssen. Mein Onkel möchte nach Africa, um die dortigen Grafen aus dem Kleinadel zu besuchen. In Nordafrica sind die vor ungefähr dreihundert Jahren neu entstandenen Vulkane reihenweise ausgebrochen, bedecken alles mit Asche.“ Er stand auf und ging zu einem Fenster, welches im fahlen Licht zwischen den Bücherregalen hindurchblickte. Er schaute hinab auf die leuchtende Stadt. „Genauso wie hier. Alles wie in alten Zeiten.“ Er drehte sich zu ihr um. Im Kerzenschein wirkte sein schmales Gesicht düster und gefährlich.


    Noch über eins wurde sich Nin nicht so recht klar. „Warum erzählt Ihr mir das alles?“, fragte sie leise.


    Accum lächelte mild und ging zu einem der Bücherregale. Er zog ein ziemlich dickes, altes Buch heraus, in dem einige Schnüre zwischen die Seiten gelegt worden waren. Vermutlich zeigten sie wichtige Stellen. Der Einband war mit kupferroten Linien versehen, die sich ineinanderschlungen und sich in verwirrenden Mustern über das ganze Buch zogen. In Linien funkelten matt im Kerzenlicht. Er hielt es ihr hin. „Ihr hört ein Pochen in Eurem Kopf, wenn Ihr über historische Ereignisse sprecht. Das bedeutet … nun, ich habe es ebenfalls, doch hat das jeder aus dem Haus der Lariels. Das ist nicht weiter schlimm, jedoch wenn Ihr das habt, dann kann das nur eins bedeuten.“


    Seine Gnaden Ayko sog scharf die Luft ein und musterte sie noch einmal genau. „Stimmt das?“, fragte er sie.


    Sie nickte unsicher, fühlte sich nicht gerade wohl in ihrer Haut. „Gut“, meinte Ayko schließlich. „Das ist … unerwartet. Nin, Ihr seid noch nicht lange im Hochadel, Euer Haus ist sogar eigentlich recht unbedeutend.“


    „Trotzdem seid Ihr ein Bündnis durch eine Heirat eingegangen“, meinte Nin, auch wenn sie wusste, dass es unhöflich war, den König zu unterbrechen. Accum neben ihr zuckte in ganz unadeliger Weise zusammen und der Tiger hob interessiert seinen Blick zu ihr hoch. Man konnte meinen, dass er schon darüber bescheid wusste.


    „Ja.“ Und zu Nins Überraschung lächelte Ayko. „Mein Sohn braucht endlich eine feste Hand und Ihr habt bereits einen sehr guten Ruf am Hof. Mein Sohn …“


    „Vater“, sagte Accum mit einem leicht gekränkten Unterton, doch Ayko beachtete ihn nicht.


    „… er braucht jemanden, der ihn unterstützt. Meine Gattin, nun, milde ausgedrückt kann sie ihn nicht leiden. Wahrheitsgemäß würde sie über Leichen gehen,um ihn umzubringen. (Ich habe bisher noch von keiner Stiefmutter gehört, die ihren Steifsohn umbringen will, und das weil er Wein über ihr Kleid gekippt hat – das ist schlichtergreifend nicht logisch.)“ Sein Gesicht nahm einen bekümmerten Ausdruck an. Nin war geschockt. Nun wusste sie auch, warum Accum sich bei Kliss’ Anblick so steif gemacht hatte. Die Gattin Aykos – und somit Accums Stiefmutter – war aus dem Hause Vioux. Kliss entstammte ebenfalls aus diesem Hochadelshaus.


    Accum senkte den Blick. „Dabei …“


    „… hast du nur auf unserer Hochzeit ihr den Wein übers Kleid gekippt“, meinte Ayko gelassen. Er sprach nicht gerade, wie es sich für einen Adeligen gehörte, doch das störte Nin irgendwie gar nicht und darüber wunderte sie sich sehr. „Seitdem … sie mag es gar nicht, dass ich vorher schon eine Frau hatte. Sie ist der Familienmensch und sieht es als Untreue an, wenn jemand ein zweites Mal heiratet. (Wenn sie so dagegen ist, wieso heiratete sie dann einen Witwer?)


    Accum schluckte hörbar. Auf einmal war er nicht mehr dieser Mann, den sie kennen und lieben gelernt hatte. Er sah zerbrechlicher aus, wie ein kleines Kind. „Ich bin für sie ein Bastard“, sagte er leise, seine Stimme hatte einen kindlichen Ton angenommen. Ein Stich fuhr in Nins Brust, nistete sich dort ein und breitete eine tiefe Bekümmertheit in ihr aus.


    „Aber das ist nicht der Hauptgrund“, fuhr Ayko fort. „Es liegt an seiner Krankheit.“ Er beobachtete seinen Sohn mit einem traurigen Blick. „Immer, wenn sie sich streiten, schaltet Accum ab. Dann kommen seine kindlichen
    Eigenschaften aus seiner frühen Kindheit vor. Aus der Zeit, in der ich das zweite Mal geheiratet habe, in der Zeit, wo die Schwierigkeiten begannen. Aber …“, doch er wurde unterbrochen, denn die Tür gab ein leises Quietschen von sich, als sie von außen geöffnet wurde. Accum drehte sich blitzschnell um und auch Nin drehte ihren Kopf in die Richtung der Tür.


    In dieser stand ein kleinerer Junge, der stark schnaufte, so als wäre einmal durch ganz Rom gerannt. Nin war verblüfft, es war, als stünde eine jüngere Version von Accum vor ihr. Bloß hatte er grüne und keine blauen Augen, soweit sie das im Kerzenschein erkennen konnte.


    Als er sie sah, wurde er unsicher. „Vater, du hast mich gerufen?“


    Ayko lächelte warm. „Ja, Kyrill. Accum? Würdest du Nin einmal die Burg zeigen?“ Er stand auf und stellte sich hinter sie, half ihr auf. Sehr leise und schnell, sagte er etwas, was Nins Adern gefrieren ließ. „Warum ich Euch vertraue? Ich kenne Eure Geheimnisse, Nin.“ Laux auf ihrer Schulter fauchte.


    Sie erstarrte. War unfähig, sich zu bewegen. (Genialer Schluss, wie auch inden anderen beiden Kapiteln.)


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    Also – deine Geschichte ist wirklich gelungen, und ich warte jetzt schon sehnlichst auf das nächste Kapitel. Ich erbitte außerdem eine Benachrichtigung, per GB wenn es genehm ist. ;)
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    Entschuldigung für den zweiten Post, aber mein "in"-Post ist weiter hinten, und ich glaube nicht das jemand eine Editierung bemerkt hätte.
    Muss diese Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben werden, oder ist es auch erlaubt, sie in der Er/Sie Perspektive zu schreiben?

    Ich darf noch nicht wählen, würde aber (wie immer) die Grünen wählen. Sie stimmen mit meinen politischen Ansichten einfach am meisten überein, das ist hier aber nicht der rechte Ort um über meine politische Stellung zu philosophieren, denn es soll ja um die Europawahlen gehen.
    Zuerst nur etwas, Vinum: In deinem Zitat sagst du, dass die griechische Nea Dimokratia ihren Stimmenanteil in etwa halten kann. Laut dieser Umfrage vom 30.11.2013 (die einzige neue und relevante die ich gefunden habe, einfach beim Wikipedia-Artikel nach unten scrollen) würden aber vor allem Syriza, die Linkspartei, und die Goldene Morgenröte (XA) gewinnen, erstere sogar stärker als Nea Dimokratia und damit erster werden. Nur so als kleiner Einwand am Rande.
    Wie bereist Gucky gesagt hat, Europawahlen sind eigentlich nicht so interessant, weil das Parlament wie auch die Kommission außer Regelungen, wie stark Bananen gekrümmt sein müssen (jetzt ein bisschen überspitzt ausgedrückt), nicht viel macht. Ich interessiere mich selbst nur mäßig dafür, und das auch nur deswegen, weil Politik meine große Leidenschaft ist.
    Versteht mich jetzt nicht falsch - ich bin ein großer Befürworter der EU. Aber solange sie nicht endlich dem Parlament, und damit dem Volk, mehr Rechte und Aufgaben gibt, braucht man sich nicht zu wundern, das solche Wahlen nur mäßig interessieren. Und dies hat halt dann auch zur Folge, das die EU immer mehr bürokratischer und volksferner wirkt, was besonders einigen Parteien (FPÖ, Front National, AfD, etc. etc.) hilft.

    Schönen Samstagnachmittag! Wie ich es dir gesagt habe, René, hier kommt jetzt ein Kommentar zu eurer Fanfiction ;) Zuerst einmal etwas Allgemeines: Ich finde es sehr toll, das ihr eine Fanfiction zum Thema Tribute von Panem schreibt, denn die Bücher haben mir ganz gut gefallen, und wieder einmal nach Panem zu reisen ist doch immer ein Genuss.


    Startpost:


    Eure beiden Startpost sind sehr informativ und klar strukturiert, und sehr schön gestaltet. Im ersten Startpost schreibt ihr erst allgemein über die Geschichte, im zweiten über die Welt von Panem. Am ersten Startpost habe ich überhaupt nichts zu bemängeln, und am zweiten auch nur eine klitzekleine Sache, die auch meine Vorposterin schon erwähnt hat: Auf der Karte kann man echt nur wenig erkennen. Wenn es irgendwie geht wäre eine größere Karte in einer Spoilerbox/Tabmenu besser, um sie zu betrachten. Vergesst das, ich habe ganz übersehen, dass ihr eh eine Verlinkung zu einer größeren Ansicht habt, das passt eh gut. Nur eine kleine Frage noch: Ist Distrikt 13 nicht schon vor den ersten Hungerspielen „vernichtet“ worden? Das ist jetzt keine Kritik nur eine kleine Frage meinerseits.


    Kapitel 1:


    Ich werde das gesamte Kapitel durchgehen, und dann meine Anmerkungen an der betreffenden Stelle anfügen.


    Alles in allem ist es ein sehr gut geschriebenes und spannendes Kapitel, auch wenn ich ein wenig die Beschreibung Gwyneth‘ Gefühle vermisse. Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Kritik helfen.


    Kapitel 2:



    Wie auch das erste Kapitel ist auch dieses sehr gut geschrieben und spannend. Allerdings musst du erstens darauf achten, dich deinem Charakter besser anzupassen, das heißt zu schreiben wie ein Holzfäller reden und denken würde; und zweitens solltest auch du ein wenig mehr auf die Gefühle deines Charakters eingehen. Wieder hoffe ich, dass ich dir mit meiner Kritik helfen konnte.
    Abschließend möchte ich noch sagen, dass mir eure Erzählweise gut gefällt, und ich mich bereits auf das nächste Kapitel freuen. Außerdem möchte ich gerne auf eure Benachrichtigungsliste gesetzt werden, PN oder GB ist mir egal, wie es euch besser geht.
    Ich hoffe ich konnte euch helfen, und habe euch mit meiner Kritik nicht den Tag vermiest.
    Charinfern

    Herzlich Willkommen :)
    Ich antworten normalerweise nicht auf Vorstellungsposts, aber du hast geschrieben, dass du doch für Geschichte interessierst, da hab ich mir gedacht, muss ich was schreiben. Ich nämlich auch total ^^
    Was interessiert doch denn für eine Epoche am meisten?
    Kannst mich gerne mal kontaktieren
    Lg Charinfern :D

    Hallihallo, dann geb ich halt auch mal wieder meinen Senf ab ;-)


    Wie vergebt ihr Namen?
    Hier muss ich zwischen Namen in einer Fantasy-Welt und Namen in Geschichten, die in unserer Welt, oder der Fantasie einer anderen Person (auch Pokémon-Fanfictions), spielen, unterscheiden. Zweiteres ist eher leicht: stinknormale Namen, die wenn möglich irgendeinen Bezug zu dieser Welt haben. (Eine Person die in New York lebt wird ja nicht den Namen Ching haben ^^)
    Ersteres ist aber schwieriger: Erstmal überlege ich mir, welches Gefühl, welche Stimmung vermittelt diese Welt? Ein kriegerisches Volk bekommt dann eher wildere, härtere Namen, ein friedliebendes Elbenvolk Namen mit vielen "A"s. Vorallem aber verlasse ich mich auf den ersten Impuls: Ich denke dann, wenn die wichtigen Fragen geklärt sind, nicht mehr zu viel nach. Der erste wortähnliche Fetzen, der durch meine Gedanken reist, wird dann bald zum Namen ausgebaut.


    Eure absoluten Lieblingsbücher?
    Ich bin eher im Fantasy-Genre beheimatet, also finden sich meine Lieblingsbücher naturgemäß auch in diesem Bereich. Auf dem ersten Platz finden sich gar ganze 5 Bücher, die aber zu einer Reihe, A Song of Ice and Fire von George R R Martin, gehören. Auch Platz 2 und 3 sind auf mehrere Bücher aufgeteilt, Platz 2 auf die Herr der Ringe-Trilogie; Platz 2 auf die Percy Jackson und Helden des Olymp Buchreihen.
    Meine liebsten Nicht-Fantasy Werke sind "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonsson, und die Brenner-Kriminalromane des österreichischen Autors Wolf Haas.


    Ich habe nun beschlossen, mir auch so eine Themenliste zuzulegen, ist ja recht praktisch.

    Mhm... Bei mir war es eine schwere Entscheidung zwischen Hydropi und Schiggy, habe mich dann aber für letzteres entschieden, weil ich schon gerechnet habe das Hydropi führen wird.... Und da wollte ich Schiggy ein bisschen pushen ^^
    Ich mag Schiggy einfach generell sehr gerne, Turtok finde ich auch toll und stark, und weil es es einfach in den ersten Spielen schon war, hat es Nostalgie-Bonus.
    Karnimani ist mein Lieblings-Johtostarter, und darum habe ich es in der Heart Gold gewählt. Unter den Wasserstartern würde es aber Platz 3 belegen ^^
    Silber geht natürlich an Hydropi..... Ich kann mich noch gut an meinen Smaragd-Starter erinnern, als ich am Anfang nur es trainiert habe (und an Juan kläglich gescheitert bin ^^) Sumpex ist dann natürlich auch genial gewesen, und als ich es endlich gepackt habe als stärkstes Pokemon in die Ruhmeshalle eingezogen ^^
    Plinfa und Ottaro mochte ich nicht so gern (auch wenn mir Impoleons Typenkombination sehr gefällt), und X/Y habe ich nicht nicht, also kann ich über Froxy nichts sagen :D

    So, nun ist es dank den Ferien recht schnell gegangen, bis das nächste Kapitel erschien ^^
    Zuerst aber zum Re-Kommentar für Caroit:


    5 – Gary II


    Gary ballte die Fäuste. Sie waren ihm entwischt! Wie war das möglich? Das Camp war verlassen, niemand war mehr da, alle Dokumente vernichtet oder mitgenommen. Noch gestern, so sagten die Spitzel, sei alles normal gewesen. Und heute Morgen, als die Spitzel aus dem Dorf hierher kamen, und das Camp wie immer beschatten wollten, war niemand mehr da.
    „Ist es zu viel verlangt, dass ihr Trottel die ihr euch Spitzel schimpft, subversive und gefährliche Elemente rund um die Uhr beschattet?“ Die Männer hinter Gary zuckten ob der Wut in seiner Stimme zusammen.
    „Sir, wir wussten nicht, dass sie von uns wussten. Wenn wir gewusst hätten, dass sie von uns wussten, dann hätten wir das natürlich gemacht. Es tut uns Leid, Sir.“
    „Es tut euch also leid?! Naja dann ist ja alles super! Was rege ich mich denn auf?!“
    Die Männer blickten betreten auf den Boden. „Und ihr wisst nicht zufällig, womit oder wohin sie geflohen sein könnten?“
    „Doch, Sir. Sie hatten immer drei Lastwagen mit grüner Plane. Die Nummerntafeln sind hier.“ Er reichte Gary einen Zettel, auf dem drei Zahlen-Buchstabenkombinationen aufgeschrieben waren.
    „B16-D89-C35… Und die anderen sehen gleich aus… Das sind keine Nummerntafeln aus Einall. Ich weiß nicht ob euch Trotteln das aufgefallen ist, aber Nummern aus Einall beginnen immer mit einer Ziffer! Aber ihr seid wahrscheinlich eh zu blöd für den Führerschein!“ Gary verstummte, als er auf dem Boden eine kleine, silbern glänzende Platte fand, leicht zusammengedrückt, denn sie lag in einem Reifenabdruck. „Das ist ein Chip. Ich glaub’s nicht das ist ein Chip! Haha!“ Gary begann zu lachen. „Diese Widerständler sind ja tatsächlich noch blöder und inkompetenter als ihr Pappnasen. Die lassen doch allen Ernstes einen Chip zurück!“ Gary rannte zu seinem Wagen, einen schwarzen Jeep.
    „Sir, was machen sie?“
    „Ich fahre zurück nach Marea. Dieser Chip muss untersucht werden.“
    „Und was sollen wir machen, Sir?“
    „Ihr gebt Fahndung nach diesen grünen Lastwagen aus. Irgendwer in Einall muss doch halbwegs kompetent genug sein, ein falsches Kennzeichen zu erkennen.“


    Gary steckte den Chip in den Computer, der lud kurz, und bald darauf erschien eine Fehlermeldung. Das Gerät konnte nicht gelesen werden. „Das gibt’s jetzt echt nicht! Verdammt!“ Gary schrie so laut, dass die Tür aufging. Eine Sekretärin kam herein. „Gibt es irgendein Problem, Mr Willington?“
    „Hmm, ja schon. Wären sie so freundlich und übergeben sie diesen Chip bitte der IT-Abteilung? Sagen sie ihnen, ich brauche unbedingt die Daten, die dort oben sind. Leider ist der Chip ein wenig beschädigt. Danke sehr!“ Gary überreichte ihr den Chip, und sie ging hinaus. „Keine Ursache!“ Gary lehnte sich in seinen äußerst unbequemen Stuhl zurück, und blickte durch den Raum. Dieses Kämmerchen, das sie ihm in Marea überlassen hatte, war wirklich schrecklich. An den Wänden standen überall Schränke vollgestopft mit Ordnern, und der Computer war ein Relikt aus antiken Zeiten. Wahrscheinlich nutzen sie diesen Raum nur als Abstellraum, oder um armen Polizisten aus der Hauptstadt zu quälen. Naja, da konnte er jetzt nichts machen, und aufregen ging schon gar nicht, denn dann würde sicher wieder über die überheblichen, voll Sonderwünschen steckenden Elite-Polizisten aus der Hauptstadt getuschelt und getratscht werden. Und Gary sorgte sich immer darum, was andere über ihn dachten.


    Als die Sekretärin das nächste Mal die Tür öffnete, drehte Gary sich schnell um. „Was gibt es?“ „Die Ergebnisse ihrer Fahndung sind eingetroffen. Kommen sie mit raus?“ „Natürlich.“ Gary war froh, der Enge und Langeweile des Raumes zu entkommen. Er mochte keine Wartezeiten, war schon immer ungeduldig gewesen. Auch schon als Kind. Das hatte die Erzieherinnen immer geärgert. Wie oft war er in sein kleines Zimmer gesperrt worden. „Da kommst du erst wieder raus, wenn du gelernt hast was Geduld heißt! Und das du mir das ja nie wieder machst, sonst setzt‘s was hinter die Löffel!“
    „Mr Willington?“ Die Stimme der Sekretärin riss ihn aus den Gedanken. „Ja. Natürlich. Die Ergebnisse.“
    „Genau, ich habe hier sämtliche Sichtorte des Lastwagens auf der Karte markiert. Sehen sie: Zuerst sind sie ein wenig durch Waldwege gekurvt, aber da waren sie noch einigermaßen verdeckt. Aber dann sind sie hier auf den Highway 13 nach Süden, vorbei an der Innenstadt.“
    „Sie haben einen Highway benutzt?“
    „Ja. Und sogar alle drei Lastwagen hintereinander. Als würden sie sie bemerkt werden wollen. Dann sind sie vom Highway an der 13. Stadtausfahrt abgefahren , und die Spur verliert sich hier. Am Hafen.“


    Gary war noch nie in Marea City gewesen, doch als er nun am Rücksitz des Polizeiautos durch die Innenstadt fuhr, bot sich ihm Gelegenheit, die Stadt zu bewundern. Sie war bei weitem nicht so groß wie Stratos City, und doch konnte Gary alles entdecken, das eine moderne Großstadt benötigte: Gläserne Hochhäuser gruppierten sich um den alten Stadtkern, der sich hinter einer niedrigen Mauer aus alten Zeiten versteckte, und hinter der Mauer erkannte Gary die roten Dächer einiger Pagoden-Gebäuden. Ihm gefielen diese Gebäude, von denen es in Stratos nur noch wenig gab, strahlten sie doch eine gewisses Alter, Erfahrung und Stärke aus. Und vor allem waren sie schön. Noch eine Sache fiel Gary in Marea auf, die Farbe der Hochhäuser. Während sie in Stratos farblos waren, und von der Ferne fast schwarz erschienen, waren die Glaswände hier leicht grünlich getüncht, und sie strahlten eine zeitlose Eleganz aus. Die berühmten smaragdenen Hochhäuser von Marea City.
    Sie fuhren weiter durch die Stadt, doch je weiter sie sich vom Zentrum entfernten, desto kleiner und älter wirkten die Häuser, und desto älter wurden auch die Autos, die an den Straßen standen. Schließlich fuhren sie auf eine breitere Straße, an deren Flanken rostige Leitplanken und alte, zerfetze Werbeplakate vom Verfall zeugten. Doch kaum waren sie hinter den Mauern des Hafens verschwunden, bot sich ihnen ein anderes Bild: Moderne Häuser und Hangars, Lagerhallen und Betonungetüme warteten auf sie, und dahinter lag das größte Schiff, das Gary je gesehen hatte.


    Das weitläufige Büro des Hafenmeisters lag direkt im Zentrum des Hafens, im dritten Stock eines komplett glasverkleideten Gebäudes. In der Mitte des Raumes stand ein Schreibtisch, hinter dem der erste Hafendirektor saß und ungeduldig wartete. An der Wand stand je ein Tisch, und auf der einen Seite ein Schrank mit Ordnern. Gary stand an der Glasfront, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, und blickte hinunter auf das Treiben des Hafens. Er sah Krane die Schiffe beluden, Seemänner die dabeistanden und zusahen, aber es waren nur wenige, und ihm fiel auf, dass kein Schiff eine andere Flagge trug als das blaue Kreuz auf schwarz und weiß, die Fahne Einalls. Ihm war gesagt worden, dass am Rand des Hafens einige Schiffe aus Sinnoh oder Hoenn anlegten, doch es wurden immer weniger. Und das im geschäftigsten und größten Hafen Einalls. Einst hatte er die halbe Stadt versorgt. Doch nun lagen an ganzen drei Stegen Schiffe an. Die Wirtschaft Einalls war am Boden. Kein Wunder, dass es immer mehr Arbeitslose und Bettler, Arme und Obdachlose in den Straßen gab, und überall schossen Suppenküchen und wohltätige Kirchenorganisationen wie Pilze aus dem Boden. Und das in den Großstädten, die immer schon der Motor Einalls Wirtschaft waren. Gary mochte gar nicht wissen wie es auf dem Land aussah, hörte er doch, dass immer mehr Farmen verlassen wurden und immer mehr Leute in die Städte zögen. Aber Team Plasmas Sozialreformen würden doch bald greifen. Rezessionen und Wirtschaftskrisen hatte das Land schon mehrere überstanden.


    „Willst du noch länger stumm dastehen, Junge? Ich habe nämlich noch Arbeit zu erledigen.“
    Marcus Lee war ein fetter Mann, mit einer Glatze gestraft, und er hatte eine Laune als hätte er rostige Nägel gefrühstückt.
    Gary drehte sich nicht um, und antwortete: „Sie werden mich mit Mr Willington anreden, Mr Lee. Oder ich werde einige andere, unangenehmere Zeitgenossen als mich hier her schicken. Ach ja, und ich soll ihnen vom Direktor des Finanzamtes ausrichten lassen, er freue sich schon riesig auf das nächste Wiedersehen. Aber sie sind doch ein gesetzestreuer Bürger, Mr Lee, und haben nichts zu befürchten.“
    Er hörte ihn tief schlucken. „Oder Mr Lee? Sie haben doch nichts mit einer kleinen Gruppe Illegalen zu tun, die heute Morgen ein Schiff bestiegen. Nicht wahr?“
    „Ich weiß nicht wovon sie reden, Mr Willington.“ Er sprach das letzte Wort aus, als wolle er ihn erwürgen.
    „Das haben wir uns doch auch gedacht, aber glücklicherweise haben sie in ihrem Dienst einen sehr gesetzestreuen Bürger, der es als seine Pflicht ansah, uns zu informieren. Sie sollten stolz auf einen solchen Mitarbeiter sein.“ Die Tür ging auf, und es trat ein Polizist mit Lees Adjutanten im Arm ein. Sein Auge war blau, und seine aufgeplatzten Wangen mit Tränen verschmiert.
    „ Mr Bontley hier hat uns über das Schiff nach Fleetburg informiert, und seine Ladung. Nicht wahr Mr Bontley?“ Als Gary sich umdrehte, zuckte dieser zusammen.
    „Ja-a.“, stammelte er. „E-es ist me-meine Pf-Pf-Pflicht als Sta-aatsbürger.“ Er sah aus, als würde er gleich zusammenbrechen, und um das zu verhindern, gab Gary dem Polizisten einen Wink, und er nahm Bontley mit nach draußen. Als die Tür zufiel, lehnte sich Gary auf den Schreibtisch, und blickte Lee ins Gesicht. Schweiß rann ihm seine fetten Wangen hinunter, und seinen Atem roch nach Angst.
    „Wir sehen uns wieder, Mr Lee, verlassen sie sich drauf. Aber vielleicht nicht mehr hier, wer weiß. Ich wünsche ihnen viel Glück!“
    Als Gary sich umdrehte, um den Raum zu verlassen, erlebte er eine Überraschung. Nie hätte er diesem wandelnden Fleischklops solche Mut zugetraut, doch dieser rief ihm nach: „Team Plasmas Tage sind gezählt, Junge. Nicht mehr lange und wir sehen uns wirklich woanders wieder. Davon bin ich überzeugt!“
    Vielleicht war es sein überhebliches Grinsen, vielleicht auch nur ein schneller Impuls, der ihn dazu trieb. Gary schlug ihn mit voller Wucht ins Gesicht.

    Zitat von Silphco


    Nein. Das wiederrum ist Schwachsinn. Es heißt lediglich, dass die Frau sich bedeken und nicht einen Ganzkörperlaken tragen soll.
    Schlimm genug, dass in Saudi-Arabien sogar Kinder im Alter von 9 bedekt werden sollen damit es zu weniger Kinderschändungen kommen soll. Einfach nur lächerlich.


    Ok, da hab ich irgendwo was falsch gehört.
    Aber wie ich schon sagte, ich finde das natürlich auch nicht gut.
    Saudi-Arabien kann man aber nicht mal für sehr konservative Länder als Beispiel nehmen, da dürfen Frauen ja nicht mal Autofahren. Ich glaube, da haben sie im Iran noch mehr Rechte.

    Hallöchen! Ich freue mich sehr, in diesem Fanclub aufgenommen worden zu sein, und habe gleich beschlossen, mein erstes Posting zu verfassen. Entschuldigung jetzt schon das es nicht so schön und imposant wird, wie die, die ich bei euch allen gesehen habe, ich kann das leider echt nicht gut. Nun aber zu den Fragen:


    Könntet ihr euch vorstellen, Lektor/in oder Übersetzer/in für Bücher zu werden?
    Ja, zur Zeit ist es sogar mein Traumjob, Dolmetscher oder Übersetzer zu werden, denn mir gefallen erstens andere Sprachen, und zweitens Bücher, also wären das ja zwei Fliegen mit einer Klappe :) Nein, Spaß bei Seite, ich meine das Ernst. Ich habe sogar einmal versucht, das erste Kapitel eines englischen Buches ins Deutsche zu übersetzten, war aber nur mäßig erfolgreich. Ich finde, es ist sicher eine schwere Aufgabe, aber ich würde mich dem gerne stellen. Aber ehrlich: Wie viele Übersetzer braucht es, und kann man davon leben? Ich glaube, leider nicht.


    Was lest ihr gerade und welche Bücher möchtet ihr dieses Jahr noch lesen?
    Zurzeit lese ich "Der Friedhof in Prag" von Umberto Eco, das letzte der Bücher, die ich zu Weihnachten bekommen habe. Es ist ein historischer Roman, und normalerweise mag ich solche, aber irgendwie werde ich mit diesem Buch nicht warm. Normalerweise, wenn ein Buch gut ist, tauch ich nach etwa 20 Seiten spätestens komplett ins Buch ein. Bei diesem Buch ist das aber nicht so, und mir ist eigentlich komplett egal wie die Geschichte, die nicht mal ansatzweise interessant ist, ausgeht. Ich versuche jetzt einfach nur mehr, mit dem Buch fertig zu werden, denn ich hasse es Bücher einfach so wegzulegen, aber ich schätze, bei diesem Buch werde ich es nicht schaffen.
    Ich werde mir bald einmal den 4. Band der "Helden des Olymp" Serie kaufen, und danach weiß ich noch nicht. Irgendwelche Vorschläge? Ich mag gern Fantasy, aber auch ein guter Thriller kann mich faszinieren. :)

    Hey :) Willkommen ^^
    Woher hattest du die Noten dafür? Und kann man die auf anderen Instrumenten (natürlich mit transponieren) auch spielen?
    Viel Spaß auf jeden Fall! :D

    Bis zur Liga schau ich immer, dass alle Pokémon im Team etwa das gleiche Level haben. Meistens hole ich mir schon so früh wie möglich diese Pokémon, und hab dann ein Team, mit dem ich super durchkomm. Das klappt immer super, und alle Pokemon sind dann so ca. am selben Level, vlt. +- 3 Level.
    Nach der Liga trainiere ich dann natürlich auch anders, aber bis dahin eigentlich immer so :)