Beiträge von cheesus christ

    Für meine Item-Entwürfe im Häuserkampf hätte ich dank der Regenbogenwoche gerne ein Psiana Psiana (Psycho):


    Also ich hab zwar ewig keine Karten mehr gemacht, habe sowas aber immer zugeschnitten. Das liegt vor allem auch daran, dass ich mit nassen Medien male und dort die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass etwas wellig wird, wenn das Papier nur sehr klein ist. Mit mehr Rand drumherum ist auch mehr Papier da, das dabei hilft, die Spannung zu halten, bis alles getrocknet ist. Dadurch hat man hinterher eher ein glatteres Ergebnis, weil keine direkten Ränder da waren, die schneller mal unschön werden.


    In meinem Fundus sind echt alle möglichen Hersteller vertreten, am liebsten benutze ich meist aber Papier von Hahnemühle und guardi artistico. Welches Papier für dich genau sinnvoll wäre hängt natürlich stark davon ab, was genau du damit machen möchtest. Wahrscheinlich wäre hier eine kleine Auswahl für deine Experimente ganz cool, dann findest du für dich das passende Papier.

    Ich hätte gerne für meinen Videobeitrag in der AuV-Aktion im Häuserkampf ein Nidoking Nidoking, wenn ich darf


    Ich weiß, is gegen den Spirit, aber nur ne Anregung. Galigrü.

    Och, an sich ist das ja trotzdem dann etwas, woran jeder mitwirken kann. Vor allem denke ich, dass es sehr witzige Chatabende werden können, wenn teamintern möglichst viele Leute zusammen im Call hängen und versuchen das Quiz gemeinsam zu lösen. Also wegen mir würde ich sagen why not. Dann fühlt sich das vielleicht auch weniger nach Masse statt Klasse an lol


    Und da Spaß im Vordergrund stehen sollte, wär das imo zumindest ein passendes Konzept. Kann aber auch genauso gut damit leben, wenn jetzt einfach eine Alternative fürs Abhalten des Chatquizzes gefunden wird und das Konzept das gleiche bleibt.



    Edit: Achja, und wenn in der Frage ein "nicht" vorkommt, das bitte immer ganz fett und in Caps schreiben bei zeitkritischen Fragen, besonders wenn sie länger sind, das wäre wunderbar :smalleyes:

    Das Bisaboard beherbergt eine für Unternehmen sehr interessante Zielgruppe und daher ist es für solche Firmen unerlässlich, bei den jungen Leuten einen freshen Auftritt hinzulegen, um die innovativ-langweiligen Geschäftsideen auch erfolgreich unterbringen zu können.

    Daher haben auch wir uns gedacht, dass es nicht schaden kann, den abertausenden Unternehmen zu folgen und einen inhaltslosen Imagefilm ganz im typisch-generischen Stockfootage Lock & Feel zu präsentieren. Anscheinend funktioniert es ja.


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    Man sollte aber nicht vergessen und unterschätzen, dass es Frauen gibt, die sich vor ihrem eigenen Blut ekeln – aus psychischen Gründen oder wodurch auch immer sei mal dahingestellt.


    Das ist auch völlig okay, die gibt es. Aber die werden sich bisher vermutlich auch zu helfen gewusst haben, wie gesagt, Handschuhe sowie Hygienebeutel existieren bereits, sind sogar günstiger als Pinky und können auch tatsächlich neutral aussehen. Wer seit dem 10. - 16. Lebensjahr einen großen Teil des restlichen Lebens zwangsweise einmal im Monat damit umgehen muss, wird da auch relativ schnell eine Lösung zu gefunden und nicht auf so eine Erfindung gewartet haben, die ein vielfaches davon kostet. Ich würde zumindest nicht annehmen, dass diese Personen bisher, statt solche Dinge zu nutzen, einfach ~4 Tage jeden Monat auf der Toilette sitzen, bis das wieder vorüber ist... Und falls doch, wissen sie spätestens jetzt, dass sie einfach einen Handschuh nutzen können. Es gibt übrigens auch ganz konkret Tampons mit Applikatoren, wenn Leute Probleme mit dem Einführen haben. Und auch medizinische Möglichkeiten, die Periode ganz aussetzen zu lassen, wobei das natürlich wieder andere Schwierigkeiten mit sich bringt.

    Also es ist nicht so, dass das absolut keine Issues sind - aber zu diesem Empfinden tragen die beiden Männer mit ihrem Produkt bei einigen Frauen halt sogar noch ihren Teil bei und im Prinzip wurden diese Probleme schon lange ohne zusätzlichen teuren Schnickschnack gelöst und das hätte man in Erfahrung bringen können, wenn man so ein Business macht, daher ist die Implikation, dass ein Handschuh jetzt eine echt ziemlich innovative Lebensverbesserung sein könnte, für manche durchaus beleidigend (und dementsprechend sehen die Reaktionen aus, wobei wie vorher schon gesagt persönliche Angriffe halt nie okay gehen, aber Hardcoreleute findest du leider überall). Aber wer den Entwicklern deswegen Morddrohungen zukommen lässt, hat auf jeden Fall die Kontrolle verloren, denke da braucht man gar nicht diskutieren.


    Dein verlinkter Tweet nervt mich aber auch schon wieder, weil es halt echt nicht wirklich um konkret den Handschuh selbst geht und es anscheinend für Außenstehende sehr schwer zu sein scheint, zu sehen, dass das ganze Spektakel hier für viel mehr Missstände steht, für die man nur gerade ein Ventil gefunden hat. Also wer immer noch sagt "So viel Wirbel nur um nen pinken Handschuh", hat halt die Tiefe der Diskussion entweder nicht verfolgt oder nicht verstanden.

    Leider sind es oft aber genau diese Menschen, die ihren Teil dazu beitragen könnten und sogar müssten, um selbige Missstände zu beheben, denn diese "Frauenprobleme" sind im Kern halt Männerprobleme, weil sie diejenigen wären, die Veränderungen in ihren bisherigen Denk- und Handelsweisen vornehmen müssten, um die Welt, in der auch Frauen leben, nicht mehr nur allein aus männlicher Perspektive zu gestalten. Sie besetzen die Positionen, um solche Entscheidungen zu fällen.

    Das, wofür hier so viele Frauen aufgeschrien haben, ist im Kern eigentlich nur, einfach mal gesehen und gehört zu werden. Nicht einmal bei einem Produkt, das explizit nur für Menschen mit Uterus konzipiert wurde, hat man den Frauen selbst das Go für die Businessidee gegeben. Nicht einmal bei einem Produkt, das explizit nur für Menschen mit Uterus konzipiert wurde, hat man Frauen wirklich gefragt oder zugehört, es wurde einfach mit ein bisschen Rumfragen im Freundeskreis entwickelt, anscheinend mit einer unglaublichen Selbstsicherheit, die aber an allem vorbei ging, was ein großer Teil der Frauen möchte. Hätte man halt erfahren können, man hätte nur mal zuhören müssen, aber das scheint nach den Erfahrungen vieler Frauen sehr, sehr schwer zu erreichen zu sein, das hier ist einfach nur ein perfektes Beispiel dafür.

    Wird hier auch immer noch über die dämlichen Handschuhe gesprochen?


    Die Idee ist Müll, früher hätte man sowas gekonnt wegignoriert und in einem Monat wäre der Bumbs vom Markt verschwunden, weil den Schwachsinn niemand braucht, aber heute wird lieber ein Politikum um jeden Mist gemacht.


    Das Ding ist, hier geht's halt nicht einfach darum, dass ein Produkt schlecht konzipiert war und es daher am Markt eh keine Chance gehabt hätte, sodass es schnell von selbst verschwindet und gut.


    Der Aufschrei war wirklich unerwartet groß, für manche vermutlich sogar unverhältnismäßig groß, aber die beiden hatten hier einfach das riesige Pech, mit ihrem Produkt und dem Auftritt SO viel zu symbolisieren, das seit praktisch Jahrhunderten falsch läuft und wogegen viele Frauen quasi ihr Leben lang auch heute noch kämpfen, dass sich einfach wahnsinnig viel angestauter Frust über derartige sexistische Ungerechtigkeiten entladen hat. Das ließ sich halt auch an der Berichterstattung sehen. Es gab viele Artikel darüber, was dieses Produkt falsch macht, aber viele Berichte haben hier auch über ganz unterschiedliche Aspekte geschrieben... Weil es halt echt viele Angriffspunkte gab.


    Neben der ganzen Tatsache, dass das Produkt im Ursprung halt praktisch an der Lebensrealität der meisten Frauen vorbei entwickelt wurde und daher aus Perspektive der meisten Frauen wenig Sinn ergibt, hat das Produkt halt auch super gezeigt, wie männerdominiert die Businessszene ist. Während vor 2 Jahren zwei Frauen mit einer tatsächlich sinnvollen und mittlerweile erfolgreichen Idee für Periodenprodukte in diese Show kamen, wurden sie damit abgespeist, dass das Produkt schwierig und nischig sei (nischig wenn ca die Hälfte der Bevölkerung weiblich ist muss man auch erstmal bringen) und bekamen keinen Deal, doch die zwie Männer mit einem thematisch gleichen, nur eben viel weniger durchdachten Produkt, bekamen direkt Zuschläge. Und das spiegelt an sich genau das wider, was weibliche Personen auch im Geschäftsleben zumeist erwartet. Der Kampf hier tatsächlich an eine Stelle oder Investition zu kommen ist viel größer, obwohl die Statistiken sogar dafür sprechen, dass zum Beispiel Gründerinnen erhaltenes Kapital viel ertragreicher einsetzen.


    Damit fängt das Ganze ja schon an und das Produkt selbst ist da quasi noch gar nicht miteinbezogen, lol. Aber mit diesem haben die beiden Herren halt auch direkt so viel Negatives in einem Produkt und Auftritt konzentrieren können, dass es schon fast unterhaltsam ist.


    Wer ...

    ... sich im ersten Satz direkt als "Frauenversteher" vorstellt,

    ... zugibt dieses Produkt aus dem Impuls heraus erfunden zu haben, sich vor Periodenprodukten zu ekeln und diese nicht mehr sehen zu wollen (so sehr, dass sie nicht mal im Müll (!) frei liegen dürfen),

    ... tatsächlich die Arroganz besitzt, ohne Frauen an Bord oder zumindest eine ausreichende Analyse der Situation zu meinen, die Sachlage SO gut abschätzen zu können, dass sie Menstruierenden erklären können, wie sie mit einfachsten Mitteln ihre Periode besser handhaben können (und surprise, das war offenbar nicht der Weg, wie Menstruierende es handhaben wollen, aber dafür Mansplaining vom feinsten)

    ... sich im Grunde als Geschäftskonzept gewählt hat Frauen erst Scham für ihre Periode zu präsentieren und dann gleich mit der passenden Lösung dafür abzukassieren (auch wenn ich zugegeben nicht denke, dass die beiden bewusst Scham einreden wollen, aber sie profitieren vom und unterstützen damit halt selber das gesellschaftliche Tabu, das sie jetzt später so rigoros verteidigen brechen zu wollen)

    ... Dabei so dreist abkassieren möchte, dass ein seit etlichen Jahren existierendes Standardhaushaltsprodukt eingefärbt, mit nem Klebestreifen versehen und dann für ein Vielfaches des Preises verkauft wird, weil Frauen ja nicht eh bereits genug zusätzliche geschlechtsspezifische Ausgaben haben (Stichwort Pink Taxes),

    ... Jetzt im Nachhinein versucht hat das ganze noch in eine akzeptable Richtung zu lenken, indem das Produkt nur noch für Notsituationen unterwegs vermarktet wird, obwohl es am Anfang durchaus auch für zuhause präsentiert wurde und die Homepage Testimonials wie "endlich beschwert mein Mann sich nicht mehr über die benutzten Regelprodukte" geschmückt hat,

    ... Es nicht mal als nötig empfunden hat den Markt oder die Gesellschaft so weit zu untersuchen, dass hätte festgestellt werden können, dass Nachhaltigkeit eine immer größer werdende Rolle spielt (und dann vielleicht hätte merken können, dass zwei zusätzliche Plastikhandschuhe pro Tamponwechsel sich da eher disqualifizieren),

    ... Als kleines Sahnehäubchen obendrauf auch noch die Audacity besitzt ein Produkt als diskret zu bezeichnen und dann gleichzeitig so klischeehaft knallpink zu gestalten, dass es aussieht wie Satire oder ein Sex Toy ...



    ... Hat auch einfach mal eine Menge Gegenwind verdient, damit Leute (bzw wohl vor allem Männer) sehen, was eben immer und immer wieder vorkommt, wenn auch oft im kleineren Maßstab und nicht so plump oder schlecht durchdacht, lol. Es geht hier also nicht einfach darum, dass ein schlechtes Produkt nicht am Markt bestand haben würde, sondern viel mehr darum, dass dieses kleine Produkt es irgendwie geschafft hat so viele gesellschaftliche Missstände in sich selbst zu vereinen, dass das Ganze ziemlich explodiert ist. Es gibt endlich mal ein anschauliches Beispiel dafür, wie weit und wie bescheuert solche Sachen manchmal sein können und das sind halt Dinge, die vielen Frauen in anderem Maßstab und anderem Umfeld täglich begegnen. Die Welt ist prinzipiell auf Männer ausgerichtet, also literally. Sie wird im großen Teil von Männern konzipiert und damit für den männlichen Körper. Das führt dazu, dass tausende Dinge nur sekundär für Frauen geeignet sind, das fängt beim Handydisplay an und endet bei Crash Dummies, die meist männlich sind und wenn es doch mal weibliche gibt, werden die als Beifahrer eingesetzt, obviously. Frauen sind halt nicht einfach nur "Miniaturmänner" und werden, obwohl sie die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, meist kaum bedacht, Standard ist quasi immer der Mann, an den es sich dann anzupassen gilt. Und sollte es doch mal explizit weibliche Versionen geben, kosten diese direkt mehr. Das gibt halt das Gefühl zwar geduldet, aber nicht wirklich als eigene Personengruppe anerkannt zu werden.


    Und wenn diese Denkweise, die einem im Alltag als Nicht-Mann praktisch täglich begegnet und zu kleinen und großen Problemen führt, dann auch noch auf Themen überschwappt, die wirklich keine rein männliche Perspektive brauchen, dann haben die meisten auch einfach mal die Schnauze voll und machen ihrem Ärger lautstark Luft.

    Es ist echt ein Unding, dass man anscheinend die Lautstärke dieses Frustes mitbekommt, sich aber erstmal über selbige beschwert, statt anscheinend zu schauen, was eigentlich die Hintergründe für eine solche Lautstärke sind. Damit machst du genau den gleichen Fehler wie die beiden. Statt einfach mal zuzuhören, was diese Frauen zu sagen haben und was WIRKLICH das Problem ist (nämlich nicht, dass es jetzt einen pinken Handschuh am Markt gegeben hätte), wird einfach erstmal aus der eigenen Perspektive heraus agiert. Nur haben die beiden halt direkt begonnen ein Startup aus diesem Impuls zu machen, was halt einfach eine hyperdumme Idee war.

    Ich frag mich grad wie viel Wahrheit dahintersteckt? Wer bedroht zwei Leute, nur weil sie ein dämliches Produkt auf den Markt bringen? Natürlich will ich das nicht ausschließen, weil da draußen genügend Leute herumrennen, die ordentlich ein Rad abhaben, aber das klingt doch sehr ... dramatisiert. Weiß nicht, ob ich denen das abnehme, dass sie nun gar so oft attackiert und bedroht wurden.

    Ich sehe zunächst eigentlich keinen Anlass das anzuzweifeln. Schaut man sich die Kommentare auf manchen ihrer Kanäle an, dann sind dort durchaus einige sehr bissige Kommentare bei, das Thema ist allgemein sehr präsent gewesen und sicher auch für einige recht emotional, besonders wenn man sich ohnehin regelmäßig mit ähnlich bevormundenden Kommentaren von Männern herumschlagen muss. Und du findest in einer größeren Masse angesprochener Leute eigentlich immer welche, die radikal genug drauf sind, so etwas zumindest erst einmal anzudrohen. Daher kann ich mir auf jeden Fall vorstellen, dass das auch passiert ist.


    Ist an sich immer ungeil, wenn diese Note zum Ende hin mitschwingt, das alles hätte auch ohne persönliche Angriffe ablaufen können. Generell bin ich aber froh, dass uns Pinky Gloves wohl erstmal nur noch als zu ziehende Lehre begleiten wird und vor allem, dass dadurch das ganze Thema an sich in den Fokus der (männlichen) Öffentlichkeit gerückt ist und diskutiert wird. Daher find ich es eigentlich schon echt gut, dass die beiden dort aufgetreten sind und den Zuschlag bekommen haben, lol, ich habe auch selbst in den letzten Tagen einige interessante Artikel gelesen, die sich teils etwas weitläufiger auf das Thema der Investionsbereitschaft für Projekte von Grüdnerinnen bezogen haben und mehr über ein paar Frauen mit frauengeführten und/oder -orientierten Businesses gelesen, die ich vorher gar nicht kannte oder nie als solche wahrnahm. Es hatte also alles etwas Gutes und ich hoffe, dass diese Diskussionen nicht sofort wieder im Sand verlaufen. Dass so ein Thema aber überhaupt so große Wellen geschlagen hat, nehme ich erstmal positiv auf.

    Btw, nur so als Infopost vielleicht:

    Wie aktuell auf den offiziellen Kanälen zu lesen ist, werden Pinky Gloves nicht mehr weiter vertrieben. Ich lasse das erstmal einfach so stehen.


    Zitat

    Wir hören auf mit #pinkygloves

    Wir hatten zu keinem Zeitpunkt vor, jemanden zu diskreditieren oder einen natürlichen Prozess zu tabuisieren. Die Entwicklung unseres Produkts und die Kommunikation dazu war nicht durchdacht. Menschen machen Fehler - Und mit Fehlern muss man umgehen, man muss daraus lernen und man sollte auch die Chance bekommen, an Fehlern zu arbeiten.

    Gemeinsam mit Ralf haben wir uns dazu entschieden, dass die Pinky Gloves vom Markt genommen werden und haben hierfür entsprechend alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet. Wir stellen sämtliche Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten ein.

    Wir entschuldigen uns bei allen, deren Gefühle und Emotionen verletzt wurden. Wir können nachvollziehen, dass sehr viele darüber verärgert sind. Wir begrüßen nach wie vor, dass eine wichtige Debatte angestoßen wurde, wo die sachliche und konstruktive Debattenkultur hoffentlich wieder die Oberhand gewinnt.

    Was uns nachhaltig sehr trifft, ist die Tatsache, dass wir einer heftigen Welle an Hass, Mobbing und Gewaltandrohungen, bis hin zu Morddrohungen, ausgesetzt sind. Wir werden auf offener Straße attackiert und beschimpft. Wir haben uns die Kritik zu Herzen genommen und sie verstanden. Wir halten das nicht mehr aus und sind mit unseren Kräften am Ende. Bitte hört damit auf, uns, unsere Familien und Unterstützer:innen anzugreifen und zu bedrohen.

    Eugen & André

    Sorry, aber das ist doch echt haltlos. :wacko: Jetzt war es wieder der Mann der damit ein Problem haben soll?

    Die beiden haben selbst erzählt, dass ihnen die Geschäftsidee kam, weil sie mit Frauen in einer WG lebten, benutzte Produkte dort im Müll gefunden haben und das als sehr unangenehm empfanden. Entsprechend: ja, sie selbst hatten ein Problem damit und haben versucht das aus ihrer Sicht als Mann zu lösen, indem solche Produkte durch so einen Handschuh versteckt werden.


    Mal unabhängig vom Geschlecht gedacht riechen benutzte Binden halt schon unangenehm in offenen Mülleimern.

    ... Und das sagt jetzt in der Argumentation genau was aus?

    Hier gibt es auch ein paar super Lifehacks wie Mülleimer mit Deckel und den Abfall beizeiten aus dem Haus zu bringen. Die kleinen Badmülleimer findet man ja praktisch eh nur als geschlossene Variante, von daher... Glaube bisher schaffen es sämtliche Haushalte auch, das so zu regeln, dieses Problem im Grundsatz zu vermeiden. Das würde also noch eher zeigen, dass hier versucht wurde, ein Problem zu lösen, das für die Betroffenen nicht wirklich eines ist - außer vielleicht halt wirklich in spezifischen Situationen unterwegs (wofür es dann aber auch bereits andere, günstigere Optionen gibt), aber das Produkt wurde im Ursprung halt auch mit Einsatz Zuhause beworben und damit ist das Kind dann erstmal in den Brunnen gefallen.


    Das ist wohl eher ein Phänomen welches bei Menschen mit Periode auftritt, dass sie sich schlicht nicht getrauen aus gesellschaftlichen Gründen es zu entsorgen.

    Und damit hast du dir im Grunde einen Großteil deines restlichen Beitrages selbst beantwortet. Wenn etwas gesellschaftlich so sehr ein Tabu ist, dass es teils den Alltag der Betroffenen nur deswegen (stark) einschränkt, weil andere davon nichts mitbekommen sollen (weil zB genau durch solche Aktionen wie jetzt direkt oder indirekt mitgeteilt wird, dass es unerwünscht ist, irgendetwas von der Periode zu sehen), ist die denkbar schlechteste Idee, dieses Tabu noch mehr zu verfestigen, indem man den Menstruierenden ein Produkt für viel Geld anbietet, um das alles noch mehr ins Versteckte zu treiben.

    Mit ihrem Produkt implizieren sie genau das Gegenteil eines offenen, natürlichen Umgangs mit diesen Themen ohne irgendwelche Stigmata und das fällt ihnen jetzt halt auf den Kopf. Es hätte nicht noch mehr Diskretion und Hygieneforderung gebraucht, sondern mehr Offenheit.


    Es kann nun einmal ein schmaler Grat sein, jemandem das Gefühl zu geben zu helfen oder doch zu bevormunden. Entsprechend arrogant ist da die Entscheidung, nicht eine Person mit ins Boot zu holen, die von der Materie ausreichend Sachkenntnis hat und davon auszugehen, dass man Situationen von außen gut genug beurteilen kann. Da reicht es dann halt eventuell mal nicht die eine oder andere Frau im eigenen Umfeld zu persönlichen Erfahrungen zu befragen. Es spricht ebenfalls für eine recht große Arroganz, davon auszugehen, dass Frauen bisher bei Bedarf nicht selbst auf die Idee kamen, einfach hygienische Beutel oder wenn unbedingt nötig halt Einmalhandschuhe zu verwenden, die seit Jahrzehnten existieren. Entweder glauben sie also, dass ihr eigenes Marketing so viel besser sein wird, sie haben sich den bisherigen Markt überhaupt nicht angesehen oder sie waren echt der Meinung, dass sicher niemand jemals Hygienebeutel mobil eingesetzt hat. Ersteres ist im Prinzip nicht unverbreitet, also bestehende Konzepte fancy und aufzubereiten und sie für mehr Geld neu zu verkaufen, vielleicht klappt es ja sogar.


    Aber besonders zu Zeiten, in denen vermehrt auf nachhaltige Alternativen wie Cups und Wäsche umgestiegen wird (was mittlerweile in jeder Drogerie zu kaufen ist, teils sogar in größerer Auswahl), mit NOCH mehr Müllerzeugung daherzukommen, sieht halt auch unter diesem Aspekt schwer danach aus, als haben sich die beiden nicht wirklich mit den bisherigen Markttrends (oder überhaupt Gesellschaftstrends) in dem Bereich befasst. Passt also zum Gesamtbild.

    Daher bin ich recht gespannt, ob die beiden es irgendwie schaffen, diese harte Negativ-PR für mehr dauerhafte Bekanntheit zu nutzen und ihr Produkt trotzdem noch zu verkaufen, oder ob sie damit unwiederbringlich aufs Maul geflogen sind und das künftig als Case dafür genutzt wird, wie man es nicht tun sollte.

    Ansonsten sehe ich den Sinn der Aufregung nicht, denn der Markt wird entscheiden, ob er ein Produkt benötigt oder nicht. Wenns keiner kauft, ist das halt ganz schnell wieder erledigt.

    Ganz so einfach sehe ich das an der Stelle nicht, da, wie bereits ausgeführt, so etwas nicht nur mal kurz da ist und sich so einfach klären lässt, wie sehr es gebraucht wird, weil eben das Angebot impliziert, dass man es brauchen würde und die Periode leider ein Thema ist, das vielen Betroffenen sowieso unangenehm ist.

    Wenn so ein Produkt im Regal steht und damit also suggeriert wird, dass man das Ganze noch diskreter angehen soll, indem man die Abfälle nicht einmal auf normalem Wege entsorgen und sich nicht einmal selbst ohne Handschuhe versorgen darf, weil alles andere unhygienisch sei, werden sich genug ohnehin unsichere (oft jüngere, leichter beeinflussbare) Betroffene auch unterbewusst dazu aufgefordert fühlen.

    Auch wenn das Produkt selbst anscheinend durch einen einfachen Einweghandschuh ersetzt werden könnte, der um ein vielfaches billiger ist, und daher die Marktchancen nicht allzu groß wären - selbst wenn das schon dazu führte, dass Frauen jetzt meinen, sie müssten bei so etwas Handschuhe nutzen und alles doppelt und dreifach versiegeln, weil alles andere nicht adäquat genug ist, ist halt schon Schaden verursacht. Und das im Grunde nur, weil es zwei Männer gab, sie sich so sehr an der Existenz der Regelblutung gestört haben, dass sie es als nötig empfanden, dafür ein Produkt zu entwickeln, das Frauen nutzen sollen. Allein diese Tatsache vermittelt leider schon sehr viel Kontext. Daher finde ich es wichtig, dass so etwas nicht einfach unkommentiert im Raum stehen bleibt, sondern darauf aufmerksam gemacht wird, was die Entwicklung eines solchen Produkte für Implikationen mit sich bringt (und man diesen nicht folgen sollte).




    (Zum ersten Satz kann ich grad nichts sagen, hab die vorherige Diskussion nicht verfolgt und in den letzten Beiträgen nur gesehen, dass kritisiert wurde, dass es Männer ohne ausreichend Hintergrundwissen waren, nicht allein dass es Männer waren. Würde da keinen Grund sehen, wenn das mit entsprechender Empathie und Kenntnissen passiert, aber wenn jemand anders da ein Problem drin sieht, dass sich cis Männer mit einem sie nicht betroffenden Problem beschäftigen, kann sich dazu ja wer äußern.)

    Ich weiß nicht. Ich finde die Einstellung dass man etwas nur entwickeln/verbessern darf wenn man selbst betroffen ist ist an sich schon wieder sexistisch. :thumbdown:

    Im Endeffekt werden sie ja auch sicher Personen mit Perioden gefragt haben welche Bedürfnisse sie haben oder schlicht die Situation wie auch immer analysiert haben. Im Endeffekt entscheidet der Markt ob ein Produkt langfristig besteht oder eben nicht. Aber es gleich als allgemein schlecht darzustellen nur weil es von Männern kommt find ich eben sexistisch. Klar es hat sicher Probleme, aber dass es von Männern stammt sollte keins sein. :flinch:

    Das Problem an der Stelle ist nicht unbedingt, dass es von Männern entwickelt wurde. Entscheidend war hier die Motivation, die sie selbst in der Show preisgegeben haben.

    Sie sind kein Problem angegangen, das die beiden beispielsweise bei Ihren Freundinnen mitbekommen haben, um dieses zu lösen, um zu helfen und das Leben angenehmer zu gestalten. Die beiden haben durch das Leben in einer WG mit Frauen quasi die Existenz der Regelblutung wahrgenommen und diese allein zu einem Problem gemacht, das sie lösen wollten - das ist die sexistische Herangehensweise, die kritisiert wurde.

    Statt mit Betroffenen zu sprechen, inwiefern hier überhaupt Probleme vorliegen, sind die beiden mehr oder weniger rein aus ihrer Perspektive heraus an die Arbeit gegangen, um das Ganze "diskreter" zu gestalten, schließlich habe Mann sich vorher durch die Reste davon im Badmülleimer offenbar gestört gefühlt. Sie setzen also allein mit der Existenz dieses Produktes den Stempel auf die Regelblutung, dass das etwas ist, das versteckt gehört und wofür man sich irgendwie schämen müsste. Sie lösen damit kein Problem für Frauen, sondern sagen, dass das für sie ein Problem ist und das bitte in Zukunft mit dem Produkt nach deren Konzept von Hygiene und Diskretion gemacht werden soll, ohne dass das eine wirkliche Lebenserleichterung für Menschen mit Menstruation wäre.


    Und das sind unterbewusst halt wieder Dinge, die besonders auf junge Frauen wirken. Wird einem gezeigt, dass man das alles ganz stark unter den Teppich kehren muss, wird das möglicherweise getan. Und das führt dann dazu, dass etwas ein Tabu-Thema wird, was eigentlich keines sein dürfte und was auch dazu führen kann, dass Leute keine (medizinischen) Hilfen in solchen Themen in Anspruch nehmen.

    DAS ist das, was hier als Sexismus krisitiert wird.

    Zwar wusste ich wegen der Vorlagen ja schon länger von der Aktion, trotzdem habe ich jetzt, wo sie endlich da ist, gar keine Ahnung, was ich machen will.


    Was ich mir an sich schon länger mal gewünscht hätte wären zwei Pokebälle im Kontrast, die einmal für schöne und niedliche Pokémon eingesetzt werden und auf der anderen Seite für die coolen und furchteinflößenden. Ersteren würde ich gerne in einem Sakuratheme machen, schön mit Kirschblüten, beim zweiten hab ich spontan gerade noch keine Idee. Aber ist ja noch lange genug Zeit, mir darüber den Kopf zu zerbrechen :smalleyes: Oder vielleicht hat ja sogar wer anders eine Idee dafür.


    Fand die Idee auf jeden Fall auch echt cool und hoffe, dass viele nice Konzepte hier im Thema landen über die Zeit.